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Frontotemporale Demenzen


       BESONDERE HERAUSFORDERUNGEN DER ANGEHÖRIGEN UND

          PROFESSIONELLEN HELFER




1                       dirk.bahnen@maria-hilf.de
2   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Inhaltsübersicht

     Fallbeispiel
     Krankheitsbild
     Symptome
     Medikamentöse Therapie
     Problemlage
     Umgang
     Ausblick



  3
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de   Dirk Bahnen
Fallbeispiel Herr S.
  1958 - 2010

    Anfang 2010 lernte ich die Ehefrau kennen, sie suchte
    bereits seit Jahren ein Forum, um sich über die Probleme
    auszutauschen. Mit der Gründung der                  FTD-
    Selbsthilfegruppe eröffnete sich für sie eine neue
    Perspektive. Sie beschrieb die Situation ihres Gatten: Seit
    2002 zeigten sich ersten Symptome, die vor allem in
    seiner zunehmenden Reizbarkeit lagen, sie deutete
    dieses als eine Ehekrise, die Scheidung wurde nach 2
    Jahren eingereicht, bis dann im Rahmen einer
    betriebsärztlichen Untersuchung - Ihr Ehemann fiel durch
    eine Vernachlässigung seiner Arbeit und durch Fehlzeiten
    auf - es zu einem Verdacht einer Schizophrenie kam.



  4
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de   Dirk Bahnen
Herr S.

Die verabreichten Neuroleptika verursachten eine Eskalation der
Situation.
2005 wurde dann die Diagnose Morbus Pick gestellt. Schon bald war
ein Zusammenleben nicht mehr möglich.
Ende 2007 wurde Herr S. in ein Seniorenheim überwiesen.
Dort stabilisierte sich durch Bezugspflege und einer Tagesstruktur
die Gesundheit und das Wohlempfinden von Herrn S.
Nach weiteren 2 Jahren kam es immer wieder zu Krisen. Herr S.
eignete sich die Gegenstände der Mitbewohner an, wurde dann –
darauf hingewiesen- ungehalten und es kam zu tätlichen
Auseinandersetzungen.




5                       dirk.bahnen@maria-hilf.de
Herr S.

Die verabreichten Neuroleptika verursachten eine Eskalation der
Situation.
2005 wurde dann die Diagnose Morbus Pick gestellt. Schon bald war
ein Zusammenleben nicht mehr möglich.
Ende 2007 wurde Herr S. in ein Seniorenheim überwiesen.
Dort stabilisierte sich durch Bezugspflege und einer Tagesstruktur
die Gesundheit und das Wohlempfinden von Herrn S.
Nach weiteren 2 Jahren kam es immer wieder zu Krisen. Herr S.
eignete sich die Gegenstände der Mitbewohner an, wurde dann –
darauf hingewiesen- ungehalten und es kam zu tätlichen
Auseinandersetzungen.




6                       dirk.bahnen@maria-hilf.de
Herr S.

    Herr S. wurde wieder neuroleptisch therapiert.
    Unter der Behandlung entwickelte Herr S. Schluckbeschwerden.
    Innerhalb eines halben Jahres verlor er mehr als 10 kg KG, zugleich
    wurde er immer unruhiger und jähzorniger, Herr S. wurde im Bett
    fixiert, was seine Unruhe nur noch steigerte.
    Der behandelnde Neurologe bemerkte: „wir erhöhen die Dosis der
    Neuroleptika, schließlich soll er nicht merken, dass er fixiert ist“. Er
    entwickelte eine Pneumonie.
    Letzte Woche fehlte Frau S. in der Angehörigengruppe. Ich erfuhr ,
    dass ihr Mann in Folge eines pulmonalen Infektes gestorben ist.




  7
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de   Dirk Bahnen
Krankheitsbilder

     Morbus Pick: Frontotemporale Degeneration
     Semantische Demenz:             Aphasie                        +   fehlender
         Krankheitseinsicht
     Primär progressive Aphasie: gestörte Sprachproduktion bei
         meist erhaltener Krankheitseinsicht




  8
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de         Dirk Bahnen
9   dirk.bahnen@maria-hilf.de
HÄUFIGKEIT

Ca. 10-15 % aller Demenzen (die Angaben
      differieren deutlich)
Ca. 30-50 % aller Demenzen mit Eintritt vor dem
      65. Lebensjahr (statistisches Mittel: 58J.)
Statistische mittlere Lebenserwartung : 8 Jahre




10                dirk.bahnen@maria-hilf.de
11   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Frontallappen + Temporallappen

     Funktionen der Frontallappen:
            -  Verhaltens-/Impulskontrolle
            -  Planen; Problemlösung; Monitoring (Überwachen der
          eigenen Handlungen und der Umwelt)
       -  Anteile: Steuerung des Antriebs
     Funktionen der Temporallappen:
       -  Gedächtnis
       -  Wissen


  12
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13   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Verhaltensauffälligkeiten bei FTD I

     Oberflächigkeit:
         -    Vernachlässigung der Körperpflege/des äußeren
              Erscheinungsbildes
         -    berufliche Aufgaben werden nicht mehr gewohnt ausgeführt
     Enthemmung:
         -    „Anstandsregeln“ werden nicht mehr eingehalten.
         -    Fremde werden geduzt, angefasst, wahllos angesprochen.
         -    Neigung zu „Zoten“.
         -    Riskantes Verhalten im Straßenverkehr.
         -    Keine Wahrung von Distanz.



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15   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Verhaltensauffälligkeiten bei FTD II

     „Aggressivität“: verbal und körperlich
     Gestörte Impulskontrolle: Überschätzung                        des materiellen
           Vermögens; kleinere Diebstähle;                           Hypersexualität;
         Hyperoralität
     Verlust der Krankheitseinsicht, Kritiklosigkeit
     Reduzierte emotionale Schwingungsfähigkeit
     Stereotypes Verhalten
     Veränderung        von       Ernährungsgewohnheiten:
         Heißhunger, Alkoholkonsum, invariante Speisen


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Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de            Dirk Bahnen
17   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Kognitive Störungen

    Gestörte Exekutivfunktonen:
            -  Planen;
            -  Abstraktion;
            -  Problemlösen,
            -  Organisieren,
            -  Flexibilität




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19   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Kognitive Funktionen

Sprachstörungen:
     -    Sprachproduktion,
     -    Wortschatz;
     -    Echolalie;
     -    Perseverationen;
     -    sprach. Stereotypen
Dagegen sind Gedächtnis, Orientierungsfähigkeit und
Visuokonstruktion lange gut erhalten



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21   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Medikamentöse Therapie

     Cholinesterasehemmer                       machen wenig Sinn, da bei FTD
          eher ein                       Ungleichgewicht des Serotoninhaushalts
         imponiert
     SSRI scheinen die Stimmungsschwankungen stabilisieren
         zu können
     Die NW von Neuroleptika sind hier besonders häufig
     Gleiches gilt für den Einsatz von Antiepileptika



  22
Beratungsstelle für Alterserkrankungen     dirk.bahnen@maria-hilf.de     Dirk Bahnen
23   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Problemlage

     Schwierige Früherkennung (Diagnostik)
     Die Symptome ähneln nicht dem, was man sich unter einer
          Demenz vorstellt: Unterstellung des absichtlichen Handelns
     Die mangelnde „Gruppenfähigkeit“ der Betroffenen führt eher zu
           einer rigorosen Abkehr des betreuenden Personals oder zu
           eher gefährdenden medikamentösen Therapien (Fallbeispiel)
     Überforderung bzw. Gefährdung der pflegenden Angehörigen und
             deren Familie aufgrund mangelnder Information und
           adäquaten Entlastungsangeboten
     Überforderung des Personals in Krankenhäusern, Seniorenheimen
            aufgrund struktureller Gegebenheiten, nicht ausreichender
           Schulungen und der Mischung des Klientels.
     Isolation der Betroffenen durch das Unverständnis der Umwelt.


  24
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25   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Umgang mit Menschen mit FTD

    Es imponiert der Steuerungsverlust. Die Demenzkonzepte sind nur
    bedingt auf Menschen mit FTD übertragbar. Die Betroffenen
    reagieren positiv auf klare Strukturen, die sie nicht überfordern.
    Besonderen Akzent sollte man auf sinnvolle Beschäftigungsangebote
    legen, da sie sonst destruktive beruhigende Ablenkungen suchen.
    Wichtig sind daher:
            -    Eine Bezugsperson
            -    Geduldiger empathischer Umgang
            -    Wahrung der Persönlichkeit des Betroffenen
            -    Gruppenaktivitäten nur im kleinen Rahmen
            -    Belohnungssystem
            -    Klare eindeutige Regeln



  26
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27   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Umgang mit Menschen mit FTD

            -    Rückzugsmöglichkeiten bereit halten
            -    Bei Unruhe: Möglichkeiten zur Bewegung geben
            -    Bei Apathie/Depression: Behutsame Kontaktaufnahme und Anbieten von
                 Beschäftigungen
            -    Musik/kunsttherapeutische Angebote zur Fokussierung der
                 Aufmerksamkeit
            -    Bei drohender Eskalation Anbieten von biografisch bevorzugten
                 Beschäftigungen/Speisen, etc.
            -    Deutliche verbale Kommunikation
            -    Gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten: den Angehörigen, den
                 Betroffenen + dem multiprofessionellen Team


            -    Selbstschutz der Betreuungspersonen



  28
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29   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Bezugsperson

    Der Kranke hat nur noch sehr eingeschränkt die Möglichkeit zu
    entscheiden, was seine Handlungen verursachen. Er kann
    nicht mehr planen. Die Bezugsperson muss diese Defizite
    ausgleichen. Der Mensch mit FTD braucht eine Person, der er
    vertrauen kann- Klarheit und Eindeutigkeit sind hier besonders
    wichtig.




  30
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Geduldiger empathischer Umgang

    Der Erkrankte braucht Verständnis für seien Situation.
    Bestimmend sind häufig seine stereotypen Aussagen und
    Handlungen, was die Umwelt schnell nervt. Dieses verstärkt
    jedoch seine Unruhe. Nicht Diskussionen führen hier weiter,
    sondern das Eingehen auf die Bedürfnisse. Auf soziales
    Fehlverhalten darf aufmerksam gemacht werden, dabei sollte
    die Kritik nicht „vernichtend“ erscheinen.




  31
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32   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Persönlichkeit

    Ansprache mit Namen
    Einzelzimmer: sehr wichtig, da soziale Kompetenz deutlich
    gestört ist und als Ort des Rückzuges gebraucht wird
    Einbezug des familiären Umfeldes
    Durch das gestörte Sozialverhalten werden Menschen mit FTD
    (unbewusst) bestraft, was diese als nicht ihrem Alter
    entsprechende Sanktionen empfinden.




  33
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34   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Gruppenaktivitäten

    Häufig sind Menschen mit FTD in Gruppen überfordert, sie
    fühlen sich nicht entsprechend gewürdigt. Deshalb stören sie
    diese Aktivitäten.
    Die Gruppe sollte nach ähnlichen Interessen und Fähigkeiten
    ausgewählt sein
    Die Gruppengröße sollte nicht mehr als 5 Personen betragen
    Gruppendauer unter 45min halten




  35
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36   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Belohnungssystem

    Einerseits wie oben bereits beschrieben sollten Belohnungen
    zur Wahrung der Persönlichkeit eingesetzt werden (Verbal/
    materiell)
    Andererseits können Unruhezustände oder Krisen oder
    Rückzüge so abgewendet werden.




  37
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de   Dirk Bahnen
38   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Regeln

    Die informellen Regeln im Alltag werden nicht mehr erkannt
    oder überfordern Menschen mit FTD.
    Die Einhaltung der Regeln (Strukturen) muss konsequent
    beachtet werden. Dabei kommt der Bezugsperson eine
    Vorbildfunktion zu. (Man beachte die Gedächtnisfunktion bleibt
    lange erhalten)
    Regeln dienen auch dem Schutz der Betroffenen
    (Ernährungsfehler, Hygienemängel etc.)




  39
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40   dirk.bahnen@maria-hilf.de
Unruhe

    Die Betroffenen leiden sehr unter der Agitiertheit. Manche versuchen
    sich dann zu betäuben (Alkohol, Medikamente, Tabak,
    Desinfektionsmittel)
    Entspannende Maßnahmen greifen dann nicht. Besser ist die
    Möglichkeit zur Bewegung: lange Spaziergänge, Fahrradfahren,
    Ergometer, Laufbänder, etc. Erzielte Leistungen sollten dann
    gewürdigt und belohnt werden.
      Kunst-, Ergo- und Musiktherapie können dann eine zusätzliche
    Ablenkung sein, da die Aufmerksamkeit fokussiert wird.
    Die denkbar schlechteste Antwort auf Unruhe ist die Fixierung
    (Fallbeispiel)



  41
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Apathie/ Interessensverlust/Depression

    Sehr häufiges Symptom besonders initial durch die Störung
    des Serotoninhaushalts
    Man sollte kontinuierlich Angebote machen, hier besonders in
    einer eins zu eins Situation. Häufig wird alles abgelehnt, dann
    kann man Interesse auch durch ein „Vormachen“ erzeugen.
    Wichtig sind hier auch Bewegungsangebote




  42
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Aggressionen

    Deeskalierendes Verhalten
    Keine Diskussionen oder Infrage stellen des Grundes.
    Anbieten von Ablenkungen z. B. Lieblingsspeisen oder
    bevorzugten Beschäftigungen
    Beachten des Selbstschutzes




  43
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Kommunikation

    Häufig fühlt sich der Mensch mit FTD missverstanden, da er
    eine gestörte Sprachproduktion hat.
    Ruhiges geduldiges Zuhören.
    Möglichst einfache Sätze, die nur eine Information enthalten.
    Verwendung von Pronomina und Metaphern einschränken,
    keine Ironie!




  44
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Stand der Dinge

     Menschen   mit Frontotemporalen Demenzen werden unter
          „dem falschen Etikett“ behandelt: so lehnen die
         Landschaftsverbände Finanzierungen ab, da es sich um
         Pflegefälle (Demenz!) handle:
     Seniorenheime sind weder strukturell noch konzeptionell auf
         den professionellen Umgang ausgerichtet
     Es gibt keine Konzepte zur Sicherstellung der ambulanten
         Situation.




  45
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Ausblick

    Damit sich die Situation der Betroffenen und der Angehörigen in
    Zukunft verbessert, aber auch das professionelle Personal eine
    höhere Handlungssicherheit erlangt sind folgende Veränderungen
    notwendig:
     Deutlich mehr FTD Angehörigengruppen
     Erstellung von Konzepten im Umgang mit Menschen mit FTD
     Tages „pflege“ einrichtungen / Besser Tagesstrukturen die geeignet
            sind für Menschen mit FTD
     Ambulant betreutes Wohnen
     Stationäre Angebote (Mix aus SGB IX und XI)
     Öffentlichkeitsarbeit
     Schulungen für Angehörige und Personal (auch ärztliches
            Personal)



  46
Beratungsstelle für Alterserkrankungen   dirk.bahnen@maria-hilf.de   Dirk Bahnen
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  47
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NPK2011: Frontotemporale Demenz - Die ganz andere Demenz

  • 1. Frontotemporale Demenzen BESONDERE HERAUSFORDERUNGEN DER ANGEHÖRIGEN UND PROFESSIONELLEN HELFER 1 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 2. 2 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 3. Inhaltsübersicht  Fallbeispiel  Krankheitsbild  Symptome  Medikamentöse Therapie  Problemlage  Umgang  Ausblick 3 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 4. Fallbeispiel Herr S. 1958 - 2010 Anfang 2010 lernte ich die Ehefrau kennen, sie suchte bereits seit Jahren ein Forum, um sich über die Probleme auszutauschen. Mit der Gründung der FTD- Selbsthilfegruppe eröffnete sich für sie eine neue Perspektive. Sie beschrieb die Situation ihres Gatten: Seit 2002 zeigten sich ersten Symptome, die vor allem in seiner zunehmenden Reizbarkeit lagen, sie deutete dieses als eine Ehekrise, die Scheidung wurde nach 2 Jahren eingereicht, bis dann im Rahmen einer betriebsärztlichen Untersuchung - Ihr Ehemann fiel durch eine Vernachlässigung seiner Arbeit und durch Fehlzeiten auf - es zu einem Verdacht einer Schizophrenie kam. 4 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 5. Herr S. Die verabreichten Neuroleptika verursachten eine Eskalation der Situation. 2005 wurde dann die Diagnose Morbus Pick gestellt. Schon bald war ein Zusammenleben nicht mehr möglich. Ende 2007 wurde Herr S. in ein Seniorenheim überwiesen. Dort stabilisierte sich durch Bezugspflege und einer Tagesstruktur die Gesundheit und das Wohlempfinden von Herrn S. Nach weiteren 2 Jahren kam es immer wieder zu Krisen. Herr S. eignete sich die Gegenstände der Mitbewohner an, wurde dann – darauf hingewiesen- ungehalten und es kam zu tätlichen Auseinandersetzungen. 5 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 6. Herr S. Die verabreichten Neuroleptika verursachten eine Eskalation der Situation. 2005 wurde dann die Diagnose Morbus Pick gestellt. Schon bald war ein Zusammenleben nicht mehr möglich. Ende 2007 wurde Herr S. in ein Seniorenheim überwiesen. Dort stabilisierte sich durch Bezugspflege und einer Tagesstruktur die Gesundheit und das Wohlempfinden von Herrn S. Nach weiteren 2 Jahren kam es immer wieder zu Krisen. Herr S. eignete sich die Gegenstände der Mitbewohner an, wurde dann – darauf hingewiesen- ungehalten und es kam zu tätlichen Auseinandersetzungen. 6 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 7. Herr S. Herr S. wurde wieder neuroleptisch therapiert. Unter der Behandlung entwickelte Herr S. Schluckbeschwerden. Innerhalb eines halben Jahres verlor er mehr als 10 kg KG, zugleich wurde er immer unruhiger und jähzorniger, Herr S. wurde im Bett fixiert, was seine Unruhe nur noch steigerte. Der behandelnde Neurologe bemerkte: „wir erhöhen die Dosis der Neuroleptika, schließlich soll er nicht merken, dass er fixiert ist“. Er entwickelte eine Pneumonie. Letzte Woche fehlte Frau S. in der Angehörigengruppe. Ich erfuhr , dass ihr Mann in Folge eines pulmonalen Infektes gestorben ist. 7 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 8. Krankheitsbilder  Morbus Pick: Frontotemporale Degeneration  Semantische Demenz: Aphasie + fehlender Krankheitseinsicht  Primär progressive Aphasie: gestörte Sprachproduktion bei meist erhaltener Krankheitseinsicht 8 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 9. 9 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 10. HÄUFIGKEIT Ca. 10-15 % aller Demenzen (die Angaben differieren deutlich) Ca. 30-50 % aller Demenzen mit Eintritt vor dem 65. Lebensjahr (statistisches Mittel: 58J.) Statistische mittlere Lebenserwartung : 8 Jahre 10 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 11. 11 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 12. Frontallappen + Temporallappen  Funktionen der Frontallappen: -  Verhaltens-/Impulskontrolle -  Planen; Problemlösung; Monitoring (Überwachen der eigenen Handlungen und der Umwelt) -  Anteile: Steuerung des Antriebs  Funktionen der Temporallappen: -  Gedächtnis -  Wissen 12 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 13. 13 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 14. Verhaltensauffälligkeiten bei FTD I  Oberflächigkeit: -  Vernachlässigung der Körperpflege/des äußeren Erscheinungsbildes -  berufliche Aufgaben werden nicht mehr gewohnt ausgeführt  Enthemmung: -  „Anstandsregeln“ werden nicht mehr eingehalten. -  Fremde werden geduzt, angefasst, wahllos angesprochen. -  Neigung zu „Zoten“. -  Riskantes Verhalten im Straßenverkehr. -  Keine Wahrung von Distanz. 14 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 15. 15 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 16. Verhaltensauffälligkeiten bei FTD II  „Aggressivität“: verbal und körperlich  Gestörte Impulskontrolle: Überschätzung des materiellen Vermögens; kleinere Diebstähle; Hypersexualität; Hyperoralität  Verlust der Krankheitseinsicht, Kritiklosigkeit  Reduzierte emotionale Schwingungsfähigkeit  Stereotypes Verhalten  Veränderung von Ernährungsgewohnheiten: Heißhunger, Alkoholkonsum, invariante Speisen 16 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 17. 17 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 18. Kognitive Störungen Gestörte Exekutivfunktonen: -  Planen; -  Abstraktion; -  Problemlösen, -  Organisieren, -  Flexibilität 18 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 19. 19 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 20. Kognitive Funktionen Sprachstörungen: -  Sprachproduktion, -  Wortschatz; -  Echolalie; -  Perseverationen; -  sprach. Stereotypen Dagegen sind Gedächtnis, Orientierungsfähigkeit und Visuokonstruktion lange gut erhalten 20 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 21. 21 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 22. Medikamentöse Therapie  Cholinesterasehemmer machen wenig Sinn, da bei FTD eher ein Ungleichgewicht des Serotoninhaushalts imponiert  SSRI scheinen die Stimmungsschwankungen stabilisieren zu können  Die NW von Neuroleptika sind hier besonders häufig  Gleiches gilt für den Einsatz von Antiepileptika 22 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 23. 23 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 24. Problemlage  Schwierige Früherkennung (Diagnostik)  Die Symptome ähneln nicht dem, was man sich unter einer Demenz vorstellt: Unterstellung des absichtlichen Handelns  Die mangelnde „Gruppenfähigkeit“ der Betroffenen führt eher zu einer rigorosen Abkehr des betreuenden Personals oder zu eher gefährdenden medikamentösen Therapien (Fallbeispiel)  Überforderung bzw. Gefährdung der pflegenden Angehörigen und deren Familie aufgrund mangelnder Information und adäquaten Entlastungsangeboten  Überforderung des Personals in Krankenhäusern, Seniorenheimen aufgrund struktureller Gegebenheiten, nicht ausreichender Schulungen und der Mischung des Klientels.  Isolation der Betroffenen durch das Unverständnis der Umwelt. 24 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 25. 25 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 26. Umgang mit Menschen mit FTD Es imponiert der Steuerungsverlust. Die Demenzkonzepte sind nur bedingt auf Menschen mit FTD übertragbar. Die Betroffenen reagieren positiv auf klare Strukturen, die sie nicht überfordern. Besonderen Akzent sollte man auf sinnvolle Beschäftigungsangebote legen, da sie sonst destruktive beruhigende Ablenkungen suchen. Wichtig sind daher: -  Eine Bezugsperson -  Geduldiger empathischer Umgang -  Wahrung der Persönlichkeit des Betroffenen -  Gruppenaktivitäten nur im kleinen Rahmen -  Belohnungssystem -  Klare eindeutige Regeln 26 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 27. 27 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 28. Umgang mit Menschen mit FTD -  Rückzugsmöglichkeiten bereit halten -  Bei Unruhe: Möglichkeiten zur Bewegung geben -  Bei Apathie/Depression: Behutsame Kontaktaufnahme und Anbieten von Beschäftigungen -  Musik/kunsttherapeutische Angebote zur Fokussierung der Aufmerksamkeit -  Bei drohender Eskalation Anbieten von biografisch bevorzugten Beschäftigungen/Speisen, etc. -  Deutliche verbale Kommunikation -  Gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten: den Angehörigen, den Betroffenen + dem multiprofessionellen Team -  Selbstschutz der Betreuungspersonen 28 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 29. 29 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 30. Bezugsperson Der Kranke hat nur noch sehr eingeschränkt die Möglichkeit zu entscheiden, was seine Handlungen verursachen. Er kann nicht mehr planen. Die Bezugsperson muss diese Defizite ausgleichen. Der Mensch mit FTD braucht eine Person, der er vertrauen kann- Klarheit und Eindeutigkeit sind hier besonders wichtig. 30 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 31. Geduldiger empathischer Umgang Der Erkrankte braucht Verständnis für seien Situation. Bestimmend sind häufig seine stereotypen Aussagen und Handlungen, was die Umwelt schnell nervt. Dieses verstärkt jedoch seine Unruhe. Nicht Diskussionen führen hier weiter, sondern das Eingehen auf die Bedürfnisse. Auf soziales Fehlverhalten darf aufmerksam gemacht werden, dabei sollte die Kritik nicht „vernichtend“ erscheinen. 31 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 32. 32 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 33. Persönlichkeit Ansprache mit Namen Einzelzimmer: sehr wichtig, da soziale Kompetenz deutlich gestört ist und als Ort des Rückzuges gebraucht wird Einbezug des familiären Umfeldes Durch das gestörte Sozialverhalten werden Menschen mit FTD (unbewusst) bestraft, was diese als nicht ihrem Alter entsprechende Sanktionen empfinden. 33 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 34. 34 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 35. Gruppenaktivitäten Häufig sind Menschen mit FTD in Gruppen überfordert, sie fühlen sich nicht entsprechend gewürdigt. Deshalb stören sie diese Aktivitäten. Die Gruppe sollte nach ähnlichen Interessen und Fähigkeiten ausgewählt sein Die Gruppengröße sollte nicht mehr als 5 Personen betragen Gruppendauer unter 45min halten 35 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 36. 36 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 37. Belohnungssystem Einerseits wie oben bereits beschrieben sollten Belohnungen zur Wahrung der Persönlichkeit eingesetzt werden (Verbal/ materiell) Andererseits können Unruhezustände oder Krisen oder Rückzüge so abgewendet werden. 37 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 38. 38 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 39. Regeln Die informellen Regeln im Alltag werden nicht mehr erkannt oder überfordern Menschen mit FTD. Die Einhaltung der Regeln (Strukturen) muss konsequent beachtet werden. Dabei kommt der Bezugsperson eine Vorbildfunktion zu. (Man beachte die Gedächtnisfunktion bleibt lange erhalten) Regeln dienen auch dem Schutz der Betroffenen (Ernährungsfehler, Hygienemängel etc.) 39 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 40. 40 dirk.bahnen@maria-hilf.de
  • 41. Unruhe Die Betroffenen leiden sehr unter der Agitiertheit. Manche versuchen sich dann zu betäuben (Alkohol, Medikamente, Tabak, Desinfektionsmittel) Entspannende Maßnahmen greifen dann nicht. Besser ist die Möglichkeit zur Bewegung: lange Spaziergänge, Fahrradfahren, Ergometer, Laufbänder, etc. Erzielte Leistungen sollten dann gewürdigt und belohnt werden. Kunst-, Ergo- und Musiktherapie können dann eine zusätzliche Ablenkung sein, da die Aufmerksamkeit fokussiert wird. Die denkbar schlechteste Antwort auf Unruhe ist die Fixierung (Fallbeispiel) 41 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 42. Apathie/ Interessensverlust/Depression Sehr häufiges Symptom besonders initial durch die Störung des Serotoninhaushalts Man sollte kontinuierlich Angebote machen, hier besonders in einer eins zu eins Situation. Häufig wird alles abgelehnt, dann kann man Interesse auch durch ein „Vormachen“ erzeugen. Wichtig sind hier auch Bewegungsangebote 42 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 43. Aggressionen Deeskalierendes Verhalten Keine Diskussionen oder Infrage stellen des Grundes. Anbieten von Ablenkungen z. B. Lieblingsspeisen oder bevorzugten Beschäftigungen Beachten des Selbstschutzes 43 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 44. Kommunikation Häufig fühlt sich der Mensch mit FTD missverstanden, da er eine gestörte Sprachproduktion hat. Ruhiges geduldiges Zuhören. Möglichst einfache Sätze, die nur eine Information enthalten. Verwendung von Pronomina und Metaphern einschränken, keine Ironie! 44 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 45. Stand der Dinge  Menschen mit Frontotemporalen Demenzen werden unter „dem falschen Etikett“ behandelt: so lehnen die Landschaftsverbände Finanzierungen ab, da es sich um Pflegefälle (Demenz!) handle:  Seniorenheime sind weder strukturell noch konzeptionell auf den professionellen Umgang ausgerichtet  Es gibt keine Konzepte zur Sicherstellung der ambulanten Situation. 45 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 46. Ausblick Damit sich die Situation der Betroffenen und der Angehörigen in Zukunft verbessert, aber auch das professionelle Personal eine höhere Handlungssicherheit erlangt sind folgende Veränderungen notwendig:  Deutlich mehr FTD Angehörigengruppen  Erstellung von Konzepten im Umgang mit Menschen mit FTD  Tages „pflege“ einrichtungen / Besser Tagesstrukturen die geeignet sind für Menschen mit FTD  Ambulant betreutes Wohnen  Stationäre Angebote (Mix aus SGB IX und XI)  Öffentlichkeitsarbeit  Schulungen für Angehörige und Personal (auch ärztliches Personal) 46 Beratungsstelle für Alterserkrankungen dirk.bahnen@maria-hilf.de Dirk Bahnen
  • 47. dirk.bahnen@maria-hilf.de Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 47 Beratungsstelle für Alterserkrankungen Dirk Bahnen