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W.Geiler,Internist
Kurzzusammenfassung.
Allgemein:
Die akute Enteritis ist eine Schleimhautentzündung des Dünndarms. Von einer
Gastroenteritis beziehungsweise Enterokolitis ist die Rede, wenn Magen
beziehungsweise Dickdarm mitbeteiligt sind.
Ursachen
Akute Gastroenteritiden entstehen oft nach groben Ernährungsfehlern, wie der Verzehr
großer Mengen unreifen Obstes, fetter oder sehr kalter Speisen, nach Alkoholabusus,
bestimmten Medikamenten – Eisenpräparate, Entzündungshemmer mit
Steroidhormonwirkung, Aspirin – sowie schwermetallhaltigen Präparaten. Sie können
weiterhin durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen werden
Die häufigste Ursache für eine akute Enteritis ist die Lebensmittelvergiftung. Sie wird
durch den Verzehr von Lebensmitteln, die krankheitserregende – pathogene – Keime,
wie Salmonellen, Campylobacter, Escherichia coli, Yersinien und Listerien, enthalten,
ausgelöst. Zu einer Lebensmittelvergiftung kann es auch kommen, wenn Nahrungsmittel
konsumiert werden, in denen es zu einer starken Vermehrung apathogener Keime
gekommen ist.
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
aufgeschnappte Mycoplasmen u. Yersinnien (große Artengruppe)
oder Lebensmittelvergiftung
Zusätzlich :
Die meisten Durchfallerkrankungen, klingen unter konservativen
Maßnahmen meist nach einigen Tagen wieder ab. Cholera ist in
unseren Breiten doch eher selten.
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
Entzündungen z.B. mit Darmerkrankungen und Durchfall unter
Zuhilfenahme der Elektrophorese, meist bei anderen
chronischen Vorerkrankungen, zur Differentialdiagnose.
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
1 Definition
Unter einer Enteritis versteht man eine Entzündung des Darms, im engeren Sinne des
Dünndarms. Ist der Magen mitbeteiligt, spricht man von einer Gastroenteritis. Bei
einer Mitbeteiligung des Colons handelt es sich um eine Enterocolitis.
2 Beispiele:
E. Coli - Enteritis
Campylobacter-Enteritis
Yersinien-Enteritis
Jejunitis/Ileojejunitis
3 Labormedizin/Material
Die labormedizinische Diagnostik einer Enteritis kann
als Direktnachweis eines Erregers in einer Stuhlprobe
erfolgen. Auch ein serologischer Nachweis von Antikörpern
ist möglich. Dafür werden 4 ml Serum benötigt.
1 Definition
Die Gastroenteritis ist eine Schleimhautentzündung von Magen (Gastritis) und Dünndarm
(Enteritis). Mitunter kann auch der Dickdarm mit einbezogen sein.
2 Ursachen
Infektiös: Bakterien, Viren
Allergisch: Nahrungsmittelallergene
Toxisch: Bakterientoxine, Giftstoffe
Eine durch Toxine ausgelöste Gastroenteritis bezeichnet man auch als Lebensmittelvergiftung.
2.1 Erregerspektrum
Eine infektiöse Gastroenteritis kann durch
eine Vielzahl von Krankheitserregern hervorgerufen
werden, in erster Linie Viren und Bakterien:
Campylobacter jejuni (Campylobacter-Enteritis)
Salmonellen (Salmonellen-Gastroenteritis)
Yersinien (Yersinien-Enteritis)
Escherichia coli (EHEC, ETEC, EIEC)
Shigellen (Shigellose)
Noroviren (Norovirus-Gastroenteritis)
Rotaviren (Rotavirus-Gastroenteritis)
Astroviren Adenoviren Sapoviren
Weitere Erreger: Entamoeba histolytica, Giardia lamblia, Cryptococcus neoformans
4.1 Sekretionstyp:
Eine Gastroenteritis vom Sekretionstyp betrifft vornehmlich den Dünndarm. Durch bakterielle Produkte (z.B.
Ektotoxine) erfolgt eine vermehrte Sekretion der Dünndarmmukosa mit dem Resultat einer wässrigen
Diarrhö.
Erreger, die eine Gastroenteritis vom sekretorischen Typ hervorrufen sind unter anderem:
Vibrio cholerae
Giardia lamblia
EPEC
ETEC
Staphylococcus aureus und Bacillus cereus (Enterotoxikosen)
4.2 Penetrationstyp:
Gastroenteritiden vom Penetrationstyp sind durch eine Penetration der Dünndarmmukosa gekennzeichnet.
Die Entzündung spielt sich in der Submukosa ab. Die dadurch hervorgerufene Immunreaktion des Körpers
führt zur Ausbildung von Fieber. Die Durchfälle sind meist wässrig, unter Umständen auch (leicht) blutig.
Gängige Erreger einer Gastroenteritis vom Penetrationstyp sind:
Salmonellen
Yersinien
4.3 Invasionstyp:
Die Gastroenteritis vom Invasionstyp kennzeichnet sich durch eine Invasion der Colonmukosa
durch die bakteriellen Erreger. Es kommt zu einer Zerstörung des Epithels. Klinisch treten blutig-
schleimige Durchfälle mit Tenesmen auf. Erreger einer Gastroenteritis vom Invasionstyp sind unter
anderem:
- Shigellen
- Campylobacter jejuni
- Entamoeba histolytica
- Clostridium difficile (Pseudomembranöse Kolitis)
- EIEC, EHEC
Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.
Eventuelle manuelle Magenentlerung, dann Medikamente gegen Übelkeit und
Brechreiz, z.b. Vomex oder Paspertin.
Magenschonende Tees und Zwieback leichte Kost.
Cola und Salzstangen. Entzündungshemmende Tees wie Kamille und Pfefferminz.
Nach Rücksprache mit Arzt und bestimmten bakteriellen Infekten ggf Ciproflocacillin
3x /die oder ggf spezielle Antibiose nach vermutetem Keim oder Stuhlproben-
bestimmung.
Ähnlich Medikamenten in Reisesapotheke.
Sympromatisch z.b Imodium zur Hemmung der
überhäufigen Stuhlentleerung, ggf zusätzlich Kohlekompretten , welche die meisten
Erreger binden und deaktivieren unter Einfluß des vorhandenen Darmsekrets. Zur
Fieber und Entzündungshemmung ggf . Paracetamol ab 38.5 C°, auch antiphlogistisch
und entzündungshemmend wirksam. Manchmal kleine Mengen Apfelsaft später wegen
dem Kaliumverlust (nicht zuviel , da selbst Durchfall auslösend und vor allem adäquat
Flüssigkeitssubstitution. Meist schrittweises Abklingen nach einigen Tagen.
Vielen Dank für das Interesse ! W.Geiler,Internist

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Formen der akuten Gastroenteritis. Akute Gastroenteritis und Enteritis. Akute Durchfallerkrankungen.

  • 2. Allgemein: Die akute Enteritis ist eine Schleimhautentzündung des Dünndarms. Von einer Gastroenteritis beziehungsweise Enterokolitis ist die Rede, wenn Magen beziehungsweise Dickdarm mitbeteiligt sind. Ursachen Akute Gastroenteritiden entstehen oft nach groben Ernährungsfehlern, wie der Verzehr großer Mengen unreifen Obstes, fetter oder sehr kalter Speisen, nach Alkoholabusus, bestimmten Medikamenten – Eisenpräparate, Entzündungshemmer mit Steroidhormonwirkung, Aspirin – sowie schwermetallhaltigen Präparaten. Sie können weiterhin durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen werden Die häufigste Ursache für eine akute Enteritis ist die Lebensmittelvergiftung. Sie wird durch den Verzehr von Lebensmitteln, die krankheitserregende – pathogene – Keime, wie Salmonellen, Campylobacter, Escherichia coli, Yersinien und Listerien, enthalten, ausgelöst. Zu einer Lebensmittelvergiftung kann es auch kommen, wenn Nahrungsmittel konsumiert werden, in denen es zu einer starken Vermehrung apathogener Keime gekommen ist.
  • 5. aufgeschnappte Mycoplasmen u. Yersinnien (große Artengruppe) oder Lebensmittelvergiftung Zusätzlich :
  • 6. Die meisten Durchfallerkrankungen, klingen unter konservativen Maßnahmen meist nach einigen Tagen wieder ab. Cholera ist in unseren Breiten doch eher selten.
  • 8. Entzündungen z.B. mit Darmerkrankungen und Durchfall unter Zuhilfenahme der Elektrophorese, meist bei anderen chronischen Vorerkrankungen, zur Differentialdiagnose.
  • 11. 1 Definition Unter einer Enteritis versteht man eine Entzündung des Darms, im engeren Sinne des Dünndarms. Ist der Magen mitbeteiligt, spricht man von einer Gastroenteritis. Bei einer Mitbeteiligung des Colons handelt es sich um eine Enterocolitis. 2 Beispiele: E. Coli - Enteritis Campylobacter-Enteritis Yersinien-Enteritis Jejunitis/Ileojejunitis 3 Labormedizin/Material Die labormedizinische Diagnostik einer Enteritis kann als Direktnachweis eines Erregers in einer Stuhlprobe erfolgen. Auch ein serologischer Nachweis von Antikörpern ist möglich. Dafür werden 4 ml Serum benötigt.
  • 12. 1 Definition Die Gastroenteritis ist eine Schleimhautentzündung von Magen (Gastritis) und Dünndarm (Enteritis). Mitunter kann auch der Dickdarm mit einbezogen sein. 2 Ursachen Infektiös: Bakterien, Viren Allergisch: Nahrungsmittelallergene Toxisch: Bakterientoxine, Giftstoffe Eine durch Toxine ausgelöste Gastroenteritis bezeichnet man auch als Lebensmittelvergiftung. 2.1 Erregerspektrum Eine infektiöse Gastroenteritis kann durch eine Vielzahl von Krankheitserregern hervorgerufen werden, in erster Linie Viren und Bakterien: Campylobacter jejuni (Campylobacter-Enteritis) Salmonellen (Salmonellen-Gastroenteritis) Yersinien (Yersinien-Enteritis) Escherichia coli (EHEC, ETEC, EIEC) Shigellen (Shigellose) Noroviren (Norovirus-Gastroenteritis) Rotaviren (Rotavirus-Gastroenteritis) Astroviren Adenoviren Sapoviren Weitere Erreger: Entamoeba histolytica, Giardia lamblia, Cryptococcus neoformans
  • 13. 4.1 Sekretionstyp: Eine Gastroenteritis vom Sekretionstyp betrifft vornehmlich den Dünndarm. Durch bakterielle Produkte (z.B. Ektotoxine) erfolgt eine vermehrte Sekretion der Dünndarmmukosa mit dem Resultat einer wässrigen Diarrhö. Erreger, die eine Gastroenteritis vom sekretorischen Typ hervorrufen sind unter anderem: Vibrio cholerae Giardia lamblia EPEC ETEC Staphylococcus aureus und Bacillus cereus (Enterotoxikosen) 4.2 Penetrationstyp: Gastroenteritiden vom Penetrationstyp sind durch eine Penetration der Dünndarmmukosa gekennzeichnet. Die Entzündung spielt sich in der Submukosa ab. Die dadurch hervorgerufene Immunreaktion des Körpers führt zur Ausbildung von Fieber. Die Durchfälle sind meist wässrig, unter Umständen auch (leicht) blutig. Gängige Erreger einer Gastroenteritis vom Penetrationstyp sind: Salmonellen Yersinien 4.3 Invasionstyp: Die Gastroenteritis vom Invasionstyp kennzeichnet sich durch eine Invasion der Colonmukosa durch die bakteriellen Erreger. Es kommt zu einer Zerstörung des Epithels. Klinisch treten blutig- schleimige Durchfälle mit Tenesmen auf. Erreger einer Gastroenteritis vom Invasionstyp sind unter anderem: - Shigellen - Campylobacter jejuni - Entamoeba histolytica - Clostridium difficile (Pseudomembranöse Kolitis) - EIEC, EHEC
  • 15. Eventuelle manuelle Magenentlerung, dann Medikamente gegen Übelkeit und Brechreiz, z.b. Vomex oder Paspertin. Magenschonende Tees und Zwieback leichte Kost. Cola und Salzstangen. Entzündungshemmende Tees wie Kamille und Pfefferminz. Nach Rücksprache mit Arzt und bestimmten bakteriellen Infekten ggf Ciproflocacillin 3x /die oder ggf spezielle Antibiose nach vermutetem Keim oder Stuhlproben- bestimmung. Ähnlich Medikamenten in Reisesapotheke. Sympromatisch z.b Imodium zur Hemmung der überhäufigen Stuhlentleerung, ggf zusätzlich Kohlekompretten , welche die meisten Erreger binden und deaktivieren unter Einfluß des vorhandenen Darmsekrets. Zur Fieber und Entzündungshemmung ggf . Paracetamol ab 38.5 C°, auch antiphlogistisch und entzündungshemmend wirksam. Manchmal kleine Mengen Apfelsaft später wegen dem Kaliumverlust (nicht zuviel , da selbst Durchfall auslösend und vor allem adäquat Flüssigkeitssubstitution. Meist schrittweises Abklingen nach einigen Tagen. Vielen Dank für das Interesse ! W.Geiler,Internist