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Ausgabe 02/2014 
FLUGHAFEN WIEN 
FAKTEN 
Liebe Leserinnen und Leser, 
Als Infrastrukturanbieter, Wirtschafts-motor, 
Arbeitgeber und als Player in der 
Unternehmenswelt verbindet der Flug-hafen 
Wien unterschiedliche Anforde-rungen. 
Sowohl als ökonomischer als 
auch als ökologischer Player stellt sich der 
Flughafen Wien den Herausforderungen 
der Luftverkehrswirtschaft und nutzt die 
Chancen seines Standorts. Klimapolitik 
steht weiterhin ganz oben auf der poli-tischen 
Agenda und mit seinen Umwelt-maßnahmen 
leistet der Flughafen 
Wien seinen Beitrag für Nachhaltigkeit. 
Konnektivität und Kapazität sind die 
Zukunftsthemen der europäischen Flug-häfen 
und stellen sie vor neue Herausfor-derungen. 
Strategische Schwerpunkte 
kann der Flughafen Wien dabei zur Stär-kung 
seiner Rolle als Transferhub setzen: 
Die geografische Lage und das wirt-schaftlich 
stark wachsende Einzugsge-biet 
bieten eine gute Grundlage für die 
Positionierung des Flughafen Wien. 
Aber auch in Anbetracht der zukunfts-weisenden 
Themen bleibt die Flughafen 
Wien AG vor allem auf eines konzentriert: 
die Servicequalität für die Fluggäste. Das 
Flughafen-Erlebnis so komfortabel und 
gleichzeitig zeiteffizient wie möglich zu 
machen, steht im Mittelpunkt aktueller 
Serviceinitiativen. 
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim 
Lesen der Flughafen Wien Fakten und 
freuen uns über Feedback. 
Sophie-Marie Wollner & 
Christian Steyrer 
Public Affairs Flughafen Wien 
DER FLUGHAFEN ALS UMWELT-PLAYER 
Nicht erst der letzte UN-Klimagipfel hat gezeigt, wie präsent das Bewusstsein 
über Klimaschutz-Maßnahmen ist. Auf europäischer Ebene wurde erst kürzlich 
ein Rahmenprogramm für Klima- und Energiepolitik beschlossen. Klar ist: Der 
Umgang mit dem Klimawandel steht ganz oben auf der politischen Agenda. Der 
europaweite Emissionshandel oder die gerade in Österreich umgesetzte EU-Ener-gieeffizienz- 
Richtlinie sind nur zwei Beispiele für konkrete Initiativen. 
... Fortsetzung auf Seite 2 
HERAUSFORDERUNGEN DER EUROPÄISCHEN FLUGHÄFEN 
Mehr als 1,7 Milliarden Passagiere durchlaufen jedes Jahr die Flughäfen Europas. 
Die europäischen Bürger/innen genießen die Vorteile eines zunehmend sicheren, 
effizienten und kostengünstigen Luftverkehrssystems. Effektive Mobilität in 
Europa ist seit langem eine der Hauptvisionen der Europäischen Union. Für die 
nächsten Jahre wird der europäischen Luftfahrt auch Wachstum prognostiziert. 
Das bedeutet aber auch, dass sich die Flughäfen auf Herausforderungen vorbe-reiten 
müssen. 
... Fortsetzung auf Seite 6
Dialog für die Zukunft des Standorts 
Flugverkehrsbelastungen so gering wie 
möglich zu halten. Geprüft wird dabei 
auch, ob gekurvte Anflüge lauter oder 
leiser sind. Am Schluss der im Dialog-forum 
vereinbarten Vorgangsweise steht 
die Diskussion und Verhandlung konkreter 
Lagevarianten eines möglichen gekurvten 
Anflugs mit den Anrainergemeinden und 
den Bürgerinitiativen. Möglich ist das 
Procedere in dieser Form, weil die Flug-hafen 
Wien AG die Lärmmessungen und die 
Auswertung der Daten, Austrian Airlines 
die Messflüge im Rahmen des normalen 
Flugbetriebs und die Austro Control die 
Konkretisierung möglicher Lagevarianten 
übernommen haben. Den Systempartnern 
am Standort ist die fundierte Entschei-dung 
ein besonderes Anliegen. 
ZUKUNFT 3. PISTE 
Sollte das Bundesverwaltungsgericht als 
höchste Instanz die Umweltverträglich-keit 
der eingereichten 3. Piste für den Flug-hafen 
Wien bestätigen und diese aufgrund 
der Flugverkehrsentwicklungen auch 
tatsächlich gebaut werden, dann hat das 
Dialogforum in Zukunft noch eine weitere 
sehr wichtige Aufgabe. Im Mediations-vertrag 
wurde nämlich vereinbart, dass 
im Dialogforum rechtzeitig vor Eröffnung 
einer 3. Piste für den Flughafen Wien noch-mals 
alle An- und Abflugrouten diskutiert 
und nach Möglichkeit im Konsens festge-legt 
werden sollen. „Gelingt es uns trotz der 
aktuell schwierigen Verhandlungen und 
Umsetzungsaufgaben die Vertrauensbasis 
im Dialogforum zu erhalten, können wir 
auch die Herausforderungen der Zukunft 
meistern und einen fairen, offenen, trans-parenten 
und auf freiwilliger Teilnahme 
basierenden Dialog sicherstellen“, zeigt 
sich Wolfgang Hesina, Geschäftsführer des 
Dialogforums zuversichtlich. Q 
UMWELT & LUFTFAHRT 
Im Juni 2014 hat das Projekt Airport Carbon Accreditation sein fünfjähriges Jubiläum mit 
bis dahin 102 weltweit zertifizierten Flughäfen gefeiert. ( © ACI Europe) 
Umweltschutz ist eine Herausforderung 
für alle Verkehrsträger: auch für die Luft-fahrtindustrie 
sind Umwelt- und Klima- 
Aktivitäten nichts Neues. Während 
Hersteller sich schon mit treibstoffeffizi-enten 
Luftfahrzeugen auseinander setzen, 
Fluglinien Biotreibstoff testen und sich 
aktiv in die Verhandlungen um die Anwen-dung 
des Emissionshandels in der europä-ischen 
Luftfahrt einbringen, waren auch 
die europäischen Flughäfen nicht untätig. 
Als Botschafter der Luftfahrt am Boden 
haben die Flughäfen in den letzten Jahren 
sehr genau auf CO2-Emissionen geachtet 
und sich – wie auch der Flughafen Wien – 
zu ambitionierten Zielen verpflichtet. 
AIRPORT CARBON ACCREDITATION: 
FREIWILLIGE VERPFLICHTUNG 
Ausgehend vom Bekenntnis der Flug-häfen, 
ihre CO2-Emissionen radikal zu 
reduzieren, hat der Branchenverband 
Airports Council International (ACI) im 
Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation 
System ins Leben gerufen. Nach den ersten 
fünf Jahren seines Bestehens kann sich 
die Bilanz sehen lassen: Bereits über 100 
Flughäfen haben sich der Initiative ange-schlossen 
– darunter auch der Flughafen 
Wien. Allein im Jahr 2013 erreichten die 
beteiligten europäischen Flughäfen eine 
Reduktion von 353.842 Tonnen CO2. 
UMWELTMANAGEMENT AM 
FLUGHAFEN WIEN 
Der Flughafen Wien ist sich nicht nur seiner 
ökonomischen Rolle als größter Arbeitgeber 
So funktioniert Airport Carbon Accreditation: 
Als freiwilliges Programm vom Airports Council International (Europe) ins Leben gerufen können Flughäfen sich für 
eines der vier Levels bewerben: (1) Mapping, (2) Reduction, (3) Optimisation, (4) Neutrality. Das Programm wird von 
einem unabhängigen Advisory Board betreut, dem u. a. Vertreter/innen der International Civil Aviation Organization 
(ICAO), des United Nations Environment Programme (UNEP), der Europäischen Kommission, der European Civil Avi-ation 
Conference (ECAC), der EUROCONTROL und der Manchester Metropolitan University angehören. Der Flughafen 
Wien ist „Airport Carbon Accreditation - Level 1“ zertifiziert und plant 2015 die Erreichung des Levels 2. 
2 | Flughafen Fakten | 02/2014 
der Region und Wirtschaftsmotor sondern 
auch seiner Verantwortung als ökologi-scher 
Player bewusst. Dementsprechend 
wird aktiv am Umweltmanagement des 
Flughafens gearbeitet. Das Team der Flug-hafen 
Wien AG erstellt umweltrelevante 
Daten als Basis für weitere Maßnahmen 
und Informationen für die Öffentlichkeit, 
entwickelt und koordiniert die Umwelt-aktivitäten 
am Standort und kümmert 
sich um das Fluglärmbeschwerdema-nagement. 
Die aktive Mitarbeit im Dialog-forum 
ist dem Flughafen Wien besonders 
wichtig. Österreich gilt mit dieser Form 
der Mediation als europaweites Vorbild 
(siehe dazu auch den Artikel auf S.3). Der 
Flughafen Wien beteiligt sich außerdem 
am Projekt „Climate Austria“. Die Kund/ 
innen können für die Kompensation der 
errechneten CO2-Menge aufkommen und 
selbst entscheiden, welchen Klimaschutz-projekten 
der Beitrag zu Gute kommen 
soll. Seit Beginn des Projektes konnte mit 
Mitteln aus den Kompensationen bereits 
über 100 nationale und rund 15 internatio-nale 
Projekte unterstützt werden. 
KONKRETE 
UMWELTMASSNAHMEN 
In den letzten Jahren konnte der Flug-hafen 
Wien einige konkrete Maßnahmen 
umsetzen. Seit der Wintersaison 2012/2013 
wird beispielsweise zur Flugzeug-Entei-sung 
ein biologisch abbaubares Mittel auf 
Glykolbasis verwendet, dessen Mischungs-verhältnis 
mit Wasser entsprechend der 
aktuellen Luftfeuchte und Temperatur 
bestimmt wird und den Verbrauch 
drastisch reduziert. Außerdem 
wird versucht, auf Streugut 
(bisher etwa 23 Tonnen pro Jahr) 
weitgehend zu verzichten, und 
stattdessen Sole zu verwenden. 
Bereits seit längerem umgesetzte 
Maßnahmen sind die Treibstoff- 
Pipeline von der OMV zum Flug-hafen 
(minus 25.000 LKW-Fahrten 
pro Jahr) oder die Unterflurbe-tankung 
am Vorfeld. Mit dem 
Einsatz von Frequenzumformern 
bei Lüftungsanlagen wird eine Energie-reduktion 
von 30 Prozent erreicht, das ist 
eine Verringerung um 600 Tonnen CO2. 
Nach der Umsetzung des Projekts im Jahr 
2012 wurde der Flughafen Wien dafür von 
klima:aktiv ausgezeichnet. Die laufende 
Energieeffizienzoffensive hat 2014 eine 
Reduktion des Stromverbrauches um 
10 Mio. kWh gebracht, mehr als 6 % des 
Gesamtverbrauchs. 
NACHHALTIGKEITSZERTIFIZIERUNG 
Der Flughafen-Standort mit über 70.000 
m² Büro- und Conferencingfläche, Hote-langebote, 
Verkehrsinfrastruktur und 
vieles mehr entwickelt sich zu einer nach-haltigen 
Airport City: Anfang Dezember 
vergab die Österreichische Gesellschaft für 
Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) 
das österreichische Quartierszertifikat für 
nachhaltige Immobilienentwicklung erst-mals 
an ein gesamtes Gewerbegebiet – an 
die Flughafen Wien AG für ihr Standortpro-jekt 
„Airport City Vienna“. 
Aktuell ist die Umsetzung des Umwelt-management- 
Systems EMAS im Rahmen 
des Inkrafttretens des Energieeffizienzge-setzes 
ein großes Thema. Dadurch wird 
neben der Darstellung sämtlicher Aktivi-täten 
im Bereich Umweltschutz und der 
Erhebung von Einsparungsmaßnahmen 
im Energiebereich auch die Sicherstellung 
von Rechtskonformität im Umweltbereich 
gewährleistet. Die vollständige Einfüh-rung 
(inklusive Zertifizierung) wird bis zum 
31. Oktober 2015 abgeschlossen sein. Q 
Der Verein Dialogforum Flughafen Wien 
ist ein Ergebnis des Mediationsverfahren 
Flughafen Wien, das im Sommer 2005 
zur Unterzeichnung des Mediationsver-trags 
führte. Die Flughafenregion Wien 
kann insgesamt auf über vierzehn Jahre 
des Dialogs zurückblicken und das Dialog-forum 
gilt heute international als Bench-mark 
für erfolgreiche Bürgerbeteiligungs-verfahren. 
Die Mitglieder des Vereins 
Dialogforum Flughafen Wien arbeiten am 
Interessenausgleich zwischen Anrainerge-meinden, 
Bevölkerung und Flugverkehrs-wirtschaft. 
Die Grundprinzipien einer 
nachhaltigen regionalen Entwicklung 
bilden dabei den Rahmen für einen fairen, 
offenen und transparenten Dialog- und 
Verhandlungsprozess. Es geht einerseits 
Frühjahr 2014 | Flughafen Fakten | 3 
DIALOGFORUM FLUGHAFEN WIEN 
02/2014 | Flughafen Fakten | Fortsetzung „Der Flughafen als Umwelt-Player“: 
um Entwicklungschancen der Luftver-kehrswirtschaft 
und andererseits darum, 
durch ein Bündel an Maßnahmen die Flug-verkehrsbelastungen 
für Menschen und 
Umwelt so gering wie möglich zu halten. 
Die Teilnahme am Dialog- und Verhand-lungsprozess 
ist freiwillig. Neben der Flug-hafen 
Wien AG, Austro Control und Aust-rian 
Airlines sind im Dialogforum fünfzehn 
Bürgerinitiativen als ARGE gegen Flug-lärm, 
neun Niederösterreichische Anrai-nergemeinden, 
die Gemeinde Wien sowie 
die Länder Wien, Niederösterreich und das 
Burgenland vertreten. 
SCHUTZ FÜR DAS UMLAND 
Aufgabe des Dialogforums ist es, die im 
Mediationsverfahren und im Dialogforum 
vereinbarten Maßnahmen gegen die Flug-verkehrsbelastungen 
einem permanenten 
Evaluierungs- und Monitoringprozess zu 
unterziehen, den Dialog und die Verhand-lungen 
über weitere Maßnahmen gegen 
Flugverkehrsbelastungen fortzusetzen 
und die vereinbarten Maßnahmen im 
Konsens umzusetzen. Ziel ist es dabei, für 
die Anrainerinnen und Anrainer ein hohes 
Schutzniveau gegen Flugverkehrsbelas-tungen 
sicher zu stellen – in der Praxis 
werden oft schärfere Regelungen getroffen 
als dies der Gesetzgeber vorschreibt. 
WENIGER LÄRM DURCH 
GEKURVTE ANFLÜGE? 
Im Dialogforum wurde vereinbart, 
gekurvte und instrumentengestützte 
Anflüge am Flughafen Wien zu über-prüfen. 
Die ersten Messflüge für gekurvte 
Anflüge haben bereits begonnen. Mit Hilfe 
der mobilen Lärmmessstellen werden in 
den nächsten Monaten Daten erfasst, 
um abzuklären, ob gekurvte Anflüge 
tatsächlich einen Beitrag leisten können, 
„Gelingt es uns die Vertrauens-basis 
im Dialogforum zu erhal-ten, 
können wir auch die He-rausforderungen 
der Zukunft 
meistern und einen fairen, offe-nen, 
transparenten und auf frei-williger 
Teilnahme basierenden 
Dialog sicherstellen.“ 
Wolfgang Hesina 
Geschäftsführer des Dialogforums 
Die Mitglieder des Dialogforums arbeiten gemeinsam an Maßnahmen gegen Flugverkehrsbelastungen.
AIRPORT AKTUELL 
Chance durch Transferverkehr 
Mit der Erweiterung des Destinationsange-bots 
in Osteuropa und auf der Langstrecke 
ist es dem Flughafen Wien möglich, seine 
Position als Transferhub zu stärken. 
Die Luftfahrtindustrie bleibt ein Wachs-tumsmarkt: 
Im Jahr 2030 wird der 
Verkehrsstrom Asien-Europa der welt-weit 
stärkste transregionale Verkehrs-strom 
sein. Globales Wachstum und stei-gende 
Urbanisierung lassen ebenfalls mit 
einer wachsenden Luftverkehrswirtschaft 
rechnen: Der Anteil der Mittelschicht wird 
sich bis 2030 auf fünf Milliarden verdop-peln, 
im selben Jahr werden laut Prog-nosen 
der UNO 60 Prozent aller Menschen 
in städtischen Lebensräumen wohnen. 
Der Flughafen Wien zählt zu den führenden 
Flughäfen in Europa, weil er als wichtige 
Drehscheibe zwischen Ost und West die 
Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden 
professionell und serviceorientiert erfüllt. 
Das Einzugsgebiet des Flughafen Wien 
umfasst rund 12 Mio. Menschen in einer der 
wachstumsstärksten Regionen Europas. 
TOR NACH OSTEUROPA 
Der Flughafen Wien positioniert 
sich als idealer Transferhub für Flüge 
von und nach Osteuropa und auf 
der Langstrecke nach Asien und 
Nordamerika. Er trägt dadurch zur 
Erweiterung des Destinationsange-botes 
in diesen Regionen und damit 
zur Steigerung der Konnektivität 
Europas bei. Die Position im interna-tionalen 
Luftverkehr soll auch in den 
nächsten Jahren gestärkt werden. 
Die geografische Lage des Flugha-fens 
als Tor nach Osteuropa, das 
wirtschaftlich wachsende Einzugsgebiet 
sowie die hohe Servicequalität sind gute 
Gründe für Fluglinien, den Flughafen Wien 
als Transferhub zu nutzen. 2013 wurde der 
Großteil der Transferpassagiere von Aust-rian 
transportiert. Die Netzwerkstrategie 
der Homecarrier ist daher von zentraler 
Bedeutung. 
WERMUTSTROPFEN FÜR DEN 
TRANSFERVERKEHR 
Mit steigenden Belastungen für den Flug-verkehr 
in Europa wird allerdings die Posi-tion 
europäischer Fluggesellschaften und 
somit europäischer Flughäfen als Trans-ferhubs 
gegenüber Alternativstandorten 
Erweiterung des Destinationsangebotes in 
Osteuropa & auf der Langstrecke 
19,7 
+0,9 Mio. Transferpassagiere 
18,1 
19,7 
21,1 
22,2 22,0 
5,9 
(30%) 5,4 
(30%) 
5,9 
(30%) 
6,5 
(31%) 
7,1 
(32%) 
6,8 
(31%) 
13,8 
12,6 
13,7 14,5 15,1 15,7 
08 09 10 11 12 13 
PAX in Mio.: 2008-2013 
Quelle: VIE Inhouse 
Transferverkehr 2013: 
QDer Großteil der Transferpassagiere wurde von Austrian transportiert 
Qø Transferanteil: Langstrecke: 48%, Osteuropa: 56%, Westeuropa: 22% 
AIRPORT AKTUELL 
Das Einzugsgebiet des Flughafen Wien 
Zukunft Intermodalität 
Gute Erreichbarkeit am Boden ist nicht nur 
angenehm für die Fluggäste und die Mitar-beiterinnen 
und Mitarbeiter, sie trägt auch 
zur Attraktivität des Flughafens bei. Der 
Flughafen ist ein intermodaler Verkehrs-knotenpunkt 
– „nahtloses Reisen“ war in 
den letzten Jahren Leitmotiv für Initiativen 
am und rund um den Flughafen. Seit 2003 
verbindet der City Airport Train (CAT) die 
Wiener Innenstadt mit dem Flughafen in 
16 Minuten staufrei und umweltfreund-lich 
– im Durchschnitt verzeichnet der 
CAT ein Passagierwachstum von 8 Prozent 
pro Jahr. Auch 2014 ist der CAT weiterhin 
auf Erfolgskurs. Im Allgemeinen zeigt der 
„Modal Split“ am Flughafen Wien, dass der 
Individualverkehr zugunsten des öffentli-chen 
Verkehrs sichtbar abnimmt. Mit der 
Eröffnung des neuen Flughafen-Bahnhofs 
und der direkten Anbindung an den Haupt-bahnhof 
ist noch eine weitere Steigerung 
der Schienennutzung zu erwarten. 
ERSTMALS ANBINDUNG AN DEN 
FERNVERKEHR 
Mit der Eröffnung des Wiener Hauptbahn-hofs 
und dem neuen ÖBB-Fahrplan der am 
14. Dezember in Kraft tritt wird auch erst-mals 
alle zwei Stunden eine direkte Fern-verkehrsverbindung 
mit dem Flughafen 
Wien angeboten. Die ÖBB hat bereits im 
November den Fahrplan präsentiert: Die 
ICE-Züge, die bisher zum Westbahnhof 
WIRTSCHAFTSSTANDORT WIEN: 
WIRTSCHAFTLICHES TOR IN DEN OSTEN 
• Moderne und effiziente Infrastruktur 
• Politische und wirtschaftliche Stabilität 
• Basis für ~ 30 Internationale Organisationen 
• Nähe zu den wachsenden Märkten in 
• Zentraleuropäische Basis für ~ 300 multinati-onale 
• Starkes Wachstum im Catchment Area des 
• Ausbau der Infrastruktur in den Anrainer-staaten 
Ab 14. Dezember ist der Flughafen Wien an den ÖBB-Fernverkehr angeschlossen. 
gefahren sind, werden künftig bis zu 
achtmal täglich (2-Stundentakt) über 
Passau, Wels, Linz, St. Pölten und Wien 
Meidling direkt zum Hauptbahnhof und 
weiter zum Flughafen geführt. Das bringt 
für die Passagiere, die in Wien abfliegen 
bzw. landen, einen großen Zeitgewinn. 
Von Linz aus fährt man etwa 1h 47 Min bis 
zum Flughafen, von St. Pölten aus 50 Min. 
Von den IC-Zügen der Weststrecke kann 
man in St. Pölten bequem auf die Flugha-fenverbindung 
umsteigen. Und auch von 
einigen Zügen von/nach Graz, Budapest 
und Prag gibt es gute Anschlüsse mit nur 
einem Umstieg direkt am Hauptbahnhof. 
(zB Fahrzeit nach Budapest nur 2h durch 
direkte Autobahnanbindung, ab Dezember 
2014 Anbindung an den Fernverkehr) 
(UN, OSZE, OPEC) 
Zentral- und Osteuropa 
Konzerne 
Flughafen Wien 
führt zu einer Erweiterung des für 
den Flughafen Wien relevanten 
Einzugsgebiets 
DURCHGEHENDE REISEBUCHUNG 
Für die neue Verbindung von Linz zum Flug-hafen 
Wien bieten die ÖBB gemeinsam mit 
Austrian Airlines das Produkt „AIRail“ an. 
Damit sind künftig über die AUA-Buchungs-systeme 
ab Linz Hbf durchgehende Reise-buchungen 
zu allen Austrian-Destinationen 
weltweit möglich. Bereits zum Zeitpunkt 
der Buchung werden Austrian AIRail Züge 
zusammen mit allen Flugverbindungen 
als „Flüge“ mit einer Austrian Flugnummer 
angeboten. Die An-/Abreise zum/vom Flug-hafen 
Wien erfolgt mit den ÖBB, die Weiter-reise 
ans Ziel mit Austrian. Q 
(Quelle: ÖBB) 
außerhalb Europas deutlich geschwächt. 
Das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnte 
hiervon mittelfristig betroffen sein. Die 
Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten 
sowie der Türkei kann zu einer Verschie-bung 
der globalen (Umsteige-)Verkehrs-ströme 
führen. Aktuell führt die Krisensi-tuation 
in der Ukraine zu einem leichten 
Rückgang der Transferpassagiere am Flug-hafen 
Wien. 
STRATEGISCHE SCHWERPUNKTE 
Für den Flughafen Wien ist es wichtig, die 
Drehscheibenfunktion optimal zu unter-stützen 
– einige strategische Schwer-punkte 
sollen den Transferverkehr fördern, 
darunter: 
• Wettbewerbsfähige Entgelte 
• Wachstumsorientierte 
Incentive-Modelle 
• Bedarfsgerechter Ausbau der 
Infrastruktur 
• Service-Qualität und 
Transferzuverlässigkeit 
Die Wachstumschancen des Flughafens 
hängen maßgeblich davon ab, ob er mit 
seinen Tarifen im internationalen Vergleich, 
insbesondere gegenüber den Lufthansa- 
Hubs Frankfurt, München und Zürich, 
konkurrenzfähig ist: Wettbewerbsfä-hige 
Entgelte sind das Um und Auf, um 
Wachstum zu ermöglichen. Außerdem 
bietet der Flughafen Wien allen Airlines 
ein objektives, transparentes und nicht-diskriminierendes 
Incentive-Programm 
mit dem Schwerpunkt Interkontinental, 
Osteuropa und Transferverkehr, das der 
Förderung des Flugverkehrs am Flughafen 
Wien dient und den Ausbau der Hubfunk-tion 
vom Flughafen Wien unterstützen 
soll. Diese Incentives (Transfer-, Destina-tions-, 
Frequenz- bzw. Frequenzdichte- 
Incentive) zielen darauf ab, nachhaltig 
Verkehr von und zum Flughafen Wien zu 
unterstützen, um einerseits die Attrakti-vität 
an angebotenen Verbindungen und 
andererseits die Möglichkeiten an Umstei-gerelationen 
auszubauen. Mit bedarfsge-rechtem 
Ausbau der Infrastruktur ist die 
Schaffung der notwendigen räumlichen 
Voraussetzungen für kurze Umsteigewege 
verbunden – als Transferhub ist es beson-ders 
wichtig, für Umsteigepassagiere eine 
möglichst knappe Minimum Connecting 
Time zu ermöglichen, sowie Pünktlich-keit 
und kurze Wartezeiten für Passagiere 
sicherzustellen. Q 
4 | Flughafen Fakten | 02/2014 02/2014 | Flughafen Fakten | 5
Abbildung: 
Die Grafik zeigt die Aufteilung der Europäischen Airport 
Connectivity in die Welt im Jahr 2014. 
Abbildung: 
ACI EUROPE and SEO Eco-nomic 
Research: Airport In-dustry 
Connectivity Report 
Zeitmanagement für Fluggäste 
Tag. Im Durchschnitt dauert der gesamte 
Vorgang 70 Sekunden. Nach Abschluss der 
Testphase könnte ein weiterer Ausbau der 
modernen Gepäckschalter am Flughafen 
Wien stattfinden. Q 
FOKUS EUROPA 
Jenseits von Wirtschaftskrisen ist die Luft-fahrt 
auch mit volatilen Ölpreisen und der 
Aussicht auf Ölknappheit konfrontiert, 
die Pläne für den Europäischen Emissions-handel 
rufen Sorgen um die internationale 
Wettbewerbsfähigkeit Europas hervor. 
Im Lauf der Zeit werden neue technologi-sche 
und wirtschaftliche Entwicklungen 
sowie der Umgang mit Umweltauswir-kungen 
den gesamten Sektor neu defi-nieren. 
Europäische Flughafenbetreiber 
beschäftigen 156.000 Mitarbeiter/innen, 
an den Standorten sind insgesamt 1,2 
Millionen Beschäftigte tätig. Diese Flug-hafen- 
bezogenen Jobs führen zu 59 Milli-arden 
Euro jährlichem Beitrag zum BIP. 
Europäische Flughäfen unterstützen aber 
nicht nur die lokale Wirtschaft – sie defi-nieren 
sie auch immer mehr. Sie agieren 
in einem Feld unterschiedlicher Politik-bereiche 
wie Tourismus, Infrastruktur, 
Umwelt, Verkehr, Arbeitsmarkt und auf 
unterschiedlichen Ebenen. 
MEHR ALS 
INFRASTRUKTUR-ANBIETER 
Die europäische Luftfahrt ist im Wandel. 
Schon in den letzten Jahren haben sich 
Flughäfen von bloßen Infrastruktur-Anbie-tern 
zu selbstfinanzierten umfassenden 
Geschäftsmodellen gewandelt. Mit dem 
Aufkommen der Airport-Citys bestehen 
Der gesamte Bericht AIRPORT INDUSTRY CONNECTIVITY REPORT (ACI EUROPE, Brussels & SEO Economic Research, Amsterdam) ist 
zum Download auf der Website von ACI Europe zur Verfügung. 
6 | Flughafen Fakten | 02/2014 
Flughäfen schon länger nicht 
mehr nur aus Piste, Vorfeld 
und Terminal, das Angebot 
reicht von Retail und Gastro-nomie 
über Büroflächen bis hin 
zu Freizeitaktivitäten rund um 
den Flughafen. Auch aufgrund 
wirtschaftlichen Drucks sind 
Flughäfen immer mehr auf 
Einnahmen aus dem Non-Avia-tion- 
Bereich angewiesen. Das 
ist auch eine Herausforderung 
für Politik und Gesetzgebung, 
denn einige Vorschriften tragen 
diesen Entwicklungen noch 
keine Rechnung. 
KAPAZITÄT UND KONNEKTIVITÄT 
Neben Umwelt- und Klimapolitik, bei 
denen sich Flughäfen auch gerne aktiv 
einbringen, sind Kapazität und Konnekti-vität 
wichtige Herausforderungen. Die von 
der European Organsation for the Safety 
of Air Navigation EUROCONTROL 2013 
veröffentlichten „Challenges of Growth“ 
beziffern die Herausforderungen des Luft-verkehrs 
in den nächsten 20 Jahren und 
zeigen die zu erwartenden Kapazitätseng-pässe 
auf: Auch bei Berücksichtigung der 
geplanten Flughafenausbauten prognosti-ziert 
die EUROCONTROL, dass 12 Prozent 
der Nachfrage nicht befriedigt sein wird: 
Das wären 1,9 Mio. Flüge oder 237 Mio. 
Passagiere. 
Der ACI Europe Airport Industry Connectivity 
Report bietet eine umfassende Analyse der 
Konnektivität europäischer Flughäfen in 
den letzten 10 Jahren, der „Konnektivitäts-index“ 
besteht aus direkten und indirekten 
wöchentlichen Frequenzen, gewichtet 
nach ihrer Qualität. Direkte Konnekti-vität 
beschreibt die direkten Verbindungen 
von einem Flughafen X zu anderen Flug-häfen. 
Sie gilt als „wertvoller“, da sie die 
meiste Passagiernachfrage bedient. Indi-rekte 
Konnektivität bezeichnet Verbin-dungen 
von einem Flughafen X via eines 
Hubs zu anderen Destinationen; sie zeigt 
im Zeitablauf mehr Resilienz. Europa hat 
seit 2004 nach Latein Amerika das zweit-geringste 
Wachstum an direkter Konnek-tivität 
zu verzeichnen, während sich 
beispielsweise die direkte Konnektivität 
des Nahen Ostens in den letzten 10 Jahren 
fast verdoppelt hat (siehe Grafik auf S 7). 
Seit der Finanzkrise 2008 hat sich die Total 
Airport Connectivity wieder erholt, verläuft 
seit 2011 aber sehr flach. Die Drehkreuze 
im Nahen Osten werden immer wich-tiger 
für Europas Konnektivität. Diese 
Entwicklungen führen – gemeinsam mit 
den Konsequenzen der Krise auf der einen 
Seite und Liberalisierungstendenzen der 
Europäischen Kommission auf der anderen 
Seite – zur Verschärfung des Wettbewerbs. 
BELASTUNG ODER ENTLASTUNG 
Der regulatorische Druck auf die Flug-häfen, 
wenn es beispielsweise um die Frage 
der Liberalisierung der Bodenverkehrs-dienste 
geht, kann aber mitunter gefähr-lich 
werden. Ein zweiter Ground-Handling- 
Anbieter ist bereits jetzt Pflicht, weitere 
sind europaweit bereits überall möglich 
und auf einigen Flughäfen auch Usus. 
Die zwangsweise Verpflichtung zu einem 
dritten Anbieter würde in Österreich aber 
zu schwerwiegenden strukturellen Konse-quenzen 
führen. Für Österreich mit seiner 
sozialpartnerschaftlichen Tradition würde 
die Umsetzung jedenfalls eine Korrektur 
der Standards nach unten bedeuten. 
Belastungen wie die Ticketsteuer, die 2011 
in Österreich und Deutschland eingeführt 
wurde, verschärfen vor allem den inner-europäischen 
Wettbewerb. Ihre Abschaf-fung 
würde zu starkem Anschub für 
den Standort führen: Pro Jahr würde die 
Abschaffung der Flugabgabe in Österreich 
laut einer Studie von Oxford Economics zu 
einem Zuwachs von 1,1 Millionen Passa-gieren, 
einem zusätzlichen BIP-Beitrag 
von 229 Millionen Euro und zu über 3.000 
zusätzlichen Arbeitsplätzen führen. Q 
Fortsetzung „Herausforderungen der Europäischen Flughäfen“: 
02/2014 | Flughafen Fakten | 7 
AIRPORT AKTUELL 
Die Erhöhung des Passagierkomforts steht 
für den Flughafen Wien ganz oben auf der 
Prioritätenliste: Das Reisen soll nicht nur 
komfortabel sondern auch zeitsparsam für 
den Fluggast sein. Im Bereich der Verbin-dungswege 
kann sich der Flughafen Wien 
bereits jetzt sehen lassen: In einer Unter-suchung 
von 14 europäischen Flughäfen 
des Reiseportals Kayak hat der Flughafen 
Wien bei den Gehzeiten vom Eingang bis 
zum Gate den dritten Platz belegt. Ein 
Ergebnis das gut tut und gleichzeitig dazu 
anspornt, weiterhin effizienzsteigernde 
Service-Maßnahmen zu setzen. 
SERVICE-OFFENSIVE ZEITANZEIGEN 
Im Rahmen seiner Service-Offensive stellt 
der Flughafen Wien den Fluggästen nun 
die Angaben zu Wegzeiten zu den Gates 
sowie die Wartezeitangabe bei der Sicher-heitskontrolle 
zur Verfügung. So ist es 
für Passagiere möglich, sich ihre Zeit im 
Terminal gut einzuteilen. Nach der Bord-kartenkontrolle 
finden die Fluggäste seit 
einigen Wochen die Information, wie 
lange die verbleibende Gehzeit bis zu den 
Gates beträgt – hier werden auch allfällige 
Wartezeiten bei den notwendigen Kont-rollen 
berücksichtigt. 
Den Fluggästen wird bei der Sicherheitskontrolle 
die Wartezeit in Echtzeit angezeigt 
VORBILDLICHE 
SICHERHEITSKONTROLLE 
Mit der Anzeige der Wartezeit der Sicher-heitskontrolle 
steigert der Flughafen 
Wien sein Service-Level im internationalen 
Vergleich und macht sichtbar, was Viel-flieger/ 
innen bereits wissen: Die Sicher-heitskontrolle 
am Flughafen Wien funk-tioniert 
ausgezeichnet. In einem ersten 
Schritt wurde die zentrale Sicherheitskon-trolle 
im Terminal 3 mit einer Messsen-sorik 
ausgestattet, um den Reisenden die 
Wartezeit in Echtzeit anzuzeigen. Auch in 
der Gepäckausgabehalle wurde ein System 
geschaffen, das ermöglicht, für die meisten 
Fluglinien die Wartezeit bis zum Start der 
Gepäckrollbänder anzuzeigen. 
GEPÄCKAUFGABE AM AUTOMATEN 
Mit Self Baggage Drop-off Automaten 
setzt der Flughafen Wien in Koopera-tion 
mit Austrian auf einen weiteren Fort-schritt 
in Richtung Selbständigkeit für 
Reisende. Fluggäste können an den neuen 
Schaltern im Terminal 3 ihr Gepäck selbst 
aufgeben und so Zeit sparen. In den ersten 
Wochen waren die neuen Schalter 12-14 
Stunden pro Tag in Betrieb, 750 Passa-giere 
nutzen die neuen Automaten pro
69 
Länder 
FLUGHAFEN WIEN IN ZAHLEN 
177 
Destinationen 
in 
22 Mio. 
QUARTALSBERICHT 3/14 
POSITIVE GESCHÄFTSENTWICKLUNG 
Die Flughafen Wien AG konnte sich in den 
ersten neun Monaten des Jahres 2014 
positiv entwickeln: Nach einem milden 
Winter und Erlösrückgängen bei der Flug-zeugenteisung 
hat sich die Umsatzent-wicklung 
der Flughafen Wien AG in den 
Folgemonaten erholt und verzeichnet 
von Jänner bis September 2014 ein Plus 
von 1,4 Prozent. Trotz politischer Krisen in 
der Ukraine und dem Nahen Osten, und 
ungünstiger Wechselkursschwankungen 
entwickelt sich der Geschäftsverlauf gut. 
PLUS BEI PASSAGIEREN 
In den ersten neun Monaten verzeichnete 
der Flughafen Wien einen Passagieran-stieg 
von 2,9 Prozent, darunter das stärkste 
Monatsaufkommen der Unternehmens-geschichte 
mit 2.275.933 Passagieren im 
August 2014. Die Anzahl der Lokalpassa-giere 
stieg im Q1-3/2014 um 5,2 Prozent, 
während bei den Transferpassagieren ein 
Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnet 
werden musste. Erfreulich entwickelt hat 
sich das Passagieraufkommen auf der 
Langstrecke: Die Anzahl der Passagiere 
nach Nordamerika ist um 29,2 Prozent 
und in den Fernen Osten um 14 Prozent 
gestiegen. Wesentliche Treiber dafür 
waren die neuen Austrian-Verbindungen 
nach Newark und Chicago, sowie die Stre-ckenaufnahme 
von Air China nach Peking. 
8 | Flughafen Fakten | 02/2014 
31 % 
256.000 t 
8,9 Mio. 
FEEDBACK UND KONTAKT 
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zur aktuellen Ausgabe der Flughafen 
Fakten. Die Public Affairs Abteilung der Flughafen Wien AG ist offen für Ihre Fragen 
und Anregungen: publicaffairs@viennaairport.com, Tel. 01/7007 – 22222 
Sie können uns auch gerne direkt kontaktieren: 
Mag.a Sophie-Marie Wollner, BA 
Flughafen Wien AG 
Office Park 1 
A-1300 Wien-Flughafen 
Tel. +43-1-7007-22470 
Mobil: +43-664-835 6755 
s.wollner@viennaairport.com 
Dr. Christian Steyrer, MBA 
Flughafen Wien AG 
Office Park 1 
A-1300 Wien-Flughafen 
Tel.: +43-1-7007-22410 
c.steyrer@viennaairport.com 
Gut haben sich auch die Auslandsbetei-ligungen 
der Flughafen Wien AG entwi-ckelt: 
Malta Airport verzeichnet ein kumu-liertes 
Passagierwachstum von Jänner bis 
Oktober 2014 von 6,7 Prozent auf 3,8 Milli-onen. 
Der Flughafen Kosice steigerte die 
Passagierentwicklung im selben Zeitraum 
um 53,7 % auf 320.554 Passagiere. Q 
Impressum: 
Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Public Affairs, Postfach 1, 1300 Wien-Flughafen, www.viennaairport.com 
DVR: 008613, Firmenbuchnummer: FN42984m, Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg 
TOP 5 DESTINATIONEN 
EUROPA 
West 
1. Frankfurt 
2. Zürich 
3. London 
4. Paris 
5. Düsseldorf 
Ost 
1. Moskau 
2. Bukarest 
3. Sofia 
4. Belgrad 
5. Warschau 
PÜNKTLICHKEIT 
84,4 % 
TRANSFERANTEIL 
69 % 
Cargo 
Gepäcksstücke 
Passagiere 
Quelle: VIE interne Passagierstrukturbefragung, Datenbasis: 2013

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  • 1. Ausgabe 02/2014 FLUGHAFEN WIEN FAKTEN Liebe Leserinnen und Leser, Als Infrastrukturanbieter, Wirtschafts-motor, Arbeitgeber und als Player in der Unternehmenswelt verbindet der Flug-hafen Wien unterschiedliche Anforde-rungen. Sowohl als ökonomischer als auch als ökologischer Player stellt sich der Flughafen Wien den Herausforderungen der Luftverkehrswirtschaft und nutzt die Chancen seines Standorts. Klimapolitik steht weiterhin ganz oben auf der poli-tischen Agenda und mit seinen Umwelt-maßnahmen leistet der Flughafen Wien seinen Beitrag für Nachhaltigkeit. Konnektivität und Kapazität sind die Zukunftsthemen der europäischen Flug-häfen und stellen sie vor neue Herausfor-derungen. Strategische Schwerpunkte kann der Flughafen Wien dabei zur Stär-kung seiner Rolle als Transferhub setzen: Die geografische Lage und das wirt-schaftlich stark wachsende Einzugsge-biet bieten eine gute Grundlage für die Positionierung des Flughafen Wien. Aber auch in Anbetracht der zukunfts-weisenden Themen bleibt die Flughafen Wien AG vor allem auf eines konzentriert: die Servicequalität für die Fluggäste. Das Flughafen-Erlebnis so komfortabel und gleichzeitig zeiteffizient wie möglich zu machen, steht im Mittelpunkt aktueller Serviceinitiativen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen der Flughafen Wien Fakten und freuen uns über Feedback. Sophie-Marie Wollner & Christian Steyrer Public Affairs Flughafen Wien DER FLUGHAFEN ALS UMWELT-PLAYER Nicht erst der letzte UN-Klimagipfel hat gezeigt, wie präsent das Bewusstsein über Klimaschutz-Maßnahmen ist. Auf europäischer Ebene wurde erst kürzlich ein Rahmenprogramm für Klima- und Energiepolitik beschlossen. Klar ist: Der Umgang mit dem Klimawandel steht ganz oben auf der politischen Agenda. Der europaweite Emissionshandel oder die gerade in Österreich umgesetzte EU-Ener-gieeffizienz- Richtlinie sind nur zwei Beispiele für konkrete Initiativen. ... Fortsetzung auf Seite 2 HERAUSFORDERUNGEN DER EUROPÄISCHEN FLUGHÄFEN Mehr als 1,7 Milliarden Passagiere durchlaufen jedes Jahr die Flughäfen Europas. Die europäischen Bürger/innen genießen die Vorteile eines zunehmend sicheren, effizienten und kostengünstigen Luftverkehrssystems. Effektive Mobilität in Europa ist seit langem eine der Hauptvisionen der Europäischen Union. Für die nächsten Jahre wird der europäischen Luftfahrt auch Wachstum prognostiziert. Das bedeutet aber auch, dass sich die Flughäfen auf Herausforderungen vorbe-reiten müssen. ... Fortsetzung auf Seite 6
  • 2. Dialog für die Zukunft des Standorts Flugverkehrsbelastungen so gering wie möglich zu halten. Geprüft wird dabei auch, ob gekurvte Anflüge lauter oder leiser sind. Am Schluss der im Dialog-forum vereinbarten Vorgangsweise steht die Diskussion und Verhandlung konkreter Lagevarianten eines möglichen gekurvten Anflugs mit den Anrainergemeinden und den Bürgerinitiativen. Möglich ist das Procedere in dieser Form, weil die Flug-hafen Wien AG die Lärmmessungen und die Auswertung der Daten, Austrian Airlines die Messflüge im Rahmen des normalen Flugbetriebs und die Austro Control die Konkretisierung möglicher Lagevarianten übernommen haben. Den Systempartnern am Standort ist die fundierte Entschei-dung ein besonderes Anliegen. ZUKUNFT 3. PISTE Sollte das Bundesverwaltungsgericht als höchste Instanz die Umweltverträglich-keit der eingereichten 3. Piste für den Flug-hafen Wien bestätigen und diese aufgrund der Flugverkehrsentwicklungen auch tatsächlich gebaut werden, dann hat das Dialogforum in Zukunft noch eine weitere sehr wichtige Aufgabe. Im Mediations-vertrag wurde nämlich vereinbart, dass im Dialogforum rechtzeitig vor Eröffnung einer 3. Piste für den Flughafen Wien noch-mals alle An- und Abflugrouten diskutiert und nach Möglichkeit im Konsens festge-legt werden sollen. „Gelingt es uns trotz der aktuell schwierigen Verhandlungen und Umsetzungsaufgaben die Vertrauensbasis im Dialogforum zu erhalten, können wir auch die Herausforderungen der Zukunft meistern und einen fairen, offenen, trans-parenten und auf freiwilliger Teilnahme basierenden Dialog sicherstellen“, zeigt sich Wolfgang Hesina, Geschäftsführer des Dialogforums zuversichtlich. Q UMWELT & LUFTFAHRT Im Juni 2014 hat das Projekt Airport Carbon Accreditation sein fünfjähriges Jubiläum mit bis dahin 102 weltweit zertifizierten Flughäfen gefeiert. ( © ACI Europe) Umweltschutz ist eine Herausforderung für alle Verkehrsträger: auch für die Luft-fahrtindustrie sind Umwelt- und Klima- Aktivitäten nichts Neues. Während Hersteller sich schon mit treibstoffeffizi-enten Luftfahrzeugen auseinander setzen, Fluglinien Biotreibstoff testen und sich aktiv in die Verhandlungen um die Anwen-dung des Emissionshandels in der europä-ischen Luftfahrt einbringen, waren auch die europäischen Flughäfen nicht untätig. Als Botschafter der Luftfahrt am Boden haben die Flughäfen in den letzten Jahren sehr genau auf CO2-Emissionen geachtet und sich – wie auch der Flughafen Wien – zu ambitionierten Zielen verpflichtet. AIRPORT CARBON ACCREDITATION: FREIWILLIGE VERPFLICHTUNG Ausgehend vom Bekenntnis der Flug-häfen, ihre CO2-Emissionen radikal zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System ins Leben gerufen. Nach den ersten fünf Jahren seines Bestehens kann sich die Bilanz sehen lassen: Bereits über 100 Flughäfen haben sich der Initiative ange-schlossen – darunter auch der Flughafen Wien. Allein im Jahr 2013 erreichten die beteiligten europäischen Flughäfen eine Reduktion von 353.842 Tonnen CO2. UMWELTMANAGEMENT AM FLUGHAFEN WIEN Der Flughafen Wien ist sich nicht nur seiner ökonomischen Rolle als größter Arbeitgeber So funktioniert Airport Carbon Accreditation: Als freiwilliges Programm vom Airports Council International (Europe) ins Leben gerufen können Flughäfen sich für eines der vier Levels bewerben: (1) Mapping, (2) Reduction, (3) Optimisation, (4) Neutrality. Das Programm wird von einem unabhängigen Advisory Board betreut, dem u. a. Vertreter/innen der International Civil Aviation Organization (ICAO), des United Nations Environment Programme (UNEP), der Europäischen Kommission, der European Civil Avi-ation Conference (ECAC), der EUROCONTROL und der Manchester Metropolitan University angehören. Der Flughafen Wien ist „Airport Carbon Accreditation - Level 1“ zertifiziert und plant 2015 die Erreichung des Levels 2. 2 | Flughafen Fakten | 02/2014 der Region und Wirtschaftsmotor sondern auch seiner Verantwortung als ökologi-scher Player bewusst. Dementsprechend wird aktiv am Umweltmanagement des Flughafens gearbeitet. Das Team der Flug-hafen Wien AG erstellt umweltrelevante Daten als Basis für weitere Maßnahmen und Informationen für die Öffentlichkeit, entwickelt und koordiniert die Umwelt-aktivitäten am Standort und kümmert sich um das Fluglärmbeschwerdema-nagement. Die aktive Mitarbeit im Dialog-forum ist dem Flughafen Wien besonders wichtig. Österreich gilt mit dieser Form der Mediation als europaweites Vorbild (siehe dazu auch den Artikel auf S.3). Der Flughafen Wien beteiligt sich außerdem am Projekt „Climate Austria“. Die Kund/ innen können für die Kompensation der errechneten CO2-Menge aufkommen und selbst entscheiden, welchen Klimaschutz-projekten der Beitrag zu Gute kommen soll. Seit Beginn des Projektes konnte mit Mitteln aus den Kompensationen bereits über 100 nationale und rund 15 internatio-nale Projekte unterstützt werden. KONKRETE UMWELTMASSNAHMEN In den letzten Jahren konnte der Flug-hafen Wien einige konkrete Maßnahmen umsetzen. Seit der Wintersaison 2012/2013 wird beispielsweise zur Flugzeug-Entei-sung ein biologisch abbaubares Mittel auf Glykolbasis verwendet, dessen Mischungs-verhältnis mit Wasser entsprechend der aktuellen Luftfeuchte und Temperatur bestimmt wird und den Verbrauch drastisch reduziert. Außerdem wird versucht, auf Streugut (bisher etwa 23 Tonnen pro Jahr) weitgehend zu verzichten, und stattdessen Sole zu verwenden. Bereits seit längerem umgesetzte Maßnahmen sind die Treibstoff- Pipeline von der OMV zum Flug-hafen (minus 25.000 LKW-Fahrten pro Jahr) oder die Unterflurbe-tankung am Vorfeld. Mit dem Einsatz von Frequenzumformern bei Lüftungsanlagen wird eine Energie-reduktion von 30 Prozent erreicht, das ist eine Verringerung um 600 Tonnen CO2. Nach der Umsetzung des Projekts im Jahr 2012 wurde der Flughafen Wien dafür von klima:aktiv ausgezeichnet. Die laufende Energieeffizienzoffensive hat 2014 eine Reduktion des Stromverbrauches um 10 Mio. kWh gebracht, mehr als 6 % des Gesamtverbrauchs. NACHHALTIGKEITSZERTIFIZIERUNG Der Flughafen-Standort mit über 70.000 m² Büro- und Conferencingfläche, Hote-langebote, Verkehrsinfrastruktur und vieles mehr entwickelt sich zu einer nach-haltigen Airport City: Anfang Dezember vergab die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) das österreichische Quartierszertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung erst-mals an ein gesamtes Gewerbegebiet – an die Flughafen Wien AG für ihr Standortpro-jekt „Airport City Vienna“. Aktuell ist die Umsetzung des Umwelt-management- Systems EMAS im Rahmen des Inkrafttretens des Energieeffizienzge-setzes ein großes Thema. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivi-täten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die vollständige Einfüh-rung (inklusive Zertifizierung) wird bis zum 31. Oktober 2015 abgeschlossen sein. Q Der Verein Dialogforum Flughafen Wien ist ein Ergebnis des Mediationsverfahren Flughafen Wien, das im Sommer 2005 zur Unterzeichnung des Mediationsver-trags führte. Die Flughafenregion Wien kann insgesamt auf über vierzehn Jahre des Dialogs zurückblicken und das Dialog-forum gilt heute international als Bench-mark für erfolgreiche Bürgerbeteiligungs-verfahren. Die Mitglieder des Vereins Dialogforum Flughafen Wien arbeiten am Interessenausgleich zwischen Anrainerge-meinden, Bevölkerung und Flugverkehrs-wirtschaft. Die Grundprinzipien einer nachhaltigen regionalen Entwicklung bilden dabei den Rahmen für einen fairen, offenen und transparenten Dialog- und Verhandlungsprozess. Es geht einerseits Frühjahr 2014 | Flughafen Fakten | 3 DIALOGFORUM FLUGHAFEN WIEN 02/2014 | Flughafen Fakten | Fortsetzung „Der Flughafen als Umwelt-Player“: um Entwicklungschancen der Luftver-kehrswirtschaft und andererseits darum, durch ein Bündel an Maßnahmen die Flug-verkehrsbelastungen für Menschen und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Teilnahme am Dialog- und Verhand-lungsprozess ist freiwillig. Neben der Flug-hafen Wien AG, Austro Control und Aust-rian Airlines sind im Dialogforum fünfzehn Bürgerinitiativen als ARGE gegen Flug-lärm, neun Niederösterreichische Anrai-nergemeinden, die Gemeinde Wien sowie die Länder Wien, Niederösterreich und das Burgenland vertreten. SCHUTZ FÜR DAS UMLAND Aufgabe des Dialogforums ist es, die im Mediationsverfahren und im Dialogforum vereinbarten Maßnahmen gegen die Flug-verkehrsbelastungen einem permanenten Evaluierungs- und Monitoringprozess zu unterziehen, den Dialog und die Verhand-lungen über weitere Maßnahmen gegen Flugverkehrsbelastungen fortzusetzen und die vereinbarten Maßnahmen im Konsens umzusetzen. Ziel ist es dabei, für die Anrainerinnen und Anrainer ein hohes Schutzniveau gegen Flugverkehrsbelas-tungen sicher zu stellen – in der Praxis werden oft schärfere Regelungen getroffen als dies der Gesetzgeber vorschreibt. WENIGER LÄRM DURCH GEKURVTE ANFLÜGE? Im Dialogforum wurde vereinbart, gekurvte und instrumentengestützte Anflüge am Flughafen Wien zu über-prüfen. Die ersten Messflüge für gekurvte Anflüge haben bereits begonnen. Mit Hilfe der mobilen Lärmmessstellen werden in den nächsten Monaten Daten erfasst, um abzuklären, ob gekurvte Anflüge tatsächlich einen Beitrag leisten können, „Gelingt es uns die Vertrauens-basis im Dialogforum zu erhal-ten, können wir auch die He-rausforderungen der Zukunft meistern und einen fairen, offe-nen, transparenten und auf frei-williger Teilnahme basierenden Dialog sicherstellen.“ Wolfgang Hesina Geschäftsführer des Dialogforums Die Mitglieder des Dialogforums arbeiten gemeinsam an Maßnahmen gegen Flugverkehrsbelastungen.
  • 3. AIRPORT AKTUELL Chance durch Transferverkehr Mit der Erweiterung des Destinationsange-bots in Osteuropa und auf der Langstrecke ist es dem Flughafen Wien möglich, seine Position als Transferhub zu stärken. Die Luftfahrtindustrie bleibt ein Wachs-tumsmarkt: Im Jahr 2030 wird der Verkehrsstrom Asien-Europa der welt-weit stärkste transregionale Verkehrs-strom sein. Globales Wachstum und stei-gende Urbanisierung lassen ebenfalls mit einer wachsenden Luftverkehrswirtschaft rechnen: Der Anteil der Mittelschicht wird sich bis 2030 auf fünf Milliarden verdop-peln, im selben Jahr werden laut Prog-nosen der UNO 60 Prozent aller Menschen in städtischen Lebensräumen wohnen. Der Flughafen Wien zählt zu den führenden Flughäfen in Europa, weil er als wichtige Drehscheibe zwischen Ost und West die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden professionell und serviceorientiert erfüllt. Das Einzugsgebiet des Flughafen Wien umfasst rund 12 Mio. Menschen in einer der wachstumsstärksten Regionen Europas. TOR NACH OSTEUROPA Der Flughafen Wien positioniert sich als idealer Transferhub für Flüge von und nach Osteuropa und auf der Langstrecke nach Asien und Nordamerika. Er trägt dadurch zur Erweiterung des Destinationsange-botes in diesen Regionen und damit zur Steigerung der Konnektivität Europas bei. Die Position im interna-tionalen Luftverkehr soll auch in den nächsten Jahren gestärkt werden. Die geografische Lage des Flugha-fens als Tor nach Osteuropa, das wirtschaftlich wachsende Einzugsgebiet sowie die hohe Servicequalität sind gute Gründe für Fluglinien, den Flughafen Wien als Transferhub zu nutzen. 2013 wurde der Großteil der Transferpassagiere von Aust-rian transportiert. Die Netzwerkstrategie der Homecarrier ist daher von zentraler Bedeutung. WERMUTSTROPFEN FÜR DEN TRANSFERVERKEHR Mit steigenden Belastungen für den Flug-verkehr in Europa wird allerdings die Posi-tion europäischer Fluggesellschaften und somit europäischer Flughäfen als Trans-ferhubs gegenüber Alternativstandorten Erweiterung des Destinationsangebotes in Osteuropa & auf der Langstrecke 19,7 +0,9 Mio. Transferpassagiere 18,1 19,7 21,1 22,2 22,0 5,9 (30%) 5,4 (30%) 5,9 (30%) 6,5 (31%) 7,1 (32%) 6,8 (31%) 13,8 12,6 13,7 14,5 15,1 15,7 08 09 10 11 12 13 PAX in Mio.: 2008-2013 Quelle: VIE Inhouse Transferverkehr 2013: QDer Großteil der Transferpassagiere wurde von Austrian transportiert Qø Transferanteil: Langstrecke: 48%, Osteuropa: 56%, Westeuropa: 22% AIRPORT AKTUELL Das Einzugsgebiet des Flughafen Wien Zukunft Intermodalität Gute Erreichbarkeit am Boden ist nicht nur angenehm für die Fluggäste und die Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter, sie trägt auch zur Attraktivität des Flughafens bei. Der Flughafen ist ein intermodaler Verkehrs-knotenpunkt – „nahtloses Reisen“ war in den letzten Jahren Leitmotiv für Initiativen am und rund um den Flughafen. Seit 2003 verbindet der City Airport Train (CAT) die Wiener Innenstadt mit dem Flughafen in 16 Minuten staufrei und umweltfreund-lich – im Durchschnitt verzeichnet der CAT ein Passagierwachstum von 8 Prozent pro Jahr. Auch 2014 ist der CAT weiterhin auf Erfolgskurs. Im Allgemeinen zeigt der „Modal Split“ am Flughafen Wien, dass der Individualverkehr zugunsten des öffentli-chen Verkehrs sichtbar abnimmt. Mit der Eröffnung des neuen Flughafen-Bahnhofs und der direkten Anbindung an den Haupt-bahnhof ist noch eine weitere Steigerung der Schienennutzung zu erwarten. ERSTMALS ANBINDUNG AN DEN FERNVERKEHR Mit der Eröffnung des Wiener Hauptbahn-hofs und dem neuen ÖBB-Fahrplan der am 14. Dezember in Kraft tritt wird auch erst-mals alle zwei Stunden eine direkte Fern-verkehrsverbindung mit dem Flughafen Wien angeboten. Die ÖBB hat bereits im November den Fahrplan präsentiert: Die ICE-Züge, die bisher zum Westbahnhof WIRTSCHAFTSSTANDORT WIEN: WIRTSCHAFTLICHES TOR IN DEN OSTEN • Moderne und effiziente Infrastruktur • Politische und wirtschaftliche Stabilität • Basis für ~ 30 Internationale Organisationen • Nähe zu den wachsenden Märkten in • Zentraleuropäische Basis für ~ 300 multinati-onale • Starkes Wachstum im Catchment Area des • Ausbau der Infrastruktur in den Anrainer-staaten Ab 14. Dezember ist der Flughafen Wien an den ÖBB-Fernverkehr angeschlossen. gefahren sind, werden künftig bis zu achtmal täglich (2-Stundentakt) über Passau, Wels, Linz, St. Pölten und Wien Meidling direkt zum Hauptbahnhof und weiter zum Flughafen geführt. Das bringt für die Passagiere, die in Wien abfliegen bzw. landen, einen großen Zeitgewinn. Von Linz aus fährt man etwa 1h 47 Min bis zum Flughafen, von St. Pölten aus 50 Min. Von den IC-Zügen der Weststrecke kann man in St. Pölten bequem auf die Flugha-fenverbindung umsteigen. Und auch von einigen Zügen von/nach Graz, Budapest und Prag gibt es gute Anschlüsse mit nur einem Umstieg direkt am Hauptbahnhof. (zB Fahrzeit nach Budapest nur 2h durch direkte Autobahnanbindung, ab Dezember 2014 Anbindung an den Fernverkehr) (UN, OSZE, OPEC) Zentral- und Osteuropa Konzerne Flughafen Wien führt zu einer Erweiterung des für den Flughafen Wien relevanten Einzugsgebiets DURCHGEHENDE REISEBUCHUNG Für die neue Verbindung von Linz zum Flug-hafen Wien bieten die ÖBB gemeinsam mit Austrian Airlines das Produkt „AIRail“ an. Damit sind künftig über die AUA-Buchungs-systeme ab Linz Hbf durchgehende Reise-buchungen zu allen Austrian-Destinationen weltweit möglich. Bereits zum Zeitpunkt der Buchung werden Austrian AIRail Züge zusammen mit allen Flugverbindungen als „Flüge“ mit einer Austrian Flugnummer angeboten. Die An-/Abreise zum/vom Flug-hafen Wien erfolgt mit den ÖBB, die Weiter-reise ans Ziel mit Austrian. Q (Quelle: ÖBB) außerhalb Europas deutlich geschwächt. Das Ausmaß des Umsteigeverkehrs könnte hiervon mittelfristig betroffen sein. Die Entstehung neuer Hubs im Nahen Osten sowie der Türkei kann zu einer Verschie-bung der globalen (Umsteige-)Verkehrs-ströme führen. Aktuell führt die Krisensi-tuation in der Ukraine zu einem leichten Rückgang der Transferpassagiere am Flug-hafen Wien. STRATEGISCHE SCHWERPUNKTE Für den Flughafen Wien ist es wichtig, die Drehscheibenfunktion optimal zu unter-stützen – einige strategische Schwer-punkte sollen den Transferverkehr fördern, darunter: • Wettbewerbsfähige Entgelte • Wachstumsorientierte Incentive-Modelle • Bedarfsgerechter Ausbau der Infrastruktur • Service-Qualität und Transferzuverlässigkeit Die Wachstumschancen des Flughafens hängen maßgeblich davon ab, ob er mit seinen Tarifen im internationalen Vergleich, insbesondere gegenüber den Lufthansa- Hubs Frankfurt, München und Zürich, konkurrenzfähig ist: Wettbewerbsfä-hige Entgelte sind das Um und Auf, um Wachstum zu ermöglichen. Außerdem bietet der Flughafen Wien allen Airlines ein objektives, transparentes und nicht-diskriminierendes Incentive-Programm mit dem Schwerpunkt Interkontinental, Osteuropa und Transferverkehr, das der Förderung des Flugverkehrs am Flughafen Wien dient und den Ausbau der Hubfunk-tion vom Flughafen Wien unterstützen soll. Diese Incentives (Transfer-, Destina-tions-, Frequenz- bzw. Frequenzdichte- Incentive) zielen darauf ab, nachhaltig Verkehr von und zum Flughafen Wien zu unterstützen, um einerseits die Attrakti-vität an angebotenen Verbindungen und andererseits die Möglichkeiten an Umstei-gerelationen auszubauen. Mit bedarfsge-rechtem Ausbau der Infrastruktur ist die Schaffung der notwendigen räumlichen Voraussetzungen für kurze Umsteigewege verbunden – als Transferhub ist es beson-ders wichtig, für Umsteigepassagiere eine möglichst knappe Minimum Connecting Time zu ermöglichen, sowie Pünktlich-keit und kurze Wartezeiten für Passagiere sicherzustellen. Q 4 | Flughafen Fakten | 02/2014 02/2014 | Flughafen Fakten | 5
  • 4. Abbildung: Die Grafik zeigt die Aufteilung der Europäischen Airport Connectivity in die Welt im Jahr 2014. Abbildung: ACI EUROPE and SEO Eco-nomic Research: Airport In-dustry Connectivity Report Zeitmanagement für Fluggäste Tag. Im Durchschnitt dauert der gesamte Vorgang 70 Sekunden. Nach Abschluss der Testphase könnte ein weiterer Ausbau der modernen Gepäckschalter am Flughafen Wien stattfinden. Q FOKUS EUROPA Jenseits von Wirtschaftskrisen ist die Luft-fahrt auch mit volatilen Ölpreisen und der Aussicht auf Ölknappheit konfrontiert, die Pläne für den Europäischen Emissions-handel rufen Sorgen um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas hervor. Im Lauf der Zeit werden neue technologi-sche und wirtschaftliche Entwicklungen sowie der Umgang mit Umweltauswir-kungen den gesamten Sektor neu defi-nieren. Europäische Flughafenbetreiber beschäftigen 156.000 Mitarbeiter/innen, an den Standorten sind insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigte tätig. Diese Flug-hafen- bezogenen Jobs führen zu 59 Milli-arden Euro jährlichem Beitrag zum BIP. Europäische Flughäfen unterstützen aber nicht nur die lokale Wirtschaft – sie defi-nieren sie auch immer mehr. Sie agieren in einem Feld unterschiedlicher Politik-bereiche wie Tourismus, Infrastruktur, Umwelt, Verkehr, Arbeitsmarkt und auf unterschiedlichen Ebenen. MEHR ALS INFRASTRUKTUR-ANBIETER Die europäische Luftfahrt ist im Wandel. Schon in den letzten Jahren haben sich Flughäfen von bloßen Infrastruktur-Anbie-tern zu selbstfinanzierten umfassenden Geschäftsmodellen gewandelt. Mit dem Aufkommen der Airport-Citys bestehen Der gesamte Bericht AIRPORT INDUSTRY CONNECTIVITY REPORT (ACI EUROPE, Brussels & SEO Economic Research, Amsterdam) ist zum Download auf der Website von ACI Europe zur Verfügung. 6 | Flughafen Fakten | 02/2014 Flughäfen schon länger nicht mehr nur aus Piste, Vorfeld und Terminal, das Angebot reicht von Retail und Gastro-nomie über Büroflächen bis hin zu Freizeitaktivitäten rund um den Flughafen. Auch aufgrund wirtschaftlichen Drucks sind Flughäfen immer mehr auf Einnahmen aus dem Non-Avia-tion- Bereich angewiesen. Das ist auch eine Herausforderung für Politik und Gesetzgebung, denn einige Vorschriften tragen diesen Entwicklungen noch keine Rechnung. KAPAZITÄT UND KONNEKTIVITÄT Neben Umwelt- und Klimapolitik, bei denen sich Flughäfen auch gerne aktiv einbringen, sind Kapazität und Konnekti-vität wichtige Herausforderungen. Die von der European Organsation for the Safety of Air Navigation EUROCONTROL 2013 veröffentlichten „Challenges of Growth“ beziffern die Herausforderungen des Luft-verkehrs in den nächsten 20 Jahren und zeigen die zu erwartenden Kapazitätseng-pässe auf: Auch bei Berücksichtigung der geplanten Flughafenausbauten prognosti-ziert die EUROCONTROL, dass 12 Prozent der Nachfrage nicht befriedigt sein wird: Das wären 1,9 Mio. Flüge oder 237 Mio. Passagiere. Der ACI Europe Airport Industry Connectivity Report bietet eine umfassende Analyse der Konnektivität europäischer Flughäfen in den letzten 10 Jahren, der „Konnektivitäts-index“ besteht aus direkten und indirekten wöchentlichen Frequenzen, gewichtet nach ihrer Qualität. Direkte Konnekti-vität beschreibt die direkten Verbindungen von einem Flughafen X zu anderen Flug-häfen. Sie gilt als „wertvoller“, da sie die meiste Passagiernachfrage bedient. Indi-rekte Konnektivität bezeichnet Verbin-dungen von einem Flughafen X via eines Hubs zu anderen Destinationen; sie zeigt im Zeitablauf mehr Resilienz. Europa hat seit 2004 nach Latein Amerika das zweit-geringste Wachstum an direkter Konnek-tivität zu verzeichnen, während sich beispielsweise die direkte Konnektivität des Nahen Ostens in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt hat (siehe Grafik auf S 7). Seit der Finanzkrise 2008 hat sich die Total Airport Connectivity wieder erholt, verläuft seit 2011 aber sehr flach. Die Drehkreuze im Nahen Osten werden immer wich-tiger für Europas Konnektivität. Diese Entwicklungen führen – gemeinsam mit den Konsequenzen der Krise auf der einen Seite und Liberalisierungstendenzen der Europäischen Kommission auf der anderen Seite – zur Verschärfung des Wettbewerbs. BELASTUNG ODER ENTLASTUNG Der regulatorische Druck auf die Flug-häfen, wenn es beispielsweise um die Frage der Liberalisierung der Bodenverkehrs-dienste geht, kann aber mitunter gefähr-lich werden. Ein zweiter Ground-Handling- Anbieter ist bereits jetzt Pflicht, weitere sind europaweit bereits überall möglich und auf einigen Flughäfen auch Usus. Die zwangsweise Verpflichtung zu einem dritten Anbieter würde in Österreich aber zu schwerwiegenden strukturellen Konse-quenzen führen. Für Österreich mit seiner sozialpartnerschaftlichen Tradition würde die Umsetzung jedenfalls eine Korrektur der Standards nach unten bedeuten. Belastungen wie die Ticketsteuer, die 2011 in Österreich und Deutschland eingeführt wurde, verschärfen vor allem den inner-europäischen Wettbewerb. Ihre Abschaf-fung würde zu starkem Anschub für den Standort führen: Pro Jahr würde die Abschaffung der Flugabgabe in Österreich laut einer Studie von Oxford Economics zu einem Zuwachs von 1,1 Millionen Passa-gieren, einem zusätzlichen BIP-Beitrag von 229 Millionen Euro und zu über 3.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen führen. Q Fortsetzung „Herausforderungen der Europäischen Flughäfen“: 02/2014 | Flughafen Fakten | 7 AIRPORT AKTUELL Die Erhöhung des Passagierkomforts steht für den Flughafen Wien ganz oben auf der Prioritätenliste: Das Reisen soll nicht nur komfortabel sondern auch zeitsparsam für den Fluggast sein. Im Bereich der Verbin-dungswege kann sich der Flughafen Wien bereits jetzt sehen lassen: In einer Unter-suchung von 14 europäischen Flughäfen des Reiseportals Kayak hat der Flughafen Wien bei den Gehzeiten vom Eingang bis zum Gate den dritten Platz belegt. Ein Ergebnis das gut tut und gleichzeitig dazu anspornt, weiterhin effizienzsteigernde Service-Maßnahmen zu setzen. SERVICE-OFFENSIVE ZEITANZEIGEN Im Rahmen seiner Service-Offensive stellt der Flughafen Wien den Fluggästen nun die Angaben zu Wegzeiten zu den Gates sowie die Wartezeitangabe bei der Sicher-heitskontrolle zur Verfügung. So ist es für Passagiere möglich, sich ihre Zeit im Terminal gut einzuteilen. Nach der Bord-kartenkontrolle finden die Fluggäste seit einigen Wochen die Information, wie lange die verbleibende Gehzeit bis zu den Gates beträgt – hier werden auch allfällige Wartezeiten bei den notwendigen Kont-rollen berücksichtigt. Den Fluggästen wird bei der Sicherheitskontrolle die Wartezeit in Echtzeit angezeigt VORBILDLICHE SICHERHEITSKONTROLLE Mit der Anzeige der Wartezeit der Sicher-heitskontrolle steigert der Flughafen Wien sein Service-Level im internationalen Vergleich und macht sichtbar, was Viel-flieger/ innen bereits wissen: Die Sicher-heitskontrolle am Flughafen Wien funk-tioniert ausgezeichnet. In einem ersten Schritt wurde die zentrale Sicherheitskon-trolle im Terminal 3 mit einer Messsen-sorik ausgestattet, um den Reisenden die Wartezeit in Echtzeit anzuzeigen. Auch in der Gepäckausgabehalle wurde ein System geschaffen, das ermöglicht, für die meisten Fluglinien die Wartezeit bis zum Start der Gepäckrollbänder anzuzeigen. GEPÄCKAUFGABE AM AUTOMATEN Mit Self Baggage Drop-off Automaten setzt der Flughafen Wien in Koopera-tion mit Austrian auf einen weiteren Fort-schritt in Richtung Selbständigkeit für Reisende. Fluggäste können an den neuen Schaltern im Terminal 3 ihr Gepäck selbst aufgeben und so Zeit sparen. In den ersten Wochen waren die neuen Schalter 12-14 Stunden pro Tag in Betrieb, 750 Passa-giere nutzen die neuen Automaten pro
  • 5. 69 Länder FLUGHAFEN WIEN IN ZAHLEN 177 Destinationen in 22 Mio. QUARTALSBERICHT 3/14 POSITIVE GESCHÄFTSENTWICKLUNG Die Flughafen Wien AG konnte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 positiv entwickeln: Nach einem milden Winter und Erlösrückgängen bei der Flug-zeugenteisung hat sich die Umsatzent-wicklung der Flughafen Wien AG in den Folgemonaten erholt und verzeichnet von Jänner bis September 2014 ein Plus von 1,4 Prozent. Trotz politischer Krisen in der Ukraine und dem Nahen Osten, und ungünstiger Wechselkursschwankungen entwickelt sich der Geschäftsverlauf gut. PLUS BEI PASSAGIEREN In den ersten neun Monaten verzeichnete der Flughafen Wien einen Passagieran-stieg von 2,9 Prozent, darunter das stärkste Monatsaufkommen der Unternehmens-geschichte mit 2.275.933 Passagieren im August 2014. Die Anzahl der Lokalpassa-giere stieg im Q1-3/2014 um 5,2 Prozent, während bei den Transferpassagieren ein Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnet werden musste. Erfreulich entwickelt hat sich das Passagieraufkommen auf der Langstrecke: Die Anzahl der Passagiere nach Nordamerika ist um 29,2 Prozent und in den Fernen Osten um 14 Prozent gestiegen. Wesentliche Treiber dafür waren die neuen Austrian-Verbindungen nach Newark und Chicago, sowie die Stre-ckenaufnahme von Air China nach Peking. 8 | Flughafen Fakten | 02/2014 31 % 256.000 t 8,9 Mio. FEEDBACK UND KONTAKT Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zur aktuellen Ausgabe der Flughafen Fakten. Die Public Affairs Abteilung der Flughafen Wien AG ist offen für Ihre Fragen und Anregungen: publicaffairs@viennaairport.com, Tel. 01/7007 – 22222 Sie können uns auch gerne direkt kontaktieren: Mag.a Sophie-Marie Wollner, BA Flughafen Wien AG Office Park 1 A-1300 Wien-Flughafen Tel. +43-1-7007-22470 Mobil: +43-664-835 6755 s.wollner@viennaairport.com Dr. Christian Steyrer, MBA Flughafen Wien AG Office Park 1 A-1300 Wien-Flughafen Tel.: +43-1-7007-22410 c.steyrer@viennaairport.com Gut haben sich auch die Auslandsbetei-ligungen der Flughafen Wien AG entwi-ckelt: Malta Airport verzeichnet ein kumu-liertes Passagierwachstum von Jänner bis Oktober 2014 von 6,7 Prozent auf 3,8 Milli-onen. Der Flughafen Kosice steigerte die Passagierentwicklung im selben Zeitraum um 53,7 % auf 320.554 Passagiere. Q Impressum: Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Public Affairs, Postfach 1, 1300 Wien-Flughafen, www.viennaairport.com DVR: 008613, Firmenbuchnummer: FN42984m, Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg TOP 5 DESTINATIONEN EUROPA West 1. Frankfurt 2. Zürich 3. London 4. Paris 5. Düsseldorf Ost 1. Moskau 2. Bukarest 3. Sofia 4. Belgrad 5. Warschau PÜNKTLICHKEIT 84,4 % TRANSFERANTEIL 69 % Cargo Gepäcksstücke Passagiere Quelle: VIE interne Passagierstrukturbefragung, Datenbasis: 2013