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INHALT
Editorial ...........................Seite 3
Trashfinger
......................Seite 4-6
WWIJ 3
............................Seite 7-10
Fast-Fingers
....................Seite 11-14
Ohne Worte
....................Seite 15-20
Töne
.................................Seite 21-
22
D-Heim
............................Seite 23-24
Winkler Interview
..........Seite 24-28
Kreuzworträtsel
.............Seite 28
Gewinnspiel
....................Seite 29
Outro
...............................Seite 30
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Trashfinger Contest
Was geht eigentlich in der Schweiz?
Fingerboardm äßig geht da auf jeden Fall nicht wenig. Oft müs-
sen die Schweizer jedoch weite Strecken zurücklegen, um zu
den Contests in anderen L ä ndern zu kommen.
Zum Glück gibt es aber auch Contests in der Schweiz.
Ein Bericht von Manu Oberle.
Ich warte am Bahnhof, warte auf einem anderen Zug ankommen Marki, warte auf
den Zug und musste. warte auf eine Zugfahrt in 2 Minuten vor Abfahrt setzt er
Richtung eines idyllischen sich dann in mein 4er Abteil. kleinen Kaffs inmitten der
1 Minute sp äter l äuft Dietschi in Schweiz. den Zug und setzt sich zu uns. Es ist
9 Uhr, viel zu früh für Nun also zu dritt, fahren wir nach einen Samstag, aber man
nimmt Baar, wo wir nach 20 Minuten ja viel in Kauf für ein paar auch schon
ankommen. Stunden Flucht vor dem Alltag. W ährenddessen sind wir schon Ich
bin unterdessen schon im durch weite Teile der Schweiz Zug, warte aber immer
noch gefahren. Sofort suchen wir den auf Marki der erst noch mit Skateshop um
möglichst schnell
Trashfinger Contest
das Dorf hinter uns zu lassen.
Es sind bereits einige Locals dort und fleissig dabei, Bierb änke und
Tische aufzustellen und den G5 Plaza aus dem Shop rauszutragen.
Sogar ein Hotdogstand wurde eingerichtet.
Die Atmosph äre war sehr gechillt und freundschaftlich.
Neben den Shopbesitzern waren noch rund 10 Fingerboarder aus
dem Dorf anwesend, sowie Jaron, Dominik, Marki, Dietschi und
ich. Den Contest kann man kurz
zusammenfassen, zuerst gab es eine Runde Game of S.K.A.T.E.
bei dem es einige spannende
Duelle gab (Marki und Jaron
haben gefightet wie die wilden Hühner), schlussendlich hat aber
Boris Dietschi klar gegen mich im Finale gewonnen. Danachhaben wir
entschlossen noch jedem Fahrer einen 60 Sekunden Run zu geben. Gewonnen
hat schlussendlich Jaron, soweit ich mich noch erinnern kann. Preise wurden
vom Shop gesponsored und alle waren zufrieden.So schön der Event doch war,
genauso traurig war er. Denn der Contest wurde als „Abschiedscontest“
angesehen, da der Shop dicht macht.
Trashfinger Contest
Echt schade, denn das war einer der wenigen Skateboardshops
wo es noch um Skateboarding ging und nicht um das grosse Geld.
Leider kam von letzterem anscheinend zu wenig rein.
In diesem Sinne: R.I.P.
Was für mich aber klar ist: In der Schweiz gibt es Fingerboarder
und die bleiben hoffentlich noch lange dabei!
Keep on rollin’ (Text: MO)
Boris Dietschi - Winkler Spin Pic: Manu Oberle
Martin Winkler - Kickflip Indy Pic: Max Zulauf
8
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Ein Blick auf den Kalender geworfen stellen wir fest, dass der 19. April im Jahre 2008 ist.
Dieser Samstag war der Tag des Jams bei Manu in Durmersheim. Der Jam war ein Event, der wegen
diverser Dinge in die Hall of Fame meiner Eventsammlung wandert.Das erste ist auf jeden Fall, dass ich
einmal nicht um vier oder fünf Uhr morgens aufstehen musste. Ein weiteres Ding ist, dass ich da meine
ersten Skatebilder geschossen habe. Aber dazu später. Angefangen hat der Tag mit dem obligatorischen
„Fuck“, denn auch sieben Uhr ist für ein Wochenende zu früh. Schnell hab ich dann aber meine Fototasche
und den Rucksack noch einmal überprüft, denn wie ich mich kenne habe ich eh was vergessen. Ja, diesmal
war es die Zahnbürste. Um neun Uhr fuhr dann mein Zug, Wohlen-Basel Bad. Bahnhof. Nach einer kleinen
Weile traf ich um elf in Basel ein und wenige Minuten drauf kam schon Felix mit seinem Auto. Zusammen
machten wir uns auf den Weg, oder besser gesagt auf die Autobahn, nach Karlsruhe, weil wir da zuerst
noch skaten wollten. Nach einem Stop im Burger King ka-men wir wohlbehalten in Karlsruhe an, wo wir
auf Lukki, Jojo, Manu, Al-J und Tösi stiessen und danach direkt zu einem wunderbaren Wallridespot
fuhren. Da ich nicht skaten kann, konzentrierte ich mich aufs Knipsen und es kamen einige ganz nice Shots
dabei raus. Nach der Session an einem Brückenpfeiler, pilgerten wir zur Europahalle,wo wir eine nette
Dreier-Treppe fanden und diese fuhren. Irgendwer hat dann da
noch einen fiesen Wallride entdeckt, der
dann auch prompt von Lukki und Al-J in den Boden geskatet wurde. Schnell aber empfanden wir skaten als
nicht genügend, denn wir waren gekommen um Fingerboard zu fahren. So einfach war‘s. Also packten wir
Kamera, Blitze usw. wieder ein und fuhren anschliessend getrennt, ein Teil im Auto, die andere Hälfte mit
dem Zug, nach Durmersheim. Dort erwartete uns ein grosses Haus und das nahm uns freundlich auf, gab
uns Unterschlupf, ein Badzimmer und enorm viel stylische Marmor- und Granit Curbs. In dieser
Granitlandschaft haben wir uns dann den ganzen Abend vergnügt. Nebenbei wurde neben der Setups der
anderen auch die gesamte Palette Nollie Wheels getestet, da Jojo genug Wheels für ein ganzes Regiment
dabei hatte.Nachdem die Teamfahrer zur genüge mit neuen Wheels, Gripskin Edition, NW Small und wie
sie alle heissen, ausgestattet worden sind, wurde weitergezockt.
Es wurde S-K-A-T-E an S-K-A-T-E ge reiht, kranke Tricks gezeigt, viel fotogra
fiert und gefilmt.
Bei einem (in manchen Fällen auch zwei) Döner oder Yufka auf dem Balkon wurde ausgespannt und mal
die Fingerchen entspannt, denn auch das muss sein. Mit Bier bewaffnet und voller Elan haben wir dann bis
in die tiefe Nacht unserem Lieblingshobby gefrönt.Am nächsten Morgen wurde nach einem
herrvorragenden Frühstück (hier nochmal Danke an Manu, der so früh so viel gute Brötchen holen ging)
das Media Zeug und die Skateplanken gepackt und der Skate-park in Durmersheim bis zum Nachmittag
gefahren.Für Felix und mich war dann um 17.00 Uhr Schluss, denn wir hatten noch eine Grenzüberquerung
vor uns.Um 22.00 Uhr war ich dann wieder zuhause in der Schweiz und konnte auf ein extrem schönes und
pushendes Wochenende und Wheels ohne Ende schauen. Ein weiterer Event, der viel zu schnell vorbei war,
ein weiterer Event von dem ich mir eine Fortsetzung wünsche.An dieser Stelle möchte ich noch einmal
kurz meinen Dank an alle mitwirkenden loswerden. Manu, für so ziemlich alles. Essen, Unterkunft,
Organisation und fürs Fotogen sein. Jojo für die vielen Wheels und auch fürs viele hinhalten mit der Cam.
Felix fürs hin- und zurückfahren, für die Geduld mit meinem Equipment und die Härte seiner Tricks für
gute Fotos. Lukki für den Oberstyle bei switch flip Backtailern, die ich schön erwischen konnte und
allgemein für die endlosen Versuche ein gutes Bild auf Chip zu bannen. Al-J für die krassen alternativ
Fingerboard Tricks und cooles skaten, auch für die Cam. Und Last but not Least, Tösi für weniger hartes
skaten aber doch auf den Bildern cool ausschaun, fürs Tösi-Sein und für so viel Style in einem so kleinen
Körper. Was mir jetzt noch bleibt, ist, wie schon oft, Danke zu sagen und zu erwähnen, dass ich bei einer
Wiederholung sofort wieder dabei bin. Bis dann! (Text: MZ)
Al-J - FS Air Pic: Max Zulauf
text: bastian stegen photos: blackriver-ramps design: fabian schreiter
Moin Martin. Wie gehts?
Zur Zeit ist alles etwas stressig, aber wenigstens ist überhaupt etwas. Ging schon mal besser aber auch schon mal schlechter, also
unentschieden würde ich sagen.
Vor einiger Zeit hast du ja einige offene Briefe an Fingerboarddeutschland veröffentlich. Was hatte es damit auf sich?
Ich denke, jeder, der diese Briefe und die Posts bzw. Kommentare dazu gelesen hat, konnte sich sehr gut ein eigenes Bild zur Lage
machen. Viele haben mich dann auch sofort angemailt und mir gesagt, dass das schon lange mal fällig war; viele gehen ja aufgrund der
ganzen Spam-Kiddies nur noch selten und sehr ungern ins Forum und wir alle von der alten Garde schwärmen doch von den guten alten
Zeiten, als das Ganze noch eine eingeschwo
rene Szene war.
Ich möchte nicht missverstanden
werden: Ich finde das, was sich derzeit auf
dem Hardware-Markt tut gut, die ganze Viel
falt und so, allerdings gibt einen die Ideenarmut einiger, was Namensgebung oder Produktdesign betrifft, doch sehr zu
denken.
Und was sich hinter der Preispolitik von Black-
river verbirgt, ist wohl auch recht deutlich geworden. It´s all about support. Und zu der Sache mit Loco brauch ich wohl hier kein weiteres
Wort verlieren.
Consider yourselves warned!
War das, was in den Wochen davor gelaufen ist, der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat oder war das eine
spontane Reaktion?
Hehe, hätte wohl erst alle Fragen lesen sollen. Die Spammerei war und ist uns doch allen
schon lange zuwider. Kinder, die keine vernünf
tigen Sätze inkl. Satzzeichen artikulieren kön
nen und so Fragen stellen wie: „Kan mir bitte eine sagen wie spät ist bin nähmlich zu blöd um auf Urzu schaun“. Das suckt
bigtime!
Und zur Sache mit Loco, vielleicht mach Ich
da nochmal ein Making-of. All meine Versuche des „Wie sag Ichs meinem Kinde?“ -Aufklärungsunterrichts. Ich wollte das
schon letztes Jahr machen. Jetzt aber, wo mich Fabi und Valler als Administratoren angeschrieben und sich über Loco und
seine Aktivitäten beschwert haben (Valler hatte glaub ich schon 2 Briefe aufgesetzt), konnte ich nicht noch länger warten.
Und ich denke, 1 1/2 Jahre sind
langsam genug.
Wie sieht Martin Winkler die heutige Fingerboardszene?
It´s growing. Mich stoked das total, dass ganze
Landkreise diesem kleinen Ausnahme-Toy verfal- len sind und so Läden wie das „Cattapult“ eröffnen.
>> An Skateparks werde ich auch immer öfter von Kiddies angesprochen. Und das Level ist natürlich auch enorm gestiegen, vom Fast
Fingers dieses Jahr war ich besonders beeindruckt, da fast alle Starter (außer wir beide :) ) ein verdammt hohes Niveau an den Tag gelegt
haben. Dafür hatten wir ja wohl den meisten Spaß, oder?! Auf der virtuellen Seite nervt es mich eher ein bisschen. Die Analog-Szene mag
ich da doch lieber, sich treffen und zocken, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste. Vieles was in den Foren passiert ist in meinen
Augen eher peinlich, ausserdem geht es auf die Augen und Nerven, sich das alles durchzulesen. Gerade das Ami-Forum macht mir in
dieser Hinsicht besonders Angst. Aber ich denke auch, das ist halt leider der Lauf der Dinge, dass so viele keine Ahnung von garnichts
haben, aber so tun, als hätten Sie das Fingerboard erfunden. Is wohl leider überall das gleiche. Aber real life rockt total, keine Frage!!!
Wie siehst du die Zukunft?
Die Zukunft looks bright?? Nein, Ich denke, Blackriver feiert nun langsam die Erfolge, die es schon seit langem verdient und ich bin
natürlich stolz, ein Teil der Familie zu sein! Ich habe schon an anderer Stelle erwähnt, dass Blackriver für mich das Mutter-schiff ist, ohne
das ich als Pirat nicht überleben könnte. Earnie hat so viel für mich getan, ich könnte das alles gar nicht aufzählen, geschweige denn wohl
überhaupt wieder gut machen. Wenn er nicht wär, wär garnix. Er hat mich wirklich immer unterstützt und deshalb hier mal wieder ein fettes
DANKESCHÖN und alle Daumen in meinem Besitz (5 an jeder Hand) in die Luft! So, musste mal wieder gesagt werden^^. Ansonsten
danke ich auch jedem, der mich und Black-river je unterstützt hat für euren Support. Ihr seid die besten! Ach ja, sonst gehts halt auch
wieder rund, wir werden wieder auf dem Freestyle.ch vertreten sein, im November habe ich dann höchstwahrscheinlich diesen Gig auf der
Elektronikmesse ... Da geht noch einiges!
Im Moment geht es ja auch Messe und Showmäßig rund. Wir von Fingerboard.de werden ja auch oft angeschrieben, ob wir
Fingerboarder kennen, die auf
Messen oder Events finger
boarden können. Wie siehst du die Sache? Findest du es gut, dass szenefremde Firmen Fingerboarding zeigen und sich damit
identi
fizieren oder ist es eher der
große Sellout?
Ich würde sagen, es geht allgemein rund, und das weltweit. Blog-sport Teil 3! :). Zum Thema Messen und Events:
Seit ich Blackriver im Sommer 2000 kennengelernt habe, waren eigentlich laufend irgendwelche Events am Start. Am Tag, wo wir uns auf
der ISPO das erste Mal gesehen haben, hat mich Earnie gleich zu einer Show nach Oberhausen eingeladen für Anfang September. Leider
war ich da schon verplant. Aber sonst war ich dann schon fast überall dabei, ISPO, Nokia „Totally board-Tour“ (2002),
YOU-Messen, IFA, ... dann nicht zu vergessen, die Clea-rasil-Aktionen und natürlich Gillette 2003 ... da war schon einiges los. Und nun
sieht es ja wohl auch so aus, dass ich auf der diesjährigen Electronica-Messe im November hier in München vier Tage lang im Anzug (!)
am Plaza stehe und den Leuten Tricks zeige. Das war übrigens die Idee
der Grafikerin einer Werbeagentur, den anderen war das
Thema Fingerboarding bis dahin noch völlig fremd.
Das zeigt uns doch, dass da noch einiges geht. Ich finde
es natürlich nicht schlecht, zum einen, dafür bezahlt zu werden, was einem Spaß macht und dann auch Finger-boarding mal einem
anderen Klientel näherzubringen als nur immer der ISPO-Spaßgesellschaft. Wobei ich mir auch gut vorstellen kann, dass die Elektronik-
Freaks da etwas offener und spielerischer an die Sache rangehen als unsere Hardcore-Skater-Fraktion. Bin auf jeden Fall gespannt und
heiß drauf, zu representen!! Außerdem weiß ich ja, dass Fingerboarding funktioniert
und auf jeden Fall immer eine Attraktion darstellt und finde
es nur gut, wenn da jetzt immer mehr Firmen und Agen>>Agenturen der Sache so viel Vertrauen schenken. Ich hab
noch nie erlebt, dass es gefloppt ist. Es waren vielleicht halt nur mal keine Leute da (wie das eine Mal für Clearasil im menschenleeren
Schwimmbad), aber ein Spaß war es
allemal.
Denkst du, dass es in der Szene Undankbarkeit gibt?
Fa sho. Aber die gibt es wohl in jeder Szene. Hab letztens gerade das „21-years-Pro“-Video von Mike V. gesehen, wo er im Anhang auch
geschrieben hat, dass einige Leute quasi meinen, er hätte skatetechnisch nichts mehr zu mel-den oder so ... Gehts noch?? 21 Jahre Pro
muss erst mal
einer schaffen! Manche Posts -um nochmal auf das leidige Thema zurückzukommen -sollte man einfach erst 3 Jahre später kommentieren,
wenn man sieht, dass derjenige wirklich
noch dabei ist.
Und was dieses ewige „S-k-a-t-e“-Gezocke angeht: vor 20 Jahren hätte ich euch alle plattgemacht!! (Wer von euch hat denn damals schon
gefingerboardet ?…Hehe)
Gibt es Wheeltechnisch Neuigkeiten oder anders gefragt: Hast du Pläne?
Pläne gibt es immer, nur eben nicht genug Geld, sie zu realisieren. Ich möchte auf jeden Fall die gute Qualität hal-ten, schließlich steh ich
dafür mit meinem Namen. Hat sich mittlerweile aber auch schon ganz gut eingespielt, wenn ich da an die ganzen Probleme denke, die ich
anfangs hatte ... Außerdem habe ich die Rollen komplett selbst entworfen und das habe ich ja eigentlich nicht gelernt, bin aber mit dem
derzeitigen Shape sehr zufrieden, aber man darf wie immer gespannt sein ...
Wo denkst du, führt die Hardwareschlacht hin?
Mehr Vielfalt. Substance liegt für mich da ganz weit vorne. Dualcores, die ersten Dual-Bearing-Wheels, die ganzen verschiedenen
Materialien ... Jérôme hat sich da wirklich reingehängt und das nötigt mir einfach Respekt ab. Nollie macht auch einen sehr guten Job. Die
Antwort auf „Big Daddy´Z“. Es verteilt sich mehr, jeder kann sich auf etwas spezialisieren und das macht die ganze Sache variantenreicher
und bunter. Ich finde auch Hammer, was sich alles auf dem Deck-Sektor tut. Immer mehr Kids bauen einfach richtig gute Decks, beweisen
viel handwerkliches
Geschick, das erinnert mich auch an meine Jugend, als
ich meine Fingerboards auch selbstgebaut habe, einfach aus dem Grund, weil es halt nix anderes gab.
Aber ist das Phänomen, dass jeder und seine Mutter im Moment Decks/ Rollen/ Rampen baut nicht auch etwas Kontraproduktiv
was die Qualität angeht? Ich meine, früher wusste man: „Das Deck kannst du kaufen, da weißt du, dass du Qualität hast“. Das
geht heute ja teilweise nicht mehr, da es einfach zu viele Firmen gibt, die etwas anbieten. Es ist ja auch immer die Gefahr einer
Billigplagiatwelle gegeben.
Ja, aber ich denke, das gibt es überall. Ich
denke, es gab schon viel bessere Pro
dukte als Techdeck auf dem Spielzeugmarkt, mit viel ausgefeilteren Achsen beispielsweise. Das hat sich dann aber
einfach nicht durchgesetzt, weil Tech-deck eben den Namen hat und bekannt
ist. Und die meisten könnten doch schon
seit Jahren allein mit Parts-Packs (Chrome-Trucks!!) auskommen. Die normale Quote bei einem frischen Teckdeck ist doch
auch: Eine Minute fahren, 5 Minuten
schrauben.
So war das jedenfalls schon bei meinem ersten vor ca. zehn Jahren. Ich finde es halt angenehmer, wenn man
nach einem 9-stündigen Dauer-Zock-Tag feststellt, dass man nicht ein einziges Mal an seinem Setup
schrauben musste. Zeit für die schö
neren Dinge des Lebens.
Und sonst, wie gesagt, die Vielfalt ist schon gut und dank Forum spricht es sich ja dann auch schnell rum,
welches Deck, Wheel, whutever gut ist, und welches nicht. Wobei da natürlich auch
schon mal ordentlich
gecheated wird. Aber was da einige so bereits mit jungen Jahren aus den Boden stampfen, nötigt mir auf
jeden Fall eine Menge Respekt ab. Aktuelles Beispiel: Finga-Fingerboards. Der Name klingt lustig, der
Typ heißt
auch noch Peter, aber mich hat es echt umgehauen,
was der mit seinen 16 Jahren da alles für Sachen raushaut! Nicht nur Decks, die sehr Woodguest-inspiriert sind,
nein, der hat auch eigene
Rollen produzieren lassen, aus meinem alten Material und eigenen Stahlhülsen (keine Qual mit Stahl. Na? Woher ist die Quote??). Es ist
schön zu sehen, wie sehr sich Leute reinhängen, damit auch in Ländern, wo die >>
Blackriver-Palette preislich einfach eine Liga zu hoch ist, die Leute anständiges Equipment zum fairen Preis bekommen können. So muss
das sein. Und das fördert den Spaß, damit den Level und somit auch die Szene. Man sollte jedem seine Meinung lassen, wenn jemand
sagt, FFRC (Fast Fingers Ramp Company. Anmerkung der Red.) ist der Hit, dann ist das schon ok, mich schreckt dann allerdings die
bereits angesprochene Ideenarmut alleine schon beim Namen ab. Aber das scheint ja einige Kids nicht zu stören, so what.
Und wie schon gesagt, Blackriver könnte die Sachen ja auch billiger anbieten, aber in dem Fall wäre die Szene halt immer noch in den
„Kinder-Schuhen“(=wie wahr!!), wie sie es ja zum Teil heute noch ist. Man kann nicht erwarten, ohne Investitionen in die Szene diese zu
fördern. Und das kostet eben Geld. Wenn alle nur gesposort werden, wer sponsort dann den Sponsor? Und da unterstütze ich lieber sowas
mit dem Bezahlen eines teureren Preises, als dass ich beispielsweise für den Ladendiebstahl/Abzocke anderer draufzahlen muss. Und hier
mal ein ganz großes Dankeschön an euch alle da draußen, die das genauso sehen und Blackriver zu dem gemacht haben, was es heute
ist: die Mutter aller Szenen! ;) . Ich fühle mich und Fingerboarding dort verdammt gut aufgehoben.
Vielen Dank für das Interview. Noch ein Paar letzte Grüße, Pöbeleien, Liebesbekundungen, Schlussworte?
Ich liebe euch alle! - ääh, halt, ich glaube, das war Boris Becker ...
Gewinnspiel
Wolltet ihr nicht schon immer mal
eine Winkler Pocket besitzen?
Hier und heute verlosen wir ein Exemplar dieser derben Rampe!
Beantwortet einfach diese Frage:
Wer gewann den Fast-Fingers 10
Contest?
Die Antwort geht an : finger-
boardde@googlemail.com.
Einsendeschluss ist der 05.01.2009.
Dank geht raus an Blackriver.
Merci!
29
So, das war es. Ich hoffe, ihr hattet etwas Spass an diesem Magazin. Es hat wirklich viel Zeit und
Schweiß gekostet, das ganze Ding hier zu erschaffen. An dieser Stelle möchte ich mich dann auch
noch mal bei allen bedanken, die etwas beigetragen haben, Kritik gegeben haben, moralisch
aufgebaut haben oder einfach nur auf Homiebasis dabei waren. Wir fangen dann jetzt mal mit
Ausgabe zwei an, denn: Nach der Ausgabe ist vor der Ausgabe.
Fingerboard Magazine001

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  • 2. D-Heim ............................Seite 23-24 Winkler Interview ..........Seite 24-28 Kreuzworträtsel .............Seite 28 Gewinnspiel ....................Seite 29 Outro ...............................Seite 30 Anzeige Trashfinger Contest
  • 3. Was geht eigentlich in der Schweiz? Fingerboardm äßig geht da auf jeden Fall nicht wenig. Oft müs- sen die Schweizer jedoch weite Strecken zurücklegen, um zu den Contests in anderen L ä ndern zu kommen. Zum Glück gibt es aber auch Contests in der Schweiz. Ein Bericht von Manu Oberle. Ich warte am Bahnhof, warte auf einem anderen Zug ankommen Marki, warte auf den Zug und musste. warte auf eine Zugfahrt in 2 Minuten vor Abfahrt setzt er Richtung eines idyllischen sich dann in mein 4er Abteil. kleinen Kaffs inmitten der 1 Minute sp äter l äuft Dietschi in Schweiz. den Zug und setzt sich zu uns. Es ist 9 Uhr, viel zu früh für Nun also zu dritt, fahren wir nach einen Samstag, aber man nimmt Baar, wo wir nach 20 Minuten ja viel in Kauf für ein paar auch schon ankommen. Stunden Flucht vor dem Alltag. W ährenddessen sind wir schon Ich bin unterdessen schon im durch weite Teile der Schweiz Zug, warte aber immer noch gefahren. Sofort suchen wir den auf Marki der erst noch mit Skateshop um möglichst schnell Trashfinger Contest das Dorf hinter uns zu lassen. Es sind bereits einige Locals dort und fleissig dabei, Bierb änke und Tische aufzustellen und den G5 Plaza aus dem Shop rauszutragen. Sogar ein Hotdogstand wurde eingerichtet. Die Atmosph äre war sehr gechillt und freundschaftlich. Neben den Shopbesitzern waren noch rund 10 Fingerboarder aus dem Dorf anwesend, sowie Jaron, Dominik, Marki, Dietschi und ich. Den Contest kann man kurz zusammenfassen, zuerst gab es eine Runde Game of S.K.A.T.E. bei dem es einige spannende Duelle gab (Marki und Jaron haben gefightet wie die wilden Hühner), schlussendlich hat aber Boris Dietschi klar gegen mich im Finale gewonnen. Danachhaben wir entschlossen noch jedem Fahrer einen 60 Sekunden Run zu geben. Gewonnen hat schlussendlich Jaron, soweit ich mich noch erinnern kann. Preise wurden vom Shop gesponsored und alle waren zufrieden.So schön der Event doch war, genauso traurig war er. Denn der Contest wurde als „Abschiedscontest“ angesehen, da der Shop dicht macht. Trashfinger Contest Echt schade, denn das war einer der wenigen Skateboardshops wo es noch um Skateboarding ging und nicht um das grosse Geld. Leider kam von letzterem anscheinend zu wenig rein.
  • 4. In diesem Sinne: R.I.P. Was für mich aber klar ist: In der Schweiz gibt es Fingerboarder und die bleiben hoffentlich noch lange dabei! Keep on rollin’ (Text: MO) Boris Dietschi - Winkler Spin Pic: Manu Oberle Martin Winkler - Kickflip Indy Pic: Max Zulauf 8
  • 5. Anzeige Ein Blick auf den Kalender geworfen stellen wir fest, dass der 19. April im Jahre 2008 ist. Dieser Samstag war der Tag des Jams bei Manu in Durmersheim. Der Jam war ein Event, der wegen diverser Dinge in die Hall of Fame meiner Eventsammlung wandert.Das erste ist auf jeden Fall, dass ich einmal nicht um vier oder fünf Uhr morgens aufstehen musste. Ein weiteres Ding ist, dass ich da meine ersten Skatebilder geschossen habe. Aber dazu später. Angefangen hat der Tag mit dem obligatorischen „Fuck“, denn auch sieben Uhr ist für ein Wochenende zu früh. Schnell hab ich dann aber meine Fototasche und den Rucksack noch einmal überprüft, denn wie ich mich kenne habe ich eh was vergessen. Ja, diesmal war es die Zahnbürste. Um neun Uhr fuhr dann mein Zug, Wohlen-Basel Bad. Bahnhof. Nach einer kleinen Weile traf ich um elf in Basel ein und wenige Minuten drauf kam schon Felix mit seinem Auto. Zusammen machten wir uns auf den Weg, oder besser gesagt auf die Autobahn, nach Karlsruhe, weil wir da zuerst noch skaten wollten. Nach einem Stop im Burger King ka-men wir wohlbehalten in Karlsruhe an, wo wir auf Lukki, Jojo, Manu, Al-J und Tösi stiessen und danach direkt zu einem wunderbaren Wallridespot fuhren. Da ich nicht skaten kann, konzentrierte ich mich aufs Knipsen und es kamen einige ganz nice Shots dabei raus. Nach der Session an einem Brückenpfeiler, pilgerten wir zur Europahalle,wo wir eine nette Dreier-Treppe fanden und diese fuhren. Irgendwer hat dann da noch einen fiesen Wallride entdeckt, der dann auch prompt von Lukki und Al-J in den Boden geskatet wurde. Schnell aber empfanden wir skaten als nicht genügend, denn wir waren gekommen um Fingerboard zu fahren. So einfach war‘s. Also packten wir Kamera, Blitze usw. wieder ein und fuhren anschliessend getrennt, ein Teil im Auto, die andere Hälfte mit dem Zug, nach Durmersheim. Dort erwartete uns ein grosses Haus und das nahm uns freundlich auf, gab uns Unterschlupf, ein Badzimmer und enorm viel stylische Marmor- und Granit Curbs. In dieser Granitlandschaft haben wir uns dann den ganzen Abend vergnügt. Nebenbei wurde neben der Setups der anderen auch die gesamte Palette Nollie Wheels getestet, da Jojo genug Wheels für ein ganzes Regiment dabei hatte.Nachdem die Teamfahrer zur genüge mit neuen Wheels, Gripskin Edition, NW Small und wie sie alle heissen, ausgestattet worden sind, wurde weitergezockt. Es wurde S-K-A-T-E an S-K-A-T-E ge reiht, kranke Tricks gezeigt, viel fotogra fiert und gefilmt. Bei einem (in manchen Fällen auch zwei) Döner oder Yufka auf dem Balkon wurde ausgespannt und mal die Fingerchen entspannt, denn auch das muss sein. Mit Bier bewaffnet und voller Elan haben wir dann bis in die tiefe Nacht unserem Lieblingshobby gefrönt.Am nächsten Morgen wurde nach einem herrvorragenden Frühstück (hier nochmal Danke an Manu, der so früh so viel gute Brötchen holen ging) das Media Zeug und die Skateplanken gepackt und der Skate-park in Durmersheim bis zum Nachmittag gefahren.Für Felix und mich war dann um 17.00 Uhr Schluss, denn wir hatten noch eine Grenzüberquerung vor uns.Um 22.00 Uhr war ich dann wieder zuhause in der Schweiz und konnte auf ein extrem schönes und pushendes Wochenende und Wheels ohne Ende schauen. Ein weiterer Event, der viel zu schnell vorbei war, ein weiterer Event von dem ich mir eine Fortsetzung wünsche.An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz meinen Dank an alle mitwirkenden loswerden. Manu, für so ziemlich alles. Essen, Unterkunft, Organisation und fürs Fotogen sein. Jojo für die vielen Wheels und auch fürs viele hinhalten mit der Cam. Felix fürs hin- und zurückfahren, für die Geduld mit meinem Equipment und die Härte seiner Tricks für gute Fotos. Lukki für den Oberstyle bei switch flip Backtailern, die ich schön erwischen konnte und allgemein für die endlosen Versuche ein gutes Bild auf Chip zu bannen. Al-J für die krassen alternativ
  • 6. Fingerboard Tricks und cooles skaten, auch für die Cam. Und Last but not Least, Tösi für weniger hartes skaten aber doch auf den Bildern cool ausschaun, fürs Tösi-Sein und für so viel Style in einem so kleinen Körper. Was mir jetzt noch bleibt, ist, wie schon oft, Danke zu sagen und zu erwähnen, dass ich bei einer Wiederholung sofort wieder dabei bin. Bis dann! (Text: MZ) Al-J - FS Air Pic: Max Zulauf text: bastian stegen photos: blackriver-ramps design: fabian schreiter Moin Martin. Wie gehts? Zur Zeit ist alles etwas stressig, aber wenigstens ist überhaupt etwas. Ging schon mal besser aber auch schon mal schlechter, also unentschieden würde ich sagen. Vor einiger Zeit hast du ja einige offene Briefe an Fingerboarddeutschland veröffentlich. Was hatte es damit auf sich? Ich denke, jeder, der diese Briefe und die Posts bzw. Kommentare dazu gelesen hat, konnte sich sehr gut ein eigenes Bild zur Lage machen. Viele haben mich dann auch sofort angemailt und mir gesagt, dass das schon lange mal fällig war; viele gehen ja aufgrund der ganzen Spam-Kiddies nur noch selten und sehr ungern ins Forum und wir alle von der alten Garde schwärmen doch von den guten alten Zeiten, als das Ganze noch eine eingeschwo rene Szene war. Ich möchte nicht missverstanden werden: Ich finde das, was sich derzeit auf dem Hardware-Markt tut gut, die ganze Viel falt und so, allerdings gibt einen die Ideenarmut einiger, was Namensgebung oder Produktdesign betrifft, doch sehr zu denken. Und was sich hinter der Preispolitik von Black- river verbirgt, ist wohl auch recht deutlich geworden. It´s all about support. Und zu der Sache mit Loco brauch ich wohl hier kein weiteres Wort verlieren. Consider yourselves warned! War das, was in den Wochen davor gelaufen ist, der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat oder war das eine spontane Reaktion? Hehe, hätte wohl erst alle Fragen lesen sollen. Die Spammerei war und ist uns doch allen schon lange zuwider. Kinder, die keine vernünf tigen Sätze inkl. Satzzeichen artikulieren kön nen und so Fragen stellen wie: „Kan mir bitte eine sagen wie spät ist bin nähmlich zu blöd um auf Urzu schaun“. Das suckt bigtime! Und zur Sache mit Loco, vielleicht mach Ich da nochmal ein Making-of. All meine Versuche des „Wie sag Ichs meinem Kinde?“ -Aufklärungsunterrichts. Ich wollte das schon letztes Jahr machen. Jetzt aber, wo mich Fabi und Valler als Administratoren angeschrieben und sich über Loco und seine Aktivitäten beschwert haben (Valler hatte glaub ich schon 2 Briefe aufgesetzt), konnte ich nicht noch länger warten. Und ich denke, 1 1/2 Jahre sind langsam genug. Wie sieht Martin Winkler die heutige Fingerboardszene? It´s growing. Mich stoked das total, dass ganze Landkreise diesem kleinen Ausnahme-Toy verfal- len sind und so Läden wie das „Cattapult“ eröffnen. >> An Skateparks werde ich auch immer öfter von Kiddies angesprochen. Und das Level ist natürlich auch enorm gestiegen, vom Fast Fingers dieses Jahr war ich besonders beeindruckt, da fast alle Starter (außer wir beide :) ) ein verdammt hohes Niveau an den Tag gelegt haben. Dafür hatten wir ja wohl den meisten Spaß, oder?! Auf der virtuellen Seite nervt es mich eher ein bisschen. Die Analog-Szene mag ich da doch lieber, sich treffen und zocken, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste. Vieles was in den Foren passiert ist in meinen Augen eher peinlich, ausserdem geht es auf die Augen und Nerven, sich das alles durchzulesen. Gerade das Ami-Forum macht mir in dieser Hinsicht besonders Angst. Aber ich denke auch, das ist halt leider der Lauf der Dinge, dass so viele keine Ahnung von garnichts haben, aber so tun, als hätten Sie das Fingerboard erfunden. Is wohl leider überall das gleiche. Aber real life rockt total, keine Frage!!! Wie siehst du die Zukunft? Die Zukunft looks bright?? Nein, Ich denke, Blackriver feiert nun langsam die Erfolge, die es schon seit langem verdient und ich bin natürlich stolz, ein Teil der Familie zu sein! Ich habe schon an anderer Stelle erwähnt, dass Blackriver für mich das Mutter-schiff ist, ohne das ich als Pirat nicht überleben könnte. Earnie hat so viel für mich getan, ich könnte das alles gar nicht aufzählen, geschweige denn wohl überhaupt wieder gut machen. Wenn er nicht wär, wär garnix. Er hat mich wirklich immer unterstützt und deshalb hier mal wieder ein fettes DANKESCHÖN und alle Daumen in meinem Besitz (5 an jeder Hand) in die Luft! So, musste mal wieder gesagt werden^^. Ansonsten danke ich auch jedem, der mich und Black-river je unterstützt hat für euren Support. Ihr seid die besten! Ach ja, sonst gehts halt auch wieder rund, wir werden wieder auf dem Freestyle.ch vertreten sein, im November habe ich dann höchstwahrscheinlich diesen Gig auf der Elektronikmesse ... Da geht noch einiges! Im Moment geht es ja auch Messe und Showmäßig rund. Wir von Fingerboard.de werden ja auch oft angeschrieben, ob wir Fingerboarder kennen, die auf Messen oder Events finger boarden können. Wie siehst du die Sache? Findest du es gut, dass szenefremde Firmen Fingerboarding zeigen und sich damit
  • 7. identi fizieren oder ist es eher der große Sellout? Ich würde sagen, es geht allgemein rund, und das weltweit. Blog-sport Teil 3! :). Zum Thema Messen und Events: Seit ich Blackriver im Sommer 2000 kennengelernt habe, waren eigentlich laufend irgendwelche Events am Start. Am Tag, wo wir uns auf der ISPO das erste Mal gesehen haben, hat mich Earnie gleich zu einer Show nach Oberhausen eingeladen für Anfang September. Leider war ich da schon verplant. Aber sonst war ich dann schon fast überall dabei, ISPO, Nokia „Totally board-Tour“ (2002), YOU-Messen, IFA, ... dann nicht zu vergessen, die Clea-rasil-Aktionen und natürlich Gillette 2003 ... da war schon einiges los. Und nun sieht es ja wohl auch so aus, dass ich auf der diesjährigen Electronica-Messe im November hier in München vier Tage lang im Anzug (!) am Plaza stehe und den Leuten Tricks zeige. Das war übrigens die Idee der Grafikerin einer Werbeagentur, den anderen war das Thema Fingerboarding bis dahin noch völlig fremd. Das zeigt uns doch, dass da noch einiges geht. Ich finde es natürlich nicht schlecht, zum einen, dafür bezahlt zu werden, was einem Spaß macht und dann auch Finger-boarding mal einem anderen Klientel näherzubringen als nur immer der ISPO-Spaßgesellschaft. Wobei ich mir auch gut vorstellen kann, dass die Elektronik- Freaks da etwas offener und spielerischer an die Sache rangehen als unsere Hardcore-Skater-Fraktion. Bin auf jeden Fall gespannt und heiß drauf, zu representen!! Außerdem weiß ich ja, dass Fingerboarding funktioniert und auf jeden Fall immer eine Attraktion darstellt und finde es nur gut, wenn da jetzt immer mehr Firmen und Agen>>Agenturen der Sache so viel Vertrauen schenken. Ich hab noch nie erlebt, dass es gefloppt ist. Es waren vielleicht halt nur mal keine Leute da (wie das eine Mal für Clearasil im menschenleeren Schwimmbad), aber ein Spaß war es allemal. Denkst du, dass es in der Szene Undankbarkeit gibt? Fa sho. Aber die gibt es wohl in jeder Szene. Hab letztens gerade das „21-years-Pro“-Video von Mike V. gesehen, wo er im Anhang auch geschrieben hat, dass einige Leute quasi meinen, er hätte skatetechnisch nichts mehr zu mel-den oder so ... Gehts noch?? 21 Jahre Pro muss erst mal einer schaffen! Manche Posts -um nochmal auf das leidige Thema zurückzukommen -sollte man einfach erst 3 Jahre später kommentieren, wenn man sieht, dass derjenige wirklich noch dabei ist. Und was dieses ewige „S-k-a-t-e“-Gezocke angeht: vor 20 Jahren hätte ich euch alle plattgemacht!! (Wer von euch hat denn damals schon gefingerboardet ?…Hehe) Gibt es Wheeltechnisch Neuigkeiten oder anders gefragt: Hast du Pläne? Pläne gibt es immer, nur eben nicht genug Geld, sie zu realisieren. Ich möchte auf jeden Fall die gute Qualität hal-ten, schließlich steh ich dafür mit meinem Namen. Hat sich mittlerweile aber auch schon ganz gut eingespielt, wenn ich da an die ganzen Probleme denke, die ich anfangs hatte ... Außerdem habe ich die Rollen komplett selbst entworfen und das habe ich ja eigentlich nicht gelernt, bin aber mit dem derzeitigen Shape sehr zufrieden, aber man darf wie immer gespannt sein ... Wo denkst du, führt die Hardwareschlacht hin? Mehr Vielfalt. Substance liegt für mich da ganz weit vorne. Dualcores, die ersten Dual-Bearing-Wheels, die ganzen verschiedenen Materialien ... Jérôme hat sich da wirklich reingehängt und das nötigt mir einfach Respekt ab. Nollie macht auch einen sehr guten Job. Die Antwort auf „Big Daddy´Z“. Es verteilt sich mehr, jeder kann sich auf etwas spezialisieren und das macht die ganze Sache variantenreicher und bunter. Ich finde auch Hammer, was sich alles auf dem Deck-Sektor tut. Immer mehr Kids bauen einfach richtig gute Decks, beweisen viel handwerkliches Geschick, das erinnert mich auch an meine Jugend, als ich meine Fingerboards auch selbstgebaut habe, einfach aus dem Grund, weil es halt nix anderes gab. Aber ist das Phänomen, dass jeder und seine Mutter im Moment Decks/ Rollen/ Rampen baut nicht auch etwas Kontraproduktiv was die Qualität angeht? Ich meine, früher wusste man: „Das Deck kannst du kaufen, da weißt du, dass du Qualität hast“. Das geht heute ja teilweise nicht mehr, da es einfach zu viele Firmen gibt, die etwas anbieten. Es ist ja auch immer die Gefahr einer Billigplagiatwelle gegeben. Ja, aber ich denke, das gibt es überall. Ich denke, es gab schon viel bessere Pro dukte als Techdeck auf dem Spielzeugmarkt, mit viel ausgefeilteren Achsen beispielsweise. Das hat sich dann aber einfach nicht durchgesetzt, weil Tech-deck eben den Namen hat und bekannt ist. Und die meisten könnten doch schon
  • 8. seit Jahren allein mit Parts-Packs (Chrome-Trucks!!) auskommen. Die normale Quote bei einem frischen Teckdeck ist doch auch: Eine Minute fahren, 5 Minuten schrauben. So war das jedenfalls schon bei meinem ersten vor ca. zehn Jahren. Ich finde es halt angenehmer, wenn man nach einem 9-stündigen Dauer-Zock-Tag feststellt, dass man nicht ein einziges Mal an seinem Setup schrauben musste. Zeit für die schö neren Dinge des Lebens. Und sonst, wie gesagt, die Vielfalt ist schon gut und dank Forum spricht es sich ja dann auch schnell rum, welches Deck, Wheel, whutever gut ist, und welches nicht. Wobei da natürlich auch schon mal ordentlich gecheated wird. Aber was da einige so bereits mit jungen Jahren aus den Boden stampfen, nötigt mir auf jeden Fall eine Menge Respekt ab. Aktuelles Beispiel: Finga-Fingerboards. Der Name klingt lustig, der Typ heißt auch noch Peter, aber mich hat es echt umgehauen, was der mit seinen 16 Jahren da alles für Sachen raushaut! Nicht nur Decks, die sehr Woodguest-inspiriert sind, nein, der hat auch eigene Rollen produzieren lassen, aus meinem alten Material und eigenen Stahlhülsen (keine Qual mit Stahl. Na? Woher ist die Quote??). Es ist schön zu sehen, wie sehr sich Leute reinhängen, damit auch in Ländern, wo die >> Blackriver-Palette preislich einfach eine Liga zu hoch ist, die Leute anständiges Equipment zum fairen Preis bekommen können. So muss das sein. Und das fördert den Spaß, damit den Level und somit auch die Szene. Man sollte jedem seine Meinung lassen, wenn jemand sagt, FFRC (Fast Fingers Ramp Company. Anmerkung der Red.) ist der Hit, dann ist das schon ok, mich schreckt dann allerdings die bereits angesprochene Ideenarmut alleine schon beim Namen ab. Aber das scheint ja einige Kids nicht zu stören, so what. Und wie schon gesagt, Blackriver könnte die Sachen ja auch billiger anbieten, aber in dem Fall wäre die Szene halt immer noch in den „Kinder-Schuhen“(=wie wahr!!), wie sie es ja zum Teil heute noch ist. Man kann nicht erwarten, ohne Investitionen in die Szene diese zu fördern. Und das kostet eben Geld. Wenn alle nur gesposort werden, wer sponsort dann den Sponsor? Und da unterstütze ich lieber sowas mit dem Bezahlen eines teureren Preises, als dass ich beispielsweise für den Ladendiebstahl/Abzocke anderer draufzahlen muss. Und hier mal ein ganz großes Dankeschön an euch alle da draußen, die das genauso sehen und Blackriver zu dem gemacht haben, was es heute ist: die Mutter aller Szenen! ;) . Ich fühle mich und Fingerboarding dort verdammt gut aufgehoben. Vielen Dank für das Interview. Noch ein Paar letzte Grüße, Pöbeleien, Liebesbekundungen, Schlussworte? Ich liebe euch alle! - ääh, halt, ich glaube, das war Boris Becker ... Gewinnspiel Wolltet ihr nicht schon immer mal eine Winkler Pocket besitzen? Hier und heute verlosen wir ein Exemplar dieser derben Rampe! Beantwortet einfach diese Frage: Wer gewann den Fast-Fingers 10 Contest? Die Antwort geht an : finger- boardde@googlemail.com. Einsendeschluss ist der 05.01.2009. Dank geht raus an Blackriver. Merci! 29
  • 9. So, das war es. Ich hoffe, ihr hattet etwas Spass an diesem Magazin. Es hat wirklich viel Zeit und Schweiß gekostet, das ganze Ding hier zu erschaffen. An dieser Stelle möchte ich mich dann auch noch mal bei allen bedanken, die etwas beigetragen haben, Kritik gegeben haben, moralisch aufgebaut haben oder einfach nur auf Homiebasis dabei waren. Wir fangen dann jetzt mal mit Ausgabe zwei an, denn: Nach der Ausgabe ist vor der Ausgabe.