Erfahrungen mit
agilen Festpreisen
Dr. Joachim Baumann
01.07.2015
codecentric auf einen Blick
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BERLIN
KARLSRUHE
Knowledge Leadership – 4+1
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Dr. Joachim Baumann
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Referenzen (Auszug)
 FIDUCIA IT AG, Karlsruhe
 Architekturberatung
 Übernahme kritischer
Projekte
 Qualitätssicherung
 Coaching
 NTT DATA, Tokyo
 Entwurf einer neuen agil basierten
Methode für 24-Stunden Entwicklung
 Verifikation der Methode in einem von
3 Vergleichsprojekten
 Preis für das Projekt von NTT DATA
 Deutsche Bank
 Agile Transition für die internationalen
Ländergesellschaften (akt. Spain, Italy, Belgium)
 Management-Coaching und Gesamtleitung
 Artikel, Bücher, Vorträge
 4 Bücher, über 40 Artikel, Vorträge auf int. und
deutschen Konferenzen
 Beispiele
— „Gradle: Ein kompakter Einstieg in das Build-
Management-System“, d.punkt Verlag
— „Der agile CIO“, Eröffnungs-Keynote Manage-
Agile 2015
— „DevOps light: DevOps in regulierten
Umgebungen“ in ObjektSpektrum 2/2015
Ausbildung
1986-1992 Informatik
Universität Stuttgart
1994-1999 Promotion
Universität Stuttgart, Universität Genf
1999-2000 Postdoc
Universität Stuttgart
Beruflicher Werdegang
1993 ANT Bosch Telecom, Software-Entwickler
1994 Universität Stuttgart, Genf, wissenschaftlicher
Mitarbeiter
2000 COSS Softwaretechnik AG, Bereichsleiter
Produktentwicklung und Forschung
2001 Junidas GmbH, Geschäftsführer
2005 Xinaris GmbH, Geschäftsführer
2007 Cirquent GmbH, Leitung Competence Center
iBPM, Director Shoring
2012 codecentric AG, Geschäftsführer Frankfurt,
Stuttgart
Schwerpunkte
 Architektur großer Systeme, Kommunikationsnetze,
Mobile Computing, Verteilte Systeme, Datenbanken
 Open-Source-Produkte
 Agile Methoden, agile Organisationen
 Big Data
Was brauchen wir für einen agilen Festpreis
Voraussetzungen
• Gegenseitiges Vertrauen
• Partnerschaftliche Zusammenarbeit
• Verständnis für agile Vorgehensweisen
• Bereitschaft und Zeit für
Zusammenarbeit
• Umgebung und Problem ist bekannt
5
Durchführung eines agilen Festpreisprojektes
• Vorbereitung
• Gemeinsame Schätzung von Storypoints
(Leistung)
• Abbildung der Storypoints auf Personentage
• Konservative Betrachtung von Risiken und
Gewährleistungspflichten
• Durchführung
• Gemeinsame Arbeit am Projekt
• Behandlung und Dokumentation von Change
Requests
• Abnahme
• Übereinstimmung im Abnahmegegenstand
6
Gemeinsame Schätzung von Storypoints
Problem
• Abstrakte Schätzung mit
Storypoints
Vorgehen
• Workshop zur
Schätzung
• Zuerst Storypoints
erklären
• Während des
Workshops verhindern,
dass auf PT abgebildet
wird
• Ergebnis in Storypoints
7
Abbildung der Storypoints auf Personentage
Verwendung von
Expertenschätzungen
• Direkte
Expertenschätzung
• Dreipunktschätzung
Dreipunktschätzung
• Min-Mid-Max-Schätzung
• Abbildung auf
Wahrscheinlichkeiten
• Standardverteilung 1:4:1
• Aus der Erfahrung: 1:3:2
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Konservative Betrachtung von Risiken und
Gewährleistungspflichten
“There are known unknowns.
But there are also unknown
unknowns”
– Donald Rumsfeld
Risiko
• Bekanntes Risiko durch
Dreipunktschätzung
• Unbekanntes Risiko:
Aufschlag von 10-20%
Gewährleistung
• Aufschlag von 10-20%
Bedeutet in Summe einen
Aufschlag von 20-40%
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Gemeinsame Arbeit am Projekt
Zusammenarbeit mit dem Fachbereich
• Positiv: Der Fachbereich liefert neue
Anforderungen
• Negativ: Der Fachbereich streicht keine alten
Anforderungen
• Hier sehr starkes Erwartungsmanagement und
Change Request Management nötig
Zusammenarbeit mit Entwicklern des Kunden
• Variante 1: Der Entwickler ist begeistert und
bewirbt sich
• Variante 2: Der Entwickler ist überfordert. Hier ist
besondere Vorsicht angebracht (People Skills)
Lieferungen
• Fachbereich überfordert durch ständige
Lieferungen
• Operations überfordert durch ständige Releases
10
Behandlung und Dokumentation von Change Requests
User Stories können durch andere ersetzt
werden, sofern sie noch nicht angefangen
wurden (Dokumentation wichtig)
Auch die Schätzung eines Change
Request bedeutet Aufwand
• Darum als Regel: Ersetzung einer User
Story durch eine mit gleicher oder
geringerer Anzahl
Einführung einer PO-Proxy-Rolle
notwendig
• muss im Gesamtpreis berücksichtigt
werden 11
Übereinstimmung im Abnahmegegenstand
Abnahmegegenstand ist Kombination
von
• Vertrag minus ersetzte User Stories
• User Stories aus Change Requests
Häufig ein Problem bei den ersten
gemeinsamen Projekten
Annahme des Kunden
• Summe aller User Stories
Auch durch mehr Geld nicht zu lösen,
wenn Lieferzeitpunkt fest ist (Brooks’
Law) 12
Finale Resultate
Kunden sind mit den Ergebnissen sehr
zufrieden
• Insbesondere die Anpassungsfähigkeit der
Ergebnisse ist sehr positiv
Selbst bei “gescheiterten” Projekten sehr
gutes Feedback
• Der Kunde als Mitverursacher
Bei allen Kunden früher oder später Übergang
zu T&M-Projekten
• Das entstandene Vertrauen erlaubt, auf die
durch Festpreis suggerierte Sicherheit zu
verzichten.
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Fragen?
Joachim Baumann
joachim.baumann@codecentric.de
Bilder
https://www.flickr.com/photos/jitze1942/3114723951/
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/
Africa-white-spots.jpg
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Erfahrungen mit agilen Festpreisen

  • 1.
    Erfahrungen mit agilen Festpreisen Dr.Joachim Baumann 01.07.2015
  • 2.
    codecentric auf einenBlick 2 BERLIN KARLSRUHE
  • 3.
  • 4.
    Dr. Joachim Baumann 4 Referenzen(Auszug)  FIDUCIA IT AG, Karlsruhe  Architekturberatung  Übernahme kritischer Projekte  Qualitätssicherung  Coaching  NTT DATA, Tokyo  Entwurf einer neuen agil basierten Methode für 24-Stunden Entwicklung  Verifikation der Methode in einem von 3 Vergleichsprojekten  Preis für das Projekt von NTT DATA  Deutsche Bank  Agile Transition für die internationalen Ländergesellschaften (akt. Spain, Italy, Belgium)  Management-Coaching und Gesamtleitung  Artikel, Bücher, Vorträge  4 Bücher, über 40 Artikel, Vorträge auf int. und deutschen Konferenzen  Beispiele — „Gradle: Ein kompakter Einstieg in das Build- Management-System“, d.punkt Verlag — „Der agile CIO“, Eröffnungs-Keynote Manage- Agile 2015 — „DevOps light: DevOps in regulierten Umgebungen“ in ObjektSpektrum 2/2015 Ausbildung 1986-1992 Informatik Universität Stuttgart 1994-1999 Promotion Universität Stuttgart, Universität Genf 1999-2000 Postdoc Universität Stuttgart Beruflicher Werdegang 1993 ANT Bosch Telecom, Software-Entwickler 1994 Universität Stuttgart, Genf, wissenschaftlicher Mitarbeiter 2000 COSS Softwaretechnik AG, Bereichsleiter Produktentwicklung und Forschung 2001 Junidas GmbH, Geschäftsführer 2005 Xinaris GmbH, Geschäftsführer 2007 Cirquent GmbH, Leitung Competence Center iBPM, Director Shoring 2012 codecentric AG, Geschäftsführer Frankfurt, Stuttgart Schwerpunkte  Architektur großer Systeme, Kommunikationsnetze, Mobile Computing, Verteilte Systeme, Datenbanken  Open-Source-Produkte  Agile Methoden, agile Organisationen  Big Data
  • 5.
    Was brauchen wirfür einen agilen Festpreis Voraussetzungen • Gegenseitiges Vertrauen • Partnerschaftliche Zusammenarbeit • Verständnis für agile Vorgehensweisen • Bereitschaft und Zeit für Zusammenarbeit • Umgebung und Problem ist bekannt 5
  • 6.
    Durchführung eines agilenFestpreisprojektes • Vorbereitung • Gemeinsame Schätzung von Storypoints (Leistung) • Abbildung der Storypoints auf Personentage • Konservative Betrachtung von Risiken und Gewährleistungspflichten • Durchführung • Gemeinsame Arbeit am Projekt • Behandlung und Dokumentation von Change Requests • Abnahme • Übereinstimmung im Abnahmegegenstand 6
  • 7.
    Gemeinsame Schätzung vonStorypoints Problem • Abstrakte Schätzung mit Storypoints Vorgehen • Workshop zur Schätzung • Zuerst Storypoints erklären • Während des Workshops verhindern, dass auf PT abgebildet wird • Ergebnis in Storypoints 7
  • 8.
    Abbildung der Storypointsauf Personentage Verwendung von Expertenschätzungen • Direkte Expertenschätzung • Dreipunktschätzung Dreipunktschätzung • Min-Mid-Max-Schätzung • Abbildung auf Wahrscheinlichkeiten • Standardverteilung 1:4:1 • Aus der Erfahrung: 1:3:2 8
  • 9.
    Konservative Betrachtung vonRisiken und Gewährleistungspflichten “There are known unknowns. But there are also unknown unknowns” – Donald Rumsfeld Risiko • Bekanntes Risiko durch Dreipunktschätzung • Unbekanntes Risiko: Aufschlag von 10-20% Gewährleistung • Aufschlag von 10-20% Bedeutet in Summe einen Aufschlag von 20-40% 9
  • 10.
    Gemeinsame Arbeit amProjekt Zusammenarbeit mit dem Fachbereich • Positiv: Der Fachbereich liefert neue Anforderungen • Negativ: Der Fachbereich streicht keine alten Anforderungen • Hier sehr starkes Erwartungsmanagement und Change Request Management nötig Zusammenarbeit mit Entwicklern des Kunden • Variante 1: Der Entwickler ist begeistert und bewirbt sich • Variante 2: Der Entwickler ist überfordert. Hier ist besondere Vorsicht angebracht (People Skills) Lieferungen • Fachbereich überfordert durch ständige Lieferungen • Operations überfordert durch ständige Releases 10
  • 11.
    Behandlung und Dokumentationvon Change Requests User Stories können durch andere ersetzt werden, sofern sie noch nicht angefangen wurden (Dokumentation wichtig) Auch die Schätzung eines Change Request bedeutet Aufwand • Darum als Regel: Ersetzung einer User Story durch eine mit gleicher oder geringerer Anzahl Einführung einer PO-Proxy-Rolle notwendig • muss im Gesamtpreis berücksichtigt werden 11
  • 12.
    Übereinstimmung im Abnahmegegenstand Abnahmegegenstandist Kombination von • Vertrag minus ersetzte User Stories • User Stories aus Change Requests Häufig ein Problem bei den ersten gemeinsamen Projekten Annahme des Kunden • Summe aller User Stories Auch durch mehr Geld nicht zu lösen, wenn Lieferzeitpunkt fest ist (Brooks’ Law) 12
  • 13.
    Finale Resultate Kunden sindmit den Ergebnissen sehr zufrieden • Insbesondere die Anpassungsfähigkeit der Ergebnisse ist sehr positiv Selbst bei “gescheiterten” Projekten sehr gutes Feedback • Der Kunde als Mitverursacher Bei allen Kunden früher oder später Übergang zu T&M-Projekten • Das entstandene Vertrauen erlaubt, auf die durch Festpreis suggerierte Sicherheit zu verzichten. 13
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