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Helaba Floor Research

                                                  Equity Daily                                                                                                        23. August 2012




                                                                         Indikation                     Unterstützungen                Widerstände                    Handelsbreite
                                                   DAX                   7.075                          6.973 / 6.930                  7.084 / 7.165                  6.960 / 7.160
                                Autor:
                                                   EuroStoxx 50          2.472                          2.420 / 2.396                  2.511 / 2.534                  2.425 / 2.510
                  Christian Schmidt
               Technischer Analyst
              Tel.: 0 69/91 32-2388
                                                           Aktienmärkte: steht eine Korrektur bevor?
              research@helaba.de
                                                           FED wird der US-Wirtschaft schon „ziemlich bald“ mit einer Geldspritze helfen

                           Redaktion:
                          Viola Julien
                                                  Während der griechische Regierungschef Samaras bei seiner Reise durch Europa mehr Zeit für die
                                                  Umsetzung der Reformen fordert und damit Unsicherheiten über den Verbleib des Landes in der
                                                  Währungsunion vorhanden sind, setzen Marktteilnehmer auf ein neues Anleihekaufprogramm der
                                                  EZB. Dadurch wird die Risikoaversion an den Märkten in Schach gehalten. Details zu den geplan-
                                                  ten EZB-Maßnahmen wird es frühesten bei der nächsten EZB-Ratssitzung am 6. September geben.
                                Sales:
                                                  Wenig Gegenwind dürfte es von den heute anstehenden Einkaufsmanagerindizes der Eurozone
       Aktien- und Anlageprodukte                 geben. Hier ist es in den vergangenen Monaten zu massiven Rückgängen gekommen. Nach den
                    0 69/91 32-31 49              massiven Einbrüchen der Industrie-PMIs halten wir eine Stabilisierung für möglich. Die Konsens-
       Eurex Futures Options Desk                 schätzungen halten wir für realistisch. In den USA stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Ar-
                    0 69/91 32-18 33              beitslosenhilfe sowie die Neubauverkäufe zur Veröffentlichung an. Sollten die Erstanträge auf
                                                  Arbeitslosenhilfe das zuletzt niedrige Niveau um 365 Tsd. halten, wäre dies eine Indikation für
                                                  einen robusten Aufbau neuer Stellen. Zudem dürften die Neubauverkäufe bestätigen, dass es am
                                                  Immobilienmarkt zu einer Bodenbildung gekommen ist. Klare Anzeichen für eine substanzielle
                                                  Verbesserung der wirtschaftlichen Erholung gibt es derzeit aber nicht. Daher dürften QE3-
                                                  Spekulationen nach dem gestern veröffentlichten FOMC-Protokoll kaum nachlassen. Dem Proto-
                    V ortag
                                                  koll zufolge könnte die Fed der US-Konjunktur schon „ziemlich bald“ mit einem weiteren Anlei-
                                      %
DA X              7.017,75       -1,01%
                                                  hekaufprogramm auf die Sprünge helfen.

DA X L.           7.015,77       -0,67%           Aktienmärkte: Nachdem sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen überraschend gut auf den
Stoxx 50          2.539,96       -1,21%           erreichten Kursniveaus halten konnten, kam es zur Wochenmitte zu Kursverlusten. Diese waren
                                                  auf Gewinnmitnahmen, neuerliche Konjunktursorgen (auch im Hinblick auf Japan) und der Angst
Dow              13.172,76      -0,23%
                                                  vor einer Pleite Griechenlands zurückzuführen. Unter den größten Verlierern waren die Aktien von
Nas daq           3.073,67       0,21%            Fresenius, FME, Adidas und Bayer zu finden, die Gewinnerliste blieb leer. Abgesehen von den
S&P 500           1.413,49       0,02%                                                                genannten Gründen spielten auch
                                                                                                      charttechnische Aspekte eine wesentliche
Nikkei            9.161,59       0,33%
                                                                                                      Rolle, dazu unten mehr. Heute werden zu-
Öl (Brent)          116,53       -0,22%                                                               nächst die Ergebnisse des FOMC-
EUR-USD             1,2526       0,45%                                                                Sitzungsprotokolls im Fokus stehen. Wie es
                                                                                                      hieß, wird die FED der US-Wirtschaft vo-
                                                                                                      raussichtlich schon „ziemlich bald“ mit
                                                                                                      geldpolitischen Maßnahmen helfen. Mehr-
                                                                                                      heitlich halten die Notenbanker einen sol-
                                                                                                      chen Schritt für notwendig, sofern es nicht
                                                                                                      zu sehr kurzfristigen Verbesserungen der
                                                                                                      Wirtschaftslage kommt. Insgesamt wurde
                                                                                                      diese Ankündigung von den Märkten positiv
                                                  aufgenommen, wenngleich dem Dow am Mittwoch der Sprung in die Pluszone nicht gelungen ist.
                                                  Der Dax wird hingegen heute fester in den Handel starten. Damit rückt die Widerstandsmarke von
                                                  7.084 Zählern wieder in greifbare Nähe.
                                                  Charttechnik: Noch am Dienstag kletterte der S&P 500 phasenweise auf dem höchsten Stand seit
                                                  vier Jahren, der DAX erreichte zu diesem Zeitpunkt ein neues Impulshoch. Grundsätzlich werden



          Herausgeber: Helaba Volkswirtschaft/Research, verantwortlich: Dr. G. R. Traud, Chefvolkswirt/Leitung Research, Neue Mainzer Straße 52-58, 60311
          Frankfurt am Main, Telefon: 069/9132-2024, Internet: http://www.helaba.de. Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch
          lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für
          zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation
          getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
Equity Daily




                            neue Jahres- bzw. Mehrjahreshochs als prozyklisches Signal gewertet. Entsprechend ist mittelfris-
                            tig mit weiteren Kurssteigerungen zu rechnen. Diese These wird auch von den Trendfolgeindikato-
                            ren wie dem DMI aber auch von einer zunehmenden Bewegungsintensität, abzulesen am ADX mit
                            einem Wert von 26,85, untermauert. Kurzfristig mahnen jedoch einige Faktoren zur Vorsicht, so
                            dass eine temporäre Korrekturbewegung nicht ausgeschlossen werden kann. Zu nennen sind vor
                            allem die derzeit extrem schwachen Umsätze bei steigenden Kursen. Hinzu kommt, dass der Dax
                            das obere Begrenzungsband des Keltner Channels zuletzt mehrfach nicht überwinden konnte und
                            die Rückkehrlinie des Aufwärtstrendkanals nicht mehr erreicht wurde. Nachlassendes Momentum
                            und negative Divergenzen bei den Oszillatoren sprechen ebenfalls für eine kurzfristige Eintrübung
                            des Gesamtbildes. Entsprechend gilt es, die ersten Supports auf der Unterseite zu definieren. Diese
                            finden sich bei 6.930, 6.882 und 6.772 Zählern. Auf der Oberseite hatte sich zuletzt die Marke von
                            7.084 Punkten als massiver Widerstand erwiesen. Weitere Widerstände finden sich bei 7.137 und
                            7.194 Zählern.




                              Zeit     Land     Periode Indikator / Ereignis                                    Konsens           Vorperiode       Einfluss

Wichtige Wirtschaftsdaten     8:00         DE     Q2      Bruttoinlandsprodukt, endgültig                      +0,5 % VJ          vorl. +0,5 %       gering
                              9:00         FR     Aug     PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig                    43,7               43,4           mittel
                                                          PMI Dienstleistungssektor, vorläufig                     50,0               50,0
                              9:30         DE     Aug     PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig                    43,4               43,0           mittel
                                                          PMI Dienstleistungssektor, vorläufig                     50,1               50,3
                             10;00         EZ     Aug     PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig                    44,2               44,0           mittel
                                                          PMI Dienstleistungssektor, vorläufig                     47,7               47,9
                             14:30         US    KW 33    Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe                     365 Tsd.           366 Tsd.          mittel
                             16:00         EZ     Auf     Verbrauchervertrauen der EU-Kommission                  -22,0              -21,5           gering
                             16:00         US     Jul     Neubauverkäufe                                        365 Tsd.           350 Tsd.          mittel
                             16:00         US     Jun     FHFA-Hauspreisindex                                  +0,6 % VM            +0,8 %           gering


                             Lufthansa                   Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will nach ihrer Streikdrohung gegen die Lufthansa heute
                                                         über den Stand in dem Tarifkonflikt informieren. "Es haben sich ein paar Neuigkeiten ergeben",
       Pressemeldungen
                                                         teilte die Gewerkschaft am Mittwochabend mit ohne weitere Einzelheiten zu nennen. (Reuters)
                             Daimler                     Der Automobilhersteller Daimler sucht mit einem Tabubruch in der Produktion Anschluss an seine
                                                         profitabler arbeitenden Rivalen. Der Konzern erwägt, erstmals gemeinsam mit dem Partner Renault-
                                                         Nissan Pkw der Kernmarke Mercedes zu bauen, heißt es. Schon ab 2016 könnten kleinere Mercedes-
                                                         Modelle und Autos der Nissan-Premiumtochter Infiniti zusammen vom Band laufen. (FTD S. 1)
                             ThyssenKrupp                Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp hat einen Käufer für seine Tochter Tailored
                                                         Blanks gefunden. Das Unternehmen soll an den chinesischen Konkurrenten Wuhan Iron and
                                                         Steel (Wisco) verkauft werden, heißt es unter Berufung auf informierte Kreise. Der Prozess gehe
                                                         in die Endphase. (FTD S. 3)
                             Siemens                     Dem Technologiekonzern Siemens droht nach dem Debakel um den Computerwurm Stuxnet vor
                                                         zwei Jahren ein weiteres Sicherheitsfiasko. US-Behörden untersuchen Hinweise auf eine Lücke
                                                         in den Systemen der Netzwerktochter Ruggedcom. Diese könnte es Hackern ermöglichen, in die
                                                         Steuerungszentren von Energieversorgern und andere kritische Infrastrukturen vorzudringen.
                                                         (FTD S. 1)
                             Commerzbank                 Mögliche Sanktionen der New Yorker Justiz gegen die Commerzbank wegen verbotener Ge-
                                                         schäfte mit dem Iran haben deren Aktienkurs unter Druck gesetzt. Obwohl die Bank in diversen
                                                         Wertpapierprospekten seit geraumer Zeit auf dieses Risiko aufmerksam macht, drang es offen-
                                                         bar erst nach dem jüngsten rigorosen Vorgehen der US-Behörden gegen mehrere internationale
                                                         Großbanken bis zu den Anlegern durch. (FTD S. 14/FAZ S. 15)




                            Helaba Floor Research · 23. August 2012· © Helaba                                                                                 2
Equity Daily




              EZB                         Für die Ausgestaltung der Anleihenkäufe der EZB wird laut "Welt" innerhalb der Notenbank eine
                                          neue Variante diskutiert. Die Zentralbank könnte festlegen, welche Zinsen oder welchen Risiko-
                                          aufschlag sie für die Anleihen eines Krisenlandes maximal akzeptieren würde - ohne dieses Ziel
                                          jedoch öffentlich bekannt zu geben. Etliche Notenbanker würden dieses Vorgehen einer zuletzt
                                          diskutierten offiziellen Obergrenze vorziehen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere
                                          mit den Diskussionen vertraute Personen. (Reuters)
              Griechenland                Eurogruppen-Chef Juncker hat sich gegen ein drittes Hilfspaket für Griechenland ausgespro-
                                          chen. "Das ist Griechenlands letzte Chance", sagte Juncker im Anschluss an ein Treffen mit
                                          dem griechischen Regierungschef Samaras. Ob Griechenland mehr Zeit zur Erfüllung seiner
                                          Sparziele erhalte, werde vom Ergebnis der Überprüfung durch die Gläubiger-Troika aus EU,
                                          IWF und EZB abhängen. Samaras versprach den Deutschen in der "SZ", sein Land werde die
                                          Hilfskredite von weit mehr als 100 Milliarden Euro zurückzahlen. (Reuters)
              FED                         Die FED wird der lahmen US-Wirtschaft voraussichtlich schon "ziemlich bald" mit einer weiteren
                                          Geldspritze auf die Sprünge helfen. Die meisten Notenbanker halten einen solchen Schritt für
                                          nötig, falls sich die Wirtschaftslage nicht abrupt verbessert, wie aus dem Protokoll der vergange-
                                          nen Sitzung des für die Geldpolitik verantwortlichen Ausschusses hervorging. Viele Ausschuss-
                                          mitglieder plädieren dafür, den Finanzmärkten die Fortsetzung der Nullzinspolitik über den
                                          bisher genannten Zeitpunkt Ende 2014 hinaus zuzusagen. (Reuters)



                                      Datum           2.ob. Pivot       1.ob. Pivot          PIVOT         1.unt. Pivot      2.unt. Pivot
             DAX                    23. Aug 12          7071,44           7044,59           7024,93          6998,08           6978,42
Marktdaten
             Tec DAX                23. Aug 12          794,80            791,31             789,37           785,88            783,94
             SMI                    23. Aug 12          6509,80           6492,63           6480,10          6462,93           6450,40
             CAC 40                 23. Aug 12          3513,50           3487,58           3474,61          3448,69           3435,72
             S&P 500                23. Aug 12          1421,47           1417,48           1412,13           1408,14          1402,79
             EuroStoxx50            23. Aug 12          2489,52           2471,13           2461,81           2443,42          2434,10
             Dow Jones              23. Aug 12         13250,77          13211,77          13166,05          13127,05          13081,33

             DAX-Future             23. Aug 12          7087,00           7055,00           7030,00           6998,00          6973,00
             EuroStoxx-Fut.         23. Aug 12          2490,67           2472,33           2460,67           2442,33          2430,67

             Bund-Future            23. Aug 12          143,62            143,12            142,37            141,87            141,12
             Bobl-Future            23.   Aug 12        127,54            127,34            127,06            126,86            126,58
             Schatz-Future          23.   Aug 12        110,84            110,82            110,80            110,78            110,75
             T-Bond-Fut.            23.   Aug 12        149,03            148,31            147,34            146,63            145,66
             Gilt-Future            23.   Aug 12        120,85            120,58            120,17            119,90            119,49
                                                       16.08.12          17.08.12          20.08.12          21.08.12          22.08.12
             DAX-Future                                6.992,50          7.035,50          7035,00           7.093,00          7.023,00
             DAX                                        6996,29           6992,50          7033,68           7089,32           7017,75
             M-Dax                                     11093,73          11228,42          11153,22          11255,32          11138,01
             Tec DAX                                    785,93            796,11             792,15            796,35           787,81
             EuroStoxx50                                2456,53           2471,53           2466,32           2490,27          2452,73
             Dow Jones 30                              13250,11          13275,20          13271,64          13203,58          13172,76
             S&P 500                                    1415,51           1418,16          1418,13           1413,17           1413,49
             Nasdaq                                     2768,09           2780,30          2784,33           2772,20           2783,42
             V-DAX                                       19,18             17,90             19,00             19,59            22,93
             Volumen DAX-Future                         88.130            99.159            98.075            94.099           114.691
             ■




             Helaba Floor Research · 23. August 2012· © Helaba                                                                                 3

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  • 1. Helaba Floor Research Equity Daily 23. August 2012 Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite DAX 7.075 6.973 / 6.930 7.084 / 7.165 6.960 / 7.160 Autor: EuroStoxx 50 2.472 2.420 / 2.396 2.511 / 2.534 2.425 / 2.510 Christian Schmidt Technischer Analyst Tel.: 0 69/91 32-2388  Aktienmärkte: steht eine Korrektur bevor? research@helaba.de  FED wird der US-Wirtschaft schon „ziemlich bald“ mit einer Geldspritze helfen Redaktion: Viola Julien Während der griechische Regierungschef Samaras bei seiner Reise durch Europa mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen fordert und damit Unsicherheiten über den Verbleib des Landes in der Währungsunion vorhanden sind, setzen Marktteilnehmer auf ein neues Anleihekaufprogramm der EZB. Dadurch wird die Risikoaversion an den Märkten in Schach gehalten. Details zu den geplan- ten EZB-Maßnahmen wird es frühesten bei der nächsten EZB-Ratssitzung am 6. September geben. Sales: Wenig Gegenwind dürfte es von den heute anstehenden Einkaufsmanagerindizes der Eurozone Aktien- und Anlageprodukte geben. Hier ist es in den vergangenen Monaten zu massiven Rückgängen gekommen. Nach den 0 69/91 32-31 49 massiven Einbrüchen der Industrie-PMIs halten wir eine Stabilisierung für möglich. Die Konsens- Eurex Futures Options Desk schätzungen halten wir für realistisch. In den USA stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Ar- 0 69/91 32-18 33 beitslosenhilfe sowie die Neubauverkäufe zur Veröffentlichung an. Sollten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe das zuletzt niedrige Niveau um 365 Tsd. halten, wäre dies eine Indikation für einen robusten Aufbau neuer Stellen. Zudem dürften die Neubauverkäufe bestätigen, dass es am Immobilienmarkt zu einer Bodenbildung gekommen ist. Klare Anzeichen für eine substanzielle Verbesserung der wirtschaftlichen Erholung gibt es derzeit aber nicht. Daher dürften QE3- Spekulationen nach dem gestern veröffentlichten FOMC-Protokoll kaum nachlassen. Dem Proto- V ortag koll zufolge könnte die Fed der US-Konjunktur schon „ziemlich bald“ mit einem weiteren Anlei- % DA X 7.017,75 -1,01% hekaufprogramm auf die Sprünge helfen. DA X L. 7.015,77 -0,67% Aktienmärkte: Nachdem sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen überraschend gut auf den Stoxx 50 2.539,96 -1,21% erreichten Kursniveaus halten konnten, kam es zur Wochenmitte zu Kursverlusten. Diese waren auf Gewinnmitnahmen, neuerliche Konjunktursorgen (auch im Hinblick auf Japan) und der Angst Dow 13.172,76 -0,23% vor einer Pleite Griechenlands zurückzuführen. Unter den größten Verlierern waren die Aktien von Nas daq 3.073,67 0,21% Fresenius, FME, Adidas und Bayer zu finden, die Gewinnerliste blieb leer. Abgesehen von den S&P 500 1.413,49 0,02% genannten Gründen spielten auch charttechnische Aspekte eine wesentliche Nikkei 9.161,59 0,33% Rolle, dazu unten mehr. Heute werden zu- Öl (Brent) 116,53 -0,22% nächst die Ergebnisse des FOMC- EUR-USD 1,2526 0,45% Sitzungsprotokolls im Fokus stehen. Wie es hieß, wird die FED der US-Wirtschaft vo- raussichtlich schon „ziemlich bald“ mit geldpolitischen Maßnahmen helfen. Mehr- heitlich halten die Notenbanker einen sol- chen Schritt für notwendig, sofern es nicht zu sehr kurzfristigen Verbesserungen der Wirtschaftslage kommt. Insgesamt wurde diese Ankündigung von den Märkten positiv aufgenommen, wenngleich dem Dow am Mittwoch der Sprung in die Pluszone nicht gelungen ist. Der Dax wird hingegen heute fester in den Handel starten. Damit rückt die Widerstandsmarke von 7.084 Zählern wieder in greifbare Nähe. Charttechnik: Noch am Dienstag kletterte der S&P 500 phasenweise auf dem höchsten Stand seit vier Jahren, der DAX erreichte zu diesem Zeitpunkt ein neues Impulshoch. Grundsätzlich werden Herausgeber: Helaba Volkswirtschaft/Research, verantwortlich: Dr. G. R. Traud, Chefvolkswirt/Leitung Research, Neue Mainzer Straße 52-58, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: 069/9132-2024, Internet: http://www.helaba.de. Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
  • 2. Equity Daily neue Jahres- bzw. Mehrjahreshochs als prozyklisches Signal gewertet. Entsprechend ist mittelfris- tig mit weiteren Kurssteigerungen zu rechnen. Diese These wird auch von den Trendfolgeindikato- ren wie dem DMI aber auch von einer zunehmenden Bewegungsintensität, abzulesen am ADX mit einem Wert von 26,85, untermauert. Kurzfristig mahnen jedoch einige Faktoren zur Vorsicht, so dass eine temporäre Korrekturbewegung nicht ausgeschlossen werden kann. Zu nennen sind vor allem die derzeit extrem schwachen Umsätze bei steigenden Kursen. Hinzu kommt, dass der Dax das obere Begrenzungsband des Keltner Channels zuletzt mehrfach nicht überwinden konnte und die Rückkehrlinie des Aufwärtstrendkanals nicht mehr erreicht wurde. Nachlassendes Momentum und negative Divergenzen bei den Oszillatoren sprechen ebenfalls für eine kurzfristige Eintrübung des Gesamtbildes. Entsprechend gilt es, die ersten Supports auf der Unterseite zu definieren. Diese finden sich bei 6.930, 6.882 und 6.772 Zählern. Auf der Oberseite hatte sich zuletzt die Marke von 7.084 Punkten als massiver Widerstand erwiesen. Weitere Widerstände finden sich bei 7.137 und 7.194 Zählern. Zeit Land Periode Indikator / Ereignis Konsens Vorperiode Einfluss Wichtige Wirtschaftsdaten 8:00 DE Q2 Bruttoinlandsprodukt, endgültig +0,5 % VJ vorl. +0,5 % gering 9:00 FR Aug PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig 43,7 43,4 mittel PMI Dienstleistungssektor, vorläufig 50,0 50,0 9:30 DE Aug PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig 43,4 43,0 mittel PMI Dienstleistungssektor, vorläufig 50,1 50,3 10;00 EZ Aug PMI Verarbeitendes Gewerbe, vorläufig 44,2 44,0 mittel PMI Dienstleistungssektor, vorläufig 47,7 47,9 14:30 US KW 33 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe 365 Tsd. 366 Tsd. mittel 16:00 EZ Auf Verbrauchervertrauen der EU-Kommission -22,0 -21,5 gering 16:00 US Jul Neubauverkäufe 365 Tsd. 350 Tsd. mittel 16:00 US Jun FHFA-Hauspreisindex +0,6 % VM +0,8 % gering Lufthansa Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will nach ihrer Streikdrohung gegen die Lufthansa heute über den Stand in dem Tarifkonflikt informieren. "Es haben sich ein paar Neuigkeiten ergeben", Pressemeldungen teilte die Gewerkschaft am Mittwochabend mit ohne weitere Einzelheiten zu nennen. (Reuters) Daimler Der Automobilhersteller Daimler sucht mit einem Tabubruch in der Produktion Anschluss an seine profitabler arbeitenden Rivalen. Der Konzern erwägt, erstmals gemeinsam mit dem Partner Renault- Nissan Pkw der Kernmarke Mercedes zu bauen, heißt es. Schon ab 2016 könnten kleinere Mercedes- Modelle und Autos der Nissan-Premiumtochter Infiniti zusammen vom Band laufen. (FTD S. 1) ThyssenKrupp Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp hat einen Käufer für seine Tochter Tailored Blanks gefunden. Das Unternehmen soll an den chinesischen Konkurrenten Wuhan Iron and Steel (Wisco) verkauft werden, heißt es unter Berufung auf informierte Kreise. Der Prozess gehe in die Endphase. (FTD S. 3) Siemens Dem Technologiekonzern Siemens droht nach dem Debakel um den Computerwurm Stuxnet vor zwei Jahren ein weiteres Sicherheitsfiasko. US-Behörden untersuchen Hinweise auf eine Lücke in den Systemen der Netzwerktochter Ruggedcom. Diese könnte es Hackern ermöglichen, in die Steuerungszentren von Energieversorgern und andere kritische Infrastrukturen vorzudringen. (FTD S. 1) Commerzbank Mögliche Sanktionen der New Yorker Justiz gegen die Commerzbank wegen verbotener Ge- schäfte mit dem Iran haben deren Aktienkurs unter Druck gesetzt. Obwohl die Bank in diversen Wertpapierprospekten seit geraumer Zeit auf dieses Risiko aufmerksam macht, drang es offen- bar erst nach dem jüngsten rigorosen Vorgehen der US-Behörden gegen mehrere internationale Großbanken bis zu den Anlegern durch. (FTD S. 14/FAZ S. 15) Helaba Floor Research · 23. August 2012· © Helaba 2
  • 3. Equity Daily EZB Für die Ausgestaltung der Anleihenkäufe der EZB wird laut "Welt" innerhalb der Notenbank eine neue Variante diskutiert. Die Zentralbank könnte festlegen, welche Zinsen oder welchen Risiko- aufschlag sie für die Anleihen eines Krisenlandes maximal akzeptieren würde - ohne dieses Ziel jedoch öffentlich bekannt zu geben. Etliche Notenbanker würden dieses Vorgehen einer zuletzt diskutierten offiziellen Obergrenze vorziehen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere mit den Diskussionen vertraute Personen. (Reuters) Griechenland Eurogruppen-Chef Juncker hat sich gegen ein drittes Hilfspaket für Griechenland ausgespro- chen. "Das ist Griechenlands letzte Chance", sagte Juncker im Anschluss an ein Treffen mit dem griechischen Regierungschef Samaras. Ob Griechenland mehr Zeit zur Erfüllung seiner Sparziele erhalte, werde vom Ergebnis der Überprüfung durch die Gläubiger-Troika aus EU, IWF und EZB abhängen. Samaras versprach den Deutschen in der "SZ", sein Land werde die Hilfskredite von weit mehr als 100 Milliarden Euro zurückzahlen. (Reuters) FED Die FED wird der lahmen US-Wirtschaft voraussichtlich schon "ziemlich bald" mit einer weiteren Geldspritze auf die Sprünge helfen. Die meisten Notenbanker halten einen solchen Schritt für nötig, falls sich die Wirtschaftslage nicht abrupt verbessert, wie aus dem Protokoll der vergange- nen Sitzung des für die Geldpolitik verantwortlichen Ausschusses hervorging. Viele Ausschuss- mitglieder plädieren dafür, den Finanzmärkten die Fortsetzung der Nullzinspolitik über den bisher genannten Zeitpunkt Ende 2014 hinaus zuzusagen. (Reuters) Datum 2.ob. Pivot 1.ob. Pivot PIVOT 1.unt. Pivot 2.unt. Pivot DAX 23. Aug 12 7071,44 7044,59 7024,93 6998,08 6978,42 Marktdaten Tec DAX 23. Aug 12 794,80 791,31 789,37 785,88 783,94 SMI 23. Aug 12 6509,80 6492,63 6480,10 6462,93 6450,40 CAC 40 23. Aug 12 3513,50 3487,58 3474,61 3448,69 3435,72 S&P 500 23. Aug 12 1421,47 1417,48 1412,13 1408,14 1402,79 EuroStoxx50 23. Aug 12 2489,52 2471,13 2461,81 2443,42 2434,10 Dow Jones 23. Aug 12 13250,77 13211,77 13166,05 13127,05 13081,33 DAX-Future 23. Aug 12 7087,00 7055,00 7030,00 6998,00 6973,00 EuroStoxx-Fut. 23. Aug 12 2490,67 2472,33 2460,67 2442,33 2430,67 Bund-Future 23. Aug 12 143,62 143,12 142,37 141,87 141,12 Bobl-Future 23. Aug 12 127,54 127,34 127,06 126,86 126,58 Schatz-Future 23. Aug 12 110,84 110,82 110,80 110,78 110,75 T-Bond-Fut. 23. Aug 12 149,03 148,31 147,34 146,63 145,66 Gilt-Future 23. Aug 12 120,85 120,58 120,17 119,90 119,49 16.08.12 17.08.12 20.08.12 21.08.12 22.08.12 DAX-Future 6.992,50 7.035,50 7035,00 7.093,00 7.023,00 DAX 6996,29 6992,50 7033,68 7089,32 7017,75 M-Dax 11093,73 11228,42 11153,22 11255,32 11138,01 Tec DAX 785,93 796,11 792,15 796,35 787,81 EuroStoxx50 2456,53 2471,53 2466,32 2490,27 2452,73 Dow Jones 30 13250,11 13275,20 13271,64 13203,58 13172,76 S&P 500 1415,51 1418,16 1418,13 1413,17 1413,49 Nasdaq 2768,09 2780,30 2784,33 2772,20 2783,42 V-DAX 19,18 17,90 19,00 19,59 22,93 Volumen DAX-Future 88.130 99.159 98.075 94.099 114.691 ■ Helaba Floor Research · 23. August 2012· © Helaba 3