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gebäude-, alarm-, und Kommunikationstechniker. Für den Inhalt verantwortlich: Ing. Joe Witke,
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undAufbau: www.zauberfunken.at, Grafik: die-werbefabrik.at, Fotos: www.istockphoto.com, busch-Jaeger
Nur der Fachbetrieb macht sicher!
Ratgeber für Konsumenten:
Elektroinstallation
Von Irrglauben und Tatsachen
Ist Schwarzarbeit billiger?
Tatsache ist: Wer billig kauft, kauft
teuer! Günstig scheinende Schnäpp-
chen können erhebliche Mehrkosten
nach sich ziehen. Preissicherheit er-
halten Sie auch bei nachträglichen
Wünschen mit Pauschalen auf Basis
von Einzelauslässen (pro Steckdose,
pro Schalter etc.).
Für Pfuscherleistungen gibt es keine
Gewährleistung. Bei Pfuschern en-
det die Garantie mit der Geldüberga-
be. Auf später entdeckten Mängeln
bleiben Sie ganz alleine sitzen.
Sind auch Pfuscher Profis?
Tatsache ist: Schwarzfirmen be-
schäftigen oftmals ungeschulte und
unbefugte Arbeitskräfte aus dem In-
und Ausland, was die Fehlerquote
und das Gefahrenpotenzial deutlich
erhöht. Langjährige Ausbildung und
fundiertes Normenwissen können
durch nichts ersetzt werden.
Sicheres und qualitatives Material?
Tatsache ist: Schwarzarbeiter erhö-
hen ihre Verdienstspanne, indem sie
oft billiges oder minderwertiges Ma-
terial (ohne OVE-Prüfzeichen oder mit
gefälschtem CE-Zeichen) einsetzen.
Dadurch können irreparable Schäden
auftreten oder sie sind sehr oft die
auslösende Ursache von Bränden …
Haftung & Versicherung?
Tatsache ist: Wenn der Pfuscher etwas
beschädigt, bezahlt keine Versiche-
rung. Der Pfuscher trägt keine Haftung.
Wenn sich der Pfuscher verletzt, haftet
der Auftraggeber. Spitals- und Reha-
bilitationskosten eines verunglückten
Pfuschers kann sich der Versicherungs-
träger beim Bauherrn zurückholen.
GEFAHRENQUELLE: der PFUSCHER
Mehr Infos auf:YouTube, eMarkeAustria
ihr zusatzplus
Sicherheit bieten: Qualitätsstandards
Die Elektrotechnik ist ein sehr breit gefächertes und zukunftsorientiertes
Aufgabengebiet, deren technische Entwicklung mit atemberaubender Ge-
schwindigkeit voranschreitet. Daher ist eine stetige Aus- und Weiterbildung
ein unabdingbares MUSS. Zwei Institutionen halten diesen notwendigen
Qualitätsstandard in der Branche für Sie hoch und überprüfen ihn regelmä-
ßig bei ihren Mitgliedern.
Das ist das qualitative
Gütesiegel der Elektro-
technik und bietet Ihnen
als Zusatzplus:
++ Einfaches Finden des ausgewiese-
nen Spezialisten für Ihr benötigtes
Fachgebiet
++ Die Fertigstellungsgarantie – einer
für alle, alle für einen!
++ Die Zuverlässigkeitsgarantie – wir
lassen Sie nicht im Regen stehen!
++ Bereitstellung wirtschaftlicher und
rechtlicher Informationen
Das ist das technische
Gütesiegel der Elektro-
technik und bietet Ihnen
als Zusatzplus:
++ Personenzertifizierung für Prüf-
techniker
++ Bereitstellung von neutraler be-
gleitender Baustellenkontrolle
++ Anlagenüberprüfung durch ge-
richtlich beeidete Sachverständige
++ Bereitstellung technischer Infor-
mationen
++ Sicherheit durch ein individuelles
Schlüsselsystem
www.kfe.atwww.e-marke.at
Wer darf was? Abgrenzung zu anderen Gewerken
Andere Gewerbetreibende (Tischler, Installateure, Maler oder Einrichtungshäu-
ser, …) dürfen im Rahmen ihrer Berechtigung – unter bestimmtenVoraussetzun-
gen – einzelne Leistungen des Elektrotechnikers (bewilligungspflichtiges und
gebundenes Gewerbe!) im Rahmen der sogenannten Nebenrechte erbringen.
GEFAHRENQUELLE: „Das machen wir gleich mit!“
Achtung vor Garantieverlust
GEFAHRENQUELLE: Selbsteinkauf
Auch beim Kauf von steckerfertigen Geräten (Waschmaschine, Trockner,
Backrohr, …) lesen Sie bitte genau die Betriebsanleitung oder fragen Sie
den Fachmann.
• Gerade bei neueren Geräten wer-
den oft hohe Ansprüche an die
Elektroinstallation gestellt. Wenn
diese nicht erfüllt werden, verwei-
gert der Gerätehersteller die Ga-
rantie, denn oftmals ist die Instal-
lation von speziellen FI-Schaltern
vom Erzeuger vorgeschrieben (z.B.
für Waschmaschinen).
NUR EINE GEPRÜFTE ANLAGE IST EINE SICHERE ANLAGE!
Engagierter Einsatz von den Landesinnungen
• Die kompetenten Fachvertretun-
gen des modernen Elektrotech-
nik-Handwerks sind die jeweili-
gen Landesinnungen der Elektro-,
Gebäude-, Alarm- und Kommu-
nikationstechniker, die in allen
Bundesländern vertreten sind.
• Sie stehen Ihnen als Konsument
mit Rat undTat zur Verfügung, bei
z.B. grundsätzlichen Informatio-
nen oder technischen Auskünften
• Ombudsstelle: sachkundige
Hilfestellung
• Finden Sie Ihren Ansprechpart-
ner auf den Serviceseiten im In-
ternet, wie auf der letzten Seite
angeführt.
Zu Ihrem Schutz und zu Ihrer Sicherheit dürfen dieseArbeiten NUR unter den
Voraussetzungen des §32 der Gewerbeordnung durchgeführt werden:
• Es muss sich dabei um Vor- oder
Vollendungsarbeiten für die
Leistungen des anderen Gewerks
handeln und es darf keine eigen-
ständige Arbeit sein
• Der Wert der Nebenleistung darf
bis max. 10% des Gesamtwertes
betragen UND
• Wenn dies aus Gründen der Si-
cherheit nötig ist, muss sich das
andere Gewerk immer einer er-
fahrenen FACHKRAFT bedienen
Wenn der Anschluss eines Gerätes oder einer Beleuchtung sowie die Montage
einer Steckdose durchgeführt werden soll, MUSS ein erfahrener Fachmann her.
Als erfahrener Spezialist gilt, wer
• eine Lehrabschlussprüfung Elek-
trotechnik hat (also Facharbeiter
ist) UND
• eine mehrjährige Berufserfah-
rung auf diesem Gebiet nach-
weisen kann
Fragen Sie den anderen Gewerbetreibenden nach einer Bestätigung für
den Mitarbeiter. Denn es geht um IHRE Sicherheit!
Checkliste
Die nachstehende Checkliste kann Sie dabei unterstützen, Qualitätsmängel schneller zu erkennen und finanzielle Risiken besser einzuschätzen.
Professionelle Betriebe auszuwählen und die Beschäftigung seriöser Firmen bewahren Sie vor massiven Nachteilen gegenüber unseriösen Anbietern.
checkliste – Prüfkriterien
Prüfkriterium
Ist eine Gewerbeberechtigung vorhanden?
Sind alle konkreten Arbeiten damit abgedeckt?
Wie lange existiert die Firma schon?
Sind Referenzen, Vergleichsbaustellen,Termintreue, Arbeitssicherheit,
Sauberkeit und unkomplizierte Mängelbehebung bekannt?
Firmenstandort und Gerichtsstandort in Österreich?
Zweifel an finanzieller Zuverlässigkeit? Bonitätsauskünfte notwendig?
Hat das Unternehmen bei der Sozialversicherung (SV) Beitragsschulden?
SV-Anmeldung, Beschäftigungsbewilligung für Arbeitnehmer vorhanden?
Ist eine Betriebshaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe vorhanden?
Ist ein schriftlicher Bauvertrag (Angebot) vorhanden?
Sind Mindestinhalte vorhanden?
Ist das Angebot verständlich?
Wer ist der konkrete Ansprechpartner vor Ort auf der Baustelle?
Können Sie mit diesem kommunizieren?
Ausreichendes Eigenpersonal vorhanden?
Leiharbeitskräfte? Subunternehmen?
Sind Qualitätsausweise oder Zertifikate vorhanden?
Überprüfungsmöglichkeit
Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Landesinnung auf.
Weitere Details dazu finden Sie bei den hilfreichen Links
Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Landesinnung auf.
Weitere Details dazu finden Sie bei den hilfreichen Links
Referenzliste der Firma, Erkundigungen bei
anderen Bauherren, Baubehörde, ANKÖ (Auftragnehmer Kataster
Österreich), Firmenwebsite
Prüfung vor Ort, ob am angegebenen Firmenstandort tatsächlich
ein Geschäftsbetrieb vorhanden ist (Briefkastenfirmen!)
Abfrage bei Kreditschutzverbänden (kostenpflichtig) oder Anzahlungen
nur gegen Sicherheiten (Bankgarantie, Versicherung und dgl.)
HFU-Liste der Gebietskrankenkasse (siehe hilfreiche Links)
Auskunft erteilt Firma – Unterlagen der Anmeldung vorlegen lassen
Auskunft erteilt Firma (sonst bleiben Sie auf dem angerichteten
Schaden sitzen)
Firmenpapier, genaue Beschreibung der angebotenen Leistungen,
Angabe der Stundensätze, leicht nachvollziehbare Auslass-
kalkulation (pro Steckdose, pro Schalter,…), Zahlungskonditionen
Verlangen Sie die Bekanntgabe - WER bei Ihnen zur Arbeit
vorge­sehen ist: Wer istTechniker oder Obermonteur vor Ort?
Fragen Sie, ob auf Ihrer Baustelle nur mit Eigenpersonal
gearbeitet wird. Ist die Haftungsfrage geklärt?
e-marken-Betrieb, KFE-Zertifizierung, ISO-Zertifizierung
2 2
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11 11
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checkliste – Überprüfungsmöglichkeit
Vorschriften für den
Elektrotechniker
Teil 1 Gesetze
iumfürElektrotechnik
Vorschriften für den
Elektrotechniker
Teil 1 Gesetze
KuratoriumfürElektrotechnik
Vorschriften für den
Elektrotechniker
Teil 1 Gesetze
GEFAHRENQUELLE: „Die wissen schon, was sie tun!“
Wissenswerte Fakten für Sie als Kunde. Bei der Neuvermietung von Immobili-
en sowie bei der Bauübergabe achten Sie bitte auf die nachfolgenden Punkte.
Die Mindestausstattung
Seit dem Jahr 2006 gibt es eine
normativ vorgeschriebene Min-
destausstattung für Wohngebäude
(Häuser und Wohnungen). Weniger
darf es in Ihrer Anlage nicht sein!
Haben Sie z.B.:
• Mindestens 2 FI-Schutzschalter
in Ihrer Anlage?
• Die Mindestanzahl von Strom-
kreisen abhängig von Ihrer
Wohnfläche?
• Die Mindestanzahl von Steckdo-
sen in Ihren Räumen?
• Die Mindestanzahl von Licht-
auslässen in Ihren Räumen?
• Die Mindestanzahl von eigenen
Stromkreisen für besondere Ver-
braucher?
• Die Mindestanzahl von An-
schlussstellen für Kommunikati-
on (Internet,Tel, SAT, …)
Details in der Broschüre „Planung
elektrischer Anlagen in Wohnun-
gen“ auf den Webseiten
www.kfe.at und e-marke.at.
Die Neuvermietung einer Wohnung
Grundsätzlich gilt für jede Mietwohnung, dass diese nach der „gewöhnlichen
Verkehrssitte“ zur sofortigen Bewohnung geeignet sein muss und keine grö-
beren, die Benutzung hindernden Mängel aufweisen darf.
Seit 2010 schreibt die Elektrotechnikverordnung (ETV 2002/A2, §7a) bei Neu-
vermietung nach §2 Mietrechtsgesetz zusätzlich folgendes verpflichtend vor:
• Zwingende Überprüfung der
Wohnung nach dem Elektrotech-
nikgesetz 1992 – Prüfbefund
• Zwingender Einbau eines 30mA
FI-Schutzschalters - wenn nicht
vorhanden
• Zwingendes Vorliegen einer ausrei-
chenden Dokumentation der Anlage
Sollte darüber keine geeignete Dokumentation vorliegen, kann der Mieter
der Wohnung nicht davon ausgehen, dass die elektrische Anlage diesen
Anforderungen entspricht.
Die Bauübergabe
Bei Beendigung jeder Arbeit muss eine ordentliche Bauübergabe durchgeführt wer-
den. Diese dient zur normgerechten Dokumentation Ihrer Anlage und beinhaltet
das Bauübergabeprotokoll mit Datum und Mängelliste (Zuverlässigkeitsgarantie).
Im Zuge dessen wird das Anlagenbuch mit folgenden Dokumenten übermittelt:
• Bundeseinheitliches Prüfprotokoll
„ERSTPRÜFUNG“
• Bestandsplan der eigenen Arbeit
(vom Laien lesbar)
• Verteilerplan / Verteilerlegende
(vom Laien lesbar)
• Bedienungsanleitungen (FI, Dim-
mer, Herd, weitere Elektrogeräte)
• Errichter Code oder andere ver-
wendete Passwörter
• Sonstige notwendige Dokumenta-
tion für Abrechnung
• Bedienungsanleitung der Anlage
(OVE-Richtlinie R5)
Ihr gutes Recht Ihr gutes Recht
LeisTUnGssTaRk Und akTiv
die aufgabe des KFe ist es, seinen
Mitgliedern praktische und ideelle
Mittel zur Verfügung zu stellen, um
normgerechte und auf dem letzten
sicherheitstechnischem Stand be-
findliche elektrische anlagen ausfüh-
ren zu können. daher bietet das KFe
den elektrotechnikern folgenden be-
reiche an:
Technische Informationen
es liefert tatkräftige Hilfe und volle
unterstützung bei den derzeitigen
bzw. zukünftigen Herausforderun-
gen im Zusammenhang mit der
Veränderung in der Technik, bei der
technischen Information. das KFe
führt zielgruppenkonforme Informa-
tions- und Serviceaktionen durch.
kFE Schulung - Personenzertifizierung
Seminare und Vorträge zur aus- und
Weiterbildung von elektrotechnikern,
insbesonders in dem bereich des
Vorschriftenwesens, der anlagen-
prüfung, der Funktechnik, der licht-
wellenleiter-Technik oder der Photo-
voltaik. die in Modulen ausgeführten
Seminare münden schlussendlich in
einer Zertifizierung, die durch einen
ausweis dokumentiert ist.
Elektro-Befund
durch gezielte normungsarbeit wur-
den einheitliche grundlagen für die
sichere ausführung von elektrischen
anlagen geschaffen. Jede elektri-
sche anlage ist vor der ersten Inbe-
triebsetzung zu prüfen und durch
einen befund zu dokumentieren. In
der oVe/onorM e 8001-6 sind so-
wohl Prüfungsschritte als -inhalt des
befundes dargestellt. der normge-
recht ausgefüllte befund genügt den
anforderungen an eine ordnungsge-
mäße dokumentation.
kURaTORiUm FÜR eLekTROTechnik
aUF deR sicheRen seiTe
Zuverlässigkeitsgarantie
bei der bauübergabe erhalten Sie
von Ihrem e-marken-betrieb eine
Zuverlässigkeitsgarantie. diese ist
mit einer Zertifikatsnummer ver-
sehen und garantiert im ersten
Jahr der nutzung die volle Funk-
tionalität der eingebauten Technik
sowie der arbeitsleistung.
Wenn bei Ihrer elektroinstallation
etwas nicht stimmt, kommt Ihr e-
marken-betrieb und hilft schnell
und unbürokratisch! es wird vor
ort geklärt, was das Problem ver-
ursacht hat, wer dafür zuständig
ist oder der Mangel wird einfach
behoben.
Wir lassen Sie nicht im Regen
stehen!
Fertigstellungsgarantie
Während eines bauvorhabens
kann immer etwas unvorherge-
sehenes mit Ihrem beauftragten
e-marken-betrieb passieren, was
einen baustopp zur Folge haben
könnte (z.b. ein unfall des eigen-
tümers, dessen unerwartetes ab-
leben oder ein Konkurs).
In jedem Fall wird Ihre baustelle
betriebsfertig übergeben. die e-
marke springt ein und übernimmt
mit einem anderen e-marken-Part-
ner alle Verträge und den verein-
barten Preis. Wir setzen die arbeit
fort, ohne neue Verhandlungen
und Mehraufwand. Mit dem öster-
reichweiten netzwerk der e-mar-
ken-betriebe sind Sie im Fall der
Fälle immer auf der sicheren Seite.
Einer für alle, alle für einen.
www.kfe.atwww.e-marke.at
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e-Marke Elektroinstallation Ratgeber für Konsumenten

  • 1. Ihr Kontakt Serviceseiten im Internet Bundesinnung Wien der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und kommunikationstechniker 1040 Wien, Schaumburgergasse 20/4,T: 01-505 69 50, F.: 01-253 30 33 93 20, e: elektrotechniker@bigr2.at, www.elektrotechniker.at Landesinnung Wien 1030 Wien rudolf Sallinger-Platz 1 T: 01-51450 - 2331-2335 www.elektroinnung-wien.at Landesinnung Niederösterreich 3100 St. Pölten landsbergerstraße 1 T: 02742/851 19131 noe.elektrotechniker.at Landesinnung Burgenland 7000 eisenstadt robert graf-Platz T: (0)5 90 907 3130 bgld.elektrotechniker.at Landesinnung Oberösterreich 4020 linz, Hessenplatz 3, T: 05-90909-4161 www.elektroinnung.at Landesinnung Salzburg 5027 Salzburg Julius-raab-Platz 1 T: 0662 88 88 287 www.elektrotechniker.at Landesinnung Steiermark 8021 graz Körblergasse 111-113 T: 0316 601 437 www.elektrotechniker.at Landesinnung kärnten 9020 Klagenfurt Koschutastraße 4 T: 05 90 904 www.elektrotechniker.at LandesinnungTirol 6020 Innsbruck Meinhardstraße 14 T: 05 90 905 1404 tirol.elektrotechniker.at Landesinnung Vorarlberg 6800 Feldkirch Wichnergasse 9 T: 05522 305 www.met-vorarlberg.at kFE: www.kfe.at e-marke: www.e-marke.at WkO: portal.wko.at Dienstleisterregister: https://dlr.bmwfj.gv.at/ FIRMENBUCH: www.firmenbuch.at AUFTRAGNEHMERkATASTER öSTERREICH (ANkö): www.ankoe.at kREDITSCHUTZVERBÄNDE (beispielhaft): www.ksv.at www.akv.at HFU-LISTE: www.sozvers.at/agh imPRessUm: Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: bundesinnung Wien der elektro-, gebäude-, alarm-, und Kommunikationstechniker. Für den Inhalt verantwortlich: Ing. Joe Witke, Ing. Mag. gottfried rotter,Sitz des Medieninhabers und Anschrift der Redaktion: 1040 Wien, Schaumbur- gergasse 20/4 ,Telefon: 01-505 69 50, email: elektrotechniker@bigr2.at, www.elektrotechniker.at, konzept undAufbau: www.zauberfunken.at, Grafik: die-werbefabrik.at, Fotos: www.istockphoto.com, busch-Jaeger Nur der Fachbetrieb macht sicher! Ratgeber für Konsumenten: Elektroinstallation
  • 2. Von Irrglauben und Tatsachen Ist Schwarzarbeit billiger? Tatsache ist: Wer billig kauft, kauft teuer! Günstig scheinende Schnäpp- chen können erhebliche Mehrkosten nach sich ziehen. Preissicherheit er- halten Sie auch bei nachträglichen Wünschen mit Pauschalen auf Basis von Einzelauslässen (pro Steckdose, pro Schalter etc.). Für Pfuscherleistungen gibt es keine Gewährleistung. Bei Pfuschern en- det die Garantie mit der Geldüberga- be. Auf später entdeckten Mängeln bleiben Sie ganz alleine sitzen. Sind auch Pfuscher Profis? Tatsache ist: Schwarzfirmen be- schäftigen oftmals ungeschulte und unbefugte Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland, was die Fehlerquote und das Gefahrenpotenzial deutlich erhöht. Langjährige Ausbildung und fundiertes Normenwissen können durch nichts ersetzt werden. Sicheres und qualitatives Material? Tatsache ist: Schwarzarbeiter erhö- hen ihre Verdienstspanne, indem sie oft billiges oder minderwertiges Ma- terial (ohne OVE-Prüfzeichen oder mit gefälschtem CE-Zeichen) einsetzen. Dadurch können irreparable Schäden auftreten oder sie sind sehr oft die auslösende Ursache von Bränden … Haftung & Versicherung? Tatsache ist: Wenn der Pfuscher etwas beschädigt, bezahlt keine Versiche- rung. Der Pfuscher trägt keine Haftung. Wenn sich der Pfuscher verletzt, haftet der Auftraggeber. Spitals- und Reha- bilitationskosten eines verunglückten Pfuschers kann sich der Versicherungs- träger beim Bauherrn zurückholen. GEFAHRENQUELLE: der PFUSCHER Mehr Infos auf:YouTube, eMarkeAustria ihr zusatzplus Sicherheit bieten: Qualitätsstandards Die Elektrotechnik ist ein sehr breit gefächertes und zukunftsorientiertes Aufgabengebiet, deren technische Entwicklung mit atemberaubender Ge- schwindigkeit voranschreitet. Daher ist eine stetige Aus- und Weiterbildung ein unabdingbares MUSS. Zwei Institutionen halten diesen notwendigen Qualitätsstandard in der Branche für Sie hoch und überprüfen ihn regelmä- ßig bei ihren Mitgliedern. Das ist das qualitative Gütesiegel der Elektro- technik und bietet Ihnen als Zusatzplus: ++ Einfaches Finden des ausgewiese- nen Spezialisten für Ihr benötigtes Fachgebiet ++ Die Fertigstellungsgarantie – einer für alle, alle für einen! ++ Die Zuverlässigkeitsgarantie – wir lassen Sie nicht im Regen stehen! ++ Bereitstellung wirtschaftlicher und rechtlicher Informationen Das ist das technische Gütesiegel der Elektro- technik und bietet Ihnen als Zusatzplus: ++ Personenzertifizierung für Prüf- techniker ++ Bereitstellung von neutraler be- gleitender Baustellenkontrolle ++ Anlagenüberprüfung durch ge- richtlich beeidete Sachverständige ++ Bereitstellung technischer Infor- mationen ++ Sicherheit durch ein individuelles Schlüsselsystem www.kfe.atwww.e-marke.at
  • 3. Wer darf was? Abgrenzung zu anderen Gewerken Andere Gewerbetreibende (Tischler, Installateure, Maler oder Einrichtungshäu- ser, …) dürfen im Rahmen ihrer Berechtigung – unter bestimmtenVoraussetzun- gen – einzelne Leistungen des Elektrotechnikers (bewilligungspflichtiges und gebundenes Gewerbe!) im Rahmen der sogenannten Nebenrechte erbringen. GEFAHRENQUELLE: „Das machen wir gleich mit!“ Achtung vor Garantieverlust GEFAHRENQUELLE: Selbsteinkauf Auch beim Kauf von steckerfertigen Geräten (Waschmaschine, Trockner, Backrohr, …) lesen Sie bitte genau die Betriebsanleitung oder fragen Sie den Fachmann. • Gerade bei neueren Geräten wer- den oft hohe Ansprüche an die Elektroinstallation gestellt. Wenn diese nicht erfüllt werden, verwei- gert der Gerätehersteller die Ga- rantie, denn oftmals ist die Instal- lation von speziellen FI-Schaltern vom Erzeuger vorgeschrieben (z.B. für Waschmaschinen). NUR EINE GEPRÜFTE ANLAGE IST EINE SICHERE ANLAGE! Engagierter Einsatz von den Landesinnungen • Die kompetenten Fachvertretun- gen des modernen Elektrotech- nik-Handwerks sind die jeweili- gen Landesinnungen der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommu- nikationstechniker, die in allen Bundesländern vertreten sind. • Sie stehen Ihnen als Konsument mit Rat undTat zur Verfügung, bei z.B. grundsätzlichen Informatio- nen oder technischen Auskünften • Ombudsstelle: sachkundige Hilfestellung • Finden Sie Ihren Ansprechpart- ner auf den Serviceseiten im In- ternet, wie auf der letzten Seite angeführt. Zu Ihrem Schutz und zu Ihrer Sicherheit dürfen dieseArbeiten NUR unter den Voraussetzungen des §32 der Gewerbeordnung durchgeführt werden: • Es muss sich dabei um Vor- oder Vollendungsarbeiten für die Leistungen des anderen Gewerks handeln und es darf keine eigen- ständige Arbeit sein • Der Wert der Nebenleistung darf bis max. 10% des Gesamtwertes betragen UND • Wenn dies aus Gründen der Si- cherheit nötig ist, muss sich das andere Gewerk immer einer er- fahrenen FACHKRAFT bedienen Wenn der Anschluss eines Gerätes oder einer Beleuchtung sowie die Montage einer Steckdose durchgeführt werden soll, MUSS ein erfahrener Fachmann her. Als erfahrener Spezialist gilt, wer • eine Lehrabschlussprüfung Elek- trotechnik hat (also Facharbeiter ist) UND • eine mehrjährige Berufserfah- rung auf diesem Gebiet nach- weisen kann Fragen Sie den anderen Gewerbetreibenden nach einer Bestätigung für den Mitarbeiter. Denn es geht um IHRE Sicherheit!
  • 4. Checkliste Die nachstehende Checkliste kann Sie dabei unterstützen, Qualitätsmängel schneller zu erkennen und finanzielle Risiken besser einzuschätzen. Professionelle Betriebe auszuwählen und die Beschäftigung seriöser Firmen bewahren Sie vor massiven Nachteilen gegenüber unseriösen Anbietern. checkliste – Prüfkriterien Prüfkriterium Ist eine Gewerbeberechtigung vorhanden? Sind alle konkreten Arbeiten damit abgedeckt? Wie lange existiert die Firma schon? Sind Referenzen, Vergleichsbaustellen,Termintreue, Arbeitssicherheit, Sauberkeit und unkomplizierte Mängelbehebung bekannt? Firmenstandort und Gerichtsstandort in Österreich? Zweifel an finanzieller Zuverlässigkeit? Bonitätsauskünfte notwendig? Hat das Unternehmen bei der Sozialversicherung (SV) Beitragsschulden? SV-Anmeldung, Beschäftigungsbewilligung für Arbeitnehmer vorhanden? Ist eine Betriebshaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe vorhanden? Ist ein schriftlicher Bauvertrag (Angebot) vorhanden? Sind Mindestinhalte vorhanden? Ist das Angebot verständlich? Wer ist der konkrete Ansprechpartner vor Ort auf der Baustelle? Können Sie mit diesem kommunizieren? Ausreichendes Eigenpersonal vorhanden? Leiharbeitskräfte? Subunternehmen? Sind Qualitätsausweise oder Zertifikate vorhanden? Überprüfungsmöglichkeit Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Landesinnung auf. Weitere Details dazu finden Sie bei den hilfreichen Links Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Landesinnung auf. Weitere Details dazu finden Sie bei den hilfreichen Links Referenzliste der Firma, Erkundigungen bei anderen Bauherren, Baubehörde, ANKÖ (Auftragnehmer Kataster Österreich), Firmenwebsite Prüfung vor Ort, ob am angegebenen Firmenstandort tatsächlich ein Geschäftsbetrieb vorhanden ist (Briefkastenfirmen!) Abfrage bei Kreditschutzverbänden (kostenpflichtig) oder Anzahlungen nur gegen Sicherheiten (Bankgarantie, Versicherung und dgl.) HFU-Liste der Gebietskrankenkasse (siehe hilfreiche Links) Auskunft erteilt Firma – Unterlagen der Anmeldung vorlegen lassen Auskunft erteilt Firma (sonst bleiben Sie auf dem angerichteten Schaden sitzen) Firmenpapier, genaue Beschreibung der angebotenen Leistungen, Angabe der Stundensätze, leicht nachvollziehbare Auslass- kalkulation (pro Steckdose, pro Schalter,…), Zahlungskonditionen Verlangen Sie die Bekanntgabe - WER bei Ihnen zur Arbeit vorge­sehen ist: Wer istTechniker oder Obermonteur vor Ort? Fragen Sie, ob auf Ihrer Baustelle nur mit Eigenpersonal gearbeitet wird. Ist die Haftungsfrage geklärt? e-marken-Betrieb, KFE-Zertifizierung, ISO-Zertifizierung 2 2 1 1 3 3 4 4 5 5 6 6 7 7 8 8 9 9 10 10 11 11 12 12 checkliste – Überprüfungsmöglichkeit
  • 5. Vorschriften für den Elektrotechniker Teil 1 Gesetze iumfürElektrotechnik Vorschriften für den Elektrotechniker Teil 1 Gesetze KuratoriumfürElektrotechnik Vorschriften für den Elektrotechniker Teil 1 Gesetze GEFAHRENQUELLE: „Die wissen schon, was sie tun!“ Wissenswerte Fakten für Sie als Kunde. Bei der Neuvermietung von Immobili- en sowie bei der Bauübergabe achten Sie bitte auf die nachfolgenden Punkte. Die Mindestausstattung Seit dem Jahr 2006 gibt es eine normativ vorgeschriebene Min- destausstattung für Wohngebäude (Häuser und Wohnungen). Weniger darf es in Ihrer Anlage nicht sein! Haben Sie z.B.: • Mindestens 2 FI-Schutzschalter in Ihrer Anlage? • Die Mindestanzahl von Strom- kreisen abhängig von Ihrer Wohnfläche? • Die Mindestanzahl von Steckdo- sen in Ihren Räumen? • Die Mindestanzahl von Licht- auslässen in Ihren Räumen? • Die Mindestanzahl von eigenen Stromkreisen für besondere Ver- braucher? • Die Mindestanzahl von An- schlussstellen für Kommunikati- on (Internet,Tel, SAT, …) Details in der Broschüre „Planung elektrischer Anlagen in Wohnun- gen“ auf den Webseiten www.kfe.at und e-marke.at. Die Neuvermietung einer Wohnung Grundsätzlich gilt für jede Mietwohnung, dass diese nach der „gewöhnlichen Verkehrssitte“ zur sofortigen Bewohnung geeignet sein muss und keine grö- beren, die Benutzung hindernden Mängel aufweisen darf. Seit 2010 schreibt die Elektrotechnikverordnung (ETV 2002/A2, §7a) bei Neu- vermietung nach §2 Mietrechtsgesetz zusätzlich folgendes verpflichtend vor: • Zwingende Überprüfung der Wohnung nach dem Elektrotech- nikgesetz 1992 – Prüfbefund • Zwingender Einbau eines 30mA FI-Schutzschalters - wenn nicht vorhanden • Zwingendes Vorliegen einer ausrei- chenden Dokumentation der Anlage Sollte darüber keine geeignete Dokumentation vorliegen, kann der Mieter der Wohnung nicht davon ausgehen, dass die elektrische Anlage diesen Anforderungen entspricht. Die Bauübergabe Bei Beendigung jeder Arbeit muss eine ordentliche Bauübergabe durchgeführt wer- den. Diese dient zur normgerechten Dokumentation Ihrer Anlage und beinhaltet das Bauübergabeprotokoll mit Datum und Mängelliste (Zuverlässigkeitsgarantie). Im Zuge dessen wird das Anlagenbuch mit folgenden Dokumenten übermittelt: • Bundeseinheitliches Prüfprotokoll „ERSTPRÜFUNG“ • Bestandsplan der eigenen Arbeit (vom Laien lesbar) • Verteilerplan / Verteilerlegende (vom Laien lesbar) • Bedienungsanleitungen (FI, Dim- mer, Herd, weitere Elektrogeräte) • Errichter Code oder andere ver- wendete Passwörter • Sonstige notwendige Dokumenta- tion für Abrechnung • Bedienungsanleitung der Anlage (OVE-Richtlinie R5) Ihr gutes Recht Ihr gutes Recht
  • 6. LeisTUnGssTaRk Und akTiv die aufgabe des KFe ist es, seinen Mitgliedern praktische und ideelle Mittel zur Verfügung zu stellen, um normgerechte und auf dem letzten sicherheitstechnischem Stand be- findliche elektrische anlagen ausfüh- ren zu können. daher bietet das KFe den elektrotechnikern folgenden be- reiche an: Technische Informationen es liefert tatkräftige Hilfe und volle unterstützung bei den derzeitigen bzw. zukünftigen Herausforderun- gen im Zusammenhang mit der Veränderung in der Technik, bei der technischen Information. das KFe führt zielgruppenkonforme Informa- tions- und Serviceaktionen durch. kFE Schulung - Personenzertifizierung Seminare und Vorträge zur aus- und Weiterbildung von elektrotechnikern, insbesonders in dem bereich des Vorschriftenwesens, der anlagen- prüfung, der Funktechnik, der licht- wellenleiter-Technik oder der Photo- voltaik. die in Modulen ausgeführten Seminare münden schlussendlich in einer Zertifizierung, die durch einen ausweis dokumentiert ist. Elektro-Befund durch gezielte normungsarbeit wur- den einheitliche grundlagen für die sichere ausführung von elektrischen anlagen geschaffen. Jede elektri- sche anlage ist vor der ersten Inbe- triebsetzung zu prüfen und durch einen befund zu dokumentieren. In der oVe/onorM e 8001-6 sind so- wohl Prüfungsschritte als -inhalt des befundes dargestellt. der normge- recht ausgefüllte befund genügt den anforderungen an eine ordnungsge- mäße dokumentation. kURaTORiUm FÜR eLekTROTechnik aUF deR sicheRen seiTe Zuverlässigkeitsgarantie bei der bauübergabe erhalten Sie von Ihrem e-marken-betrieb eine Zuverlässigkeitsgarantie. diese ist mit einer Zertifikatsnummer ver- sehen und garantiert im ersten Jahr der nutzung die volle Funk- tionalität der eingebauten Technik sowie der arbeitsleistung. Wenn bei Ihrer elektroinstallation etwas nicht stimmt, kommt Ihr e- marken-betrieb und hilft schnell und unbürokratisch! es wird vor ort geklärt, was das Problem ver- ursacht hat, wer dafür zuständig ist oder der Mangel wird einfach behoben. Wir lassen Sie nicht im Regen stehen! Fertigstellungsgarantie Während eines bauvorhabens kann immer etwas unvorherge- sehenes mit Ihrem beauftragten e-marken-betrieb passieren, was einen baustopp zur Folge haben könnte (z.b. ein unfall des eigen- tümers, dessen unerwartetes ab- leben oder ein Konkurs). In jedem Fall wird Ihre baustelle betriebsfertig übergeben. die e- marke springt ein und übernimmt mit einem anderen e-marken-Part- ner alle Verträge und den verein- barten Preis. Wir setzen die arbeit fort, ohne neue Verhandlungen und Mehraufwand. Mit dem öster- reichweiten netzwerk der e-mar- ken-betriebe sind Sie im Fall der Fälle immer auf der sicheren Seite. Einer für alle, alle für einen. www.kfe.atwww.e-marke.at e-marke