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Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden
2	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


                                                                                                  werden (Enhanced Podcasts). Inzwischen hat sich
1. Was	
  sind	
  Educasts?
                                                                                                  dazu auch das Bewegtbild in Episoden etabliert.
Der Begriff Educast bezieht sich auf die Nutzung                                                  Diese werden als „Vodcasts” (Videos als Podcasts)
von Podcasts und anderen Audio- und Videoauf-                                                     oder als Videoblog (auch Vlog) bezeichnet. Mit
zeichnungen in Bildungskontexten. Educasts, auch                                                  „Screencasts“ können darüber hinaus Bildschirmin-
als Educational Podcasts verstandene Aufzeich-                                                    halte (Screen), zum Beispiel Software- oder Com-
nungen, sind an pädagogischer Thematik orientierte                                                puterinhalte, aufgezeichnet werden.
oder in pädagogischen Kontexten entstandene Ton-                                                     Mit dem Blick auf andere bedeutende Bildungs-
und Filmmedien (Schiefner, 2009). Educasts können                                                 ressourcen wie Nachrichtensendungen im Internet,
über einen sogenannten RSS-Feed abonniert werden.                                                 außerschulische Jugendprojekte bis hin zu Weiterbil-
Dieses nutzerorientierte Benachrichtigungssystem in-                                              dungsinstitutionen erfahren Educasts zunehmende
formiert über Änderungen und neue Episoden, ohne                                                  Aufmerksamkeit. Sie dienen als Informationsquelle,
dass man diese aktiv im digitalen Netz abrufen muss.                                              Ausdrucksmittel individuellen Lernens sowie als
Das dem Educast zugrundeliegende Podcast ist ein                                                  Lerngegenstand. Educasts werden zudem auch ge-
Kunstwort aus dem Markennamen iPod, einem weit                                                    nutzt im Kunden-Support, zum Beispiel von
verbreiteten Audiowiedergabegerät der Firma Apple                                                 Software-Unternehmen zur Vorstellung ihrer Soft-
Inc., und dem englischen Wort „to broadcast“ mit                                                  ware oder für die Unternehmenskommunikation und
der Bedeutung senden oder ausstrahlen, was sich im                                                Public Relations. Besonders aber Hochschulen und
englischen Sprachraum auf die Tätigkeit von Rund-                                                 Schulen sehen im Educasting einen Mehrwert für die
funkanstalten (im engl. „broadcasting agencies“) be-                                              Unterstützung des Lernens.
zieht. Diese Wortschöpfung umfasst den Grundge-
danken des Ausstrahlens oder Sendens medialer In-
halte mittels technologischer Publikationsmecha-
nismen auf ein entferntes Wiedergabegerät.
    Podcasts waren zunächst rein audiobasiert. Mit-                                                          Educasts	
   sind	
   Audio-­‐	
   und/oder	
   Videodateien,	
   die	
   di-­‐
hilfe von Erweiterungen konnten dann auch elektro-
nische Folien (zum Beispiel erstellt mit PowerPoint)
                                                                                                     !       gital	
   zu	
   Lern-­‐	
   und/oder	
   Lehrzwecken	
   bereit	
   gestellt
                                                                                                             werden.	
  
synchron aufgenommen und anschließend abgespielt


   In der Praxis : Werkzeuge und Links für die Erstellung von Educasts
   Aufnahmetechnik                                                                                und	
   -­‐bearbeitung:	
   Audacity:	
   (hRp://audacity.sourcefor-­‐
   Es	
  werden	
  Audio-­‐	
  und/oder	
  Videoaufnahmegeräte	
  benöCgt.                        ge.net/)	
   und	
   Videoaufnahme:	
   Windows	
   Movie	
   Maker,	
   Avi-­‐
   Neben	
  professionellen	
  teuren	
  Aufnahmegräten	
  bieten	
  heute                        demux	
   (Linux),	
   Cinderella	
   (Linux).	
   Aufnahmen,	
   Geräte	
   und
   auch	
  die	
  oG	
  leicht	
  verfügbaren	
  digitalen	
  Alltagsgeräte	
  ausrei-­‐          Bearbeitungsprogramme	
  vergeben	
  bzw.	
  benöCgen	
  oG	
  spezi-­‐
   chende	
   Technologie	
   für	
   Aufnahmen	
   (dies	
   erleichtert	
   insbe-­‐            fische	
   Dateiformate.	
   Wenn	
   diese	
   nicht	
   kompaCbel	
   sind
   sondere	
   die	
   Anwendung	
   von	
   Educasts	
   in	
   Schulen).	
   Neben              werden	
   KonverCerungsprogramme	
   benöCgt.	
   Zum	
   Beispiel:
   Mp3-­‐Recordern,	
   DikCergeräten,	
   Videokameras	
   eignen	
   sich                       HandBrake	
   (hRp://handbrake.fr/downloads.php),	
   das	
   Pro-­‐
   beispielsweise	
   auch	
   die	
   Mobiltelefone	
   oder	
   Mobilcomputer                   gramm	
   wandelt	
   DVDs	
   und	
   Videos	
   für	
   den	
   iPod	
   und	
   das
   (Laptops,	
   Tablets)	
   als	
   Aufnahmegeräte.	
   Zur	
   Aufnahme	
   von                iPhone	
   um.	
   Zusätzlich	
   kann	
   nach	
   MP4	
   und	
   Xvid	
   encodiert
   Screencasts	
  wird	
  nur	
  kostenlose	
  SoGware	
  benöCgt.	
  Zum	
  Bei-­‐               werden	
  oder	
  das	
  SUPER	
  KonverCerungsprogramm	
  (hRp://su-­‐
   spiel	
   eignen	
   sich	
   die	
   freie	
   Version	
   von	
   Jing/Techsmith             per.soGonic.de/),	
   das	
   Programm	
   wandelt	
   unterschiedliche
   (hRp://www.jingproject.com/features/)	
   und	
   die	
   Open-­‐                              Aufnahmeformate	
  in	
  andere	
  um.	
  
   Source-­‐Version	
  von	
  CamStudio	
  (hRp://camstudio.org/)	
                               Urheberrechte
   Schni6/Bearbeitung                                                                             Wer	
  seine	
  Aufnahmen	
  mit	
  Musik	
  oder	
  Bildern	
  ergänzen	
  will
   Zur	
   Bearbeitung	
   des	
   aufgenommenen	
   Ton-­‐	
   und	
   Bildmaterials             muss	
  sich	
  um	
  Urheberrechte	
  kümmern.	
  Ein	
  Reihe	
  hilfreicher
   wird	
  SoGware	
  benöCgt,	
  mit	
  der	
  die	
  Aufnahmen	
  geschniRen,                   Links	
   finden	
   sich	
   bei	
   Mister	
   Wong.de	
   mit	
   Hilfe	
   der	
   Schlag-­‐
   verändert,	
   mit	
   Effekten	
   versehen	
   und	
   durch	
   Sounds,	
   Bilder,          worte	
  #l3t	
  und	
  #educast.	
  
   Text	
  etc.	
  ergänzt	
  werden	
  können	
  (folgende	
  aus	
  Platzgründen                Freie	
  Materialien	
  
   beispielhaGe	
   SoGware	
   dient	
   als	
   Hilfe	
   für	
   einen	
   ersten	
   Start,   Auch	
  freie	
  Musik	
  und	
  Bilder	
  sind	
  im	
  Internet	
  erhältlich,	
  zum
   es	
  sollte	
  aber	
  recherchiert	
  werden,	
  ob	
  nicht	
  inzwischen	
  leis-­‐        Beispiel	
   auf	
   den	
   Websites	
   von	
   Massivetracks.net,	
   Jamen-­‐
   tungsfähigere	
   freie	
   SoGware	
   verfügbar	
   ist):	
   Audioaufnahme                  do.com	
  und	
  Musicralley.com.
EducasCng.	
  Wie	
  Podcasts	
  in	
  Bildungskontexten	
  Anwendung	
  finden	
  —	
  3


2. Vorgehen	
  bei	
  der	
  Erstellung	
  von	
  Educasts	
                       beitung von Wissen erfolgen: Reize werden aufge-
Die Realisierung von Educasts scheint einfach: Auf-                                nommen und einer kognitiven Verarbeitung und Be-
nahmesoftware starten, Aufnahme starten, auf-                                      wertung unterzogen.
zeichnen und kommentieren. Dann wird das Produkt                                       Eine andere Variante ist die Produktion von Edu-
zusammen mit einer textbasierten Beschreibung                                      casts nicht durch Lehrende, die instruieren, sondern
(„Shownotes“) online gestellt und die Zielgruppe                                   durch die Lernenden selbst und kann dem konstruk-
wird über die Existenz des neuen Lernstoffs automa-                                tivistischen Lernen zugeordnet werden (Harel &
tisch informiert. Für die erfolgreiche Erstellung von                              Papert, 1991). Die Aufgabe, selbst einen Educast zu
Educasts gilt es, sich mit der Gestaltung des Inhalts,                             erstellen, fordert Lernende dazu heraus, ihr selbst an-
mit den gewählten Technologien und der Veröffentli-                                geeignetes Wissen wiederzugeben und für die Kon-
chung auseinander zu setzen. Dazu werden in der                                    struktion eines Educasts zu strukturieren. Dazu er-
Box „In der Praxis“ auf der vorherigen Seite Tipps                                 stellen sie ein Drehbuch.
für Werkzeuge und Webadressen gegeben.                                                 Diese Nutzungsform von Educasts fördert ein
    Educast sind didaktische Medien, die für Lernpro-                              konstruktivistisches Lernen: Wissen wird nicht vorge-
zesse genutzt werden. Somit gilt es zum einen, didak-                              geben und gelernt, sondern muss selbst erschlossen,
tische Prinzipien sowohl bei der Gestaltung als auch                               verarbeitet, strukturiert und transferiert werden, um
beim Einsatz von Educasts zu berücksichtigen. Zum                                  in die Konstruktion eigener kognitiver Schemata zu
anderen gilt es, das Medium Educast auf seine Wech-                                münden. Durch die Arbeit an der Konstruktion einer
selwirkung von unterschiedlichen Methoden, Lernin-                                 eigenen Darstellung des Wissens wird dieser Prozess
halten und Zielgruppen hin zu untersuchen. Educasts                                unterstützt. Der Educast dient dann als ein zu kon-
können im Lernprozess zur Wissenspräsentation in                                   struierendes Artefakt, das als eine veräußerlichte
darstellender und organisierender Weise sowie zur                                  Form der erfolgten Lern- und Denkprozesse disku-
Unterstützung personeller Kommunikation genutzt                                    tiert werden kann. Derartige Mediennutzung für
werden. Damit können sie sowohl einem instruie-                                    Lernprozesse wird auch als Learning-By-Designing
renden als auch einem konstruktivistischen                                         (Kafai & Harel, 1991) bezeichnet.
Lehr-/Lernverständnis zugeordnet werden. Entspre-                                      Mit Bezug auf den gesamten Prozess von der
chend lassen sich dann unterschiedliche didaktische                                Planung, über die Produktion bis zur Distribution
Gestaltungsmöglichkeiten entwickeln (siehe Kapitel                                 und dem sich danach anschließenden Diskurs um die
#lerntheorie).                                                                     Information steht der Kontext zu einer bildungstheo-
                                                                                   retisch-subjektwissenschaftlichen Basis (Faulstich &
3. Lern-­‐/LehrtheoreGsche	
  Verortung	
  
                                                                                   Zeuner, 1999) oder vor konstruktivistischem Ho-
Die Wissensrepräsentation wird zum Beispiel beim                                   rizont einer Ermöglichungsdidaktik (Arnold, 2003)
instruierenden Lehren durch das Aufzeichnen von                                    denkbar wären.
Vorträgen und Vorlesungen oder Erklärungen in den
Vordergrund gerückt. Die Struktur der Lerninhalte                                          Educasts	
  finden	
  als	
  Medienwerkzeug	
  sowohl	
  mit	
  dem
kann dabei sequentiell gestaltet werden. Die Mög-
lichkeit, nicht verstandene Vortragsabschnitte sankti-
                                                                                      !    Ziel	
   der	
   assisCerenden	
   VermiRlung	
   (zur	
   InstrukCon),
                                                                                           als	
  auch	
  der	
  Gestaltung	
  (KonstrukCon)	
  ihre	
  prakCsche
onslos zu wiederholen, kann dabei eine Steigerung                                          Anwendung.	
  
der Motivation bei den Lernenden erwirken (Schul-
meister, 2001).                                                                             Skizzieren	
  Sie	
  Beispiele	
  für	
  die	
  Nutzung	
  von	
  Educasts
    Lernende können dann ihren Lernstoff frei nach
eigenen Bedürfnissen oder Lernständen auswählen.
                                                                                      ?      ▸ als	
  instruierendes	
  Lernen	
  und	
  
                                                                                             ▸ als	
  konstrukCvisCsches	
  Lernen.	
  
Bei diesem Modell agieren die Herstellenden als Leh-
rende, von denen die Rezipienten etwas lernen sollen.                              4. Didak(sche	
  Gestaltungsmöglichkeiten	
  für	
  den	
  Einsatz
Den Educasts können angeleitete Übungen und Auf-                                   von	
  Educasts	
  
gaben beigefügt werden, mit dem Ziel, durch ihre Be-                               Ergänzend zur idealen technischen Umsetzung von
arbeitung die kognitive Verarbeitung des Gelernten                                 Podcasts ist besonders ihre adäquate didaktische Ge-
zu fördern. Derartige Nutzung in instruierenden                                    staltung zu beachten. Neben den oben aufgeführten
Lernformen folgt dem Lernmodell des Kogniti-                                       lerntheoretischen Überlegungen zum Einsatz von
vismus, bei dem davon ausgegangen wird, dass Lern-                                 Educasts gilt es, den didaktischen Zweck und den
prozesse durch die geleitete Aufnahme und Verar-                                   pädagogischen Kontext und das didaktische Szenario
                                                                                   zu planen.
4	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


Die	
  Planung	
  des	
  Inhalts                                                       stützen zugleich zum Beispiel einen hochschulüber-
Am Anfang steht die Idee, das Thema welches erlernt                                    greifenden Informationsaustausch in Forschung und
oder bearbeitet werden soll. Erarbeiten Sie sich mit                                   Lehre.
Hilfe eines Drehbuches die genauen Lerninhalte,
Lernziele und Produktionswege ihres Educasts. Ein                                            Ein	
   Beispiel	
   für	
   den	
   innovaCven	
   Medieneinsatz	
   in	
   For-­‐
Drehbuch sollte die wesentlichen didaktischen Ab-
läufe umschreiben und alle notwendigen Ressourcen,
                                                                                         !   schung	
   und	
   Lehre	
   ist	
   das	
   zentrale	
   Podcast-­‐Portal	
   der
                                                                                             Bergischen	
  Universität	
  Wuppertal	
  (hRp://podcast.uni-­‐
wie zum Beispiel Produktionsteam, Medien und Zeit,                                           wuppertal.de/).	
  Das	
  als	
  “Work	
  in	
  Progress”	
  zu	
  verste-­‐
                                                                                             hende	
   Portal	
   wird	
   stets	
   weiterentwickelt.	
   Ein	
   weiteres
erfassen und einbeziehen. Wichtig für die Lernmoti-                                          Beispiel	
   findet	
   sich	
   bei	
   der	
   Universität	
   Graz
vation ist es, dass der Educast notwendige curriculare                                       (hRp://gams.uni-­‐graz.at/pug).	
  
Bezüge aufweist. Im Weiteren müssen auch rechtliche
Aspekte bei der Produktion eines Educasts beachtet
werden, zum Beispiel Urheber-, Nutzungs- und Per-                                      Gebündelt nach Fachbereichen, zentralen Einrich-
sönlichkeitsrechte.                                                                    tungen und Themen werden durch zentrale Podcast-
                                                                                       Portale zunehmend Beiträge aus Forschung und
         Leifragen	
  zur	
  Erstellung	
  des	
  Drehbuches	
                         Lehre abrufbar und durch RSS-Feeds abonnierbar
   !      ▸ Welche	
  Zielgruppe	
  möchte	
  ich	
  erreichen?
          ▸ Welche	
  Lernziele	
  sollen	
  erreicht	
  werden?
                                                                                       sein. Folgende Aspekte unterstreichen das innovative
                                                                                       Potenzial:
          ▸ Welches	
  technische	
  Educast-­‐Format	
  (zum	
  Beispiel
                                                                                       ▸ Verbesserung des Zugangs zu den Podcasts,
            Audiocast,	
  Screencast)	
  soll	
  zum	
  Einsatz	
  kommen?	
  
          ▸ Welche	
   Ressourcen	
   (technisch,	
   personell)	
   sind              ▸ Unterstützung der individuellen Informationsag-
            vorhanden?	
                                                                  gregation,
          ▸ Wie	
   kann	
   ich	
   das	
   InformaConsmaterial	
   auf	
   das       ▸ nationaler und internationaler Wissenstransfer und
            Wesentliche	
  eingrenzen,	
  strukturieren?	
                                Wissenstransparenz,
          ▸ Wie	
  gestalte	
  ich	
  die	
  Lerninhalte?	
  
          ▸ Wie	
  sichere	
  und	
  fördere	
  ich	
  die	
  MoCvaCon	
  (Reka-­‐
                                                                                       ▸ Vernetzung mit der Fachcommunity und anderen
            pitulieren,	
  Feedback)?                                                     Institutionen,
                                                                                       ▸ Förderung des Online-Wissenschaftsjournalismus
                                                                                          und
Bei der Einbindung und Erstellung von Educasts
                                                                                       ▸ Erhöhung der Marketingeffekte.
sollten Erkenntnisse aus empirischen Studien be-
achtet werden (zum Beispiel über den Split-At-                                         Screencasts werden meist zur anschaulichen In-
tention-Effekt oder über Lernerfolge bei Audio- und                                    struktion benutzt (zum Beispiel Softwareschulungen).
Video-Medien, siehe Niegemann, 2008).                                                  Sie können aber auch zur Präsentation von Arbeits-
                                                                                       ergebnissen in Veranstaltungen genutzt werden.
Didak(sche	
  Szenarien	
  
                                                                                       Lernende, die ihre Ergebnisse präsentieren wollen,
Im Folgenden werden didaktische Gestaltungen von                                       erstellen mithilfe eines Screencasts ihre Präsentation
Educasts in verschiedenen Szenarien aus Hochschule,                                    (beispielsweise Arbeitsergebnisse einer Projektarbeit)
Schule, Freizeit und Beruf vorgestellt. Beispielsweise                                 und stellen diese zum Herunterladen bereit. Dazu
in der Hochschullehre werden Vorlesungen immer                                         sammeln sie in (durchaus auch verschiedenen) Com-
öfter auf Video aufgezeichnet und anschließend als                                     putermedien visualisierte Darstellungen ihrer Ergeb-
Educast bereitgestellt. Studierende haben so die Mög-                                  nisse (zum Beispiel Fotos, Webseiten, Präsentations-
lichkeit, nicht verstandene Vorlesungspassagen                                         folien, Darstellungen in Textverarbeitungsseiten oder
nochmal anzuhören (zum Beispiel zur Prüfungsvor-                                       Tabellenkalkulationen) und erstellen ein Drehbuch
bereitung) oder verpasste Vorlesungen (zum Beispiel                                    für ihre Präsentation, die sie dann so durchführen,
auf Grund von Krankheit) nachzuholen. Dieses Er-                                       indem sie dazu zu einem imaginären Publikum
gänzungsangebot wird von Studierenden sehr be-                                         sprechen. Das Publikum ruft die Präsentation online
grüßt und intensiv wahrgenommen, da es einen                                           ab. Lernende entwickeln dabei häufig mehr Ehrgeiz
hohen Nutzen für das Lernen bietet.                                                    als bei einer Präsenzpräsentation, da sie die Auf-
   Zentrale Podcast-Portale, beispielsweise an Uni-                                    zeichnung wiederholen können (Zorn, 2010).
versitäten sind ideale Orte im Internet, um außerhalb                                     Podcasts erlauben es Studierenden, Interviews
von Lernveranstaltungen und Arbeitsgruppen das                                         mit Wissenschaftlerinnen oder mit Praxisexperten
Selbstlernen zu unterstützen und zu fördern. Dabei                                     durchzuführen, szenische Dialoge zu entwickeln und
sind Podcast-Portale nicht nur zentrale Anlaufstellen                                  aufzuzeichnen, eigene Features zu recherchieren und
für fachübergreifende Lernmaterialien, sie unter-                                      zu entwickeln. Damit kann Studierenden ein realisti-
EducasCng.	
  Wie	
  Podcasts	
  in	
  Bildungskontexten	
  Anwendung	
  finden	
  —	
  5


scher Erfahrungsraum möglich werden. Dies umfasst            Themen. Sie entwickeln dazu Interviews oder Mei-
ebenso die Ausformulierung einer Idee/Konzeption,            nungsbeiträge über Mode, Schule, Berufswahl, Musik,
wie deren Umsetzung. Ein derartiges Praxisprojekt            ihren Stadtteil, ihren Jugendtreff und weiteres. Dies
stellt Studierenden sicher, dass über einen langen           erfolgt oft auch in Kooperation mit Offenen
Zeitraum ihre Arbeitsergebnisse öffentlich zugänglich        Kanälen, die die Audioprodukte als Radiosendungen
sind und trägt somit dem Gedanken des Lernport-              ausstrahlen. Sie erreichen mit dieser Vermitt-
folios Rechnung.                                             lungsform ihrer Sichtweisen ein größeres Publikum,
                                                             als wenn sie ihre Sichtweisen nur im Freundeskreis
5. Projekte	
  und	
  Beispiele
                                                             diskutieren. Entsprechend der Ziele der Medienpäd-
Die AG-Podcasting begann explorativ 2005 Poten-              agogik tragen solche Projekte zur Erweiterung von
tiale des Podcasting zu ergründen:                           Handlungsoptionen und gesellschaftlicher Partizi-
▸ Gestalten eigener thematischer Beiträge für den            pation bei und fördern die Medienkompetenz.
    Podcast: „Bildung im Dialog” (Medienbildung,                Das Projekt VideoLern adressiert schließlich die
    Medienkompetenz).                                        Hochschullehre, konnte aber auch schon in der be-
▸ Im Selbstverständnis als Podcast-Service-Agentur           ruflichen Bildung erfolgreich eingesetzt werden. Die
    steht unter dem Ansinnen innerhalb universitärer         dahinterstehende Idee ist einfach: Der Lehrende
    Lehre weitere Lernangebote zu bieten. Die Crew           zeichnet seinen Vortrag auf und produziert so einen
    berät und unterstützt andere Kommilitonen, die           Educast. Die Lernenden kommen in einen Compu-
    eine Seminararbeit in Form eines Educasts ge-            terraum und schauen sich dann den Educast in
    stalten möchten (Handlungskompetenz).                    Zweier- bis Dreiergruppen an und beantworten dabei
▸ Die Studierenden werden als Multiplikatoren am             Übungsaufgaben, die einerseits das Verständnis der
    Campus und darüber hinaus angefragt. Dort ent-           Vortragsinhalte überprüfen, andererseits aber auch
    stehende Episoden eventdokumentierenden Cha-             eine Transferleistung einfordern. Der Lehrende steht
    rakters fließen in den Podcast ein (Handlungskom-        in diesem Zeitraum den Lernenden permanent für
    petenz, Netzwerkarbeit).                                 Fragen zur Verfügung, denn er ist durch den Educast
                                                             von seinem Vortrag entbunden. Vorteil dieses Lerns-
Die Macher des Kaffeepod der Universität Augsburg            zenarios ist, dass der instruierende Vortrag so durch
verfolgen mit ihrem Podcast-Konzept inhaltlich eine          selbstgesteuerte und kooperative Lernhandlungen an-
Einführung in die Welt der Universität informellen           gereichert wird. Darüber hinaus sind Variationen von
Charakters. Zielgruppe sind Studierende und Stu-             VideoLern untersucht worden, die ähnliche Lernziele
dieninteressierte. Die Inhalte entstehen innerhalb von       verfolgen (Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile
Seminaren des Studiengangs “Medien und Kommu-                siehe Krüger, 2009).
nikation” der Universität Augsburg.
    Der Podcast Bildungstalk strebt in seiner Wir-                    Entwickeln	
  Sie	
  ein	
  Lernszenario,	
  in	
  dem	
  Educasts	
  ein-­‐
kung einerseits nach der Distribution lehrveranstal-            ?     gesetzt	
   werden.	
   BerücksichCgen	
   Sie	
   hierbei	
   alle	
   An-­‐
                                                                      gaben	
  zum	
  Drehbuch.	
  
tungsergänzender Themen wie auch dem Ermög-
lichen des Kompetenzerwerbs für Studierende aus
medienpädagogischer und medienpraktischer Sicht.
                                                                     Recherchieren	
  Sie	
  im	
  Internet	
  Podcasts	
  aus	
  folgenden
    In der Schule stehen die projektbezogenen Pod-
cast-Produktionen durch die Schüler und Schüle-                 ?    Kontexten:	
   Nachrichten,	
   Jugendbildung,	
   MigraCons-­‐
                                                                     pädagogik,	
   Schule.	
   Hören/Sehen	
   Sie	
   sich	
   die	
   Beiträge
rinnen im Vordergrund (mehr unter Schulpodcas-                       an	
   und	
   noCeren	
   Sie,	
   welchen	
   pädagogischen	
   Zweck
ting.info). Neben internen Schulprojekten (z.B. Pod-                 sie	
  verfolgen.
casts im Fremdsprachenunterricht, Podcasts als
Schulradio) gibt es auch Podcast als Lernbrücken zu          6. Bildungskontexte	
  für	
  den	
  Einsatz	
  von	
  Educasts	
  
anderen Schulen. Wichtig ist zu beachten, dass bei           Podcasts	
   als	
   Alltagsgegenstand	
   in	
   der	
   Wissensgesell-­‐
minderjährigen Schülern die Verantwortlichkeit für           scha>	
  
die Inhalte im Podcast beim Lehrenden bzw. bei der
Schulleitung liegt. Daneben ist es wichtig, bei der          Medienbildung zielt darauf ab, Medien zum Gegen-
Verwendung von personenbezogenen Daten wie                   stand in Bildungsprozessen zu machen (Schelhowe et
Fotos und Namen von Minderjährigen die Erlaubnis             al., 2009). Die Erweiterung von Handlungsfähigkeit
der Eltern einzuholen.                                       und die Teilhabe an der Wissensgesellschaft wären
    In der außerschulischen Jugendbildung produ-             beispielsweise ein solches Ziel. Es stellt sich die
zieren Jugendliche Podcasts zu selbstgewählten               Frage, wie die Kenntnis der Nutzung und Gestaltung
6	
  —	
  Lehrbuch	
  für	
  Lernen	
  und	
  Lehren	
  mit	
  Technologien	
  (L3T)


von Podcasts die eigene Handlungsfähigkeit er-                                         nungsprozess bietet umfassende Möglichkeiten zur
weitern kann? Eine Antwort wäre, dass der Erwerb                                       eigenen Lernausrichtung sowie zur Überprüfung des
der Fähigkeit, Podcasts zu gestalten und sie im In-                                    Lernprozesses (Arnold & Gómez Tutor, 2007).
ternet für die Öffentlichkeit bereit zustellen es Men-                                    Vor diesem Hintergrund eröffnen Educasts
schen ermöglicht, kreativ und öffentlichkeitswirksam                                   mobile und flexible Lernwege, die besonders das
ihre Sichtweisen auf ein Thema darzustellen. Indem                                     selbstgesteuerte Lernen unterstützen. So können die
sie anderen Menschen ermöglichen, über das Internet                                    Lernenden selbst den Lernort und die Lernzeit be-
ihre Beiträge anzusehen, nehmen sie aktiv an Mei-                                      stimmen. Darüber hinaus können beim Selbstlernen
nungsbildungsprozessen bei und erweitern ihre ge-                                      mit Educasts eigene Lernbedürfnisse festlegt werden,
sellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten.                                          eigene Lernziele bestimmt, organisiert und reguliert
    Aus einer medienpädagogischen Perspektive                                          werden. Vorausgesetzt werden müssen die nötigen
heraus wird Podcasting als Phänomen der medialen                                       Selbstlern- und Medienkompetenzen zur Auffindung,
Alltagswelt wahrgenommen (siehe Kapitel #medien-                                       Auswahl und Rezipieren von Educasts. Auch können
paedagogik). Aus dieser Perspektive heraus werden                                      durch gemeinsames Rezipieren der Educasts soziale
Überlegungen angestellt, welche Kompetenzen Men-                                       Einbindungen unterstützt und gefördert werden wie
schen in der durch Medien beeinflussten Informati-                                     beim gemeinsamen Explizieren, Argumentieren und
onsgesellschaft erwerben sollten: Welche Kenntnisse,                                   Rekapitulieren. Die Lernenden beeinflussen beim Re-
Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen sind not-                                    zipieren der Educasts den eigenen Lernprozess selbst
wendig, um mit Audio- und Videoprodukten aktiv an                                      aktiv in (meta-) kognitiver, motivationaler, emotio-
der Gesellschaft teilzuhaben? Entsprechend des Me-                                     naler und sozialer Hinsicht.
dienkompetenzmodells nach Dieter Baacke (1996)
                                                                                       Educasts	
  in	
  insCtuConellen	
  Kontexten	
  
stellen sich demnach beispielhaft Fragen entspre-
chend der folgenden vier Dimensionen:                                                  Bildungsinstitutionen produzieren Educasts mit
▸ Medienkunde: Was sind Educasts? Wie müssen sie                                       mehrfacher Absicht: Support des Lernenden, Trans-
    technisch bedient werden?                                                          parenz der Lehre, Kontaktpflege zu den Alumni der
▸ Medienwissen: Wozu können Educasts genutzt                                           Institution, Steigerung der Reputation der Institution;
    werden?                                                                            im Fall von öffentlich zugänglichen Educasts eine Er-
▸ Medienkritik: Wie vertrauenswürdig sind Inhalte                                      weiterung der Zielgruppe über den traditionellen Ver-
    von Educasts?                                                                      anstaltungskontext hinaus. So leisten Educasts einen
▸ Mediengestaltung: Wie und wozu kann ich selbst                                       Beitrag als offene Bildungsmaterialien (Geser, 2007,
    Educasts erstellen?                                                                siehe Kapitel #openaccess). Bei der Gestaltung von
                                                                                       Educasts gilt es, die Anliegen aller Rezipientinnen
                                                                                       und Rezipienten zu berücksichtigen.
        Educasts	
   sind	
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  Kleingruppen,	
  wie	
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  Ihrer	
  pädago-­‐
                                                                                         ?     gischen	
   Einrichtung	
   Educasts	
   eingesetzt	
   werden
                                                                                               könnten.
Educasts	
  zum	
  selbstgesteuerten,	
  lebenslangen	
  Lernen	
  
Im bildungspolitischen Kontext wird neben der Me-                                      Literatur
dienbildung eine lernerzentrierte Lehrauffassung mit
Blick auf die Unterstützung und Förderung des                                          ▸ Alby, T. (2008). Web 2.0 : Konzepte, Anwendungen, Techno-
selbstgesteuerten, lebenslangen Lernens erwartet                                         logien; [ajax, api, ato, blog, folksonomy, feeds, long tail,
(BLK 2004, 13ff). Die Selbststeuerung des eigenen                                        mashup, permalink, podcast, rich user experience, rss, social
Lernens ist dabei ein Ideal zur aktiven Bewältigung                                      software, tagging]. München: Hanser Verlag.
des durch Globalisierung sowie wirtschaftliche und                                     ▸ Arnold, R. (2003). Ermöglichungsdidaktik: erwachsenenpäd-
technische Veränderungen hervorgerufenen Wandels.                                        agogische Grundlagen und Erfahrungen. Baltmannsweiler /
Im Wesentlichen soll die Verantwortung für viele                                         Hohengehren: Schneider-Verlag.
Aspekte des Lernens in die Hand der Lernenden                                          ▸ Arnold, R. & Gómez Tutor, C. (2007). Grundlinien einer Er-
gelegt werden. Die Lernenden sollen demnach mehr                                         möglichungsdidaktik. Bildung ermöglichen - Vielfalt gestalten.
oder weniger die Fähigkeit erhalten, sich selbst zu un-                                  Augsburg: ZIEL Verlag.
terrichten (Simons, 1992, zitiert nach Mandl &                                         ▸ Baacke, D. (1996). Medienkompetenz als Netzwerk - Reich-
Krause, 2001; Dohmen, 1999). Diese aktive Aneig-                                         weite und Fokussierung eines Begriffs, der Konjunktur hat.
                                                                                         medien praktisch, 20(2), 410.
EducasCng.	
  Wie	
  Podcasts	
  in	
  Bildungskontexten	
  Anwendung	
  finden	
  —	
  7


▸ BLK Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und For-              ▸ Schelhowe, H.; Grafe, S.; Herzig, B.; Koubek, J.; Niesyto, H.;
  schungsförderung (2004). Strategie für Lebenslanges Lernen in          Berg, A.; Hagel, H.; Hasenbrock, J.; Kiesel, K.; Reinmann, G. &
  der Bundesrepublik Deutschland. Materialien zur Bildungs-              Schäfer, M.(2009). Kompetenzen in einer digital geprägten
  planung und zur Forschungsförderung, Heft 115. Bonn: Bund-             Kultur - Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für
  Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsför-               die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von
  derung, URL: http://www.blk-bonn.de/papers/heft115.pdf                 Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit. Berlin: Bundesministerium
  [14-11-2010].                                                          für Bildung und Forschung, URL:
▸ Dohmen, G. & Bundesministerium für Bildung und Forschung.              http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digitaler_kul-
  (2001). Das informelle Lernen: die internationale Erschließung         tur.pdf [14-11-2010].
  einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen                 ▸ Schiefner, M. (2008). Podcasting – Educating the Net Gene-
  Lernens für das lebenslange Lernen aller. Bonn: Bundesminis-           ration!?. In: Raunig, Ebner, Thallinger, Ritsch (Hrsg.), Lifetime
  terium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Öffentlich-           podcasting - Proceeding der österreichischen Fachtagung für
  keitsarbeit, URL:                                                      Podcast, URL: http://fmysql.tu-
  http://www.bmbf.de/pub/das_informelle_lernen.pdf [14-11-               graz.ac.at/~karl/verlagspdf/podcasting_tagungsband.pdf [18-
  2010].                                                                 05-2011]
▸ Faulstich, P. & Zeuner, C. (1999). Erwachsenenbildung : eine         ▸ Schulmeister, R. (2001). Virtuelle Universitäten - Virtuelles
  handlungsorientierte Einführung. Weinheim: Juventa-Verlag.             Lernen. München: Oldenbourg Verlag.
▸ Geser, G. (2007). Open Educational Practices and Resources,          ▸ Zorn, I. (2010). Synergies: How Online Teaching can improve
  OLCOS Roadmap 2012. URL:                                               Quality of Face-to-Face Teaching. Paper presented at the
  http://www.olcos.org/english/roadmap/ [15-07-2010].                    EDEN Annual Conference: Media Inspirations for Learning.
▸ Harel, I. & Papert, S. (1991). Constructionism: research reports       9.-12.6.2010. Valencia (Spanien).
  and essays, 1985-1990. In: Epistemology & Learning Research
                                                                       Weiterführende	
  Literatur
  Group (Hrsg.), Massachusetts Institute of Technology. Episte-
  mology & Learning Research Group & Media Laboratory,                 ▸ Dohmen, G. (1999). Weiterbildungsinstitutionen, Medien,
  Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation.                      Lernumwelten: Rahmenbedingungen und Entwicklungshilfen
▸ Kafai, Y. B. & Harel, I. (1991). Learning through Design and           für das selbstgesteuerte Lernen. Bundesministerium für
  Teaching. In: I. Harel & S. Papert (Hrsg.), Constructionism.           Bildung und Forschung (BMBF), URL: http://elib.tu-darm-
  Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation, 85-110.              stadt.de/tocs/74317490.pdf [14-11-2010].
▸ Ketterl, M.; Schmidt, T.; Mertens, R. & Morisse, K. (2006).          ▸ Friedrich, H. (2000). Selbstgesteuertes Lernen - sechs Fragen,
  Techniken und Einsatzszenarien für Podcasts in der universi-           sechs Antworten.
  tären Lehre: 4. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesell-           URL:www.learnline.nrw.de/angebote/selma/medio/grundle-
  schaft für Informatik e.V. (DeLFI 2006). Darmstadt: Gesell-            gendes/vortraegeaufsaetze/friedrich/friedrich.pdf [15-07-
  schaft für Informatik.                                                 2010].
▸ Krüger, M. (2009). Kooperatives Lernen mit Vorlesungsauf-            ▸ Friedrich, H. & Mandl, H. (1997). Analyse und Förderung
  zeichnungen anhand von drei Beispielen. In: A. Schwill & N.            selbstgesteuerten Lernens. In: F. E. Weinert & H. Mandl
  Apostolopoulos (Hrsg.), Lernen im digitalen Zeitalter. 7. e-           (Hrsg.), Psychologie der Erwachsenenbildung. Enzyklopädie
  Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Infor-             der Psychologie, Pädagogische Psychologie, Göttingen: Ho-
  matik e.V. (DeLFI 2009). GI-EditionProceedings: Bd. 153,               grefe Verlag, 238–293.
  Bonn: Gesellschaft für Informatik, 171-180.                          ▸ Mandl, H. & Reiserer, M. (2001). Individuelle Bedingungen le-
▸ Mandl, H. & Krause, U. M. (2001). Lernkompetenz für die                bensbegleitenden Lernens. Forschungsberichte LMU Nr. 136.
  Wissensgesellschaft. Forschungsberichte LMU Nr. 145,                   München: Ludwig-Maximilians- Universität, URL: http://epu-
  München. Ludwig-Maximilians- Universität.                              b.ub.uni-muenchen.de/244/ [06-10-2008].
▸ Niegemann, H. M. (2008). Lernen mit Medien. In: H.M. Nie-
  gemann (Hrsg.), Kompendium multimediales Lernen.
  Berlin/Heidelberg: Springer, 41-63.

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Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden

  • 2. 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) werden (Enhanced Podcasts). Inzwischen hat sich 1. Was  sind  Educasts? dazu auch das Bewegtbild in Episoden etabliert. Der Begriff Educast bezieht sich auf die Nutzung Diese werden als „Vodcasts” (Videos als Podcasts) von Podcasts und anderen Audio- und Videoauf- oder als Videoblog (auch Vlog) bezeichnet. Mit zeichnungen in Bildungskontexten. Educasts, auch „Screencasts“ können darüber hinaus Bildschirmin- als Educational Podcasts verstandene Aufzeich- halte (Screen), zum Beispiel Software- oder Com- nungen, sind an pädagogischer Thematik orientierte puterinhalte, aufgezeichnet werden. oder in pädagogischen Kontexten entstandene Ton- Mit dem Blick auf andere bedeutende Bildungs- und Filmmedien (Schiefner, 2009). Educasts können ressourcen wie Nachrichtensendungen im Internet, über einen sogenannten RSS-Feed abonniert werden. außerschulische Jugendprojekte bis hin zu Weiterbil- Dieses nutzerorientierte Benachrichtigungssystem in- dungsinstitutionen erfahren Educasts zunehmende formiert über Änderungen und neue Episoden, ohne Aufmerksamkeit. Sie dienen als Informationsquelle, dass man diese aktiv im digitalen Netz abrufen muss. Ausdrucksmittel individuellen Lernens sowie als Das dem Educast zugrundeliegende Podcast ist ein Lerngegenstand. Educasts werden zudem auch ge- Kunstwort aus dem Markennamen iPod, einem weit nutzt im Kunden-Support, zum Beispiel von verbreiteten Audiowiedergabegerät der Firma Apple Software-Unternehmen zur Vorstellung ihrer Soft- Inc., und dem englischen Wort „to broadcast“ mit ware oder für die Unternehmenskommunikation und der Bedeutung senden oder ausstrahlen, was sich im Public Relations. Besonders aber Hochschulen und englischen Sprachraum auf die Tätigkeit von Rund- Schulen sehen im Educasting einen Mehrwert für die funkanstalten (im engl. „broadcasting agencies“) be- Unterstützung des Lernens. zieht. Diese Wortschöpfung umfasst den Grundge- danken des Ausstrahlens oder Sendens medialer In- halte mittels technologischer Publikationsmecha- nismen auf ein entferntes Wiedergabegerät. Podcasts waren zunächst rein audiobasiert. Mit- Educasts   sind   Audio-­‐   und/oder   Videodateien,   die   di-­‐ hilfe von Erweiterungen konnten dann auch elektro- nische Folien (zum Beispiel erstellt mit PowerPoint) ! gital   zu   Lern-­‐   und/oder   Lehrzwecken   bereit   gestellt werden.   synchron aufgenommen und anschließend abgespielt In der Praxis : Werkzeuge und Links für die Erstellung von Educasts Aufnahmetechnik und   -­‐bearbeitung:   Audacity:   (hRp://audacity.sourcefor-­‐ Es  werden  Audio-­‐  und/oder  Videoaufnahmegeräte  benöCgt. ge.net/)   und   Videoaufnahme:   Windows   Movie   Maker,   Avi-­‐ Neben  professionellen  teuren  Aufnahmegräten  bieten  heute demux   (Linux),   Cinderella   (Linux).   Aufnahmen,   Geräte   und auch  die  oG  leicht  verfügbaren  digitalen  Alltagsgeräte  ausrei-­‐ Bearbeitungsprogramme  vergeben  bzw.  benöCgen  oG  spezi-­‐ chende   Technologie   für   Aufnahmen   (dies   erleichtert   insbe-­‐ fische   Dateiformate.   Wenn   diese   nicht   kompaCbel   sind sondere   die   Anwendung   von   Educasts   in   Schulen).   Neben werden   KonverCerungsprogramme   benöCgt.   Zum   Beispiel: Mp3-­‐Recordern,   DikCergeräten,   Videokameras   eignen   sich HandBrake   (hRp://handbrake.fr/downloads.php),   das   Pro-­‐ beispielsweise   auch   die   Mobiltelefone   oder   Mobilcomputer gramm   wandelt   DVDs   und   Videos   für   den   iPod   und   das (Laptops,   Tablets)   als   Aufnahmegeräte.   Zur   Aufnahme   von iPhone   um.   Zusätzlich   kann   nach   MP4   und   Xvid   encodiert Screencasts  wird  nur  kostenlose  SoGware  benöCgt.  Zum  Bei-­‐ werden  oder  das  SUPER  KonverCerungsprogramm  (hRp://su-­‐ spiel   eignen   sich   die   freie   Version   von   Jing/Techsmith per.soGonic.de/),   das   Programm   wandelt   unterschiedliche (hRp://www.jingproject.com/features/)   und   die   Open-­‐ Aufnahmeformate  in  andere  um.   Source-­‐Version  von  CamStudio  (hRp://camstudio.org/)   Urheberrechte Schni6/Bearbeitung Wer  seine  Aufnahmen  mit  Musik  oder  Bildern  ergänzen  will Zur   Bearbeitung   des   aufgenommenen   Ton-­‐   und   Bildmaterials muss  sich  um  Urheberrechte  kümmern.  Ein  Reihe  hilfreicher wird  SoGware  benöCgt,  mit  der  die  Aufnahmen  geschniRen, Links   finden   sich   bei   Mister   Wong.de   mit   Hilfe   der   Schlag-­‐ verändert,   mit   Effekten   versehen   und   durch   Sounds,   Bilder, worte  #l3t  und  #educast.   Text  etc.  ergänzt  werden  können  (folgende  aus  Platzgründen Freie  Materialien   beispielhaGe   SoGware   dient   als   Hilfe   für   einen   ersten   Start, Auch  freie  Musik  und  Bilder  sind  im  Internet  erhältlich,  zum es  sollte  aber  recherchiert  werden,  ob  nicht  inzwischen  leis-­‐ Beispiel   auf   den   Websites   von   Massivetracks.net,   Jamen-­‐ tungsfähigere   freie   SoGware   verfügbar   ist):   Audioaufnahme do.com  und  Musicralley.com.
  • 3. EducasCng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  3 2. Vorgehen  bei  der  Erstellung  von  Educasts   beitung von Wissen erfolgen: Reize werden aufge- Die Realisierung von Educasts scheint einfach: Auf- nommen und einer kognitiven Verarbeitung und Be- nahmesoftware starten, Aufnahme starten, auf- wertung unterzogen. zeichnen und kommentieren. Dann wird das Produkt Eine andere Variante ist die Produktion von Edu- zusammen mit einer textbasierten Beschreibung casts nicht durch Lehrende, die instruieren, sondern („Shownotes“) online gestellt und die Zielgruppe durch die Lernenden selbst und kann dem konstruk- wird über die Existenz des neuen Lernstoffs automa- tivistischen Lernen zugeordnet werden (Harel & tisch informiert. Für die erfolgreiche Erstellung von Papert, 1991). Die Aufgabe, selbst einen Educast zu Educasts gilt es, sich mit der Gestaltung des Inhalts, erstellen, fordert Lernende dazu heraus, ihr selbst an- mit den gewählten Technologien und der Veröffentli- geeignetes Wissen wiederzugeben und für die Kon- chung auseinander zu setzen. Dazu werden in der struktion eines Educasts zu strukturieren. Dazu er- Box „In der Praxis“ auf der vorherigen Seite Tipps stellen sie ein Drehbuch. für Werkzeuge und Webadressen gegeben. Diese Nutzungsform von Educasts fördert ein Educast sind didaktische Medien, die für Lernpro- konstruktivistisches Lernen: Wissen wird nicht vorge- zesse genutzt werden. Somit gilt es zum einen, didak- geben und gelernt, sondern muss selbst erschlossen, tische Prinzipien sowohl bei der Gestaltung als auch verarbeitet, strukturiert und transferiert werden, um beim Einsatz von Educasts zu berücksichtigen. Zum in die Konstruktion eigener kognitiver Schemata zu anderen gilt es, das Medium Educast auf seine Wech- münden. Durch die Arbeit an der Konstruktion einer selwirkung von unterschiedlichen Methoden, Lernin- eigenen Darstellung des Wissens wird dieser Prozess halten und Zielgruppen hin zu untersuchen. Educasts unterstützt. Der Educast dient dann als ein zu kon- können im Lernprozess zur Wissenspräsentation in struierendes Artefakt, das als eine veräußerlichte darstellender und organisierender Weise sowie zur Form der erfolgten Lern- und Denkprozesse disku- Unterstützung personeller Kommunikation genutzt tiert werden kann. Derartige Mediennutzung für werden. Damit können sie sowohl einem instruie- Lernprozesse wird auch als Learning-By-Designing renden als auch einem konstruktivistischen (Kafai & Harel, 1991) bezeichnet. Lehr-/Lernverständnis zugeordnet werden. Entspre- Mit Bezug auf den gesamten Prozess von der chend lassen sich dann unterschiedliche didaktische Planung, über die Produktion bis zur Distribution Gestaltungsmöglichkeiten entwickeln (siehe Kapitel und dem sich danach anschließenden Diskurs um die #lerntheorie). Information steht der Kontext zu einer bildungstheo- retisch-subjektwissenschaftlichen Basis (Faulstich & 3. Lern-­‐/LehrtheoreGsche  Verortung   Zeuner, 1999) oder vor konstruktivistischem Ho- Die Wissensrepräsentation wird zum Beispiel beim rizont einer Ermöglichungsdidaktik (Arnold, 2003) instruierenden Lehren durch das Aufzeichnen von denkbar wären. Vorträgen und Vorlesungen oder Erklärungen in den Vordergrund gerückt. Die Struktur der Lerninhalte Educasts  finden  als  Medienwerkzeug  sowohl  mit  dem kann dabei sequentiell gestaltet werden. Die Mög- lichkeit, nicht verstandene Vortragsabschnitte sankti- ! Ziel   der   assisCerenden   VermiRlung   (zur   InstrukCon), als  auch  der  Gestaltung  (KonstrukCon)  ihre  prakCsche onslos zu wiederholen, kann dabei eine Steigerung Anwendung.   der Motivation bei den Lernenden erwirken (Schul- meister, 2001). Skizzieren  Sie  Beispiele  für  die  Nutzung  von  Educasts Lernende können dann ihren Lernstoff frei nach eigenen Bedürfnissen oder Lernständen auswählen. ? ▸ als  instruierendes  Lernen  und   ▸ als  konstrukCvisCsches  Lernen.   Bei diesem Modell agieren die Herstellenden als Leh- rende, von denen die Rezipienten etwas lernen sollen. 4. Didak(sche  Gestaltungsmöglichkeiten  für  den  Einsatz Den Educasts können angeleitete Übungen und Auf- von  Educasts   gaben beigefügt werden, mit dem Ziel, durch ihre Be- Ergänzend zur idealen technischen Umsetzung von arbeitung die kognitive Verarbeitung des Gelernten Podcasts ist besonders ihre adäquate didaktische Ge- zu fördern. Derartige Nutzung in instruierenden staltung zu beachten. Neben den oben aufgeführten Lernformen folgt dem Lernmodell des Kogniti- lerntheoretischen Überlegungen zum Einsatz von vismus, bei dem davon ausgegangen wird, dass Lern- Educasts gilt es, den didaktischen Zweck und den prozesse durch die geleitete Aufnahme und Verar- pädagogischen Kontext und das didaktische Szenario zu planen.
  • 4. 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) Die  Planung  des  Inhalts stützen zugleich zum Beispiel einen hochschulüber- Am Anfang steht die Idee, das Thema welches erlernt greifenden Informationsaustausch in Forschung und oder bearbeitet werden soll. Erarbeiten Sie sich mit Lehre. Hilfe eines Drehbuches die genauen Lerninhalte, Lernziele und Produktionswege ihres Educasts. Ein Ein   Beispiel   für   den   innovaCven   Medieneinsatz   in   For-­‐ Drehbuch sollte die wesentlichen didaktischen Ab- läufe umschreiben und alle notwendigen Ressourcen, ! schung   und   Lehre   ist   das   zentrale   Podcast-­‐Portal   der Bergischen  Universität  Wuppertal  (hRp://podcast.uni-­‐ wie zum Beispiel Produktionsteam, Medien und Zeit, wuppertal.de/).  Das  als  “Work  in  Progress”  zu  verste-­‐ hende   Portal   wird   stets   weiterentwickelt.   Ein   weiteres erfassen und einbeziehen. Wichtig für die Lernmoti- Beispiel   findet   sich   bei   der   Universität   Graz vation ist es, dass der Educast notwendige curriculare (hRp://gams.uni-­‐graz.at/pug).   Bezüge aufweist. Im Weiteren müssen auch rechtliche Aspekte bei der Produktion eines Educasts beachtet werden, zum Beispiel Urheber-, Nutzungs- und Per- Gebündelt nach Fachbereichen, zentralen Einrich- sönlichkeitsrechte. tungen und Themen werden durch zentrale Podcast- Portale zunehmend Beiträge aus Forschung und Leifragen  zur  Erstellung  des  Drehbuches   Lehre abrufbar und durch RSS-Feeds abonnierbar ! ▸ Welche  Zielgruppe  möchte  ich  erreichen? ▸ Welche  Lernziele  sollen  erreicht  werden? sein. Folgende Aspekte unterstreichen das innovative Potenzial: ▸ Welches  technische  Educast-­‐Format  (zum  Beispiel ▸ Verbesserung des Zugangs zu den Podcasts, Audiocast,  Screencast)  soll  zum  Einsatz  kommen?   ▸ Welche   Ressourcen   (technisch,   personell)   sind ▸ Unterstützung der individuellen Informationsag- vorhanden?   gregation, ▸ Wie   kann   ich   das   InformaConsmaterial   auf   das ▸ nationaler und internationaler Wissenstransfer und Wesentliche  eingrenzen,  strukturieren?   Wissenstransparenz, ▸ Wie  gestalte  ich  die  Lerninhalte?   ▸ Wie  sichere  und  fördere  ich  die  MoCvaCon  (Reka-­‐ ▸ Vernetzung mit der Fachcommunity und anderen pitulieren,  Feedback)? Institutionen, ▸ Förderung des Online-Wissenschaftsjournalismus und Bei der Einbindung und Erstellung von Educasts ▸ Erhöhung der Marketingeffekte. sollten Erkenntnisse aus empirischen Studien be- achtet werden (zum Beispiel über den Split-At- Screencasts werden meist zur anschaulichen In- tention-Effekt oder über Lernerfolge bei Audio- und struktion benutzt (zum Beispiel Softwareschulungen). Video-Medien, siehe Niegemann, 2008). Sie können aber auch zur Präsentation von Arbeits- ergebnissen in Veranstaltungen genutzt werden. Didak(sche  Szenarien   Lernende, die ihre Ergebnisse präsentieren wollen, Im Folgenden werden didaktische Gestaltungen von erstellen mithilfe eines Screencasts ihre Präsentation Educasts in verschiedenen Szenarien aus Hochschule, (beispielsweise Arbeitsergebnisse einer Projektarbeit) Schule, Freizeit und Beruf vorgestellt. Beispielsweise und stellen diese zum Herunterladen bereit. Dazu in der Hochschullehre werden Vorlesungen immer sammeln sie in (durchaus auch verschiedenen) Com- öfter auf Video aufgezeichnet und anschließend als putermedien visualisierte Darstellungen ihrer Ergeb- Educast bereitgestellt. Studierende haben so die Mög- nisse (zum Beispiel Fotos, Webseiten, Präsentations- lichkeit, nicht verstandene Vorlesungspassagen folien, Darstellungen in Textverarbeitungsseiten oder nochmal anzuhören (zum Beispiel zur Prüfungsvor- Tabellenkalkulationen) und erstellen ein Drehbuch bereitung) oder verpasste Vorlesungen (zum Beispiel für ihre Präsentation, die sie dann so durchführen, auf Grund von Krankheit) nachzuholen. Dieses Er- indem sie dazu zu einem imaginären Publikum gänzungsangebot wird von Studierenden sehr be- sprechen. Das Publikum ruft die Präsentation online grüßt und intensiv wahrgenommen, da es einen ab. Lernende entwickeln dabei häufig mehr Ehrgeiz hohen Nutzen für das Lernen bietet. als bei einer Präsenzpräsentation, da sie die Auf- Zentrale Podcast-Portale, beispielsweise an Uni- zeichnung wiederholen können (Zorn, 2010). versitäten sind ideale Orte im Internet, um außerhalb Podcasts erlauben es Studierenden, Interviews von Lernveranstaltungen und Arbeitsgruppen das mit Wissenschaftlerinnen oder mit Praxisexperten Selbstlernen zu unterstützen und zu fördern. Dabei durchzuführen, szenische Dialoge zu entwickeln und sind Podcast-Portale nicht nur zentrale Anlaufstellen aufzuzeichnen, eigene Features zu recherchieren und für fachübergreifende Lernmaterialien, sie unter- zu entwickeln. Damit kann Studierenden ein realisti-
  • 5. EducasCng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  5 scher Erfahrungsraum möglich werden. Dies umfasst Themen. Sie entwickeln dazu Interviews oder Mei- ebenso die Ausformulierung einer Idee/Konzeption, nungsbeiträge über Mode, Schule, Berufswahl, Musik, wie deren Umsetzung. Ein derartiges Praxisprojekt ihren Stadtteil, ihren Jugendtreff und weiteres. Dies stellt Studierenden sicher, dass über einen langen erfolgt oft auch in Kooperation mit Offenen Zeitraum ihre Arbeitsergebnisse öffentlich zugänglich Kanälen, die die Audioprodukte als Radiosendungen sind und trägt somit dem Gedanken des Lernport- ausstrahlen. Sie erreichen mit dieser Vermitt- folios Rechnung. lungsform ihrer Sichtweisen ein größeres Publikum, als wenn sie ihre Sichtweisen nur im Freundeskreis 5. Projekte  und  Beispiele diskutieren. Entsprechend der Ziele der Medienpäd- Die AG-Podcasting begann explorativ 2005 Poten- agogik tragen solche Projekte zur Erweiterung von tiale des Podcasting zu ergründen: Handlungsoptionen und gesellschaftlicher Partizi- ▸ Gestalten eigener thematischer Beiträge für den pation bei und fördern die Medienkompetenz. Podcast: „Bildung im Dialog” (Medienbildung, Das Projekt VideoLern adressiert schließlich die Medienkompetenz). Hochschullehre, konnte aber auch schon in der be- ▸ Im Selbstverständnis als Podcast-Service-Agentur ruflichen Bildung erfolgreich eingesetzt werden. Die steht unter dem Ansinnen innerhalb universitärer dahinterstehende Idee ist einfach: Der Lehrende Lehre weitere Lernangebote zu bieten. Die Crew zeichnet seinen Vortrag auf und produziert so einen berät und unterstützt andere Kommilitonen, die Educast. Die Lernenden kommen in einen Compu- eine Seminararbeit in Form eines Educasts ge- terraum und schauen sich dann den Educast in stalten möchten (Handlungskompetenz). Zweier- bis Dreiergruppen an und beantworten dabei ▸ Die Studierenden werden als Multiplikatoren am Übungsaufgaben, die einerseits das Verständnis der Campus und darüber hinaus angefragt. Dort ent- Vortragsinhalte überprüfen, andererseits aber auch stehende Episoden eventdokumentierenden Cha- eine Transferleistung einfordern. Der Lehrende steht rakters fließen in den Podcast ein (Handlungskom- in diesem Zeitraum den Lernenden permanent für petenz, Netzwerkarbeit). Fragen zur Verfügung, denn er ist durch den Educast von seinem Vortrag entbunden. Vorteil dieses Lerns- Die Macher des Kaffeepod der Universität Augsburg zenarios ist, dass der instruierende Vortrag so durch verfolgen mit ihrem Podcast-Konzept inhaltlich eine selbstgesteuerte und kooperative Lernhandlungen an- Einführung in die Welt der Universität informellen gereichert wird. Darüber hinaus sind Variationen von Charakters. Zielgruppe sind Studierende und Stu- VideoLern untersucht worden, die ähnliche Lernziele dieninteressierte. Die Inhalte entstehen innerhalb von verfolgen (Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile Seminaren des Studiengangs “Medien und Kommu- siehe Krüger, 2009). nikation” der Universität Augsburg. Der Podcast Bildungstalk strebt in seiner Wir- Entwickeln  Sie  ein  Lernszenario,  in  dem  Educasts  ein-­‐ kung einerseits nach der Distribution lehrveranstal- ? gesetzt   werden.   BerücksichCgen   Sie   hierbei   alle   An-­‐ gaben  zum  Drehbuch.   tungsergänzender Themen wie auch dem Ermög- lichen des Kompetenzerwerbs für Studierende aus medienpädagogischer und medienpraktischer Sicht. Recherchieren  Sie  im  Internet  Podcasts  aus  folgenden In der Schule stehen die projektbezogenen Pod- cast-Produktionen durch die Schüler und Schüle- ? Kontexten:   Nachrichten,   Jugendbildung,   MigraCons-­‐ pädagogik,   Schule.   Hören/Sehen   Sie   sich   die   Beiträge rinnen im Vordergrund (mehr unter Schulpodcas- an   und   noCeren   Sie,   welchen   pädagogischen   Zweck ting.info). Neben internen Schulprojekten (z.B. Pod- sie  verfolgen. casts im Fremdsprachenunterricht, Podcasts als Schulradio) gibt es auch Podcast als Lernbrücken zu 6. Bildungskontexte  für  den  Einsatz  von  Educasts   anderen Schulen. Wichtig ist zu beachten, dass bei Podcasts   als   Alltagsgegenstand   in   der   Wissensgesell-­‐ minderjährigen Schülern die Verantwortlichkeit für scha>   die Inhalte im Podcast beim Lehrenden bzw. bei der Schulleitung liegt. Daneben ist es wichtig, bei der Medienbildung zielt darauf ab, Medien zum Gegen- Verwendung von personenbezogenen Daten wie stand in Bildungsprozessen zu machen (Schelhowe et Fotos und Namen von Minderjährigen die Erlaubnis al., 2009). Die Erweiterung von Handlungsfähigkeit der Eltern einzuholen. und die Teilhabe an der Wissensgesellschaft wären In der außerschulischen Jugendbildung produ- beispielsweise ein solches Ziel. Es stellt sich die zieren Jugendliche Podcasts zu selbstgewählten Frage, wie die Kenntnis der Nutzung und Gestaltung
  • 6. 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) von Podcasts die eigene Handlungsfähigkeit er- nungsprozess bietet umfassende Möglichkeiten zur weitern kann? Eine Antwort wäre, dass der Erwerb eigenen Lernausrichtung sowie zur Überprüfung des der Fähigkeit, Podcasts zu gestalten und sie im In- Lernprozesses (Arnold & Gómez Tutor, 2007). ternet für die Öffentlichkeit bereit zustellen es Men- Vor diesem Hintergrund eröffnen Educasts schen ermöglicht, kreativ und öffentlichkeitswirksam mobile und flexible Lernwege, die besonders das ihre Sichtweisen auf ein Thema darzustellen. Indem selbstgesteuerte Lernen unterstützen. So können die sie anderen Menschen ermöglichen, über das Internet Lernenden selbst den Lernort und die Lernzeit be- ihre Beiträge anzusehen, nehmen sie aktiv an Mei- stimmen. Darüber hinaus können beim Selbstlernen nungsbildungsprozessen bei und erweitern ihre ge- mit Educasts eigene Lernbedürfnisse festlegt werden, sellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten. eigene Lernziele bestimmt, organisiert und reguliert Aus einer medienpädagogischen Perspektive werden. Vorausgesetzt werden müssen die nötigen heraus wird Podcasting als Phänomen der medialen Selbstlern- und Medienkompetenzen zur Auffindung, Alltagswelt wahrgenommen (siehe Kapitel #medien- Auswahl und Rezipieren von Educasts. Auch können paedagogik). Aus dieser Perspektive heraus werden durch gemeinsames Rezipieren der Educasts soziale Überlegungen angestellt, welche Kompetenzen Men- Einbindungen unterstützt und gefördert werden wie schen in der durch Medien beeinflussten Informati- beim gemeinsamen Explizieren, Argumentieren und onsgesellschaft erwerben sollten: Welche Kenntnisse, Rekapitulieren. Die Lernenden beeinflussen beim Re- Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen sind not- zipieren der Educasts den eigenen Lernprozess selbst wendig, um mit Audio- und Videoprodukten aktiv an aktiv in (meta-) kognitiver, motivationaler, emotio- der Gesellschaft teilzuhaben? Entsprechend des Me- naler und sozialer Hinsicht. dienkompetenzmodells nach Dieter Baacke (1996) Educasts  in  insCtuConellen  Kontexten   stellen sich demnach beispielhaft Fragen entspre- chend der folgenden vier Dimensionen: Bildungsinstitutionen produzieren Educasts mit ▸ Medienkunde: Was sind Educasts? Wie müssen sie mehrfacher Absicht: Support des Lernenden, Trans- technisch bedient werden? parenz der Lehre, Kontaktpflege zu den Alumni der ▸ Medienwissen: Wozu können Educasts genutzt Institution, Steigerung der Reputation der Institution; werden? im Fall von öffentlich zugänglichen Educasts eine Er- ▸ Medienkritik: Wie vertrauenswürdig sind Inhalte weiterung der Zielgruppe über den traditionellen Ver- von Educasts? anstaltungskontext hinaus. So leisten Educasts einen ▸ Mediengestaltung: Wie und wozu kann ich selbst Beitrag als offene Bildungsmaterialien (Geser, 2007, Educasts erstellen? siehe Kapitel #openaccess). Bei der Gestaltung von Educasts gilt es, die Anliegen aller Rezipientinnen und Rezipienten zu berücksichtigen. Educasts   sind   auch Bildungsgegenstand   bei   der   För-­‐   ! derung  von  Medienkompetenz.   DiskuCeren  Sie  in  Kleingruppen,  wie  an  Ihrer  pädago-­‐ ? gischen   Einrichtung   Educasts   eingesetzt   werden könnten. Educasts  zum  selbstgesteuerten,  lebenslangen  Lernen   Im bildungspolitischen Kontext wird neben der Me- Literatur dienbildung eine lernerzentrierte Lehrauffassung mit Blick auf die Unterstützung und Förderung des ▸ Alby, T. (2008). Web 2.0 : Konzepte, Anwendungen, Techno- selbstgesteuerten, lebenslangen Lernens erwartet logien; [ajax, api, ato, blog, folksonomy, feeds, long tail, (BLK 2004, 13ff). Die Selbststeuerung des eigenen mashup, permalink, podcast, rich user experience, rss, social Lernens ist dabei ein Ideal zur aktiven Bewältigung software, tagging]. München: Hanser Verlag. des durch Globalisierung sowie wirtschaftliche und ▸ Arnold, R. (2003). Ermöglichungsdidaktik: erwachsenenpäd- technische Veränderungen hervorgerufenen Wandels. agogische Grundlagen und Erfahrungen. Baltmannsweiler / Im Wesentlichen soll die Verantwortung für viele Hohengehren: Schneider-Verlag. Aspekte des Lernens in die Hand der Lernenden ▸ Arnold, R. & Gómez Tutor, C. (2007). Grundlinien einer Er- gelegt werden. Die Lernenden sollen demnach mehr möglichungsdidaktik. Bildung ermöglichen - Vielfalt gestalten. oder weniger die Fähigkeit erhalten, sich selbst zu un- Augsburg: ZIEL Verlag. terrichten (Simons, 1992, zitiert nach Mandl & ▸ Baacke, D. (1996). Medienkompetenz als Netzwerk - Reich- Krause, 2001; Dohmen, 1999). Diese aktive Aneig- weite und Fokussierung eines Begriffs, der Konjunktur hat. medien praktisch, 20(2), 410.
  • 7. EducasCng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  7 ▸ BLK Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und For- ▸ Schelhowe, H.; Grafe, S.; Herzig, B.; Koubek, J.; Niesyto, H.; schungsförderung (2004). Strategie für Lebenslanges Lernen in Berg, A.; Hagel, H.; Hasenbrock, J.; Kiesel, K.; Reinmann, G. & der Bundesrepublik Deutschland. Materialien zur Bildungs- Schäfer, M.(2009). Kompetenzen in einer digital geprägten planung und zur Forschungsförderung, Heft 115. Bonn: Bund- Kultur - Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsför- die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von derung, URL: http://www.blk-bonn.de/papers/heft115.pdf Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit. Berlin: Bundesministerium [14-11-2010]. für Bildung und Forschung, URL: ▸ Dohmen, G. & Bundesministerium für Bildung und Forschung. http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digitaler_kul- (2001). Das informelle Lernen: die internationale Erschließung tur.pdf [14-11-2010]. einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen ▸ Schiefner, M. (2008). Podcasting – Educating the Net Gene- Lernens für das lebenslange Lernen aller. Bonn: Bundesminis- ration!?. In: Raunig, Ebner, Thallinger, Ritsch (Hrsg.), Lifetime terium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Öffentlich- podcasting - Proceeding der österreichischen Fachtagung für keitsarbeit, URL: Podcast, URL: http://fmysql.tu- http://www.bmbf.de/pub/das_informelle_lernen.pdf [14-11- graz.ac.at/~karl/verlagspdf/podcasting_tagungsband.pdf [18- 2010]. 05-2011] ▸ Faulstich, P. & Zeuner, C. (1999). Erwachsenenbildung : eine ▸ Schulmeister, R. (2001). Virtuelle Universitäten - Virtuelles handlungsorientierte Einführung. Weinheim: Juventa-Verlag. Lernen. München: Oldenbourg Verlag. ▸ Geser, G. (2007). Open Educational Practices and Resources, ▸ Zorn, I. (2010). Synergies: How Online Teaching can improve OLCOS Roadmap 2012. URL: Quality of Face-to-Face Teaching. Paper presented at the http://www.olcos.org/english/roadmap/ [15-07-2010]. EDEN Annual Conference: Media Inspirations for Learning. ▸ Harel, I. & Papert, S. (1991). Constructionism: research reports 9.-12.6.2010. Valencia (Spanien). and essays, 1985-1990. In: Epistemology & Learning Research Weiterführende  Literatur Group (Hrsg.), Massachusetts Institute of Technology. Episte- mology & Learning Research Group & Media Laboratory, ▸ Dohmen, G. (1999). Weiterbildungsinstitutionen, Medien, Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation. Lernumwelten: Rahmenbedingungen und Entwicklungshilfen ▸ Kafai, Y. B. & Harel, I. (1991). Learning through Design and für das selbstgesteuerte Lernen. Bundesministerium für Teaching. In: I. Harel & S. Papert (Hrsg.), Constructionism. Bildung und Forschung (BMBF), URL: http://elib.tu-darm- Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation, 85-110. stadt.de/tocs/74317490.pdf [14-11-2010]. ▸ Ketterl, M.; Schmidt, T.; Mertens, R. & Morisse, K. (2006). ▸ Friedrich, H. (2000). Selbstgesteuertes Lernen - sechs Fragen, Techniken und Einsatzszenarien für Podcasts in der universi- sechs Antworten. tären Lehre: 4. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesell- URL:www.learnline.nrw.de/angebote/selma/medio/grundle- schaft für Informatik e.V. (DeLFI 2006). Darmstadt: Gesell- gendes/vortraegeaufsaetze/friedrich/friedrich.pdf [15-07- schaft für Informatik. 2010]. ▸ Krüger, M. (2009). Kooperatives Lernen mit Vorlesungsauf- ▸ Friedrich, H. & Mandl, H. (1997). Analyse und Förderung zeichnungen anhand von drei Beispielen. In: A. Schwill & N. selbstgesteuerten Lernens. In: F. E. Weinert & H. Mandl Apostolopoulos (Hrsg.), Lernen im digitalen Zeitalter. 7. e- (Hrsg.), Psychologie der Erwachsenenbildung. Enzyklopädie Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Infor- der Psychologie, Pädagogische Psychologie, Göttingen: Ho- matik e.V. (DeLFI 2009). GI-EditionProceedings: Bd. 153, grefe Verlag, 238–293. Bonn: Gesellschaft für Informatik, 171-180. ▸ Mandl, H. & Reiserer, M. (2001). Individuelle Bedingungen le- ▸ Mandl, H. & Krause, U. M. (2001). Lernkompetenz für die bensbegleitenden Lernens. Forschungsberichte LMU Nr. 136. Wissensgesellschaft. Forschungsberichte LMU Nr. 145, München: Ludwig-Maximilians- Universität, URL: http://epu- München. Ludwig-Maximilians- Universität. b.ub.uni-muenchen.de/244/ [06-10-2008]. ▸ Niegemann, H. M. (2008). Lernen mit Medien. In: H.M. Nie- gemann (Hrsg.), Kompendium multimediales Lernen. Berlin/Heidelberg: Springer, 41-63.