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Die vier
Prinzipien
Die vier Prinzipien 3
Im Namen Allahs,
des Barmherzigen, des Erbarmers
Ich bitte Allah, den Ehrenwerten, den Herrn des
gewaltigen Thrones, dass Er im Diesseits und im
Jenseits dein Schutzherr sein möge
und dich segnet, wo immer du dich befindest,
und dass Er dich zu jenen gehören lässt, die,
wenn ihnen gegeben wird, dankbar sind,
und die, wenn sie geprüft werden, geduldig
sind,
und die, wenn sie sündigen,Allah um Vergebung
bitten.
Denn wahrlich, diese drei Eigenschaften sind
wahre Zeichen der Glückseligkeit.
Die vier Prinzipien
4
Wisse, möge Allah dich zur Gehorsamkeit
Ihm gegenüber leiten, dass der rechtgeleitete
Glaube (der Eingottglaube) -die Religion Ibrahims-
bedeutet: dass du Allah allein anbetest, einzig Ihm
die Religion widmend,
so wie der Erhabene sagt:
Und Ich habe die Djinn und die Menschen nur
dazu erschaffen, damit sie Mir dienen.
Wenn du dann verstehst, dass Allah dich zu
Seiner Anbetung erschaffen hat, dann wisse, dass
die gottesdienstliche Handlung im Islam (‘Ibaadah)
nicht “Gottesdienst” genannt wird, solange sie
nicht mit dem Tauhid (dem Monotheismus/ der
Bestätigung der Einzigkeit Allahs in Göttlichkeit
und Anbetungswürdigkeit in Theorie und Praxis)
einhergeht.
Die vier Prinzipien 5
Sowie das Gebet (im Islam) nicht “Gebet”
genannt wird, solange es nicht mit der rituellen
Gebetsreinheit einhergeht.
Wenn also der Shirk (der Polytheismus/
Allah einen Teilhaber in Göttlichkeit und/oder
Anbetungswürdigkeit zuzusprechen) in den
Gottesdienst einzug hält, verdirbt es diesen
genauso, wie die Unreinheit die rituelle
Gebetsreinheit verdirbt.
Wenn du dann verstehst, dass der Shirk, wenn
er mit der gottesdienstlichen Handlung einhergeht,
diese verdirbt, die Handlungen ungültig macht und
derjenige, der Shirk begeht, zu einem von denen
wird, die für ewig im (Höllen-)Feuer sein werden,
dann wirst du verstehen, dass das wichtigste,
was dir auferlegt wurde, ist, Wissen hierüber zu
Die vier Prinzipien
6
besitzen. Auf dass dich Allah aus dieser Falle
befreien möge,
diese Falle, die der Shirk ist,
über den Allah der Erhabene sagt:
Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass
Ihm Götter zur Seite gestellt werden, und Er vergibt,
was geringer ist als dies, wem Er will.
Dies kann durch die Kenntnis von vier Prinzipien,
die Allah in Seinem Buch erwähnt, erreicht werden.
Das erste Prinzip ist:
Dass du weißt, dass die Ungläubigen, gegen
die der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Heil auf
ihm - gekämpft hatte, bestätigten, dass Allah der
Schöpfer und Verwalter (der Schöpfung) ist
und dass dies jedoch nicht ihren Eintritt in den
Islam bewirkte.
Die vier Prinzipien 7
Der Beweis hierfür ist die Aussage Allahs des
Erhabenen:
Sag: Wer versorgt euch vom Himmel und von der
Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht?
Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und
bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer
regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: “Allah”.
Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?
Das zweite Prinzip ist:
Dass die Ungläubigen sagten: „Wir haben sie
nicht angefleht, noch uns ihnen zugewendet, außer
um uns (durch sie Allah) zu nähern und (ihre)
Fürsprache zu ersuchen“.
Bezüglich dem Bestreben, Allah näher zu
kommen, so ist der Beweis dafür die Aussage des
Erhabenen:
Die vier Prinzipien
8
Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner
Schutzherren nehmen (, sagen:) “Wir dienen ihnen
nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen”
-, gewiß, Allah wird zwischen ihnen richten über das,
worüber sie uneinig sind. Gewiß, Allah leitet nicht
recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger
ist.
Und der Beweis für ihr Streben nach Fürsprache
ist die Aussage des Erhabenen:
Sie beten außer Allah das an, was ihnen weder
schaden noch nützen kann; und sie sagen: “Das
sind unsere Fürsprecher bei Allah.”
Und die Fürsprache besteht aus zwei Arten:
eine Fürsprache, die (als solche) verneint wird und
eine Fürsprache, die (als solche) bestätigt wird.
Die vier Prinzipien 9
Die verneinte Form der Fürsprache ist jene, die
bei anderen außer Allah ersucht wird in Dingen, die
niemand außer Allah umsetzen kann.
Der Beweis (hierfür) ist die Aussage des
Erhabenen:
O die ihr glaubt, gebt aus von dem, womit Wir
euch versorgt haben, bevor ein Tag kommt, an
dem es keinen Verkauf, keine Freundschaft und
keine Fürsprache gibt! Die Ungläubigen sind die
Ungerechten.
Die bestätigte Form der Fürsprache ist jene, die
bei Allah ersucht wird. Der Fürsprecher ist dabei
jemand, der die Ehre erhielt, bei Allah Fürsprache
einlegen zu dürfen. Und derjenige, für den die
Fürsprache -nach der Erlaubnis Allahs- eingelegt
wird, jemand ist, mit dessen Aussagen und
Handlungen Allah zufrieden.
Die vier Prinzipien
10
So wie Allah der Erhabene sagt:
Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen
könnte außer mit Seiner Erlaubnis?
Das dritte Prinzip ist:
Dass der Prophet -Allahs Segen und Heil auf
ihm- zu Leuten geschickt wurde, die sich in ihren
Anbetungen unterschieden.
Unter ihnen gab es welche, die die Engel
anbeteten.
Und es gab unter ihnen welche, die die
Propheten und rechtschaffenen Menschen
(Saalihiin) anbeteten.
Und es gab unter ihnen welche, die Bäume und
Steine anbeteten.
Und es gab unter ihnen welche, die die Sonne
und den Mond anbeteten.
Die vier Prinzipien 11
Und der Gesandte Allahs -Allahs Segen und
Heil auf ihm- bekämpfte sie alle und er unterschied
nicht zwischen ihnen.
Der Beweis hierfür ist die Aussage Allahs des
Erhabenen:
Und kämpft gegen sie, bis es keine Versuchung/
Zwitracht (Fitnah) mehr gibt und (bis) die Religion
gänzlich Allahs ist.
Der Beweis im Bezug auf die Sonne und den
Mond ist die Aussage des Erhabenen:
Und zu Seinen Zeichen gehören die Nacht und
der Tag, die Sonne und der Mond. Werft euch weder
vor der Sonne noch vor dem Mond nieder, sondern
werft euch vor Allah nieder, Der sie erschaffen hat,
wenn ihr (tatsächlich) Ihm allein dient.
Die vier Prinzipien
12
Der Beweis im Bezug auf die Engel ist die
Aussage des Erhabenen:
Und Er gebietet euch nicht, euch die Engel oder
die Propheten zu Herren zu nehmen...
Der Beweis im Bezug auf die Propheten ist die
Aussage des Erhabenen:
Und wenn Allah sagt: “O ‘Isa, Sohn Maryams,
bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ,Nehmt
mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!’?”,
wird er sagen: “Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu,
etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn
ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, dann wüsstest
Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber
ich weiß nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der
Allwisser der verborgenen Dinge.
Die vier Prinzipien 13
Der Beweis im Bezug auf die rechtschaffenen
Menschen (Saalihiin) ist die Aussage des
Erhabenen:
Diejenigen, die sie anrufen, trachten nach
einem Mittel zu ihrem Herrn (und wetteifern), wer
von ihnen (Ihm) am nächsten sei, und hoffen auf
Seine Barmherzigkeit und fürchten Seine Strafe...
Der Beweis im Bezug auf die Bäume und Steine
ist die Aussage des Erhabenen:
Was meint ihr wohl zu al-Lat und al-’Uzza
und auch zu Manah, dieser anderen, der
dritten?
Und ebenso (ist ein Beweis dafür) der Hadith
von Abi Waaqid al-Laithy -möge Allah mit ihm
zufrieden sein-, der sagte: „Wir zogen mit Allahs
Gesandtem -Allahs Segen und Heil auf ihm- zur
Die vier Prinzipien
14
Schlacht von Hunayn aus, und erst kürzlich sind
wir vom Unglauben abgekommen (und zum Islam
übergetreten). Die Polytheisten/Götzenanbeter
hatten einen Baum, an dem sie ihre Schwerter
hängten (um Segen für diese zu erlangen); er
wurde Dhaatu Anwaat genannt. Wir gingen sodann
an einem Baum vorbei und sagten: ‚O Gesandter
Allahs! Bestimme für uns einen Dhaat Anwaat, so
wie sie einen Dhaat Anwaat haben’“.
Das vierte Prinzip ist:
Dass die Polytheisten unserer Zeit extremeren
Shirk begehen als die ersten Polytheisten (zur Zeit
des Propheten).
Denn die ersten Polytheisten beteten in Zeiten
der Sorglosigkeit andere neben Allah an und
wendeten sich (aber) in Zeiten der Not Ihm allein (in
ihrer Anrufung und Anbetung) zu.
Die vier Prinzipien 15
Jedoch begehen die Polytheisten in unserer Zeit
ständig Shirk, sowohl in Zeiten der Sorglosigkeit als
auch in Zeiten der Not.
Der Beweis (hierfür) ist die Aussage des
Erhabenen:
Wenn sie ein Schiff besteigen, rufen sie Allah
an, Ihm allein die Religion widmend. Wenn Er sie
nun ans Land errettet, gesellen sie sogleich (Ihm
wieder andere in der Anbetung) bei.
Und Allah weiß es am Besten. Und mögen Ehre
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Die vier Prinzipien

  • 1.
  • 3. Die vier Prinzipien 3 Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers Ich bitte Allah, den Ehrenwerten, den Herrn des gewaltigen Thrones, dass Er im Diesseits und im Jenseits dein Schutzherr sein möge und dich segnet, wo immer du dich befindest, und dass Er dich zu jenen gehören lässt, die, wenn ihnen gegeben wird, dankbar sind, und die, wenn sie geprüft werden, geduldig sind, und die, wenn sie sündigen,Allah um Vergebung bitten. Denn wahrlich, diese drei Eigenschaften sind wahre Zeichen der Glückseligkeit.
  • 4. Die vier Prinzipien 4 Wisse, möge Allah dich zur Gehorsamkeit Ihm gegenüber leiten, dass der rechtgeleitete Glaube (der Eingottglaube) -die Religion Ibrahims- bedeutet: dass du Allah allein anbetest, einzig Ihm die Religion widmend, so wie der Erhabene sagt: Und Ich habe die Djinn und die Menschen nur dazu erschaffen, damit sie Mir dienen. Wenn du dann verstehst, dass Allah dich zu Seiner Anbetung erschaffen hat, dann wisse, dass die gottesdienstliche Handlung im Islam (‘Ibaadah) nicht “Gottesdienst” genannt wird, solange sie nicht mit dem Tauhid (dem Monotheismus/ der Bestätigung der Einzigkeit Allahs in Göttlichkeit und Anbetungswürdigkeit in Theorie und Praxis) einhergeht.
  • 5. Die vier Prinzipien 5 Sowie das Gebet (im Islam) nicht “Gebet” genannt wird, solange es nicht mit der rituellen Gebetsreinheit einhergeht. Wenn also der Shirk (der Polytheismus/ Allah einen Teilhaber in Göttlichkeit und/oder Anbetungswürdigkeit zuzusprechen) in den Gottesdienst einzug hält, verdirbt es diesen genauso, wie die Unreinheit die rituelle Gebetsreinheit verdirbt. Wenn du dann verstehst, dass der Shirk, wenn er mit der gottesdienstlichen Handlung einhergeht, diese verdirbt, die Handlungen ungültig macht und derjenige, der Shirk begeht, zu einem von denen wird, die für ewig im (Höllen-)Feuer sein werden, dann wirst du verstehen, dass das wichtigste, was dir auferlegt wurde, ist, Wissen hierüber zu
  • 6. Die vier Prinzipien 6 besitzen. Auf dass dich Allah aus dieser Falle befreien möge, diese Falle, die der Shirk ist, über den Allah der Erhabene sagt: Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass Ihm Götter zur Seite gestellt werden, und Er vergibt, was geringer ist als dies, wem Er will. Dies kann durch die Kenntnis von vier Prinzipien, die Allah in Seinem Buch erwähnt, erreicht werden. Das erste Prinzip ist: Dass du weißt, dass die Ungläubigen, gegen die der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Heil auf ihm - gekämpft hatte, bestätigten, dass Allah der Schöpfer und Verwalter (der Schöpfung) ist und dass dies jedoch nicht ihren Eintritt in den Islam bewirkte.
  • 7. Die vier Prinzipien 7 Der Beweis hierfür ist die Aussage Allahs des Erhabenen: Sag: Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: “Allah”. Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? Das zweite Prinzip ist: Dass die Ungläubigen sagten: „Wir haben sie nicht angefleht, noch uns ihnen zugewendet, außer um uns (durch sie Allah) zu nähern und (ihre) Fürsprache zu ersuchen“. Bezüglich dem Bestreben, Allah näher zu kommen, so ist der Beweis dafür die Aussage des Erhabenen:
  • 8. Die vier Prinzipien 8 Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (, sagen:) “Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen” -, gewiß, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Gewiß, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist. Und der Beweis für ihr Streben nach Fürsprache ist die Aussage des Erhabenen: Sie beten außer Allah das an, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: “Das sind unsere Fürsprecher bei Allah.” Und die Fürsprache besteht aus zwei Arten: eine Fürsprache, die (als solche) verneint wird und eine Fürsprache, die (als solche) bestätigt wird.
  • 9. Die vier Prinzipien 9 Die verneinte Form der Fürsprache ist jene, die bei anderen außer Allah ersucht wird in Dingen, die niemand außer Allah umsetzen kann. Der Beweis (hierfür) ist die Aussage des Erhabenen: O die ihr glaubt, gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben, bevor ein Tag kommt, an dem es keinen Verkauf, keine Freundschaft und keine Fürsprache gibt! Die Ungläubigen sind die Ungerechten. Die bestätigte Form der Fürsprache ist jene, die bei Allah ersucht wird. Der Fürsprecher ist dabei jemand, der die Ehre erhielt, bei Allah Fürsprache einlegen zu dürfen. Und derjenige, für den die Fürsprache -nach der Erlaubnis Allahs- eingelegt wird, jemand ist, mit dessen Aussagen und Handlungen Allah zufrieden.
  • 10. Die vier Prinzipien 10 So wie Allah der Erhabene sagt: Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Das dritte Prinzip ist: Dass der Prophet -Allahs Segen und Heil auf ihm- zu Leuten geschickt wurde, die sich in ihren Anbetungen unterschieden. Unter ihnen gab es welche, die die Engel anbeteten. Und es gab unter ihnen welche, die die Propheten und rechtschaffenen Menschen (Saalihiin) anbeteten. Und es gab unter ihnen welche, die Bäume und Steine anbeteten. Und es gab unter ihnen welche, die die Sonne und den Mond anbeteten.
  • 11. Die vier Prinzipien 11 Und der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Heil auf ihm- bekämpfte sie alle und er unterschied nicht zwischen ihnen. Der Beweis hierfür ist die Aussage Allahs des Erhabenen: Und kämpft gegen sie, bis es keine Versuchung/ Zwitracht (Fitnah) mehr gibt und (bis) die Religion gänzlich Allahs ist. Der Beweis im Bezug auf die Sonne und den Mond ist die Aussage des Erhabenen: Und zu Seinen Zeichen gehören die Nacht und der Tag, die Sonne und der Mond. Werft euch weder vor der Sonne noch vor dem Mond nieder, sondern werft euch vor Allah nieder, Der sie erschaffen hat, wenn ihr (tatsächlich) Ihm allein dient.
  • 12. Die vier Prinzipien 12 Der Beweis im Bezug auf die Engel ist die Aussage des Erhabenen: Und Er gebietet euch nicht, euch die Engel oder die Propheten zu Herren zu nehmen... Der Beweis im Bezug auf die Propheten ist die Aussage des Erhabenen: Und wenn Allah sagt: “O ‘Isa, Sohn Maryams, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ,Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!’?”, wird er sagen: “Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, dann wüsstest Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber ich weiß nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der Allwisser der verborgenen Dinge.
  • 13. Die vier Prinzipien 13 Der Beweis im Bezug auf die rechtschaffenen Menschen (Saalihiin) ist die Aussage des Erhabenen: Diejenigen, die sie anrufen, trachten nach einem Mittel zu ihrem Herrn (und wetteifern), wer von ihnen (Ihm) am nächsten sei, und hoffen auf Seine Barmherzigkeit und fürchten Seine Strafe... Der Beweis im Bezug auf die Bäume und Steine ist die Aussage des Erhabenen: Was meint ihr wohl zu al-Lat und al-’Uzza und auch zu Manah, dieser anderen, der dritten? Und ebenso (ist ein Beweis dafür) der Hadith von Abi Waaqid al-Laithy -möge Allah mit ihm zufrieden sein-, der sagte: „Wir zogen mit Allahs Gesandtem -Allahs Segen und Heil auf ihm- zur
  • 14. Die vier Prinzipien 14 Schlacht von Hunayn aus, und erst kürzlich sind wir vom Unglauben abgekommen (und zum Islam übergetreten). Die Polytheisten/Götzenanbeter hatten einen Baum, an dem sie ihre Schwerter hängten (um Segen für diese zu erlangen); er wurde Dhaatu Anwaat genannt. Wir gingen sodann an einem Baum vorbei und sagten: ‚O Gesandter Allahs! Bestimme für uns einen Dhaat Anwaat, so wie sie einen Dhaat Anwaat haben’“. Das vierte Prinzip ist: Dass die Polytheisten unserer Zeit extremeren Shirk begehen als die ersten Polytheisten (zur Zeit des Propheten). Denn die ersten Polytheisten beteten in Zeiten der Sorglosigkeit andere neben Allah an und wendeten sich (aber) in Zeiten der Not Ihm allein (in ihrer Anrufung und Anbetung) zu.
  • 15. Die vier Prinzipien 15 Jedoch begehen die Polytheisten in unserer Zeit ständig Shirk, sowohl in Zeiten der Sorglosigkeit als auch in Zeiten der Not. Der Beweis (hierfür) ist die Aussage des Erhabenen: Wenn sie ein Schiff besteigen, rufen sie Allah an, Ihm allein die Religion widmend. Wenn Er sie nun ans Land errettet, gesellen sie sogleich (Ihm wieder andere in der Anbetung) bei. Und Allah weiß es am Besten. Und mögen Ehre und das Heil Allahs auf Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten sein.