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1
Der tekom-Kompetenzrahmen
für die technische Übersetzung
Hans Pich
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2
Die Entwicklung
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3
Demografischer Wandel – Ein paar Fakten
• Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45
und jede fünfte Person älter als 66 Jahre.
• In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bevölkerung
durch Zuwanderung und Geburten ein klein wenig verjüngt.
• Bevölkerung im Erwerbsalter sinkt bis 2035
voraussichtlich um 4 bis 6 Millionen
• Deutschland droht bis 2030 ein Mangel von
bis zu vier Millionen Arbeitskräften (Wifor)
Rot: 1990
Blau: 2021
Demografischer Wandel in Deutschland: Ursachen und Folgen - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
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4
Demografischer Wandel – Ein paar Fakten
pressebroschuere-bevoelkerung.pdf (destatis.de)
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
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5
Demografischer Wandel – Ein paar Fakten
Stepstone:
Jobbörse:
Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern
ist jetzt schon größer als das Angebot
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6
Neue Perspektiven
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7
Perspektiven für die technische Kommunikation
Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023
Anforderungen im Bereich der
technischen Kommunikation
werden quantitativ und
qualitativ steigen!
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8
Perspektiven für die technische Kommunikation
Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023
Anforderungen im Bereich der
technischen Kommunikation
werden quantitativ und
qualitativ steigen!
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9
Perspektiven für die technische Kommunikation
Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023
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10
Herausforderung der technischen Kommunikation
• Weniger potentielle qualifizierte Mitarbeiter
• Steigende Anforderungen durch neue Rahmenbedingungen
→ Wettbewerb um Fachkräfte
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11
Perspektivwechsel in der TK
Redaktion Übersetzung
Klassische Rollenverteilung
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12
Perspektivwechsel in der technischen Kommunikation
Moderne Rollenverteilung
Autorys, Illustratorys,
Engineerys, Projektmanagys
Übersetzys, Revisorys, Publishys,
Engineerys, Projektmanagys
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13
Wettbewerb um Fachkräfte
Infografik: Was Bewerber von Ihrem nächsten Arbeitgeber erwarten | Statista
https://de.statista.com/infografik/28090/was-arbeitgeber-attraktiv-macht/
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14
Komplexe Welt
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15
Handwerk hat goldenen Boden
Autory Übersetzy
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16
Gemeinsam mehr schaffen
Autorys Übersetzys
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17
Industrialisierung für mehr Effizienz
Autorys, Illustratorys,
Engineerys, Projektmanagys
Übersetzys, Revisorys,
Publishys, Engineerys,
Projektmanagys
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18
Ein Rädchen im großen Ganzen
Quelle Hintergrundbild: Hummel 2019, JIAMCATT
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19
Jeder hat seine ganz spezifische Rolle
• Die Zusammenstellung von Aufgaben,
Anforderungen und Verantwortlichkeiten
definiert eine Rolle
• Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an
den Inhaber einer Rolle
• Personen können mehr als eine Rolle
einnehmen
• Rollen können individuell ausgestaltet werden
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20
Kompetenzen
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21
Projekt tekom Kompetenzrahmen
 Abbildung der Prozesse rund um die Erstellung von
Informationsprodukten in mehrsprachiger Technischer Kommunikation
 Definition notwendiger Kompetenzen
 Zuordnung zu einem beispielhaften Rollenmodell
 Orientierung an:
 tekom-Kompetenzrahmen Technische Kommunikation
 TecComFrame (Erasmus+ Strategic Partnership)
 European Master's in Translation (EMT)
 DIN EN ISO 17100 – Übersetzungsdienstleistungen
 u. v. m.
 Umsetzung als strukturelle „Mindmap"
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22
Kompetenzmodell für die TÜ
 Struktur angelegt auf insgesamt fünf Ebenen
 Ebene 1: Mutterknoten "Kompetenzmodell Technische
Übersetzung"
 Ebene 2: Festlegung der inhaltlichen Bereiche
 Ebene 3: Benennung der einzelnen Themengebiete pro
Bereich
 Ebene 4: weitere Unterteilung der Themengebiete in
Teilaspekte
 Ebene 5: notwendige Kompetenzen für die jeweiligen
Teilaspekte
 Kompetenzen sind beispielhaft den Rollen zugeordnet
 offenes, dynamisches Datenmodell
 Ergänzungen bzw. Veränderungen sind jederzeit möglich
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23
Kompetenzmodell für die TÜ
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24
Kompetenzmodell für die TÜ - 1
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25
Kompetenzmodell für die TÜ - 2
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26
Kompetenzmodell für die TÜ - 3
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27
Kompetenzmodell für die TÜ - 4
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28
Kompetenzmodell für die TÜ - 5
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29
Kompetenzmodell für die TÜ - 6
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30
Beispiele für Kompetenzen - Qualität
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31
Beispiele für Kompetenzen - Methoden
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32
Beispiele für Kompetenzen
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33
Rollen
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34
Jeder hat seine ganz spezifische Rolle
• Die Zusammenstellung von Aufgaben,
Anforderungen und Verantwortlichkeiten
definiert eine Rolle
• Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an
den Inhaber einer Rolle
• Personen können mehr als eine Rolle
einnehmen
• Rollen können individuell ausgestaltet werden
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35
Übersetzungsmanagement Auftraggeber
Das Übersetzungsmanagement beim Auftraggeber hat die Aufgabe als Schnittstelle zwischen Anforderung und Umsetzung zu agieren.
Das beinhaltet die Annahme von Anforderungen, die Planung und Koordination der Umsetzung, die Optimierung von Prozessen, die
Entscheidung über einzusetzende Technologien, die Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen und die wirtschaftliche
Abwicklung.
Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen, technischen als auch aus dem
linguistischen Bereich benötigt.
• Fähigkeit zur Durchführung des vollumfänglichen Projekt- und Zeitmanagements und dem Management von Teams.
• Fähigkeit zur Ermittlung der Anforderungen und Spezifikationen während der Projektvorbereitung und Sicherstellung im Projekt.
• Fähigkeit zur wirtschaftlichen Steuerung von Übersetzungs-/Lokalisierungsprozessen sowohl mit internen als auch mit externen Beteiligten.
• Fähigkeit zur Organisation des Datenmanagements, z.B. Auf- und Vorbereitung von Daten und Referenzmaterial, sowie die Sicherstellung des Datenschutzes und der
Informationssicherheit.
• Fähigkeit zur Organisation des Qualitätsmanagements.
• Fähigkeit zum zielgerichteten und lösungsorientierten Umgang mit Reklamationen.
• Fähigkeit zur Gestaltung und Optimierung von Übersetzungsprozessen inkl. der Optimierung von Ausgangsinhalten.
• Fähigkeit zur Identifikation von Risiken und Integration von angemessenen Gegenmaßnahmen.
• Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Abstimmung z.B. beim Umgang mit agilen Methoden und SCRUM sowie dem Management von Schnittstellen und Zulieferungen.
• Fähigkeit zur Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen.
• Kenntnisse im Bereich Datenmanagement, inkl. IT-Sicherheit und Datenschutz.
• Kenntnisse im Bereich Übersetzungsmanagement.
• Kenntnisse im Bereich Übersetzungs- und Lokalisierungstechnologien.
• Kenntnisse im Bereich Media Publishing und der dort eingesetzten Technologien.
• Kenntnisse im Bereich Linguistik, um Problemstellen und Risiken zu erkennen und Maßnahmen umsetzen zu können.
• Kenntnisse im Bereich Compliance und Normung.
• Kenntnisse im Bereich Vergabe- und Wirtschaftsrecht.
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36
Übersetzung
Die Übersetzung hat die Aufgabe, die vorbereiteten Ausgangstexte in die vereinbarte Zielsprache zu übertragen.
Das beinhaltet die Annahme von spezifischen Anforderungen wie z.B. Terminologie, Styleguides und Referenzen sowie die
Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen. Dies beinhaltet auch die Fähigkeit zur Nutzung der vorgegebenen
Technologie.
Hierfür werden explizite Fähigkeiten und Kompetenzen aus dem technischen und linguistischen Bereich sowie Kenntnisse des zu
bearbeitenden Sachgebietes benötigt.
• Fähigkeit zum Anfertigen von Übersetzungen unter Einhaltung der gültigen Normen und Richtlinien für Übersetzungsprozesse
sowie kundenspezifischer Vorgaben, inklusive einer Eigenkorrektur.
• Fähigkeit zum Anfertigen von Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen.
• Fähigkeit zur Eigenkorrektur der Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen.
• Fähigkeit zur systematischen Terminologiearbeit.
• Fähigkeit zur systematischen Rückmeldung von Fehlern und Problemstellen in Ausgangsinhalten.
• Kenntnisse über kulturell-linguistische Aspekte der medienspezifischen Darstellung in der Zielsprache.
• Linguistische Beherrschung der Ausgangs- und Zielsprache.
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37
Media-Publishing-Engineering
Das Media-Publishing-Engineering hat die Aufgabe, Inhalte und Daten für die Veröffentlichung in Print und Digital-Medien vor- und
nachzubereiten.
Das beinhaltet Kenntnisse der verwendeten Datenformate und Werkzeuge sowie Fähigkeiten im Bereich der Konvertierung und der
Automatisierung sowie Kenntnisse und Fähigkeiten zur Umsetzung kultureller und sprachlicher Anforderungen.
Hierfür werden Fähigkeiten und Kompetenzen aus technischen und linguistisch-kulturellen Bereich benötigt.
• Fähigkeit zur Programmierung und Automatisierung von Prozessen mittels Scripting.
• Fähigkeiten in Kommunikation- und Teamarbeit, um erfolgreich mit anderen Abteilungen und Partnern zusammenarbeiten zu
können.
• Fähigkeit in der Anwendung von Medienbearbeitungs-Tools.
• Fähigkeit zur Konvertierung von Dateien aus Publishing und Multimedia-Formaten für den Übersetzungs- und
Lokalisierungsprozess.
• Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten.
• Kenntnisse im Bereich der Medien-Asset-Management-Systeme und -Prozesse.
• Kenntnisse im Bereich der Sicherheit und Datenschutz im Zusammenhang mit Medieninhalten.
• Kenntnisse im Bereich Content-Management-Systeme (CMS) und Workflow-Management-Systeme.
• Kenntnisse im Bereich von Medienformaten, Encoding- und Transkodierungstechnologien.
• Kenntnisse über linguistisch-kultureller Gegebenheiten.
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38
Tool-Administration
Die Tool-Administration hat die Aufgabe, Tools zu konfigurieren, zu optimieren, zu warten und über Änderungen und Anpassungen zu
informieren.
Das beinhaltet Fähigkeiten und Kenntnisse von Softwaretools und deren Einsatzszenarien, sowie Kenntnisse über Randbedingungen
wie z.B. Compliance, Datensicherheit und IT-Infrastrukturen.
Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen als auch dem technischen Bereich
benötigt.
• Fähigkeit, die Anforderungen der Benutzer zu verstehen und die Software-Tools entsprechend anzupassen.
• Fähigkeiten in der Programmierung und Automatisierung von Prozessen mittels Scripting, wie z.B. Python, Bash, JavaScript etc.
• Fähigkeit zur Administration des oder der entsprechenden Tools.
• Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten.
• Kenntnisse zu verknüpften Systemen wie z.B. Betriebssystem-, Server- und Netzwerktechnologien.
• Kenntnisse im Bereich der IT-Sicherheit und der Sicherung von Daten.
• Kenntnisse über die Regulierungen und Compliance-Anforderungen, die für die Verwendung von Software-Tools gelten.
• Kenntnisse im Bereich von Supportsystemen und der Organisation von Supportprozessen.
• Kenntnisse in der Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen.
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39
MT-Engineering
Das MT-Engineering hat die Aufgabe prozessabhängig eine geeignete MT-Engine für den Einsatz vorzubereiten und zu optimieren.
Das beinhaltet die Fähigkeit, eine MT-Engine zu evaluieren, konfigurieren, trainieren und optimieren sowie gegebene linguistische
Anforderungen zu implementieren.
Hierfür werden Fähigkeiten aus dem organisatorischen und technischen Bereich sowie Grundkenntnisse aus dem linguistischen
Bereich benötigt.
• Fähigkeit zur Evaluierung, zur Auswahl und Konfiguration von geeigneten MT-Engines, sowie trainieren und ständiges optimieren
der MT-Engines.
• Fähigkeit zur Evaluierung von MT-Engines nach vorgegebener oder vereinbarter Spezifikation.
• Fähigkeit zur Konfiguration von MT-Engines nach Vorgaben oder Vereinbarungen.
• Fähigkeit zum Initial-Training der MT-Engine mit bereitgestelltem oder erarbeitetem geeignetem Material.
• Fähigkeit zur ständigen und/oder regelhafte Optimierung der eingesetzten MT-Engines.
• Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten.
• Kenntnisse über Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens
• Kenntnisse über kulturell-linguistische Gegebenheiten.
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40
Präedition
Die Präedition hat die Aufgabe, Ausgangstexte für die Übersetzung und Lokalisierung vorzubereiten.
Das beinhaltet Kenntnisse über linguistische Problemstellen, wie z.B. modularisierte Textstrukturen aus einem CMS, terminologischen
Vorgaben und typischen Herausforderungen in Zielsprachen wie z.B. Aufzählungen und Textfragmente.
Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten aus dem linguistischen Bereich der Ausgangssprache und Kenntnisse über die Zielsprache
benötigt sowie Sachgebietskenntnis der jeweiligen Inhalte. Weiterhin werden technologische Grundkenntnisse der eingesetzten
Software benötigt.
• Fähigkeit zur redaktionellen Aufbereitung von Ausgangstexten mit dem Ziel, ihre Übersetzbarkeit zu verbessern, um
Übersetzungsfehler im Vorfeld zu minimieren.
• Fähigkeit zur regelbasierten Prüfung und Korrektur von Texten hinsichtlich einer problemlosen Human-Übersetzbarkeit.
• Kenntnisse zur Erstellung eines geeigneten linguistischen Regelsets.
• Fähigkeit zur Überarbeitung von Texten für die problemlose Übersetzung mit einem MT-System.
• Fähigkeit zur Analyse, Identifizierung, Dokumentation und Kommunikation von potenziellen Fehlerquellen.
• Fähigkeit zur Erstellung einer Entscheidungshilfe pro/contra MT-Übersetzung
• Fähigkeit zur Entscheidung und Kommunikation pro/contra MT-Übersetzung auf Basis von Content und unter Wirtschaftlichen
Randbedingungen.
• Kenntnisse im Sachgebiet des Ausgangstextes.
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41
Revision
Die Revision hat die Aufgabe, Übersetzungen hinsichtlich der Korrektheit gegenüber dem Ausgangstext zu prüfen und zu korrigieren.
Das beinhaltet linguistische Kenntnisse von Ausgangs- und Zielsprache, linguistischen Vorgaben sowie translatorische Fähigkeiten und
die Fähigkeit zur systematischen Korrektur von Zieltexten.
Hierfür werden Kenntnisse aus dem linguistischen Bereich benötigt.
• Fähigkeit zur Prüfung und Korrektur von Übersetzungen sowie unter Berücksichtigung von Vorgaben.
• Fähigkeit zur Prüfung von Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen.
• Fähigkeit zur Prüfung auf fachliche, sprachliche und kulturelle Angemessenheit der Zieltexte sowie deren Korrektur.
• Fähigkeit zur systematischen Terminologiearbeit.
• Fähigkeit zur systematischen Rückmeldung von Übersetzungsfehlern.
• Kenntnisse über kulturell-linguistische Aspekte der medienspezifischen Darstellung in der Zielsprache.
• Linguistische Beherrschung der Ausgangs- und Zielsprache.
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42
Qualitätsmanagement
Das Qualitätsmanagement hat die Aufgabe, ein umfassendes Qualitätsmanagement über den gesamten Übersetzungsprozess zu
etablieren und zu optimieren.
Das beinhaltet die Annahme von Anforderungen, die Planung und Koordination der Umsetzung, die Optimierung von Prozessen, die
Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen und die wirtschaftliche Abwicklung.
Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen als auch dem technischen Bereich
benötigt.
• Fähigkeit zur Erstellung eines umfassenden Qualitätsmanagements von Übersetzungsprozessen, von der Konzeption bis zum Reporting.
• Fähigkeit zur Durchführung des vollumfänglichen Projekt- und Zeitmanagements und dem Management von Teams.
• Fähigkeit zur wirtschaftlichen Steuerung von Qualitätssicherungsprozessen sowohl mit internen als auch mit externen Beteiligten.
• Fähigkeit zur Optimierung von Qualitätssicherungsprozessen inkl. der Optimierung von Ausgangsinhalten.
• Fähigkeit zur Identifikation von Risiken und Integration von angemessenen Gegenmaßnahmen.
• Fähigkeit zum zielgerichteten und lösungsorientierten Umgang mit Reklamationen.
• Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Abstimmung z.B. beim Umgang mit agilen Methoden und SCRUM sowie dem Management von Schnittstellen und
Zulieferungen.
• Fähigkeit zur Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen.
• Fähigkeit zum Reporting zur Zielerreichung der linguistischen Qualitätssicherung inklusive Aufbau eines angemessenen Kennzahlensystems.
• Kenntnisse im Bereich Datenmanagement, inkl. IT-Sicherheit und Datenschutz.
• Kenntnisse im Bereich Übersetzungsmanagement.
• Kenntnisse im Bereich Übersetzungs- und Lokalisierungstechnologien.
• Kenntnisse im Bereich Media Publishing und der dort eingesetzten Technologien.
• Kenntnisse im Bereich Linguistik, um Problemstellen und Risiken zu erkennen und Maßnahmen umsetzen zu können.
• Kenntnisse im Bereich Compliance und Normung.
• Kenntnisse im Bereich Vergabe- und Wirtschaftsrecht.
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43
Jeder hat seine ganz spezifische Rolle
• Die Zusammenstellung von Aufgaben,
Anforderungen und Verantwortlichkeiten
definiert eine Rolle
• Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an
den Inhaber einer Rolle
• Personen können mehr als eine Rolle
einnehmen
• Rollen können individuell ausgestaltet werden
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44
Kompetenzprofile
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45
Rollen in der Mindmap
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46
Rollen in der Mindmap
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47
Beispiele für Kompetenzen
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48
Beispiele für Kompetenzen
© 2022 RWS – tekom – Hans Pich
49
Beispiele für Kompetenzen
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50
Der tekom-Kompetenzrahmen
für die technische Übersetzung
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51
Neue Perspektiven
© 2022 RWS – tekom – Hans Pich
52
Kompetenzpyramide
Linguistik Translation Sprache Kultur
Kommunikation Prozessdenken
Wirtschaftliches Denken
Technik
Spezialisierung
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53
Jeder hat seine ganz spezifische Rolle
• Die Zusammenstellung von Aufgaben,
Anforderungen und Verantwortlichkeiten
definiert eine Rolle
• Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an
den Inhaber einer Rolle
• Personen können mehr als eine Rolle
einnehmen
• Rollen können individuell ausgestaltet werden
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54
Offene Fragen
Curricula Entwicklung
Internationalisierung des Kompetenzrahmens
Umsetzung in die Praxis
© 2022 RWS – tekom – Hans Pich
55
Fazit für heutige und zukünftig Beschäftige
Die Berufswelt in der Übersetzung
wird komplexer und vielfältiger.
Spezialisierung sollte auf dem Fundament fundierter
Basiskompetenzen stehen.
Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Wirtschaftliches Denken ist Voraussetzung
für Erfolge und Anerkennung.
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56
Fazit für Arbeitgeber
Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter
wird weiter zunehmen
Wir wechseln vom Käufer- zum Anbietermarkt
Junge Menschen stellen Erwartungen an Arbeitgeber
Das Arbeitsumfeld gewinnt immer mehr an Bedeutung
© 2022 RWS – tekom – Hans Pich
57
Fazit für Ausbildungseinrichtungen
Der Wettbewerb um qualifizierte Studenten und
Auszubildende wird weiter zunehmen
Wir wechseln vom Käufer- zum Anbietermarkt
Junge Menschen stellen Erwartungen an
Ausbildungsanbieter
Das Ausbildungsumfeld gewinnt immer mehr an Bedeutung
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58
Der tekom-Kompetenzrahmen
für die technische Übersetzung
Hans Pich

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Der tekom Kompetenzrahmen für die technische Übersetzung

  • 1. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 1 Der tekom-Kompetenzrahmen für die technische Übersetzung Hans Pich
  • 2. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 2 Die Entwicklung
  • 3. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 3 Demografischer Wandel – Ein paar Fakten • Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 und jede fünfte Person älter als 66 Jahre. • In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bevölkerung durch Zuwanderung und Geburten ein klein wenig verjüngt. • Bevölkerung im Erwerbsalter sinkt bis 2035 voraussichtlich um 4 bis 6 Millionen • Deutschland droht bis 2030 ein Mangel von bis zu vier Millionen Arbeitskräften (Wifor) Rot: 1990 Blau: 2021 Demografischer Wandel in Deutschland: Ursachen und Folgen - Statistisches Bundesamt (destatis.de) © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
  • 4. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 4 Demografischer Wandel – Ein paar Fakten pressebroschuere-bevoelkerung.pdf (destatis.de) © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
  • 5. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 5 Demografischer Wandel – Ein paar Fakten Stepstone: Jobbörse: Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern ist jetzt schon größer als das Angebot
  • 6. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 6 Neue Perspektiven
  • 7. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 7 Perspektiven für die technische Kommunikation Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023 Anforderungen im Bereich der technischen Kommunikation werden quantitativ und qualitativ steigen!
  • 8. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 8 Perspektiven für die technische Kommunikation Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023 Anforderungen im Bereich der technischen Kommunikation werden quantitativ und qualitativ steigen!
  • 9. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 9 Perspektiven für die technische Kommunikation Green Deal - Technische Kommunikation ist wichtig für nachhaltige Produktnutzung (tekom.de): Gabriele Fleischer, tekom FJ 2023
  • 10. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 10 Herausforderung der technischen Kommunikation • Weniger potentielle qualifizierte Mitarbeiter • Steigende Anforderungen durch neue Rahmenbedingungen → Wettbewerb um Fachkräfte
  • 11. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 11 Perspektivwechsel in der TK Redaktion Übersetzung Klassische Rollenverteilung
  • 12. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 12 Perspektivwechsel in der technischen Kommunikation Moderne Rollenverteilung Autorys, Illustratorys, Engineerys, Projektmanagys Übersetzys, Revisorys, Publishys, Engineerys, Projektmanagys
  • 13. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 13 Wettbewerb um Fachkräfte Infografik: Was Bewerber von Ihrem nächsten Arbeitgeber erwarten | Statista https://de.statista.com/infografik/28090/was-arbeitgeber-attraktiv-macht/
  • 14. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 14 Komplexe Welt
  • 15. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 15 Handwerk hat goldenen Boden Autory Übersetzy
  • 16. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 16 Gemeinsam mehr schaffen Autorys Übersetzys
  • 17. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 17 Industrialisierung für mehr Effizienz Autorys, Illustratorys, Engineerys, Projektmanagys Übersetzys, Revisorys, Publishys, Engineerys, Projektmanagys
  • 18. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 18 Ein Rädchen im großen Ganzen Quelle Hintergrundbild: Hummel 2019, JIAMCATT
  • 19. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 19 Jeder hat seine ganz spezifische Rolle • Die Zusammenstellung von Aufgaben, Anforderungen und Verantwortlichkeiten definiert eine Rolle • Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an den Inhaber einer Rolle • Personen können mehr als eine Rolle einnehmen • Rollen können individuell ausgestaltet werden
  • 20. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 20 Kompetenzen
  • 21. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 21 Projekt tekom Kompetenzrahmen  Abbildung der Prozesse rund um die Erstellung von Informationsprodukten in mehrsprachiger Technischer Kommunikation  Definition notwendiger Kompetenzen  Zuordnung zu einem beispielhaften Rollenmodell  Orientierung an:  tekom-Kompetenzrahmen Technische Kommunikation  TecComFrame (Erasmus+ Strategic Partnership)  European Master's in Translation (EMT)  DIN EN ISO 17100 – Übersetzungsdienstleistungen  u. v. m.  Umsetzung als strukturelle „Mindmap"
  • 22. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 22 Kompetenzmodell für die TÜ  Struktur angelegt auf insgesamt fünf Ebenen  Ebene 1: Mutterknoten "Kompetenzmodell Technische Übersetzung"  Ebene 2: Festlegung der inhaltlichen Bereiche  Ebene 3: Benennung der einzelnen Themengebiete pro Bereich  Ebene 4: weitere Unterteilung der Themengebiete in Teilaspekte  Ebene 5: notwendige Kompetenzen für die jeweiligen Teilaspekte  Kompetenzen sind beispielhaft den Rollen zugeordnet  offenes, dynamisches Datenmodell  Ergänzungen bzw. Veränderungen sind jederzeit möglich
  • 23. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 23 Kompetenzmodell für die TÜ
  • 24. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 24 Kompetenzmodell für die TÜ - 1
  • 25. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 25 Kompetenzmodell für die TÜ - 2
  • 26. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 26 Kompetenzmodell für die TÜ - 3
  • 27. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 27 Kompetenzmodell für die TÜ - 4
  • 28. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 28 Kompetenzmodell für die TÜ - 5
  • 29. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 29 Kompetenzmodell für die TÜ - 6
  • 30. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 30 Beispiele für Kompetenzen - Qualität
  • 31. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 31 Beispiele für Kompetenzen - Methoden
  • 32. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 32 Beispiele für Kompetenzen
  • 33. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 33 Rollen
  • 34. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 34 Jeder hat seine ganz spezifische Rolle • Die Zusammenstellung von Aufgaben, Anforderungen und Verantwortlichkeiten definiert eine Rolle • Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an den Inhaber einer Rolle • Personen können mehr als eine Rolle einnehmen • Rollen können individuell ausgestaltet werden
  • 35. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 35 Übersetzungsmanagement Auftraggeber Das Übersetzungsmanagement beim Auftraggeber hat die Aufgabe als Schnittstelle zwischen Anforderung und Umsetzung zu agieren. Das beinhaltet die Annahme von Anforderungen, die Planung und Koordination der Umsetzung, die Optimierung von Prozessen, die Entscheidung über einzusetzende Technologien, die Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen und die wirtschaftliche Abwicklung. Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen, technischen als auch aus dem linguistischen Bereich benötigt. • Fähigkeit zur Durchführung des vollumfänglichen Projekt- und Zeitmanagements und dem Management von Teams. • Fähigkeit zur Ermittlung der Anforderungen und Spezifikationen während der Projektvorbereitung und Sicherstellung im Projekt. • Fähigkeit zur wirtschaftlichen Steuerung von Übersetzungs-/Lokalisierungsprozessen sowohl mit internen als auch mit externen Beteiligten. • Fähigkeit zur Organisation des Datenmanagements, z.B. Auf- und Vorbereitung von Daten und Referenzmaterial, sowie die Sicherstellung des Datenschutzes und der Informationssicherheit. • Fähigkeit zur Organisation des Qualitätsmanagements. • Fähigkeit zum zielgerichteten und lösungsorientierten Umgang mit Reklamationen. • Fähigkeit zur Gestaltung und Optimierung von Übersetzungsprozessen inkl. der Optimierung von Ausgangsinhalten. • Fähigkeit zur Identifikation von Risiken und Integration von angemessenen Gegenmaßnahmen. • Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Abstimmung z.B. beim Umgang mit agilen Methoden und SCRUM sowie dem Management von Schnittstellen und Zulieferungen. • Fähigkeit zur Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen. • Kenntnisse im Bereich Datenmanagement, inkl. IT-Sicherheit und Datenschutz. • Kenntnisse im Bereich Übersetzungsmanagement. • Kenntnisse im Bereich Übersetzungs- und Lokalisierungstechnologien. • Kenntnisse im Bereich Media Publishing und der dort eingesetzten Technologien. • Kenntnisse im Bereich Linguistik, um Problemstellen und Risiken zu erkennen und Maßnahmen umsetzen zu können. • Kenntnisse im Bereich Compliance und Normung. • Kenntnisse im Bereich Vergabe- und Wirtschaftsrecht.
  • 36. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 36 Übersetzung Die Übersetzung hat die Aufgabe, die vorbereiteten Ausgangstexte in die vereinbarte Zielsprache zu übertragen. Das beinhaltet die Annahme von spezifischen Anforderungen wie z.B. Terminologie, Styleguides und Referenzen sowie die Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen. Dies beinhaltet auch die Fähigkeit zur Nutzung der vorgegebenen Technologie. Hierfür werden explizite Fähigkeiten und Kompetenzen aus dem technischen und linguistischen Bereich sowie Kenntnisse des zu bearbeitenden Sachgebietes benötigt. • Fähigkeit zum Anfertigen von Übersetzungen unter Einhaltung der gültigen Normen und Richtlinien für Übersetzungsprozesse sowie kundenspezifischer Vorgaben, inklusive einer Eigenkorrektur. • Fähigkeit zum Anfertigen von Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen. • Fähigkeit zur Eigenkorrektur der Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen. • Fähigkeit zur systematischen Terminologiearbeit. • Fähigkeit zur systematischen Rückmeldung von Fehlern und Problemstellen in Ausgangsinhalten. • Kenntnisse über kulturell-linguistische Aspekte der medienspezifischen Darstellung in der Zielsprache. • Linguistische Beherrschung der Ausgangs- und Zielsprache.
  • 37. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 37 Media-Publishing-Engineering Das Media-Publishing-Engineering hat die Aufgabe, Inhalte und Daten für die Veröffentlichung in Print und Digital-Medien vor- und nachzubereiten. Das beinhaltet Kenntnisse der verwendeten Datenformate und Werkzeuge sowie Fähigkeiten im Bereich der Konvertierung und der Automatisierung sowie Kenntnisse und Fähigkeiten zur Umsetzung kultureller und sprachlicher Anforderungen. Hierfür werden Fähigkeiten und Kompetenzen aus technischen und linguistisch-kulturellen Bereich benötigt. • Fähigkeit zur Programmierung und Automatisierung von Prozessen mittels Scripting. • Fähigkeiten in Kommunikation- und Teamarbeit, um erfolgreich mit anderen Abteilungen und Partnern zusammenarbeiten zu können. • Fähigkeit in der Anwendung von Medienbearbeitungs-Tools. • Fähigkeit zur Konvertierung von Dateien aus Publishing und Multimedia-Formaten für den Übersetzungs- und Lokalisierungsprozess. • Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten. • Kenntnisse im Bereich der Medien-Asset-Management-Systeme und -Prozesse. • Kenntnisse im Bereich der Sicherheit und Datenschutz im Zusammenhang mit Medieninhalten. • Kenntnisse im Bereich Content-Management-Systeme (CMS) und Workflow-Management-Systeme. • Kenntnisse im Bereich von Medienformaten, Encoding- und Transkodierungstechnologien. • Kenntnisse über linguistisch-kultureller Gegebenheiten.
  • 38. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 38 Tool-Administration Die Tool-Administration hat die Aufgabe, Tools zu konfigurieren, zu optimieren, zu warten und über Änderungen und Anpassungen zu informieren. Das beinhaltet Fähigkeiten und Kenntnisse von Softwaretools und deren Einsatzszenarien, sowie Kenntnisse über Randbedingungen wie z.B. Compliance, Datensicherheit und IT-Infrastrukturen. Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen als auch dem technischen Bereich benötigt. • Fähigkeit, die Anforderungen der Benutzer zu verstehen und die Software-Tools entsprechend anzupassen. • Fähigkeiten in der Programmierung und Automatisierung von Prozessen mittels Scripting, wie z.B. Python, Bash, JavaScript etc. • Fähigkeit zur Administration des oder der entsprechenden Tools. • Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten. • Kenntnisse zu verknüpften Systemen wie z.B. Betriebssystem-, Server- und Netzwerktechnologien. • Kenntnisse im Bereich der IT-Sicherheit und der Sicherung von Daten. • Kenntnisse über die Regulierungen und Compliance-Anforderungen, die für die Verwendung von Software-Tools gelten. • Kenntnisse im Bereich von Supportsystemen und der Organisation von Supportprozessen. • Kenntnisse in der Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen.
  • 39. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 39 MT-Engineering Das MT-Engineering hat die Aufgabe prozessabhängig eine geeignete MT-Engine für den Einsatz vorzubereiten und zu optimieren. Das beinhaltet die Fähigkeit, eine MT-Engine zu evaluieren, konfigurieren, trainieren und optimieren sowie gegebene linguistische Anforderungen zu implementieren. Hierfür werden Fähigkeiten aus dem organisatorischen und technischen Bereich sowie Grundkenntnisse aus dem linguistischen Bereich benötigt. • Fähigkeit zur Evaluierung, zur Auswahl und Konfiguration von geeigneten MT-Engines, sowie trainieren und ständiges optimieren der MT-Engines. • Fähigkeit zur Evaluierung von MT-Engines nach vorgegebener oder vereinbarter Spezifikation. • Fähigkeit zur Konfiguration von MT-Engines nach Vorgaben oder Vereinbarungen. • Fähigkeit zum Initial-Training der MT-Engine mit bereitgestelltem oder erarbeitetem geeignetem Material. • Fähigkeit zur ständigen und/oder regelhafte Optimierung der eingesetzten MT-Engines. • Fähigkeit zur zielgerichteten Kommunikation und Abstimmung mit internen und externen Beteiligten. • Kenntnisse über Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens • Kenntnisse über kulturell-linguistische Gegebenheiten.
  • 40. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 40 Präedition Die Präedition hat die Aufgabe, Ausgangstexte für die Übersetzung und Lokalisierung vorzubereiten. Das beinhaltet Kenntnisse über linguistische Problemstellen, wie z.B. modularisierte Textstrukturen aus einem CMS, terminologischen Vorgaben und typischen Herausforderungen in Zielsprachen wie z.B. Aufzählungen und Textfragmente. Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten aus dem linguistischen Bereich der Ausgangssprache und Kenntnisse über die Zielsprache benötigt sowie Sachgebietskenntnis der jeweiligen Inhalte. Weiterhin werden technologische Grundkenntnisse der eingesetzten Software benötigt. • Fähigkeit zur redaktionellen Aufbereitung von Ausgangstexten mit dem Ziel, ihre Übersetzbarkeit zu verbessern, um Übersetzungsfehler im Vorfeld zu minimieren. • Fähigkeit zur regelbasierten Prüfung und Korrektur von Texten hinsichtlich einer problemlosen Human-Übersetzbarkeit. • Kenntnisse zur Erstellung eines geeigneten linguistischen Regelsets. • Fähigkeit zur Überarbeitung von Texten für die problemlose Übersetzung mit einem MT-System. • Fähigkeit zur Analyse, Identifizierung, Dokumentation und Kommunikation von potenziellen Fehlerquellen. • Fähigkeit zur Erstellung einer Entscheidungshilfe pro/contra MT-Übersetzung • Fähigkeit zur Entscheidung und Kommunikation pro/contra MT-Übersetzung auf Basis von Content und unter Wirtschaftlichen Randbedingungen. • Kenntnisse im Sachgebiet des Ausgangstextes.
  • 41. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 41 Revision Die Revision hat die Aufgabe, Übersetzungen hinsichtlich der Korrektheit gegenüber dem Ausgangstext zu prüfen und zu korrigieren. Das beinhaltet linguistische Kenntnisse von Ausgangs- und Zielsprache, linguistischen Vorgaben sowie translatorische Fähigkeiten und die Fähigkeit zur systematischen Korrektur von Zieltexten. Hierfür werden Kenntnisse aus dem linguistischen Bereich benötigt. • Fähigkeit zur Prüfung und Korrektur von Übersetzungen sowie unter Berücksichtigung von Vorgaben. • Fähigkeit zur Prüfung von Übersetzungen mit geeigneter Software oder anderen vorgegeben Lösungen und Prozessen. • Fähigkeit zur Prüfung auf fachliche, sprachliche und kulturelle Angemessenheit der Zieltexte sowie deren Korrektur. • Fähigkeit zur systematischen Terminologiearbeit. • Fähigkeit zur systematischen Rückmeldung von Übersetzungsfehlern. • Kenntnisse über kulturell-linguistische Aspekte der medienspezifischen Darstellung in der Zielsprache. • Linguistische Beherrschung der Ausgangs- und Zielsprache.
  • 42. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 42 Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagement hat die Aufgabe, ein umfassendes Qualitätsmanagement über den gesamten Übersetzungsprozess zu etablieren und zu optimieren. Das beinhaltet die Annahme von Anforderungen, die Planung und Koordination der Umsetzung, die Optimierung von Prozessen, die Sicherstellung der gewünschten Qualitätsanforderungen und die wirtschaftliche Abwicklung. Hierfür wird eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kompetenzen sowohl aus dem organisatorischen als auch dem technischen Bereich benötigt. • Fähigkeit zur Erstellung eines umfassenden Qualitätsmanagements von Übersetzungsprozessen, von der Konzeption bis zum Reporting. • Fähigkeit zur Durchführung des vollumfänglichen Projekt- und Zeitmanagements und dem Management von Teams. • Fähigkeit zur wirtschaftlichen Steuerung von Qualitätssicherungsprozessen sowohl mit internen als auch mit externen Beteiligten. • Fähigkeit zur Optimierung von Qualitätssicherungsprozessen inkl. der Optimierung von Ausgangsinhalten. • Fähigkeit zur Identifikation von Risiken und Integration von angemessenen Gegenmaßnahmen. • Fähigkeit zum zielgerichteten und lösungsorientierten Umgang mit Reklamationen. • Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Abstimmung z.B. beim Umgang mit agilen Methoden und SCRUM sowie dem Management von Schnittstellen und Zulieferungen. • Fähigkeit zur Organisation von geeigneten Schulungsmaßnahmen. • Fähigkeit zum Reporting zur Zielerreichung der linguistischen Qualitätssicherung inklusive Aufbau eines angemessenen Kennzahlensystems. • Kenntnisse im Bereich Datenmanagement, inkl. IT-Sicherheit und Datenschutz. • Kenntnisse im Bereich Übersetzungsmanagement. • Kenntnisse im Bereich Übersetzungs- und Lokalisierungstechnologien. • Kenntnisse im Bereich Media Publishing und der dort eingesetzten Technologien. • Kenntnisse im Bereich Linguistik, um Problemstellen und Risiken zu erkennen und Maßnahmen umsetzen zu können. • Kenntnisse im Bereich Compliance und Normung. • Kenntnisse im Bereich Vergabe- und Wirtschaftsrecht.
  • 43. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 43 Jeder hat seine ganz spezifische Rolle • Die Zusammenstellung von Aufgaben, Anforderungen und Verantwortlichkeiten definiert eine Rolle • Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an den Inhaber einer Rolle • Personen können mehr als eine Rolle einnehmen • Rollen können individuell ausgestaltet werden
  • 44. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 44 Kompetenzprofile
  • 45. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 45 Rollen in der Mindmap
  • 46. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 46 Rollen in der Mindmap
  • 47. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 47 Beispiele für Kompetenzen
  • 48. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 48 Beispiele für Kompetenzen
  • 49. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 49 Beispiele für Kompetenzen
  • 50. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 50 Der tekom-Kompetenzrahmen für die technische Übersetzung
  • 51. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 51 Neue Perspektiven
  • 52. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 52 Kompetenzpyramide Linguistik Translation Sprache Kultur Kommunikation Prozessdenken Wirtschaftliches Denken Technik Spezialisierung
  • 53. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 53 Jeder hat seine ganz spezifische Rolle • Die Zusammenstellung von Aufgaben, Anforderungen und Verantwortlichkeiten definiert eine Rolle • Jede Rolle stellt spezifische Anforderungen an den Inhaber einer Rolle • Personen können mehr als eine Rolle einnehmen • Rollen können individuell ausgestaltet werden
  • 54. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 54 Offene Fragen Curricula Entwicklung Internationalisierung des Kompetenzrahmens Umsetzung in die Praxis
  • 55. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 55 Fazit für heutige und zukünftig Beschäftige Die Berufswelt in der Übersetzung wird komplexer und vielfältiger. Spezialisierung sollte auf dem Fundament fundierter Basiskompetenzen stehen. Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wirtschaftliches Denken ist Voraussetzung für Erfolge und Anerkennung.
  • 56. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 56 Fazit für Arbeitgeber Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird weiter zunehmen Wir wechseln vom Käufer- zum Anbietermarkt Junge Menschen stellen Erwartungen an Arbeitgeber Das Arbeitsumfeld gewinnt immer mehr an Bedeutung
  • 57. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 57 Fazit für Ausbildungseinrichtungen Der Wettbewerb um qualifizierte Studenten und Auszubildende wird weiter zunehmen Wir wechseln vom Käufer- zum Anbietermarkt Junge Menschen stellen Erwartungen an Ausbildungsanbieter Das Ausbildungsumfeld gewinnt immer mehr an Bedeutung
  • 58. © 2022 RWS – tekom – Hans Pich 58 Der tekom-Kompetenzrahmen für die technische Übersetzung Hans Pich