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Post-Cholecystectom ie  H ä mobili e   durch ein Pseudoaneurysma des Arteria Cystica Stumpfes A. Dubecz, B .  H .  A. von Rahden, J. Hutter, H .  J. Stein     Universitätsklinik für Chirurgie  –  Paracelsus Medizinische Privatuniversität  (PMU) Salzburg Case Report: Eine 49-jährige-Patientin , Zeugin  Jehovas, wurde laparoskopisch cholezystektomiert Am  2. postoperativen Tag  wurde eine  Reoperation  wegen einer intraabdominellen Blutung mit subhepatischem Hämatom erforderlich. Der weitere Verlauf war unauffällig,  und  die Patientin wurde beschwerdefrei am  9. postoperativen Tag , mit Hb=7,0 g/dl  nach Hause entlassen . Am  14. postoperativen Tag  erfolgt die  Wiederaufnahme  mit Schmerzen im oberen Abdomen. Es zeigte sich eine moderate Cholestase mit klinischem Ikterus und laborchemisch nachweisbarem B ilirubin (0.7mg/dl). AP=572 U/l. Die Anämie war erwartungsgemäß unverändert (Hb=7.5 g/dl) Es erfolgten die ERCP (sieh Abb.1), CT (siehe Abb. 2) und Angiographie (siehe Abb. 3). Es wurde erneut eine  laparoskopische Reoperation  durchgeführt, in der die Blutung aus dem Arteria cystica Stumpf chirurgisch versorgt, und das Pseudoaneurysma ausgeräumt wurde. Dies gelang problemlos. Der  weitere Verlauf  war wiederum  unauffällig ,  und die Patientin wurde mit  Hb=6.3 g/dl beschwerdefrei nach Hause entlassen. Einleitung Hemobilie :  Blutung im Gallenwegsystem; Erstbeschreibung durch Glisson ("Anatomia Hepatis"); Bezeichnung „hemobilia" 1948 von Sandblom vorgeschlagen Klassische Trias:  1) gastro-intestinale Blutung, 2) Gelbsucht und 3) Schmerzen im Oberbauch Hauptursachen:  traumatische und iatrogene Verletzungen; bösartige Tumoren der Leber und des Gallenwegsystems, parasitäre Infektion Abbildung 3.: In der  selektiven digitalen Substraktionsangiographie (DSA)   wurde schließlich der Nachweis erbracht daß es sich bei der Struktur tatsächlich um ein  kugelförmiges Pseudo-aneurysma, ausgehend vom Arteria cystica Stumpf, handelte. Ein Versuch das Anaeurysma interventionell zu versorgen scheiterte aus technischen Gründen. Abbildung 2 Das CT zeigt eine 3,5cm durchmessende Kontrastmittel retinierende Struktur: V.a. Pseudoaneurysma im Bereich des Leberhilus. Abbildung 1. Bei der  ERCP  war eine  aktive Blutung aus der Papilla Vateri aufgefallen. Das  Cholangiogramm  zeigt die   Obstruktion des Ductus choledochus durch  die  intraluminalen Blutgerinnsel, welche   aus dem Gallenwegssystem mit dem Ballonkatheter entfernt wurden. Zusammenfassung : Hemobilie ist eine seltene Komplikation nach Cholecystektomie, deren Ursache in einem Pseudoaneurysma eines beschädigten Gefäßes liegen kann, z.B. im Stumpf der Arteria cystica.  Wenn eine Therapie durch interventionelle Radiologie nicht möglich ist, kann eine chirurgischer Eingriff erforderlich sein.  Österreich isch e r  Chirurgen k ongress 7.-9. Juni. 2007 Graz  Paracelsus Medizinische Privatuniversität  Universitätsklinik für Chirurgie

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