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BVR Volkswirtschaft special
ab sofort unter neuem Titel
und im neuen Design.
Herausgeber: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken · BVR · Volkswirtschaft/Mittelstandspolitik
Verantwortlich: Dr. Andreas Bley · Schellingstraße 4 · 10785 Berlin · Telefon: 030 2021–15 00 · Telefax 030 2021–1904
Internet: http://www.bvr.de · E-Mail: volkswirtschaft@bvr.de
Vertrauen in die EU durch Haushaltskonsolidierung stärkenHerausgeber: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken · BVR · Volkswirt-
schaft/Mittelstandspolitik
Verantwortlich: Dr. Andreas Bley · Schellingstraße 4 · 10785 Berlin · Telefon: 030 2021–15 00 · Telefax 030 2021–1904
Internet: http://www.bvr.de · E-Mail: volkswirtschaft@bvr.de
Die Sparquote der privaten Haushalte lag im ersten Quartal 2017 mit 9,8 % leicht über ihrem Vorjahreswert. Ihre
stabile Entwicklung zeigt, dass die deutschen Sparer zumindest in der Summe dem Nullzinsniveau trotzen und
weiterhin sparen. Allerdings deuten Umfragen der Deutschen Bundesbank auf eine nachlassende Sparneigung vieler
Bundesbürger hin. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, im Zuge der niedrigen Zinsen gar nicht oder weniger
zu sparen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2014. Die Zahlen legen nahe, dass die nachlassenden
Sparanstrengungen vieler Bundesbürger aus wohl eher unteren Einkommenskohorten durch höhere Sparbeträge
besser verdienender Bundesbürger ausgeglichen wurden.
Die niedrigeren Zinserträge sowie der nachlassende Sparwille bei mehr und mehr Bundesbürgern belasten die
private Altersvorsorge in Deutschland. Unter den aktuellen Bedingungen haben besonders Bundesbürger aus der
unteren Einkommenshälfte kaum eine Chance das rückläufige Versorgungsniveau der gesetzlichen Rentenver-
sicherung mit privater Vorsorge auszugleichen. Die niedrigen Sparzinsen in Deutschland sind eine direkte Folge der
Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank.
Die Geldvermögensbildung stieg in 2016 um 7,1 % auf 201,9 Mrd. Euro. Bankprodukte waren erneut besonders
gefragt. Unterm Strich flossen den Banken 117,7 Mrd. Euro zu. Sichteinlagen inklusive Bargeld waren aufgrund
der niedrigen Verzinsung besonders beliebt. Länger laufende Bankeinlagen wurden hingegen unterm Strich abge-
stoßen. Ein Teil der privaten Haushalte ging im Zuge der niedrigen Verzinsung von risikoarmen Anlageformen erneut
höhere Risiken im Tausch für höhere Renditen ein. Investmentfonds und börsennotierte Aktien waren bei den
Bundesbürgern besonders beliebt. Das Versicherungssparen blieb in 2016 weitestgehend unverändert auf hohem
Niveau. Im ersten Quartal 2017 setzten sich diese Trends fort. Der Bestand des Geldvermögens der privaten
Haushalte lag Ende des ersten Quartals 2017 dieses Jahres bei 5.852,5 Mrd. Euro.
Inhalt
Sparen 2
Geldvermögensbildung 3
Geldvermögen 5
Jan Philip Weber
E-Mail: j.weber@bvr.de
Nullzinspolitik der EZB untergräbt Sparwillen vieler Bundesbürger
Vertrauen in die EU durch Haushaltskonsolidierung stärken
Berlin / 19. Juli 2017
2
Nullzinspolitik der EZB untergräbt Sparwillen
Das Niedrigzinsniveau untergräbt zunehmend den Wil-
len vieler Bundesbürger zu sparen und für das Alter
vorzusorgen. Das bestätigt eine in diesem Frühjahr ver-
öffentlichte Studie der Deutschen Bundesbank mit
dem Titel „Sparverhalten im Niedrigzinsumfeld“. Die Er-
gebnisse der dem Bericht zugrundeliegenden Umfrage
zeigen einen signifikanten Rückgang der Spartätigkeit
der Bundesbürger aufgrund des aktuellen Niedrigzins-
niveaus.
Laut der Bundesbank haben 36,1 % der Befragten im
Zuge der niedrigen Zinsen das Sparen verringert oder
ganz eingestellt. Das waren mehr als doppelt so viele
wie in 2014. Nur noch etwas mehr als die Hälfte der
Befragten gab zuletzt an, ihr Sparverhalten im Zuge
der Niedrigzinsen nicht verändert zu haben. Bei der
Sommerbefragung 2014 hatten hingegen noch mehr
als 75 % der Befragten angegeben, ihr Sparverhalten
nicht verändert zu haben. Eine besondere Rolle bei der
Verringerung der Sparbereitschaft dürften die Zinser-
wartungen der Bundesbürger spielen. Knapp 60 % der
Befragten erwarten, dass die Zinsen noch lange bzw.
mehr als 3 Jahre niedrig bleiben werden.
Die Umfragresultate zeichnen ein anderes Bild als die
aggregierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes
zum Sparverhalten der privaten Haushalte. Letztere
zeigen keinen Rückgang der Sparanstrengungen in
Deutschland. Vielmehr lag die Sparquote, d. h. das Ver-
hältnis des Ersparten zum verfügbaren Einkommen der
privaten Haushalte, im ersten Quartal 2017 mit 9,8 %
0,2 Prozentpunkte über ihrem Vorjahresvergleichs-
wert. Die Ersparnisbildung hielt sich damit eng an der
Entwicklung der verfügbaren Einkommen. In der Ag-
gregation ihrer Ersparnisse zeigen sich die Sparer also
weitestgehend unbeeindruckt von der Niedrigzinspo-
litik.
Die Deutsche Bundesbank erklärt die Diskrepanz zwi-
schen Sparquote und der Sommerbefragung 2016 mit
der unterschiedlichen Datenerhebungsmethodik.
Während die Umfrage das Stimmungsbild der einzel-
nen Personen unabhängig ihrer Sparsummen abbildet,
weisen die aggregierten Zahlen aus der Volkswirt-
schaftlichen Gesamtrechnung (VGR) allein die Summe
des Ersparten aus. Private Haushalte mit sehr hohen
Sparbeträgen dominieren daher in den Zahlen aus der
VGR des Statistischen Bundesamtes. Geringsparer neh-
men hingegen nur geringfügig Einfluss auf die Spar-
quote. Sparen also gerade Geringsparer weniger oder
gar nicht mehr, dann hat dies kaum Einfluss auf die ag-
gregierten Zahlen, wenn gleichzeitig wenige Vielspa-
rer ihre Sparaktivitäten ausweiten, indem sie zum Bei-
spiel ihr Engagement an den Aktienmärkten erhöhen.
Die niedrigere Spartätigkeit in Teilen der Bevölkerung
ist eine gravierende Nebenwirkung der Nullzinspolitik
der EZB, auch wenn diese im Aggregat von anderen
Haushalten kompensiert wird. Gerade diejenigen unter
den entmutigten Sparern, die eher unteren Einkom-
mensschichten angehören, werden die Folgen des
künftigen Leistungsrückganges der gesetzlichen Rente
eines Tages besonders zu spüren bekommen. Denn, es
ist die Idee der privaten Altersvorsorge, über geringe
aber regelmäßige Geldbeträge die drohende Renten-
lücke für den Einzelnen zu schließen. Niedrigere Zins-
erträge sowie das Aussetzen oder Verringern von sol-
chen Sparbeträgen werden aber das Schließen der
drohenden Rentenlücke erschweren oder unmöglich
machen.
Das niedrige Zinsniveau in Deutschland ist eine Folge
der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Vor
dem Hintergrund der schädlichen Wirkungen auf die
private Altersvorsorge aber auch der steigenden Risi-
ken für die Finanzstäbilität sollte die EZB im Laufe die-
ses Jahres von ihrem aktuellen geldpolitischen Kurs ab-
rücken. Bis spätestens zum Herbst 2017 sollte sich der
geldpolitische Rat auf einen konkreten Fahrplan für
den Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik ver-
bindlich einigen.
Die Voraussetzungen für eine weniger expansive Geld-
politik im Euroraum sind schon seit Längerem von Sei-
ten der Inflations- und Wachstumsaussichten im Euro-
raum erreicht. Zum einen befindet sich die Wirtschaft im
Euroraum auf einem robusten Expansionspfad. Zum an-
deren zeigen die Verbraucherpreise eine robuste Erho-
lung, die in 2017 anhalten dürfte. Seit Sommer 2016 er-
höhte sich die Inflationsrate im Euroraum von null auf
zuletzt 1,3 %. Sie lag damit nicht weit entfernt vom EZB-
Inflationsziel von nahe aber weniger als 2 %.
Sparen
3
Bundesbürger bilden mehr Geldvermögen
Die privaten Haushalte in Deutschland haben ihre Geld-
vermögensbildung zuletzt gesteigert. In 2016 bildeten
die Bundesbürger 201,9 Mrd. Euro an Geldvermögen.
Das waren 7,1 % mehr als 2015. Die Geldvermögens-
quote, d. h. der Anteil der Geldvermögensbildung am
verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, legte
im vergangenen Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 10,8 %
zu. Im ersten Quartal 2017 setzte sich dieser Trend fort.
Der Anstieg der Geldvermögensbildung wurde zuletzt
vor allem von der erhöhten Ersparnisbildung dank soli-
der Einkommensanstiege und einer höheren Kreditauf-
nahme getragen. Während die Sparsumme der privaten
Haushalte in 2016 um 5,7 auf 180,9 Mrd. Euro zulegte,
kletterte die Kreditaufnahme um mehr als 10 auf
47,8 Mrd. Euro. Die netto empfangenen Vermögens-
übertragungen, zu denen unter anderem staatliche Zu-
schüsse aber auch Vermögensabgaben zählen, gingen
hingegen in 2016 leicht zurück.
Die Sachvermögensbildung stieg im Zuge der höheren
Kreditaufnahme und Ersparnis ebenfalls an, wenn auch
nicht so stark wie die Geldvermögensbildung. In 2016
kletterte die Sachvermögensbildung auf 29,3 Mrd. Euro.
Für 2016 lag das gesamte Mitteklaufkommen, d. h. die
Summe aus Geld- und Sachvermögensbildung bei
231,2 Mrd. Euro. In 2017 setzte sich diesr Trend fort.
Der geringere Anstieg der Sachvermögensbildung mag
angesichts des Immobilienbooms in Deutschland über-
raschen. Allerdings weist die Sachvermögensbildung
nur die um Abschreibungen korrigierten Bruttoinvesti-
tionen aus. Letztere stiegen laut den Zahlen des Statis-
tischen Bundesamtes in 2016 um mehr als 11 Mrd. Euro.
Der Anstieg der Bruttoinvestitionen gleicht damit mehr
oder weniger dem Anstieg der Kreditaufnahme der
Bundesbürger, die ihr Sachvermögen in 2016 stärker
fremdfinanzierten.
2012 2013 2014 2015 2016 2017/I4
Verfügbares Einkommen 1.695,6 1.719,8 1.759,5 1.811,2 1.862,4 1.878,7
Private Konsumausgaben 1.538,0 1.565,7 1.594,4 1.636,0 1.681,5 1.695,1
Sparen 157,6 154,1 165,1 175,2 180,9 183,6
Empfangene Vermögens-
übertragungen (netto) 7,9 9,2 7,0 3,2 2,4 2,5
Eigene Anlagemittel 165,5 163,3 172,2 178,4 183,4 186,1
Kreditaufnahme 16,8 12,4 21,3 37,4 47,8 48,0
Gesamtes Mittelaufkommen5
182,3 175,7 193,5 215,8 231,2 234,1
Sachvermögensbildung2
29,7 28,1 28,9 27,3 29,3 31,3
Geldvermögensbildung5
152,6 147,6 164,6 188,5 201,9 203,9
nachrichtlich:
Geldvermögensbildung (netto)3
135,8 135,2 143,3 151,1 154,1 155,9
Sparquote 9,3 9,0 9,4 9,7 9,7 9,8
Geldvermögensbildung in %
des verfügbaren Einkommens 9,0 8,6 9,4 10,4 10,8 10,9
Sachvermögensbildung in %
des verfügbaren Einkommens 1,8 1,6 1,6 1,5 1,6 1,7
Vermögensbildung der privaten Haushalte1
Tabelle 1
in Milliarden Euro
in Prozent
1
einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck
2
Nettoinvestitionen einschließlich des Nettozugangs an Wertsachen und nichtproduzierten Vermögensgütern
3
Geldvermögensbildung (brutto) abzüglich der Kreditaufnahme
4
1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme)
5
Aufgrund v. Revisionen besteht für das 1. Quartal 17 eine statistische Abweichung zw. den Zahlen aus der VGR und der Finanzierungsrechnung
Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, BVR
Geldvermögensbildung
4
Bankeinlagen bleiben beliebt
Bankprodukte erfreuten sich in 2016 erneut großer
Beliebtheit. Trotz der Nullzinspolitik der EZB, die sich in
niedrigen Sparzinsen widerspiegelt, parkten die Bun-
desbürger 117,7 Mrd. Euro bei Banken. Das waren
19,6 Mrd. Euro mehr als 2015. Die besonders liquiden
aber nicht verzinsten Sichtguthaben verzeichneten mit
129,6 Mrd. Euro einen besonders hohen Zufluss.
Gleichwohl fiel dieser knapp niedriger aus als in 2015.
Länger laufende Einlageklassen, wie Sparbriefe und
Spareinlagen verzeichneten Abflüsse in Höhe von
5,8 und 7,9 Mrd. Euro. Termingelder konnten trotz des
niedrigen Zinsumfeldes im vergangenen Jahr hingegen
leicht um 1,9 Mrd. Euro zulegen. Im ersten Quartal die-
ses Jahres setzte sich dieser Trend fort.
Versicherungen konnten hingegen wieder einen Groß-
teil der für die Geldvermögensbildung verwendeten
Gelder auf sich ziehen. In 2016 wurden insgesamt
84,3 Mrd. Euro für das Versicherungssparen verwen-
det. Das waren 2,5 Mrd. Euro mehr als in 2015. In die-
sem Jahr blieb der Zuspruch weiterhin hoch. Gemessen
wird das Versicherungssparen über die buchhalterisch
erfassten versicherungstechnischen Rückstellungen.
Anteilsrechte verzeichneten weiterhin stattliche Zu-
flüsse. Vor dem Hintergrund der niedrigen Verzinsung
vergleichsweise risikoloser Anlageklassen, wie z. B.
Spar- und Termineinlagen, griffen die Bundesbürger
wieder bei Aktien und Investmentfonds zu. Unterm
Strich erhöhten die Bundesbürger in 2016 ihr Engage-
ment in Aktien um mehr als 4 Mrd. auf 16,8 Mrd. Euro.
Investmentfonds verzeichneten einen um 7 Mrd. nied-
rigeren Zufluss in Höhe von 28,5 Mrd. Euro. Im ersten
Quartal 2017 blieb die Nachfrage nach mehr Risiko un-
term Strick unverändert. Die höhere Beliebtheit von ri-
sikoreicheren aber höher verzinsten Anlageprodukten
deckt sich mit der Sommerbefragung 2016 der Deut-
schen Bundesbank zum Sparverhalten der Bundesbür-
ger. So hatten rund 16,5 % der Befragten angegeben,
aufgrund des Niedrigzinsniveaus ihr Geld anders anle-
gen zu wollen. Rentenpapiere hatten hingegen weiter-
hin unter der niedrigen Verzinsung zu leiden. Unterm
Strich stießen die Bundesbürger Rentenpapiere im Wert
von 13,4 Mrd. Euro in 2016 ab. In 2017 setzte sich der
Trend etwas schwächer fort. Seit Ausbruch der Finanz-
marktkrise in 2008 konnten Rentenpapiere auf Jahres-
sicht keinen Zufluss mehr verzeichnen. Weniger gefragt
waren dabei besonders längerfristige Papiere.
2012 2013 2014 2015 2016 2017/I6
Geldvermögensbildung insgesamt 152,6 147,6 164,6 188,5 201,9 203,9
bei Banken2
77,4 63,5 88,9 98,1 117,7 121,5
Sichtguthaben3
93,6 98,7 92,8 130,2 129,6 135,2
Termingelder -6,1 -10,4 9,3 -10,8 1,9 1,0
Spareinlagen -0,1 -8,7 -2,2 -11,5 -7,9 -7,6
Sparbriefe -9,9 -16,1 -10,8 -9,8 -5,8 -6,9
bei Versicherungen4
78,5 77,1 91,7 81,8 84,3 81,2
in Wertpapieren -17,2 -7,2 18,7 31,9 34,3 32,7
Rentenwerte5
-17,1 -18,1 -20,3 -18,4 -13,4 -11,1
Aktien -3,5 -5,3 9,9 12,5 16,8 8,2
Investmentzertifikate 0,2 13,3 26,5 35,5 28,5 33,2
Sonstige Anteilsrechte 3,1 3,0 2,4 2,4 2,4 2,4
Sonstige Forderungen 13,9 14,1 -34,6 -23,3 -34,5 -31,5
Geldvermögensbildung der privaten Haushalte1
Tabelle 2
in Milliarden Euro
1
einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck
2
im In- und Ausland
3
einschließlich Bargeld
4
einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen
5
einschließlich Geldmarktpapiere
6
1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme)
Quelle: Deutsche Bundesbank, BVR
Geldvermögensbildung
5
Bundesbürger bevorzugen Bankeinlagen
Das Geldvermögen der Bundesbürger hat in 2016 um
4,7 % auf 5.763,0 Mrd. Euro zugelegt. Der Anstieg fiel
damit ähnlich hoch aus wie in den beiden Jahren zuvor.
Absolut betrachtet erhöhte sich das Geldvermögen
um 259,8 Mrd. Euro. Im ersten Quartal stieg das Geld-
vermögen dann noch einmal auf 5.852,5 Mrd. Euro.
Der Zuwachs an zusätzlichem Geldvermögen setzt sich
aus zwei Komponenten zusammen: der Geldvermö-
gensbildung und den Kursgewinnen auf das Bestands-
vermögen. Der Vermögenszuwachs der privaten Haus-
halte bei Banken und Versicherungen liegt in der Regel
nahe der Geldvermögensbildung.
Anders sieht das bei Wertpapieren aus, bei denen sich
zusätzlich zur Geldvermögensbildung auch die Kurs-
schwankungen direkt auf den Vermögensbestand aus-
wirken. Dank der guten Entwicklung an den Aktien-
märkten verzeichnete insbesondere das in Aktien und
Investmentfonds gehaltene Vermögen einen Anstieg,
der deutlich über die Geldvermögensbildung hinaus-
ging. Während das in Aktien gehaltene Geldvermögen
in 2016 um 33 Mrd. Euro bzw. 9,3 % zunahm, legte das
Investmentfondsvermögen der privaten Haushalte um
37,9 Mrd. Euro bzw. 7,0 % binnen Jahresfrist zu.
Den größten Posten im Portfolio der Bundesbürger
nehmen traditionell die Bankguthaben ein. Sie machen
etwas weniger als 40 % des gesamten Geldvermögens
der privaten Haushalte aus. Sichtguthaben bilden da-
bei den größten Posten. Der Anteil des Versicherungs-
vermögens lag zuletzt bei etwas weniger als 37 %. Das
in Aktien und Invetmentfonds gehaltene Vermögen
lag zum Ende des ersten Quartals 2017 bei 17,4 % des
Gesamtportfolios. Rentenwerte und sonstige Anteils-
rechte machten einen Anteil von 6,4 % am gesamten
Geldvermögen aus.
Datengrundlage
Die Zahlen zum Geldvermögen und zur Geldvermö-
gensbildung lassen keine Rückschlüsse auf die Vertei-
lung des Geldvermögens zu. Umfragen zum privaten
Vermögen zeigen, dass sich das Vermögen zwischen
den Alters- und Einkommenskohorten stark unter-
scheidet. So zeigen z. B. Bundesbürger aus höheren
Einkommenskohorten im Schnitt ein deutlich höheres
Engagement an den Aktienmärkten. Auch bilden
Haushalte der unteren Einkommenskohorten oft gar
keine Ersparnisse. Darüber hinaus lässt sich die Vermö-
gensverteilung nur unter Einbeziehung des Sachver-
mögens, wie z. B. Immobilien, sinnvoll analysieren. ■
39,6 %
36,5 %
2,7 %
7,0 %
10,4 %
3,7 %
Bankguthaben*
Versicherungen**
Rentenwerte
Aktien
Investmentzertifikate
Sonstige Anteilsrechte
Aufteilung desaggregierten Geldvermögens in Deutschland
1. Quartal 2017
Abbildung 1
* einschließlich Bargeld
** einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen
Quelle: Deutsche Bundesbank, BVR
Geldvermögen
6
Tabelle 3
2012 2013 2014 2015 2016 2017/I5
Geldvermögen insgesamt 4817,7 5015,3 5250,3 5503,2 5763,0 5852,5
bei Banken2
1942,3 2005,1 2090,1 2189,7 2304,8 2319,1
bei Versicherungen3
1759,5 1847,0 1945,1 2027,3 2111,4 2135,6
in Wertpapieren 1115,9 1163,3 1215,2 1286,1 1346,9 1397,7
Rentenwerte4
238,2 216,0 197,9 173,6 160,2 159,6
Aktien 259,1 299,4 313,6 354,1 387,1 411,8
Investmentfonds 420,1 449,5 497,7 544,3 582,2 608,5
Sonstige Anteilsrechte 198,4 198,3 206,0 214,0 217,4 217,9
Verbindlichkeiten insgesamt 1569,1 1580,6 1603,3 1638,4 1687,0 1694,5
Kredite 1553,2 1564,6 1586,4 1623,0 1671,0 1677,7
Sonstige Verbindlichkeiten 15,9 16,0 16,9 15,4 16,0 16,8
Geldvermögen 121,3 125,6 130,5 135,0 140,3 142,5
Verbindlichkeiten 39,5 39,6 39,9 40,2 41,1 41,2
Nettogeldvermögen 81,8 86,0 90,7 94,8 99,2 101,2
Geldvermögen 59,8 62,1 64,7 67,0 69,6 70,7
Verbindlichkeiten 19,5 19,6 19,7 19,9 20,4 20,5
Nettogeldvermögen 40,3 42,5 44,9 47,0 49,2 50,2
Geldvermögen 284,1 291,6 298,4 303,8 309,4 311,5
Verbindlichkeiten 92,5 91,9 91,1 90,5 90,6 90,2
Nettogeldvermögen 191,6 199,7 207,3 213,4 218,9 221,3
Geldvermögen insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
bei Banken2
40,3 40,0 39,8 39,8 40,0 39,6
bei Versicherungen3
36,5 36,8 37,0 36,8 36,6 36,5
in Wertpapieren 23,2 23,2 23,1 23,4 23,4 23,9
Rentenwerte4
4,9 4,3 3,8 3,2 2,8 2,7
Aktien 5,4 6,0 6,0 6,4 6,7 7,0
Investmentfonds 8,7 9,0 9,5 9,9 10,1 10,4
Sonstige Beteiligungen 4,1 4,0 3,9 3,9 3,8 3,7
Verbindlichkeiten insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
kurzfristige Kredite 4,6 4,3 4,1 3,8 3,4 3,4
langfristige Kredite 94,4 94,7 94,9 95,3 95,7 95,6
Sonstige Verbindlichkeiten 1,0 1,0 1,1 0,9 0,9 1,0
Geldvermögen der privaten Haushalte1
Bestand am Jahresende in Milliarden Euro
Tausend Euro je Haushalt
Tausend Euro je Person
in Prozent des verfügbaren Einkommens
Struktur des Geldvermögens
Anteile in Prozent
1
einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck
2
im In- und Ausland einschließlich sonstige Forderungen
3
einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen
4
einschließlich Geldmarktpapiere
5
1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme)
Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, BVR
Geldvermögen

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BVR Volkswirtschaft kompakt - Sonderausgabe Nullzinspolitik - Juli 2017

  • 1. 1 BVR Volkswirtschaft special ab sofort unter neuem Titel und im neuen Design. Herausgeber: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken · BVR · Volkswirtschaft/Mittelstandspolitik Verantwortlich: Dr. Andreas Bley · Schellingstraße 4 · 10785 Berlin · Telefon: 030 2021–15 00 · Telefax 030 2021–1904 Internet: http://www.bvr.de · E-Mail: volkswirtschaft@bvr.de Vertrauen in die EU durch Haushaltskonsolidierung stärkenHerausgeber: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken · BVR · Volkswirt- schaft/Mittelstandspolitik Verantwortlich: Dr. Andreas Bley · Schellingstraße 4 · 10785 Berlin · Telefon: 030 2021–15 00 · Telefax 030 2021–1904 Internet: http://www.bvr.de · E-Mail: volkswirtschaft@bvr.de Die Sparquote der privaten Haushalte lag im ersten Quartal 2017 mit 9,8 % leicht über ihrem Vorjahreswert. Ihre stabile Entwicklung zeigt, dass die deutschen Sparer zumindest in der Summe dem Nullzinsniveau trotzen und weiterhin sparen. Allerdings deuten Umfragen der Deutschen Bundesbank auf eine nachlassende Sparneigung vieler Bundesbürger hin. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, im Zuge der niedrigen Zinsen gar nicht oder weniger zu sparen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2014. Die Zahlen legen nahe, dass die nachlassenden Sparanstrengungen vieler Bundesbürger aus wohl eher unteren Einkommenskohorten durch höhere Sparbeträge besser verdienender Bundesbürger ausgeglichen wurden. Die niedrigeren Zinserträge sowie der nachlassende Sparwille bei mehr und mehr Bundesbürgern belasten die private Altersvorsorge in Deutschland. Unter den aktuellen Bedingungen haben besonders Bundesbürger aus der unteren Einkommenshälfte kaum eine Chance das rückläufige Versorgungsniveau der gesetzlichen Rentenver- sicherung mit privater Vorsorge auszugleichen. Die niedrigen Sparzinsen in Deutschland sind eine direkte Folge der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die Geldvermögensbildung stieg in 2016 um 7,1 % auf 201,9 Mrd. Euro. Bankprodukte waren erneut besonders gefragt. Unterm Strich flossen den Banken 117,7 Mrd. Euro zu. Sichteinlagen inklusive Bargeld waren aufgrund der niedrigen Verzinsung besonders beliebt. Länger laufende Bankeinlagen wurden hingegen unterm Strich abge- stoßen. Ein Teil der privaten Haushalte ging im Zuge der niedrigen Verzinsung von risikoarmen Anlageformen erneut höhere Risiken im Tausch für höhere Renditen ein. Investmentfonds und börsennotierte Aktien waren bei den Bundesbürgern besonders beliebt. Das Versicherungssparen blieb in 2016 weitestgehend unverändert auf hohem Niveau. Im ersten Quartal 2017 setzten sich diese Trends fort. Der Bestand des Geldvermögens der privaten Haushalte lag Ende des ersten Quartals 2017 dieses Jahres bei 5.852,5 Mrd. Euro. Inhalt Sparen 2 Geldvermögensbildung 3 Geldvermögen 5 Jan Philip Weber E-Mail: j.weber@bvr.de Nullzinspolitik der EZB untergräbt Sparwillen vieler Bundesbürger Vertrauen in die EU durch Haushaltskonsolidierung stärken Berlin / 19. Juli 2017
  • 2. 2 Nullzinspolitik der EZB untergräbt Sparwillen Das Niedrigzinsniveau untergräbt zunehmend den Wil- len vieler Bundesbürger zu sparen und für das Alter vorzusorgen. Das bestätigt eine in diesem Frühjahr ver- öffentlichte Studie der Deutschen Bundesbank mit dem Titel „Sparverhalten im Niedrigzinsumfeld“. Die Er- gebnisse der dem Bericht zugrundeliegenden Umfrage zeigen einen signifikanten Rückgang der Spartätigkeit der Bundesbürger aufgrund des aktuellen Niedrigzins- niveaus. Laut der Bundesbank haben 36,1 % der Befragten im Zuge der niedrigen Zinsen das Sparen verringert oder ganz eingestellt. Das waren mehr als doppelt so viele wie in 2014. Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab zuletzt an, ihr Sparverhalten im Zuge der Niedrigzinsen nicht verändert zu haben. Bei der Sommerbefragung 2014 hatten hingegen noch mehr als 75 % der Befragten angegeben, ihr Sparverhalten nicht verändert zu haben. Eine besondere Rolle bei der Verringerung der Sparbereitschaft dürften die Zinser- wartungen der Bundesbürger spielen. Knapp 60 % der Befragten erwarten, dass die Zinsen noch lange bzw. mehr als 3 Jahre niedrig bleiben werden. Die Umfragresultate zeichnen ein anderes Bild als die aggregierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Sparverhalten der privaten Haushalte. Letztere zeigen keinen Rückgang der Sparanstrengungen in Deutschland. Vielmehr lag die Sparquote, d. h. das Ver- hältnis des Ersparten zum verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, im ersten Quartal 2017 mit 9,8 % 0,2 Prozentpunkte über ihrem Vorjahresvergleichs- wert. Die Ersparnisbildung hielt sich damit eng an der Entwicklung der verfügbaren Einkommen. In der Ag- gregation ihrer Ersparnisse zeigen sich die Sparer also weitestgehend unbeeindruckt von der Niedrigzinspo- litik. Die Deutsche Bundesbank erklärt die Diskrepanz zwi- schen Sparquote und der Sommerbefragung 2016 mit der unterschiedlichen Datenerhebungsmethodik. Während die Umfrage das Stimmungsbild der einzel- nen Personen unabhängig ihrer Sparsummen abbildet, weisen die aggregierten Zahlen aus der Volkswirt- schaftlichen Gesamtrechnung (VGR) allein die Summe des Ersparten aus. Private Haushalte mit sehr hohen Sparbeträgen dominieren daher in den Zahlen aus der VGR des Statistischen Bundesamtes. Geringsparer neh- men hingegen nur geringfügig Einfluss auf die Spar- quote. Sparen also gerade Geringsparer weniger oder gar nicht mehr, dann hat dies kaum Einfluss auf die ag- gregierten Zahlen, wenn gleichzeitig wenige Vielspa- rer ihre Sparaktivitäten ausweiten, indem sie zum Bei- spiel ihr Engagement an den Aktienmärkten erhöhen. Die niedrigere Spartätigkeit in Teilen der Bevölkerung ist eine gravierende Nebenwirkung der Nullzinspolitik der EZB, auch wenn diese im Aggregat von anderen Haushalten kompensiert wird. Gerade diejenigen unter den entmutigten Sparern, die eher unteren Einkom- mensschichten angehören, werden die Folgen des künftigen Leistungsrückganges der gesetzlichen Rente eines Tages besonders zu spüren bekommen. Denn, es ist die Idee der privaten Altersvorsorge, über geringe aber regelmäßige Geldbeträge die drohende Renten- lücke für den Einzelnen zu schließen. Niedrigere Zins- erträge sowie das Aussetzen oder Verringern von sol- chen Sparbeträgen werden aber das Schließen der drohenden Rentenlücke erschweren oder unmöglich machen. Das niedrige Zinsniveau in Deutschland ist eine Folge der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Vor dem Hintergrund der schädlichen Wirkungen auf die private Altersvorsorge aber auch der steigenden Risi- ken für die Finanzstäbilität sollte die EZB im Laufe die- ses Jahres von ihrem aktuellen geldpolitischen Kurs ab- rücken. Bis spätestens zum Herbst 2017 sollte sich der geldpolitische Rat auf einen konkreten Fahrplan für den Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik ver- bindlich einigen. Die Voraussetzungen für eine weniger expansive Geld- politik im Euroraum sind schon seit Längerem von Sei- ten der Inflations- und Wachstumsaussichten im Euro- raum erreicht. Zum einen befindet sich die Wirtschaft im Euroraum auf einem robusten Expansionspfad. Zum an- deren zeigen die Verbraucherpreise eine robuste Erho- lung, die in 2017 anhalten dürfte. Seit Sommer 2016 er- höhte sich die Inflationsrate im Euroraum von null auf zuletzt 1,3 %. Sie lag damit nicht weit entfernt vom EZB- Inflationsziel von nahe aber weniger als 2 %. Sparen
  • 3. 3 Bundesbürger bilden mehr Geldvermögen Die privaten Haushalte in Deutschland haben ihre Geld- vermögensbildung zuletzt gesteigert. In 2016 bildeten die Bundesbürger 201,9 Mrd. Euro an Geldvermögen. Das waren 7,1 % mehr als 2015. Die Geldvermögens- quote, d. h. der Anteil der Geldvermögensbildung am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, legte im vergangenen Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 10,8 % zu. Im ersten Quartal 2017 setzte sich dieser Trend fort. Der Anstieg der Geldvermögensbildung wurde zuletzt vor allem von der erhöhten Ersparnisbildung dank soli- der Einkommensanstiege und einer höheren Kreditauf- nahme getragen. Während die Sparsumme der privaten Haushalte in 2016 um 5,7 auf 180,9 Mrd. Euro zulegte, kletterte die Kreditaufnahme um mehr als 10 auf 47,8 Mrd. Euro. Die netto empfangenen Vermögens- übertragungen, zu denen unter anderem staatliche Zu- schüsse aber auch Vermögensabgaben zählen, gingen hingegen in 2016 leicht zurück. Die Sachvermögensbildung stieg im Zuge der höheren Kreditaufnahme und Ersparnis ebenfalls an, wenn auch nicht so stark wie die Geldvermögensbildung. In 2016 kletterte die Sachvermögensbildung auf 29,3 Mrd. Euro. Für 2016 lag das gesamte Mitteklaufkommen, d. h. die Summe aus Geld- und Sachvermögensbildung bei 231,2 Mrd. Euro. In 2017 setzte sich diesr Trend fort. Der geringere Anstieg der Sachvermögensbildung mag angesichts des Immobilienbooms in Deutschland über- raschen. Allerdings weist die Sachvermögensbildung nur die um Abschreibungen korrigierten Bruttoinvesti- tionen aus. Letztere stiegen laut den Zahlen des Statis- tischen Bundesamtes in 2016 um mehr als 11 Mrd. Euro. Der Anstieg der Bruttoinvestitionen gleicht damit mehr oder weniger dem Anstieg der Kreditaufnahme der Bundesbürger, die ihr Sachvermögen in 2016 stärker fremdfinanzierten. 2012 2013 2014 2015 2016 2017/I4 Verfügbares Einkommen 1.695,6 1.719,8 1.759,5 1.811,2 1.862,4 1.878,7 Private Konsumausgaben 1.538,0 1.565,7 1.594,4 1.636,0 1.681,5 1.695,1 Sparen 157,6 154,1 165,1 175,2 180,9 183,6 Empfangene Vermögens- übertragungen (netto) 7,9 9,2 7,0 3,2 2,4 2,5 Eigene Anlagemittel 165,5 163,3 172,2 178,4 183,4 186,1 Kreditaufnahme 16,8 12,4 21,3 37,4 47,8 48,0 Gesamtes Mittelaufkommen5 182,3 175,7 193,5 215,8 231,2 234,1 Sachvermögensbildung2 29,7 28,1 28,9 27,3 29,3 31,3 Geldvermögensbildung5 152,6 147,6 164,6 188,5 201,9 203,9 nachrichtlich: Geldvermögensbildung (netto)3 135,8 135,2 143,3 151,1 154,1 155,9 Sparquote 9,3 9,0 9,4 9,7 9,7 9,8 Geldvermögensbildung in % des verfügbaren Einkommens 9,0 8,6 9,4 10,4 10,8 10,9 Sachvermögensbildung in % des verfügbaren Einkommens 1,8 1,6 1,6 1,5 1,6 1,7 Vermögensbildung der privaten Haushalte1 Tabelle 1 in Milliarden Euro in Prozent 1 einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2 Nettoinvestitionen einschließlich des Nettozugangs an Wertsachen und nichtproduzierten Vermögensgütern 3 Geldvermögensbildung (brutto) abzüglich der Kreditaufnahme 4 1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme) 5 Aufgrund v. Revisionen besteht für das 1. Quartal 17 eine statistische Abweichung zw. den Zahlen aus der VGR und der Finanzierungsrechnung Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, BVR Geldvermögensbildung
  • 4. 4 Bankeinlagen bleiben beliebt Bankprodukte erfreuten sich in 2016 erneut großer Beliebtheit. Trotz der Nullzinspolitik der EZB, die sich in niedrigen Sparzinsen widerspiegelt, parkten die Bun- desbürger 117,7 Mrd. Euro bei Banken. Das waren 19,6 Mrd. Euro mehr als 2015. Die besonders liquiden aber nicht verzinsten Sichtguthaben verzeichneten mit 129,6 Mrd. Euro einen besonders hohen Zufluss. Gleichwohl fiel dieser knapp niedriger aus als in 2015. Länger laufende Einlageklassen, wie Sparbriefe und Spareinlagen verzeichneten Abflüsse in Höhe von 5,8 und 7,9 Mrd. Euro. Termingelder konnten trotz des niedrigen Zinsumfeldes im vergangenen Jahr hingegen leicht um 1,9 Mrd. Euro zulegen. Im ersten Quartal die- ses Jahres setzte sich dieser Trend fort. Versicherungen konnten hingegen wieder einen Groß- teil der für die Geldvermögensbildung verwendeten Gelder auf sich ziehen. In 2016 wurden insgesamt 84,3 Mrd. Euro für das Versicherungssparen verwen- det. Das waren 2,5 Mrd. Euro mehr als in 2015. In die- sem Jahr blieb der Zuspruch weiterhin hoch. Gemessen wird das Versicherungssparen über die buchhalterisch erfassten versicherungstechnischen Rückstellungen. Anteilsrechte verzeichneten weiterhin stattliche Zu- flüsse. Vor dem Hintergrund der niedrigen Verzinsung vergleichsweise risikoloser Anlageklassen, wie z. B. Spar- und Termineinlagen, griffen die Bundesbürger wieder bei Aktien und Investmentfonds zu. Unterm Strich erhöhten die Bundesbürger in 2016 ihr Engage- ment in Aktien um mehr als 4 Mrd. auf 16,8 Mrd. Euro. Investmentfonds verzeichneten einen um 7 Mrd. nied- rigeren Zufluss in Höhe von 28,5 Mrd. Euro. Im ersten Quartal 2017 blieb die Nachfrage nach mehr Risiko un- term Strick unverändert. Die höhere Beliebtheit von ri- sikoreicheren aber höher verzinsten Anlageprodukten deckt sich mit der Sommerbefragung 2016 der Deut- schen Bundesbank zum Sparverhalten der Bundesbür- ger. So hatten rund 16,5 % der Befragten angegeben, aufgrund des Niedrigzinsniveaus ihr Geld anders anle- gen zu wollen. Rentenpapiere hatten hingegen weiter- hin unter der niedrigen Verzinsung zu leiden. Unterm Strich stießen die Bundesbürger Rentenpapiere im Wert von 13,4 Mrd. Euro in 2016 ab. In 2017 setzte sich der Trend etwas schwächer fort. Seit Ausbruch der Finanz- marktkrise in 2008 konnten Rentenpapiere auf Jahres- sicht keinen Zufluss mehr verzeichnen. Weniger gefragt waren dabei besonders längerfristige Papiere. 2012 2013 2014 2015 2016 2017/I6 Geldvermögensbildung insgesamt 152,6 147,6 164,6 188,5 201,9 203,9 bei Banken2 77,4 63,5 88,9 98,1 117,7 121,5 Sichtguthaben3 93,6 98,7 92,8 130,2 129,6 135,2 Termingelder -6,1 -10,4 9,3 -10,8 1,9 1,0 Spareinlagen -0,1 -8,7 -2,2 -11,5 -7,9 -7,6 Sparbriefe -9,9 -16,1 -10,8 -9,8 -5,8 -6,9 bei Versicherungen4 78,5 77,1 91,7 81,8 84,3 81,2 in Wertpapieren -17,2 -7,2 18,7 31,9 34,3 32,7 Rentenwerte5 -17,1 -18,1 -20,3 -18,4 -13,4 -11,1 Aktien -3,5 -5,3 9,9 12,5 16,8 8,2 Investmentzertifikate 0,2 13,3 26,5 35,5 28,5 33,2 Sonstige Anteilsrechte 3,1 3,0 2,4 2,4 2,4 2,4 Sonstige Forderungen 13,9 14,1 -34,6 -23,3 -34,5 -31,5 Geldvermögensbildung der privaten Haushalte1 Tabelle 2 in Milliarden Euro 1 einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2 im In- und Ausland 3 einschließlich Bargeld 4 einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen 5 einschließlich Geldmarktpapiere 6 1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme) Quelle: Deutsche Bundesbank, BVR Geldvermögensbildung
  • 5. 5 Bundesbürger bevorzugen Bankeinlagen Das Geldvermögen der Bundesbürger hat in 2016 um 4,7 % auf 5.763,0 Mrd. Euro zugelegt. Der Anstieg fiel damit ähnlich hoch aus wie in den beiden Jahren zuvor. Absolut betrachtet erhöhte sich das Geldvermögen um 259,8 Mrd. Euro. Im ersten Quartal stieg das Geld- vermögen dann noch einmal auf 5.852,5 Mrd. Euro. Der Zuwachs an zusätzlichem Geldvermögen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Geldvermö- gensbildung und den Kursgewinnen auf das Bestands- vermögen. Der Vermögenszuwachs der privaten Haus- halte bei Banken und Versicherungen liegt in der Regel nahe der Geldvermögensbildung. Anders sieht das bei Wertpapieren aus, bei denen sich zusätzlich zur Geldvermögensbildung auch die Kurs- schwankungen direkt auf den Vermögensbestand aus- wirken. Dank der guten Entwicklung an den Aktien- märkten verzeichnete insbesondere das in Aktien und Investmentfonds gehaltene Vermögen einen Anstieg, der deutlich über die Geldvermögensbildung hinaus- ging. Während das in Aktien gehaltene Geldvermögen in 2016 um 33 Mrd. Euro bzw. 9,3 % zunahm, legte das Investmentfondsvermögen der privaten Haushalte um 37,9 Mrd. Euro bzw. 7,0 % binnen Jahresfrist zu. Den größten Posten im Portfolio der Bundesbürger nehmen traditionell die Bankguthaben ein. Sie machen etwas weniger als 40 % des gesamten Geldvermögens der privaten Haushalte aus. Sichtguthaben bilden da- bei den größten Posten. Der Anteil des Versicherungs- vermögens lag zuletzt bei etwas weniger als 37 %. Das in Aktien und Invetmentfonds gehaltene Vermögen lag zum Ende des ersten Quartals 2017 bei 17,4 % des Gesamtportfolios. Rentenwerte und sonstige Anteils- rechte machten einen Anteil von 6,4 % am gesamten Geldvermögen aus. Datengrundlage Die Zahlen zum Geldvermögen und zur Geldvermö- gensbildung lassen keine Rückschlüsse auf die Vertei- lung des Geldvermögens zu. Umfragen zum privaten Vermögen zeigen, dass sich das Vermögen zwischen den Alters- und Einkommenskohorten stark unter- scheidet. So zeigen z. B. Bundesbürger aus höheren Einkommenskohorten im Schnitt ein deutlich höheres Engagement an den Aktienmärkten. Auch bilden Haushalte der unteren Einkommenskohorten oft gar keine Ersparnisse. Darüber hinaus lässt sich die Vermö- gensverteilung nur unter Einbeziehung des Sachver- mögens, wie z. B. Immobilien, sinnvoll analysieren. ■ 39,6 % 36,5 % 2,7 % 7,0 % 10,4 % 3,7 % Bankguthaben* Versicherungen** Rentenwerte Aktien Investmentzertifikate Sonstige Anteilsrechte Aufteilung desaggregierten Geldvermögens in Deutschland 1. Quartal 2017 Abbildung 1 * einschließlich Bargeld ** einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen Quelle: Deutsche Bundesbank, BVR Geldvermögen
  • 6. 6 Tabelle 3 2012 2013 2014 2015 2016 2017/I5 Geldvermögen insgesamt 4817,7 5015,3 5250,3 5503,2 5763,0 5852,5 bei Banken2 1942,3 2005,1 2090,1 2189,7 2304,8 2319,1 bei Versicherungen3 1759,5 1847,0 1945,1 2027,3 2111,4 2135,6 in Wertpapieren 1115,9 1163,3 1215,2 1286,1 1346,9 1397,7 Rentenwerte4 238,2 216,0 197,9 173,6 160,2 159,6 Aktien 259,1 299,4 313,6 354,1 387,1 411,8 Investmentfonds 420,1 449,5 497,7 544,3 582,2 608,5 Sonstige Anteilsrechte 198,4 198,3 206,0 214,0 217,4 217,9 Verbindlichkeiten insgesamt 1569,1 1580,6 1603,3 1638,4 1687,0 1694,5 Kredite 1553,2 1564,6 1586,4 1623,0 1671,0 1677,7 Sonstige Verbindlichkeiten 15,9 16,0 16,9 15,4 16,0 16,8 Geldvermögen 121,3 125,6 130,5 135,0 140,3 142,5 Verbindlichkeiten 39,5 39,6 39,9 40,2 41,1 41,2 Nettogeldvermögen 81,8 86,0 90,7 94,8 99,2 101,2 Geldvermögen 59,8 62,1 64,7 67,0 69,6 70,7 Verbindlichkeiten 19,5 19,6 19,7 19,9 20,4 20,5 Nettogeldvermögen 40,3 42,5 44,9 47,0 49,2 50,2 Geldvermögen 284,1 291,6 298,4 303,8 309,4 311,5 Verbindlichkeiten 92,5 91,9 91,1 90,5 90,6 90,2 Nettogeldvermögen 191,6 199,7 207,3 213,4 218,9 221,3 Geldvermögen insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 bei Banken2 40,3 40,0 39,8 39,8 40,0 39,6 bei Versicherungen3 36,5 36,8 37,0 36,8 36,6 36,5 in Wertpapieren 23,2 23,2 23,1 23,4 23,4 23,9 Rentenwerte4 4,9 4,3 3,8 3,2 2,8 2,7 Aktien 5,4 6,0 6,0 6,4 6,7 7,0 Investmentfonds 8,7 9,0 9,5 9,9 10,1 10,4 Sonstige Beteiligungen 4,1 4,0 3,9 3,9 3,8 3,7 Verbindlichkeiten insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 kurzfristige Kredite 4,6 4,3 4,1 3,8 3,4 3,4 langfristige Kredite 94,4 94,7 94,9 95,3 95,7 95,6 Sonstige Verbindlichkeiten 1,0 1,0 1,1 0,9 0,9 1,0 Geldvermögen der privaten Haushalte1 Bestand am Jahresende in Milliarden Euro Tausend Euro je Haushalt Tausend Euro je Person in Prozent des verfügbaren Einkommens Struktur des Geldvermögens Anteile in Prozent 1 einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2 im In- und Ausland einschließlich sonstige Forderungen 3 einschließlich Pensionskassen und -fonds, berufsständische Versorgungswerke und Zusatzversorgungseinrichtungen 4 einschließlich Geldmarktpapiere 5 1. Quartal 2017 (4-Quartalssumme) Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, BVR Geldvermögen