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Bilder aus Albanien
Die Veranschaulichung der albanischen Frage in die
österreichische Presse (1912-1913)
Inhaltsverzeichnis
Einleitung.............................................................................................................................................3
1. Theoretische Ansatz .........................................................................................................................4
1.1 Die Zeitung als historische Quelle ............................................................................................4
1.2 Methoden der auseinandersetzung mit der Quelle Zeitung.......................................................6
1.3 Resumee ....................................................................................................................................7
1.4 Technische Ansatz .....................................................................................................................9
1.5. Presse und öffentliche Meinung.............................................................................................10
1.7 Methoden und Theorien ..........................................................................................................12
1.8 Das gedruckte Bild..................................................................................................................13
2. Die Albanische Frage.....................................................................................................................14
2.1 Nationwerdung Albaniens.......................................................................................................14
2.3. Die Großmächte .....................................................................................................................16
2.4. Österreich-Ungarn und die Albaner .......................................................................................17
3. Die Visualisierung Albaniens.........................................................................................................19
3.1. Vom Selbstständigen Albanien...............................................................................................19
3.2. Die Kultur in Albanien ...........................................................................................................21
3.3. Späte Sorge.............................................................................................................................22
3.4. Prinz Prenk .............................................................................................................................23
3.5. Das Autonome Albaniens.......................................................................................................26
3.6. Prochaska Affäre ....................................................................................................................29
3.7. Malissoren Frage....................................................................................................................33
4. Schlußbetrachtung..........................................................................................................................37
Einleitung
Das Vorliegende Arbeit ergab sich aus der Beschäftigung mit der Presse Österreichs um die Jahre
1912-1913. Ziel der Arbeit ist zu veranschaulichen ein Aspekt der Geschichte aus der Perspektive
der Medien diese Zeit. Anhand der Zeitungen die in Österreich publiziert wurden in den Jahren
1912-1913, in eine Zeit als die Welt noch in Ordnung war, und als der Krieg noch in Unmittelbare
Nähe war, aber noch nicht zu Hause. In eine Zeit als viele bereit oder gar den Krieg wollten. Die
Erste Balkankrieg war das Thema der österreichischen Öffentlichkeit. Die Zeitungen in ihre
morgenlichen und abendlichen Ausgaben berichteten ausführlich was in die Südgränze Österreich-
Ungarns passierte.
Als Ziel verfolge ich hier die Verstehung der öffentliche Meinung in Österreich über Albanien, die
Albaner und die Albanische Frage. Und das an hand der Presse von diese Jahre und ihre
illustrierung mit Bilder.
1. Theoretische Ansatz
1.1 Die Zeitung als historische Quelle
„Die Zeitung gibt […] dem Historiker die Möglichkeit, sich in die Atmosphere der betreffenden
Zeit zurückzuversetzen, in jenne Wissensstand, in jenes materielle wie mentale Umfeld, aus dem
heraus zu einem bestimmten Zeitpunkt Entscheindungen getroffen oder Haltungen [….]
eingenommen, verändert oder erzwungen worden sind.“1
Die Zeitung hat eine lange Geschichte und sehr oft wichtige Rolle, aber für die Historiker galt die
Presse keine wissenschaftlich verwendbare Quelle. Es musste viel Zeit vergehen bis die Historiker
die Zeitung als Quelle wahrgenommen wurde. Die Zeitung wurde mit der Jahrhunderwende, um
1900, zum ersten Mal zum Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion.2
Die Zeitung wird heute
auch „Vierte Gewalt“ gennant weil sie selbst aktive an der Politik agieren und beeinflussen. Die
öffentliche Meinung wird auch sehr stark von der Zeitungen geprägt. Deswegen sind für die
Historiker die Zeitungen eine sehr wichtige Informationsquelle denn da spiegelt sich die
Zeitgenösische Wahrnehmung politischer Themen und Konflikte. Die Subjektivitet der Zeitungen
machte auch diese Abneigung, aber genau das macht die Zeitungen besonderes, denn diese
Subjektivität mach und verständlich die Ideen und meinungen eine bestimte Zeit. Manchmal sind
Zeitungen als einzige Quelle von Daten und Informationen, auch wenn sehr oft der Richtigkeit der
Informationen dort sehr zu bezfeifeln ist. Aber weil die Zeitungen zahlenmessig sehr reich sind, ist
es auch schwierig für ein Historiker alles zu konsultieren. Es ligt an der hand des Historikers zu
wählen welche Zeitungen er als Relevant sieht. Aber manchmal genau das Zahlenmessige macht
das Besondere in der Zeitungen, denn je mehr davon gibt, desto wahrscheinlicher ist die
Informationen richtig liegen. Je wichtig ein Ereigniss ist desto mehr berichten die Zeitungen
darüber.3
Arbeiten mit der Zeitugen als Quelle kann auch ein Persönliche Verbindung mit der
Ereignisse hervorbringen, anders als von ein Geschichtsbuch, denn lesen die wörter dort bringt
einem näher an der Geschehniss.4
Für gewöhnlich werden die Zeitungen als Sekundärquellen
behandelt, auch wenn manchmal sind die Zeitungen als Primärquellen zu behandeln. Berichte
unmittelbar von der geschehniss, wo der Reporter selbst zeuge ist sind als Primärquellen zu
behandeln; so wie auch Interviews, Leserbriefe, Artikel wo persönliche meinungen geäußert werden
und usw. Summa Summarum, die Zeitungen können als Primärquellen sowie auch als
Sekundärquellen behandelt werden. Unabhängig davon ob sie als Primärquellen oder
Sekundärquellen sind, das tut nicht zur Sache das sie sehr wichtige Informationsquellen für die
Historiker sein können. Manchmal auch als einzige Quellen. Die Zeitungen geben details im Leben
der Menschen und der Gesellschaften, lebensnahe Einblicke, die wo anders nicht zu finden sind.
Nicht umsonst nannte Arthur Schopenhaur die Zeitugen „Sekundenzeiger der Geschichte“. Fritz
Fellner, der Renommierte und unkonventionelle österreichischer Historiker mit seiner Beitrag „Die
Zeitung als Historische Quelle“ zu den Band „Zeitungen im Wiener Fin de Siécle“ gibt eine
1 Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte
und Politik, Wien 1997, S. 11.
2Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg),
Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 60
3Roberto Franzosi, The Press as a Source of Socio-Historical Data: Issues in the Methodology of Data Collection from
Newspapers, Historical Methods, 20:1 (1987: Winter) S. 13
4 Keith C. Barton, Primary Sources in History: Breaking throght the Myths, in: The Phi Delta Kappan, Vol 86, No 10
(Jun., 2005), S. 751
hervorragende arbeit als Historische und Methodologisch.5
Mit der Ausbildung der demokratischen Politik, wird es notwendig, die Menschen nicht nur über
Neuigkeiten zu informieren, sondern auch ihren Entscheidungen lenken und beeinflussen. So
werden die Zeitungen von ihre traditionelle Charakter der Nachrichtenvermittlung abwendet und
zum Instrument der Meinungsbildung und Beeinflussung entwickelt. So wurde die Zeitung politisch
wie gesellschaftlich, kulturell wie materiell zum Element der Entscheidungsgestaltung.
Fellner macht klar dass auch wenn die Zeitungen schon 1920er Jahren der XX Jahrhundert für
manche Historiker von Bedeutung für die Geschichtwissenschaft- und in der 1930er Jahre häufen
sich Dissertationen, die dem Inhalt von Zeitungen gewidmet sind, die spöttisch genanten
„Spiegeldissertationen“, trotzdem wurden sie noch immer nur als Quelle für die politische
Geschichte gesehen. Eine Ursache – nach Fellner – für die geringe Beachtung die die Zeitungen von
Seiten der Historiker, liegt in einer gewissen elitären Überhebklichkeit des Wissenschaftlers
gegenüber dem Journalisten.
Fellner vertriet die Meinung daß die Historiker sind nie auf den Gedanken gekommen, dass die
Berichte der Botschafter und Gesandte in den letzten hundert Jahren die von der Historiker als
Akten entdeckt werden und zur Grundlage der Geschichte der diplomatischen Beziehungen
nehmen, einfach das wiedergeben, was der Diplomat in der Zeitung gelesen hat. Die
Entscheidungen, Überlegungen oder Diskurssionen der Staatmänner und Politiker auf jenem Welt
beruhen, das genau durch Zeitungen geschaffen oder geprägt worden sind.
Die Zeitungen wurden schon in der Anfänge als Instrument der Regierungspropaganda,
Interesensgruppen, Parteien, Herausgeber mißbraucht. Die Beeinflussung der öffentichen Meinung
Die Historiker – nach Fellner – haben sich bis heute nicht mit der Frage befaßt, solche
Beeinflussungen, quellenkritisch nachgewiesen und offengelegt werden können. Die Zeitung
transportiert Informationen einerseits und Meinungen anderseits und sie präsentiert ihrem Leser
eigene Urteile, interpretationen des Geschehens und Meinungen – und das in verschiedene Gebieten
und Bereiche. Die Zeitung ist Ereignisdokumentation sowie auch Meinungsdokumentation und
Realiendokumentation – sagt Fellner.
Durch den Telegraphen wurde die genaue Berichtstattung über Ereignise verstärkt. Zu begin unseres
Jahrhundert das Erignis blieb im Mittelpunkt, der Berichtstattung und nicht die Interpretation des
Geschehens. Diese fixierung auf das Erignis stellt die Zeitung als Quelle für vergangene Ereignisse
im Aussagewert über die Mitteilungen in Briefen, Tagebüchern und auch selbst Akten. In den
Zeitungen finden sich Einzelheiten, die in den anderen Quellen nicht auffindbar sind.
1.2 Methoden der auseinandersetzung mit der Quelle Zeitung
Methodologisch empfielt Fellner die Zeitungen primär jene quellenkritische Überlegungen zu
5Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg),
Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 61
verwenden die auf alle sprachlich-textlichen zu unterziehen. Für Fellner müssen fünf Kriterien in
Rechnung gestellt werden, wenn der Historiker eine Zeitungsmeldung als Quelle verwenden will:
1. Die Frage nach der Herkunft der Nachricht. Die Zeitungen machen es nicht immer klar
woher und von wemm kommt ein Bericht. Für den Leser mag das nicht so wichtig sein, aber
für den Historiker ist von besondere wichtigkeit.
2. Die Frage nach den Kriterien der Auswahl der bei der Redaktion eingelangten Meldungen
für die Aufnahme. Objektive sowie subjektive Entscheidungen sind ebenso in Rechnung zu
stellen. Ein Vergleich mit anderen Zeitungen gleichens Datums gibt die Möglichkeit zu
rekonstruktion welches Nachrichtenmaterial zu den betreffenden Zeitpunk den Redaktion zur
Verfügung gestanden hatte, und so zu analysieren.
3. Die Frage der von der Redaktion gegenüber dem Basistext des Berichtes in der Präsentation
vorgenommenen Kürzungen. Ob es sich um objektive Notwendigkeit oder subjektive
Entscheidung handelt is schwer festzustellen, jedoch muß diese bei jeder Auswertung der
Quelle in Betracht gezogen werden.
4. Untersuchung der sprachlichen Stilisierung. Diese konnte sich objektiv aus der
Komprimierung der Information ergeben, oder genauso gut in tendenziöser Absicht
vorgenommen worden sein.
5. Die Plazierung iner Nachricht innerhalb der Zeitung.
Von besondere wichtigkeit für Fellner sind auch die Fragen; wodurch ein bestimmtes Ereignis zum
Gegenstand der Zeitungbericherstattung geworden ist und noch mehr, warum diese
Berichterstattung zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt ist? Die Zeitung zeigt sich in diesem Falle
in ihrem zweiten Funktion: Sie ist nicht nur Träger und Vermittler von Informationen, sonder
gleichzeitig auch Gestalter des Geschehens. Die Zeitung ist ein Instrument der Beeinflussung und
Steuerung der Mentalitäten. In der Funktion der Zeitung als Instrument gezielter
Meinungsgestaltung lassen sich fünf Bereiche erkennen:
1. Die Zeitung als Sprachrohr der Regierung. Regierungen und Politiker versuchten und
versuchen noch immer Journalisten und Zeitungen zu kaufen.
2. Die Zeitugen als Sprachrohr von politischen Parteien oder weltanschaulichen Institutionen.
3. Die Zeitugen als Sprachrohr von Interessensgruppen – wirtschaftlicher ebenso wie
gesellschaftlicher Art.
4. Die Meinungsgestaltung durch die die Leser beeinflussenden Vorurteile der Kritiker.
5. Am wenigsten beachtet von der Historiker in der Nutzung der Zeitung als Historische
Quelle, ist wie sehr Zeitungen durch bloße Auswahl von Meldungen und deren Placierung
Geschehen und Meinungen beeinflußt und geschafft haben. Und die offenkundige Forcierung
durch Schlagzeilen und Placierung auf der Titelseite zu denken als an die unauffällige
Präsentation im Inseratenteil oder durch ständige Wiederholung.6
6Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg),
Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 59-73
1.3 Resumee
„[....]so manches der vielen Bücher, die in den letzten Jahrzehnten über das Wien der
Jahrhunderwende veröffentlicht wurden, würde anders aussehen, wenn die Autoren
auch Zeitung als Quelle herangezogen hätten“ (Fritz Fellner)
Die Zeitung gestaltet Wießen und Meinungen nicht nur durch die Nachrichten, die sie veröffentlicht
und durch die Art, wie sie diese präsentiert, aber auch durch das Zurückhalten von ihr zugänglichen
Informationen. „quod non est in actis non est in mundo“ - Was nicht in der Zeitungen mitgeteilt
wurde, existiert nicht für das breite Publikum.
Fellner lernt uns auch daß nicht nur die Analyse der Gestaltung der Nachrichtenvermittlung von
bedeutung ist, sondern in gleichem Maße auch eine Erforschung ihrer Wirkung.
Zum schluß sagt Fellner daß die Bedeutung der Zeitung für den Historiker kann dahin
zusammengefaßt werden, daß die Zeitung – kritisch ausgewertet – in zweifacher Hinsicht Quelle
sein kann: Sie gibt dem Historiker konkrete, oft sehr präzise Tatsacheninformationen. Und die
Zeitung gibt dem Historiker Informtion über Meinungen, Urteile und Vorurteile, wie sie von der
Zeitung, teil bewußt referiert, teils verdeckt vorgetragen werden.
Die Zeitung gibt die Möglichkeit, sich in die Atmosphäre der betrefenden Zeit zurückzuversetzen,
in jenen Wissensstand, in jenes materielle wie mentalle Umfeld, aus dem heraus zu einem
bestimmten Zeitpunkt Entscheidungen getroffen oder Haltungen zu akuten Problemen
eingenommen, verändert oder erzwungen worden sind. Die Zeitung kann ein Instrument sein, aus
der Perspektive der seinerzeitigen Gegenwart heraus auf die Handlungen einer bestimmten Zeit zu
blicken Die konsequente und kritische Lektüre der Zeitungen aus vergangenen Tagen kann uns zu
Zeitgenossen früherer Epochen machen.7
1. Zeitung waren ein Ausdruck der Gesellschaftlichen Vielfalt
2. Für ein Verständnis der Kultur der Jahundertwende stellen Zeitungen eine wichtige
historische Quelle dar.
3. Zeitungen bieten eine Möglichkeit, Mentalitätsstrukturen und ihre Veränderung zu
untersuchen.8
7Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg),
Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 71-73
8Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und
Politik, Wien 1997, S. 9
1.4 Technische Ansatz
Von belangen für die auswertung der Zeitungen als historische Quelle muss auch ein technische
Ansatz, für die bessere Verstehung der arbeit mit diese Quellen. Als Basis für diese Ansatz liegt die
Arbeit von Prof. Dr Hans Bohrmann in seine Beitrag mit der Titel „Die Zeitung als Quelle
wissenschaftlicher Arbeit (Nachweis, Zugänglichkeit und Sicherung).9
Zeitungen wurden in der von den Deutschen Bücherei ab 1913/1914 herausgegebenen
„Nationalbibliographie“ nicht berücksichtigt. Erst die Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main, hat
die Zeitungen in ihre Sammlungen aufgenommen, dabei allerdings ausschlißlich auf eigene
Mikrofilme von Zeitungen abgestellt und diese bis vor etwa 5 Jahren ebenfalls nicht in der
„Deutschen Bibliographie“ angezeigt.
Seit der 1830er Jahren haben fast alle Zeitungen Großformat und das ist unterschiedliche Größen
und ist bis heute nicht vereinheitlicht. Noch dazu sie werden nicht geheftet und ungebunden
geliefert. Wer sie aufbewahren will, muß sie binden lassen. Format und Gewicht verlangen einen
qualitativ hochwertigen Einband. Somit weil Zeitungen für die Bibliotheken große Anschprüche an
die Ressourcen und Personal stellen, kann es nicht Wunder nehmen, daß vorhandene Bestände oft
nicht erschlossen sind, dem benutzer verschwiegen werden und in nicht wenigen Fällen auch
einfach makuliert werden.
Um das Managment von Zeitungen in der Bibliotheken zu vereinfachen und zu verbessern und die
Langzeitaufbewahrung zu sichern, ist schon seit der 1950er Jahren die Mikrofilmtechnik eingehührt
worden. Der Mikrofilm erlaubt es im allgemein, die Papierexemplare auf den Lesesaal zu
beschränken. Die Benutzer können Kopien selbst herstellen und Mikrofilme könnenh über
Fernleihe versandt werden. Aber der Mikrofilm hat seine Grenzen. Nach und nach haben die
Zeitungen fotos und Illustrationen eingeführt und auch mit Farben manchmal. Fotos sind nur bei
Wiedergabe von Graustufen richtig erkennbar. Das kann der schwarz-weiße Mikrofilm nicht. Bei
der Wiedergabe von Farben gibt es ebenfalls Defizite. Der Einsatz des Farbmikrofilms ist keine
Lösung. Insgesamt lässt sich sagen daß: Mikrofilm löst das Problem der Langzeitaufbewahrung des
Inhalts von Zeitungen weitgehend. Mikrofilmen wird eine Dauerlagerfähigkeit von 500 Jahren
zugesprochen. Mikrofilmung löst also viele Probleme der Nutzung, sowie ist kostengünstig.
Mit der Digitalisierungtechnik sind viele Zeitungen digitalisiert und auf CD-ROMs gespeichert.
Das vereinfacht die Arbeit, weil zugriff und vermährung ist leichter, aber die Aufbewahrung auf
CD-ROMs ist nur bis 50 Jahren begrenzt. Auch andere digitale speichermedien haben es momentan
nich verbessert die Aussichten der Aufbewahrung der Inhalte per lange Zeiten. Was die
Digitalisierung ermöglicht hat ist der Einsatz von Texterkennungssoftware. Solche Software sind
noch nicht ausgereift, und haben noch immer Grenzen, aber das ermöglicht trotzdem ein Benutzung
von diese Inhalte eine Art die nie zuvor für Möglich gehalten werden könnte. Arbeit daß früher mit
viel Aufwand durchgezogen werden müßte, heute kann man inhalte innerhalb der Zeitungen sehr
leicht finden, ohne statt tausende von seiten durchblätern zu müssen.
9Die Zeitung als Quelle wissenschaftlicher Arbeit (Nachweis, Zugänglichkeit und Sicherung) Ein Beitrag von Prof. Dr.
Hans Bohrmann, Dortmund http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/kons-restaurierung/allg-
bohrm.html (aufgerufen am 7.8.2014)
1.5. Presse und öffentliche Meinung
Die Presse setz häufig ihre eigene Meinung, sie will Meinung machen, statt Meinung wiedergeben.
Die Presse kann nämlich nicht nur Errugungen hervorrufen; sie kann auch solche beseitigen; sie
kann vortrefflich „todschweigen“. Wer also auf die Ansichten, Gefühle und den Willen der Masse
einwirken, wer die öffentliche Meinung für sich oder wer Andere für die öffentliche Meinung
gewinnen, wer sich überhaupt in der Öffentlichkeit kein Gehör und Einfluss werschaffen will, der
muss sich heute wohl oder übel der Presse bedienen. „Lügen wie gedruckt“, ist nicht nur eine
Verurteilung, sondern ebensogut eine Anerkennung dieser modernen Macht10
Die Zeitungen und alle MassenMedien sind eng mit öffentlichen Meinung verflechtet. Sie sind
träger und spiegel sowie auch mitgestallter der öffentichen Meinung. Für die verstehung dieser
Arbeit ist es nötig gewisse Gesichtspunkte über die Theorie über „Öffentliche
Meinung“ berücksichtigt. Öffentlich ist etwas wenn es alle angeht, wenn est mit „res publica“ zu
tun hat. Wenn es um Themen, Meinungen und Überzeugungen, dann ist es politische Öffentlichkeit
zu sprechen. In ein demokratische und liberale Gesellschaft ist die Öffentlichkeit eine Sphere
zwischen Staat und Gesellschaft, und wo das Publikum sich als träger der öffentliche Meinung
artikuliert. Politische Öffentlichkeit besteht aus einer Vielzahl von komunikationsforen, deren
Zugang prinzipiell offen und nicht an Mitgliedschaftbedinungen gebunden ist und in denen sich
individuelle und kollektive Aktuere vor einem breiten Publikum zu politischen Themen äußern. So
hat Öffentlichkeit dazu beigetragen, den historischen Erfahrungsraum und Erwartungshorizont neu
zu strukturieren.11
Die öffentliche Meinung in Österreich entfaltete sich erst im 19. Jahrhundert und
bald gestaltete sie sich zu einer Macht die Einfluß auf den politischen Leben und der Gesellschaft.
Die erforschung der öffentichen Meinung über einen bestimmten Bereich des öffentlichen Lebens
dient daher einerseits dem verständnis über die Denkweise iner Zeit, anderseits dem Einblick in die
Ausdruckmöglichkeiten, für die Beleuchtung ihrer Rolle innerhalb der politischen Ereignisse und
Handlungen und auch als Willensmeinung des Staates.12
Aber die Presse in Österreich-Ungarn war
auch an der Zensur der Regierung ausgeliefert und das machte sich deutlicher in Krisenzeiten. Ein
Beispiel: Die Annexion Bosnies und die damit verbundene Krise führten zu einem Verbot,
militärische Nachrichten zu veröffentlichen. Als der Balkankrieg nach der Einnahme Skutaris durch
Montenegro auf Österreich-Ungarn überzugreifen drohte, eine Verordnung vom 2. Mai 1913
suspendierte die Preßfreiheit und andere Grundrechte. Solche sustände würden dann üblich während
der ersten Weltkrieg.13
Von Bedeutung zu erwähnen ist auch die Theorie der Schweigespierale.
Diese Theorie formuliert in der 70er Jahre von Elisabeth Noelle-Neumann geht davon aus, daß die
Menschen, die eine von der öffentlichen Meinung abweichende Meinung vertreten, von ihren
Mitmenschen mit Isolation bedroht werden. Aus Angst isoliert zu werden, schweigen sie, statt ihre
Meinung zu vertreten, weil sie denken es handle sich um eine Minderheitsmeinung.
10J.J Obrecht, Ueber die öffentliche Meinung und die Presse. Kellenberger, 1885. S. 32-33
11Gabriele Melischek, Josef Seethaler. Presse und Modernisierung in der Habsburgermonarchie. In: Die
Habsburgermonarchie 1848–1918 Band VIII: Politische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft Teil 2: Die Presse als
Faktor der politischen Mobilisierung. S. 1535
12Harald Heppner, Das Russlandbild in der öffentlichen Meinung Österreichs 1848-1856. Graz 1975. S. 81
13Thomas Olechowski. Das Preßrecht in der Habsburgermonarchie. Pressewesen und öffentliche Meinung. In: Ein
Beitrag zur österreichischen Medienrechtsgeschichte. Wien (Manz’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung)
2004. S. 1493
1.6. Fotografie als historische Quelle
Die Fotografie sowie die Presse sind zwei Große Medien die im 19 Jahrhundert von Große
Bedeutung geworden sind. Die Presse gab zwar schon früher, aber wirklich von Bedeutung im 19
Jahundert goworden ist. Sowie die Presse auch die Fotografie wurde lange von der Historiker
ignoriet und nicht als Quelle wahrgenommen. Schon in der 1990er Jahre wird von der Historiker
von der „iconic“ bzw „visual turn“ geschprochen. Von da können wir auch von Paradigmenwechsel
in Geschichtwissenschaft sprechen.14
Mit diese Ikonische Wende, vom Wort zum Bild, haben mit
eine Geschichtwissenschaftliche Erkenntnisskonzept zu tun das uns eine bildliche
Geschichteverständniss ermöglicht. Die Bilder postulieren Wirklichkeit, Emotionalität, Realität,
machen es möglich komplexe Zusammenhänge zu erfassen. Der Historiker muss aber während
seine Arbeit aufpassen, weil die Bilder Gesellschaftlich-kulturelles konstrukt und zeigen nicht die
Realität sondern sind Abbildung einer Subjektiv konstruierten Wirklichkeit.
Gerhard Paul in sein Buch „Visual History: ein Studienbuch“15 leg nahe daß seit den 1970 Jahren
gab es immer wieder Appelle die visuellen Produktionen der Moderne als Quellen in historischen
Forschungen einzubeziehen, zunächst als zusätzliche Quellen für neue, oftmals
kulturwissenschaftliche inspirierte historische Fragestellungen. Nach Paul wichtige Impulse in
Richtung der Akzeptanz von Bildern als Quellen gingen von der französischen Geschichtforschung
um die Annales-Schule sowie von der französischen Mentalitätsgeschichtge. Aus dem
angelsächsische Raum kammen wichtige Impulse von den Visual-Culture-Studies.
In seine andere Aufsatz von Gerhard Paul „Die Geschichtwissenschaft im Visual Turn“16
legt er
nahe daß das Bild in weiten Sinne sowohl als Quellen als auch als eigenständige Gegenstande der
historigrafischen Forschung betrachtet. Ist der technologische Quantensprung im Word Wide Web
und ein sich parallel abzeichender Paradigmenwechsel innerhalb der Geschichtwissenschaft gab es
den Historiker zu verfügung möglichkeiten die nie zuvor da waren. So waren es möglich
Bildrecherche schnell und billig, im vergleich zu früher wo sollche arbeit kosten- und
zeitaufwendig. Dies hat die Bereitschaft sich den visuellen Quellen der Geschichte zu öffnen viel
befördet. Und noch dazu kam daß eine jüngere generation von Historiker die von den Bildmedien
sozialisiert sind. Das hat dazu gebracht daß die Dominanz der Schrift zunehmend dur der Bild
abgelöst wird. All dies – nach Paul – hat die Zeithistoriker die Bereitschaft gestärkt, Bilder als
Quellen und eigenständige Größe zum Gegenstand historischer Forschung zu machen.
Der „Visual Turn“ so Paul, nach und nach erweitert sich und so können wir von eine Visualität der
Geschichte sprechen. Erst viele Bereiche der Geschichtwissenschaft sperren sich dem „Visual
Turn“ aber mit der Zeit Entwicklung von vielen nebendisziplinen der Geschichte wie
Mediengeschichte, die Fotogeschichte, sowie ein vielzahl an Bücher und fotohistorischen Analysen.
Neben der Mediengeschichte stehen noch weitere Arbeitsbereiche der historigrafischen
Auseinandersetzung mit der modernen Bildmedien Film und Fernsehen.
14Gerhard Paul, Die (Zeit-)Historiker und die Bilder, in: Saskia Handro, Bernd Schönemann (Hrsg.), Visualität und
Geschichte. LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2011, S. 11
15Gerhard Paul, Von der Historischen Bildkunde zur Visual History, In: Gerhard Paul (Hrsg) Visual History: ein Studien
Buch, Berlin 2006, S. 7-28
16Gerhard Paul, Die Geschichtwissenschaft im Visual Turn, In: Frank Bösch / Jürgen Danyel (Hrsg.), Zeitgeschichte –
Konzepte und Methoden, Göttingen 2012, S. 391-417
1.7 Methoden und Theorien
Jens Jäger in sein Buch „Fotografie und Geschichte“17
betont daß für Fotografien gilt gleiche wie
für alle bildlichen Quellen, daß das Abbgebildete nicht einfach vergangene Realität spiegelt oder
einen Blick durch ein Fenster in die Vergangenheit gewährt; vielmehr müßen sie quellenkritisch
gewürdigt werden. Die fotografien ermöglichen neue Zugänge und Fragestellungen. Die
Bildanalyse unterscheidet sich nicht vollkommen von der Textanalyse, es muß aber die
Fotografiespezifische Aspekte berücksichtigt werden. Dieses hat mit Medialität, Ikonizität und
Materialität der Bilder zu tun – so Jäger.
Die Historiker bedienen sich Methoden aus der Kunstwissenschaft für die kritisch-historische
Bildanalyse. Erwin Panofsky von der Warburg-Schule resümierte in einem berühmte Essey von
1939, in dem er drei Ebenen der Internpretation unterschied, die den drei Bedeutungsebenen im
Werk selbst entsprechen.18
Nach Panofsky die erste Ebene is die vor-ikonographische Beschreibung, die darin besteht,
bestimmte Gegenstände und Ereignisse zu identifizieren. Die zweite Ebene ist die ikonographische
Analyse im strengen Sinne, das heißt die Erschließung der „konventionellen Bedeutung“ zu
erkennen. Die drite und höchste Ebene ist die der ikonologischen Interpretation, die sich von der
Ikonographischen darin unterscheidet, daß es bei ihr um die „eigentliche Bedeutung“ geht. Genau
auf dieser Ebene können Bilder dem Kulturhistoriker nützliches- und tatsächlich unerlässliches
Quellenmaterial liefern
Die Methode von Panofsky ist oft als zu intuitiv kritisiert worden, sie sie, zu spekulativ. Die
ikonologen laufen Gefahr, in Bildern immer nur genau das zu entdecken, von dem sie ohnehin
schon wußten- den Zeitgeist. Den ikonographischen Ansatz wird noch dazu vorgeworfen die
Soziale Dimension- dem gesellschaftlichen Kontext zu ignorieren. Diese Methode muß sich auch
andere Kritiken und Vorwurfe gefallen lassen. Zwar sind die Historiker auf die Ikonographie
angewiesen wenn sie mit Bilder und Fotografien arbeiten, aber sie müßen über sie hinausgehen. Sie
müßen Ikonologie auf systematische Weise betreiben, unter Umständen also auch Psychoanalyse,
Strukturalismus und vor allem die Rezeptionstheorie anwenden- mit Ansätzen arbeiten, auf die wir
bei unseren Ausführungen immer wieder zurückgreifen werden.
Gerhard Paul anderseits zitiert Heike Talkenbergers Beitrag „Methodische Überlegungen zur
Historischen Bildkunde“19
um 1992 auf dem Historikertag in Hannover. Nach Talkenberger die
Bilder sind nicht nur Reflexe der Realität, sondern ihrerseits den historischen Prozess beeinflussen.
Bilder „machen Meinung, schüren Angsvorstellungen oder bieten gezielte Gegenbielder zur
herrschenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Talkenberger in einer 1998 publizierte Übersicht
identifiziert fünf Untersuchungsmethoden der Historiker im Umgang mit Bildquellen: 1) Die
realienkundliche Bildinterpretation. 2) Ikonografische/ikonologische Bildbetrachtung (an Panofskys
Interpretationsmodell angeknüpfet). 3) Die funksionsanalytische Bildbetrachtung. 4) Der
semiotische Ansatz. 5) Der rezeptionsästhatische Ansatz.
17Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009
18Peter Burke, Augenzeugenschaft, Bilder als historische Quellen. Wagenbach 2003, S. 41
19Gerhard Paul, Von der Historischen Bildkunde zur Visual History, In: Gerhard Paul (Hrsg) Visual History: ein Studien
Buch, Berlin 2006, S. 9-10
1.8 Das gedruckte Bild
„Eine Fotografie galt quasi als Dokument der Augenzeugenschaft...“
Von große Bedeutung für diese Arbeit ist die beziehung zwischen Bild und Presse und iher wirkung
in der Geschichtwissenschaft. Illustrierte Presse gab schon fast seit es das Medium Presse gibt. Für
lange Zeit sind die Bilder auf diese wenige Illustrierte Zeitungen und Zeitschrifften mittels
Holzschnitte gemacht. Aber weil es aufwendig war und teueres Papier erforderte, war die Illustrierte
Presse rar. Auch mit der Erfindung der Fotografie war noch immer teuer und schwer Bilder auf
Zeitungspapier zu drucken. Erst das Halbtonverfahren ermöglichte den preisgünstigen Druck von
Fotografien in der Presse.20
Nach Jäger die Illustrierte Presse und die Fotografie kamen relativ früh in Dialog. Im zweiten
Viertel des 19. Jahrhunderts kamen die ersten illustrierten Tagesblätter, erst in England und dann in
Deutschland. Ende der 19. Jahundertes kann man von Blüte der Illustrierte Presse sprechen. Um
diese Zeit entstand auch das Berufbild von Fotojournalisten.21
Für die Presse lässt sich die Aufgabe von Bildern auf dreierlei Weise definieren: Erstens sollen sie
Aufmerksamkeit erregen, zweitens im Zussamenspiel mit Texten die Gesamtheit eines berichteten
Ereignisses „wahrheitsgemäß“ repräsentieren und driettens eine emotionale Dimension beisteuern –
so Jäger. Der Publizistikfachmann Willi Stiewe wird von Jäger Zitieret, vonach er sagt daß „die
Fotografie als Publizistisches Mittel scheinbar höhere Glaubwürdigkeit besietze, unmitelbarer als
das Wort wirke und beim Betrachter den Glauben erwecke, durch eigene Anschauung ein Urteil
bilden zu können“22
Die Presse ermöglichte optimale Wege für die Fotografie um sich zu verbreiten. Und aus anderese
seite wie schon erwähnt die Fotografie gab der Presse möglichkeiten die nur der Text nich geben
könnte. Diese symbiose von Presse und Bild hatte als produkt eine reihe von illustrierten Zeitungen
und Zeitschrifften. Aber für lange zeit nicht alle Zeitungen nutzten die neu Möglichkeiten. Sind die
neueren Zeitugen, gegründet ende der 19. Jahrhundert und anfang 20. Jahrhunder die mehr an das
Medium Bild sich bedinten, und die alten Zeitung standen eher konservativ gegenüber der Bild.23
Die Presse bediente sich nicht nur an Fotografien als vorlage, sondern auch an handzeichnungen die
als Illustrationen gedruckt wurden. Die Illustrationen repräsentierten verschiedene Arten, von
gezeichnete Ereignise bis zu Karten, Karikaturen (schon im 19. Jahrhundert gab in Österreich-
Ungarn) Wochenzeitungen die sich in Kartikaturen spezialisiert haben.24
Sowie die Presse in
allgemein für Propaganda zwecke benutz wurde die Fotografie gab jetz noch möglichkeiten für die
Propaganda. Jäger sagt daß jede Fotografie die Betrachter beeinflussen soll, muss in einem
propagandistischen Kontext als Teil einer Kommunikation angesehen werden, die überzeugen bzw.
beeinflussen will. Im Ersten Weltkrieg die Generalstäben der beteiligten Staaten nutzen ganz
Bewusst Bilder und die Presse für Propaganda zwecke.
20Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 54
21Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 121
22Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 120
23Die Alten Zeitungen sowie Reichspost, Die Neue Frei Presse bedienten sich selten an Abbildungen. Die neuen
Zeitungen, die im Jahunderwende gegrundet wurden, oder während der ersten Jahrzehnt der 20. Jahrhundert wie die
Illustrierte Kronen Zeitung, Die Neue Presse, Wiener Bilder bedienten sich ganz viel an Fotografien und andere
Abbildungen.
24Die Bekannteste Zeitung in Österreich war Kikiriki
2. Die Albanische Frage
2.1 Nationwerdung Albaniens
Die Albanische Frage aus historische sicht ist eine vielfältige und Komplexe Angelegenheit für die
Historiker. Diese Frage handelt eine lange Zeitspange, beginend von der Ethnogenese der
Skipetaren, dann die Frage der Albaner als sie zum ersten mal in der moderne Geschichte auf dem
Tisch der Politik der Großmächte wöhrend der „Orient Frage“ von 1878 auftreten. Dazu kommen
noch die Emanzipazions versuche der Albaner um die Jahundertwende und die jahren danach. Die
Großen albanische Aufstände um 1908-1912. Und zuletzt die Albanische Frage das zusammen mit
der Krise der ersten Balkankrieg auftriet. Une genau das letzte ist Thema diese. Hier wird die
Albanische Frage der Herbst 1912 und erste hälfte der 1913. Der Weg der albaner vom Volk zur
Nation war eine gezwungene Weg. Jahrhundert lang als Teil zwei Große wetlreiche mußten sie jetzt
sich entscheiden und sich Selbtsständig werden. In osmanischen Reich waren die Albaner
notorsiche aufständische, aber das geschah vor allem aus Unzufriedenheit in bezug auf
Reformbestrebungen der Reich, oder wenn die Eliten des Landes ihre Privilegien in Gefahr sahen.
Die Albaner waren gut in das Reich integriert und bis zum schluß dachten nicht für völlige
Unabhängigkeit. Anders als die Serben, Bulgaren, Griechen und Montenegrinern konnten die
Albaner nicht auf die Religion berufen, mit 80% moslem konnten die Albaner gegen die islamische
Zentralmacht der Osmanen sich nicht Abgrenzen.25
„Die Notablen, welche die Kommission bilden, sind wie es scheint, Moslems, und daß sie erwägen,
einen nationalen statt einen religiösen Status zu fordern, ist eine vollkommen neue und äußert
bemerkenswerte Entwicklung.“26
Ein britischer Diplomat 1912, überrascht über eine neue albanische nationalistische Organisation
schrieb:27
„Bisher hat es im Islam noch nie eine separatistische Bewegung gegeben, weder eine
nationale noch eine dogmatische“
Erzwungen von der Nachbarnstaaten, erzwungen von der völlige Ignorierung aus der seite des
Osmanischen Staat die Albaner konnten nicht anders. Anders als wie in anderen Länder des Balkans
wurde die albanische Nationalbewegung nie von der Masse der Bevölkerung unterstüzt – diese
Bewegung war eine Elitenerscheinung, getragen von einem kleinen Kreis von Gebildeten und
Idealisten. 28
Mit der jungtürkischen Revolution ist die Nationalbewegung noch ein schritt voran
getreten. Albaner gehörten zu den Initiatoren der juntürkischen Bewegung und haben ziemlich viel
in deren Erfolg für die macht übernahme beigetragen. Aber sehr bald sollte sich herausstellen daß
auch die jungtürken die Albanische Frage nicht erst genommen haben. Die Jungtürken gingen noch
weiter als die vorige Regiereung gegen die Bestrebungen der Albaner. Die Jungtürken beganen zu
propagieren eine „Osmanische Nation“. Also das Große Übel Nationalismus sollte mit
Nationalismus bekämpft. Natürlich standen die Albaner dem neuen Osmanentum verständislos und
ablehnend gegenüber. Die Regierung stand nocht dazu auch gegen die kulturelle
Emanzipationbestrebungen der Albaner. Einführung von neuen Steuer, ein Thema für die Albaner
25Agilolf Keßelring, Die Anfänge der albanischen Nationalbewegung, in: Wegweiser zur Geschichte – Kosovo.
Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Bernhard Chiari / Agilolf Keßelring (Hrsg). FERDINAND SCHÖNINGH
2008. S. 45
26Mark Mazower, Der Balkan. Berliner Taschenbuch Verlags, Berlin 2007. S. 176
27Mark Mazower, Der Balkan. Berliner Taschenbuch Verlags, Berlin 2007. S. 97
28Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912-
1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 24
sehr sensibel waren, und nicht nur die Notablen, sondern auch das einfache Volk, verschlechtet noch
dazu die Situation und die Beziehungen zwischen das albanischen Volk und osmanischen Staat. 29
Für die Osmanen jedoch waren diese Aufstände kriminelle Rebellionen. Und genauso wurde die
Albanische Frage auch von der osmanischen Zeitungen gesehen. Die Jungtürken sahen keine
albanische Nationalbewegung, sondern nur ein Paar albanische patrioten die entweder von den
anderen Mächten gekauft und benutzt wurden, oder einfache ignoranten die nichts wissen was sie
tun. Die Haltung der Jungtürken und ihre Meinung gegenüber der Albaner war in grunde nicht sehr
unterschidlich von den der benachbarten Staaten der Albaner. 30
2.2. Die Nachbarnstaaten
Zwischen 1878 und 1912 hatte die nationale Bewustsein der Albaner gut entwickelt. Das
Memorandum von Gertsche zeigte eine breite Wirkung auch in das einfache Volk. Aber für die
Nachbarnstaaten der Albaner waren solche Entwicklungen gleichbedeutend mit einem Begräbnis
schöner Träume gewesen. Die Aspirationen der Balkanstaaten trafen Gebieten die Mehrheitlich
oder in Teil von Albanern bewohnt waren. Aber solange die These auchrecht erhalten konnte, die
respektiven Gebietsanschprüche lägen auf türkischem Gebiet, solange hatten die Balkanstaaten die
nötige Berechtigung um diese Gebiete zu Erobern und anektieren. Aber es fehlten auch nicht die
versuche diese Anschprüche auch auf Wissenschaftliche weise zu argumentieren und legitimieren.
So entweder es gab gar kein Albaner (sie waren eigentlich Kryptoslawen bzw griechen) oder sie
waren wild, unzivilisiert und nicht in der lage ein Nation zu gründen.31
Während der albanischen Aufstände von 1911-12 fanden zwischen den Balkanstaaten diplomatische
Beschprechungen statt, die zum Balkanbund und Ausbruch des Krieges führten. Die Warnungen aus
den Kreisen albanischer Rebellenführer vor einem Krieg Serbiens und Montenegros gegen das
29Peter Bartl, Albanien, Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S. 113.
30Yusuf Yilmaz, Albanische Bild in der Osmanischen Zeitungen 1908-1912. Diplomarbeit, Universität Wien 2010. S. 40
http://othes.univie.ac.at/12763/1/2010-11-30_0409841.pdf (aufgerufen am 8.8.2014). Das ist eine sehr intersante
Diplomarbeit von ein türkische Student in Universität Wien und betreut von der bekannte Experte der albanische
Geschichte, Oliver Jens Schmitt. Diese Arbeit schildert sehr Klar wie die Albanische Frage in die Osmanischen
Presse. Aus dieser Arbeit geht hervor das die Osmanen entweder ignorierten Total daß eine Albanische Frage gibt,
oder wenn was davon geschriben wird, dann wird das als ein Regionale Problem dargestellt, organisiert von ein
Paar Rebellen ung gefolgt von unwissende und ungebildete albanische Massen. Manchmal werden die albanische
Aufstände von 1908-1912 als Rebellion von Menschen die gegen Steuer sind, oder daß sie keine Osmanische Recht
und Staat wollen, sonder Gewohnheitsrecht und Alte Privilegien. Benutzt von Andere Mächte. Albanien wird als ein
Entfernte, wilde Randprovinz daß von Feudalherren beherrscht wild. Sie gehen sogar soweit daß die Albaner als
wilde dargestellt werden, die keine Schulen, keine Straßen und kein Staat wollen. Und das in eine Zeit als der
Osmanische Staat die albanische Sprache und Schulen verboten hat. Bis 1912 konnten die Osmanen nicht erkennen
das in Albanien ein Nationale Bewegung gibt. Für die Osmanischen Eliten die Albaner war einfach nur
Rückständige Analphabeten die keine Nationale Gefühl kennen. Überraschend ist zu sehen mit welche Triviale
Themen die Osmanen die Problematik in Albanien sahen. Statt den wirklichen Problemen, wurde lang und
ausführlich das Problem der Alphabet daß die Albaner benutzen mußten für ihre Sprache. Die Frage des Alphabets
würde mit Religion verknüpft und immer wieder angenommen daß wenn die Albaner die arabische Schrift
ablehnen, den Islam abgelehnt haben. Das Ganze zeigt vielmehr in welche verfassung die Osmanischen Eliten
waren – Gefangen in ihre Mittelalterischen Denkweise. Es ist kaum zu glauben aber in diese Arbeit geht hervor, daß
nur in Dezember 1912 die Osmanische Presse begint zu verstehen das in Albanien Reformen nötig sein. Als
Albanien und der Balkan schon verloren für die Osmanische Reich war, erkenen die Osmanen das Albanien auch
Autonom sein kann!!! Die Osmanen sehen auch mit unverständniss wie kann es sein daß moslems, wie die meisten
Albaner sind, Nationale Gefühle haben können, und das ist für sie Verrat für den Islam. In Dezember 1912 als
Albanien selbst für Unabhängig erklert wurde und als die Großmächte schond entschieden hatten, die Osmanen
sehen nur das nur ein Paar Rebellen wie zB Ismail Kemal Separatisten sind gefolgt von der Unwissende und Wilde
albanische volk. Es ist sehr Interesant zu sehen wie ähnlich die Osmannischen denkmunstenr mit denen der Serben,
Montenegrinern und Grichen sind.
31Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.171-190.
Osmanische Reich wurde in Wien im Frühjahr 1912 ignoriert.32
Der Balkanbund basierte sich auf
einer Konzeption der russischen Außenpolitik. Damit erhoffte sich Rußland durch ihn die
Vormachtstellung am Balkan, sowie ein Gegengewicht zur Donaumonarchie in diesem Raum. Das
wäre für Rußland ein gegenmassnahme für die Anexion Bosniens durch k.u.k.33
2.3. Die Großmächte
Der erst Balkankrieg und der darausresultierende Albanische Frage führte ganz Europa in die Krise.
Anders als die Marokkokrise von 1911 wurde nicht um die Beherrschung eines am Rande
gelegenen gebietes gerungen, jetzt ging um ein Territorium in Europa selbst. Wenn sich der zustand
auf dem Balkan veränderte, wäre auch das Gleichgewicht der Großmächte gefährdet. In dieser
Situation entwickelte sich das zukünftige Schicksal Albaniens zur Kernfrage der europäischen
Diplomatie. Aber nicht jede Größmacht hatte direkte Interesen in Albanien. Die zwei
Adriagroßmächte, Italien und Österreich-Ungarn waren direkt involviert und hatten unmittelbaren
Interesen und Plänen für Albanien, während die anderen drei Größmachte, England und Rußland
waren stellverträter deren Schützlinge auf dem Balkan. Deutschland anderseit hatte keine direkte
Interesen, mußte aber aufgrund der Allianz mit K.u.K seite nehmen. Rußland war nicht bereit und
willig für ein Krieg für die interesen ihre Schützlinge, aber konnte sich auch keine diplomatische
Niederlage leisten. Zudem hatte Frankreich und England dem Zarenreich keinen militärischen
Beistand in der Balkanfrage zugesichert. Frankreich war ebenfalls nicht bereit die serbischen
Forderungen politisch mitzutragen. Darum forderten sie Serbien am 11 Dezember bezüglich des
Hafens in Adria der „Entscheidung der Großmächte“ zu unterwerfen.34
Italienische politik gegenüber Albanien waren von Ambivalente gefühlen gekennzeichnet.
Einerseits hatte Italien keine interese an ein lebensfähige albanische Staat, weil es dazu nur dienten
sollte um Italien zu helfen auf dem Balkan fuß zu fassen- und weil auch wegen Verwandschaftliche
Beziehungen mit Montenegro.35
Anderseit da musste ein albanisches Staat denn weder Österreich-
ungarn noch Serbien sollte diese wichtige geostrategische Punkt am Adria besitzen. Also von
bedeutung war für Italien vor allem Südalbanien mit der Haffen von Valona. Der Italienische
Königreich war noch weitergegangen bis für die Erhaltung des „Porta Adriatica“ studien gemacht
hatte für eventuelle militärischen Operationen in Albanien. 1904 wurde ein Vertrag mit Österreich-
Ungarn erreicht daß keiner der beide Adriagroßmächte Albanien besetzen dürften. 1907 wurden
noch weiter detalierte Plänen von seiten der Italienischen Militär für die Besetzung Albaniens
biginend mit der Häffen von Valona, Durazzo, Santi Quaranta und San Giovani di Medua. Nach
dem Anexion von Bosnien-Herzegowina wurde noch mal erst in betracht gezogen als
gegenmassnahme Albanien zu besetzen. Aber der Plan wurde aufgegen, stadessen wurde Libien
besetz.36
2.4. Österreich-Ungarn und die Albaner
Mit der rasche und überraschende Niederlage des Osmanischen Reich gegen der Balkanbund brach
32Günther Kronenbitter, „Krieg im Frieden“ - Die Führung der k.u.k Armee und die Großmachtpolitik Österreich-
Ungarns 1906-1914. München 2003. S. 374
33Katrin Boeckh, Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München/Oldenbourg 1996. S. 23
34Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912-
1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 35
35Vittore Emmanuele, der König von Italien war verheiratet mit einer Tochter Fürst Nikitas.
36Massimo Borgoni, Tra Continiutá e Incertezza. Italia e Albania (1914-1939). La strategia politico-militare dell'Italia in
Albania fino all'operazione 'Oltre Mare Tirana'. FrancoAngeli SRL. Milano 2007. S. 14
für die Donaumonarchie eine wichtige Konstante ihrer Außenpolitik zusammen daß das
Osmannische Reich als Schutzwall an der Südgrenze gegen Rußland und die neuen Nationalstaaten
in Südosteuropa, die nach Befreiung ihrer Konnationalen im Somanischen Reich und auch in der
Donaumonarchie. Dadurch war langfristig auch die Existenz der K.u.K bedroht. Neben der
Probleme mit der Nationalitäten Österreich-Ungarn war auch ökonomisch ein der schwächsten
unter der Großmächten. Dies führte dazu, daß Österreich-Ungarn für ihre Rolle als Großmacht nicht
über ausreichende Ressourcen verfügte. Die politischen Kreisen in Österreich-Ungarn schwankten
zwischen der Ansicht, daß als Folge der innepolitische Lage und der neuen äußeren Lage die
Donaumonarchie bald als „kranker Mann“ anstelle der Türkei treten werde.37
Das
Außenministerium in Wien hatte bereits zu Begin der Krise eine Stellungnahme der Fachleute
eingeholt und einen Balkankrieg als nicht unbedingt gegen die vitalen Interessen der Monarchie
befunden. Graf Berchtold war gewillt auf die Entwicklung der Dinge mit ohne die Hilfe des
Übrigen Europas Einfluß zu nehmen. Dazu gehörte vor allem die Gründung eines autonomen und
lebensfähigen Albanien, um einem vergrößerten Serbien und Montenegro ein wirksames
Gegengewicht zu schaffen.38
Albanien war immer eine Konstante der österreichischen Pläne auf
dem Balkan. Diese Landstrich hatte für die Donaumonarchie eine strategische Bedeutung.
Österreich-Ungarn hatte sich in den Verträgen von Karlowitz (1699) und Passarowitz (1718) von
den Osmanen ein Protektorat über die Katholiken Albaniens garantieren lassen. In der zweiten
Hälfte des 19er Jahrhunderts diente es als ein Werkzeug seinen einfluß im Adriagebiet
auszudehnen.39
Eine besondere beachtung wurde auch dem albanischen Wehrpotential geschenkt
werden mußte als natürlicher Gegner in einer Auseinandersetzung mit den Slawen. Bereits
Aehrenthal hatte die Albaner als Bollwerk gegen die Slawen in Südosteuropa angesehen. Eine
Annexion dieses Gebietes lehnte er aber ab. Und dafür hatte er eine reihe von Gründen. Schond die
Vortäge mit Italien hätten solchen unterfangen unmöglich gemacht.40
Die mit der Annexion
Bosniens eingetretene Situation auf dem Balkan, wurde die Donaumonarchie vor die Tatsache eines
möglichen Krieges mit Serbien und Montenegro gestellt. Für diesen Eventuellfall wurde ein Aktion
vorbereitet, durch die die in Bosnien kämpfenden Truppen durch den Einfall albanischer Banden in
Montenegro entlasten werden sollten. Für diesen Fall wurden konkrete Pläne geschmiedet, die aber
später aufgegeben wurden als die Situation sich geändert hatte.41
Am 28 September faßte der
österreichische Generalstabschef Blasius Schemua seine lagebeurteilung zusammen. Schemua
schlug vor, jede Machtwerweiterung der südslawischen Nachbarkönigreiche zu unterbinden. Das
Amsfeld wollte Schemua als Verbindung nach Albanien und als Sperriegel gegen die Vereinigung
Serbiens und Montenegros. Die Unabhängigkeit Albaniens hielt er nicht nur für ein Gebot der
politischen Moral, sondern auch für eine Chance, den Einfluß der Doppermonarchie an der Ostküste
der Adria auszuweiten und dadurch den Absichten Italiens zuvorzukommen.42
37Franz-Josef Kos, Die Politischen und Wirtschaftlichen Interessen Österreich-Ungarns und Deutschlands in
Südosteuropa 1912/13. Die Adriahafen-, die Saloniki- und die Kavallafrage. (Hrsg) Horst Haselsteiner und Karl
Kaser. Wien 1996. S. 15-16
38Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.227-228
39Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912-
1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 26
40Franz-Josef Kos, Die Politischen und Wirtschaftlichen Interessen Österreich-Ungarns und Deutschlands in
Südosteuropa 1912/13. Die Adriahafen-, die Saloniki- und die Kavallafrage. (Hrsg) Horst Haselsteiner und Karl
Kaser. Wien 1996. S. 22
41Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.201-211
42Günther Kronenbitter, „Krieg im Frieden“ - Die Führung der k.u.k Armee und die Großmachtpolitik Österreich-
Die Lage der Albaner im November 1912 war äußerst deprimierend. Das Land war besetzt, das
Volk war noch nicht bereit für die Nationale Zusammenschluß und noch dazu fehlten alle
Voraussetzungen politischer, wirtschaftlicher und kultureller Natur. Aber di Erklärung der
Unabhängigkeit und Konstituierung einer Regierung und Nationalenversammlung stellte den einzig
möglichen Ausweg aus dem Dilema der osmanischen Niederlage dar. Die austrophilen Patrioten
Albaniens erblickten die Rettung in einer Besetzung dur die Donaumonarchie nach dem Beispiel
Bosniens. So z.B am 12 November 1912 richteten die Führer der Region von Durazzo und Tirana
an Keiser Franz Joseph einen Apell, wo sie wiesen auf die schwierige Lage, die Besetzung durch
die Balkanstaaten, und richteten an ihm die Bitte, Albaniens territoriale Integrität sowie die
vollkommene Autonomie der albanischen Nation innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches
zu garantieren.43
Am 16 Dezember 1912 trat in London die Friedenskonferenz zusammen, die über das Schicksal
Albaniens und der europäischen Besitzungen der Türkei entscheiden sollte. Die provisorische
Regierung von Albanien hatte eine Delegation geschickt. Die delegation weilte jedoch ohne
Einladung und sie konnte daher nur versuchen durch Memoranden an die Konferenz wenden. Die
österreichische Regiereung finanzierte den Aufentahlt der albanischen Delegation in London.44
Die
Entscheidung für Albanien war zunächst nur dem Namen gefallen. Wurde für ein neuen Staat
Albanien entschieden, aber dessen Größe, Grenzen und Status Quo war noch zu entscheiden und
absolut nicht klar. Die Regierung von Vlora fand kein Anerkennung durch die Großmächte.45
Brennpunkt der Konferenz war der Wunsch Serbiens nach einen Ausgang zum Meer zu erhalten.
Aber eine territoriale Veränderung dieses Staates das Verhältnis zwischen Rußland und Österreich-
Ungarn belasten konnte. Die Delegationen aus Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien
versuchten zu verhindern daß Serbien einen Ausgang zur adria erhalte, weil man dadurch eine
militärische Stärkung Serbiens befürchtete und daß Rußland dadurch einen Flottenstützpunkt
aufbauen könnte. Der Ausweg war die Schaffung eines lebensfähiges albanisches Staat unter dem
Schutz der Großmächte. Die Großmächte stimmten für die Bildung des albanischen Staates zu,
obwohl die Balkanstaaten und die Türkei grundsätzlich dagegen stemmten. Gerade auf der Sitzung
als der Beschluß über Albanien gefaßt wurde, kein Vertreter der Balkanstaaten zugelassen wurde
und diese somit erst davon erfuren als bereits entschieden war. In der Konferenz vom 29 Juli 1913
einigte man sich auf die Formulierung eines Organisastions-Statutes für albanien, das als
autonomes, souveränes und neutrales unter der Garantie der Großmächte stehendes Fürstentum
gegründet werden sollte.46
Ungarns 1906-1914. München 2003. S. 378
43Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.195-197
44Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912-
1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 56
45Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.230
46Katrin Boeckh, Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München/Oldenbourg 1996. S.42-43
3. Die Visualisierung Albaniens
3.1. Vom Selbstständigen Albanien
Diese Abbildung zeigt eine eine Fotomontage von drei Bildern. Das erste Bild ist eine Fotografie
une zeigt zwei schlecht gekleidete junge Männer die mit Gewehren bewaffnet sind. Das zweite Bild
ist ebenso eine Fotografie und zeigt ein Straßenbild wo mehrere Menschen auf der Straße gehen,
eine Gebäude die wie eine Mosche aussieht, noch einige andere Gebäuden, und in Hintergrund ist
ein Hügel mit Bäume und Gebäuden. Das dritte Bild ist eine Zeichnung, wo ein Mann in profil mit
langen Bart und Schwert zu sehen ist.
Diese Fotomontage wurde in der Wiener Bilder von 27 Juli 1913 publiziert47
als Illustration für ein
Artikel der den Titel „Vom Selbstständigen Albanien“ trägt. Die Abbildung selbst wird mit der
Begleittext begleitet wo jedes Bild geklärt wird: „1. Malissoren – 2. Ein Straßenbild aus Valona
(Sitz der provisorischen albanesischen Regierung) mit zerstörten Minarett auf welchem sich ein
Storchnnest befindet. - 3. Der albanesische Nationalheld Skander-Beg.“ Der Artikel selbst spricht
von ein Hilfsspedition aus Österreich-Ungarn daß in Nordalbanien Tätig ist, der die Menschen in
Not in der Region hilft. Noch dazu wird ein Panorama von der Situation gemacht und wird von
„unsägliche Elend in Lande der Malissoren“ erzählt und von „gebirgige, fast unzugängliche Gebiete
Nordalbaniens die von gefürchtete Bewohner des albanesisches Hochlandes die einerseits wild sind
anderseit gutmütig sind. Und noch von Krieg, Blutrache, Leichen auf der Straße. Die Fotomontage
versucht dann genau diese was in der Artikel steht zu veranschaulichen.
Das erste Bild, mit der zwei Männern in zerrisenen und abgetragenen Kleidungen die Waffen tragen
versucht genau ein Land in Krieg und Elend zu zeigen. Denn diese Fotografie hat eine art
„Ethnographisches Stil“ aber ist nicht genau das was ein „Ethnographisches Foto aus Albanien das
um diese Zeit herumgingen. Wiener Bilder hat das Bild verwendet weil es veranschaulicht das was
47Vom Selbstständigen Albanien. In: Wiener Bilder Nr 30, 27 Juli 1913, S. 4-5
Abbildung 1: Vom Selbstständigen Albanien. In: Wiener Bilder v. 27.07.1913, s. 5
in Artikel steht. Es stellt sich raus daß dieses Bild eine Fotografie von Fotostudio Marubi ist.48
Die
Familie Marubi stellt sich eine Dynastie von Fotografen in Albanien, und sehr wahrscheinlich die
ersten Fotografen in Albanien. Heute gibt eine Archive von zirka 100 Tausend Fotonegativen, die
sogenante Fototeka Marubi.49
Die Marubis haben mit ihren Werk eine Hervorragende Arbeit
geleistet zur Dokumentation der albanischen Geschichte mit Fotoafunahmen von albanischen
Lebenswelt, mit ihre Aufnahmen von Landschaft, Alltagsfotografie und Ethnographisches
Aufanahmen. Unsere Bild hier ist in die Kollektion von Marubi als „Die Aufsändischen von
Shala“ beschriftet und wurde von Kel Marubi aufgenohmen. Die Marubis haben auch als
Fotoagentur fungiert für Medien in ganz Europa Bilder verkauft und dieses Bild hier muss eine
davon sein. Aber dieses Bild ist nicht ganz unbekannt für diese Zeit. Wiender Bilder ist nicht das
einzige Medium daß versucht mit so ein Fotografie ein Bild von Albanien zu vermitteln. In ein von
1910 Publiziertes Buch mit dem Titel „Albanien und Die Albanesen“ ist dieses Bild als Abdeckung
verwendet.50
Das zweite Bild in Fotomontage zeigt den Hauptstadt Albaniens um diese Zeit, Vlora
oder Valona wie hier genannt wird. Der begleittext „Ein Straßenbild aus Valona (Sitz der
provisorischen albanesischen Regierung) mit zerstörten Minarett auf welchem sich ein Storchnnest
befindet“ versucht zu erklären vorum es hier geht. Es ist offensichtlich das der Absicht ist zu
vermitteln wie es in Albaniens „Hauptstadt“ aussieht. Der Artikel eigentlich spricht von Shkodra,
aber Wiener Bilder hat es vorgezogen wenn sie eine Foto von ein ein Stadt zeigt mit Straßenbild mit
eine zerstörten Minarett und quasi menschenleere Straße. Das dritte Bild zeigt Skanderbeg und so
wird auch beschrieben: „Der albanesische Nationalheld Skander-Beg.“. Das ist ebenfalls eine
Marubi Produktion, aber diesess mal handelt es sich um eine Postkarte. Die Marubis wollten eine
Bekannte Figur der Geschichte für ihre arbeit benutzen und Wiener Bilder hat es für richtig gesehn
so ein Bild in ihre Fotomontage einzubinden. Der Absicht ist damit etwas Heldenhaftes in dieser
Volk zu zeigen. Die Verbreitung des Skanderbeg-Mythos war von große Bedeutung für die
Hereasubilding eines Nationalbewustseins und hat für Aufmerksamkeit für die Albaner in Europa
gesorgt.51
Für die Gebildete Elite Österreichs sollte es Klar gewessen sein wer der Mittelalterliche
Held sei. Die Komposition des Bildes legt nah was in der Artikel beschrieben wird, aber auch zeigt
auch die gängigen Bilder daß über die Albaner und Albanien zu dieser Zeit in Österreich-Ungarn
gab. Und zwar ein Land in Elend und Krieg, daß von zerlumpte Menschen mit Gewehren gezegt
wird. Zerstörte Minarett mit ein Storchnnest zeigt Zerstörung und Verfall. Aber auch ein Bild von
Orient. Der ganze Balkan um diese Zeit wurde als Europäische Orient gesehen und Albanien war
nur ein Teil davon. Und es war Normal, teil der westlichen Bild von Balkan, assoziirt mit Blutige
Kriege, Rückständigkeit, Schmutzigkeit. Die Geschichte dieser Bilder und Sichtweisen lässt sich
Jahrzehte wenn nicht Jahrhunderte weit zurückverfolgen. Die Fotomontage macht auch verständlich
daß auch eine gewisse unwissenheit gab. Zum einen wird in der Artikel von Scutari und Umgebung
berichtet und dann wird das mit der Gebiergen vermiescht und Malissoren. Aber Scutari und die
Gebierge und noch weniger Malissoren haten nicht viel gemeinsam. Shkodra war ein Stadt mit eine
sehr lange geschichte aber Wiener Bilder hat es vorgezogen von Gebierge und Malissoren zu
sprechen, denn es paste nicht im Bild der Klischees und Vorurteilungen der Zeitgenossen daß in so
ein Regionauch richtige Städte sein konnte. Da mussten nur Gebirge und Wilden geben.
48Loïc Chauvin et Christian Raby, Marubi, une dynastie de photographes albanais, Paris 2011, S. 87
49Robert Elsie, Historical Dictionary of Albania. Toronto 2010. S. 294-295
50Paul Sieberz, Albanien und die Albanesen. Landschafts und Charakterbilder. Wien 1910
51Benedikt Pellengahr. Die Äußere Einflussnahme auf Nationalbewegung Am Beispiel der Albaneischen
Nationalbewegung. Grin Verlag 2011. S. 9
3.2. Die Kultur in Albanien
In Kikeriki von 18 Mai 191352 finden wir eine Karikatur die veranschaulicht die Situation in
Westbalkan um diese Zeit. Die Karikatur stellt in der Mitte eine Frauengestallt auf eine Kuh, die
noch dazu etwas wie Brot in Hand hält und noch dazu auf dem Kuh zwei Säcke. Die Frau wird von
Tiere begleitet und Soldaten. Dem entgegen kommen laufende und schreiende Menschen in typisch
albanische Kostüme.
In historischen Kontext muß man sagen daß diese Karikatur nur wenige Tage dannach publiziert ist
nachdem Österreich-Ungarn in Scutari Frage sich durchsetzen könnte und somit eine wichtige
Diplomatische Erfolg erreicht hat. Nach der lösung der Scutari Frage wurden die ersten Grenzen
Albaniens festgelegt und das gab Leben für ein neuen Staat in Europa.53
Diese Karikierende Darstellung wird von der Texst „Kultur in Albanien...wie sie der Österreicher
einführen muss“ begleitet. Und das ist schon alles, es gibt kein Artikel für diese Abbildung. Aber
schon der Begelittext sagt viel. Die Frauengestallt auf dem Kuh ist ein Anspielung auf die Europa
der Mythologie, die Europa und damit Österreich-Ungarn symbolisieren soll. Diese „Europa“ bringt
brot und Mehlsäcke für diese schreiende Männer, Frauen und Kinder, in eine von Krieg gepräge
Gebirgtal Albaniens. Natürlich, die gängige Klischee - in dieser Land gibt nur Gebiergteler und
zerklüftete Menschen die in ärmliche Verhältnisse, in Wilde durcheinander mit Hühner und
Schweinen leben. Was noch dazu „Europa“ bringt, sind uniformierte österreichisch-ungarischer
Soldaten. Die Uniformen machen es verständlich daß diese Soldaten Österreicher sind.
Die Karikatur erfüllt die Vorstellung daß Österreich nicht nur Brot und Milch für die armen Albaner
bringt, aber auch Ordnung und Disziplin symbolisiert von der Soldaten- und vor allem Europäische
Zivilisation, daß von die Mythische Europa symbolisiert wird. Der Österreicher muß die Kultur in
Albanien einführen. Ist seine historische und zivilisatorische Aufgabe in diese Gegend der Welt.
Österreich-Ungarn war kein Kolonialemacht und hatte keine Kolonien, aber solche Geisteshaltung,
so ein Vorstellung über Kulturmission, schildert klar ein Gewisse Überzeugung seitens der
52Kultur in Albanien. In: Kikeriki Nr. 20, 18 Mai 1913. S. 3
53Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.243
Abbildung 1: Kultur in Albanien. In: Kikeriki, 18.05.1913, s.3
Öffentlichkeit in Österreich daß dieses Land in Kulturmission ist, ein Vorposten Europas auf dem
Wilden und Unzivilisierten Balkan. Sowie Afrika gedient hat für die anderen europäischen Mächte,
als Projektionsfläche von Wünschen und als Antithese zur Ordnung und überlegener westlicher
Zivilisation, so hat der Balkan gedient für Österreich-Ungarn. Man kann auch sagen daß solche
Vorstellungen gingen auch konform mit der Zielen der Außenpolitik der Donaumonarchie. Es gibt
ein Intention im Sinne der Außenpolitik Österreich-Ungarns um die Presse und somit Öffentlichkeit
propagandistisch zu instrumentalisieren.
3.3. Späte Sorge
Mit diese Karikatur presentiert sich Wiener Caricaturen am Sonntag von 30 März 1913. 54
Zu sehen
ist eine alte Dame, mit ein Haarband wo 'Europa' geschrieben ist. In Armen trägt sie ein kleines
kind, ein Säugling. Das Baby trägt ein Band wo 'Albanien' geschrieben ist. Die Dame gibt ihm
Fläschchen und schaut etwas besorgt aus.
„Europa: Schöne Bescherung, auf seine alten Tage noch ein Wickerkind aufziehen müssen“ So
lautet die Beschreibung für dieses Bild.
In historischen Kontext dies sind Tagen als klar wurde daß ein Staat Albanien geben wird.
Österreich-Ungarn und Rußland waren in März 1913 in ihre diplomatischen verhandlungen näher
gekommen.55
Es ist klar daß die alte Dame soll Europa symbolsieren. Und das Baby die ebengeborene Albanien.
Es ist interesant daß wir hier nicht alle gängigen Vorstellungen und Klischees dieser Zeit finden. Zu
54Späte Sorge. In: Wiener Caricaturen, 30.03.1913. Nr. 14, s. 1.
55Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912-
1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 68
Abbildung 2 Späte Sorge. In: Wiener Caricaturen
30.03.1913, s. 1
mindest nicht im Falle Albanies. Das Baby schaut Süß und Gesund aus. Also nichts gemein mit
Vorstellungen von Krieg, Rückständigkeit und Schmutzigkeit. Nichtdestotrotz Europa wird von der
Öffentlichkeit als alte Dame vorgestellt. Späte Sorge! Kann diese Dame noch kinder Aufziehen?
Oder, wieso bringt diese Dame überhaupt noch ein Kind zur Welt? Der begleittext legt nah daß
Europa muß dieses Kind aufziehen. Für die Öffentlichkeit also ist es nicht Normal daß Europa
überhaupt ein Kind bekommt.
Aber die Öffentlichkeit geht auch nicht sehr weit von der gängigen Vorstelleungen der Zeit. Die
neue Albanien wird als Säugling vorgestellt. Ein mänschliche Kreatur das alles braucht. Ist ein
Neugeborene daß alles von der Mutter braucht. Völlig von der Mutter abhängig. Die neue Albanien
nicht etwa als Kind vorgestellt, daß hilfe und Eltern braucht, sondern als Baby das alles von der
Mutter braucht. Aber Europa hat dieses Baby bekommen und sorgt um ihm. Für die Öffentlichkeit
bleibt nur die Sorge ob diese Europa, in diese Alter in der Lage ist diese Baby aufzuziehen.
3.4. Prinz Prenk
Wiener Bilder am Sonntag von 4 August 1912 hat eine reihe von Bilder mit thema Albanien.56
Zu
sehen hier ist ein Mann, in ein besonderen Tracht. Der sitzende Mann trägt ein art Hut, und in
Körper ist ein Revolver zu sehen und ein Schwert dazu. Auf dem rechten seite ist ein kleine tisch
56Die Militärrevolution in Albanien. In: Wiener Bilder. Nr. 31. S. 7.
Abbildung 3: Prênk Bibë Doda. In:
Wiener Bilder 04.08.1912, s. 7.
wo sich ein Paar bücher befinden. Das Foto dürfte mit sicherheit Insziniert sein. Der Begleittext
lautet: „Die Militärrevolution in Albanien: Issa Boljetinaz, der Anführer der Aufständischen
Truppen.“ Das Bild dient als Illustration für ein Artikel auf seite 5, mit dem Titel „Die Vorgänge in
der Türkei“ wo über den Aufstand in Nordalbanien berichtet wird. Wiener Bilder berichtet von
blutige kämpfe, aufständische die gegen Üsküb und wahrscheinlich auch Saloniki marchieren. Und
noch von meuternde Offiziere und Soldaten die zu den Aufständischen überlaufen und gemeinsame
Sache machen. „In der Südgränze unserer Monarchie zucht es wieder in wilden Krisen auf....die
Truppen machten gemeinsame Sache mit den Rebellen, da sie erkannten, daß diese für ihre Freiheit
und ihr Recht kämpfen. Offiziere und Soldaten gingen zu den Albanesen über...“57
In historischen Kontext hier handelt es sich um eine wichtige Ereigniss der albanishe Geschichte.
Das war die letze Phase der Aufstand von 1912, daß schon in März begonnen hatte, mit vorwand
die Unregelmäsigkeiten bei der Durchführung und der Ausgang der Parlamentswahlen für das
Osmanischen Parlament. Wegen der Aufstand trat die Jungtürkische Regierung zurück und ein neue
Regiurung, albanischfreundliche, wurde gebieldet. Am 27 Juli traf eine osmanische
Regierungskommision in Prishtina ein, um mit den Albanern zu verhandeln. In diese Zeit die
Albaner forderten nur die Auflösung des unter den Jungtürken gewählten Parlament. Und der Sultan
tat das auch. Am 5 August 1912 wurde das osmanische Parlament aufgelöst. Diese Erfolg ermutigte
die Albaner, die noch andere Forderungen stellten. Das neue Program wurde als „die 14 Punkte von
Hasan Prishtina“ gennant. Dieses Program enthielt Forderungen die schon öfter diese Jahre gestellt
hatten. Und zwar Schulen in albanischer Unterrichtssprache, Wehrdienst nur in Albanien und
Mazedonien, Amnesite für die Aufständischen. Diese Program wurde von der Regiereung
angenohem und somit der Kampf gegen die Türken wurde eingestellt. Das sollte der leztze
Aufstand der Albaner gegen die Türken. Zwei Monate danach brach die Erste Balkankrieg auf.58
Der Mann auf dem Bild wird von Wiener Bilder als Issa Boljetinaz erwähnt, aber eigentlich hier
handelt es sich nicht um den bekannten Freischärlerführer aus der Kosovo, Isa Boletini,59
sondern
von Prênk Bibë Doda, ein andere Persönlichkeit der albanische Geschichte von dieser Jahren.
Wieder handelt es sich hier um ein Foto aufgenommen von Marubi.60
Das Bild wurde in den jungen
Jahren des Kapetan von Mirdita, wie er gennant wurde. Mirdita ist ein Region in Nordalbanien und
die Mirditen formten ein eigenes Gemeinwessen in form eine Konföderation ausschlißlich
katholischer Stämme. Die Mirediten erlangten etwas an Prominenz im 19er Jahrhundert. In den
Protokollen des Berliner Kongresses werden sie kurz erwähnt. Miredita lag zwischen Mittelalbanien
und Nordwest bzw Nordosten, somit kontrollierten die Mirediten die Wege von Mittel- und
Südalbanien nach Shkodra und Kosovo. Zusammen mit der Stamm von Hoti waren die Mirediten
die bedeutesten Stämme Nordalbaniens. Bei Kriegszügen bildeten die Mirediten den linken und die
Hoti den rechten Flügel der albanischen Einheiten.61
Hauptort der Mirdita war Oroschi wo sich auch die Residenz der Kapetan war. In Mirdita regierte
die Familie Gjonmarkaj als eine erbliche Dynastie seit der zweite hälfte der 18er Jahrhundert und
der Fürst trag den Titel „Kapitan“. Gleichzeitig die Kapitäne von Mirdita waren auch osmanische
amtsträger und hielten den Titel „Pascha“. Die Kapitäne von Mirdita spielten eine bedeutende
57Die Vorgänge in der Türkei. In: Wiener Bilder. Nr. 31. S.5
58Peter Bartl, Albanien, Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S.132-133
59Issa Boljetinaz ist die slawische form für den Namen von Isa Boletini.
60Loïc Chauvin et Christian Raby, Marubi, une dynastie de photographes albanais, Paris 2011, S. 46
61Maurus Maikowski. Die Dinge der Ordnung. Oldenbourg Verlag GmbH, München 2005, S. 115-116
Rolle62
in albanische Geschichte, und eine davon ist Prenk Bib Doda Pasha II.63
Die Mireditenchefs
beanschpruchten im diplomatischen Schriftverkehr den Titel „Principe“ auf italienisch oder
„Prince“ auf französisch. Der Prenk Bibe Doda auf diesem Bild wurde um 1868 auf einer
Generalversammlung der Mirediten gewählt. Aber die osmanischen Behörden erkannten die Wahl
nicht an, weil er Minderjährig war un schickten ihm ins Exil. Später konnte er wieder nach Mirdita
zurückkehren und trat sein Amt wieder an. Wegen seine Aktivitäten während der Liga von Prizren
wurde er wieder ins Exil geschickt. Erst nach der Jungtürkischen Revolution von 1908 konnte er
wieder nach Mirdita zurückkehren. Prenk Dode Biba nahm aktiv teil an die albanische Bewegung
von diese Jahre teil. Er wollte aus Mirdita ein albanisches Piemont machen.64
Aber während der
historischen Ereignisse von 1912 zeichnete er nicht politische weitschauende Persönlichkeit. Er
versuchte in Cetinje mit den Montenegrinern zu kollaborieren um seine eigene Macht (nur) über
Nordalbanien aufzubauen um ein katholisches Fürstentum zu gründen. Sein vergehen erwies sich
Folgenschwer weil er versuchte bei den Montenegrinern Geld un Heer um eine albanische Staat nur
für die Katholiken und Orthodoksen Albaner. Weil er von König Nikita nicht ernst genommen
wurde, versuchte sein Glück bei König Peter der Serben. Die Serben erklärten sich bereit für hilfe,
allerdings sollte diese Fürstentum unter der Oberhoheit des serbischen Königs stehen. Prenk Bibe
Doda war mit der bedinugen einverstanden. Aber der Plan wurde von der Großmächte nicht
akzeptiert. Von Österreich-Ungarn wurde in Sinne der albanischen Einheit jede Separatistische
Bestrebung abgelehn. So auch mit Prenk Bibe Doda.65
Während die Großmächte ein Fürst für die
neue Geschafene Albanien suchten war auch Prenk Bibe Doda eine der Pretendenten, aber dan
akzeptierte er Prinz Wilhem zu Wied als Fürst von Albanien und war für kurze Zeit sein
Außenminister. Nach dem ersten Weltkrieg war Vizepremier in der albanischen Regierung von
Turhan Pasha.66 67
1920 wurde er in ein Blutracheangelegenheit ermordet.
In dieses Bild wirkt der Kapitan der Mirediten als ein wichtige Persönlichkeit. Etwas gelasse
Haltung, aber souverän, selbstbewusst. Der Tracht macht zeigt ihm als etwas Besonderes. Tradition
und Herrscherikonographie ist hier auch zu erkennen. Und der Schwert zeigt daß er ein Krieger ist.
Aber er ist auch ein Intellektueler. Das sagen die Bücher auf dem Tisch. Der Prinz arbeitet für sein
Land mit Schwert und Feder – das sagt das Bild. Die Fotografie ist ein klarer Fall von Porträt
Fotografie, aber gleichzeitig auch von Ethnografisches Fotografie. Wann das Bild genau gemacht
wurde kann man nicht finden, aber man sieht daß es in den Jungen Jahren des Prinzen gamacht
wurde. Sehr wahrscheinlich noch in den Jahren vor dem langen Exil. Der selbstbewusste Blick zeigt
zuversicht für die Zukunft. Offensichtlich will der Kapitan sich Inszinieren. Er insziniert sich als
Fürst, als Krieger und als Gebildete. Aber auch als Mann des Volkes. Er hat sich nicht etwas
Oxidentales angezogen und nicht etwas Osmanisches, aber etwas tradionalles, daß von sein Volk
kommt. Diese kann auch als Propaganda Fotografie gesehen werden. Es klar daß jedes Bild die
62
Fatos Baxhaku / Karl Kaser, Die Stammesgesellschaften Nordalbaniens. Berichte und Forschungen österreichischer
Konsuln und Gelehrter 1861-1917. Wien, Köln, Weimar, Böhler 1996. S. 21
63Zwieschen anfang 1820 und anfang 1920 als der letzte Prenk Bibe Doda starb, gab es drei verschieden Bibe Doda,
von der Familie Gjonmarkaj die an der Spietze der Dynastie standen.
64Maurus Maikowski. Die Dinge der Ordnung. Oldenbourg Verlag GmbH, München 2005, S.18
65Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S. 192-195 – 279-280
66Robert Elsie, Historical Dictionary of Albania. Toronto 2010. S. 114.
67 In ein Wikipedia Artikel http://sq.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%AAnk_Bib%C3%AB_Doda und in ein Facebook
Page http://goo.gl/HrgFEQ wird behauptet daß dieses Schwert, daß in diese Fotografie zu sehen ist, ein Geschenk
Kaiser Napoleon III an Prenk Bide Doda I. Für seine hilfe in Krimkrieg. Noch dazu wird behauptet daß dieses Schwert
von Enver Hoxha an Nikita Hrushov gegeben wurde. Aber leider konnte ich keine historische Literatur finden daß diese
Behauptungen belegt.
Betrachter beeinflußen soll und in ein propagandistischen Kontext dieses Bild soll beeinflußen und
überzeigen. Wie wir gesehen haben Prenk Dode Biba hate kein guten Start. Seine Mutter hat sich
für ihm eingesetz, also schon bei der Mirediten muß es diskursionen haben ob er Führer sein soll.
Und dann die Türken die es nicht erlaubt haben. In propagandistischen Hinsicht diese Fotografie
sagt alles was er bracht – er ist der Richtige, er ist der Kapitan. Das alles aus der Analyse der
Fotografie. Aber warum hat Wiener Bilder genau das verwendet- denn wie bereits erwähnt die
haben jemand anders mit dieses Bild gemeint? Wir können diese Analyse machen, denn wir wissen
wer der historische Person ist, aber nichtdestotrotz bleibt offen warum und wieso ein
Österreichische Zeitung hat gewählt so ein Foto um die Öffentlichkeit ein Ereigniss in der
Südgränze der Monarchie näher zu bringen. Ein möglichkeit wäre daß sie mit Absicht dieses Foto
gewählt haben, auch wissend daß e sich nicht um den Person handelt worüber der Artikel spricht.
Wahscheinlich wollten sie etwas Exotisches, denn der Person wirkt zwar Adel, aber auch anders.
Nicht genau orientalisch, aber etwas in der Richtung. Nicht türkisches, aber nicht so weit. Es ist
möglich daß um diese Zeit auch Fotos von Isa Boletin in Umlauf gab und der Boletini in seine
Fotos wirkt krigerisch und Rebellisch. Aber nicht wie in Fürst, und dieses Foto macht genau das.
Hier haben wir Schwert und Feder. Kein auch sein daß die einfach die zwei Personen verwechselt
haben. Es ist nichts neue daß die Medien dieser Zeit sehr oft nicht sehr genau Informatinen
verbreiten. Und wenn um Fotografien handelt, kann auch sein daß die verwechselt werden. Die da
unten schauen ja alle Exotisch und Orientalisch aus.
otoaufnahmen aus Albanien. Im ersten Bild ist ein kleine Hafen zu sehen, wo manche Männer zu
3.5. Das Autonome Albaniens
Diese Fotomontage von 11 Mai 1913 in Wiener Bilder mit dem Titel „Das Autonome Albanien“68
dient als Illustration für den Artikel auf seite 8, mit der Titel „Großes Reinmachen in Albanien“ Die
Bildserie von Seite 5 der Wiener Bilder von 11 Mai 1913 besteht aus fünf verschiedene
Fotoaufnahmen aus Albanien. Im ersten Bild ist ein kleine Hafen zu sehen, wo manche Männer zu
sehen sind. Sowie eine kleine Boot. Auf der Linke seite ist eine Hafenlaterne und in der nähe ein
Mann. Ladung steht in de Mitte. Das Bild wirk inziniert. Es ist kein schnappschuß. Die zweite
Fotografie zeigt drei Männer inmitten eine Landschaft. Zwei von den Männern tragen Waffen und
sitzen. Dre dritte Mann steht und blickt in die Kamera, sowie auch der Mann in der mitte. Das Bild
dürfte auch gestellt sein. Das dritte Bild ist ein Straßenbild, oder konnte auch ein Platz sein. In der
Mitte sind eine gruppe von Männern und hintern ihnen eine Gebäude, die typisch balkanisch
Mediterranisch wirkt. Hinter diese Gebäude ist ein Minarett zu sehen. Das schliesst drauf das da
eine Mosche sein muss. Auf die Seinten sind noch weitere Gebäuden zu erkennen. Das vierte Bild
ist ein Panorama aus eine Stadt mit Gebäuden, Straßen, Gassen und Bäumen. Die Gebäuden sind
von verschiedene Größen zu erkennen, und wahrscheinlich auch vier oder fünf Minaretten. Es lässt
sich nicht so gut erkennen wieviel Minaretten da sind, auf jedemfall mehrere. In hintergrund der
Stadt sind Hügeln zu erkennen. Das fünfte Bild ist ein Art Verfallene Gebäude mit ein Großen
Bogen in der Mitte, zwei Säulen und zwei kleine auf die seiten. Die Umliegende Straße ist mit
68Das Autonome Albanien. In: Wiener Bilder. Nr.19. 11 Mai 1913. S. 5
Abbildung 4: Das Autonome Albanien. In: Wiener Bilder. Nr. 19. 11.05.1913. S. 5.
Pflastersteine Belegt.
Dieses Mosaik aus fünf Bilder hat als Beschreibung: „Das Autonome Albanien: Die Hafenstadt
Valona: 1. Die Landunsgbrücke. - 2. Der österr-ungar. Konsul Lejhanec (X) 3. - Der Hauptplatz
von Valona. 4. Gesamtansicht: Die österr-ungar. Post (X) und der Sitz der provisorischen
albanesischen Regierung (XX). - 5. Das historische Tor. Nach Originalafunahmen.“
Hier haben wir mit ein Komunikatives absicht seitens Wiener Bilder. Mit diese Fotografien wird
beabsichtigt eine klare Bild der Situation in Albanien von diese Tage. In der Artikel „Großes
Reinmachen in Albanien“ wird berichtet über das Zurückziehen der Serben und Montenegrinern aus
Albanien. In historischen Kontext kommt diese Artikel nach monate der Spannung daß kurz zur
Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Serbien und Montenegro konnte man sich die Öffentlichkeit
wieder aufatmen.
Die Großmächte hatten schon entschieden daß Scutari zu Albanien gehören werde aber Montenegro
stand hartknäkig und akzeptierete die Beschlüße der Londoner Konferenz nicht. In diese Situation
hatte der Österreichisch-Ungarische Generalstab und Ministerrat die Einberufung der bosnischen
Nichtaktiven für die Unterwerfung Montenegros. Die Regierung war bereit die gesamte balkanische
panslawistische Frage aufzurollen und den 'Gordischen Knoten' zu durchschlagen. In diesen Sinne
wurde der Vertreter der Monarchie in Cetinje angewiesen alle vorkehrungen für den Abbruch der
diplomatischen Beziehungen zu treffen. Angesicht diese Situation Montenegro glaubte der
Einmarsch der österreschischen Arme stünde unmittelbar bevor und beugte sich endlich dem Druck.
König Nikola von Montenegro willigte jetzt nun Scutari an eine Internationale Flotte übergeben zu
wollen. Damit war die Krise zu ende und die neuen Grenzen Albaniens waren mit der Abschluß der
Frage um Skutari im Norden und Nordosten festgelegt.69
Das veranlasste dann diese Artikel von Wiener Bilder berichtet:
„Die Botschaftler in London haben die Friedenbedinungen bereits festgelt und den
Mächten mitgeleit; die nächte Tagung der Reunion – sie war für den 8 Mai anberaumt –
wird sich mit dem von Österreich-Ungarn und Italien gemeinsam ausgearbeiteten
Entwurft des Statuses für das künftige Albanien beschäftigen, um auf diese Weise
diesen neuen Staat, den unsere Monarchie und Italien in einem vertrage schon vor fünf
Jahren vorgesehen haben, zu schaffen.
Die Aussicht daß eine Intervention Österrech-Ungarns in Albanien werde unterbleiben
können, gewinnt dadurch an Boden. Doch ist Worsicht noch immer sehr geboten und
daß man dem König von Montenegro nicht voll traut.....
Auch Serbien hat sich wohl durch das entschiedene Auftreten unsere Monarchie
veranlast gesehen ganz einzulenken. Es hat Durazzo und Alession geräumt.....Das
Österreich-Ungarn Ersnst machte und auf seinen Willen fest bestand hat uns nicht nur
einen politischen Erfolg gebracht, sondern auch Europa den Frieden gerettet“70
69Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte
Dissertation. Universität Wien 1970. S.242-243
70Großes Reinmachen in Albanien. In: Wiener Bilder. Nr 19. 11 Mai 1913. S. 8.
Wenn man den Artikel und die Bilder als komunikatives Einheit nimmt wir der absicht der Wiener
Bilder sehr Klar. Jetzt der neue Staat Albanien ist geschaffen, und der Öffentlichkeit werden Bilder
von diesen Land gegeben. Der erste Bild zeigt ein Teil des Haffens in Valona, der um diese Zeit der
Hauptstadt Albaniens war. Der zweite Bild zeigt den österreichisch-ungarischen Konsul Gerent
Lejhanec. Ein größere symbolik lässt sich hier nicht erkennen, außer der botschafft daß die
Österreich-Ungarn ist schon da. Das dritte und vierte Bild machen ein Panorama der Hauptstadts
Albaniens.
Das Bild der Stadt ist nicht etwas neues. Es ist auch das was in wirklichkeit dieses Land um diese
Zeit geprägt hat. Als besonderheit ist daß man jetzt hat vorgezogen Bilder aus Städte, eine gewisse
Urbane Bild Albaniens. Auch das letze Bild ist im diesen Sinne. Dies legt nach eine gewisse
tradition in Stadt und städtische Kultur. Das ist etwas entferntes vor der gängige Bild Albanies in
der österreichischen Presse der Zeit, das von tribale kultur, stämme, krieg, leiden und gebirge
geprägt ist. Die bekräftigung der da seins ein Regiurung in Valona ist ein zeichnen daß sagen will
daß dieses Land regiert wird. Von ein provisorische Regierung, aber wird regiert.
Aus historische sicht diese Bilder sind von Interesse insoweit sie geben ein Bild daß woanders sind
zu finden sind. Zum Beispiel das letzte Bild lässt sich nicht erkennen um was es sich handelt.
Wahrscheilich das Städtische Bild Vloras hat sich so viel geändert daß diese Gebäude nicht mehr zu
finden ist.
3.6. Prochaska Affäre
Den Sonntag von 17 November 1912 als der Balkankrieg voll in gange ist berichtet Wiener Bilder
ausführlich von der Vorgänge am Balkan und noch dazu von Konsul Prohaska, daß in dieser tage
und in der Wochen dannach ein Fall für sich wurde. Das ist eine von mehrere Bilder von seite 4 der
Wiener Bilder am diesem Tag. Zu sehen ist eine Straße vo mehrere Kinder und Männer posieren
(frauen sind keine zu erkennen) und eine Große Gebäude auf der Linken seite. Das Bild wird von
einem Text begleitet und er lautet: „Zur Einnahme Prisrends durch die Serben: Unser Konsulat mit
Konsul Prohaska (x) der gelegentlich des Einmarsches der Serben angeblich von den Truppen
beleidigt wurde. Orinal-Aufn. Unseres Spezial-Korrespondenten.“71
Es ist klar das diese Fotografie gestellt und ganz genau insziniert wurde. Aber was für ein Intention
steht da hinter? Wiener Bilder behauptet daß dies ein Bild von ihre Korrespondent ist. Also das Bild
wurde mit dem absicht gemacht um in die Presse publiziert zu werden. Und der Konsul sehr
wahrscheinlich hat selbst die ganze Szene insziniert. Das legt nahe die präsenz von so viele Kinder
und der anderen örtlichen Bewohner Prisrens. Nach dem kostümen zu beurteilen müssen sie
Albaner sein. Wie die historischen dokumente belegen war auch der Konsul proalbanisch
eingestellt. Die Wiener Presse in der begleittext des Bildes erwähnt auch das der Konsul 'angeblich
71Zur Einnahme Prisrends durch die Serben: Unser Konsulat mit Konsul Prohaska. In: Wiener Bilder. Nr. 46. 17
November 1912. S.4
Abbildung 5: Konsul Prohaska. In: Wiener Bilder, Nr. 46. 17.11.1912. S.4
von den Truppen beleidigt wurde'. Und hier begint die Prohaska-Affäre.
Die geschichte von Konsul Prohaska ist seltsamer Weise mit Ereignise von welhistorischer
Bedeutung. Anfangs behauptete die serbische Regierung daß als serbische Truppen Prizren am 30
Oktober 1912 besetzten, wurden sie vom Dachboden des österreichisch-ungarischen
Konsulatsgebäudes aus beschossen. Nach untersuchungen der Rerierung in Wien wurden solche
behauptugen nich bestätigt. Seinerseit beschwerte sich die österreichisch-ungarische Regierung, daß
die militärischen Aktionen in der Gegend von Prozren den diplomatischen Kurierdienst
unterbrochen hätten. Inzwischen bestand in Serbien ein sehr erregte Stimmung gegen Prohaska. Die
Serben hatten einen Privatbrief Prohaskas beschlagnahmt, in dem er höchst sorglos über
ausschreitungen serbischer Soldaten berichtet. Um diese Zeit war der Kontakt der Behörden mit
Konsul Prohaska in Prizren und den Vizekonsul Ladislaus Von Táhy in Mitrovica, völlig
unterbrochen. Am 26 November wurde die Regierung in Wien von der serbischen Regierung
informiert, daß Prohaska von Prizren in Usküb angekommen sei. Am selben Tage wurde auch
Prohaskas Bericht über die Vorfälle in Prizren an das Außenministerium in Wien weitergeleitet.
Aber nichts in Prohaskas Bericht lässt verstehen das er sei persönlich beleidigt oder gar von
serbischen Truppen mißhandelt. Und die liberale Zeitung „Die Zeit“ am 19 November berichtet daß
der „Lebenszeichnen verschollen oder gar ermordet gehaltene Konsul Prohaska in Prizren an das
Ministerium des Äußern gelangt ist. Es ist ein Ansichtskarte des Konsuls, aus der hervorgeht, daß er
am leben sei und des bestens Wohlseins erfreut....“ Aber das Ministerium sah das anders, weil eine
Ansichtskarte nicht die Wiederherstellung des regelmäßigen amtliches Verkehr bedeute. Diese
Ansichtskarte war für das Ministerium nicht von Bedeutung, weil es nicht in offizielle wege
angekommen ist. 'quod non est in actis non est in mundo'. Somit machten sich breit Gerüchte daß
der Konsul mißhandelt und möglicherweise kastriert oder sogar ermordet sei. Dies schuf ein
Syndrom von Propaganda und Kriegshysterie, das durch diplomatische Schachzuge gelenkt wurde,
um möglicherweise die Atmosphäre für eine Krieg gegen Serbien.72
Am 17 Dezember, nachdem die Regierung in Wien seit fast drei Wochen bescheid wusste daß der
Konsul am Leben war und ihm gut ging wurde endlich ein Communiqué herausgegeben:
Die vom k.u.k Ministerium des Äußern in der Angelegenheit des Konsuls Prochaska in Prizren
durch einen von hier entsandten Delegierten gepflogene Untersuchung, die sich infolte der großen
Entfernungen und der durch die Kriegslage geschaffenen Verhältnisse einigermaßen in die Länge
zog, ist nunmehr abgeschlossen.
Diese ganze Geschichte brachte mit eine Heftige Diskussion in der Öffentlichkeit Österreich-
Ungarns. Die Reaktion der Presse war hitzig und laut. Einerseits die Konservativen und die
Militaristischen Medien, die ein 'Casus Belli' suchten um endlich mit Serbien abzurchnen, und
anderseit die Liberale und Sozialistischen Medien die es für übertrieben sahen wie die
Kriegsbefürworter und die Regierung viel Lärm un nichts machten oder auf jedenfall um ganz
wenig. Mann kann ein Eindrück bekommen von ein Beispiel wie das daß am 14 November in Das
Neue Wiener Journal als Leitartikel, von Graf Adalbert Sternberg mit dem Titel „Jetzt oder Nie“:
72Robert A. Kann. Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912. Zwischen Kaltem und Heissem Krieg. Wien 1977. S. 4-8
Es gehört viel Mut dazu, Krieg zu predigen, aber in diesem falle ist ihm nicht auszuweichen. Und
deswegen ist es besser ihn jetzt zu führen als in einem Augenblick, wo, das Glück gegen uns
entscheiden könnte. Also vorwärts: Jetzt oder Nie! Keine Worte, sondern Taten!73
Wiener Zeitung vertriett hier eine moderate Haltung. Anders als die konservative Presse am 17
November als diese Fotografie publiziert wurde war schon woll in gange die kriegkampanie der
konservativ-militärischer. Wiener Bilder spricht nur von angebliche Beleidigung und das war schon.
Diese Thema wird nicht mehr angesprochen. Der Artikel das diese Fotografie begleitet spricht über
den Balkankrieg, Hafen Frage und die Lage in Albanien, aber von Prochaska wird nicht mehr
berichtet. Wiener Bilder ist nicht Teil diese kriegkampenie in bezug auf Prochaska Frage. Aber
Wiener Bilder stellt sich klar hinter der Politik und Interesen der Monarchie in den langen Artikel
das am diese Tag folgt.
Ob die serbischen Truppen in Durazzo sind oder nicht, ob sie diese wehrlose Stadt besetzen oder
nicht, diese Äußerlichkeiten werden dine Entscheidung über die Frage nicht ändern, die jetzt
aufgeworfen wurde und von deren Beantwortung der Friede abhängt. Die Türkei hat den
verhängnisvollen Fehler begangen, die Albanesen niederzutreten und zu entwaffnen. Ein Marsch
nach Durazzo ist somit mehr oder weniger ein militärischer Spaziergang.... Die Zukunft dieses
Hafen hängt mit Interessen zusammen, die von europäischen Bedeutung sind.74
In bezug auf das Bild kann man sagen das Wiener Bilder versucht hier nur eine Veranschaulichung
des Persons und seine Tätigkeit als Konsul der Monarchie und eine Krigsgebiet. Nach recherchen
stellt sich heraus das die Fotografie von Daniel Freiherr von Salis-Soglio aufgenommen wurde.
Wiener Bilder behauptet es wurde von ihre Spezial-korrespondenten gemacht, aber das schlißt nicht
das Salis-Soglio Fotografien auch für die Medien verkauft hat.75
Während der Intention der Wiener Presse ist zu Illustrieren um wem es hier handelt, der Fotograf
selbs und Prochaska versuchen hier zu presentierin ihm als ein Mann des Volkes. Das Bild daß ihm
zusammen mit so viele Kinder zeigt, und in der nähe der Konsulat kann auch als zeichnen der
Beschtützer dies volkes sein. Aus heutige sicht kann darausziehen daß der österreichisch-ungarische
Konsul hat sich für das Volk Prizrens eingesetzt. Das machen nicht nur die dokumenten klar und die
korrespondez das von der Serben eingefangen wurde, und die ganze Affäre. Aber ist dieses Bild das
es so klar veranschaulicht als er sich zusammen mit der Albaner Prizrens sich fotografieren lässt
und das noch als Ansichtkarte schickt oder für die Presse freigibt.
73Robert A. Kann. Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912. Zwischen Kaltem und Heissem Krieg. Wien 1977. S.20
74Der Balkankrieg. In: Wiener Bilder. Nr. 46. 17 November 1912. S. 4-7
75In internet kann man ein Ansichtkarte von diese Aufnahme finden. Es ist die gleiche Inszinierung, aber atwas anders.
Die Postkarte online ist etwas klarer und trägt den namen phot.Frh.v.Salis.Soglio. http://goo.gl/OuDDSK Aber die
weiterverfolgung dieses Frage liegt außerhalb der Ziele diese Arbeit, auch wenn es von Interesse wäre in diese
Frage mehr licht zu bringen.
Die Regiereung entschloß sich die Gerüchte über Prochaskas Misshandlungen oder Ermordung und
damit verbundene Forderungen für Vergältung und Krieg, weiterhin undemetiert. Für die Regierung
war diese Stimmung von vorteilen in seine Versuche Serbien und Montenegro angst zu machen um
seine Willen durchsetzen zu können.
Diese Affäre gab anlaß für Besorgung auch in der diplomatischen Kreisen. Alle Großmächte zeigten
Verständniss für Österreich und ihre Lage, aber weil das eine komplizierte angelegenheit wurde,
sahen sie auch wie gefehrlich das noch werden könnte. Der deutsche Botschafter in Wien
Tschirschky berichtete am 29 November:
...Es ist nicht zu leugnen, daß sich im Volke mehr und mehr die Überzeugung festsetztl, daß es
diesmal nicht wieder wie im Jahre 1908 ohne ernste und definitive Regelung der serbischen Frage
werde abgehen können. Das Lied vom „Prinz Eugen“ und die Nationalhymne wird in Cafés,
Theatern und Varietés gesungen und stürmisch verlangt, die serbischen Demostranten in Wien
werden von Fiakern und Chaufeuren unter Assitenz des Publikums gründlich verprügelt, der
Gemeinderat der Hauptstadt veranstaltet in besonderen Sitzung eine eindrückliche patriotische
Demostration. Die ungeheuer direkten Kosten und indirekten Verluste, die der infolge der Haltung
Rußlands andauernde Zustand der Ungewißheit der Monarchie auferlegt hat, dürfen, wie man
allgemein sagt, nicht wieder nutzlos vergeudet werden76
Aber die Täuschungsmanover der Ballhausplatz wurde international missbilligend wahrgenommen.
Das war eine Peinliche moment der österreischische Diplomatie dieser Zeit.
Robert A. Kann in sein Buch „Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912 vertriett der Meinung daß die
folgen diese Kriese und der Ultimaten daß Österreich-Ungarn an Montenegro und Serbien in 1913
stellte, haben entscheidend beigetragen zu dem verhängnisvollen Debakel des Ultimatums vom Juli
1914 daß zu begin der Ersten Weltkrieg brachte.
76Botschafter von Tschirschky, Wien, an Reichskanzler von Bethmann-Hollweg, 29. Nov. 1912, G.P. XXXIII/12461
3.7. Malissoren Frage
Dieses Bild zeigt eine Gruppe von Männern in der freien Natur. Rundherum sind Männer in
Uniform, in der Mitte ist eine kleinere Gruppe von Männern die sitzen. Hervorgehoben ist nur ein
Mann in Offiziersuniform, der auf eine Holzkiste sitzt. Aus der Bildbeschreibung lesen wir das:
Die Unabhängigkeit Albaniens: Kronprinz Danilo von Montenegro (X) verhandelt mit Malissoren
und Albanesen, welche die Autonomie ihrer Stämme verlangen.77
Am diesem Tag Wiener Bilder hat kein Artikel in Bezug auf die Situation in Albanien. Auf seite 6
gibt zwar ein Artikel mit dem Titel „Die Friedenverhandlungen in London“ aber hier wird die
Albanische Frage nur kurz zum schluß erwähnt: „Die Entscheidung betreffs Albaniens und Kretas
überlassen sie den Mächten“. Und das ist alles. Hinsichtlich diese Fotografie wird nicht komentiert
oder etwas ausführlich gesagt. Aus der Begleittext des Bildes wissen wir nur daß es hier um Prinz
Danilo von Montenegro handelt und er verhandelt mit Malissoren und Albanessen (!), welche ihre
Autonomie ihrer Stämmer verlangen! Wiener Bilder am diesem Tag ist sehr unklar und falsh
informiert, wenn nicht die Öffentlichkeit wird hier falsh informiert. Zum ersten wird hier von
'Malissoren' und 'Albanesen', als wären sie zwei verschiedene Völker.
77Die Unabhängigkeit Albaniens. In: Wiener Bilder. Nr. 1. 01 Jänner, 1913. S. 8
Abbildung 6: Die Unabhängigkeit Albaniens. In: Wiener Bilder. Nr. 1. 05.01.1913. S. 8
Zum zweiten wird hier um Verhandlungen über Autonomie, und wie es hier steht kommt als würden
diese 'Stämme' die Autonomie von Montenegro bekommen.
Die Nordwestlichen Stämmen Albaniens hatten schon um diese Zeit eine lange und komplizierte
geschichte mit Montenegro. Schon um 1887 nach dem Beschlüße des Berliner Kongresses gab es
folgendschwere konflikte zwischen diese Stämme und Montenegro. Der Streit um die
Gebietsabtrentungen an Montenegro, konkret um Distrikt Plav-Gusinje, zog sich über ein Jahr hin.
Nach dem häftigen ging an Montenegro statt Plav-Gusinje der Hafenstadt Ulcinj und umgebung. In
der Jahrzehnten danach sind viele verhältnise zwischen Montenegro und der Albaner grundlegend
verändert. Schuld daran ist vor allem die Politik der Jungtürken, die die Albaner in die Arme
Montenegros trieben. Aber auch der Partikularismus sowie die utilitaristisch-ideologiefreie
Einstellung der Malissoren, die zu Schachfiguren der montenegrinischen Politik wurden.
Während der Aufstand von Juli 1910 als die osmanische Arme in Nordalbanien einmarchierte in den
Dörfern, wo man den türkischen Truppen Wiederstand leistete, wurden Häuser zerstört und die
Bewohner festgenommen. Die Bajraktare der Bergstämme berief man, angeblich zu Verhandlungen
und verhaftete sie. Somit waren im Herbst 1910 die Einwohner ganzer Dörfer nach Montenegro
geflohen um sich vor den Strafexpeditionen der Osmanen zu retten. Als die Osmanen noch in
Winter 1911 dort wieder kammen um Rekruten zu nehmen, folgte eine neue Fluchtwelle der
Malissoren. Somit waren in 1911 etwa 5000 albanische Flüchtlinge in Montenegro und sie wurden
von der montenegrinischen Regiereung mit Geld, Lebensmitteln und auch mit Waffen und
Minitionen unterstüzt. Dauerte nicht lange bis diese Flüchtlinge die türkische Grenzposten
anzugreifen. Diese konfrontationen führten auch zu kämpfe zwischen den Montenegrinern und
türkischen Soldaten. König Nikola war bereit und suchte auch eine offene Konflikt mit den Türken.
Unter aktive teilnahme von Ismail Kemal Bey und Luich Gurakuqi verabschideten die
Aufständischen den wohlbekannten Memorandum von Görtsche, daß von den Osmanen Teilweise
und ohne auf das Memorandum direkt einzugehen angenommen. Somit war die Malissorenfrage
und der Konflikt für kurze Zeit beigelegt.78
Die Donaumonarchie hatte für lange Zeit eine dominierende Rolle bei der Katholiken
Nordalbaniens, aber wie schon vorher erwähnt war auch die Politik Italies, die aus
verwandschaftlichen Beziehung zu Montnegro und auch aus eigene Interessen in Albanien hatte,
arbeitete sie in der entgegene Richtund des Politiks Österreich-Ungarns. Es gab auch die Absurde
Situation vo Österreich-Ungarn finanzierte die Kirche in Albanien, aber weil der Klerus meistens
aus Italiener bestand, arbeiten sie für die Interessen Italiens.
Als die Malissoren nach dem Frieden zufrieden gestellt wurden zeigten sich wieder die
montenegrinischen Agitatoren in frühjahr 1912, denn es war nicht in Sinne Montenegros eine
langanhaltende Frieden zwischen Albaner und Türken. Um diese Zeit, als in Albanien wieder zum
Aufstand vorbereitet wurde, fanden zwischen den Balkanstaaten Verhandlungen die schließlich zum
Balkanbund führten. Der österreichisch-ungarische Generalkonsulat in Skutari war auf die
Beruhigung der Situation und aus diesem Grunde wurde Berchtold der Vorschlag gemacht einen
Fonds von 500 Francs für jede Pfarre zur Verfügung zu stellen. Aber ebensoviel Mitteln, wenn nicht
noch mehr, stellte zu Verfügung der grichische Konsulat in Skutari, der in die entgegengesetzte
Richtung arbeitete.
78Peter Bartl, Albanien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S. 124-128.
Bilder aus Albanien
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Bilder aus Albanien

  • 1. Bilder aus Albanien Die Veranschaulichung der albanischen Frage in die österreichische Presse (1912-1913)
  • 2. Inhaltsverzeichnis Einleitung.............................................................................................................................................3 1. Theoretische Ansatz .........................................................................................................................4 1.1 Die Zeitung als historische Quelle ............................................................................................4 1.2 Methoden der auseinandersetzung mit der Quelle Zeitung.......................................................6 1.3 Resumee ....................................................................................................................................7 1.4 Technische Ansatz .....................................................................................................................9 1.5. Presse und öffentliche Meinung.............................................................................................10 1.7 Methoden und Theorien ..........................................................................................................12 1.8 Das gedruckte Bild..................................................................................................................13 2. Die Albanische Frage.....................................................................................................................14 2.1 Nationwerdung Albaniens.......................................................................................................14 2.3. Die Großmächte .....................................................................................................................16 2.4. Österreich-Ungarn und die Albaner .......................................................................................17 3. Die Visualisierung Albaniens.........................................................................................................19 3.1. Vom Selbstständigen Albanien...............................................................................................19 3.2. Die Kultur in Albanien ...........................................................................................................21 3.3. Späte Sorge.............................................................................................................................22 3.4. Prinz Prenk .............................................................................................................................23 3.5. Das Autonome Albaniens.......................................................................................................26 3.6. Prochaska Affäre ....................................................................................................................29 3.7. Malissoren Frage....................................................................................................................33 4. Schlußbetrachtung..........................................................................................................................37
  • 3. Einleitung Das Vorliegende Arbeit ergab sich aus der Beschäftigung mit der Presse Österreichs um die Jahre 1912-1913. Ziel der Arbeit ist zu veranschaulichen ein Aspekt der Geschichte aus der Perspektive der Medien diese Zeit. Anhand der Zeitungen die in Österreich publiziert wurden in den Jahren 1912-1913, in eine Zeit als die Welt noch in Ordnung war, und als der Krieg noch in Unmittelbare Nähe war, aber noch nicht zu Hause. In eine Zeit als viele bereit oder gar den Krieg wollten. Die Erste Balkankrieg war das Thema der österreichischen Öffentlichkeit. Die Zeitungen in ihre morgenlichen und abendlichen Ausgaben berichteten ausführlich was in die Südgränze Österreich- Ungarns passierte. Als Ziel verfolge ich hier die Verstehung der öffentliche Meinung in Österreich über Albanien, die Albaner und die Albanische Frage. Und das an hand der Presse von diese Jahre und ihre illustrierung mit Bilder.
  • 4. 1. Theoretische Ansatz 1.1 Die Zeitung als historische Quelle „Die Zeitung gibt […] dem Historiker die Möglichkeit, sich in die Atmosphere der betreffenden Zeit zurückzuversetzen, in jenne Wissensstand, in jenes materielle wie mentale Umfeld, aus dem heraus zu einem bestimmten Zeitpunkt Entscheindungen getroffen oder Haltungen [….] eingenommen, verändert oder erzwungen worden sind.“1 Die Zeitung hat eine lange Geschichte und sehr oft wichtige Rolle, aber für die Historiker galt die Presse keine wissenschaftlich verwendbare Quelle. Es musste viel Zeit vergehen bis die Historiker die Zeitung als Quelle wahrgenommen wurde. Die Zeitung wurde mit der Jahrhunderwende, um 1900, zum ersten Mal zum Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion.2 Die Zeitung wird heute auch „Vierte Gewalt“ gennant weil sie selbst aktive an der Politik agieren und beeinflussen. Die öffentliche Meinung wird auch sehr stark von der Zeitungen geprägt. Deswegen sind für die Historiker die Zeitungen eine sehr wichtige Informationsquelle denn da spiegelt sich die Zeitgenösische Wahrnehmung politischer Themen und Konflikte. Die Subjektivitet der Zeitungen machte auch diese Abneigung, aber genau das macht die Zeitungen besonderes, denn diese Subjektivität mach und verständlich die Ideen und meinungen eine bestimte Zeit. Manchmal sind Zeitungen als einzige Quelle von Daten und Informationen, auch wenn sehr oft der Richtigkeit der Informationen dort sehr zu bezfeifeln ist. Aber weil die Zeitungen zahlenmessig sehr reich sind, ist es auch schwierig für ein Historiker alles zu konsultieren. Es ligt an der hand des Historikers zu wählen welche Zeitungen er als Relevant sieht. Aber manchmal genau das Zahlenmessige macht das Besondere in der Zeitungen, denn je mehr davon gibt, desto wahrscheinlicher ist die Informationen richtig liegen. Je wichtig ein Ereigniss ist desto mehr berichten die Zeitungen darüber.3 Arbeiten mit der Zeitugen als Quelle kann auch ein Persönliche Verbindung mit der Ereignisse hervorbringen, anders als von ein Geschichtsbuch, denn lesen die wörter dort bringt einem näher an der Geschehniss.4 Für gewöhnlich werden die Zeitungen als Sekundärquellen behandelt, auch wenn manchmal sind die Zeitungen als Primärquellen zu behandeln. Berichte unmittelbar von der geschehniss, wo der Reporter selbst zeuge ist sind als Primärquellen zu behandeln; so wie auch Interviews, Leserbriefe, Artikel wo persönliche meinungen geäußert werden und usw. Summa Summarum, die Zeitungen können als Primärquellen sowie auch als Sekundärquellen behandelt werden. Unabhängig davon ob sie als Primärquellen oder Sekundärquellen sind, das tut nicht zur Sache das sie sehr wichtige Informationsquellen für die Historiker sein können. Manchmal auch als einzige Quellen. Die Zeitungen geben details im Leben der Menschen und der Gesellschaften, lebensnahe Einblicke, die wo anders nicht zu finden sind. Nicht umsonst nannte Arthur Schopenhaur die Zeitugen „Sekundenzeiger der Geschichte“. Fritz Fellner, der Renommierte und unkonventionelle österreichischer Historiker mit seiner Beitrag „Die Zeitung als Historische Quelle“ zu den Band „Zeitungen im Wiener Fin de Siécle“ gibt eine 1 Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 11. 2Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 60 3Roberto Franzosi, The Press as a Source of Socio-Historical Data: Issues in the Methodology of Data Collection from Newspapers, Historical Methods, 20:1 (1987: Winter) S. 13 4 Keith C. Barton, Primary Sources in History: Breaking throght the Myths, in: The Phi Delta Kappan, Vol 86, No 10 (Jun., 2005), S. 751
  • 5. hervorragende arbeit als Historische und Methodologisch.5 Mit der Ausbildung der demokratischen Politik, wird es notwendig, die Menschen nicht nur über Neuigkeiten zu informieren, sondern auch ihren Entscheidungen lenken und beeinflussen. So werden die Zeitungen von ihre traditionelle Charakter der Nachrichtenvermittlung abwendet und zum Instrument der Meinungsbildung und Beeinflussung entwickelt. So wurde die Zeitung politisch wie gesellschaftlich, kulturell wie materiell zum Element der Entscheidungsgestaltung. Fellner macht klar dass auch wenn die Zeitungen schon 1920er Jahren der XX Jahrhundert für manche Historiker von Bedeutung für die Geschichtwissenschaft- und in der 1930er Jahre häufen sich Dissertationen, die dem Inhalt von Zeitungen gewidmet sind, die spöttisch genanten „Spiegeldissertationen“, trotzdem wurden sie noch immer nur als Quelle für die politische Geschichte gesehen. Eine Ursache – nach Fellner – für die geringe Beachtung die die Zeitungen von Seiten der Historiker, liegt in einer gewissen elitären Überhebklichkeit des Wissenschaftlers gegenüber dem Journalisten. Fellner vertriet die Meinung daß die Historiker sind nie auf den Gedanken gekommen, dass die Berichte der Botschafter und Gesandte in den letzten hundert Jahren die von der Historiker als Akten entdeckt werden und zur Grundlage der Geschichte der diplomatischen Beziehungen nehmen, einfach das wiedergeben, was der Diplomat in der Zeitung gelesen hat. Die Entscheidungen, Überlegungen oder Diskurssionen der Staatmänner und Politiker auf jenem Welt beruhen, das genau durch Zeitungen geschaffen oder geprägt worden sind. Die Zeitungen wurden schon in der Anfänge als Instrument der Regierungspropaganda, Interesensgruppen, Parteien, Herausgeber mißbraucht. Die Beeinflussung der öffentichen Meinung Die Historiker – nach Fellner – haben sich bis heute nicht mit der Frage befaßt, solche Beeinflussungen, quellenkritisch nachgewiesen und offengelegt werden können. Die Zeitung transportiert Informationen einerseits und Meinungen anderseits und sie präsentiert ihrem Leser eigene Urteile, interpretationen des Geschehens und Meinungen – und das in verschiedene Gebieten und Bereiche. Die Zeitung ist Ereignisdokumentation sowie auch Meinungsdokumentation und Realiendokumentation – sagt Fellner. Durch den Telegraphen wurde die genaue Berichtstattung über Ereignise verstärkt. Zu begin unseres Jahrhundert das Erignis blieb im Mittelpunkt, der Berichtstattung und nicht die Interpretation des Geschehens. Diese fixierung auf das Erignis stellt die Zeitung als Quelle für vergangene Ereignisse im Aussagewert über die Mitteilungen in Briefen, Tagebüchern und auch selbst Akten. In den Zeitungen finden sich Einzelheiten, die in den anderen Quellen nicht auffindbar sind. 1.2 Methoden der auseinandersetzung mit der Quelle Zeitung Methodologisch empfielt Fellner die Zeitungen primär jene quellenkritische Überlegungen zu 5Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 61
  • 6. verwenden die auf alle sprachlich-textlichen zu unterziehen. Für Fellner müssen fünf Kriterien in Rechnung gestellt werden, wenn der Historiker eine Zeitungsmeldung als Quelle verwenden will: 1. Die Frage nach der Herkunft der Nachricht. Die Zeitungen machen es nicht immer klar woher und von wemm kommt ein Bericht. Für den Leser mag das nicht so wichtig sein, aber für den Historiker ist von besondere wichtigkeit. 2. Die Frage nach den Kriterien der Auswahl der bei der Redaktion eingelangten Meldungen für die Aufnahme. Objektive sowie subjektive Entscheidungen sind ebenso in Rechnung zu stellen. Ein Vergleich mit anderen Zeitungen gleichens Datums gibt die Möglichkeit zu rekonstruktion welches Nachrichtenmaterial zu den betreffenden Zeitpunk den Redaktion zur Verfügung gestanden hatte, und so zu analysieren. 3. Die Frage der von der Redaktion gegenüber dem Basistext des Berichtes in der Präsentation vorgenommenen Kürzungen. Ob es sich um objektive Notwendigkeit oder subjektive Entscheidung handelt is schwer festzustellen, jedoch muß diese bei jeder Auswertung der Quelle in Betracht gezogen werden. 4. Untersuchung der sprachlichen Stilisierung. Diese konnte sich objektiv aus der Komprimierung der Information ergeben, oder genauso gut in tendenziöser Absicht vorgenommen worden sein. 5. Die Plazierung iner Nachricht innerhalb der Zeitung. Von besondere wichtigkeit für Fellner sind auch die Fragen; wodurch ein bestimmtes Ereignis zum Gegenstand der Zeitungbericherstattung geworden ist und noch mehr, warum diese Berichterstattung zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt ist? Die Zeitung zeigt sich in diesem Falle in ihrem zweiten Funktion: Sie ist nicht nur Träger und Vermittler von Informationen, sonder gleichzeitig auch Gestalter des Geschehens. Die Zeitung ist ein Instrument der Beeinflussung und Steuerung der Mentalitäten. In der Funktion der Zeitung als Instrument gezielter Meinungsgestaltung lassen sich fünf Bereiche erkennen: 1. Die Zeitung als Sprachrohr der Regierung. Regierungen und Politiker versuchten und versuchen noch immer Journalisten und Zeitungen zu kaufen. 2. Die Zeitugen als Sprachrohr von politischen Parteien oder weltanschaulichen Institutionen. 3. Die Zeitugen als Sprachrohr von Interessensgruppen – wirtschaftlicher ebenso wie gesellschaftlicher Art. 4. Die Meinungsgestaltung durch die die Leser beeinflussenden Vorurteile der Kritiker. 5. Am wenigsten beachtet von der Historiker in der Nutzung der Zeitung als Historische Quelle, ist wie sehr Zeitungen durch bloße Auswahl von Meldungen und deren Placierung Geschehen und Meinungen beeinflußt und geschafft haben. Und die offenkundige Forcierung durch Schlagzeilen und Placierung auf der Titelseite zu denken als an die unauffällige Präsentation im Inseratenteil oder durch ständige Wiederholung.6 6Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 59-73
  • 7. 1.3 Resumee „[....]so manches der vielen Bücher, die in den letzten Jahrzehnten über das Wien der Jahrhunderwende veröffentlicht wurden, würde anders aussehen, wenn die Autoren auch Zeitung als Quelle herangezogen hätten“ (Fritz Fellner) Die Zeitung gestaltet Wießen und Meinungen nicht nur durch die Nachrichten, die sie veröffentlicht und durch die Art, wie sie diese präsentiert, aber auch durch das Zurückhalten von ihr zugänglichen Informationen. „quod non est in actis non est in mundo“ - Was nicht in der Zeitungen mitgeteilt wurde, existiert nicht für das breite Publikum. Fellner lernt uns auch daß nicht nur die Analyse der Gestaltung der Nachrichtenvermittlung von bedeutung ist, sondern in gleichem Maße auch eine Erforschung ihrer Wirkung. Zum schluß sagt Fellner daß die Bedeutung der Zeitung für den Historiker kann dahin zusammengefaßt werden, daß die Zeitung – kritisch ausgewertet – in zweifacher Hinsicht Quelle sein kann: Sie gibt dem Historiker konkrete, oft sehr präzise Tatsacheninformationen. Und die Zeitung gibt dem Historiker Informtion über Meinungen, Urteile und Vorurteile, wie sie von der Zeitung, teil bewußt referiert, teils verdeckt vorgetragen werden. Die Zeitung gibt die Möglichkeit, sich in die Atmosphäre der betrefenden Zeit zurückzuversetzen, in jenen Wissensstand, in jenes materielle wie mentalle Umfeld, aus dem heraus zu einem bestimmten Zeitpunkt Entscheidungen getroffen oder Haltungen zu akuten Problemen eingenommen, verändert oder erzwungen worden sind. Die Zeitung kann ein Instrument sein, aus der Perspektive der seinerzeitigen Gegenwart heraus auf die Handlungen einer bestimmten Zeit zu blicken Die konsequente und kritische Lektüre der Zeitungen aus vergangenen Tagen kann uns zu Zeitgenossen früherer Epochen machen.7 1. Zeitung waren ein Ausdruck der Gesellschaftlichen Vielfalt 2. Für ein Verständnis der Kultur der Jahundertwende stellen Zeitungen eine wichtige historische Quelle dar. 3. Zeitungen bieten eine Möglichkeit, Mentalitätsstrukturen und ihre Veränderung zu untersuchen.8 7Fritz Fellner, Die Zeitung als Historische Quelle, in: Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 71-73 8Sigurd Paul Scheichl / Wolfgang Duschkowitsch (Hrsg), Zeitungen im Wiener Fin de Siécle. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1997, S. 9
  • 8. 1.4 Technische Ansatz Von belangen für die auswertung der Zeitungen als historische Quelle muss auch ein technische Ansatz, für die bessere Verstehung der arbeit mit diese Quellen. Als Basis für diese Ansatz liegt die Arbeit von Prof. Dr Hans Bohrmann in seine Beitrag mit der Titel „Die Zeitung als Quelle wissenschaftlicher Arbeit (Nachweis, Zugänglichkeit und Sicherung).9 Zeitungen wurden in der von den Deutschen Bücherei ab 1913/1914 herausgegebenen „Nationalbibliographie“ nicht berücksichtigt. Erst die Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main, hat die Zeitungen in ihre Sammlungen aufgenommen, dabei allerdings ausschlißlich auf eigene Mikrofilme von Zeitungen abgestellt und diese bis vor etwa 5 Jahren ebenfalls nicht in der „Deutschen Bibliographie“ angezeigt. Seit der 1830er Jahren haben fast alle Zeitungen Großformat und das ist unterschiedliche Größen und ist bis heute nicht vereinheitlicht. Noch dazu sie werden nicht geheftet und ungebunden geliefert. Wer sie aufbewahren will, muß sie binden lassen. Format und Gewicht verlangen einen qualitativ hochwertigen Einband. Somit weil Zeitungen für die Bibliotheken große Anschprüche an die Ressourcen und Personal stellen, kann es nicht Wunder nehmen, daß vorhandene Bestände oft nicht erschlossen sind, dem benutzer verschwiegen werden und in nicht wenigen Fällen auch einfach makuliert werden. Um das Managment von Zeitungen in der Bibliotheken zu vereinfachen und zu verbessern und die Langzeitaufbewahrung zu sichern, ist schon seit der 1950er Jahren die Mikrofilmtechnik eingehührt worden. Der Mikrofilm erlaubt es im allgemein, die Papierexemplare auf den Lesesaal zu beschränken. Die Benutzer können Kopien selbst herstellen und Mikrofilme könnenh über Fernleihe versandt werden. Aber der Mikrofilm hat seine Grenzen. Nach und nach haben die Zeitungen fotos und Illustrationen eingeführt und auch mit Farben manchmal. Fotos sind nur bei Wiedergabe von Graustufen richtig erkennbar. Das kann der schwarz-weiße Mikrofilm nicht. Bei der Wiedergabe von Farben gibt es ebenfalls Defizite. Der Einsatz des Farbmikrofilms ist keine Lösung. Insgesamt lässt sich sagen daß: Mikrofilm löst das Problem der Langzeitaufbewahrung des Inhalts von Zeitungen weitgehend. Mikrofilmen wird eine Dauerlagerfähigkeit von 500 Jahren zugesprochen. Mikrofilmung löst also viele Probleme der Nutzung, sowie ist kostengünstig. Mit der Digitalisierungtechnik sind viele Zeitungen digitalisiert und auf CD-ROMs gespeichert. Das vereinfacht die Arbeit, weil zugriff und vermährung ist leichter, aber die Aufbewahrung auf CD-ROMs ist nur bis 50 Jahren begrenzt. Auch andere digitale speichermedien haben es momentan nich verbessert die Aussichten der Aufbewahrung der Inhalte per lange Zeiten. Was die Digitalisierung ermöglicht hat ist der Einsatz von Texterkennungssoftware. Solche Software sind noch nicht ausgereift, und haben noch immer Grenzen, aber das ermöglicht trotzdem ein Benutzung von diese Inhalte eine Art die nie zuvor für Möglich gehalten werden könnte. Arbeit daß früher mit viel Aufwand durchgezogen werden müßte, heute kann man inhalte innerhalb der Zeitungen sehr leicht finden, ohne statt tausende von seiten durchblätern zu müssen. 9Die Zeitung als Quelle wissenschaftlicher Arbeit (Nachweis, Zugänglichkeit und Sicherung) Ein Beitrag von Prof. Dr. Hans Bohrmann, Dortmund http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/kons-restaurierung/allg- bohrm.html (aufgerufen am 7.8.2014)
  • 9. 1.5. Presse und öffentliche Meinung Die Presse setz häufig ihre eigene Meinung, sie will Meinung machen, statt Meinung wiedergeben. Die Presse kann nämlich nicht nur Errugungen hervorrufen; sie kann auch solche beseitigen; sie kann vortrefflich „todschweigen“. Wer also auf die Ansichten, Gefühle und den Willen der Masse einwirken, wer die öffentliche Meinung für sich oder wer Andere für die öffentliche Meinung gewinnen, wer sich überhaupt in der Öffentlichkeit kein Gehör und Einfluss werschaffen will, der muss sich heute wohl oder übel der Presse bedienen. „Lügen wie gedruckt“, ist nicht nur eine Verurteilung, sondern ebensogut eine Anerkennung dieser modernen Macht10 Die Zeitungen und alle MassenMedien sind eng mit öffentlichen Meinung verflechtet. Sie sind träger und spiegel sowie auch mitgestallter der öffentichen Meinung. Für die verstehung dieser Arbeit ist es nötig gewisse Gesichtspunkte über die Theorie über „Öffentliche Meinung“ berücksichtigt. Öffentlich ist etwas wenn es alle angeht, wenn est mit „res publica“ zu tun hat. Wenn es um Themen, Meinungen und Überzeugungen, dann ist es politische Öffentlichkeit zu sprechen. In ein demokratische und liberale Gesellschaft ist die Öffentlichkeit eine Sphere zwischen Staat und Gesellschaft, und wo das Publikum sich als träger der öffentliche Meinung artikuliert. Politische Öffentlichkeit besteht aus einer Vielzahl von komunikationsforen, deren Zugang prinzipiell offen und nicht an Mitgliedschaftbedinungen gebunden ist und in denen sich individuelle und kollektive Aktuere vor einem breiten Publikum zu politischen Themen äußern. So hat Öffentlichkeit dazu beigetragen, den historischen Erfahrungsraum und Erwartungshorizont neu zu strukturieren.11 Die öffentliche Meinung in Österreich entfaltete sich erst im 19. Jahrhundert und bald gestaltete sie sich zu einer Macht die Einfluß auf den politischen Leben und der Gesellschaft. Die erforschung der öffentichen Meinung über einen bestimmten Bereich des öffentlichen Lebens dient daher einerseits dem verständnis über die Denkweise iner Zeit, anderseits dem Einblick in die Ausdruckmöglichkeiten, für die Beleuchtung ihrer Rolle innerhalb der politischen Ereignisse und Handlungen und auch als Willensmeinung des Staates.12 Aber die Presse in Österreich-Ungarn war auch an der Zensur der Regierung ausgeliefert und das machte sich deutlicher in Krisenzeiten. Ein Beispiel: Die Annexion Bosnies und die damit verbundene Krise führten zu einem Verbot, militärische Nachrichten zu veröffentlichen. Als der Balkankrieg nach der Einnahme Skutaris durch Montenegro auf Österreich-Ungarn überzugreifen drohte, eine Verordnung vom 2. Mai 1913 suspendierte die Preßfreiheit und andere Grundrechte. Solche sustände würden dann üblich während der ersten Weltkrieg.13 Von Bedeutung zu erwähnen ist auch die Theorie der Schweigespierale. Diese Theorie formuliert in der 70er Jahre von Elisabeth Noelle-Neumann geht davon aus, daß die Menschen, die eine von der öffentlichen Meinung abweichende Meinung vertreten, von ihren Mitmenschen mit Isolation bedroht werden. Aus Angst isoliert zu werden, schweigen sie, statt ihre Meinung zu vertreten, weil sie denken es handle sich um eine Minderheitsmeinung. 10J.J Obrecht, Ueber die öffentliche Meinung und die Presse. Kellenberger, 1885. S. 32-33 11Gabriele Melischek, Josef Seethaler. Presse und Modernisierung in der Habsburgermonarchie. In: Die Habsburgermonarchie 1848–1918 Band VIII: Politische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft Teil 2: Die Presse als Faktor der politischen Mobilisierung. S. 1535 12Harald Heppner, Das Russlandbild in der öffentlichen Meinung Österreichs 1848-1856. Graz 1975. S. 81 13Thomas Olechowski. Das Preßrecht in der Habsburgermonarchie. Pressewesen und öffentliche Meinung. In: Ein Beitrag zur österreichischen Medienrechtsgeschichte. Wien (Manz’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung) 2004. S. 1493
  • 10. 1.6. Fotografie als historische Quelle Die Fotografie sowie die Presse sind zwei Große Medien die im 19 Jahrhundert von Große Bedeutung geworden sind. Die Presse gab zwar schon früher, aber wirklich von Bedeutung im 19 Jahundert goworden ist. Sowie die Presse auch die Fotografie wurde lange von der Historiker ignoriet und nicht als Quelle wahrgenommen. Schon in der 1990er Jahre wird von der Historiker von der „iconic“ bzw „visual turn“ geschprochen. Von da können wir auch von Paradigmenwechsel in Geschichtwissenschaft sprechen.14 Mit diese Ikonische Wende, vom Wort zum Bild, haben mit eine Geschichtwissenschaftliche Erkenntnisskonzept zu tun das uns eine bildliche Geschichteverständniss ermöglicht. Die Bilder postulieren Wirklichkeit, Emotionalität, Realität, machen es möglich komplexe Zusammenhänge zu erfassen. Der Historiker muss aber während seine Arbeit aufpassen, weil die Bilder Gesellschaftlich-kulturelles konstrukt und zeigen nicht die Realität sondern sind Abbildung einer Subjektiv konstruierten Wirklichkeit. Gerhard Paul in sein Buch „Visual History: ein Studienbuch“15 leg nahe daß seit den 1970 Jahren gab es immer wieder Appelle die visuellen Produktionen der Moderne als Quellen in historischen Forschungen einzubeziehen, zunächst als zusätzliche Quellen für neue, oftmals kulturwissenschaftliche inspirierte historische Fragestellungen. Nach Paul wichtige Impulse in Richtung der Akzeptanz von Bildern als Quellen gingen von der französischen Geschichtforschung um die Annales-Schule sowie von der französischen Mentalitätsgeschichtge. Aus dem angelsächsische Raum kammen wichtige Impulse von den Visual-Culture-Studies. In seine andere Aufsatz von Gerhard Paul „Die Geschichtwissenschaft im Visual Turn“16 legt er nahe daß das Bild in weiten Sinne sowohl als Quellen als auch als eigenständige Gegenstande der historigrafischen Forschung betrachtet. Ist der technologische Quantensprung im Word Wide Web und ein sich parallel abzeichender Paradigmenwechsel innerhalb der Geschichtwissenschaft gab es den Historiker zu verfügung möglichkeiten die nie zuvor da waren. So waren es möglich Bildrecherche schnell und billig, im vergleich zu früher wo sollche arbeit kosten- und zeitaufwendig. Dies hat die Bereitschaft sich den visuellen Quellen der Geschichte zu öffnen viel befördet. Und noch dazu kam daß eine jüngere generation von Historiker die von den Bildmedien sozialisiert sind. Das hat dazu gebracht daß die Dominanz der Schrift zunehmend dur der Bild abgelöst wird. All dies – nach Paul – hat die Zeithistoriker die Bereitschaft gestärkt, Bilder als Quellen und eigenständige Größe zum Gegenstand historischer Forschung zu machen. Der „Visual Turn“ so Paul, nach und nach erweitert sich und so können wir von eine Visualität der Geschichte sprechen. Erst viele Bereiche der Geschichtwissenschaft sperren sich dem „Visual Turn“ aber mit der Zeit Entwicklung von vielen nebendisziplinen der Geschichte wie Mediengeschichte, die Fotogeschichte, sowie ein vielzahl an Bücher und fotohistorischen Analysen. Neben der Mediengeschichte stehen noch weitere Arbeitsbereiche der historigrafischen Auseinandersetzung mit der modernen Bildmedien Film und Fernsehen. 14Gerhard Paul, Die (Zeit-)Historiker und die Bilder, in: Saskia Handro, Bernd Schönemann (Hrsg.), Visualität und Geschichte. LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2011, S. 11 15Gerhard Paul, Von der Historischen Bildkunde zur Visual History, In: Gerhard Paul (Hrsg) Visual History: ein Studien Buch, Berlin 2006, S. 7-28 16Gerhard Paul, Die Geschichtwissenschaft im Visual Turn, In: Frank Bösch / Jürgen Danyel (Hrsg.), Zeitgeschichte – Konzepte und Methoden, Göttingen 2012, S. 391-417
  • 11. 1.7 Methoden und Theorien Jens Jäger in sein Buch „Fotografie und Geschichte“17 betont daß für Fotografien gilt gleiche wie für alle bildlichen Quellen, daß das Abbgebildete nicht einfach vergangene Realität spiegelt oder einen Blick durch ein Fenster in die Vergangenheit gewährt; vielmehr müßen sie quellenkritisch gewürdigt werden. Die fotografien ermöglichen neue Zugänge und Fragestellungen. Die Bildanalyse unterscheidet sich nicht vollkommen von der Textanalyse, es muß aber die Fotografiespezifische Aspekte berücksichtigt werden. Dieses hat mit Medialität, Ikonizität und Materialität der Bilder zu tun – so Jäger. Die Historiker bedienen sich Methoden aus der Kunstwissenschaft für die kritisch-historische Bildanalyse. Erwin Panofsky von der Warburg-Schule resümierte in einem berühmte Essey von 1939, in dem er drei Ebenen der Internpretation unterschied, die den drei Bedeutungsebenen im Werk selbst entsprechen.18 Nach Panofsky die erste Ebene is die vor-ikonographische Beschreibung, die darin besteht, bestimmte Gegenstände und Ereignisse zu identifizieren. Die zweite Ebene ist die ikonographische Analyse im strengen Sinne, das heißt die Erschließung der „konventionellen Bedeutung“ zu erkennen. Die drite und höchste Ebene ist die der ikonologischen Interpretation, die sich von der Ikonographischen darin unterscheidet, daß es bei ihr um die „eigentliche Bedeutung“ geht. Genau auf dieser Ebene können Bilder dem Kulturhistoriker nützliches- und tatsächlich unerlässliches Quellenmaterial liefern Die Methode von Panofsky ist oft als zu intuitiv kritisiert worden, sie sie, zu spekulativ. Die ikonologen laufen Gefahr, in Bildern immer nur genau das zu entdecken, von dem sie ohnehin schon wußten- den Zeitgeist. Den ikonographischen Ansatz wird noch dazu vorgeworfen die Soziale Dimension- dem gesellschaftlichen Kontext zu ignorieren. Diese Methode muß sich auch andere Kritiken und Vorwurfe gefallen lassen. Zwar sind die Historiker auf die Ikonographie angewiesen wenn sie mit Bilder und Fotografien arbeiten, aber sie müßen über sie hinausgehen. Sie müßen Ikonologie auf systematische Weise betreiben, unter Umständen also auch Psychoanalyse, Strukturalismus und vor allem die Rezeptionstheorie anwenden- mit Ansätzen arbeiten, auf die wir bei unseren Ausführungen immer wieder zurückgreifen werden. Gerhard Paul anderseits zitiert Heike Talkenbergers Beitrag „Methodische Überlegungen zur Historischen Bildkunde“19 um 1992 auf dem Historikertag in Hannover. Nach Talkenberger die Bilder sind nicht nur Reflexe der Realität, sondern ihrerseits den historischen Prozess beeinflussen. Bilder „machen Meinung, schüren Angsvorstellungen oder bieten gezielte Gegenbielder zur herrschenden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Talkenberger in einer 1998 publizierte Übersicht identifiziert fünf Untersuchungsmethoden der Historiker im Umgang mit Bildquellen: 1) Die realienkundliche Bildinterpretation. 2) Ikonografische/ikonologische Bildbetrachtung (an Panofskys Interpretationsmodell angeknüpfet). 3) Die funksionsanalytische Bildbetrachtung. 4) Der semiotische Ansatz. 5) Der rezeptionsästhatische Ansatz. 17Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009 18Peter Burke, Augenzeugenschaft, Bilder als historische Quellen. Wagenbach 2003, S. 41 19Gerhard Paul, Von der Historischen Bildkunde zur Visual History, In: Gerhard Paul (Hrsg) Visual History: ein Studien Buch, Berlin 2006, S. 9-10
  • 12. 1.8 Das gedruckte Bild „Eine Fotografie galt quasi als Dokument der Augenzeugenschaft...“ Von große Bedeutung für diese Arbeit ist die beziehung zwischen Bild und Presse und iher wirkung in der Geschichtwissenschaft. Illustrierte Presse gab schon fast seit es das Medium Presse gibt. Für lange Zeit sind die Bilder auf diese wenige Illustrierte Zeitungen und Zeitschrifften mittels Holzschnitte gemacht. Aber weil es aufwendig war und teueres Papier erforderte, war die Illustrierte Presse rar. Auch mit der Erfindung der Fotografie war noch immer teuer und schwer Bilder auf Zeitungspapier zu drucken. Erst das Halbtonverfahren ermöglichte den preisgünstigen Druck von Fotografien in der Presse.20 Nach Jäger die Illustrierte Presse und die Fotografie kamen relativ früh in Dialog. Im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts kamen die ersten illustrierten Tagesblätter, erst in England und dann in Deutschland. Ende der 19. Jahundertes kann man von Blüte der Illustrierte Presse sprechen. Um diese Zeit entstand auch das Berufbild von Fotojournalisten.21 Für die Presse lässt sich die Aufgabe von Bildern auf dreierlei Weise definieren: Erstens sollen sie Aufmerksamkeit erregen, zweitens im Zussamenspiel mit Texten die Gesamtheit eines berichteten Ereignisses „wahrheitsgemäß“ repräsentieren und driettens eine emotionale Dimension beisteuern – so Jäger. Der Publizistikfachmann Willi Stiewe wird von Jäger Zitieret, vonach er sagt daß „die Fotografie als Publizistisches Mittel scheinbar höhere Glaubwürdigkeit besietze, unmitelbarer als das Wort wirke und beim Betrachter den Glauben erwecke, durch eigene Anschauung ein Urteil bilden zu können“22 Die Presse ermöglichte optimale Wege für die Fotografie um sich zu verbreiten. Und aus anderese seite wie schon erwähnt die Fotografie gab der Presse möglichkeiten die nur der Text nich geben könnte. Diese symbiose von Presse und Bild hatte als produkt eine reihe von illustrierten Zeitungen und Zeitschrifften. Aber für lange zeit nicht alle Zeitungen nutzten die neu Möglichkeiten. Sind die neueren Zeitugen, gegründet ende der 19. Jahrhundert und anfang 20. Jahrhunder die mehr an das Medium Bild sich bedinten, und die alten Zeitung standen eher konservativ gegenüber der Bild.23 Die Presse bediente sich nicht nur an Fotografien als vorlage, sondern auch an handzeichnungen die als Illustrationen gedruckt wurden. Die Illustrationen repräsentierten verschiedene Arten, von gezeichnete Ereignise bis zu Karten, Karikaturen (schon im 19. Jahrhundert gab in Österreich- Ungarn) Wochenzeitungen die sich in Kartikaturen spezialisiert haben.24 Sowie die Presse in allgemein für Propaganda zwecke benutz wurde die Fotografie gab jetz noch möglichkeiten für die Propaganda. Jäger sagt daß jede Fotografie die Betrachter beeinflussen soll, muss in einem propagandistischen Kontext als Teil einer Kommunikation angesehen werden, die überzeugen bzw. beeinflussen will. Im Ersten Weltkrieg die Generalstäben der beteiligten Staaten nutzen ganz Bewusst Bilder und die Presse für Propaganda zwecke. 20Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 54 21Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 121 22Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2009. S. 120 23Die Alten Zeitungen sowie Reichspost, Die Neue Frei Presse bedienten sich selten an Abbildungen. Die neuen Zeitungen, die im Jahunderwende gegrundet wurden, oder während der ersten Jahrzehnt der 20. Jahrhundert wie die Illustrierte Kronen Zeitung, Die Neue Presse, Wiener Bilder bedienten sich ganz viel an Fotografien und andere Abbildungen. 24Die Bekannteste Zeitung in Österreich war Kikiriki
  • 13. 2. Die Albanische Frage 2.1 Nationwerdung Albaniens Die Albanische Frage aus historische sicht ist eine vielfältige und Komplexe Angelegenheit für die Historiker. Diese Frage handelt eine lange Zeitspange, beginend von der Ethnogenese der Skipetaren, dann die Frage der Albaner als sie zum ersten mal in der moderne Geschichte auf dem Tisch der Politik der Großmächte wöhrend der „Orient Frage“ von 1878 auftreten. Dazu kommen noch die Emanzipazions versuche der Albaner um die Jahundertwende und die jahren danach. Die Großen albanische Aufstände um 1908-1912. Und zuletzt die Albanische Frage das zusammen mit der Krise der ersten Balkankrieg auftriet. Une genau das letzte ist Thema diese. Hier wird die Albanische Frage der Herbst 1912 und erste hälfte der 1913. Der Weg der albaner vom Volk zur Nation war eine gezwungene Weg. Jahrhundert lang als Teil zwei Große wetlreiche mußten sie jetzt sich entscheiden und sich Selbtsständig werden. In osmanischen Reich waren die Albaner notorsiche aufständische, aber das geschah vor allem aus Unzufriedenheit in bezug auf Reformbestrebungen der Reich, oder wenn die Eliten des Landes ihre Privilegien in Gefahr sahen. Die Albaner waren gut in das Reich integriert und bis zum schluß dachten nicht für völlige Unabhängigkeit. Anders als die Serben, Bulgaren, Griechen und Montenegrinern konnten die Albaner nicht auf die Religion berufen, mit 80% moslem konnten die Albaner gegen die islamische Zentralmacht der Osmanen sich nicht Abgrenzen.25 „Die Notablen, welche die Kommission bilden, sind wie es scheint, Moslems, und daß sie erwägen, einen nationalen statt einen religiösen Status zu fordern, ist eine vollkommen neue und äußert bemerkenswerte Entwicklung.“26 Ein britischer Diplomat 1912, überrascht über eine neue albanische nationalistische Organisation schrieb:27 „Bisher hat es im Islam noch nie eine separatistische Bewegung gegeben, weder eine nationale noch eine dogmatische“ Erzwungen von der Nachbarnstaaten, erzwungen von der völlige Ignorierung aus der seite des Osmanischen Staat die Albaner konnten nicht anders. Anders als wie in anderen Länder des Balkans wurde die albanische Nationalbewegung nie von der Masse der Bevölkerung unterstüzt – diese Bewegung war eine Elitenerscheinung, getragen von einem kleinen Kreis von Gebildeten und Idealisten. 28 Mit der jungtürkischen Revolution ist die Nationalbewegung noch ein schritt voran getreten. Albaner gehörten zu den Initiatoren der juntürkischen Bewegung und haben ziemlich viel in deren Erfolg für die macht übernahme beigetragen. Aber sehr bald sollte sich herausstellen daß auch die jungtürken die Albanische Frage nicht erst genommen haben. Die Jungtürken gingen noch weiter als die vorige Regiereung gegen die Bestrebungen der Albaner. Die Jungtürken beganen zu propagieren eine „Osmanische Nation“. Also das Große Übel Nationalismus sollte mit Nationalismus bekämpft. Natürlich standen die Albaner dem neuen Osmanentum verständislos und ablehnend gegenüber. Die Regierung stand nocht dazu auch gegen die kulturelle Emanzipationbestrebungen der Albaner. Einführung von neuen Steuer, ein Thema für die Albaner 25Agilolf Keßelring, Die Anfänge der albanischen Nationalbewegung, in: Wegweiser zur Geschichte – Kosovo. Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Bernhard Chiari / Agilolf Keßelring (Hrsg). FERDINAND SCHÖNINGH 2008. S. 45 26Mark Mazower, Der Balkan. Berliner Taschenbuch Verlags, Berlin 2007. S. 176 27Mark Mazower, Der Balkan. Berliner Taschenbuch Verlags, Berlin 2007. S. 97 28Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912- 1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 24
  • 14. sehr sensibel waren, und nicht nur die Notablen, sondern auch das einfache Volk, verschlechtet noch dazu die Situation und die Beziehungen zwischen das albanischen Volk und osmanischen Staat. 29 Für die Osmanen jedoch waren diese Aufstände kriminelle Rebellionen. Und genauso wurde die Albanische Frage auch von der osmanischen Zeitungen gesehen. Die Jungtürken sahen keine albanische Nationalbewegung, sondern nur ein Paar albanische patrioten die entweder von den anderen Mächten gekauft und benutzt wurden, oder einfache ignoranten die nichts wissen was sie tun. Die Haltung der Jungtürken und ihre Meinung gegenüber der Albaner war in grunde nicht sehr unterschidlich von den der benachbarten Staaten der Albaner. 30 2.2. Die Nachbarnstaaten Zwischen 1878 und 1912 hatte die nationale Bewustsein der Albaner gut entwickelt. Das Memorandum von Gertsche zeigte eine breite Wirkung auch in das einfache Volk. Aber für die Nachbarnstaaten der Albaner waren solche Entwicklungen gleichbedeutend mit einem Begräbnis schöner Träume gewesen. Die Aspirationen der Balkanstaaten trafen Gebieten die Mehrheitlich oder in Teil von Albanern bewohnt waren. Aber solange die These auchrecht erhalten konnte, die respektiven Gebietsanschprüche lägen auf türkischem Gebiet, solange hatten die Balkanstaaten die nötige Berechtigung um diese Gebiete zu Erobern und anektieren. Aber es fehlten auch nicht die versuche diese Anschprüche auch auf Wissenschaftliche weise zu argumentieren und legitimieren. So entweder es gab gar kein Albaner (sie waren eigentlich Kryptoslawen bzw griechen) oder sie waren wild, unzivilisiert und nicht in der lage ein Nation zu gründen.31 Während der albanischen Aufstände von 1911-12 fanden zwischen den Balkanstaaten diplomatische Beschprechungen statt, die zum Balkanbund und Ausbruch des Krieges führten. Die Warnungen aus den Kreisen albanischer Rebellenführer vor einem Krieg Serbiens und Montenegros gegen das 29Peter Bartl, Albanien, Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S. 113. 30Yusuf Yilmaz, Albanische Bild in der Osmanischen Zeitungen 1908-1912. Diplomarbeit, Universität Wien 2010. S. 40 http://othes.univie.ac.at/12763/1/2010-11-30_0409841.pdf (aufgerufen am 8.8.2014). Das ist eine sehr intersante Diplomarbeit von ein türkische Student in Universität Wien und betreut von der bekannte Experte der albanische Geschichte, Oliver Jens Schmitt. Diese Arbeit schildert sehr Klar wie die Albanische Frage in die Osmanischen Presse. Aus dieser Arbeit geht hervor das die Osmanen entweder ignorierten Total daß eine Albanische Frage gibt, oder wenn was davon geschriben wird, dann wird das als ein Regionale Problem dargestellt, organisiert von ein Paar Rebellen ung gefolgt von unwissende und ungebildete albanische Massen. Manchmal werden die albanische Aufstände von 1908-1912 als Rebellion von Menschen die gegen Steuer sind, oder daß sie keine Osmanische Recht und Staat wollen, sonder Gewohnheitsrecht und Alte Privilegien. Benutzt von Andere Mächte. Albanien wird als ein Entfernte, wilde Randprovinz daß von Feudalherren beherrscht wild. Sie gehen sogar soweit daß die Albaner als wilde dargestellt werden, die keine Schulen, keine Straßen und kein Staat wollen. Und das in eine Zeit als der Osmanische Staat die albanische Sprache und Schulen verboten hat. Bis 1912 konnten die Osmanen nicht erkennen das in Albanien ein Nationale Bewegung gibt. Für die Osmanischen Eliten die Albaner war einfach nur Rückständige Analphabeten die keine Nationale Gefühl kennen. Überraschend ist zu sehen mit welche Triviale Themen die Osmanen die Problematik in Albanien sahen. Statt den wirklichen Problemen, wurde lang und ausführlich das Problem der Alphabet daß die Albaner benutzen mußten für ihre Sprache. Die Frage des Alphabets würde mit Religion verknüpft und immer wieder angenommen daß wenn die Albaner die arabische Schrift ablehnen, den Islam abgelehnt haben. Das Ganze zeigt vielmehr in welche verfassung die Osmanischen Eliten waren – Gefangen in ihre Mittelalterischen Denkweise. Es ist kaum zu glauben aber in diese Arbeit geht hervor, daß nur in Dezember 1912 die Osmanische Presse begint zu verstehen das in Albanien Reformen nötig sein. Als Albanien und der Balkan schon verloren für die Osmanische Reich war, erkenen die Osmanen das Albanien auch Autonom sein kann!!! Die Osmanen sehen auch mit unverständniss wie kann es sein daß moslems, wie die meisten Albaner sind, Nationale Gefühle haben können, und das ist für sie Verrat für den Islam. In Dezember 1912 als Albanien selbst für Unabhängig erklert wurde und als die Großmächte schond entschieden hatten, die Osmanen sehen nur das nur ein Paar Rebellen wie zB Ismail Kemal Separatisten sind gefolgt von der Unwissende und Wilde albanische volk. Es ist sehr Interesant zu sehen wie ähnlich die Osmannischen denkmunstenr mit denen der Serben, Montenegrinern und Grichen sind. 31Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.171-190.
  • 15. Osmanische Reich wurde in Wien im Frühjahr 1912 ignoriert.32 Der Balkanbund basierte sich auf einer Konzeption der russischen Außenpolitik. Damit erhoffte sich Rußland durch ihn die Vormachtstellung am Balkan, sowie ein Gegengewicht zur Donaumonarchie in diesem Raum. Das wäre für Rußland ein gegenmassnahme für die Anexion Bosniens durch k.u.k.33 2.3. Die Großmächte Der erst Balkankrieg und der darausresultierende Albanische Frage führte ganz Europa in die Krise. Anders als die Marokkokrise von 1911 wurde nicht um die Beherrschung eines am Rande gelegenen gebietes gerungen, jetzt ging um ein Territorium in Europa selbst. Wenn sich der zustand auf dem Balkan veränderte, wäre auch das Gleichgewicht der Großmächte gefährdet. In dieser Situation entwickelte sich das zukünftige Schicksal Albaniens zur Kernfrage der europäischen Diplomatie. Aber nicht jede Größmacht hatte direkte Interesen in Albanien. Die zwei Adriagroßmächte, Italien und Österreich-Ungarn waren direkt involviert und hatten unmittelbaren Interesen und Plänen für Albanien, während die anderen drei Größmachte, England und Rußland waren stellverträter deren Schützlinge auf dem Balkan. Deutschland anderseit hatte keine direkte Interesen, mußte aber aufgrund der Allianz mit K.u.K seite nehmen. Rußland war nicht bereit und willig für ein Krieg für die interesen ihre Schützlinge, aber konnte sich auch keine diplomatische Niederlage leisten. Zudem hatte Frankreich und England dem Zarenreich keinen militärischen Beistand in der Balkanfrage zugesichert. Frankreich war ebenfalls nicht bereit die serbischen Forderungen politisch mitzutragen. Darum forderten sie Serbien am 11 Dezember bezüglich des Hafens in Adria der „Entscheidung der Großmächte“ zu unterwerfen.34 Italienische politik gegenüber Albanien waren von Ambivalente gefühlen gekennzeichnet. Einerseits hatte Italien keine interese an ein lebensfähige albanische Staat, weil es dazu nur dienten sollte um Italien zu helfen auf dem Balkan fuß zu fassen- und weil auch wegen Verwandschaftliche Beziehungen mit Montenegro.35 Anderseit da musste ein albanisches Staat denn weder Österreich- ungarn noch Serbien sollte diese wichtige geostrategische Punkt am Adria besitzen. Also von bedeutung war für Italien vor allem Südalbanien mit der Haffen von Valona. Der Italienische Königreich war noch weitergegangen bis für die Erhaltung des „Porta Adriatica“ studien gemacht hatte für eventuelle militärischen Operationen in Albanien. 1904 wurde ein Vertrag mit Österreich- Ungarn erreicht daß keiner der beide Adriagroßmächte Albanien besetzen dürften. 1907 wurden noch weiter detalierte Plänen von seiten der Italienischen Militär für die Besetzung Albaniens biginend mit der Häffen von Valona, Durazzo, Santi Quaranta und San Giovani di Medua. Nach dem Anexion von Bosnien-Herzegowina wurde noch mal erst in betracht gezogen als gegenmassnahme Albanien zu besetzen. Aber der Plan wurde aufgegen, stadessen wurde Libien besetz.36 2.4. Österreich-Ungarn und die Albaner Mit der rasche und überraschende Niederlage des Osmanischen Reich gegen der Balkanbund brach 32Günther Kronenbitter, „Krieg im Frieden“ - Die Führung der k.u.k Armee und die Großmachtpolitik Österreich- Ungarns 1906-1914. München 2003. S. 374 33Katrin Boeckh, Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München/Oldenbourg 1996. S. 23 34Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912- 1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 35 35Vittore Emmanuele, der König von Italien war verheiratet mit einer Tochter Fürst Nikitas. 36Massimo Borgoni, Tra Continiutá e Incertezza. Italia e Albania (1914-1939). La strategia politico-militare dell'Italia in Albania fino all'operazione 'Oltre Mare Tirana'. FrancoAngeli SRL. Milano 2007. S. 14
  • 16. für die Donaumonarchie eine wichtige Konstante ihrer Außenpolitik zusammen daß das Osmannische Reich als Schutzwall an der Südgrenze gegen Rußland und die neuen Nationalstaaten in Südosteuropa, die nach Befreiung ihrer Konnationalen im Somanischen Reich und auch in der Donaumonarchie. Dadurch war langfristig auch die Existenz der K.u.K bedroht. Neben der Probleme mit der Nationalitäten Österreich-Ungarn war auch ökonomisch ein der schwächsten unter der Großmächten. Dies führte dazu, daß Österreich-Ungarn für ihre Rolle als Großmacht nicht über ausreichende Ressourcen verfügte. Die politischen Kreisen in Österreich-Ungarn schwankten zwischen der Ansicht, daß als Folge der innepolitische Lage und der neuen äußeren Lage die Donaumonarchie bald als „kranker Mann“ anstelle der Türkei treten werde.37 Das Außenministerium in Wien hatte bereits zu Begin der Krise eine Stellungnahme der Fachleute eingeholt und einen Balkankrieg als nicht unbedingt gegen die vitalen Interessen der Monarchie befunden. Graf Berchtold war gewillt auf die Entwicklung der Dinge mit ohne die Hilfe des Übrigen Europas Einfluß zu nehmen. Dazu gehörte vor allem die Gründung eines autonomen und lebensfähigen Albanien, um einem vergrößerten Serbien und Montenegro ein wirksames Gegengewicht zu schaffen.38 Albanien war immer eine Konstante der österreichischen Pläne auf dem Balkan. Diese Landstrich hatte für die Donaumonarchie eine strategische Bedeutung. Österreich-Ungarn hatte sich in den Verträgen von Karlowitz (1699) und Passarowitz (1718) von den Osmanen ein Protektorat über die Katholiken Albaniens garantieren lassen. In der zweiten Hälfte des 19er Jahrhunderts diente es als ein Werkzeug seinen einfluß im Adriagebiet auszudehnen.39 Eine besondere beachtung wurde auch dem albanischen Wehrpotential geschenkt werden mußte als natürlicher Gegner in einer Auseinandersetzung mit den Slawen. Bereits Aehrenthal hatte die Albaner als Bollwerk gegen die Slawen in Südosteuropa angesehen. Eine Annexion dieses Gebietes lehnte er aber ab. Und dafür hatte er eine reihe von Gründen. Schond die Vortäge mit Italien hätten solchen unterfangen unmöglich gemacht.40 Die mit der Annexion Bosniens eingetretene Situation auf dem Balkan, wurde die Donaumonarchie vor die Tatsache eines möglichen Krieges mit Serbien und Montenegro gestellt. Für diesen Eventuellfall wurde ein Aktion vorbereitet, durch die die in Bosnien kämpfenden Truppen durch den Einfall albanischer Banden in Montenegro entlasten werden sollten. Für diesen Fall wurden konkrete Pläne geschmiedet, die aber später aufgegeben wurden als die Situation sich geändert hatte.41 Am 28 September faßte der österreichische Generalstabschef Blasius Schemua seine lagebeurteilung zusammen. Schemua schlug vor, jede Machtwerweiterung der südslawischen Nachbarkönigreiche zu unterbinden. Das Amsfeld wollte Schemua als Verbindung nach Albanien und als Sperriegel gegen die Vereinigung Serbiens und Montenegros. Die Unabhängigkeit Albaniens hielt er nicht nur für ein Gebot der politischen Moral, sondern auch für eine Chance, den Einfluß der Doppermonarchie an der Ostküste der Adria auszuweiten und dadurch den Absichten Italiens zuvorzukommen.42 37Franz-Josef Kos, Die Politischen und Wirtschaftlichen Interessen Österreich-Ungarns und Deutschlands in Südosteuropa 1912/13. Die Adriahafen-, die Saloniki- und die Kavallafrage. (Hrsg) Horst Haselsteiner und Karl Kaser. Wien 1996. S. 15-16 38Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.227-228 39Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912- 1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 26 40Franz-Josef Kos, Die Politischen und Wirtschaftlichen Interessen Österreich-Ungarns und Deutschlands in Südosteuropa 1912/13. Die Adriahafen-, die Saloniki- und die Kavallafrage. (Hrsg) Horst Haselsteiner und Karl Kaser. Wien 1996. S. 22 41Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.201-211 42Günther Kronenbitter, „Krieg im Frieden“ - Die Führung der k.u.k Armee und die Großmachtpolitik Österreich-
  • 17. Die Lage der Albaner im November 1912 war äußerst deprimierend. Das Land war besetzt, das Volk war noch nicht bereit für die Nationale Zusammenschluß und noch dazu fehlten alle Voraussetzungen politischer, wirtschaftlicher und kultureller Natur. Aber di Erklärung der Unabhängigkeit und Konstituierung einer Regierung und Nationalenversammlung stellte den einzig möglichen Ausweg aus dem Dilema der osmanischen Niederlage dar. Die austrophilen Patrioten Albaniens erblickten die Rettung in einer Besetzung dur die Donaumonarchie nach dem Beispiel Bosniens. So z.B am 12 November 1912 richteten die Führer der Region von Durazzo und Tirana an Keiser Franz Joseph einen Apell, wo sie wiesen auf die schwierige Lage, die Besetzung durch die Balkanstaaten, und richteten an ihm die Bitte, Albaniens territoriale Integrität sowie die vollkommene Autonomie der albanischen Nation innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches zu garantieren.43 Am 16 Dezember 1912 trat in London die Friedenskonferenz zusammen, die über das Schicksal Albaniens und der europäischen Besitzungen der Türkei entscheiden sollte. Die provisorische Regierung von Albanien hatte eine Delegation geschickt. Die delegation weilte jedoch ohne Einladung und sie konnte daher nur versuchen durch Memoranden an die Konferenz wenden. Die österreichische Regiereung finanzierte den Aufentahlt der albanischen Delegation in London.44 Die Entscheidung für Albanien war zunächst nur dem Namen gefallen. Wurde für ein neuen Staat Albanien entschieden, aber dessen Größe, Grenzen und Status Quo war noch zu entscheiden und absolut nicht klar. Die Regierung von Vlora fand kein Anerkennung durch die Großmächte.45 Brennpunkt der Konferenz war der Wunsch Serbiens nach einen Ausgang zum Meer zu erhalten. Aber eine territoriale Veränderung dieses Staates das Verhältnis zwischen Rußland und Österreich- Ungarn belasten konnte. Die Delegationen aus Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien versuchten zu verhindern daß Serbien einen Ausgang zur adria erhalte, weil man dadurch eine militärische Stärkung Serbiens befürchtete und daß Rußland dadurch einen Flottenstützpunkt aufbauen könnte. Der Ausweg war die Schaffung eines lebensfähiges albanisches Staat unter dem Schutz der Großmächte. Die Großmächte stimmten für die Bildung des albanischen Staates zu, obwohl die Balkanstaaten und die Türkei grundsätzlich dagegen stemmten. Gerade auf der Sitzung als der Beschluß über Albanien gefaßt wurde, kein Vertreter der Balkanstaaten zugelassen wurde und diese somit erst davon erfuren als bereits entschieden war. In der Konferenz vom 29 Juli 1913 einigte man sich auf die Formulierung eines Organisastions-Statutes für albanien, das als autonomes, souveränes und neutrales unter der Garantie der Großmächte stehendes Fürstentum gegründet werden sollte.46 Ungarns 1906-1914. München 2003. S. 378 43Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.195-197 44Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912- 1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 56 45Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.230 46Katrin Boeckh, Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München/Oldenbourg 1996. S.42-43
  • 18. 3. Die Visualisierung Albaniens 3.1. Vom Selbstständigen Albanien Diese Abbildung zeigt eine eine Fotomontage von drei Bildern. Das erste Bild ist eine Fotografie une zeigt zwei schlecht gekleidete junge Männer die mit Gewehren bewaffnet sind. Das zweite Bild ist ebenso eine Fotografie und zeigt ein Straßenbild wo mehrere Menschen auf der Straße gehen, eine Gebäude die wie eine Mosche aussieht, noch einige andere Gebäuden, und in Hintergrund ist ein Hügel mit Bäume und Gebäuden. Das dritte Bild ist eine Zeichnung, wo ein Mann in profil mit langen Bart und Schwert zu sehen ist. Diese Fotomontage wurde in der Wiener Bilder von 27 Juli 1913 publiziert47 als Illustration für ein Artikel der den Titel „Vom Selbstständigen Albanien“ trägt. Die Abbildung selbst wird mit der Begleittext begleitet wo jedes Bild geklärt wird: „1. Malissoren – 2. Ein Straßenbild aus Valona (Sitz der provisorischen albanesischen Regierung) mit zerstörten Minarett auf welchem sich ein Storchnnest befindet. - 3. Der albanesische Nationalheld Skander-Beg.“ Der Artikel selbst spricht von ein Hilfsspedition aus Österreich-Ungarn daß in Nordalbanien Tätig ist, der die Menschen in Not in der Region hilft. Noch dazu wird ein Panorama von der Situation gemacht und wird von „unsägliche Elend in Lande der Malissoren“ erzählt und von „gebirgige, fast unzugängliche Gebiete Nordalbaniens die von gefürchtete Bewohner des albanesisches Hochlandes die einerseits wild sind anderseit gutmütig sind. Und noch von Krieg, Blutrache, Leichen auf der Straße. Die Fotomontage versucht dann genau diese was in der Artikel steht zu veranschaulichen. Das erste Bild, mit der zwei Männern in zerrisenen und abgetragenen Kleidungen die Waffen tragen versucht genau ein Land in Krieg und Elend zu zeigen. Denn diese Fotografie hat eine art „Ethnographisches Stil“ aber ist nicht genau das was ein „Ethnographisches Foto aus Albanien das um diese Zeit herumgingen. Wiener Bilder hat das Bild verwendet weil es veranschaulicht das was 47Vom Selbstständigen Albanien. In: Wiener Bilder Nr 30, 27 Juli 1913, S. 4-5 Abbildung 1: Vom Selbstständigen Albanien. In: Wiener Bilder v. 27.07.1913, s. 5
  • 19. in Artikel steht. Es stellt sich raus daß dieses Bild eine Fotografie von Fotostudio Marubi ist.48 Die Familie Marubi stellt sich eine Dynastie von Fotografen in Albanien, und sehr wahrscheinlich die ersten Fotografen in Albanien. Heute gibt eine Archive von zirka 100 Tausend Fotonegativen, die sogenante Fototeka Marubi.49 Die Marubis haben mit ihren Werk eine Hervorragende Arbeit geleistet zur Dokumentation der albanischen Geschichte mit Fotoafunahmen von albanischen Lebenswelt, mit ihre Aufnahmen von Landschaft, Alltagsfotografie und Ethnographisches Aufanahmen. Unsere Bild hier ist in die Kollektion von Marubi als „Die Aufsändischen von Shala“ beschriftet und wurde von Kel Marubi aufgenohmen. Die Marubis haben auch als Fotoagentur fungiert für Medien in ganz Europa Bilder verkauft und dieses Bild hier muss eine davon sein. Aber dieses Bild ist nicht ganz unbekannt für diese Zeit. Wiender Bilder ist nicht das einzige Medium daß versucht mit so ein Fotografie ein Bild von Albanien zu vermitteln. In ein von 1910 Publiziertes Buch mit dem Titel „Albanien und Die Albanesen“ ist dieses Bild als Abdeckung verwendet.50 Das zweite Bild in Fotomontage zeigt den Hauptstadt Albaniens um diese Zeit, Vlora oder Valona wie hier genannt wird. Der begleittext „Ein Straßenbild aus Valona (Sitz der provisorischen albanesischen Regierung) mit zerstörten Minarett auf welchem sich ein Storchnnest befindet“ versucht zu erklären vorum es hier geht. Es ist offensichtlich das der Absicht ist zu vermitteln wie es in Albaniens „Hauptstadt“ aussieht. Der Artikel eigentlich spricht von Shkodra, aber Wiener Bilder hat es vorgezogen wenn sie eine Foto von ein ein Stadt zeigt mit Straßenbild mit eine zerstörten Minarett und quasi menschenleere Straße. Das dritte Bild zeigt Skanderbeg und so wird auch beschrieben: „Der albanesische Nationalheld Skander-Beg.“. Das ist ebenfalls eine Marubi Produktion, aber diesess mal handelt es sich um eine Postkarte. Die Marubis wollten eine Bekannte Figur der Geschichte für ihre arbeit benutzen und Wiener Bilder hat es für richtig gesehn so ein Bild in ihre Fotomontage einzubinden. Der Absicht ist damit etwas Heldenhaftes in dieser Volk zu zeigen. Die Verbreitung des Skanderbeg-Mythos war von große Bedeutung für die Hereasubilding eines Nationalbewustseins und hat für Aufmerksamkeit für die Albaner in Europa gesorgt.51 Für die Gebildete Elite Österreichs sollte es Klar gewessen sein wer der Mittelalterliche Held sei. Die Komposition des Bildes legt nah was in der Artikel beschrieben wird, aber auch zeigt auch die gängigen Bilder daß über die Albaner und Albanien zu dieser Zeit in Österreich-Ungarn gab. Und zwar ein Land in Elend und Krieg, daß von zerlumpte Menschen mit Gewehren gezegt wird. Zerstörte Minarett mit ein Storchnnest zeigt Zerstörung und Verfall. Aber auch ein Bild von Orient. Der ganze Balkan um diese Zeit wurde als Europäische Orient gesehen und Albanien war nur ein Teil davon. Und es war Normal, teil der westlichen Bild von Balkan, assoziirt mit Blutige Kriege, Rückständigkeit, Schmutzigkeit. Die Geschichte dieser Bilder und Sichtweisen lässt sich Jahrzehte wenn nicht Jahrhunderte weit zurückverfolgen. Die Fotomontage macht auch verständlich daß auch eine gewisse unwissenheit gab. Zum einen wird in der Artikel von Scutari und Umgebung berichtet und dann wird das mit der Gebiergen vermiescht und Malissoren. Aber Scutari und die Gebierge und noch weniger Malissoren haten nicht viel gemeinsam. Shkodra war ein Stadt mit eine sehr lange geschichte aber Wiener Bilder hat es vorgezogen von Gebierge und Malissoren zu sprechen, denn es paste nicht im Bild der Klischees und Vorurteilungen der Zeitgenossen daß in so ein Regionauch richtige Städte sein konnte. Da mussten nur Gebirge und Wilden geben. 48Loïc Chauvin et Christian Raby, Marubi, une dynastie de photographes albanais, Paris 2011, S. 87 49Robert Elsie, Historical Dictionary of Albania. Toronto 2010. S. 294-295 50Paul Sieberz, Albanien und die Albanesen. Landschafts und Charakterbilder. Wien 1910 51Benedikt Pellengahr. Die Äußere Einflussnahme auf Nationalbewegung Am Beispiel der Albaneischen Nationalbewegung. Grin Verlag 2011. S. 9
  • 20. 3.2. Die Kultur in Albanien In Kikeriki von 18 Mai 191352 finden wir eine Karikatur die veranschaulicht die Situation in Westbalkan um diese Zeit. Die Karikatur stellt in der Mitte eine Frauengestallt auf eine Kuh, die noch dazu etwas wie Brot in Hand hält und noch dazu auf dem Kuh zwei Säcke. Die Frau wird von Tiere begleitet und Soldaten. Dem entgegen kommen laufende und schreiende Menschen in typisch albanische Kostüme. In historischen Kontext muß man sagen daß diese Karikatur nur wenige Tage dannach publiziert ist nachdem Österreich-Ungarn in Scutari Frage sich durchsetzen könnte und somit eine wichtige Diplomatische Erfolg erreicht hat. Nach der lösung der Scutari Frage wurden die ersten Grenzen Albaniens festgelegt und das gab Leben für ein neuen Staat in Europa.53 Diese Karikierende Darstellung wird von der Texst „Kultur in Albanien...wie sie der Österreicher einführen muss“ begleitet. Und das ist schon alles, es gibt kein Artikel für diese Abbildung. Aber schon der Begelittext sagt viel. Die Frauengestallt auf dem Kuh ist ein Anspielung auf die Europa der Mythologie, die Europa und damit Österreich-Ungarn symbolisieren soll. Diese „Europa“ bringt brot und Mehlsäcke für diese schreiende Männer, Frauen und Kinder, in eine von Krieg gepräge Gebirgtal Albaniens. Natürlich, die gängige Klischee - in dieser Land gibt nur Gebiergteler und zerklüftete Menschen die in ärmliche Verhältnisse, in Wilde durcheinander mit Hühner und Schweinen leben. Was noch dazu „Europa“ bringt, sind uniformierte österreichisch-ungarischer Soldaten. Die Uniformen machen es verständlich daß diese Soldaten Österreicher sind. Die Karikatur erfüllt die Vorstellung daß Österreich nicht nur Brot und Milch für die armen Albaner bringt, aber auch Ordnung und Disziplin symbolisiert von der Soldaten- und vor allem Europäische Zivilisation, daß von die Mythische Europa symbolisiert wird. Der Österreicher muß die Kultur in Albanien einführen. Ist seine historische und zivilisatorische Aufgabe in diese Gegend der Welt. Österreich-Ungarn war kein Kolonialemacht und hatte keine Kolonien, aber solche Geisteshaltung, so ein Vorstellung über Kulturmission, schildert klar ein Gewisse Überzeugung seitens der 52Kultur in Albanien. In: Kikeriki Nr. 20, 18 Mai 1913. S. 3 53Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.243 Abbildung 1: Kultur in Albanien. In: Kikeriki, 18.05.1913, s.3
  • 21. Öffentlichkeit in Österreich daß dieses Land in Kulturmission ist, ein Vorposten Europas auf dem Wilden und Unzivilisierten Balkan. Sowie Afrika gedient hat für die anderen europäischen Mächte, als Projektionsfläche von Wünschen und als Antithese zur Ordnung und überlegener westlicher Zivilisation, so hat der Balkan gedient für Österreich-Ungarn. Man kann auch sagen daß solche Vorstellungen gingen auch konform mit der Zielen der Außenpolitik der Donaumonarchie. Es gibt ein Intention im Sinne der Außenpolitik Österreich-Ungarns um die Presse und somit Öffentlichkeit propagandistisch zu instrumentalisieren. 3.3. Späte Sorge Mit diese Karikatur presentiert sich Wiener Caricaturen am Sonntag von 30 März 1913. 54 Zu sehen ist eine alte Dame, mit ein Haarband wo 'Europa' geschrieben ist. In Armen trägt sie ein kleines kind, ein Säugling. Das Baby trägt ein Band wo 'Albanien' geschrieben ist. Die Dame gibt ihm Fläschchen und schaut etwas besorgt aus. „Europa: Schöne Bescherung, auf seine alten Tage noch ein Wickerkind aufziehen müssen“ So lautet die Beschreibung für dieses Bild. In historischen Kontext dies sind Tagen als klar wurde daß ein Staat Albanien geben wird. Österreich-Ungarn und Rußland waren in März 1913 in ihre diplomatischen verhandlungen näher gekommen.55 Es ist klar daß die alte Dame soll Europa symbolsieren. Und das Baby die ebengeborene Albanien. Es ist interesant daß wir hier nicht alle gängigen Vorstellungen und Klischees dieser Zeit finden. Zu 54Späte Sorge. In: Wiener Caricaturen, 30.03.1913. Nr. 14, s. 1. 55Hanns Christian Löhr, Die Gründung Albaniens, Wilhem zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Großmächte 1912- 1914. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 68 Abbildung 2 Späte Sorge. In: Wiener Caricaturen 30.03.1913, s. 1
  • 22. mindest nicht im Falle Albanies. Das Baby schaut Süß und Gesund aus. Also nichts gemein mit Vorstellungen von Krieg, Rückständigkeit und Schmutzigkeit. Nichtdestotrotz Europa wird von der Öffentlichkeit als alte Dame vorgestellt. Späte Sorge! Kann diese Dame noch kinder Aufziehen? Oder, wieso bringt diese Dame überhaupt noch ein Kind zur Welt? Der begleittext legt nah daß Europa muß dieses Kind aufziehen. Für die Öffentlichkeit also ist es nicht Normal daß Europa überhaupt ein Kind bekommt. Aber die Öffentlichkeit geht auch nicht sehr weit von der gängigen Vorstelleungen der Zeit. Die neue Albanien wird als Säugling vorgestellt. Ein mänschliche Kreatur das alles braucht. Ist ein Neugeborene daß alles von der Mutter braucht. Völlig von der Mutter abhängig. Die neue Albanien nicht etwa als Kind vorgestellt, daß hilfe und Eltern braucht, sondern als Baby das alles von der Mutter braucht. Aber Europa hat dieses Baby bekommen und sorgt um ihm. Für die Öffentlichkeit bleibt nur die Sorge ob diese Europa, in diese Alter in der Lage ist diese Baby aufzuziehen. 3.4. Prinz Prenk Wiener Bilder am Sonntag von 4 August 1912 hat eine reihe von Bilder mit thema Albanien.56 Zu sehen hier ist ein Mann, in ein besonderen Tracht. Der sitzende Mann trägt ein art Hut, und in Körper ist ein Revolver zu sehen und ein Schwert dazu. Auf dem rechten seite ist ein kleine tisch 56Die Militärrevolution in Albanien. In: Wiener Bilder. Nr. 31. S. 7. Abbildung 3: Prênk Bibë Doda. In: Wiener Bilder 04.08.1912, s. 7.
  • 23. wo sich ein Paar bücher befinden. Das Foto dürfte mit sicherheit Insziniert sein. Der Begleittext lautet: „Die Militärrevolution in Albanien: Issa Boljetinaz, der Anführer der Aufständischen Truppen.“ Das Bild dient als Illustration für ein Artikel auf seite 5, mit dem Titel „Die Vorgänge in der Türkei“ wo über den Aufstand in Nordalbanien berichtet wird. Wiener Bilder berichtet von blutige kämpfe, aufständische die gegen Üsküb und wahrscheinlich auch Saloniki marchieren. Und noch von meuternde Offiziere und Soldaten die zu den Aufständischen überlaufen und gemeinsame Sache machen. „In der Südgränze unserer Monarchie zucht es wieder in wilden Krisen auf....die Truppen machten gemeinsame Sache mit den Rebellen, da sie erkannten, daß diese für ihre Freiheit und ihr Recht kämpfen. Offiziere und Soldaten gingen zu den Albanesen über...“57 In historischen Kontext hier handelt es sich um eine wichtige Ereigniss der albanishe Geschichte. Das war die letze Phase der Aufstand von 1912, daß schon in März begonnen hatte, mit vorwand die Unregelmäsigkeiten bei der Durchführung und der Ausgang der Parlamentswahlen für das Osmanischen Parlament. Wegen der Aufstand trat die Jungtürkische Regierung zurück und ein neue Regiurung, albanischfreundliche, wurde gebieldet. Am 27 Juli traf eine osmanische Regierungskommision in Prishtina ein, um mit den Albanern zu verhandeln. In diese Zeit die Albaner forderten nur die Auflösung des unter den Jungtürken gewählten Parlament. Und der Sultan tat das auch. Am 5 August 1912 wurde das osmanische Parlament aufgelöst. Diese Erfolg ermutigte die Albaner, die noch andere Forderungen stellten. Das neue Program wurde als „die 14 Punkte von Hasan Prishtina“ gennant. Dieses Program enthielt Forderungen die schon öfter diese Jahre gestellt hatten. Und zwar Schulen in albanischer Unterrichtssprache, Wehrdienst nur in Albanien und Mazedonien, Amnesite für die Aufständischen. Diese Program wurde von der Regiereung angenohem und somit der Kampf gegen die Türken wurde eingestellt. Das sollte der leztze Aufstand der Albaner gegen die Türken. Zwei Monate danach brach die Erste Balkankrieg auf.58 Der Mann auf dem Bild wird von Wiener Bilder als Issa Boljetinaz erwähnt, aber eigentlich hier handelt es sich nicht um den bekannten Freischärlerführer aus der Kosovo, Isa Boletini,59 sondern von Prênk Bibë Doda, ein andere Persönlichkeit der albanische Geschichte von dieser Jahren. Wieder handelt es sich hier um ein Foto aufgenommen von Marubi.60 Das Bild wurde in den jungen Jahren des Kapetan von Mirdita, wie er gennant wurde. Mirdita ist ein Region in Nordalbanien und die Mirditen formten ein eigenes Gemeinwessen in form eine Konföderation ausschlißlich katholischer Stämme. Die Mirediten erlangten etwas an Prominenz im 19er Jahrhundert. In den Protokollen des Berliner Kongresses werden sie kurz erwähnt. Miredita lag zwischen Mittelalbanien und Nordwest bzw Nordosten, somit kontrollierten die Mirediten die Wege von Mittel- und Südalbanien nach Shkodra und Kosovo. Zusammen mit der Stamm von Hoti waren die Mirediten die bedeutesten Stämme Nordalbaniens. Bei Kriegszügen bildeten die Mirediten den linken und die Hoti den rechten Flügel der albanischen Einheiten.61 Hauptort der Mirdita war Oroschi wo sich auch die Residenz der Kapetan war. In Mirdita regierte die Familie Gjonmarkaj als eine erbliche Dynastie seit der zweite hälfte der 18er Jahrhundert und der Fürst trag den Titel „Kapitan“. Gleichzeitig die Kapitäne von Mirdita waren auch osmanische amtsträger und hielten den Titel „Pascha“. Die Kapitäne von Mirdita spielten eine bedeutende 57Die Vorgänge in der Türkei. In: Wiener Bilder. Nr. 31. S.5 58Peter Bartl, Albanien, Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S.132-133 59Issa Boljetinaz ist die slawische form für den Namen von Isa Boletini. 60Loïc Chauvin et Christian Raby, Marubi, une dynastie de photographes albanais, Paris 2011, S. 46 61Maurus Maikowski. Die Dinge der Ordnung. Oldenbourg Verlag GmbH, München 2005, S. 115-116
  • 24. Rolle62 in albanische Geschichte, und eine davon ist Prenk Bib Doda Pasha II.63 Die Mireditenchefs beanschpruchten im diplomatischen Schriftverkehr den Titel „Principe“ auf italienisch oder „Prince“ auf französisch. Der Prenk Bibe Doda auf diesem Bild wurde um 1868 auf einer Generalversammlung der Mirediten gewählt. Aber die osmanischen Behörden erkannten die Wahl nicht an, weil er Minderjährig war un schickten ihm ins Exil. Später konnte er wieder nach Mirdita zurückkehren und trat sein Amt wieder an. Wegen seine Aktivitäten während der Liga von Prizren wurde er wieder ins Exil geschickt. Erst nach der Jungtürkischen Revolution von 1908 konnte er wieder nach Mirdita zurückkehren. Prenk Dode Biba nahm aktiv teil an die albanische Bewegung von diese Jahre teil. Er wollte aus Mirdita ein albanisches Piemont machen.64 Aber während der historischen Ereignisse von 1912 zeichnete er nicht politische weitschauende Persönlichkeit. Er versuchte in Cetinje mit den Montenegrinern zu kollaborieren um seine eigene Macht (nur) über Nordalbanien aufzubauen um ein katholisches Fürstentum zu gründen. Sein vergehen erwies sich Folgenschwer weil er versuchte bei den Montenegrinern Geld un Heer um eine albanische Staat nur für die Katholiken und Orthodoksen Albaner. Weil er von König Nikita nicht ernst genommen wurde, versuchte sein Glück bei König Peter der Serben. Die Serben erklärten sich bereit für hilfe, allerdings sollte diese Fürstentum unter der Oberhoheit des serbischen Königs stehen. Prenk Bibe Doda war mit der bedinugen einverstanden. Aber der Plan wurde von der Großmächte nicht akzeptiert. Von Österreich-Ungarn wurde in Sinne der albanischen Einheit jede Separatistische Bestrebung abgelehn. So auch mit Prenk Bibe Doda.65 Während die Großmächte ein Fürst für die neue Geschafene Albanien suchten war auch Prenk Bibe Doda eine der Pretendenten, aber dan akzeptierte er Prinz Wilhem zu Wied als Fürst von Albanien und war für kurze Zeit sein Außenminister. Nach dem ersten Weltkrieg war Vizepremier in der albanischen Regierung von Turhan Pasha.66 67 1920 wurde er in ein Blutracheangelegenheit ermordet. In dieses Bild wirkt der Kapitan der Mirediten als ein wichtige Persönlichkeit. Etwas gelasse Haltung, aber souverän, selbstbewusst. Der Tracht macht zeigt ihm als etwas Besonderes. Tradition und Herrscherikonographie ist hier auch zu erkennen. Und der Schwert zeigt daß er ein Krieger ist. Aber er ist auch ein Intellektueler. Das sagen die Bücher auf dem Tisch. Der Prinz arbeitet für sein Land mit Schwert und Feder – das sagt das Bild. Die Fotografie ist ein klarer Fall von Porträt Fotografie, aber gleichzeitig auch von Ethnografisches Fotografie. Wann das Bild genau gemacht wurde kann man nicht finden, aber man sieht daß es in den Jungen Jahren des Prinzen gamacht wurde. Sehr wahrscheinlich noch in den Jahren vor dem langen Exil. Der selbstbewusste Blick zeigt zuversicht für die Zukunft. Offensichtlich will der Kapitan sich Inszinieren. Er insziniert sich als Fürst, als Krieger und als Gebildete. Aber auch als Mann des Volkes. Er hat sich nicht etwas Oxidentales angezogen und nicht etwas Osmanisches, aber etwas tradionalles, daß von sein Volk kommt. Diese kann auch als Propaganda Fotografie gesehen werden. Es klar daß jedes Bild die 62 Fatos Baxhaku / Karl Kaser, Die Stammesgesellschaften Nordalbaniens. Berichte und Forschungen österreichischer Konsuln und Gelehrter 1861-1917. Wien, Köln, Weimar, Böhler 1996. S. 21 63Zwieschen anfang 1820 und anfang 1920 als der letzte Prenk Bibe Doda starb, gab es drei verschieden Bibe Doda, von der Familie Gjonmarkaj die an der Spietze der Dynastie standen. 64Maurus Maikowski. Die Dinge der Ordnung. Oldenbourg Verlag GmbH, München 2005, S.18 65Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S. 192-195 – 279-280 66Robert Elsie, Historical Dictionary of Albania. Toronto 2010. S. 114. 67 In ein Wikipedia Artikel http://sq.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%AAnk_Bib%C3%AB_Doda und in ein Facebook Page http://goo.gl/HrgFEQ wird behauptet daß dieses Schwert, daß in diese Fotografie zu sehen ist, ein Geschenk Kaiser Napoleon III an Prenk Bide Doda I. Für seine hilfe in Krimkrieg. Noch dazu wird behauptet daß dieses Schwert von Enver Hoxha an Nikita Hrushov gegeben wurde. Aber leider konnte ich keine historische Literatur finden daß diese Behauptungen belegt.
  • 25. Betrachter beeinflußen soll und in ein propagandistischen Kontext dieses Bild soll beeinflußen und überzeigen. Wie wir gesehen haben Prenk Dode Biba hate kein guten Start. Seine Mutter hat sich für ihm eingesetz, also schon bei der Mirediten muß es diskursionen haben ob er Führer sein soll. Und dann die Türken die es nicht erlaubt haben. In propagandistischen Hinsicht diese Fotografie sagt alles was er bracht – er ist der Richtige, er ist der Kapitan. Das alles aus der Analyse der Fotografie. Aber warum hat Wiener Bilder genau das verwendet- denn wie bereits erwähnt die haben jemand anders mit dieses Bild gemeint? Wir können diese Analyse machen, denn wir wissen wer der historische Person ist, aber nichtdestotrotz bleibt offen warum und wieso ein Österreichische Zeitung hat gewählt so ein Foto um die Öffentlichkeit ein Ereigniss in der Südgränze der Monarchie näher zu bringen. Ein möglichkeit wäre daß sie mit Absicht dieses Foto gewählt haben, auch wissend daß e sich nicht um den Person handelt worüber der Artikel spricht. Wahscheinlich wollten sie etwas Exotisches, denn der Person wirkt zwar Adel, aber auch anders. Nicht genau orientalisch, aber etwas in der Richtung. Nicht türkisches, aber nicht so weit. Es ist möglich daß um diese Zeit auch Fotos von Isa Boletin in Umlauf gab und der Boletini in seine Fotos wirkt krigerisch und Rebellisch. Aber nicht wie in Fürst, und dieses Foto macht genau das. Hier haben wir Schwert und Feder. Kein auch sein daß die einfach die zwei Personen verwechselt haben. Es ist nichts neue daß die Medien dieser Zeit sehr oft nicht sehr genau Informatinen verbreiten. Und wenn um Fotografien handelt, kann auch sein daß die verwechselt werden. Die da unten schauen ja alle Exotisch und Orientalisch aus. otoaufnahmen aus Albanien. Im ersten Bild ist ein kleine Hafen zu sehen, wo manche Männer zu
  • 26. 3.5. Das Autonome Albaniens Diese Fotomontage von 11 Mai 1913 in Wiener Bilder mit dem Titel „Das Autonome Albanien“68 dient als Illustration für den Artikel auf seite 8, mit der Titel „Großes Reinmachen in Albanien“ Die Bildserie von Seite 5 der Wiener Bilder von 11 Mai 1913 besteht aus fünf verschiedene Fotoaufnahmen aus Albanien. Im ersten Bild ist ein kleine Hafen zu sehen, wo manche Männer zu sehen sind. Sowie eine kleine Boot. Auf der Linke seite ist eine Hafenlaterne und in der nähe ein Mann. Ladung steht in de Mitte. Das Bild wirk inziniert. Es ist kein schnappschuß. Die zweite Fotografie zeigt drei Männer inmitten eine Landschaft. Zwei von den Männern tragen Waffen und sitzen. Dre dritte Mann steht und blickt in die Kamera, sowie auch der Mann in der mitte. Das Bild dürfte auch gestellt sein. Das dritte Bild ist ein Straßenbild, oder konnte auch ein Platz sein. In der Mitte sind eine gruppe von Männern und hintern ihnen eine Gebäude, die typisch balkanisch Mediterranisch wirkt. Hinter diese Gebäude ist ein Minarett zu sehen. Das schliesst drauf das da eine Mosche sein muss. Auf die Seinten sind noch weitere Gebäuden zu erkennen. Das vierte Bild ist ein Panorama aus eine Stadt mit Gebäuden, Straßen, Gassen und Bäumen. Die Gebäuden sind von verschiedene Größen zu erkennen, und wahrscheinlich auch vier oder fünf Minaretten. Es lässt sich nicht so gut erkennen wieviel Minaretten da sind, auf jedemfall mehrere. In hintergrund der Stadt sind Hügeln zu erkennen. Das fünfte Bild ist ein Art Verfallene Gebäude mit ein Großen Bogen in der Mitte, zwei Säulen und zwei kleine auf die seiten. Die Umliegende Straße ist mit 68Das Autonome Albanien. In: Wiener Bilder. Nr.19. 11 Mai 1913. S. 5 Abbildung 4: Das Autonome Albanien. In: Wiener Bilder. Nr. 19. 11.05.1913. S. 5.
  • 27. Pflastersteine Belegt. Dieses Mosaik aus fünf Bilder hat als Beschreibung: „Das Autonome Albanien: Die Hafenstadt Valona: 1. Die Landunsgbrücke. - 2. Der österr-ungar. Konsul Lejhanec (X) 3. - Der Hauptplatz von Valona. 4. Gesamtansicht: Die österr-ungar. Post (X) und der Sitz der provisorischen albanesischen Regierung (XX). - 5. Das historische Tor. Nach Originalafunahmen.“ Hier haben wir mit ein Komunikatives absicht seitens Wiener Bilder. Mit diese Fotografien wird beabsichtigt eine klare Bild der Situation in Albanien von diese Tage. In der Artikel „Großes Reinmachen in Albanien“ wird berichtet über das Zurückziehen der Serben und Montenegrinern aus Albanien. In historischen Kontext kommt diese Artikel nach monate der Spannung daß kurz zur Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Serbien und Montenegro konnte man sich die Öffentlichkeit wieder aufatmen. Die Großmächte hatten schon entschieden daß Scutari zu Albanien gehören werde aber Montenegro stand hartknäkig und akzeptierete die Beschlüße der Londoner Konferenz nicht. In diese Situation hatte der Österreichisch-Ungarische Generalstab und Ministerrat die Einberufung der bosnischen Nichtaktiven für die Unterwerfung Montenegros. Die Regierung war bereit die gesamte balkanische panslawistische Frage aufzurollen und den 'Gordischen Knoten' zu durchschlagen. In diesen Sinne wurde der Vertreter der Monarchie in Cetinje angewiesen alle vorkehrungen für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu treffen. Angesicht diese Situation Montenegro glaubte der Einmarsch der österreschischen Arme stünde unmittelbar bevor und beugte sich endlich dem Druck. König Nikola von Montenegro willigte jetzt nun Scutari an eine Internationale Flotte übergeben zu wollen. Damit war die Krise zu ende und die neuen Grenzen Albaniens waren mit der Abschluß der Frage um Skutari im Norden und Nordosten festgelegt.69 Das veranlasste dann diese Artikel von Wiener Bilder berichtet: „Die Botschaftler in London haben die Friedenbedinungen bereits festgelt und den Mächten mitgeleit; die nächte Tagung der Reunion – sie war für den 8 Mai anberaumt – wird sich mit dem von Österreich-Ungarn und Italien gemeinsam ausgearbeiteten Entwurft des Statuses für das künftige Albanien beschäftigen, um auf diese Weise diesen neuen Staat, den unsere Monarchie und Italien in einem vertrage schon vor fünf Jahren vorgesehen haben, zu schaffen. Die Aussicht daß eine Intervention Österrech-Ungarns in Albanien werde unterbleiben können, gewinnt dadurch an Boden. Doch ist Worsicht noch immer sehr geboten und daß man dem König von Montenegro nicht voll traut..... Auch Serbien hat sich wohl durch das entschiedene Auftreten unsere Monarchie veranlast gesehen ganz einzulenken. Es hat Durazzo und Alession geräumt.....Das Österreich-Ungarn Ersnst machte und auf seinen Willen fest bestand hat uns nicht nur einen politischen Erfolg gebracht, sondern auch Europa den Frieden gerettet“70 69Adalbert Gottfried Krause, Das Problem der albanischen Unabhängigkeit in den Jahren 1908-1914. Unveröffentlichte Dissertation. Universität Wien 1970. S.242-243 70Großes Reinmachen in Albanien. In: Wiener Bilder. Nr 19. 11 Mai 1913. S. 8.
  • 28. Wenn man den Artikel und die Bilder als komunikatives Einheit nimmt wir der absicht der Wiener Bilder sehr Klar. Jetzt der neue Staat Albanien ist geschaffen, und der Öffentlichkeit werden Bilder von diesen Land gegeben. Der erste Bild zeigt ein Teil des Haffens in Valona, der um diese Zeit der Hauptstadt Albaniens war. Der zweite Bild zeigt den österreichisch-ungarischen Konsul Gerent Lejhanec. Ein größere symbolik lässt sich hier nicht erkennen, außer der botschafft daß die Österreich-Ungarn ist schon da. Das dritte und vierte Bild machen ein Panorama der Hauptstadts Albaniens. Das Bild der Stadt ist nicht etwas neues. Es ist auch das was in wirklichkeit dieses Land um diese Zeit geprägt hat. Als besonderheit ist daß man jetzt hat vorgezogen Bilder aus Städte, eine gewisse Urbane Bild Albaniens. Auch das letze Bild ist im diesen Sinne. Dies legt nach eine gewisse tradition in Stadt und städtische Kultur. Das ist etwas entferntes vor der gängige Bild Albanies in der österreichischen Presse der Zeit, das von tribale kultur, stämme, krieg, leiden und gebirge geprägt ist. Die bekräftigung der da seins ein Regiurung in Valona ist ein zeichnen daß sagen will daß dieses Land regiert wird. Von ein provisorische Regierung, aber wird regiert. Aus historische sicht diese Bilder sind von Interesse insoweit sie geben ein Bild daß woanders sind zu finden sind. Zum Beispiel das letzte Bild lässt sich nicht erkennen um was es sich handelt. Wahrscheilich das Städtische Bild Vloras hat sich so viel geändert daß diese Gebäude nicht mehr zu finden ist.
  • 29. 3.6. Prochaska Affäre Den Sonntag von 17 November 1912 als der Balkankrieg voll in gange ist berichtet Wiener Bilder ausführlich von der Vorgänge am Balkan und noch dazu von Konsul Prohaska, daß in dieser tage und in der Wochen dannach ein Fall für sich wurde. Das ist eine von mehrere Bilder von seite 4 der Wiener Bilder am diesem Tag. Zu sehen ist eine Straße vo mehrere Kinder und Männer posieren (frauen sind keine zu erkennen) und eine Große Gebäude auf der Linken seite. Das Bild wird von einem Text begleitet und er lautet: „Zur Einnahme Prisrends durch die Serben: Unser Konsulat mit Konsul Prohaska (x) der gelegentlich des Einmarsches der Serben angeblich von den Truppen beleidigt wurde. Orinal-Aufn. Unseres Spezial-Korrespondenten.“71 Es ist klar das diese Fotografie gestellt und ganz genau insziniert wurde. Aber was für ein Intention steht da hinter? Wiener Bilder behauptet daß dies ein Bild von ihre Korrespondent ist. Also das Bild wurde mit dem absicht gemacht um in die Presse publiziert zu werden. Und der Konsul sehr wahrscheinlich hat selbst die ganze Szene insziniert. Das legt nahe die präsenz von so viele Kinder und der anderen örtlichen Bewohner Prisrens. Nach dem kostümen zu beurteilen müssen sie Albaner sein. Wie die historischen dokumente belegen war auch der Konsul proalbanisch eingestellt. Die Wiener Presse in der begleittext des Bildes erwähnt auch das der Konsul 'angeblich 71Zur Einnahme Prisrends durch die Serben: Unser Konsulat mit Konsul Prohaska. In: Wiener Bilder. Nr. 46. 17 November 1912. S.4 Abbildung 5: Konsul Prohaska. In: Wiener Bilder, Nr. 46. 17.11.1912. S.4
  • 30. von den Truppen beleidigt wurde'. Und hier begint die Prohaska-Affäre. Die geschichte von Konsul Prohaska ist seltsamer Weise mit Ereignise von welhistorischer Bedeutung. Anfangs behauptete die serbische Regierung daß als serbische Truppen Prizren am 30 Oktober 1912 besetzten, wurden sie vom Dachboden des österreichisch-ungarischen Konsulatsgebäudes aus beschossen. Nach untersuchungen der Rerierung in Wien wurden solche behauptugen nich bestätigt. Seinerseit beschwerte sich die österreichisch-ungarische Regierung, daß die militärischen Aktionen in der Gegend von Prozren den diplomatischen Kurierdienst unterbrochen hätten. Inzwischen bestand in Serbien ein sehr erregte Stimmung gegen Prohaska. Die Serben hatten einen Privatbrief Prohaskas beschlagnahmt, in dem er höchst sorglos über ausschreitungen serbischer Soldaten berichtet. Um diese Zeit war der Kontakt der Behörden mit Konsul Prohaska in Prizren und den Vizekonsul Ladislaus Von Táhy in Mitrovica, völlig unterbrochen. Am 26 November wurde die Regierung in Wien von der serbischen Regierung informiert, daß Prohaska von Prizren in Usküb angekommen sei. Am selben Tage wurde auch Prohaskas Bericht über die Vorfälle in Prizren an das Außenministerium in Wien weitergeleitet. Aber nichts in Prohaskas Bericht lässt verstehen das er sei persönlich beleidigt oder gar von serbischen Truppen mißhandelt. Und die liberale Zeitung „Die Zeit“ am 19 November berichtet daß der „Lebenszeichnen verschollen oder gar ermordet gehaltene Konsul Prohaska in Prizren an das Ministerium des Äußern gelangt ist. Es ist ein Ansichtskarte des Konsuls, aus der hervorgeht, daß er am leben sei und des bestens Wohlseins erfreut....“ Aber das Ministerium sah das anders, weil eine Ansichtskarte nicht die Wiederherstellung des regelmäßigen amtliches Verkehr bedeute. Diese Ansichtskarte war für das Ministerium nicht von Bedeutung, weil es nicht in offizielle wege angekommen ist. 'quod non est in actis non est in mundo'. Somit machten sich breit Gerüchte daß der Konsul mißhandelt und möglicherweise kastriert oder sogar ermordet sei. Dies schuf ein Syndrom von Propaganda und Kriegshysterie, das durch diplomatische Schachzuge gelenkt wurde, um möglicherweise die Atmosphäre für eine Krieg gegen Serbien.72 Am 17 Dezember, nachdem die Regierung in Wien seit fast drei Wochen bescheid wusste daß der Konsul am Leben war und ihm gut ging wurde endlich ein Communiqué herausgegeben: Die vom k.u.k Ministerium des Äußern in der Angelegenheit des Konsuls Prochaska in Prizren durch einen von hier entsandten Delegierten gepflogene Untersuchung, die sich infolte der großen Entfernungen und der durch die Kriegslage geschaffenen Verhältnisse einigermaßen in die Länge zog, ist nunmehr abgeschlossen. Diese ganze Geschichte brachte mit eine Heftige Diskussion in der Öffentlichkeit Österreich- Ungarns. Die Reaktion der Presse war hitzig und laut. Einerseits die Konservativen und die Militaristischen Medien, die ein 'Casus Belli' suchten um endlich mit Serbien abzurchnen, und anderseit die Liberale und Sozialistischen Medien die es für übertrieben sahen wie die Kriegsbefürworter und die Regierung viel Lärm un nichts machten oder auf jedenfall um ganz wenig. Mann kann ein Eindrück bekommen von ein Beispiel wie das daß am 14 November in Das Neue Wiener Journal als Leitartikel, von Graf Adalbert Sternberg mit dem Titel „Jetzt oder Nie“: 72Robert A. Kann. Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912. Zwischen Kaltem und Heissem Krieg. Wien 1977. S. 4-8
  • 31. Es gehört viel Mut dazu, Krieg zu predigen, aber in diesem falle ist ihm nicht auszuweichen. Und deswegen ist es besser ihn jetzt zu führen als in einem Augenblick, wo, das Glück gegen uns entscheiden könnte. Also vorwärts: Jetzt oder Nie! Keine Worte, sondern Taten!73 Wiener Zeitung vertriett hier eine moderate Haltung. Anders als die konservative Presse am 17 November als diese Fotografie publiziert wurde war schon woll in gange die kriegkampanie der konservativ-militärischer. Wiener Bilder spricht nur von angebliche Beleidigung und das war schon. Diese Thema wird nicht mehr angesprochen. Der Artikel das diese Fotografie begleitet spricht über den Balkankrieg, Hafen Frage und die Lage in Albanien, aber von Prochaska wird nicht mehr berichtet. Wiener Bilder ist nicht Teil diese kriegkampenie in bezug auf Prochaska Frage. Aber Wiener Bilder stellt sich klar hinter der Politik und Interesen der Monarchie in den langen Artikel das am diese Tag folgt. Ob die serbischen Truppen in Durazzo sind oder nicht, ob sie diese wehrlose Stadt besetzen oder nicht, diese Äußerlichkeiten werden dine Entscheidung über die Frage nicht ändern, die jetzt aufgeworfen wurde und von deren Beantwortung der Friede abhängt. Die Türkei hat den verhängnisvollen Fehler begangen, die Albanesen niederzutreten und zu entwaffnen. Ein Marsch nach Durazzo ist somit mehr oder weniger ein militärischer Spaziergang.... Die Zukunft dieses Hafen hängt mit Interessen zusammen, die von europäischen Bedeutung sind.74 In bezug auf das Bild kann man sagen das Wiener Bilder versucht hier nur eine Veranschaulichung des Persons und seine Tätigkeit als Konsul der Monarchie und eine Krigsgebiet. Nach recherchen stellt sich heraus das die Fotografie von Daniel Freiherr von Salis-Soglio aufgenommen wurde. Wiener Bilder behauptet es wurde von ihre Spezial-korrespondenten gemacht, aber das schlißt nicht das Salis-Soglio Fotografien auch für die Medien verkauft hat.75 Während der Intention der Wiener Presse ist zu Illustrieren um wem es hier handelt, der Fotograf selbs und Prochaska versuchen hier zu presentierin ihm als ein Mann des Volkes. Das Bild daß ihm zusammen mit so viele Kinder zeigt, und in der nähe der Konsulat kann auch als zeichnen der Beschtützer dies volkes sein. Aus heutige sicht kann darausziehen daß der österreichisch-ungarische Konsul hat sich für das Volk Prizrens eingesetzt. Das machen nicht nur die dokumenten klar und die korrespondez das von der Serben eingefangen wurde, und die ganze Affäre. Aber ist dieses Bild das es so klar veranschaulicht als er sich zusammen mit der Albaner Prizrens sich fotografieren lässt und das noch als Ansichtkarte schickt oder für die Presse freigibt. 73Robert A. Kann. Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912. Zwischen Kaltem und Heissem Krieg. Wien 1977. S.20 74Der Balkankrieg. In: Wiener Bilder. Nr. 46. 17 November 1912. S. 4-7 75In internet kann man ein Ansichtkarte von diese Aufnahme finden. Es ist die gleiche Inszinierung, aber atwas anders. Die Postkarte online ist etwas klarer und trägt den namen phot.Frh.v.Salis.Soglio. http://goo.gl/OuDDSK Aber die weiterverfolgung dieses Frage liegt außerhalb der Ziele diese Arbeit, auch wenn es von Interesse wäre in diese Frage mehr licht zu bringen.
  • 32. Die Regiereung entschloß sich die Gerüchte über Prochaskas Misshandlungen oder Ermordung und damit verbundene Forderungen für Vergältung und Krieg, weiterhin undemetiert. Für die Regierung war diese Stimmung von vorteilen in seine Versuche Serbien und Montenegro angst zu machen um seine Willen durchsetzen zu können. Diese Affäre gab anlaß für Besorgung auch in der diplomatischen Kreisen. Alle Großmächte zeigten Verständniss für Österreich und ihre Lage, aber weil das eine komplizierte angelegenheit wurde, sahen sie auch wie gefehrlich das noch werden könnte. Der deutsche Botschafter in Wien Tschirschky berichtete am 29 November: ...Es ist nicht zu leugnen, daß sich im Volke mehr und mehr die Überzeugung festsetztl, daß es diesmal nicht wieder wie im Jahre 1908 ohne ernste und definitive Regelung der serbischen Frage werde abgehen können. Das Lied vom „Prinz Eugen“ und die Nationalhymne wird in Cafés, Theatern und Varietés gesungen und stürmisch verlangt, die serbischen Demostranten in Wien werden von Fiakern und Chaufeuren unter Assitenz des Publikums gründlich verprügelt, der Gemeinderat der Hauptstadt veranstaltet in besonderen Sitzung eine eindrückliche patriotische Demostration. Die ungeheuer direkten Kosten und indirekten Verluste, die der infolge der Haltung Rußlands andauernde Zustand der Ungewißheit der Monarchie auferlegt hat, dürfen, wie man allgemein sagt, nicht wieder nutzlos vergeudet werden76 Aber die Täuschungsmanover der Ballhausplatz wurde international missbilligend wahrgenommen. Das war eine Peinliche moment der österreischische Diplomatie dieser Zeit. Robert A. Kann in sein Buch „Die Prochaska Affäre vom Herbst 1912 vertriett der Meinung daß die folgen diese Kriese und der Ultimaten daß Österreich-Ungarn an Montenegro und Serbien in 1913 stellte, haben entscheidend beigetragen zu dem verhängnisvollen Debakel des Ultimatums vom Juli 1914 daß zu begin der Ersten Weltkrieg brachte. 76Botschafter von Tschirschky, Wien, an Reichskanzler von Bethmann-Hollweg, 29. Nov. 1912, G.P. XXXIII/12461
  • 33. 3.7. Malissoren Frage Dieses Bild zeigt eine Gruppe von Männern in der freien Natur. Rundherum sind Männer in Uniform, in der Mitte ist eine kleinere Gruppe von Männern die sitzen. Hervorgehoben ist nur ein Mann in Offiziersuniform, der auf eine Holzkiste sitzt. Aus der Bildbeschreibung lesen wir das: Die Unabhängigkeit Albaniens: Kronprinz Danilo von Montenegro (X) verhandelt mit Malissoren und Albanesen, welche die Autonomie ihrer Stämme verlangen.77 Am diesem Tag Wiener Bilder hat kein Artikel in Bezug auf die Situation in Albanien. Auf seite 6 gibt zwar ein Artikel mit dem Titel „Die Friedenverhandlungen in London“ aber hier wird die Albanische Frage nur kurz zum schluß erwähnt: „Die Entscheidung betreffs Albaniens und Kretas überlassen sie den Mächten“. Und das ist alles. Hinsichtlich diese Fotografie wird nicht komentiert oder etwas ausführlich gesagt. Aus der Begleittext des Bildes wissen wir nur daß es hier um Prinz Danilo von Montenegro handelt und er verhandelt mit Malissoren und Albanessen (!), welche ihre Autonomie ihrer Stämmer verlangen! Wiener Bilder am diesem Tag ist sehr unklar und falsh informiert, wenn nicht die Öffentlichkeit wird hier falsh informiert. Zum ersten wird hier von 'Malissoren' und 'Albanesen', als wären sie zwei verschiedene Völker. 77Die Unabhängigkeit Albaniens. In: Wiener Bilder. Nr. 1. 01 Jänner, 1913. S. 8 Abbildung 6: Die Unabhängigkeit Albaniens. In: Wiener Bilder. Nr. 1. 05.01.1913. S. 8
  • 34. Zum zweiten wird hier um Verhandlungen über Autonomie, und wie es hier steht kommt als würden diese 'Stämme' die Autonomie von Montenegro bekommen. Die Nordwestlichen Stämmen Albaniens hatten schon um diese Zeit eine lange und komplizierte geschichte mit Montenegro. Schon um 1887 nach dem Beschlüße des Berliner Kongresses gab es folgendschwere konflikte zwischen diese Stämme und Montenegro. Der Streit um die Gebietsabtrentungen an Montenegro, konkret um Distrikt Plav-Gusinje, zog sich über ein Jahr hin. Nach dem häftigen ging an Montenegro statt Plav-Gusinje der Hafenstadt Ulcinj und umgebung. In der Jahrzehnten danach sind viele verhältnise zwischen Montenegro und der Albaner grundlegend verändert. Schuld daran ist vor allem die Politik der Jungtürken, die die Albaner in die Arme Montenegros trieben. Aber auch der Partikularismus sowie die utilitaristisch-ideologiefreie Einstellung der Malissoren, die zu Schachfiguren der montenegrinischen Politik wurden. Während der Aufstand von Juli 1910 als die osmanische Arme in Nordalbanien einmarchierte in den Dörfern, wo man den türkischen Truppen Wiederstand leistete, wurden Häuser zerstört und die Bewohner festgenommen. Die Bajraktare der Bergstämme berief man, angeblich zu Verhandlungen und verhaftete sie. Somit waren im Herbst 1910 die Einwohner ganzer Dörfer nach Montenegro geflohen um sich vor den Strafexpeditionen der Osmanen zu retten. Als die Osmanen noch in Winter 1911 dort wieder kammen um Rekruten zu nehmen, folgte eine neue Fluchtwelle der Malissoren. Somit waren in 1911 etwa 5000 albanische Flüchtlinge in Montenegro und sie wurden von der montenegrinischen Regiereung mit Geld, Lebensmitteln und auch mit Waffen und Minitionen unterstüzt. Dauerte nicht lange bis diese Flüchtlinge die türkische Grenzposten anzugreifen. Diese konfrontationen führten auch zu kämpfe zwischen den Montenegrinern und türkischen Soldaten. König Nikola war bereit und suchte auch eine offene Konflikt mit den Türken. Unter aktive teilnahme von Ismail Kemal Bey und Luich Gurakuqi verabschideten die Aufständischen den wohlbekannten Memorandum von Görtsche, daß von den Osmanen Teilweise und ohne auf das Memorandum direkt einzugehen angenommen. Somit war die Malissorenfrage und der Konflikt für kurze Zeit beigelegt.78 Die Donaumonarchie hatte für lange Zeit eine dominierende Rolle bei der Katholiken Nordalbaniens, aber wie schon vorher erwähnt war auch die Politik Italies, die aus verwandschaftlichen Beziehung zu Montnegro und auch aus eigene Interessen in Albanien hatte, arbeitete sie in der entgegene Richtund des Politiks Österreich-Ungarns. Es gab auch die Absurde Situation vo Österreich-Ungarn finanzierte die Kirche in Albanien, aber weil der Klerus meistens aus Italiener bestand, arbeiten sie für die Interessen Italiens. Als die Malissoren nach dem Frieden zufrieden gestellt wurden zeigten sich wieder die montenegrinischen Agitatoren in frühjahr 1912, denn es war nicht in Sinne Montenegros eine langanhaltende Frieden zwischen Albaner und Türken. Um diese Zeit, als in Albanien wieder zum Aufstand vorbereitet wurde, fanden zwischen den Balkanstaaten Verhandlungen die schließlich zum Balkanbund führten. Der österreichisch-ungarische Generalkonsulat in Skutari war auf die Beruhigung der Situation und aus diesem Grunde wurde Berchtold der Vorschlag gemacht einen Fonds von 500 Francs für jede Pfarre zur Verfügung zu stellen. Aber ebensoviel Mitteln, wenn nicht noch mehr, stellte zu Verfügung der grichische Konsulat in Skutari, der in die entgegengesetzte Richtung arbeitete. 78Peter Bartl, Albanien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, Pustet 1995. S. 124-128.