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L A N D W I R T S C H A F T L I C H E S W O C H E N B L A T T 
BAUERN 
ZEITUNG 
MESSE-JOURNAL 2014 
19. bis 21. September 
Bau14_001_GTT.indd 1 21.08.2014 14:58:20
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Bau14_002_GTT.indd 2 21.08.2014 14:58:36
GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 3 
Hufen hoch und ab nach Erfurt! 
Die Besucher der Grünen Tage Thüringen 2014 dürfen sich freuen: Die Messe und ihre Partner haben ein 
exellentes Programm für das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit auf die Beine gestellt. 
Schwere Landtechnik, regio-nale 
Produkte, Zuchttier-wettbewerbe 
und -auktio-nen 
auf europäischem Niveau 
sowie ein Gastauftritt der polni-schen 
Landwirtschaft: „Nie zu-vor 
waren die Grünen Tage Th ü-ringen 
vielfältiger, lebendiger 
und internationaler“, blickt 
Messechef Wieland Kniff ka auf 
die Erfurter Landwirtschafts-schau 
vom 19. bis 21. Septem-ber. 
„Ein Muss für alle Fachleute 
aus Land-, Forst- und Ernäh-rungswirtschaft 
und interessier-ten 
Besucher im Spannungsfeld 
von Tieren, Traktoren und Tra-ditionen.“ 
Auf 50 000 m2 präsentieren 
sich 300 Aussteller aller Sparten 
der modernen Land-, Ernäh-rungs- 
und Forstwirtschaft. „Wir 
erwarten über 25 000 Gäste aus 
ganz Deutschland“, so Kniff ka, 
der den hohen Anteil Fachgäste 
betont. 
Die Veranstaltung stehe ex-emplarisch 
für die Strategie der 
Messe Erfurt, der „gezielten, 
punktuellen Interna-tionalisierung“. 
Mit 
den Bundeswettbe-werben 
„Th uringia 
Holstein Open“ und 
„Th uringia Jersey 
Open“ reihe sich die 
Landwirtschaftsmes-se 
unter die Hotspots 
der europäischen 
Milchrindzucht ein, 
so Kniff ka selbstbe-wusst. 
Der bundesof-fene 
Jungzüchterwettbewerb 
vereine die jüngere Züchterge-neration 
im Vorführ- und Typ-wettbewerb. 
Am 20. September 
feiert die internationale „Th u-ringia 
Auction Time“ ihre Pre-miere. 
„Zum ersten Mal begrüßen 
wir in großem Umfang ausländi-sche 
Partner. Im Rahmen der 
Grünen Tage Th üringen werden 
Erfurts Partnerstadt Kalisz sowie 
Wojewodschaft Ma-lopolska 
(Kleinpolen) 
als offi zielle Partner-region 
Th üringens ih-re 
Vorzüge und Stär-ken 
im landwirt-schaftlichen 
Bereich 
vorstellen“, freut sich 
der Messechef. 
Ein traditioneller 
Schwerpunkt der 
Messe sei die „Tech-nik 
für starke Typen“. 
So präsentieren etwa der Ver-band 
Landtechnik, Baumaschi-nen 
und Metallverarbeitung 
Th üringen (vlt) und seine Mit-glieder 
kompakt die Vielfalt und 
Trends der Landtechnikbran-che. 
„Auf der Messe sind alle be-kannten 
Fabrikate vertreten.“ 
Auf 7 000 m2 seien namhafte 
Traktoren-, Bodenbe-arbeitungs- 
und Aus-saattechnikmarken 
zu bestaunen. Letzt-endlich: 
„Als Schau-fenster 
der modernen 
Agrarwelt zeigen die 
Grünen Tage das 
Landleben in seiner 
ganzen Vielfalt.“ Hier 
würde der interes-sierte 
Verbraucher al-les 
Wissenswerte 
über Anbau und Aufzucht, Ernte 
und Ernährung erfahren. 
Gleichzeitig diene die Messe 
den Agrarexperten als Leis-tungsschau 
und Branchentreff . 
Die Verbraucher hat auch das 
Landwirtschaftsministerium im 
Blick, das Mitveranstalter der 
Grünen Tage ist. Ressortchef 
Jürgen Reinholz: „Wir beobach-ten 
beim Verbraucher ein wach-sendes 
Bewusstsein für regiona-le 
Produkte. Die Grünen Tagen 
Th üringen zeigen, wie viel Th ü-ringen 
in dieser Hinsicht zu bie-ten 
hat: Bioenergie aus der Regi-on, 
regionales Handwerk, wun-derbare 
Naturlandschaften.“ Ei-ne 
große Rolle spiele 
Regionalität natürlich bei Le-bensmitteln, 
„denn sie schaff t 
Transparenz für den Kunden“. 
Th üringen stehe bei der Er-zeugung 
regionaler Lebensmit-tel 
gut da. Das Zeichen „Geprüf-te 
Qualität aus Th üringen“ biete 
dem Verbraucher seit über 20 
Jahren beim Einkauf Orientie-rung. 
„Die Touristen, die Th ü-ringen 
besuchen, fragen unsere 
Spezialitäten in der Gastrono-mie 
nach.“ Gleichwohl erkennt 
Reinholz bei der Etablierung re-gionaler 
Produkte in der Th ürin-ger 
Gastronomie 
noch ein großes Po-tenzial. 
Die Grünen Tage 
sieht Reinholz auch 
als Chance, Vorurtei-le 
gegenüber der 
Tierhaltung abzubau-en. 
Auch wenn Th ü-ringen 
zu den eher 
vieharmen Regionen 
Deutschlands zähle, 
hätten Tierzucht und 
Tierhaltung in Th üringen eine 
lange Tradition, was sich in der 
Rassenvielfalt der gehaltenen 
Tiere widerspiegele. Und: „Un-sere 
Zuchtleistungen bestim-men 
das Niveau der deutschen 
Tierzucht mit.“ 
Frank Hartmann 
So lecker isst 
Thüringen. 
Aus der Region für die Region: Alle Osterland Produkte sind echte Thüringer. 
Besuchen Sie uns: 
Grüne Tage Thüringen 
Halle 1/307 
Das Magnet der Grünen Tage sind die Tiere. FOTOS: MESSE; FH 
Wieland Kniffka 
Jürgen Reinholz 
Bau14_003_GTT.indd 3 22.08.2014 15:57:42
4 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
Wende das Familienland aus der 
LPG zurücknahm, den Betrieb 
gründete und ihm sofort Verant-wortung 
für die Kühe übertrug. 
Damit begann der gelernte 
Fahrzeugelektriker auch umge-hend, 
alle notwendigen land-wirtschaftlichen 
Qualifi katio-nen 
nachzuholen. „Wir waren 
damals einer der allerersten 
Wiedereinrichter weit und breit“, 
erinnert sich der 45-Jährige. Und 
Hilmar Gerbothe erlebte damit 
zugleich eine späte Genugtu-ung, 
nachdem man ihn 1974 
nicht eben freiwillig in die Ge-nossenschaft 
genötigt hatte. 
Wurde doch dieser Hof am Ran-de 
von Obersachswerfen schon 
seit dem Jahr 1627 nachweislich 
durch die Gerbothes familiär 
bewirtschaftet. 
Kaum war 1990 die Grenze of-fen, 
die unmittelbar hinter ih-rem 
Anwesen verlief („Zu uns 
kam man bis zur Wende nur mit 
Passierschein!“), lernte Andreas 
Gerbothe auch schon einen Kol-legen 
„von der anderen Seite“ 
kennen: Hubert Wiesner. Er 
führt im niedersächsischen Wal-kenried 
einen kleinen Milch-viehbetrieb. 
Man traf sich, 
tauschte sich aus. Doch schon 
bald gingen die Fachsimpeleien 
in handfeste Pläne über. So 
gründeten sie zum 1. Januar 
1991 eine gemeinsame GbR in 
Obersachswerfen. Sie pachteten 
Land zu, beantragten eine 
Milchquote für zunächst 23 Kü-he, 
nutzten eine betagte Rohr-melkanlage 
– und avisierten den 
Neubau eines Kuhstalls mit 180 
Plätzen. Ende 1993 weihten sie 
ihn ein. Man weiß, dass solche 
Ost-West-Partnerschaften nicht 
immer die Zeit überdauerten. 
Nicht so bei diesem Gespann. 
Denn inzwischen ist auch Alex-ander 
Wiesner längst im sieben-köpfi 
gen Unternehmen veran-kert: 
Der 26-Jährige managt den 
Pfl anzenbau auf 820 ha Be-triebsfl 
äche, 80 ha davon Grün- 
Martha wird Marcus Gerbothe 
in Erfurt präsentieren (o.). Die 
Gerbothe-Wiesner GbR (v. l.): 
Hubert Wiesner, Andreas und 
Marcus Gerbothe sowie Alex-ander 
Ehrgeiz agieren. Das war eine 
Zeit, an die sich Marcus gern er-innert. 
Denn bereits als Lehrling 
holt er so 2007 seinen ersten 
Sieg in einem landesweiten Vor-führwettbewerb. 
„Noch heute 
erkenne ich bei Schauen auf An-hieb 
jede Görsbacher Kuh“, ver-sichert 
er. Andreas Gerbothe 
war selbst noch blutjung, als 
sein Vater Hilmar gleich mit der 
Schauen mitgefahren. Er hat das 
Metier von klein auf eingesogen. 
So stand es für ihn auch nie in-frage, 
selbst einmal Landwirt zu 
werden. 
Der Vater schickte ihn zur 
Lehre dann auch gezielt in die 
Agrar GmbH „Goldene Aue“ in 
Görsbach, wo Wolfgang Benk-stein 
und seine beiden Söhne 
mit ähnlichem züchterischem 
Der heimliche Schwarm 
von Marcus Gerbothe 
heißt Martha. Zwar ist er 
fest mit Stephanie liiert und hat 
mit ihr auch bereits einen Sohn. 
Doch Martha sei eben Martha, 
gesteht er. Letztes Jahr mit dem 
Prädikat „Exzellent“ eingestuft, 
holte er mit der Jungkuh, die 
sich heute in der zweiten 
Laktation befi ndet, unlängst 
den Gruppensieg zur Alsfelder 
Leistungsschau „Hessens Zu-kunft 
2014“. Nun möchte er 
dasselbe und vielleicht etwas 
mehr zu den Grünen Tagen 
schaff en. 
Mit Martha verfügt der 24-Jäh-rige 
über einen züchterischen 
Edelstein: In ihr pulst Blut des 
legendären Mascol. Marthas 
Mutter wurde einst im Rahmen 
eines Embryonenprogramms 
des Landesverbandes Th üringer 
Rinderzüchter (LTR) gezeugt, an 
dem der Betrieb teilnahm. 
In der Tat gibt Marcus Gerbo-the 
viel auf gute Genetik: „Man 
muss doch genau wissen wollen, 
welche Erbfaktoren hier zum 
Einsatz kommen und wie die 
sich später auswirken können.“ 
Und daraus dann 
das Beste zu ma-chen, 
das sei schon 
eine wichtige Moti-vation 
für ihn. So 
verschließt sich der 
junge Züchter auch 
allen Experimenten: 
„Kälber, deren Kör-per 
zu klein ist oder 
wo die Beinstellung 
nicht stimmt, gehen 
weg“, sagt er mit Überzeugung. 
Vielmehr verfolge der Familien-betrieb 
eine „klare züchterische 
Linie: gute Euter, gutes Funda-ment, 
Langlebigkeit“. 
Selbst Vater Andreas Gerbo-the 
staunt zuweilen über seinen 
Junior. „Er hat in solchen Fragen 
eine gute Erfahrung.“ Schon als 
Zehnjähriger sei Marcus leiden-schaftlich 
gern zu den großen 
Eine besondere 
Gabe für Kühe 
Gerade 24 Jahre jung ist Marcus Gerbothe aus 
Obersachswerfen. Dennoch managt er in der 
Gerbothe-Wiesner GbR bereits das Zuchtgeschehen. 
Im Stall der Familie stehen einige der langjährig 
produktivsten Kühe Thüringens. 
3. Thuringia Holstein Open 
Nach der Premiere vor vier Jahren gibt es eine 
Wiederaufl age der „Thuringia Holstein Open“. 
Am 20. September startet um 14 Uhr im 
Vorführring der Halle 3 der Höhepunkt der Grü-nen 
Tage Thüringen 2014. Veranstalter sind die 
Messe Erfurt und die TLL. Rund 100 Holstein-kühe 
und über 70 Jungrinder aus ganz Deutsch-land 
werden aufgetrieben. Sieben Thüringer 
Holsteinzüchter sind mit 25 Tieren dabei. Ne-ben 
dem Titel „Grand Champion“ winkt dem 
Sieger aus allen vier Klassen eine Prämie von 
2 000 €. Bereits am Freitag (19. September) ge-hen 
ab 12 Uhr 60 Jungzüchter beim bundesof-fenen 
Vorführwettbewerb im Rahmen der Thu-ringia 
Holstein Open an den Start. Hochkarätig 
ist mit den Briten John Gribbon und Mark Nuts-ford 
sowie Erica Rijneveld aus den Niederlan-den 
auch das Richtergespann. 
1. Thuringia Auction Time 
Am Messe-Sonnabend (20. September, Tier-schauring, 
Halle 3) warten die Grünen Tage ab 
19.30 Uhr mit einem Züchterspektakel der Ext-raklasse 
auf. Die erstmals veranstaltete Thurin-gia 
Auction Time verspricht eine Auktion mit 
Top-Genetik der weltweiten Holsteinzucht. Auf-geboten 
werden 44 Tiere, darunter vier Thürin-ger. 
Dazu zählen Kühe, deren Väter auf der 
Weltrangliste der besten zehn Vererber zu fi n-den 
sind, etwa von Enforcer (gRZE 165). Darü-ber 
hinaus kann der kanadische Auktionator 
Brian Craswell Nachkommen aus Top-Kuh-Fa-milien 
anpreisen, die viel Schaupotenzial besit-zen 
(u. a. Harvue Roy Frosty: EX 97 oder Rich-ters 
Talent Maxima: EX 94 – 2012 kam der 
Erfurter Grand Champion aus dieser Familie). 
Im Katalog fi nden sich auch zwei „First Choice“- 
Angebote trächtiger Kühe. Die Tiere der Thurin-gia 
Auction Time bieten Züchter aus Deutsch-land 
und Europa an, darunter aus Italien und 
den Niederlanden. Käufer werden aus ganz 
Europa erwartet, aber auch heimische Züchter 
werden Chancen haben, mitzubieten. Ein Teil 
der Tiere wird bereits auf der Thuringia Holstein 
Open am Nachmittag aufgetrieben. 
Veranstalter der Auktion sind eine Handvoll en-gagierter 
Züchter aus Niedersachsen. 
Katalog: info@thuringia-auction-time.com; 
www.thuringia-auction-time.com 
Wiesner. 
FOTOS: HARALD LACHMANN 
Bau14_004_005_GTT.indd 4 21.08.2014 15:10:33
GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 5 
land. Was sie nicht als Futter be-nötigen, 
geht in die Vermark-tung: 
Weizen, Gerste, Roggen, 
Hafer, Rüben Mais, Raps ... Für 
fast alles habe man längst auch 
eigene Technik, erzählt Alexan-der 
Wiesner. Und das vielleicht 
wichtigste für ihn: „Wir können 
2 000 t Getreide einlagern.“ 
Gleichwohl der Ackerbau da-mit 
im Moment knapp zwei Drit-tel 
des Betriebserlöses trägt – 
wichtige Meriten steuert die 
Milchviehherde bei. Erst im April 
war die GbR mit dem Th üringer 
Staatsehrenpreis in der Kategorie 
Tierzucht und Tierhaltung geehrt 
worden, nicht zuletzt aufgrund 
der extrem hohen Lebensaktivi-tät 
ihrer Kühe. Die älteste noch 
melkende Kuh ist Jahrgang 2001, 
die Lebensleistung der Herde 
liegt bei 38 000 kg je Kuh, der Jah-resschnitt 
bei 10 880 kg und die 
durchschnittliche Lebenstagleis-tung 
bei 18,6 kg pro Kuh! 
„Nur mit alten Kühen ist Geld 
zu verdienen“, betont Andreas 
Gerbothe. Doch um lange Leis-tung 
zu bringen, benötigten sie 
eben auch viel Pfl ege, Zuwen-dung 
und schonende Behand-lung. 
Für Vater und Sohn gehört 
dazu nicht nur der 2011 neu 
hinzugekommene Rinderstall 
mit 50 Tierplätzen, der so im 
Kuhstall „Luft für 163 reine 
Melkplätze schaff t“. Denn Nach-wuchs 
und Trockensteher beka-men 
so eine separate Bleibe. 
Dazu gehören nicht nur bestes 
Stallklima oder Hochliegebo-xen, 
die täglich eingestreut und 
gekalkt werden. Als unverzicht-bar 
betrachten sie ein Grund-futter, 
das punktgenau geschnit-ten 
wird („Das A und O!“), un-beschränkte 
nächtliche Wei-deausläufe 
im Sommer sowie 
den alltäglichen Umgang mit 
den Kühen. 
Stets ruhig, betont unaufge-regt, 
bewegen sie sich in der 
Herde. „Die Tiere dürfen keine 
Angst vor Menschen haben. 
Denn nur wenn sie nicht scheu 
und nervös reagieren, ermög-licht 
uns das, sie eingehend zu 
beobachten und mögliche Auf-fälligkeiten 
schnell zu entde-cken“, 
so Marcus Gerbothe. Ein 
ganzes Repertoire an „Feinhei-ten 
und scheinbaren Kleinigkei-ten“ 
habe er sich diesbezüglich 
über die Jahre vom Vater wie 
auch schon vom Großvater ab-schauen 
können. Die hohe Le-bensdauer 
der Kühe ermöglicht 
auch eine sehr günstige Repro-duktionsrate 
von lediglich 15 %. 
„Somit können wir viele Jungtie-re 
verkaufen, was sich gerade 
dann als zusätzliche Einnahme-quelle 
auszahlt, wenn der Milch-preis 
wieder mal schlecht ist“, so 
Andreas Gerbothe. Auch Jung-bullen 
werden regelmäßig ver-kauft. 
Dennoch laufe bei ihnen bei-leibe 
„nicht alles nur über den 
Geldbeutel“, fügt der Vater hin-zu. 
Eine Kuh, die bereits fünf gu-te 
Laktationen hinter sich habe, 
„bekommt dann auch ihre 
Chance, wenn die sechste viel-leicht 
nicht so gut verläuft“, ver-sichert 
er. Dankbar ist er diesbe-züglich 
aber auch ihrem Tierarzt 
Dr. Matthias Stark aus Leinefel-de, 
der alle zwei Wochen vorbei-schaut: 
„Er sagt uns auch mal 
ehrlich, wenn eine Kuh keine 
echte Chance mehr hat, statt 
sich an ihrem vergeblichen Ku-rieren 
zu bereichern.“ 
Obgleich der Senior nach wie 
vor gemeinsam mit Hubert 
Wiesner offi zi-ell 
die Geschäf-te 
der Gesell-schaft 
führt, 
übertrugen bei-de 
schon vor 
Jahren ihren 
Söhnen das 
operative Ta-gesgeschäft. 
Andreas Ger-bothe 
gehorch-te 
dabei auch 
dem Druck, 
den ihm andere Verpfl ichtun-gen 
mit der Zeit aufbürdeten: 
Zum einen ist er bereits seit 
zehn Jahren Bürgermeister – erst 
in Obersachswerfen und mitt-lerweile 
auch für die Gesamtge-meinde 
Hohenstein – und zum 
anderen nun auch Vorstand der 
APEX-Bäuerliche AG im be-nachbarten 
Schiedungen. 
„Auch deshalb kam Marcus 
sehr zeitig ins Spiel“, erzählt er. 
Vor dem Hintergrund, dass auch 
er zeitig in Verantwortung kam, 
fi ndet er das nur richtig: „Man 
kriegt beizeiten viel Selbstbe-wusstsein 
und darf eher als an-dere 
seine ersten Fehler ma-chen“, 
lacht er. Erst damit lerne 
man, was „das Wort Lehrgeld 
wirklich bedeutet …“ 
Für Marcus bilden diese Schau-veranstaltungen 
ohne Frage das 
Salz in der Suppe in seiner züch-terischen 
Arbeit: „Man wird ge-sehen, 
macht sich bekannter 
und erlebt vor allem, wie die vie-le 
Arbeit daheim im Stall nun 
auch vor fachkundigem Publi-kum 
Beachtung fi ndet.“ 
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6 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
Insgesamt 40 Landtechnikaussteller fi nden sich in diesem Jahr auf dem Freigelände ein. FOTO: FRANK HARTMANN 
Diesel und Satelliten 
Unter dem Dach ihrer Interessenvertretung versammlen sich in 
diesem Jahr 27 heimische Landtechnikfirmen im Freigelände. Schwerpunkt 
neben dem Kundenkontakt ist die Nachwuchswerbung. 
Technik ist mit zum 
entscheidenden In-novationsbringer 
auf dem Feld ge-worden. 
Satelliten-und 
senorgesteuer-te 
Anwendungen 
sind sind heute ein 
fester Bestandteil 
professioneller 
Landmaschinen. 
Junge Landma-schinenmechatro-niker 
und Azubis 
der vlt-Betriebe 
werden auf den 
Grünen Tagen an 
einer Ausbildung 
interessierten Ju-gendlichen 
den Job erklären, die 
Wege der Ausbildung beschrei-ben 
und Möglichkeiten der Wei-terqualifi 
zierung und des Auf-stiegs 
aufzeigen. Bundesweit 
wirbt die Branche, die stetig mo-tivierten 
Nachwuchs sucht, mit 
der Kampagne „Technik für star-ke 
Typen“. Unter anderem gibt 
es eine gut durchdachte Web-site, 
die informiert und auch 
den einen oder anderen Spaß 
bereithält, wie das Heulen von 
Dieselmotoren als Klingeltöne 
für das Smartphone. 
Interessierte Jugendliche kön-nen 
am Messestand des vlt zu-dem 
direkt Kontakt mit den Fir-men 
aufnehmen und sich um 
einen Praktikumsplatz bewer-ben. 
FH 
B-Händler) im Freistaat sind 
hier organisiert, gleichwohl sie 
Wettbewerber sind, wenn es da-rum 
geht, ihre Markengeräte an 
den Landwirt zu bringen. Der vlt 
vertritt die Interessen seiner 
Mitglieder gegenüber Politik, 
Wirtschaft und Verwaltung. 
Die Zusammenarbeit in Th ü-ringen 
spiegelt sich auch auf 
den Grünen Tagen wider. Unter 
dem Dach des vlt stellen 27 Fir-men 
auf einer Freifl äche von 
über 4 000 m2 ihre jeweiligen 
Traktoren-, Bodenbearbei-tungs- 
oder Aussaattechnikmar-ken 
aus. Daneben präsentieren 
die Händler Kommunaltechnik, 
Baumaschinen, selbstfahrende 
Rasenmäher oder Industrie-und 
Reinigungsgeräte. Dazu 
kommt noch eine Hallenfl äche 
von über 500 m2. 
Mechatroniker statt 
Schlosser 
Neben dem Kundenkontakt 
spielt die Nachwuchsgewin-nung 
für die vlt-Mitglieder eine 
zentrale Rolle auf der Erfurter 
Messe. In den 70 Mitgliedsbe-trieben 
werden jedes Jahr mehr 
als 50 Land- und Baumaschi-nenmechatroniker 
ausgebildet, 
wie der Landmaschinenschlos-ser 
heute heißt. Dies ist der tech-nischen 
Entwicklung geschul-det, 
denn moderne Landtechnik 
bedeutet heute Hightech. IT-D 
ass in und an Th üringen 
vieles besonders ist, wis-sen 
seine Bewohner. 
Was aber viele, auch über die 
Landesgrenzen hinaus, nicht 
wissen, ist die beispiellose Zu-sammenarbeit 
der heimischen 
Landmaschinenhändler im vlt, 
dem Verband Landtechnik, 
Baumaschinen und Metallver-arbeitung 
Th üringen. Zwei Drit-tel 
der 110 Land- und Kom-munaltechnikhändler 
(inklusive 
Landtechnikbranche 
Konjunktur- und 
Schlepperzahlen 
Weimar. Laut dem Bundesver-band 
LandBauTechnik ver-zeichneten 
die bundesweit et-wa 
4 000 Fachbetriebe im ers-ten 
Quartal 2014 ein ordentli-ches 
Umsatzplus, obwohl 
man im Januar sehr schwach 
begann. Ursache dafür war 
die früh einsetzende Vegetati-onsperiode. 
Der Hauptum-satzträger 
Maschinenhandel 
konnte bei einem Umsatzplus 
von 3,7 % das Loch des ersten 
Monats nicht mehr ganz 
aufholen. Demgegenüber leg-ten 
die Bereiche Werkstatt 
(+ 6,8 %) und Ersatzteilbereich 
(+ 6,6 %) ordentlich zu. Im 
Maschinenhandel boomten 
insbesondere Gebrauchtma-schinen 
(+ 8,9 %), während es 
Neumaschinen auf ein Plus 
von 1,7 % brachten. 
Laut dem Bundeskraftfahrt-amt 
in Flensburg wurden im 
Jahr 2012 rund 1 400 neue 
Schlepper (Land- und Forst-wirtschaft) 
in Th üringen zuge-lassen. 
2013 waren es 1 600 
Maschinen. Fast ein Drittel 
davon wies eine Motorleis-tung 
über 125 PS auf. Derzeit 
sind in Th üringen 36 000 land-und 
forstwirtschaftliche Zug-maschinen 
aller Zulassungs-jahre 
angemeldet. 
Laut dem Maschinenbau-bundesverband 
VDMA konn-ten 
die deutschen Landtech-nikhersteller 
an ihren heimi-schen 
Produktionsstandorten 
im Jahr 2013 einen Umsatzzu-wachs 
von gut 7 % und ein Re-kordniveau 
von 8,2 Mrd. ver-buchen. 
FH 
Historische Landtechnik 
Eine kleine Schau historischer Landtechnik ziert stets das Freigelände 
der Grünen Tage. Helmut Richter aus Erfurt-Schmira ist auch in diesem 
Jahr dabei und verspricht einiges: eine große Dreschmaschine (Baujahr 
1946), zwei Lanz Bulldog (1935), Leiterwagen, zwei alte Ackerpfl üge 
(Ein- und Zweischar), Kartoffelanbau-Technik wie Riefenzieher, Häufel-pfl 
ug, Hackpfl ug, Kartoffelschleuder, daneben Eggen, Grasmäher mit 
Mähbalken (vom Pferd gezogen), Windfege, Mähbinder sowie eine Ge-spann- 
Drillmaschine. TEXT: FH, FOTO: PRIVAT 
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GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 7 
Der Freistaat hält zur Un-terstützung 
der heimi-schen 
Landwirtschaft 
und der gewerblichen Unter-nehmen 
zahlreiche Fördermög-lichkeiten 
in Th üringen parat. 
Neben Mitteln aus dem Landes-haushalt 
kommen hier vor allem 
Fördermittel der Europäischen 
Union zum Einsatz. Die alte För-derperiode 
hat gerade geendet 
und für den Zeitraum von 2014 
bis 2020 wurde eine neue EU-Förderrunde 
eingeläutet. 
Auf den Grünen Tagen besteht 
für alle landwirtschaftlichen Be-triebe 
vor Ort die Möglichkeit, 
sich am Stand der Th üringer 
Aufbaubank in Messehalle 1 
umfassend zu den neuen beihil-ferechtlichen 
Bestimmungen 
und voraussichtlichen Förder-richtlinien 
beraten zu lassen, 
teilte das Institut mit. Auf der 
Messe stehen aber auch Exper-ten 
der Bank für nicht rein land-wirtschaftliche 
Förderprogram-me 
und für weitergehende Fi-nanzierungsfragen 
bereit. 
Imker, Schäfer, Gärtner 
Die neuen Programme bieten 
einige Neuerungen in Bezug auf 
den zu fördernden Kreis der 
Landwirtschaftsbetriebe als 
auch bei den Fördermöglichkei-ten. 
Neben der Investitionsför-derung 
landwirtschaftlicher Un-ternehmen 
in neue Stallanlagen 
oder besonders tierartgerechte 
Ställe können auch Imker, Schä-fer 
und Gartenbaubetriebe För-dermittel 
für kleine Investitio-nen 
in Anspruch nehmen. 
Ebenso wird der ökologische 
Landbau jetzt besonders geför-dert. 
In dieser Nische sind zum 
Beispiel auch Maschinen und 
Geräte der Außenwirtschaft för-derbar. 
Zur Erschließung alter-nativer 
Einkommensquellen ne-ben 
der Landwirtschaft werden 
zudem Investitionen zur Diver-sifi 
zierung (auch für Familien-angehörige) 
gefördert. Neu wird 
die Förderung von Zusammen-schlüssen 
Förderbank informiert 
Die neue EU-Periode hält für Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft 
viele Invest-Programme bereit. Zum Teil wurden die Empfängerkreise erweitert. 
Die Thüringer Aufbaubank (TAB) klärt in Halle 1 bei persönlichen Gesprächen auf. 
und Kooperationen 
landwirtschaftlicher Unterneh-men 
mit Partnern aus wissen-schaftlichen 
Einrichtungen 
und/oder aus anderen Wirt-schaftszweigen 
sein. Im Pro-gramm 
Gemeinschaftsaufgabe 
„Verbesserung der regionalen 
Wirtschaftsstruktur“ (GRW), ei-nem 
hauptsächlich für das ver-arbeitende 
Gewerbe und dessen 
Infrastruktur geschaff enem För-derprogramm, 
sind in der neuen 
EU-Förderperiode auch Unter-nehmen 
der Ernährungswirt-schaft 
förderfähig und können 
so Fördermittel für neue Investi-tionen 
beantragen. Für die Ver-besserung 
der Verarbeitungs-und 
Vermarktungsstrukturen 
stehen weitere Fördertöpfe be-reit. 
Zu allen genannten Program-men 
stehen die Berater der Th ü-ringer 
Aufbaubank vom 19. bis 
21. September in Erfurt zur Ver-fügung. 
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8 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
Landschaften, die nur 
Thüringen bietet 
Erfurt. Unter dem Motto „Na-tur 
Th üringen - Die Nationa-len 
Naturlandschaften“ prä-sentieren 
sich auf den Grünen 
Tagen 2014 die Th üringer Na-turparke, 
Biosphärenreserva-te 
und der Nationalpark in 
Messehalle 2. Die Naturparks 
Kyff häuser, Südharz, Th ürin-ger 
Schiefergebirge/Obere 
Saale, Th üringer Wald und 
Eichsfeld-Hainich-Werratal 
mit den Biosphärenreservaten 
Rhön und Vessertal-Th üringer 
Wald sowie der Nationalpark 
Hainich werden in einer mo-dernen, 
interaktiven Ausstel-lung 
dargestellt. Ranger und 
andere Fachkundige infor-mieren 
dabei die Messebesu-cher, 
kündigte das Agrarmi-nisterium 
an. Ergänzend stel-len 
regionale Akteure sich und 
ihre Aktivitäten vor. 
So fi ndet man Informatio-nen 
zu regionalen Spezialitä-ten 
und zu alten Apfelsorten 
samt Sortenbestimmung 
(„Bringen Sie drei Äpfel Ihres 
Unbekannten mit!“). Von Kyff - 
häuser Streuobstwiesen bietet 
etwa Julia Hornickel Kostpro-ben 
ihrer „Kron-Juwelen“. In 
regelmäßigen Abständen wird 
hier auch mit der Schaupresse 
Saft gepresst. 
Vorgestellt wird u.a. der 
„Th üringer Kräutergarten“, 
den man beiderseits des Mit-tellaufes 
der Schwarza fi ndet. 
Die Natur hat diesen Garten 
ohne künstliche Begrenzun-gen 
mit einer Fülle von Heil-pfl 
anzen und Wald- und Wie-senkräutern 
geschaff en. 
Unter dem Qualitätssiegel 
der „Dachmarke Rhön“ haben 
sich mehr als 200 Unterneh-men 
aus fünf Rhönlandkrei-sen 
der drei Bundesländer 
Bayern, Hessen und Th ürin-gen 
als offi zielle Partnerbe-triebe 
der Region zusammen-geschlossen. 
Das „Qualitäts-siegel 
Rhön“, das „Bio-Siegel 
Rhön“ und das „Zusatzprädi-kat 
Silberdistel“ sind regionale 
Gütezeichen für qualitativ 
hochwertige Produkte. Ge-zeigt 
werden die Wege von der 
Erzeugung über die Verarbei-tung 
bis zur Vermarktung. 
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Hier kommt die Kuh zum Verbraucher. FOTO: FRANK HARTMANN 
Sonntags Rind und 
Käse selbst gemacht 
Die Milchstraße und die Grünlandmeile, beide 
in Halle 2 zu finden, sind die pulsierenden Herzstücke 
der Verbraucherinformation auf der Messe. 
Klima-Aktion 
Baum kaufen und 
selbst pflanzen 
Erfurt. Die Schutzgemein-schaft 
Deutscher Wald, Lan-desverband 
Th üringen, unter-stützt 
anlässlich der Grünen 
Tage das in Erfurt entstandene 
Projekt „Klimawald.de“ mit 
der Pfl anzung von 500 zusätz-lichen 
Bäumen. Auf der Web-seite 
Klimawald.de können 
Privatpersonen und Unter-nehmen 
für den Betrag von 
10 € die Pfl anzung eines ech-ten 
Baums fi nanzieren und 
damit einen kleinen persönli-chen 
Beitrag zur Erhaltung 
des Klimas leisten. Die Pfl an-zungen 
der Klimabäume wer-den 
durch den Projektpartner 
Th üringenForst in einem der 
drei derzeit dafür ausgewiese-nen 
Pfl anzgebiete realisiert, 
teilte die Schutzgemeinschaft 
mit. 
Die Messe Erfurt wird ge-meinsam 
mit der Schutzge-meinschaft 
Deutscher Wald 
am 22. November im Klima-waldgebiet 
„Schwansee“ eine 
große Baumpfl anzaktion 
durchführen. Pfl anzhelfer 
und weitere Klimabaumpa-ten, 
die die Aktion unterstüt-zen 
möchten, sind herzlich 
willkommen. Am Stand von 
Klimawald.de in der Halle 2 
können Messebesucher, die 
selbst eine zusätzliche Klima-baumpfl 
anzung beauftragen 
möchten, direkt auf der Messe 
eine individuelle Pfl anzur-kunde 
ihres persönlichen 
Baums erhalten – für sich 
selbst oder etwa als nachhalti-ges 
Geschenk anstelle eines 
Blumenstraußes. 
Landentwicklung 
Schulessen taufrisch 
aus der Region 
Erfurt. Die Th üringer Land-entwicklungsverwaltung 
und 
ihre Partner im ländlichen 
Raum präsentieren sich auf 
den Grünen Tagen 2014 unter 
dem Motto „Th üringen tau-frisch 
genießen“. Schwerpunkt 
ist das LEADER-Projekt 
„Schulessen – regional, ge-sund 
und gut“. Am Messe-stand 
werden gemeinsam mit 
den Messebesuchern jahres-zeitlich 
passende Produkte 
aus der Region zu schmack-haften 
und schulessentaugli-chen 
Gerichten verarbeitet. 
Am Stand in Halle 1 ist auch 
der Verband für Landentwick-lung 
und Flurneuordnung zu 
fi nden, der u. a. einige Flurbe-reinigungsverfahren 
vorstellt. 
TLL auf der Messe 
Die Thüringer Landesanstalt 
für Landwirtschaft (TLL) infor-miert 
in Halle 1 u. a. zu Pfl an-zenbau, 
die Dünge- und Fut-termittelkontrolle, 
Qualitäts - 
parameter bei Obst und Ge-müse 
sowie den Pfl anzen-schutz. 
Gemeinsam mit der 
Bioenergieregion Saale-Holz-land 
präsentiert die TLL das 
Thema Nachwachsende Roh-stoffe 
und Bioenergie. Auch 
auf dem Bildungscampus 
fehlt die TLL nicht. 
Milch- und Fleischerzeug-nisse 
zählen zu jenen Pro-dukten, 
bei denen Verbraucher 
am ehesten den landwirtschaft-lichen 
Ursprung verspüren. So-wohl 
mit der „Grünlandmeile“ 
als auch der „Milchstraße“ ha-ben 
die Fachleute der Th üringer 
Landesanstalt für Landwirt-schaft 
(TLL) und etliche Partner 
das Herzstück der Verbraucher-information 
auf den Grünen Ta-gen 
auf die Beine gestellt. 
Unter dem Motto „Tiere erhal-ten 
Landschaften“ steht in die-sem 
Jahr die Grünlandmeile, wo 
acht Direktvermarkter (Rind 
und Schaf ) exemplarisch die 
Urproduktion vertreten. Dreht 
sich am 19. September alles um 
die Schulspeisung, liegt am 20. 
September der Schwerpunkt auf 
Lamm- und Damwildfl eisch. 
Der Messesonntag ist Rind-fl 
eischtag. An den Tagen wird 
jeweils produktspezifi sch infor-miert, 
erklärt, gekocht und ver-kostet. 
Es gibt eine gläserne 
Wursttheke und einen gläser-nen 
Kühlwagen. Die Vielfalt der 
Milcherzeugung und ihrer Pro-dukte 
macht die Milchstraße er-lebbar: 
Stutenmilch aus Meura, 
Ziegenmilch aus Greußen (der 
Ziegenhof Peter bringt vier Besu-cher- 
Arbeitsplätze zur eigenen 
Frischkäsezubereitung mit!), 
Schafmilch der Hofkäserei Wit-tig 
und Kuhmilch mit Gesund-heitsfaktor 
der Herzgut Molkerei 
Schwarza, die exklusiv auf der 
Messe Produktneuheiten ein-führen 
wird. 
Das Thüringer Agrarmarke-ting 
(„Geprüfte Qualität“) un-terstützt 
die Aufritte von 20 Di-rektvermarktern 
und Erzeugern 
auf den Grünen Tagen. Ein Dut-zend 
Gartenbaubetriebe profi-tieren 
ebenso von der logisti-schen 
und finanziellen Hilfe. 
Die Messebesucher erhalten 
somit nicht nur Informationen 
über die regionale Ernährungs-wirtschaft, 
sondern können sich 
auf dem Messegelände kulina-risch 
versorgen. FH 
Bau14_008_GTT.indd 8 22.08.2014 13:20:38
GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 9 
FOTO: THÜRINGENFORST 
Waldarbeitsmeisterschaft 
Die Profis lassen es 
richtig krachen 
Erfurt. Tätigkeiten im Wald ge-hören 
heute noch zu den kör-perlich 
anspruchsvollsten und 
gefährlichsten Arbeiten, die 
nach Profi s verlangen. Die Bes-ten 
der Branche treff en sich im 
zweijährigen Abstand zur „Th ü-ringer 
Waldarbeitsmeister-schaft“. 
Auf den Grünen Tagen 
ist es das elfte Kräftemessen. 
Hier erleben Besucher Arbeit 
an und mit der Motorsäge, die 
einen durchschnittlichen 
Brennholzwerber in Staunen 
versetzen. So dauert etwa der 
„Wechsel einer Sägenkette“ bei 
den Experten meist nur wenig 
über zehn Sekunden, während 
ein Ungeübter dafür durchaus 
drei bis fünf Minuten veran-schlagen 
müsste. Trennschnitte 
(Foto) führen die Waldarbeiter 
mit absoluter Präzision an 
schräg aufgelegten oder am Bo-den 
liegenden Rundhölzern vor 
– alles natürlich in Spitzenzei-ten. 
Die anderen Disziplinen 
werden nicht weniger Respekt 
abverlangen. Bei der Königsdis-ziplin 
„Baumfällung“ zeigen 
ausgebildete Forstwirte, Forst-wirtschaftsmeister 
und Azubis, 
wie präzise, schnell und arbeits-schutzgerecht 
ein Baum zu Fall 
gebracht wird. Spektakulär geht 
es nach Ankündigung des Th ü-ringenForstes 
nochmal bei der 
Disziplin Entastung zu, wenn 
mehrere Wettkampfteilnehmer 
auf parallelen Bahnen im wahrs-ten 
Sinne des Wortes die Äste 
fl iegen lassen. 
Am 19. und 20. September 
lassen es 40 Wettkampfteilneh-mer 
im Freigelände der Messe 
Erfurt krachen. Ab jeweils 9 Uhr 
kämpfen sie in drei Wertungs-klassen 
um die begehrten Punk-te, 
welche unter anderem über 
die Teilnahme an der Deutschen 
Waldarbeitsmeisterschaft ent-scheiden. 
20 Schiedsrichter be-werten 
die Leistungen. Das Ge-schehen 
auf dem Wettkampfge-lände 
wird durch fachkundige 
Moderatoren erklärt werden. 
Organisiert wird die Meister-schaft 
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Gehren; unterstützt wird sie 
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© Murat Subatli - Fotolia.com 
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Stand B-301 
Messejournal - Impressum 
Herausgeber und Verlag: Deutscher 
Bauernverlag GmbH, Wilhelmsaue 37, 
10713 Berlin, Tel. (030) 46406-0 
Redaktion: Dr. Thomas Tanneberger 
(V.i.S.d.P.), Frank Hartmann 
Herstellung: Peer Forsberg 
Anzeigen: Frank Middendorf 
Satz: MediaSoft GmbH, Berlin 
www.bauernzeitung.de 
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10 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
In den letzten Wochen und Monaten ha-ben 
Thüringens Jungzüchter u. a. in 
Buchheim-Crossen, in Oppurg (Foto) 
und Thonhausen das Führen von Hol-steinkühen 
und Fleischrindern geübt so-wie 
das Fitten trainiert. Der Landesver-band 
Thüringer Rinderzüchter (LTR) wird 
bei der Jungzüchterarbeit von der Thü-ringer 
Landjugend, allen voran von Astrid 
Lange, unterstützt. 
Knapp 40 Jungzüchter starten am Sonn-abend 
(20. September, 9 Uhr, Halle 2) 
in den Vorführwettbwerb der Holstein-kühe 
und ein Dutzend bei den Fleisch-rindern. 
Etwa 60 Jungzüchter treten zum Tierbe-urteilungswettbewerb 
bereits am Freitag 
(19. September, 10.30 Uhr, Halle 2) an. Hier mes-sen 
jeweils ein Team aus Österreich, der Schweiz, der 
Fachschule Freiberg-Zug, der Fachschule Stadtroda, 
der Berufsschule Schwerstedt, polnische Jungzüchter 
sowie die aus Thüringen ihr Können. Am Freitagabend 
ist ein Länderabend mit den ausländischen Jugendli-chen 
geplant. Jede Mannschaft wird sich präsentieren 
und zwar mit ländertypischen Produkten. Es wird eine 
Verkostung stattfi nden und Zeit zum Quatschen blei-ben. 
weiteren Hindernisparcours 
ablegt. 
Im zweiten Praxisteil wird mit 
dem Frontladerschlepper eine 
Palette samt gefülltem Wasser-eimer 
aufgenommen, über eine 
abgesteckte Strecke transpor-tiert 
und an einem markierten 
Ort abgestellt. Zeit, Fehler im 
Parcours bzw. der Wasserver-lust 
sind Kriterien der Bewer-tung. 
Die Starter, die nicht älter 
als 27 Jahre sind, hat der Lan-desverband 
der Maschi-nenringe 
in seinen 
regionalen Mit-gliedsunterneh-men 
Die Auszeichnung der Sieger des Tierbeurtei-lungs- 
und Vorführwettbewerbes ist für den Sonn-abend 
(19. September, 13.45 Uhr, im großen 
Ring der Halle 3) geplant, bevor die Thuringia Hol-stein 
Open beginnt. Im Anbau der Halle 2 dreht es sich 
am Sonntag (21. September, 9.30 Uhr) schlussend-lich 
ums Fitting. Wenigstens drei Teams wollen hier ihre 
Fingerfertigkeit unter Beweis stellen, wenn es daraum 
geht, Schaukühe „hübsch“ zu machen. TEXT: FH, FOTO: AL 
Marketing 
Krönung der neuen 
Milchkönigin 
Erfurt. Zur Eröff nung der Grü-nen 
Tage (19. September, ab 
10 Uhr, Halle 3) wird eine 
neue Milchkönigin gekrönt. 
Sie tritt die Nachfolge von Ka-tharina 
Höwner an, die zwei 
Jahre lang die heimische 
Milchwirtschaft charmant 
und selbstbewusst repräsen-tierte. 
Ihre Krone reicht Ka-tharina 
I. an Carolin Gerbothe 
weiter, die sich Anfang August 
in einem Auswahlverfahren 
gegen fünf Bewerberinnen 
durchsetzte. Die 22-jährige 
studiert derzeit in Halle Agrar-wissenschaften. 
Ihre Familie 
wirtschaftet in Obersachswer-fen 
bei Nordhausen in der 
GbR Gerbothe/Wiesner (siehe 
auch Seite 4). 
Die Landesvereinigung 
Th üringer Milch und die Th ü-ringer 
Melkergemeinschaft 
stehen fi nanziell und organi-satorisch 
hinter der Th üringer 
Milchkönigin. FH 
An die Maschinen 
und fertig: Los! 
Der Landesverband der Maschinen- und 
Betriebshilferinge organisiert auf der Messe den 
1. Thüringer Junglandwirte-Contest. 
Qualifi kation/Studium 
Stadtroda und/oder 
Bernburg besuchen 
Erfurt. Traditionell steht auf 
den Grünen Tagen der erste 
Messetag im Zeichen der Be-rufswerbung. 
Etliche Th ürin-ger 
Schulen reisen mit ihren 
Schülern nach Erfurt, um Ge-schmack 
auf einen der vielen 
grünen Berufe zu bekommen. 
Wer sich nach seiner Be-rufsausbildung 
für eine Quali-fi 
kation oder ein Studium in-teressiert, 
fi ndet dazu an allen 
Messetagen Informationen 
und Ansprechpartner. So be-fi 
ndet sich in Halle 1 der Stand 
der Fachschule für Agrarwirt-schaft 
Stadtroda, an der man 
sich zum Staatlich geprüften 
Techniker bzw. Betriebswirt 
qualifi zieren kann. Vertreten 
ist in Erfurt auch die Hoch-schule 
Anhalt, die u. a. für ein 
Landwirtschaftsstudium am 
Traditionsstandort Bernburg 
wirbt. Daneben informiert die 
Fachhochschule Erfurt über 
ihren forstwirtschaftlichen 
Sudiengang. Auch die Landes-anstalt 
für Gartenbau (LVG) 
Erfurt präsentiert ihre Qualifi - 
zierungsangebote wie das 
forstliche Bildungszentrum 
Gehren. 
Die Überbetriebliche land-wirtschaftliche 
Ausbildungs-stätte 
in Schwerstedt fi ndet 
man u. a. im Freigelände. Sie 
macht die grünen Berufe er-lebbar: 
mit Traktorfahren für 
jedermann und jederfrau. FH 
Landvolkbildung 
Neue Kurse und 
Seminare 
Erfurt. Das gesamte Spektrum 
an Weiterbildungsangeboten 
für die Th üringer Landwirt-schaft 
wird interessierten Be-suchern 
der Grüne Tage am 
Messestand der Landvolkbil-dung 
Th üringen e. V. präsen-tiert. 
Wie der anerkannte Bil-dungsträger 
informierte, stellt 
er in Erfurt neben den klassi-schen 
Lehrgängen erstmals 
die modulare Fortbildung 
zum Erwerb der Sachkunde 
„Automatische Melksysteme 
(AMS)“ vor. Präsentiert wird 
zudem das in Kooperation mit 
dem ADAC entwickelte Fahr-sicherheitstraining 
für Trakto-risten. 
Darüber hinaus soll ein 
europaweites Projekt zur Ge-winnung 
von Nachwuchskräf-ten 
für die Landwirtschaft 
präsentiert werden. Den 
Stand der Landvolkbildung 
Th üringen fi ndet man auf der 
Bildungsmeile in Halle 1. 
Carolin Gerbothe wird die nächste 
Milchkönigin. FOTO: LANDESVEREINIGUNG 
Thüringer Jungzüchter: geübt und trainiert für den großen Auftritt 
gewinnen 
können. Die Be-sucher 
der Grü-nen 
Tage sind 
aufgerufen, die 
fünf Teams auf 
Ihrem „Ritt“ im 
Freigelände ordent-lich 
anzufeuern. 
Im Freistaat sind über 
1 000 Landwirte in neun regio-nalen 
Maschinenringen orga-nisiert. 
Hauptaufgabe ist die 
Vermittlung von Maschinen 
und Dienstleistungen und die 
Organisation einer Betriebshil-fe 
etwa bei Krankheit. FH 
Für fünf Teams zu je drei jun-gen 
Landwirten und Land-wirtinnen 
geht es am Sonn-tag 
(21. September, 11 Uhr, 
Halle 2) um nichts wenger als 
Clueso-Karten für das De-zemberkonzert 
in Erfurt. Die 
winken nämlich dem Sieger-team 
des 1. Junglandwirte- 
Contest der Th üringer Maschi-nenringe. 
Der Wettbewerb setzt sich 
aus einem Wissenstest und ei-nem 
Geschicklichkeitsteil 
zusammen. Müssen 
beim Test 20 Fra-gen 
in 15 Minuten 
beantwortet 
werden, schlägt 
im zweiten, 
auch für das 
Publikum spek-takulären 
Teil, 
die Stunde der 
Praktiker. Mit ei-nem 
ersten Frontla-derschlepper 
soll ein Rund-ballen 
von einer markierten 
Stelle am Boden aufgenommen 
und nach einer Hindernisstre-cke 
in zwei Meter Höhe an ei-nen 
zweiten Frontladerschlep-per 
übergeben werden, der den 
Rundballen dann nach einem 
Bau14_010_GTT.indd 10 22.08.2014 11:07:54
GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 11 
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B-304 
Technik live erleben! 
Ökoherz 
Infos, kosten und 
mitmachen 
Weimar. Nach der Ausrichtung 
des Bio-Regionalmarktes auf 
den Grünen Tagen 2012 lädt der 
Th üringer Ökoherz e. V. auch in 
diesem Jahr zu einer vielfältigen 
Marktrunde in Halle 1 ein. So er-möglicht 
Ökoherz allen Akteu-ren 
der Branche, Verbrauchern 
und Interessierten Th üringer 
Bioproduzenten kennenzuler-nen, 
teilte die Dachorganisation 
der hiesigen Ökobranche mit. 
An den einzelnen Ständen kann 
verkostet und probiert werden. 
Zudem freuen sich Produzenten 
darauf, mit den Besuchern ins 
Gespräch zu kommen. Das Bio-angebot 
der Messe reicht von 
Käse, Honig, Aufstrichen und 
Gemüse bis hin zu Bioheupro-dukten. 
Auch eine „Bio-Faire- 
Kaff eebar“ wird es geben. Eine 
besondere Attraktion für die 
Kleinsten ist der Kartoff elacker. 
Kinder können mit der Schaufel 
oder gleich mit den Händen 
nach Biokartoff eln buddeln und 
die „geernteten“ Knollen behal-ten. 
Auf der Bio-Infomeile bietet 
der Th üringer Ökoherz neben 
zahlreichen Mitmachaktionen 
für Kinder und Erwachsene um-fangreiche 
Informationen zum 
ökologischen Landbau in Th ü-ringen, 
seinen Produkten, Ein-kaufsmöglichkeiten 
sowie zur 
Biokontrolle. 
Landfrauen 
Jahrestagung und 
Erntekronen 
Erfurt. Rund 500 Th üringer 
Landfrauen treff en am Sonn-abend 
auf den Grünen Tagen 
(20. September, 10 bis 13 Uhr) 
im Congress-Center zu ihrem 
13. Landfrauentag. Unter dem 
Motto „Gemeinsam statt ein-sam“ 
ist diese Zusammekunft 
Höhepunkt der Vereinsarbeit. In 
seinen vier Kreis- und 150 
Ortverbänden zählt der Land- 
Frauenverband fast 3 000 Mit-glieder 
und ist somit der größte 
Frauenverband im ländlichen 
Raum Th üringens. Im Foyer der 
Messehalle 1 stellen Landfrauen 
aus elf Ortsvereinen während 
der gesamten Messezeit ihre 
Erntekronen aus, aus denen das 
Publikum und eine Jury die je-weils 
schönsten auswählen. Prä-senz 
zeigen die Landfrauen 
auch am Stand des Th üringer 
Landesbauernverbandes, wo sie 
das „Bauerncafé“ managen, na-türlich 
mit dem besten Landku-chen 
Th üringens. FH 
Bauernverband 
Agrarpolitisches Forum 
und Dialog am Stand 
Erfurt. Fester Bestandteil der 
Grünen Tage ist von jeher das 
agrarpolitische Forum des Th ü-ringer 
Bauernverbandes (TBV). 
Am Freitag (19. September, 12 
bis 15 Uhr, Congress-Center) 
diskutieren Bundesagrarstaats-sekretär 
Dr. Robert Kloos, Th ü-ringes 
Landwirtschaftsminister 
Jürgen Reinholz, der polnische 
Vizemarschall der Th üringer 
Partnerregion Malopolska, Dr. 
Stanislaw Sorys, sowie TBV-Prä-sident 
Helmut Gumpert aktuelle 
Fragen der europäischen und 
deutschen Agrarpolitik. 
Am Messestand des TBV in 
Halle 1 stehen an allen drei Mes-setagen 
kompetente Ansprech-partner 
bereit, die sowohl Fach-besuchern 
als auch Verbrau-chern 
Rede und Antwort stehen. 
Der Dialog, heißt es beim TBV, 
das Aufklären über Ackerbau, 
Pfl anzenschutzmittel, Düngung, 
nachwachsende Rohstoff e, Tier-schutz 
und Tierhaltung stünden 
dabei im Fokus. Zahlreiche In-formationsmaterialien 
zu die-sen 
Th emen liegen für die Besu-cher 
bereit. Partner am Messe-stand 
sind die TBV-Service und 
Marketing GmbH, der Fachver-band 
Biogas, die Beratungs-dienst 
und Versicherungsmak-ler 
GmbH sowie die Th üringer 
Beratungsgesellschaft für Land-wirtschaft, 
Gartenbau und länd-lichen 
Raum mbH. 
Ausstellung der Erntekronen im 
Foyer der Halle 1. FOTO: FH 
Offenes Konzept am Messestand 
des TBV. FOTO:TBV 
Bau14_011_GTT.indd 11 21.08.2014 16:27:21
12 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
rekt zu kaufen geht so einfach 
nicht“. Die Zahl der guten Züch-ter 
sei handverlesen. „Den Auf-wand, 
mit dieser Rasse eine 
Herdbuchzucht zu betreiben, 
tun sich nicht viele an“, sagt der 
Nebenerwerbslandwirt, der 
selbst nur bei Züchtern kauft, 
deren Tiere auf das schottische 
Herdbuch zurückgehen und 
den Originalvorgaben Genüge 
tragen. Analoge strenge Kriteri-en 
gelten in der Schweiz, wes-halb 
auch bereits ein Bulle aus 
ihrer Herde in die Alpenrepublik 
verkauft werden konnte. 
Auf den Grünen Tagen treten 
sie mangels Konkurrenz nicht 
im offi ziellen Wettbewerb des 
LTR an. Aber zur Demonstration 
wollen sie ihre besten Belted 
Galloways in den Schauring füh-ren, 
um bei Publikum und Fach-leuten 
für diese besondere Ras-se 
zu werben. Birgitt Schunk 
Bundesschau 2012 in Laasdorf 
stellten sie ebenso bei den Bel-ted 
Galloways einen Gesamtsie-ger. 
Und auch die IGW in Berlin 
war ein gutes Pfl aster für die 
Züchter. In 
diesem Jahr 
kamen in der 
Rasse die Sie-ger- 
Färse und 
der Reserve-sieger 
bei den 
Bullen aus der 
„Herde vom 
Rennsteig“. 
Dass die Erfol-ge 
nach dem 
Start 2007 sich 
relativ schnell 
Züchterpaar: Steffi Heller und 
Karsten Krey. 
einstellten, haben Krey und Hel-ler 
nicht dem Zufall überlassen. 
„Wir hatten uns viele Gedanken 
gemacht, lange umgesehen und 
dann drei hochwertige Färsen in 
Schleswig-Holstein bestellt. Di-fassten 
uns intensiv mit der Sa-che“, 
sagt Steffi Heller. Übers 
Knie brechen wollte man dabei 
nichts. Urlaubsfahrten hier und 
da wurden gerne genutzt, um 
Züchter zu be-suchen. 
Paral-lel 
hielt das 
Paar Ausschau 
nach Grün-land. 
Als ein 
älterer Bauer 
aufhörte, 
übernahmen 
die Neu-Land-wirte 
dessen 
Flächen. Über 
einen Tausch 
erreichte man 
bis heute ein relativ zusammen-hängendes 
Gebiet von 22 ha in 
Nähe des Wohnhauses. 
Von Anfang an stand fest, dass 
man in die Herdbuchzucht ein-steigen 
wollte. Der Verkauf der 
Zuchttiere sollte ein weiteres 
Standbein sein und für Einnah-men 
sorgen. Heute hält der Be-trieb 
sechs bis sieben Mutterkü-he, 
insgesamt stehen bis zu 30 
Tiere auf der Ganzjahresweide. 
Neben den Zuchttieren wird 
auch das Fleisch vermarktet. Die 
Schlachtung erfolgt bei einem 
Metzger im Nachbarort. Karsten 
Krey spricht von „wunderbarem 
Genussfl eisch“, das – neben dem 
Eigenbedarf – durchaus seine 
Liebhaber fi ndet. Privatleute, 
Gaststätten und Hotels gehören 
zu den Abnehmern. Eine Nische 
aber werde der Absatz dennoch 
immer bleiben. Anders als bei 
Intensivrassen dauert hier die 
Aufzucht weitaus länger – und 
das hat auch seinen Preis. 
Bei Wettbewerben fanden 
sich die Züchter Heller  Krey 
mit ihren Tieren schon mehr-fach 
in den Ergebnislisten ganz 
weit vorne wieder. So erreichten 
die Südwestthüringer bei den 
Galloway Open im hessischen 
Alsfeld 2013 mit einem Jungbul-len 
den Gesamtsieg. Bei der 
Wenn Zuchtrinder den 
„Rennsteig“ im Namen 
führen dürfen, dann 
sind es wohl zuallererst die Bel-ted 
Galloways von Steffi Heller 
und Karsten Krey. Das Züchter-paar 
wohnt schließlich im Renn-steigort 
Hörschel bei Eisenach, 
wo der knapp 170 km lange 
Kammweg des Th üringer Wal-des 
beginnt – und das genau vor 
der Haustür. Rennsteigstraße 11 
heißt die Adresse der Nebener-werbslandwirte 
aus der Wart-burgregion, 
die seit 2007 diese 
Galloway-Rasse mit dem wei-ßen 
Bauchstreifen züchten und 
seither recht erfolgreich sind. 
Auf den Grünen Tagen werden 
sie wieder Tiere präsentieren. 
Seit 1993 führen beide eine 
freie Autowerkstatt. Krey hat sei-nen 
Kfz-Meister gemacht, seine 
Partnerin hat den Abschluss als 
Automobilkauff rau in der Ta-sche. 
Mit der Landwirtschaft be-gannen 
die beiden, als ihr heute 
15-jähriger Sohn Niklas Tiere 
halten wollte. „Mit ein paar 
Schafen ging es los“, kann sich 
der Vater noch gut erinnern. 
Und weil sich dies gut anfühlte, 
dachte man weiter. Stallungen 
aber waren nicht vorhanden 
und als Neuling im Nebener-werb 
wollte man nicht gerade 
als erstes für einen Neubau Geld 
anfassen. „Also entschieden wir 
uns für Freilandrinder und be- 
Schotten am Rennsteig 
Die hierzulande eher seltene Extensivrasse Belted Galloway 
züchten Steffi Heller und Karsten Krey aus Hörschel. In Erfurt wollen sie 
dem fachkundigen Publikum ihre besten Tiere präsentieren. 
Landesschau der 
Fleischrinder 
Der Landesverband Thüringer 
Rinderzüchter (LTR) veranstal-tet 
am Messe-Sonnabend 
(20. September, 9 Uhr, 
Halle 3) auf den Grünen Tagen 
seine Landestierschau Fleisch-rind 
2014. Knapp 40 Züchter 
präsentieren 90 Tiere, vom 
Jungrind bis zum Altbullen. 
Bei den Intensivrassen sind 
das Charolais, Limousin, 
Simmental und Blonde 
d’Aquitaine. Die mittelintensi-ven 
Rassen vertreten Angus, 
Gelbvieh und Pinzgauer. Bei 
den Extensiven treten Züchter 
mit Hinterwalder, Galloway, 
Highland, Rotem Höhenvieh, 
Dexter, Aubrac und Dahomey 
an. In den verschiedenen 
Richtklassen werden Sieger 
und Reservesieger gekürt. 
Im Freistaat gibt es 280 aner-kannte 
Fleischrindzuchtbe-triebe 
mit 6 053 Zuchttieren, 
davon 370 im Herdbuch ein-getragene 
Bullen. 22 Rassen 
werden züchterisch bearbei-tet. 
Die Rasse Fleckvieh- 
Fleisch (Simmental) führt mit 
3 273 Tieren das Herdbuch 
an, gefolgt von Limousin (562) 
und Angus (468). FH 
2. Bundesjungviehschau Simmental 
Nach der Premiere im Jahr 2010 versammelt der Verband Deutscher 
Simmentalzüchter (Fleckvieh-Fleisch) die bundesweit besten Jungtiere 
dieser Rasse zum zweiten Mal in Erfurt. 35 Züchter, davon zehn Thürin-ger, 
stellen dem Schweizer Richter Mathias Gerber am Sonntag, 
21. September ab 9 Uhr 70 Tiere vor (Halle 2). Der Schwerpunkt liegt 
bei den weiblichen Jungtieren, die in drei Klassen bis zur tragenden 
Färse gerichtet werden. Aber auch vielversprechende Jungbullen füh-ren 
die Züchter in den Ring. Neben den Bundessiegern der Klassen kürt 
der Preisrichter die „Miss“ und den „Mr. Simmental 2014“. Im Anschluss, 
gegen 12 Uhr, wetteifern etwa 15 Jungzüchter im Vorführwettbewerb 
der Simmentaler. TEXT: FH, FOTO: FRITZ FLEEGE 
FOTOS: BIRGITT SCHUNK 
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sind bundesweit genehmigungsfähig „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ (Z-59.22-321) 
Thuringia Jersey Open 
Die einzige nationale Schau 
Erfurt. Am Sonnabend (20. September, 14 Uhr, Halle 3) treiben nach 
2012 zum zweiten Mal Züchter der Rasse Jersey ihre Tiere zur bun-desoff 
enen Schau in den Tierschauring. Die Messe Erfurt und die TLL 
sind Veranstalter des einzigen nationalen Leistungsvergleiches für 
diese ursprünglich von der gleichnamigen Kanalinsel stammenden 
Milchviehrasse. 20 Züchter haben insgesamt 42 Kühe gemeldet; das 
sind ein Drittel mehr als bei der Premiere. Hinzu kommen elf Rinder, 
die beim Juniortyp-Cup starten. Gerichtet werden die Kühe in drei 
Klassen (jung, mittlere Kühe, ältere Kühe ab dritter Laktation). Aus 
Bundesweit stehen knapp über 2 000 Jerseykühe von 60 Züchtern im 
Herdbuch. Die Milchleistung der überwiegend als Weidetiere gehaltenen 
Kühe bewegt sich zwischen 6 000 und 7 000 kg pro Jahr. Der Fettgehalt 
der Milch liegt bei über 5 Prozent. FOTO: FRITZ FLEEGE 
den Klassensiegern wird ein Champion hervorgehen. Zudem erfährt 
der erfolgreichste Beschicker eine Ehrung. Beim bundesoff enen Vor-führwettbewerb 
der Jungzüchter, der parallel zu dem der Th uringia 
Holstein Open am Freitag (19. September, 12 Uhr, Halle 3) stattfi ndet, 
wollen 15 Jungzüchter ihr Geschick beim Führen der Jerseys unter 
Beweis stellen. FH 
Pony-Verbandsschau Sachsen/Thüringen 
Erstmals tragen die im Pfer-dezuchtverband 
Sachsen/ 
Thüringen organisierten Po-nyzüchter 
ihre zweijährig 
staffi ndende Verbandsschau 
auf den Grünen Tagen aus. 
Über 30 Züchter stellen im 
großen Tierschauring der 
Halle 3 am Messesonntag 
(21. September, 9 Uhr) 50 
Tiere vor. Vertreten sind na-hezu 
alle zehn im Zuchtver-band 
betreuten Rassen, dar-unter 
Shetland, Welsh (Foto), 
Deutsches Reitpony oder 
Hafl inger. Je nach Größe der 
Gruppen werden Rasse-bzw. 
Klassensieger ermittelt. 
Am Ende der Schau erfolgt 
die Krönung des Champions 
bzw. der Championess. FH 
FOTO: PFERDEZUCHTVERBAND 
Bau14_013_GTT.indd 13 21.08.2014 16:32:32
14 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN 
Deutschland ein und das Rhön-schaf 
musste in die Liste der 
vom Aussterben bedrohten 
Haustierrassen aufgenommen 
werden. Die Herdbuchzucht 
war in den 1970er/80er Jahren 
sogar zum Erliegen gekommen. 
Die Rhönschafzucht rechnete 
sich nicht, der Wollertrag war 
dürftig. Doch dann wurde die 
Reißleine gezogen. Die Bemü-hungen 
um den Erhalt trugen 
Früchte. 1984 gab es in Unteral-ba 
bei Dermbach im Wartburg-kreis 
wieder die erste Herdbuch-aufnahme. 
Hier engagierte sich 
der dortige örtliche Kleintier-zuchtverein, 
dem Jürgen Ritz-mann 
beitrat und bis heute die 
Treue hält. Mit der Aufnahme 
der Herdbuchzucht bei den 
Rhönschafen war es nun auch 
wieder möglich, gute Zuchttiere 
zu bekommen. 
Heute halten Jürgen Ritzmann 
und seine Frau Renate an die 25 
Schafe dieser Rasse. Im „richti-gen 
Leben“ ist der Züchter 
Werkzeugmacher, die Schafhal-tung 
ist sein Hobby. Auf zwei 
Hektar unweit des Wohnhauses 
weiden die Tiere, auf 1,5 ha wird 
Futter gemacht. Im Winter sind 
die Schafe im Stall gleich neben-an 
untergebracht. 
Den Typ zeigen 
Zu den Grünen Tagen in Erfurt 
werden die beiden Züchter sich 
erneut dem Wettbewerb stellen. 
Wenn es Freitagfrüh losgeht in 
Richtung Landeshauptstadt, 
werden die Tiere von der Hute-fl 
äche geholt. Eine spezielle Be-handlung 
wird es nicht geben. 
Von Styling halten Ritzmanns 
nichts. „Wir wollen den Land-schaftyp 
zeigen so wie er ist und 
kein frisiertes Mastschaf“, sagt 
Jürgen Ritzmann selbstbewusst. 
Seine Tiere stehen auf kargen 
und steilen Flächen am Orts-rand 
– dort also, wo in der Tat 
kein Mähwerk mehr arbeiten 
kann. Vom niedrigsten Punkt 
der Koppel bis zum höchsten 
müssen 100 Höhenmeter über-wunden 
werden. Da hatte selbst 
ein Bock aus dem fl achen Land, 
der leihweise hier seine Arbeit 
verrichten sollte, schon mit 
„Muskelkater“ zu kämpfen, weiß 
der Südthüringer. 
Die Grünen Tage sind für Jür-gen 
und Renate Ritzmann nicht 
nur ein guter Termin, um sich 
mit der Arbeit anderer Züchter 
zu vergleichen. „Man triff t viele 
Gleichgesinnte, die man nicht 
alle Tage sieht“, sagt die Züchter-frau. 
Die Chemie stimmt, auch 
das Ambiente. Zeit genug gibt es 
ebenso zum Fachsimpeln. Mit 
einem Bock und drei Muttern 
wird das Züchterpaar die Rhön-schaf- 
Rasse präsentieren. 
Birgitt Schunk 
Hasen hatten wir ja kein Vieh.“ 
Doch das sollte sich nun ändern. 
Wo ein Schaf frisst, könnten dies 
fortan auch mehrere tun, sagte 
sich die Familie. Zehn Jahre lang 
züchtete der Schnellbacher von 
da an Merinolandschafe. 
Seit 25 Jahren widmet er sich 
jedoch den Rhönschafen. Sein 
Interesse an der robusten Rasse 
geht allerdings noch weiter zu-rück. 
„Die Tiere haben uns 
schon lange gefallen, doch gute 
Zuchttiere zu bekommen, war 
zunächst schwierig“, sagt Ritz-mann. 
Das Rhönschaf war in der 
Rhön und über diese hinaus ei-ne 
ehemals weit verbreitete 
Schafrasse. In den 1950er Jahren 
brachen die Bestände in ganz 
Jürgen Ritzmann aus Schnell-bach 
bei Schmalkalden kann 
sich noch genau an jenen Tag 
erinnern, als die Schafzucht in 
der Familie Einzug hielt. Es war 
der 1. Mai 1979 und somit ein 
Feiertag. „Damals brachte mein 
Vater ein Lamm mit nach Hause. 
Vom Schäfer oder gar einer Her-de 
war weit und breit nichts zu 
sehen“, sagt der 55-Jährige. Das 
Tier wurde mit der Nuckelfl a-sche 
aufgezogen und hielt fort-an 
den Rasen in Schach. Die 
2 700 m2 Garten, die nicht in die 
LPG eingebracht worden waren, 
mussten jedes Jahr mit der Sen-se 
gemäht werden. Die Familie 
machte Heu und verschenkte es 
letztendlich. „Außer ein paar 
Ziegenschauen 
Bock auf Ziege 
Erfurt. Das diesjährige Motto 
des Th üringer Ziegenzucht-verbandes 
auf den Grünen Ta-gen 
lautet: „Bock auf Ziege – 
was man zur Ziegenhaltung 
wissen sollte!“ Damit wolle 
man all jene ansprechen, die 
Interesse an der Tierart ha-ben, 
Ziegen züchten oder ein-fach 
nur halten wollen oder 
schon immer mal wissen 
wollten, was es mit den Glöck-chen 
der Ziegen auf sich hat, 
heißt es beim Verband. 
Über 2 500 Ziegenhalter 
sind im Freistaat mit fast 
17 300 Ziegen registriert. Die 
Herdbuchzucht umfasst 678 
eingetragene Tiere von neun 
Rassen. 53 Herdbuchzüchter 
gibt es derzeit. Die Th üringer 
Waldziege ist hier mit 415 Tie-ren 
von 27 Züchtern am 
stärksten vertreten, gefolgt 
von 150 Burenziegen, die 16 
Züchter betreuen. Daher wird 
für diese beiden Rassen am 
19. September in Halle 2 (Klei-ner 
Ring) von 15 bis 18 Uhr ein 
Wettbewerb ausgerichtet. 
Wer hingegen erfahren will, 
wie eine Angoraziege oder 
Walliser Schwarzhalsziege 
aussieht, ist in Halle 2 bei der 
Rassedemonstration genau 
richtig. Hier fi ndet sich auch 
der Stand des Ziegenzucht-verbandes. 
In der Milchmeile 
(Halle 2) kann man seinen ei-genen 
Ziegenkäse herstellen. 
Einblick in die Verarbeitung 
von Ziegenmilch erhält man 
vom Team des Ziegenhof Pe-ters. 
Der tägliche Gang nach der Arbeit führt Jürgen Ritzmann zu seinen Rhön-schafen. 
Für den Züchter gilt: Nur der Kopf ist schwarz – ansonsten sind 
Farbtupfer unerwünscht. FOTOS: BIRGITT SCHUNK; FH 
Ohne Styling 
nach Erfurt 
Mit ihren Rhönschafen reisen Jürgen Ritzmann und 
seine Frau zu den Grünen Tagen. Dort wollen sie sich 
mit Züchterkollegen messen und austauschen. 
Burenziegen sind populär. 
Die besten Zuchtschafe 
Die Schafzüchter ergreifen erneut die Chance, auf den 
Grünen Tagen ihre besten Zuchttiere vorzustellen. 
Laut Landesschafzuchtverband werden zur Landes-tierschau 
am Freitag, 19. September (Halle 2) 
ca.100 Tiere von 13 Schafrassen aufgetrieben. 
Wettbewerbe fi nden bei den Rassen Merinolandschaf, 
Merinolangwollschaf, Suffolk, Rhönschaf und Oues-santschaf 
statt (das Richten beginnt um 15 Uhr). Prä-miert 
werden die beste Züchtersammlung (ein Bock 
und zwei bzw. drei Mutterschafe), das beste Mutter-schaf, 
der beste Zuchtbock, der Wollsieger sowie der 
Fleischsieger. In diesem Jahr sind die Rhönschafe mit 
sechs Züchtersammlungen am stärksten vertreten. 
Hierzulande werden mit 2 139 Herdbuchmutterscha-fen 
von 28 Zuchtbetrieben deutschlandweit die meis-ten 
Tiere dieser vom Aussterben bedrohten sehr alten 
Landschafrasse gehalten. 
Die Vielfalt der im Freistaat gezüchteten Schafrassen 
wird im Programmteil „Rassedemonstration“ deutlich, 
wo den Messebesuchern die Rassen Ostfriesisches 
Milchschaf, Charollais, Dorper, Nolana, Leineschaf, 
Coburger Fuchsschaf, Walliser Schwarznasenschaf 
und Scottish Blackface präsentiert werden. Die Agrar 
eG Schalkau stellt an den Messetagen mit einer Kol-lektion 
Mastlämmer aus Weideaufzucht das Haupt-produkt 
der Schafhaltung vor. 
Bau14_014_GTT.indd 14 21.08.2014 15:02:13
GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 15 
Das Rahmenprogramm 
Die Grünen Tage sind vollgepackt. Hier eine 
Auswahl aus den vielen Veranstaltungen. 
19. September 
■ Eröff nung der Messe mit Krö-nung 
der Milchkönigin, Halle 3, 
10 bis 11.15 Uhr 
■ Wettkämpfe zur Waldarbei-termeisterschaft, 
9 bis 11.30 Uhr, 
Freigelände 
■ Th üringer Jungzüchter (Tier-beurteilung), 
Halle 2, 10 bis 
12.30 Uhr 
■ Agrarpolitisches Forum des 
Th üringer Bauernverbandes, 12 
bis 15 Uhr, Congress-Center 
■ Th uringia Holstein Open/ 
Th uringia Jersey Open: Vorführ-wettbewerb 
der Jungzüchter, 
Halle 3, 12 bis 15 Uhr 
■ Juniortyp-Cup, Halle 3, 15 bis 
18 Uhr 
■ Tierschau Schafe und Ziegen, 
Halle 2,12.30 bis 14 Uhr 
■ Landestierschau, Richten der 
Ziegen und Schafe, 15 bis 18 
Uhr, Halle 2 
20. September 
■ Wettkämpfe zur Waldarbei-termeisterschaft, 
Freigelände, 
9 bis 11.30 Uhr 
■ Landestierschau Fleischrin-der, 
Halle 3, 9 bis 12 Uhr 
■ Th üringer Jungzüchter: Vor-führwettbewerb, 
Halle 2, 9 bis 
12 Uhr 
■ 12. Landfrauentag, Congress- 
Center, 10 bis 13 Uhr 
■ Fachseminar Klauenerkran-kungen 
beim Rind (TSK/TGD), 
Congress-Center, 10 bis 11 Uhr 
■ Kleintierschau: Tiere und 
Freizeit u. a. Schäferberuf, Halle 
2, 12.30 bis 17 Uhr 
■ Th uringia Holstein Open 2014 
und Th uringia Jerseys Open 
2014, Halle 3, 14 bis 19 Uhr 
■ Siegerehrung 11. Th üringer 
Waldarbeitermeisterschaft, Hal-le 
1, 17 bis 18 Uhr 
■ „Th uringia Auction Time“, 
Halle 3, ab 19.30 Uhr 
21. September 
■ 2. Bundesjungviehschau 
Fleckvieh-Simmental, Halle 2, 9 
bis 12 Uhr 
■ 12. Ponyverbandsschau 
Sachsen/Th üringen, Halle 3, 9 
bis 12 Uhr 
■ Th üringer Jungzüchter: Fit-ting- 
Wettbewerb, Halle 2 (An-bau), 
9.30 bis 11.30 Uhr, 
■ Junglandwirte-Contest Th ü-ringer 
Maschinenringe, Freige-lände, 
11 bis 15 Uhr 
■ Aufl ösung Gewinnspiel Lan-deswelle/ 
Heimische Landwirt-schaft, 
Halle 2, 14 bis 15 Uhr 
■ Großes Schauprogramm der 
Landestierschau, Halle 3, 14 bis 
16 Uhr 
■ Siegerehrung Junglandwirte 
Contest der Maschinenringe, 
Halle 1, 15 bis 16 Uhr 
An allen Tagen 
■ „Th üringer Kartoff el des Jah-res“ 
mit Verkostung, Halle 1, 
■ Traktorfahren für Jedermann, 
Freigelände 
■ wechselndes Programm auf 
der Aktionsbühne Halle1 
■ wechselndes Programm auf 
der Milchstraße und Grünland-meile, 
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An allen drei Messetagen öffnet 
die Landwirtschaftsschau von 9 
bis 18 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr). 
Eine Tageskarte kostet 7,00 € 
(ermäßigt 5,00 €). Familien zah-len 
18,50 €. Der Eintritt für Kin-der 
bis sechs Jahre ist kosten-frei. 
Wer mit dem Zug anreist 
(Erfurt Hbf) nutzt die Tram-Lini-en 
3, 5 oder 6 bis zum Anger 
und steigt dort in die Linie 2 um 
(Richtung P+R Messe). Ob aus 
Ost, West oder Süd kommend, 
passiert mit dem Auto das Au-tobahnkreuz 
Erfurt. Hier der 
Ausschilderung „Messe“ auf der A 71 bis zur Anschluss-Stelle Erfurt- 
Bindersleben folgen. Wer diese Abfahrt nutzt, braucht keine Umweltpla-kette. 
Parkplätze fi nden sich am Messeglände. Bitte den Tierseuchen-schutz 
auf dem Messeglände beachten. www.gruenetage.de 
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Sie am Stand des Deutschen 
Bauernverlages in Halle 1, 
Stand 1-202. 
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Bauernzeitung Sonderausgabe Grüne Tage Thüringen Messe-Journal 2014

  • 1. L A N D W I R T S C H A F T L I C H E S W O C H E N B L A T T BAUERN ZEITUNG MESSE-JOURNAL 2014 19. bis 21. September Bau14_001_GTT.indd 1 21.08.2014 14:58:20
  • 2. Maßgeschneiderte Lösungen für Sie: die BauernZeitung z. B. Universal-Tank-Gutschein 50,- € im Kombi-Abo 30,- € bei ePaper und App Bitte diesen Coupon ausfüllen und senden an: Deutscher Bauernverlag GmbH, Leserservice, Postfach 31 04 48, 10634 Berlin Ihre Vorteile: App und ePaper bereits Donnerstag Abend verfügbar Jeden Monat mit Jugendausgabe JUNGESLand 3x im Jahr Sonderausgaben Expertenwissen 1 Geschenk Ihrer Wahl Ja, ich bestelle die BauernZeitung als ePaper für 75,00 € für mind. 1 Jahr. als App für 74,99 € für mind. 1 Jahr. als Kombi inkl. ePaper für 119,85 € (davon 11,85 € ePaper) für mind. 1 Jahr. als Kombi inkl. App für 119,85 € (davon 11,85 € App) für mind. 1 Jahr. Mein Geschenk erhalte ich nach Zahlungseingang. Angebot gilt nur in Deutschland. Auslandspreis auf Anfrage. Meine Anschrift Name / Vorname Straße / Hausnummer PLZ / Ort Telefon E-Mail Bitte informieren Sie mich über interessante Verlagsangebote. Bitte wählen Sie: per E-Mail per Telefon Ich kann der Nutzung meiner Daten zu Werbezwecken jederzeit beim Verlag widersprechen. Gewünschte Zahlungsweise Bequem durch Konto-Abbuchung Diese Einzugsermächtigung erlischt spätestens bei Ablauf des Abonnements. Ihre Bankleitzahl Ihre Kontonummer D E IBAN (22 Stellen) BIC (11 Stellen) Ich ermächtige den Deutschen Bauernverlag GmbH, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom DBV GmbH auf mein Konto gezogene Lastschriften einzulösen. Ich kann innerhalb von 8 Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. gegen Rechnung Datum Unterschrift BAU14PRINT Gleich bestellen: 030 46406-111 @ leserservice@bauernverlag.de www.bauernzeitung.de 9 9 9 9 … als gedruckte Ausgabe Die digitalen Ausgaben der BauernZeitung – optimal aufbereitet für alle Endgeräte als ePaper im PDF-Format als App im E-Reader-Format Lesen Sie alle Beiträge, Reportagen und Informationen in der für Sie optimalen Version, zu jeder Zeit und an jedem Ort und wählen Sie die für Sie maßgeschneiderte Lösung. Bitte schicken Sie mir folgende Prämie. Prämien-Bezeichnung: Ein Geschenk Ihrer Wahl! + Mehr Prämien unter www.bauernzeitung.de Lieferung so lange der Vorrat reicht. … im Tablet … im Smartphone … am PC * Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Grü nden formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie die erste bestellte Ausgabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anforderungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genü gt bereits das rechtzeitige Absenden ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: Deutscher Bauernverlag GmbH, Aboservice, Postfach 31 04 48, Telefon: 030 46406-111, Telefax: 030 46406-451, E-Mail leserservice@bauernverlag.de Bau14_002_GTT.indd 2 21.08.2014 14:58:36
  • 3. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 3 Hufen hoch und ab nach Erfurt! Die Besucher der Grünen Tage Thüringen 2014 dürfen sich freuen: Die Messe und ihre Partner haben ein exellentes Programm für das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit auf die Beine gestellt. Schwere Landtechnik, regio-nale Produkte, Zuchttier-wettbewerbe und -auktio-nen auf europäischem Niveau sowie ein Gastauftritt der polni-schen Landwirtschaft: „Nie zu-vor waren die Grünen Tage Th ü-ringen vielfältiger, lebendiger und internationaler“, blickt Messechef Wieland Kniff ka auf die Erfurter Landwirtschafts-schau vom 19. bis 21. Septem-ber. „Ein Muss für alle Fachleute aus Land-, Forst- und Ernäh-rungswirtschaft und interessier-ten Besucher im Spannungsfeld von Tieren, Traktoren und Tra-ditionen.“ Auf 50 000 m2 präsentieren sich 300 Aussteller aller Sparten der modernen Land-, Ernäh-rungs- und Forstwirtschaft. „Wir erwarten über 25 000 Gäste aus ganz Deutschland“, so Kniff ka, der den hohen Anteil Fachgäste betont. Die Veranstaltung stehe ex-emplarisch für die Strategie der Messe Erfurt, der „gezielten, punktuellen Interna-tionalisierung“. Mit den Bundeswettbe-werben „Th uringia Holstein Open“ und „Th uringia Jersey Open“ reihe sich die Landwirtschaftsmes-se unter die Hotspots der europäischen Milchrindzucht ein, so Kniff ka selbstbe-wusst. Der bundesof-fene Jungzüchterwettbewerb vereine die jüngere Züchterge-neration im Vorführ- und Typ-wettbewerb. Am 20. September feiert die internationale „Th u-ringia Auction Time“ ihre Pre-miere. „Zum ersten Mal begrüßen wir in großem Umfang ausländi-sche Partner. Im Rahmen der Grünen Tage Th üringen werden Erfurts Partnerstadt Kalisz sowie Wojewodschaft Ma-lopolska (Kleinpolen) als offi zielle Partner-region Th üringens ih-re Vorzüge und Stär-ken im landwirt-schaftlichen Bereich vorstellen“, freut sich der Messechef. Ein traditioneller Schwerpunkt der Messe sei die „Tech-nik für starke Typen“. So präsentieren etwa der Ver-band Landtechnik, Baumaschi-nen und Metallverarbeitung Th üringen (vlt) und seine Mit-glieder kompakt die Vielfalt und Trends der Landtechnikbran-che. „Auf der Messe sind alle be-kannten Fabrikate vertreten.“ Auf 7 000 m2 seien namhafte Traktoren-, Bodenbe-arbeitungs- und Aus-saattechnikmarken zu bestaunen. Letzt-endlich: „Als Schau-fenster der modernen Agrarwelt zeigen die Grünen Tage das Landleben in seiner ganzen Vielfalt.“ Hier würde der interes-sierte Verbraucher al-les Wissenswerte über Anbau und Aufzucht, Ernte und Ernährung erfahren. Gleichzeitig diene die Messe den Agrarexperten als Leis-tungsschau und Branchentreff . Die Verbraucher hat auch das Landwirtschaftsministerium im Blick, das Mitveranstalter der Grünen Tage ist. Ressortchef Jürgen Reinholz: „Wir beobach-ten beim Verbraucher ein wach-sendes Bewusstsein für regiona-le Produkte. Die Grünen Tagen Th üringen zeigen, wie viel Th ü-ringen in dieser Hinsicht zu bie-ten hat: Bioenergie aus der Regi-on, regionales Handwerk, wun-derbare Naturlandschaften.“ Ei-ne große Rolle spiele Regionalität natürlich bei Le-bensmitteln, „denn sie schaff t Transparenz für den Kunden“. Th üringen stehe bei der Er-zeugung regionaler Lebensmit-tel gut da. Das Zeichen „Geprüf-te Qualität aus Th üringen“ biete dem Verbraucher seit über 20 Jahren beim Einkauf Orientie-rung. „Die Touristen, die Th ü-ringen besuchen, fragen unsere Spezialitäten in der Gastrono-mie nach.“ Gleichwohl erkennt Reinholz bei der Etablierung re-gionaler Produkte in der Th ürin-ger Gastronomie noch ein großes Po-tenzial. Die Grünen Tage sieht Reinholz auch als Chance, Vorurtei-le gegenüber der Tierhaltung abzubau-en. Auch wenn Th ü-ringen zu den eher vieharmen Regionen Deutschlands zähle, hätten Tierzucht und Tierhaltung in Th üringen eine lange Tradition, was sich in der Rassenvielfalt der gehaltenen Tiere widerspiegele. Und: „Un-sere Zuchtleistungen bestim-men das Niveau der deutschen Tierzucht mit.“ Frank Hartmann So lecker isst Thüringen. Aus der Region für die Region: Alle Osterland Produkte sind echte Thüringer. Besuchen Sie uns: Grüne Tage Thüringen Halle 1/307 Das Magnet der Grünen Tage sind die Tiere. FOTOS: MESSE; FH Wieland Kniffka Jürgen Reinholz Bau14_003_GTT.indd 3 22.08.2014 15:57:42
  • 4. 4 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN Wende das Familienland aus der LPG zurücknahm, den Betrieb gründete und ihm sofort Verant-wortung für die Kühe übertrug. Damit begann der gelernte Fahrzeugelektriker auch umge-hend, alle notwendigen land-wirtschaftlichen Qualifi katio-nen nachzuholen. „Wir waren damals einer der allerersten Wiedereinrichter weit und breit“, erinnert sich der 45-Jährige. Und Hilmar Gerbothe erlebte damit zugleich eine späte Genugtu-ung, nachdem man ihn 1974 nicht eben freiwillig in die Ge-nossenschaft genötigt hatte. Wurde doch dieser Hof am Ran-de von Obersachswerfen schon seit dem Jahr 1627 nachweislich durch die Gerbothes familiär bewirtschaftet. Kaum war 1990 die Grenze of-fen, die unmittelbar hinter ih-rem Anwesen verlief („Zu uns kam man bis zur Wende nur mit Passierschein!“), lernte Andreas Gerbothe auch schon einen Kol-legen „von der anderen Seite“ kennen: Hubert Wiesner. Er führt im niedersächsischen Wal-kenried einen kleinen Milch-viehbetrieb. Man traf sich, tauschte sich aus. Doch schon bald gingen die Fachsimpeleien in handfeste Pläne über. So gründeten sie zum 1. Januar 1991 eine gemeinsame GbR in Obersachswerfen. Sie pachteten Land zu, beantragten eine Milchquote für zunächst 23 Kü-he, nutzten eine betagte Rohr-melkanlage – und avisierten den Neubau eines Kuhstalls mit 180 Plätzen. Ende 1993 weihten sie ihn ein. Man weiß, dass solche Ost-West-Partnerschaften nicht immer die Zeit überdauerten. Nicht so bei diesem Gespann. Denn inzwischen ist auch Alex-ander Wiesner längst im sieben-köpfi gen Unternehmen veran-kert: Der 26-Jährige managt den Pfl anzenbau auf 820 ha Be-triebsfl äche, 80 ha davon Grün- Martha wird Marcus Gerbothe in Erfurt präsentieren (o.). Die Gerbothe-Wiesner GbR (v. l.): Hubert Wiesner, Andreas und Marcus Gerbothe sowie Alex-ander Ehrgeiz agieren. Das war eine Zeit, an die sich Marcus gern er-innert. Denn bereits als Lehrling holt er so 2007 seinen ersten Sieg in einem landesweiten Vor-führwettbewerb. „Noch heute erkenne ich bei Schauen auf An-hieb jede Görsbacher Kuh“, ver-sichert er. Andreas Gerbothe war selbst noch blutjung, als sein Vater Hilmar gleich mit der Schauen mitgefahren. Er hat das Metier von klein auf eingesogen. So stand es für ihn auch nie in-frage, selbst einmal Landwirt zu werden. Der Vater schickte ihn zur Lehre dann auch gezielt in die Agrar GmbH „Goldene Aue“ in Görsbach, wo Wolfgang Benk-stein und seine beiden Söhne mit ähnlichem züchterischem Der heimliche Schwarm von Marcus Gerbothe heißt Martha. Zwar ist er fest mit Stephanie liiert und hat mit ihr auch bereits einen Sohn. Doch Martha sei eben Martha, gesteht er. Letztes Jahr mit dem Prädikat „Exzellent“ eingestuft, holte er mit der Jungkuh, die sich heute in der zweiten Laktation befi ndet, unlängst den Gruppensieg zur Alsfelder Leistungsschau „Hessens Zu-kunft 2014“. Nun möchte er dasselbe und vielleicht etwas mehr zu den Grünen Tagen schaff en. Mit Martha verfügt der 24-Jäh-rige über einen züchterischen Edelstein: In ihr pulst Blut des legendären Mascol. Marthas Mutter wurde einst im Rahmen eines Embryonenprogramms des Landesverbandes Th üringer Rinderzüchter (LTR) gezeugt, an dem der Betrieb teilnahm. In der Tat gibt Marcus Gerbo-the viel auf gute Genetik: „Man muss doch genau wissen wollen, welche Erbfaktoren hier zum Einsatz kommen und wie die sich später auswirken können.“ Und daraus dann das Beste zu ma-chen, das sei schon eine wichtige Moti-vation für ihn. So verschließt sich der junge Züchter auch allen Experimenten: „Kälber, deren Kör-per zu klein ist oder wo die Beinstellung nicht stimmt, gehen weg“, sagt er mit Überzeugung. Vielmehr verfolge der Familien-betrieb eine „klare züchterische Linie: gute Euter, gutes Funda-ment, Langlebigkeit“. Selbst Vater Andreas Gerbo-the staunt zuweilen über seinen Junior. „Er hat in solchen Fragen eine gute Erfahrung.“ Schon als Zehnjähriger sei Marcus leiden-schaftlich gern zu den großen Eine besondere Gabe für Kühe Gerade 24 Jahre jung ist Marcus Gerbothe aus Obersachswerfen. Dennoch managt er in der Gerbothe-Wiesner GbR bereits das Zuchtgeschehen. Im Stall der Familie stehen einige der langjährig produktivsten Kühe Thüringens. 3. Thuringia Holstein Open Nach der Premiere vor vier Jahren gibt es eine Wiederaufl age der „Thuringia Holstein Open“. Am 20. September startet um 14 Uhr im Vorführring der Halle 3 der Höhepunkt der Grü-nen Tage Thüringen 2014. Veranstalter sind die Messe Erfurt und die TLL. Rund 100 Holstein-kühe und über 70 Jungrinder aus ganz Deutsch-land werden aufgetrieben. Sieben Thüringer Holsteinzüchter sind mit 25 Tieren dabei. Ne-ben dem Titel „Grand Champion“ winkt dem Sieger aus allen vier Klassen eine Prämie von 2 000 €. Bereits am Freitag (19. September) ge-hen ab 12 Uhr 60 Jungzüchter beim bundesof-fenen Vorführwettbewerb im Rahmen der Thu-ringia Holstein Open an den Start. Hochkarätig ist mit den Briten John Gribbon und Mark Nuts-ford sowie Erica Rijneveld aus den Niederlan-den auch das Richtergespann. 1. Thuringia Auction Time Am Messe-Sonnabend (20. September, Tier-schauring, Halle 3) warten die Grünen Tage ab 19.30 Uhr mit einem Züchterspektakel der Ext-raklasse auf. Die erstmals veranstaltete Thurin-gia Auction Time verspricht eine Auktion mit Top-Genetik der weltweiten Holsteinzucht. Auf-geboten werden 44 Tiere, darunter vier Thürin-ger. Dazu zählen Kühe, deren Väter auf der Weltrangliste der besten zehn Vererber zu fi n-den sind, etwa von Enforcer (gRZE 165). Darü-ber hinaus kann der kanadische Auktionator Brian Craswell Nachkommen aus Top-Kuh-Fa-milien anpreisen, die viel Schaupotenzial besit-zen (u. a. Harvue Roy Frosty: EX 97 oder Rich-ters Talent Maxima: EX 94 – 2012 kam der Erfurter Grand Champion aus dieser Familie). Im Katalog fi nden sich auch zwei „First Choice“- Angebote trächtiger Kühe. Die Tiere der Thurin-gia Auction Time bieten Züchter aus Deutsch-land und Europa an, darunter aus Italien und den Niederlanden. Käufer werden aus ganz Europa erwartet, aber auch heimische Züchter werden Chancen haben, mitzubieten. Ein Teil der Tiere wird bereits auf der Thuringia Holstein Open am Nachmittag aufgetrieben. Veranstalter der Auktion sind eine Handvoll en-gagierter Züchter aus Niedersachsen. Katalog: info@thuringia-auction-time.com; www.thuringia-auction-time.com Wiesner. FOTOS: HARALD LACHMANN Bau14_004_005_GTT.indd 4 21.08.2014 15:10:33
  • 5. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 5 land. Was sie nicht als Futter be-nötigen, geht in die Vermark-tung: Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Rüben Mais, Raps ... Für fast alles habe man längst auch eigene Technik, erzählt Alexan-der Wiesner. Und das vielleicht wichtigste für ihn: „Wir können 2 000 t Getreide einlagern.“ Gleichwohl der Ackerbau da-mit im Moment knapp zwei Drit-tel des Betriebserlöses trägt – wichtige Meriten steuert die Milchviehherde bei. Erst im April war die GbR mit dem Th üringer Staatsehrenpreis in der Kategorie Tierzucht und Tierhaltung geehrt worden, nicht zuletzt aufgrund der extrem hohen Lebensaktivi-tät ihrer Kühe. Die älteste noch melkende Kuh ist Jahrgang 2001, die Lebensleistung der Herde liegt bei 38 000 kg je Kuh, der Jah-resschnitt bei 10 880 kg und die durchschnittliche Lebenstagleis-tung bei 18,6 kg pro Kuh! „Nur mit alten Kühen ist Geld zu verdienen“, betont Andreas Gerbothe. Doch um lange Leis-tung zu bringen, benötigten sie eben auch viel Pfl ege, Zuwen-dung und schonende Behand-lung. Für Vater und Sohn gehört dazu nicht nur der 2011 neu hinzugekommene Rinderstall mit 50 Tierplätzen, der so im Kuhstall „Luft für 163 reine Melkplätze schaff t“. Denn Nach-wuchs und Trockensteher beka-men so eine separate Bleibe. Dazu gehören nicht nur bestes Stallklima oder Hochliegebo-xen, die täglich eingestreut und gekalkt werden. Als unverzicht-bar betrachten sie ein Grund-futter, das punktgenau geschnit-ten wird („Das A und O!“), un-beschränkte nächtliche Wei-deausläufe im Sommer sowie den alltäglichen Umgang mit den Kühen. Stets ruhig, betont unaufge-regt, bewegen sie sich in der Herde. „Die Tiere dürfen keine Angst vor Menschen haben. Denn nur wenn sie nicht scheu und nervös reagieren, ermög-licht uns das, sie eingehend zu beobachten und mögliche Auf-fälligkeiten schnell zu entde-cken“, so Marcus Gerbothe. Ein ganzes Repertoire an „Feinhei-ten und scheinbaren Kleinigkei-ten“ habe er sich diesbezüglich über die Jahre vom Vater wie auch schon vom Großvater ab-schauen können. Die hohe Le-bensdauer der Kühe ermöglicht auch eine sehr günstige Repro-duktionsrate von lediglich 15 %. „Somit können wir viele Jungtie-re verkaufen, was sich gerade dann als zusätzliche Einnahme-quelle auszahlt, wenn der Milch-preis wieder mal schlecht ist“, so Andreas Gerbothe. Auch Jung-bullen werden regelmäßig ver-kauft. Dennoch laufe bei ihnen bei-leibe „nicht alles nur über den Geldbeutel“, fügt der Vater hin-zu. Eine Kuh, die bereits fünf gu-te Laktationen hinter sich habe, „bekommt dann auch ihre Chance, wenn die sechste viel-leicht nicht so gut verläuft“, ver-sichert er. Dankbar ist er diesbe-züglich aber auch ihrem Tierarzt Dr. Matthias Stark aus Leinefel-de, der alle zwei Wochen vorbei-schaut: „Er sagt uns auch mal ehrlich, wenn eine Kuh keine echte Chance mehr hat, statt sich an ihrem vergeblichen Ku-rieren zu bereichern.“ Obgleich der Senior nach wie vor gemeinsam mit Hubert Wiesner offi zi-ell die Geschäf-te der Gesell-schaft führt, übertrugen bei-de schon vor Jahren ihren Söhnen das operative Ta-gesgeschäft. Andreas Ger-bothe gehorch-te dabei auch dem Druck, den ihm andere Verpfl ichtun-gen mit der Zeit aufbürdeten: Zum einen ist er bereits seit zehn Jahren Bürgermeister – erst in Obersachswerfen und mitt-lerweile auch für die Gesamtge-meinde Hohenstein – und zum anderen nun auch Vorstand der APEX-Bäuerliche AG im be-nachbarten Schiedungen. „Auch deshalb kam Marcus sehr zeitig ins Spiel“, erzählt er. Vor dem Hintergrund, dass auch er zeitig in Verantwortung kam, fi ndet er das nur richtig: „Man kriegt beizeiten viel Selbstbe-wusstsein und darf eher als an-dere seine ersten Fehler ma-chen“, lacht er. Erst damit lerne man, was „das Wort Lehrgeld wirklich bedeutet …“ Für Marcus bilden diese Schau-veranstaltungen ohne Frage das Salz in der Suppe in seiner züch-terischen Arbeit: „Man wird ge-sehen, macht sich bekannter und erlebt vor allem, wie die vie-le Arbeit daheim im Stall nun auch vor fachkundigem Publi-kum Beachtung fi ndet.“ Harald Lachmann Stand 3-305 Tel. 0031 - 742 661 230 Fax. 0031 - 742 666 21 Tel. 0031 - 742 661 230 Fax. 0031 - 742 666 21 Info www.velthofexpo rt .eu Info www.velthofexport.eu WIR PRÜFEN IHREN WIND STANDORT Sie wollen Ihre land- oder forstwirtschaftlichen Flächen effektiver nutzen? Messe Grüne Tage Thüringen, Stand 1-403 OSTWIND-Gruppe 93047 Regensburg www.ostwind.de Wir prüfen Ihren Standort! Kostenlos und nach zertifizierten Standards. Direkt an unserem Messestand. Erst vor drei Jahren kam ein neuer Stall hinzu. Bau14_004_005_GTT.indd 5 21.08.2014 15:10:34
  • 6. 6 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN Insgesamt 40 Landtechnikaussteller fi nden sich in diesem Jahr auf dem Freigelände ein. FOTO: FRANK HARTMANN Diesel und Satelliten Unter dem Dach ihrer Interessenvertretung versammlen sich in diesem Jahr 27 heimische Landtechnikfirmen im Freigelände. Schwerpunkt neben dem Kundenkontakt ist die Nachwuchswerbung. Technik ist mit zum entscheidenden In-novationsbringer auf dem Feld ge-worden. Satelliten-und senorgesteuer-te Anwendungen sind sind heute ein fester Bestandteil professioneller Landmaschinen. Junge Landma-schinenmechatro-niker und Azubis der vlt-Betriebe werden auf den Grünen Tagen an einer Ausbildung interessierten Ju-gendlichen den Job erklären, die Wege der Ausbildung beschrei-ben und Möglichkeiten der Wei-terqualifi zierung und des Auf-stiegs aufzeigen. Bundesweit wirbt die Branche, die stetig mo-tivierten Nachwuchs sucht, mit der Kampagne „Technik für star-ke Typen“. Unter anderem gibt es eine gut durchdachte Web-site, die informiert und auch den einen oder anderen Spaß bereithält, wie das Heulen von Dieselmotoren als Klingeltöne für das Smartphone. Interessierte Jugendliche kön-nen am Messestand des vlt zu-dem direkt Kontakt mit den Fir-men aufnehmen und sich um einen Praktikumsplatz bewer-ben. FH B-Händler) im Freistaat sind hier organisiert, gleichwohl sie Wettbewerber sind, wenn es da-rum geht, ihre Markengeräte an den Landwirt zu bringen. Der vlt vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Zusammenarbeit in Th ü-ringen spiegelt sich auch auf den Grünen Tagen wider. Unter dem Dach des vlt stellen 27 Fir-men auf einer Freifl äche von über 4 000 m2 ihre jeweiligen Traktoren-, Bodenbearbei-tungs- oder Aussaattechnikmar-ken aus. Daneben präsentieren die Händler Kommunaltechnik, Baumaschinen, selbstfahrende Rasenmäher oder Industrie-und Reinigungsgeräte. Dazu kommt noch eine Hallenfl äche von über 500 m2. Mechatroniker statt Schlosser Neben dem Kundenkontakt spielt die Nachwuchsgewin-nung für die vlt-Mitglieder eine zentrale Rolle auf der Erfurter Messe. In den 70 Mitgliedsbe-trieben werden jedes Jahr mehr als 50 Land- und Baumaschi-nenmechatroniker ausgebildet, wie der Landmaschinenschlos-ser heute heißt. Dies ist der tech-nischen Entwicklung geschul-det, denn moderne Landtechnik bedeutet heute Hightech. IT-D ass in und an Th üringen vieles besonders ist, wis-sen seine Bewohner. Was aber viele, auch über die Landesgrenzen hinaus, nicht wissen, ist die beispiellose Zu-sammenarbeit der heimischen Landmaschinenhändler im vlt, dem Verband Landtechnik, Baumaschinen und Metallver-arbeitung Th üringen. Zwei Drit-tel der 110 Land- und Kom-munaltechnikhändler (inklusive Landtechnikbranche Konjunktur- und Schlepperzahlen Weimar. Laut dem Bundesver-band LandBauTechnik ver-zeichneten die bundesweit et-wa 4 000 Fachbetriebe im ers-ten Quartal 2014 ein ordentli-ches Umsatzplus, obwohl man im Januar sehr schwach begann. Ursache dafür war die früh einsetzende Vegetati-onsperiode. Der Hauptum-satzträger Maschinenhandel konnte bei einem Umsatzplus von 3,7 % das Loch des ersten Monats nicht mehr ganz aufholen. Demgegenüber leg-ten die Bereiche Werkstatt (+ 6,8 %) und Ersatzteilbereich (+ 6,6 %) ordentlich zu. Im Maschinenhandel boomten insbesondere Gebrauchtma-schinen (+ 8,9 %), während es Neumaschinen auf ein Plus von 1,7 % brachten. Laut dem Bundeskraftfahrt-amt in Flensburg wurden im Jahr 2012 rund 1 400 neue Schlepper (Land- und Forst-wirtschaft) in Th üringen zuge-lassen. 2013 waren es 1 600 Maschinen. Fast ein Drittel davon wies eine Motorleis-tung über 125 PS auf. Derzeit sind in Th üringen 36 000 land-und forstwirtschaftliche Zug-maschinen aller Zulassungs-jahre angemeldet. Laut dem Maschinenbau-bundesverband VDMA konn-ten die deutschen Landtech-nikhersteller an ihren heimi-schen Produktionsstandorten im Jahr 2013 einen Umsatzzu-wachs von gut 7 % und ein Re-kordniveau von 8,2 Mrd. ver-buchen. FH Historische Landtechnik Eine kleine Schau historischer Landtechnik ziert stets das Freigelände der Grünen Tage. Helmut Richter aus Erfurt-Schmira ist auch in diesem Jahr dabei und verspricht einiges: eine große Dreschmaschine (Baujahr 1946), zwei Lanz Bulldog (1935), Leiterwagen, zwei alte Ackerpfl üge (Ein- und Zweischar), Kartoffelanbau-Technik wie Riefenzieher, Häufel-pfl ug, Hackpfl ug, Kartoffelschleuder, daneben Eggen, Grasmäher mit Mähbalken (vom Pferd gezogen), Windfege, Mähbinder sowie eine Ge-spann- Drillmaschine. TEXT: FH, FOTO: PRIVAT Bau14_006_GTT.indd 6 22.08.2014 13:18:11
  • 7. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 7 Der Freistaat hält zur Un-terstützung der heimi-schen Landwirtschaft und der gewerblichen Unter-nehmen zahlreiche Fördermög-lichkeiten in Th üringen parat. Neben Mitteln aus dem Landes-haushalt kommen hier vor allem Fördermittel der Europäischen Union zum Einsatz. Die alte För-derperiode hat gerade geendet und für den Zeitraum von 2014 bis 2020 wurde eine neue EU-Förderrunde eingeläutet. Auf den Grünen Tagen besteht für alle landwirtschaftlichen Be-triebe vor Ort die Möglichkeit, sich am Stand der Th üringer Aufbaubank in Messehalle 1 umfassend zu den neuen beihil-ferechtlichen Bestimmungen und voraussichtlichen Förder-richtlinien beraten zu lassen, teilte das Institut mit. Auf der Messe stehen aber auch Exper-ten der Bank für nicht rein land-wirtschaftliche Förderprogram-me und für weitergehende Fi-nanzierungsfragen bereit. Imker, Schäfer, Gärtner Die neuen Programme bieten einige Neuerungen in Bezug auf den zu fördernden Kreis der Landwirtschaftsbetriebe als auch bei den Fördermöglichkei-ten. Neben der Investitionsför-derung landwirtschaftlicher Un-ternehmen in neue Stallanlagen oder besonders tierartgerechte Ställe können auch Imker, Schä-fer und Gartenbaubetriebe För-dermittel für kleine Investitio-nen in Anspruch nehmen. Ebenso wird der ökologische Landbau jetzt besonders geför-dert. In dieser Nische sind zum Beispiel auch Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft för-derbar. Zur Erschließung alter-nativer Einkommensquellen ne-ben der Landwirtschaft werden zudem Investitionen zur Diver-sifi zierung (auch für Familien-angehörige) gefördert. Neu wird die Förderung von Zusammen-schlüssen Förderbank informiert Die neue EU-Periode hält für Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft viele Invest-Programme bereit. Zum Teil wurden die Empfängerkreise erweitert. Die Thüringer Aufbaubank (TAB) klärt in Halle 1 bei persönlichen Gesprächen auf. und Kooperationen landwirtschaftlicher Unterneh-men mit Partnern aus wissen-schaftlichen Einrichtungen und/oder aus anderen Wirt-schaftszweigen sein. Im Pro-gramm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), ei-nem hauptsächlich für das ver-arbeitende Gewerbe und dessen Infrastruktur geschaff enem För-derprogramm, sind in der neuen EU-Förderperiode auch Unter-nehmen der Ernährungswirt-schaft förderfähig und können so Fördermittel für neue Investi-tionen beantragen. Für die Ver-besserung der Verarbeitungs-und Vermarktungsstrukturen stehen weitere Fördertöpfe be-reit. Zu allen genannten Program-men stehen die Berater der Th ü-ringer Aufbaubank vom 19. bis 21. September in Erfurt zur Ver-fügung. Leckmassen zur Selbstversorgung Bergophor Futtermittelfabrik Dr. Berger GmbH Co. KG 95326 Kulmbach · Telefon 09221 806-0 www.bergophor.de BESUCHEN SIE UNS! 19.-21.09.2014 · Erfurt Halle 3, Stand 208 SONDERANGEBOTE 2014 Heißwasser-Hochdruckreiniger HDS 11/18-4S Basic 10 m HD-Schlauch; Fördermenge 600 –1100 l/h; Druck 30 –180 bar 2.990,– inkl. MwSt. inkl. automatischer Schlauchtrommel mit 20 m HD-Schlauch 3.490,– inkl. MwSt. Rufen Sie uns an: wir kommen zu Ihnen und führen das System vor, kostenlos und unverbindlich. HOHBURG Mineralfutter GmbH Am Lossatal 53 · 04808 Lossatal · Telefon 034263 786-0 www.hohburg-mineralfutter.de 24 Monate Garantie* *bei Onlineregistrierung KÄRCHER CENTER DRESCHER KÄRCHER-CENTER-Drescher Justus-Liebig-Str. 5, 99087 Erfurt Tel. 0361/6586850 KÄRCHER-SHOP-Drescher Am Hög 1, 99869 Westhausen Tel. 036255/82012 Montag–Freitag: 7.00 – 17.00 Uhr Samstag: 9.00 – 12.00 Uhr Bestellung auch per Fax oder e-mail: Fax: 03 61/6 58 68 52 – mail: info@kaercher-drescher.de Besuchen Sie uns auf den „Grünen Tagen“, Messe Erfurt, Stand A-301, vom 19. bis 21.09.2014 Bau14_007_GTT.indd 7 22.08.2014 13:19:02
  • 8. 8 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN Landschaften, die nur Thüringen bietet Erfurt. Unter dem Motto „Na-tur Th üringen - Die Nationa-len Naturlandschaften“ prä-sentieren sich auf den Grünen Tagen 2014 die Th üringer Na-turparke, Biosphärenreserva-te und der Nationalpark in Messehalle 2. Die Naturparks Kyff häuser, Südharz, Th ürin-ger Schiefergebirge/Obere Saale, Th üringer Wald und Eichsfeld-Hainich-Werratal mit den Biosphärenreservaten Rhön und Vessertal-Th üringer Wald sowie der Nationalpark Hainich werden in einer mo-dernen, interaktiven Ausstel-lung dargestellt. Ranger und andere Fachkundige infor-mieren dabei die Messebesu-cher, kündigte das Agrarmi-nisterium an. Ergänzend stel-len regionale Akteure sich und ihre Aktivitäten vor. So fi ndet man Informatio-nen zu regionalen Spezialitä-ten und zu alten Apfelsorten samt Sortenbestimmung („Bringen Sie drei Äpfel Ihres Unbekannten mit!“). Von Kyff - häuser Streuobstwiesen bietet etwa Julia Hornickel Kostpro-ben ihrer „Kron-Juwelen“. In regelmäßigen Abständen wird hier auch mit der Schaupresse Saft gepresst. Vorgestellt wird u.a. der „Th üringer Kräutergarten“, den man beiderseits des Mit-tellaufes der Schwarza fi ndet. Die Natur hat diesen Garten ohne künstliche Begrenzun-gen mit einer Fülle von Heil-pfl anzen und Wald- und Wie-senkräutern geschaff en. Unter dem Qualitätssiegel der „Dachmarke Rhön“ haben sich mehr als 200 Unterneh-men aus fünf Rhönlandkrei-sen der drei Bundesländer Bayern, Hessen und Th ürin-gen als offi zielle Partnerbe-triebe der Region zusammen-geschlossen. Das „Qualitäts-siegel Rhön“, das „Bio-Siegel Rhön“ und das „Zusatzprädi-kat Silberdistel“ sind regionale Gütezeichen für qualitativ hochwertige Produkte. Ge-zeigt werden die Wege von der Erzeugung über die Verarbei-tung bis zur Vermarktung. Weidezaunpfahl Typ Seidel für Pferde, Rinder, Schafe Schweine und zur Wildabwehr Steuer“ Weidedraht geräte Isolation günstig Telefon: 034906-20890 034906-20588 Telefax: 034906-21354 Auto-Tel.: 0172-9185567 0172-6470174 6WDQG H +DOO H(UIXUW H7DJ ¾Q *U Naturschutz Fa. Curt Seidel Elektro-weidezaun Möster Hauptstraße 13 06779 Raguhn-Jeßnitz OT Möst (bei Dessau) www.seidel-weidezaun.de Hier kommt die Kuh zum Verbraucher. FOTO: FRANK HARTMANN Sonntags Rind und Käse selbst gemacht Die Milchstraße und die Grünlandmeile, beide in Halle 2 zu finden, sind die pulsierenden Herzstücke der Verbraucherinformation auf der Messe. Klima-Aktion Baum kaufen und selbst pflanzen Erfurt. Die Schutzgemein-schaft Deutscher Wald, Lan-desverband Th üringen, unter-stützt anlässlich der Grünen Tage das in Erfurt entstandene Projekt „Klimawald.de“ mit der Pfl anzung von 500 zusätz-lichen Bäumen. Auf der Web-seite Klimawald.de können Privatpersonen und Unter-nehmen für den Betrag von 10 € die Pfl anzung eines ech-ten Baums fi nanzieren und damit einen kleinen persönli-chen Beitrag zur Erhaltung des Klimas leisten. Die Pfl an-zungen der Klimabäume wer-den durch den Projektpartner Th üringenForst in einem der drei derzeit dafür ausgewiese-nen Pfl anzgebiete realisiert, teilte die Schutzgemeinschaft mit. Die Messe Erfurt wird ge-meinsam mit der Schutzge-meinschaft Deutscher Wald am 22. November im Klima-waldgebiet „Schwansee“ eine große Baumpfl anzaktion durchführen. Pfl anzhelfer und weitere Klimabaumpa-ten, die die Aktion unterstüt-zen möchten, sind herzlich willkommen. Am Stand von Klimawald.de in der Halle 2 können Messebesucher, die selbst eine zusätzliche Klima-baumpfl anzung beauftragen möchten, direkt auf der Messe eine individuelle Pfl anzur-kunde ihres persönlichen Baums erhalten – für sich selbst oder etwa als nachhalti-ges Geschenk anstelle eines Blumenstraußes. Landentwicklung Schulessen taufrisch aus der Region Erfurt. Die Th üringer Land-entwicklungsverwaltung und ihre Partner im ländlichen Raum präsentieren sich auf den Grünen Tagen 2014 unter dem Motto „Th üringen tau-frisch genießen“. Schwerpunkt ist das LEADER-Projekt „Schulessen – regional, ge-sund und gut“. Am Messe-stand werden gemeinsam mit den Messebesuchern jahres-zeitlich passende Produkte aus der Region zu schmack-haften und schulessentaugli-chen Gerichten verarbeitet. Am Stand in Halle 1 ist auch der Verband für Landentwick-lung und Flurneuordnung zu fi nden, der u. a. einige Flurbe-reinigungsverfahren vorstellt. TLL auf der Messe Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) infor-miert in Halle 1 u. a. zu Pfl an-zenbau, die Dünge- und Fut-termittelkontrolle, Qualitäts - parameter bei Obst und Ge-müse sowie den Pfl anzen-schutz. Gemeinsam mit der Bioenergieregion Saale-Holz-land präsentiert die TLL das Thema Nachwachsende Roh-stoffe und Bioenergie. Auch auf dem Bildungscampus fehlt die TLL nicht. Milch- und Fleischerzeug-nisse zählen zu jenen Pro-dukten, bei denen Verbraucher am ehesten den landwirtschaft-lichen Ursprung verspüren. So-wohl mit der „Grünlandmeile“ als auch der „Milchstraße“ ha-ben die Fachleute der Th üringer Landesanstalt für Landwirt-schaft (TLL) und etliche Partner das Herzstück der Verbraucher-information auf den Grünen Ta-gen auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Tiere erhal-ten Landschaften“ steht in die-sem Jahr die Grünlandmeile, wo acht Direktvermarkter (Rind und Schaf ) exemplarisch die Urproduktion vertreten. Dreht sich am 19. September alles um die Schulspeisung, liegt am 20. September der Schwerpunkt auf Lamm- und Damwildfl eisch. Der Messesonntag ist Rind-fl eischtag. An den Tagen wird jeweils produktspezifi sch infor-miert, erklärt, gekocht und ver-kostet. Es gibt eine gläserne Wursttheke und einen gläser-nen Kühlwagen. Die Vielfalt der Milcherzeugung und ihrer Pro-dukte macht die Milchstraße er-lebbar: Stutenmilch aus Meura, Ziegenmilch aus Greußen (der Ziegenhof Peter bringt vier Besu-cher- Arbeitsplätze zur eigenen Frischkäsezubereitung mit!), Schafmilch der Hofkäserei Wit-tig und Kuhmilch mit Gesund-heitsfaktor der Herzgut Molkerei Schwarza, die exklusiv auf der Messe Produktneuheiten ein-führen wird. Das Thüringer Agrarmarke-ting („Geprüfte Qualität“) un-terstützt die Aufritte von 20 Di-rektvermarktern und Erzeugern auf den Grünen Tagen. Ein Dut-zend Gartenbaubetriebe profi-tieren ebenso von der logisti-schen und finanziellen Hilfe. Die Messebesucher erhalten somit nicht nur Informationen über die regionale Ernährungs-wirtschaft, sondern können sich auf dem Messegelände kulina-risch versorgen. FH Bau14_008_GTT.indd 8 22.08.2014 13:20:38
  • 9. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 9 FOTO: THÜRINGENFORST Waldarbeitsmeisterschaft Die Profis lassen es richtig krachen Erfurt. Tätigkeiten im Wald ge-hören heute noch zu den kör-perlich anspruchsvollsten und gefährlichsten Arbeiten, die nach Profi s verlangen. Die Bes-ten der Branche treff en sich im zweijährigen Abstand zur „Th ü-ringer Waldarbeitsmeister-schaft“. Auf den Grünen Tagen ist es das elfte Kräftemessen. Hier erleben Besucher Arbeit an und mit der Motorsäge, die einen durchschnittlichen Brennholzwerber in Staunen versetzen. So dauert etwa der „Wechsel einer Sägenkette“ bei den Experten meist nur wenig über zehn Sekunden, während ein Ungeübter dafür durchaus drei bis fünf Minuten veran-schlagen müsste. Trennschnitte (Foto) führen die Waldarbeiter mit absoluter Präzision an schräg aufgelegten oder am Bo-den liegenden Rundhölzern vor – alles natürlich in Spitzenzei-ten. Die anderen Disziplinen werden nicht weniger Respekt abverlangen. Bei der Königsdis-ziplin „Baumfällung“ zeigen ausgebildete Forstwirte, Forst-wirtschaftsmeister und Azubis, wie präzise, schnell und arbeits-schutzgerecht ein Baum zu Fall gebracht wird. Spektakulär geht es nach Ankündigung des Th ü-ringenForstes nochmal bei der Disziplin Entastung zu, wenn mehrere Wettkampfteilnehmer auf parallelen Bahnen im wahrs-ten Sinne des Wortes die Äste fl iegen lassen. Am 19. und 20. September lassen es 40 Wettkampfteilneh-mer im Freigelände der Messe Erfurt krachen. Ab jeweils 9 Uhr kämpfen sie in drei Wertungs-klassen um die begehrten Punk-te, welche unter anderem über die Teilnahme an der Deutschen Waldarbeitsmeisterschaft ent-scheiden. 20 Schiedsrichter be-werten die Leistungen. Das Ge-schehen auf dem Wettkampfge-lände wird durch fachkundige Moderatoren erklärt werden. Organisiert wird die Meister-schaft von Ehemaligen des FBZ Gehren; unterstützt wird sie vom Th üringenForst, Forstäm-tern und Firmen. Ihr Weg zur sicheren Biogasanlage E-Mail: landwirtschaft@tuev-thueringen.de Mit Sicherheit in guten Händen! www.tuev-thueringen.de LSM Schlauchpumpen für Gülle und Biogasanlagen fi nden sie auf Grüne Tage Erfurt, Stand 3 -706 Pumpt Gülle mit viel Sand und trockenes Mist und dazu : • Niedriger Energieverbrauch • Hoher Druck • Selbstreinigend • Trockenlauff ähig • geringe Wartung • Ansaughöhe bis zu 8 Meter Kontaktdaten: LSM Pumpen GmbH Mühlstr. 94 a, D–63741 Aschaff enburg Henning Andersen Telefon: +49 174 21 90 847 E-mail: h.andersen@lsmpumpen.de g © Murat Subatli - Fotolia.com Besuchen Sie uns auf den Grünen Tagen Stand B-301 Messejournal - Impressum Herausgeber und Verlag: Deutscher Bauernverlag GmbH, Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin, Tel. (030) 46406-0 Redaktion: Dr. Thomas Tanneberger (V.i.S.d.P.), Frank Hartmann Herstellung: Peer Forsberg Anzeigen: Frank Middendorf Satz: MediaSoft GmbH, Berlin www.bauernzeitung.de Bau14_009_GTT.indd 9 22.08.2014 13:26:29
  • 10. 10 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN In den letzten Wochen und Monaten ha-ben Thüringens Jungzüchter u. a. in Buchheim-Crossen, in Oppurg (Foto) und Thonhausen das Führen von Hol-steinkühen und Fleischrindern geübt so-wie das Fitten trainiert. Der Landesver-band Thüringer Rinderzüchter (LTR) wird bei der Jungzüchterarbeit von der Thü-ringer Landjugend, allen voran von Astrid Lange, unterstützt. Knapp 40 Jungzüchter starten am Sonn-abend (20. September, 9 Uhr, Halle 2) in den Vorführwettbwerb der Holstein-kühe und ein Dutzend bei den Fleisch-rindern. Etwa 60 Jungzüchter treten zum Tierbe-urteilungswettbewerb bereits am Freitag (19. September, 10.30 Uhr, Halle 2) an. Hier mes-sen jeweils ein Team aus Österreich, der Schweiz, der Fachschule Freiberg-Zug, der Fachschule Stadtroda, der Berufsschule Schwerstedt, polnische Jungzüchter sowie die aus Thüringen ihr Können. Am Freitagabend ist ein Länderabend mit den ausländischen Jugendli-chen geplant. Jede Mannschaft wird sich präsentieren und zwar mit ländertypischen Produkten. Es wird eine Verkostung stattfi nden und Zeit zum Quatschen blei-ben. weiteren Hindernisparcours ablegt. Im zweiten Praxisteil wird mit dem Frontladerschlepper eine Palette samt gefülltem Wasser-eimer aufgenommen, über eine abgesteckte Strecke transpor-tiert und an einem markierten Ort abgestellt. Zeit, Fehler im Parcours bzw. der Wasserver-lust sind Kriterien der Bewer-tung. Die Starter, die nicht älter als 27 Jahre sind, hat der Lan-desverband der Maschi-nenringe in seinen regionalen Mit-gliedsunterneh-men Die Auszeichnung der Sieger des Tierbeurtei-lungs- und Vorführwettbewerbes ist für den Sonn-abend (19. September, 13.45 Uhr, im großen Ring der Halle 3) geplant, bevor die Thuringia Hol-stein Open beginnt. Im Anbau der Halle 2 dreht es sich am Sonntag (21. September, 9.30 Uhr) schlussend-lich ums Fitting. Wenigstens drei Teams wollen hier ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen, wenn es daraum geht, Schaukühe „hübsch“ zu machen. TEXT: FH, FOTO: AL Marketing Krönung der neuen Milchkönigin Erfurt. Zur Eröff nung der Grü-nen Tage (19. September, ab 10 Uhr, Halle 3) wird eine neue Milchkönigin gekrönt. Sie tritt die Nachfolge von Ka-tharina Höwner an, die zwei Jahre lang die heimische Milchwirtschaft charmant und selbstbewusst repräsen-tierte. Ihre Krone reicht Ka-tharina I. an Carolin Gerbothe weiter, die sich Anfang August in einem Auswahlverfahren gegen fünf Bewerberinnen durchsetzte. Die 22-jährige studiert derzeit in Halle Agrar-wissenschaften. Ihre Familie wirtschaftet in Obersachswer-fen bei Nordhausen in der GbR Gerbothe/Wiesner (siehe auch Seite 4). Die Landesvereinigung Th üringer Milch und die Th ü-ringer Melkergemeinschaft stehen fi nanziell und organi-satorisch hinter der Th üringer Milchkönigin. FH An die Maschinen und fertig: Los! Der Landesverband der Maschinen- und Betriebshilferinge organisiert auf der Messe den 1. Thüringer Junglandwirte-Contest. Qualifi kation/Studium Stadtroda und/oder Bernburg besuchen Erfurt. Traditionell steht auf den Grünen Tagen der erste Messetag im Zeichen der Be-rufswerbung. Etliche Th ürin-ger Schulen reisen mit ihren Schülern nach Erfurt, um Ge-schmack auf einen der vielen grünen Berufe zu bekommen. Wer sich nach seiner Be-rufsausbildung für eine Quali-fi kation oder ein Studium in-teressiert, fi ndet dazu an allen Messetagen Informationen und Ansprechpartner. So be-fi ndet sich in Halle 1 der Stand der Fachschule für Agrarwirt-schaft Stadtroda, an der man sich zum Staatlich geprüften Techniker bzw. Betriebswirt qualifi zieren kann. Vertreten ist in Erfurt auch die Hoch-schule Anhalt, die u. a. für ein Landwirtschaftsstudium am Traditionsstandort Bernburg wirbt. Daneben informiert die Fachhochschule Erfurt über ihren forstwirtschaftlichen Sudiengang. Auch die Landes-anstalt für Gartenbau (LVG) Erfurt präsentiert ihre Qualifi - zierungsangebote wie das forstliche Bildungszentrum Gehren. Die Überbetriebliche land-wirtschaftliche Ausbildungs-stätte in Schwerstedt fi ndet man u. a. im Freigelände. Sie macht die grünen Berufe er-lebbar: mit Traktorfahren für jedermann und jederfrau. FH Landvolkbildung Neue Kurse und Seminare Erfurt. Das gesamte Spektrum an Weiterbildungsangeboten für die Th üringer Landwirt-schaft wird interessierten Be-suchern der Grüne Tage am Messestand der Landvolkbil-dung Th üringen e. V. präsen-tiert. Wie der anerkannte Bil-dungsträger informierte, stellt er in Erfurt neben den klassi-schen Lehrgängen erstmals die modulare Fortbildung zum Erwerb der Sachkunde „Automatische Melksysteme (AMS)“ vor. Präsentiert wird zudem das in Kooperation mit dem ADAC entwickelte Fahr-sicherheitstraining für Trakto-risten. Darüber hinaus soll ein europaweites Projekt zur Ge-winnung von Nachwuchskräf-ten für die Landwirtschaft präsentiert werden. Den Stand der Landvolkbildung Th üringen fi ndet man auf der Bildungsmeile in Halle 1. Carolin Gerbothe wird die nächste Milchkönigin. FOTO: LANDESVEREINIGUNG Thüringer Jungzüchter: geübt und trainiert für den großen Auftritt gewinnen können. Die Be-sucher der Grü-nen Tage sind aufgerufen, die fünf Teams auf Ihrem „Ritt“ im Freigelände ordent-lich anzufeuern. Im Freistaat sind über 1 000 Landwirte in neun regio-nalen Maschinenringen orga-nisiert. Hauptaufgabe ist die Vermittlung von Maschinen und Dienstleistungen und die Organisation einer Betriebshil-fe etwa bei Krankheit. FH Für fünf Teams zu je drei jun-gen Landwirten und Land-wirtinnen geht es am Sonn-tag (21. September, 11 Uhr, Halle 2) um nichts wenger als Clueso-Karten für das De-zemberkonzert in Erfurt. Die winken nämlich dem Sieger-team des 1. Junglandwirte- Contest der Th üringer Maschi-nenringe. Der Wettbewerb setzt sich aus einem Wissenstest und ei-nem Geschicklichkeitsteil zusammen. Müssen beim Test 20 Fra-gen in 15 Minuten beantwortet werden, schlägt im zweiten, auch für das Publikum spek-takulären Teil, die Stunde der Praktiker. Mit ei-nem ersten Frontla-derschlepper soll ein Rund-ballen von einer markierten Stelle am Boden aufgenommen und nach einer Hindernisstre-cke in zwei Meter Höhe an ei-nen zweiten Frontladerschlep-per übergeben werden, der den Rundballen dann nach einem Bau14_010_GTT.indd 10 22.08.2014 11:07:54
  • 11. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 11 SPALTENBODEN FAHRSILO-WANDELEMENTE STAHLBETON-BEHÄLTER Das steht fest! Grüne Tage Thüringen Freigelände Stand E 303 Treukontax Steuerberatungsgesellschaft mbH Unternehmens- und Steuerberatung Wir steuern Ihre Steuer! für Land und Forstwirtschaft in jeder Rechtsform für Wald und Forstbetriebsgemeinschaften für landwirtschaftliche Dienstleister und Maschinenringe für Verbände und Kommunen für Photovoltaik und Biogasanlagenbetreiber Besuchen Sie uns auf den Grünen Tagen in der Messehalle 1 Stand 402 Unsere Niederlassungen in Thüringen: Apolda, Bad Salzungen, Bad Tennstedt, Gera, Hildburghausen, Meiningen, Neustadt/Orla, Oettersdorf, Suhl, Wernshausen BBV Computerdienst Vertriebspartner der Software Agrostar Besuchen Sie uns in Halle 2, Stand 2-104 www www.suding.suding de SUDING Beton- u. Kunststoff werk GmbH D-39619 Kleinau . Tel. 039 399/96 666 Fax 039 399/96 799 . info@suding.de · Gelände- und · Teleskopstapler · Raupen · Teleskop- und · LKW-Arbeitsbühnen 03691 6929-0 · info@lindig.com Besuchen Sie uns! Freigelände B-304 Technik live erleben! Ökoherz Infos, kosten und mitmachen Weimar. Nach der Ausrichtung des Bio-Regionalmarktes auf den Grünen Tagen 2012 lädt der Th üringer Ökoherz e. V. auch in diesem Jahr zu einer vielfältigen Marktrunde in Halle 1 ein. So er-möglicht Ökoherz allen Akteu-ren der Branche, Verbrauchern und Interessierten Th üringer Bioproduzenten kennenzuler-nen, teilte die Dachorganisation der hiesigen Ökobranche mit. An den einzelnen Ständen kann verkostet und probiert werden. Zudem freuen sich Produzenten darauf, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Das Bio-angebot der Messe reicht von Käse, Honig, Aufstrichen und Gemüse bis hin zu Bioheupro-dukten. Auch eine „Bio-Faire- Kaff eebar“ wird es geben. Eine besondere Attraktion für die Kleinsten ist der Kartoff elacker. Kinder können mit der Schaufel oder gleich mit den Händen nach Biokartoff eln buddeln und die „geernteten“ Knollen behal-ten. Auf der Bio-Infomeile bietet der Th üringer Ökoherz neben zahlreichen Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene um-fangreiche Informationen zum ökologischen Landbau in Th ü-ringen, seinen Produkten, Ein-kaufsmöglichkeiten sowie zur Biokontrolle. Landfrauen Jahrestagung und Erntekronen Erfurt. Rund 500 Th üringer Landfrauen treff en am Sonn-abend auf den Grünen Tagen (20. September, 10 bis 13 Uhr) im Congress-Center zu ihrem 13. Landfrauentag. Unter dem Motto „Gemeinsam statt ein-sam“ ist diese Zusammekunft Höhepunkt der Vereinsarbeit. In seinen vier Kreis- und 150 Ortverbänden zählt der Land- Frauenverband fast 3 000 Mit-glieder und ist somit der größte Frauenverband im ländlichen Raum Th üringens. Im Foyer der Messehalle 1 stellen Landfrauen aus elf Ortsvereinen während der gesamten Messezeit ihre Erntekronen aus, aus denen das Publikum und eine Jury die je-weils schönsten auswählen. Prä-senz zeigen die Landfrauen auch am Stand des Th üringer Landesbauernverbandes, wo sie das „Bauerncafé“ managen, na-türlich mit dem besten Landku-chen Th üringens. FH Bauernverband Agrarpolitisches Forum und Dialog am Stand Erfurt. Fester Bestandteil der Grünen Tage ist von jeher das agrarpolitische Forum des Th ü-ringer Bauernverbandes (TBV). Am Freitag (19. September, 12 bis 15 Uhr, Congress-Center) diskutieren Bundesagrarstaats-sekretär Dr. Robert Kloos, Th ü-ringes Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz, der polnische Vizemarschall der Th üringer Partnerregion Malopolska, Dr. Stanislaw Sorys, sowie TBV-Prä-sident Helmut Gumpert aktuelle Fragen der europäischen und deutschen Agrarpolitik. Am Messestand des TBV in Halle 1 stehen an allen drei Mes-setagen kompetente Ansprech-partner bereit, die sowohl Fach-besuchern als auch Verbrau-chern Rede und Antwort stehen. Der Dialog, heißt es beim TBV, das Aufklären über Ackerbau, Pfl anzenschutzmittel, Düngung, nachwachsende Rohstoff e, Tier-schutz und Tierhaltung stünden dabei im Fokus. Zahlreiche In-formationsmaterialien zu die-sen Th emen liegen für die Besu-cher bereit. Partner am Messe-stand sind die TBV-Service und Marketing GmbH, der Fachver-band Biogas, die Beratungs-dienst und Versicherungsmak-ler GmbH sowie die Th üringer Beratungsgesellschaft für Land-wirtschaft, Gartenbau und länd-lichen Raum mbH. Ausstellung der Erntekronen im Foyer der Halle 1. FOTO: FH Offenes Konzept am Messestand des TBV. FOTO:TBV Bau14_011_GTT.indd 11 21.08.2014 16:27:21
  • 12. 12 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN rekt zu kaufen geht so einfach nicht“. Die Zahl der guten Züch-ter sei handverlesen. „Den Auf-wand, mit dieser Rasse eine Herdbuchzucht zu betreiben, tun sich nicht viele an“, sagt der Nebenerwerbslandwirt, der selbst nur bei Züchtern kauft, deren Tiere auf das schottische Herdbuch zurückgehen und den Originalvorgaben Genüge tragen. Analoge strenge Kriteri-en gelten in der Schweiz, wes-halb auch bereits ein Bulle aus ihrer Herde in die Alpenrepublik verkauft werden konnte. Auf den Grünen Tagen treten sie mangels Konkurrenz nicht im offi ziellen Wettbewerb des LTR an. Aber zur Demonstration wollen sie ihre besten Belted Galloways in den Schauring füh-ren, um bei Publikum und Fach-leuten für diese besondere Ras-se zu werben. Birgitt Schunk Bundesschau 2012 in Laasdorf stellten sie ebenso bei den Bel-ted Galloways einen Gesamtsie-ger. Und auch die IGW in Berlin war ein gutes Pfl aster für die Züchter. In diesem Jahr kamen in der Rasse die Sie-ger- Färse und der Reserve-sieger bei den Bullen aus der „Herde vom Rennsteig“. Dass die Erfol-ge nach dem Start 2007 sich relativ schnell Züchterpaar: Steffi Heller und Karsten Krey. einstellten, haben Krey und Hel-ler nicht dem Zufall überlassen. „Wir hatten uns viele Gedanken gemacht, lange umgesehen und dann drei hochwertige Färsen in Schleswig-Holstein bestellt. Di-fassten uns intensiv mit der Sa-che“, sagt Steffi Heller. Übers Knie brechen wollte man dabei nichts. Urlaubsfahrten hier und da wurden gerne genutzt, um Züchter zu be-suchen. Paral-lel hielt das Paar Ausschau nach Grün-land. Als ein älterer Bauer aufhörte, übernahmen die Neu-Land-wirte dessen Flächen. Über einen Tausch erreichte man bis heute ein relativ zusammen-hängendes Gebiet von 22 ha in Nähe des Wohnhauses. Von Anfang an stand fest, dass man in die Herdbuchzucht ein-steigen wollte. Der Verkauf der Zuchttiere sollte ein weiteres Standbein sein und für Einnah-men sorgen. Heute hält der Be-trieb sechs bis sieben Mutterkü-he, insgesamt stehen bis zu 30 Tiere auf der Ganzjahresweide. Neben den Zuchttieren wird auch das Fleisch vermarktet. Die Schlachtung erfolgt bei einem Metzger im Nachbarort. Karsten Krey spricht von „wunderbarem Genussfl eisch“, das – neben dem Eigenbedarf – durchaus seine Liebhaber fi ndet. Privatleute, Gaststätten und Hotels gehören zu den Abnehmern. Eine Nische aber werde der Absatz dennoch immer bleiben. Anders als bei Intensivrassen dauert hier die Aufzucht weitaus länger – und das hat auch seinen Preis. Bei Wettbewerben fanden sich die Züchter Heller Krey mit ihren Tieren schon mehr-fach in den Ergebnislisten ganz weit vorne wieder. So erreichten die Südwestthüringer bei den Galloway Open im hessischen Alsfeld 2013 mit einem Jungbul-len den Gesamtsieg. Bei der Wenn Zuchtrinder den „Rennsteig“ im Namen führen dürfen, dann sind es wohl zuallererst die Bel-ted Galloways von Steffi Heller und Karsten Krey. Das Züchter-paar wohnt schließlich im Renn-steigort Hörschel bei Eisenach, wo der knapp 170 km lange Kammweg des Th üringer Wal-des beginnt – und das genau vor der Haustür. Rennsteigstraße 11 heißt die Adresse der Nebener-werbslandwirte aus der Wart-burgregion, die seit 2007 diese Galloway-Rasse mit dem wei-ßen Bauchstreifen züchten und seither recht erfolgreich sind. Auf den Grünen Tagen werden sie wieder Tiere präsentieren. Seit 1993 führen beide eine freie Autowerkstatt. Krey hat sei-nen Kfz-Meister gemacht, seine Partnerin hat den Abschluss als Automobilkauff rau in der Ta-sche. Mit der Landwirtschaft be-gannen die beiden, als ihr heute 15-jähriger Sohn Niklas Tiere halten wollte. „Mit ein paar Schafen ging es los“, kann sich der Vater noch gut erinnern. Und weil sich dies gut anfühlte, dachte man weiter. Stallungen aber waren nicht vorhanden und als Neuling im Nebener-werb wollte man nicht gerade als erstes für einen Neubau Geld anfassen. „Also entschieden wir uns für Freilandrinder und be- Schotten am Rennsteig Die hierzulande eher seltene Extensivrasse Belted Galloway züchten Steffi Heller und Karsten Krey aus Hörschel. In Erfurt wollen sie dem fachkundigen Publikum ihre besten Tiere präsentieren. Landesschau der Fleischrinder Der Landesverband Thüringer Rinderzüchter (LTR) veranstal-tet am Messe-Sonnabend (20. September, 9 Uhr, Halle 3) auf den Grünen Tagen seine Landestierschau Fleisch-rind 2014. Knapp 40 Züchter präsentieren 90 Tiere, vom Jungrind bis zum Altbullen. Bei den Intensivrassen sind das Charolais, Limousin, Simmental und Blonde d’Aquitaine. Die mittelintensi-ven Rassen vertreten Angus, Gelbvieh und Pinzgauer. Bei den Extensiven treten Züchter mit Hinterwalder, Galloway, Highland, Rotem Höhenvieh, Dexter, Aubrac und Dahomey an. In den verschiedenen Richtklassen werden Sieger und Reservesieger gekürt. Im Freistaat gibt es 280 aner-kannte Fleischrindzuchtbe-triebe mit 6 053 Zuchttieren, davon 370 im Herdbuch ein-getragene Bullen. 22 Rassen werden züchterisch bearbei-tet. Die Rasse Fleckvieh- Fleisch (Simmental) führt mit 3 273 Tieren das Herdbuch an, gefolgt von Limousin (562) und Angus (468). FH 2. Bundesjungviehschau Simmental Nach der Premiere im Jahr 2010 versammelt der Verband Deutscher Simmentalzüchter (Fleckvieh-Fleisch) die bundesweit besten Jungtiere dieser Rasse zum zweiten Mal in Erfurt. 35 Züchter, davon zehn Thürin-ger, stellen dem Schweizer Richter Mathias Gerber am Sonntag, 21. September ab 9 Uhr 70 Tiere vor (Halle 2). Der Schwerpunkt liegt bei den weiblichen Jungtieren, die in drei Klassen bis zur tragenden Färse gerichtet werden. Aber auch vielversprechende Jungbullen füh-ren die Züchter in den Ring. Neben den Bundessiegern der Klassen kürt der Preisrichter die „Miss“ und den „Mr. Simmental 2014“. Im Anschluss, gegen 12 Uhr, wetteifern etwa 15 Jungzüchter im Vorführwettbewerb der Simmentaler. TEXT: FH, FOTO: FRITZ FLEEGE FOTOS: BIRGITT SCHUNK Bau14_012_GTT.indd 12 21.08.2014 16:31:08
  • 13. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 13 Conow 4c 98 x 58 Besuchen Sie uns auf den Grünen Tagen Halle 3 / Stand 3-201 Mit BASU zum Erfolg! Mineralfutter für konventionelle und ökologische Tierhaltung GVO freie Mineral- und Ergänzungsfuttermittel Milchaustauscher Fütterungsarzneimittel Mineral- und Alleinfutter sowie Zuchtzubehör für Heimtiernahrung BASU Mineralfutter GmbH Bergstrasse 2 99518 Bad Sulza Tel.: 036461/8200 Fax: 036461/82020 www.basu-mf.de Erdbecken Tel. 0 49 44.91 69 50 zur Lagerung von Gülle, Gärrest, belastete Wässer, Rübenmus Preisvorteil teilweise über 50% gegenüber herkömmlichen Lagermöglichkeiten 26639 Wiesmoor AGWGmbH Wir beraten Sie gern! www.erdbecken.de AGW-Gülleerdbecken Sie ¿QGHQXQV Stand B-302 sind bundesweit genehmigungsfähig „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ (Z-59.22-321) Thuringia Jersey Open Die einzige nationale Schau Erfurt. Am Sonnabend (20. September, 14 Uhr, Halle 3) treiben nach 2012 zum zweiten Mal Züchter der Rasse Jersey ihre Tiere zur bun-desoff enen Schau in den Tierschauring. Die Messe Erfurt und die TLL sind Veranstalter des einzigen nationalen Leistungsvergleiches für diese ursprünglich von der gleichnamigen Kanalinsel stammenden Milchviehrasse. 20 Züchter haben insgesamt 42 Kühe gemeldet; das sind ein Drittel mehr als bei der Premiere. Hinzu kommen elf Rinder, die beim Juniortyp-Cup starten. Gerichtet werden die Kühe in drei Klassen (jung, mittlere Kühe, ältere Kühe ab dritter Laktation). Aus Bundesweit stehen knapp über 2 000 Jerseykühe von 60 Züchtern im Herdbuch. Die Milchleistung der überwiegend als Weidetiere gehaltenen Kühe bewegt sich zwischen 6 000 und 7 000 kg pro Jahr. Der Fettgehalt der Milch liegt bei über 5 Prozent. FOTO: FRITZ FLEEGE den Klassensiegern wird ein Champion hervorgehen. Zudem erfährt der erfolgreichste Beschicker eine Ehrung. Beim bundesoff enen Vor-führwettbewerb der Jungzüchter, der parallel zu dem der Th uringia Holstein Open am Freitag (19. September, 12 Uhr, Halle 3) stattfi ndet, wollen 15 Jungzüchter ihr Geschick beim Führen der Jerseys unter Beweis stellen. FH Pony-Verbandsschau Sachsen/Thüringen Erstmals tragen die im Pfer-dezuchtverband Sachsen/ Thüringen organisierten Po-nyzüchter ihre zweijährig staffi ndende Verbandsschau auf den Grünen Tagen aus. Über 30 Züchter stellen im großen Tierschauring der Halle 3 am Messesonntag (21. September, 9 Uhr) 50 Tiere vor. Vertreten sind na-hezu alle zehn im Zuchtver-band betreuten Rassen, dar-unter Shetland, Welsh (Foto), Deutsches Reitpony oder Hafl inger. Je nach Größe der Gruppen werden Rasse-bzw. Klassensieger ermittelt. Am Ende der Schau erfolgt die Krönung des Champions bzw. der Championess. FH FOTO: PFERDEZUCHTVERBAND Bau14_013_GTT.indd 13 21.08.2014 16:32:32
  • 14. 14 BAUERNZEITUNG GRÜNE TAGE THÜRINGEN Deutschland ein und das Rhön-schaf musste in die Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen aufgenommen werden. Die Herdbuchzucht war in den 1970er/80er Jahren sogar zum Erliegen gekommen. Die Rhönschafzucht rechnete sich nicht, der Wollertrag war dürftig. Doch dann wurde die Reißleine gezogen. Die Bemü-hungen um den Erhalt trugen Früchte. 1984 gab es in Unteral-ba bei Dermbach im Wartburg-kreis wieder die erste Herdbuch-aufnahme. Hier engagierte sich der dortige örtliche Kleintier-zuchtverein, dem Jürgen Ritz-mann beitrat und bis heute die Treue hält. Mit der Aufnahme der Herdbuchzucht bei den Rhönschafen war es nun auch wieder möglich, gute Zuchttiere zu bekommen. Heute halten Jürgen Ritzmann und seine Frau Renate an die 25 Schafe dieser Rasse. Im „richti-gen Leben“ ist der Züchter Werkzeugmacher, die Schafhal-tung ist sein Hobby. Auf zwei Hektar unweit des Wohnhauses weiden die Tiere, auf 1,5 ha wird Futter gemacht. Im Winter sind die Schafe im Stall gleich neben-an untergebracht. Den Typ zeigen Zu den Grünen Tagen in Erfurt werden die beiden Züchter sich erneut dem Wettbewerb stellen. Wenn es Freitagfrüh losgeht in Richtung Landeshauptstadt, werden die Tiere von der Hute-fl äche geholt. Eine spezielle Be-handlung wird es nicht geben. Von Styling halten Ritzmanns nichts. „Wir wollen den Land-schaftyp zeigen so wie er ist und kein frisiertes Mastschaf“, sagt Jürgen Ritzmann selbstbewusst. Seine Tiere stehen auf kargen und steilen Flächen am Orts-rand – dort also, wo in der Tat kein Mähwerk mehr arbeiten kann. Vom niedrigsten Punkt der Koppel bis zum höchsten müssen 100 Höhenmeter über-wunden werden. Da hatte selbst ein Bock aus dem fl achen Land, der leihweise hier seine Arbeit verrichten sollte, schon mit „Muskelkater“ zu kämpfen, weiß der Südthüringer. Die Grünen Tage sind für Jür-gen und Renate Ritzmann nicht nur ein guter Termin, um sich mit der Arbeit anderer Züchter zu vergleichen. „Man triff t viele Gleichgesinnte, die man nicht alle Tage sieht“, sagt die Züchter-frau. Die Chemie stimmt, auch das Ambiente. Zeit genug gibt es ebenso zum Fachsimpeln. Mit einem Bock und drei Muttern wird das Züchterpaar die Rhön-schaf- Rasse präsentieren. Birgitt Schunk Hasen hatten wir ja kein Vieh.“ Doch das sollte sich nun ändern. Wo ein Schaf frisst, könnten dies fortan auch mehrere tun, sagte sich die Familie. Zehn Jahre lang züchtete der Schnellbacher von da an Merinolandschafe. Seit 25 Jahren widmet er sich jedoch den Rhönschafen. Sein Interesse an der robusten Rasse geht allerdings noch weiter zu-rück. „Die Tiere haben uns schon lange gefallen, doch gute Zuchttiere zu bekommen, war zunächst schwierig“, sagt Ritz-mann. Das Rhönschaf war in der Rhön und über diese hinaus ei-ne ehemals weit verbreitete Schafrasse. In den 1950er Jahren brachen die Bestände in ganz Jürgen Ritzmann aus Schnell-bach bei Schmalkalden kann sich noch genau an jenen Tag erinnern, als die Schafzucht in der Familie Einzug hielt. Es war der 1. Mai 1979 und somit ein Feiertag. „Damals brachte mein Vater ein Lamm mit nach Hause. Vom Schäfer oder gar einer Her-de war weit und breit nichts zu sehen“, sagt der 55-Jährige. Das Tier wurde mit der Nuckelfl a-sche aufgezogen und hielt fort-an den Rasen in Schach. Die 2 700 m2 Garten, die nicht in die LPG eingebracht worden waren, mussten jedes Jahr mit der Sen-se gemäht werden. Die Familie machte Heu und verschenkte es letztendlich. „Außer ein paar Ziegenschauen Bock auf Ziege Erfurt. Das diesjährige Motto des Th üringer Ziegenzucht-verbandes auf den Grünen Ta-gen lautet: „Bock auf Ziege – was man zur Ziegenhaltung wissen sollte!“ Damit wolle man all jene ansprechen, die Interesse an der Tierart ha-ben, Ziegen züchten oder ein-fach nur halten wollen oder schon immer mal wissen wollten, was es mit den Glöck-chen der Ziegen auf sich hat, heißt es beim Verband. Über 2 500 Ziegenhalter sind im Freistaat mit fast 17 300 Ziegen registriert. Die Herdbuchzucht umfasst 678 eingetragene Tiere von neun Rassen. 53 Herdbuchzüchter gibt es derzeit. Die Th üringer Waldziege ist hier mit 415 Tie-ren von 27 Züchtern am stärksten vertreten, gefolgt von 150 Burenziegen, die 16 Züchter betreuen. Daher wird für diese beiden Rassen am 19. September in Halle 2 (Klei-ner Ring) von 15 bis 18 Uhr ein Wettbewerb ausgerichtet. Wer hingegen erfahren will, wie eine Angoraziege oder Walliser Schwarzhalsziege aussieht, ist in Halle 2 bei der Rassedemonstration genau richtig. Hier fi ndet sich auch der Stand des Ziegenzucht-verbandes. In der Milchmeile (Halle 2) kann man seinen ei-genen Ziegenkäse herstellen. Einblick in die Verarbeitung von Ziegenmilch erhält man vom Team des Ziegenhof Pe-ters. Der tägliche Gang nach der Arbeit führt Jürgen Ritzmann zu seinen Rhön-schafen. Für den Züchter gilt: Nur der Kopf ist schwarz – ansonsten sind Farbtupfer unerwünscht. FOTOS: BIRGITT SCHUNK; FH Ohne Styling nach Erfurt Mit ihren Rhönschafen reisen Jürgen Ritzmann und seine Frau zu den Grünen Tagen. Dort wollen sie sich mit Züchterkollegen messen und austauschen. Burenziegen sind populär. Die besten Zuchtschafe Die Schafzüchter ergreifen erneut die Chance, auf den Grünen Tagen ihre besten Zuchttiere vorzustellen. Laut Landesschafzuchtverband werden zur Landes-tierschau am Freitag, 19. September (Halle 2) ca.100 Tiere von 13 Schafrassen aufgetrieben. Wettbewerbe fi nden bei den Rassen Merinolandschaf, Merinolangwollschaf, Suffolk, Rhönschaf und Oues-santschaf statt (das Richten beginnt um 15 Uhr). Prä-miert werden die beste Züchtersammlung (ein Bock und zwei bzw. drei Mutterschafe), das beste Mutter-schaf, der beste Zuchtbock, der Wollsieger sowie der Fleischsieger. In diesem Jahr sind die Rhönschafe mit sechs Züchtersammlungen am stärksten vertreten. Hierzulande werden mit 2 139 Herdbuchmutterscha-fen von 28 Zuchtbetrieben deutschlandweit die meis-ten Tiere dieser vom Aussterben bedrohten sehr alten Landschafrasse gehalten. Die Vielfalt der im Freistaat gezüchteten Schafrassen wird im Programmteil „Rassedemonstration“ deutlich, wo den Messebesuchern die Rassen Ostfriesisches Milchschaf, Charollais, Dorper, Nolana, Leineschaf, Coburger Fuchsschaf, Walliser Schwarznasenschaf und Scottish Blackface präsentiert werden. Die Agrar eG Schalkau stellt an den Messetagen mit einer Kol-lektion Mastlämmer aus Weideaufzucht das Haupt-produkt der Schafhaltung vor. Bau14_014_GTT.indd 14 21.08.2014 15:02:13
  • 15. GRÜNE TAGE THÜRINGEN BAUERNZEITUNG 15 Das Rahmenprogramm Die Grünen Tage sind vollgepackt. Hier eine Auswahl aus den vielen Veranstaltungen. 19. September ■ Eröff nung der Messe mit Krö-nung der Milchkönigin, Halle 3, 10 bis 11.15 Uhr ■ Wettkämpfe zur Waldarbei-termeisterschaft, 9 bis 11.30 Uhr, Freigelände ■ Th üringer Jungzüchter (Tier-beurteilung), Halle 2, 10 bis 12.30 Uhr ■ Agrarpolitisches Forum des Th üringer Bauernverbandes, 12 bis 15 Uhr, Congress-Center ■ Th uringia Holstein Open/ Th uringia Jersey Open: Vorführ-wettbewerb der Jungzüchter, Halle 3, 12 bis 15 Uhr ■ Juniortyp-Cup, Halle 3, 15 bis 18 Uhr ■ Tierschau Schafe und Ziegen, Halle 2,12.30 bis 14 Uhr ■ Landestierschau, Richten der Ziegen und Schafe, 15 bis 18 Uhr, Halle 2 20. September ■ Wettkämpfe zur Waldarbei-termeisterschaft, Freigelände, 9 bis 11.30 Uhr ■ Landestierschau Fleischrin-der, Halle 3, 9 bis 12 Uhr ■ Th üringer Jungzüchter: Vor-führwettbewerb, Halle 2, 9 bis 12 Uhr ■ 12. Landfrauentag, Congress- Center, 10 bis 13 Uhr ■ Fachseminar Klauenerkran-kungen beim Rind (TSK/TGD), Congress-Center, 10 bis 11 Uhr ■ Kleintierschau: Tiere und Freizeit u. a. Schäferberuf, Halle 2, 12.30 bis 17 Uhr ■ Th uringia Holstein Open 2014 und Th uringia Jerseys Open 2014, Halle 3, 14 bis 19 Uhr ■ Siegerehrung 11. Th üringer Waldarbeitermeisterschaft, Hal-le 1, 17 bis 18 Uhr ■ „Th uringia Auction Time“, Halle 3, ab 19.30 Uhr 21. September ■ 2. Bundesjungviehschau Fleckvieh-Simmental, Halle 2, 9 bis 12 Uhr ■ 12. Ponyverbandsschau Sachsen/Th üringen, Halle 3, 9 bis 12 Uhr ■ Th üringer Jungzüchter: Fit-ting- Wettbewerb, Halle 2 (An-bau), 9.30 bis 11.30 Uhr, ■ Junglandwirte-Contest Th ü-ringer Maschinenringe, Freige-lände, 11 bis 15 Uhr ■ Aufl ösung Gewinnspiel Lan-deswelle/ Heimische Landwirt-schaft, Halle 2, 14 bis 15 Uhr ■ Großes Schauprogramm der Landestierschau, Halle 3, 14 bis 16 Uhr ■ Siegerehrung Junglandwirte Contest der Maschinenringe, Halle 1, 15 bis 16 Uhr An allen Tagen ■ „Th üringer Kartoff el des Jah-res“ mit Verkostung, Halle 1, ■ Traktorfahren für Jedermann, Freigelände ■ wechselndes Programm auf der Aktionsbühne Halle1 ■ wechselndes Programm auf der Milchstraße und Grünland-meile, Halle 2 Alle Anfangszeiten ohne Gewähr. Wir sind auf Stand 1/509 Wir bieten Photovoltaiksysteme zur Energieversorgung stromintensiver Gebäude Energiekostenreduzierung bis zu 50% für landwirtschaftliche Gebäude jeglicher Art www.kirchner-solar-group.de Kirchner Solar Group GmbH l Auf der Welle 8 l 36211 Alheim info@kirchner-solar-group.de · Fon 05664 93911- 0 Messe Erfurt: Eintritt, Anfahrt, Parken An allen drei Messetagen öffnet die Landwirtschaftsschau von 9 bis 18 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr). Eine Tageskarte kostet 7,00 € (ermäßigt 5,00 €). Familien zah-len 18,50 €. Der Eintritt für Kin-der bis sechs Jahre ist kosten-frei. Wer mit dem Zug anreist (Erfurt Hbf) nutzt die Tram-Lini-en 3, 5 oder 6 bis zum Anger und steigt dort in die Linie 2 um (Richtung P+R Messe). Ob aus Ost, West oder Süd kommend, passiert mit dem Auto das Au-tobahnkreuz Erfurt. Hier der Ausschilderung „Messe“ auf der A 71 bis zur Anschluss-Stelle Erfurt- Bindersleben folgen. Wer diese Abfahrt nutzt, braucht keine Umweltpla-kette. Parkplätze fi nden sich am Messeglände. Bitte den Tierseuchen-schutz auf dem Messeglände beachten. www.gruenetage.de Bau14_015_GTT.indd 15 22.08.2014 14:11:03
  • 16. Die BauernZeitung finden Sie am Stand des Deutschen Bauernverlages in Halle 1, Stand 1-202. Bau14_016_GTT.indd 16 21.08.2014 14:58:51