SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Äußerungen aus
kommunikationspsychologischer Sicht
und Illokutionsklassifikation
Germanistische Linguistik 7
Thema 4
 Schulz von Thun, Friedemann. 2011. Miteinander reden 1.
Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der
Kommunikation. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch
Verlag, S. 27−75.
 Schmitt, Holger. 2001. Zur Illokutionsanalyse monologischer
Texte. Ein Konzept am Beispielen aus dem Deutschen und
Englischen. Frankfurt am Main et al.: Peter Lang, S. 130−162.
 Lüger, Heinz-Helmut. 1993. Routinen und Rituale in der
Alltagskommunikation. Berlin et al.: Langenscheidt.
Literatur
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 2
„Der Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation
ist schnell beschrieben. Da ist ein Sender, der etwas mitteilen
möchte. Er verschlüsselt sein Anliegen in erkennbare Zeichen −
wir nennen das, was er von sich gibt, seine Nachricht. Dem
Empfänger obliegt es, dieses wahrnehmbare Gebilde zu
entschlüsseln. In der Regel stimmen gesendete und empfangen
Nachricht leidlich überein, so dass eine Verständigung
stattgefunden hat.“
Schulz von Thun, Friedemann. 2011. Miteinander reden 1. Reinbek bei
Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, S. 27.
Äußerung − Sprechakt − Nachricht
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 3
Nach Schulz von Thun enthält jede Nachricht (= jeder Sprechakt)
stets vier Botschaften gleichzeitig:
1. Sachinhalt (das, worüber der Sprecher informiert)
2. Selbstoffenbarung (das, was der Sprecher von sich selbst
kundgibt)
3. Beziehung (das, was der Sprecher von seinem
Gesprächspartner hält oder davon, wie die beiden
zueinander stehen)
4. Appell (das, wozu der Sprecher seinen Gesprächspartner
veranlassen möchte) Schulz von Thun 2011, S. 27−33.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 4
1 Sprechakt − 4 Botschaften
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 5
Schulz von Thun`s
Kommunikationsquadrat
1. Sachinhalt = Sachinformation.
2. Selbstoffenbarung = gewollte Selbstdarstellung +
unfreiwillige Selbstenthüllung
3. Beziehung = das, was der Sprecher von seinem
Gesprächspartner hält + das, wie der Sprecher die Beziehung
zwischen ihm und seinem Gesprächspartner sieht
4. Appel = offener oder versteckter Versuch, den
Gesprächspartner dazu zu bringen, bestimmte Dinge zu
denken, zu tun oder zu fühlen
Schulz von Thun 2011, 28−33.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 6
4 Botschaften
 Die vier Aspekte einer Botschaft / eines Sprechaktes sind
prinzipiell/hypothetisch gleich wichtig.
 In jeder konkreten Situation kann jedoch ein bestimmter
Aspekt im Vordergrund stehen.
(Schulz von Thun, 2011, S. 17)
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 7
Was ist am Wichtigsten?
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 8
Beispiel: Mann und Frau im Auto
Schulz von Thun 2011, S. 28.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 9
Beispiel: Mann und Frau im Auto
Erklärung
Schulz von Thun 2011, S. 34.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 10
4 Botschaften
aus Perspektive des Empfängers
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 11
Botschaften/Sprechakte verstehen
Schulz von Thun 2011, S. 49.
„Was zwischenmenschliche Kommunikation so kompliziert
macht, ist: Der Empfänger hat prinzipiell die freie Auswahl, auf
welche Seite der Nachricht er reagieren will. […] Diese freie
Auswahl des Empfängers führt zu manchen Störungen − etwa
dann, wenn der Empfänger auf eine Seite Bezug nimmt, auf die
der Sender das Gewicht nicht legen wollte. Oder wenn der
Empfänger überwiegend nur mit einem Ohr hört, und damit
taub ist (oder sich taub stellt) für alle Botschaften, die sonst
noch ankommen.“
(Schulz von Thun 2011, S. 49, 51)
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 12
Mögliche Probleme
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 13
Wie es zu Konflikten kommt:
Beispiel 1
Schulz von Thun 2011, S. 53.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 14
Wie es zu Konflikten kommt:
Beispiel 1
Schulz von Thun 2011, S. 54.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 15
Wie es zu Konflikten kommt:
Beispiel 2
Schulz von Thun 2011, S. 68.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 16
Wie es zu Konflikten kommt:
Beispiel 2
Schulz von Thun 2011, S. 69.
Die Illokutionsklassifikation von Holger Schmitt (Schmitt 2000)
kombiniert die Sprechakt-Klassifikation von J. Searle
mit dem Kommunikationsmodell Schulz von Thun`s
und mit formalen sprachlichen Kriterien (Satzmodus und Satzart)
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 17
4 Botschaften und
Illokutionsklassifikation
 Assertive Sprechakte – Der Sprecher möchte einen Sachverhalt
darstellen, seinen Gesprächspartner über diesen Sachverhalt
informieren (z. B: Behaupten, Feststellen, Vermuten...).
 Direktive Sprechakte – Der Sprecher möchte seinen Gesprächspartner
zu einem bestimmten Verhalten bewegen (z. B.: Auffordern, Befehlen,
Bitten, Fragen, Einladen...).
 Kommissive Sprechakte – Der Sprecher verpflichtet sich zu einem
bestimmten Verhalten (z. B. Versprechen, Drohen, Garantieren...).
 Expressive Sprechakte – Der Sprecher thematisiert die eigenen
Gefühle (z. B. Danken, Gratulieren, Sich-Entschuldigen, Glückwünsche
äußern...).
 Deklarative Sprechakte – Der Sprecher stellt mit seinem Sprechakt
einen bestimmten Zustand her (z. B. Taufen, Kündigen, Ernennen,
Verurteilen, Verbieten...).
Klassifikation von Sprechakten
nach Searle
1. Repräsentative Sprechakte − Aussagen
2. Interrogative Sprechakte − Fragen
3. Direktive Sprechakte − Aufforderungen
4. Relationale Sprechakte − Definieren die Beziehung zwischen
den Gesprächspartnern (Begrüßung, Entschuldigung,
Danksagung u. Ä.).
5. Kommissive Sprechakte − Der Sprecher verpflichtet sich zu
einem bestimmten Verhalten.
6. Deklarative Sprechakte − Durch den Sprechakt wird ein
bestimmter Zustand hergestellt.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 19
Primäre Sprechakte/Illokutionen
Schmitt 2000, S. 134−141.
Abweichung von Searle
1. Reportive Sprechakte − Die Sachinformation (der Sachinhalt)
steht im Vordergrund.
2. Estimative Sprechakte − persönliche Einstellungen
3. Evaluative Sprechakte − Vermutungen
4. Identifikative Sprechakte −Thematisieren die Persönlichkeit
des Sprechers, d. h. die Selbstoffenbarung steht im
Vordergrund.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 20
Bei repräsentativen
und interrogativen Sprechakten
Der Einfluss des
Kommunikationsmodells
Schulz von Thun`s
1. Obligatorische direktive Sprechakte
2. Fakultative direktive Sprechakte
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 21
Bei direktiven Sprechakten
Unselbstständige Sprachakte, die andere Sprechakte erklären,
sie näher bestimmen, Texte gliedern o. Ä., d. h. die ausschließlich
eine unterstützende Funktion haben:
1. Metasprechakte
2. Textillokutionen
3. Quellenangaben
usw.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 22
Sekundäre Sprechakte
Metasprechakte „geben im weitesten Sinne einen Kommentar
zu dem eben Gesagten oder zu Sagenden: zu seiner
illokutionären Ausrichtung, seiner Intensität, seinem
Wahrheitsgehalt, seinem Gültigkeitsraum, seiner Intention,
seiner Autorenschaft oder auch zu der Art und Weise, wie etwas
gesagt wird oder worden ist“ (Schmitt 2000, 159).
 Um ganz ehrlich zu sein, glaube ich ihm kein Wort.
 Und ich sage es auch ganz klipp und klar, dass wir solches
Verhalten nicht dulden können.
 Das sage ich jetzt nicht, um dich unter Druck zu setzen, aber die
Zeit läuft uns langsam davon.
Metasprechakte
„Das Ziel der Textillokutionen ist es, dem Rezipienten eines
Textes zu helfen, sich innerhalb der Struktur desselben besser
zurechtzufinden. Sie dienen zur Kennzeichnung der Eröffnung,
Gliederung, der momentanen Position oder des Schlusses eines
Textes“ (Schmitt 2000, 159).
 Ich darf noch einmal zusammenfassen ...
 Abschließend möchte ich noch sagen, dass ...
 Lassen Sie mich zum Schluss noch sagen: ...
 Erlauben Sie, dass ich hier kurz vom Thema abschweife.
 Als Nächstes möchte ich das Thema X ansprechen.
Textillokutionen
Quellenangaben − Informationen über die Quelle, aus welcher
der Sprecher/Schreiber das Gesagte übernommen hat.
 laut einer Regierungsmitteilung...
 Presseberichten zufolge...
 nach eigenen Angaben...
 laut einem Bericht aus dem Jahre 2015...
 nach seinen (eigenen) Worten...
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 25
Quellenangaben
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 26
Lüger,Heinz-Helmut(1993).RoutinenundRitualeinder
Alltagskommunikation.Berlinetal.:Langenscheidt
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 27
Lüger,Heinz-Helmut(1993).RoutinenundRitualeinder
Alltagskommunikation.Berlinetal.:Langenscheidt
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 28
Prof. Dr. Jelena Kostić Tomović 29
Aus: Lüger (1993)
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 30

Weitere ähnliche Inhalte

Was ist angesagt?

Gesprächsanalyse - Eine Einführung
Gesprächsanalyse - Eine EinführungGesprächsanalyse - Eine Einführung
Gesprächsanalyse - Eine Einführung
Jelena Kostic-Tomovic
 
Sprechakt und Sprechakttheorie
Sprechakt und SprechakttheorieSprechakt und Sprechakttheorie
Sprechakt und Sprechakttheorie
Jelena Kostic-Tomovic
 
Höflichkeit und Höflichkeitstheorie
Höflichkeit und HöflichkeitstheorieHöflichkeit und Höflichkeitstheorie
Höflichkeit und Höflichkeitstheorie
Jelena Kostic-Tomovic
 
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und SerbischRechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
Jelena Kostic-Tomovic
 
Informationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
Informationstypen in Woerterbuechern - DeutschInformationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
Informationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
Jelena Kostic-Tomovic
 
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
Jelena Kostic-Tomovic
 
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
Jelena Kostic-Tomovic
 
Historische und etymologische Wörterbücher
Historische und etymologische WörterbücherHistorische und etymologische Wörterbücher
Historische und etymologische Wörterbücher
Jelena Kostic-Tomovic
 
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
Jelena Kostic-Tomovic
 
Wörterbuchtypologie
WörterbuchtypologieWörterbuchtypologie
Wörterbuchtypologie
Jelena Kostic-Tomovic
 
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
Jelena Kostic-Tomovic
 
Der deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
Der deutsche Sprachraum im SpätmittelalterDer deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
Der deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
Jelena Kostic-Tomovic
 
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
Jelena Kostic-Tomovic
 
Komposita in der deutschen Gegenwartssprache
Komposita in der deutschen GegenwartsspracheKomposita in der deutschen Gegenwartssprache
Komposita in der deutschen Gegenwartssprache
Jelena Kostic-Tomovic
 
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
Jelena Kostic-Tomovic
 
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - PhraseologismenMehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
Jelena Kostic-Tomovic
 
Text und Kultur
Text und KulturText und Kultur
Text und Kultur
Jelena Kostic-Tomovic
 
Der deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
Der deutschsprachige Raum in Früher NeuzeitDer deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
Der deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
Jelena Kostic-Tomovic
 
Phraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
Phraseologische Wörterbücher und KollokationswörterbücherPhraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
Phraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
Jelena Kostic-Tomovic
 
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein ÜberblickAbleitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
Jelena Kostic-Tomovic
 

Was ist angesagt? (20)

Gesprächsanalyse - Eine Einführung
Gesprächsanalyse - Eine EinführungGesprächsanalyse - Eine Einführung
Gesprächsanalyse - Eine Einführung
 
Sprechakt und Sprechakttheorie
Sprechakt und SprechakttheorieSprechakt und Sprechakttheorie
Sprechakt und Sprechakttheorie
 
Höflichkeit und Höflichkeitstheorie
Höflichkeit und HöflichkeitstheorieHöflichkeit und Höflichkeitstheorie
Höflichkeit und Höflichkeitstheorie
 
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und SerbischRechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
Rechtschreibwörterbücher Deutsch und Serbisch
 
Informationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
Informationstypen in Woerterbuechern - DeutschInformationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
Informationstypen in Woerterbuechern - Deutsch
 
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
Valenzwörterbücher Deutsch und Serbisch (Kroatisch, Bosnisch)
 
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
Lexikografie und Wörterbuchbenutzungskompetenz: Eine Einführung für Germanist...
 
Historische und etymologische Wörterbücher
Historische und etymologische WörterbücherHistorische und etymologische Wörterbücher
Historische und etymologische Wörterbücher
 
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
Aussprachewörterbücher - Spezialwörterbücher 2
 
Wörterbuchtypologie
WörterbuchtypologieWörterbuchtypologie
Wörterbuchtypologie
 
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
Grundbegriffe der Wortbildungslehre - aktualisierte und erweiterte Version de...
 
Der deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
Der deutsche Sprachraum im SpätmittelalterDer deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
Der deutsche Sprachraum im Spätmittelalter
 
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
Lernerwörterbücher Deutsch - Eine Auswahl 2016
 
Komposita in der deutschen Gegenwartssprache
Komposita in der deutschen GegenwartsspracheKomposita in der deutschen Gegenwartssprache
Komposita in der deutschen Gegenwartssprache
 
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
Grundbegriffe der Wortbildungslehre 3
 
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - PhraseologismenMehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
Mehrgliedrige lexikalische Einheiten - Phraseologismen
 
Text und Kultur
Text und KulturText und Kultur
Text und Kultur
 
Der deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
Der deutschsprachige Raum in Früher NeuzeitDer deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
Der deutschsprachige Raum in Früher Neuzeit
 
Phraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
Phraseologische Wörterbücher und KollokationswörterbücherPhraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
Phraseologische Wörterbücher und Kollokationswörterbücher
 
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein ÜberblickAbleitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
Ableitung in der deutschen Gegenwartssprache - Ein Überblick
 

Ähnlich wie Anatomie eines Sprechaktes und Sprechaktklassifikation

Kommunikationsmodelle
KommunikationsmodelleKommunikationsmodelle
Kommunikationsmodelle
Günther Gettinger
 
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen KommunikationFormelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
Jelena Kostic-Tomovic
 
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.pptSprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
TanyaNazaranka
 
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibtChristoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
Stefanie Kollenberg, Raabe Verlag
 
Schulz von Thun - Kommunikationsmodell
Schulz von Thun - KommunikationsmodellSchulz von Thun - Kommunikationsmodell
Schulz von Thun - Kommunikationsmodell
FreieReferate
 
Interkult PräSentation
Interkult PräSentationInterkult PräSentation
Interkult PräSentationErik Wegener
 
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
Benjamin Jörissen
 
Sprechen als Handeln
Sprechen als HandelnSprechen als Handeln
Sprechen als Handeln
Roland Bruggmann
 
Einführung in die »Kommunikation«
Einführung in die »Kommunikation«Einführung in die »Kommunikation«
Einführung in die »Kommunikation«
Philippe Wampfler
 
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von ThunFOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
Dr. Carsten Weerth BSc (University of Glasgow) LLM MA
 
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und WahrnehmungNie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
ANXO MANAGEMENT CONSULTING
 
Kommunikationsmodelle
KommunikationsmodelleKommunikationsmodelle
KommunikationsmodelleThomas Stanni
 
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.ThunDas 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
Gesa Maren Schmidt
 
WBC12 Philosophische Session - Ich und Du
WBC12 Philosophische Session - Ich und DuWBC12 Philosophische Session - Ich und Du
WBC12 Philosophische Session - Ich und Du
WandelBarCamp
 
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassungEntwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
Thomas Stephenson
 

Ähnlich wie Anatomie eines Sprechaktes und Sprechaktklassifikation (18)

Kommunikationsmodelle
KommunikationsmodelleKommunikationsmodelle
Kommunikationsmodelle
 
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen KommunikationFormelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation
 
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.pptSprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
Sprachphilosophie_John Austin_Vorlesung.ppt
 
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibtChristoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
Christoph Fasel: Wie man schlank und zupackend schreibt
 
Schulz von Thun - Kommunikationsmodell
Schulz von Thun - KommunikationsmodellSchulz von Thun - Kommunikationsmodell
Schulz von Thun - Kommunikationsmodell
 
Interkult PräSentation
Interkult PräSentationInterkult PräSentation
Interkult PräSentation
 
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
Körper der Artikulation. Zum Verhältnis von Medialität und Anthropologie.
 
Sprechen als Handeln
Sprechen als HandelnSprechen als Handeln
Sprechen als Handeln
 
Politische Rede
Politische RedePolitische Rede
Politische Rede
 
Vo7 2010
Vo7 2010Vo7 2010
Vo7 2010
 
Einführung in die »Kommunikation«
Einführung in die »Kommunikation«Einführung in die »Kommunikation«
Einführung in die »Kommunikation«
 
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von ThunFOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
FOM Mediation & Kommunikation - 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
 
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und WahrnehmungNie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
Nie hört mir jemand zu! Die Krux mit Kommunikation und Wahrnehmung
 
Kommunikationsmodelle
KommunikationsmodelleKommunikationsmodelle
Kommunikationsmodelle
 
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.ThunDas 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
Das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz v.Thun
 
WBC12 Philosophische Session - Ich und Du
WBC12 Philosophische Session - Ich und DuWBC12 Philosophische Session - Ich und Du
WBC12 Philosophische Session - Ich und Du
 
Text sarah
Text sarahText sarah
Text sarah
 
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassungEntwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
Entwicklung & Bildung2 2010 06 23 zusammenfassung
 

Mehr von Jelena Kostic-Tomovic

FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICEFILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
Jelena Kostic-Tomovic
 
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u BeograduStudije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
Jelena Kostic-Tomovic
 
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den NapoleonkriegenDer deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
Jelena Kostic-Tomovic
 
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
Jelena Kostic-Tomovic
 
Germanistička sociolingvistika: osnovne teme
Germanistička sociolingvistika: osnovne temeGermanistička sociolingvistika: osnovne teme
Germanistička sociolingvistika: osnovne teme
Jelena Kostic-Tomovic
 
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontaktiSrpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
Jelena Kostic-Tomovic
 
Immobilienanzeigen als Textsorte
Immobilienanzeigen als TextsorteImmobilienanzeigen als Textsorte
Immobilienanzeigen als Textsorte
Jelena Kostic-Tomovic
 
Teorija učtivosti
Teorija učtivostiTeorija učtivosti
Teorija učtivosti
Jelena Kostic-Tomovic
 
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jezikuReduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
Jelena Kostic-Tomovic
 
Präfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
Präfixbildung in der deutschen GegenwartssprachePräfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
Präfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
Jelena Kostic-Tomovic
 
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische EigenschaftenLexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
Jelena Kostic-Tomovic
 

Mehr von Jelena Kostic-Tomovic (11)

FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICEFILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
FILOLOŠKI FAKULTET U BEOGRADU - OSNOVNE ČINJENICE
 
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u BeograduStudije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
Studije Nemačkog jezika na Filološkom fakultetu u Beogradu
 
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den NapoleonkriegenDer deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
Der deutschsprachige Raum zwischen 1740 und den Napoleonkriegen
 
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
Nemačko govorno područje u razvijenom srednjem veku
 
Germanistička sociolingvistika: osnovne teme
Germanistička sociolingvistika: osnovne temeGermanistička sociolingvistika: osnovne teme
Germanistička sociolingvistika: osnovne teme
 
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontaktiSrpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
Srpsko-nemački jezički i kulturni kontakti
 
Immobilienanzeigen als Textsorte
Immobilienanzeigen als TextsorteImmobilienanzeigen als Textsorte
Immobilienanzeigen als Textsorte
 
Teorija učtivosti
Teorija učtivostiTeorija učtivosti
Teorija učtivosti
 
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jezikuReduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
Reduplikationsbildung im Deutschen / Reduplikacija u nemačkom jeziku
 
Präfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
Präfixbildung in der deutschen GegenwartssprachePräfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
Präfixbildung in der deutschen Gegenwartssprache
 
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische EigenschaftenLexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
Lexeme - Bedeutung und Pragmatische Eigenschaften
 

Anatomie eines Sprechaktes und Sprechaktklassifikation

  • 1. Äußerungen aus kommunikationspsychologischer Sicht und Illokutionsklassifikation Germanistische Linguistik 7 Thema 4
  • 2.  Schulz von Thun, Friedemann. 2011. Miteinander reden 1. Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, S. 27−75.  Schmitt, Holger. 2001. Zur Illokutionsanalyse monologischer Texte. Ein Konzept am Beispielen aus dem Deutschen und Englischen. Frankfurt am Main et al.: Peter Lang, S. 130−162.  Lüger, Heinz-Helmut. 1993. Routinen und Rituale in der Alltagskommunikation. Berlin et al.: Langenscheidt. Literatur Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 2
  • 3. „Der Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation ist schnell beschrieben. Da ist ein Sender, der etwas mitteilen möchte. Er verschlüsselt sein Anliegen in erkennbare Zeichen − wir nennen das, was er von sich gibt, seine Nachricht. Dem Empfänger obliegt es, dieses wahrnehmbare Gebilde zu entschlüsseln. In der Regel stimmen gesendete und empfangen Nachricht leidlich überein, so dass eine Verständigung stattgefunden hat.“ Schulz von Thun, Friedemann. 2011. Miteinander reden 1. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, S. 27. Äußerung − Sprechakt − Nachricht Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 3
  • 4. Nach Schulz von Thun enthält jede Nachricht (= jeder Sprechakt) stets vier Botschaften gleichzeitig: 1. Sachinhalt (das, worüber der Sprecher informiert) 2. Selbstoffenbarung (das, was der Sprecher von sich selbst kundgibt) 3. Beziehung (das, was der Sprecher von seinem Gesprächspartner hält oder davon, wie die beiden zueinander stehen) 4. Appell (das, wozu der Sprecher seinen Gesprächspartner veranlassen möchte) Schulz von Thun 2011, S. 27−33. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 4 1 Sprechakt − 4 Botschaften
  • 5. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 5 Schulz von Thun`s Kommunikationsquadrat
  • 6. 1. Sachinhalt = Sachinformation. 2. Selbstoffenbarung = gewollte Selbstdarstellung + unfreiwillige Selbstenthüllung 3. Beziehung = das, was der Sprecher von seinem Gesprächspartner hält + das, wie der Sprecher die Beziehung zwischen ihm und seinem Gesprächspartner sieht 4. Appel = offener oder versteckter Versuch, den Gesprächspartner dazu zu bringen, bestimmte Dinge zu denken, zu tun oder zu fühlen Schulz von Thun 2011, 28−33. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 6 4 Botschaften
  • 7.  Die vier Aspekte einer Botschaft / eines Sprechaktes sind prinzipiell/hypothetisch gleich wichtig.  In jeder konkreten Situation kann jedoch ein bestimmter Aspekt im Vordergrund stehen. (Schulz von Thun, 2011, S. 17) Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 7 Was ist am Wichtigsten?
  • 8. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 8 Beispiel: Mann und Frau im Auto Schulz von Thun 2011, S. 28.
  • 9. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 9 Beispiel: Mann und Frau im Auto Erklärung Schulz von Thun 2011, S. 34.
  • 10. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 10 4 Botschaften aus Perspektive des Empfängers
  • 11. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 11 Botschaften/Sprechakte verstehen Schulz von Thun 2011, S. 49.
  • 12. „Was zwischenmenschliche Kommunikation so kompliziert macht, ist: Der Empfänger hat prinzipiell die freie Auswahl, auf welche Seite der Nachricht er reagieren will. […] Diese freie Auswahl des Empfängers führt zu manchen Störungen − etwa dann, wenn der Empfänger auf eine Seite Bezug nimmt, auf die der Sender das Gewicht nicht legen wollte. Oder wenn der Empfänger überwiegend nur mit einem Ohr hört, und damit taub ist (oder sich taub stellt) für alle Botschaften, die sonst noch ankommen.“ (Schulz von Thun 2011, S. 49, 51) Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 12 Mögliche Probleme
  • 13. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 13 Wie es zu Konflikten kommt: Beispiel 1 Schulz von Thun 2011, S. 53.
  • 14. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 14 Wie es zu Konflikten kommt: Beispiel 1 Schulz von Thun 2011, S. 54.
  • 15. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 15 Wie es zu Konflikten kommt: Beispiel 2 Schulz von Thun 2011, S. 68.
  • 16. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 16 Wie es zu Konflikten kommt: Beispiel 2 Schulz von Thun 2011, S. 69.
  • 17. Die Illokutionsklassifikation von Holger Schmitt (Schmitt 2000) kombiniert die Sprechakt-Klassifikation von J. Searle mit dem Kommunikationsmodell Schulz von Thun`s und mit formalen sprachlichen Kriterien (Satzmodus und Satzart) Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 17 4 Botschaften und Illokutionsklassifikation
  • 18.  Assertive Sprechakte – Der Sprecher möchte einen Sachverhalt darstellen, seinen Gesprächspartner über diesen Sachverhalt informieren (z. B: Behaupten, Feststellen, Vermuten...).  Direktive Sprechakte – Der Sprecher möchte seinen Gesprächspartner zu einem bestimmten Verhalten bewegen (z. B.: Auffordern, Befehlen, Bitten, Fragen, Einladen...).  Kommissive Sprechakte – Der Sprecher verpflichtet sich zu einem bestimmten Verhalten (z. B. Versprechen, Drohen, Garantieren...).  Expressive Sprechakte – Der Sprecher thematisiert die eigenen Gefühle (z. B. Danken, Gratulieren, Sich-Entschuldigen, Glückwünsche äußern...).  Deklarative Sprechakte – Der Sprecher stellt mit seinem Sprechakt einen bestimmten Zustand her (z. B. Taufen, Kündigen, Ernennen, Verurteilen, Verbieten...). Klassifikation von Sprechakten nach Searle
  • 19. 1. Repräsentative Sprechakte − Aussagen 2. Interrogative Sprechakte − Fragen 3. Direktive Sprechakte − Aufforderungen 4. Relationale Sprechakte − Definieren die Beziehung zwischen den Gesprächspartnern (Begrüßung, Entschuldigung, Danksagung u. Ä.). 5. Kommissive Sprechakte − Der Sprecher verpflichtet sich zu einem bestimmten Verhalten. 6. Deklarative Sprechakte − Durch den Sprechakt wird ein bestimmter Zustand hergestellt. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 19 Primäre Sprechakte/Illokutionen Schmitt 2000, S. 134−141. Abweichung von Searle
  • 20. 1. Reportive Sprechakte − Die Sachinformation (der Sachinhalt) steht im Vordergrund. 2. Estimative Sprechakte − persönliche Einstellungen 3. Evaluative Sprechakte − Vermutungen 4. Identifikative Sprechakte −Thematisieren die Persönlichkeit des Sprechers, d. h. die Selbstoffenbarung steht im Vordergrund. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 20 Bei repräsentativen und interrogativen Sprechakten Der Einfluss des Kommunikationsmodells Schulz von Thun`s
  • 21. 1. Obligatorische direktive Sprechakte 2. Fakultative direktive Sprechakte Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 21 Bei direktiven Sprechakten
  • 22. Unselbstständige Sprachakte, die andere Sprechakte erklären, sie näher bestimmen, Texte gliedern o. Ä., d. h. die ausschließlich eine unterstützende Funktion haben: 1. Metasprechakte 2. Textillokutionen 3. Quellenangaben usw. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 22 Sekundäre Sprechakte
  • 23. Metasprechakte „geben im weitesten Sinne einen Kommentar zu dem eben Gesagten oder zu Sagenden: zu seiner illokutionären Ausrichtung, seiner Intensität, seinem Wahrheitsgehalt, seinem Gültigkeitsraum, seiner Intention, seiner Autorenschaft oder auch zu der Art und Weise, wie etwas gesagt wird oder worden ist“ (Schmitt 2000, 159).  Um ganz ehrlich zu sein, glaube ich ihm kein Wort.  Und ich sage es auch ganz klipp und klar, dass wir solches Verhalten nicht dulden können.  Das sage ich jetzt nicht, um dich unter Druck zu setzen, aber die Zeit läuft uns langsam davon. Metasprechakte
  • 24. „Das Ziel der Textillokutionen ist es, dem Rezipienten eines Textes zu helfen, sich innerhalb der Struktur desselben besser zurechtzufinden. Sie dienen zur Kennzeichnung der Eröffnung, Gliederung, der momentanen Position oder des Schlusses eines Textes“ (Schmitt 2000, 159).  Ich darf noch einmal zusammenfassen ...  Abschließend möchte ich noch sagen, dass ...  Lassen Sie mich zum Schluss noch sagen: ...  Erlauben Sie, dass ich hier kurz vom Thema abschweife.  Als Nächstes möchte ich das Thema X ansprechen. Textillokutionen
  • 25. Quellenangaben − Informationen über die Quelle, aus welcher der Sprecher/Schreiber das Gesagte übernommen hat.  laut einer Regierungsmitteilung...  Presseberichten zufolge...  nach eigenen Angaben...  laut einem Bericht aus dem Jahre 2015...  nach seinen (eigenen) Worten... Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 25 Quellenangaben
  • 26. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 26 Lüger,Heinz-Helmut(1993).RoutinenundRitualeinder Alltagskommunikation.Berlinetal.:Langenscheidt
  • 27. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 27 Lüger,Heinz-Helmut(1993).RoutinenundRitualeinder Alltagskommunikation.Berlinetal.:Langenscheidt
  • 28. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 28
  • 29. Prof. Dr. Jelena Kostić Tomović 29 Aus: Lüger (1993)
  • 30. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 30