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Analysen & Trends: Zukunftssicherung



Demografische
Zeitenwende
Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die
Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen
vervierfacht.
PortfolioPraxis: Akademie




Entscheidende
Einblicke für
vorausschauende
Anlagestrategien




2
Analysen & Trends




Inhalt
4     Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden


4     Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in
      wirtschaftlichen Schwellenländern


6     Sinkende Geburtenraten führen
      zu rückläufigem Bevölkerungswachstum


8     Die Weltbevölkerung altert in doppelter
      Hinsicht


11 Die Bevölkerungspyramiden beginnen
   Kopf zu stehen




Impressum
Allianz Global Investors
Kapitalanlagegesellschaft mbH
Mainzer Landstraße 11–13
60329 Frankfurt am Main

Kapitalmarktanalyse
Hans-Jörg Naumer (hjn), Dennis Nacken (dn), Stefan Scheurer (st),
Olivier Gasquet (og), Richard Wolf (rw)

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Soweit nicht anders vermerkt, stammen die Daten von
Thomson Financial Datastream.

                                                                3
Analysen & Trends




                      Demografische Zeitenwende

                      Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung
                      auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht.


                                                                                       man bedenkt, dass zuvor zwischen dem
                                        Gastbeitrag                                    Überschreiten der 500-Millionen-Marke um
                                                                                       das Jahr 1500 und der Verdoppelung auf
                                        Bei dieser Analyse handelt es sich um          1 Milliarde Menschen in der ersten Hälfte
                                        einen Gastbeitrag von Frau Dr. Michaela        des 19. Jahrhunderts mehr als 300 Jahre ver-
                                        Grimm. Frau Dr. Grimm ist Mitarbeiterin        gingen.
                                        im Team von Group Economic Research &
                                        Corporate Development bei der Allianz SE.      Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in
                                                                                       wirtschaftlichen Schwellenländern

                                                                                       Die meisten Menschen leben in Asien. Der
                                                                                       Kontinent zählt laut Angaben der UN in
                                                                                       diesem Jahr rund 4,2 Milliarden Bewohner;
                     Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden                           davon leben mehr als die Hälfte in China
                                                                                       (1,3 Milliarden Menschen) und in Indien
                     Im Herbst dieses Jahres wird der 7-milliardste                    (1,2 Milliarden Menschen). An zweiter und
                     Erdenbürger geboren werden. Noch nie                              an dritter Stelle stehen Afrika mit einer Bevöl-
                     zuvor haben so viele Menschen gleichzeitig                        kerung von gegenwärtig rund 1 Milliarde
                     auf unserem Planeten gelebt. Innerhalb von                        und Lateinamerika mit rund 600 Millionen
                     nur 100 Jahren hat sich damit die Weltbevöl-                      Menschen. Drei Viertel der Menschheit leben
                     kerung nicht zuletzt dank der Verbesserung                        somit in sogenannten Entwicklungs- und
                     der Ernährungslage und der hygienischen                           Schwellenländern. Europas Bedeutung ist
                     Standards von 1,65 Milliarden Menschen                            aus demografischer Sicht in den letzten
                     auf nun 7 Milliarden vervierfacht. Diese Ent-                     100 Jahren hingegen deutlich geschrumpft;
                     wicklung ist umso bemerkenswerter, wenn                           nur noch jeder zehnte Erdbewohner lebt




                     Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren vervierfacht

                                                10.000
                    Weltbevölkerung (in Mio.)




                                                 8.000


                                                 6.000


                                                 4.000


                                                 2.000


                                                    0
                                                         0   250   500     750      1000          1250   1500    1750      2000
                                                                                           Jahr
                     Quelle: UN Population Division.




4
Asien nach wie vor bevölkerungsreichster Kontinent

Verteilung der Weltbevölkerung um 1900            Verteilung der Weltbevölkerung 2011


                     8%
             5%                                                  15 %
       5%
                                                      9%

                       1,7 Mrd.      57 %                               7,0 Mrd.     60 %
                                                     5%

      25 %
                                                          11 %
                                                                                                          Asien
                                                                                                          Europa
                                                                                                          Afrika
                                                                                                          Südamerika
Quelle: UN Population Division.                                                                           Nordamerika




heute auf dem alten Kontinent, vor rund           der UN den 8-milliardsten Erdenbürger            1
                                                                                                       Vgl. UN Population
100 Jahren war es noch jeder vierte1. Daher ist   begrüßen dürfen, danach dürfte es dann           Division: The World at Six
die Wahrscheinlichkeit, dass der 7-milliardste    aber 18 Jahre dauern, bis die nächste Milliar-   Billion, S. 4.
Erdenbürger in einem der Schwellenlän-            dengrenze erreicht ist. Gegen Ende des Jahr-
der geboren wird, relativ hoch. So dürften        hunderts, um 2082, werden aller Voraussicht      2
                                                                                                       Vgl. UN Population
nach Schätzungen der UN allein in Indien          nach mehr als 10 Milliarden Menschen auf         Division, World Population
dieses Jahr rund 26,5 Millionen und in China      unserem Planeten leben – und damit doppelt       Prospects, 2008 Revision.
18,6 Millionen Kinder auf die Welt kommen;        so viele wie 1986. Die größer werdenden Zeit-
in der Europäischen Union hingegen insge-         abstände veranschaulichen einen seit einigen     3
                                                                                                       Vgl. UN Population
samt nur 4,4 Millionen2.                          Jahren zu beobachtenden Trend: Die Wachs-        Division, World Population
                                                  tumsrate der Weltbevölkerung ist rückläufig;     Prospects, 2010 Revision.
Auf absehbare Zeit wird die Weltbevölkerung       seit dem Höchststand von 2,1 % im Jahr 1968
also weiter wachsen. Schon Mitte des nächs-       ist sie auf 1,1 % im letzten Jahr gesunken3.
ten Jahrzehnts werden wir laut Voraussagen




                                                                                                                                5
Analysen & Trends




                                 Asien wird bevölkerungsreichster Kontinent bleiben

                                                                                        6.000


                                                                                        5.000




                             Gesamtbevölkerung (in Mio.)
                                                                                        4.000


                                                                                        3.000


                                                                                        2.000


                                                                                        1.000


                                                                                              0
                                                                                                      Afrika                Asien            Europa         Nordamerika           Lateinamerika        Ozeanien
                                                                                       2010       2030         2050

                                 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.




                                 Regional betrachtet gibt es mit Blick auf                                                                              Sinkende Geburtenraten führen zu rück-
                                 die Bevölkerungsdynamik jedoch deutliche                                                                               läufigem Bevölkerungswachstum
                                 Unterschiede: Während sich die Bevölkerung
                                 in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts voraus-                                                                           Ursache hierfür ist vor allem die Entwick-
                                 sichtlich mehr als verdoppeln wird und Asien                                                                           lung der Geburtenraten: Im weltweiten
                                 um 2050 rund 1 Milliarde Menschen mehr                                                                                 Durchschnitt hat sich die Geburtenrate in
                                 zählen dürfte, wird sie in Europa langfristig                                                                          den letzten 60 Jahren von durchschnittlich
4
    Vgl. UN Population           zurückgehen. In den USA hingegen dürfte die                                                                            5,0 Kindern pro Frau auf 2,5 halbiert. Die
Division, World Population       Bevölkerung weiterhin auf dann gut 403 Milli-                                                                          Tatsache, dass es dabei erhebliche regionale
Prospects, 2010 Revision.        onen Einwohner ansteigen4.                                                                                             Unterschiede gibt, ist hinlänglich bekannt. Die
                                                                                                                                                        höchsten Geburtenraten werden nach wie vor
                                                                                                                                                        in Afrika verzeichnet; heute bringt dort eine



                                 Geburtenraten in allen Weltregionen rückläufig

                                                                                         8
                             Durchschnittliche Zahl von Kinder pro Frau, nach Region




                                                                                         7

                                                                                         6

                                                                                         5

                                                                                         4

                                                                                         3

                                                                                         2

                                                                                         1
                                                                                         1950                      1970                   1990                2010                      2030                    2050

                                                                                        Afrika     Welt        Asien      Lateinamerika   Nordamerika     Australien/Neuseeland       Europa      Reproduktionsfaktor




                                 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.




6
Frau im Schnitt 4,4 Kinder zur Welt. In Europa,                                verschiedenen afrikanischen Ländern, auch
  dem Kontinent mit den derzeit niedrigsten                                      wenn die Ausgangssituationen verschieden
  Geburtenraten weltweit, ist die durchschnitt-                                  sind: So wird manchem hierzulande noch
  liche Geburtenrate hingegen auf nur noch                                       in Erinnerung sein, dass Großmutter oder
  1,6 Kinder pro Frau gesunken und liegt seit                                    Großvater aus kinderreichen Familien stam-
  1975 sogar unter der für den Erhalt einer                                      men; denn um 1900 lag die durchschnittliche
  Population notwendigen Rate von 2,1. Die                                       Geburtenrate pro Frau in Deutschland noch
  stärksten Rückgänge verzeichneten – nicht                                      bei 4,2 Kindern und 1935 bei 2,2. Nach Ende
  zuletzt aufgrund der Ein-Kind-Politik Chinas                                   des Zweiten Weltkriegs stieg sie bis Mitte der           5
                                                                                                                                              Vgl. UN Population
  – Asien und Lateinamerika, wo die Geburten-                                    Neunzehnhundertsechzigerjahre wieder auf                 Division, World Population
  raten im selben Zeitraum von 6,0 bzw. 5,8 auf                                  2,6 Kinder an, seitdem ist sie jedoch rückläu-           Prospects, 2010 Revision.
  2,2 und 2,3 Kinder pro Frau gefallen sind5.                                    fig und liegt seit 1970 unterhalb des Repro-
                                                                                 duktionsfaktors von 2,1. Welche Rolle dabei
  Welche Einflussfaktoren im Einzelnen für                                       die verbesserten Bildungsmöglichkeiten von
  das Geburtenverhalten in einer Bevölkerung                                     Frauen gespielt haben dürften, zeigt ein Blick
  maßgeblich sind, ist Gegenstand zahlreicher                                    in das Afrika von heute: So liegt zum Bei-
  Untersuchungen. Die Erklärungen sind viel-                                     spiel die durchschnittliche Geburtenrate im
  fältig und die Umkehr der Entwicklung ist                                      Tschad, wo nur gut 20 % der Frauen lesen und
  schwierig, wie die nur von mäßigem Erfolg                                      schreiben können, bei 6,3 Kindern, während
  gekrönten Maßnahmen der deutschen                                              eine Frau in Südafrika, wo die Alphabetisie-



  Geburtenraten und Wohlstand sind negativ korreliert
  Geburtenraten und BIP pro Kopf, 2010

                                        8

                                        7
Durchschnittliche Kinderzahl pro Frau




                                        6

                                        5

                                        4

                                        3

                                        2

                                        1

                                        0
                                            0   20.000    40.000            60.000              80.000         100.000          120.000
                                                                   BIP pro Kopf, in US-Dollar

  Quellen: UN Population Division, World Population Prospects, 2008 Revision, IWF.




  Bundesregierung zur Erhöhung der Gebur-                                        rungsquote von Frauen knapp 90 % beträgt,
  tenraten zeigen. Fest steht, dass die durch-                                   im Schnitt nur 2,5 Kinder bekommt6.
  schnittliche Kinderzahl mit der Verbesserung                                   Damit korrespondiert auch die Tatsache,
  des allgemeinen Lebensstandards und dem                                        dass es einen negativen Zusammenhang
  steigenden Bildungsniveau der Frauen sinkt.                                    zwischen allgemeinem Wohlstandsniveau
  Dazu genügen ein Blick in die Geschichte                                       und der durchschnittlichen Geburtenrate
  und der Vergleich der Geburtenraten in                                         gibt: Offensichtlich gilt, je höher der Lebens-

  6
                   Vgl. UNESCO und UN Population Division. In Deutschland zum Beispiel sind im früheren Bundesgebiet von den Frauen im
  Alter zwischen 40 und 75 Jahren 26 % derjenigen mit hohem Bildungsabschluss kinderlos, während dies nur auf 16 % der
  Frauen mit mittlerem Bildungsniveau und 11 % derjenigen mit niedrigem Bildungsniveau zutrifft. Vgl. Statistisches Bundesamt,
  Mikrozensus 2008. Neue Daten zur Kinderlosigkeit in Deutschland, Wiesbaden 2009, S. 27.


                                                                                                                                                                       7
Analysen & Trends




                    standard einer Gesellschaft, desto niedriger
                    die Zahl der Kinder. So hat laut UN Niger, das                        Es besteht ein negati-
                    mit einem durchschnittlichen Bruttoinlands-                           ver Zusammenhang
                    produkt von umgerechnet 287 Euro pro Kopf
                                                                                          zwischen allgemeinem
                    im Jahr 2010 zu den 10 ärmsten Ländern der
                    Welt zählte, die höchste Geburtenrate welt-                           Wohlstandsniveau und
                    weit: Eine Frau bringt dort im Durchschnitt                           Geburtenraten
                    7,0 Kinder zur Welt. In Luxemburg hingegen,
                    laut IWF-Statistik mit 82.020 Euro das Land
                    mit dem weltweit höchsten BIP pro Kopf, lag
                    die durchschnittliche Geburtenrate 2010 bei
                    nur 1,7 Kindern. Vor diesem Hintergrund ist
                    davon auszugehen, dass die Geburtenraten
                    im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung bei
                    steigendem Wohlstand auch in den Schwel-
                    lenländern künftig weiter zurückgehen wer-                        Jahren um knapp 30 Jahre von 39,9 Jahren auf
                    den.                                                              69,6 Jahre zugenommen hat.

                    Die Weltbevölkerung altert in doppelter                           Mit einem Plus von 11 gewonnenen Jahren
                    Hinsicht                                                          fiel der Anstieg in besagtem Zeitraum in
                                                                                      Europa und Nordamerika weitaus schwächer
                    Die Auswirkungen des Rückgangs der Gebur-                         aus. Der langsamere Zuwachs begann hier
                    tenraten auf die Entwicklung der Gesamtbe-                        jedoch von einem weitaus höheren Niveau:
                    völkerung wird allerdings durch den Anstieg                       Im Jahr 1950 hatte der durchschnittliche
                    der Lebenserwartung gedämpft. Seit 1950 hat                       Europäer bereits eine Lebenserwartung von
                    die weltweite durchschnittliche Lebenserwar-                      64,5 Jahren bei Geburt. Denn einen ähnlich
                    tung bei Geburt um 4,6 Monate pro Jahr von                        großen Sprung in puncto Lebenserwartung
                    45,4 auf 68,2 Jahre zugenommen. Höhere                            wie die Asiaten hatten die Europäer bereits in
                    Lebensstandards, verbesserte hygienische                          den Jahrzehnten zuvor gemacht: In Deutsch-
                    Bedingungen und medizinischer Fortschritt                         land zum Beispiel lag die durchschnittliche
                    haben maßgeblich dazu beigetragen. Am                             Lebenserwartung eines Jungen bei Geburt
                    stärksten fiel der Anstieg der Lebenserwar-                       um 1900 noch bei 44,8 Jahren, die eines Mäd-
                    tung in Asien aus, wo sie in den letzten 60                       chens bei 48,3 Jahren. 1950 betrug sie dann



                    Deutlicher Anstieg der Lebenserwartung
                    Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt

                            100



                             80



                             60
                    Jahre




                             40



                             20


                              0
                                   Welt         Australien/     Nordamerika       Europa         Lateinamerika   Asien   Afrika
                                                Neuseeland

                            1950   1980       2010       2030        2050


                    Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.


8
Der Anstieg der Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren beschleunigt
Lebenserwartung bei Geburt, 1760–2010

            80


            70


            60


            50
in Jahren




            40


            30


            20


            10
             1950              1970               1990                   2010            2030             2050

                                                             Jahre
            Schweden (1760-1899)      Schweden (1900-2010)           Japan      USA   Deutschland   Schweiz


Quelle: Human Mortality Database (HMD)


bereits 64,6 bzw. 68,5 Jahre7. Ein Baby, das                   Lebenserwartung eines Neugeborenen welt-          7
                                                                                                                     Vgl. Bundesamt für
heute geboren wird, hat als Junge eine durch-                  weit bei 75 Jahren liegen, wobei es aufgrund      Statistik: Sterbetafeln
schnittliche Lebenserwartung von 77,3 und                      des unterschiedlichen Entwicklungsstands          1901/1910 und Sterbe-
als Mädchen eine von 82,5 Jahren8.                             der Länder nach wie vor deutliche Unter-          tafeln 1949/1951.
                                                               schiede geben wird: So dürfte zum Beispiel
Wenn auch die Annahmen über die Auswir-                        ein Neugeborenes in Deutschland eine              8
                                                                                                                     Vgl. Bundesamt für Statis-
kungen des sich wandelnden Lebensstils auf                     Lebenserwartung von über 84 Jahren haben,         tik: Sterbetafeln 2007/2009.
die Lebenserwartung auseinandergehen und                       in Japan dürfte sie bei 87 Jahren, in Brasilien
die Frage, ob es eine absolute Obergrenze für                  bei 79 Jahren und in Nigeria bei 64 Jahren lie-
die menschliche Lebenserwartung gibt, nach                     gen. Während dieser Anstieg in den Entwick-
wie vor ungeklärt ist, sind sich die Demogra-                  lungsländern vor allem dem Rückgang der
fen darin einig, dass die durchschnittliche                    Kindersterblichkeit geschuldet sein wird, wird
Lebenserwartung weiter ansteigen wird.                         in den Industrieländern und in den meisten
In 30 Jahren dürfte die durchschnittliche                      Schwellenländern die Zunahme der Lebens-
                                                               erwartung in höheren Altern der Treiber sein.




                                                                                                                                              9
Analysen & Trends




9
     Vgl. Human Mortality    Lag die durchschnittliche fernere Lebens-                                Lebenserwartung im Alter von 65 um 2050
Database.                    erwartung bei Renteneintritt im Alter von                                bei 21,6 Jahren und in China bei 18,7 Jahren
                             65 zum Beispiel in Japan 1950 noch bei                                   liegen10.
10
     Vgl. UN Population      11 Jahren, beträgt sie heute knapp 22 Jahre9.
Division, World Population   Bis Mitte des Jahrhunderts dürfte sie auf                                Weltweit wird sich die Zahl der Über-65-Jäh-
Prospects, 2008 Revision.    24 Jahre angestiegen sein. In der Schweiz                                rigen dadurch bis 2050 nahezu verdreifachen
                             dürfte sie dann bei 23,7 und in Deutschland                              und von gegenwärtig rund 530 Millionen



                             Anstieg der Lebenserwartung in höheren Altern
                             Fernere Lebenserwartung im Alter 65

                                          25




                                          20




                                          15
                             in Jahren




                                          10




                                          5

                                              1875         1900           1925             1950           1975           2000          2025        2050
                                                                                                  Jahre

                                         Japan       Schweden     Frankreich     Schweiz      USA         England und Wales     Deutschland   Australien


                             Quellen: UN Population Division, HMD.




                             bei knapp 22 Jahren liegen. Auch in den                                  auf 1,5 Milliarden ansteigen. Davon werden
11
     Vgl. UN Population      heutigen Schwellenländern wie Südkorea                                   allein in China 330 Millionen leben, das damit
Division, World Population   oder China wird der dritte Lebensabschnitt                               mehr Einwohner im Rentenalter haben wird
Prospects, 2010 Revision.    länger werden: In Südkorea dürfte die fernere                            als ganz Europa zusammen, welches dann
                                                                                                      voraussichtlich 193 Millionen Über-65-Jährige
                                                                                                      zählen wird. Darüber hinaus werden weltweit
                                         Die durchschnittliche                                        402 Millionen dieser Über-65-Jährigen zu den
                                         Lebenserwartung bei                                          Hochbetagten zählen, d. h. 80 Jahre und älter
                                                                                                      sein11. Letztlich altert die Weltbevölkerung
                                         Renteneintritt wird auf                                      damit doppelt: Zum einen sinken die Gebur-
                                         über 20 Jahre steigen.                                       tenraten und damit die Zahl der Neugebo-
                                                                                                      renen, wodurch die Gesellschaft als Ganzes
                                                                                                      altert, und zum anderen wird der Einzelne
                                                                                                      immer älter.




10
Die Bevölkerungspyramiden beginnen                pro Frau liegen, wird dieses Bild in den nächs-
Kopf zu stehen                                    ten Jahrzehnten mehr und mehr einer Urne
                                                  gleichen, da hier die Bevölkerung nicht nur
Bildlich gesprochen verwandelt sich die           altert, sondern auch schrumpft. Exemplarisch
Alterspyramide der Weltbevölkerung damit          hierfür stehen Japan, das bereits heute die
immer mehr zu einer Bevölkerungsglocke, die       älteste Bevölkerung der Welt hat und seit
für eine zwar noch wachsende, aber alternde       einigen Jahren rückläufige Bevölkerungszah-
Gesellschaft steht. In vielen Industrieländern,   len aufweist, und Italien, das in Europa zu den
wo die Geburtenraten seit Jahrzehnten unter-      Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten
halb der Reproduktionsrate von 2,1 Kindern        zählt.

Die Bevölkerungspyramide wird zur Glocke und zur Urne

Italien, 1970                                     Japan, 1970

100                                               100
 90                                                90
                                  53,4 Mio.                                          104,4 Mio.
 80                                                80
 70                                                70
 60                                                60
 50                                                50
 40                                                40
 30                                                30
 20                                                20
 10                                                10
  0                                                 0

      Männer    Frauen                               Männer      Frauen
Italien, 2010                                     Japan, 2010


100                                               100
                                      60,1 Mio.
 90                                                90                                 127,0 Mio.
 80                                                80
 70                                                70
 60                                                60
 50                                                50
 40                                                40
 30                                                30
 20                                                20
 10                                                10
  0                                                 0

      Männer    Frauen                                  Männer   Frauen
Italien, 2050                                     Japan, 2050


100                                               100
                                     57,1 Mio.                                         101,7 Mio.
 90                                                90
 80                                                80
 70                                                70
 60                                                60
 50                                                50
 40                                                40
 30                                                30
 20                                                20
                                                                                                    Quelle: UN Population
 10                                                10
                                                                                                    Division, World Population
  0                                                 0
                                                                                                    Prospects, 2008 Revision.
      Männer    Frauen                                  Männer   Frauen


                                                                                                                                11
Analysen & Trends




                    Damit stellt sich immer mehr die Frage, wie                       noch nicht in ausreichendem Maße etabliert
                    wir in einer zunehmend alternden Gesell-                          sind und die Einzelnen nicht über die finanzi-
                    schaft leben werden. Mit an oberster Stelle                       ellen Mittel verfügen, um privat vorzusorgen.
                    steht dabei ganz profan die Frage nach der
                    künftigen Finanzierung des dritten Lebensab-                      Dass der demografische Wandel nicht nur
                    schnitts. Dies gilt insbesondere für Länder mit                   ein Phänomen und eine Herausforderung in
                    einem umlagefinanzierten Sozialsystem, in                         den Industrieländern ist, veranschaulicht die
                    dem die jüngeren Generationen im erwerbs-                         Entwicklung der Altersquotienten in den ver-
                    fähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren die                       schiedenen Weltregionen. Aufgrund des star-
                    Renten und die Gesundheitsausgaben der                            ken Rückgangs der Geburtenraten in Asien
                    älteren Generation durch laufende Beiträge                        und Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten
                    finanzieren. Auch wenn erwiesenermaßen                            wird die Bevölkerung dort künftig weitaus
                    die Zahl der in Gesundheit verbrachten                            rascher altern als in Europa oder Nordame-
                    Lebensjahre in der Vergangenheit ebenfalls                        rika. Bis Mitte des Jahrhunderts wird sich der
                    zugenommen hat, sind in den Industrielän-                         Altersquotient in diesen Regionen nahezu
                    dern heute die wenigsten über der Alters-                         verdreifacht haben, d. h., dass in Asien und
                    grenze von 65 oder 68 erwerbstätig. Je mehr                       Lateinamerika künftig knapp 30 Über-65-Jäh-
                    sich die Relation von Personen im Rentenalter                     rige auf 100 Personen im erwerbsfähigen
                    zu denen im erwerbsfähigen Alter jedoch                           Alter kommen werden. Vor diesem Hinter-
                    verschlechtert, desto schwieriger wird die                        grund stehen die politisch Verantwortlichen
                    Finanzierung über einen impliziten Gene-                          in vielen Schwellenländern nun vor der Auf-
                    rationenvertrag. Dies gilt übrigens nicht nur                     gabe, innerhalb weniger Jahre ein tragfähiges
                    für staatliche Systeme, sondern auch für die                      Sozialsystem aufzubauen, das in absehbarer
                    informelle Unterstützung durch Familienan-                        Zeit auch einer alternden Gesellschaft gerecht
                    gehörige. Vor diesem Hintergrund stellt die                       wird. In den meisten EU-Staaten haben die
                    Alterung der Bevölkerung auch in Schwel-                          Regierungen in den letzten Jahren bereits
                    lenländern wie China eine Herausforderung                         auf die demografischen Herausforderungen
                    dar, da einerseits tradierte Familienstrukturen                   reagiert und Rentenreformen auf den Weg
                    mehr und mehr wegbrechen – in China                               gebracht, deren Kern eine Verringerung des
                    spricht man in Folge der Ein-Kind-Politik                         umlagefinanzierten staatlichen Leistungsni-
                    bereits vom 1-2-4-Problem, d. h., auf 1 (Ein-                     veaus und ein Ausbau der privaten kapitalge-
                    zel)Kind kommen 2 Eltern und 4 Großeltern –,                      deckten Altersvorsorge ist.
                    während andererseits die staatlichen Systeme                                                  Dr. Michaela Grimm

                    Die Altersquotienten steigen weltweit
                    Altersquotienten*, 2010–2050

                               50

                               45
                               40

                               35

                               30
                    Prozent




                               25
                               20

                               15

                               10

                                5
                                     Welt          Afrika          Asien          Europa         Nordamerika Lateinamerika       Ozeanien


                              2010   2030     2050

                    * Bevölkerung im Alter 65 und älter in Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64.
                    Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.


12
Weitere Literatur von der Kapitalmarktanalyse:
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→ Entscheidende Einblicke in eine Welt im Wandel               → Geldvermögen
→ Turning Point: 10 Thesen zum richtigen Investieren           → Sparen – aber richtig!
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                                                               SRI – Sustainability – ESG
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Analysen & Trends




Ihre Notizen




14
Kapitalmarktanalyse –
unser besonderer Service
Die Arbeiten des Teams Kapitalmarktanalyse werden in den drei Publikationsreihen


• Kapitalmarktbrief
• Analysen & Trends
• PortfolioPraxis


zur Verfügung gestellt.

Mit dem Kapitalmarktbrief verschaffen wir Ihnen jeden ersten Freitag im Monat Einblick in Aktien- und Anleihemärkte sowie
Branchen- und Länderkonjunkturen. Nach Rubriken unterteilt informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen, Tendenzen und
Investmentideen.

Die Reihe „Analysen & Trends“ konzentriert sich jeweils auf ein Thema: Wir stellen Ihnen Branchen oder Regionen vor, erläutern die
Bewertung einzelner Marktsegmente, gehen auf längerfristige Entwicklungen ein und bieten Ihnen so Hilfen bei der Anlageent-
scheidung.

In „PortfolioPraxis“ geht es um die Kunst des Vermögensaufbaus und der Vermögensstrukturierung: Baustein für Baustein durch-
leuchten wir hier Möglichkeiten und Chancen für den optimalen „Mix“ in Ihrem Portfolio, verbunden mit Tipps zur Umsetzung mit
den Investmentfonds von Allianz Global Investors.

Die aktuellen Publikationen finden Sie immer direkt auf www.allianzglobalinvestors.de

TIPP: Alle Publikationen sind direkt per E-Mail abonnierbar: www.allianzglobalinvestors.de/newsletter

Kapitalmarktanalyse goes MP3 & iPod!
Jeder Kapitalmarktbrief ist Monat für Monat als MP3-File erhältlich. Auch werden immer weitere Publikationen der Reihen „Analysen
& Trends“ und „PortfolioPraxis“ als Audio-File zur Verfügung gestellt. Sie sind unter www.allianzgi.de/podcast direkt erhältlich und
können z. B. über iTunes als Podcast abonniert werden.

Hans-Jörg Naumer
Leiter Kapitalmarktanalyse, Allianz Global Investors




Auf die Vergangenheit bezogene Daten erlauben keine Prognose für die Zukunft. Dieser Veröffentlichung liegen Daten bzw. Informationen zugrunde, die
wir für zuverlässig halten. Die hierin enthaltenen Einschätzungen entsprechen unseren bestmöglichen Beurteilungen zum jeweiligen Zeitpunkt, können sich
jedoch – ohne Mitteilung hierüber – ändern. Für die Richtigkeit bzw. Genauigkeit der Daten können wir keine Gewähr übernehmen. Diese Publikation dient
lediglich Ihrer Information. Für eine Anlageentscheidung, die aufgrund der zur Verfügung gestellten Informationen getroffen worden ist, übernehmen wir
keine Haftung. Hierbei handelt es sich um eine Werbung gem. § 31 Abs. 2 WpHG.




                                                                                                                                                      15
www.allianzglobalinvestors.de/
kapitalmarktanalyse
                                                                         Oktober 2011




Allianz Global Investors
Kapitalanlagegesellschaft mbH
Mainzer Landstraße 11–13
60329 Frankfurt am Main



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  • 1. Analysen & Trends: Zukunftssicherung Demografische Zeitenwende Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht.
  • 3. Analysen & Trends Inhalt 4 Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden 4 Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in wirtschaftlichen Schwellenländern 6 Sinkende Geburtenraten führen zu rückläufigem Bevölkerungswachstum 8 Die Weltbevölkerung altert in doppelter Hinsicht 11 Die Bevölkerungspyramiden beginnen Kopf zu stehen Impressum Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH Mainzer Landstraße 11–13 60329 Frankfurt am Main Kapitalmarktanalyse Hans-Jörg Naumer (hjn), Dennis Nacken (dn), Stefan Scheurer (st), Olivier Gasquet (og), Richard Wolf (rw) Unsere aktuellen Studien finden Sie direkt unter www.allianzglobalinvestors.de / kapitalmarktanalyse Alle Publikationen sind abonnierbar unter www.allianzglobalinvestors.de / newsletter Soweit nicht anders vermerkt, stammen die Daten von Thomson Financial Datastream. 3
  • 4. Analysen & Trends Demografische Zeitenwende Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht. man bedenkt, dass zuvor zwischen dem Gastbeitrag Überschreiten der 500-Millionen-Marke um das Jahr 1500 und der Verdoppelung auf Bei dieser Analyse handelt es sich um 1 Milliarde Menschen in der ersten Hälfte einen Gastbeitrag von Frau Dr. Michaela des 19. Jahrhunderts mehr als 300 Jahre ver- Grimm. Frau Dr. Grimm ist Mitarbeiterin gingen. im Team von Group Economic Research & Corporate Development bei der Allianz SE. Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in wirtschaftlichen Schwellenländern Die meisten Menschen leben in Asien. Der Kontinent zählt laut Angaben der UN in diesem Jahr rund 4,2 Milliarden Bewohner; Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden davon leben mehr als die Hälfte in China (1,3 Milliarden Menschen) und in Indien Im Herbst dieses Jahres wird der 7-milliardste (1,2 Milliarden Menschen). An zweiter und Erdenbürger geboren werden. Noch nie an dritter Stelle stehen Afrika mit einer Bevöl- zuvor haben so viele Menschen gleichzeitig kerung von gegenwärtig rund 1 Milliarde auf unserem Planeten gelebt. Innerhalb von und Lateinamerika mit rund 600 Millionen nur 100 Jahren hat sich damit die Weltbevöl- Menschen. Drei Viertel der Menschheit leben kerung nicht zuletzt dank der Verbesserung somit in sogenannten Entwicklungs- und der Ernährungslage und der hygienischen Schwellenländern. Europas Bedeutung ist Standards von 1,65 Milliarden Menschen aus demografischer Sicht in den letzten auf nun 7 Milliarden vervierfacht. Diese Ent- 100 Jahren hingegen deutlich geschrumpft; wicklung ist umso bemerkenswerter, wenn nur noch jeder zehnte Erdbewohner lebt Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren vervierfacht 10.000 Weltbevölkerung (in Mio.) 8.000 6.000 4.000 2.000 0 0 250 500 750 1000 1250 1500 1750 2000 Jahr Quelle: UN Population Division. 4
  • 5. Asien nach wie vor bevölkerungsreichster Kontinent Verteilung der Weltbevölkerung um 1900 Verteilung der Weltbevölkerung 2011 8% 5% 15 % 5% 9% 1,7 Mrd. 57 % 7,0 Mrd. 60 % 5% 25 % 11 % Asien Europa Afrika Südamerika Quelle: UN Population Division. Nordamerika heute auf dem alten Kontinent, vor rund der UN den 8-milliardsten Erdenbürger 1 Vgl. UN Population 100 Jahren war es noch jeder vierte1. Daher ist begrüßen dürfen, danach dürfte es dann Division: The World at Six die Wahrscheinlichkeit, dass der 7-milliardste aber 18 Jahre dauern, bis die nächste Milliar- Billion, S. 4. Erdenbürger in einem der Schwellenlän- dengrenze erreicht ist. Gegen Ende des Jahr- der geboren wird, relativ hoch. So dürften hunderts, um 2082, werden aller Voraussicht 2 Vgl. UN Population nach Schätzungen der UN allein in Indien nach mehr als 10 Milliarden Menschen auf Division, World Population dieses Jahr rund 26,5 Millionen und in China unserem Planeten leben – und damit doppelt Prospects, 2008 Revision. 18,6 Millionen Kinder auf die Welt kommen; so viele wie 1986. Die größer werdenden Zeit- in der Europäischen Union hingegen insge- abstände veranschaulichen einen seit einigen 3 Vgl. UN Population samt nur 4,4 Millionen2. Jahren zu beobachtenden Trend: Die Wachs- Division, World Population tumsrate der Weltbevölkerung ist rückläufig; Prospects, 2010 Revision. Auf absehbare Zeit wird die Weltbevölkerung seit dem Höchststand von 2,1 % im Jahr 1968 also weiter wachsen. Schon Mitte des nächs- ist sie auf 1,1 % im letzten Jahr gesunken3. ten Jahrzehnts werden wir laut Voraussagen 5
  • 6. Analysen & Trends Asien wird bevölkerungsreichster Kontinent bleiben 6.000 5.000 Gesamtbevölkerung (in Mio.) 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Afrika Asien Europa Nordamerika Lateinamerika Ozeanien 2010 2030 2050 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision. Regional betrachtet gibt es mit Blick auf Sinkende Geburtenraten führen zu rück- die Bevölkerungsdynamik jedoch deutliche läufigem Bevölkerungswachstum Unterschiede: Während sich die Bevölkerung in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts voraus- Ursache hierfür ist vor allem die Entwick- sichtlich mehr als verdoppeln wird und Asien lung der Geburtenraten: Im weltweiten um 2050 rund 1 Milliarde Menschen mehr Durchschnitt hat sich die Geburtenrate in zählen dürfte, wird sie in Europa langfristig den letzten 60 Jahren von durchschnittlich 4 Vgl. UN Population zurückgehen. In den USA hingegen dürfte die 5,0 Kindern pro Frau auf 2,5 halbiert. Die Division, World Population Bevölkerung weiterhin auf dann gut 403 Milli- Tatsache, dass es dabei erhebliche regionale Prospects, 2010 Revision. onen Einwohner ansteigen4. Unterschiede gibt, ist hinlänglich bekannt. Die höchsten Geburtenraten werden nach wie vor in Afrika verzeichnet; heute bringt dort eine Geburtenraten in allen Weltregionen rückläufig 8 Durchschnittliche Zahl von Kinder pro Frau, nach Region 7 6 5 4 3 2 1 1950 1970 1990 2010 2030 2050 Afrika Welt Asien Lateinamerika Nordamerika Australien/Neuseeland Europa Reproduktionsfaktor Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision. 6
  • 7. Frau im Schnitt 4,4 Kinder zur Welt. In Europa, verschiedenen afrikanischen Ländern, auch dem Kontinent mit den derzeit niedrigsten wenn die Ausgangssituationen verschieden Geburtenraten weltweit, ist die durchschnitt- sind: So wird manchem hierzulande noch liche Geburtenrate hingegen auf nur noch in Erinnerung sein, dass Großmutter oder 1,6 Kinder pro Frau gesunken und liegt seit Großvater aus kinderreichen Familien stam- 1975 sogar unter der für den Erhalt einer men; denn um 1900 lag die durchschnittliche Population notwendigen Rate von 2,1. Die Geburtenrate pro Frau in Deutschland noch stärksten Rückgänge verzeichneten – nicht bei 4,2 Kindern und 1935 bei 2,2. Nach Ende zuletzt aufgrund der Ein-Kind-Politik Chinas des Zweiten Weltkriegs stieg sie bis Mitte der 5 Vgl. UN Population – Asien und Lateinamerika, wo die Geburten- Neunzehnhundertsechzigerjahre wieder auf Division, World Population raten im selben Zeitraum von 6,0 bzw. 5,8 auf 2,6 Kinder an, seitdem ist sie jedoch rückläu- Prospects, 2010 Revision. 2,2 und 2,3 Kinder pro Frau gefallen sind5. fig und liegt seit 1970 unterhalb des Repro- duktionsfaktors von 2,1. Welche Rolle dabei Welche Einflussfaktoren im Einzelnen für die verbesserten Bildungsmöglichkeiten von das Geburtenverhalten in einer Bevölkerung Frauen gespielt haben dürften, zeigt ein Blick maßgeblich sind, ist Gegenstand zahlreicher in das Afrika von heute: So liegt zum Bei- Untersuchungen. Die Erklärungen sind viel- spiel die durchschnittliche Geburtenrate im fältig und die Umkehr der Entwicklung ist Tschad, wo nur gut 20 % der Frauen lesen und schwierig, wie die nur von mäßigem Erfolg schreiben können, bei 6,3 Kindern, während gekrönten Maßnahmen der deutschen eine Frau in Südafrika, wo die Alphabetisie- Geburtenraten und Wohlstand sind negativ korreliert Geburtenraten und BIP pro Kopf, 2010 8 7 Durchschnittliche Kinderzahl pro Frau 6 5 4 3 2 1 0 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 BIP pro Kopf, in US-Dollar Quellen: UN Population Division, World Population Prospects, 2008 Revision, IWF. Bundesregierung zur Erhöhung der Gebur- rungsquote von Frauen knapp 90 % beträgt, tenraten zeigen. Fest steht, dass die durch- im Schnitt nur 2,5 Kinder bekommt6. schnittliche Kinderzahl mit der Verbesserung Damit korrespondiert auch die Tatsache, des allgemeinen Lebensstandards und dem dass es einen negativen Zusammenhang steigenden Bildungsniveau der Frauen sinkt. zwischen allgemeinem Wohlstandsniveau Dazu genügen ein Blick in die Geschichte und der durchschnittlichen Geburtenrate und der Vergleich der Geburtenraten in gibt: Offensichtlich gilt, je höher der Lebens- 6 Vgl. UNESCO und UN Population Division. In Deutschland zum Beispiel sind im früheren Bundesgebiet von den Frauen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren 26 % derjenigen mit hohem Bildungsabschluss kinderlos, während dies nur auf 16 % der Frauen mit mittlerem Bildungsniveau und 11 % derjenigen mit niedrigem Bildungsniveau zutrifft. Vgl. Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2008. Neue Daten zur Kinderlosigkeit in Deutschland, Wiesbaden 2009, S. 27. 7
  • 8. Analysen & Trends standard einer Gesellschaft, desto niedriger die Zahl der Kinder. So hat laut UN Niger, das Es besteht ein negati- mit einem durchschnittlichen Bruttoinlands- ver Zusammenhang produkt von umgerechnet 287 Euro pro Kopf zwischen allgemeinem im Jahr 2010 zu den 10 ärmsten Ländern der Welt zählte, die höchste Geburtenrate welt- Wohlstandsniveau und weit: Eine Frau bringt dort im Durchschnitt Geburtenraten 7,0 Kinder zur Welt. In Luxemburg hingegen, laut IWF-Statistik mit 82.020 Euro das Land mit dem weltweit höchsten BIP pro Kopf, lag die durchschnittliche Geburtenrate 2010 bei nur 1,7 Kindern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Geburtenraten im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung bei steigendem Wohlstand auch in den Schwel- lenländern künftig weiter zurückgehen wer- Jahren um knapp 30 Jahre von 39,9 Jahren auf den. 69,6 Jahre zugenommen hat. Die Weltbevölkerung altert in doppelter Mit einem Plus von 11 gewonnenen Jahren Hinsicht fiel der Anstieg in besagtem Zeitraum in Europa und Nordamerika weitaus schwächer Die Auswirkungen des Rückgangs der Gebur- aus. Der langsamere Zuwachs begann hier tenraten auf die Entwicklung der Gesamtbe- jedoch von einem weitaus höheren Niveau: völkerung wird allerdings durch den Anstieg Im Jahr 1950 hatte der durchschnittliche der Lebenserwartung gedämpft. Seit 1950 hat Europäer bereits eine Lebenserwartung von die weltweite durchschnittliche Lebenserwar- 64,5 Jahren bei Geburt. Denn einen ähnlich tung bei Geburt um 4,6 Monate pro Jahr von großen Sprung in puncto Lebenserwartung 45,4 auf 68,2 Jahre zugenommen. Höhere wie die Asiaten hatten die Europäer bereits in Lebensstandards, verbesserte hygienische den Jahrzehnten zuvor gemacht: In Deutsch- Bedingungen und medizinischer Fortschritt land zum Beispiel lag die durchschnittliche haben maßgeblich dazu beigetragen. Am Lebenserwartung eines Jungen bei Geburt stärksten fiel der Anstieg der Lebenserwar- um 1900 noch bei 44,8 Jahren, die eines Mäd- tung in Asien aus, wo sie in den letzten 60 chens bei 48,3 Jahren. 1950 betrug sie dann Deutlicher Anstieg der Lebenserwartung Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt 100 80 60 Jahre 40 20 0 Welt Australien/ Nordamerika Europa Lateinamerika Asien Afrika Neuseeland 1950 1980 2010 2030 2050 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision. 8
  • 9. Der Anstieg der Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren beschleunigt Lebenserwartung bei Geburt, 1760–2010 80 70 60 50 in Jahren 40 30 20 10 1950 1970 1990 2010 2030 2050 Jahre Schweden (1760-1899) Schweden (1900-2010) Japan USA Deutschland Schweiz Quelle: Human Mortality Database (HMD) bereits 64,6 bzw. 68,5 Jahre7. Ein Baby, das Lebenserwartung eines Neugeborenen welt- 7 Vgl. Bundesamt für heute geboren wird, hat als Junge eine durch- weit bei 75 Jahren liegen, wobei es aufgrund Statistik: Sterbetafeln schnittliche Lebenserwartung von 77,3 und des unterschiedlichen Entwicklungsstands 1901/1910 und Sterbe- als Mädchen eine von 82,5 Jahren8. der Länder nach wie vor deutliche Unter- tafeln 1949/1951. schiede geben wird: So dürfte zum Beispiel Wenn auch die Annahmen über die Auswir- ein Neugeborenes in Deutschland eine 8 Vgl. Bundesamt für Statis- kungen des sich wandelnden Lebensstils auf Lebenserwartung von über 84 Jahren haben, tik: Sterbetafeln 2007/2009. die Lebenserwartung auseinandergehen und in Japan dürfte sie bei 87 Jahren, in Brasilien die Frage, ob es eine absolute Obergrenze für bei 79 Jahren und in Nigeria bei 64 Jahren lie- die menschliche Lebenserwartung gibt, nach gen. Während dieser Anstieg in den Entwick- wie vor ungeklärt ist, sind sich die Demogra- lungsländern vor allem dem Rückgang der fen darin einig, dass die durchschnittliche Kindersterblichkeit geschuldet sein wird, wird Lebenserwartung weiter ansteigen wird. in den Industrieländern und in den meisten In 30 Jahren dürfte die durchschnittliche Schwellenländern die Zunahme der Lebens- erwartung in höheren Altern der Treiber sein. 9
  • 10. Analysen & Trends 9 Vgl. Human Mortality Lag die durchschnittliche fernere Lebens- Lebenserwartung im Alter von 65 um 2050 Database. erwartung bei Renteneintritt im Alter von bei 21,6 Jahren und in China bei 18,7 Jahren 65 zum Beispiel in Japan 1950 noch bei liegen10. 10 Vgl. UN Population 11 Jahren, beträgt sie heute knapp 22 Jahre9. Division, World Population Bis Mitte des Jahrhunderts dürfte sie auf Weltweit wird sich die Zahl der Über-65-Jäh- Prospects, 2008 Revision. 24 Jahre angestiegen sein. In der Schweiz rigen dadurch bis 2050 nahezu verdreifachen dürfte sie dann bei 23,7 und in Deutschland und von gegenwärtig rund 530 Millionen Anstieg der Lebenserwartung in höheren Altern Fernere Lebenserwartung im Alter 65 25 20 15 in Jahren 10 5 1875 1900 1925 1950 1975 2000 2025 2050 Jahre Japan Schweden Frankreich Schweiz USA England und Wales Deutschland Australien Quellen: UN Population Division, HMD. bei knapp 22 Jahren liegen. Auch in den auf 1,5 Milliarden ansteigen. Davon werden 11 Vgl. UN Population heutigen Schwellenländern wie Südkorea allein in China 330 Millionen leben, das damit Division, World Population oder China wird der dritte Lebensabschnitt mehr Einwohner im Rentenalter haben wird Prospects, 2010 Revision. länger werden: In Südkorea dürfte die fernere als ganz Europa zusammen, welches dann voraussichtlich 193 Millionen Über-65-Jährige zählen wird. Darüber hinaus werden weltweit Die durchschnittliche 402 Millionen dieser Über-65-Jährigen zu den Lebenserwartung bei Hochbetagten zählen, d. h. 80 Jahre und älter sein11. Letztlich altert die Weltbevölkerung Renteneintritt wird auf damit doppelt: Zum einen sinken die Gebur- über 20 Jahre steigen. tenraten und damit die Zahl der Neugebo- renen, wodurch die Gesellschaft als Ganzes altert, und zum anderen wird der Einzelne immer älter. 10
  • 11. Die Bevölkerungspyramiden beginnen pro Frau liegen, wird dieses Bild in den nächs- Kopf zu stehen ten Jahrzehnten mehr und mehr einer Urne gleichen, da hier die Bevölkerung nicht nur Bildlich gesprochen verwandelt sich die altert, sondern auch schrumpft. Exemplarisch Alterspyramide der Weltbevölkerung damit hierfür stehen Japan, das bereits heute die immer mehr zu einer Bevölkerungsglocke, die älteste Bevölkerung der Welt hat und seit für eine zwar noch wachsende, aber alternde einigen Jahren rückläufige Bevölkerungszah- Gesellschaft steht. In vielen Industrieländern, len aufweist, und Italien, das in Europa zu den wo die Geburtenraten seit Jahrzehnten unter- Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten halb der Reproduktionsrate von 2,1 Kindern zählt. Die Bevölkerungspyramide wird zur Glocke und zur Urne Italien, 1970 Japan, 1970 100 100 90 90 53,4 Mio. 104,4 Mio. 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 10 10 0 0 Männer Frauen Männer Frauen Italien, 2010 Japan, 2010 100 100 60,1 Mio. 90 90 127,0 Mio. 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 10 10 0 0 Männer Frauen Männer Frauen Italien, 2050 Japan, 2050 100 100 57,1 Mio. 101,7 Mio. 90 90 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 Quelle: UN Population 10 10 Division, World Population 0 0 Prospects, 2008 Revision. Männer Frauen Männer Frauen 11
  • 12. Analysen & Trends Damit stellt sich immer mehr die Frage, wie noch nicht in ausreichendem Maße etabliert wir in einer zunehmend alternden Gesell- sind und die Einzelnen nicht über die finanzi- schaft leben werden. Mit an oberster Stelle ellen Mittel verfügen, um privat vorzusorgen. steht dabei ganz profan die Frage nach der künftigen Finanzierung des dritten Lebensab- Dass der demografische Wandel nicht nur schnitts. Dies gilt insbesondere für Länder mit ein Phänomen und eine Herausforderung in einem umlagefinanzierten Sozialsystem, in den Industrieländern ist, veranschaulicht die dem die jüngeren Generationen im erwerbs- Entwicklung der Altersquotienten in den ver- fähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren die schiedenen Weltregionen. Aufgrund des star- Renten und die Gesundheitsausgaben der ken Rückgangs der Geburtenraten in Asien älteren Generation durch laufende Beiträge und Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten finanzieren. Auch wenn erwiesenermaßen wird die Bevölkerung dort künftig weitaus die Zahl der in Gesundheit verbrachten rascher altern als in Europa oder Nordame- Lebensjahre in der Vergangenheit ebenfalls rika. Bis Mitte des Jahrhunderts wird sich der zugenommen hat, sind in den Industrielän- Altersquotient in diesen Regionen nahezu dern heute die wenigsten über der Alters- verdreifacht haben, d. h., dass in Asien und grenze von 65 oder 68 erwerbstätig. Je mehr Lateinamerika künftig knapp 30 Über-65-Jäh- sich die Relation von Personen im Rentenalter rige auf 100 Personen im erwerbsfähigen zu denen im erwerbsfähigen Alter jedoch Alter kommen werden. Vor diesem Hinter- verschlechtert, desto schwieriger wird die grund stehen die politisch Verantwortlichen Finanzierung über einen impliziten Gene- in vielen Schwellenländern nun vor der Auf- rationenvertrag. Dies gilt übrigens nicht nur gabe, innerhalb weniger Jahre ein tragfähiges für staatliche Systeme, sondern auch für die Sozialsystem aufzubauen, das in absehbarer informelle Unterstützung durch Familienan- Zeit auch einer alternden Gesellschaft gerecht gehörige. Vor diesem Hintergrund stellt die wird. In den meisten EU-Staaten haben die Alterung der Bevölkerung auch in Schwel- Regierungen in den letzten Jahren bereits lenländern wie China eine Herausforderung auf die demografischen Herausforderungen dar, da einerseits tradierte Familienstrukturen reagiert und Rentenreformen auf den Weg mehr und mehr wegbrechen – in China gebracht, deren Kern eine Verringerung des spricht man in Folge der Ein-Kind-Politik umlagefinanzierten staatlichen Leistungsni- bereits vom 1-2-4-Problem, d. h., auf 1 (Ein- veaus und ein Ausbau der privaten kapitalge- zel)Kind kommen 2 Eltern und 4 Großeltern –, deckten Altersvorsorge ist. während andererseits die staatlichen Systeme Dr. Michaela Grimm Die Altersquotienten steigen weltweit Altersquotienten*, 2010–2050 50 45 40 35 30 Prozent 25 20 15 10 5 Welt Afrika Asien Europa Nordamerika Lateinamerika Ozeanien 2010 2030 2050 * Bevölkerung im Alter 65 und älter in Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64. Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision. 12
  • 13. Weitere Literatur von der Kapitalmarktanalyse: Welt im Wandel Zukunftssicherung – Demografie – Renten → Entscheidende Einblicke in eine Welt im Wandel → Geldvermögen → Turning Point: 10 Thesen zum richtigen Investieren → Sparen – aber richtig! in der Zeitenwende → Zeitwertkonten - Innovative Kapitalanlage unter → Wachstumsländer Berücksichtigung der Flexi-II-Vorgaben → Brasilien: Local Hero – Global Winner → Mittelstands-Studie → Asien im Aufbruch – Gravitationszentrum des → Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und 21. Jahrhunderts Versorgungsverpflichtungen → Der sechste Kondratieff – Wohlstand in langen Wellen → Zukunft sichern mit betrieblicher Altersversorgung → Betriebliche Altersversorgung für Führungskräfte Chinas neue Epoche des Wachstums → Ausfinanzieren von Pensionsverpflichtungen → Chinas Sorge: die Inflation → Die zaghafte Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts Verhaltensökonomie – Behavioral Finance → China Fokus – In den Fußstapfen Japans → Überliste dich selbst! → Tiger und Drache → Aktives Management → China Fokus – Arbeitskräftemangel SRI – Sustainability – ESG → Wachstumsland China → Rendite ohne Reue → Rendite ohne Reue reloaded Knappe Ressourcen → Fokus: Am Golde hängt doch alles? → Nachhaltig – verantwortungsvoll – themenbasiert → Megatrend: Knappe Ressourcen Risikomanagement & Advanced Return → Advanced Return-Strategien im Niedrigzinsumfeld Strategie und Taktik → Advanced Return-Strategien → Dividendentitel – eine attraktive Ergänzung fürs Depot! → Neue Zoologie des Risikomanagements der Kapitalanlage → Is small beautiful? → Fokus: Omegafaktor → Wissen: Alpha bis Vola → Schwarzer Schwan → Master-KAG All unsere Publikationen, Analysen und Studien können Sie unter der folgenden Adresse online einsehen: http://www.allianzglobalinvestors.de/kapitalmarktanalyse icht Sie auch n Verpassen dcasts: unsere Po dcast zgi.de/po w ww.allian 13
  • 15. Kapitalmarktanalyse – unser besonderer Service Die Arbeiten des Teams Kapitalmarktanalyse werden in den drei Publikationsreihen • Kapitalmarktbrief • Analysen & Trends • PortfolioPraxis zur Verfügung gestellt. Mit dem Kapitalmarktbrief verschaffen wir Ihnen jeden ersten Freitag im Monat Einblick in Aktien- und Anleihemärkte sowie Branchen- und Länderkonjunkturen. Nach Rubriken unterteilt informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen, Tendenzen und Investmentideen. Die Reihe „Analysen & Trends“ konzentriert sich jeweils auf ein Thema: Wir stellen Ihnen Branchen oder Regionen vor, erläutern die Bewertung einzelner Marktsegmente, gehen auf längerfristige Entwicklungen ein und bieten Ihnen so Hilfen bei der Anlageent- scheidung. In „PortfolioPraxis“ geht es um die Kunst des Vermögensaufbaus und der Vermögensstrukturierung: Baustein für Baustein durch- leuchten wir hier Möglichkeiten und Chancen für den optimalen „Mix“ in Ihrem Portfolio, verbunden mit Tipps zur Umsetzung mit den Investmentfonds von Allianz Global Investors. Die aktuellen Publikationen finden Sie immer direkt auf www.allianzglobalinvestors.de TIPP: Alle Publikationen sind direkt per E-Mail abonnierbar: www.allianzglobalinvestors.de/newsletter Kapitalmarktanalyse goes MP3 & iPod! Jeder Kapitalmarktbrief ist Monat für Monat als MP3-File erhältlich. Auch werden immer weitere Publikationen der Reihen „Analysen & Trends“ und „PortfolioPraxis“ als Audio-File zur Verfügung gestellt. Sie sind unter www.allianzgi.de/podcast direkt erhältlich und können z. B. über iTunes als Podcast abonniert werden. Hans-Jörg Naumer Leiter Kapitalmarktanalyse, Allianz Global Investors Auf die Vergangenheit bezogene Daten erlauben keine Prognose für die Zukunft. Dieser Veröffentlichung liegen Daten bzw. Informationen zugrunde, die wir für zuverlässig halten. Die hierin enthaltenen Einschätzungen entsprechen unseren bestmöglichen Beurteilungen zum jeweiligen Zeitpunkt, können sich jedoch – ohne Mitteilung hierüber – ändern. Für die Richtigkeit bzw. Genauigkeit der Daten können wir keine Gewähr übernehmen. Diese Publikation dient lediglich Ihrer Information. Für eine Anlageentscheidung, die aufgrund der zur Verfügung gestellten Informationen getroffen worden ist, übernehmen wir keine Haftung. Hierbei handelt es sich um eine Werbung gem. § 31 Abs. 2 WpHG. 15
  • 16. www.allianzglobalinvestors.de/ kapitalmarktanalyse Oktober 2011 Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH Mainzer Landstraße 11–13 60329 Frankfurt am Main Bei dieser Broschüre handelt es sich um Werbung gem. § 31 Abs. 2 WpHG.