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Wie kann man Vorurteile durch Kontaktmaßnahmen
in der Gemeinwesenarbeit wirksam abbauen?
Rainer Strobl
proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net
 Vorurteile sind keine Charaktereigenschaften, sondern Einstellungen.
 Vorurteile sind erlernbar, aber auch veränderbar.
Vorurteilen entstehen in drei Schritten:
1. Kategorisierung +
2. Stereotypisierung +
3. Negative Bewertung
Was sind Vorurteile und wie entstehen sie?
proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche
Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net - 2 -
Das Vorurteil ist „eine ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber einer
Person, die zu einer Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden
Eigenschaften haben soll, die man der Gruppe zuschreibt“ (Allport 1954, S. 7).
Kontaktmaßnahmen können dazu führen,
😠 dass Vorurteile verstärkt werden.
😕 dass sich gar nichts verändert.
😇 dass Vorurteile abgebaut werden.
Kontaktmaßnahmen zum Abbau von Vorurteilen
proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche
Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net - 3 -
Eigengruppenpräferenz (Ingroup-Bias): Menschen tendieren dazu, die Eigen-
gruppe positiver zu bewerten als die Fremdgruppe ( positive soziale Identität).
 Auswirkungen auf die Kognitionen  Stereotype
 Auswirkungen auf die Einstellungen  Vorurteile
 Auswirkungen auf das Verhalten  Diskriminierung
Die Eigengruppenpräferenz ist ein äußerst robustes Phänomen, das sogar
zwischen sogenannten minimalen Gruppen auftritt.
😠 Negative Kontaktbedingungen verstärken Vorurteile und können zu
gewaltsamen Konflikten zwischen Gruppen führen.
 Unfreiwilliger Kontakt; institutioneller Zwang zur Begegnung
 Wettbewerbssituationen (Nullsummenspiele)
 Wahrgenommenen Bedrohung (realistische Konflikte um begrenzte Ressourcen,
symbolische Bedrohungen)
Zum Zusammenhang von Kontakt und Vorurteilen
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Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net - 4 -
😇 Kontakthypothese nach Allport (1954): Es gibt vier zentrale situative
Bedingungen (Schlüsselbedingungen), damit Vorurteile durch
Intergruppenkontakt optimal abgebaut werden:
1) Gleicher Status: Die Gruppen müssen in der Kontaktsituation den gleichen
Status haben.
2) Gemeinsame Ziele: Die Gruppen müssen aktiv am Erreichen eines
gemeinsamen Ziels arbeiten.
3) Intergruppen-Kooperation: Das gemeinsame Ziel kann nur durch eine
gruppenübergreifende Kooperation erreicht werden.
4) Unterstützung durch Autoritäten, Gesetze oder Konventionen:
Autoritäten, Gesetze und andere soziale Normen können einen
gleichberechtigten Intergruppenkontakt fördern.
Wie kann man Vorurteile durch Kontakt abbauen?
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Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net - 5 -
4 Veränderungsprozesse (Wirkmechanismen) durch Kontakt (Pettigrew
1998)
a) Lernen über die Fremdgruppe: Neue Informationen  Korrektur negativer
Ansichten
b) Änderung des Verhaltens: Optimaler Intergruppenkontakt 
Verhaltensänderung  Einstellungsänderung
c) Entwicklung von affektiven Bindungen: Positive Emotionen sind
entscheidend im Intergruppenkontakt.
d) Neubewertung der Eigengruppe: Abbau der Eigengruppenpräferenz (z.B.
weniger Nationalstolz)
These (Pettigrew): Freundschaften aktivieren alle 4 Wirkmechanismen.
Weitere zentrale Bedingungen für den Abbau von Vorurteilen:
5) Das Freundschaftspotential der Kontaktsituation
In diesem Zusammenhang wichtig: lang andauernder, häufiger Kontakt
Wie können Vorurteilen durch Kontakt abgebaut werden?
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Analyse, Beratung und Evaluation
www.proval-services.net - 6 -
Pettigrew (1998) hat die Kontakttheorie neu formuliert und ein Prozessmodell entwickelt.
Ein Prozessmodell zur Wirksamkeit von Kontaktmaßnahmen
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www.proval-services.net - 7 -
Gesellschaftlicher und institutioneller Kontext
Zeit
Anfänglicher
Kontakt
Dekategori-
sierung
Etablierter
Kontakt
Hervortretende
(saliente)
Kategorisierung
Vereinigte
Gruppe
Rekategori-
sierung
Optimale Situation
führt zu Sympathie
ohne Generalisie-
rung
Optimale Situation
führt zur Reduktion
von Vorurteilen mit
Generalisierung
Optimale Situation
führt zur maximalen
Reduktion von
Vorurteilen
Essentielle und
erleichternde
situative
Faktoren
Erfahrungen
und Eigensch.
der Teilneh-
menden
Anfängliche Angst
Einige Kriterien für eine prinzipielle Wirksamkeit
 Problembeschreibung: Das Problem ist relevant, genau beschrieben, klar abgegrenzt und
empirisch belegt.
Beispiel: Im Stadtteil X leben Menschen aus mindestens 25 Nationen zusammen. Im
Zusammenleben sind massive Vorurteile entstanden. Gravierende Vorurteile gibt es
insbesondere zwischen Jesiden/Jesidinnen und Muslimen/Muslimas. Folgende Vorurteile
haben wir und andere Mitarbeiterinnen immer wieder wahrgenommen …
 Ursachenanalyse und -bewertung: Die Ursachen des Problems sind benannt und die
wichtigsten Ursachen sind identifiziert.
Beispiel: Erzählungen und Erfahrungen aus Kriegen und Konflikten, starke Identifikation
mit Traditionen und Religion, fehlende Beheimatung in der Kommune.
Wie müssen wirksame Kontaktprojekte konzipiert werden?
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Prinzipielle Wirksamkeit bedeutet, dass die wesentlichen Kriterien für eine
Wirksamkeit erfüllt sind, so dass aus fachlicher Sicht davon auszugehen ist, dass
die angestrebten Wirkungsziele tatsächlich erreicht werden.
Einige Kriterien für eine prinzipielle Wirksamkeit
 Kontext: Relevante Kontextbedingungen werden berücksichtigt.
Beispiel: Die Personen aus den beiden relevanten Gruppen sind stark in die jeweils eigene
Community integriert und unterliegen dort informeller sozialer Kontrolle.
 Abgrenzung und Erreichung der Zielgruppe: Die Zielgruppe ist klar abgegrenzt, es ist
geklärt, wie diese Personen erreicht werden können und wie viele teilnehmen sollen.
Beispiel: An dem Projekt sollen gleich viele jesidische und muslimische Frauen teilnehmen
(maximal X), die über andere Angebote in unserem Nachbarschaftstreff erreicht werden.
 Ziele: Die Ziele des Projekts sind auf Wirkungen hin orientiert, hinreichend spezifisch,
messbar, realistisch und relevant und bilden einen nachvollziehbaren Zusammenhang.
 Maßnahmen: Die Maßnahmen sind geeignet, um die angestrebten Ziele zu erreichen und
sie werden so umgesetzt, dass die Wirkungsziele tatsächlich erreicht werden können.
Wie müssen wirksame Kontaktprojekte konzipiert werden?
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Leit-
ziel
Die Zielgruppen der Kontaktmaßnahme gehen unvoreingenommen und
freundschaftlich miteinander um.
Mittler-
ziele
[Rahmenbedingungen]
MZ 1: Die Zielgruppen
der Kontaktmaß-
nahme begegnen sich
auf Augenhöhe und
fühlen sich darin durch
die Projektverantwort-
lichen bestärkt.
[An Projektkontext
anpassen]
[Anfängl. Kontakt]
MZ 2: Die
Zielgruppen der
Kontaktmaßnahme
kennen sich
individuell, haben
gemeinsame
Interessen, ein
gemeinsames Ziel
und eine
freundschaftliche
Beziehung.
[An Projektkontext
anpassen]
[Etablierter Kontakt]
MZ 3: Die
Zielgruppen der
Kontaktmaßnahme
nutzen ihre gruppen-
spezifischen
Unterschiede im
Rahmen der
Kooperation zur
Erreichung eines ge-
meinsamen Ziels.
[An Projektkontext
anpassen]
[Vereinigte Gruppe]
MZ 4: Die Ziel-
gruppen der
Kontaktmaßnahme
schätzen eine
inklusive, überge-
ordnete Gruppen-
identität im Sozial-
raum des Projektes.
[An Projektkontext
anpassen]
Hand-
lungs-
ziele
HZ 1.1: [für den
Projektkontext
formulieren]
HZ 2.1: [für den
Projektkontext
formulieren]
HZ 3.1: [für den
Projektkontext
formulieren]
HZ 4.1: [für den
Projektkontext
formulieren]
Wirkungsziele für Kontaktmaßnahmen
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Analyse, Beratung und Evaluation
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www.proval-services.net - 11 -
Wie können diese Ziele erreicht werden?
 Augenhöhe und Unterstützung durch Projektverantwortliche
Umsetzung: Projektverantwortliche, …
bestimmten wer mit wem zusammenarbeitet,
legten eine Sitzordnung fest,
achteten darauf, dass alle den gleichen Gesprächsanteil haben (Sanduhr),
achteten darauf, dass man sich aktiv zuhört (Partnerinterviews),
haben Kochschürzen besorgt, so dass alle einheitlich aussahen.
 Gemeinsames Ziel und Entstehung einer Freundschaft
Umsetzung: Das Ziel muss niedrigschwellig und attraktiv sein. „Was ist das
Attraktivste, das diese Gruppen miteinander verbindet?“
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www.proval-services.net - 12 -
Wie können diese Ziele erreicht werden?
 Nutzung gruppenspezifischer Besonderheiten zur Erreichung des
gemeinsamen Ziels
Umsetzung: Projektverantwortliche, …
haben die gruppenspezifischen Besonderheiten immer wieder zum Thema
gemacht (die jeweils andere Kultur als Ressource entdecken).
 Identifikation mit einer übergeordneten, inklusiven Gruppe
Umsetzung: Dass exklusive Gruppenidentitäten an Bedeutung verlieren, ist ein
Fernziel. „Wir sind halt Frauen.“
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Funktioniert das?
„Die beiden haben gesagt, jede Gruppe muss mit einer anderen zusammen sein.
[…] jedes Mal haben sie uns was gesagt, Sie müssen über diese Sachen heute
reden. Dann können wir einander mehr kennen und mehr miteinander offen reden.“
„Wir haben Freunde gefunden. Viel Spaß gehabt miteinander. Sehr offen
miteinander geredet.“
„Ich habe hier eine Freundin gefunden. Sie und ich waren Nachbarinnen. Durch das
Projekt sind wir Freunde geworden.“
„Sie war einmal krank und war sehr traurig, dass sie nicht teilnehmen konnte. Und
sie sagt, es gab keine nicht schönen Tage, es war alles toll.“
„Sie sagt, mir hatte besser gefallen, wir haben von anderem Glauben das Essen
nach Hause mitgebracht. - Was sie gelernt haben jetzt, jesidische Frauen und auch
muslimische, dass die voneinander essen: Wir sind ja alle sauber, wir waschen
unsere Hände. Fangen an zu kochen und essen.“
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www.proval-services.net
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
- 14 -
Literatur
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Analyse, Beratung und Evaluation
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Allport, Gordon W. (1954): The Nature of Prejudice. Cambridge, Mass: Addison-Wesley.
Pettigrew, Thomas F. (1998): Intergroup Contact Theory. In: Annual Review of Psychology
49, S. 65–85.
Weiterführende Literatur
Ganter, Stephan (1997): Stereotype und Vorurteile: Konzeptualisierung, Operationalisierung und Messung.
Mannheim: Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES, Arbeitspapiere
Arbeitsbereich III / 22).
Paluck, Elizabeth Levy; Green, Seth A.; Green, Donal P. (2019): The contact hypothesis re-evaluated. In:
Behavioural Public, 3(2), S. 129–158.
Pettigrew, Thomas F.; Tropp, Linda R. (2006): A Meta-Analytic Test of Intergroup Contact Theory. In:
Journal of Personality and Social Psychology, 90(5), S. 751–783.
Strobl, Rainer; Lobermeier, Olaf (2021): Wirkungen im Zentrum. In: Milbradt, Björn; Greuel, Frank; Reiter,
Stefanie; Zimmermann, Eva (Hg.): Evaluation von Programmen und Projekten der
Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung und Extremismusprävention. Gegenstand, Entwicklungen
und Herausforderungen. Weinheim: Beltz Juventa, S. 59-87.
Weymar, Franziska (2010): Zum Zusammenhang von intergruppalen Freundschaften und der
Favorisierung der Eigengruppe. Dissertation. Greifswald.

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Abbau von Vorurteilen durch Kontaktmaßnahmen in der Gemeinwesenarbeit.pdf

  • 1. Wie kann man Vorurteile durch Kontaktmaßnahmen in der Gemeinwesenarbeit wirksam abbauen? Rainer Strobl proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net
  • 2.  Vorurteile sind keine Charaktereigenschaften, sondern Einstellungen.  Vorurteile sind erlernbar, aber auch veränderbar. Vorurteilen entstehen in drei Schritten: 1. Kategorisierung + 2. Stereotypisierung + 3. Negative Bewertung Was sind Vorurteile und wie entstehen sie? proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 2 - Das Vorurteil ist „eine ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber einer Person, die zu einer Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man der Gruppe zuschreibt“ (Allport 1954, S. 7).
  • 3. Kontaktmaßnahmen können dazu führen, 😠 dass Vorurteile verstärkt werden. 😕 dass sich gar nichts verändert. 😇 dass Vorurteile abgebaut werden. Kontaktmaßnahmen zum Abbau von Vorurteilen proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 3 -
  • 4. Eigengruppenpräferenz (Ingroup-Bias): Menschen tendieren dazu, die Eigen- gruppe positiver zu bewerten als die Fremdgruppe ( positive soziale Identität).  Auswirkungen auf die Kognitionen  Stereotype  Auswirkungen auf die Einstellungen  Vorurteile  Auswirkungen auf das Verhalten  Diskriminierung Die Eigengruppenpräferenz ist ein äußerst robustes Phänomen, das sogar zwischen sogenannten minimalen Gruppen auftritt. 😠 Negative Kontaktbedingungen verstärken Vorurteile und können zu gewaltsamen Konflikten zwischen Gruppen führen.  Unfreiwilliger Kontakt; institutioneller Zwang zur Begegnung  Wettbewerbssituationen (Nullsummenspiele)  Wahrgenommenen Bedrohung (realistische Konflikte um begrenzte Ressourcen, symbolische Bedrohungen) Zum Zusammenhang von Kontakt und Vorurteilen proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 4 -
  • 5. 😇 Kontakthypothese nach Allport (1954): Es gibt vier zentrale situative Bedingungen (Schlüsselbedingungen), damit Vorurteile durch Intergruppenkontakt optimal abgebaut werden: 1) Gleicher Status: Die Gruppen müssen in der Kontaktsituation den gleichen Status haben. 2) Gemeinsame Ziele: Die Gruppen müssen aktiv am Erreichen eines gemeinsamen Ziels arbeiten. 3) Intergruppen-Kooperation: Das gemeinsame Ziel kann nur durch eine gruppenübergreifende Kooperation erreicht werden. 4) Unterstützung durch Autoritäten, Gesetze oder Konventionen: Autoritäten, Gesetze und andere soziale Normen können einen gleichberechtigten Intergruppenkontakt fördern. Wie kann man Vorurteile durch Kontakt abbauen? proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 5 -
  • 6. 4 Veränderungsprozesse (Wirkmechanismen) durch Kontakt (Pettigrew 1998) a) Lernen über die Fremdgruppe: Neue Informationen  Korrektur negativer Ansichten b) Änderung des Verhaltens: Optimaler Intergruppenkontakt  Verhaltensänderung  Einstellungsänderung c) Entwicklung von affektiven Bindungen: Positive Emotionen sind entscheidend im Intergruppenkontakt. d) Neubewertung der Eigengruppe: Abbau der Eigengruppenpräferenz (z.B. weniger Nationalstolz) These (Pettigrew): Freundschaften aktivieren alle 4 Wirkmechanismen. Weitere zentrale Bedingungen für den Abbau von Vorurteilen: 5) Das Freundschaftspotential der Kontaktsituation In diesem Zusammenhang wichtig: lang andauernder, häufiger Kontakt Wie können Vorurteilen durch Kontakt abgebaut werden? proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 6 -
  • 7. Pettigrew (1998) hat die Kontakttheorie neu formuliert und ein Prozessmodell entwickelt. Ein Prozessmodell zur Wirksamkeit von Kontaktmaßnahmen proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 7 - Gesellschaftlicher und institutioneller Kontext Zeit Anfänglicher Kontakt Dekategori- sierung Etablierter Kontakt Hervortretende (saliente) Kategorisierung Vereinigte Gruppe Rekategori- sierung Optimale Situation führt zu Sympathie ohne Generalisie- rung Optimale Situation führt zur Reduktion von Vorurteilen mit Generalisierung Optimale Situation führt zur maximalen Reduktion von Vorurteilen Essentielle und erleichternde situative Faktoren Erfahrungen und Eigensch. der Teilneh- menden Anfängliche Angst
  • 8. Einige Kriterien für eine prinzipielle Wirksamkeit  Problembeschreibung: Das Problem ist relevant, genau beschrieben, klar abgegrenzt und empirisch belegt. Beispiel: Im Stadtteil X leben Menschen aus mindestens 25 Nationen zusammen. Im Zusammenleben sind massive Vorurteile entstanden. Gravierende Vorurteile gibt es insbesondere zwischen Jesiden/Jesidinnen und Muslimen/Muslimas. Folgende Vorurteile haben wir und andere Mitarbeiterinnen immer wieder wahrgenommen …  Ursachenanalyse und -bewertung: Die Ursachen des Problems sind benannt und die wichtigsten Ursachen sind identifiziert. Beispiel: Erzählungen und Erfahrungen aus Kriegen und Konflikten, starke Identifikation mit Traditionen und Religion, fehlende Beheimatung in der Kommune. Wie müssen wirksame Kontaktprojekte konzipiert werden? proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 8 - Prinzipielle Wirksamkeit bedeutet, dass die wesentlichen Kriterien für eine Wirksamkeit erfüllt sind, so dass aus fachlicher Sicht davon auszugehen ist, dass die angestrebten Wirkungsziele tatsächlich erreicht werden.
  • 9. Einige Kriterien für eine prinzipielle Wirksamkeit  Kontext: Relevante Kontextbedingungen werden berücksichtigt. Beispiel: Die Personen aus den beiden relevanten Gruppen sind stark in die jeweils eigene Community integriert und unterliegen dort informeller sozialer Kontrolle.  Abgrenzung und Erreichung der Zielgruppe: Die Zielgruppe ist klar abgegrenzt, es ist geklärt, wie diese Personen erreicht werden können und wie viele teilnehmen sollen. Beispiel: An dem Projekt sollen gleich viele jesidische und muslimische Frauen teilnehmen (maximal X), die über andere Angebote in unserem Nachbarschaftstreff erreicht werden.  Ziele: Die Ziele des Projekts sind auf Wirkungen hin orientiert, hinreichend spezifisch, messbar, realistisch und relevant und bilden einen nachvollziehbaren Zusammenhang.  Maßnahmen: Die Maßnahmen sind geeignet, um die angestrebten Ziele zu erreichen und sie werden so umgesetzt, dass die Wirkungsziele tatsächlich erreicht werden können. Wie müssen wirksame Kontaktprojekte konzipiert werden? proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 9 -
  • 10. Leit- ziel Die Zielgruppen der Kontaktmaßnahme gehen unvoreingenommen und freundschaftlich miteinander um. Mittler- ziele [Rahmenbedingungen] MZ 1: Die Zielgruppen der Kontaktmaß- nahme begegnen sich auf Augenhöhe und fühlen sich darin durch die Projektverantwort- lichen bestärkt. [An Projektkontext anpassen] [Anfängl. Kontakt] MZ 2: Die Zielgruppen der Kontaktmaßnahme kennen sich individuell, haben gemeinsame Interessen, ein gemeinsames Ziel und eine freundschaftliche Beziehung. [An Projektkontext anpassen] [Etablierter Kontakt] MZ 3: Die Zielgruppen der Kontaktmaßnahme nutzen ihre gruppen- spezifischen Unterschiede im Rahmen der Kooperation zur Erreichung eines ge- meinsamen Ziels. [An Projektkontext anpassen] [Vereinigte Gruppe] MZ 4: Die Ziel- gruppen der Kontaktmaßnahme schätzen eine inklusive, überge- ordnete Gruppen- identität im Sozial- raum des Projektes. [An Projektkontext anpassen] Hand- lungs- ziele HZ 1.1: [für den Projektkontext formulieren] HZ 2.1: [für den Projektkontext formulieren] HZ 3.1: [für den Projektkontext formulieren] HZ 4.1: [für den Projektkontext formulieren] Wirkungsziele für Kontaktmaßnahmen proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 10 -
  • 11. proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 11 - Wie können diese Ziele erreicht werden?  Augenhöhe und Unterstützung durch Projektverantwortliche Umsetzung: Projektverantwortliche, … bestimmten wer mit wem zusammenarbeitet, legten eine Sitzordnung fest, achteten darauf, dass alle den gleichen Gesprächsanteil haben (Sanduhr), achteten darauf, dass man sich aktiv zuhört (Partnerinterviews), haben Kochschürzen besorgt, so dass alle einheitlich aussahen.  Gemeinsames Ziel und Entstehung einer Freundschaft Umsetzung: Das Ziel muss niedrigschwellig und attraktiv sein. „Was ist das Attraktivste, das diese Gruppen miteinander verbindet?“
  • 12. proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 12 - Wie können diese Ziele erreicht werden?  Nutzung gruppenspezifischer Besonderheiten zur Erreichung des gemeinsamen Ziels Umsetzung: Projektverantwortliche, … haben die gruppenspezifischen Besonderheiten immer wieder zum Thema gemacht (die jeweils andere Kultur als Ressource entdecken).  Identifikation mit einer übergeordneten, inklusiven Gruppe Umsetzung: Dass exklusive Gruppenidentitäten an Bedeutung verlieren, ist ein Fernziel. „Wir sind halt Frauen.“
  • 13. proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 13 - Funktioniert das? „Die beiden haben gesagt, jede Gruppe muss mit einer anderen zusammen sein. […] jedes Mal haben sie uns was gesagt, Sie müssen über diese Sachen heute reden. Dann können wir einander mehr kennen und mehr miteinander offen reden.“ „Wir haben Freunde gefunden. Viel Spaß gehabt miteinander. Sehr offen miteinander geredet.“ „Ich habe hier eine Freundin gefunden. Sie und ich waren Nachbarinnen. Durch das Projekt sind wir Freunde geworden.“ „Sie war einmal krank und war sehr traurig, dass sie nicht teilnehmen konnte. Und sie sagt, es gab keine nicht schönen Tage, es war alles toll.“ „Sie sagt, mir hatte besser gefallen, wir haben von anderem Glauben das Essen nach Hause mitgebracht. - Was sie gelernt haben jetzt, jesidische Frauen und auch muslimische, dass die voneinander essen: Wir sind ja alle sauber, wir waschen unsere Hände. Fangen an zu kochen und essen.“
  • 14. proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! - 14 -
  • 15. Literatur proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation www.proval-services.net - 15 - Allport, Gordon W. (1954): The Nature of Prejudice. Cambridge, Mass: Addison-Wesley. Pettigrew, Thomas F. (1998): Intergroup Contact Theory. In: Annual Review of Psychology 49, S. 65–85. Weiterführende Literatur Ganter, Stephan (1997): Stereotype und Vorurteile: Konzeptualisierung, Operationalisierung und Messung. Mannheim: Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES, Arbeitspapiere Arbeitsbereich III / 22). Paluck, Elizabeth Levy; Green, Seth A.; Green, Donal P. (2019): The contact hypothesis re-evaluated. In: Behavioural Public, 3(2), S. 129–158. Pettigrew, Thomas F.; Tropp, Linda R. (2006): A Meta-Analytic Test of Intergroup Contact Theory. In: Journal of Personality and Social Psychology, 90(5), S. 751–783. Strobl, Rainer; Lobermeier, Olaf (2021): Wirkungen im Zentrum. In: Milbradt, Björn; Greuel, Frank; Reiter, Stefanie; Zimmermann, Eva (Hg.): Evaluation von Programmen und Projekten der Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung und Extremismusprävention. Gegenstand, Entwicklungen und Herausforderungen. Weinheim: Beltz Juventa, S. 59-87. Weymar, Franziska (2010): Zum Zusammenhang von intergruppalen Freundschaften und der Favorisierung der Eigengruppe. Dissertation. Greifswald.