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Strategie für emissionsfreie Fahrzeuge auf nicht
elektrifizierten Strecken
Landespressekonferenz
Winfried Hermann, MdL – Ministerium für Verkehr, 17.10.2022
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 2
„Der Schienenverkehr ist Wegbereiter für eine klimafreundliche
und nachhaltige Mobilität.
Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt,
den Ausbau und die Elektrifizierung des Schienennetzes in
Baden-Württemberg konsequent voranzutreiben und keine neuen
Fahrzeuge mit Dieselantrieb mehr zu beschaffen.“
Winfried Hermann,
Minister für Verkehr Baden-Württemberg
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 3
Ziele für den SPNV in Baden-Württemberg
Klimaneutralität mit Netto-Null-Emissionen entlang des
1,5-Grad-Ziels erreichen, spätestens im Jahr 2040
Öffentlichen Nahverkehr ausbauen
Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur vorantreiben
Keine Neubeschaffung von Dieselfahrzeugen im
Schienenverkehr
„Wo eine Elektrifizierung mit Fahrdraht nicht wirtschaftlich
oder zeitnah umsetzbar ist, wollen wir Fahrzeuge mit
alternativen Antrieben einsetzen oder konventionelle
Fahrzeuge entsprechend nachrüsten und die erforderliche
Tank- und Ladeinfrastruktur bereitstellen.“
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 4
Elektrifizierungskonzept Baden-Württemberg
Viele Strecken konnten mittlerweile unter Strom
gesetzt werden
Breisgau-S-Bahn
Südbahn und östliche Bodenseegürtelbahn
Württembergische Allgäubahn
Schönbuchbahn
 In wenigen Monaten geht die Elektrifizierung der
Strecken Herrenberg – Tübingen und Metzingen – Bad
Urach in Betrieb
 Weitere Strecken haben eine konkrete
Elektrifizierungsperspektive
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 5
Entwicklung der Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken
in Baden-Württemberg
2.307 2.488 2.520
2.834
3.125 3.225
3.552
1.819 1.615 1.585
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4.500
5.000
2002 2007 2012 2017 2022 2027 2032
Elektrifizierte
Streckenkilometer
Elektrifizierte Strecken Nicht elektrifizierte Strecken
Heute
71%
In 20 Jahren
15% zusätzlich elektrifiziert
In 10 Jahren
8% zusätzlich elektrifiziert
Quelle: Destatis,
Schieneninfrastrukturstatistik,
Planungen Land BW
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 6
Entwicklung der Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken
in Baden-Württemberg
56% 58%
62% 63%
71% 73%
79%
49%
52% 54% 54% 56%
k.A. k.A.
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
2002 2007 2012 2017 2022 2027 2032
Prozentualer
Anteil
elektrifizierter
Strecken
Baden-Württemberg Deutschland
Heute
Quelle: Destatis,
Schieneninfrastrukturstatistik,
Planungen Land BW
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 7
Innovationsprojekte zu alternativen Antrieben
in Baden-Württemberg
© SWEG
Bis Februar 2022:
Testbetrieb Zollern-Alb
(Wasserstoff, Alstom iLint )
Ab Dezember 2023:
Planbetrieb Ortenau und HHB
(batterieelektrisch, Siemens Mireo)
© Siemens Mobility
Bis Mai 2022:
Testbetrieb Gäubahn
(batterieelektrisch, Alstom Talent)
Ab Januar 2024
Testbetrieb Nagoldtal
(Wasserstoff, Siemens Mireo)
© DB
© Siemens Mobility
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 8
Deutschlandweit erste technologieoffene Ausschreibung (durch die SFBW) von lokal emissionsfreien Zügen
 Vergabe an Siemens Mobility:
23 Siemens Mireo Plus B (Batterie-Hybrid-Züge „BEMU“)
Bereitstellung der Züge ab August 2023
Wartung durch Hersteller für 29,5 Jahre
Lebenszyklusmodell: Hersteller garantiert Energieverbrauch
Technische Daten der Fahrzeuge:
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Reichweite ca. 80 km
120 Sitzplätze
Landesdesign
Batterieladung an der Oberleitung und durch Nutzung
der Bremsenergie
Ergänzende Überspannung von zwei Bahnsteiggleisen
Netz 8 – Ortenau/Hermann-Hesse-Bahn
Erstes vollwertiges „BEMU“-Netz in Baden-Württemberg im Regelbetrieb
© Siemens Mobility
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 9
Streckenumfang Ortenau:
Offenburg – Freudenstadt/Hornberg
Offenburg – Bad Griesbach
Offenburg – Achern
Achern – Ottenhöfen
Biberach (Baden) – Oberharmersbach-
Riersbach
Streckenumfang Hermann-Hesse-Bahn:
Calw - Weil der Stadt - Renningen
Betriebsaufnahme: 12/2023
Verkehrsleistung wird ausgeschrieben
 SWEG stellt Siemens eine Werkstatt am
Standort Offenburg zur Verfügung
Netz 8 – Ortenau/Hermann-Hesse-Bahn
Erstes vollwertiges „BEMU“-Netz in Baden-Württemberg im Regelbetrieb
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 10
Es ist viel passiert, aber…
Was passiert mit bisher nicht elektrifizierten Strecken ohne konkrete Elektrifizierungsaussichten?
Was ist die beste und tragfähigste Technologie für die regionalen und lokalen
Begebenheiten und Streckenspezifika?
Welche fachlichen Aspekte müssen für eine landesweite Strategie beachtet werden?
 Gesamthafte Strategie für alternative Antriebe in Baden-Württemberg
 Studienauftrag zur Weiterentwicklung des Elektrifizierungskonzeptes
 Vergabe an Bietergemeinschaft aus
TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK),
komobile GmbH (Wien) und
weiteren Partnern
Strategie für emissionsfreie Fahrzeuge
auf nicht elektrifizierten Strecken (SteFanS)
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 11
Studienumfang
Untersuchte Technologien
Elektrifizierung
(„EMU“)
Batterie-Hybrid-Züge
(„BEMU“)
Wasserstoff-Hybrid-Züge
(„HEMU“)
Der Einsatz von HEMU und BEMU wird detailliert
untersucht und berechnet
Der Einsatz von EMU
wird HEMU/BEMU
gegenübergestellt
Ziel:
Wirtschaftlichkeits-
betrachtung
Bewertung aller
Technologien
Ableitung von
Handlungs-
empfehlungen
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 12
Studieninhalt
Fahrzeugseitige Untersuchung
Fahrzeugseitig werden dabei unter anderem folgende Punkte untersucht:
Beschleunigungs- und
Bremsverhalten
Energieverbrauch inkl.
Nebenverbraucher
CO2 Emissionen
- nicht lokal -
Batteriekapazität
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 13
Studieninhalt
Infrastrukturseitige Untersuchung
Infrastrukturseitig werden dabei unter anderem folgende Punkte untersucht:
Rahmenbedingungen für
Wasserstofftankstellen
Rahmenbedingungen für
(Schnell-)ladepunkte
Rahmenbedingungen für
Oberleitungsinseln
Energiebeschaffungslogistik
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 14
Technologievergleich Alternative Antriebe
HEMU / BEMU
Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
+ Geringe
Auswirkungen bei
Einführung im
Betrieb
+ Geringer / Kein
Infrastruktur-
bedarf im
Schienennetz
 Hohe Kosten für Tankstellen
 Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich
 Aufbau Tankstelleninfrastruktur kostenintensiv
 Niedriger Wirkungsgrad, hoher
Energieverbrauch, hohe Kosten
 Ggf. erhöhter Fahrzeugbedarf
aufgrund:
 Reichweite für einen Tagesumlauf nicht
ausreichend
 Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich
 Begrenzte Verfügbarkeit von grünem
Wasserstoff
+ Batterie dient zur
Überbrückung von nicht
elektrifizierten Abschnitten
+ Fahrzeuge im Betrieb sehr
effizient (ähnlich EMU)
+ Tageslaufleistung bei
kontinuierlicher Ladung
unbegrenzt
+ Kein zeit- und
kostenintensives Tanken
nötig;
Laden über Oberleitung
+ Vollständige Elektrifizierung
kann später optional
erfolgen
 Verhältnismäßig geringe
Reichweite, zeitnahe
Wiederaufladung nötig
 In den meisten Fällen
Ausbaubedarf der
Infrastruktur
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 15
Technologievergleich Alternative Antriebe
HEMU / BEMU
Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
+ Geringe
Auswirkungen bei
Einführung im
Betrieb
+ Geringer / Kein
Infrastruktur-
bedarf im
Schienennetz
 Hohe Kosten für Tankstellen
 Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich
 Aufbau Tankstelleninfrastruktur kostenintensiv
 Niedriger Wirkungsgrad, hoher
Energieverbrauch, hohe Kosten
 Ggf. erhöhter Fahrzeugbedarf
aufgrund:
 Reichweite für einen Tagesumlauf nicht
ausreichend
 Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich
 Begrenzte Verfügbarkeit von grünem
Wasserstoff
+ Batterie dient zur
Überbrückung von nicht
elektrifizierten Abschnitten
+ Fahrzeuge im Betrieb sehr
effizient (ähnlich EMU)
+ Tageslaufleistung bei
kontinuierlicher Ladung
unbegrenzt
+ Kein zeit- und
kostenintensives Tanken
nötig;
Laden über Oberleitung
+ Vollständige Elektrifizierung
kann später optional
erfolgen
 Verhältnismäßig geringe
Reichweite, zeitnahe
Wiederaufladung nötig
 In den meisten Fällen
Ausbaubedarf der
Infrastruktur
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 16
Technologievergleich
EMU / BEMU
Konventionell elektrisch /EMU (Vollelektrifizierung) Batterie-Hybrid / BEMU (ggf. Teilelektrifizierung)
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
+ Konventionelle Elektrifizier-
ung ist ein leistungsfähiges
Gesamtsystem
+ Gängige Technologie mit
geringen Unsicherheiten
bzgl. Kostenentwicklung
+ Höhere Flexibilität bezüglich
eventueller Durchbindungen
+ Höhere Flexibilität für
Umleitungsverkehre
+ Güterverkehr kann ohne
Lokwechsel erfolgen
 Hohe Investitionskosten,
insb. für Adaptierung an
Brücken/Tunneln etc.
 Zeitintensiv
+ Niedrigere
Investitionskosten;
Adaptierung an
Brücken/Tunneln können
vermieden werden
+ Ggf. schneller klimawirksam
(in Abhängigkeit des
Infrastrukturbedarfs)
+ Vollständige Elektrifizierung
kann als Option später
erfolgen
+ Güter(nah)verkehr im „last
Mile“ Verkehr kann durch
neue Lokomotiv-
technologien gelöst werden
 Höhere Betriebskosten
 Neue Technologie mit
Unsicherheiten bzgl.
Kostenentwicklung +
Batterielebensdauer
 Verhältnismäßig geringe
Reichweite, zeitnahe
Wiederaufladung nötig
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 17
Technologievergleich
EMU / BEMU
Konventionell elektrisch /EMU (Vollelektrifizierung) Batterie-Hybrid / BEMU (ggf. Teilelektrifizierung)
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
+ Konventionelle Elektrifizier-
ung ist ein leistungsfähiges
Gesamtsystem
+ Gängige Technologie mit
geringen Unsicherheiten
bzgl. Kostenentwicklung
+ Höhere Flexibilität bezüglich
eventueller Durchbindungen
+ Höhere Flexibilität für
Umleitungsverkehre
+ Güterverkehr kann ohne
Lokwechsel erfolgen
 Hohe Investitionskosten,
insb. für Adaptierung an
Brücken/Tunneln etc.
 Zeitintensiv
+ Niedrigere
Investitionskosten;
Adaptierung an
Brücken/Tunneln können
vermieden werden
+ Ggf. schneller klimawirksam
(in Abhängigkeit des
Infrastrukturbedarfs)
+ Vollständige Elektrifizierung
kann als Option später
erfolgen
+ Güter(nah)verkehr im „last
Mile“ Verkehr kann durch
neue Lokomotiv-
technologien gelöst werden
 Höhere Betriebskosten
 Neue Technologie mit
Unsicherheiten bzgl.
Kostenentwicklung +
Batterielebensdauer
 Verhältnismäßig geringe
Reichweite, zeitnahe
Wiederaufladung nötig
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 18
TCO – („Total Cost of Ownership“)
Volkswirtschaftliche Bewertung für 30-Jahres-Zeitraum mit Restwert für Infrastruktur
849
476
506
262
588
286
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
Teilnetz "Westfrankenbahn" Teilnetz "Nagoldtalbahn"
TCO
in
Mio.€
Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU Konventionell elektrisch / EMU
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 19
Empfehlung des Gutachters
Empfehlung zur Elektrifizierung für
fünf Strecken
Betrieb mit Batterie-Hybrid-Zügen
für die restlichen Strecken
• 485 km (ohne Netz 8)
• 664 km (mit Netz 8)
Elektrifizierung von
Streckenabschnitten in den
Teilnetzen „Donautal“ und
„Westfrankenbahn“;
 Weitere Untersuchungen
erforderlich
Wasserstoff-Hybrid-Züge konnten
sich auf keiner Strecke durchsetzen
(siehe Folie 12)
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 20
Regionen können sich einbringen und Stellung zu
den Empfehlungen des Gutachtens beziehen
 Ministerium steht für einen Dialog zur
Verfügung!
 Ziel: Abschluss Ende 2022
Auf dieser Grundlage legt das Ministerium die
Strategie für den lokal-emissionsfreien
Schienenverkehr in Baden-Württemberg fest
 Ziel: Anfang 2023
Weiteres Vorgehen
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 21
BACKUP: Aktivitäten des Landes
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 22
Netz: Zollern-Alb-Bahn
Strecken: Eyach – Hechingen, Hechingen – Sigmaringen
Testzeitraum: Mitte Juli 2021 - Ende Februar 2022
Projektpartner: Ministerium für Verkehr Baden-
Württemberg, Alstom, SWEG
Fahrzeug: 1 Coradia iLint (Wasserstoff-Hybrid Zug)
Zollern-Alb-Bahn
Test eines Wasserstoff-Hybrid-Zuges im Regelbetrieb
© SWEG
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 23
Netz: 7 – Nagoldtalbahn
Strecken: Tübingen – Horb – Pforzheim
Testzeitraum: 2024 (ein Jahr)
Projektpartner: DB, Siemens Mobility, BMDV
Förderung durch das BMDV im Rahmen des
„Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnlogie“
Für das Land unterstützt Minister Winfrid Hermann
das Projekt.
Fahrzeug: 1 Mireo Plus H (Wasserstoff-Hybrid Zug)
DB entwickelt gleichzeitig neuartige
Wasserstofftankstelle
Nagoldtalbahn (DB/BMDV/Siemens Projekt)
Test eines Wasserstoff-Hybrid-Zuges im Regelbetrieb
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 24
Gäubahn
Test eines BEMU Talent im Regelbetrieb
Netz: Gäubahn
Strecken: Stuttgart – Horb
Testzeitraum: 24. Januar 2022 – Anfang Mai 2022
Projektpartner: Alstom, DB
Fahrzeug: 1 Alstom (Batterie-Hybrid Zug)
MINISTERIUM FÜR VERKEHR
Folie 25
Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
Dorotheenstraße 8 • 70173 Stuttgart
Postfach 10 34 52 • 70029 Stuttgart
Telefon: 0711 231-5830
Fax: 0711 231-5899
poststelle@vm.bwl.de
www.vm.baden-wuerttemberg.de
Vielen Dank!

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  • 1. Strategie für emissionsfreie Fahrzeuge auf nicht elektrifizierten Strecken Landespressekonferenz Winfried Hermann, MdL – Ministerium für Verkehr, 17.10.2022
  • 2. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 2 „Der Schienenverkehr ist Wegbereiter für eine klimafreundliche und nachhaltige Mobilität. Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, den Ausbau und die Elektrifizierung des Schienennetzes in Baden-Württemberg konsequent voranzutreiben und keine neuen Fahrzeuge mit Dieselantrieb mehr zu beschaffen.“ Winfried Hermann, Minister für Verkehr Baden-Württemberg
  • 3. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 3 Ziele für den SPNV in Baden-Württemberg Klimaneutralität mit Netto-Null-Emissionen entlang des 1,5-Grad-Ziels erreichen, spätestens im Jahr 2040 Öffentlichen Nahverkehr ausbauen Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur vorantreiben Keine Neubeschaffung von Dieselfahrzeugen im Schienenverkehr „Wo eine Elektrifizierung mit Fahrdraht nicht wirtschaftlich oder zeitnah umsetzbar ist, wollen wir Fahrzeuge mit alternativen Antrieben einsetzen oder konventionelle Fahrzeuge entsprechend nachrüsten und die erforderliche Tank- und Ladeinfrastruktur bereitstellen.“
  • 4. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 4 Elektrifizierungskonzept Baden-Württemberg Viele Strecken konnten mittlerweile unter Strom gesetzt werden Breisgau-S-Bahn Südbahn und östliche Bodenseegürtelbahn Württembergische Allgäubahn Schönbuchbahn  In wenigen Monaten geht die Elektrifizierung der Strecken Herrenberg – Tübingen und Metzingen – Bad Urach in Betrieb  Weitere Strecken haben eine konkrete Elektrifizierungsperspektive
  • 5. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 5 Entwicklung der Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken in Baden-Württemberg 2.307 2.488 2.520 2.834 3.125 3.225 3.552 1.819 1.615 1.585 1.492 1.261 1.205 921 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 5.000 2002 2007 2012 2017 2022 2027 2032 Elektrifizierte Streckenkilometer Elektrifizierte Strecken Nicht elektrifizierte Strecken Heute 71% In 20 Jahren 15% zusätzlich elektrifiziert In 10 Jahren 8% zusätzlich elektrifiziert Quelle: Destatis, Schieneninfrastrukturstatistik, Planungen Land BW
  • 6. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 6 Entwicklung der Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken in Baden-Württemberg 56% 58% 62% 63% 71% 73% 79% 49% 52% 54% 54% 56% k.A. k.A. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 2002 2007 2012 2017 2022 2027 2032 Prozentualer Anteil elektrifizierter Strecken Baden-Württemberg Deutschland Heute Quelle: Destatis, Schieneninfrastrukturstatistik, Planungen Land BW
  • 7. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 7 Innovationsprojekte zu alternativen Antrieben in Baden-Württemberg © SWEG Bis Februar 2022: Testbetrieb Zollern-Alb (Wasserstoff, Alstom iLint ) Ab Dezember 2023: Planbetrieb Ortenau und HHB (batterieelektrisch, Siemens Mireo) © Siemens Mobility Bis Mai 2022: Testbetrieb Gäubahn (batterieelektrisch, Alstom Talent) Ab Januar 2024 Testbetrieb Nagoldtal (Wasserstoff, Siemens Mireo) © DB © Siemens Mobility
  • 8. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 8 Deutschlandweit erste technologieoffene Ausschreibung (durch die SFBW) von lokal emissionsfreien Zügen  Vergabe an Siemens Mobility: 23 Siemens Mireo Plus B (Batterie-Hybrid-Züge „BEMU“) Bereitstellung der Züge ab August 2023 Wartung durch Hersteller für 29,5 Jahre Lebenszyklusmodell: Hersteller garantiert Energieverbrauch Technische Daten der Fahrzeuge: Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h Reichweite ca. 80 km 120 Sitzplätze Landesdesign Batterieladung an der Oberleitung und durch Nutzung der Bremsenergie Ergänzende Überspannung von zwei Bahnsteiggleisen Netz 8 – Ortenau/Hermann-Hesse-Bahn Erstes vollwertiges „BEMU“-Netz in Baden-Württemberg im Regelbetrieb © Siemens Mobility
  • 9. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 9 Streckenumfang Ortenau: Offenburg – Freudenstadt/Hornberg Offenburg – Bad Griesbach Offenburg – Achern Achern – Ottenhöfen Biberach (Baden) – Oberharmersbach- Riersbach Streckenumfang Hermann-Hesse-Bahn: Calw - Weil der Stadt - Renningen Betriebsaufnahme: 12/2023 Verkehrsleistung wird ausgeschrieben  SWEG stellt Siemens eine Werkstatt am Standort Offenburg zur Verfügung Netz 8 – Ortenau/Hermann-Hesse-Bahn Erstes vollwertiges „BEMU“-Netz in Baden-Württemberg im Regelbetrieb
  • 10. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 10 Es ist viel passiert, aber… Was passiert mit bisher nicht elektrifizierten Strecken ohne konkrete Elektrifizierungsaussichten? Was ist die beste und tragfähigste Technologie für die regionalen und lokalen Begebenheiten und Streckenspezifika? Welche fachlichen Aspekte müssen für eine landesweite Strategie beachtet werden?  Gesamthafte Strategie für alternative Antriebe in Baden-Württemberg  Studienauftrag zur Weiterentwicklung des Elektrifizierungskonzeptes  Vergabe an Bietergemeinschaft aus TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK), komobile GmbH (Wien) und weiteren Partnern Strategie für emissionsfreie Fahrzeuge auf nicht elektrifizierten Strecken (SteFanS)
  • 11. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 11 Studienumfang Untersuchte Technologien Elektrifizierung („EMU“) Batterie-Hybrid-Züge („BEMU“) Wasserstoff-Hybrid-Züge („HEMU“) Der Einsatz von HEMU und BEMU wird detailliert untersucht und berechnet Der Einsatz von EMU wird HEMU/BEMU gegenübergestellt Ziel: Wirtschaftlichkeits- betrachtung Bewertung aller Technologien Ableitung von Handlungs- empfehlungen
  • 12. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 12 Studieninhalt Fahrzeugseitige Untersuchung Fahrzeugseitig werden dabei unter anderem folgende Punkte untersucht: Beschleunigungs- und Bremsverhalten Energieverbrauch inkl. Nebenverbraucher CO2 Emissionen - nicht lokal - Batteriekapazität
  • 13. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 13 Studieninhalt Infrastrukturseitige Untersuchung Infrastrukturseitig werden dabei unter anderem folgende Punkte untersucht: Rahmenbedingungen für Wasserstofftankstellen Rahmenbedingungen für (Schnell-)ladepunkte Rahmenbedingungen für Oberleitungsinseln Energiebeschaffungslogistik
  • 14. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 14 Technologievergleich Alternative Antriebe HEMU / BEMU Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile + Geringe Auswirkungen bei Einführung im Betrieb + Geringer / Kein Infrastruktur- bedarf im Schienennetz  Hohe Kosten für Tankstellen  Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich  Aufbau Tankstelleninfrastruktur kostenintensiv  Niedriger Wirkungsgrad, hoher Energieverbrauch, hohe Kosten  Ggf. erhöhter Fahrzeugbedarf aufgrund:  Reichweite für einen Tagesumlauf nicht ausreichend  Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich  Begrenzte Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff + Batterie dient zur Überbrückung von nicht elektrifizierten Abschnitten + Fahrzeuge im Betrieb sehr effizient (ähnlich EMU) + Tageslaufleistung bei kontinuierlicher Ladung unbegrenzt + Kein zeit- und kostenintensives Tanken nötig; Laden über Oberleitung + Vollständige Elektrifizierung kann später optional erfolgen  Verhältnismäßig geringe Reichweite, zeitnahe Wiederaufladung nötig  In den meisten Fällen Ausbaubedarf der Infrastruktur
  • 15. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 15 Technologievergleich Alternative Antriebe HEMU / BEMU Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile + Geringe Auswirkungen bei Einführung im Betrieb + Geringer / Kein Infrastruktur- bedarf im Schienennetz  Hohe Kosten für Tankstellen  Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich  Aufbau Tankstelleninfrastruktur kostenintensiv  Niedriger Wirkungsgrad, hoher Energieverbrauch, hohe Kosten  Ggf. erhöhter Fahrzeugbedarf aufgrund:  Reichweite für einen Tagesumlauf nicht ausreichend  Betriebszuführung zu Tankstelle erforderlich  Begrenzte Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff + Batterie dient zur Überbrückung von nicht elektrifizierten Abschnitten + Fahrzeuge im Betrieb sehr effizient (ähnlich EMU) + Tageslaufleistung bei kontinuierlicher Ladung unbegrenzt + Kein zeit- und kostenintensives Tanken nötig; Laden über Oberleitung + Vollständige Elektrifizierung kann später optional erfolgen  Verhältnismäßig geringe Reichweite, zeitnahe Wiederaufladung nötig  In den meisten Fällen Ausbaubedarf der Infrastruktur
  • 16. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 16 Technologievergleich EMU / BEMU Konventionell elektrisch /EMU (Vollelektrifizierung) Batterie-Hybrid / BEMU (ggf. Teilelektrifizierung) Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile + Konventionelle Elektrifizier- ung ist ein leistungsfähiges Gesamtsystem + Gängige Technologie mit geringen Unsicherheiten bzgl. Kostenentwicklung + Höhere Flexibilität bezüglich eventueller Durchbindungen + Höhere Flexibilität für Umleitungsverkehre + Güterverkehr kann ohne Lokwechsel erfolgen  Hohe Investitionskosten, insb. für Adaptierung an Brücken/Tunneln etc.  Zeitintensiv + Niedrigere Investitionskosten; Adaptierung an Brücken/Tunneln können vermieden werden + Ggf. schneller klimawirksam (in Abhängigkeit des Infrastrukturbedarfs) + Vollständige Elektrifizierung kann als Option später erfolgen + Güter(nah)verkehr im „last Mile“ Verkehr kann durch neue Lokomotiv- technologien gelöst werden  Höhere Betriebskosten  Neue Technologie mit Unsicherheiten bzgl. Kostenentwicklung + Batterielebensdauer  Verhältnismäßig geringe Reichweite, zeitnahe Wiederaufladung nötig
  • 17. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 17 Technologievergleich EMU / BEMU Konventionell elektrisch /EMU (Vollelektrifizierung) Batterie-Hybrid / BEMU (ggf. Teilelektrifizierung) Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile + Konventionelle Elektrifizier- ung ist ein leistungsfähiges Gesamtsystem + Gängige Technologie mit geringen Unsicherheiten bzgl. Kostenentwicklung + Höhere Flexibilität bezüglich eventueller Durchbindungen + Höhere Flexibilität für Umleitungsverkehre + Güterverkehr kann ohne Lokwechsel erfolgen  Hohe Investitionskosten, insb. für Adaptierung an Brücken/Tunneln etc.  Zeitintensiv + Niedrigere Investitionskosten; Adaptierung an Brücken/Tunneln können vermieden werden + Ggf. schneller klimawirksam (in Abhängigkeit des Infrastrukturbedarfs) + Vollständige Elektrifizierung kann als Option später erfolgen + Güter(nah)verkehr im „last Mile“ Verkehr kann durch neue Lokomotiv- technologien gelöst werden  Höhere Betriebskosten  Neue Technologie mit Unsicherheiten bzgl. Kostenentwicklung + Batterielebensdauer  Verhältnismäßig geringe Reichweite, zeitnahe Wiederaufladung nötig
  • 18. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 18 TCO – („Total Cost of Ownership“) Volkswirtschaftliche Bewertung für 30-Jahres-Zeitraum mit Restwert für Infrastruktur 849 476 506 262 588 286 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 Teilnetz "Westfrankenbahn" Teilnetz "Nagoldtalbahn" TCO in Mio.€ Wasserstoff-Hybrid / HEMU Batterie-Hybrid / BEMU Konventionell elektrisch / EMU
  • 19. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 19 Empfehlung des Gutachters Empfehlung zur Elektrifizierung für fünf Strecken Betrieb mit Batterie-Hybrid-Zügen für die restlichen Strecken • 485 km (ohne Netz 8) • 664 km (mit Netz 8) Elektrifizierung von Streckenabschnitten in den Teilnetzen „Donautal“ und „Westfrankenbahn“;  Weitere Untersuchungen erforderlich Wasserstoff-Hybrid-Züge konnten sich auf keiner Strecke durchsetzen (siehe Folie 12)
  • 20. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 20 Regionen können sich einbringen und Stellung zu den Empfehlungen des Gutachtens beziehen  Ministerium steht für einen Dialog zur Verfügung!  Ziel: Abschluss Ende 2022 Auf dieser Grundlage legt das Ministerium die Strategie für den lokal-emissionsfreien Schienenverkehr in Baden-Württemberg fest  Ziel: Anfang 2023 Weiteres Vorgehen
  • 21. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 21 BACKUP: Aktivitäten des Landes
  • 22. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 22 Netz: Zollern-Alb-Bahn Strecken: Eyach – Hechingen, Hechingen – Sigmaringen Testzeitraum: Mitte Juli 2021 - Ende Februar 2022 Projektpartner: Ministerium für Verkehr Baden- Württemberg, Alstom, SWEG Fahrzeug: 1 Coradia iLint (Wasserstoff-Hybrid Zug) Zollern-Alb-Bahn Test eines Wasserstoff-Hybrid-Zuges im Regelbetrieb © SWEG
  • 23. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 23 Netz: 7 – Nagoldtalbahn Strecken: Tübingen – Horb – Pforzheim Testzeitraum: 2024 (ein Jahr) Projektpartner: DB, Siemens Mobility, BMDV Förderung durch das BMDV im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnlogie“ Für das Land unterstützt Minister Winfrid Hermann das Projekt. Fahrzeug: 1 Mireo Plus H (Wasserstoff-Hybrid Zug) DB entwickelt gleichzeitig neuartige Wasserstofftankstelle Nagoldtalbahn (DB/BMDV/Siemens Projekt) Test eines Wasserstoff-Hybrid-Zuges im Regelbetrieb
  • 24. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 24 Gäubahn Test eines BEMU Talent im Regelbetrieb Netz: Gäubahn Strecken: Stuttgart – Horb Testzeitraum: 24. Januar 2022 – Anfang Mai 2022 Projektpartner: Alstom, DB Fahrzeug: 1 Alstom (Batterie-Hybrid Zug)
  • 25. MINISTERIUM FÜR VERKEHR Folie 25 Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Dorotheenstraße 8 • 70173 Stuttgart Postfach 10 34 52 • 70029 Stuttgart Telefon: 0711 231-5830 Fax: 0711 231-5899 poststelle@vm.bwl.de www.vm.baden-wuerttemberg.de Vielen Dank!