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Die strategische Wahl der Gewerkschaften - Erneuerung trotz Krise? 21.10.2010 Prof. Dr. Klaus Dörre Institut für Soziologie der FSU Jena
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I. Repräsentationskrise der Gewerkschaften ,[object Object],[object Object]
 
 
 
 
 
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Entwicklung der Gewerkschaftsmitgliedschaft 1 Anteil der Mitglieder an den abhängig Beschäftigten (Erwerbstätigkeit nach Stellung im Beruf);  ² einschließlich ostdeutsche Mitglieder; ³   Mitglieder der Einzelgewerkschaften DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV vor der Fusion zu ver.di;  4 die Mitgliederzahl zum Zeitpunkt der der Gründung von ver.di im März 2001 wird mit rund 3 Mio. angegeben und rechtfertigt daher den Ausgangspunkt der Indexmessung; * wird nicht mehr getrennt ausgewiesen; ** Beschäftigtendaten von 2005 lagen zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Manuskripts noch nicht vor Quellen: DGB-Mitgliederstatistiken; Müller-Jentsch/Ittermann 2000; BMAS, St.Tb 1998, 1999, 2000,2001,2002;StatistischesJahrbuch2005; www.destatis.de/basis/d/erwerb/erwerbtabl.php ; www.dgb.de/dgb/mitgliederzahlen/mitglieder.htm  eigene Berechnungen Jahr (Jahresende) Mitglieder DGB 1.000 Index % Organisationsgrad 1 % Mitglieder IGM 1.000 Index % Mitglieder ver.di 1.000 Index % Früheres Bundesgebiet 1970 6.713 30,9 2.223 1980 7.883 33,4 2.622 1990 7.938 30,3 2.727 1991 7.643 28,9 2.634 2001 6.310 23,5 * Ostdeutschland 1991 4.158  56,1 991 2001 1.589 26,9 * Deutschland gesamt 1991 11.800²  100,0 34,8 3.624² 100,0 2000 7.773 65,9 23,8 2.763 76,2 ca. 3.000³ 100,0 4 2001 7.899³ 66,9 24,1 2.710 74,8 2.806 93,5 2004 7.013 59,4 22,3 2.425 66,9 2.465 82,2 2005 6.779 57,4 ** 2.376 65,6 2.359 78,6
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Die unterschiedlichen Logiken des Organizing-Ansatzes
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II. Ansätze zur Erneuerung ,[object Object],[object Object]
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III. Gewerkschaften in der Krise  ,[object Object],[object Object]
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IV. Schlussfolgerungen: Die strategische Wahl von Fraktal-Gewerkschaften ,[object Object],[object Object]
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Tabelle 1:  Wie stark stimmen Sie folgenden Aussagen zum heutigen Wirtschafts- und  Gesellschaftssystem zu? (Zustimmung und Ablehnung in Prozent) Trifft voll und ganz zu Trifft eher zu Teils, teils Trifft eher nicht zu Trifft gar nicht zu Weiß nicht, keine Antwort Gesamt in Prozent Die heutige Wirtschaftsweise ist auf Dauer nicht überlebensfähig (n=428) 14 25 31 21 4 5 100 Die Interessen der Arbeitsnehmer werden immer weniger berücksichtigt. (n=432) 25 39 26 9 - 1 100 In der internationalen Standortkonkurrenz geraten deutsche Arbeitsnehmer immer mehr unter Druck. (n=432) 31 44 18 5 2 - 100 Nur wenn wir einer der besten Wirtschaftsstandorte sind, können wir unseren Wohlstand erhalten. (n=424) 42 41 13 2 1 1 100 Der gesellschaftliche Wohlstand könnte viel gerechter verteilt werden. (n=340) 47 32 17 4 - 1 100 Kritik am kapitalistischen System führt und nicht weiter, das sind nun mal die Spielregeln. (n=421) 8 21 27 23 17 3 100 Eine Gesellschaft, in der man jeden auffängt, der nicht mitkommt, ist auf Dauer nicht überlebensfähig. (n=423) 12 16 36 21 12 3 100 Heutzutage haben „sozial Schwache“ eine stärkere Lobby als Leistungsträger. (n=421) 6 13 31 27 17 6 100 Nicht die Vorstände und Manager, sondern Arbeiter und Angestellte sind die eigentlichen Leistungsträger der Gesellschaft. (n=430) 34 34 27 3 1 1 100 Auf Arbeitslose sollte ein stärkerer Druck ausgeübt werden. (n=431) 9 13 45 19 10 4 100 Wer in Jena länger als ein Jahr arbeitslos ist, will nicht wirklich arbeiten. (n=430) 3 5 24 32 27 9 100 Es wäre schön, wenn die Gesellschaft in der wir leben insgesamt in großem Maße jenen Prinzipien verpflichtet wäre, die für Zeiss Tradition haben. (n=422) 30 41 17 3 1 9 100
Tabelle 2: Wie stark stimmen Sie folgenden Aussagen zum heutigen Wirtschafts- und  Gesellschaftssystem zu? (Zustimmung und Ablehnung in Prozent) Trifft voll und ganz zu Trifft eher zu Teils, teils Trifft eher nicht zu Trifft gar nicht zu Weiß nicht, keine Angabe Gesamt in Prozent Die gesellschaftlichen Veränderungen sehe ich als Herausforderung. (n=428) 13 45 30 9 1 2 100 In der heutigen Gesellschaft fühle ich mich orientierungslos und verunsichert. (n=433)  1 10 24 42 22 1 100 Ich glaube auch in Zukunft meinen jetzigen Lebensstandard mindestens halten, wenn nicht sogar verbessern zu können. (n=433) 5 34 37 19 3 2 100 Mein Leben ist ein ständiger Kampf. (n=429)  6 21 26 36 11 1 100 Ich fühle mich vom Staat allein gelassen. (n=430)  10 14 36 31 9 2 100 In der Gesellschaft gibt es nur noch Oben und Unten. (n=431) 22 36 23 12 4 3 100 Ich fühle mich ausreichend gegen Alter und Krankheit gesichert. (n=436)  2 18 39 30 9 2 100 Nach wie vor kann man in einem Land wie Deutschland sehr gut leben. (n=437) 16 45 33 4 1 1 100 Momentan muss ich mich finanziell einschränken. (n=435) 5 21 38 28 9 1 100 Die Ellenbogenmentalität in der Gesellschaft bereitet mir Sorgen. (n=473) 26 38 25 9 9 2 100 Ich fühle mich zunehmend ins gesellschaftliche Abseits geschoben. (n=430)  1 7 17 43 29 3 100 Meiner Ansicht nach, gibt es nach wie vor einen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft. (n=428) 1 14 46 28 10 2 100
 

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  • 1. Die strategische Wahl der Gewerkschaften - Erneuerung trotz Krise? 21.10.2010 Prof. Dr. Klaus Dörre Institut für Soziologie der FSU Jena
  • 2.
  • 3.
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  • 10. Entwicklung der Gewerkschaftsmitgliedschaft 1 Anteil der Mitglieder an den abhängig Beschäftigten (Erwerbstätigkeit nach Stellung im Beruf); ² einschließlich ostdeutsche Mitglieder; ³ Mitglieder der Einzelgewerkschaften DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV vor der Fusion zu ver.di; 4 die Mitgliederzahl zum Zeitpunkt der der Gründung von ver.di im März 2001 wird mit rund 3 Mio. angegeben und rechtfertigt daher den Ausgangspunkt der Indexmessung; * wird nicht mehr getrennt ausgewiesen; ** Beschäftigtendaten von 2005 lagen zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Manuskripts noch nicht vor Quellen: DGB-Mitgliederstatistiken; Müller-Jentsch/Ittermann 2000; BMAS, St.Tb 1998, 1999, 2000,2001,2002;StatistischesJahrbuch2005; www.destatis.de/basis/d/erwerb/erwerbtabl.php ; www.dgb.de/dgb/mitgliederzahlen/mitglieder.htm eigene Berechnungen Jahr (Jahresende) Mitglieder DGB 1.000 Index % Organisationsgrad 1 % Mitglieder IGM 1.000 Index % Mitglieder ver.di 1.000 Index % Früheres Bundesgebiet 1970 6.713 30,9 2.223 1980 7.883 33,4 2.622 1990 7.938 30,3 2.727 1991 7.643 28,9 2.634 2001 6.310 23,5 * Ostdeutschland 1991 4.158 56,1 991 2001 1.589 26,9 * Deutschland gesamt 1991 11.800² 100,0 34,8 3.624² 100,0 2000 7.773 65,9 23,8 2.763 76,2 ca. 3.000³ 100,0 4 2001 7.899³ 66,9 24,1 2.710 74,8 2.806 93,5 2004 7.013 59,4 22,3 2.425 66,9 2.465 82,2 2005 6.779 57,4 ** 2.376 65,6 2.359 78,6
  • 11.
  • 12.
  • 13.  
  • 14.  
  • 15. Die unterschiedlichen Logiken des Organizing-Ansatzes
  • 16.
  • 17.
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  • 19.
  • 20.
  • 21.
  • 22.
  • 23.
  • 24.
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  • 39.
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  • 41.
  • 42.
  • 43. Tabelle 1: Wie stark stimmen Sie folgenden Aussagen zum heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu? (Zustimmung und Ablehnung in Prozent) Trifft voll und ganz zu Trifft eher zu Teils, teils Trifft eher nicht zu Trifft gar nicht zu Weiß nicht, keine Antwort Gesamt in Prozent Die heutige Wirtschaftsweise ist auf Dauer nicht überlebensfähig (n=428) 14 25 31 21 4 5 100 Die Interessen der Arbeitsnehmer werden immer weniger berücksichtigt. (n=432) 25 39 26 9 - 1 100 In der internationalen Standortkonkurrenz geraten deutsche Arbeitsnehmer immer mehr unter Druck. (n=432) 31 44 18 5 2 - 100 Nur wenn wir einer der besten Wirtschaftsstandorte sind, können wir unseren Wohlstand erhalten. (n=424) 42 41 13 2 1 1 100 Der gesellschaftliche Wohlstand könnte viel gerechter verteilt werden. (n=340) 47 32 17 4 - 1 100 Kritik am kapitalistischen System führt und nicht weiter, das sind nun mal die Spielregeln. (n=421) 8 21 27 23 17 3 100 Eine Gesellschaft, in der man jeden auffängt, der nicht mitkommt, ist auf Dauer nicht überlebensfähig. (n=423) 12 16 36 21 12 3 100 Heutzutage haben „sozial Schwache“ eine stärkere Lobby als Leistungsträger. (n=421) 6 13 31 27 17 6 100 Nicht die Vorstände und Manager, sondern Arbeiter und Angestellte sind die eigentlichen Leistungsträger der Gesellschaft. (n=430) 34 34 27 3 1 1 100 Auf Arbeitslose sollte ein stärkerer Druck ausgeübt werden. (n=431) 9 13 45 19 10 4 100 Wer in Jena länger als ein Jahr arbeitslos ist, will nicht wirklich arbeiten. (n=430) 3 5 24 32 27 9 100 Es wäre schön, wenn die Gesellschaft in der wir leben insgesamt in großem Maße jenen Prinzipien verpflichtet wäre, die für Zeiss Tradition haben. (n=422) 30 41 17 3 1 9 100
  • 44. Tabelle 2: Wie stark stimmen Sie folgenden Aussagen zum heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu? (Zustimmung und Ablehnung in Prozent) Trifft voll und ganz zu Trifft eher zu Teils, teils Trifft eher nicht zu Trifft gar nicht zu Weiß nicht, keine Angabe Gesamt in Prozent Die gesellschaftlichen Veränderungen sehe ich als Herausforderung. (n=428) 13 45 30 9 1 2 100 In der heutigen Gesellschaft fühle ich mich orientierungslos und verunsichert. (n=433) 1 10 24 42 22 1 100 Ich glaube auch in Zukunft meinen jetzigen Lebensstandard mindestens halten, wenn nicht sogar verbessern zu können. (n=433) 5 34 37 19 3 2 100 Mein Leben ist ein ständiger Kampf. (n=429) 6 21 26 36 11 1 100 Ich fühle mich vom Staat allein gelassen. (n=430) 10 14 36 31 9 2 100 In der Gesellschaft gibt es nur noch Oben und Unten. (n=431) 22 36 23 12 4 3 100 Ich fühle mich ausreichend gegen Alter und Krankheit gesichert. (n=436) 2 18 39 30 9 2 100 Nach wie vor kann man in einem Land wie Deutschland sehr gut leben. (n=437) 16 45 33 4 1 1 100 Momentan muss ich mich finanziell einschränken. (n=435) 5 21 38 28 9 1 100 Die Ellenbogenmentalität in der Gesellschaft bereitet mir Sorgen. (n=473) 26 38 25 9 9 2 100 Ich fühle mich zunehmend ins gesellschaftliche Abseits geschoben. (n=430) 1 7 17 43 29 3 100 Meiner Ansicht nach, gibt es nach wie vor einen Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft. (n=428) 1 14 46 28 10 2 100
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