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Agile Festpreisprojekte
wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit?
Tassilo Kubitz – akquinet AG
SeaCon – 8. Mai 2015
 Agile Festpreisprojekte?
 Ein Projekt mit Problemen
 Der Neuanfang
 Agile meets Classic
 Flexibilität im agilen Festpreis
 Das Vertragliche
 Erkenntnisse
2Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
Agenda
08.05.2015
3
Agile Festpreisprojekte?
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Festpreis
– Wenn alles klar ist, kann alles geplant werden
– Risikoverlagerung zum Auftragnehmer
– Änderungen vermeiden
 Agil
– Starten, wenn noch nicht alles klar ist
– Risikoteilung
– Änderungen unterstützen
 Realität
– Festpreisprojekte benötigen einen Prozess zur Kostenschätzung
– In IT-Projekten ändert sich oft die Aufgabenstellung
– Vollständige Anforderungsanalyse ist teuer und kostet Zeit
4
Agile Festpreisprojekte?
08.05.2015Agile Festpreisprojekte?
5
Ein Projekt mit Problemen
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Ziel
– Ablösung einer dezentralen Altanwendung durch Neuentwicklung
 Kunde
– Maschinenbau
– Keine Erfahrung mit verteilten Systemen
– Keine Erfahrung mit agilen Methoden
 akquinet
– Dienstleister
– Expertise in Individual-Softwareentwickung
– Erfahrung mit agilem Vorgehen (RE, (A)TDD, CI, Prototyping, …)
6
Das Projekt
08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
 Kenngrößen
– Laufzeit von November 2009 bis Dezember 2014
– Örtliche Trennung von AG und AN
– Teamgröße variabel: 4-12
– Aufwand insgesamt 3500 PT (über mehrere Verträge)
 Vorgehen im Festpreis mit „agilen Ansätzen“
 Was sollte da schief gehen?
7
Das Projekt
08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
 Planung: Der Ansatz „alles“ haben zu wollen, führte zu
übermäßiger Parallelentwicklung
 Vorgehen: Unterschiedliches Verständnis von agilem Vorgehen
bei AG und AN
 Kommunikation: Änderungen auf Zuruf
 Kosten: Mehraufwände und Verzug im Projekt
 Vertrauen: Erschüttert
 Eskalation und Klärung
8
Status Sommer 2011: Projekt in Schieflage
08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
9
Der Neuanfang
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Aufbau von Vertrauen und Zuverlässigkeit
– Fokus auf Produktivsetzung im November 2011
– Qualität, Termine, Kosten
 Motivation von Team und Kunde
– Einbringen eigener Expertise in der Software-Release-Planung
– Intensive Zusammenarbeit in Workshops und TelCos
– Abschirmung des Teams und realistischer Workload
 Kein „agiles Vorgehen“ mehr – „Klassischer Wasserfall“ war
gefordert
– Der Begriff Agilität war „verbrannt“
10
Meine ersten Schritte
08.05.2015Der Neuanfang
11
Agile meets Classic
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Definition von Agilität und Festpreis
– Agilität bedeutet Flexibilität
– Festpreis ist der Rahmen
– Änderungen bedeuten Mehrkosten
– Variabler Leistungsumfang mit Fokus auf optimiertem Mehrwert
 Vorgehen mit gemeinsamer Collaboration-Plattform
– Confluence, JIRA
 Unterstützung des Kunden beim Produktmanagement
– Beschreibung und Bewertung der Anforderungen
12
Der Weg zu mehr Agilität
08.05.2015Agile meets Classic
13
Anforderungsanalyse – Wie viel RE?
Angemessenes RE als
grundlegende Absicherung
Minimales RE
RE als Versicherung für
den Fall der Fälle
Detailliertes RE unbedingt
notwendig
Zusammenarbeit
Domäne
wissendunwissend
neu / nicht
kooperativ
kooperativ
Abbildung nach
Johannes Bergsmann
08.05.2015Agile meets Classic
14
Beschreibung von Anforderungen
08.05.2015
Epic
User Story
Theme Use Case
Szenario
Agile meets Classic
15
Eine Anforderung wird formuliert
08.05.2015
 Zielstellung in Form von SPIN-Selling
 Entwurf von Lösungen (Szenarien)
 Klassifikation mit Kano-Modell
 Auswahl von Muss, Soll, Kann
 Abnahmekriterien aus Sicht des Testers und Entwicklers
 Annahmen, Abgrenzungen, Abhängigkeiten
 Schätzung
 Entscheidung zur Umsetzung
Agile meets Classic
Der Projektplan
„parallelisiere den Wasserfall“
 Priorisiere mit Lean Management
16
Analyse/Design Implementierung Abnahme
Feature 1
Feature 2
Feature 3
Muss
Soll
Kann
08.05.2015
– time2market
– design2cost
Agile meets Classic
17
Flexibilität im agilen Festpreis
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Fixes Budget
 Grobe Vorplanung
 design2cost
– Analyse/Design
– 15% (des Feature)
 time2market
– Planänderungen
– 10% des Budgets
 Planänderungsboard
– AG und AN
18
Das Vorgehen im agilen Festpreis
08.05.2015Flexibilität im agilen Festpreis
19
Das Vertragliche
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Eine Pilotbeauftragung
– Zum Kennenlernen des Vorgehens „Agiler Festpreis“
 Szenarien / Features aus Sicht des Vertriebs
– Wireframes, Fachlichkeit, Lösungen als Abnahmekriterium
 Partnerschaftliche Risikoteilung
– Planänderungsbudget 10%
– Risikobudget von 10%
– Bei Kostenunterschreitung oder –überschreitung können 50% in Rechnung
gestellt werden
– Laufzeit von maximal einem Jahr
 Zahlungen
– Pro Release nach nach tatsächlichem Aufwand
20
Das Vertragliche
08.05.2015Das Vertragliche
21
Erkenntnisse
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
 Nach der Pilotphase (ca. 3 Monate) hat der Kunde das Vorgehen
beibehalten
 Das Vorgehensmodell führte zu vielen Änderungen im
Projektverlauf
 Viele Anforderungen aus dem alten Lastenheft waren obsolet
 Neue Anforderungen konnten aufgenommen werden
 Terminänderungen passten zu den Wünschen des Kunden
 Budget wurde eingehalten, Mehrwert wurde erzeugt
22
Die Zeit 2012-2014
08.05.2015Erkenntnisse
 Aufwände bei der Zusammenarbeit
– Planänderungsboard - Anfänglich vom Kunden unterschätzt
 Die Abnahme und das Gefühl des Kunden dabei
– „weiche“ Abnahmekriterien in Form von Wireframes, User Stories
– Änderungen am Projektkontext während der Laufzeit
 Was half?
– Vertrag förderte das Partnerschaftliche
– Konzentration auf die Fachlichkeit
– Konsequente Kosten/Nutzen-Betrachtungen bei Entscheidungen
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23
Die Probleme
08.05.2015Erkenntnisse
 Volle Transparenz der Kosten durch Änderungen
 Domänenverständnis und Beratung über mehrere
Lösungsszenarien
 Nutzung von Synergien
 Priorisierung anhand von Kosten/Nutzen-Betrachtungen
 Termin- und Budgettreue im Projekt – trotz Änderungen
 Schneller Mehrwert, ohne alles vorher durchdacht zu haben
24
Was schaffte Vertrauen?
08.05.2015Erkenntnisse
25
Agile Festpreisprojekte…
Fragen und Diskussion
tassilo.kubitz@akquinet.de
de.linkedin.com/in/tassilokubitz
www.xing.com/profile/Tassilo_Kubitz
plus.google.com/+TassiloKubitz
@KubitzTassilo
08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG

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  • 1. Agile Festpreisprojekte wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? Tassilo Kubitz – akquinet AG SeaCon – 8. Mai 2015
  • 2.  Agile Festpreisprojekte?  Ein Projekt mit Problemen  Der Neuanfang  Agile meets Classic  Flexibilität im agilen Festpreis  Das Vertragliche  Erkenntnisse 2Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG Agenda 08.05.2015
  • 3. 3 Agile Festpreisprojekte? 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 4.  Festpreis – Wenn alles klar ist, kann alles geplant werden – Risikoverlagerung zum Auftragnehmer – Änderungen vermeiden  Agil – Starten, wenn noch nicht alles klar ist – Risikoteilung – Änderungen unterstützen  Realität – Festpreisprojekte benötigen einen Prozess zur Kostenschätzung – In IT-Projekten ändert sich oft die Aufgabenstellung – Vollständige Anforderungsanalyse ist teuer und kostet Zeit 4 Agile Festpreisprojekte? 08.05.2015Agile Festpreisprojekte?
  • 5. 5 Ein Projekt mit Problemen 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 6.  Ziel – Ablösung einer dezentralen Altanwendung durch Neuentwicklung  Kunde – Maschinenbau – Keine Erfahrung mit verteilten Systemen – Keine Erfahrung mit agilen Methoden  akquinet – Dienstleister – Expertise in Individual-Softwareentwickung – Erfahrung mit agilem Vorgehen (RE, (A)TDD, CI, Prototyping, …) 6 Das Projekt 08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
  • 7.  Kenngrößen – Laufzeit von November 2009 bis Dezember 2014 – Örtliche Trennung von AG und AN – Teamgröße variabel: 4-12 – Aufwand insgesamt 3500 PT (über mehrere Verträge)  Vorgehen im Festpreis mit „agilen Ansätzen“  Was sollte da schief gehen? 7 Das Projekt 08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
  • 8.  Planung: Der Ansatz „alles“ haben zu wollen, führte zu übermäßiger Parallelentwicklung  Vorgehen: Unterschiedliches Verständnis von agilem Vorgehen bei AG und AN  Kommunikation: Änderungen auf Zuruf  Kosten: Mehraufwände und Verzug im Projekt  Vertrauen: Erschüttert  Eskalation und Klärung 8 Status Sommer 2011: Projekt in Schieflage 08.05.2015Ein Projekt mir Problemen
  • 9. 9 Der Neuanfang 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 10.  Aufbau von Vertrauen und Zuverlässigkeit – Fokus auf Produktivsetzung im November 2011 – Qualität, Termine, Kosten  Motivation von Team und Kunde – Einbringen eigener Expertise in der Software-Release-Planung – Intensive Zusammenarbeit in Workshops und TelCos – Abschirmung des Teams und realistischer Workload  Kein „agiles Vorgehen“ mehr – „Klassischer Wasserfall“ war gefordert – Der Begriff Agilität war „verbrannt“ 10 Meine ersten Schritte 08.05.2015Der Neuanfang
  • 11. 11 Agile meets Classic 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 12.  Definition von Agilität und Festpreis – Agilität bedeutet Flexibilität – Festpreis ist der Rahmen – Änderungen bedeuten Mehrkosten – Variabler Leistungsumfang mit Fokus auf optimiertem Mehrwert  Vorgehen mit gemeinsamer Collaboration-Plattform – Confluence, JIRA  Unterstützung des Kunden beim Produktmanagement – Beschreibung und Bewertung der Anforderungen 12 Der Weg zu mehr Agilität 08.05.2015Agile meets Classic
  • 13. 13 Anforderungsanalyse – Wie viel RE? Angemessenes RE als grundlegende Absicherung Minimales RE RE als Versicherung für den Fall der Fälle Detailliertes RE unbedingt notwendig Zusammenarbeit Domäne wissendunwissend neu / nicht kooperativ kooperativ Abbildung nach Johannes Bergsmann 08.05.2015Agile meets Classic
  • 14. 14 Beschreibung von Anforderungen 08.05.2015 Epic User Story Theme Use Case Szenario Agile meets Classic
  • 15. 15 Eine Anforderung wird formuliert 08.05.2015  Zielstellung in Form von SPIN-Selling  Entwurf von Lösungen (Szenarien)  Klassifikation mit Kano-Modell  Auswahl von Muss, Soll, Kann  Abnahmekriterien aus Sicht des Testers und Entwicklers  Annahmen, Abgrenzungen, Abhängigkeiten  Schätzung  Entscheidung zur Umsetzung Agile meets Classic
  • 16. Der Projektplan „parallelisiere den Wasserfall“  Priorisiere mit Lean Management 16 Analyse/Design Implementierung Abnahme Feature 1 Feature 2 Feature 3 Muss Soll Kann 08.05.2015 – time2market – design2cost Agile meets Classic
  • 17. 17 Flexibilität im agilen Festpreis 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 18.  Fixes Budget  Grobe Vorplanung  design2cost – Analyse/Design – 15% (des Feature)  time2market – Planänderungen – 10% des Budgets  Planänderungsboard – AG und AN 18 Das Vorgehen im agilen Festpreis 08.05.2015Flexibilität im agilen Festpreis
  • 19. 19 Das Vertragliche 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 20.  Eine Pilotbeauftragung – Zum Kennenlernen des Vorgehens „Agiler Festpreis“  Szenarien / Features aus Sicht des Vertriebs – Wireframes, Fachlichkeit, Lösungen als Abnahmekriterium  Partnerschaftliche Risikoteilung – Planänderungsbudget 10% – Risikobudget von 10% – Bei Kostenunterschreitung oder –überschreitung können 50% in Rechnung gestellt werden – Laufzeit von maximal einem Jahr  Zahlungen – Pro Release nach nach tatsächlichem Aufwand 20 Das Vertragliche 08.05.2015Das Vertragliche
  • 21. 21 Erkenntnisse 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG
  • 22.  Nach der Pilotphase (ca. 3 Monate) hat der Kunde das Vorgehen beibehalten  Das Vorgehensmodell führte zu vielen Änderungen im Projektverlauf  Viele Anforderungen aus dem alten Lastenheft waren obsolet  Neue Anforderungen konnten aufgenommen werden  Terminänderungen passten zu den Wünschen des Kunden  Budget wurde eingehalten, Mehrwert wurde erzeugt 22 Die Zeit 2012-2014 08.05.2015Erkenntnisse
  • 23.  Aufwände bei der Zusammenarbeit – Planänderungsboard - Anfänglich vom Kunden unterschätzt  Die Abnahme und das Gefühl des Kunden dabei – „weiche“ Abnahmekriterien in Form von Wireframes, User Stories – Änderungen am Projektkontext während der Laufzeit  Was half? – Vertrag förderte das Partnerschaftliche – Konzentration auf die Fachlichkeit – Konsequente Kosten/Nutzen-Betrachtungen bei Entscheidungen (auch bei Fehlerbehebungen) 23 Die Probleme 08.05.2015Erkenntnisse
  • 24.  Volle Transparenz der Kosten durch Änderungen  Domänenverständnis und Beratung über mehrere Lösungsszenarien  Nutzung von Synergien  Priorisierung anhand von Kosten/Nutzen-Betrachtungen  Termin- und Budgettreue im Projekt – trotz Änderungen  Schneller Mehrwert, ohne alles vorher durchdacht zu haben 24 Was schaffte Vertrauen? 08.05.2015Erkenntnisse
  • 25. 25 Agile Festpreisprojekte… Fragen und Diskussion tassilo.kubitz@akquinet.de de.linkedin.com/in/tassilokubitz www.xing.com/profile/Tassilo_Kubitz plus.google.com/+TassiloKubitz @KubitzTassilo 08.05.2015Agile Festpreisprojekte – wie entsteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? © 2015 – akquinet AG