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Ausbildung «Erstellung Video-Content»




Reto Kuhn
12. Mai 2012
Aktion – Emotion – Situierung

5-Shot-Coverage


«Die Kunst besteht darin, Aktionen, Emotionen, Situationen und die „Location“
(Drehort) so zu filmen, dass am Ende die „Magic Moments“, also die
spannendsten, wichtigsten Bilder auf Band sind und dazu ein attraktiver O-Ton
(Originalton) aufgenommen wurde. Zudem soll ein VJ mindesten 50%
Nahaufnahmen, 25% Halbtotale und 25% Totale filmen.»
SF Wissen Videoguide


M3_5-Shot-Coverage.pdf
Aktion – Emotion – Situierung

5-Shot-Coverage
Die 5 Shots (Reihenfolge bei Aufnahme)
       1. Halbtotale (Orientierung, Licht und Wind im Rücken)
       2. Grossaufnahme (Emotion, wichtig und schwierig)
       3. Totale (Situation, Umgebung, Sichere Distanz)
       4. Gang in Kampfzone (Aktion, journalistischer Teil)
       5. Überraschende (Kreation, unerwartete Perspektiven)
Schnittfolge (Reihenfolge im Schnitt)
       1. Totale = Situation, Umgebung
       2. Halbtotale = Orientierung, Handlung
       3. Grossaufnahme = Emotion
       4. Nahaufname = Details


M3_5-Shot-Coverage.pdf
Aktion – Emotion – Situierung

Tipps für die stetige Verbesserung
• Denke in Einstellungen
• Warte, bis du das Weisse in den Augen siehst
• Maximal 10 Sekunden pro Einstellung
• Mit den Füssen zoomen
• Stillstehen, nicht zappeln, nicht während der Aufnahme zoomen
• Licht und Wind im Rücken behalten
• Kamera-Effekte deaktivieren
• Konzentration auf das, was wirklich interessiert
• Keine amateurhaften Schriften und Grafiken einsetzen
• Kurz und knapp auf den Punkt
• Externes Mikrofon verwenden
Aktion – Emotion – Situierung

Tipps für die stetige Verbesserung
• Verpflichtung
Aktion – Emotion – Situierung

ÜBUNG
Die 5 Shots & Achssprung (30 min)
• Mit Szenenwiederholung (5x)
• Einmalige, nicht wiederholbare Aktion
(Variante: 5 Shots mit und ohne Zoom)
M3_Aufgabe_vom_Coach.pdf / M4_Aufgabe_vom_Coach.pdf




Vorsicht:
• Genügend lange Einstellungen (Vorlauf + 10 Sekunden)
• Hektisches Geschehen = ruhige Kameraführung, wenig Perspektivenwechsel
• Blickrichtung und Achssprung beachten
Bereich – Bewegung (Kamera)

Schwenk – Travelling – Zoom


«Filmen ist attraktiv, weil wir damit Bewegung eingefangen können. Nicht nur das
Sujet vor der Kamera, sondern auch die Kamera selbst kann sich bewegen.
Kamerabewegungen sind wichtige filmsprachliche Gestaltungsmittel, aber nicht
einfach umzusetzen.»
SF Wissen Videoguide


M6_Kamerabewegung.pdf
Bereich – Bewegung (Kamera)

Schwenk – Travelling – Zoom
Je bewegter das Motiv, desto ruhiger die Kameraführung


• Schwenk
      • passiv (Kamera folgt vorbeifahrendem Zug)
      • aktiv (Schwenk über unbewegtes Sujet, Panorama)
Vorsicht: Nicht wackeln, ruhig und langsam, nicht der Handlung folgen

• Travelling
      • verfolgen, vorausgehen, mitbewegen (Dynamik, subjektiver Blick)
Vorsicht: Nicht wackeln, Bürostuhl, Steadycam, Schiene, Dolly, Seilbahn, Drone …

• Zoom
      • veränderte Brennweite = verändern der Ausschnittsgrösse (Fingerzeig)
Vorsicht: Nicht wackeln, Stativ

M6_Kamerabewegung.pdf
Bereich – Bewegung (Zoom)
Zoomfahrt: Kameraeinstellung mit einem sich stetig verändernden Bildausschnitt.
Das dafür benutzte Zoomobjektiv verändert den Bildausschnitt, jedoch nicht die Perspektive
(im Gegensatz zu einer Kamerafahrt).


Weitwinkel
• der sichere Bereich des VJ
• verwackelt weniger
• weniger Schärfenprobleme
• grosser Bildausschnitt
• Umfeld und Handlung wird eingefangen

Tele
• spannend und attraktiv, aber anspruchsvoll
• Stativ und gute Lichtverhältnisse
• Objekt wird isoliert, Blick des Zuschauers gelenkt
• Brennweite und Blende
M9_Tele_und_Weitwinkel.pdf
Ton
«Ton löst Emotionen aus oder verstärkt sie. Ton liefert Informationen.
Ton ist ein Gestaltungselement.»
«Der Ton stellt Glaubwürdigkeit her. Er vermittelt den Ort, den Raum, Kontinuität,
Authentizität und das Gefühl „mitten drin“ zu sein.»
SF Wissen Videoguide


• Musik (unterstreicht Stimmung, vermittelt und verstärkt Emotionen)
 Vorsicht: Kognitive Dissonanz (verfälscht, widerspricht der Botschaft)
• O-Ton (Original-Ton der Aufnahme)
• Ambi (Umgebungston)
• Effekte (Aufnahme, Archiv)
Ton

Der gute Ton – Erwartungen
• Ist verständlich und präsent
• Ist klar und deutlich
• Entspricht dem Bild
• Unterstützt bei der Definition von Ort und Raum
• Vermittelt Gefühle und Stimmungen
• Ist kontinuierlich
• Ist schneidbar
Ton

Störfaktoren
• Immer mit Kopfhörern arbeiten
• Fenster und Türen schliessen
• Handy und Radio ausschalten
• Brummende Geräte ausschalten


Vorsicht:
Störfaktoren (Strasse, Flugzeug) durch wechseln der Blickrichtung, der Position
oder des Drehorts ausblenden. Ist dies nicht möglich, Lärmquelle ins Bild
bringen, damit der Zuschauer die Ursache erkennen kann.
Ton

Interview
• Ruhiger Ort finden
• Nahe genug heran
• Kamera ruhig positionieren
• Auf Bewegung des Interviewpartners achten
• Schärfe und Bildausschnitt festlegen
• Sich in den Interviewpartner einfühlen
• Sich auf den Einstieg und die ersten Fragen vorbereiten
Ton

Mikrofone
• Dynamische Mikrofone (brauchen keine Speisung, Live-Einsatz)
  Bauformen: Tauchspulenmikrofon, Bändchenmikrofon
• Kondensatormikrofone (Speisung XLR-Buchse 9 bis 48V-Spannung)
  Üblicherweise Phantomspeisung des Verstärkers oder des Mischpults
  Bauform: Elektret-Kondensatormikrofon 1,5V-Spannung

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
Ton

Anschlussnormen
• XLR
• NAB 6,35 mm Klinkenstecker (Klinke)
• NAB 3,5 mm Klinkenstecker (Miniklinke)
• NAB 2,5 mm Klinkenstecker (Microklinke)


http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
Ton

Richtcharakteristik
• Kugel (nimmt Schall rundherum auf)
• Niere (nimmt Schall von vorne auf)
• Keule (nimmt Schall gerichtet auf)
• Acht (nimmt Schall von beiden Seiten auf, Stereo-Aufnahmen)


http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik
Ton

Einsatzbereiche
• Kondensatormikrofon mit Nieren- oder Keulencharakteristik (auf der Kamera)
• Dynamisches Mikrofon mit Nieren- oder Kugelcharakteristik (Nahbesprechung)
• Handmikrofon, Ansteckmikrofon (universell einsetzbar)


Vorsicht:
• So nah wie möglich an die Schallquelle
• Ruhig halten
• Gleichmässiger Abstand zum Mikrofon
• Windschutz bei Nahbesprechung und Aussenaufnahmen (Schaumgummi, Fell)
• Mithören (Kleiderrascheln, Umgebungsgeräusche, Abstand)
• Mögliche Störquellen für Funkmikrofone entfernen
• Ersatzbatterien
Licht
                   «Drama is life with the dull parts left out.»
                   Alfred Hitchcock




Licht und Schatten, Farbdramaturgie
• Stimmung, Atmosphäre
• Linien und Streifen (Gitter, Jalousien)
• Kontraste (Gut-Böse-Gegensatz)
Licht

Lichtsituationen
• Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste vermeiden
• Nicht direkt ins Gegenlicht filmen
• Für Aussenaufnahmen ist Mittagslicht ungünstig
  (strahlt direkt von oben)
• Bei der Drehplanung die Lichtsituationen miteinbeziehen
  (z.B. geeignete Tageszeit)
• Beim Filmen von Personen darauf achten, dass sie ein Augenlicht haben
  (Lichtreflexionen in den Augen machen ein Gesicht wach und lebendig)
• Mit vorhandenen Lichtquellen arbeiten
• Im Notfall Stirnlampe oder Kameralicht einsetzen (massvoll)
Licht

Belichtung
• Belichtungsautomatik (Helligkeit, Gain, Iris, Blende, Weissabgleich)
Die Kamera sucht sich den hellsten Punkt im Bild und nimmt diesen als
Weiss an. Alle anderen Farben werden angepasst.


Vorsicht:
• Bei Kunstlicht und Sonnenlicht manueller Weissabgleich, Referenzwert
• Brillen und Sonnenbrillen können Bild verfälschen
Licht

ND-Filter (Neutraldichtefilter)
• Bei generell zuviel Licht: Graufilter
 (Unverfälschte Farbwiedergabe, Bewegungsunschärfe trotz viel Licht)




Pol-Filter (Polarisationsfilter)
• Bei partiell zuviel Licht und Spiegelungen: Polfilter
 (Verbesserte Grünwiedergabe, dunklere und kräftigere Farben)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polfilter
Licht

ÜBUNG
Extreme Lichtverhältnisse
• Morgenstimmung, Abenddämmerung
• zu hell, zu dunkel
• spielen mit Licht
M8_Aufgabe_vom_Coach.pdf
Schnitt

Fakten
• Schnitt ist aufwendig (Workflow definieren)
• Schnitt ist «Try & Error» (abschauen, probieren, beurteilen, verbessern)
• Schnitt ist nie perfekt (Zeitlimit setzen)


Regeln
• Kein Schnitt über ähnliche Einstellungsgrössen
• Neutrale Übergänge
• Keine Achssprünge
Schnitt

Aussage und Wirkung
• Wahrnehmung, Sehgewohnheiten (Orientierung und Verständnis)
• Bildfolge, Dramaturgie und Tempo (Geschichte)
• Neutraler Anfang und neutrales Ende (Zeit- und Ortswechsel möglich)


Hitchcock's Shower Scene
http://www.youtube.com/watch?v=wBAMzmQ2SqQ&feature=related




Regeln bewusst nicht befolgen
• Unsichtbarer und sichtbarer Schnitt (Sehgewohnheiten)
• Bekanntes und unbekanntes
• Vertrautes und überraschendes


The Bourne Identity, The Bourne Supremacy, The Bourne Ultimatum
http://www.youtube.com/watch?v=JmxK_pBaG4E&feature=results_main&playnext=1&list=PL8CF4C348A3472675

http://www.youtube.com/watch?v=avTejGH15FE
Schnitt

Verkürzen und Verlängern
• Unveränderte Chronologie der Handlung
• Zwischenschnitt (Details, andere Blickwinkel, Totale)
• Effekte (Jumpcut, Zeitraffer)


Bewegungskontinuität
• Links/Rechts, Oben/Unten, Vorne/Hinten (Achssprung)
M5_Schnitt.pdf
Schnitt

Arten von Schnitt
• Harter Schnitt
• Blende
    • einblenden (etwas beginnt)
    • ausblenden (etwas endet)
    • überblenden (gleicher Ort, andere Zeit)
    • schieben, blättern, wischen (neues Kapitel)
• Blitzer (Alternative zu Zwischenschnitt)
Schnitt und Ton

Wozu O-Ton?
• Aussageabsicht (Meinung oder Gegenmeinung zur Information)
• Augenzeuge
• Emotionale Aussage


Wie wird der O-Ton aufgenommen?
• Aufnahmegerät
• Kamera laufen lassen
Schnittplatz – Schnittsoftware

• Schnittplatz (PC, Laptop)
• Schnittsoftware
    • iMovie (Apple)
    • Final Cut (Apple)
    • Sony Vegas Movie Studio (PC)
    • Avid Xpress (Apple, PC)
    • Pinnacle Studio (Apple, PC)
    • Adobe Premiere (Apple, PC)
    • Magix, Nero, … (PC)
    http://www.cedis.fu-berlin.de/av-medien/beratung/software/index.html
Schnittplatz – Schnittsoftware
Schnitt

ÜBUNG
«Kürzen, kürzen, kürzen»
Eine Aktion oder Handlung, welche etwa 5 bis 10 min. dauert auf 60 sec.
kürzen, danach auf 30 sec. kürzen.

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  • 2. Aktion – Emotion – Situierung 5-Shot-Coverage «Die Kunst besteht darin, Aktionen, Emotionen, Situationen und die „Location“ (Drehort) so zu filmen, dass am Ende die „Magic Moments“, also die spannendsten, wichtigsten Bilder auf Band sind und dazu ein attraktiver O-Ton (Originalton) aufgenommen wurde. Zudem soll ein VJ mindesten 50% Nahaufnahmen, 25% Halbtotale und 25% Totale filmen.» SF Wissen Videoguide M3_5-Shot-Coverage.pdf
  • 3. Aktion – Emotion – Situierung 5-Shot-Coverage Die 5 Shots (Reihenfolge bei Aufnahme) 1. Halbtotale (Orientierung, Licht und Wind im Rücken) 2. Grossaufnahme (Emotion, wichtig und schwierig) 3. Totale (Situation, Umgebung, Sichere Distanz) 4. Gang in Kampfzone (Aktion, journalistischer Teil) 5. Überraschende (Kreation, unerwartete Perspektiven) Schnittfolge (Reihenfolge im Schnitt) 1. Totale = Situation, Umgebung 2. Halbtotale = Orientierung, Handlung 3. Grossaufnahme = Emotion 4. Nahaufname = Details M3_5-Shot-Coverage.pdf
  • 4. Aktion – Emotion – Situierung Tipps für die stetige Verbesserung • Denke in Einstellungen • Warte, bis du das Weisse in den Augen siehst • Maximal 10 Sekunden pro Einstellung • Mit den Füssen zoomen • Stillstehen, nicht zappeln, nicht während der Aufnahme zoomen • Licht und Wind im Rücken behalten • Kamera-Effekte deaktivieren • Konzentration auf das, was wirklich interessiert • Keine amateurhaften Schriften und Grafiken einsetzen • Kurz und knapp auf den Punkt • Externes Mikrofon verwenden
  • 5. Aktion – Emotion – Situierung Tipps für die stetige Verbesserung • Verpflichtung
  • 6. Aktion – Emotion – Situierung ÜBUNG Die 5 Shots & Achssprung (30 min) • Mit Szenenwiederholung (5x) • Einmalige, nicht wiederholbare Aktion (Variante: 5 Shots mit und ohne Zoom) M3_Aufgabe_vom_Coach.pdf / M4_Aufgabe_vom_Coach.pdf Vorsicht: • Genügend lange Einstellungen (Vorlauf + 10 Sekunden) • Hektisches Geschehen = ruhige Kameraführung, wenig Perspektivenwechsel • Blickrichtung und Achssprung beachten
  • 7. Bereich – Bewegung (Kamera) Schwenk – Travelling – Zoom «Filmen ist attraktiv, weil wir damit Bewegung eingefangen können. Nicht nur das Sujet vor der Kamera, sondern auch die Kamera selbst kann sich bewegen. Kamerabewegungen sind wichtige filmsprachliche Gestaltungsmittel, aber nicht einfach umzusetzen.» SF Wissen Videoguide M6_Kamerabewegung.pdf
  • 8. Bereich – Bewegung (Kamera) Schwenk – Travelling – Zoom Je bewegter das Motiv, desto ruhiger die Kameraführung • Schwenk • passiv (Kamera folgt vorbeifahrendem Zug) • aktiv (Schwenk über unbewegtes Sujet, Panorama) Vorsicht: Nicht wackeln, ruhig und langsam, nicht der Handlung folgen • Travelling • verfolgen, vorausgehen, mitbewegen (Dynamik, subjektiver Blick) Vorsicht: Nicht wackeln, Bürostuhl, Steadycam, Schiene, Dolly, Seilbahn, Drone … • Zoom • veränderte Brennweite = verändern der Ausschnittsgrösse (Fingerzeig) Vorsicht: Nicht wackeln, Stativ M6_Kamerabewegung.pdf
  • 9. Bereich – Bewegung (Zoom) Zoomfahrt: Kameraeinstellung mit einem sich stetig verändernden Bildausschnitt. Das dafür benutzte Zoomobjektiv verändert den Bildausschnitt, jedoch nicht die Perspektive (im Gegensatz zu einer Kamerafahrt). Weitwinkel • der sichere Bereich des VJ • verwackelt weniger • weniger Schärfenprobleme • grosser Bildausschnitt • Umfeld und Handlung wird eingefangen Tele • spannend und attraktiv, aber anspruchsvoll • Stativ und gute Lichtverhältnisse • Objekt wird isoliert, Blick des Zuschauers gelenkt • Brennweite und Blende M9_Tele_und_Weitwinkel.pdf
  • 10. Ton «Ton löst Emotionen aus oder verstärkt sie. Ton liefert Informationen. Ton ist ein Gestaltungselement.» «Der Ton stellt Glaubwürdigkeit her. Er vermittelt den Ort, den Raum, Kontinuität, Authentizität und das Gefühl „mitten drin“ zu sein.» SF Wissen Videoguide • Musik (unterstreicht Stimmung, vermittelt und verstärkt Emotionen) Vorsicht: Kognitive Dissonanz (verfälscht, widerspricht der Botschaft) • O-Ton (Original-Ton der Aufnahme) • Ambi (Umgebungston) • Effekte (Aufnahme, Archiv)
  • 11. Ton Der gute Ton – Erwartungen • Ist verständlich und präsent • Ist klar und deutlich • Entspricht dem Bild • Unterstützt bei der Definition von Ort und Raum • Vermittelt Gefühle und Stimmungen • Ist kontinuierlich • Ist schneidbar
  • 12. Ton Störfaktoren • Immer mit Kopfhörern arbeiten • Fenster und Türen schliessen • Handy und Radio ausschalten • Brummende Geräte ausschalten Vorsicht: Störfaktoren (Strasse, Flugzeug) durch wechseln der Blickrichtung, der Position oder des Drehorts ausblenden. Ist dies nicht möglich, Lärmquelle ins Bild bringen, damit der Zuschauer die Ursache erkennen kann.
  • 13. Ton Interview • Ruhiger Ort finden • Nahe genug heran • Kamera ruhig positionieren • Auf Bewegung des Interviewpartners achten • Schärfe und Bildausschnitt festlegen • Sich in den Interviewpartner einfühlen • Sich auf den Einstieg und die ersten Fragen vorbereiten
  • 14. Ton Mikrofone • Dynamische Mikrofone (brauchen keine Speisung, Live-Einsatz) Bauformen: Tauchspulenmikrofon, Bändchenmikrofon • Kondensatormikrofone (Speisung XLR-Buchse 9 bis 48V-Spannung) Üblicherweise Phantomspeisung des Verstärkers oder des Mischpults Bauform: Elektret-Kondensatormikrofon 1,5V-Spannung http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
  • 15. Ton Anschlussnormen • XLR • NAB 6,35 mm Klinkenstecker (Klinke) • NAB 3,5 mm Klinkenstecker (Miniklinke) • NAB 2,5 mm Klinkenstecker (Microklinke) http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
  • 16. Ton Richtcharakteristik • Kugel (nimmt Schall rundherum auf) • Niere (nimmt Schall von vorne auf) • Keule (nimmt Schall gerichtet auf) • Acht (nimmt Schall von beiden Seiten auf, Stereo-Aufnahmen) http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik
  • 17. Ton Einsatzbereiche • Kondensatormikrofon mit Nieren- oder Keulencharakteristik (auf der Kamera) • Dynamisches Mikrofon mit Nieren- oder Kugelcharakteristik (Nahbesprechung) • Handmikrofon, Ansteckmikrofon (universell einsetzbar) Vorsicht: • So nah wie möglich an die Schallquelle • Ruhig halten • Gleichmässiger Abstand zum Mikrofon • Windschutz bei Nahbesprechung und Aussenaufnahmen (Schaumgummi, Fell) • Mithören (Kleiderrascheln, Umgebungsgeräusche, Abstand) • Mögliche Störquellen für Funkmikrofone entfernen • Ersatzbatterien
  • 18. Licht «Drama is life with the dull parts left out.» Alfred Hitchcock Licht und Schatten, Farbdramaturgie • Stimmung, Atmosphäre • Linien und Streifen (Gitter, Jalousien) • Kontraste (Gut-Böse-Gegensatz)
  • 19. Licht Lichtsituationen • Zu starke Hell-Dunkel-Kontraste vermeiden • Nicht direkt ins Gegenlicht filmen • Für Aussenaufnahmen ist Mittagslicht ungünstig (strahlt direkt von oben) • Bei der Drehplanung die Lichtsituationen miteinbeziehen (z.B. geeignete Tageszeit) • Beim Filmen von Personen darauf achten, dass sie ein Augenlicht haben (Lichtreflexionen in den Augen machen ein Gesicht wach und lebendig) • Mit vorhandenen Lichtquellen arbeiten • Im Notfall Stirnlampe oder Kameralicht einsetzen (massvoll)
  • 20. Licht Belichtung • Belichtungsautomatik (Helligkeit, Gain, Iris, Blende, Weissabgleich) Die Kamera sucht sich den hellsten Punkt im Bild und nimmt diesen als Weiss an. Alle anderen Farben werden angepasst. Vorsicht: • Bei Kunstlicht und Sonnenlicht manueller Weissabgleich, Referenzwert • Brillen und Sonnenbrillen können Bild verfälschen
  • 21. Licht ND-Filter (Neutraldichtefilter) • Bei generell zuviel Licht: Graufilter (Unverfälschte Farbwiedergabe, Bewegungsunschärfe trotz viel Licht) Pol-Filter (Polarisationsfilter) • Bei partiell zuviel Licht und Spiegelungen: Polfilter (Verbesserte Grünwiedergabe, dunklere und kräftigere Farben) http://de.wikipedia.org/wiki/Polfilter
  • 22. Licht ÜBUNG Extreme Lichtverhältnisse • Morgenstimmung, Abenddämmerung • zu hell, zu dunkel • spielen mit Licht M8_Aufgabe_vom_Coach.pdf
  • 23. Schnitt Fakten • Schnitt ist aufwendig (Workflow definieren) • Schnitt ist «Try & Error» (abschauen, probieren, beurteilen, verbessern) • Schnitt ist nie perfekt (Zeitlimit setzen) Regeln • Kein Schnitt über ähnliche Einstellungsgrössen • Neutrale Übergänge • Keine Achssprünge
  • 24. Schnitt Aussage und Wirkung • Wahrnehmung, Sehgewohnheiten (Orientierung und Verständnis) • Bildfolge, Dramaturgie und Tempo (Geschichte) • Neutraler Anfang und neutrales Ende (Zeit- und Ortswechsel möglich) Hitchcock's Shower Scene http://www.youtube.com/watch?v=wBAMzmQ2SqQ&feature=related Regeln bewusst nicht befolgen • Unsichtbarer und sichtbarer Schnitt (Sehgewohnheiten) • Bekanntes und unbekanntes • Vertrautes und überraschendes The Bourne Identity, The Bourne Supremacy, The Bourne Ultimatum http://www.youtube.com/watch?v=JmxK_pBaG4E&feature=results_main&playnext=1&list=PL8CF4C348A3472675 http://www.youtube.com/watch?v=avTejGH15FE
  • 25. Schnitt Verkürzen und Verlängern • Unveränderte Chronologie der Handlung • Zwischenschnitt (Details, andere Blickwinkel, Totale) • Effekte (Jumpcut, Zeitraffer) Bewegungskontinuität • Links/Rechts, Oben/Unten, Vorne/Hinten (Achssprung) M5_Schnitt.pdf
  • 26. Schnitt Arten von Schnitt • Harter Schnitt • Blende • einblenden (etwas beginnt) • ausblenden (etwas endet) • überblenden (gleicher Ort, andere Zeit) • schieben, blättern, wischen (neues Kapitel) • Blitzer (Alternative zu Zwischenschnitt)
  • 27. Schnitt und Ton Wozu O-Ton? • Aussageabsicht (Meinung oder Gegenmeinung zur Information) • Augenzeuge • Emotionale Aussage Wie wird der O-Ton aufgenommen? • Aufnahmegerät • Kamera laufen lassen
  • 28. Schnittplatz – Schnittsoftware • Schnittplatz (PC, Laptop) • Schnittsoftware • iMovie (Apple) • Final Cut (Apple) • Sony Vegas Movie Studio (PC) • Avid Xpress (Apple, PC) • Pinnacle Studio (Apple, PC) • Adobe Premiere (Apple, PC) • Magix, Nero, … (PC) http://www.cedis.fu-berlin.de/av-medien/beratung/software/index.html
  • 30. Schnitt ÜBUNG «Kürzen, kürzen, kürzen» Eine Aktion oder Handlung, welche etwa 5 bis 10 min. dauert auf 60 sec. kürzen, danach auf 30 sec. kürzen.