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23.01.2012
Klotz-Engmann
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Dr. Gerold Klotz-Engmann
Endress+Hauser Messtechnik, Weil am Rhein
SIL in der Praxis
2013
Entwurf und Planung des
sicherheitstechnischen Systems (SIS)
23.01.2012
SIL in der Praxis
Klotz-Engmann
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Referent
Dr. Gerold Klotz-Engmann
Abteilungsleiter G-T
Internationale Produkt- und Anlagensicherheit
Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG
Colmarer Strasse 6
79576 Weil am Rhein
Tel.: 07621/975-559
Mobil: 0151/52767442
email: gerold.klotz-engmann@de.endress.com
Gremien- und Verbandsarbeit:
Internationale Normungsgremien: DKE K241, CENELEC TC31, IEC TC31
Verbände : ZVEI, Orgalime
Zertifizierungssysteme: IEC Ex
23.01.2012
SIL in der Praxis
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Ein Schweizer Familienunternehmen seit 60 Jahren
Familie Endress
 Gegründet 1953 von Georg H. Endress und Ludwig Hauser
 Seit 1975 im Alleinbesitz der Familie Endress
 1995 übernimmt Klaus Endress die Leitung der Firmengruppe
 Heute regelt eine Familiencharta das Verhältnis
zwischen Familie und Unternehmen
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SIL in der Praxis
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Sicherheitslebenszyklus
Verifikation
Gefährdungs- und Risiko-Beurteilung
Quelle: DIN EN 61511-1 - Bild 8
1
Zuordnung der Sicherheitsfunktionen zu
Schutzebene
2
Spezifikation der Sicherheits-
anforderungen an das SIS3
Entwurf und Planung anderer
Maßnahmen zur Risikoreduzierung
9
Entwurf und Planung des SIS
Montage, Inbetriebnahme und Validierung
Betrieb und Instandhaltung
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Manage-
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Planung
des Sicher-
heits-
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4
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Geräteauswahl nach folgenden Gesichtspunkten:
 geeignete Messtechnik/Aktorik für die sicherheitsrelevanten Prozessparameter
 Schutzfunktion: Grenzwertüberwachung (Min, Max) oder kontinuierlich
 Betriebsmode: Continuous- oder Low Demand Mode
 Schutzniveau: SIL, sicherheitstechnische Kennwerte
 Zeitverhalten: Reaktionszeit, Fehlererkennungsdauer, Schließdauer …
 Einsatzbedingungen: Temperatur, Feuchte, Chemie …
 Wiederkehrende Prüfung: Prüfbarkeit
Planung der Geräteauswahl
Schutzkreis
LIZA+
Grenzschalter
(Level max)
Druck
Kontinuierlich
Ventil
Schließer
Beispiel eines Schutzkreises (Demomodell, SIL 3):
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SIL in der Praxis
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Inhalt
 Aufbau des Sicherheitssystems
 Beschreibung der Sicherheitsfunktion
 Sicherheitstechnische Kennwerte
 Einsatzbedingungen, Messgenauigkeit
Sicherheitshinweise
 Verhalten bei Betrieb und Störung
 Installation und Inbetriebnahme
 Parametrierung
 Wiederkehrende Funktionsprüfung
 Wartung und Reparatur
Das Sicherheitshandbuch als Hilfe zur Geräteauswahl
Sieh auch www.endress.com/SIL
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SIL in der Praxis
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Das Sicherheitshandbuch
Aufbau des Sicherheitssystems: Sicherheitsrelevantes Ausgangssignal:
Wiederholungsprüfung:
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SIL in der Praxis
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Geräteauswahl: Einsatzbedingungen
Gerätehersteller
Umgebungsbedingungen:
• Umgebungstemperatur
• Feuchte
•Versorgungsspannungstoleranz
• EMV-Einflüsse
• Vibration
Prozess
Prozessumgebung
Prozess
Betreiber
Prozesseinflüsse:
• Medienverträglichkeit
• Prozeßtemperaturen
• Prozeßdrücke
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Prozesseinflüsse – Ansatzbildung
„Durchflussmessgerät“
Ansatz durch Staubbildung
im Feststoffsilo
Ansatz durch Schwefeldämpfe
Kristallisation im Natronlaugentank
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SIL in der Praxis
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 Einzelkomponenten müssen vom Hersteller als SIL-fähig
qualifiziert sein.
z.B. SIL-Herstellererklärung, SIL Zertifikat, Sicherheitskennzahlen
 Gesamtsystem muß durch einen quantitativen SIL-Nachweis
(IEC 61511, VDI VDE 2180-4) durch den Betreiber qualifiziert
und dokumentiert werden
z.B. Systemarchitektur, Versagenswahrscheinlichkeit, SIL
Eignungsnachweis – SIL-Qualifizierung
Teilsystem AktorikTeilsystem LogikeinheitTeilsystem Sensorik
Aktor 1Interface 4
Aktor 2Interface 5
2oo2
Sensor 1 Interface 1
Sensor 2 Interface 2
Sensor 3 Interface 3
2oo3 1oo2
Steuerung
Modul 1
Steuerung
Modul 2
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Anwender kann sein Sicherheitssystem qualifizieren durch
 anwendungsbezogene Betriebsbewährung (z.B. IEC 61511-1)
- Extensive Betriebserfahrung (z.B. 100.000 Betriebsstunden, NE79)
- bei ähnlichen Betriebs- und Umgebungsbedingungen,
- auch in nicht-sicherheitsrelevanten Applikationen
 Betriebsbewährung nach NAMUR Empfehlung NE 130
Eignungsnachweis - Betriebsbewährung
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Betriebsbewährung - NAMUR Empfehlung NE 130
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SIL in der Praxis
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 Zu überwachende Prozessgrößen festlegen
 Betriebsmode festlegen (Low-demand mode, high-demand mode)
 Meßtoleranz beachten (=> Schaltpunkt!)
 Zeitverhalten der Schutzeinrichtung beachten
 Wartungs- und Prüfeinrichtungen vorsehen
Beispiel: Bypassvorrichtungen
 Sicherheitsgerichtete Abschaltung beachten
 Ausfall der Spannungsversorgung  sicherheitsgerichtet
oder: Notstromversorgung vorsehen (Batteriepuffer etc.)
Spannungsverlustüberwachung
 Unabhängige manuelle Not-Aus Vorrichtungen
 Kein automatischer Wiederanlauf nach
Auslösen der Schutzfunktion (Quittierung)
Entwurf des SIS: Allgemeine Designregeln
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 Schutzfunktionen möglichst getrennt und unabhängig von
betrieblichen MSR-Funktionen auslegen
 Bei Mitverwendung von Sicherheitskomponenten für betriebliche
Funktionen rückwirkungsfrei
Entwurf des SIS: Allgemeine Designregeln
Stoff 2
LI PI TI
Produkt
FT
Stoff 1 Anlagensteuerung
LS
PI
Sicherheits-
funktionen
Anlagensteuerung
Basic Process
Control System
(BPCS)Zu über-
wachende
Anlage
(EUC)
Sicherheitsbezogenes
System
Safety Instrumented
System (SIS)
23.01.2012
SIL in der Praxis
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 Anforderungen an Systemarchitektur durch geforderten SIL, dem Gerätetyp
und eventueller Betriebsbewährung
 Die IEC 61511-1 fordert für Teilsysteme aus Sensoren und Aktoren
folgende Fehlertoleranz (Redundanz) gemäß Tabelle 6.
Entwurf des SIS: Systemarchitektur
23.01.2012
SIL in der Praxis
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Teilsysteme mit betriebsbewährten Feldgeräten
Schutzeinrichtung
SIL 2
Sensor
SIL 2
SPS
SIL 2
Aktor
SIL 2
Schutzeinrichtung
SIL 3
Sensor
SIL 2
SPS
SIL 3
Aktor
SIL 2
Sensor
SIL 2
Aktor
SIL 2
*Betriebsbewährung in Standard- oder Schutzeinrichtungen
Bis SIL 3 kann die Fehlertoleranz unter folgenden Bedingungen
um 1 reduziert werden (IEC 61511-1, Abschnitt 11.4.4):
1. Hardware mit Betriebsbewährung* („prior use“)
2. Nur Prozess-relevante Parameter können verändert werden
3. Parameter können verriegelt werden (z.B. Passwort, Jumper)
23.01.2012
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Homogene Redundanz
Gleiche Geräte
Redundanz: Homogen oder diversitär?
Vorteile homogen redundanter
Sensorik in Schutzeinrichtungen
 Beherrschung zufälliger Fehler
(z. B. bei 1oo2)
 Vereinfachte Lagerhaltung,
Inbetriebnahme, Wartung, …
Achtung: Systematische Integrität
kann nicht erhöht werden
Vorteile diversitär redundanter
Sensorik in Schutzeinrichtungen
Beherrschung zufälliger +
systematischer Fehler
(Gerät + Prozess)
Wahrscheinlichkeit des
systematischen, gleichzeitigen
Ausfalls mehrerer Kanäle wird
verringert
+
z.B. 1oo2
 SIL 3?
SIL 2 SIL 2
Diversitäre Redundanz
Verschiedene Geräte
SIL 2 SIL 2
+
z.B. 1oo2
 SIL 3
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Entwurf des SIS: Redundante Auswahlschaltungen
Sicherheit
Verfügbarkeit
1oo1
1oo2
1oo3
1oo4
2oo2
2oo3
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Je nach Sensor oder Aktor
unterschiedliche Prüfmethoden
Beispiel: Füllstandsonde
a) Anfahren des Füllstandes (Prüftiefe≈100 %), oder
b) Ausbauen und Eintauchen in ein Vergleichsmedium (Prüftiefe≥98 %)
c) Simulation eines Füllstandes durch Parametrierung (Prüftiefe ≥ 92 %)
Prüftiefe (PTC):
Prozentualer Anteil der gefährlichen verdeckten Fehler,
die durch die Funktionsprüfung erkannt werden können
Betreiber muß planen
• welches Prüfverfahren für ihn praktikabel
• welches Prüfintervall für sein SIL ausreichend ist
Planung der Wiederholungsprüfung
23.01.2012
SIL in der Praxis
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SIL 4
SIL 3
SIL 2
SIL 1
Wiederkehrende Funktionsprüfung (Prüftiefe=100%)
Betriebsdauer t
PFD
SIL
0,1
0,001
0,0001
0,01
PFDav  ½ du  Ti
Beispiel: einkanalige Schutzeinrichtung mit niedriger Anforderungsrate
PFD  du  t (t << 1)
Prüftiefe 100 %Prüfintervall Ti
du  Ti
Einkanalige Systemarchitektur 1oo1
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Wiederkehrende Funktionsprüfung (Prüftiefe<100%)
Einkanalige Systemarchitektur 1oo1
PFD
Ti Betriebsdauer t
SIL 1
SIL 2
SIL 3
LT
PFDav
PFDav ≈ ½ λdu x Ti x PTC + ½ λdu x LT x (1-PTC)
PTC= Prüftiefe (1=100 %)
Ti = Prüfintervall LT= Gebrauchsdauer
Prüftiefe < 100 %
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SIL in der Praxis
Klotz-Engmann
Folie 25 / 31
Dokumentationsanforderungen
(IEC 61511-1, Abschnitt 19)
Leicht verständliche und genaue Beschreibung des Gesamtsystems,
der Geräte und deren Gebrauch mit folgendem Inhalt:
 Ergebnis der Gefährdungs- und Risikoanalyse
 Maßnahmen zur Risikominimierung (Sicherheitssysteme)
 Für die Sicherheit verantwortliche Organisation, Prozesse einschl.
Änderungsprozess
 Spezifikation der Sicherheitsanforderungen
 Detaildokumentation für jede Schutzeinrichtung
• Geräteauswahl für Schutzfunktion, Eignungsnachweise
• Design, Systemarchitektur
• Quantitativer SIL Nachweis Gesamtsystem
• Errichtung und Inbetriebnahme
• Betrieb und Instandhaltungsmaßnahmen
• Wartung und wiederholende Prüfung
• Reparaturmaßnahmen
• Validierung anhand der Spezifikation
(wer, wann, was, wie …)
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  • 1. 23.01.2012 Klotz-Engmann Folie 1 / 31 Dr. Gerold Klotz-Engmann Endress+Hauser Messtechnik, Weil am Rhein SIL in der Praxis 2013 Entwurf und Planung des sicherheitstechnischen Systems (SIS)
  • 2. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 2 / 31 Referent Dr. Gerold Klotz-Engmann Abteilungsleiter G-T Internationale Produkt- und Anlagensicherheit Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG Colmarer Strasse 6 79576 Weil am Rhein Tel.: 07621/975-559 Mobil: 0151/52767442 email: gerold.klotz-engmann@de.endress.com Gremien- und Verbandsarbeit: Internationale Normungsgremien: DKE K241, CENELEC TC31, IEC TC31 Verbände : ZVEI, Orgalime Zertifizierungssysteme: IEC Ex
  • 3. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 3 / 31 Ein Schweizer Familienunternehmen seit 60 Jahren Familie Endress  Gegründet 1953 von Georg H. Endress und Ludwig Hauser  Seit 1975 im Alleinbesitz der Familie Endress  1995 übernimmt Klaus Endress die Leitung der Firmengruppe  Heute regelt eine Familiencharta das Verhältnis zwischen Familie und Unternehmen
  • 4. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 4 / 31 Sicherheitslebenszyklus Verifikation Gefährdungs- und Risiko-Beurteilung Quelle: DIN EN 61511-1 - Bild 8 1 Zuordnung der Sicherheitsfunktionen zu Schutzebene 2 Spezifikation der Sicherheits- anforderungen an das SIS3 Entwurf und Planung anderer Maßnahmen zur Risikoreduzierung 9 Entwurf und Planung des SIS Montage, Inbetriebnahme und Validierung Betrieb und Instandhaltung Änderung Außerbetriebsetzung 8 7 6 5 Stufe 5 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Manage- ment und Be- urteilung der funktio- nalen Sicher- heit und Audits Aufbau und Planung des Sicher- heits- Lebens- zyklus 4
  • 5. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 5 / 31 Geräteauswahl nach folgenden Gesichtspunkten:  geeignete Messtechnik/Aktorik für die sicherheitsrelevanten Prozessparameter  Schutzfunktion: Grenzwertüberwachung (Min, Max) oder kontinuierlich  Betriebsmode: Continuous- oder Low Demand Mode  Schutzniveau: SIL, sicherheitstechnische Kennwerte  Zeitverhalten: Reaktionszeit, Fehlererkennungsdauer, Schließdauer …  Einsatzbedingungen: Temperatur, Feuchte, Chemie …  Wiederkehrende Prüfung: Prüfbarkeit Planung der Geräteauswahl Schutzkreis LIZA+ Grenzschalter (Level max) Druck Kontinuierlich Ventil Schließer Beispiel eines Schutzkreises (Demomodell, SIL 3):
  • 6. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 6 / 31 Inhalt  Aufbau des Sicherheitssystems  Beschreibung der Sicherheitsfunktion  Sicherheitstechnische Kennwerte  Einsatzbedingungen, Messgenauigkeit Sicherheitshinweise  Verhalten bei Betrieb und Störung  Installation und Inbetriebnahme  Parametrierung  Wiederkehrende Funktionsprüfung  Wartung und Reparatur Das Sicherheitshandbuch als Hilfe zur Geräteauswahl Sieh auch www.endress.com/SIL
  • 7. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 7 / 31 Das Sicherheitshandbuch Aufbau des Sicherheitssystems: Sicherheitsrelevantes Ausgangssignal: Wiederholungsprüfung:
  • 8. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann/Götz Folie 8 / 31 Geräteauswahl: Einsatzbedingungen Gerätehersteller Umgebungsbedingungen: • Umgebungstemperatur • Feuchte •Versorgungsspannungstoleranz • EMV-Einflüsse • Vibration Prozess Prozessumgebung Prozess Betreiber Prozesseinflüsse: • Medienverträglichkeit • Prozeßtemperaturen • Prozeßdrücke
  • 9. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann/Götz Folie 9 / 31 Prozesseinflüsse – Ansatzbildung „Durchflussmessgerät“ Ansatz durch Staubbildung im Feststoffsilo Ansatz durch Schwefeldämpfe Kristallisation im Natronlaugentank
  • 10. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 10 / 31  Einzelkomponenten müssen vom Hersteller als SIL-fähig qualifiziert sein. z.B. SIL-Herstellererklärung, SIL Zertifikat, Sicherheitskennzahlen  Gesamtsystem muß durch einen quantitativen SIL-Nachweis (IEC 61511, VDI VDE 2180-4) durch den Betreiber qualifiziert und dokumentiert werden z.B. Systemarchitektur, Versagenswahrscheinlichkeit, SIL Eignungsnachweis – SIL-Qualifizierung Teilsystem AktorikTeilsystem LogikeinheitTeilsystem Sensorik Aktor 1Interface 4 Aktor 2Interface 5 2oo2 Sensor 1 Interface 1 Sensor 2 Interface 2 Sensor 3 Interface 3 2oo3 1oo2 Steuerung Modul 1 Steuerung Modul 2
  • 11. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 11 / 31 Anwender kann sein Sicherheitssystem qualifizieren durch  anwendungsbezogene Betriebsbewährung (z.B. IEC 61511-1) - Extensive Betriebserfahrung (z.B. 100.000 Betriebsstunden, NE79) - bei ähnlichen Betriebs- und Umgebungsbedingungen, - auch in nicht-sicherheitsrelevanten Applikationen  Betriebsbewährung nach NAMUR Empfehlung NE 130 Eignungsnachweis - Betriebsbewährung
  • 12. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 12 / 31 Betriebsbewährung - NAMUR Empfehlung NE 130
  • 13. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 13 / 31  Zu überwachende Prozessgrößen festlegen  Betriebsmode festlegen (Low-demand mode, high-demand mode)  Meßtoleranz beachten (=> Schaltpunkt!)  Zeitverhalten der Schutzeinrichtung beachten  Wartungs- und Prüfeinrichtungen vorsehen Beispiel: Bypassvorrichtungen  Sicherheitsgerichtete Abschaltung beachten  Ausfall der Spannungsversorgung  sicherheitsgerichtet oder: Notstromversorgung vorsehen (Batteriepuffer etc.) Spannungsverlustüberwachung  Unabhängige manuelle Not-Aus Vorrichtungen  Kein automatischer Wiederanlauf nach Auslösen der Schutzfunktion (Quittierung) Entwurf des SIS: Allgemeine Designregeln
  • 14. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann/Götz Folie 14 / 31  Schutzfunktionen möglichst getrennt und unabhängig von betrieblichen MSR-Funktionen auslegen  Bei Mitverwendung von Sicherheitskomponenten für betriebliche Funktionen rückwirkungsfrei Entwurf des SIS: Allgemeine Designregeln Stoff 2 LI PI TI Produkt FT Stoff 1 Anlagensteuerung LS PI Sicherheits- funktionen Anlagensteuerung Basic Process Control System (BPCS)Zu über- wachende Anlage (EUC) Sicherheitsbezogenes System Safety Instrumented System (SIS)
  • 15. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 15 / 31  Anforderungen an Systemarchitektur durch geforderten SIL, dem Gerätetyp und eventueller Betriebsbewährung  Die IEC 61511-1 fordert für Teilsysteme aus Sensoren und Aktoren folgende Fehlertoleranz (Redundanz) gemäß Tabelle 6. Entwurf des SIS: Systemarchitektur
  • 16. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 16 / 31 Teilsysteme mit betriebsbewährten Feldgeräten Schutzeinrichtung SIL 2 Sensor SIL 2 SPS SIL 2 Aktor SIL 2 Schutzeinrichtung SIL 3 Sensor SIL 2 SPS SIL 3 Aktor SIL 2 Sensor SIL 2 Aktor SIL 2 *Betriebsbewährung in Standard- oder Schutzeinrichtungen Bis SIL 3 kann die Fehlertoleranz unter folgenden Bedingungen um 1 reduziert werden (IEC 61511-1, Abschnitt 11.4.4): 1. Hardware mit Betriebsbewährung* („prior use“) 2. Nur Prozess-relevante Parameter können verändert werden 3. Parameter können verriegelt werden (z.B. Passwort, Jumper)
  • 17. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann/Götz Folie 17 / 31 Homogene Redundanz Gleiche Geräte Redundanz: Homogen oder diversitär? Vorteile homogen redundanter Sensorik in Schutzeinrichtungen  Beherrschung zufälliger Fehler (z. B. bei 1oo2)  Vereinfachte Lagerhaltung, Inbetriebnahme, Wartung, … Achtung: Systematische Integrität kann nicht erhöht werden Vorteile diversitär redundanter Sensorik in Schutzeinrichtungen Beherrschung zufälliger + systematischer Fehler (Gerät + Prozess) Wahrscheinlichkeit des systematischen, gleichzeitigen Ausfalls mehrerer Kanäle wird verringert + z.B. 1oo2  SIL 3? SIL 2 SIL 2 Diversitäre Redundanz Verschiedene Geräte SIL 2 SIL 2 + z.B. 1oo2  SIL 3
  • 18. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 18 / 31 Entwurf des SIS: Redundante Auswahlschaltungen Sicherheit Verfügbarkeit 1oo1 1oo2 1oo3 1oo4 2oo2 2oo3
  • 19. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 19 / 31 Je nach Sensor oder Aktor unterschiedliche Prüfmethoden Beispiel: Füllstandsonde a) Anfahren des Füllstandes (Prüftiefe≈100 %), oder b) Ausbauen und Eintauchen in ein Vergleichsmedium (Prüftiefe≥98 %) c) Simulation eines Füllstandes durch Parametrierung (Prüftiefe ≥ 92 %) Prüftiefe (PTC): Prozentualer Anteil der gefährlichen verdeckten Fehler, die durch die Funktionsprüfung erkannt werden können Betreiber muß planen • welches Prüfverfahren für ihn praktikabel • welches Prüfintervall für sein SIL ausreichend ist Planung der Wiederholungsprüfung
  • 20. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 20 / 31 SIL 4 SIL 3 SIL 2 SIL 1 Wiederkehrende Funktionsprüfung (Prüftiefe=100%) Betriebsdauer t PFD SIL 0,1 0,001 0,0001 0,01 PFDav  ½ du  Ti Beispiel: einkanalige Schutzeinrichtung mit niedriger Anforderungsrate PFD  du  t (t << 1) Prüftiefe 100 %Prüfintervall Ti du  Ti Einkanalige Systemarchitektur 1oo1
  • 21. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 21 / 31 Wiederkehrende Funktionsprüfung (Prüftiefe<100%) Einkanalige Systemarchitektur 1oo1 PFD Ti Betriebsdauer t SIL 1 SIL 2 SIL 3 LT PFDav PFDav ≈ ½ λdu x Ti x PTC + ½ λdu x LT x (1-PTC) PTC= Prüftiefe (1=100 %) Ti = Prüfintervall LT= Gebrauchsdauer Prüftiefe < 100 %
  • 22. 23.01.2012 SIL in der Praxis Klotz-Engmann Folie 25 / 31 Dokumentationsanforderungen (IEC 61511-1, Abschnitt 19) Leicht verständliche und genaue Beschreibung des Gesamtsystems, der Geräte und deren Gebrauch mit folgendem Inhalt:  Ergebnis der Gefährdungs- und Risikoanalyse  Maßnahmen zur Risikominimierung (Sicherheitssysteme)  Für die Sicherheit verantwortliche Organisation, Prozesse einschl. Änderungsprozess  Spezifikation der Sicherheitsanforderungen  Detaildokumentation für jede Schutzeinrichtung • Geräteauswahl für Schutzfunktion, Eignungsnachweise • Design, Systemarchitektur • Quantitativer SIL Nachweis Gesamtsystem • Errichtung und Inbetriebnahme • Betrieb und Instandhaltungsmaßnahmen • Wartung und wiederholende Prüfung • Reparaturmaßnahmen • Validierung anhand der Spezifikation (wer, wann, was, wie …)
  • 23. 23.01.2012 Klotz-Engmann Folie 26 / 31 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Noch Fragen?