JuliaALTHOCHDEUTSCH       Hörtnagl                     und         und   Sprachdenkmäler   Sarah                     Höller
DAS ALTHOCHDEUTSCHE ALS              SPRACHEPOCHEVor-Althochdeutsch: ca. 500-750 nur inschriftliche Überlieferung ca. 60...
WAS IST ALTHOCHDEUTSCH?Es ist (sind) die süd-westgermanische(n) Sprache(n) imdeutschen Sprachgebiet südlich der Lautversch...
HISTORISCHE GEGEBENHEITENVon germanischen Stammessprachen zum DeutschenGermanische Großstämme1) Ostgermanen: Goten, Burgun...
KEINE EINHEITLICHE SPRACHEAlthochdeutsch ist keine einheitliche Sprache in sechs regionalen Schreibdialekten überliefert
ALTHOCHDEUTSCHE TEXTE Glossen ab 8. Jh. Autochthone Dichtungen Übersetzungen später auch eigene religiöse Literatur (v...
AUTOCHTHONE DICHTUNGENDichtungen in germanischer Tradition: Stabreimdichtung: -Zauber-und Segenssprüche: z.B. Merseburge...
FUNKTIONStefan Sonderegger (1987) zur Funktion ahd. Texte :"Bewältigung und Erläuterung des Lateins durch an ihm wachsend...
DER ERSTE MERSEBURGER                ZAUBERSPRUCH Eiris sâzun idisi, sâzun hêra duoder. suma hapt heptidun, suma heri lez...
DER ZWEITE MERSEBURGER      ZAUBERSPRUCH      Phol ende Uuôdan uuorun zi holza.Dû uuar t demo Balderes uolon sîn uuoz bire...
DER ZWEITE MERSEBURGER               ZAUBERSPRUCH Auch hier eine Übersetzung:Phol und Wodan ritten ins Holz.Da ward dem F...
alemannisches "Vaterunser" (8.                Jahrhundert)Handschrift St. Gallen, Text: Matthäus VI., 9 – 13Fater unsêr, t...
ÜBERSETZUNG Vater unser, (der) du bist im Himmel, weihe deinen Namen,  komme dein Reich, werde dein Wille, wie im Himmel,...
QUELLEN http://www.germsem.uni -  kiel.de/ndnl/materialien/Vorlesung%20Prof.% 20Elmentaler%  20Deutsche%20Sprachgeschicht...
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  1. 1. JuliaALTHOCHDEUTSCH Hörtnagl und und Sprachdenkmäler Sarah Höller
  2. 2. DAS ALTHOCHDEUTSCHE ALS SPRACHEPOCHEVor-Althochdeutsch: ca. 500-750 nur inschriftliche Überlieferung ca. 60 Runeninschriften einzelne Wörter auf DenkmälernAlthochdeutsch: ca. 750-1050
  3. 3. WAS IST ALTHOCHDEUTSCH?Es ist (sind) die süd-westgermanische(n) Sprache(n) imdeutschen Sprachgebiet südlich der Lautverschiebungsgrenzen(= ca. Düsseldorf bis zum Mittelgebirgsrand), in mehrerenDialekten
  4. 4. HISTORISCHE GEGEBENHEITENVon germanischen Stammessprachen zum DeutschenGermanische Großstämme1) Ostgermanen: Goten, Burgunder, Wandalen2) Nordgermanen:skandinavische Völker3) Nordseegermanen (Ingwäonen):Angeln, Jüten, Friesen,Sachsen4) Weser-Rhein-Germanen (Istwäonen):z.B. Brukterer, Bataver,Tungerer = Franken
  5. 5. KEINE EINHEITLICHE SPRACHEAlthochdeutsch ist keine einheitliche Sprache in sechs regionalen Schreibdialekten überliefert
  6. 6. ALTHOCHDEUTSCHE TEXTE Glossen ab 8. Jh. Autochthone Dichtungen Übersetzungen später auch eigene religiöse Literatur (vor allem 10./11. Jh.)
  7. 7. AUTOCHTHONE DICHTUNGENDichtungen in germanischer Tradition: Stabreimdichtung: -Zauber-und Segenssprüche: z.B. Merseburger Zaubersprüche (10. Jh.), Wurmsegen(9. Jh.) -Heldenepos: Hildebrandslied (um 820/30) -Wessobrunner Schöpfungsgedicht (Anfang 9. Jh.) -Muspilli(spätes 9. Jh.)
  8. 8. FUNKTIONStefan Sonderegger (1987) zur Funktion ahd. Texte :"Bewältigung und Erläuterung des Lateins durch an ihm wachsende, mitdenkende und mitformulierende Volkssprachlichkeit".
  9. 9. DER ERSTE MERSEBURGER ZAUBERSPRUCH Eiris sâzun idisi, sâzun hêra duoder. suma hapt heptidun, suma heri lezidun, suma clûbôdun umbi cuoniouuidi: insprinc haptbandum, inuar uîgandun ! Hier eine Übersetzung ins heutige Deutsch: Einst setzten sich Jungfrauen/ Idisen, setzten sich hierher... Manche hef teten Haf t, manche hemmten das Heer. Einige zerr ten an den Fesseln. Entspring den Haf tbanden, entfahr den Feinden!
  10. 10. DER ZWEITE MERSEBURGER ZAUBERSPRUCH Phol ende Uuôdan uuorun zi holza.Dû uuar t demo Balderes uolon sîn uuoz birenkit. thû biguol en Sinthgunt, Sunna era suister, thû biguol en Frîia, Uolla era suister; thû biguol en Uuôdan sô hê uuola conda: sôse bênrenkî, sôse bluotrenkî, sôse lidirenkî: bên zi bêna, bluot zi bluoda, lid zi geliden, sôse gelimida sin!
  11. 11. DER ZWEITE MERSEBURGER ZAUBERSPRUCH Auch hier eine Übersetzung:Phol und Wodan ritten ins Holz.Da ward dem Fohlen Balders der Fuß verrenkt.Da besprach ihn Sinthgunt (und) Sunna, ihre Schwester.Da besprach ihn Frija (und) Volla, ihre Schwester.Da besprach ihn Wodan, wie (nur) er es verstand:So Knochenrenke wie BlutrenkeWie Gliedrenke:Bein zu Bein, Blut zu Blut,Glied zu Gliedern, als ob geleimt sie seien! (oder: dass siegelenkig sind!)
  12. 12. alemannisches "Vaterunser" (8. Jahrhundert)Handschrift St. Gallen, Text: Matthäus VI., 9 – 13Fater unsêr, thû pist in himile, uuîhi namun dînan, qhueme rîhhidîn, uuerde uuillo diin, sô in himile sôsa in erdu.Prooth unsêr emezzihic kip uns hiutu,oblâz uns sculdi unsêro, sô uuir oblâzêm uns sculdîkêm,enti ni unsih firleiti in khorunka, ûzzer lôsi unsih fona ubile.
  13. 13. ÜBERSETZUNG Vater unser, (der) du bist im Himmel, weihe deinen Namen, komme dein Reich, werde dein Wille, wie im Himmel, so (auch) auf der Erde.Unser regelmäßiges Brot gib uns heute, erlasse uns unsere Schuld, wie wir (sie) erlassen unseren Schuldnern, und verleite uns nicht in Versuchung, (aus -) löse uns von dem Übel.
  14. 14. QUELLEN http://www.germsem.uni - kiel.de/ndnl/materialien/Vorlesung%20Prof.% 20Elmentaler% 20Deutsche%20Sprachgeschichte%20Stand%20Sommer%201 0/deutsche%20sprachgeschichte%205%20althochdeutsch%2 0sommer%2010.pdf http://www.vorname.com/althochdeutsch,traditionelle_vorna men,0.html http://www.indogermanistik.uni- freiburg.de/seminar/pers/kuemmel/umat/althochdeutsch
  15. 15. VIELEN DANK!

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