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Und was heißt denn
nun eigentlich
„signifikant“?
(Wiederholung und
Vertiefung Statistik)
Dr. Sandra Schön
„Bildungswissenschaftliche Forschungsmethoden“
Lehrgang Hochschuldidaktik T3C
(Wiederholung)
Was war noch einmal eine
Hypothese?
Wissenschaftliche Hypothese
Wenn-Dann-Aussagen die generalisierbar
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(widerlegbar) sind.
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schaftliche
Hypothese?
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Wissen-
schaftliche
Hypothese?
Wissenschaftliche Hypothese
Wenn-Dann-Aussagen die generalisierbar
(verallgemeinerbar) und falsifizierbar
(widerlegbar) sind.
Wenn ...
(unabhängige
Variable)
dann ...
(abhängige
Variable)
Beispiel einer Hypothese
Es gibt einen Unterschied bei der Anwendung
verschiedener Methoden zur Leistungs-
feststellung im Berufsschulunterricht
zwischen dienstälteren (mehr als 10 Jahre
Dienstzeit) und dienstjüngeren (weniger als
10 Jahre Dienstzeit) Lehrerinnen und
Lehrern. Dienstältere Lehrpersonen sind in
der Anwendung von Methoden zur
Leistungsfeststellung vielfältiger. (Beispiel
T3C 14/16)
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oder Endpunkt einer
wissenschaftlichen Untersuchung
Zwei Formen der Hypothesenbildung
Erkundende bzw.
Explorative Verfahren:
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spezielle Hypothese
abgeleitet.
AM ENDE:
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Es gibt einen Unterschied bei der Anwendung
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feststellung im Berufsschulunterricht
zwischen dienstälteren (mehr als 10 Jahre
Dienstzeit) und dienstjüngeren (weniger als
10 Jahre Dienstzeit) Lehrerinnen und
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Hypothesenprüfung mit Hilfe
statistischer Verfahren
Ablauf	siehe	(z.B.)	Nicola	Döring	&	Jürgen	Bortz	(1995).		
Forschungsmethoden	und	EvaluaEon.	Berlin:	Springer.
Hintergrund
Quelle:	Wikipedia,	Stand	3.10.15,	URL:	hRps://de.wikipedia.org/wiki/Zungenrollen	
Lizenz:		hRps://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:LizenzbesEmmungen	
_CreaEve_Commons_ARribuEon-ShareAlike_3.0_Unported
1. Hypothesenformulierung
1. Hypothesenformulierung
Es gibt einen Unterschied zwischen der
Häufigkeit weiblicher und männlicher
Zungenroller bei den Lehrenden.
2. Formulierung eines statistischen
Hypothesenpaars
2. Formulierung eines statistischen
Hypothesenpaars
Hypothese 1 – „alternative
Hypothese“ (meist die Hypothese, die
untersucht werden soll)
Hypothese 0: „Nullhypothese:“ Diese
Hypothese geht von keinen Veränderungen
aus, keinen Unterschieden, keinen Effekten
oder Zusammenhängen.
2. Statistisches Hypothesenpaar
Hypothese 1: Es gibt einen Unterschied
zwischen der Häufigkeit weiblicher und
männlicher Zungenroller bei den Lehrenden.
Hypothese 0: Es gibt keinen Unterschied beim
Anteil weiblicher und männlicher Lehrender,
die die Zunge einrollen können.
3. Auswahl eines Signifikanztests
Je nach Daten (Skalierung: nominal, ordinal,
intervall, Normalverteilung) und Form der
Datenerhebung bzw. Untersuchungsdesign (gleiche
Personen, unterschiedliche, ihre Zahl, ...) bieten sich
unterschiedliche Verfahren ein.
z.B.
•  t-Test
•  Varianzanalyse
•  Chi-Quadrat-Test
4. Datenerhebung
Anzahl	der	Frauen	 Anzahl	der	Männer	
Können	Zungenrollen	
Können	nicht	Zungenrollen
4. Datenerhebung
Anzahl	der	Frauen	 Anzahl	der	Männer	
Anteil	der	
ZungenrollerInnen	in	
Prozent	
Anzahl	n
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztests
Irrtumswahrscheinlichkeit: Es wird
berechnet, „mit welcher Wahrscheinlichkeit
das gefundene Untersuchungsergebnis
auftritt, wenn in der Population die
Nullhypothese gilt“ (Bortz & Döring, 1995, S.
25)
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztest
Geringe Irrtumswahrscheinlichkeit:
Stichprobenergebnis lässt sich schwer mit
der Nullhypothese vereinbaren.
Dann spricht man von einem „signifikanten
Ergebnis“
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztest
Nur bei sehr kleinen Irrtums-
wahrscheinlichkeiten (kleiner als 0,05) ist eine
Ablehnung der Nullhypothese akzeptabel.
Irrtumswahrscheinlichkeiten <0,05 werden
vereinbarungsgemäß als „signifikant“
bezeichnet, <0,01 als „hoch signifikant“
(Fisher 1925).
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztest
Wir nutzen zur Berechnung das Verfahren
t-Test (für unabhängige Stichproben,
zweiseitig).
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztest
Online-Kalkulator: http://graphpad.com/quickcalcs/ttest1/?Format=50
5. Berechnung der
Irrtumswahrscheinlichkeit mit Hilfe
des Signifikanztest
Alternativ: Open-Office-File
5. Ergebnis und Interpretation des
Signifikanztest
Mögliche	Ergebnisse,	Quelle:	hRp://graphpad.com/quickcalcs/Rest1/?Format=50
4. Mögliche Risiken
Achtung: Es gibt immer ein Risiko für
fehlerhafte Entscheidungen. Zwei Sorten
von Fehlern sind dabei möglich.
ACHTUNG
Richtig eingesetzt
MUSS die vorgegebene Reihenfolge
eingehalten werden, d.h. es darf nicht im
Anschluss an eine Datenerhebung
„willkürlich“ auf Signifikanzen getestet
werden.
Richtig eingesetzt
Darf der Signifikanztest auch nicht „immer
wieder“ mit neuen Stichproben durchgeführt
werden bis es „endlich“ signifikante
Ergebnisse gibt.
Werden trotzdem Signifikanztests
durchgeführt...
darf man die Ergebnisse nicht als signifikant
interpretieren.
Werden trotzdem Signifikanztests
durchgeführt...
dürfen diese dann ausschließlich als
Unterstützung bei der Formulierung von
Hypothesen eingesetzt werden, die in
zukünftigen Studien untersucht werden sollen
(„exploratives Verfahren“)
Mehr hier
Dr. Sandra Schön
http://sandra-schoen.de

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