Dr. Sandra Schaffert, SS 2010, Seminar „Lernarrangements & Lebens- begleitendes Lernen“, FH Hagenberg, Kontakt: sandra.sch...
Überblick <ul><li>Grundbegriffe „Lernen“  </li></ul><ul><ul><li>Auch: unterschiedliche Formen des Lernens, auch „lebenslan...
Grundbegriff „Lernen“
Definition von „Lernen“ <ul><li>Lernen ist  eine relativ überdauernde  Veränderung im Verhalten oder  Verhaltensdispositio...
Wie wird gelernt, wie entwickeln sich Kompetenzen?
Sozialisation
Sozialisation <ul><li>„ Die Sozialisation (von lateinisch  sociare ‚verbinden‘) ist die Anpassung an gesellschaftliche Den...
Formales, nicht-formales, informelles Lernen
EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) Quelle: EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000)   http://www.bologna-berlin2...
Hinweis: informelles Lernen <ul><li>Im deutschsprachigen Raum wird i.d.R. nur der Begriff „informelles“ Lernen als Gegensa...
Lernen kann man immer <ul><li>Welche Formen  </li></ul><ul><ul><li>des formalen,  </li></ul></ul><ul><ul><li>des nicht-for...
Lernen kann man immer http://www.youtube.com/watch?v=INaKlRhp_jI
Übung: Wie Sie selber lernen
Beispiele <ul><li>Nennen Sie Beispiele dafür, wie Sie sich selbst in letzter Zeit Wissen oder Fähigkeiten angeeignet haben...
Weitere Kategorien des Lernens
Weitere Lernformen  <ul><li>Unterscheiden i. d. R. nach folgenden Aspekten </li></ul><ul><ul><li>Bewusstsein: Erfolgt das ...
Überblick (smöglichkeit) Schaffert, Sandra (2007).  Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase:  Empirisc...
Intentionales Lernen <ul><li>Intentionales Lernen bzw. intendiertes Lernen ist Reischmann (1995) zu Folge eine bewusste Un...
Selbstgesteuertes Lernen <ul><li>self-directed learning (Knowles, 1975) </li></ul><ul><li>Lernform, bei der Lernende „die ...
Selbstorganisiertes Lernen <ul><li>Bezieht sich darauf, dass Lernende außerhalb formalen Lernens ihr Lernen selbst organis...
Lernen „en passant“ <ul><li>positive, nicht-negierende Bezeichnung für nicht-intentionales bzw. nicht-intendiertes Lernen ...
Inzidentelles Lernen <ul><li>Nichtintentionales, beiläufiges Lernen </li></ul><ul><li>Ohne Instruktion </li></ul><ul><li>P...
Implizites Lernen <ul><li>Unbewusst, unbeansichtigt, nicht wahrnehmbar </li></ul><ul><li>Psychologischer Begriff </li></ul...
Überblick: beruflich relevantes Lernen
Formen beruflich relevantes Lernen Schaffert, Sandra (2007).  Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase:...
Zeitverwendung für Lernmethoden nach Bildungsabschluss Schaffert, Sandra (2007).  Beruflich relevantes Lernen von Frauen i...
Wichtigste Lernform Schaffert, Sandra (2007).  Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase:  Empirische An...
Übung: Verwendung der Fachbegriffe
Übung: Füllen Sie bitte folgende Tabelle aus Nach einer Idee von Gnahs ((200/). Kompetenzen – Erwerb, Erfassung, Instrumen...
Was wissen wir nun darüber, wie gelernt wird, z. B. wie Kompetenzen erworben werden?
Zwischenfazit <ul><li>Wir kennen nun unterschiedliche Formen des Lernens </li></ul><ul><li>Aber wie wird nun „etwas gelern...
Lerntheorien (Mini-Einstieg!)
Lerntheorien <ul><li>versuchen, Lernen zu erklären </li></ul><ul><li>in allen psychologischen Lerntheorien ist mit Lernen ...
Behaviorismus <ul><li>In der klassischen behavioristischen Lerntheorie werden Verhaltensänderungen auf Veränderungen von R...
Behaviorismus: z.B. Klassische Konditionierung Quelle: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at:4711/LEHRTEXTE/LERNEN/klassi.htm
Behaviorismus: z.B. Klassische Konditionierung <ul><li>Ausgangssituation: </li></ul><ul><ul><li>Summton (neutraler Reiz) f...
Kognitivismus <ul><li>Kognition und Emotion rücken seit den 1960er Jahren in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses </li...
Kognitivismus, z. B. „Lernen am Modell“ <ul><li>A. Bandura </li></ul>Quelle: Stangl Werner, Arbeitsblätter, http://arbeits...
Konstruktivismus: <ul><li>an sich ein erkenntnistheoretischer Ansatz: Wissen wird aktiv aufgebaut, also konstruiert wird, ...
Konstruktivismus, z. B. John Dewey <ul><li>John Deweys pragmatische Lerntheorie: Bedeutung von Selbsttätigkeit und Selbstb...
.... viele weitere Lerntheorien! <ul><li>z. B. zum situativen Lernen </li></ul><ul><li>auch: Holzkamp (kritische Psycholog...
Bedingungen für das Lernen
Bedingungen für das Lernen: Übersicht Lernen Situative Rahmenbedingungen d. Lernenden Persönliche Voraus- setzungen d. Ler...
Reflexion: Bedingungen für das Lernen
Nennen Sie Beispiele für die Einflussfaktoren! Lernen Situative Rahmenbedingungen d. Lernenden Persönliche Voraus- setzung...
Was wissen wir über „Kompetenzentwicklung“?
Kompetenzentwicklung
Kompetenzentwicklung nach Erpenbeck et al. <ul><li>„ Kompetenzen werden von Wissen fundiert,  </li></ul><ul><li>durch Wert...
Kompetenzentwicklung nach Frei et al. http://www.thur.de/philo/som/bilder/somlo1.gif Kompetenzentwicklung nach Frei, Hugen...
Kompetenzentwicklung <ul><li>Theoretisch und empirisch ist es schwer zu klären, wie sich (spezifische) Kompetenzen entwick...
Und da war dann noch: Lebenslanges Lernen
Lebenslanges Lernen http://www.na-bibb.de/programm_fuer_lebenslanges_lernen_308.html?PAGE=artikel_detail&artikel_id=154
Lebenslanges Lernen Titelbild eines Buches von „Kittihawk“ http://modern-graphics.de/shop/out/oxbaseshop/html/0/dyn_images...
Lebenslanges Lernen http://www.youtube.com/watch?v=vx9LQ35iX9k
Lebenslanges Lernen <ul><li>Quelle: Wilhelm Busch, „Max und Moritz“ </li></ul>http://upload.wikimedia.org/wikipedia/common...
Lebenslanges Lernen <ul><li>Plato: durch das Leben lernt man </li></ul><ul><li>Aber: „lebenslanges Lernen“ ist eine Auffor...
EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) Quelle: EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000)   http://www.bologna-berlin2...
Diskussion zu „lebenslanges Lernen“
Lebenslanges Lernen – wie stehen wir dazu? <ul><li>Muss jeder lebenslang lernen? </li></ul><ul><li>(wollen wir das für uns...
Exkurs: Bildungsbegriff vs. Kompetenzentwicklung
„ Kompetenz“ vs. „Bildung“ ≠ Kompetenz  Bildung Prozess + Ergebnis auch normativ Selbstbildung: subjektiv Kein Äquivalent ...
Dr. Sandra Schaffert Salzburg Research Forschungsgesellschaft FH Hagenberg Kontakt: sandra.schaffert@fh-hagenberg.at,  htt...
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Einführung: Lernen und Kompetenzentwicklung

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Seminarunterlagen zu „Lernarrangements & Lebensbegleitendes Lernen“, FH Hagenberg, SS 2010, KWM550 - Tag 1 Part 2

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Einführung: Lernen und Kompetenzentwicklung

  1. 1. Dr. Sandra Schaffert, SS 2010, Seminar „Lernarrangements & Lebens- begleitendes Lernen“, FH Hagenberg, Kontakt: sandra.schaffert@fh-hagenberg.at, http://sansch.wordpress.com Einführung: Lernen und Kompetenzentwicklung http://www.flickr.com/photos/sidelong/2899283527/sizes/l/
  2. 2. Überblick <ul><li>Grundbegriffe „Lernen“ </li></ul><ul><ul><li>Auch: unterschiedliche Formen des Lernens, auch „lebenslanges Lernen“ </li></ul></ul><ul><li>Wie wird gelernt, wie entstehen Kompetenzen? </li></ul><ul><ul><li>Lerntheorien, Begriffe </li></ul></ul>
  3. 3. Grundbegriff „Lernen“
  4. 4. Definition von „Lernen“ <ul><li>Lernen ist eine relativ überdauernde Veränderung im Verhalten oder Verhaltensdisposition eines Subjekts in einer bestimmten Situation, die durch wiederholte Erfahrung des Subjekts in dieser Situation hervorgerufen wurde und die nicht durch angeborene Reaktionstendenzen, Reifung oder momentane Zustände (Müdigkeit, Trunkenheit, Triebzustände usw.) erklärt werden kann. </li></ul><ul><li>(Hilgard & Bower, 1981) </li></ul>Nach: incops, Einführung in die Kognitive Psychologie, http://art2.ph-freiburg.de/incops/pp
  5. 5. Wie wird gelernt, wie entwickeln sich Kompetenzen?
  6. 6. Sozialisation
  7. 7. Sozialisation <ul><li>„ Die Sozialisation (von lateinisch sociare ‚verbinden‘) ist die Anpassung an gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmuster durch Internalisation (Verinnerlichung) von sozialen Normen. Sozialisation ist ein sozialwissenschaftlicher Begriff. Sie bezeichnet zum einen die Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifischen, materiellen und sozialen Umwelt, zum anderen die sozialen Bindungen von Individuen, die sich im Zuge sozialisatorischer Beziehungen konstituieren. Sie umfasst sowohl die absichtsvollen und planvollen Maßnahmen (Erziehung) als auch die unabsichtlichen Einwirkungen auf die Persönlichkeit.“ </li></ul><ul><li>(Wikipedia, 2010) </li></ul>
  8. 8. Formales, nicht-formales, informelles Lernen
  9. 9. EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) Quelle: EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) http://www.bologna-berlin2003.de/pdf/MemorandumDe.pdf , S. 3
  10. 10. Hinweis: informelles Lernen <ul><li>Im deutschsprachigen Raum wird i.d.R. nur der Begriff „informelles“ Lernen als Gegensatz zum formalen Lernen benutzt und beinhaltet auch non-formales Lernen! </li></ul>
  11. 11. Lernen kann man immer <ul><li>Welche Formen </li></ul><ul><ul><li>des formalen, </li></ul></ul><ul><ul><li>des nicht-formalen </li></ul></ul><ul><ul><li>oder informellen Lernens </li></ul></ul><ul><li>... werden im folgenden Film angesprochen? </li></ul>
  12. 12. Lernen kann man immer http://www.youtube.com/watch?v=INaKlRhp_jI
  13. 13. Übung: Wie Sie selber lernen
  14. 14. Beispiele <ul><li>Nennen Sie Beispiele dafür, wie Sie sich selbst in letzter Zeit Wissen oder Fähigkeiten angeeignet haben </li></ul><ul><ul><li>durch formales Lernen </li></ul></ul><ul><ul><li>durch nicht-formales Lernen </li></ul></ul><ul><ul><li>durch informelles Lernen </li></ul></ul>
  15. 15. Weitere Kategorien des Lernens
  16. 16. Weitere Lernformen <ul><li>Unterscheiden i. d. R. nach folgenden Aspekten </li></ul><ul><ul><li>Bewusstsein: Erfolgt das Lernen bewusst (explizit) oder unbewusst (implizit)? </li></ul></ul><ul><ul><li>Absicht: Erfolgt das Lernen beabsichtigt (intentional)? </li></ul></ul><ul><ul><li>Planung und Steuerung: Folgt das Lernen einem Plan, wird es gesteuert? </li></ul></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  17. 17. Überblick (smöglichkeit) Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  18. 18. Intentionales Lernen <ul><li>Intentionales Lernen bzw. intendiertes Lernen ist Reischmann (1995) zu Folge eine bewusste Unternehmung, wenn sich „die Absicht und die Motivation einer Aktivität [..] auf den Erwerb von Wissen, Können oder Verstehen richtet“ (Overwien 1999). </li></ul><ul><li>Z. B. </li></ul><ul><ul><li>Selbstgesteuertes Lernen </li></ul></ul><ul><ul><li>Selbstbestimmtes Lernen </li></ul></ul><ul><ul><li>Selbstorganisiertes Lernen </li></ul></ul>
  19. 19. Selbstgesteuertes Lernen <ul><li>self-directed learning (Knowles, 1975) </li></ul><ul><li>Lernform, bei der Lernende „die wesentlichen Entscheidungen, ob, was, wann, wie und woraufhin er lernt, gravierend und folgenreich beeinflussen“ können (Weinert, 1982, 214). </li></ul><ul><li>das kann auch formales Lernen beinhalten! </li></ul><ul><li>Verwandt: „selbstbestimmtes Lernen“ </li></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  20. 20. Selbstorganisiertes Lernen <ul><li>Bezieht sich darauf, dass Lernende außerhalb formalen Lernens ihr Lernen selbst organisieren, </li></ul><ul><li>d.h. das wie und wann bestimmen (also nicht unbedingt das WAS!) </li></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  21. 21. Lernen „en passant“ <ul><li>positive, nicht-negierende Bezeichnung für nicht-intentionales bzw. nicht-intendiertes Lernen (Reischmann, 1995) </li></ul><ul><li>drei Typen nicht-intendierten Lernens: </li></ul><ul><ul><li>„ Intentionale, aber nicht in Lernabsicht unternommene Aktivitäten (z. B. Reisen, Ar­beit in Bürgerinitiativen), </li></ul></ul><ul><ul><li>mit nicht intentionalen Geschehnissen verbundene Lerneffekte (z. B. Unfall, Beziehungskrise) und als </li></ul></ul><ul><ul><li>dritter Typ der lebensnahe Erwerb von Kompetenzen, deren Herkunft für die Person nicht mehr identifiziert werden kann.“ (vgl. Overwien 1999). </li></ul></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  22. 22. Inzidentelles Lernen <ul><li>Nichtintentionales, beiläufiges Lernen </li></ul><ul><li>Ohne Instruktion </li></ul><ul><li>Psychologischer Begriff! </li></ul><ul><li>z. B. Wissenserwerb durch Fernsehschauen/Massenmedien </li></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  23. 23. Implizites Lernen <ul><li>Unbewusst, unbeansichtigt, nicht wahrnehmbar </li></ul><ul><li>Psychologischer Begriff </li></ul><ul><li>Z. B. Werbung! </li></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  24. 24. Überblick: beruflich relevantes Lernen
  25. 25. Formen beruflich relevantes Lernen Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  26. 26. Zeitverwendung für Lernmethoden nach Bildungsabschluss Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  27. 27. Wichtigste Lernform Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  28. 28. Übung: Verwendung der Fachbegriffe
  29. 29. Übung: Füllen Sie bitte folgende Tabelle aus Nach einer Idee von Gnahs ((200/). Kompetenzen – Erwerb, Erfassung, Instrumente, S.49 Lernform Bewusst? Absicht? Gesteuert? Institutional? (Formal?) Seminarteil-nahme Selbstgesteuertes Lernen Selbstorganisiertes Lernen Lernen en passant Sozialisation
  30. 30. Was wissen wir nun darüber, wie gelernt wird, z. B. wie Kompetenzen erworben werden?
  31. 31. Zwischenfazit <ul><li>Wir kennen nun unterschiedliche Formen des Lernens </li></ul><ul><li>Aber wie wird nun „etwas gelernt“, was passiert da genau? </li></ul><ul><li>Hier helfen Lerntheorien weiter </li></ul>
  32. 32. Lerntheorien (Mini-Einstieg!)
  33. 33. Lerntheorien <ul><li>versuchen, Lernen zu erklären </li></ul><ul><li>in allen psychologischen Lerntheorien ist mit Lernen dabei „Veränderung“ gemeint </li></ul><ul><li>die Lerntheorien konzentrieren sich dabei i.d.R. auf einzelne, besondere Formen des Lernens. </li></ul><ul><li>bedeutenden lerntheoretischen Schulen: </li></ul><ul><ul><li>der Behaviourismus, </li></ul></ul><ul><ul><li>der Kognitivismus </li></ul></ul><ul><ul><li>der Konstruktivismus </li></ul></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  34. 34. Behaviorismus <ul><li>In der klassischen behavioristischen Lerntheorie werden Verhaltensänderungen auf Veränderungen von Reiz-Reaktions-Verknüpfungen zurückgeführt. </li></ul><ul><li>Zum Beispiel: </li></ul><ul><ul><li>klassischen Konditionierung (I. Pawlow) </li></ul></ul><ul><ul><li>Prinzip des Lernens durch Versuch und Irrtum (E. Thorndike) </li></ul></ul><ul><ul><li>Operante Konditionierung (B. Skinner). </li></ul></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik . Input Output
  35. 35. Behaviorismus: z.B. Klassische Konditionierung Quelle: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at:4711/LEHRTEXTE/LERNEN/klassi.htm
  36. 36. Behaviorismus: z.B. Klassische Konditionierung <ul><li>Ausgangssituation: </li></ul><ul><ul><li>Summton (neutraler Reiz) führt zu Ohrenspitzen (unspezifische Reaktion) </li></ul></ul><ul><ul><li>Futter (unbedingter Reiz) führt zu Speichelfluss (unbedingte Reaktion) </li></ul></ul><ul><li>Lernprozess: </li></ul><ul><ul><li>mehrmalige Paarung von Summton + Futter (neutraler Reiz + unbedingter Reiz) </li></ul></ul><ul><li>Lernergebnis </li></ul><ul><ul><li>Summton (bedingter Reiz) führt zu Speichelabsonderung (bedingte Reaktion) </li></ul></ul>Wikipedia 2010, http://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Konditionierung
  37. 37. Kognitivismus <ul><li>Kognition und Emotion rücken seit den 1960er Jahren in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses </li></ul><ul><li>Versucht die „Black Box“ des Behaviorismus zu füllen </li></ul>? Input Output Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  38. 38. Kognitivismus, z. B. „Lernen am Modell“ <ul><li>A. Bandura </li></ul>Quelle: Stangl Werner, Arbeitsblätter, http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Modelllernen.shtml
  39. 39. Konstruktivismus: <ul><li>an sich ein erkenntnistheoretischer Ansatz: Wissen wird aktiv aufgebaut, also konstruiert wird, und die Funktion der Kognition die Organisation der Erfahrungswelt und nicht der Entdeckung der ontologischen Realität ist (Glasersfeld 1997, S. 48) </li></ul><ul><li>Keine „echte“ konstruktivistische Theorie (Siebert, 1998) aber Auswirkungen auf Pädagogik </li></ul>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase: Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik .
  40. 40. Konstruktivismus, z. B. John Dewey <ul><li>John Deweys pragmatische Lerntheorie: Bedeutung von Selbsttätigkeit und Selbstbestimmung </li></ul><ul><li>„ Für Dewey beginnt die Demokratisierung im Klassenzimmer und eine Pädagogik des &quot;Experience&quot; kann nicht allein theoretisch oder kognitiv vermittelt werden. Das Lernen durch Tun wird dann verfehlt, wenn das Tun sich auf abstraktes und nicht durch Interesse und Motive nachvollziehbares Lernen beschränkt.“ </li></ul>Quelle: Stangl Werner, Arbeitsblätter, http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/LerntheorienKonstruktive.shtml
  41. 41. .... viele weitere Lerntheorien! <ul><li>z. B. zum situativen Lernen </li></ul><ul><li>auch: Holzkamp (kritische Psychologie) </li></ul>
  42. 42. Bedingungen für das Lernen
  43. 43. Bedingungen für das Lernen: Übersicht Lernen Situative Rahmenbedingungen d. Lernenden Persönliche Voraus- setzungen d. Lernenden Sächliche Rahmenbedingungen der Lehr-Einrichtung Lehrpersonal Miternende Leicht adaptiert nach Gnahs (2007). Kompetenzen – Erwerb, Erfassung, Instrumente, S.48
  44. 44. Reflexion: Bedingungen für das Lernen
  45. 45. Nennen Sie Beispiele für die Einflussfaktoren! Lernen Situative Rahmenbedingungen d. Lernenden Persönliche Voraus- setzungen d. Lernenden Sächliche Rahmenbedingungen der Lehr-Einrichtung Lehrpersonal Miternende Leicht adaptiert nach Gnahs (2007). Kompetenzen – Erwerb, Erfassung, Instrumente, S.48
  46. 46. Was wissen wir über „Kompetenzentwicklung“?
  47. 47. Kompetenzentwicklung
  48. 48. Kompetenzentwicklung nach Erpenbeck et al. <ul><li>„ Kompetenzen werden von Wissen fundiert, </li></ul><ul><li>durch Werte konstituiert, </li></ul><ul><li>als Fähigkeiten disponiert, </li></ul><ul><li>durch Erfahrungen konsolidiert, </li></ul><ul><li>auf Grund von Willen realisiert“ </li></ul><ul><li>(Erpenbeck & Heyse 2008, 163) </li></ul>
  49. 49. Kompetenzentwicklung nach Frei et al. http://www.thur.de/philo/som/bilder/somlo1.gif Kompetenzentwicklung nach Frei, Hugentobler u.a., S. 16
  50. 50. Kompetenzentwicklung <ul><li>Theoretisch und empirisch ist es schwer zu klären, wie sich (spezifische) Kompetenzen entwickeln </li></ul>
  51. 51. Und da war dann noch: Lebenslanges Lernen
  52. 52. Lebenslanges Lernen http://www.na-bibb.de/programm_fuer_lebenslanges_lernen_308.html?PAGE=artikel_detail&artikel_id=154
  53. 53. Lebenslanges Lernen Titelbild eines Buches von „Kittihawk“ http://modern-graphics.de/shop/out/oxbaseshop/html/0/dyn_images/1/lebenslanges_lernen_p1.jpg
  54. 54. Lebenslanges Lernen http://www.youtube.com/watch?v=vx9LQ35iX9k
  55. 55. Lebenslanges Lernen <ul><li>Quelle: Wilhelm Busch, „Max und Moritz“ </li></ul>http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Stamp_Germany_2001_-_Lebenslanges_Lernen.jpg
  56. 56. Lebenslanges Lernen <ul><li>Plato: durch das Leben lernt man </li></ul><ul><li>Aber: „lebenslanges Lernen“ ist eine Aufforderung! </li></ul><ul><li>Begriff erstmals aufgetaucht bei Yeaxlee „lifelong education“ (1929), bei Faure (1972) dann „lifelong learning“ </li></ul>
  57. 57. EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) Quelle: EU-Memorandum „Lebenslanges Lernen“ (2000) http://www.bologna-berlin2003.de/pdf/MemorandumDe.pdf , S. 3
  58. 58. Diskussion zu „lebenslanges Lernen“
  59. 59. Lebenslanges Lernen – wie stehen wir dazu? <ul><li>Muss jeder lebenslang lernen? </li></ul><ul><li>(wollen wir das für uns selbst?) </li></ul><ul><li>Was steckt evt. (auch) hinter dieser Forderung? </li></ul>
  60. 60. Exkurs: Bildungsbegriff vs. Kompetenzentwicklung
  61. 61. „ Kompetenz“ vs. „Bildung“ ≠ Kompetenz Bildung Prozess + Ergebnis auch normativ Selbstbildung: subjektiv Kein Äquivalent im Englischen ! Ergebnis (o. Status) messbar ökonomischer Kontext
  62. 62. Dr. Sandra Schaffert Salzburg Research Forschungsgesellschaft FH Hagenberg Kontakt: sandra.schaffert@fh-hagenberg.at, http://sansch.wordpress.com Unterlagen für SS 2010 Seminar „Lernarrangements & Lebensbegleitendes Lernen“ Die Unterlagen können frei kopiert, genutzt und modifiziert werden, sofern der Name der Urheberin sowie der Urheber der verwendeten Materialien bzw. der Quellen entsprechend genannt werden. Kontakt

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