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Trends	und	
Herausforderungen	für	
Bibliotheken
Rudolf	Mumenthaler
September	2016
Seite	1
Trend	und	Herausforderung:	Zusammenarbeit
Seite	2 http://www.oclc.org/publications/nextspace/issues/issue012.en.html
Trend	und	Herausforderung	Kollaboration
• Herausforderung:	deeper collaboration (Top	Trends	in	Academic	Libraries)
• Neue	Form	der	Zusammenarbeit	zwischen	Bibliotheken
• Delegation	von	Aufgaben	an	einzelne	oder	an	Zentralen
• Regionale/nationale/internationale	Zentren	und	Dienstleister
• Spezialisierung	und	Fokussierung	auf	Kundennähe
• Weltweite	Kooperation	bei	Katalogisierung,	Langzeitarchivierung,	Open	Access	usw.
• Neue	Aufgaben/Rollen	für	Verbünde/Konsortien/Netzwerke	
(Verbund/consortium/réseau)	->	vgl.	Projekt	SLSP	(Swiss	Libraries	Service	Platform)
• Herausforderungen:	Sicherheit,	Datenschutz,	Vermeiden	von	Abhängigkeit
• Zusammenarbeit	mit	anderen	Institutionen:	GLAM,	Hochschulen,	E-
Learning,	IT-Services	etc.	
Seite	3
Trend	und	Herausforderung:	Digital	Literacy
Seite	4
Digital	Literacy
• Übersetzt	etwa	digitale	Informationskompetenz:
• Kombiniert	mit	anderem	Thema	aus	dem	HR	2015:	Bewältigung	der	
Informationsflut	(managing knowledge obsolescence)
• Wird	als	eine	der	Kernaufgaben	von	Bibliotheken	angesehen:	
• NutzerInnen dabei	zu	unterstützen,	sich	in	der	Informationsflut	
zurecht	zu	finden,	Methoden	zu	vermitteln,	wie	man	Information	
sucht,	bewertet	und	verarbeitet
• Und	zwar	auf	allen	Stufen:	für	Kinder,	für	Studierende,	für	Senioren...
• Ausblick:	Coding as a	Literacy:	Programmieren	als	Basiskompetenz
Seite	5
Trend	und	Herausforderung:	User	Experience
Seite	6
User	Experience
• Mehr	als	Webdesign	– das	UX-Konzept	wird	auf	die	Entwicklung	von	
Dienstleistungen	(und	Raumangeboten)	übertragen
• Nutzerinnen	und	Nutzer	stehen	im	Zentrum	der	Aktivitäten
• Erforschen,	was	Nutzer	wünschen,	wie	sie	sich	verhalten
• Gemeinsam	mit	Nutzern	Dienstleistungen	entwickeln,	nicht	nur	im	Web
• Partizipativer Ansatz:	Nutzer	ist	gleichwertig,	Bibliothek	weiss es	nicht	
besser
• Open	Innovation:	Beteiligung	der	Nutzer	an	der	Ideenfindung
• User	Generated Content:	Nutzer	bei	der	Erstellung	von	Inhalten	mit	
einbeziehen.
Seite	7
Trend	und	Herausforderung:	Change
Seite	8 http://www.everythinglongbeach.com/see-lives-change-library-month/
Trend	und	Herausforderung:	Change
• Horizon Report:	„die	bereitwillige	Annahme	radikaler	Veränderungen“
• Bibliotheken	befinden	sich	in	einem	höchst	dynamischen	Umfeld
• Entwicklungen	in	der	Informationstechnologie	betreffen	Bibliotheken	
unmittelbar
• Entsprechend	müssen/dürfen	sich	Bibliotheken	ständig	wandeln:
• Neue	Dienstleistungen	und	Produkte	entwickeln	(Innovationsmanagement)
• Neue	Geschäftsmodelle	entwickeln
• Eigene	Strukturen	und	Prozesse	anpassen	und	optimieren
• Strategien	entwickeln
• Bereit	sein,	sich	zu	verändern	(Change	Management)
• Agiles	Management	(Management	3.0)
• Und	dies	gilt	auch	für	die	Mitarbeitenden	in	Bibliotheken!
• ...zurück	zu	neue	Aufgaben	und	Rollen	für	BibliothekarInnen
Seite	9
Trend	und	Herausforderung:	alternative	
Suche
Seite	10 http://jabberworks.livejournal.com/525413.html
Trend	und	Herausforderung:	alternative	
Suche
• In	diesem	Kernbereich	ist	mächtige	Konkurrenz	entstanden:
• Werbefinanzierte	Suchmaschinen	(Google)	mit	wissenschaftlicher	
Recherche	(Google	Scholar)
• Forschungs- und	Austauschplattformen	für	Dokumente	(ResearchGate,	
Mendeley)
• Online-Plattformen	und	Enzyklopädien	für	die	virtuelle	Auskunft
• Herausforderung	für	Bibliotheken:	welchen	Mehrwert	können	sie	bieten?
• Bessere	Qualität	der	Suchergebnisse	
• Einsatz	von	LOD,	um	zum	Wissensvermittler	zu	werden
• Personalisierte	Dienstleistungen	für	Nutzer	dank	Nutzernähe	in	den	Bibliotheken
• Vermittlung	von	Information	Literacy und	von	Digital	Literacy
• Vertrauenswürdigkeit	als	zentrale	Eigenschaft
Seite	11
Trend	und	Herausforderung:	mobile	Inhalte	
und	Barrierefreiheit
Seite	12 Jugendliche	Zuschauer	bei	Sportwettkampf,	Foto:	Rudolf	Mumenthaler,	2015
Trend	und	Herausforderung:	mobile	Inhalte	
und	Barrierefreiheit
• Mobile	Internetnutzung	dominiert	deutlich
• Selbstverständlich	müssen	Websites	heute	mobilfreundlich	und	
barrierefrei	sein	(responsive Design,	mobile	first)
• Aber	auch	die	Dokumente	sollten	mobilfreundlich	und	barrierefrei	
zugänglich	sein
• Heute	angebotene	E-Ressourcen	erfüllen	diese	Anforderung	selten
• EPUB	als	geeignetes	Format
• Chance	für	Bibliotheken,	im	Bereich	E-Publishing	eine	Vorreiterrolle	zu	spielen
• Digitale	interaktive	Lehrmittel	in	Standardformat	produzieren	und	publizieren
• Open	Access-Zeitschriften	selber	betreiben/anbieten,	ebenso	die	Produktion	von	
Open	E-Books
• ...führt	uns	wieder	zum	Thema	Zusammenarbeit
Seite	13
Trend	und	Herausforderung:	Bibliothek	als	
Raum
Seite	14 Café	St	Gall,	Bibliothekscafé	in	der	Bibliothek	Hauptpost,	St.	Gallen.	Foto:	Rudolf	Mumenthaler	2015
Trend	und	Herausforderung:	Bibliothek	als	
Raum	
• Die	sich	verändernde	Nutzung	hat	auch	Auswirkung	auf	die	Bibliothek	als	
Raum	
• Anders	rum:	Durch	die	Veränderung	der	traditionellen	Nutzung	müssen	
sich	Bibliotheken	neue	Nutzungsformen	erschliessen
• Die	Nutzung	der	Bibliothek	wird	vielfältiger,	Zonierung
• Lernort,	in	Gruppen	oder	einzeln	(u.a.	Einfluss	von	Bologna)
• Aufenthaltsort,	Ort	der	Entspannung,	Treffpunkt
• Makerspace,	Labor,	Spielwiese
• Veranstaltungen
• Neuer	Ansatz:	4	Spaces
• Bedeutung	von	Beobachtungsmethoden	zur	Erforschung	der	Nutzung
Seite	15
Trend	und	Herausforderung:	Makerspaces in	
Bibliotheken
Seite	16 http://www.mackay.qld.gov.au/libraries/get_involved/makerspaces_mackay
Trend	und	Herausforderung:	Makerspaces in	
Bibliotheken
• Herausforderung:	das	Konzept	Makerspace als	neues	didaktisches	Konzept	
zur	Wissensvermittlung	verstehen	und	auf	die	Bedürfnisse	der	eigenen	
Zielgruppe	adaptieren
• Makerspace bedeutet	nicht,	einen	Raum	mit	einem	3D-Drucker	zu	haben
• Makerspace bedeutet:
• Einen	Raum	anzubieten,	der	zum	Experimentieren,	Ausprobieren,	Basteln	einlädt
• Inhaltlich	können	die	Angebote	vom	Häkeln	über	Multimedia-Produktion,	Roboter	
Bauen	bis	hin	zum	3D-Modellieren	und	Printen	reichen
• Animation	ist	auch	wichtig,	doch	der	Raum	sollte	auch	von	Gruppen	frei	genutzt	
werden	können	(Community-Bildung	als	wichtige	Aufgabe)
• Zusammenarbeit	mit	anderen	Institutionen	und	Gruppen	ist	sinnvoll	und	wichtig
Seite	17
Trend	und	Herausforderung:	Gaming	in	
Bibliotheken
Seite	18 http://stadtbibliothekelsdorf.files.wordpress.com/2013/03/nacht-der-bibliothek-092.jpg
Trend	und	Herausforderung:	Gaming	in	
Bibliotheken
• Games	als	fester	Bestandteil	der	Freizeitgestaltung	von	Jugendlichen	
• Eltern	und	Erzieher	skeptisch
• Rolle	von	Games	für	Bibliotheken
• Ergänzung	des	Medienangebots
• Soziale	Funktion	von	Games	(Events)
• Unterhaltung
• Angebot	für	männliche	Jugendliche
• Jugendliche	fühlen	sich	„wie	zu	Hause“	
Simon	Schultze:	Videospielturniere in	öffentlichen Schweizer Bibliotheken.	In:	Informationspraxis 2	(2016),	
No.1	http://dx.doi.org/10.11588/ip.2016.1.27337
Seite	19
Trend	und	Herausforderung:	Open	
Content/Open	Access
Seite	20 Swiss	Open	Cultural	Data	Hackathon 2015	at the Swiss	National	Library.	Bild:	Schweizerische	Nationalbibliothek
Trend	und	Herausforderung:	Open	Content
• Offene	Inhalte	gehen	über	Open	Access	hinaus:	
• Open	Data	für	Metadaten	und	digitale	Objekte	(Digitalisate,	Publikationen,	
Forschungsdaten)
• Gerade	Digital	Humanities verlangen	nach	„Big	Open	Data“:	grosse
Datenbestände,	die	frei	zugänglich	sind	und	genutzt	werden	können.
• Bibliotheken	verfügen	mit	ihren	digitalisierten	Altbeständen	über	solche	Inhalte,	
die	für	historische	(nicht	nur)	Forschung	interessant	sind
• Problem:	Metadaten	sind	häufig	nicht	offen	zugänglich,	digitale	Objekte	werden	
zu	einschränkenden	Konditionen	ins	Netz	gestellt
• Herausforderung:	konsequente	Open	Data	Policy der	Bibliotheken
• Metadaten	CC-0	veröffentlichen	
• Digitalisate aus	Public	Domain	als	CC-0	oder	–BY	veröffentlichen
• Gemeinsame	Policy erarbeiten	und	verabschieden:	The	Hague Declaration
Seite	21
Trend	und	Herausforderung:	Open	Content	–
Open	Access
• Das	Thema	Open	Access	bleibt	aktuell,	also	ein	langfristiger	Trend...
• Herausforderung	für	Bibliotheken:
• Überzeugungsarbeit	bei	Forschenden
• Geschäftsmodelle,	die	für	alle	Beteiligten	stimmen
• Faire	Lizenzierungsmodelle	(kein	Double-Dipping)
• Transparente	Kostenstrukturen	– vom	Forschenden	über	Bibliotheken	bis	zu	
Verlagen
• Open	Access-Inhalte	konsequent	in	die	Kataloge	integrieren
• Rolle	der	Bibliotheken,	wenn	Inhalte	frei	zugänglich	sind?
Seite	22
Trend	und	Herausforderung:	e-Medien
Seite	23 http://library.appstate.edu/news/2014/01/ebook-usage-survey
Herausforderung	E-Medien
• Nutzerwunsch:	einfache	Suche,	einfacher	Zugriff	auf	alle	(möglichst	
viele)	Inhalte
• Herausforderung:
• Heterogenes	Angebot,	abhängig	von	Verlagen	und	Aggregatoren
• Uneinheitlicher	Suchzugang,	Verzögerung	bei	Titelaufnahme,	
Zeitschriftenartikel	nur	selten	in	Discovery	integriert
• Technische	Hürden	beeinträchtigen	Zugang:	Fehleranfälligkeit,	NutzerInnen
verstehen	nicht,	weshalb	es	mal	funktioniert	und	mal	nicht
• Verschärft	durch	Digital	Rights Management	– eigentlich	v.a.	beim	Angebot	
der	ÖBs,	mit	Patron	Driven Acquisition auch	bei	den	WBs
Trend	und	Herausforderung:	
Forschungsunterstützung
Seite	25
Herausforderung	Forschungsunterstützung
• Rolle	der	Bibliotheken	bei	der	Einrichtung	von	Forschungs-
informationssystemen	(FIR/RIS)
• Projektplattform,	Controlling,	Vermittlung	in	einem
• Unterstützung/Beratung	beim	Publizieren	(E-Publishing)
• Open	Access-Beratung,	Verwaltung	von	OA-Publikationsfonds
• Betrieb	einer	Zeitschriftenplattform	(z.B.	Open	Journal	Systems)	durch	
Bibliothek,	damit	Forschende	eigene	Zeitschriften	einrichten	können
• Betrieb	eines	Dokumentenservers/Repositoriums
• Unterstützung	des	Grünen	Wegs	der	OA-Publikation
• Verbindung	zu	Langzeitarchivierung	und	Forschungsdatenmanagement
Trend	und	Herausforderung:	
Forschungsdatenmanagement
Seite	27
http://www.library.gatech.edu/research-data/home
Trends	und	ihre	Herausforderungen:	
Forschungsdaten
• Eng	verknüpft	mit	Erfassen	von	digitalem	Forschungsoutput	und	der	neuen	
Rolle	von	BibliothekarInnen
• Forschungsdatenmanagement	als	Gebiet,	auf	dem	sich	viele	Mitspieler	
bewegen
• Herausforderung	für	Bibliotheken:
• Bibliotheken	befassen	sich	in	Zukunft	vermehrt	mit	Daten	– nicht	mehr	nur	mit	
Publikationen
• Verfügbares	Know-how	->	Aus- und	Weiterbildung
• Anerkennung	des	Know-hows	durch	die	Forschenden
• Forschungsdaten	werden	eher	fachspezifisch	organisiert,	weniger	in	einer	einzigen	
Hochschule
• Entsprechend	ist	es	für	Bibliotheken	schwierig,	sich	als	geeignete	Organisation	an	
der	Hochschule	zu	positionieren	und	den	einzelnen	Fachbereichen	gerecht	zu	
werden
Seite	28
Herausforderung	Langzeitarchivierung
• Bibliotheken	befassen	sich	traditionell	mit	der	Archivierung	von	
Medien
• Seit	einiger	Zeit	auch	mit	der	Archivierung	von	digitalen	Medien
• Lizenzierte	und	gekaufte	elektronische	Publikationen	(->LOCKKS,	Portico)
• Eigene	Digitalisate (Bücher,	Fotos,	AV-Medien)
• Hinzu	kommen	nun	vermehrt	auch	Forschungsdaten
• Analog	zum	Forschungsdatenmanagement	gilt	hier:
• Neue	Aspekte	kommen	hinzu:
• Archivierung	im	eigentlichen	Sinn	(was,	wie	lange?)
• Technische	Herausforderungen	(Big	Data)
• Notwendigkeit	der	Zusammenarbeit	mit	Forschenden	und	IT-Dienstleistern
Seite	29
Urheberrecht
Seite	30
Urheberrecht
• Komplexe	Materie,	und	nationale	Unterschiede
• EU:	Rada-Bericht	vertritt	gut	die	Interessen	von	Bibliotheken,	wurde	vom	
Parlament	angenommen.
• D:	Trendenz in	Richtung	Zweitverwertungsrecht,	Bildungsschranke	und	
Verleihrecht	auch	für	E-Books
• Verleihrecht	und	Bibliothekstantieme	für	gedruckte	Bücher
• Abgeltung	durch	den	Bund	an	Verwertungsgesellschaften	(4	C)
• Schweiz:	Urheberrechtsrevision	läuft
• Bisher	kein	Verleihrecht
• Revision	dürfte	Regelung	für	Digitalisierung	verwaister	Werke	bringen,	ev.	auch	Verleihrecht	
->	vor	allem	ÖBs	sind	gegen	Verleihrecht,	weil	sie	sich	vor	einer	hohen	Belastung	durch	
Bibliothekstantieme	fürchten
• Aktivitäten	auf	Ebene	BIS	laufen:	AG	Urheberrecht,	Task	Force	für	Lobbying.	Grosse
Mobilisierung	für	Vernehmlassung	und	breite	Ablehnung	der	Bibliothekstantieme	durch	
Parteien	und	Kantone.	Referendumsdrohung	durch	den	BIS
Seite	31
Trend	und	Herausforderung:	Advocacy –
Eintreten	für	Bibliotheken
Seite	32 http://www.ilovelibraries.org/get-involved
Herausforderung	Advocacy
• Bibliotheken	haben	in	der	Gesellschaft	einen	guten	Ruf	(wirklich!)
• Sichtbarkeit	wird	durch	Digitalisierung	und	Virtualisierung	der	
Dienstleistungen	(v.a.	WBs)	schwieriger
• Nutzen	der	Bibliotheken	für	die	Gesellschaft	und/oder	für	die	eigene	
Einrichtung	muss	aktiv	vermittelt	werden
• Partizipation	der	NutzerInnen,	Bildung	von	Förderkreisen	etc.,	
gesellschaftliche	Anlässe
• Sichtbarkeit	auch	der	virtuellen	Dienstleistungen	im	Raum
• Politische	Unterstützung/Lobbying	als	wichtige	Aufgabe	von	
Bibliotheksverbänden;	Einmischung	in	Politik	(z.B.	Urheberrecht)
• Präsenz	in	der	Öffentlichkeit
Strategisches	Denken
Seite	34
Strategisches	Denken
• Wurde	in	einem	Workshop	mit	Medical	Libraries	als	wichtigster	Trend	
erkannt
• Vor	allem	Wissenschaftliche	Bibliotheken	in	der	Deutschschweiz	
haben	in	den	letzten	2	Jahren	Strategien	entwickelt	und	
verabschiedet
• Strategien	dienen	dazu,	Schwerpunkte	zu	setzen.
• Sie	zu	entwickeln	bedeutet,	sich	mit	der	Gegenwart	und	der	Zukunft	
der	Bibliothek	in	ihrem	Umfeld	zu	befassen
• Strategien	als	wichtige	Grundlagen	für	eine	erfolgreiche	
Bibliotheksarbeit	und	als	Argumentation	bei	Trägerschaften
Seite	35
Gesellschaftliche	Entwicklungen
Seite	36 www.eblida.org www.bfs.admin.ch
Gesellschaftliche	Herausforderungen
• Demographische	Veränderungen:
• Alterspyramide,	Migration
• Flüchtlinge
• Bibliothek	als	sozialer	Ort,	als	Ort	der	Integration
• Freizeitgestaltung	verändert	sich
• Mediennutzung	verändert	sich	(siehe	mobile	Nutzung)
• Lesekompetenz,	Leseverhalten
• Umgang	mit	Medien	und	Informationsflut
• Bewusstseinsbildung	und	Kompetenzvermittlung	als	Aufgaben
• Trend	zu	Demokratisierung
• Einbezug	von	Nutzerinnen	und	Nichtnutzern
• Freiräume	schaffen	und	zulassen
• Mitbestimmung
• Inklusion,	Diversity
Seite	37
Technologische	Entwicklungen
Seite	38
Technologische	Veränderungen
• Betreffen	Wissenschaftliche	Bibliotheken	schneller	und	direkter
• Aber	auch	für	Öffentliche	Bibliotheken	teilweise	relevant
• Hier	geht	es	vor	allem	um	die	Frage,	was	diese	Technologien	bedeuten	und	
welche	Auswirkung	sie	auf	Bibliotheken	haben	könnten
• Internet	of Things:	wenn	vernetzte	Objekte	miteinander	kommunizieren
• Linked Open	Data:	neue	Form	der	„Katalogisierung“:	
• Verknüpfung	mit	externen	Inhalten	möglich.	
• Bibliotheksdaten	mit	freien	Inhalten	verbinden.
• Katalog	wird	zur	Suchmaschine,	zum	Wissensgenerator
• Big	Data;	Text	and Data	Mining
• Neue	Form	der	Wissenschaft,	bedingt	frei	zugängliche	Daten	(open	data)
Seite	39
Trend	und	Herausforderung:	Internet	of
Things
Seite	40 http://americanlibrariesmagazine.org/blogs/the-scoop/libraries-and-the-internet-of-things/
Trend	und	Herausforderung:	Internet	of
Things
• Was	haben	Bibliotheken	mit	dem	Internet	of Things	zu	tun?
• Konzept	des	Internet	of Things:	Objekte	werden	vernetzt
• In	Bibliotheken	kann	das	bedeuten:
• Inventarkontrolle
• Mobile	Bezahlung,	Registrierung
• Zugangskontrolle	und	Authentifizierung
• Steuerung	des	Raumklimas
• Navigation	im	Raum
• Verfügbarkeit	von	Ressourcen	(Medien,	Räume)
• Intelligente	Bücher
• Gaming	und	augmented reality
• Unterstützende	Technologie
• Dynamische	Ordnung	(Bibliothek	Sitterwerk)
• ....
Seite	41 http://www.oclc.org/publications/nextspace/articles/issue24/librariesandtheinternetofthings.en.html
Verwandte	Technologien:	NFC,	Beacons...
• Verschiedene	neue	Technologien	aus	dem	Bereich	IoT
können	auch	in	Bibliotheken	eingesetzt	werden
• RFID	als	bereits	etablierte	Technologie
• Buchsicherung,	Selbstverbuchung,	Inventarkontrolle
• NFC	(Near Field	Communication)
• Neuere	Smartphones	unterstützen	(teilweise)	NFC
• Einsatz	für	kontaktloses	Bezahlen	(ev.	Verbuchen)
• Beacons
• Low	energy bluetooth:	Sender	erlauben	Ortung	im	Raum	
• Indoor Navigation	zum	Buch(regal)
• Push-Nachrichten	auf	Geräte	in	der	Nähe	(Neuerscheinungen,	
virtuelle	Angebote)
Trend	und	Herausforderung:	Linked Open	
Data
Seite	43 http://blogs.loc.gov/digitalpreservation/2011/06/linked-open-data-a-beckoning-paradise/
Trend	und	Herausforderung	Linked Open	Data
• Das	Konzept	Linked Open	Data	geht	weit	über	das	Bereitstellen	von	
Metadaten	in	einem	einheitlichen	Format	hinaus
• Wobei	ein	einheitlicher	Bibliotheksstandard	durchaus	ein	Desiderat	darstellt...
• RDA	und	BIBFRAME	bilden	eine	Grundlage	für	LOD,	werden	aber	in	den	Katalogen	
noch	im	traditionellen	Sinn	eingesetzt
• Metadaten	werden	aus	dem	Silo	OPAC	befreit
• Es	werden	nicht	mehr	Bestände	nachgewiesen,	sondern	verknüpfte	
Objekte	von	beliebiger	Herkunft
• „Katalog“	wird	zum	Wissensvermittler
• Statt	einzelne	Werke	zu	katalogisieren	werden	künftig	Ontologien gepflegt
• Spezialisierung	auf	Themenbereiche	oder	regionale	Aspekte	denkbar
Seite	44
Text	and Data	Mining
Seite	45 Quelle	(cc-by):	http://copyrightuser.org/topics/text-and-data-mining/
Text	and Data	Mining
• Ältere	Technologie	wird	dank	gesteigerter	Rechenleistung	attraktiv
• Digital	Humanities als	(vermuteter)	Power	User	der	Technologie
• Forscher	benötigen	freien	Zugang	zu	Daten
• Klare,	einheitliche	Regeln	
• Metadaten	und	Inhalte	werden	möglichst	als	Open	Data	publiziert
• Forderung	der	Hague Declaration (offene	Schnittstellen	für	Forschende)
• Beratung	als	Dienstleistung	von	Bibliotheken
• TDM	kann	auch	zur	Verbesserung	von	Bibliotheksdienstleistungen	genutzt	
werden
• Verbesserung	der	Recherche
• Unterstützung	bei	Beschlagwortung (oder	Ersatz	der	intellektuellen	Tätigkeit?)
Seite	46
Trend	und	Herausforderung:	neue	Rollen	für	
BibliothekarInnen
Seite	47 http://blogs.sfu.ca/projects/tlcomm/2011/03/sfu-librarians-bridge-the-gap-to-encourage-clear-instructor-student-communication/
Trend	und	Herausforderung:	neue	Aufgaben	
und	Rollen	für	BibliothekarInnen
• Gerade	die	Veränderungen	im	Kerngeschäft	verändern	die	Aufgaben	und	
Rollen	von	BibliothekarInnen nachhaltig:
• Katalogisierung	wird	zentralisiert	(Kataloge	in	der	Cloud)
• Metadaten	werden	*wirklich*	übernommen/eingespielt
• Sachkatalogisierung	verändert	sich	in	Richtung	Pflege	von	Ontologien (Metadaten	
als	LOD)
• Nähe	zu	NutzerInnen,	Beratung,	Wissensvermittlung	werden	wichtiger
• Neue	Rollen	wie	Liasion Librarian,	Embedded	Librarian
• Didaktische	Fähigkeiten	werden	wichtig	(Teaching	Librarian)	
• Herausforderung	für	Aus- und	Weiterbildung:
• Herausforderung,	die	richtigen	Leute	mit	den	richtigen	Fähigkeiten	zu	finden	(aus	
Sicht	Bibliotheken)	oder	auszubilden	(aus	Sicht	Hochschule)
• Es	muss	vermittelt	werden,	was	BibliothekarInnen mit	bestimmten	Ausbildungen	
können	und	wofür	sie	eingesetzt	werden	können	– die	Profile	sind	momentan	unklar
Seite	48
Fazit
• Bibliotheken	müssen	sich	ständig	wandeln	und	weiterentwickeln
• Neue	Technologien	prüfen	und	gegebenenfalls	adaptieren
• Gesellschaftliche	Entwicklungen	verfolgen	und	Folgen	diskutieren
• Nutzerbedürfnisse	und	–erwartungen ermitteln
• Funktion	des	Raums	überdenken	und	den	Anforderungen	entsprechend	gestalten
• Neue	Aufgaben	auf	der	Grundlage	der	klassischen	Funktionen	und	der	
Nutzerbedürfnisse	entwickeln
• Strukturen	und	Prozesse	überprüfen,	optimieren	und	gegebenenfalls	verändern
• Bibliotheken	müssen	stärker	zusammenarbeiten	und	Infrastrukturen	
gemeinsam	betreiben
• Der	Bedarf	an	Weiter-/Fortbildung	ist	hoch
• Mitarbeitende	in	Bibliotheken	dürfen	sich	verändern
Seite	49
Die	Bibliothek	der	Zukunft	(?)
Seite	50
„We still	have lots	of books as well, of course.“	https://dokk1.dk/english/library
Lust	auf	mehr?
• Kleine	Beitragsreihe	in	meinem	Blog	zu	Trends	und	
Herausforderungen	in	Bibliotheken	(http://ruedimumenthaler.ch)
• http://ruedimumenthaler.ch/2015/09/22/trends-und-
herausforderungen-fur-bibliotheken-2015-update/
Seite	51
Seite	52
Vielen	Dank	für	Ihre	Aufmerksamkeit.
www.ruedimumenthaler.ch

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