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1
E-BOOK-READER FÜR STUDIUM UND
LEHRE
30.01.2015 1
E-Book-Reader für den Einsatz im
Hochschulbetrieb
Dr. Rudolf Mumenthaler, ETH-Bibliothek
2
• E-Book-Reader
• E-Books und E-Book-Formate
• PDF, EPUB, MOBI
• Welches Format auf welchem Reader?
• Smartphones und Tablets
• Bibliotheksangebote
• Blick in die Zukunft
INHALT
30.01.2015 2
3
2010: Jahr der E-Book-Reader
• Sony Reader
• Sony Touch
• iRex
• Kindle
• Kindle 1, 2, 3; Kindle DX
• Nook
• Cool-ER
• Kobo
• ….
E-BOOK-READER 2. GENERATION
30.01.2015 3
4
• 1990: Elektrophorese (Firma E Ink/MIT)
• Elektrisch geladene weisse Teilchen in
gefärbtem Öl, gesteuert durch Stromfluss
• Gehört heute Firma PVI (Taiwan)
TECHNOLOGIE: E-INK
4
5
Vorteile
• Papierähnliche
Anzeige
• Stabiles Bild
• Breiter Sichtwinkel
• Reflektiert
Umgebungslicht
• Hoher
Kontrastumfang
• Energiesparend
Nachteile
• Langsamer
Bildwechsel
• Träger Bildaufbau
• Keine Animation
möglich
• Nur Graustufen
• Limitierter
Touchscreen
VOR- UND NACHTEILE VON E-INK
30.01.2015 5
6
• Verkaufszahlen zeigen
Durchbruch der E-
Books in 2009 in den
USA
- wirklich?
• Mitteilung von Amazon:
verkauft: in neun
Monaten 2010 drei Mal
mehr eBooks verkauft
als im ganzen 2009
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
2006 2007 2008 2009
Umsatz in Mio $
DURCHBRUCH DES E-BOOKS
30.01.2015 6
7
• Nutzung in der ETH-
Bibliothek
• Zählweise: Zugriffe auf
Kapitel von E-Books
• Anstieg Bestand: ca.
60‘000 E-Books Ende
2009
0
200,000
400,000
600,000
800,000
1,000,000
1,200,000
20052006200720082009
Nutzung E-Books ETH-
Bibliothek
DURCHBRUCH DES E-BOOKS
30.01.2015 7
8
• Aber: Umsatz entspricht nur 1% der
Buchverkäufe (2009)
• Amazon subventioniert E-Books
• Nur wenige Titel in nicht-englischer
Sprache erhältlich
• Deutschsprachige Verlage hinken der
Entwicklung hinterher
DURCHBRUCH DES E-BOOKS?
30.01.2015 8
9
• 2009: 3 Mio. verkaufte E-Book-Reader
• 2010: 6 Mio erwartet
• Marktanteil (1/2010): 60% Kindle, 35%
Sony
• Kundengruppe: 70% über 40 Jahre
(Generation Lesebrillenträger)
• 2010: 3 Mio. iPads in drei Monaten
verkauft (10 Mio. erwartet für 2010)
• Massive Preisreduktionen bei Kindle 3
($139) und NOOK
DURCHBRUCH DER E-BOOK-
READER?
30.01.2015 9Fusszeile
10
• Kindle-Experiment an der University of
Virginia (2009/10)
• E-Reader zu wenig flexibel für Einsatz im
Hörsaal
• Kein schneller Wechsel zwischen Seiten,
Dokumenten, Statistiken und Grafiken
möglich
• Würden Sie den Kindle DX einem neuen
Studenten empfehlen? 80% Nein.
EINSATZ IM AKADEMISCHEN
KONTEXT
30.01.2015 10
11
• Test mit Sony E-Book-Reader 2009
• E-Reader mit Inhalt aufgeladen
• Versuch, ob Studenten die Reader als
Primärtext anwenden
• Studenten waren frustriert über die
Unmöglichkeit mit dem Text zu
interagieren
• Keine Notizen, keine Markierungen
• -> ist in neueren Modellen möglich, aber ans
Gerät gebunden
SONY READER AN DER PENN STATE
UNIVERSITY LIBRARY
30.01.2015 11
12
• PDF
• EPUB
• Mobipocket
E-BOOKS-FORMATE
30.01.2015 12
13
• PDF etabliert bei e-Journals und im
Wissenschaftsbereich
• E-Journals und auch E-Books
(kapitelweise)
• Vorteil: fixes Layout
• Fester Zeilen- und Seitenumbruch
• Darstellung von Grafiken, Formeln etc.
• Wird theoretisch von allen PCs und
Readern unterstützt
• Mit oder ohne DRM (ADEPT von Adobe)
E-BOOKS ALS PDF
30.01.2015 13
14
EBOOKS ALS PDF-ANGEBOT
30.01.2015 14
15
• Darstellung auf 6-Zoll-Bildschirm
schwierig
• Nur grössere Displays kommen in
Frage: Kindle DX, iRex Digital Reader
• iRex Digital Reader mit
Annotationsfunktion, aber technologisch
veraltet
• iPad mit hervorragender Darstellung
(Zoom),
• Applikationen GoodReader und Papers als
wichtige Tools
GEEIGNETE E-READER FÜR PDF
30.01.2015 15
16
• Offener Standard
• Basiert auf XHTML und XML
• Flexibler Satzspiegel und
Seitenumbruch, passt sich dynamisch
an Bildschirm an
• Keine festen Seitenzahlen, Zitierung
erschwert
• Keine Fussnoten, allenfalls Endnoten
• Formatierungen wie HTML
• Problematische Darstellung von Formeln,
von Bildern, Tabellen
EPUB
30.01.2015 16
17
• EPUB als Standard bei kommerziellen
Anbietern (mit DRM ADEPT), z.B. B&N,
Sony, www.books.ch, iBookstore (mit
DRM FairPlay von Apple) u.v.a.
• Projekt Gutenberg, Google Books: ältere
Literatur ohne DRM
• Primärer Einsatz bei Belletristik, auch
Sachbüchern
• EPUB kann aus Worddokument erstellt
(mit Software Calibre) oder direkt aus
InDesign oder Pages exportiert werden
EINSATZ VON EPUB
30.01.2015 17
18 18
19
• Dokument wird in InDesign CS5 gesetzt
• Wenige Formatvorlagen
• Bilder in Textrahmen integriert
• Export des Dokuments als EPUB und als
PDF
• EPUB ohne Formatierung, mit
Inhaltsverzeichnis, mit verlinkten Endnoten
• PDF im gewünschten Layout, Schriften
vektorbasiert, Inhaltsverzeichnis integriert
• mit Kapitelüberschriften, Seitenzahlen,
verlinkten Fussnoten etc.
EPUB MIT INDESIGN CS 5
30.01.2015 19
20
OUTPUT 1: EPUB (MIT iBOOKS AUF
iPAD)
30.01.2015 20
21
OUTPUT 2: PDF (MIT iBOOKS AUF
iPAD)
30.01.2015 21
22
EPUB AUF DEM PC (ADOBE DIGITAL
EDITIONS)
30.01.2015 22
23
• Offener Open eBook Standard
• Ursprünglich für e-Texte auf Handhelds
entwickelt
• MOBI kann selbst hergestellt werden
(Software MobiPocket Creator, Calibre)
• Einsatz im iRex und Kindle
• Kindle mit eigener Version AZW (inkl.
eigenem DRM) – läuft nicht auf iRex…
• Kindle-Software für PC, Mac, iPhone, iPad
MOBIPOCKET
30.01.2015 23
24
KINDLE PC
30.01.2015 24Fusszeile
und iPhone
25
• Tablets und Co.
• Keine dedizierten E-Book-
Reader
• Multifunktionale Geräte
• Auch für eBooks…
• Multimedia-Inhalte
• Integrierter Webzugriff
(WLAN oder 3G)
• Beispiel und Vorbild für
viele: iPad
MULTIFUNKTIONALE GERÄTE:
TABLETS
30.01.2015 25
26
• Multitouch wie beim iPhone
• Das iPad ist extrem schnell
• Einschalten in 2.5 Sekunden
• App Store mit zehntausenden Apps
• Kindle, B&N, Stanza für iPad etc.
• GoodReader, Papers, iAnnotate PDF für PDF-
Dokumente
• Pages, Keynote, Numbers, Quickoffice um
Texte, Tabellen, Präsentation zu bearbeiten
• Dropbox, ReaddleDocs, iDisk zum Verwalten
und Speichern von Dokumenten in der
„Wolke“
iPAD
30.01.2015 26
27
• Fehlende USB-Schnittstelle
• Keine Unterstützung von Flash
• Wäre wichtig für Videos im Web
• Geschlossenes System
• Der Preis für die hohe Geschwindigkeit
und die Sicherheit
MÄNGEL DES IPAD
30.01.2015 27
28
E-BOOKS MIT IBOOKS
30.01.2015 28Fusszeile
29
PDF E-BOOKS MIT GOODREADER
AUF IPAD
7/5/10 33
iPad nutzt Authentifizierung via VPN: direkter Zugriff
auf lizenzierte E-Books und E-Journals
30
• Virtuelles Laufwerk für Speicherung
und Austausch von Dokumenten:
• Dropbox, GoogleDocs, iDisk
• Apps, die online Speicher unterstützen:
• Quickoffice, ReaddleDocs (alle genannten)
• Pages, Keynote (nur iDisk)
• Viele Apps unterstützen Sync via
iTunes
TOOLS ZUM ARBEITEN
30.01.2015 30Fusszeile
31
DIE WICHTIGSTEN APPS FÜRS LESEN
UND STUDIEREN
30.01.2015 31Fusszeile
iBooks für EPUB
und PDF
GoodReader für
PDF
Dropbox als
virtueller Speicher
Pages für Texte,
Keynote für
Präsentationen
Kindle für eBooks
Quickoffice für
Office-Docs
32
NUTZUNG E-READER UND IPAD IM
VERGLEICH
30.01.2015 32
33
• Google Tablet
• Hard- oder nur Software?
• Samsung Galaxy Tab
• Erschienen im Herbst 2010
• Android 2.1
• WeTab
• Im September in D erschienen
• Basiert auf Android 2.0
• Nokia
• Basiert auf MeeGo
• ASUS Eee Pad EP101TC
• Windows CE7, Früjahr 2011
• MSI Wind Pad
• Auf Win7 oder Android
• HP Slate
• Auf Win7, 2011 auf WebOS angekündigt
• …und viele mehr…
WEITERE TABLETS (ANGEKÜNDIGT FÜR
2010/11)
30.01.2015 33
34
• Netbooks mit Touchscreen
• Beispiel: Asus EEE PC Touch
• Klein, aber voller
Funktionsumfang
• Hohe Integration in
Arbeitsumgebung
• „normaler“ Windows-PC (Vor-
und Nachteil…)
TABLET PCS
30.01.2015 34
35
• iPhone auch als eReader
• Nachteil: Bildschirmgrösse, Akku-Laufzeit
• Vorteil: immer dabei, keine Zusatzkosten
• Integration in PC und Mac-Umgebung
mit Calibre und Applikation Stanza
• iBooks, Kindle für iPhone, B&N Reader:
mehr Auswahl an E-Books als für jedes
andere Gerät
SMARTPHONES ALS E-READER
30.01.2015 35
36
BESITZ ELEKTRONISCHER GERÄTE
36Quelle: California Digital Library. Mobile Research Findings.
37
• E-Books im Format EPUB
• E-Books im Format PDF
• Onleihe oder E-Ausleihe
• Ausleihe von E-Book-Readern
BIBLIOTHEKSANGEBOTE
30.01.2015 37
38
• Noch selten als Bibliotheksangebot
• EPUB hauptsächlich als kommerzielles
Angebot (Sony, Apple, B&N,
www.books.ch u.a.)
• Ältere Literatur (Projekt Gutenberg) als
EPUB frei verfügbar
• Eigene Publikationen als EPUB
• Publikationsservice für Forscher
• Konversion von PDF zu EPUB praktisch
unmöglich
• Probleme mit Tabellen, Grafiken und Formeln
E-BOOKS IM FORMAT EPUB
30.01.2015 38
39
• Im Wissenschaftsbereich übliches
Lizenzmodell: Zugriff auf lizenzierte E-Books
via IP-Range, ohne DRM
• Verlagsangebote sind nicht kundenfreundlich
• Pro Kapitel ein PDF-Dokument
• Jedes PDF hat denselben Namen (fulltext.pdf)
• Benutzeranforderungen
• Download ganzer Bücher, nicht nur Kapitel
• E-Books mit integrierten Metadaten
• Modell ist bibliotheksfreundlich
• Modell wird vom iPad unterstützt
E-BOOKS IM FORMAT PDF
30.01.2015 39
40
• Das gängige Modell passt nur für
Angehörige der Hochschule
• Zugangskontrolle via IP-Range
• Externe Benutzer haben keinen Zugriff
auf elektronische Ressourcen von
ausserhalb
• Ist für die Rolle als öffentliche
Bibliothek aber wichtig
• Neue Wege zur Vermittlung des Zugangs
sind nötig
E-BOOKS FÜR EXTERNE
BENUTZER
30.01.2015 40
41
• Technischer Lösungsansatz
• Temporärer Zugriff auf elektronische
Dateien (entspricht quasi einer
Ausleihe)
• Spezielles DRM (Adobe ADEPT)
• PDF mit temporär beschränktem
Lesezugriff
• Auf PC mit Adobe Digital Reader lesbar
• Von Sony E-Book-Readern unterstützt
• Via Bluefire Reader oder txtr auch auf iPad
lesbar
ONLEIHE
30.01.2015 41
42
• www.onleihe.net für öffentliche Bibliotheken
• NetLibrary von OCLC (jetzt EBSCO)
• www.netlibrary.com
• Kompatibel mit Sony, Nook, Cool-ER
• Overdrive Digital Library
• In OPAC integriert
• PDF, Mobi und Audiobooks
• Ebook Library
• www.eblib.com
• PDF basiert
• ….
BEISPIELE FÜR ONLEIHE
30.01.2015 42
43
KURZER BLICK IN DIE ZUKUNFT
30.01.2015 43
44
• Farbige eInk
• z.B. FLEPIa von Fujitsu
• Problem: träge Anzeige
• Liquavista: Electrowetting
• Schneller Bildwechsel möglich
• Flexibles ePaper
• Readius (rollable display)
• Sony Rollable OLED Display
TECHNISCHE ENTWICKLUNGEN
30.01.2015 44
45
MARKTANTEILE
PC/NOTEBOOK/TABLETS
30.01.2015
http://www.focus.com/fyi/information-technology/tablet-takeover/
46
• Zeitungsverlage stehen unter sehr
grossem Druck
• Sinkende Einnahmen (Werbung)
• Konkurrenz durch Gratiszeitungen
• Hohe Kosten (Produktion, Vertrieb)
• ePaper als Rettung?
• Neue Geschäftsmodelle, neue Angebote
• iPad als Rettungsanker? iPad-Applikation
verschiedenster Medienhäuser
• Skiff Reader und QUE wurden zurückgezogen
eREADER UND ZEITUNGSMARKT
30.01.2015 46
47
ERWEITERTES E-PAPER: NZZ
30.01.2015 47
48
Wired: Computer Magazin mit interaktiven
Elementen und animierten Infografiken
ZUKUNFT DER E-ZEITUNGEN HAT
BEGONNEN
30.01.2015 48Fusszeile
49
SOZIALE E-ZEITSCHRIFTEN:
FLIPBOARD FÜRS IPAD
30.01.2015 4954
Verbunden mit persön-
lichem Facebook Konto
Verbunden mit persön-
lichem Twitterfeed
Abonnements von Blogs
und News
Verbunden mit persön-
lichen Twitter-Listen
50
• Werden sich die E-Books und E-Book-Reader
durchsetzen?
Zukunft eREADER
30.01.2015 50
51
• Prognose: das E-Book wird sich im
wissenschaftlichen Bereich durchsetzen,
aber das gedruckte Buch nicht
verdrängen
• Für die Arbeit mit E-Texten sind E-Book-
Reader nicht geeignet, Tablets schon eher
• Tablets sind (noch) kein vollwertiger
Ersatz für Note- oder Netbook
• Die Bibliotheken werden künftig vermehrt
Inhalte so anbieten, dass sie auch auf
mobilen Endgeräten gelesen werden
können
FAZIT
30.01.2015 51
52
Die Entwicklung geht weiter…
…wir bleiben dran…
Besten Dank für die Aufmerksamkeit!
Fragen?
http://blogs.ethz.ch/innovethbib
www.twitter.com/ETHBibliothek
www.facebook.com/ETHBibliothek
FAZIT
30.01.2015 52
53
Rudolf Mumenthaler: E-Book-Reader und ihre Auswirkungen auf
Bibliotheken. In: Handbuch Bibliothek 2.0. Hrsg. von Julia Bergmann
und Patrick Danowski. Berlin, New York 2010, S. 207–222.
DOI: 10.1515/9783110232103.207
Rudolf Mumenthaler: E-book Readers and their Implications for Libraries.
Presentation at Ticer Digital Libraries à la Carte in Tilburg, 29. Juli
2010. http://www.slideshare.net/ruedi.mumenthaler/rudolf-
mumenthaler-ereaders-and
Rudolf Mumenthaler: Das iPhone als eReader. In: Trau keinem über 30?
Die TUB wird 30! Kolloquium über eBooks und die Zukunft der
Bibliothek anläßlich des 30-jährigen Bestehens der
Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg. Herausgegeben von
Thomas Hapke. Hamburg-Harburg 2010, S. 27–40. http://nbn-
resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:gbv:830-tubdok-8459
EIGENE PUBLIKATIONEN
30.01.2015 53

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E-Book-Reader für Studium und Lehre

  • 1. 1 E-BOOK-READER FÜR STUDIUM UND LEHRE 30.01.2015 1 E-Book-Reader für den Einsatz im Hochschulbetrieb Dr. Rudolf Mumenthaler, ETH-Bibliothek
  • 2. 2 • E-Book-Reader • E-Books und E-Book-Formate • PDF, EPUB, MOBI • Welches Format auf welchem Reader? • Smartphones und Tablets • Bibliotheksangebote • Blick in die Zukunft INHALT 30.01.2015 2
  • 3. 3 2010: Jahr der E-Book-Reader • Sony Reader • Sony Touch • iRex • Kindle • Kindle 1, 2, 3; Kindle DX • Nook • Cool-ER • Kobo • …. E-BOOK-READER 2. GENERATION 30.01.2015 3
  • 4. 4 • 1990: Elektrophorese (Firma E Ink/MIT) • Elektrisch geladene weisse Teilchen in gefärbtem Öl, gesteuert durch Stromfluss • Gehört heute Firma PVI (Taiwan) TECHNOLOGIE: E-INK 4
  • 5. 5 Vorteile • Papierähnliche Anzeige • Stabiles Bild • Breiter Sichtwinkel • Reflektiert Umgebungslicht • Hoher Kontrastumfang • Energiesparend Nachteile • Langsamer Bildwechsel • Träger Bildaufbau • Keine Animation möglich • Nur Graustufen • Limitierter Touchscreen VOR- UND NACHTEILE VON E-INK 30.01.2015 5
  • 6. 6 • Verkaufszahlen zeigen Durchbruch der E- Books in 2009 in den USA - wirklich? • Mitteilung von Amazon: verkauft: in neun Monaten 2010 drei Mal mehr eBooks verkauft als im ganzen 2009 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 2006 2007 2008 2009 Umsatz in Mio $ DURCHBRUCH DES E-BOOKS 30.01.2015 6
  • 7. 7 • Nutzung in der ETH- Bibliothek • Zählweise: Zugriffe auf Kapitel von E-Books • Anstieg Bestand: ca. 60‘000 E-Books Ende 2009 0 200,000 400,000 600,000 800,000 1,000,000 1,200,000 20052006200720082009 Nutzung E-Books ETH- Bibliothek DURCHBRUCH DES E-BOOKS 30.01.2015 7
  • 8. 8 • Aber: Umsatz entspricht nur 1% der Buchverkäufe (2009) • Amazon subventioniert E-Books • Nur wenige Titel in nicht-englischer Sprache erhältlich • Deutschsprachige Verlage hinken der Entwicklung hinterher DURCHBRUCH DES E-BOOKS? 30.01.2015 8
  • 9. 9 • 2009: 3 Mio. verkaufte E-Book-Reader • 2010: 6 Mio erwartet • Marktanteil (1/2010): 60% Kindle, 35% Sony • Kundengruppe: 70% über 40 Jahre (Generation Lesebrillenträger) • 2010: 3 Mio. iPads in drei Monaten verkauft (10 Mio. erwartet für 2010) • Massive Preisreduktionen bei Kindle 3 ($139) und NOOK DURCHBRUCH DER E-BOOK- READER? 30.01.2015 9Fusszeile
  • 10. 10 • Kindle-Experiment an der University of Virginia (2009/10) • E-Reader zu wenig flexibel für Einsatz im Hörsaal • Kein schneller Wechsel zwischen Seiten, Dokumenten, Statistiken und Grafiken möglich • Würden Sie den Kindle DX einem neuen Studenten empfehlen? 80% Nein. EINSATZ IM AKADEMISCHEN KONTEXT 30.01.2015 10
  • 11. 11 • Test mit Sony E-Book-Reader 2009 • E-Reader mit Inhalt aufgeladen • Versuch, ob Studenten die Reader als Primärtext anwenden • Studenten waren frustriert über die Unmöglichkeit mit dem Text zu interagieren • Keine Notizen, keine Markierungen • -> ist in neueren Modellen möglich, aber ans Gerät gebunden SONY READER AN DER PENN STATE UNIVERSITY LIBRARY 30.01.2015 11
  • 12. 12 • PDF • EPUB • Mobipocket E-BOOKS-FORMATE 30.01.2015 12
  • 13. 13 • PDF etabliert bei e-Journals und im Wissenschaftsbereich • E-Journals und auch E-Books (kapitelweise) • Vorteil: fixes Layout • Fester Zeilen- und Seitenumbruch • Darstellung von Grafiken, Formeln etc. • Wird theoretisch von allen PCs und Readern unterstützt • Mit oder ohne DRM (ADEPT von Adobe) E-BOOKS ALS PDF 30.01.2015 13
  • 15. 15 • Darstellung auf 6-Zoll-Bildschirm schwierig • Nur grössere Displays kommen in Frage: Kindle DX, iRex Digital Reader • iRex Digital Reader mit Annotationsfunktion, aber technologisch veraltet • iPad mit hervorragender Darstellung (Zoom), • Applikationen GoodReader und Papers als wichtige Tools GEEIGNETE E-READER FÜR PDF 30.01.2015 15
  • 16. 16 • Offener Standard • Basiert auf XHTML und XML • Flexibler Satzspiegel und Seitenumbruch, passt sich dynamisch an Bildschirm an • Keine festen Seitenzahlen, Zitierung erschwert • Keine Fussnoten, allenfalls Endnoten • Formatierungen wie HTML • Problematische Darstellung von Formeln, von Bildern, Tabellen EPUB 30.01.2015 16
  • 17. 17 • EPUB als Standard bei kommerziellen Anbietern (mit DRM ADEPT), z.B. B&N, Sony, www.books.ch, iBookstore (mit DRM FairPlay von Apple) u.v.a. • Projekt Gutenberg, Google Books: ältere Literatur ohne DRM • Primärer Einsatz bei Belletristik, auch Sachbüchern • EPUB kann aus Worddokument erstellt (mit Software Calibre) oder direkt aus InDesign oder Pages exportiert werden EINSATZ VON EPUB 30.01.2015 17
  • 18. 18 18
  • 19. 19 • Dokument wird in InDesign CS5 gesetzt • Wenige Formatvorlagen • Bilder in Textrahmen integriert • Export des Dokuments als EPUB und als PDF • EPUB ohne Formatierung, mit Inhaltsverzeichnis, mit verlinkten Endnoten • PDF im gewünschten Layout, Schriften vektorbasiert, Inhaltsverzeichnis integriert • mit Kapitelüberschriften, Seitenzahlen, verlinkten Fussnoten etc. EPUB MIT INDESIGN CS 5 30.01.2015 19
  • 20. 20 OUTPUT 1: EPUB (MIT iBOOKS AUF iPAD) 30.01.2015 20
  • 21. 21 OUTPUT 2: PDF (MIT iBOOKS AUF iPAD) 30.01.2015 21
  • 22. 22 EPUB AUF DEM PC (ADOBE DIGITAL EDITIONS) 30.01.2015 22
  • 23. 23 • Offener Open eBook Standard • Ursprünglich für e-Texte auf Handhelds entwickelt • MOBI kann selbst hergestellt werden (Software MobiPocket Creator, Calibre) • Einsatz im iRex und Kindle • Kindle mit eigener Version AZW (inkl. eigenem DRM) – läuft nicht auf iRex… • Kindle-Software für PC, Mac, iPhone, iPad MOBIPOCKET 30.01.2015 23
  • 25. 25 • Tablets und Co. • Keine dedizierten E-Book- Reader • Multifunktionale Geräte • Auch für eBooks… • Multimedia-Inhalte • Integrierter Webzugriff (WLAN oder 3G) • Beispiel und Vorbild für viele: iPad MULTIFUNKTIONALE GERÄTE: TABLETS 30.01.2015 25
  • 26. 26 • Multitouch wie beim iPhone • Das iPad ist extrem schnell • Einschalten in 2.5 Sekunden • App Store mit zehntausenden Apps • Kindle, B&N, Stanza für iPad etc. • GoodReader, Papers, iAnnotate PDF für PDF- Dokumente • Pages, Keynote, Numbers, Quickoffice um Texte, Tabellen, Präsentation zu bearbeiten • Dropbox, ReaddleDocs, iDisk zum Verwalten und Speichern von Dokumenten in der „Wolke“ iPAD 30.01.2015 26
  • 27. 27 • Fehlende USB-Schnittstelle • Keine Unterstützung von Flash • Wäre wichtig für Videos im Web • Geschlossenes System • Der Preis für die hohe Geschwindigkeit und die Sicherheit MÄNGEL DES IPAD 30.01.2015 27
  • 29. 29 PDF E-BOOKS MIT GOODREADER AUF IPAD 7/5/10 33 iPad nutzt Authentifizierung via VPN: direkter Zugriff auf lizenzierte E-Books und E-Journals
  • 30. 30 • Virtuelles Laufwerk für Speicherung und Austausch von Dokumenten: • Dropbox, GoogleDocs, iDisk • Apps, die online Speicher unterstützen: • Quickoffice, ReaddleDocs (alle genannten) • Pages, Keynote (nur iDisk) • Viele Apps unterstützen Sync via iTunes TOOLS ZUM ARBEITEN 30.01.2015 30Fusszeile
  • 31. 31 DIE WICHTIGSTEN APPS FÜRS LESEN UND STUDIEREN 30.01.2015 31Fusszeile iBooks für EPUB und PDF GoodReader für PDF Dropbox als virtueller Speicher Pages für Texte, Keynote für Präsentationen Kindle für eBooks Quickoffice für Office-Docs
  • 32. 32 NUTZUNG E-READER UND IPAD IM VERGLEICH 30.01.2015 32
  • 33. 33 • Google Tablet • Hard- oder nur Software? • Samsung Galaxy Tab • Erschienen im Herbst 2010 • Android 2.1 • WeTab • Im September in D erschienen • Basiert auf Android 2.0 • Nokia • Basiert auf MeeGo • ASUS Eee Pad EP101TC • Windows CE7, Früjahr 2011 • MSI Wind Pad • Auf Win7 oder Android • HP Slate • Auf Win7, 2011 auf WebOS angekündigt • …und viele mehr… WEITERE TABLETS (ANGEKÜNDIGT FÜR 2010/11) 30.01.2015 33
  • 34. 34 • Netbooks mit Touchscreen • Beispiel: Asus EEE PC Touch • Klein, aber voller Funktionsumfang • Hohe Integration in Arbeitsumgebung • „normaler“ Windows-PC (Vor- und Nachteil…) TABLET PCS 30.01.2015 34
  • 35. 35 • iPhone auch als eReader • Nachteil: Bildschirmgrösse, Akku-Laufzeit • Vorteil: immer dabei, keine Zusatzkosten • Integration in PC und Mac-Umgebung mit Calibre und Applikation Stanza • iBooks, Kindle für iPhone, B&N Reader: mehr Auswahl an E-Books als für jedes andere Gerät SMARTPHONES ALS E-READER 30.01.2015 35
  • 36. 36 BESITZ ELEKTRONISCHER GERÄTE 36Quelle: California Digital Library. Mobile Research Findings.
  • 37. 37 • E-Books im Format EPUB • E-Books im Format PDF • Onleihe oder E-Ausleihe • Ausleihe von E-Book-Readern BIBLIOTHEKSANGEBOTE 30.01.2015 37
  • 38. 38 • Noch selten als Bibliotheksangebot • EPUB hauptsächlich als kommerzielles Angebot (Sony, Apple, B&N, www.books.ch u.a.) • Ältere Literatur (Projekt Gutenberg) als EPUB frei verfügbar • Eigene Publikationen als EPUB • Publikationsservice für Forscher • Konversion von PDF zu EPUB praktisch unmöglich • Probleme mit Tabellen, Grafiken und Formeln E-BOOKS IM FORMAT EPUB 30.01.2015 38
  • 39. 39 • Im Wissenschaftsbereich übliches Lizenzmodell: Zugriff auf lizenzierte E-Books via IP-Range, ohne DRM • Verlagsangebote sind nicht kundenfreundlich • Pro Kapitel ein PDF-Dokument • Jedes PDF hat denselben Namen (fulltext.pdf) • Benutzeranforderungen • Download ganzer Bücher, nicht nur Kapitel • E-Books mit integrierten Metadaten • Modell ist bibliotheksfreundlich • Modell wird vom iPad unterstützt E-BOOKS IM FORMAT PDF 30.01.2015 39
  • 40. 40 • Das gängige Modell passt nur für Angehörige der Hochschule • Zugangskontrolle via IP-Range • Externe Benutzer haben keinen Zugriff auf elektronische Ressourcen von ausserhalb • Ist für die Rolle als öffentliche Bibliothek aber wichtig • Neue Wege zur Vermittlung des Zugangs sind nötig E-BOOKS FÜR EXTERNE BENUTZER 30.01.2015 40
  • 41. 41 • Technischer Lösungsansatz • Temporärer Zugriff auf elektronische Dateien (entspricht quasi einer Ausleihe) • Spezielles DRM (Adobe ADEPT) • PDF mit temporär beschränktem Lesezugriff • Auf PC mit Adobe Digital Reader lesbar • Von Sony E-Book-Readern unterstützt • Via Bluefire Reader oder txtr auch auf iPad lesbar ONLEIHE 30.01.2015 41
  • 42. 42 • www.onleihe.net für öffentliche Bibliotheken • NetLibrary von OCLC (jetzt EBSCO) • www.netlibrary.com • Kompatibel mit Sony, Nook, Cool-ER • Overdrive Digital Library • In OPAC integriert • PDF, Mobi und Audiobooks • Ebook Library • www.eblib.com • PDF basiert • …. BEISPIELE FÜR ONLEIHE 30.01.2015 42
  • 43. 43 KURZER BLICK IN DIE ZUKUNFT 30.01.2015 43
  • 44. 44 • Farbige eInk • z.B. FLEPIa von Fujitsu • Problem: träge Anzeige • Liquavista: Electrowetting • Schneller Bildwechsel möglich • Flexibles ePaper • Readius (rollable display) • Sony Rollable OLED Display TECHNISCHE ENTWICKLUNGEN 30.01.2015 44
  • 46. 46 • Zeitungsverlage stehen unter sehr grossem Druck • Sinkende Einnahmen (Werbung) • Konkurrenz durch Gratiszeitungen • Hohe Kosten (Produktion, Vertrieb) • ePaper als Rettung? • Neue Geschäftsmodelle, neue Angebote • iPad als Rettungsanker? iPad-Applikation verschiedenster Medienhäuser • Skiff Reader und QUE wurden zurückgezogen eREADER UND ZEITUNGSMARKT 30.01.2015 46
  • 48. 48 Wired: Computer Magazin mit interaktiven Elementen und animierten Infografiken ZUKUNFT DER E-ZEITUNGEN HAT BEGONNEN 30.01.2015 48Fusszeile
  • 49. 49 SOZIALE E-ZEITSCHRIFTEN: FLIPBOARD FÜRS IPAD 30.01.2015 4954 Verbunden mit persön- lichem Facebook Konto Verbunden mit persön- lichem Twitterfeed Abonnements von Blogs und News Verbunden mit persön- lichen Twitter-Listen
  • 50. 50 • Werden sich die E-Books und E-Book-Reader durchsetzen? Zukunft eREADER 30.01.2015 50
  • 51. 51 • Prognose: das E-Book wird sich im wissenschaftlichen Bereich durchsetzen, aber das gedruckte Buch nicht verdrängen • Für die Arbeit mit E-Texten sind E-Book- Reader nicht geeignet, Tablets schon eher • Tablets sind (noch) kein vollwertiger Ersatz für Note- oder Netbook • Die Bibliotheken werden künftig vermehrt Inhalte so anbieten, dass sie auch auf mobilen Endgeräten gelesen werden können FAZIT 30.01.2015 51
  • 52. 52 Die Entwicklung geht weiter… …wir bleiben dran… Besten Dank für die Aufmerksamkeit! Fragen? http://blogs.ethz.ch/innovethbib www.twitter.com/ETHBibliothek www.facebook.com/ETHBibliothek FAZIT 30.01.2015 52
  • 53. 53 Rudolf Mumenthaler: E-Book-Reader und ihre Auswirkungen auf Bibliotheken. In: Handbuch Bibliothek 2.0. Hrsg. von Julia Bergmann und Patrick Danowski. Berlin, New York 2010, S. 207–222. DOI: 10.1515/9783110232103.207 Rudolf Mumenthaler: E-book Readers and their Implications for Libraries. Presentation at Ticer Digital Libraries à la Carte in Tilburg, 29. Juli 2010. http://www.slideshare.net/ruedi.mumenthaler/rudolf- mumenthaler-ereaders-and Rudolf Mumenthaler: Das iPhone als eReader. In: Trau keinem über 30? Die TUB wird 30! Kolloquium über eBooks und die Zukunft der Bibliothek anläßlich des 30-jährigen Bestehens der Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg. Herausgegeben von Thomas Hapke. Hamburg-Harburg 2010, S. 27–40. http://nbn- resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:gbv:830-tubdok-8459 EIGENE PUBLIKATIONEN 30.01.2015 53