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Lisdorfer heimatblatt 6

Lisdorfer Heimatblatt 6

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Lisdorfer heimatblatt 6

  1. 1. ,huc l,cr 2l)l):l SixDor +rrcir::|.(x) (r:llro TLigorf un! Gemige - eine urslte @estbirbte a eün mql,. ni , 'i . !.
  2. 2. lnhohsverzeichnis Heiner Groß Johonn Port ] .lohonn Görgen f Heiner Groß Ho ro ldWeile r/ Werner Noumonn Johonn Görgen t Herber Germonn Agnes Groß Günter Mong Heiner Groß Horold Weiler Heiner Groß Josef Rupp Lisdorf und seine Slroßen Dos Wosserwerk im Stoditeil Lisdorf Einige olte Gößchen in Lisdorf Englischer und itolienischer Gorten in Lisdorf lm fernen Rußlond mussien sie ihr iunges Leben lossen Wusslen Sie schon, doss... Mundori im Gloshous Woher hot der Roßberg seinen Nome? SR 3 - Londportie Touristen-Verein,,Edelweiß" Lisdorf-Holzmühle lnleressonies und Amüsonles ous unserem Archiv Auf Mission in Deuischlond Lisdorfer Heimotkundler ouf Studienfohrt noch Verdun Lebensbilder Lisdorfer Bürger Eine irogische und omüsonte Rodsportgeschichte ous Lisdorf Ferdi Quirin - ein ldeolist und Originol des Rodsporis 3 4 5 5 6 7 14 l5 t6 t8 20 21 22 24 26 27 Einlodung on olle Mitgliedet Leser und Freunde! Freilog, l4.Nov., ob 20.00 Uhr Mundqrtqbend bei Blumen Peier Somstog,22. Nov, ob 8.30 Uhr Studienlqhrt noch Metz Somstog, 29. Nov., ob 17.30 Uhr lkonen-Ausstellung mil Bruno Hewener 2. Dez. - Woche, ob 'l 1.30 Uhr Grünkohl-Essen mit LFG Somstog, 13. Dez., ob I 8.00 Uhr Fohrt zur Weinprobe noch Perl lnfo und Meldungen: Tel 1 16 94; 4 26 21;27 72; 113 2a5; 1 06 5l lhr Verein für Heimotkunde Lisdorf e.V lmpressum: Druck: Bonkverbindungen: Bezugspreis: Verein für Heimolkunde Lisdorf e. V (VHL) Am Ginsterberg I3, 66740 Soorlouis-Lisdorf Iel.: o6a31 /41694, Fox: 06831/128753 Heiner Groß (veroniworilich) Georg Groß (PC Beorbeilung), Asnes Groß, Josef Rupp, Wollgons Mong, werner Noumonn, Gühter Mong Dr,lckerei und Verlog Heinz Klein GmbH, Auf der Wies 7, 66740 Soorlouis-Lisdorf Kreissporkosse Soorlouis (BLZ 593 501 I0), Kto.Nr: 74 30088-0 Volksbonk Soolouis (BLZ 593 901 00), Kio.Nr.: 1401217629 3,00 . ie Hefl, Vereinsmiiglieder erhohen es koslenlos Nomintlich gekennzeichneie Arlikel geben die Meinung des Verfo§sers, nicht unbedingt der Redoktion wieder Nochdruck, ouch ouszugsweise. nur mit Genehmigung des Herousgebers 2
  3. 3. Verehrte Leserinnen und Leser, der Vorstand unseres Vereins als Herausgeberund das kleine Redaktionsleam freuen sich.Ihnen eine weitere Ausgabe des Lisdorfer Heimatblattes vorzuslellen. Das hat uns wieser viel Mühe gekostet und in den letzten Tagen vor dem selbstgesetzten Redaktionsschluss auch die üblicb Hektik verur- sacht, aber mit Abgabe der druckfetigen Vorlage in Form einer CD in unserer Lisdorfer Qualiläls- druckerei Klein ist das schnelt leryessen- Wenn das Blflt drnn noch zügig gedruckt wird und in der erwartelen Qualität vorliegl uod letztendlich der zeitaufwendige Versand reibungslos erfolglist, macht sich kurzfilslig Zufiledenheit breit. Das wähfl aber leider nur kurze Zeil, denn ünn warten andere Auf-qaben aus unserem vielfältigen Vereinsprogramm aut' ihre Erledigung. Für diese Ausgabe haben wir uns um Vielfalt derThemen bemüht. Aus dem aktuellen Geschehen ha- ben wir eine repräsentadve Auswahl dcr Ercignissc scit Mitte diesen Jahres getroffen. H.träld Weiler bcrichtel in Wort und Bild über unsere Studienlährt nach Verdun. Ich slelle den neuen Kaplan von Saarlouis-Sl. Ludwig und Lisdorf kurz vor. den von der philippinischen Insel Cebu stammenden Steyler Missionar Roberto Alda. Herberr Germann hat die farbenprächtige Bild reportäge von der SR 3 Landpatie im Gemüsebaubetrieb Erwin Faust geferligt. werner Naumann kündigt den 5. Lisdorfer Mundanabend .,Mundat im GlashauJ bei Blumen Peler an. Auf Sejte 30 stellen wn das Silcher Qua&tt S,tnrlouis Lisdorf im Bild vor dits in diesem Jahr unter ununterbrochener Leitung des Lisdodes Hubet Schmilt auf40 Jihre Bestchen zurück- blicken kann. Im Rahmen eines großen Konzertes in der Pfankirche St. Ludwig in Saärlouis am 26. Seplember2003 wurde dieses Jubiläum chormusikalisch gefeied. Das Silcher-Quarrex. dem 15 - 20 Chormirglieder mil sehr gulen Slinmen angehö ren. widmet sich u.a. der lnteryretation othodoxer Kirchengesänge und har Konzertreisen durch ganz Europa eiDschließlich Russland durchgeführr. Hubeft Schmitt, dem Gründer, Leiter und Dirigent des Silcher Quarrert. gelingr es mir seinem Chor immer wicder Chorgesäng auf hijchstem Niveau darzubieten. Auf Seite 3l berichten wir kurz in Wofl und Bild von einem Freundschaftstreffen der Heimatkundler Angelo ünd Rosalie Barbara aus Naro/ Sizilien mil Venretern des Lisdorfer Heimatkundevereins. Im weir überwiegenden heimathislorischen Teil berichren H,].|ld und Hermann Weiler über das tragi sche Schicksal der Bruder losef und Viktor Weiler. die als blutjunge Soldaten im 2.Weltkrieg in Russland gefallen sind. Aus unlcrcln on GiiDter Mng gefiihrten Archiv haben wir ejnige inreressante Anikel der verslorbenen Lisdorfe.Johänn Port und Johann Gör-len h.fuugeuchr uüd hicr rbgcdruckt. UDler Mitrrbeiler J(xef RLrpp hät fiir dicse Ausgabe die Geschichte des Radspofl in Lisdorl .rrrb.it.r. tu d.r $ ir d.D trrsis.hen Auglng eine Radrennenr an dcr Lidorter Kirmes im Jahre 1949 und die dadurch veranlassre turbulenre lirhlndlung i Ämtg.richt Sxrloui !oie die Lebensseschichle des Radsport originals FerdiQuirin au!-ge!!ähk haber. Agnes Groß bei)ssi sich rfden Seilen lE/ 19 ril dem !or 70 JahreD exinenlen nru risren Verein .,Edelwciß Holzmüh1e. denr nur eine turze Episode lergonnt war. 1ch selbsl habe n€ben der gemeinsam mil Georg Groß durchgeführten redakrionellcn Beärbeitung der veröffentlichten Artikel die Beiräge riber die vor mehr ais l0O Jah- ren in Lisdorl vorhandenen englischen und italienischen Gärten sowie das Lebensbild eines Lisdorfer Bürgers bejgesleuet. Auf Seile 3l haben wir eine Beitrittserkliüug zu unserem Verein abgedruckt. Trotz unserer jnzwischen auf 565 Mitglieder aus nah und fern angewachlenen heimatkundlichen Gemeinschafl hält der Milgliederustrom erfreulicherwcisc unvermin- dert an. Mit noch mehl Mitgliedem können wir noch besser und vor allem professioneller arbeiten. Für viele äuswäts woh- nende ..Lisdorfcf . nänchmal schon in dcr 3. oder 4. Gener.uion sind wir dürch unser Hcimatblatt und die anderen Veröf- fenllichungen ein Bindeglied zur Heimal geworden. wir fieuen uns auch über die zahlreichen Milglieder äus der gesamten Region. die aufgrund ihres heimatkundlichen Inleres §es zu uns gestoßen sind und viele Leser aus dem gesamlen Saarland und da[iber hinaus. Das ,,Lisdorfer Heimxlbhtt_ ist in- zwischcn in allen Biblidheken der sardändischeü Städte uDdGemeirden sowie derUniversitäts Bibliorhek. dem Kreisarchiv. dem Lmdesarchiv, dcn Minisrcricn und Krmmern sowic wcitercn ijffcütlichcü uüd privaten Slellen prilsent. Die zahlreichen Teilnehmer unserergroßen g-rägigen Studie eise mch Budapest nnd Wien im Seplember diesen Jahres wer den in dieser Ausgabe lieUeichMrgeblich nach einem Bildbe.icht darüber suchen. Aus Platzgünden musste dieser rul dic nächsre Ausgabe verschoben werden. Dann und genug Platz zur Verfügung srehen um über die vielen Eindrücke nr UüSrn und Östereich urd vor allem den großarligen Emplang und Pdsenlation durch Fmnz Josef Wein rü der Meisrcrschule für Fkrristik in Schloß Schilter bei Wien in Wo uDd Bild 7u berichten. In]ner wieder r,"iri bci nrir mchgcfirgt nach ..passenden ' Geschenken zu Geburlsmgen. Weihnachten oder anderen Anlarsen. Lnler ..passend ist hier ein heimalkundlicher Bezug gemeint. Da ich anneh e. dass zum diesjälnigen weihnachtsteI dic. Fr.rg.n §ieder im verstärkten Malle gesteUl werden. hier meine Empfehlung: ..Lisdod on de[ Steinzeit bis 7ur Ccgcnar- on Amt Firkenberg (19.50 Euro). ..Saarlouis Das konigliche Sechseck von Ludwig Karl Balzeril6.Sl Euro). ..Die Einsohner on Lidorl or 1S00'(3 Bände) lon RudolfZennd 139.88 Euro) uüd..Lctztc Zufluchlnäuc:Der Felsenstollen Roenrhal DasKieg§ .nd. in Lido.l" voln Henmtkundeverein ( 19.80 Euro). Diese Bücher kinnien inr Smrlo scl B uchhrüdel und dr' lerzlauliefüh(e ruch bci un .r$olbcn wcrdcn. Dic Autoftrn gehören rusnahmlos Lnscrcm Vctein m. Als Geschenk zu enrplehlen isr auch eiD Abonnenrenr des Heilnalblaltes oder eine ein- oder ehrjährige Mngliedschati in unserem Verem bzs ein Curschcin für eine Reie nir denr Heinrarkundevereir. Vorgeiehen iind für 2004 Reisen nach Südpolen (Brelau. Krlklur. Dreden und evIL Rom. Abschli.ß.nd nri,chl. i.h rllcn Betciligten rn diescr Ausgabe. insbesondere aber Georg Gdl ru' B. marais Iiir seineo unennüdli chen Eirsarz herrlich drnken. Den hotlenllich zahlßichen Lesem danke ich äir Ihr Inrefee und s iinsche iel Frende bcnn Lesen. lhr Heiner Groß Vorsilzender des Vereins für Heimotkunde Lisdorf e.V. ,"f ) a
  4. 4. SueilflU dutch dasalte lisdorf Beim Stöbern im Archiv des Heimotkundevereins Lisdorf sind wir ouf zwei olte Berichte gesioßen, die sich m;t den Stroßen und Gößchen in Lisdorl befossen. Der Artikel ,.Lisdorf und seine Stroßen - Kleiner Streifzug durch den Siodfleil 4" wurde vor genou 65 Johren vondembekonnlenLisdorferBürgerJohonnPo*(*28.2.1911f5.12.1984) verfossi und in der Soor- Zeitung vom 12.9.1938 veröffentlicht. lnteressont sind die domoligen Stroßennomen, die noch der Rück- gliederung des Soorlondes in dos Deulsche Reich teilweise noch Nozi-Größen benonnlworen. Allerdings nur bis 1945, donn wurden die früheren Nomen wieder festgeseizt. Der Artike ,,Einige olte Gößchen in Lisdorf" wurde von dem bekonnien Lisdorfer Heimoforscher Johonn Görgen (* 1898 I 1976), von 1950 bis 1964 Rekior und in seinem Ruheslond bis 1967 Lehrer on der Lisdorfer Schule, ve4osst und ols Teil eines größeren Berichts über,,Ursprung und Geschichle der Lisdo#er Slroßennomen" im Heimotkundlichen Johrbuch des Londkreises Soorlouis Iür 1975 veröf{ent icht. Beide Veröffenilichungen sind so inieressont, doss wir sie hier unveröndert obdrucken. Abdruck ous der Soqr-Zeitung vom 12.9.1938 Verfosser lohonn Port 8tstrorl üm leine 6ftoten / f,läi,:'älr;,:,,,, !i6bo!i, !€r Di€rigröBie gtabftcil golilauicrn;, IA6! !.t obe!ilöö{i6c! !3ebc6tung ler Gininrd r:1dreten, dlit ob biei.r gtaätt.il ü!r eine gtroq€: bi. Uboli.5ittur, gtrdic 6{iiB.. OaB äie ,,!leine gol3mntle" olB eir Ort6teil liBaoria t{rn Srembqn rur Eenig b?fontt iii, obtlott niöt ,rn! cin l0eg bon ber ,,5ohflnbl." 3ufl gtdlttsit Sigbori iü!rt, ilt tdl6l!.gg ladönbliÖ. qtsenn arö bi. j.Biqe 6Daniolilrdqe bie,,SaqrberletrslhoEe" Don bü6.n noö brüben bdr[ellt, io t au6 be! .,8ltrl. l!eg", 6{r cm Uüegong6}unIt ner ,,6oljnlrle" begind üt dn tcn ofte1! EeiiEtlrfl ber 6ei6tliiter greiningEr D0rbeihltrr, iotDic porollel flii ben ,,mnttsnbdö" bet, läui( unb im,,gobor" ErieDemrn in bie ubolLSitler, 6traBe rfllerbal6 DeB,,'Xoienrbal8" €inninbet, tleü, boi er 6eionberd 6eftorge6oben t!rrb. gm ü6riqm iint eg bier gtraien, öie öer €idif" t.ir läig6ieitig auihilen. 3unä6i1 iit boB bie 1lbo{i, Sitl?r.€hoie, sld bie srößte .5rrci?i bonr öie ;elb. itrdtse, Die 6ei ber ,,Oit-Goroqe', 1106 in 8€reiö be1- lnreniiabt, beginnt r in bc! qIöre be3 nleiriornboiee ift gtubtt€it 4 bi?berun ir bie !'tboli"6iucr.€troic müniet. Oie 3rociiglnBie gtrdEe ne6€n b€r üboii,tiifer, qhoBe iit bie hürde Groiiha6e ün ieiige !trdltler" Oarrc,gtroie, 6i. 6ot[ begoeg€r niJ !te6t !€n ttomgn b,6 !Rei6€6duernfüDrer6 häqi, oeil lier bie fleiitel gdll, eü 1rniele€ gtobffeil3 llotren. 11€ber!a!rt mo6t iiel€ €ka6e eiren g.rilegtefl €inllud rnb iit beionbera i1r ilrem oberen geil al3 efle ghdi€ onirre8 OtdOlhil6 go" ieerf borb€fl !nö iii taietue ,,in 60üB''. (flcu?ltlflgt iit auö bie €rdriDlihdBe flif dner geaüülobc1nbede berielcr borben.) Odiril lDmmt dl6 lierie ber giobt. :.il !i6Dor; D r6iiebenbc glraBe bic §teinikoie tn Sa, ::rtt. )re oor ler 6oCEeEei'el.6hoBe (lnltclen 6nd. Dori:i'rcie) rl.rrn lr1ldgoflg nimmt unb dn bet ilä, Dcren Eir6en' !ü i.6ig.n 6inieniiioBe cnlel ocrabe lieie gtrale bietet aEm geiuolr !i.l orfBgeiöiötlid) ger.ntsberte6. gteben biei.n !i.r iogenonnfe'l taü]tftm. Ben gi6f e6 noÖ eine Ecitc ni6l unbebqrtenter Ee. 6?nliroBen, Die boupriA6li6 irler 9lc,nen !on !tdbo(n fiamilier berlciL?n. go einmol im Unionq b{B gtaDncilä - lon ber Snnenilobt olrB geieren! - !i€ Ereiningar, 6lrrid,', 21a!I,, 9ei6r t., Wabee., !Doli6,, tinten,, lon3bolfer. rlLb 9€nnolrn'6ho8e. Oie IcStare tdt itler flamer ooll Daber, baü mit 9cndJidl dui ben in lr6bori Saitrci6 borianDenefl ?Idrnm ,,qrlllonr", lür br( b?r eoiBndme ,,5erflanna" gitr, breie 6traien6enrnnunq io Erlotgle. Oonn iei du6 nodl öre 9inleflilroBe erDä6nt. bie Don ber Qga(tbcr,)orlc.gnaie au6 6id rur ßüör fütü ünb be6oeqen borDsm ßiroenirrai{ bie!. Sernsr gibt eA nDö eirie !lr3db[ lethäümter 6aii€n unb 6ä!, 6en, beren 8e3siÖfirng an ftdn6e ortagei6iotlidx §ot ia6e artnüpit. tst,si ehdler 6a6.n 6rra6erba6nbe16in0rrd. unb 3lDdr !i.e qbolf.Siiler,gkaBe ndö $atgaiien 1rnb tie 5o{t'lDeiiar.6imBe naö €ntstori. Oi?'I!oii.titler, 6i!o6e tat olrierbem 9t inbdbnlerbinn1lng bon €ngboli no6 Gdar(autetn ünb alo ein3ige Etrdqr bei g.iaflien giobtge6i.reB lonit auf 6.rb.n 6.rten b?r graie 6dJi?, ner!ftrAnge liegrn. 3um 66hi ili ll.6 b€r T?ü5hnE,{s rirrdtnt, b{r IinlB 1rl1r.rbal6 D.r,,io!.rkrbrüde" ab:3.e'q! lrb Ii6, biB tur Gi[en6a6ß6rüd€.q'ft€dt, ar be1l orö bi€ 'mbet ir Selrieb qctD.Jc. qeirbdrbCfö.:n!t€,rnb bad eaor- nobleniiütee?r! lt qL {Bmn ma1 :'.:fl Seg flDd} b?i. tcr berrotgt, io getangt man :{r Zror .nlonq .beniolld Jum ,,Oilidrten'-i ber- Don iDet :e:rei 3 {riei6{n ifi. s.
  5. 5. tinige alu Gäßchon in lisdoil Eine Vielzahl von kleinen, schmalen Gäßchen a1s Querverbindun8 mit den größeren Wegen od€r als Zutang zu gewissen Grundstticken bestand schon nach den Bannbüchem um 1700. Sie sind aber sicher schon viel älter Däs erste Gäßchen nahe dem Hause Ringk (um 1700), heute gegentlber der Metzgerei Bla- sius, stellte eine kitrzere Verbindung zwischen der Groß- und Feldstraße her ln der Nähe des Gäßchens Ia8 damals das 2- Backhaus. Das 2. cäßchen führte von der Großstraße am Hause des Lehrers vorbei (Mädchenschulhaus). Daneben war ein Brunnen. Das 3. Cäßchen gegenriber der Wolfstraße an der ftit- hercn Post vorbei heißt in den Bannbücherni Raven- steil. Nach Christmanns Flumamen b€deutetsteil = ei- nen einzelnen Baum oder einen Pfahl, bei denen ftü- her (vor 1700) die Cerichtsverhandlung unter freiem Himmel stattlanden. In dem Wörterbuch der deutsch - lothr. Mundarten von M. F. Follmann hat ,,Raven" die Bedeutung von sühnen und auch wiedergutma- chen. Ravensteil dürfte daher der Ort sein, wo früher ;drn.n !ß.ii..riahtar. ' rrai rui i6n !( hiiotrDds q.:oqr:tm loioDi,!i ortlni.,, &rbil!'ifl. !,iD!ti. ,l.nmi, nh .n.äcl ir löntrrr. oi' uirg.n! lodiibio.ir! qrDrDtr!t. uni olr dlirn enlsd: prxiq?(!r Alri.eiiolqu's lür Di. b,Ih.n So rklmonak ,i §.tn: r! !'d, ntti. .i" ir orrtrn S.:trktr kDtii:ir örr orict Di( ::,r: ö? lirlsrfl rter .loöbld l8oiirtdbBldr, i!1ö4n !.: nr: h "xtg!i. bds nöIi1. 9lob irr Sr.i.,u1! !.: 6.m-'rlotrDc*trn r 'ai|xiG' i,n -1o68 llli otr,!. iir :ß)rri: !Fb.a Di" GBdIlio dm! r.B.ir,id.n $di.I!.ohnrnq.. u D o.:tiiuioi &1.r. in Eierili !c1 !'rDoi.n' 0d' honJ. EIErqMfi.t *!iora,i ioll. l.iD.: bd: id, c tdr:iir.lrung Dr' !.6!@ i 4 rtods rr otr lnnqc qctoq.,:. h Doir in aoriok, y. hü iohir nodr nirr hrtrqslirlh. 1lntrr! ihE nq.tr;eid/ Eirlur0 n.ö ni6! aürü6rl lonni. iii rrni ihE! liolhrixio dolo.rmhdh. gnhd. E(!0. ö.!6olb rr giorii G{ohn*, E.i, llt- ilt; ir :.hx 190. « orr tr'r iri D.i ,.i'oltnübic' ,Lsm ${ärü{. l$ qrrdr? trr Ddr knki jdb!i,: itr dhühl.r &h. g.ikllhi Cni'lodunJ.tr b.i M,t': lidrt ikh: s.1ü8d, Abdruck ous Heimotkundlichen Johrbuch 1975 des l-ondkreises Soorlouis, Verfossser Johonn Görgen der Sühnepfahl als Zeichen der höheren Gerichtsbar- keit gestanden hat. Vor Beginn der Gerichtsverhand- lung wurde an einen solchen Pfahl unter Hersagen von Zauberformeln ein Schwert ein Ziegelstein und ein Stück Rasen aufgehängt. Das Schwert symbolisier- te däs Recht des Ge chtsherrn ltber Leben und Tod, der Ziegelstein sein Recht ilber Haus und Hof, das Ras€nstück die Verftigungs8ewalt ilber Grund und Boden. Die zur Großshaße - gegenüber der Deichlerstraße- qu€rgestellte Häuserzeile am alten Bachbett war der Zugangsweg zu den Mtlhlengärten bzw. der Loh- mühle, die bereits 1399 erwähnt wird. Die Verlängerung der Großstraße als Verbindung mit d€r Fähigaß (Ensdorferstraße) war die sogenannte Hirtengaß, an der auchdas Hirtentraus stand. Von hier aus ivaren auch die Koppelwiesen in derGraß-Au be- quem ar erreichen. In der Nähe des Hirtenhauses an der Fährgaß stand auch der 3. Bannofen. Abdruck ous der Soor-Zeitung vorn 12.9.1938, Verfosser Johonn Porl 0os !ßofiemerf 4 im 6toDtteil SirDorf Eoi.iI to!.nks :!or-r!!erl iur .ir. ZhDI utri lröcio D:rI E .iEr ,,ln(olid)cn'Errolr.i. ü( rr rr 5outrn6. ('rin:ruo.I i.irlirt. Dn Dai in !iröo,' bd äoli in. h(o(nü. Dd' h,trh I iir eioo,l.1 in D.n eibn_c,ßtr Jnbl.r f,ltrioor ü !.: rrqn I riiillltrEn liridd niöi Dortqii. iii. O,i uhi!dn!. bo-F b.! =!dönd. r:r5Do!i rillöirch.ior D,t ,.i1u4nuhk' «nc olu.l', io. rcliiö unD ftlbiarmdhiq dle 6,mütior! bronfidloillr. lubr e. stlclEia h; Aat.; ohir rik«e !rl.trn.n. O.rqo. Dn 9cm' ndi'6r tl !l. yluunq 6.Dh,lt ill.lii.i. S.Dirriöoitutr9 ootu i.ll,iri4itinlliö düd, lii ls.riai.lue b.! 6.düi.lüiu&tr er66!: !l.il du. trali oor S.tri.neiolr.n Dotboib.i iixb, io !r! jdll hn loilDinldrqitliör sdu.b, b{ rrr rrd' =uorg.F;i.bd!rr irl!mdiiqcr Cnbdu tdit, !ii tui: nh qnrrrlhiotri §crrirt 'nir rtrr.rrDrl!r 9.Eirti4oiturE llliib. ! 6,ordui.r, ldlt :üb erh - u(o!idb: n.rn rdö -noD(nid 6rutroiüic1 .' ('.1( itr! oori.dxDcn -' roDk- ,9.crnorloo.n) ii(D i,i duö olh nrl'r oöo *x,q.: Dor b.: $oil.;{iorq!iq .ntidt.ib.rb dbhon§ro !i! !j o h ! n D . r 6 6 I t n i i J . iii!. ldt üi duÖ tirnol 6.r' ourq.irüh, nröl i. io.ol, Di. o.!i6i.!.n!liö .ßqroBm(i EtD. gA' o.i!!rn lon b{ 650 $orqd oob!tr lisDond tt ulD of,, !n do! ..50n" IilenDli ooi.tritlb.i iir hr 50üi lßDo!r, hri hi.irir ru iin;. eh! loo !üi oln lrs!ori{ Sonn od'r 6ir. l,qii. -Drmrn, urD ,,gui D.i ssq_ l'nö inr ktot. SdiDboo.r lor oi.m* h'5 ir.b.i!.r, tum:dl ioodr 6kr ihi:. oiluii.ä(n !o Di. 9ß o I i . r D r . i l. Dlrd .in! nrur €oiurg rr.ßItrrr .iiö.nli6 dui 25 Ei§. tufts.i.rt ouruli, bür'l. Dc nunhrnt. h(r . 5o3 oli. Ißüädud lrori .htrn Sci,jlr: ni' Lud'icii 200 6h idäuloilroft. DibG1o ooi lld h@rt d. !0, m,: d14 $uu Irfth. oon tunb 22! O,O 9ilui, lrirrl'i sr,or, mrt .i .: :tsri. I!tl!!ith.k dhi .on tO@ , n ftl.E!üirJllrr oc( :c0 to: nn! !h 6oö!.6äl'a '.n 30m rhß, ü,:r a.!: ur .iri dG loE EüiliqÖ. üb(rffi. 9lölio.riol.i ldia iis u! Sdl bi:;r ls0 ith lBoi'ic ii b;! Ghri;. rnirn. ckk orrk,Jra( !:ii:r1oioun. hi! i1 ob* ou6 utrb(Dhoi :r:o,o*'::' o":1- 'nor r.: iniin u'; r!6 it bh forqrnDcd:,it"., o(0r,, o* tßDo:i.: brrtrl(oou:rn 6I arrr !4 ri! b.Diu(rtrnr :dr'üiF rjhl.r ürcci, .ol bot rr 5od'rcnns b(ionürs slr.s( .ltjrlL: :1, 3.a,:ru,,t bd 6.. i;ii;;;';;;. c.in,niiridi,"ä ' b.' son;o!.ir.. .in q.crri.iio6 l..Iil,i!i.htr" Dlr Dorlr* 6;idrD!i.1 soä.ai.ii. h un mtiri'tr I i!mn €l.Dhril!n toi f.rbi! outi6li.h.i. I i.0.nldl-. D(!Ddnkn bi. !itb.ri( g.nüi(t'o,.di :ir.' ._t:bt' lo.E;ltuno bh orcirüa@ hr dndktrltnsbcd. ii.it '1 Dii.r li". ii. uäi,*ir di6äo.i snarln:1h.ir §. Ei::''ii :1 D.- nad, lirc gl,"oi." brürn;ir !.o6adrrar Idii.n. !db:,..t !ri5o..: !o:u l,ii;.;h;,. i', lin t.ii:r' oo.toir.".,. ;.r - sainr:ltiu'oo d$u' ln-; ,- i" in bln !o[.n 6rnüi 16 D!,q D:1 gi.ulol Dri lu;niEr!. 4 brbirqRr soiii(cidir-li iL o.rd19fl !r-F n iDrn .@i6nlm ,l.u6iu .iirm lq1qq.fi.rti gr_dr !( !Fhon': Ino6q.iorari Eurb.. b.e,6 bk-ii:]iio, Elr.illdhlr 6!i bir l,r S:hE 1935 lriolsrd §ruroir li;-';. lr. Anmerkung der Redoktion: lcs l9O4 erichlele Lisdoder Wosseee* lo9 im Bereich des heuligen Neubougebieres Holzmühle. Es wor bis noch dem 2. Welt- <. eS i. Belrieb. Dos i. den Johren 1935-1938 hinler dem Obstgorien erboule neue wo$etuerk mlt dem Hochbehöller ou{ dem Pioäe.berS dienl seii Johren nu. noch oh Resetue-WosseMerk. Lisdorf wird seithe. lom Wo$etuerk West in Beoumoro s versorsi.
  6. 6. Heiner Groß Inglischq und italienisonet Garten in lisdotf Noch Überlieferungen, die durch Nochforschun- gen des Lisdorler Heimolkundlers Johonn Görgen vor mehr ols 30 lohren ouch belegt sind, woren vor etwo 150 Johren zwischen der Morxgoß (heu- le Morxslroße) und der Föhrgoß (heute Ensdorfer Stroße) zwei Porkonlogen, die von 2 m hohen Mouern t-rmgeben woren. Eine von ihnen wor der englische Gorien, die ondere hieß noch Ermiälun- gen von Johonn Görgen iio ienischer Gorten. lm itolienischen Go*en solen sich die Offiziere der Gornision Soorlouis regelmößig geiroffen hoben. Der englische Gorten diente der Erholung der Lis- dorfer Bevölkerung. ln diesem woren noch Johonn Görgen 2 Kegelbohnen und in der Mitte hobe ein Povillon gestonden. Von diesem Povilon exisiieren heute noch Aufnohmen und Zeichnungen. Es isl bekonnt, doss der 1998 in SteinheimAVesifolen im Alter von 102 Johren verstorbene gebüdige Lisdor- {er Vik}or Schmiit, der ein exzellenier Moler wot den Povillon im englischen Gorlen gemo I hoi. Noch Johonn Görgen fond in diesem Pork u.o. im Johre 1863 ein großes Sörge'{estdes Mönnerge- songvereins Lisdo# mil Beleiligung des Gesongver- eins Soorlouis sioii. .Johonn Görgen berichtete vor 30 Johren ouch, doss die dltesten Leute von Lisdorf ihm berichieten, doss sie dort schöne Slunden er- lebien. Zu Beginn des vergongenen lohrhunderts koufte der GrundslücksmokLer Honou ous Slroß- burg dieses Gelönde ouf (ob von der Gemeinde Lisdorf oder einem onderen Eigeniümer ist nichi bekonni), porzellierte es und veröusserie die ein- zelnen Porzellen ols Bouslellen. Es hondelte sich um die heutigen Housgrundsiücke on der Ensdorfer Stroße, der Feldsiroße, der Mor-x$roße und der Provinziolskoße, soweit sie in der vormo' ligen Porkonloge logen. Als neuen Festplolz hobe die Gemeinde Lisdorf ein GeLönde im Rosenthol hergerichtel, ouf dem r.:.o. im Johre 1902 der Bergmonnsverein St. Borboro Lisdorf dos Fest der Fohnenweihe beging. Es hon- delte sich um den Bereich des heutigen Sportplot- zes Rosenthol. Noch lohonn Görgen befond sich eine weitere VoLksbelusligungsflöche (heute würde mon sogen eine Noherholungsflöche) hinier den Fischerfe dern (heute Bougebiel ,,lm Fischerfeld"/ Gorienreihen) und wurde Bo losgdrlen genonnt. Diese Anloge sei wohrscheinlich geschoffen wor- den von dem reichen Mühlenbesitzer Bo los ous Wodgossen, der sich in der Revolulionszeit (noch 1789) hervorgeton hobe, indem er beschlognohmte Klosiergüter in sei- nen Besitz gebrocht hcibe. Es isl feslzusiellen, doss ouch vor mehr ols 150 Johren, ols fosi ol e in Lisdorf noch mehr oder weniger in der Londwirischo+t tölig woren, schon ein Bedürfnis noch Erho ungs-, Frei- zeii- und Sportflöchen besiond. Der Arbeitskreis Heim otg esch ichte des Vereins für Heimolkunde Lisdorf e.V befosst sich zur Zeii ebenfol s mil den Irüheren Porkon ogen in Lisdorf r,lnd versucht Ndheres sowoh über den englischen Gorier ols ouch den ito- lienischen Gorten herouszullnden. nn.! §ki,,. Dle Ze chnu-9 ::: ::. .-: T eng i- schen Gc--:- I :: 3:- enrous im Morxer C:-:- .:- :: - :-: tisdorf ge- bürtige--. ::: '. 896 1998) wo. - i,-:: :' . - .:- l.lu il976 ce C-: ::-: ::-r: '.'GY 1859 Soor-tsäoi a ö.tnq! - {ds dG. 4ctrtrll)s'n ln ß3rr.( 6§dcll - rc!§ oon ( tr"thLng. u,i{orä Dir.h(o! ü.r I§.ltarw.rtus rr trradg
  7. 7. lmlemen Bußland musstensie iffiunges lelen lassen - [as Schiclsalde] Bfidcr l0sel und Uimr Weilel - Die Milglieder des Heimoikundevereins Lisdorf Horold Weiler, Regierungsongesle her beim Londes- omi für Finonzen in Soorbrücken, und sein Groß- vetler Hermonn Weiler, Pensionör der Kreisver- kehrsbetriebe Soor ouis, hoben für diese Ausgobe des Heimoiblottes einen Beikog geliefert, der dos Schicksol der Brüder Jose{ und Viktor Weiler ous der Mochesslroße in Lisdorf behondelt. Sie musslen wöhrend des 2. Weltkrieges im fernen Rußlond ols bluliunge deutsche Soldolen einen vie zu frühen und sinnlosen Tod slerben. Hermonn Weiler isl der iüngsie Bruder der beiden Gefollenen. Er wor ersl I I bzw. l3 lohre olt, ols seine Fomilie die {urchtboren Nochrichien vom Tod ihrer Söhne und Kinder erhielten. Domolige Mitbe- wohner ous der Mochesslroße erinnern sich noch heule, wie die Mutter von Josef und Viktor Weiler die Todesnochrichten in schierer Vezweiflung mit Schre L,ö_pfer urd geo'oche1e1 Herzer verwin- den mussle. Szenen, die sich mit der Foddouer des furchtboren Krieges immer öfter obsple ten. ln die- sen Siluoiionen, in denen vor ollem die houpt Peier Weier und Morgorethe Tochrer Anno fl9l6) im Johre geb. Schmiit mil ihrer l9t 8 leidenden Mütter mit den schrecklichen Nochrich- ten vom Tod ihrer Söhne, ofi woren es noch Kin- der, kon{rontiert woren, überhörlen die Noch- richienüberbringer, meisl woren es örtliche Nozi- Größen, die schlimmsten Schimpfwörter für die Kriegsireiber um Hitler, Göring und Goebbels. Die Eliern von Josef und Viktor, die Eheleuie Peier Weiler und Morgoreihe geb. Schmiil, holren sieben Kinder. Dos öhestewor ein Mddchen, die 1916 ge- borene Anno, spöler verheiroiete Reinerl, die heuie ols Hochbetogte in der Gotterstroße in Lisdorf wohnt. Donn folgfen 6 Söhne: 1917Pelert, 1919 Josef t, I92l Honsf, 1923 Fronzt, l926Viktor t und 1931 Hermonn, der die nochfolgenden Bi d- und Textbeitröge für diese Veröffent ichung zur Verfügung stellie. Peter Weiler unlerhiell in der Mochesslro8e einen londwirtschoft ichen Nebenerwerbsbetrieb. lm Hor.]piberuf wor er Fohrmeisler bei den Kreisver- kehrsbelrieben Soor ouis. Vielen ölteren Miibürgen isi Peler Weier noch gul bekonnl ols Kommunol- po itiker in der Nochkriegszeit. Als Mitglied der CVP gehörte er von eiwo I947 bis Ende der 50 iger Johre dem Soorlouiser Slodkot on und wor ouch einige Johre Odvorsteher in Lisdorf. Wdhrend des Dritten Reiches wor er bekennender Gegner der Notionolsoziolislen. 1962 isl er verstorben. Mil Ausnohme des jüngslen Sohnes Hermonn, der noch zu jung wor, wurden olle 5 ölleren Söhne zum Kriegsdienst e;nberufen. 3 Söhne hoben den Krieg, wenn ouch mil Verleizungen, überlebt. Josef, der l9l9 geboren und ols Londwiri im e - ierlichen Betrieb tdtig wot wurde 1939 kurz vor Kriegsousbrr.:ch zum Wehrdienst einberufen. Als Angehöriger einer Grenodiereinheit wird er beim Rußlondfeldzug eingeseti und $eht mit seinen Ko- meroden Mitte November I 941 kurz vor Mosko u. Als donn der russische Winler mil vol er Höde ous- bricht und der russische Widerstond sich noch der Ausrufung des,,Voterlöndischen Krieges" durch Siolin millionenfoch formierf, wird der deulsche Angrif{ mit einem hohen Blutzol ouf beiden Seiten zurückgeschlogen. Bei einem solchen Rückzugs- gefecht, nohe der Siodt Moschoisk, ist Josef Wei- ler om 18. lonuor 1942 gefollen. Er wor erst 22 lohre o t ols ihn dieses Schicksol ereilte. Zunöchsl goh er o s vermisst- 1957 wurde er für ioi erklört. - !lv/ lt § I ÄL
  8. 8. Viktor Weilet der zweiijüngste der FomilieWeiler, wurde ols 17 iöhriger, kr.:rz nochdem er bei Böckermeisler Rudolf Breinig in Lisdorf eine Böckerlehre obgeschlos- sen holle, zur Wehrmochl einberufen. Noch kurzer militörischer Einweisung kom er 1944 zu einer moto- risierten Artillerie-Einheil noch Rußlond. Dort ist er om 3. August 1944 nohe der Stodl Stryi in Golizien (heu- le Ukro:ne i'n Grenzror..,.1 zu Po'erl bei e'nem.trssi- schen Angriff gefollen. Er wor erst l7 lohre ol1. DreiWochen späler, om 26. August 1944, v/öre er 18 geworden. Noch diesem ergönzenden Vorsponn von Hei- ner Groß lossen wir nun Horold und Hermonn Weiler berichlen. Die Redoktion Josef Weiler im Johre I939 ols Militörmusiker der Wehrmocht. Zu diesem Zeilpunkt, er wor ge- rode 20, ohnie er noch nichis von seinem Schicksolin Rußlond. 22. Joni 1941r Am {rühen Morgen tönt den ,,deu! schen Volksgenossen" eine unerfreuliche Übeno- schung ous dem Volksempfönger entgegen: Zuersl die Russlondfonfore, donn verkündet der,,groß- deutsche Rundfunk", die Wehrmocht sei ,,milten in den gewoltigen Aufmorsch des Feindes hinein- morschiert". Mil dieser Propogondolüge beginnt der große Krieg im Osten, der vor ollem über die Völker Osteuropos so großes Leid gebrocht hot. Zu Beginn löult dos ,,Unternehmen Borborosso" unerworlel er- folgreich und Josef Weiler slehi mii seinen Komero- den vom Grenodierregiment 347 Mitle November in den Vororlen von Moskou. Donn selzen die Schlommperiode, gefolgt von einer exkemen Köliewelle, und der Gegenongriff der Roten Armee dem Blitzkrieg ein jähes Ende. Vor ollem der Winler mil Temperoluren bis -40 Grod trif+t die deul- schen Soldolen unvorbereitei und der Krieg friert ein. I mit Kriegskomeroden vor einer russischen r 94t r--i ?0 lroll wuss0w MOSKAU now ittllw ql-, Bcricht uon llermann luciler und llanld Weiler Das [riegsschiclsal uon losef llleiler Josef Weiler (rechls) Bouernkote im Herbst Die Kömpfe um Moskou im Wintet 1941/42 ,J $#-t ffiffi
  9. 9. Die von KöLie und Hunger zermürbten Soldoten müssen zurückgehen und in monotelongen Rück- zugsgefechten die Rote Armee oufholten. Die Be- dingungen sind unsdglich schlecht und die Kölie forde( unier den Soldoten mehr Opfer ols der Krieg. Erst Mitte Dezember besserl sich m;t dem Einlreffen von Nochschub und Winierkleidung die Loge und ouch die Feldpost funkiionied wieder Jo- sef schreibl om 3. lonuor 1942 einen Feldposibrief on die Eltern. Der Brief sollte sein lelzles Lebens- zeichen sein. Als dieser in Lisdorf einiriffi, isi losef vermutlich bereits toi. Trolz Zensur der Feldpost konn mon ous dem Texi die schwierigen Umstön- de erkennen, unter denen die Soldoten on der Froni leben musslen. lm leizlen Brief schreibt losef Weiler: ' )t^'k '- tr" '" P''. -"r*t" ''L'l ' ""'. l'. 'Ln fL*'t 'u": ': .,7,._r_,. 4/A 1- ,,,i ;,. "? :^ iI'i'").,--"r;-: J' ^*a't 't'" r'! , ' ' -/ zt- ''1 '"''t'<' l 'u' "ü*" ')-' ' . a2tt +4t/q "-' ' ''l '' ''"' '' 4J-- j49"f , /l-tt ' /j ','"..,.1.[ ,-, ",,-h1, ,l*lÄ ) ,.-,!-r'., ! ,", r*,t,_ ., 4,trr"r,l*t t +,zt ,* P,L' /" -,..,-tattttt.l 9i,1,, 'tu u-' 4).r"0[.Lr ^. a,n ,.r^ l-,*' /*'-, -, - ,r.*t^.,111 ,, 4 q {ut ^ a'^':)",^:i-I %,^t;-4rrd' Liebe Ebem, hobe mal h,ieder eine htne Gelegenheit, ein paar Zzilen at schreihen. Ich bh noch i11mer unter, was bei Euch j(t .tuch .ler Fall seitlwirc[.lhr schreibt mir class ihr schon lange keine Post von nir erhahen habi Das lieilt nicht an ,nir sondem .ut der Feldpost. Ich habe itl der lefien Zeit noch innler regelnuißig gesLhrieben, aber i t Mondt Deaember hotte ich keiß Zeit. Wdut t, clas könnt ihr Euch de ketl. Meine Katneraden haben auth geschrieben bekomnen, &ßs ihte Ehem auch schotl l0 bis 12 Woclßn keine Post erhahen hötten. Liebe Ekern, ihr habt nir in gutzen 8 Ptickche . ie 2 Pfund wegge- schickt, ich habe bis heute 7 Stück erhalten. Vor einigen Wochen hane ich l20Reichs,nark wertgeschickt, hoffent- lich llabt ihr es erlßben. An Neujahr hatte ich v,ieder 80 RM weggeschickt. wenn lhr dos Geld.lles erhalten habt, datn schreibt mir gleicll Bescheid utd hebt es mir gut ouf Dann habe ich nn ganzen 400 RM. Die Briefe ron Anna hatte ich alle erhaben. Von weilnachte hahen wir ni&ts ge rcrkt, da warcn wir tu StellLury und wir haben 3 Tafeln Scho koldde und 60 Zigarettefi beko ü1en.Sil- Nester t1d Neqab l1aten wit dns Glü& dass v,ir zurächnrcn. A Silrcstet beka- e wir auch kleine Geschenke utuj Schnaps und Sekt. wir worefi efia 5 kn1 hiter ler Frutt ufid wir hatetl gana an- ttütclig dds Neti.ür dtlgesLhossetl. Wi, .tchossett nit unseren Getvehren. t11i L?uc hq)ttronefl, sogar Hanclgrana- ten zogen,iit db und die Artillerie sthoss ganasthön. Das rwr so eüt tich- tiges Feuerwerk un l2 Uhr Liebe El- tent. ich bntuche utfue.lfugt eit Ess- beteck, also LöJfel, Messer untl Gabel, a dann bruuche ich a ch nocll Ta- schettächet, Rusierklingen und nr al len Dhgen brauche ich üteb Zigarer te blättchett ufitl Zigurcfien vie übliclL Die S che |o Perer Zenner ltufie ich s,:hotl erstet get,ustt als iltr nir ge- schrieben habr. das httbe i(h ron seifier Kotfiptulie gehüt. wir haben jet.t eitrc sellr grolle Kälte und seb üel Schtrce untl.iet<t im Motldt Ja uar untl Fehru- ar konnt erst die richtige Külte. Ge kleitlet bit ich ja zieniich gut, ich lnl) v':iecler alles neu. Nun will it:h nnlwie Es gräl3t euch dlle nocll bei bestet Ge- sundheit: losef. Gefteitet Josefweiter, Feldpost I 5012 J*,,Lk. *^ '*n.*, ,,1- ,r^,1 -, . lt ;" k"-r. ,'Pi-n -L +t'r .7 '- t .,-,],,.l.ü ,,11,,^. .11L,,t-, /+,rL-lF/r ''"' - J ,1.,n 41,!r;'n,,^, 1t*"t,'rh",f " -',,"1'-, " rr",^ ** at it *h 't" l;!r' t 1.' ;;':y;: r^.,r,,r;:::, - {i,7, ^,t /b"f J- ,* 1'...' ,i-ll^,;4. "n'r*..t.,, . -.t I hlda 11, )''tal" t '' ,',:: ,,^".-",- ,l/t'Jt lvtt' ''i ,y').1 4 '1t' , ,, ,, ' L 'l'l . 't*11 '-t '' ' 9 Ah.l rk dererref Seire.les Briet;
  10. 10. Donn komml von losef keine Post mehr, sondern die Vermisstenmeldung. Mitte April kommt ein wei- lerer Brief ous Russlond, in dem ein Komerod ouf Bi11en der Angehörigen nöheres über den i :: letzien Verbleib seines Komeroden Josef be- ric,1tel. In seinem le rlen Solz össl er l.einen Zweifel mehr doron, doss er m;l dem Schlimmslen rechnef, denn nur Tole können im Herzen weiterleben. Liebe Fa lilie Weiler! Ich habe Ih ren sc hrne rzlit: hen Brief ül)e I den Ve r bleib llws Sohnes JosefWeiler erhaben. Wie Sie tuch w.tn der Kornpanie betltlchtichtigt toftlen sind, tnöchte ich lhnen, liebe Fatnilie Weiler die letaten Stu den iibet lllren Sohfi schiklem. Es tat an 18.01.42 in Moschaisk; wi'lagen dort und hotten tlen Aufrrag, tlie Stadt.Lt rarteidigeü, als ant Abetd.les 18. der Russe durchgebrochett war und sotnit itl unserc Flau*e rei*uri 1u$ten wi die StelIungen aufgeben. I]t bin Scutitäter und hatte noch viele Verv:undere, tlie ich .u versorqen hatte. ALtf eit nal katn JoseJ, der VerpJlegung l,eu Kt't'4,,ttti, gt k, lr:t,nJ {1dlt 1 tt, ti ii fie Kal1teradetl. Er rar gdna atJ'geregl u cl ich fi'agte ihn, ws los sei dt1u,ßen, tu sd!<te et ich soll tna[ raussehen u]d ich ghtg aus den Bunker ich snh .u menrcr (Vent underun9+ t iele R ssen, eitler tlebetl Lletn otdetet also Welle auf welle Jblgte; die Rtlssen hatten unseren Bunker nithr gesehen. Ich gntg ttieder rein an[ beichte!e (las deul UttetofJi.iet. Wie dies det Jasel höt.te. gril.t et tloc h seitenl Geweh r ; ich.ftagte, to e t hit I ol le : e r gab ttlit keine Annnfi tnehr irt senter Aufre]unS und verliefi den Bunker Wit tkthtllefi co1, et schhge sich tlutch au t terctt Li1iet1, er lusste also nitte hircit in die RLrssen. Seirtlem ltabefi tir itichts itlehr gesehetl noch entrß gehiit. Mi, gelang es, nich nit 10 Mann durchzuschlagen zu ntei er Kottryatlie. Dies var det ganae Vorgang, sofil kawt k h üichts tttehr bericlten äber lhrcn Sohn Jose.t: Er rrar tnir ein gurer Kanrcral ,n,1, t l, Ltr i u m t t en Hc t. ?n, die tltn l,tttlttelt, t, ?i tc r. Mit frcundlichetn GtuP: Obe rge;fre ite r H. Schill inge r * (Verwunderung) wurde von uns ergdnzi, es fehlt im ebenfolls erholienen Origino brie{- Spöter gelong es der Fomilie, direkt in Soorlouis ei- ne1 Komerodel ors der gleicher Komponie ous- findig zu mochen, dieser bestötigle den Bericht des Soniiöisgef reiten Schillinger t0 Der omtliche Schlußpunkt wurde im Dezember 1957 gesetzt. &-!-!--O-n:-:!-!--9 Der seit dem I 8.0l .I 942 vermisste Londwirt losef Weiler wird von Amts wegen für tot erklört. Seit dem Verlossen des Bunkers on jenem Jonuor- obend fehli von ihm iede Spur. Nochforschungen des Suchdienstes vom Rofen Kreuz führien noch umfongreichen Befrogungen ebenfolls zum Ergeb- nis, doss Josef Weiler wie die meisten Komeroden seines Regimenles wöhrend der Winterschlocht in Moschoisk oder in den umliegenden liefuerschnei- ien Wöldern den Tod gefunden hoben muss- Nochdröngende russische Soldoien und die Unbil- den der Wilierung mochlen dorl eine Bergung von Verwundeten unmöglich und im Frühiohr noch Auflouen des Bodens musslen olle Leichnome so- fort begroben werden. Er ist in den Wöldern vor Moskou verschollen, ober niemols vergessen. ln seinem eizlen Brief, den erhollenen Foios und in der Erinnerung lebt er weiter fort.
  11. 11. Das [liegsscniclsal uon Uililo] Weilel Viklor Weiler noch seiner Schulzeii Viktor wei er om Tos seiner Einschulung I932 Wie sein verscholener Bruder Josef leisiete er sei- nen Militdrdienst in Russlond ob. Briefe und son- stige Bilder ous der Dienslzeil hoben sich leider nichl erhollen. Wöhrend der russischen Sommer- offensive im )ahre 1944 kom er in den Kömpfen in Golizien bei der Kreisstodt Siryi (Auf holbem Weg zwischen Lemberg und Tschernowizo) ums Leben. Beklemrrender A.ltog im Kriegsioh. ,l944: Jederr siockle dos Herz, wenn unerworlel omlliche Posl ins Hous flotterle oder gor ein Vedreler von Amts wegen seine unerwünschte Aufworiung mochie. ln diesem Folle wor es ein Brief vom ,,Spieß" Adolf Bortz, der noch omtlicher Abschrift durch dos Ston- desomt on die Fomilie weitergeleiiet wurde. Die ,,Mutler der Komponie" leili dern Voier Peter Wei- ler mit, doss sein Sohn gefo len ist. Vlktor Weiler o s Soldai der Wehrmocht -[§ I l / -E rl
  12. 12. Seht geehüet Hen W(ilet ! Schreretl Here t Lhrcibe ich lhnen liesen Briei ltlr htlrc,lie tnnritt Ptlt ht. ll tcu ltitt.'tlot : nt "t . loss lhr Sohn, der ö(freite Viktd'W(ilcr. aut 3. August 1914 bei eitvnt Celecht beiNx Silt). (ttr 20 k tot- iiitts Strj. !?r"tt s?iton Fohne eid liit :;ein Vtltt- htt l,htrch. tdt CR ttt,tolltt'(l (fulbt it. B?i det Ab$eht'eilks ton Pdnae nt(rtiit.te .feikl- liclttt Atlgtills t t 3.tt. vuftle llu'tuhtt ton eitrcrGru- irute tö.lliLh grtN)11?n. SchüteElt)s utkl l(icht ...ur det' Txlihres Sohne;.lt in trcaet Licbe.u atserenl Fiih- rct Jin'Volk utkl Udtefu ld sei,l Leb? '? orut h(r. l)t( Kot,tt).tntr rt i,tr it lltrcn'.5,'lu tinn juntcn. uber nptZren &lduru. Allen Ka»terulen, htsbesontle. rc denen seipt Gtulrlie. 'ar er eltr.t,ts Heragesach- cn. ütrch s?i ",t ,U t l,t,l .i,t.tt ÄD{tillig"i:t r.t' ihnen stets ei le cht(ndes l't)tlrild. Er xar.le auJ Grurld seiner Leistungen dtn 0l.)lt. autn Gefreite lch un.l nit nir lie gatre Ko pu ie bctrouer le Heldentod lhrcs Sohnes e fs rielte. llit *eftle ihn hr llen Zeien ei» ehpndes A den*(n bcultren. Zu" gleich int N.tnen cler ganyn Konnnic tpreche ith lhnen, geehrter Herr Weiler, au deti t:hr(rcn Verlust, der Sie berroJlen hat, meine tiekDlitlklate Anteiltl.!h- Leider kotüte lhr Sohtt licltt gebotlle erde . so - lern ernusste,lu lie Konry lie sich nniüelbartoch dent AttgriJf itlt schwere feindliche Fe er bset.re, aul de t Kanplfeld |er bleibefi. Es kotütte ihnl dahet urch icht die Eigensachefi. die et e'en- t ell bei si.h tru.q. abge- Es fiag Ih e eitTta)st itl den sch|A'?ftrt L"i.1 seitl. dass lhr Soh |iktot fiit de't Besldn.l nn ltolk. Fiihrcr I Reichd s höchste O at bfttchte. Ich eriille Si.! in dufrichti- gent Mit!eliihl: Ihr ge:. A.B. Atutlf Bdn.. Ha pt- l: .i sr:4e§ sur t1c-8,.. l! fud.Ä ü. u !lI.! zclt.e.1!.t».!a.. l!d.d@ b.t.rr.!. Zua, l.li h ,4o il.! Ee.! XDry.d.., .t..q!. lch !,ün, g..h t ! r.!! lell€!! ,u d.i ec:,r.r.D t.F lsr, it.r slp '..troftd fl, ,-rM tl.!.äpruffi.m ^trL.lt- !.ld.t kobt. I|t Aolu tl4it neststt.t {e!d.!, .oar.E .r er.r., d. a{-)corrr8d. .l.oiL ue!-ltt!ftar @oh d.! &sr1!t lE .oln.r.a a.t*I. !.u.i abr.t.t., But d.E ]i!arr- t.Id v€ibl.tü.n. 8i kodrln rju dd.! .ucr !.icbt ilt. Ets.r.c!.t d1. .r rstl. b.1 rlo! trqti .tg.aoe.n n.!'t.d. !r € lb!.! .ln 1,|o!t ta il.n ro:f,r.rn &1il ..1.r, ilÄr. Ilr 6ob! rtl:to! llr! d.! F..i., roD ?ol}r BrE.t uld let.b 4.. böohrt. Orf.r br.o4th- tr se:. l.!. l.tollSart, 12 ...r
  13. 13. Mqrio I Jo3ell €i. 3d!wer.r Opfer hnrt Du s€wolll, Doö Her, Dein Wllle q.rö.he I Zum frommen Andenken .)n uo3ern rn.io!to.lieblcn 5ohn, 8.oder, S$w.' §e... Onkel und Ne{.n Viktor Weiler Gefr. bei elner mot, Anilleric-Einheit tr opterle bei einem lelndllöen P!.!er.nCrlfi nm 3. Aüsurt dur(h el.en Grdnrlvolllrefier, im Al- le. vo6 lB Jöhr€n eeln Leben Iür 3eine Lreben Er sinq den.elben Weq wl. rsine beld.. On t.k .lslsb und Vi!r.,. Weilcr- di. ihm rm Welt. krlege vor.u.ilnoen, ln lierc. 116uer: Peler Weiler und Frau Marg. oeb.5$mitt (Eltern) E.win Reinerl und Frau Anna 9eb Wetler (Söwager u- Sdrwester) Scine Eraider: O.-Gefr, Peter Weller a.Z, Yetw. Gefr. Josef Weiler z. Z. verm. O.-§efr. Hdnt Weiler z. Z. i.Felde Franz und Hermann Weiler und 6lle Anverw.ndten Saarlautern 4, Mennlngen und Gerl- fongen. tm Auguit 1944. a Der lrouriger Schlussokl in so vielen Fomilien: Gedenkgottesdienst in der Lisdorfer Kirche. Ein junges Leben, mit l7 Johren schon zu Ende, bevor es richiig begonnen hotie- Es bleibt die Er innerung und ein in Slein gemeisselter Eintrog om Ehrenmo ouf dem Lisdorfer Friedhof. Nochworl der Redoklion: ln der Hektik der Ereignlsse im.lohre 1944 wurde dos Alter des gefol enen Vikior Wel er ouf der Todeskorte fö schlischer Weise mil I8 ongegeben. Totsöchlich wor er om 3. August ersi 17 Johre. Aus heutiser Sicht wirki der Schlußsotz im Kondolenz- schrelben des Vorsesezten von Viktor Weiler on den Voter vom 12. Augusl I944 öußerst mokober. Domols wor es die übliche Floskel in den Todesnochrichien on die Angehörigen. Ob es den Hinterbliebenen hinsesen Trost brochte, wenn ihnen rnitgeteili wurde, doß der Sohn, Bruder oder Voter sein Leben für den ,,Führer" op{erte, muss mehr ols bezweifeli werden. Spd,estens seit den Kömpfen um die Stodi Siolinsrod (Winter 1942/43J wor wohl ollen klor, doss Hiller on ollen Kriessfronten Menschen sinnlos in den Tod treibt. Für den Wohnsinn von Hiller und Konsorlen musslen ouch Josef und Viktor Weiler ous Lisdorf mit 22 und I 7 Joh- ren sinnlos sterben. ln Sologubowko om Ufer des Flusses Mgo bei St. Pelersburg in Russlond steht seit über 150 lohren die russisch-orlhodoxe Kirche,,Morio Himmel- fohrt". Wöhrend der Sowjetzeii missbrouchl, in, Krieg ols deulsches Lozorell genulzl, donoch ver- follen und heute durch dos Wirken des Volks' bundes Deulsche Kriegsgröberf ürsorge (VDK) in olter Prochl wiederer- slonden, isl der Bou ein steinerner Zeuge von Gewoli und Krieg, von Gloube und Hoff- nung, von Wiedergul- mochung und Versöh- nu ng. Diese Kirche hoi der VDK zur Er- richtu ng einer Ge- denksiötte für die in Ru ss ond umgekom- menen Soldoien vor dem endgültigem Zerfoll ge- retret. ln ihrem Ke lergewölbe erinnern heute die in B.che 1 'r edergeregter 850.000 Norren von .n Russ ond gefollenen, vermissten und in Gefongen- schofi gesiorbenen deutschen Soldolen on dos unendliche Leid des Krieges. Diese,,Gesoml- Nomensdokumeniotion Russlond" isl noch nichl beendei. Sie soll weiler wochsen, bis olle in Russ- lond umgekommenen deulschen So dolen dorin er{osst sind. Neben der kirch- a ichen Gedenksidite befindel sich - die grösste deulsche Kriegsgröber stötte, die vom VDK ongelgt und Die Gedenkstötte Sologubowko -- ",1 senfLegt *ird' Ob die Brüder losef ond : Vikior Weiler schon in der Nomensdokumen- !totion der Kirche Solo- gubowko erfossi sind, ist uns nichl bekonnl, eben- so die vielen onderen ous Lisdorf stommenden Soldoten, die in Russlond umgekommen sind. Wir werden uns bemühen, dies über den VDK zu er- fohren. Es isi vorqesehen, eine Reise noch Solo- gubowko im fernen Russ ond zu unternehmen. (hg) t3 ,t .T
  14. 14. Wussten Sie schon, doss ... sich die Gemeinden Lisdor{ und Berus 1823, ob- wohlsie nie eine gemeinsome Bonngrenze hoften, ous Koslengründen zu einem Verwoliungsverbond zusommenschlossen.(t ) 1836 Bürgermeister Müller ous Lisdorf, der für die Gemeinden des Vero lungsverbondes zusiöndig wor, die Anlegung eines Pforrweinberges in Berus genehmigte.(l ) im Moi 1854 Lisdorf und Berus ihre Büro- und Verwoltungseinheit wieder ouflösten.(t ) die Bürgermeislereien Berus, Differten, Lisdorf, lhn und Leidingen im Johre 1900 den Forslschutzver- bond Berus gründelen , der bis 1962 besiond.(t ) im Johre I891 eine Fohrt mit der Bohn noch Trier co. 3 Mork gekosiel hot. Für heutige Verhdltnisse wenig. Domols viel Geld.(z) ,l894 eine neue Soorbrücke zwischen Ensdof und LisdorJ errichtetwurde. Der Kreis irug die Kosien für den Brückenbou. Doher rührt wohl, doss olle Lis- dorfer diese Brücke vielloch ,,Kreisbrigg" nonnten. Brückenpdchler wor ein Lonsdorfer ous Lisdorf.(z) im Johre 1635 die Pest in Lisdorf gewület hot.(3)(a) die Festung Soor ouis ob 1680 ouf Lisdor{er Bonn gebouf wurde.(s) im Johre 1692 die Kopuziner ous ihrem Kloster Wollerfongen in dos im Zuge der Erbouung der Feslung Soorlouis neuerrichteie Klostergebdude in Lisdorf umgezogen sind.(a) in Folge der Fronzösischen Revolulion die Kopuzi' ner 1791/92 ihr Klosier in der Lisdor{er Au (seit- her ouch Kopuziner Au genonnl) verlossen mus- sien.(7)(8)(e) 1l )Beri.hr über Be,us voi Peter C Keller 12)Auszls ous Toseblch einer Bouser Foml e, Ph ipp Rupp 1975 13) M. Tritz, Geschichle der Abtel Wodsossen 5.436 14) Leö Gieber: Li5dorf Geschichte ln Dole. und Nomen S.2l 15)Arnr F nkeibers, L5do{ S.23 16) Leo Grieber: Lsdorl Geschi.hte ln Dolen lnd Nome. S.23 17)Geörg Bollzer: Hlsloische Notizen über Soorouis S. 128 18) Leö Grleber: Lisdo{ Geschichte n Dolen und Nome. s.28 19)A..t Finkeibers: L5do4 S 133 Zusommenseslelll von W Noumonn und H. Groß 't4 ttlundartim Glashaus Am Freitog, l4 November 2003, 20.00 Uhr, ver- onstohet der Arbeitskreis Mundort und Brouch- tum im Verein lür Heimolkunde Lisdorf e.V un- ter dem Motto,,Mundort im Gloshous" den V Le.ischlrowwo Mundort- Owend. lm Gloshous von Blumen Peler in der Kreuz- slroße in Soorlouis-Lisdorf werden bekonnle Mundorloutoren ous ihren Werken lesen. Dobei sein werden u.o Jeonne Müller-Quevy, die 1920 in llHopiiol (Spillel) geboren wurde. Sie zöhlt sie zu den Großen der Mundorlzunfl. 2003 ist hier ihr Buch,,Die vergessene Wejer" erschienen, dos von Michel Sirey ins Fronzösiche überselzl wurde und unter dem Titel ,,Les senliers perdus" erschie- nen isl. Gerord Corou, der in Beckingen wohnt, wurde 1948 in Creutzwold geboren. Er isl Lehrer für Deutsch und Fronzösisch in Merzig. Den Freun- den der mose frönkischen Mundort er ist durch vie- le Veröffentlichungen, u.o. in der Zeiischrifi ,,PARAPLE', die der Verein ,,Gou un Griis" in Bouzonvi le herousgibi, bekonni. Ursu o Kerber, eine Rodenerin, die heuie rnil ihrer Fomilie in Alr forweiler ebt. Seii 1999 schreibt UrsL.: o Kerber, Johrgong 1952, in Rodener Plott, dos wie dos Le.ischkowwo Plott ein Tei der mose frönkischen Mundorl, einer ollen Kultursproche, ist. Morionne Fousi, l93l in Lisdorf geboren, wo sie ouch heu- ie noch wohni und wirkt, wird in Le.ischlrowwo Mundori erzcihlen wie dott fre.ihio en Le.ischtroff woo. lhre Erzöhlurger sird m ttlerwelle zu eire^,l festen und beliebien Besiondleil der Le.ischtrowwo Mundorl-Abende geworden. Weilere Auftritte von Miigliedern des Vereins für Heimotkunde werden dos Progromm obrunden. Diese Auswohl von Mundouloren und Akieuren stelll eine gelungene Mischung dor, die Gewdhr für einen vergnüglichen Abend im GLoshous von B u men Peter bietet. Alle, die die frühere Veronslo iung im Gloshous besucht hoben, woren begeisleri von der Atmosphöre und dem Ambienle dieses beson- deren Veronsloltungsorles. Eintrittskorten zum Preis von 4,00 . sind ob sofort im Vorverkouf bei der Bäckerei Doub, Großslroße 48, Blumen Pe- ter, Kreuzslroße 2 und Texlilhous Müller, Feld- stroße 4'l in Soorlouis-Lisdorf erhölflich. Werner Noumonn
  15. 15. Wohs hat dcr R0ß[e1g seinen ]lamenfl Von Johonn Goergen, Rektor o. D., Lisdorf Flur- und Distriktsbezeichnungen, die dos Beslim- mungsworl,,Roß" enlholten, sind meist sehr olt. Sie sind ouch in unserer Heimot zohlreich onzulreffen, so in der Distrikibezeichnung,,Roßberg". ..Roß" slomml von dern olt-und mitlelhochdeuischen Wort ,,ros" = Roß - Goul- fferd. Flurnomen wie Roß" berg - Roßlond - Roßwold - Roßkopf- Roß- gorien und Roßbrücken deuten dorou{ hin, doß es sich um ohe Plerdeweiden hondelt. lm Mitteloltel bevor die Weidewirtschoft durch die Stollfüflerung obgelöst wurde, lebten besonders die Pferde dos gonze Johr über ouf ihrem Weideplotz. Viele die- ser Pferde brochen ous und ondere Pferde, die in- Kriegs- und Unruhezeiten herrenlos geworden woren, geselllen sich zu ihnen und durchslreiflen in Herden die ousgedehnlen Wölder in den Voge- sen,- der Pfolz und der Soor und verwilderten. 5ie lebten im Wold und vom Wold, ofi troten sie in großen Schoren ouf und richteien Flurschöden on, so doß Treiber und Wildgoulschülzen oufgestellt werden mußten, um die Pferde in die Wö der zu- rückzukeiben. Sommel-, Tummel- und Weideplötze dieser Wildplerde sind nochgewiesen im Soorlond bei St. Wendel, im Quierschieder Wold und im Worndt. Oft ouch wurden Wildpferde eingefongen und dienien ols Tousch- und Hondelswore. lm Johre 1227 überwies Gro{ Simon von Soor- brücken den Brüdern des Deutschherrenhouses bei Soorbrücken l0 wilde Plerde mit Hengsi und Weideberechtigung im Worndt, wie es in der Re' gestensommlung von Jungk unier Nr 283 festge- slellt wird. Die Wildpferde sind donn den Not- und Hungeriohren des 30 iöhrigen Krieges zum Op- fer gefollen. Es konn doher mit großer Wohrscheinlichkeit on- genommen werden, doß der,,Roßberg" eine sehr olle Flurbezeichnung ist, die sich bis heute erhol- ten hol r:nd doß hier einslens Wildpferde oder ho bverwildeire Pferde sich ein Stelldichein goben. Der noch Norden ongrenzende Berg, oul dem heute der Hochbehöher der Wosserleilr.:ng slehl, der ffoffenberg, isl ein Distrikt, der dem ieweiligen Pforrer von Lisdorf ols Wittum vom Grundherren, dem Kloster Wodgossen zur Nutzung überlossen wurde. Pfoffe wor im Miltelolier die übliche Be- zeichnung für die Geistlichen, ohne doß domit der heutige Sinn des Spottes und der Verunglimpfung verbunden wor. Bemerkenswerl ist die Totsoche, doß in den Wol- dungen der genonnlen Berge om 1.5.1900 vom Privotförster Bohn (Villeroy) frühmorgens der lefz- te Wolf im Kreis Soorlouis und in Westdeutschlond obgeschossen wurde. Abdruck ous der Festschrift ,,100 Johre Berg- monnsverein St. Borboro Lisdorf 1866-i966" Noch ruf Wir lrouern um unsere verslorbenen Mitglieder und werden ihnen ein ehrendes Andenken bewohren. Fritz Klein Morio Amonn geb. Welsch Norbert Recktenwold Alfred Breininger Anni Borthel geb. Welsch r 9.r r.r 928 t 31.05.2003 21.1't.'.t923 t20.06.2003 24.03.1934 124.07.2003 06.1r.'r954 t r 0.08.2003 01.0r . r93I t r7.08.2003 Verein für Heimotkunde Lisdorf e.V t5
  16. 16. SR 3-lanilRartie [ei truin laustin lisdorl einuollertfiolg! Dies wird eindrucksvoll bestcitigt durch die hervor- rogende Bilddokumenlolion von Herbed Germonn ouI dieser Seile. Sie wor wohrlich ein voller Erfolg die Londportie im Gemüseboubelrieb von Erwin Fousi om Sonn- tog,5. Oktober 2003, dem offiziellen Erntedonk- log. Dorüber freulen sich die Fomilie Fousi mit ih- ren zohlreichen Helfern ous dem Freundeskreis und dem Lisdorfer Gesellschofls- und Kornevols- verein (LiGeKo) sowie die Orgonisoloren - SR 3 Soorlondwelle - Umweltministerium - Centrole Morketing-Gesellschoft der deut- schen Agrowirtschoft (CMA) und noiürlich ouch die vielen Besucher, die ouf mehr ols 2000 geschötzl wurden. lnsgeomt 9 Bouernhöfe beteiligten sich im Soor' lond on dieser Aktion, bei der die Türen der betrei- fenden Betriebe ollen lnleressierten offen stonden. Sinn und Zweck dieser Londportie, dieses Toges der olfenen Tür om Ernledonkfest, wor eine De- monsirotion der Londwir-'lschofi, ihrer Produkte und des Londlebens on Ori und Stelle und durch die gonztögige Berichlerslottung des SR 3. Diese De- monslroiion isl bei der Fomilie Foust mit ihren zohl- reichen Helfern und den beleiligten Firmen Molor- lond Germon, Gorlencenier Lehnerl, Blumenhous ,,Florole Werksiotl", Londwirtschofiliche Soziolver- sicherung, Jochum-Biiesmühle, Böckerei Breinin- ger sowie dem ols Moderolor fungierendem Her' bert Germonn bestens gelungen. Doss dies ouch über SR 3 on einen grossen Zuhörerkris vermiitelt wurde, dofür sorgle in bewöhrter Form SR 3 Re- dokieur Siegfried Lombert mil seinem Teom. Heiner Groß 17 , t 7
  17. 17. Agnes Groß Iouristen-Uelein,,[delweiß" lisdorf-Holzmühlc - llür Ginc lune t[isod8 - Aufnohme von 1927; Silzend v nr.: Morio Klein, Nikolous Groß, Guslov Senzig, Niko ous Klein, Berto Senzig Miner A ois K ein, Pou o Groß, Eduord Senzig, Niko ous Ecker, Anno Pobsi, lohonn Ecker, Leno Senzig, Peter Groß Oben: Wi I Klein, lohonn Ney, Phiipp Groß, Nikolous Tholey, Ambrosius Klein. lm Zeiiroum zwischen den beiden Welikriegen (1918 - 1939) gob es im Lisdor{er Ortsieil Holz- müh e vie e Kinder und lugendliche. Fosi olle ge- hörten den verschiedenen L sdo'{er Vereinen or, diF meislFr iungen Mön']er woren ir Mönnerge. songverein 1 859 Lisdorf engogiert. lm )ahre 1927 gründeten einige junge Ho zmühler und Holz- mühlerinnen einen Verein. der zunöchsl nur ous Einheimischen von der Holzmühle bestond, und zwor den Tourisien-Verein,,Edelweiß" Holzmühle. Der Zweck des Vereins beslond in der Förderung von Geselligkeit, Komerodschofl , Zusommengehö- rigkeit und gerreinsomen Unlernehmungen, wie Ausflüge, Fol'rter, Worderurgen, Diskuss ons- und Skotobende, Tonzveronsloltungen und Bö11e. Die Vereinsokiivilöten wurden in der Gostwirischofi Klein (spöier Dorfkrug) ouf der Ho zmühle durch- geführ1. Do dort kein größerer Roum oder Sool vorhonden wor, wurden die Tonzveronslollungen und Bölle des Vereins in der Gostwirtschoft Neue Welt, domols noch dem Nomen des lnhobers ouch Lokol Bilz genonnt, durchgeführt. So führte der Verein om Sonntog, dem 10.9.1933 dorf einen t8 Touristen-Vereln,,EdelweiB'i Holzmühle, Am Sonntag' d.ln tO, e. t!!:l Neue Welt v.ürsrllr.n wi. lE Loklle Bllz Blumenball4 d.h eir Si. hi..mll h.dl. .ln- l.d.n. Baghn a t hr. ErElligl. Pllisc in C.fätk.n. 12t1 Haust.pelle EIIz. De. Vorsland. Blumenboll durch, für den durch eine Anz-.ige in der Soor-Zeiiung vom 9.9.1933 geworben wurde. Dem Tourisien'Verein ,,Edelweiß" Ho zmüh e ge- hörlen in seiner Blütezeit, dos woren die Johre 1930 bis 1935, weit mehr ols die ouf vorsiehen- dem Foto obgebildelen 5 iungen Domen und l3 iungen Mönner on. Die obgebildeten Personen, zwischen 1900 und 1915 geboren, sind inzwi- schen ol e verstorben. Es honde le sich um mehrere $§E&ht,r) iüI p 7-',l
  18. 18. Geschwister; so woren Morio, Alois, Willi und Am- brosius Klein Geschwisler, ebenso Berto, Leno, Gu- siov und Eduord Senzig sowie Johonn und Niko- lous Ecker und Philipp und Nikolous Groß. Niko- lous Tholey isi der einzige Nichtholzmühler ouf dem Bild. Er siommte ous Frouloulern und wor der spölere Schwoger von Alois Klein Von den obge- bildeten iungen Mönnern sind Gustov Senzig und Willi Klein im 2. Weltkrieg ge{ollen. 9 Johre noch seiner Gründung der Verein bereits om Ende. Bis zum Kriegsousbruch 1939 irof mon sich zwor immer noch im siillen, doch donn kom durch die Einberufung der meislen mönnlichen Mitglieder zum Kriegsdienst und die Evokuierung noch Thüringen endgültig dos Aus für den Touri- sten-Verein,,Edelweiß" Lisdorf-Holzmühle. Noch dem Krieg hotle mon ondere Sorgen ols sich um die Reoktivierung des Vereins zu kümmern, zumol Aufnohme von 1931;Vornevnr.: PhilippGroß,w iKlein, Johonn Theobold Hinlen: Ambrosius Klein, Johonn Ney, Heinrich Groß, Stonis ous K ein, Nlko ous Groß, lohonn Ecker, Georg Groß, Peier Ecker, Peter Groß. Auf diesem Bild sind I2 mönnliche Mitqlieder des Touristen-Vereins,,Edelweiß" Holzmühle obgebi - det, die gleichzeitig okiive Sönger des Gesongver eins Lisdorf woren. Von den hier Abgebildeten kehrien Peler Ecker, Heinrich Groß, Willi Klein und Johonn Theobold nicht mehr ous dem Krieg gegen Rußlond zurück. Noch der Rückgliederung des Soorgebieles in dos Deutsche Reich om l Mörz 1935 wurde dos Ver- einsleben in dem noch jungen Touristen-Verein stork eingeschrönk1. Aufgrund des von den Notio- nolsoziolislen erlossenen Gleichscholtungsgesefzes wurde der Verein 1936 zwongsweise in verschie- dene NS-Orgonisolionen überführt. So wor bereits eine gonze Reihe der Mitglieder nicht mehr ous dem Krieg heimgekehrl woren. Die übrigen woren o;rc.r der ve.lorenen K.,eg und dos NS-Regime so demotiviert und ouch durch Fomilie, Beruf und Wiederoulbor.r so beonsprucht, doß bei ihnen we- der Lust noch Zeil vorhonden wor, dos vormolige Vere.nsleben wieder oufblül'eT zu losser. Dem Tourisien-Verein Holzmühle wor nur eine kur ze Episode beschieden. Hdtte es dos NS-Regime und den verteufellen Krieg nicht gegeben, so könn- le der Verein noch heule bestehen r.rnd hötle viel- leicht im vergongenen Johr sein 75-iöhriges.lubi- löum gefeiert. So ist ober seine kurze Exislenz heuie Geschichte. 19
  19. 19. Günier Mong, Archivor des Vereins für Heimolkun- de Lisdor{ e.V und Miig ied des Redoktionsteoms dieser Zeilschrift, hol ous seinen umfongreichen Unlerloger folgerde zwei Veröffentlichungen i'l der Soor Zeitung ous dem Johre I894 zum Ab- druck in dieser Ausgobe des Lisdorfer Heimot- b otles herousgesuc rt. Es ho'rdelt s ch Lm eine londrdtliche Bekonnimochung vom 23.7.1 89 4 über die Verpochtung der Erhebung des Brücken- geldes ouf der im seLben Johr erboulen Soorbrücke zwischen Lisdorf und Ensdorf. Die Benutzung die- ser Kreisbrücke wor olso kostenpflichiig. Der zweile Abdruck vom 14.7.1894 unter ,,Provinzelles und Vermischies" würde heute die Tierschüizer ouf den Plon rufen. lnteressames und Amüsamcs aus unsercm Archi[ grooi*gelles t ta! permiflQtes. O 8i6borf, l{,"$uti. Aiel $eilerleit erregt geqenbärtig ln uu[crer Qrmeinbe folgenbe bu{[täbfi{ E0Dre 6e16t6re. Gin lirfiger Ginmo!ner, ber ft.t6 ber' pfif[i0fte D0n 0llcn [eln lolü, Dottc .tn* benne mit 13 Siiütci(, für bcren SobI er fefr br[orgt tDor. ,6äufi0 brfiqligte et bie Sinberltuie ber grfirbcr, ter 646öpfe, rm ro6Auferen, ob lie oüü I00 otte ftügse ieien. Sie[er §oge nun begob er fi4 DlolgenB fxüb -Au feincn Steblingen unb m.lntc, bo! bie genne ilren ßteincn niüi gerug Eörrne 3ufü!re. lBco lft bo 3u nrc{en ? bodte e!. OoS bolb qott. ber gdtouüerger eg gefunben, flug6 nobm er ben §orb, in Del4fm bie ltyler{cn gebeltet oorcn, unb bloÖte iln auf ben bereit6 ongcgeiölen Dien. ,,O00 rDirb l{on l,etfrn," tröihfte cr li{ unb IirB fi@ bann bcn Sofiee gut [{medcn. Oo@ o IBeb ! 2lto equrüdleqrtr,. roorrn 0[e ine ISicblingc lnfolge bcr Qi6c ctcnbigtl{ um6 .8sben grfomm€n. Eefonrüurodlung. Uir iit ouf bic Ooucr oon 5 $olltctl unb ärucr oom 18. ttuguit 18t,4 bi6 Eütn 1?. 2[u6ttft lB99 3u uerpo$tcn. Eic Ecbingungen Iönrer oul bcm lonbrotlBomte licrielbit cirgclcben, oud) gcgcn Gritottung Dou 1 l)iorf bc;ogcn tocroen. SctfStofi<nc Dfkrten firrb bic 6urn Dlontog,'[cti.0. llugult [. $., Eonrrittog6 10'l tf[11, on bcn tlntcrseiSnetcn pottofrci eirr6ufcnbetr. 6oorloui6, bcrr 23.,$uli 1894. Ocr §önigliSc Sorrbtot!, 14,57 Eelfferich. Cücbung !m Erüfim0clbru nff Drr Sonthrüfrr ltui' f{m }rn Oilldloftrn firtru{ untr ünltrorf im $reife goct[ouis 20
  20. 20. Aul Mission in lleutschland SteylH Missionar B0[c]I0 Alda als l(ailan in 1isd0fi und Saarlouis Seit Mitte August 2003 ist der von den Philippinen siommende Sleyler Missionor Robedo Aldo o s Ko- plon in den Pforreien Soorlouis-St. Ludwig und Lis- dorf tölig. Seither wohni er im Lisdorfer fforrhous. Hier in Kürze sein,,Sleckbrief": 18.8.1969: Geboren in Cebu Cily, Philippinen Feb. 1986: Abitur ln Cebu City Moi 1986: Einiria ins Bischofl. Priesterseminor in Monio lur: la87: Besi, ^ des oh o.opl- Fsiud )n. Moi 1990: Elnlrilt in die SVD ]n Cebu City Mörz 1994: Dip om in Philosophie in Monilo, luni 1994: Postulor, Toso),toy Citn Philippinen luni 1995: Noviliol, Coopon Ciiy, lnse Mindoro, Phiippinen 2.6.1996: Erstprofess in Quezon, Philippinen 1996- I 997:Srudlum der Theolosie in Tosoyioy City, 28.3.1997, Ankunft in Ösierreich 4.-8.I997: Deutschkurs ln Wien I 997 2000:Forlselzung Theologiesiudium in St.Gobriel,^/Vien .lull 2000: Mlsslonsbeslimnrung für die Süddeutsche Provinz der Steyler 29.9. 2000: Ewige Profess o s Sleyler Missionor, Sl. Go- briel/wien 2000'2001rArbelt in der Jugendposlorol der Sieyler Missionore in Osierreich 7001 Moq slFr - ThFologie in Os er e,ch I 5.5.2001 : Ersrer Besuch im Soor ond 1.9 2001: Übersied Lrng noch Deulschiond 2001 2002:Postorolproklikum in Leboch-Londsweiler Fo scheid I4.I2.2002:Diokonenweihe im Trierer Dom 2003: DiokonolsproktikuminLeboch 1.6.2003: Priesterweihe in St. Ausustin bei Bonn Ab I 6.8.2003: Kopion in Soor ouis und Lisdorf den Philippinen siork vertreten. Sie konn, wie im Fo le von Roberto Aldo geschehen, inzwischen Missionore noch Europo enisenden. Vor einigen Wochen wurde der Gründer der SVD, Arnold Jonssen, vom Popst hei- iq sesprochen. Roberto Aldo wor wie vieie ondere Sieyler Missionore, bei dieser großen Feier in Rom zu- gegen. Zum Steyler Missionswerk gehören welh{eit in- zwischen über I0.000 Missionore und Schwesiern. Roberio Aldo, dessen Wunsch es wor, ols Missionor noch Chino zu gehen und der desholb Chinesisch ge erni hol, wurde erst 1997 mil der Froge konfroniied, ols Missionor in den deulschsprochigen Roum zu ge- hen. Ersi donoch hot er Deutsch selernt, wos er heuie vorzüg ich beherrscht. Wesen seiner notürlichen Herz- lichkeit hol er bereils vie e Freunde in Soorlouis und Heiner Groß Roberto Ado bei selner Primiz Die Heimot von Robe.lo A do, die Philippinen, sind dos einzigste Lond im osiotischen Roum dessen Bevöl- keruns (co. 50 Mill.) überwiegend römisch kotholisch ist. Dos rührt ous der Zeit ols dos phi ippinische lnse - reich, zu dem nrehr o s 7000 lnseln gehören, von den Sponiern kolonolisiert wurde. Von I521 bis 1898 ge- hörte es zu Soo-lie- . donoc- t onen oie oh pp re- zu den UsA: wohrend oes 2 Weltk,ipoes worer se vor den Joponern besetzt und erlongien 1946 die Unob- höngigkeii. Seither ist dos Togoiog, der Diolekt der Be- wohner der lnseln Luzon und Mindoro, Stootssproche. Vlele Filippinos sprechen ouch Sponisch und Eng isch. Houptstodt ist die Millionenslodl Monilo mit dem nord- ös-lcL selege-e- Ouezor C ty. Die O.de-sseme:n- schoft der Steyler Missionore, deren offizieller Nome loulet:"Societos Verbi Divini", obgekürzr SVD, zu deutsch:" Gese lschofl des götllichen Wortes", ist ouf 21
  21. 21. lisdorler Heimatlundler auf Sudienlahil nach Ueilun Am I7. Moi 2003 fuhren wir mil einem gut besetz- len Bus durchs benochborte Lothringen noch Ver- dun on die Moos. Vormillogs besuchien wir die Schlochtfelder des ersten Weltkriegs om Stodtrond von Verdun, nochmittogs führie uns ein Rundgong zur Zitodelle von Voubon und zu den Boudenkmö- lern der früheren deutschen Reichslodt, die seit 1648 zu Fronkreich gehört. Die gut erholienen Boudenkmäler ous der longen Stodtgeschichte mochten Eindruck ouf uns, mehr jedoch die bedrückenden Zeugnisse der deulsch- fronzösischen Vergongenheil vor fosi 90 Johren- Eine eindringliche Dokumentolion des Kriegsge- schehens lieferl dos Kriegsmuseum, dos on der Stelle stehi, wo sich früher der Bohnhof des Dor- fes Fleury befond. Neun Dö er in diesem Roum woren völlig zersiörl und wurden von den Bewoh- nern nichi mehr besiedelt. Die Noiur hoi sich im Loufe der Zeii die vergiflete Erde wieder zurücker- obert. Dos Museum zeigl Erinnerungsslücke on den neun Monole douernden Kompf im Johre l9l6: Alte Wo+fen oller Art, Feldküchen, Fohrzeu- ge, Uniformen und Alltogsgegenstände der Soldo- ten, nochgestellte Schützengröben, sowie Bilder der Houpiokfeure des Gemetzels. Ein Film demon- striert eindringlich die Leiden der Soldoten on der Front und in den Lozoretien. Zuletzi woren olle Op- fer ouf deulscher Seite vergeblich, denn im Herbst I9l6 eroberten lronzösische Truppen die blut- getränkte Erde und einen Teil des Feslungsgüriels wieder zurück. Wir betreten die Ruinen des Forls Dououmonl. Die Spuren von Aberlousenden von Gronoieinschlögen verwondelien dos Gelönde in eine Mondlondschoft und sind noch 85 Johre spöier zu erkennen. lm Fe- bruor l9l6 nohm deutsche lnfonterie noch fünf Togen Kompf mit einem Überroschr.rngsongriff dos Forl ein und mon richlete dorl einen zenlrolen Ge- 22 Horold Weiler fechisslond und Truppenunterkünfie ein. Forlon wor dos Forl Zielpunkt von {ronzösischen Geschos- sen o!ler Art und Koliber. Die Soldolen im lnnern lebten unter unsöglichen Bedingungen: lnnen keine Fliesstoileäen und kein Wosser und zum Schulz vor Gos wor die Festung lufidicht obgeschlossen. Überoll louerte der Tod. Deuischer Soldoten{riedhof in der Festung, slum- mer Zeuge einer vergongenen Kotostrophe. Ein lnferno durch explodierende Munition lölete om Morgen des 8. Moi 'l91 6 co. 900 deutsche Soldo- len ous Brondenburg. Ein Teil konnte geborgen und ousserholb bestolret werden, 679 Tote wurden iedoch wegen der ondouernden Ge{echle in einer obseiligen Kosemolle zusommengelegl und der Stollen donn zugemouert. Der Ort ist heute eine Gedenkstöite für Soldoten oller Lönder und in regel'nössigen Abstönden werden hier Krönze nie- dergelegl. Die im Folo links neben dem Kreuz ob- gebildeten stommen von Bundeswehrsoldolen und der Kronz rechis neben dem Kreuz von Soldolen eines fronzösischen Ponzeregimenles. ln der Slodt isl der Krieg noch immer ollgegenwörtig - rechts dos Denkmol lür die Soldoten der om Krieg be- teiligien Woffen gottungen. q:a t'!u
  22. 22. lm lristen Regenhimmel: dos Beinhous von Dououmonl; es stelh ein liegen- des Schwert dor und der Turm eine Gronoie. ln den Gruften ruhen die Gebeine von co. 130-000 nicht iden- lifizierten deulschen und fronzösischen Soldoien; insgesomi verloren co. 800.000 Soldoten ihr Leben. Der Bou enlond noch Ende des erslen Weltkriegs ouf lnitiotive des Bischofs von Verdun. Die Nomen oller Spender sind ouf der Aussenseile verewigl, dor- unler ouch dos Woppen des Soorge- bietes (oben links) ous der Völker- bundszeit (1920' i 935) Dos olle Stodnor, die ,,Pode Choussee" Ein Teil der Lisdorfer Reisegruppe om Eingong zum Beinhous von Dououmonf. Dovor erskeckl sich der grosse Notionolfriedhof für f ronzösische Soldoten ous dem Mutlerlond r.:nd den Kolonien; christliche Kreuze, Dovidsterne und ouch moslemische No- menssdulen, noch Mekko ousgerichtet. Auf derr Ploiz vor dem Friedhof erinnert eine Gedenktofel on die Versöhnungsfeier zwischen Fronsois Mitie, rond und Helmut Kohl im September 1984. Siegesdenkmolln der Fussgöngerzone, es ist beriielt mii ,On ne posse pos" (Hier komnri niemond vorbei). ,,Nirgends sonst ouf der Welt konn der Wohnsinn des Krieges so de- monstriert werden wie hier in Verdun, wo mehr ols 800.000 junge Deutsche und Fronzosen einen sinnlosen Tod storben und dos heu- te glücklicherweise die meistbesuchte Friedensstöite der Welt ist." L I t 23 f t 'i i' !il:,'l . 1 :ti+ J} T
  23. 23. Heiner Groß Adolf Groß I 900-1969 Adolf Groß wurde 1900 o s vierles Kind der Lond- und Gosiwirtsfomilie Peter Groß und Anno geb. Breininger in ,,Breydosch Wirlschofl" in der Mochesstroße in Lisdor{ geboren. Sein Voler stom- mle von der Holzmühle und hotle noch mehreren Johren Dienst bei der koiserlichen Gorde in Berlin l89l die zweitöltesle Tochter von Josef Breininger und Anno Morio geb. Morguet geheirotei. Als Adolf geboren wurde hotte er noch drel Geschwi- ster: Anno (8), Köthchen (7) und Peter (5). Er wor ols iüngsles Kind bold der Liebling der Fomilie, besonders von Opo Josef. Die Großmuller wor bereits I 895 verslorben. Kr-:rz bevor Adolf I906 eingeschult wurde, ist se;- ne Mutler noch der Geburt des Sohnes Heinrich im Alter von 42 Johren verstorben. lm Johre I910 isi sein Opo losef Breininger und 1912 sein Voter Pe- ter Groß im Alter von 48 Johren verstorben. Seine Holzmühler Großeltern woren bereiß früher verslor- ben. lm Johre I 913 konnten die Vollwoisen Anno (21), Köthchen (20), Peter (18), Adolf (13) und Heinrich (7) ihr großes elterliches Anwesen nichl mehr fortführen. Ein Bruder der Mufter, Peter Breininger und seine Frou Anno geb. Amonn, über- nohmen es. Die o!s fünf Vollwoisen bestehende Fomile Groß Breininger ist donn ouseinonderge- brochen. Anno und Köthchen, die zuvor om Lyze- um Soorlouis die Reifeprüfung obgelegl hotlen, f'ücl-teten mittellos noch Wiesboden, wo sie eine 24 le[ens[ilder lisdorfe] Bürucl l. den 7o-iqer Johren hobe ich in ,,Lisdorf oktlell", der lnfoschrifi der CDU Llsdorl, ouch neimotkundliche Themen behondell. Unler der Übe.s(l.,,fr ,,Lebe^soilde, l,sdo,- fer Bürse{ hobe ich Pe.sonen und Persönlichkeilen ous de. Orlsseschichte sew.jrdi91. Diese Beilröge, gonz u.d 90r unpo ilisch, wu.den milg.oßem lnleresse aufge.ommen. Bei der ALJSwoh der beireffenden Personen spiete {ür mlch deren poliiischer Siondod keine Rolle. Unler den Gewürdigten woren sowohl enreme Soziolisien ols ouch Nolio- nolso,iolisten, obwohl meine politische Eioslellong dovon meileDweit entfernt isl. Bei der Beschöftisung mit der Geschlchie muss unbefonsen, nelirol und krliisch vorseseonsen werden, sonst seht die GloLJbwürdlgkeil verloren. Dos so I olch gelten bei den weiteren "Lebensbilder Lisdorfer 8ürser", nunmehr io diesem 8lon. lch mö<h' le bekon.te oder ouch inrwis.hen in Vergessenheit gerolene Peßönlichkeilen ous un- serer O sgeschlchre voGrellen, die 1n Lisdorf geboren oder hier l.jtis sewesen sind. Z,J diesem Krel, zijhle ich lene Mönner und Frouen !nseres Odes, die elne übereg ono- le Beko.ntheit erlo.gt hoben, sich sroße Verdiensle in und für Lisdorf eMorben ho, ben oder deren Lebensweg von oussergewöhnlichen Umstönden beslimmt wor Die Relhenfo se, ln de. die Personen vorsesieli werden, isi willkür ich und stelh obso- ui keine Rongfolse dor Do ich schon endo ,,20 Größen ous un*rer Orlrseschichle" vorlohren on onderer Slelle vorgestelli hobe, beginne ich dlese Serie mll einer mir peßöir ich sehr vertrouien Peßon, einen nreiner Onkels vöterLicherseits, der I920 Lisdorfols Vollwoire ver osren hot und I969 in Dorlmund ols slodlbekonnie und h@housgezeichneie Peßönl;chkeit verstorben isi. Kronkenpflegeschule besuchten. Zum beobsichtig- tem Studium fehlte ietzi dos Geld. Pefer, der inzwi- schen in der Meizgerei Kneip in Lisdorf obgeschlos- sen hotte, ging ols Hondwerksbursche oufWonder- schofl ins Rheinlond. Adolf (13) und Heinrich (7) wurden im Eliernhous des Voters ouf der Holzmühle von Onkel Adom Groß und Anno geb. Morguet ou{genommen, die selbst keine Kinder hotten. Noch der Volksschule in Lisdo#, wo sein Onkel Emil Pohl inzwischen Konreklor wor, mochte Adolf im Bouser Werk eine Lehre ols Schlosser und Dre- her. lm Johre 1920 ist er mil seiner Schwester Anno, die wöhrend des l. Weltkrieges den Lisdor- fer Koufmonn Adolf Lonsdorfer geheirotei holle, noch Dortmund verzogen. Dort erhof+ten sie sich bessere beruf liche Perspektiven. Unmittelbor noch der Ankunft in Dorimund fond Adolf Groß dort Arbeit bei der Hüttenwerke Hoesch AG, wo er bis zu seiner Pensionierung im Alter von 65 Johren beschöfligt wor. ln diesem großen Unlernehmen, dos zeilweise mehr ols 60.000 Personen beschöf- tigte, hot er sich vom Hondwerker bis zum Direk- tor hochgeorbeitei. Zunöchst legte er die Meister- prülung ob und wurde donn ols Meisler und we- nige Johre spöter ols Obermeisier eingesetzl. Wöh- rend der Nozizeit musste er stöndig mit seiner Ent- lossung rechnen, do er bekennender Gegner des Syslems wor. Noch dem Krieg wurde er zum Ober- werkmeister beförderi r.:nd 1954 zum Sicherheits- d I
  24. 24. beouflroglen der Werkleitung für den gesomten Bereich des Hoesch-Konzerns im Ronge eines Di- reklors mil vielen Mitorbeitern und einem Dienst- wogen mil Chouffeur. Verheirotet wor Adolf Groß mil einer Dortmunde, rin, die 1965 verstorb. Eigene Kinder hotten sie nicht, ollerdings eine Adoptivtochier. Neben dem Beruf golt dos lnleresse von Adolf Groß besonders den Problemen der Arbeilerschoft im Ruhrpoll und der Politik. Er erlebte in Dortmund houlnoh die großen soziolen Misssiönde und Pro- bleme und fühlle sich berufen. mitzuhelfen diese zu lindern. Bereits Milie der 20-iger Johre en- gongierle er sich zu diesem Zweck in Vereinen, Verbönden und Gewerkschoft. Als wortgewondter Verfechler der lnleressen der nolleidenden Bevö1, kerungsschichten und der Arbeiierschofi geriel er noch der Mochlergreifung der Nozis schnell mit diesen in Konflikt. Wegen seiner offen bekundeten Abneigr-:ng zum Nozi-Regime wurde er mehrfoch von der Gestopo (Geheime Sloolspolizei) verhof- fet. Doch lrot/ persönlicher und beruflicher Repres, solien blieb er bis Kriegsende ein engogierter Geg- ner der Nozis, Noch dem Krieg widmeteAdolf Groß seine gesom, te Freizeil dem Wiederoufbou im stork zerstörten Dodmund, zunöchsl ols porleiloser Abgeordneier im Rot der Siodt. Noch kurzer Orienlierunqsphose zwischen CDU und SPD, ist er donn der SPD bei getreien. Bei ollen Kommunolwohlen wurde er je- weils im Wohlkreis Eving mit einer Zweidrittelmehr- heit in den Rot der Stodt Dortmund gewöhlt, dem er bis zu seinem Tode im Johre I969 ongehörle. Von der Stodt Dortmund wurde er 1962 mii dem Ehrenring ousgezeichnt; dos Lond Nordrhein Westfolen zeichnete ihn mii dem Verdienstorden ous und der Bundesprösident verlieh ihm dos Bun, desverdienslkreuz. Anlösslich seiner Beerdigung ln eigener Soche! Viele der onnöhernd 600 Mitslieder des Vereins für Heimolkunde Lisdorf e.V, die uns zum Bonkeinzus ihres Milslieds beilroges ermöchligl hoben, wunderlen sich, doss seit He.bst 2001 kein Eeitrog mehr eingezogen wurde, Monche hoben desholb trotz Teilnohme om bequemen Eonkeinzussverfohren ihren Bdtrog ouf eines unserer Vereinskonten übeeiesen. Vor kuEem erst konnten wir den Beitrog fü r 2002 einziehen. Die Grü nde wo ren durch den Wechsel m Schoizmeistero mt und d,e erlorderiche Altuolisierung der Unterogen (8erücksichligung der veßiorbenen, ousgeschiedene und neuen M,rsl,ederl und der Anderunsen (Bonk, Bu, Kto.Nr.) einschließlich der Umstelluns oul Euro und schließlich die Kor rektr]ren und Neuou{nohmen im EDV Er{ossungssystem bedingt. Bei den vielen Mitgliedern im Verein mocht der Beitrdgseinzug doch eine Menge Arbeii. Zur Erleichleruns dieser Arbe;t könnien die Mitslieder, bei dellen sich die Anschrift oder Bonkverbindung gednderl hol, uns diese Anderung mineilen. Die Beiiröge für 2003 und 2004 werden wir voroussichilich zu Eeginn und gegen Ende des Johres 2004 einziehen. Donn sind wir wieder im üblichen Rhylhmus. Für dos Abonnement des Heimotblores werden wn die Gebühren in nochster Zeil erheben. Mitglieder erhollen es koslenlos zugesieli. Es lohnl sich o so Miiglied zu werden. lhr Verein für Heimolkunde Lisdorf e.V ouf dem Bezirksfriedhof Dortmund Kemming- housen würdigten der Regierungsprdsident, der Oberbürgermeisier, der Oberstodtdirektor, die Froklionsvorsilzenden oller im Rol verlretenen Por- teien und der Vorstondsvorsilzende des Hoesch- Konzerns ihn ols herousrogenden Menschen, der sich zeil seines Lebens für seine Milmenschen und die Gemeinschoft eingesetzt hobe. Die Westfdli- sche Rundschou widmete Adolf Groß einen größe- ren Nochruf. Sie würdigte ihn ols große Persönlich- keit, die sich mit Sochkunde, Weiisichl und Un- eigennützigkeit für die Belonge der Bürgerschoft eingesetzt hobe. Er hobe im Rot die Meinung der polilisch Andersdenkenden slels geochlel und sei immer beslrebi gewesen, einen Ausgleich der ver schiedenen lnleressen herbeizuführen. So hobe ouch ich meinen Onkel kennen und schötzen ge- lernf. Obwohl er ols geslondener Sozioldemokrot wussle, doss ich bereits ols 17 jöhriger im Johre I955 in Lisdorf der Jungen Union beigetreten bin, förderte er mich in meinem politischem Engoge, ment und ols Student. Wdhrend rreiner Studienzeit wor ich regelmößig bei ihm in Dortmund zu Gost. Sein Vorhoben, seinen Heimotori Lisdorf noch ein- mol in Ruhe wöhrend 2 bis 3 Wochen zr-: erleben, konnle er leider nichl mehr verwirklichen. Wie sei- ne Frou 1965 so isi ouch er 1969 einem Lungen- krebsleiden erlegen. Obwohl Adolf Groß erst 69 Johre olt or ols er ge- slorben isl, so hol er dennoch seine beiden Brüder sowie seine Schwester Anno um lohrzehle über ebt. Peler Groß isl l9l7 ols 2l-iöhriger'm l.Weltkrieg gefollen. Heinrich Groß ist 1945 ols 39 iöhriger in einem russischen Krieggefongen- loger in Sibirien verhungert und seine Schwester Anno Lonsdorfer geb. Groß, mit der er 1920 noch Dorlmund gegongen ist, ist wenige Johre donoch im Kindbett verstorben. Lediglich seine Schwesler Köthchen überlebte ihn und ist 1986 in Berlin im Alier von 93 lohren verslorben. 25
  25. 25. tine üagisGhe und amüsante Radspoltgescnicnle aus lisdoil Der Rodsport ist mir seit meiner Kindheii ons Herz ge- wochsen. Heule betreibe ich ihn wenkompfmößig nur noch gelegentlich ols Seniorenfohrer, ober regelmö- ßig ols Freizeitfohrer. Als Vorsfondsmitglied des Ver- eins für Heimotkunde Lisdorf und ols Leiter des Ar, beilskre;ses,,Sportgeschichte" sowie ols Milorbeiler des Lisdorler Heimoiblottes beschöftige ich mich in- lensiv mil der Geschichle des Rodsports im Soorlsnd, in Soorlouis und speziell ouch in tisdorf. lm.Johre 1949 wurde von tisdorfer Rodspo#reunden wöhrend der Lisdorfer Kirmes om ersten Augusi- sonnlog eio Rodrennen ols,,Großer Preis von Lisdorf" durchgeführl. An diesem Rennen hoben nicht nur Rennfohrer teilgenommen, sondern ouch Sporller ous onderen Disziplinen. Auch Jugendliche woren zu die- sem Rennen zugelossen und gingen on den Stort. So der 14-jöhrige Gerd Wogner ous Lisdorf, dessen El- tern domols in der Großstroße wohnlen LJnd ein Gipsergeschöfi betrieben. Als die Wogners im Fohr- rodgeschöft Leinen in der Lisdorfer Stroße in Soorlouis Gipserorbeiten durchführlen, ging für Gerd Wogner ein longgehegler Wunsch in Erfü11ung. Sein Voter koufte ihm bei Leioen ein Rennrod. Von nun on lroi- nierte er slöndig und beleiligte sich ols Jugendfohrer ouch on Rodrennen mit stets guien Plozierungen. Für Gerd Wogner nohm dos Rennen im heimischen Lis- dorf einen trogischen Ausgong. Alle Teilnehmer storteten in einer Klosse, wobei die Jugendfohrer wie Gerd eine Zeiivorgobe erhie ten. Storl und Ziel wor der heule neugestoltete Dorfplotz in der Großstroße. ln der Großstroße stonden riesi- ge Mengen von Zuschouern. Leider nohm die Veron- stoltung ein iöhes Ende o s sich in der Holzmühler Stroße ein Unfoll ereignete. Gerd Wogner wurde durch dos Begleitfohrzeug, dos von dem Weinhöndler Rudolf Quirin gesieuert wurde ongefohren und überrollt. Die Ursoche für diesen Un- foll konnte ollerdings nie ermitlell werden. Jedenfolls wor der Fohrer des Fohfleuges in der Sicht behindert, do links ouf dem KotflügeL Johonn Schmitl, genonnl Aule, mit der roten Fohne soß. Auch olle onderen Sitz- gelegenheilen im und ouf dem Fohrzeug woren be- legl. Gerd musste soforl im Kronkenhous behondeli werden und ein ldngerer Kronkenhousoufentholt wor die Folge des Unfolls. Do dieses Rennen nicht genehmigt wor und ouch noch Schodensersoizonsprüche geslelllwurden, kom es zu einem Prozeß vor dem Amlsqericht Soorlouis. Den Vorsilz bei dem Verfohren hone Richler Fin6 ous der Gefdngnissiroße in Soorlouis. ln dem Verfohren 26 Josef Rupp sollte feslgeslellt werden, wer der Veronsioller und wer der Leiler des Rennens wor. Viele l"isdorfer Bür- ger, die bei diesem Rennen in Erscheinung gelrelen woren, woren ols Zeugen geloden. Zum Gerichlsler- min erschien oußer den Zeugen eine sioi'lliche Anzohl von ,,Schlochtenbummlern". Jeder wol le miterleben, wie dieser Prozess ousgehen würde. Auf die Frogen on die Zeugen, wer dos Rennen ge- slorlel holle, wurden widersprüchliche Nomen zu Pro- toko I gegeben. U.o. wurden genonnli Johonn Ernsi (Jo le), Johonn Schmitr (Aule), weiler wurden genonni Johonn Trockle (Fros),Sepp Breininger und Hons Lonsdorfer Die Nomen Jolle und Aule wurden mehr- foch genonnt und ou(h von den Zuschouerbönken wurden diese öflers gerufen. Die Verhondlung gerietfost oußer Konlrolle ols mehr- mols Gelöchier o!sbroch. Schließlich meinle Richier Fin6, wenn dieses Gelöchter und Gegröle nicht unter- bleibe, würde er gesolzene Ordnungsskofen erlossen und oußerdem werde er den Sool röumen lossen. Jetzl kehrte im Gerichtssool wieder Ruhe ein und d;e Ver- hondlung nohm ihren Fortgong. Leizllich me dete sich ein weiterer Zeuge, der behoupiefe, erwisse, doss der Jokob Schreiner der Orgonisoior gewesen se;. Dieser Aussoge schlossen sich donn ouch die onderen Zeu- gen on. Als ruchter Fin6 donn verkündete, wenn Herr Schreiner onwesend sei, möge er bitte vorlrelen, wenn nichi, würde dieser zur nöchsten Sitzung geloden, ste Lte sich im Gerichtssoo ollgemeine Heiierkeil ein. Dorüber wor Richter Fin6 verärgert, wollie ober den Grund fUr den Heiterkeitsousbruch erfohren. Es wur- de ihm erklart, doss der Jokob Schreiner zur Zeil ouf ,.Leich" liege und die Beerdigung onslünde. Dos Gericht broch doroulhin die Verhondlung ob und verlogte sich ouf !nbesiimmie Zeii. Es hoi donn spö- ter nie mehr eine weilere Verhondlung sioligefunden. Wer der pfi{fige Zeuge wor, durch dessen Behouplung die ollgemeine Heiierkeit ousgelösl und die Gerichis- verhond ung schließlich obgebrochen wurde, lsi mir nichl bekonnt. Für Gerd wogner ieden{olls wor seine spori iche Louf- bohn ols Rodrennfohrer domit beendei. Und die ge - lend gemochlen Schodensersoizonsprüche konnlen ouf Grund der widersprüchlichen Zeugenoussogen vor Gerichi nichl durchgeseizi werden. Die Leidko- gende wor olso die Fomilie Wogner. Auch dos Ge- richt, insbesondere dessen Vorsiizender, Amtsrichler Kurt Fin6, sollen sehr verörgeri gewesen sein, doss die Lisdorfer sie offenbor hiniers Licht geführt hotten.
  26. 26. &'i3 Yr tefli ouifin - ein ldealist und 0ilginal dcs Railsmrts Die Geschichte des Rodsporis im gesomien Roum Soorlouis isl eng verbunden mii derYl Nomen Ferdi Quirin. Über 50.Johre hot er diese Sporlori und olles wos mii dem Fohrrod zu tun hol enlscheidend mitgeprö9t. Seine Blü- tezeit ols Rodsporiler woren die 20-iger und Soorgebiels 1922; Ferdi Quirin (Pfeil) bei einer josef Rupp Ferdi Quirin 1901-1969 30 iger Johre des vori, gen Johrhunderls. Es gibl wohl keinen etwos ölte- ren Rodsportler im Soorlond, ober ouch im be- nochborlen Loihringen und besonders in Luxen- burg, für den der Nome Ferdi Quirin nichf ein Be- griff isl. ln Lisdorf und Umgebung hot er sich ouch einen gulen Nomen gemocl't o s lnhober eines Fohrrodgeschöfls und einer Reporolurwerkslott. Viele der heute über 50 Jöhrigen hoben ihn in die- ser Funktion kennen und schötzen gelernt.,,Beim Ferdi" wor für ieden Geldbeutel ein Fohrrod zu hoben und wos die meisten seiner Kunden beson- ders schölzten, Reporoluren wurden schnell und sehr preiswerl ousgeführt. Wenn iemond einmol die Reporolur nicht bezohlen konnle, so wor dos für ihn kein Problem. Ferdi Quirin, der zeil seines Lebens nie mit irdischen Gülern gesegnel wor und diese olfenbor ouch nicht onslrebte, wor ein Freund seiner Kunden. Deren Zufriedenheil wor ihm wichliger ols ein guigefüllter Geldbeutel. Auch ols oktiver Rodsportler und spöler ols Förderer des Rodsporls wor er ein ldeolist. Auf Grund seiner Arf Grosser Preis des Konlro e während und seiner Lebensweise konn mon ihn ols,,Origi- nol" im posiliven SInn des Wortes bezeichnen. Ferdi Quirin wurde 1901 in Neuforweiler geboren. Noch der Schule erlernte er dos Mechoniker- Hondwerk. Zugleich widmete er sich dem Rodsport und beteiligte sich ols Rennfohrer on fod ollen re- gionolen und überregionolen Rodrennen. ln den 25-igerJohren des vorigen lohrhunderts kom er noch Lisdorl und eröffnele in einem Anwesen in der Provinziolslroße Nr. 1 l0 (domols ,,Zipps Hous") ein Fohrrodgeschöft mit Werkstoji. Der Grond wor- um er sich in Lisdorf niederließ, dürfte moßgeblich dovon beslimml gewesen sein, doss domois in Lis- dorf zohlreiche Rodfohrer und ouch Rodsporllerwo- ren und sich 1922 der Rodfohrer-Verein Blitl 1922/ 23 gegründet hotle. Ersler Vorsitzender dieses Ver- eins wor Peler (Pltt) Emmes ous der Soorslroße in Lisdorf. Er wor in Stodl und Kreis Soorlouis sowie im Soorgebiet sehr bekonnl, do er beruflich zunöchsl mii dem Fohrrod und donn mit dem Molorrod fost olle Schulen des Londes onfuhr, um Schullofeln zu reporieren und ohe Tofuln ou{zuorbeiten. Bereils vor der Gründung von 1922123 soll es trm die Johrhundertwende in Lisdorf einen Rodverein gegeben hoben, der vermutlich im l.Weltkrieg ein- gegongen ist. Der 1922 gegründete Verein holle eine forben- pröchtige Vereinsfohne, die noch dem 2.Weltkrieg verschwunden wor. Vor einiger Zeit meldete sich bei uns ein Heimo#orscher ous Nordder.:lschlond und teilte mit, doss ein UlAmerikoner übers lnternei eine Fohne versfeigere, die ous Lisdorf stomme. Zwischen dieser lelefoni- schen lnformolion und dem Versleige- rungstermin om selben Tog bis 24 Uhr wor es weder dem südl. Museum Soor- louis noch dem Vorstond des Heimot- kundevereins Lisdorf und ouch mir nichi möglich, Recherchen über die Echtheit der Fohne onzustellen. So konnle ein ln- ieresseni ous den USA, dessen Vorfohren ous Deuischlond slommen, die Fohne, die uns zunöchst für elwa 290 UlDollor ongebolen wurde, onsteigern. Der ietzi- ge Besitzer der Fohne, mit dem ich wie- derholt sowohl telefonisch ols ouch übers lnlernei Konlokl hotfe, isi offenbor ein 27 r$rl
  27. 27. Händler, denn er hot mir die Fohne für ein mehr- foches des ursprünglich ongeselzlen Werles zum Kouf ongebolen. Es isl onzunehmen, doss ein omerikonischer Soldot 1944l45 die Fohne ous Lis- dorf in die USA mitgenommen hof. Es ist schode, doss wir Ferdi Quirin nichl mehr noch der Fohne befrogen konnlen. Er ist 1969 plötzlich verslorben. Als Ahiver im Rodfohrer-Verein Blitz Lis- dort 1922/23 hölie er uns bestimmt viel ezdhlen können. Sein Fohrrodloden in der Provinz;olstroße wor bis in den 2.Weltkrieg hinein ein beliebter Treff für einheimische und ouswerlige Rodsportfreunde. Viele Kinder, so ouch;ch ols domols 8-idhriger, komen hier mit dem Rodspori erslmols in Berüh- rung. Wir Buben wo.en domols sehr froh, wenn wir den Fohrern Hons Leinen, Nickel Borihel, Hons Kröning, Ferdi Quirin, Johonn Wollscheid, Simon Deslruelle. .Jeon Klein ous lttersdorf, Morschetl ous Klorenthol und dem spdter wellbekonnlen Josy Krous ous Luxenburg beim Troining oder bei ihren Kunsistücken ouf dem Einrod zuschouen dur+ten. Bei mir hinferließ diese horle Sportorf einen noch' holligen Eindruck. Josy Krous, der 1908 in Greven- mocher geborene hJxenburgische Rodprofi, wor domols Douergost bei Ferdi Quirin in Lisdorf. Auch roch derr K.ieg ist der Ko.ltokt licht obgerissen. Josy Krous mochte mir in meiner Blütezeit ols Rod- rennfohrer dos Angebot, ols Profi im Luxenburger Teom on den Slorl zu gehen. Sicherlich wöre bei mir monches onders verloufen, hötte ich dieses verlockende Angebot ongenommen. ln den 30-iger Johren ist Ferdi Quirin regelmößig ouch ols Orgonisolor von Rodrennen oufgelrelen. Veronstoher von Rennen in Lisdorf wor der Rod- Sport-Club 30 Lisdorf. Ob dieser ein neuer Lisdor- fer Rodsportverein wor oder ous dem Rodfohrer- Verein Blitz Lisdorf durch neue Nomensgebung ent- stonden isi, ist uns bislong noch nichl bekonni. Am Pfingstmontog, 16. Moi 1932, führte der Rod Sport-Club in Lisdorf ein inter- I hous Michel Heß) obgeschlossen wurde. Dovon zeugt dos obgedruckte Plokot von I932. ln der Folge orgonisierle Ferdi Quirin mehrfoch dos Rennen ,,Rund um dos Soorlond" mil Stod und Ziel in Lisdorf. Als donn der 2.Wehkrieg kom, mussle er seine geschöfilichen und sporlllchen Akiivitöien vor- rübergehend einstellen. Er wurde zur Luflwoffe ein- gezogen. Sein Hob und Gut hot er wöhrend der Kriegszeit verloren. Noch Rückkehr ous der Kriegs- gefongenscho{t eröffnete Ferdi Quirin sein Fohrrod- geschöft -il Werksrott rr Hofbereich der 1.. egszer- störten Gostürlschoft Heß. Als dos Grundstück von der domoligen Siodtsporkosse Soorlouis ongekoufl und mii einer BonHiliole bebout wurde, verlogerie er sein Geschöft in dos benochborte Anwesen von Trude Ney in der Provinziolslroße, wo heuie Moior- lond Germonn sl. Sein Wunschlrou-n wor err eige- nes Anwesen mit möglichst einer Rodrennbohn für Bohnrennen ouf dem Lisdorfer Berg. Dos Grund- stück dozu hot er Anfong der so-iger lohre von meinem Voler gekoufl. Es liegt oberholb des heuti- gen Neubougebieles Holzmühle. Er mochie sich sogleich doron, dos Gelönde zu plonieren und er- richteie ein Geböude mitWohn- und Wirtschofisleil, in dos er donn ouch eingezogen isf und eine kleine Viehholtung zum Eigenbedorf betrieb. Donoch ieß er große Erdmossen onfohren um die Kurvenerhöh- ung für die Rennbohn oufzuschüiten. Leider hotie er fL, se ne Bouoklirird en keine Genehmigung e,rge holt, so doss die Boupolizei eine Abriss- und Be- seitigungsverfügung gegen ihn erließ. Domii fond sein Troum ein löhes Ende. Mit dem Vollzug ließ mon sich ollerdings Zeit. Er konnie weiierhin doriwohnen. Ferdi Quirin lebte oüsserst bescheiden. lrdische Güter hotlen für ihn nur eine uniergeordnele Be- deutung. Er unierslüizie viele bedürftlge Rodspod- ler. Auch vielen Kunden reporierle er die Fohrröder kosienlos. Mil mir kof er eine Verein- borung, *onoch ich ols Rennfohrer {ür sein Geschöfl Wer" bung mochen soll- ie. Er ieß mir ein Trikot mii der Au{- schrilt,,Fernondo" o nferiigen, hielt meine Rennröder in ,,Schuss" und zohlte mir für gute Plozie- rungen Prömien. Für einen l. Plolz erhiell ich 3000 nolionoles Slro- ßenrennen über 220 km um den ,,Quirin Stroßen- Preis" durch, der om Abend mit ei- nem Boll im Lo- kol von Mof hios Schmilt in der Provinzio lstroße 83 (spöier Gost- , ols Verirogsfohrer Quirins Rennsloll la{-s0onl-club 30 U$üo[l slanl arm gr008n iItGrnali0naleI tfuütuütußa -9wit ßall 28
  28. 28. Fronken, für einen 2. Plotz 2000 Fronken r,lnd für einen 3. Plotz 100 Fronken. Dq ich mich oft vorne piozieren konnle, wor Ferdi Quirin bold nicht mehr in der Loge die Prömien zu zohlen. Dos tol unse- rer Freundschofl ober keinen Abbruch. 1969 ist Ferdi Quirin noch kurzer Kronkheit p]ötz- lich verstorben. Erwor ersi 68 Johre o t und hoiJe sein Geschöff bis zuletzt beirieben. Auf dem Friedhof Neuforweiler fond er im Kreise seiner vorversior- benen Fomilienongehörigen seine letzte Ruhestöfte. i5 + Storl zum lnlernoiionolen Quirin,Slroßen-Preis om 16.5.1932 in Lisdort tn der Mifle Ferdi Quirin, inks doneben Josy Krous / Luxenburg und Nickel Bodel. Siegerehrung noch dem Rennen Sieger losy Krous / Luxenburg, ,,Rund um dos Soorlond" I933 in Lisdorf. Mit Blumenstrouß rechls doneben Ferdi Quirin. 29 n I 'f ' .rl ß, i"' ) I q-.n I ? l- lt, +S§". li'?i ! r.1,, ll, . llt,.lr'- . **§ Ji J ,. I . . i :: I ,i rEffi* 4't- ' ,4t*, ,t ,r-a.&t tr 't * a,-.{ .: - -t_
  29. 29. Für 90 Johre 26. Mö"z 14. April 23. Moi Für 9l johre 18. Jonuor 26. Jonvor 14. Febrt:or 19. Mdrz Für 92 Johre 5. Jonuor 9..lonuor 30. Moi 6. Juni 29. Juli 18. Oktober Fijr 94 )ohre 2. November Für 96 Jqhre 18. Juli Zur Goldenen 31. Moi 6. September 18. Oktober 8. November üflir gtutulieren Frou Elisobeth Müller, An der Kopellenmühle 19 Frou Erno Willkomm, Gotlerstroße l4 Frou Morio Müller, Soorstr. I I Herr Wilhelm Bohr, Provinziolsir. 42 Herr Erhord Ecker, Provinziolstr. I l5 Frou Berto Mourer, Altenheim Soorlouis, früher Provinziolstr. 102 Herr Reinhold Rtrpp, Großstr. 3 Frou Roso Groß, Gloriostr I Frou Morgoreto Amonn, Feldstr. 24 Frou Morio Schmitt, Ensdorfer Str. 22 Frou Morio Welsch, Großstr. 42 Frou Koroline Schreiner, Großstr. 26 Frou Berto Dini, Feldsir 105 Herr Rudolf Lonsdorfer, Sonnenresidenz Soorlouis (Früher Kopellenmühle 29) Frou Louro Molsoc, Großslr. 78 Hochzeit Eheleute Kuno Zimmer und Elfriede geb. Poß Eheieute Helmut Lonsdorfer r..rnd Annerose geb. Berdin Eheleute Giuseppe Forinello und Angelo geb. Lo Monico Eheleute Erich Klein und Morio geb. Hein Wir wünschen ollen lubiloren ouf ihrem weiieren Lebensweg Gottes reichen Segen. 40 Johre Silcher-Quortetl Herzliche Grolulolion und 30 Soorlouis-Lisdorf unler Leitung von Hubert Schmitt Donke für 40 Johre Chorgesong quf höchstem Niveou. I li t 1l t II tf I d it
  30. 30. $aafl ändisch-.siziliani$Gnes Heimailrunillerucff Gn in Lisilofi Vlnr.: Theresio K ein-Mikulcic, Wo fgong Mong, Günier Mong, C emeniine Bohr, Ludwig Freichet, Lydio Mikulcic, Roso ie Borboro, Werner Noumonn, Angelo Borboro, Heiner Groß, Josel Rupp, Agnes-Groß, Georg Groß, Ger- hord Destruelle, August Bolthosor, Alois Schm;tt Seit mehr ois 35 Johren besiehl zwischen den Fomilien Günter Mong ous Lisdorf und Angelo Borboro ous dem geschichtströchligen Ort Noro on der Südseiie der lnsel Sizilien eine Frer.:ndschoft. Domols wor Angelo Borboro ols Gostorbeiler hier, wohnte in Roden, und freundete sich mit Günter Mong on. Beide hoben dos gleiche Hobby, die Beschöftigung mii der l.leimotgeschichie. Noch der Rückkehr von Angelo und Rosolie in ihren Heimotorl Noro ouf Sizilien hot Angelo dort Arbeil in einer großen Schule gelun- den. ln seiner Freizeit beschöftigt er sich mit dem Anbou von weintrouben, oliven und ond"r.n .idit".- ronen Früchren. seine besondere Liebe gilt ober der Heimotgeschichte. Anlößlich des Besuches des Ehe- poores Angelo und Rosolie Borboro bei Günter Mong in Lisdorf kom es zu einem Gedonkenouslousch mil dem Vorsiizenden des Vereins für Heimotkunde e.V, Heiner Groß, sowie zu einem Treffen mit dem Arbeitskreis Heimotgeschichte unter der Leitung von Wolfgong Mong om 15. Oktober in Gosthous ,,Zur Hopfenblüte". Angelo Borboro lud die Lisdorfer Heimotkundler zu einem Besuch in Noro ein. Beitrittserklörung zum Verein für Heimotkunde Lisdorf e. V. Hiermit erk dre ich rneinen Beilrirr Milg iedsbeiiroges von € Vor und Zunome:- - - Geb. Dorurr: - _ _ Anschrift:- Dolum--____ Unterschrifi: zum Verein für Heimotkunde Lisdorf e. V und verpflichte mich zur Zohtung des (Mindesrbeitrog ie Monot bei Einzel- 2,-€ und 3, € bei Fomilienmirgliedschofr). Bei Fomilienmilgliedschoft erklören folgende weitere Personen ihren BeitriH: Nome___-____ geb.: _ Nome________ geb.: Nome________ geb.: _ Nome________ geb.: lch/wir ermöchiigen den verein für Heimotkunde Lisdorf e.v den Beitrog bis ouf widerruf iährlich von meinem/ unserem nochstehend genonnten Konlo einzuziehen. Bonk Kio.N r. BLZ Dolum _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Unterschrift_ __ __ _ B ne zu H. Groß, Am Ginsterbers I 3, 66 740 Soorlouis-Lisdo4 oder Fdx | 0683 I / I 2 8 753, oder o n ein Vorsrondsmiis ied obseben. 3l n
  31. 31. KLEINDRUCK IM DRUCK GANZ GROSS @ H.KIE! DNUGK+ Telelon 06831/3071. Telefax 06831/40387 Aui der W es 7 . 66740 Saarlouis E-Mail: kleind ruck@t-on I ne.de HK d"alonolor tuurucha Obaarlouu Ein (alenderfür 2004 mit bisher unveröffentlichten Motiven im Format 50 x 35.m .n[ 12 historischen Bildern von Saarlouis ldealfür eine spätere Einrahmung gee 9net Als vorlase dienten farbise Lithosraph en aus der .Ja hrh u ndertwende AusgelqahLt aus der exclusiven Ansichtskartensammlung von Friedbert Emmerich Hochwertig gedruckt von der Druckerei Heinz Klein, Druck + Medien, saarlouis.Lisdorf. Made in saarlouis! - verkaufspreis 17.50 Euro. verkauf bei: = II.KIEI1{ DRUCK+MEDIEN Auf der Wies 7 . 65740 saarlouis'Lisdorf . re efon 068 31 /3a71. Faxa6Aal / 4$a7. E.Mar klerndruck@(-on ne de Öffnung?eiten:8 00 -12 0O Uhr und 13 00 -16 00 Uhr

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