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__ Wie lösen Novizen, Erfahrene und kompetente  Problemlöserinnen eine Aufgabe? __ Welches Wissen wird angewandt? __ Welches Potential und Gefahren finden sich in den  einzelnen Stufen Stufen des Experten und Expertinnentums,  Patricia Benner und Dreyfuss/Dreyfuss
Die Novizin,  der absolute Neuling Lernende am Anfang der Ausbildung Lernende 1. Praktikum in einem speziellen Fachbereich Wiedereinsteigerinnen nach langer Pause Memo: No|v i |zin  á lat. ñ  die;  -, -nen u. 2Novize: Frau, die in einem Kloster  eine Vorbereitungszeit verbringt , bevor sie die Gelübde ablegt.
Lernende am Ende der Ausbildung Lernende bei wiederholtem Praktikum in einem spezifischenFachbereich Fachpersonen beim Wechsel in einen anderen Fachbereich .  (z.B. Frau/Kind/Familie – Psychiatrie Buchhaltung - Logistik,  Frontoffice -Backoffice) Die erfahrene Novizin, der fortgeschrittene Anfänger Memo: No|v i |zin   lat.    die;  -, -nen u.  2 Novize: Frau, die in einem Kloster  eine Vorbereitungszeit verbringt , bevor sie die Gelübde ablegt.
Berufsfachleute mit mind. 2-3 jähriger Erfahrung in gleichem oder ähnlichem Berufsfeld/Fachbereich Die Kompetente, der kompetente Problemlöser Memo: kom|pe|t E nt    lat.    (sachverständig; befähigt; zuständig, massgebend, befugt);
Die Erfahrene Meisterin ihres Faches Berufsfachleute mit Berufserfahrung, spezifischen Weiterbildungen. 3-5 Jahre Berufserfahrung Memo: Erfahrung,  allg.  die  erworbene Fähigkeit sicherer Orientierungen, das Vertrautsein mit bestimmten Handlungs- und Sachzusammenhängen  ohne Rückgriff auf ein hiervon unabhängiges theoretisches Wissen. Erfahrung führt, sich auf viele Beispiele und Gegenbeispiele in der Anschauung stützend, zu einem elementaren Wissen  (Empirie),  auf das auch theoretische Wissen bezogen bleibt.
Die Expertin der wahre Experte Berufsleute mit langjähriger (mind. 5 Jahre) in einem fachspezifischen Bereich. Berufsfachleute mit Zusatzausbildungen und mehreren Erfahrungen in verschiedenen Fachbereichen Memo: Ex|per|te/in  der;  -n, -n: jmd., der auf dem infrage kommenden Gebiet besonders gut Bescheid weiss; Sachverständiger, Kenner.
Wie werden Aufgaben gelöst?           
die Novizin der absolute Neuling Beginner Zerlegung der Aufgaben in kontextfreie Teile beherrscht wenige und sehr allgemeine Regeln
fortgeschrittener Novize fortgeschrittener Anfänger Einbeziehung situationsbezogener Kontexte Differenzierung der Modelle durch Lernen aus realen Situationen
die Kompetente der kompetente Problemlöser Entwicklung von Strategien Überblick über die Gesamtsituation mit allen Konsequenzen zunehmende Flexibilität mit allen Konsequenzen bei der Anwendung von Regeln und Vorgaben
Die Erfahrene Meisterin ihres Faches nützt ‚relevantes Wissen vergleicht Situationen, hohe Flexibilität, Entscheidungen werden analysiert
die Expertin der wahre Experte nützt ‚relevantes Wissen für  situationsfremde Aufgaben Entscheidungen können intuitiv gefällt  werden Synthesefähigkeit aus verschiedenen  Erfahrungsbereichen
Welches Wissen wird angewandt?           
Situatives Wissen Wissen, das als erlebte Situationen erinnert wird . Wissen dieser Form tritt als Erzählung oder Erinnerung auf . Dies ist die Ebene der konkreten, facettenreichen, emotions- verbundenen Situationen, die Ebene des Erlebens. Wissen dieser Art besteht aus einer Vielzahl ganz konkreter Situationen, an die wir uns erinnern können.  Diese Situationen sind in einem dichten Netz miteinander verwoben. Denken wir an eine, so kommen uns sogleich andere, ähnliche oder verwandte Themen in den Sinn.
Deklaratives Wissen Wissen, das in Form von Begriffen festgehalten wird.  Wir treffen es als Beschreibung von Rezepten an . Problemlösen auf dieser Ebene: Als erstes analysieren wir die Ausgangssituation. Dann planen wir unter Anwendung von Regeln/Definitionen ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen. Dieser Prozess läuft immer sehr bewusst ab, ist meist anstrengend, die gefundene Lösung lässt sich anhand der eingesetzten Regeln und Definitionen begründen. Er wird als ‚rationale‘ Lösung bezeichnet.
Prozedurales Wissen Wissen, in Form von  Wenn/Dann Regeln , die Schritt für Schritt aneinander gehängt werden können.  Dies ist die Ebene der routinierten Handlungsabläufe, besteht aus einer Vielzahl von  Wenn/Dann Regeln , die auf momentane Situationen angewendet werden. Diese Regeln sind nicht direkt bewusst zugänglich, sondern steuern einfach unser Handeln in gut trainierten Aufgaben .
Sensomotorisches   Wissen Wissen, das die Form von Regelkreisen hat. Wir steuern damit Handlungen, wie etwa das Ergreifen einer Türklinke, das Gehen eines vertrauten Weges, die routinemässige Handlungen etc.
Potential und Gefahren der einzelnen Stufen           
Absoluter Neuling Potential:  offene Sichtweise, ‘weisse Flecken‘  Gefahren:   Übergeneralisierung, Laienperspektive,  Lernelemente:   Wissen stammt aus Büchern, Verhalten wird an Checklisten ausgerichtet, kontextfreie Regeln Konsequenzen:  Standards sind wichtig,  Anleitung und Begleitung, Einarbeitungszeit
Kompetente Problemlöserin Potential:  Planvolles, effizientes und organisiertes Arbeiten möglich   Gefahren:  Überschätzen der eigenen Fähigkeiten, Einengung auf eigenen Bereich Lernelemente:  Situative und vielfältige Erfahrungen werden einbezogen Konsequenzen:  Flexibilität muss erarbeitet  und durch weitere Erfahrungen erweitert werden
Meisterin ihres Faches Potential: Situationen werden als Ganzes wahrgenommen, Abweichungen vom Erwarteten werden spontan angepasst   Gefahren: Tunnelperspektive, ‘blinde Flecken‘ Lernelemente: Situative Erfahrungen und Wissen werden einbezogen und  spontan auf andere Aufgaben transferiert Konsequenzen: Wissen und Erfahrung wird durch Weitergeben multipliziert
Wahre Expertin, Expertentum Potential:  Nicht mehr auf analytische Prinzipien angewiesen, um aus dem Verständnis der Situation eine angemessene Handlung abzuleiten. Handeln auf Grundlage   eines umfassenden Verständnisses der Gesamtsituation  Gefahren:   Tunnelperspektive, Erfahrung wird nicht weitergereicht Lernelemente:   handeln intuitiv geleitet, entstanden aus  Gesamterfahrungen und Reflexion Konsequenzen:  Wissen und Erfahrung wird  durch Weitergeben multipliziert

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Stufen des Experten und Expertinnentums, Patricia Benner und Dreyfuss/Dreyfuss

  • 1. __ Wie lösen Novizen, Erfahrene und kompetente Problemlöserinnen eine Aufgabe? __ Welches Wissen wird angewandt? __ Welches Potential und Gefahren finden sich in den einzelnen Stufen Stufen des Experten und Expertinnentums, Patricia Benner und Dreyfuss/Dreyfuss
  • 2. Die Novizin, der absolute Neuling Lernende am Anfang der Ausbildung Lernende 1. Praktikum in einem speziellen Fachbereich Wiedereinsteigerinnen nach langer Pause Memo: No|v i |zin á lat. ñ die; -, -nen u. 2Novize: Frau, die in einem Kloster eine Vorbereitungszeit verbringt , bevor sie die Gelübde ablegt.
  • 3. Lernende am Ende der Ausbildung Lernende bei wiederholtem Praktikum in einem spezifischenFachbereich Fachpersonen beim Wechsel in einen anderen Fachbereich . (z.B. Frau/Kind/Familie – Psychiatrie Buchhaltung - Logistik, Frontoffice -Backoffice) Die erfahrene Novizin, der fortgeschrittene Anfänger Memo: No|v i |zin  lat.  die; -, -nen u. 2 Novize: Frau, die in einem Kloster eine Vorbereitungszeit verbringt , bevor sie die Gelübde ablegt.
  • 4. Berufsfachleute mit mind. 2-3 jähriger Erfahrung in gleichem oder ähnlichem Berufsfeld/Fachbereich Die Kompetente, der kompetente Problemlöser Memo: kom|pe|t E nt  lat.  (sachverständig; befähigt; zuständig, massgebend, befugt);
  • 5. Die Erfahrene Meisterin ihres Faches Berufsfachleute mit Berufserfahrung, spezifischen Weiterbildungen. 3-5 Jahre Berufserfahrung Memo: Erfahrung, allg. die erworbene Fähigkeit sicherer Orientierungen, das Vertrautsein mit bestimmten Handlungs- und Sachzusammenhängen ohne Rückgriff auf ein hiervon unabhängiges theoretisches Wissen. Erfahrung führt, sich auf viele Beispiele und Gegenbeispiele in der Anschauung stützend, zu einem elementaren Wissen (Empirie), auf das auch theoretische Wissen bezogen bleibt.
  • 6. Die Expertin der wahre Experte Berufsleute mit langjähriger (mind. 5 Jahre) in einem fachspezifischen Bereich. Berufsfachleute mit Zusatzausbildungen und mehreren Erfahrungen in verschiedenen Fachbereichen Memo: Ex|per|te/in der; -n, -n: jmd., der auf dem infrage kommenden Gebiet besonders gut Bescheid weiss; Sachverständiger, Kenner.
  • 7. Wie werden Aufgaben gelöst?    
  • 8. die Novizin der absolute Neuling Beginner Zerlegung der Aufgaben in kontextfreie Teile beherrscht wenige und sehr allgemeine Regeln
  • 9. fortgeschrittener Novize fortgeschrittener Anfänger Einbeziehung situationsbezogener Kontexte Differenzierung der Modelle durch Lernen aus realen Situationen
  • 10. die Kompetente der kompetente Problemlöser Entwicklung von Strategien Überblick über die Gesamtsituation mit allen Konsequenzen zunehmende Flexibilität mit allen Konsequenzen bei der Anwendung von Regeln und Vorgaben
  • 11. Die Erfahrene Meisterin ihres Faches nützt ‚relevantes Wissen vergleicht Situationen, hohe Flexibilität, Entscheidungen werden analysiert
  • 12. die Expertin der wahre Experte nützt ‚relevantes Wissen für situationsfremde Aufgaben Entscheidungen können intuitiv gefällt werden Synthesefähigkeit aus verschiedenen Erfahrungsbereichen
  • 13. Welches Wissen wird angewandt?    
  • 14. Situatives Wissen Wissen, das als erlebte Situationen erinnert wird . Wissen dieser Form tritt als Erzählung oder Erinnerung auf . Dies ist die Ebene der konkreten, facettenreichen, emotions- verbundenen Situationen, die Ebene des Erlebens. Wissen dieser Art besteht aus einer Vielzahl ganz konkreter Situationen, an die wir uns erinnern können. Diese Situationen sind in einem dichten Netz miteinander verwoben. Denken wir an eine, so kommen uns sogleich andere, ähnliche oder verwandte Themen in den Sinn.
  • 15. Deklaratives Wissen Wissen, das in Form von Begriffen festgehalten wird. Wir treffen es als Beschreibung von Rezepten an . Problemlösen auf dieser Ebene: Als erstes analysieren wir die Ausgangssituation. Dann planen wir unter Anwendung von Regeln/Definitionen ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen. Dieser Prozess läuft immer sehr bewusst ab, ist meist anstrengend, die gefundene Lösung lässt sich anhand der eingesetzten Regeln und Definitionen begründen. Er wird als ‚rationale‘ Lösung bezeichnet.
  • 16. Prozedurales Wissen Wissen, in Form von Wenn/Dann Regeln , die Schritt für Schritt aneinander gehängt werden können. Dies ist die Ebene der routinierten Handlungsabläufe, besteht aus einer Vielzahl von Wenn/Dann Regeln , die auf momentane Situationen angewendet werden. Diese Regeln sind nicht direkt bewusst zugänglich, sondern steuern einfach unser Handeln in gut trainierten Aufgaben .
  • 17. Sensomotorisches Wissen Wissen, das die Form von Regelkreisen hat. Wir steuern damit Handlungen, wie etwa das Ergreifen einer Türklinke, das Gehen eines vertrauten Weges, die routinemässige Handlungen etc.
  • 18. Potential und Gefahren der einzelnen Stufen    
  • 19. Absoluter Neuling Potential: offene Sichtweise, ‘weisse Flecken‘ Gefahren: Übergeneralisierung, Laienperspektive, Lernelemente: Wissen stammt aus Büchern, Verhalten wird an Checklisten ausgerichtet, kontextfreie Regeln Konsequenzen: Standards sind wichtig, Anleitung und Begleitung, Einarbeitungszeit
  • 20. Kompetente Problemlöserin Potential: Planvolles, effizientes und organisiertes Arbeiten möglich Gefahren: Überschätzen der eigenen Fähigkeiten, Einengung auf eigenen Bereich Lernelemente: Situative und vielfältige Erfahrungen werden einbezogen Konsequenzen: Flexibilität muss erarbeitet und durch weitere Erfahrungen erweitert werden
  • 21. Meisterin ihres Faches Potential: Situationen werden als Ganzes wahrgenommen, Abweichungen vom Erwarteten werden spontan angepasst Gefahren: Tunnelperspektive, ‘blinde Flecken‘ Lernelemente: Situative Erfahrungen und Wissen werden einbezogen und spontan auf andere Aufgaben transferiert Konsequenzen: Wissen und Erfahrung wird durch Weitergeben multipliziert
  • 22. Wahre Expertin, Expertentum Potential: Nicht mehr auf analytische Prinzipien angewiesen, um aus dem Verständnis der Situation eine angemessene Handlung abzuleiten. Handeln auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses der Gesamtsituation Gefahren: Tunnelperspektive, Erfahrung wird nicht weitergereicht Lernelemente: handeln intuitiv geleitet, entstanden aus Gesamterfahrungen und Reflexion Konsequenzen: Wissen und Erfahrung wird durch Weitergeben multipliziert