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     INHALTSVERZEICHNIS



     1 Einleitung ............................................................................................................... 3

     2 Technologie ............................................................................................................ 3

     3 Möglichkeiten mit xPages ....................................................................................... 4

       3.1      Oberflächen ..................................................................................................... 4

       3.2      Einbindung von Datenquellen .......................................................................... 5

     4 Grenzen und Herausforderungen von xPages ....................................................... 6

     5 Fazit ....................................................................................................................... 7




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     1   E I N LE I T U N G

     Mit der Lotus Notes Domino Version 8.5.0 hat IBM die xPages Technologie bereitgestellt.
     xPages ist eine JSF basierte Technologie, mit der Entwickler(innen) Anwendungen für das
     Web, den Client wie auch für mobile Geräte mit einem Web 2.0 Look and Feel programmie-
     ren können.

     Der Grundsatz des „Rapid Application Development“, der bereits ein wichtiger Bestandteil in
     der bisherigen Entwicklung von Notes-Anwendungen darstellte, wurde dahingehend erwei-
     tert, dass dieses Paradigma nun auch für die Entwicklung von modernen Web-Anwendungen
     Gültigkeit hat.

     Mit Einführung der xPages wurde ein neues Kapitel der Notes-Entwicklung aufgeschlagen.
     Zahlreiche Veränderungen, die der Einsatz von xPages mit sich bringt, bieten bisher nicht
     vorhandene Möglichkeiten für die Entwicklung. Allerdings stehen diesen Möglichkeiten auch
     neue Herausforderungen gegenüber.

     Folgender Erfahrungsbericht zeigt einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Ent-
     wicklung von Anwendungen mit xPages.



     2      T E C H N O L O GI E

     Mit Hilfe der xPages wurden gängige Webstandards zur Verfügung gestellt. Diese basieren
     technologisch auf „Java Server Faces“ (JSF). Diese Technologie ist an die MVC (Model-
     View-Controller)-Architektur angelehnt und trennt die Daten (Model), die Darstellung (View)
     und die Logik (Controller) voneinander.

     Mit Hilfe von xPages können benutzerfreundliche Oberflächen realisiert werden, die in der
     bisherigen Notes-Entwicklung nicht oder nur mit großem Aufwand möglich waren. Die mit
     xPages erstellten Oberflächen bieten wesentlich mehr Dynamik bei der Interaktion mit dem
     Anwender. Basis hierfür sind insbesondere der Einsatz des Dojo-Frameworks und die einfa-
     che Einbindung von AJAX.

     Eine der herausragenden Besonderheiten der xPages ist die Möglichkeit, die hierüber erstell-
     ten Anwendungen sowohl über den Notes-Client als auch über einen aktuellen Internet-
     Browser zu nutzen. Die xPages Technologie bietet also die Möglichkeit nur eine Oberfläche
     für beide genannten Plattformen entwickeln zu müssen.




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     3        M ÖG L I C H K E I T E N   M I T X P AG E S

     Die Nutzung von xPages hat neue Möglichkeiten bei der Programmierung von Notes-
     Anwendungen eröffnet. Bisherige Einschränkungen bei der Entwicklung wurden mit xPages
     behoben. Insbesondere sind folgende Aspekte hervorzuheben:

          Gestaltung von dynamischen Oberflächen (insbesondere dynamische Formulare)

          Gestaltung von optisch ansprechenderen Oberflächen (auch mit Web 2.0 Aussehen)

          Realisierung von mehrsprachigen Oberflächen

          Flexible Einbindung mehrerer Datenquellen und dies auch dynamisch!

          Einfache Nutzung von relationalen Strukturen

          Einfaches Deployment von Web-Anwendungen (im Gegensatz zu anderen Plattformen)



     3.1     OBERFLÄCHEN

     Die Oberflächen stellen die auffälligste Änderung für den Endanwender dar. In der Vergan-
     genheit wurde diese häufig von Notes-Anwendern kritisiert. Trotz häufiger Änderung und
     Modernisierung der Oberfläche von Lotus Notes, ist die Kritik an der Haptik und der Oberflä-
     che von Lotus-Notes-Anwendungen nie verstummt.

     xPages bieten die Möglichkeit, sehr moderne Oberflächen zu gestalten. Diese können so-
     wohl im Notes-Client, als auch über einen Web-Browser genutzt werden. Die Gestaltung
     orientiert sich an aktuellen (Web 2.0) Trends der Repräsentation von Daten im Internet, ist
     für die Endanwender intuitiv bedienbar und somit quasi ohne Schulung nutzbar.

     Bei der Nutzung von xPages ist das Dojo-Framework für die Entwickler sehr hilfreich. Direkte
     Validierungen von Benutzereingaben und Hinweismeldungen bei Fehleingaben erleichtern
     den direkten Dialog mit dem Anwender während der Bearbeitung von Datensätzen. Optisch
     ansprechende Komponenten können in die Anwendungen eingebunden werden, z.B. der
     Datumswähler und modale Dialoge. Auch Diagramme für die Aufbereitung von Daten lassen
     sich in xPages sehr gut nutzen.

     Insbesondere bei der Umsetzung von mehrsprachigen Anwendungen sind die xPages ein
     echte Hilfe. Per JavaScript können einfach und dynamisch zur Laufzeit Labels (Bezeichnun-
     gen) und column titles (Spaltenüberschriften von Ansichten) gesetzt werden. Diese Möglich-
     keit besteht auch bei allen anderen Komponenten von xPages. Aber insbesondere die gera-
     de genannten haben bei der Realisierung klassischer Notes-Anwendung zu großen Heraus-
     forderungen und einigen Winkelzügen geführt. Teilweise mussten bis auf die Labels identi-
     sche Elemente redundant vorgehalten werden.




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     Durch das Caching der xPages Servlet Engine werden die xPages nach einmaliger Initialisie-
     rung sehr schnell geladen. Im Vergleich zu Agenten, die bei jedem Aufruf initialisiert werden,
     ist dies ein weiterer Vorteil bei der Nutzung von xPages. Bei der ergänzenden Verwendung
     von AJAX, das über xPages sehr einfach genutzt werden kann, wird die Anzahl der HTTP-
     Server-Requests reduziert und die Seiten nicht ständig neu geladen. Dies führt zu einer ruhi-
     gen Oberfläche bei der Nutzung durch einen Anwender.

     Besonders zu erwähnen ist auch die Möglichkeit, eigene Komponenten zu erstellen. Trotz
     der großen Anzahl bereits vorhandener Komponenten stehen dem Entwickler hiermit alle
     Wege offen. Diese einmalig erstellten Komponenten können im Anschluss an vielen Stellen
     einfach eingebunden werden. Sie bieten somit zentral zur Verfügung gestellte Funktionalitä-
     ten an. So ist eine sehr geordnete Wartung und Erweiterung von Anwendungen möglich.
     Diese Komponenten sind ansatzweise mit Subforms zu vergleichen, bieten aber einen we-
     sentlich höheren Funktionsumfang.

     Mit Einführung der Version 8.5.2 wurde die Möglichkeit realisiert, Lotus Script über einen
     Agenten einfach aufzurufen und ein Documentcontext für die serverseitige Verarbeitung von
     Inhalten zu gestatten. Somit kann Lotus Script-Code aus bestehenden Anwendungen weiter-
     verwendet werden.

     xPages und klassische Notes Elemente können in einer Anwendung gemeinsam genutzt
     werden. Schritt für Schritt gelingt so die Umstellung einer bestehenden Notes Anwendung.
     Insbesondere die Möglichkeit bestehende Agenten aufzurufen, macht diese Art der Umstel-
     lung planbarer.



     3.2    EINBINDUNG VON DATENQUELLEN

     Neben der Oberfläche ist für die Anwendungsentwicklung besonders die Anbindung von Da-
     tenquellen interessant. Die bisherigen Beschränkungen auf die fixen Strukturen von Notes-
     Anwendungen haben mit xPages keine Gültigkeit mehr.

     Durch die Trennung der Oberfläche von den Daten, können nun beliebige Daten als Daten-
     quelle genutzt werden. Diese können sowohl relational über eine SQL-Datenbank zur Verfü-
     gung stehen, als auch in einer dokumentbasierten Form.

     xPages lassen hierbei sowohl die fixe als auch die dynamische Einbindung von Datenquellen
     zu. So kann zur Laufzeit dynamisch eine Datenquelle eingebunden werden. Dazu können
     auch mehrere Datenquellen als Basis von xPages dienen. Diese Daten können aus unter-
     schiedlichen Dokumenten, Ansichten und sogar aus unterschiedlichen Anwendungen stam-
     men. Vermutlich einer der größten Vorteile der xPages.

     Werden bei der Entwicklung noch Java-Beans für die Anbindung an relationale Datenbank-
     Management-Systeme genutzt, wird die Realisierung von xPages zur Freude. Über Java
     können Funktionalitäten realisiert werden, die vorher undenkbar waren. Die Trennung von
     Daten, Logik und Oberfläche ermöglicht ergänzend die gleichzeitige Entwicklung an einer
     Anwendung durch mehrere Entwickler mit unterschiedlichen Skills. So kann die Entwicklung
     der Oberfläche parallel zur Logik durchgeführt werden, was in der klassischen Notes-
     Entwicklung nicht so einfach möglich war.


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     4      G R E N ZE N   UND   H E R A U S F O RD E RU N GE N   V O N X P AG E S

     Neben den ganzen positiven Aspekten gibt es natürlich auch Herausforderungen, denen
     man sich bei der Entwicklung von xPages stellen muss. So treten bei der Programmierung
     von Anwendungen bisweilen unvorhersehbare Laufzeitfehler auf, deren Ursachen nicht zu
     ergründen sind. Ein Neustart des Servers oder auch die einfache Umbenennung von Ele-
     menten kann teilweise zur Lösung der Probleme führen. Teilweise sind Funktionalitäten nicht
     durchgängig realisiert, was dazu führt, dass die Nutzung an Stelle A funktioniert, an Stelle B
     aber zu einem Problem führt, das nicht nachvollziehbar ist.

     Mit jeder Version von Lotus Notes bzw. Domino wurden diese Effekte allerdings geringer.
     Ganz abgeschlossen sind die Maßnahmen der Qualitätssicherung bei IBM allerdings wohl
     noch nicht.

     Für die Entwicklung von xPages werden an auch den Entwickler erweiterte Anforderungen
     gestellt. Oft vorhandene Kenntnisse in HTML, CSS und clientseitigem Java-Script müssen,
     für die effiziente Entwicklung von xPages, um einige Fähigkeiten erweitert werden. Unerläss-
     lich sind Kenntnisse in serverseitigem Java-Script und das Wissen um Java Server Faces.
     Eine solide Java-Kenntnis gehört ebenfalls zur Basis für die Erstellung von xPages.

     Diese Anforderungen gestattet zum einen die Entwicklung von xPages-Anwendungen durch
     Entwickler, die im Vorfeld keinen Kontakt mit Lotus Notes hatten und ihren Schwerpunkt im
     Java-Umfeld hatten. Sie erschwert aber die Programmierung durch Entwickler, die im Vorfeld
     hauptsächlich mit Lotus Notes gearbeitet haben.

     Für die Zukunft sind ein besserer Java Script Editor und ein WYSIWYG-Editor angekündigt.
     Die bisherige Implementierung in der Entwicklungsumgebung entspricht nicht dem aktuellen
     Standard und ist vom Funktionsumfang zu gering. Ebenso ist eine direkte Nutzung von Lotus
     Script in xPages ein Wunsch, den viele Entwickler hegen. Hiermit wäre eine Umstellung von
     bestehenden Anwendungen auf xPages noch einfacher zu gehen.




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     5      F AZ I T

     IBM gibt mit xPages ein klares Signal für die strategische Ausrichtung. Anwendungen wer-
     den sich weiter ins Web verlagern. Mit Einführung der xPages wird diesem Trend Rechnung
     getragen, ohne die einzigartigen Vorteile von Lotus Notes zu verzichten. Insbesondere die
     Replikation von Daten und die damit verbunden Möglichkeit des „Offline-Arbeitens“ sind un-
     bestritten Funktionalitäten, die ihresgleichen suchen.

     Zu beachten ist die Einarbeitungszeit für die Entwicklung. Kenntnisse in Web-Entwicklung
     sind essentiell für die Erstellung von xPages.

     Mit xPages ist es gelungen, den Ansatz des „Rapid Application Development“, der bisher nur
     für die Client-Anwendungen galt, nun auch für Web-Anwendungen zu ermöglichen. Die Mög-
     lichkeit, bestehende Anwendungen Schritt für Schritt auf die neue Technologie umzustellen,
     macht die Umstellung laufender Anwendungen auf xPages interessant. Insbesondere bei der
     Betrachtung der sehr langen Lebenszyklen von Notes-Anwendungen.

     Die Möglichkeiten der Verbindung von Daten aus unterschiedlichen Quellen und die Optimie-
     rung der Oberflächen bilden zwei Kernfunktionen, die lange von Lotus Notes gefordert wur-
     den. Die Umsetzung ist gut gelungen und die Entwicklung ist hier noch nicht abgeschlossen.
     Eine fehlerfreie Entwicklungsumgebung und ein WYSIWYG-Editor werden die Realisierung
     von Anwendungen mit xPages weiter vereinfachen.

     Gut gelungen ist die Integration in den bestehenden Notes-Client. Für die Nutzung von
     xPages ist keine weitere Installation notwendig und eine Oberfläche wird in allen Clients ge-
     nutzt. Dies reduziert Entwicklungsaufwand und erhöht den Wiedererkennungswert einer An-
     wendung. Auch die Nutzung der Replikation und der Möglichkeit des Arbeitens ohne Netz-
     werkanbindung ist sehr gut gelungen.

     Der Einsatz von xPages erweitert die Möglichkeiten von Anwendungen und macht diese
     über mehrere Clients nutzbar. Die Entwicklung mit xPages ist aufwendiger als die klassische
     Notes-Entwicklung. Wo der Bedarf einer Online-Nutzung von Notes-Anwendungen besteht,
     ist der Einsatz von xPages sehr zu empfehlen. Bei Anwendungen, die sehr spezifische An-
     forderungen haben und nur durch einem engen Benutzerkreis (z.B. innerhalb eines Unter-
     nehmens) genutzt werden oder in denen hochsensible Daten vorgehalten werden, ist die
     Realisierung einer Notes-Anwendung aus heutiger Sicht zu bevorzugen.




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Entwicklung mit Volt MX und Co. | Teil 1
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ExsoFlow Workflow & IntegrationServer technische Information
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xPages Erfahrungen Wünsch AG

  • 1. W HITE P APER X P AGES WHITE PAPER XPAGES WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 1 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 2. W HITE P APER X P AGES INHALTSVERZEICHNIS 1 Einleitung ............................................................................................................... 3 2 Technologie ............................................................................................................ 3 3 Möglichkeiten mit xPages ....................................................................................... 4 3.1 Oberflächen ..................................................................................................... 4 3.2 Einbindung von Datenquellen .......................................................................... 5 4 Grenzen und Herausforderungen von xPages ....................................................... 6 5 Fazit ....................................................................................................................... 7 WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 2 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 3. W HITE P APER X P AGES 1 E I N LE I T U N G Mit der Lotus Notes Domino Version 8.5.0 hat IBM die xPages Technologie bereitgestellt. xPages ist eine JSF basierte Technologie, mit der Entwickler(innen) Anwendungen für das Web, den Client wie auch für mobile Geräte mit einem Web 2.0 Look and Feel programmie- ren können. Der Grundsatz des „Rapid Application Development“, der bereits ein wichtiger Bestandteil in der bisherigen Entwicklung von Notes-Anwendungen darstellte, wurde dahingehend erwei- tert, dass dieses Paradigma nun auch für die Entwicklung von modernen Web-Anwendungen Gültigkeit hat. Mit Einführung der xPages wurde ein neues Kapitel der Notes-Entwicklung aufgeschlagen. Zahlreiche Veränderungen, die der Einsatz von xPages mit sich bringt, bieten bisher nicht vorhandene Möglichkeiten für die Entwicklung. Allerdings stehen diesen Möglichkeiten auch neue Herausforderungen gegenüber. Folgender Erfahrungsbericht zeigt einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Ent- wicklung von Anwendungen mit xPages. 2 T E C H N O L O GI E Mit Hilfe der xPages wurden gängige Webstandards zur Verfügung gestellt. Diese basieren technologisch auf „Java Server Faces“ (JSF). Diese Technologie ist an die MVC (Model- View-Controller)-Architektur angelehnt und trennt die Daten (Model), die Darstellung (View) und die Logik (Controller) voneinander. Mit Hilfe von xPages können benutzerfreundliche Oberflächen realisiert werden, die in der bisherigen Notes-Entwicklung nicht oder nur mit großem Aufwand möglich waren. Die mit xPages erstellten Oberflächen bieten wesentlich mehr Dynamik bei der Interaktion mit dem Anwender. Basis hierfür sind insbesondere der Einsatz des Dojo-Frameworks und die einfa- che Einbindung von AJAX. Eine der herausragenden Besonderheiten der xPages ist die Möglichkeit, die hierüber erstell- ten Anwendungen sowohl über den Notes-Client als auch über einen aktuellen Internet- Browser zu nutzen. Die xPages Technologie bietet also die Möglichkeit nur eine Oberfläche für beide genannten Plattformen entwickeln zu müssen. WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 3 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 4. W HITE P APER X P AGES 3 M ÖG L I C H K E I T E N M I T X P AG E S Die Nutzung von xPages hat neue Möglichkeiten bei der Programmierung von Notes- Anwendungen eröffnet. Bisherige Einschränkungen bei der Entwicklung wurden mit xPages behoben. Insbesondere sind folgende Aspekte hervorzuheben:  Gestaltung von dynamischen Oberflächen (insbesondere dynamische Formulare)  Gestaltung von optisch ansprechenderen Oberflächen (auch mit Web 2.0 Aussehen)  Realisierung von mehrsprachigen Oberflächen  Flexible Einbindung mehrerer Datenquellen und dies auch dynamisch!  Einfache Nutzung von relationalen Strukturen  Einfaches Deployment von Web-Anwendungen (im Gegensatz zu anderen Plattformen) 3.1 OBERFLÄCHEN Die Oberflächen stellen die auffälligste Änderung für den Endanwender dar. In der Vergan- genheit wurde diese häufig von Notes-Anwendern kritisiert. Trotz häufiger Änderung und Modernisierung der Oberfläche von Lotus Notes, ist die Kritik an der Haptik und der Oberflä- che von Lotus-Notes-Anwendungen nie verstummt. xPages bieten die Möglichkeit, sehr moderne Oberflächen zu gestalten. Diese können so- wohl im Notes-Client, als auch über einen Web-Browser genutzt werden. Die Gestaltung orientiert sich an aktuellen (Web 2.0) Trends der Repräsentation von Daten im Internet, ist für die Endanwender intuitiv bedienbar und somit quasi ohne Schulung nutzbar. Bei der Nutzung von xPages ist das Dojo-Framework für die Entwickler sehr hilfreich. Direkte Validierungen von Benutzereingaben und Hinweismeldungen bei Fehleingaben erleichtern den direkten Dialog mit dem Anwender während der Bearbeitung von Datensätzen. Optisch ansprechende Komponenten können in die Anwendungen eingebunden werden, z.B. der Datumswähler und modale Dialoge. Auch Diagramme für die Aufbereitung von Daten lassen sich in xPages sehr gut nutzen. Insbesondere bei der Umsetzung von mehrsprachigen Anwendungen sind die xPages ein echte Hilfe. Per JavaScript können einfach und dynamisch zur Laufzeit Labels (Bezeichnun- gen) und column titles (Spaltenüberschriften von Ansichten) gesetzt werden. Diese Möglich- keit besteht auch bei allen anderen Komponenten von xPages. Aber insbesondere die gera- de genannten haben bei der Realisierung klassischer Notes-Anwendung zu großen Heraus- forderungen und einigen Winkelzügen geführt. Teilweise mussten bis auf die Labels identi- sche Elemente redundant vorgehalten werden. WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 4 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 5. W HITE P APER X P AGES Durch das Caching der xPages Servlet Engine werden die xPages nach einmaliger Initialisie- rung sehr schnell geladen. Im Vergleich zu Agenten, die bei jedem Aufruf initialisiert werden, ist dies ein weiterer Vorteil bei der Nutzung von xPages. Bei der ergänzenden Verwendung von AJAX, das über xPages sehr einfach genutzt werden kann, wird die Anzahl der HTTP- Server-Requests reduziert und die Seiten nicht ständig neu geladen. Dies führt zu einer ruhi- gen Oberfläche bei der Nutzung durch einen Anwender. Besonders zu erwähnen ist auch die Möglichkeit, eigene Komponenten zu erstellen. Trotz der großen Anzahl bereits vorhandener Komponenten stehen dem Entwickler hiermit alle Wege offen. Diese einmalig erstellten Komponenten können im Anschluss an vielen Stellen einfach eingebunden werden. Sie bieten somit zentral zur Verfügung gestellte Funktionalitä- ten an. So ist eine sehr geordnete Wartung und Erweiterung von Anwendungen möglich. Diese Komponenten sind ansatzweise mit Subforms zu vergleichen, bieten aber einen we- sentlich höheren Funktionsumfang. Mit Einführung der Version 8.5.2 wurde die Möglichkeit realisiert, Lotus Script über einen Agenten einfach aufzurufen und ein Documentcontext für die serverseitige Verarbeitung von Inhalten zu gestatten. Somit kann Lotus Script-Code aus bestehenden Anwendungen weiter- verwendet werden. xPages und klassische Notes Elemente können in einer Anwendung gemeinsam genutzt werden. Schritt für Schritt gelingt so die Umstellung einer bestehenden Notes Anwendung. Insbesondere die Möglichkeit bestehende Agenten aufzurufen, macht diese Art der Umstel- lung planbarer. 3.2 EINBINDUNG VON DATENQUELLEN Neben der Oberfläche ist für die Anwendungsentwicklung besonders die Anbindung von Da- tenquellen interessant. Die bisherigen Beschränkungen auf die fixen Strukturen von Notes- Anwendungen haben mit xPages keine Gültigkeit mehr. Durch die Trennung der Oberfläche von den Daten, können nun beliebige Daten als Daten- quelle genutzt werden. Diese können sowohl relational über eine SQL-Datenbank zur Verfü- gung stehen, als auch in einer dokumentbasierten Form. xPages lassen hierbei sowohl die fixe als auch die dynamische Einbindung von Datenquellen zu. So kann zur Laufzeit dynamisch eine Datenquelle eingebunden werden. Dazu können auch mehrere Datenquellen als Basis von xPages dienen. Diese Daten können aus unter- schiedlichen Dokumenten, Ansichten und sogar aus unterschiedlichen Anwendungen stam- men. Vermutlich einer der größten Vorteile der xPages. Werden bei der Entwicklung noch Java-Beans für die Anbindung an relationale Datenbank- Management-Systeme genutzt, wird die Realisierung von xPages zur Freude. Über Java können Funktionalitäten realisiert werden, die vorher undenkbar waren. Die Trennung von Daten, Logik und Oberfläche ermöglicht ergänzend die gleichzeitige Entwicklung an einer Anwendung durch mehrere Entwickler mit unterschiedlichen Skills. So kann die Entwicklung der Oberfläche parallel zur Logik durchgeführt werden, was in der klassischen Notes- Entwicklung nicht so einfach möglich war. WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 5 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 6. W HITE P APER X P AGES 4 G R E N ZE N UND H E R A U S F O RD E RU N GE N V O N X P AG E S Neben den ganzen positiven Aspekten gibt es natürlich auch Herausforderungen, denen man sich bei der Entwicklung von xPages stellen muss. So treten bei der Programmierung von Anwendungen bisweilen unvorhersehbare Laufzeitfehler auf, deren Ursachen nicht zu ergründen sind. Ein Neustart des Servers oder auch die einfache Umbenennung von Ele- menten kann teilweise zur Lösung der Probleme führen. Teilweise sind Funktionalitäten nicht durchgängig realisiert, was dazu führt, dass die Nutzung an Stelle A funktioniert, an Stelle B aber zu einem Problem führt, das nicht nachvollziehbar ist. Mit jeder Version von Lotus Notes bzw. Domino wurden diese Effekte allerdings geringer. Ganz abgeschlossen sind die Maßnahmen der Qualitätssicherung bei IBM allerdings wohl noch nicht. Für die Entwicklung von xPages werden an auch den Entwickler erweiterte Anforderungen gestellt. Oft vorhandene Kenntnisse in HTML, CSS und clientseitigem Java-Script müssen, für die effiziente Entwicklung von xPages, um einige Fähigkeiten erweitert werden. Unerläss- lich sind Kenntnisse in serverseitigem Java-Script und das Wissen um Java Server Faces. Eine solide Java-Kenntnis gehört ebenfalls zur Basis für die Erstellung von xPages. Diese Anforderungen gestattet zum einen die Entwicklung von xPages-Anwendungen durch Entwickler, die im Vorfeld keinen Kontakt mit Lotus Notes hatten und ihren Schwerpunkt im Java-Umfeld hatten. Sie erschwert aber die Programmierung durch Entwickler, die im Vorfeld hauptsächlich mit Lotus Notes gearbeitet haben. Für die Zukunft sind ein besserer Java Script Editor und ein WYSIWYG-Editor angekündigt. Die bisherige Implementierung in der Entwicklungsumgebung entspricht nicht dem aktuellen Standard und ist vom Funktionsumfang zu gering. Ebenso ist eine direkte Nutzung von Lotus Script in xPages ein Wunsch, den viele Entwickler hegen. Hiermit wäre eine Umstellung von bestehenden Anwendungen auf xPages noch einfacher zu gehen. WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 6 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013
  • 7. W HITE P APER X P AGES 5 F AZ I T IBM gibt mit xPages ein klares Signal für die strategische Ausrichtung. Anwendungen wer- den sich weiter ins Web verlagern. Mit Einführung der xPages wird diesem Trend Rechnung getragen, ohne die einzigartigen Vorteile von Lotus Notes zu verzichten. Insbesondere die Replikation von Daten und die damit verbunden Möglichkeit des „Offline-Arbeitens“ sind un- bestritten Funktionalitäten, die ihresgleichen suchen. Zu beachten ist die Einarbeitungszeit für die Entwicklung. Kenntnisse in Web-Entwicklung sind essentiell für die Erstellung von xPages. Mit xPages ist es gelungen, den Ansatz des „Rapid Application Development“, der bisher nur für die Client-Anwendungen galt, nun auch für Web-Anwendungen zu ermöglichen. Die Mög- lichkeit, bestehende Anwendungen Schritt für Schritt auf die neue Technologie umzustellen, macht die Umstellung laufender Anwendungen auf xPages interessant. Insbesondere bei der Betrachtung der sehr langen Lebenszyklen von Notes-Anwendungen. Die Möglichkeiten der Verbindung von Daten aus unterschiedlichen Quellen und die Optimie- rung der Oberflächen bilden zwei Kernfunktionen, die lange von Lotus Notes gefordert wur- den. Die Umsetzung ist gut gelungen und die Entwicklung ist hier noch nicht abgeschlossen. Eine fehlerfreie Entwicklungsumgebung und ein WYSIWYG-Editor werden die Realisierung von Anwendungen mit xPages weiter vereinfachen. Gut gelungen ist die Integration in den bestehenden Notes-Client. Für die Nutzung von xPages ist keine weitere Installation notwendig und eine Oberfläche wird in allen Clients ge- nutzt. Dies reduziert Entwicklungsaufwand und erhöht den Wiedererkennungswert einer An- wendung. Auch die Nutzung der Replikation und der Möglichkeit des Arbeitens ohne Netz- werkanbindung ist sehr gut gelungen. Der Einsatz von xPages erweitert die Möglichkeiten von Anwendungen und macht diese über mehrere Clients nutzbar. Die Entwicklung mit xPages ist aufwendiger als die klassische Notes-Entwicklung. Wo der Bedarf einer Online-Nutzung von Notes-Anwendungen besteht, ist der Einsatz von xPages sehr zu empfehlen. Bei Anwendungen, die sehr spezifische An- forderungen haben und nur durch einem engen Benutzerkreis (z.B. innerhalb eines Unter- nehmens) genutzt werden oder in denen hochsensible Daten vorgehalten werden, ist die Realisierung einer Notes-Anwendung aus heutiger Sicht zu bevorzugen. Copyright 2012 Wünsch AG WÜNSCH AG DIESELSTRAßE 10 71254 DITZINGEN Seite 7 WWW.WUENSCH.DE + 49 (71 56) 17 67 5 - 00 ©Wünsch AG 2013