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Workshop Kalkulation & Steuern
Was Gründerinnen schon immer wissen wollten!
Selbstständigkeit verlangt ein wirtschaftliches Grundwissen,
ein Teil davon wird nachfolgend kurz und knackig erklärt!
• Braucht es einen Plan?
• Gibt es eine Kosten-/ Nutzenrechnung?
• In welcher Steuerklasse wirst du dich bewegen?
• Bist du Umsatzsteuerpflichtig? Ja oder nein?
• Wie funktioniert Buchhaltung?
• Kennst du die Höhe der möglichen Abgaben?
• Sind die Abgabetermine/ Fristigkeiten bekannt?
• Wer macht den Jahresabschluss?
ww.reinhardhuber.at
Page 2
Welche Basics gilt es zu beachten?
Braucht man einen Plan?
ww.reinhardhuber.at
Page 3
Ja!DenngenausowieicheinegrößereReiseplane,sollauchjenein
dieSelbstständigkeitgutvorbereitetsein.SokannmitHilfeeines
BusinessplansdasunternehmerischeRisikobessereingeschätzt
werden.AuchbeibestehendenUnternehmengibteinGeschäftsplan
denWegvorunddientsoalsSteuerungsinstrument.
DasZieldesBusinessplanesistu.a.dieVisionen/Annahmen/
MarkteinschätzungenundPrognosenausbetriebswirtschaftlicher
Sichtdarzustellen.
MitHilfedesBusinessplaneswirddieIdeehinsichtlich
Realisierbarkeit/WirtschaftlichkeitundKundennutzendurchleuchtet.
Kenne ich meinen Preis?
ww.reinhardhuber.at
Page 4
Der „richtige“ Preis ist zumeist dann richtig wenn er
• Aufträge bringt
• Alle betrieblichen Kosten (fix und variabel) abdeckt
• Einen guten Unternehmerlohn ermöglicht
• Gewinne und Reserven erwirtschaftet
EsgibtdreientscheidendeKriteriendiedenPreisbeeinflussen
• WelcherMindestpreisergibtsichausmeinerKalkulation?
• WoliegtinetwaeinvergleichbarerMitbewerb?
• WelchenPreissinddieKund*innenbereitzubezahlen?
DeroderdieBilligstezuseinistseltenErfolgversprechend!
Welche Eckdaten sind noch wichtig?
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Page 5
Ein wichtiger Weg zum mögliche Erträge zu kalkulieren ist
auch die Ermittlung der verkaufbaren Arbeitsstunden
• Kalenderwochen pro Jahr 52 WO
• Urlaub, Feiertage, sonst. Fehlzeiten - 6 WO
• Arbeitswochen pro Jahr 46 WO
Bei 5 Tagen mit je 8 Stunden ergibt das 1840 Std / Jahr
Um in der Folge auf die Planrechnung einzugehen wäre eine
„Haushaltsrechnung“ wichtig! Das bedeutet, dass geklärt
werden muss, welche privaten Haushaltskosten auf alle Fälle
abgedeckt werden müssen. Gesamt oder anteilig!
Wie plant man richtig??
Nachfolgend eine vereinfachte Darstellung einer Umsatz
bzw. Erlös- und Kostenplanung für ein Jahr
Bruttoumsatz
- Umsatzsteuer
= Nettoumsatz
- Betriebsausgaben (=Waren, Fixkosten usw)
= Gewinn vor Steuern und Abgaben
- Gewerbliche Sozialversicherung (GSVG)
= Gesamteinkommen (Basis für ESt)
- Einkommensteuer
= Gewinn/Verlust „Nettogehalt“
39.000,00
- 7.800,00
= 31.200,00
- 14.814,00
= 16.386,00
- 3.464,00
= 12.922,00
- 384,00
= 12.538,00
Wie wird vorausschauend geplant?
Der Planumsatz wird
retrograd ermittelt d.h. von
unten nach oben. Der Grund
liegt darin, dass man damit
errechnet, welcher Umsatz
bzw. Gewinn mindestens
erzielt werden muss um
Kosten deckend zu arbeiten!
Daher Plan-Mindestumsatz-
Berechnung!
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Page 7
Unternehmerisch klein oder groß?
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Page 8
Liegt ein Unternehmen unter 35.000,- Jahresumsatz kann die
KLEINUNTERNEHMERREGELUNG beansprucht werden.
• Du bist von der Umsatzsteuer befreit
• Du hast keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug
• Du hast eine Option zur Regelbesteuerung
• Du darfst innerhalb von 5 Jahren die Umsatzgrenze
einmal überschreiten
Unternehmen über 35.000,- Jahresumsatz sind zur
REGELBESTEUERUNG verpflichtet!
• Du musst Umsatzsteuer abliefern und kannst im
Gegenzug die Vorsteuer geltend machen.
Die Reisekosten-Abrechnung (RKA)
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Page 9
Was bedeutet Reisekosten-Abrechnung?
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Page 10
Unter dem Begriff Reisekostenabrechnung versteht man die
Zusammenstellung jener Kosten, die durch eine
Geschäftsreise für ein Unternehmen entstehen. Wie z.B.:
Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (Taggeld),
Übernachtungen, Bewirtungen, Reisenebenkosten,
öffentliche Verkehrsmittel uvm…
Die Basis der Eintragungen sind die persönlichen Aufzeich-
nungen wie Terminkalender, Fahrtenbuch usw., wobei
letzteres auch mittels einer App geführt werden kann.
Wie bzw. wann fallen Reiskosten an?
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Page 11
Um die Aufwendungen steuerlich geltend machen zu können, muss es
sich bei der Reise um eine ordentliche Dienstreise handeln. Diese
muss mindestens 25 km von der üblichen Betriebsstätte entfernt sein
und zum Zweck der Berufsausübung durchgeführt werden.
WICHTIG: Es genügt nicht 25 km insgesamt unterwegs gewesen sein. Die Reise muss über
diese Entfernung auf direkter Fahrt entfernt sein, damit sie als Dienstreise geltend
gemacht werden kann. Das bedeutet, selbst wenn man 100 km fährt, aber nie über diese
Grenze hinaus kommt, darf kein Taggeld abgerechnet werden (KM-Geld sehr wohl!).
 Das Taggeld beträgt in Österreich 26,40 als Maximum (12 Std)
 Dieses gilt aber erst ab einer Reisedauer von drei Stunden!
 Das Kilometergeld für PKW‘s beträgt in Österreich 0,42 und wird
(sofern sich das Auto nicht im Betriebsvermögen befindet) auf
Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer berechnet.
Auto ins Betriebsvermögen?
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Page 12
Nachdem ein großteil der Geschäftsreisen mittels PKW
erfolgt, muss dieser steuerlich richtig zugeordnet werden.
Das bedeutet - Auto im Betriebsvermögen – ja, oder nein?
< 50% betriebliche Nutzung
Wahlrecht: Kilometergeld oder PKW im Betriebsvermögen
> 50% betriebliche Nutzung
Das Auto ist verpflichtend im Betriebsvermögen
Eine (Vor-)Entscheidung muss jedenfalls getroffen werden!
Wie führt man eine RK-Abrechnung ?
Die Reisekosten-
Abrechnung ist
einerseits eine
Aufzeichnung
aller Kosten, aber
auch ein
Eigenbeleg der in
die Buchhaltung
einfließt!
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Page 13
Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR)
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Page 14
In ihrer Gesamtheit bildet die Buchführung die Grundlage
für die Gewinnermittlung, Quartalsabschlüsse und den
Jahresabschluss für die Steuererklärung. Die wesentlichen
Merkmale der Aufzeichnungen lauten:
• Chronologisch, geordnet, richtig, vollständig
• Nachvollziehbarkeit der Geschäftsfälle
• Aufzeichnungen zum Beleg
• Keine nachträglichen Veränderungen
• Aufbewahrungsfrist 7 Jahre
z.B. Belege des Jahres 2021 bis 31.12.2028
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Page 15
Was bedeutet Buchhaltung?
Für die einfache Buchführung gibt es
• Spesenverteiler bzw.
• Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
Hier werden sämtliche Einnahmen/ Ausgaben gruppenweise bzw. den
Kostenarten zugeordnet dargestellt
Zusätzlich erforderlich sind (je nach Unternehmensart):
• Wareneingangsbuch
• Anlageverzeichnis
• Nebenbücher
Kassabericht, Bankauszüge (Telebanking), Lohnkonten, etc.
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Page 16
Welche Aufzeichnungsarten gibt es?
Die Betriebseinnahmen stellen die Basis des wirtschaft-
lichen Erfolges eines Unternehmens dar
. Dazu zählen u.a.
• Warenverkäufe (Geschäft, Handelsagentur)
• Dienstleistungen (Handwerker, Berater, Masseur, Friseur usw.)
• Provisionen (aus Vermittlung von Aufträgen)
• Zinserlöse
• Mieten
• Anlagenverkäufe
• Subventionen, Zuschüsse der öffentlichen Hand
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Page 17
Was sind Betriebs-Einnahmen?
Zu den Betriebsausgaben gehören sowohl variable wie
auch fixe Kosten. Diese unterscheiden sich wie folgt:
Variable Kosten ändern sich mit dem Umsatz (z.B.:
Material, Wareneinsatz [WES]…). Mehr Umsatz bedeutet
somit mehr Materialkosten bzw. Wareneinsatz.
Fixe Kosten sind unabhängig von der Umsatzentwicklung
(z.B.: Miete, Gehälter, Telefon…). Diese fallen immer an,
egal ein Umsatz erzielt wird oder nicht.
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Page 18
Was sind Betriebs-Ausgaben?
Unter Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR) versteht man
jenes vereinfachte Buchführungssystem, das sich auf die
Aufzeichnung der Zahlungsvorgänge beschränkt.
Nach dem Zufluss-/ Abflussprinzip werden dabei nur jene
Belege erfasst die bereits bezahlt wurden, wobei folgende
Grundregel gilt: Buchungsdatum = Zahlungsdatum!
Ohne Beleg, keine Buchung! Daher sollen die Belege
zuerst chronologisch geordnet und nach Beendigung des
jeweiligen Monats verbucht werden!
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Page 19
Wie verbuche ich Einnahmen/ Ausgaben?
Wie sieht die EA-Rechnung in der Praxis aus?
Es gibt viele
Möglichkeiten
die Einnahmen,
wie auch Ausga-
ben zu erfassen.
Der praktische
Ablauf ist mit
der hier gezeig-
ten Lösung
jedoch ident.
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Page 20
Wie funktioniert der Weg zu Finanzamt & Co!
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Page 21
Die erarbeiteten Daten aus der Einnahmen-Ausgaben-
Rechnung können nun folgendermaßen genutzt werden:
• Zur Kontrolle des Geschäftsjahres
• Zur Umsatzsteuervoranmeldung
(entfällt bei Kleinunternehmerregelung)
• Als Vorlage zum Jahresabschluss, der durch Ihre
steuerliche Vertretung (Steuerberater/
Bilanzbuchhalter) beim Finanzamt eingebracht werden
kann bzw. soll!
(Letzteres sollte den Experten überlassen werden!)
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Page 22
Was passiert mit den Eingaben?
Wann erfolgt die Ust-Voranmeldung?
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Page 23
Einkommenssteuer
Über 100.000,- Jahresumsatz erfolgt die Ust-VA monatlich!
Allgemein bedeutet das, dass die Abgabe spätestens einen Monat
und 15 Tage nach Ablauf des Ust-VA-Zeitraumes erfolgen muss.
Umsatzsteuervoranmeldung bei ¼-jährlicher Zahlung (< 35.000,-)
Est Mon 01-03 Mon 04-06 Mon 07-09 Mon 10-12
Fällig 15. Feb. 15. Mai 15. Aug. 15. Nov.
Ust-VA 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
Fällig 15. Mai 15. Aug. 15. Nov. 15. Feb. (FJ)
Welche Vorschreibungen kommen wann?
Einkommens-
Steuer
1. Jahr 2. Jahr
Gewerbliche
Sozialversicherung
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Page 24
keine oder nur
geringe ESt-
Vorauszahlungen
keine oder nur
geringe SVS-
Vorauszahlungen
späteste Abgabe der
Steuererklärung:
Steuerbescheid für 1. Jahr -
eventuell Nachzahlung von
Einkommensteuer und
höhere Vorauszahlungen
Nachzahlung für 1. Jahr
bei SVS, wenn Grenzen
für Ausnahmeantrag
ODER
vorläufige
Mindestbeitragsgrenzen
überschritten werden
3. Jahr 4. Jahr
Wie funktioniert die Ust-Voranmeldung?
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Page 25
Zum Fälligkeitstermin der Ust-VA muss die Zahllast an das
Finanzamt überweisen. Diese berechnet sich folgendermaßen:
erhaltene Umsatzsteuer – bezahlte Vorsteuer = Zahllast
Nachfolgend ein einfaches aber sehr gängiges Beispiel dazu:
Beschreibung KZ Bemessung Betrag
In Österreich getätigte Lieferungen oder
sonstige Leistungen
KZ 000 12.000,-
Gesamtbetrag der steuerpflichtigen
Lieferungen, sonstigen
Leistungen und Eigenverbrauch
12.000,-
Davon sind zu versteuern mit 20% KZ 022 12.000,- 2.000,-
Gesamtbetrag der Vorsteuern KZ 060 - 400,-
Vorauszahlung 1.600,-
Sind die Steuersätze bekannt?
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Page 26
Die Einkommenssteuer richtet sich nach dem Jahres-
einkommen. Die aktuellen Steuerstufen lauten wie folgt:
Beispiel bei einem Gewinn von 26.000,-
11.000,- 0% 0,-
7.000,- 20% 1.400,-
8.000,- 35% 2.800,-
Steuern 4.200,-
Einkommensteuerbeträge €uro
steuerfrei 11.000,- 0,-
versteuert 7.000,- x 20% = 1.400,-
versteuert 13.000,- x 35% = 5.950,-
versteuert 49.000,- x 42% = 18.130,-
versteuert 30.000,- x 45% = 32.530,-
versteuert 910.000,- x 50% = 487.530,-
versteuert > 1 Mio x 55%
Einkommenssteuersätze %
0,- bis 11.000, 0%
von 11.000,- bis 18.000,- 20% *
von 18.000,- bis 31.000,- 35%
von 31.000,- bis 60.000,- 42%
von 60.000,- bis 90.000,- 48%
von 90.000,- bis 1 Mio 50%
über 1 Mio 55%
*) rückwirkend ab 01.01.2020
herabgesetzt auf 20%
Vorher 25%
Für Rechnungen bis EUR 400,-- (inkl. USt):
1. Name und Anschrift des Liefernden/Leistenden
2. Beschreibung der Lieferung (Menge, Bezeichnung) oder Leistung (Art)
3. Tag der Lieferung bzw. Zeitraum der Leistung
4. Entgelt für die Lieferung/Leistung
5. Steuersatz bzw. Hinweis auf Befreiung oder Übergang der Steuerschuld
6. Ausstellungsdatum
Für Rechnungen über EUR 400,-- zusätzlich:
7. Name und Anschrift des Empfängers
8. Steuerbetrag (und Entgelt – netto)
9. UID-Nr
. des Liefernden/Leistenden
10. Fortlaufende Rechnungsnummer
Für Rechnungen über EUR 10.000,-- (inkl. USt) zusätzlich:
11. UID-Nummer des Empfängers
ww.reinhardhuber.at
Page 27
Wurden die Rechnungen richtig gestellt?
ww.reinhardhuber.at
Page 28
Wurden die Rechnungen richtig gestellt?
1. Unternehmensname
2. Kunde
3. Ausstellungsdatum
4. UID Hinweise Unternehmer *)
5. UID Kunde *)
6. Fortl. Rechnungsnummer
7. Mengenangabe
8. Lieferzeitraum
9. Nettobetrag
10.Umsatzsteuerbetrag
11.Gesamtbetrag
12.Angabe Steuersatz *)
*) entfällt bei
Kleinunternehmerregelung. Dafür
„Umsatzsteuerfrei im Sinne des § 6
(1) Z 27 UStG“
Selbstständigkeit ist nicht nur mit einer guten Auftragslage
und ausreichender Liquidität verbunden. Auch betriebs-
wirtschaftliche Kenntnisse und ein guter Zugang zu den
„Nebenschauplätzen“ sind Bausteine zum Erfolg. Wie z.B.:
• Vorausschauende Planung,
• Aktuell geführte Buchhaltung,
• Wissen über Abgaben und Fristigkeiten
Gut vorbereitet und organisiert kann (und soll)
Unternehmertum Freude bereiten!
ww.reinhardhuber.at
Page 29
Bist du gut vorbereitet und organisiert?
www.reinhardhuber
.at
© Reinhard Huber|2021
Viel Erfolg
und alles Gute!
Das war‘s!
Weiterführende Infos auf der Website unter www.reinhardhuber
.at/steuer-praxis/

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  • 2. Selbstständigkeit verlangt ein wirtschaftliches Grundwissen, ein Teil davon wird nachfolgend kurz und knackig erklärt! • Braucht es einen Plan? • Gibt es eine Kosten-/ Nutzenrechnung? • In welcher Steuerklasse wirst du dich bewegen? • Bist du Umsatzsteuerpflichtig? Ja oder nein? • Wie funktioniert Buchhaltung? • Kennst du die Höhe der möglichen Abgaben? • Sind die Abgabetermine/ Fristigkeiten bekannt? • Wer macht den Jahresabschluss? ww.reinhardhuber.at Page 2 Welche Basics gilt es zu beachten?
  • 3. Braucht man einen Plan? ww.reinhardhuber.at Page 3 Ja!DenngenausowieicheinegrößereReiseplane,sollauchjenein dieSelbstständigkeitgutvorbereitetsein.SokannmitHilfeeines BusinessplansdasunternehmerischeRisikobessereingeschätzt werden.AuchbeibestehendenUnternehmengibteinGeschäftsplan denWegvorunddientsoalsSteuerungsinstrument. DasZieldesBusinessplanesistu.a.dieVisionen/Annahmen/ MarkteinschätzungenundPrognosenausbetriebswirtschaftlicher Sichtdarzustellen. MitHilfedesBusinessplaneswirddieIdeehinsichtlich Realisierbarkeit/WirtschaftlichkeitundKundennutzendurchleuchtet.
  • 4. Kenne ich meinen Preis? ww.reinhardhuber.at Page 4 Der „richtige“ Preis ist zumeist dann richtig wenn er • Aufträge bringt • Alle betrieblichen Kosten (fix und variabel) abdeckt • Einen guten Unternehmerlohn ermöglicht • Gewinne und Reserven erwirtschaftet EsgibtdreientscheidendeKriteriendiedenPreisbeeinflussen • WelcherMindestpreisergibtsichausmeinerKalkulation? • WoliegtinetwaeinvergleichbarerMitbewerb? • WelchenPreissinddieKund*innenbereitzubezahlen? DeroderdieBilligstezuseinistseltenErfolgversprechend!
  • 5. Welche Eckdaten sind noch wichtig? ww.reinhardhuber.at Page 5 Ein wichtiger Weg zum mögliche Erträge zu kalkulieren ist auch die Ermittlung der verkaufbaren Arbeitsstunden • Kalenderwochen pro Jahr 52 WO • Urlaub, Feiertage, sonst. Fehlzeiten - 6 WO • Arbeitswochen pro Jahr 46 WO Bei 5 Tagen mit je 8 Stunden ergibt das 1840 Std / Jahr Um in der Folge auf die Planrechnung einzugehen wäre eine „Haushaltsrechnung“ wichtig! Das bedeutet, dass geklärt werden muss, welche privaten Haushaltskosten auf alle Fälle abgedeckt werden müssen. Gesamt oder anteilig!
  • 6. Wie plant man richtig?? Nachfolgend eine vereinfachte Darstellung einer Umsatz bzw. Erlös- und Kostenplanung für ein Jahr Bruttoumsatz - Umsatzsteuer = Nettoumsatz - Betriebsausgaben (=Waren, Fixkosten usw) = Gewinn vor Steuern und Abgaben - Gewerbliche Sozialversicherung (GSVG) = Gesamteinkommen (Basis für ESt) - Einkommensteuer = Gewinn/Verlust „Nettogehalt“ 39.000,00 - 7.800,00 = 31.200,00 - 14.814,00 = 16.386,00 - 3.464,00 = 12.922,00 - 384,00 = 12.538,00
  • 7. Wie wird vorausschauend geplant? Der Planumsatz wird retrograd ermittelt d.h. von unten nach oben. Der Grund liegt darin, dass man damit errechnet, welcher Umsatz bzw. Gewinn mindestens erzielt werden muss um Kosten deckend zu arbeiten! Daher Plan-Mindestumsatz- Berechnung! ww.reinhardhuber.at Page 7
  • 8. Unternehmerisch klein oder groß? ww.reinhardhuber.at Page 8 Liegt ein Unternehmen unter 35.000,- Jahresumsatz kann die KLEINUNTERNEHMERREGELUNG beansprucht werden. • Du bist von der Umsatzsteuer befreit • Du hast keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug • Du hast eine Option zur Regelbesteuerung • Du darfst innerhalb von 5 Jahren die Umsatzgrenze einmal überschreiten Unternehmen über 35.000,- Jahresumsatz sind zur REGELBESTEUERUNG verpflichtet! • Du musst Umsatzsteuer abliefern und kannst im Gegenzug die Vorsteuer geltend machen.
  • 10. Was bedeutet Reisekosten-Abrechnung? ww.reinhardhuber.at Page 10 Unter dem Begriff Reisekostenabrechnung versteht man die Zusammenstellung jener Kosten, die durch eine Geschäftsreise für ein Unternehmen entstehen. Wie z.B.: Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen (Taggeld), Übernachtungen, Bewirtungen, Reisenebenkosten, öffentliche Verkehrsmittel uvm… Die Basis der Eintragungen sind die persönlichen Aufzeich- nungen wie Terminkalender, Fahrtenbuch usw., wobei letzteres auch mittels einer App geführt werden kann.
  • 11. Wie bzw. wann fallen Reiskosten an? ww.reinhardhuber.at Page 11 Um die Aufwendungen steuerlich geltend machen zu können, muss es sich bei der Reise um eine ordentliche Dienstreise handeln. Diese muss mindestens 25 km von der üblichen Betriebsstätte entfernt sein und zum Zweck der Berufsausübung durchgeführt werden. WICHTIG: Es genügt nicht 25 km insgesamt unterwegs gewesen sein. Die Reise muss über diese Entfernung auf direkter Fahrt entfernt sein, damit sie als Dienstreise geltend gemacht werden kann. Das bedeutet, selbst wenn man 100 km fährt, aber nie über diese Grenze hinaus kommt, darf kein Taggeld abgerechnet werden (KM-Geld sehr wohl!).  Das Taggeld beträgt in Österreich 26,40 als Maximum (12 Std)  Dieses gilt aber erst ab einer Reisedauer von drei Stunden!  Das Kilometergeld für PKW‘s beträgt in Österreich 0,42 und wird (sofern sich das Auto nicht im Betriebsvermögen befindet) auf Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer berechnet.
  • 12. Auto ins Betriebsvermögen? ww.reinhardhuber.at Page 12 Nachdem ein großteil der Geschäftsreisen mittels PKW erfolgt, muss dieser steuerlich richtig zugeordnet werden. Das bedeutet - Auto im Betriebsvermögen – ja, oder nein? < 50% betriebliche Nutzung Wahlrecht: Kilometergeld oder PKW im Betriebsvermögen > 50% betriebliche Nutzung Das Auto ist verpflichtend im Betriebsvermögen Eine (Vor-)Entscheidung muss jedenfalls getroffen werden!
  • 13. Wie führt man eine RK-Abrechnung ? Die Reisekosten- Abrechnung ist einerseits eine Aufzeichnung aller Kosten, aber auch ein Eigenbeleg der in die Buchhaltung einfließt! ww.reinhardhuber.at Page 13
  • 15. In ihrer Gesamtheit bildet die Buchführung die Grundlage für die Gewinnermittlung, Quartalsabschlüsse und den Jahresabschluss für die Steuererklärung. Die wesentlichen Merkmale der Aufzeichnungen lauten: • Chronologisch, geordnet, richtig, vollständig • Nachvollziehbarkeit der Geschäftsfälle • Aufzeichnungen zum Beleg • Keine nachträglichen Veränderungen • Aufbewahrungsfrist 7 Jahre z.B. Belege des Jahres 2021 bis 31.12.2028 ww.reinhardhuber.at Page 15 Was bedeutet Buchhaltung?
  • 16. Für die einfache Buchführung gibt es • Spesenverteiler bzw. • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Hier werden sämtliche Einnahmen/ Ausgaben gruppenweise bzw. den Kostenarten zugeordnet dargestellt Zusätzlich erforderlich sind (je nach Unternehmensart): • Wareneingangsbuch • Anlageverzeichnis • Nebenbücher Kassabericht, Bankauszüge (Telebanking), Lohnkonten, etc. ww.reinhardhuber.at Page 16 Welche Aufzeichnungsarten gibt es?
  • 17. Die Betriebseinnahmen stellen die Basis des wirtschaft- lichen Erfolges eines Unternehmens dar . Dazu zählen u.a. • Warenverkäufe (Geschäft, Handelsagentur) • Dienstleistungen (Handwerker, Berater, Masseur, Friseur usw.) • Provisionen (aus Vermittlung von Aufträgen) • Zinserlöse • Mieten • Anlagenverkäufe • Subventionen, Zuschüsse der öffentlichen Hand ww.reinhardhuber.at Page 17 Was sind Betriebs-Einnahmen?
  • 18. Zu den Betriebsausgaben gehören sowohl variable wie auch fixe Kosten. Diese unterscheiden sich wie folgt: Variable Kosten ändern sich mit dem Umsatz (z.B.: Material, Wareneinsatz [WES]…). Mehr Umsatz bedeutet somit mehr Materialkosten bzw. Wareneinsatz. Fixe Kosten sind unabhängig von der Umsatzentwicklung (z.B.: Miete, Gehälter, Telefon…). Diese fallen immer an, egal ein Umsatz erzielt wird oder nicht. ww.reinhardhuber.at Page 18 Was sind Betriebs-Ausgaben?
  • 19. Unter Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR) versteht man jenes vereinfachte Buchführungssystem, das sich auf die Aufzeichnung der Zahlungsvorgänge beschränkt. Nach dem Zufluss-/ Abflussprinzip werden dabei nur jene Belege erfasst die bereits bezahlt wurden, wobei folgende Grundregel gilt: Buchungsdatum = Zahlungsdatum! Ohne Beleg, keine Buchung! Daher sollen die Belege zuerst chronologisch geordnet und nach Beendigung des jeweiligen Monats verbucht werden! ww.reinhardhuber.at Page 19 Wie verbuche ich Einnahmen/ Ausgaben?
  • 20. Wie sieht die EA-Rechnung in der Praxis aus? Es gibt viele Möglichkeiten die Einnahmen, wie auch Ausga- ben zu erfassen. Der praktische Ablauf ist mit der hier gezeig- ten Lösung jedoch ident. ww.reinhardhuber.at Page 20
  • 21. Wie funktioniert der Weg zu Finanzamt & Co! ww.reinhardhuber.at Page 21
  • 22. Die erarbeiteten Daten aus der Einnahmen-Ausgaben- Rechnung können nun folgendermaßen genutzt werden: • Zur Kontrolle des Geschäftsjahres • Zur Umsatzsteuervoranmeldung (entfällt bei Kleinunternehmerregelung) • Als Vorlage zum Jahresabschluss, der durch Ihre steuerliche Vertretung (Steuerberater/ Bilanzbuchhalter) beim Finanzamt eingebracht werden kann bzw. soll! (Letzteres sollte den Experten überlassen werden!) ww.reinhardhuber.at Page 22 Was passiert mit den Eingaben?
  • 23. Wann erfolgt die Ust-Voranmeldung? ww.reinhardhuber.at Page 23 Einkommenssteuer Über 100.000,- Jahresumsatz erfolgt die Ust-VA monatlich! Allgemein bedeutet das, dass die Abgabe spätestens einen Monat und 15 Tage nach Ablauf des Ust-VA-Zeitraumes erfolgen muss. Umsatzsteuervoranmeldung bei ¼-jährlicher Zahlung (< 35.000,-) Est Mon 01-03 Mon 04-06 Mon 07-09 Mon 10-12 Fällig 15. Feb. 15. Mai 15. Aug. 15. Nov. Ust-VA 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Fällig 15. Mai 15. Aug. 15. Nov. 15. Feb. (FJ)
  • 24. Welche Vorschreibungen kommen wann? Einkommens- Steuer 1. Jahr 2. Jahr Gewerbliche Sozialversicherung ww.reinhardhuber.at Page 24 keine oder nur geringe ESt- Vorauszahlungen keine oder nur geringe SVS- Vorauszahlungen späteste Abgabe der Steuererklärung: Steuerbescheid für 1. Jahr - eventuell Nachzahlung von Einkommensteuer und höhere Vorauszahlungen Nachzahlung für 1. Jahr bei SVS, wenn Grenzen für Ausnahmeantrag ODER vorläufige Mindestbeitragsgrenzen überschritten werden 3. Jahr 4. Jahr
  • 25. Wie funktioniert die Ust-Voranmeldung? ww.reinhardhuber.at Page 25 Zum Fälligkeitstermin der Ust-VA muss die Zahllast an das Finanzamt überweisen. Diese berechnet sich folgendermaßen: erhaltene Umsatzsteuer – bezahlte Vorsteuer = Zahllast Nachfolgend ein einfaches aber sehr gängiges Beispiel dazu: Beschreibung KZ Bemessung Betrag In Österreich getätigte Lieferungen oder sonstige Leistungen KZ 000 12.000,- Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Lieferungen, sonstigen Leistungen und Eigenverbrauch 12.000,- Davon sind zu versteuern mit 20% KZ 022 12.000,- 2.000,- Gesamtbetrag der Vorsteuern KZ 060 - 400,- Vorauszahlung 1.600,-
  • 26. Sind die Steuersätze bekannt? ww.reinhardhuber.at Page 26 Die Einkommenssteuer richtet sich nach dem Jahres- einkommen. Die aktuellen Steuerstufen lauten wie folgt: Beispiel bei einem Gewinn von 26.000,- 11.000,- 0% 0,- 7.000,- 20% 1.400,- 8.000,- 35% 2.800,- Steuern 4.200,- Einkommensteuerbeträge €uro steuerfrei 11.000,- 0,- versteuert 7.000,- x 20% = 1.400,- versteuert 13.000,- x 35% = 5.950,- versteuert 49.000,- x 42% = 18.130,- versteuert 30.000,- x 45% = 32.530,- versteuert 910.000,- x 50% = 487.530,- versteuert > 1 Mio x 55% Einkommenssteuersätze % 0,- bis 11.000, 0% von 11.000,- bis 18.000,- 20% * von 18.000,- bis 31.000,- 35% von 31.000,- bis 60.000,- 42% von 60.000,- bis 90.000,- 48% von 90.000,- bis 1 Mio 50% über 1 Mio 55% *) rückwirkend ab 01.01.2020 herabgesetzt auf 20% Vorher 25%
  • 27. Für Rechnungen bis EUR 400,-- (inkl. USt): 1. Name und Anschrift des Liefernden/Leistenden 2. Beschreibung der Lieferung (Menge, Bezeichnung) oder Leistung (Art) 3. Tag der Lieferung bzw. Zeitraum der Leistung 4. Entgelt für die Lieferung/Leistung 5. Steuersatz bzw. Hinweis auf Befreiung oder Übergang der Steuerschuld 6. Ausstellungsdatum Für Rechnungen über EUR 400,-- zusätzlich: 7. Name und Anschrift des Empfängers 8. Steuerbetrag (und Entgelt – netto) 9. UID-Nr . des Liefernden/Leistenden 10. Fortlaufende Rechnungsnummer Für Rechnungen über EUR 10.000,-- (inkl. USt) zusätzlich: 11. UID-Nummer des Empfängers ww.reinhardhuber.at Page 27 Wurden die Rechnungen richtig gestellt?
  • 28. ww.reinhardhuber.at Page 28 Wurden die Rechnungen richtig gestellt? 1. Unternehmensname 2. Kunde 3. Ausstellungsdatum 4. UID Hinweise Unternehmer *) 5. UID Kunde *) 6. Fortl. Rechnungsnummer 7. Mengenangabe 8. Lieferzeitraum 9. Nettobetrag 10.Umsatzsteuerbetrag 11.Gesamtbetrag 12.Angabe Steuersatz *) *) entfällt bei Kleinunternehmerregelung. Dafür „Umsatzsteuerfrei im Sinne des § 6 (1) Z 27 UStG“
  • 29. Selbstständigkeit ist nicht nur mit einer guten Auftragslage und ausreichender Liquidität verbunden. Auch betriebs- wirtschaftliche Kenntnisse und ein guter Zugang zu den „Nebenschauplätzen“ sind Bausteine zum Erfolg. Wie z.B.: • Vorausschauende Planung, • Aktuell geführte Buchhaltung, • Wissen über Abgaben und Fristigkeiten Gut vorbereitet und organisiert kann (und soll) Unternehmertum Freude bereiten! ww.reinhardhuber.at Page 29 Bist du gut vorbereitet und organisiert?
  • 30. www.reinhardhuber .at © Reinhard Huber|2021 Viel Erfolg und alles Gute! Das war‘s! Weiterführende Infos auf der Website unter www.reinhardhuber .at/steuer-praxis/