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Wie analoge Kampagnen die Öffentlichkeit erreichen

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Daniel Ullrich, Non Profit Camp 2016

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  1. 1. Wie analoge Kampagnen die Öffentlichkeit erreichen
  2. 2. Daniel Ullrich @reingestalter reingestalter.de Mediendesigner gute-botschafter.de
  3. 3. Foto: Shabbyflair-Decorations / dawanda
  4. 4. Foto: de.webfail.at
  5. 5. Foto: Bild1414
  6. 6. Was ist eigentlich eine Kampagne? • gerichtete Kommunikation • definierte strategische und taktische Ziele • geplante Ablauf-Dramaturgie und Einsatz der Mittel • zeitlich befristet • nutzt günstige Ausgangssituation • bis ins 17. Jahrhundert militärische Bedeutung „Feldzug“ von lat. campus = Feld
  7. 7. Zielgruppe Mitarbeiter Multiplikatoren Netzwerk Verbände Entscheidungsträger Mitglieder Unterstützer Spender Partner lokale Medien überregionale Medien Fachmedien Blogger Politik Alter Region Status Werte Beruf Vorbilder Vorwissen InteresseBildungsgrad Geschlecht Herkunft Sprache
  8. 8. Fundament legen Fakten-Background: Studien, Daten, Recherchen, Umfragen etc. Hebel finden Argumente sortieren, Kampagnen-Kern, Problem > Lösung Geschichte erzählen Einzelschicksal, Täter vs. Opfer, David vs. Goliath, Szenario, Dramaturgie, Spannungsbogen Bilder und Botschaften entwickeln Relevanz für Zielgruppen darstellen, Tonalität, Polarisierung, Anschlussfähigkeit Interaktion ermöglichen Handlungsoptionen eröffnen
  9. 9. Greenpeace Atomkraft schadet Deutschland Foto: spiegel.de / ddp
  10. 10. Artists4Paris / Ólafur Elíasson Ice watch Paris Foto: Martin Argyroglo / Olafur Eliasson
  11. 11. Oxfam G7 fightig poverty Foto: argum / Oxfam Deutschland
  12. 12. Amnesty International Briefmarathon Foto: Amnesty International
  13. 13. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Free the forced Foto: DGVN
  14. 14. Auf der für ihre Liebesschlösser bekannten Hohenzollernbrücke wurden 3.500 Kampagnen- schlösser in Form des Slogans aufgehängt Foto: DGVN
  15. 15. Per QR-Code konnte man die Schlösser „knacken“ und mit einer zweckgebundenen Spende die Arbeit gegen Zwangsheirat unterstützen Foto: DGVN
  16. 16. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Free the forced • Thema und Ort verbinden sich ideal, Zielgruppe ist emotional „offen“ • Vielschichtige Kampagne: Aufmerksamkeit, Aufklärung, Spende und symbolische Handlung • Nachteil: schwer skalierbar Foto: DGVN
  17. 17. Peng! Collective Vattenfall Responsibility Initiative Foto: Chris Grodotzki / jib collective
  18. 18. Fake-Pressekonferenz des „Pressesprechers“ der fiktiven Vattenfall Responsibilty Initiative in der Berliner Vattenfall-Zentrale Foto: Theresa Locker / Motherboard
  19. 19. „Vattenfall übernimmt Verantwortung“: Die Website der Initiative verkündet den Ausstieg aus Kohle und Atom, Vattenfall setzt auf 100% erneuerbare Energie
  20. 20. Klassische Medien fallen auf den Coup herein, die Meldung breitet sich über soziale Medien rasant aus Foto: Chris Grodotzki / jib collective
  21. 21. Fazit Vattenfall Responsibility Initiative • der Kampf „David gegen Goliath“ ist nicht aussichtslos • Eigene Stärken nutzen (z.B. Agilität) • Schwächen ausnutzen (z.B. Unternehmenshierarchie, Firmenleitung in Schweden, ungeprüfte Eilmeldung der Medien) Foto: Theresa Locker / Motherboard
  22. 22. Zentrum für politische Schönheit Die Toten kommen Foto: Nick Jaussi
  23. 23. Ankündigung der Künstler- und Menschenrechtsaktivisten: Exhumierung von ver- storbenen Flüchtlingen in Sizilien und Beerdigung auf der Reichstagswiese Foto: Zentrum für politische Schönheit
  24. 24. Demonstrationszug „Marsch der Entschlossenen“ mit über 5.000 Teilnehmenden Foto: Nick Jaussi
  25. 25. Reale Beisetzung auf dem muslimischen Friedhof in Berlin-Gatow Foto: Nick Jaussi
  26. 26. Breites Medienecho von Spiegel bis New York Times, aber auch außerhalb politischer Presse Foto: Nick Jaussi
  27. 27. Nach einem Aufruf und einer „Bauanleitung“ entstanden an vielen weiteren Orten symbolische Gräber von Sympathisanten Foto: @ppsabengel
  28. 28. Fazit Die Toten kommen • Inszenierung vor Ort, Pressearbeit und Social Media befruchten sich gegenseitig • perfekte Dramaturgie mit aufwendiger Planung • „Kunst“ legitimiert den Tabubruch • Medien honorieren den Skandal Foto: Nick Jaussi
  29. 29. Warum haben diese Aktionen nicht „gezündet“? Foto: campact Foto: Gregor Fischer / dpa

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Daniel Ullrich, Non Profit Camp 2016

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  1. 1. Wie analoge Kampagnen die Öffentlichkeit erreichen
  2. 2. Daniel Ullrich @reingestalter reingestalter.de Mediendesigner gute-botschafter.de
  3. 3. Foto: Shabbyflair-Decorations / dawanda
  4. 4. Foto: de.webfail.at
  5. 5. Foto: Bild1414
  6. 6. Was ist eigentlich eine Kampagne? • gerichtete Kommunikation • definierte strategische und taktische Ziele • geplante Ablauf-Dramaturgie und Einsatz der Mittel • zeitlich befristet • nutzt günstige Ausgangssituation • bis ins 17. Jahrhundert militärische Bedeutung „Feldzug“ von lat. campus = Feld
  7. 7. Zielgruppe Mitarbeiter Multiplikatoren Netzwerk Verbände Entscheidungsträger Mitglieder Unterstützer Spender Partner lokale Medien überregionale Medien Fachmedien Blogger Politik Alter Region Status Werte Beruf Vorbilder Vorwissen InteresseBildungsgrad Geschlecht Herkunft Sprache
  8. 8. Fundament legen Fakten-Background: Studien, Daten, Recherchen, Umfragen etc. Hebel finden Argumente sortieren, Kampagnen-Kern, Problem > Lösung Geschichte erzählen Einzelschicksal, Täter vs. Opfer, David vs. Goliath, Szenario, Dramaturgie, Spannungsbogen Bilder und Botschaften entwickeln Relevanz für Zielgruppen darstellen, Tonalität, Polarisierung, Anschlussfähigkeit Interaktion ermöglichen Handlungsoptionen eröffnen
  9. 9. Greenpeace Atomkraft schadet Deutschland Foto: spiegel.de / ddp
  10. 10. Artists4Paris / Ólafur Elíasson Ice watch Paris Foto: Martin Argyroglo / Olafur Eliasson
  11. 11. Oxfam G7 fightig poverty Foto: argum / Oxfam Deutschland
  12. 12. Amnesty International Briefmarathon Foto: Amnesty International
  13. 13. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Free the forced Foto: DGVN
  14. 14. Auf der für ihre Liebesschlösser bekannten Hohenzollernbrücke wurden 3.500 Kampagnen- schlösser in Form des Slogans aufgehängt Foto: DGVN
  15. 15. Per QR-Code konnte man die Schlösser „knacken“ und mit einer zweckgebundenen Spende die Arbeit gegen Zwangsheirat unterstützen Foto: DGVN
  16. 16. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Free the forced • Thema und Ort verbinden sich ideal, Zielgruppe ist emotional „offen“ • Vielschichtige Kampagne: Aufmerksamkeit, Aufklärung, Spende und symbolische Handlung • Nachteil: schwer skalierbar Foto: DGVN
  17. 17. Peng! Collective Vattenfall Responsibility Initiative Foto: Chris Grodotzki / jib collective
  18. 18. Fake-Pressekonferenz des „Pressesprechers“ der fiktiven Vattenfall Responsibilty Initiative in der Berliner Vattenfall-Zentrale Foto: Theresa Locker / Motherboard
  19. 19. „Vattenfall übernimmt Verantwortung“: Die Website der Initiative verkündet den Ausstieg aus Kohle und Atom, Vattenfall setzt auf 100% erneuerbare Energie
  20. 20. Klassische Medien fallen auf den Coup herein, die Meldung breitet sich über soziale Medien rasant aus Foto: Chris Grodotzki / jib collective
  21. 21. Fazit Vattenfall Responsibility Initiative • der Kampf „David gegen Goliath“ ist nicht aussichtslos • Eigene Stärken nutzen (z.B. Agilität) • Schwächen ausnutzen (z.B. Unternehmenshierarchie, Firmenleitung in Schweden, ungeprüfte Eilmeldung der Medien) Foto: Theresa Locker / Motherboard
  22. 22. Zentrum für politische Schönheit Die Toten kommen Foto: Nick Jaussi
  23. 23. Ankündigung der Künstler- und Menschenrechtsaktivisten: Exhumierung von ver- storbenen Flüchtlingen in Sizilien und Beerdigung auf der Reichstagswiese Foto: Zentrum für politische Schönheit
  24. 24. Demonstrationszug „Marsch der Entschlossenen“ mit über 5.000 Teilnehmenden Foto: Nick Jaussi
  25. 25. Reale Beisetzung auf dem muslimischen Friedhof in Berlin-Gatow Foto: Nick Jaussi
  26. 26. Breites Medienecho von Spiegel bis New York Times, aber auch außerhalb politischer Presse Foto: Nick Jaussi
  27. 27. Nach einem Aufruf und einer „Bauanleitung“ entstanden an vielen weiteren Orten symbolische Gräber von Sympathisanten Foto: @ppsabengel
  28. 28. Fazit Die Toten kommen • Inszenierung vor Ort, Pressearbeit und Social Media befruchten sich gegenseitig • perfekte Dramaturgie mit aufwendiger Planung • „Kunst“ legitimiert den Tabubruch • Medien honorieren den Skandal Foto: Nick Jaussi
  29. 29. Warum haben diese Aktionen nicht „gezündet“? Foto: campact Foto: Gregor Fischer / dpa

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