Diese Präsentation wurde erfolgreich gemeldet.
Wir verwenden Ihre LinkedIn Profilangaben und Informationen zu Ihren Aktivitäten, um Anzeigen zu personalisieren und Ihnen relevantere Inhalte anzuzeigen. Sie können Ihre Anzeigeneinstellungen jederzeit ändern.
ENERGIE BULLETIN APR I L 2011                                            Solar Impulse – TestflügeWie weit reicht die Sonn...
7./8. Juli 2010: 26 Stunden-FlugDie Wetterbedingungen am 7. Juli 2010 waren hervorra-gend – das Flugzeug hob morgens um 7 ...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Zusammenarbeit Solar Impulse & BKW FMB Energie AG / Produzierte und verbrauchte Energie während der Testflüge

462 Aufrufe

Veröffentlicht am

Bern (ots) - Solar Impulse und die als offizielle Anbieterin von Ingenieursdienstleistungen agierende BKW FMB Energie AG veröffentlichen erste solar-elektrische Ergebnisse aus den im Vorjahr durchgeführten Testflügen. Interessierte können sich auf ... / http://ots.ch/5ff6832

Veröffentlicht in: Technologie, Business
  • Als Erste(r) kommentieren

Zusammenarbeit Solar Impulse & BKW FMB Energie AG / Produzierte und verbrauchte Energie während der Testflüge

  1. 1. ENERGIE BULLETIN APR I L 2011 Solar Impulse – TestflügeWie weit reicht die Sonnenenergie aus?Die beiden Schweizer Pioniere Bertrand Piccard undAndré Borschberg haben zwei grosse Meilensteine ge-schafft. Mit einem spektakulären Nachtflug und der erstenÜberquerung der Schweiz stellen sie den Einsatz der Son-nenenergie erfolgreich unter Beweis. Ohne Treibstoff, ohneSchadstoffausstoss, ganz allein mit der Kraft der Sonne. André Borschberg und Bertrand Piccard (v.l.) vor dem Hangar in Payerne.Vom Mont-Soleil rund um die Welt Auf dem Dach befindet sich ein Sonnenkraftwerk der BKW: 890m2 Solarzellen liefern pro Jahr 110’000 kWh. Das entspricht dem Verbrauch von 36 Haushaltungen.Dass die Solarzellen heute zuverlässig funktionieren, istauch 20 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung derBKW FMB Energie AG (BKW) zu verdanken. Schon 1990 21./22. September 2010: Genf und Zürichgründete sie mit Partnern die Gesellschaft Mont-Soleil undbaute auf dem gleichnamigen Berg im Berner Jura das da- Von Payerne aus flog das Solarflugzeug HB-SIA am 21. Sep-mals grösste Sonnenkrafwerk Europas. Es ging von An- tember 2010 in 4 Stunden 20 Minuten den Flughafen vonfang an um mehr, als nur um Energieerzeugung: Der Mont- Genf-Cointrin an. Tags darauf war der Flughafen Zürich-Soleil ist das bedeutendste private Forschungs- und Ent- Kloten das Ziel, welches in 6 Stunden und 21 Minuten vonwicklungszentrum für Sonnenenergie der Schweiz. Payerne aus in einem gemütlichen Flug über zahlreiche Dörfer und Städte erreicht wurde. «Dank der geringen Ge­Der «Esprit Mont-Soleil», also die Erkenntnisse aus zwei schwindigkeit von 48 km/h konnte ich die Schönheit unseresJahrzehnten Entwicklungsarbeit, trägt als «guter Geist» Landes bewusst wahrnehmen», erinnert sich Pilot und Solar-auch bei zum Erfolg von Solarimpulse. Auf dem 1’200 Me- impulse-CEO André Borschberg. Es ging darum, die Lan-ter hohen Mont-Soleil wurden Zellentests durchgeführt dung und Zusammenarbeit mit grossen Flughäfen zu testen.und die Auswirkungen hoch liegender Zirruswolken auf dieStromproduktion des Solarflugzeugs erforscht. Auf dem Der Test verlief erfolgreich. Das seit sechs Jahren von In-3’500 Meter hohen Jungfraujoch hat die Gesellschaft Mont- genieuren, Physikern, Informatikern, Struktur- und Werk-Soleil beim welthöchsten Sonnenkraftwerk der BKW hoch- stoffspezialisten gemeinsam entwickelte revolutionäre Flug-leistungsfähige Fotovoltaikzellen und deren klimafeste Um- zeug bewährte sich. Dessen Masse können sich sehenschliessung erprobt und lassen. Der erste Prototypanalysiert. So wurde aktiv HB-SIA hat die Spannweitebeigetragen zur Vorberei- eines Airbus A340, nämlichtung des grossen Fluges exakt 63,4 Meter. Er ist da-rund um die Welt. bei aber nur gerade 1600 Kilogramm schwer, soviel wie ein normales Auto der Mittelklasse. Für den An- trieb sorgen 11 628 Solar- Solarimpulse ist auf den grossen zellen, die sich vor allem auf Schweizer Flughäfen gelandet: den Flügeln befinden und zu Am 21. September 2010 der Flug von Payerne nach Genf einem kleinen Teil noch auf (violett), tags darauf nach Zürich dem horizontalen Stabilisa- und wieder zurück (rot) tor am Flugzeugende.
  2. 2. 7./8. Juli 2010: 26 Stunden-FlugDie Wetterbedingungen am 7. Juli 2010 waren hervorra-gend – das Flugzeug hob morgens um 7 Uhr ab. Aus Si-cherheitsgründen waren beim Start die Solarzellen nochabgeschaltet. Das Flugzeug erreichte nach knapp zweiStunden die vorläufige Flughöhe von 3000 Metern. Dortverblieb das Flugzeug bis 11 Uhr. Denn auf dieser Höhekann der Pilot einerseits noch ohne Sauerstoffzufuhr at-men, andererseits ist die Temperatur auch noch vergleichs-weise angenehm. Während dieser Zeit wurden die Solar-zellen für eine Stunde ausgeschaltet, damit die Batterienden optimalen Arbeitsbereich erlangten. Die Bedingungenänderten sich aber drastisch, als der Steigflug begann. Bis Erfolgreicher Testflug: Bertrand Piccard (l.) und Pilot André BorschbergPilot André Borschberg um 17 Uhr die maximale Flughöhe nach der Landung.von 9000 Metern erreichte, war die Temperatur bereits auf−27 Grad ausserhalb und −17 Grad im Cockpit abgesun- Als die ersten Sonnenstrahlen wieder von den Solarzellen inken. Ein spezieller Thermoanzug hielt ihn zwar warm, das Strom umgewandelt wurden, lag die Batteriereserve beimitgeführte Trinkwasser jedoch gefror. «Dieses Risiko ha­ noch 40 %. Sie hätte gereicht, um auch längere Dunkelheitben wir etwas unterschätzt. Bis am Morgen das Wasser und schlechte Wetterbedingungen zu meistern. Auch die-wieder taute, war ich dann doch etwas durstig», erzählt ser Flug war ein Erfolg.Borschberg.Die Energie reicht: So unbequem die Situation im Cockpit Bereit für die grossen Flügedadurch geworden war – die Energieversorgung lief prob-lemlos. Eine Crew überwachte vom Boden aus die ganzen Die Testflüge von 2010 haben gezeigt: Das Team rund umMessdaten des Flugzeugs und optimierte den Flug stän- Bertrand Piccard und André Borschberg befindet sich aufdig, um so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Das gutem Kurs. Die Solartechnik bringt das Flugzeug schnell ingelang so gut, dass sogar während des energieintensiven die Luft, hält es sicher auf Kurs und bringt es sanft auf denSteigflugs die Batterien weiter aufgeladen wurden. Schon Boden zurück. Damit kann die nächste Stufe in Angriff ge-vor Erreichen der maximalen Höhe konnte der Pilot des- nommen werden: 2011 der erste internationale Flug, 2012halb einen Teil der Solarzellen abschalten. Um 19 Uhr be- weitere längere Flüge und schliesslich 2014 die Weltumrun-gann ein langsamer Sinkflug, so dass André Borschberg dung mit dem 2. Flugzeug HB-SIB. «Unser Ziel ist, das Solar­kurz nach Mitternacht wieder eine Höhe von 1500 Metern flugzeug als Symbol zu nutzen», erklärt Bertrand Piccard.erreichte. «Damit wollen wir bei Jugendlichen den Pioniergeist wecken,Nun war sein Flugzeug alleine auf die Batterien angewiesen. sie für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die neuenIn der dunklen Nacht blieben sie die einzige Energiequelle. sauberen Technologien sensibilisieren.»Höhe [m.ü.M.] 26h Flug 07.07.2010 [%]10000 100 9000 90 8000 80 7000 70 6000 60 5000 50 4000 40 3000 30 2000 20 1000 10 0 0 10.00 Uhr 12.00 Uhr 13.00 Uhr 07.00 Uhr 08.00 Uhr 09.00 Uhr 11.00 Uhr 14.00 Uhr 15.00 Uhr 16.00 Uhr 17.00 Uhr 18.00 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr 21.00 Uhr 22.00 Uhr 23.00 Uhr 00.00 Uhr 01.00 Uhr 02.00 Uhr 03.00 Uhr 04.00 Uhr 05.00 Uhr 06.00 Uhr 07.00 Uhr 08.00 Uhr 09.00 Uhr Flughöhe Solarleistung [%] Batteriestand [%] Start /Landung in Payerne

×