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Forschung fördern –Schritt für SchrittForschung bedeutet Fortschritt und steht für die Innovationsfähigkeit­    Genau so w...
04 l 05            Programm17.00 Uhr   Begrüssung und Einleitung                                             Neurowissensc...
06 l 07Preisträger und ihre ArbeitenHerzkreislauf, Urologie und Nephrologie                                               ...
08 l 09Preisträger und ihre ArbeitenInfektiologie, Rheumatologie und Immunologie                                          ...
10 l 11Preisträger und ihre ArbeitenNeurowissenschaften und Erkrankungen                                                  ...
12 l 13Preisträger und ihre ArbeitenOnkologie«Steuer-Gen im Melanom identifiziert»                   Dr. Olga Shakhova;   ...
Allgemeine Informationenzur StiftungStiftung Pfizer Forschungspreis                                           Wissenschaft...
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Einladung - Verleihung Pfizer Forschungspreis: 7. Februar 2013, 17.00-18.30 Uhr in Zürich

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Zurich (ots) - - Hinweis: Die Einladungsbroschüre kann kostenlos im pdf-Format unter http://presseportal.ch/de/pm/100053420 heruntergeladen werden - Der Pfizer Forschungspreis ist einer der bedeutendsten ... / http://ots.ch/6010a2d

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Einladung - Verleihung Pfizer Forschungspreis: 7. Februar 2013, 17.00-18.30 Uhr in Zürich

  1. 1. Stiftung Pfizer ForschungspreisPfizer ForschungspreisPreisverleihung 2013 Einladung Donnerstag, 7. Februar 2013, 17.00 –18.30 Uhr METROPOL, Fraumünsterstrasse 12, 8001 Zürich
  2. 2. Forschung fördern –Schritt für SchrittForschung bedeutet Fortschritt und steht für die Innovationsfähigkeit­ Genau so wie Forschung ein schrittweises Vorangehen bedeutet,unseres Landes. Die Medizin lebt von der Forschung und kann führt die Stiftung Pfizer Forschungspreis ihre langjährige Tradition fortd­ adurch stets neue und bahnbrechende Erfolge in der Erkennung und ist stolz, zum 22. Mal herausragende Arbeiten in der Grund­und der Behandlung von Krankheiten verzeichnen. lagenforschung und der klinischen Forschung auszuzeichnen. Damit fördert die Stiftung talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissen­Doch wie entsteht Fortschritt – und wie können wir diesen fördern ? schaftler sowie den Forschungsstandort Schweiz.Schritt für Schritt gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlervor, um komplexe Fragestellungen zu lösen. Schritt für Schritt Vier Forscherinnen und fünf Forscher werden an der nächsteng­ elangen wir damit zu einzigartigen Erkenntnissen. Schritt für Schritt Preisverleihung am 7. Februar 2013 für ihre zukunftsweisendenverhelfen uns diese gewonnenen Erkenntnisse zu medizinischen E ­ rkenntnisse geehrt. Zur feierlichen Preisverleihung und zum anschlies­I­ nnovationen und motivieren, weiter zu forschen. senden Apéro sind Sie herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Sie. Für den Stiftungsrat Prof. Wilhelm Krek Prof. Bernard Waeber
  3. 3. 04 l 05 Programm17.00 Uhr Begrüssung und Einleitung Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems Prof. Thomas Gasser Chefarzt Urologische Universitätsklinik Basel – Liestal Dr. Johannes J. Letzkus und ordentlicher Professor für Urologie an der «Die Hirnrinde ist entscheidend am emotionalen ­Universität Basel Lernen beteiligt» Würdigung des Preisträgers: Prof. Pierre Magistretti Dr. iur. Thomas Heiniger Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Kanton Zürich Dr. Dario Cazzoli, PD Dr. Thomas Nyffeler «Thetaburst-Stimulation lässt Patienten nach einem Dr. Ralph Studer Schlaganfall schneller wieder selbständig werden» Managing Director Pfizer AG Würdigung der Preisträger: Prof. Pierre Magistretti Bereich Onkologie17.10 Uhr Vorstellung der Preisträger Dr. Albert Santamaria Martínez und ihrer prämierten Arbeiten «Die Bildung von Metastasen setzt eine Interaktion von Tumorstammzellen und Matrixfaktoren voraus» Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie Würdigung des Preisträgers: Prof. Richard Herrmann Dr. Amélie Sabine, Prof. Tatiana V. Petrova «Neue Erkenntnisse über Bildung und Erhalt von Dr. Olga Shakhova Lymphklappen» «Steuer-Gen im Melanom identifiziert» Würdigung der Preisträgerinnen: Prof. Paul Erne Würdigung der Preisträgerin: Prof. Richard Herrmann Dr. Stefano Rimoldi «Höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen bei 18.20 Uhr Beglückwünschung aller Preisträger Retortenbabys ?» Würdigung des Preisträgers: Prof. Paul Erne Prof. Thomas Gasser, Dr. Ralph Studer ab Infektiologie, Rheumatologie und ­Immunologie 18.30 Uhr Apéro Dr. Weldy V. Bonilla «Gewebeschaden bei Virusinfektion verleiht der K ­ örperabwehr die „Lizenz zum Töten“» Würdigung der Preisträgerin: Prof. Adriano Fontana
  4. 4. 06 l 07Preisträger und ihre ArbeitenHerzkreislauf, Urologie und Nephrologie Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie«Neue Erkenntnisse über Bildung und Erhalt «Höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungenvon Lymphklappen» bei Retortenbabys ?» Dr. Amélie Sabine, Prof. Tatiana V. Petrova; Dr. Stefano Rimoldi; Universität Lausanne und EPFL Universitätsspital BernNach einer Lymphknotenentfernung leiden viele Brustkrebs-Patien- Seit mehr als drei Jahrzehnten erlaubt die künstliche Befruchtungtinnen unter chronischen Lymphödemen, einer chronischen Ansamm- unfruchtbaren Paaren den Kinderwunsch zu erfüllen. In modernenlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe. Diese Krankheit geht auf eine Industriestaaten sind heutzutage ein bis vier Prozent aller Neugebo-Fehlfunktion der Lymphgefässe zurück, die Ursachen sind jedoch renen «Retortenbabys».noch nicht bekannt. Die Erforschung der involvierten molekularen Die künstliche Befruchtung erfordert eine Manipulation des EmbryosMechanis­ en ist für die Prävention und Therapie von Lymphödemen m zu einer Zeit, wo er auf Umwelteinflüsse sehr empfindlich ist. Es gibtsowie für die Behandlung von Krebs oder entzündlichen Erkrankungen Anzeichen dafür, dass schädliche Einflüsse während dieser Zeit Aus-wichtig. wirkungen auf das spätere Leben haben können. Diese Tatsache ver-Unsere Studie hat gezeigt, dass lymphflussabhängige Scherkräfte­ anlasste uns zu prüfen, ob die künstliche Befruchtung mit einer verän-für die Bildung und den Erhalt der Lymphklappen nötig sind. Wir derten Funktion der Blutgefässe im Kindesalter einhergeht.identifizierten zwei für diese Prozesse nötigen Transkriptionsfaktoren, Um dieser Frage nachzugehen, verglichen wir die Gefässfunktion vonPROX1 und FOXC2, welche die Expression von Connexin37 und die Ak- gesunden Kindern, die entweder mit assistierten Reproduktionstech-tivierung des Calcineurin-Signalwegs kontrollieren, was für die Bildung niken (ART) oder auf natürliche Weise gezeugt wurden.der Klappen in verschiedenen Stadien nötig ist. Bei ART-Kindern war die Gefässwand der Arterien verdickt. Die Arte-Dank der Studienresultate können wir besser verstehen, wie Endo- rien erweiterten sich weniger gut und waren steifer als bei den Kont-thelzellen auf mechanische Scherkräfte in den Gefässen reagieren. rollkindern. Zudem war der systolische Lungenarteriendruck auf demSie zeigen neue zelluläre Wege bei der Lymphklappenbildung auf und Jungfraujoch (3450 m. ü. M.) um 30 Prozent höher.bringen neue Erkenntnisse über die Behandlung von Lymphödemen.Auch tragen die Ergebnisse zu einem besseren Verständnis der Patho- Mit dieser Studie konnten wir erstmals wissenschaftlich zeigen, dassphysiologie von chronischer venöser Insuffizienz bei. die künstliche Befruchtung zu einer allgemeinen Störung der Gefäss- funktion bei Kindern führen kann, die sie im späteren Leben einem erhöhten Risiko für Herzkreislaufkrankheiten aussetzen könnte.Mechanotransduction, PROX1, and FOXC2 Cooperate to Control Connexin37 and Calcineurin Systemic and Pulmonary Vascular Dysfunction in Children Conceived by Assisted Repro-during Lymphatic-Valve Formation. Amélie Sabine, Yan Agalarov, Hélène Maby-El Hajjami, ductive Technologies. Urs Scherrer*, Stefano F. Rimoldi*, Emrush Rexhaj, Thomas Stuber,Muriel Jaquet, René Hägerling, Cathrin Pollmann, Damien Bebber, Anna Pfenniger, Naoyuki Hervé Duplain, Sophie Garcin, Stefano F. de Marchi, Pascal Nicod, Marc Germond, YvesMiura, Olivier Dormond, Jean-Marie Calmes, Ralf H. Adams, Taija Mäkinen, Friedemann Allemann*, Claudio Sartori*. Circulation. 2012;125(15):1890 – 1896.Kiefer, Brenda R. Kwak, Tatiana V. Petrova. Developmental Cell. 2012;22(2):430 – 445. * These authors contributed equally to this work.
  5. 5. 08 l 09Preisträger und ihre ArbeitenInfektiologie, Rheumatologie und Immunologie Neurowissenschaften und Erkrankungen des ­N ervensystems«Gewebeschaden bei Virusinfektion verleiht der «Die Hirnrinde ist entscheidend am emotionalenKörperabwehr die „Lizenz zum Töten“» Lernen beteiligt» Dr. Weldy V. Bonilla; Dr. Johannes J. Letzkus; Universität Genf Friedrich Miescher Institute BaselVirusinfektionen verursachen Gewebeschaden mit unkontrollierter Emotionales Lernen kommt durch komplexe Interaktionen von Ner-Freisetzung von Zellbestandteilen und Botenstoffen, darunter Inter- venzellen in verschiedenen Hirnregionen zustande. Eine Fehlfunktionleukin-33. Dieses spornt die Körperabwehr zu Höchstleistungen an. in diesem System kann zu schwerwiegenden Angststörungen füh- ren. Bereits seit längerem wird die Funktion des Mandelkerns für dasKiller T-Zellen oder CD8+-T-Zellen sind ein wichtiger Bestandteil der Furchtlernen erforscht. Dieses Wissen konnte nun mit ErkenntnissenKörperabwehr. aus unserer Forschungsarbeit über die Bedeutung der Hirnrinde (Cor-Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass es primär das «fremd- tex) bei der Furchtkonditionierung in der Maus erweitert werden.artige Aussehen» der Viren sei, welches unsere Immunantwort an- Mit Hilfe neuer technischer Möglichkeiten studierten wir die neuro-spornt. Unsere Arbeit zeigt nun, dass Killer T-Zellen auch aufgrund nalen Mechanismen der Furchtkonditionierung bei Mäusen. Mittelsdes «angerichteten Schadens» am Körper so stark reagieren. Wenn 2-Photonen-­Mikroskopie beobachteten wir ein furchtauslösendes sen-Zellen im Körper zugrunde gehen, werden «Alarmine», wie das Inter­ sorisches Signal auf seinem neuronalen Weg durch das Hörzentrumleukin-33, freigesetzt. Diese Substanz können Killer T-Zellen über der Hirnrinde. Wir stellten fest, dass bestimmte Nervenzellen im audi-hochspezialisierte Sensoren, sogenannte ST2-Rezeptoren, erkennen. torischen Cortex stärker auf emotionale Reize reagierten als auf Töne,In unseren Experimenten stellte sich heraus, dass Mäuse ohne Inter- die in diesem Hirnbereich eigentlich verarbeitet werden.leukin-33 oder auch solche, denen der «Sensor» für Interleukin-33 In weiteren Versuchen entdeckten wir, dass emotionale Stimuli einenfehlte, nur schwächliche Killer T-Zellen herstellen konnten. Diese Tiere enthemmenden Schaltkreis in der Hirnrinde aktivieren, der wahr-waren denn auch besonders anfällig auf verschiedene Arten von Virus- scheinlich zur Bildung der Erinnerung beiträgt. Mit Hilfe der Opto­infektionen. Im Gegensatz dazu konnten Killer T-Zellen von normalen genetik konnten wir schliesslich zeigen, dass diese Disinhibition fürMäusen durch Verabreichung von künstlichem Interleukin-33 gestärkt ­ das Erlenen von Furcht bei der Maus essentiell ist.werden. Eine Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse könnte daherzur Verbesserung von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten undKrebs beitragen.The Alarmin Interleukin-33 Drives Protective Antiviral CD8+ T Cell Responses. Weldy V. A disinhibitory microcircuit for associative fear learning in the auditory cortex. Johannes J.Bonilla*, Anja Fröhlich*, Karin Senn*, Sandra Kallert, Marylise Fernandez, Susan Johnson, Letzkus*, Steffen B. E. Wolff*, Elisabeth M. M. Meyer, Philip Tovote, Julien Courtin, Cyril Herry,Mario Kreutzfeldt, Ahmed N. Hegazy, Christina Schrick, Padraic G. Fallon, Roman Klemenz, Andreas Lüthi. Nature. 2011;480(7377):331 – 335Susumu Nakae, Heiko Adler, Doron Merkler, Max Löhning†, Daniel D. Pinschewer†. Science. * These authors contributed equally to this work.2012;335(6071):984 – 989.* / † These authors contributed equally to this work.
  6. 6. 10 l 11Preisträger und ihre ArbeitenNeurowissenschaften und Erkrankungen Onkologiedes ­N ervensystems«Thetaburst-Stimulation lässt Patienten nach «Die Bildung von Metastasen setzteinem Schlaganfall schneller wieder selbständig eine Interaktion von Tumorstammzellenwerden» und Matrixfaktoren voraus» Dr. Dario Cazzoli, PD Dr. Thomas Nyffeler; Dr. Albert Santamaria Martínez; Inselspital Bern und Kantonsspital Luzern EPFLLinksseitige Wahrnehmungsausfälle sind nach einer Schädigung der Tumorzellen können sich bereits in einem frühen Stadium einer Krebs-rechten Hirnhälfte weitverbreitet. Dieser «Spatiale Neglekt» verun- erkrankung im Körper verbreiten. Doch nur einer kleinen Anzahl vonmöglicht es den Patienten, Objekte in der linken Raumhälfte wahr- Krebszellen gelingt am Ende die Metastasierung, d.  die Kolonisie- h.zunehmen. rung von weiteren Organen.Mitverursacht werden die Wahrnehmungsstörungen durch eine Hyper- Wir konnten einen speziellen Stammzelltyp bei Tumorzellen im Mam-aktivität derjenigen Hirnhälfte, die nicht vom Schlaganfall betroffen makarzinom identifizieren. Diese Tumorstammzellen sind für dieist. Diese Hyperaktivität kann durch Magnetstimulation nichtinvasiv E ­ ntwicklung von Metastasen essentiell. Sie induzieren in normalengemindert werden. Bislang war unbekannt, ob eine Thetaburst-Stimu- Bindegewebszellen die Expression von Matrixkomponenten, welchelation (nicht-invasive Hirnstimulation) sich auch auf Alltagsaktivitä- die Tumorzellen zum Überleben brauchen.ten günstig auswirkt. Diese Lücke schlossen wir mit unserer randomi- Mit Periostin konnten wir eine solche Komponente isolieren. Periostinsierten, plazebo-kontrollierten und doppelblinden Studie. wird ausschliesslich in der Umgebung des Tumors gebildet und ver-Unsere Patienten erhielten Magnetstimulationen oder Plazebostimu- stärkt die Wachstumssignale für Tumorstammzellen. Erst durch dielationen und wurden mit Patienten aus der Kontrollgruppe verglichen. Interaktionen von Tumorstammzellen, Fibroblasten und Matrixkom-Die Patienten, die eine echte Hirnstimulation erhielten, zeigten im ponenten wird die Bildung eines Tochtergeschwulstes möglich.Vergleich zur Plazebostimulation und Kontrollgruppe eine 37-prozen- Diese neue Erkenntnis bildet die Grundlage für die Entwicklung mög-tige Verbesserung im Alltagsverhalten. Diese war zudem noch nach licher neuer Behandlungsmethoden bei Krebs. Durch eine Unterbin-drei Wochen messbar. Die Therapie wurde gut toleriert und zeigte dung der Produktion von Matrixkomponenten durch Fibroblasten­keine Nebenwirkungen. kann möglicherweise der Metastasierungsprozess gehemmt werden.Mit unserer Arbeit zeigten wir die Bedeutung einer wiederholtenTheta­ urst-Stimulation als Begleitmassnahme in der Rehabilitation bvon Schlaganfall-Patienten.Theta burst stimulation reduces disability during the activities of daily living in spatial Interactions between cancer stem cells and their niche govern metastatic colonization.n­ eglect. Dario Cazzoli, René M. Müri, Rahel Schumacher, Sebastian von Arx, Silvia Chaves, Albert Santamaria Martínez*, Ilaria Malanchi*, Evelyn Susanto, Hong Peng, Hans-AntonKlemens Gutbrod, Stephan Bohlhalter, Daniel Bauer, Tim Vanbellingen, Manuel Bertschi, Lehr, Jean-Francois Delaloye, Joerg Huelsken. Nature. 2012;481(7379):85 – 89.Stefan Kipfer, Clive R. Rosenthal, Christopher Kennard, Claudio L. Bassetti, Thomas Nyffeler. * These authors contributed equally to this work.Brain. 2012;135(11):3426 – 3439.
  7. 7. 12 l 13Preisträger und ihre ArbeitenOnkologie«Steuer-Gen im Melanom identifiziert» Dr. Olga Shakhova; Universität ZürichEiner neueren Hypothese zufolge sind Tumore meist nicht eine homo-gene Zellmasse, sondern setzen sich aus bösartigen Krebsstammzel-len und anderen, weniger aggressiven Tumorzellen zusammen. Ähn-lich wie herkömmliche Stammzellen, die Organe aufbauen, könnensich Krebsstammzellen teilen, sich zu anderen Tumorzellen entwickelnund so einen Tumor bilden. Eine effiziente Therapie müsste somit vorallem Krebsstammzellen bekämpfen.Melanomzellen sind entartete Hautpigmentzellen, die während derEmbryonalentwicklung von sogenannten Neuralleistenstammzellengebildet werden. Wir konnten in menschlichem Tumorgewebe Zellenmit Merkmalen dieser speziellen Stammzellen identifizieren. Zudembeobachteten wir, dass in Tumorgeweben mit Sox10 ein Gen hochaktiv war, das in normalen Zellen das Stammzellprogramm steuert.Dieses Gen ist für die Zellteilung und das Überleben von Stammzel-len wichtig. Wir stellten fest, dass dieses Gen auch in Krebszellen einStammzellprogramm kontrolliert und für die Zellteilung benötigt wird.In einem Tierexperiment schalteten wir Sox10 aus und beobachteten,wie die Bildung und Ausbreitung von Melanomen und GCMN (GiantCongenital Melanocytic Nevus; dieser Melanoma-Subtyp betrifft Kin-der) verhindert wurde. Unsere Forschungsarbeit zeigt auf, dass einTumor vermutlich therapiert werden könnte, indem man sein Stamm-zellprogramm unterdrückt.Sox10 promotes the formation and maintenance of giant congenital naevi and melanoma.Olga Shakhova, Daniel Zingg, Simon M. Schaefer, Lisette Hari, Gianluca Civenni, JacquelineBlunschi, Stéphanie Claudinot, Michal Okoniewski, Friedrich Beermann, Daniela Mihic-Probst, Holger Moch, Michael Wegner, Reinhard Dummer, Yann Barrandon, Paolo Cinelli,Lukas Sommer. Nature Cell Biology. 2012;14(8):882 – 890.
  8. 8. Allgemeine Informationenzur StiftungStiftung Pfizer Forschungspreis Wissenschaftliche KommissionenDie Stiftung Pfizer Forschungspreis wurde 1991 als Ausdruck des Die wissenschaftlichen Kommissionen setzen sich aus führendenE­ ngagements der Firma Pfizer in der pharmazeutischen Forschung W ­ issenschaftlern der Schweiz zusammen und werden zur Zeit vong­ egründet. Während vier Jahren wurden entsprechende Preise f ­ olgenden Exponenten geleitet:im ­ ereich Herzkreislauf vergeben. 1995 entschlossen sich Stiftungsrat Bund Stifter, den Bereich der zu prämierenden Forschungsrichtungen Herzkreislauf, Urologie und Nephrologiewesentlich zu erweitern. Prof. Bernard Waeber, Prof. Thomas GasserDie Stiftung vergibt auf Antrag von entsprechenden unabhängigen Infektiologie, Rheumatologie und Immunologiewissenschaftlichen Kommissionen Preise in vier Bereichen. Prof. Werner Zimmerli, Prof. Adriano FontanaDem Stiftungszweck entsprechend soll dadurch die Forschung in derSchweiz gefördert werden. In jedem Bereich wird jeweils eine Neurowissenschaften und Erkrankungen desh­ erausragende Arbeit der Grundlagenforschung sowie der klinischen ­N ervensystemsForschung ausgezeichnet. Prof. Pierre Magistretti, Prof. Christian W. Hess Onkologie Prof. Thomas Cerny, Prof. Wilhelm Krek
  9. 9. Stiftung Pfizer Forschungspreisc / o Pfizer AGPostfachCH-8052 Zürichwww.pfizerforschungspreis.ch

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