LAGE UND PROGNOSEN MEM-INDUSTRIE
Juli 2014
Herausgeber
BAKBASEL
Redaktion
Florian Zainhofer
Rebekka Rufer
Larissa Müller
Adresse
BAK Basel Economics AG
Güterstrasse ...
Lage und Prognosen MEM-Industrie
BAKBASEL 1
1 Produktion und aktuelle Lage
Das Jahr 2013 stand für die Schweizer MEM-Indus...
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Auch die Elektrischen Ausrüstungen konnten 2013 von Exportzunahmen profitieren...
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2 Konjunkturprognosen
Für die Jahre 2014 und 2015 erwartet BAKBASEL für alle U...
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3 Entwicklung Produktivität und Löhne
Abb. 3-1 Zusammenhang zwischen Stundenlo...
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Angestellte Schweiz fordern 1,7 bis 2,3 Prozent mehr Lohn (DOKUMENT)

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Zürich (ots) - - Hinweis: Hintergrundinformationen können kostenlos im pdf-Format unter http://presseportal.ch/de/pm/100006251 heruntergeladen werden - Die Produktivität steigt und die Konjunktur nimmt Fahrt auf. Deshalb ... / http://ots.ch/6017795

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Angestellte Schweiz fordern 1,7 bis 2,3 Prozent mehr Lohn (DOKUMENT)

  1. 1. LAGE UND PROGNOSEN MEM-INDUSTRIE Juli 2014
  2. 2. Herausgeber BAKBASEL Redaktion Florian Zainhofer Rebekka Rufer Larissa Müller Adresse BAK Basel Economics AG Güterstrasse 82 CH-4053 Basel T +41 61 279 97 00 F +41 61 279 97 28 info@bakbasel.com http://www.bakbasel.com © 2014 by BAK Basel Economics AG Das Copyright liegt bei BAK Basel Economics AG. Die Verwendung und Wiedergabe von Informationen aus diesem Produkt ist unter folgender Quellenangabe gestattet: "Quelle: BAKBASEL".
  3. 3. Lage und Prognosen MEM-Industrie BAKBASEL 1 1 Produktion und aktuelle Lage Das Jahr 2013 stand für die Schweizer MEM-Industrie einerseits im Zeichen einer nach wie vor tiefen Nachfrage aufgrund der Rezession in der Eurozone, zeigte andererseits aber Anzeichen einer allmählichen Erholung. Die überdurchschnittliche Abhängigkeit der MEM-Industrie von der Eurozone zeigte sich im Wachstum der realen Bruttowertschöpfung im Vergleich zur Schweizer Gesamtwirtschaft. Insgesamt stag- nierten die MEM-Branchen (+0.1%), während die Gesamtwirtschaft um 2.0 Prozent expandierte. Dies bekam auch der Erwerbsmarkt der MEM-Industrie zu spüren. Die Gesamtbranche verlor im Vergleich zum Vorjahr wiederum Erwerbstätige (-0.8%). Einzig die Datenverarbeitungsgräte und Uhren vermochten sich als Subbranche - dank der geringeren Abhängigkeit von der Eurozone - der schwierigen Ausgangslage zu entziehen. Die eingebrochene Nachfrage zeigte sich deutlich in der Produzentenpreisentwicklung für die MEM- Subbranchen. Die Preise aller MEM-Produkte entwickelten sich im Jahr 2012 fast durchwegs negativ im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ab Mitte 2013 gab es erste Anzeichen für eine einsetzende wirtschaftliche Erholung in der Eurozone. Insbesondere die Preise für Maschinen und Metallerzeugnisse konnten infolge erstmals seit 2 bzw. 3 Jahren einen Zuwachs von 0.4 Prozent bzw. 0.9 Prozent gegenüber dem Vorjahres- quartal verzeichnen. Dem gegenüber stand die anhaltend negative Preisentwicklung für Elektrische Aus- rüstungen. Die Branche musste im Schlussquartal 2013 Preisabschläge von -1.2 Prozent gewähren. Der Index Industrieproduktion war im Jahr 2013 für alle MEM-Subbranchen beinahe durchgehend rückläu- fig gegenüber dem Vorjahresquartal (Abb. 1-2). Der Abbau von Lagern führte auch in der ansonsten flo- rierenden Branche Datenverarbeitungsgeräte und Uhren zeitweise zu einem Dämpfer von -6.9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2014 liegt der Industrieproduktionsindex für alle MEM-Branchen wieder im Plus. Abb. 1-1 Produzentenpreise in den Subbranchen Abb. 1-2 Industrieproduktion in den Subbranchen -3% -2% -1% 0% 1% 2% 3% 4% 5% Metallindustrie Elektrische Ausrüstungen Maschinenbau Datenverarbeitungsgeräte und Uhren -15% -10% -5% 0% 5% 10% 15% 20% 25% Metallindustrie Elektrische Ausrüstungen Maschinenbau Datenverarbeitungsgeräte und Uhren Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: BFS Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: BFS Ein positives Bild zeigte sich in der Entwicklung der Warenausfuhren (Abb. 1-3 und 1-4). Dank der kon- junkturellen Erholung innerhalb der Eurozone konnten alle MEM-Subbranchen in der zweiten Hälfte 2013 zunehmende Warenausfuhren im Bereich von teils über 5 Prozent gegenüber den schwachen Vorjahres- quartalen von 2012 verbuchen. Besonders erfreulich war dies für die Maschinen- und Metallindustrie. Sie setzt über die Hälfte ihrer Erzeugnisse in die Eurozone ab und hatte seit Mitte 2011 mit Exportrückgängen zu kämpfen. Die Branche der Datenverarbeitungsgeräte und Uhren verzeichnete wie schon in vergange- nen Jahren primär dank der Uhrenindustrie ein Exportwachstum, was allerdings deutlich weniger dyna- misch als noch im vergangenen Jahr zu Buche schlug. Dabei entwickelte sich die für Uhren besonders wichtige Nachfrage in den asiatischen Märkten negativ, wohingegen europäische Märkte zulegen konnten.
  4. 4. Lage und Prognosen MEM-Industrie 2 BAKBASEL Auch die Elektrischen Ausrüstungen konnten 2013 von Exportzunahmen profitieren, wenngleich nicht in demselben Ausmass wie die anderen Branchen (0.6%). Die Export-Entwicklung im ersten Quartal 2014 deutet auf eine langsam einsetzende Erholung hin. Einzig bei den Elektrischen Ausrüstungen scheint es, dass die positive Dynamik im zweiten Halbjahr 2013 eher eine Verschnaufpause als eine Erholung war. Abb. 1-3 Exporte der Subbranchen I Abb. 1-4 Exporte der Subbranchen II -20% -15% -10% -5% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% Metallindustrie Maschinenbau -20% -15% -10% -5% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% Elektrische Ausrüstungen Datenverarbeitungsgeräte und Uhren Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: EZV Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: EZV Die tiefe Nachfrage infolge der Rezession schlug sich auch auf den Arbeitsmarkt nieder. Die Abbildungen 1-5 und 1-6 zeigen den Indikator der Beschäftigten als Vollzeitäquivalente. Aufgrund der jeweils verzöger- ten Entwicklung der Beschäftigung führte die im Jahr 2012 gedrosselte Produktion in der Maschinen- und Metallbranche zu einem markanten Beschäftigungsrückgang im Jahr 2013. Besonders stark waren die Rückgänge in der zweiten Hälfte des Jahres (vgl. Abb. 1-5). Noch stärker war der Rückgang in der Bran- che für Elektrische Ausrüstungen. Wie schon 2012 erlebte die Subbranche in jedem Quartal einen Rück- gang der Erwerbstätigen. Es zeichnet sich jedoch eine Verlangsamung des Beschäftigungsrückgangs ab. Dank der weiterhin starken Nachfrage nach Schweizer Uhren blieb der Erwerbstätigenbestand in der Bran- che Datenverarbeitungsgeräte und Uhren insgesamt im Jahr 2013 im positiven Bereich und auch der Be- ginn 2014 stimmt optimistisch (vgl. Abb. 1-6). Abb. 1-5 Beschäftigtenwachstum der Subbranchen I Abb. 1-6 Beschäftigtenwachstum der Subbranchen II -8% -6% -4% -2% 0% 2% 4% 6% Metallindustrie Maschinenbau -8% -6% -4% -2% 0% 2% 4% 6% Elektrische Ausrüstungen Datenverarbeitungsgeräte und Uhren Vollzeitäquivalente, Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: BFS Vollzeitäquivalente, Veränderung in % ggü. Vorjahresquartal Quelle: BFS
  5. 5. Lage und Prognosen MEM-Industrie BAKBASEL 3 2 Konjunkturprognosen Für die Jahre 2014 und 2015 erwartet BAKBASEL für alle Unterbranchen Impulse durch die anziehende globale Nachfrage und eine damit einhergehende Erholung des Wachstums der realen Bruttowertschöp- fung und der Erwerbstätigenzahl. Die erwartete Beschleunigung der Investitionsgüternachfrage zeichnet sich bereits in den Daten zum ersten Quartal 2014 ab, haben sich doch die Kapazitätsauslastung sowie die Ausrüstungsinvestitionen zuletzt erfreulich entwickelt. Wichtige Einflussfaktoren für die Investitionsgüterindustrie sind die Entwicklung des globalen Handels und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die eng miteinander verknüpft sind. Das im letzten Sommer unterzeichnete Freihandelsabkommen mit China dürfte sich positiv auswirken, da es durch die Reduktion tarifärer Hemmnisse die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe auf dem chinesischen Markt stärkt. Gleiches ist von dem in Verhandlung stehenden Freihandelsabkommen mit Indien zu erwarten, da Indien ein bedeutender Entwicklungsmarkt für die MEM-Branchen ist. Negative Auswirkungen hätte hingegen die Errichtung neuer Handelshemmnisse. Sollten als Folge der Einwanderungsinitiative z.B. die Bilateralen Verträge gekündigt werden, könnten technische Handels- hemmnisse (Konformitätsbewertungen) mit EU-Ländern erneut aufleben. Dies würde die Wettbewerbsfä- higkeit der MEM-Branchen im wichtigen Handel mit EU-Ländern schwächen, insbesondere diejenige der Metallindustrie. Trotz der grossen Auswirkungen eines solchen Szenarios schätzt BAKBASEL die Eintritts- wahrscheinlichkeit als gering ein. Auch Forschungsabkommen könnten von der weiteren Umsetzung der Initiative betroffen sein. Gerade für die MEM-Branche ist die Kooperation der Unternehmen mit For- schungseinrichtungen vital zur Sicherstellung des Technologie- und Innovationsvorsprungs gegenüber aufstrebenden Konkurrenten aus Niedriglohnländern. Aufgrund der mit Annahme der Masseneinwanderungsinitiative entstandenen Unsicherheit und der lang- sameren Erholung der Weltwirtschaft dürfte für das laufende Jahr ein etwas geringeres Wachstum als noch vor einem Jahr erwartet resultieren. Die Wertschöpfung der MEM-Industrie wird um 1.6 Prozent zulegen und liegt damit leicht unter den 2.0 Prozent Wachstum der Gesamtwirtschaft. Im Jahr 2015 wächst die MEM-Industrie voraussichtlich mit 2.6 Prozent wieder etwas stärker als die Gesamtwirtschaft (2.3%, vgl. Abb. 2-1). Der Erwerbstätigenbestand verhält sich entsprechend und wächst 2014 in der MEM- Branche um 0.9 Prozent und in der Gesamtwirtschaft um 1.3 Prozent. 2015 wächst der Zahl der Erwerbs- tätigen in der MEM-Branche mit 1.7 Prozent stärker als die Gesamtwirtschaft (1.3 %, vgl. Abb. 2-2). Abb. 2-1 Reale Wertschöpfungsentwicklung, 2014-2015 Abb. 2-2 Zahl der Erwerbstätigen, 2014-2015 -20% -15% -10% -5% 0% 5% 10% 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamtwirtschaft MEM-Industrie -7.5% -5.0% -2.5% 0.0% 2.5% 5.0% 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamtwirtschaft MEM-Industrie Veränderung in % ggü. Vorjahr, zu Preisen von 2000 Quelle: BAKBASEL Veränderung in % ggü. Vorjahr Quelle: BAKBASEL
  6. 6. Lage und Prognosen MEM-Industrie 4 BAKBASEL 3 Entwicklung Produktivität und Löhne Abb. 3-1 Zusammenhang zwischen Stundenlohn und nominaler Stundenproduktivität, 2013 Metallindustrie Maschinenbau Datenv erarbeitungs- geräte und Uhren C hemie/Pharma Nahrungsmittel Elektrische A usrüstungen Baugewerbe Handel Gastgewerbe V erkehr Information & Kommunikation Finanzsektor 20 30 40 50 60 70 80 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Stundenlohn(inCHF) Stundenproduktivität (in CHF) Zu laufenden Preisen Quelle: BFS, BAKBASEL Abb. 3-2 Entwicklung der nominalen Stundenproduktivität nach Branche -2.0% -1.0% 0.0% 1.0% 2.0% 3.0% 4.0% 2014 2015 Zu laufenden Preisen, Veränderung p.a. in % Quelle: BAKBASEL
  7. 7. Lage und Prognosen MEM-Industrie BAKBASEL 5 Abb. 3-3 Entwicklung der Nominallöhne und der nominalen Stundenproduktivität in den MEM- Subbranchen 90 95 100 105 110 115 120 125 Stundenlohn MEM Stundenlohn Maschinenbau Stundenlohn Metallindustrie nominale Stundenproduktivität MEM nominale Stundenproduktivität Maschinenbau nominale Stundenproduktivität Metallindustrie 90 95 100 105 110 115 120 125 130 135 Stundenlohn MEM Stundenlohn Elektrische Ausrüstungen Stundenlohn Datenverarbeitungsgeräte und Uhren nominale Stundenproduktivität MEM nominale Stundenproduktivität Elektrische Ausrüstungen nominale Stundenproduktivität Datenverarbeitungsgeräte und Uhren 2003 = 100 Quelle: BAKBASEL
  8. 8. Lage und Prognosen MEM-Industrie 6 BAKBASEL Tab. 3-1 Entwicklung des nominalen Stundenlohns über verschiedene Betrachtungszeiträume 2015 2008-2014 2003-2014 Stunden- lohn Stunden- produktivität Stundenlohn Stunden- produktivität Stundenlohn Stunden- produktivität Metallindustrie 1.0% 0.6% 0.6% -1.5% 0.7% 0.8% Maschinenbau 1.6% 2.4% 1.1% 0.5% 0.6% 1.6% Datenverarbeitungsgeräte und Uhren 1.6% 1.3% 1.0% 0.9% 0.8% 2.0% Elektrische Ausrüstungen 1.5% 1.2% 1.0% -1.8% 0.6% 1.6% Durchschnittliche Zuwachsraten in % pro Jahr Quelle: BAKBASEL

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