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00 Marketing & Verkauf




Social Media

Sinnvoll oder einfach nur
Zeitverschwendung?
Die Anzahl der in Social Media engagierten Unternehmen wächst. Gerade auch grössere Unternehmen,
die auf ein entsprechendes Budget zugreifen können, nutzen die Möglichkeiten. Wie viel Internetpräsenz ist
tat­ ächlich nötig, und worauf sollte man beim Einstieg achten?
   s




Peter Krummenacher                                geln herauskristallisiert, die von Firmen, wel-     wusst machen, dass es mit dieser Eröffnung
                                                  che sich in sozialen Netzwerken (erfolgreich)       alleine nicht getan ist. Die sozialen Netzwer-
Wer sich derzeit mit professionellen Internet-    etablieren möchten, nach Möglichkeit befolgt        ke leben von Kommunikation und Interak­ ion.
                                                                                                                                                t
präsenzen auseinandersetzt, kommt um das          werden sollten, um böse Überraschungen zu           Eine Facebook-Seite, die wochen- und mona-
Buzzword Social Media nicht herum. Face-          vermeiden. Zunächst soll hier also auf diese        telang immer nur die gleichen Inhalte anzeigt
book, Google+, Twitter, Blogs – dies sind nur     Grundlagen eingegangen werden.                      und nie aktualisiert wird, ist langweilig und
die bekanntesten Formen der «sozialen Ver-                                                            wirft auch ein schlechtes Licht auf den Betrei-
knüpfung» von Personen, Firmen oder ande-         1. Soziale Präsenzen müssen leben                   ber. Der Nutzer stellt sich die Frage: Haben
ren Institutionen. Unzählige Dienste mit ver-     Wenn man sich entschieden hat, eine Face-           die die Seite nur eröffnet, um «dabei» zu
schiedensten Funktionen und Möglichkeiten         book-Seite zu eröffnen, sollte man sich be-         sein? Sind die nur bei Facebook, weil man
buhlen um Aufmerksamkeit – sowohl um die
der User als auch um die der Firmen. Auch die
                                                   Abbildung 1: Aktiv gepflegte Social-Media-Kanäle 2012
grössten Konzerne haben inzwischen Präsen-
zen auf Facebook, beliefern ihre Anhänger mit
Tweets oder haben Blogger, die aus bestimm-        Facebook                                                                                           68 %
ten Geschäftsbereichen berichten. Nun stel-        YouTube                                                                                         66 %
len sich für ein KMU im Hinblick auf die Ver-
wendung dieser Kommunikationskanäle na-            Twitter                                                                        53 %
türlich diverse Fragen: «Brauchen wir das          Wikipedia                                                    40 %
auch? Macht das für uns Sinn? Worauf müs-
sen wir achten? Wo liegen Gefahren, aber           Linkedin                                          34 %
auch Potenziale des Social Networking?»
                                                   Xing                                              34 %
                                                   Corporate Blogs                          25 %
Worauf ist zu achten?                              Andere                                 23 %
Im Internet finden sich unzählige Checklisten      Flickr                            17 %
und How-To-Guides, die «goldene Regeln»
                                                   Slideshare                   13 %
für den Umgang mit Facebook und Co. auf-
stellen. Diese gibt es nicht ohne Grund: Es ha-    Kein Social Media          9 %
ben sich im Laufe der Jahre gewisse Grundre-                                                  Quelle: Folgestudie Schweizer Grossunternehmen im Social Web 2012




KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012
Marketing & Verkauf 00


das heutzutage «halt so macht»? Wenn sich          2. Kommunikation – immer gut vorbe-                    was wird falsch oder missverständlich kom-
der Besucher diese Fragen stellen muss, dann       reitet sein                                            muniziert – durch Internet und Social Media
hat er bereits einen ersten negativen Eindruck     Ein zentraler Bestandteil von Social-Media-            können diese Fehltritte im schlimmsten Fall
erhalten, welchen es nach Möglichkeit zu ver-      Plattformen ist die Möglichkeit, direkt und            extrem schnell publiziert, geteilt und weiter-
meiden gilt.                                       (mehr oder weniger) ungefiltert seine Mei-             verbreitet werden. Geraten diese Informatio-
                                                   nung, Bedenken oder Vorschläge kundtun zu              nen in das Sichtfeld von populären Bloggern
Ein KMU sollte sich also im Vorfeld klar da-       können. Dies hat für eine Firma sowohl Vor-            oder Twitterern, so kann schnell eine riesige
rüber sein, dass eine Social-Media-Präsenz         als auch Nachteile. Zu den Vorteilen gehört            Community involviert werden, die dann die
betreut werden will und dass dafür ausrei-         etwa die Möglichkeit, schnelles und direktes           betreffende Firma mit Beschimpfungen, Dro-
chend Kapazitäten vorhanden sein sollten.          Feedback von seinen Kunden zu erhalten. Eine           hungen oder Häme überzieht. Natürlich ist
Neuer Content will bereitgestellt, Wettbe-         Gefahr, die diese direkte und vor allem sehr           dies der GAU – dennoch ist es ratsam, auch
werbe veranstaltet, Statusupdates veröf-           öffentliche Kommunikationsmöglichkeit aller-           auf solche Eventualitäten vorbereitet zu sein.
fentlicht werden. All das kostet Zeit und soll-    dings auch bietet, ist der sogenannte «Shit-           Krisen- und Kommunikationsstrategien kön-
te im Vorfeld bedacht und eingeplant wer-          storm».                                                nen hier hilfreich sein, um nicht völlig unvor-
den. Vor allem auch, wenn die Inhalte nicht                                                               bereitet vor einem Sturm der Entrüstung auf
nur blosse Lückenfüller sein sollen, ist es        Im Bereich der Social Media können sich die            der eigenen Facebook-Seite zu stehen.
notwendig, sich hier eingehende Gedanken           Dinge manchmal sehr schnell bewegen: Ein
zu machen.                                         Unternehmen begeht einen Fauxpas oder et-              3. Social Media Guidelines
                                                                                                          Wenn ein Unternehmen in sozialen Medien
                                                                                                          aktiv ist, so stellt sich auch die Frage, wie die
 Abbildung 2: Ranking Faktoren Google (Deutschland 2012)                                                  Firmenpolitik zum Auftritt der eigenen Mitar-
                                                                                                          beiter in eben diesen Medien aussieht. Hier
                                                                                                          gilt es klare Richtlinien zu schaffen, um prob-
 Facebook-Shares                                                                                 0.31
                                                                                                          lematische Vermischungen von z.B. privaten /
 Facebook Gesamt                                                                                0.30      beruflichen Äusserungen oder Einzelmeinun-
 Facebook-Comments                                                                     0.26               gen / Firmenmeinungen zu vermeiden. Gleich-
 Facebook-Likes                                                                      0.24                 zeitig kann aber ein Mitarbeiter auch als Pri-
 Anzahl Backlinks                                                                  0.23                   vatperson ein wertvoller Botschafter für die
 Tweets                                                                    0.18                           Firma sein. Gerade auch deshalb ist es wich-
                                                                                                          tig, Social-Media-Richtlinien festzulegen, die
 Anteil Nofollow-Links                                              0.12
                                                                                                          sowohl die Firma als auch den Mitarbeiter als
 Existenz Keyword in Domain                                        0.12
                                                                                                          Privatperson klar und stringent an die Hand
 Anteil Backlinks mit Stopword                          0.07                                              nehmen. Idealerweise werden diese Richtlini-
 Anteil Backlinks mit Keyword                           0.07                                              en als Teil der Social-Media-Strategie des Un-
 Anzahl der Bilder                                    0.05                                                ternehmens verankert.
 Existenz Keyword in URL                              0.05
 Existenz Keyword in Description                     0.04                                                 4. Klare Strategien und Ziele definieren
                                                                                                          Wichtig sind also genau definierte Strategien,
 		                 – 0.02                 Existenz Keyword im H1
                                                                                                          die Bereiche wie z.B. das Monitoring der So-
 		                 –
                    ­ 0.03                 Existenz Adlinks                                               cial-Media-Aktivitäten beinhalten: eine stän-
 		                – 0.03                  Länge des Titels in Buchstaben                                 dige Auseinandersetzung mit den Kommuni-
 		             – 0.04                     Anzahl Adsense                                                 kationskanälen sowie eine Kontrolle der dort
 		             – 0.04                     Existenz Adsense                                               vorhandenen Inhalte sind notwendig. Gleich-
 		   – 0.04                               Existenz Keyword im Titel                                      zeitig helfen klar gesteckte Ziele, den eigenen
                                                                                                          Erfolg in sozialen Netzwerken zu messen und
  – 0.06
 		                                        Anzahl der Worte im Text
                                                                                                          sich einen Überblick darüber zu verschaffen,
  – 0.06
 		                                        Position des Keywords im Titel (Buchstabe)
                                                                                                          ob sich die getätigten Investitionen in diesem
  – 0.06
 		                                        Position des Keywords im Titel (Wort)                          Bereich auch auszahlen. Dabei lassen sich in
 – 0.1             – 0.05             0              0.05      0.1 0.15 0.2 0.25                          der Regel auch zwei Zielsetzungen festma-
                                                                                                          chen: Kommunikations- und Marketingziele.
         Social	        Links	            Onpage Technik	            Onpage Content                       Entsprechend sollte man sich auch hier bei der
                                                                                                          Planung klar darüber werden, welches Ziel
                                                                                  Quelle: Searchmetrics
                                                                                                          stärker gewichtet wird.



                                                                                                                           KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012
00 Marketing & Verkauf


                                                                                                       Die Bedeutung sozialer Netzwerke für das
                                                                                                   Suchmaschinenranking wächst. Hier relevanten
                                                                                                   und qualitativen Content zur Verfügung zu stel-
                                                                                                   len, macht also durchaus Sinn.




                                                                                                   der bei einer fachgerechten Betreuung von
                                                                                                   Social-Media-Kanälen aller Art entsteht, soll-
                                                                                                   te nicht unterschätzt werden.




                                                                                                    Links

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Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die     scheinlichkeit, dass dieser weitergegeben, d.h.    Peter Krummenacher ist Geschäftsführer
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ken für das Suchmaschinenranking. Google ar-     zial gilt es dementsprechend bei der Planung       Basel. Seit über zehn Jahren bietet sie vor
beitet bereits daran, eine auf den User zuge-    und Gestaltung der eigenen Social-Media-Prä-       allem KMU ihre Dienste an. Dazu gehören
schnittene, personalisierte Suche anzubieten,    senz im Auge zu behalten und auszunutzen.          unter anderem Consulting, Social-Media-
die Ergebnisse aus Google+ mit einbezieht.                                                          Beratung, Web- und E-Commerce-Lösun-
                                                                                                    gen (z.B. CMS wie TYPO3, Drupal oder
Auch Facebook übt inzwischen einen starken       Fazit                                              Magento) sowie Suchmaschinenoptimie-
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Web-Analyseunternehmen Searchmetrics ist         Abschliessend bleibt zu sagen, dass das A und
bei einer Auswertung der Google-Sucher­          O beim Einsatz von Social Media in Firmen
gebnisse Anfang 2012 zum Schluss gekom-          eine sorgfältig geplante und durchdachte
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men, dass Facebook-Shares und Likes einer        Strategie ist. Es gibt viele Faktoren zu beden-
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onierung sind. Aber auch Tweets oder eben        Im Grossen und Ganzen lässt sich aber klar                    Peter Krummenacher
                                                                                                                           Geschäftsführer
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                                                                                                                             k-webs GmbH
in der Google-Gunst zu steigen. Dies hat also    von Facebook, YouTube, Twitter und Co. ge-             St. Johanns-Vorstadt 3, 4056 Basel
zum Ergebnis, dass es durchaus Sinn macht,       genüber den möglichen Gefahren klar über-                             Tel. 061 261 16 46
relevanten und qualitativen Content über die     wiegen. Gleichzeitig gibt es dieses Potenzial            peter.krummenacher@k-webs.ch
                                                                                                                           www.k-webs.ch
sozialen Netzwerke verfügbar zu machen und       aber natürlich nicht umsonst: Der Aufwand,



KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012

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Social Media: Sinnvoll oder einfach nur Zeitverschwendung?

  • 1. 00 Marketing & Verkauf Social Media Sinnvoll oder einfach nur Zeitverschwendung? Die Anzahl der in Social Media engagierten Unternehmen wächst. Gerade auch grössere Unternehmen, die auf ein entsprechendes Budget zugreifen können, nutzen die Möglichkeiten. Wie viel Internetpräsenz ist tat­ ächlich nötig, und worauf sollte man beim Einstieg achten? s Peter Krummenacher geln herauskristallisiert, die von Firmen, wel- wusst machen, dass es mit dieser Eröffnung che sich in sozialen Netzwerken (erfolgreich) alleine nicht getan ist. Die sozialen Netzwer- Wer sich derzeit mit professionellen Internet- etablieren möchten, nach Möglichkeit befolgt ke leben von Kommunikation und Interak­ ion. t präsenzen auseinandersetzt, kommt um das werden sollten, um böse Überraschungen zu Eine Facebook-Seite, die wochen- und mona- Buzzword Social Media nicht herum. Face- vermeiden. Zunächst soll hier also auf diese telang immer nur die gleichen Inhalte anzeigt book, Google+, Twitter, Blogs – dies sind nur Grundlagen eingegangen werden. und nie aktualisiert wird, ist langweilig und die bekanntesten Formen der «sozialen Ver- wirft auch ein schlechtes Licht auf den Betrei- knüpfung» von Personen, Firmen oder ande- 1. Soziale Präsenzen müssen leben ber. Der Nutzer stellt sich die Frage: Haben ren Institutionen. Unzählige Dienste mit ver- Wenn man sich entschieden hat, eine Face- die die Seite nur eröffnet, um «dabei» zu schiedensten Funktionen und Möglichkeiten book-Seite zu eröffnen, sollte man sich be- sein? Sind die nur bei Facebook, weil man buhlen um Aufmerksamkeit – sowohl um die der User als auch um die der Firmen. Auch die Abbildung 1: Aktiv gepflegte Social-Media-Kanäle 2012 grössten Konzerne haben inzwischen Präsen- zen auf Facebook, beliefern ihre Anhänger mit Tweets oder haben Blogger, die aus bestimm- Facebook 68 % ten Geschäftsbereichen berichten. Nun stel- YouTube 66 % len sich für ein KMU im Hinblick auf die Ver- wendung dieser Kommunikationskanäle na- Twitter 53 % türlich diverse Fragen: «Brauchen wir das Wikipedia 40 % auch? Macht das für uns Sinn? Worauf müs- sen wir achten? Wo liegen Gefahren, aber Linkedin 34 % auch Potenziale des Social Networking?» Xing 34 % Corporate Blogs 25 % Worauf ist zu achten? Andere 23 % Im Internet finden sich unzählige Checklisten Flickr 17 % und How-To-Guides, die «goldene Regeln» Slideshare 13 % für den Umgang mit Facebook und Co. auf- stellen. Diese gibt es nicht ohne Grund: Es ha- Kein Social Media 9 % ben sich im Laufe der Jahre gewisse Grundre- Quelle: Folgestudie Schweizer Grossunternehmen im Social Web 2012 KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012
  • 2. Marketing & Verkauf 00 das heutzutage «halt so macht»? Wenn sich 2. Kommunikation – immer gut vorbe- was wird falsch oder missverständlich kom- der Besucher diese Fragen stellen muss, dann reitet sein muniziert – durch Internet und Social Media hat er bereits einen ersten negativen Eindruck Ein zentraler Bestandteil von Social-Media- können diese Fehltritte im schlimmsten Fall erhalten, welchen es nach Möglichkeit zu ver- Plattformen ist die Möglichkeit, direkt und extrem schnell publiziert, geteilt und weiter- meiden gilt. (mehr oder weniger) ungefiltert seine Mei- verbreitet werden. Geraten diese Informatio- nung, Bedenken oder Vorschläge kundtun zu nen in das Sichtfeld von populären Bloggern Ein KMU sollte sich also im Vorfeld klar da- können. Dies hat für eine Firma sowohl Vor- oder Twitterern, so kann schnell eine riesige rüber sein, dass eine Social-Media-Präsenz als auch Nachteile. Zu den Vorteilen gehört Community involviert werden, die dann die betreut werden will und dass dafür ausrei- etwa die Möglichkeit, schnelles und direktes betreffende Firma mit Beschimpfungen, Dro- chend Kapazitäten vorhanden sein sollten. Feedback von seinen Kunden zu erhalten. Eine hungen oder Häme überzieht. Natürlich ist Neuer Content will bereitgestellt, Wettbe- Gefahr, die diese direkte und vor allem sehr dies der GAU – dennoch ist es ratsam, auch werbe veranstaltet, Statusupdates veröf- öffentliche Kommunikationsmöglichkeit aller- auf solche Eventualitäten vorbereitet zu sein. fentlicht werden. All das kostet Zeit und soll- dings auch bietet, ist der sogenannte «Shit- Krisen- und Kommunikationsstrategien kön- te im Vorfeld bedacht und eingeplant wer- storm». nen hier hilfreich sein, um nicht völlig unvor- den. Vor allem auch, wenn die Inhalte nicht bereitet vor einem Sturm der Entrüstung auf nur blosse Lückenfüller sein sollen, ist es Im Bereich der Social Media können sich die der eigenen Facebook-Seite zu stehen. notwendig, sich hier eingehende Gedanken Dinge manchmal sehr schnell bewegen: Ein zu machen. Unternehmen begeht einen Fauxpas oder et- 3. Social Media Guidelines Wenn ein Unternehmen in sozialen Medien aktiv ist, so stellt sich auch die Frage, wie die Abbildung 2: Ranking Faktoren Google (Deutschland 2012) Firmenpolitik zum Auftritt der eigenen Mitar- beiter in eben diesen Medien aussieht. Hier gilt es klare Richtlinien zu schaffen, um prob- Facebook-Shares 0.31 lematische Vermischungen von z.B. privaten / Facebook Gesamt 0.30 beruflichen Äusserungen oder Einzelmeinun- Facebook-Comments 0.26 gen / Firmenmeinungen zu vermeiden. Gleich- Facebook-Likes 0.24 zeitig kann aber ein Mitarbeiter auch als Pri- Anzahl Backlinks 0.23 vatperson ein wertvoller Botschafter für die Tweets 0.18 Firma sein. Gerade auch deshalb ist es wich- tig, Social-Media-Richtlinien festzulegen, die Anteil Nofollow-Links 0.12 sowohl die Firma als auch den Mitarbeiter als Existenz Keyword in Domain 0.12 Privatperson klar und stringent an die Hand Anteil Backlinks mit Stopword 0.07 nehmen. Idealerweise werden diese Richtlini- Anteil Backlinks mit Keyword 0.07 en als Teil der Social-Media-Strategie des Un- Anzahl der Bilder 0.05 ternehmens verankert. Existenz Keyword in URL 0.05 Existenz Keyword in Description 0.04 4. Klare Strategien und Ziele definieren Wichtig sind also genau definierte Strategien, – 0.02  Existenz Keyword im H1 die Bereiche wie z.B. das Monitoring der So- – ­ 0.03 Existenz Adlinks cial-Media-Aktivitäten beinhalten: eine stän- – 0.03  Länge des Titels in Buchstaben dige Auseinandersetzung mit den Kommuni- – 0.04  Anzahl Adsense kationskanälen sowie eine Kontrolle der dort – 0.04  Existenz Adsense vorhandenen Inhalte sind notwendig. Gleich- – 0.04  Existenz Keyword im Titel zeitig helfen klar gesteckte Ziele, den eigenen Erfolg in sozialen Netzwerken zu messen und – 0.06 Anzahl der Worte im Text sich einen Überblick darüber zu verschaffen, – 0.06 Position des Keywords im Titel (Buchstabe) ob sich die getätigten Investitionen in diesem – 0.06 Position des Keywords im Titel (Wort) Bereich auch auszahlen. Dabei lassen sich in – 0.1 – 0.05 0 0.05 0.1 0.15 0.2 0.25 der Regel auch zwei Zielsetzungen festma- chen: Kommunikations- und Marketingziele. Social Links Onpage Technik Onpage Content Entsprechend sollte man sich auch hier bei der Planung klar darüber werden, welches Ziel Quelle: Searchmetrics stärker gewichtet wird. KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012
  • 3. 00 Marketing & Verkauf Die Bedeutung sozialer Netzwerke für das Suchmaschinenranking wächst. Hier relevanten und qualitativen Content zur Verfügung zu stel- len, macht also durchaus Sinn. der bei einer fachgerechten Betreuung von Social-Media-Kanälen aller Art entsteht, soll- te nicht unterschätzt werden. Links Web2.0 Glossar: http://braininjection.wordpress.com/web- 20-glossar Guidelines: http://www.socialmediagovernance.com/ policies.php#axzz1ocxtAnOw http://www.digitalpublic.de/25-social- media-guidelines zu verbreiten. Die Attraktivität des bereit­ Porträt Social Media und SEO gestellten Contents erhöht dabei die Wahr- Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die scheinlichkeit, dass dieser weitergegeben, d.h. Peter Krummenacher ist Geschäftsführer wachsende Bedeutung von sozialen Netzwer- «geshared» oder verlinkt wird. Dieses Poten- der k-webs GmbH, einer Webagentur aus ken für das Suchmaschinenranking. Google ar- zial gilt es dementsprechend bei der Planung Basel. Seit über zehn Jahren bietet sie vor beitet bereits daran, eine auf den User zuge- und Gestaltung der eigenen Social-Media-Prä- allem KMU ihre Dienste an. Dazu gehören schnittene, personalisierte Suche anzubieten, senz im Auge zu behalten und auszunutzen. unter anderem Consulting, Social-Media- die Ergebnisse aus Google+ mit einbezieht. Beratung, Web- und E-Commerce-Lösun- gen (z.B. CMS wie TYPO3, Drupal oder Auch Facebook übt inzwischen einen starken Fazit Magento) sowie Suchmaschinenoptimie- Einfluss auf das Ranking bei Google aus: Das rung (SEO). Web-Analyseunternehmen Searchmetrics ist Abschliessend bleibt zu sagen, dass das A und bei einer Auswertung der Google-Sucher­ O beim Einsatz von Social Media in Firmen gebnisse Anfang 2012 zum Schluss gekom- eine sorgfältig geplante und durchdachte Kontakt men, dass Facebook-Shares und Likes einer Strategie ist. Es gibt viele Faktoren zu beden- der wichtigsten Faktoren für eine gute Positi- ken, aber auch viel Potenzial auszuschöpfen. onierung sind. Aber auch Tweets oder eben Im Grossen und Ganzen lässt sich aber klar Peter Krummenacher Geschäftsführer Google+-Inhalte sind wichtige Faktoren, um sagen, dass die Vorteile beim richtigen Einsatz k-webs GmbH in der Google-Gunst zu steigen. Dies hat also von Facebook, YouTube, Twitter und Co. ge- St. Johanns-Vorstadt 3, 4056 Basel zum Ergebnis, dass es durchaus Sinn macht, genüber den möglichen Gefahren klar über- Tel. 061 261 16 46 relevanten und qualitativen Content über die wiegen. Gleichzeitig gibt es dieses Potenzial peter.krummenacher@k-webs.ch www.k-webs.ch sozialen Netzwerke verfügbar zu machen und aber natürlich nicht umsonst: Der Aufwand, KMU-Magazin Nr. 4, Mai 2012