2014 05 17_product_tank_hh

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Produktmanagement & Psychologie - "exotischer" Vortrag beim Product Tank HH (https://www.xing.com/de/communities/groups/product-tank-hamburg-cc6d-1006005)

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  1. 1. PRODUKTMANAGEMENT & PSYCHOLOGIE “Perception revised - Why product peolpe should listen to Psychologists” Mai, 2014 Petra Wille
  2. 2. BrauchtdasJemand? StiftetesWert? WilldasJemandbenutzen? Istesüberhaupt benutzbar? Software,Webseiten,CMS, Funktionen,Klassen,Datenbanken, Prozesse WAS? WARUM?
  3. 3. 3|
  4. 4. 4|
  5. 5. 5| Auf der Suche nach Antworten… Wahrnehmung Warum sieht der Nutzer diesen Button nicht? Er muss das doch nur anklicken und dann geht´s! Wie kann man dann so doof sein?!?! Verhalten Warum verhält sich dieser Kollege so? Was ist den meinem Chef heute wieder über die Leber gelaufen? Wie kann ich das Team motivieren?!?! Entscheidung Hä? Verstehe ich nicht, warum kaufen unsere Kunden dieses Produkt viel lieber als das andere? Der Preis scheint ja dann nicht das ausschlaggebende Kriterium zu sein...
  6. 6. Psychologie Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen. Da Empirie nicht alle psychologischen Phänomene erfasst, ist auch auf die Bedeutung der geisteswissenschaftlichen Psychologie zu verweisen. (Wikipedia)
  7. 7. NeuropsychologieBehaviourismus Gelebtes Verhalten Gehirn- funktion
  8. 8. 8| Barry Schwartz - Quelle: Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
  9. 9. DecoyeffektMusssicheinKundenzwischenzwei Produktenentscheiden,fälltdieWahlbeiDarbietung einerdrittenOptionleichter
  10. 10. 10| Irving Janis Quelle: Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
  11. 11. Fokusgruppe
  12. 12. 12| DIE Frage:Wie kommen wir zu einem Produkt, das die Menschen benutzen wollen? Undwennmansichdamit beschäftigtlandetmanauch beimThema…
  13. 13. Persönlichkeit Der Begriff Persönlichkeit hat die Individualität des Menschen zum Gegenstand, hinsichtlich welcher einzigartigen psychischen Eigenschaften sich Menschen von anderen unterscheiden. „Temperament“ und „Charakter“ sind ältere Fachbezeichnungen. Es werden zahlreiche Persönlichkeitseigenschaften unterschieden… (Wikipedia)
  14. 14. 14|
  15. 15. 15| C.G. JungFreud, Schweiz, 40er und 50iger Jahre, Persönlichkeitstypen Modell
  16. 16. 16|
  17. 17. 17| D. Kahneman Neuropsychologe, USA/Israel, Urteilsheuristiken Nobelpreis für Wirtschaft
  18. 18. 18| Buch: Schnelles Denken, langsames Denken
  19. 19. 19| System 1 Schnell • Automatisch • Intuitiv • Instinktiv • Erster • Schnell • „Blind“ • WYSIATI System 2 Langsam • Bewusst • Aufwändig • Fokusiert • Zweiter • Langsam • Faul
  20. 20. 20| Persönlichkeit= stabile, individuelleUnterschiedebei der „Nutzung“ vonSystem 1 und2
  21. 21. gemeinsam…
  22. 22. 22|
  23. 23. 23|
  24. 24. 24|
  25. 25. Was tun mit der Erkenntnis?
  26. 26. 26|
  27. 27. 27| ST SF NF NT Personen, die sinnlich wahrnehmen und analytisch bewerten sinnlich wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten intuitiv wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten intuitiv wahrnehmen und analytisch bewerten legen Wert auf Fakten Fakten Möglichkeiten Möglichkeiten und behandeln diese objektiv analytisch personen- bezogen personen- bezogen objektiv analytisch und sind entspre- chend praktisch und realistisch sympathisch und freundlich begeistert und voller Ideen logisch und erfinderisch und finden eine Möglichkeit für ihre Fähigkeiten im Bereich Technik und im Umgang mit Fakten Dienstleistung und praktische Hilfe Kommunikation und Umgang mit Menschen theoretischer und technischer Entwicklungen und bevorzugen den Führungsstil “der bürokratische Organisator” “der freundliche Verhandlungs- partner” “der kollegiale Katalysator” “der unternehme- rische Architekt” Personas sinnvoll ergänzen Quelle: MBTI® Präferenzprofile
  28. 28. Noch spannender…
  29. 29. 29| J. Kuhl Persönlichkeitseigenschaften, Lage/Handlungsorientierung David Scheffer Implizites Persönlichkeitssystem, „du bist was du siehst.“
  30. 30. 30|
  31. 31. 31|
  32. 32. “We don’t see things as they are but as we are” Anais Ning
  33. 33. 33| ST SF NF NT Bevorzugt das eckige, kantige Bevorzugt das runde, detaillierte Bevorzugt das eckige, klare Bevorzugt das runde, klare Mag den logischen Aufbau und sachliche Inhalte Mag eine freundliche Aufmachung, organische und natürliche Themen Mag klare Strukturen, wenig Information Mag visionäre Ideen, wenig Fakten, Zukunftsphantasien Legt Wert auf modernes Aussehen und geradlinige Strukturen Legt Wert auf ästhetisch anspruchsvolle, ausgewogene Gestaltung Mag Flächen mit ausdeutbaren Strukturen, dynamische Verläufe Sachliche Bildsprache, Abbildung formaler Zusammenkünfte Familiär, kollegiale Bildsprache, spontane Gruppenbildung, Gemeinschaft Angeschnittene Motive, gerne abstrakte Gegenstände und Themen Eher Abbildungen von Menschen, gerne individualistische Charaktere, wenn Objekte, dann natürliche Kein Freund von Personalisierungs- funktionen Liebt Personalisierungs- funtionen Wird gerne zu eigener Analyse/Berechnung/Eins chätzung aufgefordert Will das Besondere… bloß keinen Mainstream Gestaltung und Informations- architektur anpassen Quelle: Massine Scheffer
  34. 34. ProduktefürNT: sehr intuitiveOberflächen klaresDesign ProduktefürST: Hoher Detailgrad „erweiterteEinstellungen“ Microsoft Apple
  35. 35. 35| SF Quelle: Lifesyte.de
  36. 36. 36| Quelle: Massine Scheffer
  37. 37. Wie sind meine Kunden? Wer genau wissen möchte, wie seine Kunden und Nutzer ticken kann seine Kunden von Massine Scheffer verorten lassen. Kontakt: Johanna Heußner oder Prof. Dr. David Scheffer
  38. 38. Psychologie Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen. Da Empirie nicht alle psychologischen Phänomene erfasst, ist auch auf die Bedeutung der geisteswissenschaftlichen Psychologie zu verweisen. (Wikipedia)
  39. 39. Primacy/Recency-Effekt Informationen am Anfang und Ende einer Darbietung bleiben länger im Hirn abgespeichert
  40. 40. 40| Zusammenfassung Die Psychologie hält einige spannende Erkenntnisse für Produktmanager bereit. Durch sie verstehen wir besser, in welchem Maße Nutzer Dinge überhaupt wahrnehmen können, wie ihre Entscheidungen entstehen und was ihr Verhalten beeinflusst. Die Persönlichkeitsmodelle können darüber hinaus ein gutes Kriterium für Nutzercluster sein. Denn Persönlichkeit ist wichtiger als Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen: Unsere Entscheidungen und unser Verhalten werden maßgeblich durch unser individuell einzigartiges Mischungsverhältnis zwischen den Systemen bestimmt. EinePersonbeeinflusstweitaus weniger Entscheidungenwirklichbewusstals sie denkt. Verhalten Entscheidung Wahrnehmung
  41. 41. Mein Ziel war es … euch ein paar Berührungspunkte zwischen Psychologie und Produktmanagement aufzuzeigen und Lust auf den Blick über den Tellerrand zu machen.
  42. 42. Lesestoff - Bücher • Schnelles Denken, langsames Denken • Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen • Typisch Mensch - Einführung in die Typentheorie (Bents, Blank) • Motivation und Persönlichkeit: Interaktionen psychischer Systeme (Julius Kuhl)
  43. 43. 43|
  44. 44. Lesestoff - Online • Introduction and brief history of psychology - http://de.slideshare.net/AthenaCatindig/1introduction-and-brief-history- of-psychology-presentation • Daniel Kahneman: How cognitive illusions blind us to reason - http://mymoney.pro/archives/1649 • The Tribal Mind: Moral Reasoning and Public Discourse - http://www.american.com/archive/2012/april/the-tribal-mind-moral- reasoning-and-public-discourse • How do you make sense of the world around you? - http://uxfactor.wordpress.com/tag/perception/ • Visual Perception Theory - http://www.simplypsychology.org/perception- theories.html • What Designers Should Know About Visual Perception and Memory - http://www.vanseodesign.com/web-design/visual-perception-memory/
  45. 45. 45|
  46. 46. Quellen • Video: Al Seckel - http://www.ted.com/talks/al_seckel_says_our_brains_are_mis_wired • Slide-Design angelehnt an Duarte Slidedoc - http://www.duarte.com/slidedocs/ • Illustration Gehirn, Slide 23: Arrow Capital - http://www.arrow- capital.com/MediaUpdates/ArrowInsightsBlog/tabid/408/ctl/ArticleView/mid/1477/articleId/211/April-18-2013--Thinking- Fast-Slow.aspx#.U3HrLleKcVc • Illustration Gehirn, Slide 43: planetsoho, Insights from Daniel Kahneman’s Recent Book - http://www.planetsoho.com/blog/2013/08/thinking-fast-and-slow-insights-from-daniel- kahnemans-recent-book/ • Buchzusammenfassung Slide 45 - http://www.lanechangeconsulting.com/category/visual-thinking/ • Intuitive mögen Ausschnitte und Abstraktes: Interview über den ViQ - http://karriereblog.svenja-hofert.de/2014/03/intuitive-moegen-ausschnitte-und-abstraktes-interview-ueber-den-viq/
  47. 47. Weiterführend… • u.a. Jung, C. G. (2008). Typologie. München: dtv. • u.a. Briggs Myers, I. & Myers, P. B. (1995). Gifts Differing: Understanding Personality Type. Boston: Davies-Black Publishing. • Scheffer, D. & Heckhausen, H. (2011). Eigenschaftstheorien der Motivation. In J. Heckhausen, H. Heckhausen (Hrsg.), Motivation und Handeln, 4. Auflage, 45-72. Berlin: Springer. • Scheffer, D. & Kuhl, J. (2009). Volitionale Prozesse der Zielverfolgung. Enzyklopädie der Psychologie, Band: Arbeitspsychologie. Göttingen: Hogrefe.
  48. 48. 48| Petra Wille Produktmanagement &Menschenverstand Mail: info@petra-wille.de Web: petra-wille.de Twitter: @loomista

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