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T.C.
SELÇUK ÜNİVERSİTESİ
EDEBİYAT FAKÜLTESİ
ALMAN DİLİ VE EDEBİYATI BÖLÜMÜ
AYŞE DORUK 092601031
DANIŞMAN
PROF. DR. YILMAZ KOÇ
KONYA- 2012
KLASSIK
1780-1830
BEGRIFF
Das Wort klassisch stammt vom lateinischen classicus mit
dem man Angehörige der höchsten Steuerklasse bezeichnete.
Der Klassizismus steht in der Bildenden Kunst einschließlich
der Architektur für eine Strömung, in der die Nachahmung
des klassischen Altertums – der griechischen und der
römischen Antike – zum Programm erhoben wird. Der
Klassizismus ist in der Kunstgeschichte von der Mitte des 18.
bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln und
folgte der Epoche des Barocks. Da die Rezeption der Antike
bereits seit der Renaissance ein wiederkehrendes Thema in
den Künsten war, wird der Begriff gelegentlich auch schon
für entsprechende Strömungen der früheren Epochen
angesetzt. Abgelöst wurde der Klassizismus im 19.
Jahrhundert vom Historismus.
Die Deutsche Klassik beginnt mit Goethes
italienischer Reise und endet mit seinem
Tode. Beide Daten können als Grenzjahre
angesehen werden. Denn die zum Teil schon
ausgearbeiteten ‘klassischen’ Dramen
Goethes ‘Egmont’,’ Iphigenie auf Tauris’ und
‘Torquato Tasso’ erhielten erst auf der
italienischen Reise ihre letzte Form. Zur
gleichen Zeit nähert sich Schiller durch das
Studium der Geschichte und der Philosophie
Kants der Klassik
HISTORISCHER HINTERGRUND
Im Jahre 1789 fand die große Französische
Revolution statt. 1792 brach die Herrschaft
der Jakobiner und gleichzeitig auch die Zeit
des Terrors an. Durch einen Staatsstreich
gelangte Napoleon Bonaparte 1799 an die
Macht in Frankreich, 1804 wurde er zum
französischen Kaiser. 1806 kam es zur
Gründung des Rheinbundes, der
Schutzherrschaft Napoleons über die
rheinischen Staaten.
In den Schlachten bei Jena und Auerstedt
wurden die preußischen Truppen 1806
vernichtend geschlagen.
Zwischen 1807 und 1814 werden in Preußen
wichtige Reformen vollzogen, die einen großen
Einfluss auf die Gesellschaft hatten:
Bauernbefreiung, Selbstverwaltung der Städte,
Gewerbefreiheit, Judenemanzipation,
Bildungsreform und Heeresreform.
Nach Napoleons gescheitertem Russlandfeldzug
1812 setzen 1813 die Befreiungskriege gegen
Frankreich ein. In der Schlacht bei Waterloo
1815 wurde Napoleon endgültig besiegt. 1815
regelte der Wiener Kongress die Neuordnung
Europas.
PHILOSOPHISCHER HINTERGRUND
Wichtig für die Herausbildung des Idealismus
war die Philosophie Immanuel Kants. In
seiner Kritik der reinen Vernunft (1781-87)
untersuchte er die Erkenntnisfähigkeit des
Menschen. In der Kritik der praktischen
Vernunft (1788) versucht er Gründe für das
sittliche Handeln zu finden, das nicht nur auf
Konventionen und Geboten beruhen kann,
sondern aus einem sittlichen Willen resultiert.
In der Kritik der Urteilskraft (1790)
beschäftigt sich Kant auch mit der Ästhetik.
Schöne Kunst ist für ihn Kunst eines Genies
denn sie ist exemplarisch.
Nach der Sturm und Drang beginnt die
deutsche Klassik im engeren Sinne mit
Goethes Italienischer Reise und endet mit
seinem Tode.
PERSONELLE UND GESELLSCHAFTLICHE
BASIS
Die Ideen der Klassik wurden hauptsächlich
von zwei Dichtern entwickelt und
verbreitet:Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832) und Friedrich von Schiller
(1759-1805). Ort deren Zusammenarbeit
war Weimar. Dort residierte Herzog Karl
August (1775-1828) über das kleine
Fürstentum Sachsen Weimar und Eisenach.
Der Fürst war ‘aufgeklärt’, d.h er war
bestrebt, für das Wohl seiner Untertanen zu
regieren, obwohl er ein absolutistischer Fürst
war.
Sein besonderes Interesse galt der Kunst und
Wissenschaft.
Karl August lud 1775 den 26-jährigen
Goethe, den er ein Jahr zuvor kennen gelernt
hatte, nach Weimar ein. Goethe war damals
v.a. als Autor des 1774 erschienenen Romans
"Die Leiden des jungen Werthers" bekannt.
Am Hof zu Weimar wurde Goethe Vertrauter
und Ratgeber des Herzogs, bald Minister.
Neben seiner politischen Tätigkeit fand er viel
Zeit zum Dichten und Forschen, er leitete das
Hoftheater und unternahm zahlreiche Reisen.
Einige davon führten ihn nach Italien (1786,
1788, 1790). Die Italienreise gehörte damals
zum Bildungsprogramm junger Adliger und
reicher Bürgersöhne. Goethe lernte in Italien
die Antike (bzw. deren Überreste) mit eigenen
Augen kennen, sie wurde von da an zu
seinem entscheidenden Vorbild. (Aus diesem
Grund setzt man auch den Beginn der
deutschen Klassik 1786 an.)
Definiton des Begriffs
Der Begriff wurde erst im Laufe des
19.Jahrhunderts geprägt, keiner der vier Dichter hat
sich selbst als Klassiker bezeichnet. Heute gibt es
zwei unterschiedliche Definitionen des Begriffs
Weimarer Klassik. Die erste, weit gefasste Definition
bezieht sich auf die Zeit und den Ort des Wirkens
von Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Diese
vereinfachende Definition suggeriert weitreichende
Übereinstimmungen im literarischen Schaffen der
Vier, diese Übereinstimmungen bestanden allerdings
vor allem zwischen Goethe und Schiller in der Zeit
von 1794 bis 1805. Auch existieren nie zeitgleich
auβergewöhnliche persönliche Beziehungen aller
Vier zueinander.
Somit fasst diese Definition des Begriffs vor allem
die vier prominentesten literarischen
Persönlichkeiten des damals bestehenden
Kulturraums(Weimar und Jena) zusammen, die
nicht der frühromantischen Strömung angehörten.
Die zweite, wesentlich enger gefasste Definition
bezieht sich auf die etwa 11 jährige gemeinsame
Schaffensperiode von Goethe und Schiller. Mit
dieser Beschränkung der Definition auf die
intensive persönliche Freundschaft und die
Ästhetische Allianz in der Dichtung ist es möglich,
den Begriff Weimar und Jena um das Jahr 1800
abzugrenzen. Hier ist hinzuzufügen, daβ Goethe
nach dem Tode Schillers(1805) diese Allianz
inhaltlich weiterführte.
Auch war die Begriffsprägung des 19.
Jahrhunderts bezüglich des Ortes
vereinfachend, denn Schiller lebte und
arbeitete die erste Hälfte der klassichen
Epoche in Jena(bis Dezember 1799), so daβ
ein groβer Teil der Kommunikation über
Briefe und bei gegenseitigen Besuchen
stattfand.
Die Dichterfreundschaft zwischen Goethe
und Schiller und deren Werke aus dieser Zeit
bilden somit, aus literaturwissenschaftlicher
wie auch historischer Sicht, eine wesentlich
genauere und besser anwendbare Definition
des Begriffs.
Voraussetzungen für die Weimarer Klassik
Die Französische Klassik wurde weltweit als
Höhepunkt der Bestrebungen seit der Renaissance
betrachtet, die Dichtung der Antike aufleben zu
lassen. Nach dem Tod des Sonnenkönigs 1715
zeigten sich Tendenzen, sich von diesen
Vorbildern zu lösen.
Johann Joachim Winckelmann schrieb 1755 seine
Gedanken über die „Nachahmung der
griechischen Werke in der Malerei und
Bildhauerkunst“ und 1764/67 seine „Geschichte
der Kunst des Altertums“. Seine ästhetische
Betrachtung der griechischen Kunst (edle Einfalt,
stille Größe) war eine Grundlage für die Zeit der
„deutschen“ Klassik
Das Prunkvolle der Französischen Klassik
wurde damit zum bürgerlich Schlichten
gemacht. Dies entsprach der Tendenz im
deutschen Sprachgebiet, zwischen Adel und
Bürgertum zu vermitteln, statt Abgrenzungen
zu schaffen. Auch die literarische Klassik,
später auch Weimarer Klassik genannt, blieb
diesen Grundsätzen treu.
GRUNDIDEEN
Wie die Aufklärung ging die Klassik von der
Erziehbarkeit des Menschen zum Guten aus. Ihr Ziel
war die Humanität, die wahre Menschlichkeit (das
Schöne, Gute, Wahre). Doch der Mensch sollte nicht
nur einzelne Tugenden (z.B. Toleranz,
Nächstenliebe) besitzen, sondern einem Ideal
zustreben, das mit den Begriffen "Harmonie" und
"Totalität" umschrieben wurde. Dies bedeutete, dass
alle menschlichen Kräfte und Fertigkeiten
ausgebildet werden sollten: Gefühl und Verstand,
künstlerisches Empfinden und wissenschaftliches
Denken, theoretisches Erfassen und praktische
Umsetzung (Totalität).
Dabei sollten diese Eigenschaften aber nicht
im Widerspruch zueinander stehen, eine auf
Kosten der anderen bevorzugt werden,
sondern eine ausgewogene Einheit bilden
(Harmonie).
Verwirklicht sah man dieses Ideal in der
griechischen Antike; die Griechen des
klassischen Altertums hätten - jeder Einzelne
und die gesamte Gesellschaft - ihre Kräfte
allseitig und harmonisch entfaltet wie kein
Volk zuvor oder danach. Als einen weiteren
Bereich, in dem das Ideal bereits Wirklichkeit
sei, verstand man die Natur. Dieser Gedanke
wurde v.a. von Goethe vertreten.
Er verstand sich selbst in erster Linie als
Naturforscher, nicht als Dichter. Zeit seines
Lebens versuchte er die mannigfaltigen
Erscheinungsformen der Tier- und
Pflanzenwelt auf bestimmte Urformen
zurückzuführen (z.B. die Urpflanze), aus
denen sich dann seiner Meinung nach die
einzelnen, konkreten Formen durch
Metamorphose entwickelt haben. Er entdeckte
auch den Zwischenkieferknochen beim
Menschen (Sutura incisiva Goethei).
Das angebliche Fehlen dieses Knochens, der
beim tierischen Schädel im Gegensatz zum
menschlichen deutlich ausgeprägt ist, hatte
vor Goethe als Beweis gegolten, dass der
Mensch eine eigenständige Schöpfung der
Natur (Gottes) sei. Durch seine Entdeckung
zeigte nun Goethe Jahrzehnte vor Darwin den
Zusammenhang zwischen Tier- und
Menschenwelt und damit die Einheit
("Harmonie") der Natur.
Die Wirklichkeit betrachteten die Klassiker
gegenüber ihrem Ideal als unzureichend. Sie
verstanden sie als geprägt durch die
Arbeitsteilung der Gesellschaft, die den
Einzelnen nur auf bestimmte, seinem Beruf
zugeordnete Tätigkeiten und Fähigkeiten
festlegte (Spezialisierung). Entsprechend
herrsche im Menschen selbst ein Zwiespalt
zwischen Gefühl und Verstand, Pflicht und
Neigung, Denken und Handeln. Deutschland
galt als rückständig, provinziell, spießbürgerlich.
Große Hoffnungen setzte man zunächst auf die
Französische Revolution (1789), war aber dann
von deren Verlauf, v.a. der Schreckensherrschaft
enttäuscht.
WIRKUNG
Im 19. Jh. entfaltete die deutsche Klassik im
Bildungsbürgertum eine ungeheure Wirkung.
Zitate aus den Werken Goethes und Schillers
wurden zu volkstümlichen Sprichwörtern.
Die Lektüre der Klassiker wurde
Pflichtpensum in den höheren Schulen,
Schillers Dramen beherrschten die Spielpläne
der Theater. Dabei entwarf man allerdings ein
idealisiertes Bild der deutschen Klassiker. Für
die Brüche in ihren Leben und Werk, für das
Kritische in vielen ihrer Werke hatte man
keinen Blick.
LITERATUR DER KLASSIK
Die Dichtung der Klassik war sehr vom
Idealismus geprägt. Sie zielte auf eine
geschlossene Form, auf Vollendung, auf
Humanität, auf Sittlichkeit und auf Harmonie.
In Schillers Briefen über die ästhetische
Erziehung des Menschen (1795) forderte er
eine Wahrnehmung der Kunst, die auch die
Gesellschaft befördert. Durch die ästhetische
Erziehung wurde die Natur durch die Kunst
überwunden, die aber wieder Natur ist, um
Harmonie zu erreichen. Ziel der klassischen
Dichtung war nicht Abbildung oder
Nachahmung der Natur, sondern das Wesen
der Dinge zu erfassen.
Klassikverständnis
Das Klassikverständnis ging auf die
Betrachtung antiker Bildkunst zurück. Von
ihr wurde z.B. durch Winkelmann abgeleitet,
was das Schönheitsideal ausmachte. Für
Winkelmann war das Menschenbild geprägt
durch "edle Einfaltund stille Größe".
Die Klassische Ballade
Die Balladenproduktion der Klassiker im Jahr 1797 waren
Werkstatterfindungen. Die klassische Ballade bechränkt sich
auf die Arbeiten Schillers und Goethe in den Jahren 1797
und 1798, die in den ‘Musenalmanach für das Jahr 1798’
und ‘Musenalmanach für das Jahr 1799’ veröffentlicht
wurden. Im sog. ‘Balladenjahr’ 1797 machten Schiller und
Goethe die Ballade zum Gegenstand eines ‘bewussten
Kunstwillens und ästhetischen Experiments. Im
‘Musenalmanach für das Jahr 1798’ erschienen Goethes ‘Der
Zauberlehrling, Die Braut von Korinth,Der Gott und die
Bajadere sowie Schillers ‘Der Ring des Polykrates,Der
Handschuh,Ritter Taggenburg,Der Taucher und die Kraniche
des Ibykus. Im ‘Musenalmanach für das Jahr
1799’erschienen Schillers ’Der Kampf mit dem Drachen’
und’ Die Bürgschaft’.
LITERARISCHE FORMEN
 Bildungsroman
 Ideendrama
 Charakterdrama
Bevorzugte Formen der Lyrik
 Ode
 Hymne
 Sonett
 Distichon
 Stanze
 Ballade
 Ode(griech.Lied,Gesang):feierliches Gedicht,aber
gedämpfter als Hymne;reimlos;festgelegte
Strophenformen:Antike
 Odenmaβe:alkäische Ode,sapphische Ode und
asklepiadeische Ode;geprägt von Erhabenheit und
Würde.
 Hymne(griech.Festgesang):feierlicher Lob-und
Preisgesang;meist freie Rhythemen
 Sonett:Festgelegt sind=Vermaβ, Reim, Strophenform
und Länge. Ein Sonett besteht aus 14 Verse und als
Versform den Alexandriner.Unterschieden wird
zwischen Italienischem Sonett, das sich aus zwei
Quartetten und zwei Terzetten zusammensetzt und
dem Elisabethanischem Sonett(Shakespeare Sonett),
bestehend aus drei Quartetten und einem
abschlieβendem Reimpaar.
 Distichon:Kombination von Hexameter und
Pentameter;meist reimlos.
 Stanze:Strophenform zu achten Versen,mit
fünfhebigem Jambus und weiblicher
Kadenz;Reimschema:ab ab ab cc
VERTRETER
Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)
Friedrich von Schiller (1759-1805)
Johann Friedrich Herder (1744-
1803)
Christoph Martin Wieland (1733-
1813)
CHRISTOPH
MARTIN
WIELAND
(1733-1813)
Christoph Martin Wieland wurde am
5. September 1733 in Oberholzheim bei
Laupheim geboren. Er war ein Lyriker
zur Zeit der Äufklärung. Er war ein
Übersetzer und Herausgeber und sehr
vielseitiger und bedeutender Dichter
der Äufklärung. Wieland war neben
Gotthold Ephraim Lessing, Georg
Christoph Lichtenberg und Immanuel
Kant – der bedeutendste und
reflexionsmächtigste Schriftsteller der
Aufklärung im deutschen Sprachgebiet
und der Älteste des klassischen
Viergestirns von Weimar (siehe auch
Johann Gottfried Herder, Johann
Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller).
Wieland war der Begründer der Tradition
des deutschen Bildungsroman und leistete
auch als Übersetzer Bedeutendes. Nach einer
pietistischen Phase der Schwärmerei
entwickelte er sich zu einem der
einflussreichsten Schriftsteller der
Äufklärung.
Er war der meistgelesene Dichter seiner Zeit,
auβerdem Philosoph, Gesellschaftskritiker,
Journalist, Publizist und Prinzenerzieher. Er
umfasste mit seinem schöpferischen Leben
die Epochen der deutschen Literatur von der
Aufklärung bis zur Klassik und Romantik.
SEINE WERKE
 Alceste, deutsches Singspiel (1773, Uraufführung:
Weimar, 25. Mai 1773)
 Die Geschichte der Abderiten, Roman (Leipzig 1774-
1780)
 Hann und Gulpenheh, Verserzählung (Weimar 1778)
 Schach Lolo, Verserzählung (Weimar 1778)
 Oberon, Verserzählung (Weimar 1780; gekürzte
Fassung: Leipzig 1784)
 Dschinnistan (3 Bände, Winterthur 1786-1789)
 Geheime Geschichte des Philosophen Peregrinus Proteus,
Roman (Vorabdruck: Weimar 1788/89; Leipzig 1791)
 Agathodämon, Roman (Leipzig 1796-1797)
 Aristipp und einige seiner Zeitgenossen, Briefroman (4
Bände, Leipzig: Göschen 1800-1802)
JOHANN
GOTTFRIED VON
HERDER
(1744-1803)
Johann Gottfried von Herder
war ein deutscher Dichter,
Übersetzer, Theologe sowie
Geschichts- und Kultur-
Philosoph der Weimarer
Klassik. Er war einer der
einflussreichsten Schriftsteller
und Denker deutscher
Sprache im Zeitalter der
Aufklärung und zählt mit
Christoph Martin Wieland,
Johann Wolfgang Goethe und
Friedrich Schiller zum
klassischen „Viergestirn“ von
Weimar.
Freundschaft mit Goethe, Hauptwerk
Seit Anfang der 1780er Jahren war das gute
Verhältnis zu Goethe wiederhergestellt. Dessen
Ansichten über eine organische Entwicklung in der
Naturgeschichte ähnelten seinen früheren
Vorstellungen einer Morphologie der kulturellen
Entwicklung.
Sein Hauptwerk Ideen zur Philosophie der
Geschichte der Menschheit (1784–1791) beruht auf
den Gedanken, die er bereits in kleineren Schriften
veröffentlicht hatte.
Italienreise, Zerwürfnis mit Goethe
In den Jahren 1788–1789 unternahm Herder als Begleiter des
Domherrn Johann Friedrich Hugo von Dalberg eine Italienreise. Goethe
wirkte für Herders Bleiben in Weimar und konnte im Einverständnis mit
dem Herzog Zusagen für die Zukunft machen. Herder ließ sich
widerwillig darauf ein. Von Krankheiten gezeichnet, seine materiellen
Probleme nur vorübergehend gemildert, führten seine Ansprüche
aufgrund der Abmachungen zum endgültigen Bruch mit Goethe. Zudem
hatten beide sehr unterschiedliche Ansichten über die gesellschaftlichen
Umwälzungen der Epoche. Uneinig waren sie sich über die Französischen
Revolution 1789, die Herder begrüßte. Außerdem hatte Herder schon
zuvor mit Eifersucht die wachsende Intimität zwischen Goethe und
Schiller betrachtet. So trat allmählich ein Zustand der Isolierung und
verbitterten Beurteilung alles ihn umgebenden Lebens ein.
1792 erschien Herders Aufsatz Über ein morgenländisches Drama, eine
begeisterte Reaktion auf Johann Georg Adam Forsters „Sakontala“. Der
fünfte Teil der Ideen … blieb ungeschrieben, und bereits die Briefe zur
Beförderung der Humanität (1793–1797) waren von einer
pessimistischen Haltung geprägt. Die geistigen Gegensätze, in denen er
sich zur Philosophie Kants, zum Klassizismus Schillers und Goethes fand,
traten nun mehr und mehr in Herders literarischen Arbeiten hervor.
 Werke
 Volkslieder
 Übersetzungen:
 Der Cid
 Literatur- und kulturtheoretische Schriften:
 Fragmente einer Abhandlung über die Ode (1765)
 Fragmente über die neuere Deutsche Literatur (1766)
 Die kritischen Wälder (1769)
 Abhandlung über den Ursprung der Sprache (1771/72)
 Von deutscher Art und Kunst (1773)
 Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der
Menschheit (1774)
 Ideen zur Philosohpie der Geschichte der Menschheit
(1784-1791)
 Briefe zur Beförderung der Humanität (1793-1797)
 Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft (1799)
 Die Metakritik der Urteilskraft (1800)
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
(1749-1832)
JOHANN CHRISTOPH VON
SCHILLER (1759-1805)
GOETHE UNDSCHILLER ALS
DICHTUNGSTHEORETIKER
Goethes Aufsatz Einfache Nachahmung der
Natur, Manier, Stil (1789) stellt das Ergebnis
seines Kunstlebens in Italien dar: des
Studiums des Natur- und Volkslebens und
dem Römischen Karneval. In dieser Theorie
unterscheidet er zwischen drei Methoden
des Kunstschaffens: Nachahmung:
(natürliche Erfassung der Natur), Manier:
(Ausdruck des individuellen Sicht der
Dinge) und Stil: (Erfassung des Wesens der
Dinge). Der Stil ist das höchste Mittel der
Darstellung.
Schillers Briefe Über die ästhetische
Erziehung des Menschen (1795) stellen den
Versuch dar, das Schöne zu bestimmen und
die Frage nach der Funktion der Kunst
innerhalb der Kulturentwicklung des
Menschen zu klären, besonders in der Zeit
nach der Französischen Revolution. Für
Schiller ist eine revolutionäre Umgestaltung
der Gesellschaft, wie die Französische
Revolution, zum Scheitern verurteilt.
Politische Veränderungen können erst
erreicht werden, wenn der Mensch seine
Harmonie wiedergefunden hat.
FREUNDSCHAFT
MIT SCHILLER
Am Anfang hatte Schiller und
Goethe nicht eine gute Freundschaft.
Waehrend Schiller in Weimar in
1787 ging, kannte er Goethe lernen.
Er wusste, dass Goethe ein guter
Gedichter, Autor und Mann war und
alle Menschen wunderten sich ihm.
Sie hatten Meinungs-
verschiedenheiten über vielen
Thema. Waehrend Schiller durch
seiner Einbildungskraft schrieb,
schrieb Goethe durch seiner
Erfahrungen. Schiller war Logischer
und Idealist aber Goethe war
Beobachtunger und Realist.
Der Stil von Schiller war subjektiv
aber Goethe’s Stil war objektiv.
Obwohl alle Entgegengesetze
waren, begann die Freundschaft
Schillers und Goethes in 1784.
In Jena, wo Schiller Professor
für Geschischte geworden war,
kam es endlich zu einem
laengeren Gespraech. Beide
hatten sie sich inzwischen
weiterentwickelt-und waren sich
dabei naehergekommen. Sie
arbeiteten in der Theaterleitung
zusammen, gab (1796-1800)den
‘’Musenalmanah’’ und (1795-
97)die ‘’Horen’’ heraus und
Goethes ‘’Propylaen’’ die
wichtigsten Publikationsorgane
der Klassiker sind. Diese
Freundschaft dauerte zehn
Jahren bis Schiller starb.
SEINE WERKE
Iphigenie auf Tauris (1787) - Goethe
Don Carlos, Infant von Spanien
(1787)Schiller
Die Götter Griechenlands (1788) -
Schiller
Faust, ein Fragment (1790) - Goethe
Über die ästhetische Erziehung des
Menschen, in einer
Reihe von Briefen (1795) - Schiller
Wilhelm Meisters Lehrjahre
(1795/96) - Goethe
Über naive und sentimentale
Dichtung (1795/96) - Schiller
Das Lied von der Glocke(1797) –
Schiller
Hermann und Dorothea (1797) -
Goethe
Wallenstein (1798/99) - Schiller
Maria Stuart (1800) - Schiller
Wilhelm Tell (1804) - Schiller
Faust I (1806) - Goethe
Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit
(1811/14) - Goethe
West-östlicher Divan (1819) - Goethe
Urworte. Orphisch (1820) - Goethe
Wilhelm Meisters Wanderjahre (1821) - Goethe
Faust II (1831) - Goethe
JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
(1749-1832)
JOHANN CHRISTOPH VON SCHILLER
(1759-1805)
KLASSISCHE KUNST
Klassische Kunst meint im engsten
kunstwissenschaftlichen Sinn die Kunst der
griechischen Klassik, also die Gesamtheit der
griechischen Kunstproduktion zwischen
480v.Chr und dem Tod Alexanders des
Groβen 323v.Chr.
Qualitaten gehen in diese enge Bestimmung
nicht ein, doch nennen unterschiedlichste
Autoren mir groβer Übereinstimmung als
Haupteigenschaften klassischer Kunst: Die
Maβgeblichkeit bzw.Zeitlosigkeit, die
Harmonie und Naturähnlichkeit. Besonders
soll die Idee der Maβgeblichkeit klassische
Kunst unterscheiden und ihr so unter allen
Epochen und Strömungen eine
Ausnahmestellung geben.
Berühmte Künstler dieser Zeit waren:
Claude-Nicolas Ledoux:Baumeister
Jean Auguste Dominique Ingres:Maler
Antonio Canova:Bildhauer
BÜRGSCHAF
TZu Dionys dem Tyrannen, schlich
Damon den Dolch im Gewande,
Ihn schlugen die Häscher in Bande.
"Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
Das sollst du am Kreuze bereuen."
"Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit,
Und bitte nicht um mein Leben,
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen."
Da lächelt der König mit arger List,
Und spricht nach kurzem Bedenken:
"Drei Tage will ich dir schenken.
Doch wisse! Wenn sie verstrichen die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen."
Und er kommt zum Freunde: "Der König
gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben,
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande."
Und schweigend umarmt ihn der treue
Freund,
Und liefert sich aus dem Tyrannen,
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester
vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.
Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.
Und trostlos irrt er an Ufers Rand,
Wie weit er auch spähet und blicket,
Und die Stimme, die rufende, schicket,
Da stößet kein Nachen. vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.
Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
"O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne und wenn sie niedergeht,
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen."
Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet,
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut,
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.
Und gewinnt das Ufer und eilet fort,
Und danket dem rettenden Gotte,
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.
QUELLEN
 Aytaç, Gürsel(1972), Yeni Alman Edebiyatı
Tarihi, Ankara Üniversitesi Basımevi,Ankara
 Lechner Hermann(1947), Grundzuge Der Literatur Geschichte,
Insbruck,Wien
 http://de.wikipedia.org/wiki/Klassik (2010)
 Wilhelm,Bortenschlager(1981),Deutsche Literatur-Geschichte,Herold
Druck,Wien
 Schenker und Hassler(1944), Einführung In Die Deutsche
Literatur,Lausanne
 http://de.wikipedia.org/wiki/Barock 21.11.2011
 http://de.wikipedia.org/wiki/Klassik_(Literatur) 16.03.2012
 http://www.literaturwelt.com/epochen/klassik.html 16.03.2012
VIELEN DANK FÜR IHRE
AUFMERKSAMKEIT UND
GEDULD!

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Klassik by AYŞE DORUK (Deutsche Literatür

  • 1. T.C. SELÇUK ÜNİVERSİTESİ EDEBİYAT FAKÜLTESİ ALMAN DİLİ VE EDEBİYATI BÖLÜMÜ AYŞE DORUK 092601031 DANIŞMAN PROF. DR. YILMAZ KOÇ KONYA- 2012
  • 3. BEGRIFF Das Wort klassisch stammt vom lateinischen classicus mit dem man Angehörige der höchsten Steuerklasse bezeichnete. Der Klassizismus steht in der Bildenden Kunst einschließlich der Architektur für eine Strömung, in der die Nachahmung des klassischen Altertums – der griechischen und der römischen Antike – zum Programm erhoben wird. Der Klassizismus ist in der Kunstgeschichte von der Mitte des 18. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln und folgte der Epoche des Barocks. Da die Rezeption der Antike bereits seit der Renaissance ein wiederkehrendes Thema in den Künsten war, wird der Begriff gelegentlich auch schon für entsprechende Strömungen der früheren Epochen angesetzt. Abgelöst wurde der Klassizismus im 19. Jahrhundert vom Historismus.
  • 4. Die Deutsche Klassik beginnt mit Goethes italienischer Reise und endet mit seinem Tode. Beide Daten können als Grenzjahre angesehen werden. Denn die zum Teil schon ausgearbeiteten ‘klassischen’ Dramen Goethes ‘Egmont’,’ Iphigenie auf Tauris’ und ‘Torquato Tasso’ erhielten erst auf der italienischen Reise ihre letzte Form. Zur gleichen Zeit nähert sich Schiller durch das Studium der Geschichte und der Philosophie Kants der Klassik
  • 5. HISTORISCHER HINTERGRUND Im Jahre 1789 fand die große Französische Revolution statt. 1792 brach die Herrschaft der Jakobiner und gleichzeitig auch die Zeit des Terrors an. Durch einen Staatsstreich gelangte Napoleon Bonaparte 1799 an die Macht in Frankreich, 1804 wurde er zum französischen Kaiser. 1806 kam es zur Gründung des Rheinbundes, der Schutzherrschaft Napoleons über die rheinischen Staaten.
  • 6. In den Schlachten bei Jena und Auerstedt wurden die preußischen Truppen 1806 vernichtend geschlagen. Zwischen 1807 und 1814 werden in Preußen wichtige Reformen vollzogen, die einen großen Einfluss auf die Gesellschaft hatten: Bauernbefreiung, Selbstverwaltung der Städte, Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Bildungsreform und Heeresreform. Nach Napoleons gescheitertem Russlandfeldzug 1812 setzen 1813 die Befreiungskriege gegen Frankreich ein. In der Schlacht bei Waterloo 1815 wurde Napoleon endgültig besiegt. 1815 regelte der Wiener Kongress die Neuordnung Europas.
  • 7. PHILOSOPHISCHER HINTERGRUND Wichtig für die Herausbildung des Idealismus war die Philosophie Immanuel Kants. In seiner Kritik der reinen Vernunft (1781-87) untersuchte er die Erkenntnisfähigkeit des Menschen. In der Kritik der praktischen Vernunft (1788) versucht er Gründe für das sittliche Handeln zu finden, das nicht nur auf Konventionen und Geboten beruhen kann, sondern aus einem sittlichen Willen resultiert.
  • 8. In der Kritik der Urteilskraft (1790) beschäftigt sich Kant auch mit der Ästhetik. Schöne Kunst ist für ihn Kunst eines Genies denn sie ist exemplarisch. Nach der Sturm und Drang beginnt die deutsche Klassik im engeren Sinne mit Goethes Italienischer Reise und endet mit seinem Tode.
  • 9. PERSONELLE UND GESELLSCHAFTLICHE BASIS Die Ideen der Klassik wurden hauptsächlich von zwei Dichtern entwickelt und verbreitet:Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und Friedrich von Schiller (1759-1805). Ort deren Zusammenarbeit war Weimar. Dort residierte Herzog Karl August (1775-1828) über das kleine Fürstentum Sachsen Weimar und Eisenach. Der Fürst war ‘aufgeklärt’, d.h er war bestrebt, für das Wohl seiner Untertanen zu regieren, obwohl er ein absolutistischer Fürst war.
  • 10. Sein besonderes Interesse galt der Kunst und Wissenschaft. Karl August lud 1775 den 26-jährigen Goethe, den er ein Jahr zuvor kennen gelernt hatte, nach Weimar ein. Goethe war damals v.a. als Autor des 1774 erschienenen Romans "Die Leiden des jungen Werthers" bekannt. Am Hof zu Weimar wurde Goethe Vertrauter und Ratgeber des Herzogs, bald Minister. Neben seiner politischen Tätigkeit fand er viel Zeit zum Dichten und Forschen, er leitete das Hoftheater und unternahm zahlreiche Reisen.
  • 11. Einige davon führten ihn nach Italien (1786, 1788, 1790). Die Italienreise gehörte damals zum Bildungsprogramm junger Adliger und reicher Bürgersöhne. Goethe lernte in Italien die Antike (bzw. deren Überreste) mit eigenen Augen kennen, sie wurde von da an zu seinem entscheidenden Vorbild. (Aus diesem Grund setzt man auch den Beginn der deutschen Klassik 1786 an.)
  • 12.
  • 13. Definiton des Begriffs Der Begriff wurde erst im Laufe des 19.Jahrhunderts geprägt, keiner der vier Dichter hat sich selbst als Klassiker bezeichnet. Heute gibt es zwei unterschiedliche Definitionen des Begriffs Weimarer Klassik. Die erste, weit gefasste Definition bezieht sich auf die Zeit und den Ort des Wirkens von Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Diese vereinfachende Definition suggeriert weitreichende Übereinstimmungen im literarischen Schaffen der Vier, diese Übereinstimmungen bestanden allerdings vor allem zwischen Goethe und Schiller in der Zeit von 1794 bis 1805. Auch existieren nie zeitgleich auβergewöhnliche persönliche Beziehungen aller Vier zueinander.
  • 14. Somit fasst diese Definition des Begriffs vor allem die vier prominentesten literarischen Persönlichkeiten des damals bestehenden Kulturraums(Weimar und Jena) zusammen, die nicht der frühromantischen Strömung angehörten. Die zweite, wesentlich enger gefasste Definition bezieht sich auf die etwa 11 jährige gemeinsame Schaffensperiode von Goethe und Schiller. Mit dieser Beschränkung der Definition auf die intensive persönliche Freundschaft und die Ästhetische Allianz in der Dichtung ist es möglich, den Begriff Weimar und Jena um das Jahr 1800 abzugrenzen. Hier ist hinzuzufügen, daβ Goethe nach dem Tode Schillers(1805) diese Allianz inhaltlich weiterführte.
  • 15.
  • 16. Auch war die Begriffsprägung des 19. Jahrhunderts bezüglich des Ortes vereinfachend, denn Schiller lebte und arbeitete die erste Hälfte der klassichen Epoche in Jena(bis Dezember 1799), so daβ ein groβer Teil der Kommunikation über Briefe und bei gegenseitigen Besuchen stattfand. Die Dichterfreundschaft zwischen Goethe und Schiller und deren Werke aus dieser Zeit bilden somit, aus literaturwissenschaftlicher wie auch historischer Sicht, eine wesentlich genauere und besser anwendbare Definition des Begriffs.
  • 17.
  • 18. Voraussetzungen für die Weimarer Klassik Die Französische Klassik wurde weltweit als Höhepunkt der Bestrebungen seit der Renaissance betrachtet, die Dichtung der Antike aufleben zu lassen. Nach dem Tod des Sonnenkönigs 1715 zeigten sich Tendenzen, sich von diesen Vorbildern zu lösen. Johann Joachim Winckelmann schrieb 1755 seine Gedanken über die „Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ und 1764/67 seine „Geschichte der Kunst des Altertums“. Seine ästhetische Betrachtung der griechischen Kunst (edle Einfalt, stille Größe) war eine Grundlage für die Zeit der „deutschen“ Klassik
  • 19. Das Prunkvolle der Französischen Klassik wurde damit zum bürgerlich Schlichten gemacht. Dies entsprach der Tendenz im deutschen Sprachgebiet, zwischen Adel und Bürgertum zu vermitteln, statt Abgrenzungen zu schaffen. Auch die literarische Klassik, später auch Weimarer Klassik genannt, blieb diesen Grundsätzen treu.
  • 20.
  • 21.
  • 22. GRUNDIDEEN Wie die Aufklärung ging die Klassik von der Erziehbarkeit des Menschen zum Guten aus. Ihr Ziel war die Humanität, die wahre Menschlichkeit (das Schöne, Gute, Wahre). Doch der Mensch sollte nicht nur einzelne Tugenden (z.B. Toleranz, Nächstenliebe) besitzen, sondern einem Ideal zustreben, das mit den Begriffen "Harmonie" und "Totalität" umschrieben wurde. Dies bedeutete, dass alle menschlichen Kräfte und Fertigkeiten ausgebildet werden sollten: Gefühl und Verstand, künstlerisches Empfinden und wissenschaftliches Denken, theoretisches Erfassen und praktische Umsetzung (Totalität).
  • 23. Dabei sollten diese Eigenschaften aber nicht im Widerspruch zueinander stehen, eine auf Kosten der anderen bevorzugt werden, sondern eine ausgewogene Einheit bilden (Harmonie). Verwirklicht sah man dieses Ideal in der griechischen Antike; die Griechen des klassischen Altertums hätten - jeder Einzelne und die gesamte Gesellschaft - ihre Kräfte allseitig und harmonisch entfaltet wie kein Volk zuvor oder danach. Als einen weiteren Bereich, in dem das Ideal bereits Wirklichkeit sei, verstand man die Natur. Dieser Gedanke wurde v.a. von Goethe vertreten.
  • 24. Er verstand sich selbst in erster Linie als Naturforscher, nicht als Dichter. Zeit seines Lebens versuchte er die mannigfaltigen Erscheinungsformen der Tier- und Pflanzenwelt auf bestimmte Urformen zurückzuführen (z.B. die Urpflanze), aus denen sich dann seiner Meinung nach die einzelnen, konkreten Formen durch Metamorphose entwickelt haben. Er entdeckte auch den Zwischenkieferknochen beim Menschen (Sutura incisiva Goethei).
  • 25. Das angebliche Fehlen dieses Knochens, der beim tierischen Schädel im Gegensatz zum menschlichen deutlich ausgeprägt ist, hatte vor Goethe als Beweis gegolten, dass der Mensch eine eigenständige Schöpfung der Natur (Gottes) sei. Durch seine Entdeckung zeigte nun Goethe Jahrzehnte vor Darwin den Zusammenhang zwischen Tier- und Menschenwelt und damit die Einheit ("Harmonie") der Natur.
  • 26. Die Wirklichkeit betrachteten die Klassiker gegenüber ihrem Ideal als unzureichend. Sie verstanden sie als geprägt durch die Arbeitsteilung der Gesellschaft, die den Einzelnen nur auf bestimmte, seinem Beruf zugeordnete Tätigkeiten und Fähigkeiten festlegte (Spezialisierung). Entsprechend herrsche im Menschen selbst ein Zwiespalt zwischen Gefühl und Verstand, Pflicht und Neigung, Denken und Handeln. Deutschland galt als rückständig, provinziell, spießbürgerlich. Große Hoffnungen setzte man zunächst auf die Französische Revolution (1789), war aber dann von deren Verlauf, v.a. der Schreckensherrschaft enttäuscht.
  • 27. WIRKUNG Im 19. Jh. entfaltete die deutsche Klassik im Bildungsbürgertum eine ungeheure Wirkung. Zitate aus den Werken Goethes und Schillers wurden zu volkstümlichen Sprichwörtern. Die Lektüre der Klassiker wurde Pflichtpensum in den höheren Schulen, Schillers Dramen beherrschten die Spielpläne der Theater. Dabei entwarf man allerdings ein idealisiertes Bild der deutschen Klassiker. Für die Brüche in ihren Leben und Werk, für das Kritische in vielen ihrer Werke hatte man keinen Blick.
  • 28.
  • 29. LITERATUR DER KLASSIK Die Dichtung der Klassik war sehr vom Idealismus geprägt. Sie zielte auf eine geschlossene Form, auf Vollendung, auf Humanität, auf Sittlichkeit und auf Harmonie. In Schillers Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) forderte er eine Wahrnehmung der Kunst, die auch die Gesellschaft befördert. Durch die ästhetische Erziehung wurde die Natur durch die Kunst überwunden, die aber wieder Natur ist, um Harmonie zu erreichen. Ziel der klassischen Dichtung war nicht Abbildung oder Nachahmung der Natur, sondern das Wesen der Dinge zu erfassen.
  • 30. Klassikverständnis Das Klassikverständnis ging auf die Betrachtung antiker Bildkunst zurück. Von ihr wurde z.B. durch Winkelmann abgeleitet, was das Schönheitsideal ausmachte. Für Winkelmann war das Menschenbild geprägt durch "edle Einfaltund stille Größe".
  • 31. Die Klassische Ballade Die Balladenproduktion der Klassiker im Jahr 1797 waren Werkstatterfindungen. Die klassische Ballade bechränkt sich auf die Arbeiten Schillers und Goethe in den Jahren 1797 und 1798, die in den ‘Musenalmanach für das Jahr 1798’ und ‘Musenalmanach für das Jahr 1799’ veröffentlicht wurden. Im sog. ‘Balladenjahr’ 1797 machten Schiller und Goethe die Ballade zum Gegenstand eines ‘bewussten Kunstwillens und ästhetischen Experiments. Im ‘Musenalmanach für das Jahr 1798’ erschienen Goethes ‘Der Zauberlehrling, Die Braut von Korinth,Der Gott und die Bajadere sowie Schillers ‘Der Ring des Polykrates,Der Handschuh,Ritter Taggenburg,Der Taucher und die Kraniche des Ibykus. Im ‘Musenalmanach für das Jahr 1799’erschienen Schillers ’Der Kampf mit dem Drachen’ und’ Die Bürgschaft’.
  • 32. LITERARISCHE FORMEN  Bildungsroman  Ideendrama  Charakterdrama Bevorzugte Formen der Lyrik  Ode  Hymne  Sonett  Distichon  Stanze  Ballade  Ode(griech.Lied,Gesang):feierliches Gedicht,aber gedämpfter als Hymne;reimlos;festgelegte Strophenformen:Antike
  • 33.  Odenmaβe:alkäische Ode,sapphische Ode und asklepiadeische Ode;geprägt von Erhabenheit und Würde.  Hymne(griech.Festgesang):feierlicher Lob-und Preisgesang;meist freie Rhythemen  Sonett:Festgelegt sind=Vermaβ, Reim, Strophenform und Länge. Ein Sonett besteht aus 14 Verse und als Versform den Alexandriner.Unterschieden wird zwischen Italienischem Sonett, das sich aus zwei Quartetten und zwei Terzetten zusammensetzt und dem Elisabethanischem Sonett(Shakespeare Sonett), bestehend aus drei Quartetten und einem abschlieβendem Reimpaar.
  • 34.  Distichon:Kombination von Hexameter und Pentameter;meist reimlos.  Stanze:Strophenform zu achten Versen,mit fünfhebigem Jambus und weiblicher Kadenz;Reimschema:ab ab ab cc
  • 35. VERTRETER Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Friedrich von Schiller (1759-1805) Johann Friedrich Herder (1744- 1803) Christoph Martin Wieland (1733- 1813)
  • 36. CHRISTOPH MARTIN WIELAND (1733-1813) Christoph Martin Wieland wurde am 5. September 1733 in Oberholzheim bei Laupheim geboren. Er war ein Lyriker zur Zeit der Äufklärung. Er war ein Übersetzer und Herausgeber und sehr vielseitiger und bedeutender Dichter der Äufklärung. Wieland war neben Gotthold Ephraim Lessing, Georg Christoph Lichtenberg und Immanuel Kant – der bedeutendste und reflexionsmächtigste Schriftsteller der Aufklärung im deutschen Sprachgebiet und der Älteste des klassischen Viergestirns von Weimar (siehe auch Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller).
  • 37. Wieland war der Begründer der Tradition des deutschen Bildungsroman und leistete auch als Übersetzer Bedeutendes. Nach einer pietistischen Phase der Schwärmerei entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Schriftsteller der Äufklärung. Er war der meistgelesene Dichter seiner Zeit, auβerdem Philosoph, Gesellschaftskritiker, Journalist, Publizist und Prinzenerzieher. Er umfasste mit seinem schöpferischen Leben die Epochen der deutschen Literatur von der Aufklärung bis zur Klassik und Romantik.
  • 38.
  • 39. SEINE WERKE  Alceste, deutsches Singspiel (1773, Uraufführung: Weimar, 25. Mai 1773)  Die Geschichte der Abderiten, Roman (Leipzig 1774- 1780)  Hann und Gulpenheh, Verserzählung (Weimar 1778)  Schach Lolo, Verserzählung (Weimar 1778)  Oberon, Verserzählung (Weimar 1780; gekürzte Fassung: Leipzig 1784)  Dschinnistan (3 Bände, Winterthur 1786-1789)  Geheime Geschichte des Philosophen Peregrinus Proteus, Roman (Vorabdruck: Weimar 1788/89; Leipzig 1791)  Agathodämon, Roman (Leipzig 1796-1797)  Aristipp und einige seiner Zeitgenossen, Briefroman (4 Bände, Leipzig: Göschen 1800-1802)
  • 40. JOHANN GOTTFRIED VON HERDER (1744-1803) Johann Gottfried von Herder war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur- Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen „Viergestirn“ von Weimar.
  • 41. Freundschaft mit Goethe, Hauptwerk Seit Anfang der 1780er Jahren war das gute Verhältnis zu Goethe wiederhergestellt. Dessen Ansichten über eine organische Entwicklung in der Naturgeschichte ähnelten seinen früheren Vorstellungen einer Morphologie der kulturellen Entwicklung. Sein Hauptwerk Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit (1784–1791) beruht auf den Gedanken, die er bereits in kleineren Schriften veröffentlicht hatte.
  • 42. Italienreise, Zerwürfnis mit Goethe In den Jahren 1788–1789 unternahm Herder als Begleiter des Domherrn Johann Friedrich Hugo von Dalberg eine Italienreise. Goethe wirkte für Herders Bleiben in Weimar und konnte im Einverständnis mit dem Herzog Zusagen für die Zukunft machen. Herder ließ sich widerwillig darauf ein. Von Krankheiten gezeichnet, seine materiellen Probleme nur vorübergehend gemildert, führten seine Ansprüche aufgrund der Abmachungen zum endgültigen Bruch mit Goethe. Zudem hatten beide sehr unterschiedliche Ansichten über die gesellschaftlichen Umwälzungen der Epoche. Uneinig waren sie sich über die Französischen Revolution 1789, die Herder begrüßte. Außerdem hatte Herder schon zuvor mit Eifersucht die wachsende Intimität zwischen Goethe und Schiller betrachtet. So trat allmählich ein Zustand der Isolierung und verbitterten Beurteilung alles ihn umgebenden Lebens ein. 1792 erschien Herders Aufsatz Über ein morgenländisches Drama, eine begeisterte Reaktion auf Johann Georg Adam Forsters „Sakontala“. Der fünfte Teil der Ideen … blieb ungeschrieben, und bereits die Briefe zur Beförderung der Humanität (1793–1797) waren von einer pessimistischen Haltung geprägt. Die geistigen Gegensätze, in denen er sich zur Philosophie Kants, zum Klassizismus Schillers und Goethes fand, traten nun mehr und mehr in Herders literarischen Arbeiten hervor.
  • 43.
  • 44.  Werke  Volkslieder  Übersetzungen:  Der Cid  Literatur- und kulturtheoretische Schriften:  Fragmente einer Abhandlung über die Ode (1765)  Fragmente über die neuere Deutsche Literatur (1766)  Die kritischen Wälder (1769)  Abhandlung über den Ursprung der Sprache (1771/72)  Von deutscher Art und Kunst (1773)  Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (1774)  Ideen zur Philosohpie der Geschichte der Menschheit (1784-1791)  Briefe zur Beförderung der Humanität (1793-1797)  Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft (1799)  Die Metakritik der Urteilskraft (1800)
  • 45. JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749-1832) JOHANN CHRISTOPH VON SCHILLER (1759-1805)
  • 46.
  • 47. GOETHE UNDSCHILLER ALS DICHTUNGSTHEORETIKER Goethes Aufsatz Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil (1789) stellt das Ergebnis seines Kunstlebens in Italien dar: des Studiums des Natur- und Volkslebens und dem Römischen Karneval. In dieser Theorie unterscheidet er zwischen drei Methoden des Kunstschaffens: Nachahmung: (natürliche Erfassung der Natur), Manier: (Ausdruck des individuellen Sicht der Dinge) und Stil: (Erfassung des Wesens der Dinge). Der Stil ist das höchste Mittel der Darstellung.
  • 48. Schillers Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) stellen den Versuch dar, das Schöne zu bestimmen und die Frage nach der Funktion der Kunst innerhalb der Kulturentwicklung des Menschen zu klären, besonders in der Zeit nach der Französischen Revolution. Für Schiller ist eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft, wie die Französische Revolution, zum Scheitern verurteilt. Politische Veränderungen können erst erreicht werden, wenn der Mensch seine Harmonie wiedergefunden hat.
  • 49. FREUNDSCHAFT MIT SCHILLER Am Anfang hatte Schiller und Goethe nicht eine gute Freundschaft. Waehrend Schiller in Weimar in 1787 ging, kannte er Goethe lernen. Er wusste, dass Goethe ein guter Gedichter, Autor und Mann war und alle Menschen wunderten sich ihm. Sie hatten Meinungs- verschiedenheiten über vielen Thema. Waehrend Schiller durch seiner Einbildungskraft schrieb, schrieb Goethe durch seiner Erfahrungen. Schiller war Logischer und Idealist aber Goethe war Beobachtunger und Realist.
  • 50. Der Stil von Schiller war subjektiv aber Goethe’s Stil war objektiv. Obwohl alle Entgegengesetze waren, begann die Freundschaft Schillers und Goethes in 1784. In Jena, wo Schiller Professor für Geschischte geworden war, kam es endlich zu einem laengeren Gespraech. Beide hatten sie sich inzwischen weiterentwickelt-und waren sich dabei naehergekommen. Sie arbeiteten in der Theaterleitung zusammen, gab (1796-1800)den ‘’Musenalmanah’’ und (1795- 97)die ‘’Horen’’ heraus und Goethes ‘’Propylaen’’ die wichtigsten Publikationsorgane der Klassiker sind. Diese Freundschaft dauerte zehn Jahren bis Schiller starb.
  • 51. SEINE WERKE Iphigenie auf Tauris (1787) - Goethe Don Carlos, Infant von Spanien (1787)Schiller Die Götter Griechenlands (1788) - Schiller Faust, ein Fragment (1790) - Goethe Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen (1795) - Schiller Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) - Goethe Über naive und sentimentale Dichtung (1795/96) - Schiller Das Lied von der Glocke(1797) – Schiller Hermann und Dorothea (1797) - Goethe
  • 52. Wallenstein (1798/99) - Schiller Maria Stuart (1800) - Schiller Wilhelm Tell (1804) - Schiller Faust I (1806) - Goethe Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (1811/14) - Goethe West-östlicher Divan (1819) - Goethe Urworte. Orphisch (1820) - Goethe Wilhelm Meisters Wanderjahre (1821) - Goethe Faust II (1831) - Goethe
  • 53. JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749-1832)
  • 54. JOHANN CHRISTOPH VON SCHILLER (1759-1805)
  • 55. KLASSISCHE KUNST Klassische Kunst meint im engsten kunstwissenschaftlichen Sinn die Kunst der griechischen Klassik, also die Gesamtheit der griechischen Kunstproduktion zwischen 480v.Chr und dem Tod Alexanders des Groβen 323v.Chr. Qualitaten gehen in diese enge Bestimmung nicht ein, doch nennen unterschiedlichste Autoren mir groβer Übereinstimmung als Haupteigenschaften klassischer Kunst: Die Maβgeblichkeit bzw.Zeitlosigkeit, die Harmonie und Naturähnlichkeit. Besonders soll die Idee der Maβgeblichkeit klassische Kunst unterscheiden und ihr so unter allen Epochen und Strömungen eine Ausnahmestellung geben.
  • 56. Berühmte Künstler dieser Zeit waren: Claude-Nicolas Ledoux:Baumeister Jean Auguste Dominique Ingres:Maler Antonio Canova:Bildhauer
  • 57. BÜRGSCHAF TZu Dionys dem Tyrannen, schlich Damon den Dolch im Gewande, Ihn schlugen die Häscher in Bande. "Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!" Entgegnet ihm finster der Wüterich. Die Stadt vom Tyrannen befreien!" Das sollst du am Kreuze bereuen." "Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit, Und bitte nicht um mein Leben, Doch willst du Gnade mir geben, Ich flehe dich um drei Tage Zeit, Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit, Ich lasse den Freund dir als Bürgen, Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen." Da lächelt der König mit arger List, Und spricht nach kurzem Bedenken: "Drei Tage will ich dir schenken. Doch wisse! Wenn sie verstrichen die Frist, Eh du zurück mir gegeben bist, So muß er statt deiner erblassen, Doch dir ist die Strafe erlassen." Und er kommt zum Freunde: "Der König gebeut, Daß ich am Kreuz mit dem Leben Bezahle das frevelnde Streben, Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit, Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit, So bleib du dem König zum Pfande, Bis ich komme, zu lösen die Bande." Und schweigend umarmt ihn der treue Freund, Und liefert sich aus dem Tyrannen, Der andere ziehet von dannen. Und ehe das dritte Morgenrot scheint, Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint, Eilt heim mit sorgender Seele, Damit er die Frist nicht verfehle.
  • 58. Da gießt unendlicher Regen herab, Von den Bergen stürzen die Quellen, Und die Bäche, die Ströme schwellen. Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab, Da reißet die Brücke der Strudel hinab, Und donnernd sprengen die Wogen Des Gewölbes krachenden Bogen. Und trostlos irrt er an Ufers Rand, Wie weit er auch spähet und blicket, Und die Stimme, die rufende, schicket, Da stößet kein Nachen. vom sichern Strand, Der ihn setze an das gewünschte Land, Kein Schiffer lenket die Fähre, Und der wilde Strom wird zum Meere. Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht, Die Hände zum Zeus erhoben: "O hemme des Stromes Toben! Es eilen die Stunden, im Mittag steht Die Sonne und wenn sie niedergeht, Und ich kann die Stadt nicht erreichen, So muß der Freund mir erbleichen." Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut, Und Welle auf Welle zerrinnet, Und Stunde an Stunde entrinnet, Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut Und wirft sich hinein in die brausende Flut, Und teilt mit gewaltigen Armen Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen. Und gewinnt das Ufer und eilet fort, Und danket dem rettenden Gotte, Da stürzet die raubende Rotte Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort, Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord Und hemmet des Wanderers Eile Mit drohend geschwungener Keule.
  • 59. QUELLEN  Aytaç, Gürsel(1972), Yeni Alman Edebiyatı Tarihi, Ankara Üniversitesi Basımevi,Ankara  Lechner Hermann(1947), Grundzuge Der Literatur Geschichte, Insbruck,Wien  http://de.wikipedia.org/wiki/Klassik (2010)  Wilhelm,Bortenschlager(1981),Deutsche Literatur-Geschichte,Herold Druck,Wien  Schenker und Hassler(1944), Einführung In Die Deutsche Literatur,Lausanne  http://de.wikipedia.org/wiki/Barock 21.11.2011  http://de.wikipedia.org/wiki/Klassik_(Literatur) 16.03.2012  http://www.literaturwelt.com/epochen/klassik.html 16.03.2012
  • 60. VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT UND GEDULD!