SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 3
VON T H ORDI S ECK H A R DT

                  Social Media: Relevanz und Nutzen
                  der Anwendungen für die Wohnungswirtschaft
ma ga z in 0511




                  E IN E F E S TST EL L U N G V O R W EG:
                  Ü B E R D IE B ED EU T U N G V O N S O C I AL M EDI A FÜ R DI E K U NDEN- U ND U NTERNEHM ENSK O M MUNIKATION
                  IN WIRTS CH AF T, P O L I T I K U N D V ER B ÄNDEN WI RD HEU TE NI CHT ERNSTHA FT M EHR GESTRI TT E N.
                  WO H L A B E R Ü B ER K O N K R ET E N U T ZEN , Z I ELGERI CHTETEN EI NSATZ U ND M ESSBA REN ERFO L G VON
                  WE B 2 . 0 - IN S T R U M EN T EN F Ü R U N T ER NEHM EN I N EI NZ ELNEN BRA NCHEN U ND M A RK TSEGME NTE N.




                  S
                         peziell für Unternehmen in der Wohnungswirtschaft     Mehrwerte für Wohnungsunternehmen erzielen: z. B.
                         bedeutet das: Sie müssen ihre ureigenen Erfahrun-     in den Bereichen Vermietung und Bestandsverwaltung,
                         gen im Web 2.0 sammeln. Jedes Unternehmen in          Mieterbindung und Mieterzufriedenheit, Bekanntheit,
                  seiner Region, mit seinem Bestand, seinen Ressourcen, sei-   Markenaufbau und Image-Positionierung, Corporate So-
                  nem Budget – und mit seiner Unternehmensphilosophie.         cial Responsibility, Sozialmanagement, Rentabilität oder
                  Abgestimmt auf das eigene Mieterklientel und auf jene        Gewinn.
                  Zielgruppen, die mit den neuen Medien angesprochen
                  und erreicht werden sollen.                                  FA K T I ST A BER A U CH:
                                                                               Social Media-Arbeit kostet zeitliche, personelle und auch
                  Konkrete Nutzenerkenntnisse anderer Unternehmen aus          finanzielle Ressourcen. Diese müssen sowohl in der Web
                  der eigenen oder aus verwandten Branchen lassen sich         2.0-Konzeption und -Planung berücksichtigt, als auch
                  nicht unreflektiert adaptieren und erfolgversprechend auf    bewusst budgetiert und kontinuierlich bereitgestellt wer-
                  die eigenen Web 2.0-Anwendungen übertragen.                  den. Für eine permanente und erfolgreiche Social Media-
                                                                               Kommunikation mit Mietern, Kunden und Interessenten
                  FA KT IST:                                                   ist Fach- und Sachverstand notwendig und die ehrliche
                  Mit Social Media Anwendungen wie Weblogs, Twitter,           Bereitschaft der Unternehmen, in einen kommunikativen
                  Facebook, Xing, Youtube oder Web Apps lassen sich            und transparenten Dialog mit den Zielgruppen zu treten.


22
THO R DIS EC KHAR DT          I
                                                               GRÜ NDERI N U ND I NHA BERI N V O N O TEXTO

                                                               Die 41-jährige Kommunikationsexpertin ist Gründerin und
                                                               Inhaberin von otexto – Markt- und Unternehmenskommuni-
                                                               kation. Sie ist auf strategische und werteorientierte Kommu-
                                                               nikationsberatung, Organisations- und Prozessentwicklung
                                                               spezialisiert. Sie berät in Fragen medienwirksamer Presse- und
                                                               Öffentlichkeitsarbeit und setzt Projekte aktiv und gemein-
                                                               sam mit ihren Kunden um. Eckhardt lehrt an verschiedenen
                                                               Hochschulen und Medieninstituten Deutschlands in den PR-
                                                               Fächern: interne Kommunikation, externe Kommunikation,
                                                               Produkt-PR und Corporate Identity.



                                                               Otexto ist ein Büro für Kommunikationsberatung und
                                                               Öffentlichkeitsarbeit mit Sitz in Köln und Braunschweig.




                                                                                                                                     ma ga z in 0511
                                                               Gegründet im Jahre 2002 hat sich die Agentur auf die
                                                               Unternehmenskommunikation und auf Produkt-PR
                                                               mittelständischer Unternehmen spezialisiert.




                                                                                                                                     SOCIAL M EDIA
Diese Vorgehensweise beugt Meinungsdifferenzen und                 –   Welche konkreten Ziele wollen wir im Unternehmen
möglichen negativen Statements der Mieter gegenüber                    erreichen?
dem Wohnungsunternehmen im Web 2.0 vor bzw. unter-                 –   Welchen Mehrwert tragen Social Media dazu bei?
stützt bei Problemlösungen.                                        –   Welche Botschaften wollen wir transportieren?
                                                                   –   Welche Zielgruppen wollen wir gewinnen?
ZU RÜ CK Z U M A N FAN G:                                          –   Über welche Kanäle erreichen wir unsere Zielgruppen?
Social Media sind zu einem festen Bestandteil der Kom-             –   Wie gewinnen wir die Zielgruppen als Multiplikatoren?
munikation des 21. Jahrhunderts geworden. Sie prägen
zunehmend die modernen Denk-, Arbeits- und Lebens-                 Fragen, die über die Zukunft von Wohnungsunternehmen
strukturen einer neuen Generation junger Menschen                  in einem wachsenden Wettbewerbsumfeld entscheiden.
– und stellen etablierte Unternehmen vor anspruchsvolle            Die Bildung einer digitalen, sichtbaren Marke wird zum
kommunikative Herausforderungen. Zu ihnen zählt in                 Gradmesser für Bekanntheit, Akzeptanz und Empfehlung
erster Linie der Verlust der Informationshoheit: Potentielle       in der Wohnungswirtschaft.
und Bestandsmieter sind nicht mehr länger einseitig auf
die Informationen aus dem Wohnungsunternehmen an-                  A U FBA U EI NER DI GI TA LEN M A RK E
gewiesen – sie holen sie sich selbstbewusst und wissend            Markenaufbau im Internet lässt sich durch die komplemen-
aus dem Internet, aus Foren, Communitys und Empfeh-                täre Nutzung unterschiedlicher Social Media-Instrumente
lungsplattformen wie Facebook. Bei der Informations-               und die Verknüpfung ihrer inhärenten Vorteile erreichen.
suche und Meinungsbildung vertrauen junge Menschen                 Zum Start von Social Media für Wohnungsunternehmen
verstärkt den Aussagen ihrer Freunde oder Netzwerk-Mit-            empfiehlt sich die Einrichtung von Unternehmensprofilen
glieder; Aussagen und Verlautbarungen aus den Unter-               in Netzwerkplattformen wie Xing und Facebook sowie in
nehmen messen sie nur bedingt einen relevanten Stellen-            der Twitter-Community. Aufbauend können Weblogs oder
wert bei. Es zählt nicht das Wort, sondern die Meinung             Web Apps eingerichtet werden.
Gleichgesinnter. Je größer die Community, desto größer
die Macht der Gemeinschaft. Das gilt vor allem in einer            FA CEBO O K -PRO FI LE
Branche, die wie die Wohnungswirtschaft im B2C-Ge-                 Wohnungs- und Immobilienunternehmen wie VWImmo-
schäft aktiv ist.                                                  bilien, Wolfsburg oder die Braunschweiger Baugenossen-
                                                                   schaft eG haben bereits professionelle Unternehmensseiten
N U TZ E N KA L KU L AT I O N                                      aufgebaut – und nutzen diese zur gezielten Ansprache
Vor diesem Hintergrund geht es beim Thema Social Media             des jungen Miet-Publikums. Im Corporate Wording an die
in der Wohnungswirtschaft nicht um die Grundsatzfrage              Zielgruppe angepasst informieren sie z. B. über Events zu
„Social Media – Ja oder Nein“. Sichtbarkeit ist längst zum         Sport- und Kulturveranstaltungen, loben Gewinnspiele aus
gesellschaftlichen Maßstab öffentlicher Wahrnehmung                oder stellen attraktive Wohnungsangebote für Jugendliche
geworden. Von Relevanz ist vielmehr die Nutzendefinition:          ins Netz. Auf diese Weise wird die Unternehmensmarke,



                                                                                                                                >>   23
ihre Dienstleistungen und ihr Image frühzeitig in den Köp-     Wohnungsangebote suchen, Exposés, Fotos oder Grund-
                  fen verankert – und bei späteren Entscheidungen erinnert.      risse betrachten, E-Mails versenden oder per Mausklick
                  Zielgruppe sind Mieter, Interessenten und Pressevertreter.     Anrufe tätigen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen
                                                                                 Internetseiten ist die ungebundene und zeitlose mobile In-
                  TWITTE R- A C C O U N T S                                      formationsnutzung und Interaktion. Web Apps sind in der
                  Für die schnelle und wiederholte Kommunikation mit             Wohnungswirtschaft bislang kaum verbreitet.
                  Mietern oder Interessenten bietet sich der Microblogging-
                  Dienst Twitter an. Hier lassen sich Kurznachrichten von        FA Z I T:
                  max. 140 Zeichen schreiben (posten), die sich als so ge-       Social Media als moderne Informations- und Kommuni-
                  nannte Teaser weiterführend auf die eigene Homepage            kationsform ist in der Gesellschaft fest verankert – und
                  oder auf die Facebook-Seite verlinken lassen. Unterneh-        nimmt einen wachsenden Stellenwert in der Markt- und
                  men wie die Wolfenbüttler Baugesellschaft mbH oder die         Unternehmenskommunikation ein. In der Wohnungs-
                  HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Berlin, nutzen             wirtschaft weisen Einsatz und Anwendung der Web
                  diese Plattform, um freien Wohnraum anzubieten, auf            2.0-Instrumente bislang noch experimentellen Charakter
                  neue Angebote, Tarife oder das neue Mitgliedermagazin          auf. Für die Vorreiter der Branche, die bereits Erfahrungen
ma ga z in 0511




                  hinzuweisen. Zielgruppe sind Mieter und Interessenten.         mit Twitter, Facebook & Co gesammelt haben, zeichnen
                                                                                 sich erste Mehrwerte wie Vermarktungserfolge, Steigerung
                  X IN G                                                         der Bekanntheit, Zuwachs von Akzeptanz und Vertrauen
                  Die Plattform XING gilt als Business-Netzwerk. Sie unter-      und eine klare Image-Positionierungen ab.
                  scheidet sich von den zuvor skizzierten B2C-Plattformen
                  durch die Kundenansprache. Über XING lassen sich aus-          Der aktive Einsatz von Social Media-Anwendungen stellt
                  führliche Unternehmensdarstellungen vornehmen, stra-           eine Grundsatzentscheidung unter genauer Abwägung
SOCIAL M EDIA




                  tegische Geschäftskontakte knüpfen, Fachinformationen          etwaiger Vor- und Nachteile für Unternehmen dar. Un-
                  und Beiträge in Branchen- und/oder themenbezogenen             abhängig von der finalen Entscheidung ist es vorteilhaft,
                  Gruppen suchen und finden, Jobangebote einstellen oder         über die neuesten Entwicklungen in der Online-Kommu-
                  auch Personalrecruiting betreiben. Die Plattform hat einen     nikation informiert zu sein – und in regelmäßigen Abstän-
                  inhaltlichen hochwertigen Geschäfts- und Fachbezug.            den Informationen und Beiträge über das eigene Unter-
                  Wohnungsunternehmen, die mit einem aussagekräftigen            nehmen im Web 2.0 zu monitoren. <<
                  Profil bei Xing vertreten sind, arbeiten i. R. auch aktiv in
                  der Online-Fachgruppe „Wohnungswirtschaft“ mit.

                  WE B L O G
                  Die Weblogs stellen innerhalb der Social Media-Anwen-          SO CI A L M EDI A
                  dungen eine besondere Kommunikationsplattform dar:
                  Hierbei handelt es sich um unternehmenseigene Web-             Der Begriff „Social Media“ kennzeichnet einen Begriff
                  seiten, die an keine öffentliche Plattform wie Facebook        aus der Online-Welt, in dem die Nutzer – auch Anwender
                  oder Xing gebunden sind. Die Weblogs von Wohnungs-             genannt – über verschiedene Plattformen oder Netzwerke
                  oder Dienstleistungsunternehmen der Branche sind an            miteinander ins Gespräch kommen, sich gedanklich aus-
                  Mieter oder Mietinteressierte adressiert und stellen eine      tauschen oder neue Kontakte knüpfen. Kennzeichnend
                  Serviceleistung mit vertiefenden Informationen z. B. zu        für diese Kommunikation im Internet ist die Interaktion
                  Themen wie Bauen, Sanieren, Wohnen oder Mieten dar.            zwischen den Personen, die miteinander im Dialog stehen
                  Über das Betreiben von Weblogs können sich Unterneh-           und ihre Meinungen, Themen und Inhalte im Internet frei
                  men u. a. einen branchenspezifischen Expertenstatus zu         veröffentlichen können.
                  speziellen Themen aufbauen oder eine gezielte Image-
                  Positionierung vornehmen. Beispiele für Weblogs von Im-        Im so genannten Web 2.0 stehen hierfür vielfältige Me-
                  mobilienunternehmen sind der Hausmeisterblog oder der          dien mit unterschiedlichen Instrumenten zur Verfügung.
                  Hausverwalterblog.                                             Hierzu zählen u. a.: eigene Weblogs oder Netzwerk-Platt-
                                                                                 formen wie Xing, Twitter, Facebook und Youtube, oder
                  WE B - A P P                                                   auch Web Apps oder SlideShare zur Verfügung. Je nach
                  Unter einem so genannten Web-App wird die Optimie-             Anwendung lassen sich mittels Social Media bevorzugt
                  rung von Internetseiten für mobile Endgeräte verstanden.       Geschäftsbeziehungen knüpfen, Erfahrungsberichte oder
                  Auch dieses Angebot stellt eine reine Serviceleistung des      Meinungen auszutauschen, Kurznachrichten posten,
                  Unternehmens für Kunden dar. Über das Web-App stehen           Videos oder Fotos von Unternehmen, Produkten oder
                  Nutzern umfangreiche Informationen zum Unterneh-               Dienstleistungen bereitstellen und downloaden oder
                  men, Produkten und Dienstleistungen in einer qualitativ        Wissen mit anderen Nutzern teilen.
                  hohen und komfortablen Lesbarkeit und Anwendung
                  zur Verfügung. Direkt aus dem Menü heraus lassen sich


24

Weitere ähnliche Inhalte

Was ist angesagt?

Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AG
Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AGMobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AG
Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AGVirtual Identity AG
 
Social marketing - Grundlagen
Social marketing - GrundlagenSocial marketing - Grundlagen
Social marketing - GrundlagenOliver Nickels
 
talkabout Agenturpräsentation
talkabout Agenturpräsentationtalkabout Agenturpräsentation
talkabout AgenturpräsentationScribbleLive
 
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...ScribbleLive
 
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012 Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012 Fink & Fuchs AG
 
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)André Jontza
 
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!JP KOM GmbH
 
Social Media Marketing
Social Media MarketingSocial Media Marketing
Social Media MarketingPierre Corell
 
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009Sasserath Munzinger Plus
 
social markets agenturprofil 2012
social markets agenturprofil 2012social markets agenturprofil 2012
social markets agenturprofil 2012social markets gmbh
 
Social Media strategisch angehen
Social Media strategisch angehenSocial Media strategisch angehen
Social Media strategisch angehenOliver Nickels
 
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaft
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaftkon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaft
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaftkon-ii GmbH
 
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale Netzwerke
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale NetzwerkeAuthentischer und ehrlicher Dialog über soziale Netzwerke
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale NetzwerkeMySign AG
 
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des Risikomanagements
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des RisikomanagementsGefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des Risikomanagements
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des RisikomanagementsGoldmedia Group
 
Wie Corona das Internet verändert
Wie Corona das Internet verändert Wie Corona das Internet verändert
Wie Corona das Internet verändert sisterMAG
 

Was ist angesagt? (20)

Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AG
Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AGMobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AG
Mobile im B2B-Sektor - Case Study, Sto AG
 
Social marketing - Grundlagen
Social marketing - GrundlagenSocial marketing - Grundlagen
Social marketing - Grundlagen
 
talkabout Agenturpräsentation
talkabout Agenturpräsentationtalkabout Agenturpräsentation
talkabout Agenturpräsentation
 
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...
Trends 2012/2013 - wie sich Kommunikation und Unternehmen durch Social Media ...
 
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012 Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012
Kompletter Studienbericht Social Media Delphi 2012
 
Social Media Strategie
Social Media StrategieSocial Media Strategie
Social Media Strategie
 
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)
Grundlagen Social Media Marketing (Andre Jontza)
 
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!
JP|KOM: Ver(un)sicherungen verändern?!
 
Social Media Marketing
Social Media MarketingSocial Media Marketing
Social Media Marketing
 
Vom Social Media Monitoring zum Storytelling - Fallbeispiel
Vom Social Media Monitoring zum Storytelling - FallbeispielVom Social Media Monitoring zum Storytelling - Fallbeispiel
Vom Social Media Monitoring zum Storytelling - Fallbeispiel
 
vibrio agenturprofil
vibrio agenturprofilvibrio agenturprofil
vibrio agenturprofil
 
Employer Branding 2.0
Employer Branding 2.0Employer Branding 2.0
Employer Branding 2.0
 
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009
Social Media-Workshop Deutscher Marketing Tag 2009
 
social markets agenturprofil 2012
social markets agenturprofil 2012social markets agenturprofil 2012
social markets agenturprofil 2012
 
Social Media strategisch angehen
Social Media strategisch angehenSocial Media strategisch angehen
Social Media strategisch angehen
 
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaft
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaftkon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaft
kon-ii - das Netzwerk der Immobilienwirtschaft
 
Wirtschaft fördern durch Social Media Ergebnisse einer Arbeitsgruppe
Wirtschaft fördern durch Social Media  Ergebnisse einer ArbeitsgruppeWirtschaft fördern durch Social Media  Ergebnisse einer Arbeitsgruppe
Wirtschaft fördern durch Social Media Ergebnisse einer Arbeitsgruppe
 
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale Netzwerke
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale NetzwerkeAuthentischer und ehrlicher Dialog über soziale Netzwerke
Authentischer und ehrlicher Dialog über soziale Netzwerke
 
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des Risikomanagements
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des RisikomanagementsGefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des Risikomanagements
Gefahr World Wide Web? Social Media als Bestandteil des Risikomanagements
 
Wie Corona das Internet verändert
Wie Corona das Internet verändert Wie Corona das Internet verändert
Wie Corona das Internet verändert
 

Ähnlich wie Social Media in der Immobilienwirtschaft

„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...
„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...
„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...Oliver Chaudhuri
 
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?Ralph Hutter
 
Unternehmenspräsentation clever and smart PR
Unternehmenspräsentation clever and smart PRUnternehmenspräsentation clever and smart PR
Unternehmenspräsentation clever and smart PRcasprhh
 
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale Unternehmenskommunikation
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale UnternehmenskommunikationDokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale Unternehmenskommunikation
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale UnternehmenskommunikationFabian Keller
 
KKundK Produktbroschüre Social Media Relations
KKundK Produktbroschüre Social Media RelationsKKundK Produktbroschüre Social Media Relations
KKundK Produktbroschüre Social Media RelationsKuhn, Kammann & Kuhn GmbH
 
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022FleishmanHillardGerm
 
Social Media - Chance für den Mittelstand
Social Media - Chance für den MittelstandSocial Media - Chance für den Mittelstand
Social Media - Chance für den MittelstandHeiner Weigand
 
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?mcschindler.com gmbh
 
Whitepaper Social Media Governance
Whitepaper Social Media GovernanceWhitepaper Social Media Governance
Whitepaper Social Media GovernanceVirtual Identity AG
 

Ähnlich wie Social Media in der Immobilienwirtschaft (20)

„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...
„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...
„ALLES SO SCHÖN BUNT HIER?!?“ – DIGITALES STORYTELLING IN DER INTERNEN KOMMUN...
 
Digitalisierung braucht Führung und Kommunikation
Digitalisierung braucht Führung und KommunikationDigitalisierung braucht Führung und Kommunikation
Digitalisierung braucht Führung und Kommunikation
 
Social Media Consulting
Social Media ConsultingSocial Media Consulting
Social Media Consulting
 
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?
Sie machen jetzt auch Social Media im Ernst?
 
Unternehmenspräsentation clever and smart PR
Unternehmenspräsentation clever and smart PRUnternehmenspräsentation clever and smart PR
Unternehmenspräsentation clever and smart PR
 
Social Media bei BTI
Social Media bei BTISocial Media bei BTI
Social Media bei BTI
 
DirectNews Unternehmen 2.0
DirectNews Unternehmen 2.0DirectNews Unternehmen 2.0
DirectNews Unternehmen 2.0
 
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale Unternehmenskommunikation
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale UnternehmenskommunikationDokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale Unternehmenskommunikation
Dokumentation: Do-it-yourself-Kit für die digitale Unternehmenskommunikation
 
Basis einer neuen Kommunikationskultur
Basis einer neuen KommunikationskulturBasis einer neuen Kommunikationskultur
Basis einer neuen Kommunikationskultur
 
K2-Tagung Interne Kommunikation 21./22.11.2012
K2-Tagung Interne Kommunikation 21./22.11.2012K2-Tagung Interne Kommunikation 21./22.11.2012
K2-Tagung Interne Kommunikation 21./22.11.2012
 
K2 - Tagung Interne Kommunikation 2012
K2 - Tagung Interne Kommunikation 2012K2 - Tagung Interne Kommunikation 2012
K2 - Tagung Interne Kommunikation 2012
 
KKundK Produktbroschüre Social Media Relations
KKundK Produktbroschüre Social Media RelationsKKundK Produktbroschüre Social Media Relations
KKundK Produktbroschüre Social Media Relations
 
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022
FleishmanHillard Germany: Sechs digitale Kommunikationstrends 2022
 
Social Media - Chance für den Mittelstand
Social Media - Chance für den MittelstandSocial Media - Chance für den Mittelstand
Social Media - Chance für den Mittelstand
 
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?
Netzzunft PR 2.0 Ein Paradigmenwechsel oder alter Wein in neuen Schläuchen?
 
Intensivkurs Social Media und Onlinekommunikation 2016
Intensivkurs Social Media und Onlinekommunikation 2016Intensivkurs Social Media und Onlinekommunikation 2016
Intensivkurs Social Media und Onlinekommunikation 2016
 
10 Statements zu Social Media in Bilanzen und Jahresabschlüssen deutscher Unt...
10 Statements zu Social Media in Bilanzen und Jahresabschlüssen deutscher Unt...10 Statements zu Social Media in Bilanzen und Jahresabschlüssen deutscher Unt...
10 Statements zu Social Media in Bilanzen und Jahresabschlüssen deutscher Unt...
 
20100507 Konzern2 0 Artikel Ieb
20100507 Konzern2 0 Artikel Ieb20100507 Konzern2 0 Artikel Ieb
20100507 Konzern2 0 Artikel Ieb
 
Whitepaper Social Media Governance
Whitepaper Social Media GovernanceWhitepaper Social Media Governance
Whitepaper Social Media Governance
 
IHK über Social Media
IHK über Social MediaIHK über Social Media
IHK über Social Media
 

Mehr von Thordis Eckhardt | otexto

Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlatt
Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlattEffizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlatt
Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlattThordis Eckhardt | otexto
 
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...Thordis Eckhardt | otexto
 
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012Thordis Eckhardt | otexto
 
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009Thordis Eckhardt | otexto
 

Mehr von Thordis Eckhardt | otexto (8)

Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlatt
Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlattEffizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlatt
Effizienter verwalten | GAP Group | 2013 | BundesBauBlatt
 
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...
Unternehmenshandbuch für Ordnung und Transparenz | ImmoPro Consult GmbH 2013 ...
 
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012
Pr fachbuch immobilienwirtschaft-thordis_eckhardt_2012
 
Thordis Eckhardt Newsletter 022012
Thordis Eckhardt Newsletter 022012Thordis Eckhardt Newsletter 022012
Thordis Eckhardt Newsletter 022012
 
Thordis Eckhardt Newsletter 032012
Thordis Eckhardt Newsletter 032012Thordis Eckhardt Newsletter 032012
Thordis Eckhardt Newsletter 032012
 
Thordis Eckhardt Newsletter 062012
Thordis Eckhardt Newsletter 062012Thordis Eckhardt Newsletter 062012
Thordis Eckhardt Newsletter 062012
 
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009
Studie PR in der Immobilienwirtschaft_otexto_2009
 
BundesBaublatt_Artikel_Software_62012
BundesBaublatt_Artikel_Software_62012BundesBaublatt_Artikel_Software_62012
BundesBaublatt_Artikel_Software_62012
 

Social Media in der Immobilienwirtschaft

  • 1. VON T H ORDI S ECK H A R DT Social Media: Relevanz und Nutzen der Anwendungen für die Wohnungswirtschaft ma ga z in 0511 E IN E F E S TST EL L U N G V O R W EG: Ü B E R D IE B ED EU T U N G V O N S O C I AL M EDI A FÜ R DI E K U NDEN- U ND U NTERNEHM ENSK O M MUNIKATION IN WIRTS CH AF T, P O L I T I K U N D V ER B ÄNDEN WI RD HEU TE NI CHT ERNSTHA FT M EHR GESTRI TT E N. WO H L A B E R Ü B ER K O N K R ET E N U T ZEN , Z I ELGERI CHTETEN EI NSATZ U ND M ESSBA REN ERFO L G VON WE B 2 . 0 - IN S T R U M EN T EN F Ü R U N T ER NEHM EN I N EI NZ ELNEN BRA NCHEN U ND M A RK TSEGME NTE N. S peziell für Unternehmen in der Wohnungswirtschaft Mehrwerte für Wohnungsunternehmen erzielen: z. B. bedeutet das: Sie müssen ihre ureigenen Erfahrun- in den Bereichen Vermietung und Bestandsverwaltung, gen im Web 2.0 sammeln. Jedes Unternehmen in Mieterbindung und Mieterzufriedenheit, Bekanntheit, seiner Region, mit seinem Bestand, seinen Ressourcen, sei- Markenaufbau und Image-Positionierung, Corporate So- nem Budget – und mit seiner Unternehmensphilosophie. cial Responsibility, Sozialmanagement, Rentabilität oder Abgestimmt auf das eigene Mieterklientel und auf jene Gewinn. Zielgruppen, die mit den neuen Medien angesprochen und erreicht werden sollen. FA K T I ST A BER A U CH: Social Media-Arbeit kostet zeitliche, personelle und auch Konkrete Nutzenerkenntnisse anderer Unternehmen aus finanzielle Ressourcen. Diese müssen sowohl in der Web der eigenen oder aus verwandten Branchen lassen sich 2.0-Konzeption und -Planung berücksichtigt, als auch nicht unreflektiert adaptieren und erfolgversprechend auf bewusst budgetiert und kontinuierlich bereitgestellt wer- die eigenen Web 2.0-Anwendungen übertragen. den. Für eine permanente und erfolgreiche Social Media- Kommunikation mit Mietern, Kunden und Interessenten FA KT IST: ist Fach- und Sachverstand notwendig und die ehrliche Mit Social Media Anwendungen wie Weblogs, Twitter, Bereitschaft der Unternehmen, in einen kommunikativen Facebook, Xing, Youtube oder Web Apps lassen sich und transparenten Dialog mit den Zielgruppen zu treten. 22
  • 2. THO R DIS EC KHAR DT I GRÜ NDERI N U ND I NHA BERI N V O N O TEXTO Die 41-jährige Kommunikationsexpertin ist Gründerin und Inhaberin von otexto – Markt- und Unternehmenskommuni- kation. Sie ist auf strategische und werteorientierte Kommu- nikationsberatung, Organisations- und Prozessentwicklung spezialisiert. Sie berät in Fragen medienwirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und setzt Projekte aktiv und gemein- sam mit ihren Kunden um. Eckhardt lehrt an verschiedenen Hochschulen und Medieninstituten Deutschlands in den PR- Fächern: interne Kommunikation, externe Kommunikation, Produkt-PR und Corporate Identity. Otexto ist ein Büro für Kommunikationsberatung und Öffentlichkeitsarbeit mit Sitz in Köln und Braunschweig. ma ga z in 0511 Gegründet im Jahre 2002 hat sich die Agentur auf die Unternehmenskommunikation und auf Produkt-PR mittelständischer Unternehmen spezialisiert. SOCIAL M EDIA Diese Vorgehensweise beugt Meinungsdifferenzen und – Welche konkreten Ziele wollen wir im Unternehmen möglichen negativen Statements der Mieter gegenüber erreichen? dem Wohnungsunternehmen im Web 2.0 vor bzw. unter- – Welchen Mehrwert tragen Social Media dazu bei? stützt bei Problemlösungen. – Welche Botschaften wollen wir transportieren? – Welche Zielgruppen wollen wir gewinnen? ZU RÜ CK Z U M A N FAN G: – Über welche Kanäle erreichen wir unsere Zielgruppen? Social Media sind zu einem festen Bestandteil der Kom- – Wie gewinnen wir die Zielgruppen als Multiplikatoren? munikation des 21. Jahrhunderts geworden. Sie prägen zunehmend die modernen Denk-, Arbeits- und Lebens- Fragen, die über die Zukunft von Wohnungsunternehmen strukturen einer neuen Generation junger Menschen in einem wachsenden Wettbewerbsumfeld entscheiden. – und stellen etablierte Unternehmen vor anspruchsvolle Die Bildung einer digitalen, sichtbaren Marke wird zum kommunikative Herausforderungen. Zu ihnen zählt in Gradmesser für Bekanntheit, Akzeptanz und Empfehlung erster Linie der Verlust der Informationshoheit: Potentielle in der Wohnungswirtschaft. und Bestandsmieter sind nicht mehr länger einseitig auf die Informationen aus dem Wohnungsunternehmen an- A U FBA U EI NER DI GI TA LEN M A RK E gewiesen – sie holen sie sich selbstbewusst und wissend Markenaufbau im Internet lässt sich durch die komplemen- aus dem Internet, aus Foren, Communitys und Empfeh- täre Nutzung unterschiedlicher Social Media-Instrumente lungsplattformen wie Facebook. Bei der Informations- und die Verknüpfung ihrer inhärenten Vorteile erreichen. suche und Meinungsbildung vertrauen junge Menschen Zum Start von Social Media für Wohnungsunternehmen verstärkt den Aussagen ihrer Freunde oder Netzwerk-Mit- empfiehlt sich die Einrichtung von Unternehmensprofilen glieder; Aussagen und Verlautbarungen aus den Unter- in Netzwerkplattformen wie Xing und Facebook sowie in nehmen messen sie nur bedingt einen relevanten Stellen- der Twitter-Community. Aufbauend können Weblogs oder wert bei. Es zählt nicht das Wort, sondern die Meinung Web Apps eingerichtet werden. Gleichgesinnter. Je größer die Community, desto größer die Macht der Gemeinschaft. Das gilt vor allem in einer FA CEBO O K -PRO FI LE Branche, die wie die Wohnungswirtschaft im B2C-Ge- Wohnungs- und Immobilienunternehmen wie VWImmo- schäft aktiv ist. bilien, Wolfsburg oder die Braunschweiger Baugenossen- schaft eG haben bereits professionelle Unternehmensseiten N U TZ E N KA L KU L AT I O N aufgebaut – und nutzen diese zur gezielten Ansprache Vor diesem Hintergrund geht es beim Thema Social Media des jungen Miet-Publikums. Im Corporate Wording an die in der Wohnungswirtschaft nicht um die Grundsatzfrage Zielgruppe angepasst informieren sie z. B. über Events zu „Social Media – Ja oder Nein“. Sichtbarkeit ist längst zum Sport- und Kulturveranstaltungen, loben Gewinnspiele aus gesellschaftlichen Maßstab öffentlicher Wahrnehmung oder stellen attraktive Wohnungsangebote für Jugendliche geworden. Von Relevanz ist vielmehr die Nutzendefinition: ins Netz. Auf diese Weise wird die Unternehmensmarke, >> 23
  • 3. ihre Dienstleistungen und ihr Image frühzeitig in den Köp- Wohnungsangebote suchen, Exposés, Fotos oder Grund- fen verankert – und bei späteren Entscheidungen erinnert. risse betrachten, E-Mails versenden oder per Mausklick Zielgruppe sind Mieter, Interessenten und Pressevertreter. Anrufe tätigen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Internetseiten ist die ungebundene und zeitlose mobile In- TWITTE R- A C C O U N T S formationsnutzung und Interaktion. Web Apps sind in der Für die schnelle und wiederholte Kommunikation mit Wohnungswirtschaft bislang kaum verbreitet. Mietern oder Interessenten bietet sich der Microblogging- Dienst Twitter an. Hier lassen sich Kurznachrichten von FA Z I T: max. 140 Zeichen schreiben (posten), die sich als so ge- Social Media als moderne Informations- und Kommuni- nannte Teaser weiterführend auf die eigene Homepage kationsform ist in der Gesellschaft fest verankert – und oder auf die Facebook-Seite verlinken lassen. Unterneh- nimmt einen wachsenden Stellenwert in der Markt- und men wie die Wolfenbüttler Baugesellschaft mbH oder die Unternehmenskommunikation ein. In der Wohnungs- HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Berlin, nutzen wirtschaft weisen Einsatz und Anwendung der Web diese Plattform, um freien Wohnraum anzubieten, auf 2.0-Instrumente bislang noch experimentellen Charakter neue Angebote, Tarife oder das neue Mitgliedermagazin auf. Für die Vorreiter der Branche, die bereits Erfahrungen ma ga z in 0511 hinzuweisen. Zielgruppe sind Mieter und Interessenten. mit Twitter, Facebook & Co gesammelt haben, zeichnen sich erste Mehrwerte wie Vermarktungserfolge, Steigerung X IN G der Bekanntheit, Zuwachs von Akzeptanz und Vertrauen Die Plattform XING gilt als Business-Netzwerk. Sie unter- und eine klare Image-Positionierungen ab. scheidet sich von den zuvor skizzierten B2C-Plattformen durch die Kundenansprache. Über XING lassen sich aus- Der aktive Einsatz von Social Media-Anwendungen stellt führliche Unternehmensdarstellungen vornehmen, stra- eine Grundsatzentscheidung unter genauer Abwägung SOCIAL M EDIA tegische Geschäftskontakte knüpfen, Fachinformationen etwaiger Vor- und Nachteile für Unternehmen dar. Un- und Beiträge in Branchen- und/oder themenbezogenen abhängig von der finalen Entscheidung ist es vorteilhaft, Gruppen suchen und finden, Jobangebote einstellen oder über die neuesten Entwicklungen in der Online-Kommu- auch Personalrecruiting betreiben. Die Plattform hat einen nikation informiert zu sein – und in regelmäßigen Abstän- inhaltlichen hochwertigen Geschäfts- und Fachbezug. den Informationen und Beiträge über das eigene Unter- Wohnungsunternehmen, die mit einem aussagekräftigen nehmen im Web 2.0 zu monitoren. << Profil bei Xing vertreten sind, arbeiten i. R. auch aktiv in der Online-Fachgruppe „Wohnungswirtschaft“ mit. WE B L O G Die Weblogs stellen innerhalb der Social Media-Anwen- SO CI A L M EDI A dungen eine besondere Kommunikationsplattform dar: Hierbei handelt es sich um unternehmenseigene Web- Der Begriff „Social Media“ kennzeichnet einen Begriff seiten, die an keine öffentliche Plattform wie Facebook aus der Online-Welt, in dem die Nutzer – auch Anwender oder Xing gebunden sind. Die Weblogs von Wohnungs- genannt – über verschiedene Plattformen oder Netzwerke oder Dienstleistungsunternehmen der Branche sind an miteinander ins Gespräch kommen, sich gedanklich aus- Mieter oder Mietinteressierte adressiert und stellen eine tauschen oder neue Kontakte knüpfen. Kennzeichnend Serviceleistung mit vertiefenden Informationen z. B. zu für diese Kommunikation im Internet ist die Interaktion Themen wie Bauen, Sanieren, Wohnen oder Mieten dar. zwischen den Personen, die miteinander im Dialog stehen Über das Betreiben von Weblogs können sich Unterneh- und ihre Meinungen, Themen und Inhalte im Internet frei men u. a. einen branchenspezifischen Expertenstatus zu veröffentlichen können. speziellen Themen aufbauen oder eine gezielte Image- Positionierung vornehmen. Beispiele für Weblogs von Im- Im so genannten Web 2.0 stehen hierfür vielfältige Me- mobilienunternehmen sind der Hausmeisterblog oder der dien mit unterschiedlichen Instrumenten zur Verfügung. Hausverwalterblog. Hierzu zählen u. a.: eigene Weblogs oder Netzwerk-Platt- formen wie Xing, Twitter, Facebook und Youtube, oder WE B - A P P auch Web Apps oder SlideShare zur Verfügung. Je nach Unter einem so genannten Web-App wird die Optimie- Anwendung lassen sich mittels Social Media bevorzugt rung von Internetseiten für mobile Endgeräte verstanden. Geschäftsbeziehungen knüpfen, Erfahrungsberichte oder Auch dieses Angebot stellt eine reine Serviceleistung des Meinungen auszutauschen, Kurznachrichten posten, Unternehmens für Kunden dar. Über das Web-App stehen Videos oder Fotos von Unternehmen, Produkten oder Nutzern umfangreiche Informationen zum Unterneh- Dienstleistungen bereitstellen und downloaden oder men, Produkten und Dienstleistungen in einer qualitativ Wissen mit anderen Nutzern teilen. hohen und komfortablen Lesbarkeit und Anwendung zur Verfügung. Direkt aus dem Menü heraus lassen sich 24