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3. cmd workshop

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3. cmd workshop

  1. 1. 3. CMD-Workshop „Physio meets Dentist“ vom 11.–12.7.2008 in Günzburg Autor E. Hillerich Bibliografie DOI 10.1055/s-2008-1027977 Manuelle Therapie 2008; 12: 231–232 Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York · ISSN 1433-2671 Korrespondenzadresse Dr. med. dent. Elisabeth Hillerich hillerich-ulm@t-online.de Muss man wirklich ein Sommerwochenende für eine Fortbildung opfern?, dachten die Teilneh- mer bei dem schçnen sonnigen Wetter zu Be- ginn des CDM-Workshops in Günzburg. Aber sie hatten diese Rechnung ohne den Wirt ge- macht –, sprich die Organisatoren OA Dr. Mar- kus Dirheimer, Dr. Elmar Ludwig und die Phy- siotherapeuten Claus und Dçrte Beyerlein, die alle aufkeimenden Gedanken an andere Wo- chenendfreuden vom Moment der Begrüßung bis zur Verabschiedung vertrieben. Dazwischen lagen viele Stunden intensiver Zu- sammenarbeit – im wahrsten Sinne des Wortes. Ziel des Workshops war es, Zahnärzten und Phy- siotherapeuten das Miteinander an gemeinsamen Patienten zu erleichtern und das vorhandene Wis- sen und Kçnnen zu vernetzen. Beide Berufsgrup- pen haben denselben Patienten mit denselben Problemen vor sich, aber jede mit eigenen diag- nostischen und therapeutischen Ansätzen. Fast alle Teilnehmer hatten bereits Erfahrungen mit der schwierigen Kommunikation gemacht. Um diese Barriere zu abzubauen, wurden zu- nächst die aufgrund der Ausbildung und der Sicht auf den Patienten unterschiedlichen He- rangehensweisen vorgestellt. Immer im Wech- sel trugen Zahnärzte und Physiotherapeuten ihre Fachgebiete vor. Zunächst wurden die Ur- sachen und Erscheinungsbilder der cranioman- dibulären Dysfunktion (CMD) präsentiert, die recht vielfältig und nicht immer eindeutig zu- zuordnen sind. Die Bandbreite reicht von einfa- chen Spannungsgefühlen am Morgen bis zu Dauerkopfschmerzen. In der Zahnmedizin gibt es inzwischen sehr auf- wendige Verfahren zur Erkennung, Analyse und Therapie von CMD-Patienten. Vor allem wurden für die Alltagspraxis taugliche Diagnose- und Therapieformen beschrieben, aus denen sich je- der die für sich und seine Patienten passenden Module zusammenstellen kann. Die Physiothe- rapeuten haben die Wechselwirkung des cra- niomandibulären Systems und der gesamten Wirbelsäule zu untersuchen und gezielt zu the- rapieren. Fazit: Mit Schiene allein kommen sie bei vielen Problemen nicht zum Ziel; vielmehr müssen auch andere Fachdisziplinen zur Mithil- fe in die Planungen miteinbezogen werden. Den Abschluss des 1. Tages bildete der hervorra- gende Vortrag von PD Dr. Peter Steffen, Leiter des Schmerzzentrums Ulm. Alle staunten über die vielen Kopfschmerzformen, die uns bis zum „Fühlen“ nahegebracht wurden. Er demonstrier- te sehr eindrücklich sowohl die Unterschiede als auch die daraus resultierenden Therapien. Am 2. Tag folgt dann die praktische Anwendung. In kleinen Gruppen wurden die zahnärztliche und physiotherapeutische Diagnostik und The- rapie schrittweise erläutert und wechselseitig geübt. Auf beiden Seiten kam es zu deutlichen Aha-Effekten und gegenseitigem Respekt. Die einzelnen Gruppen verbissen sich in ausgiebige Erklärungen und Diskussionen über die bereits gemachten Erfahrungen. Die interessanten Ge- spräche zwischen Physiotherapeuten und Zahn- ärzten zeigten die Notwendigkeit der Vernet- zung und des Gebrauchs „derselben Sprache“. Genau das hat der Workshop mit Sicherheit bei den Teilnehmern in Gang gesetzt. Abschließend wurden Patienten mit sehr kom- plizierten Problemen vorgestellt. Auch wenn die- se so nicht jeden Tag in der Praxis vorkommen, waren sie sehr hilfreich, da sie deutlich machten, dass einerseits nur die interdisziplinäre Verstän- digung und Zusammenarbeit und andererseits außergewçhnlich viel Geduld von allen Beteilig- ten zum akzeptablen Ziel führt. Die Therapie von CMD kann die Situation oft nur verbessern, nicht vollständig heilen. Das war auch ein Fazit des Workshops: dem Patienten das Leben leichter Hillerich E. 3. CMD-Workshop „Physio… Manuelle Therapie 2008; 12: 231–232 Kongressbericht 231 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.
  2. 2. zu machen –, ein Wohlfühl-Workshop auch im Sinne der Pa- tienten. Bereits für den 20./21. März 2009 ist ein weiterer CMD-Work- shop in Günzburg geplant. Weitere Informationen bzw. Flyer sind unter folgenden E-Mail-Adressen erhältlich: elmar_lud- wig@t-online.de oder info@physiotherapie-beyerlein.de. Abb. 1 Praktische Übung von Physiotherapeuten und Zahnärzte ge- meinsam. Abb. 2 Diagnostik: Physiotherapeuten üben die zahnärztliche Untersu- chung. Hillerich E. 3. CMD-Workshop „Physio… Manuelle Therapie 2008; 12: 231–232 Kongressbericht232 Heruntergeladenvon:FHCampusWien.Urheberrechtlichgeschützt.

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