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Wirtschaft Kultur Politik
Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten
Erfolgsfaktoren guter Kommunikation
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Wissenschaftsdialog 2014 der Bundesnetzagentur: Alexander Eisenkopf, Christian Burgdorf, Markus Rhomberg, Zeppelin Universität: Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten - Erfolgsfaktoren guter Kommunikation

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Impulsvortrag Kommunikation auf dem Wissenschaftsdialog 2014 der Bundesnetzagentur. Mehr erfahren Sie unter: www.netzausbau.de/wissenschaftsdialog

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Wissenschaftsdialog 2014 der Bundesnetzagentur: Alexander Eisenkopf, Christian Burgdorf, Markus Rhomberg, Zeppelin Universität: Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten - Erfolgsfaktoren guter Kommunikation

  1. 1. zeppelin universität zwischen Wirtschaft Kultur Politik
  2. 2. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten Erfolgsfaktoren guter Kommunikation Vortrag am 25. September 2014 Wissenschaftsdialog 2014 | Bundesnetzagentur | Bonn Alexander Eisenkopf, Christian Burgdorf, Markus Rhomberg
  3. 3. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Ausgangslage Der neue Widerstand 3 | öffentlicher Widerstand gegen Infrastrukturprojekte nimmt zu | hohe Intensität der Proteste, scheinbar geringe Kompromissbereitschaft | Ausweitung auf vormals unproblematische Projekte | Verschärfung durch gesellschaftlichen Wandel | unmittelbare Folgen | Verzögerungen, Kostensteigerungen, erhöhte Gefahr des Scheiterns | mittelbare Folgen | Investoren werden abgeschreckt, Politiker stoßen keine Projekte mehr an, Gesellschaftskonflikte | zügige und konsequente Realisierung von Infrastrukturprojekten ist von fundamentaler Bedeutung für moderne Volkswirtschaften | Informationsvermittlung und Informationsaustausch nimmt bei der Konfliktvermeidung zentrale Rolle ein
  4. 4. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Öffentliche Relevanz von Infrastrukturprojekten Berichterstattung über Infrastrukturprojekte nimmt stark zu (mit Schwankungen) 4 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Grundgesamtheit | Berichterstattung über alle Projekte nach Jahren (Artikelanzahl)
  5. 5. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Definitionen Abstimmung Was ist Bürgerbeteiligung? 6 Aktivierende Befragung Aktiver Widerstand Antrag Arbeitsgruppe Aufsuchende Beteiligung Aushang Auslegung Ausschuss Ausstellung Battelle-Modell Befragung/Konsultationen Beirat Beschwerdemanagement Bürgerentscheid Bürgerforum Bürgergutachten Bürgerhaushalt Bürgerinitiative Bürgerpanel Bürgerstiftung Bürgerversammlung C.E.A.T.-Verfahren Charrette Citizens‘ Jury Community Advisory Panel Community Organising Delphi-Befragung Demokratie Werkstatt Demonstrationen Ehrenamt E-Participation Erörterung Exkursion Fishbowl Fokusgruppe Fragestunde Gemeinwesenarbeit Gegenvorschläge Genossenschaft Informationsveranstaltung Intermediäre Organisation Internetforen Kampagne Kompetenzwerkstatt Konfliktgespräch Konfliktmanagement Konsensuskonferenz Kooperative Kooperativer Diskurs Kummerkasten Laienworkshop Landsgemeinde Lokale Partnerschaften Lokaltermin Markt Mediation/Schlichtung Multi-Agency-Organisation Nachbarschaftstreff Offene Bürgerbeteiligung Open Space Partei Passiver Widerstand Perspektivenwerkstatt Petition Plakataktionen Planspiel Planungszelle Planungswerkstatt Projektmarkt Podiumsdiskussion Quartiersmanagement Ratschlagsverfahren Real Time Strategic Change Runder Tisch Stadtteilkonferenz Storytelling Supervision Szenario-Workshop Teledemokratie Umfrage Verein Verkehrsforum Volksinitiative Volksbegehren Volksentscheid Vorschlagswesen Vortrag Wählergemeinschaft Wahl Walt-Disney-Methode Wertschätzende Erkundung Workshop Zielgruppenbeteiligung Zukunftskonferenz Zukunftswerkstatt ...
  6. 6. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Definitionen Was ist Bürgerbeteiligung? 7 Bürgerbeteiligung meint Instrumente, die dazu dienen sollen, die Öffentlichkeit in politische oder genehmigungsrechtliche Entscheidungs- bzw. Planungsprozesse einzubinden.
  7. 7. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Definitionen Partizipationsstufen 8 Information Anhörung Dialog Mitsprache Mitentscheidung Entscheidung (Angelehnt an Arnstein, 1969)
  8. 8. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Definitionen Zielgruppeneinteilung 9 | NIMBYS | direkte Betroffenheit | Entschädigung unter Umständen möglich | grundsätzlich kein Zweifel an der allgemeinen Vorteilhaftigkeit des Vorhabens | FUNDIS | kein unmittelbarer Projektbezug, Vorhaben nur als Vehikel für allgemeinen Protest (Fundamentalprotest) | keine oder nur geringe Kompromissbereitschaft | NEUTRALOS | zunächst unbeteiligt | latentes allgemeines Interesse an Politik bzw. konkretes Interesse am Projekt  kann im Verlauf der Realisierungsphase aktiviert werden
  9. 9. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Erfolgsfaktoren guter Kommunikation „Vorbild“ Stuttgart 21 10 | arrogantes Auftreten der Projektpartner | von Anfang an „Projekt von oben“ | »Ich lasse mir Stuttgart 21 nicht von 25 Leuten verderben, die lieber mit dem Fahrrad fahren wollen.« (Landesverkehrsminister Hermann Schaufler, Anfang Oktober 1996) | »Wenn Vati die Wanderstiefel einpackt, dann ist der Fall erledigt. Dann bleibt die Badehose draußen.« (Günther Oettinger, April 2009) | Bedenken werden nicht ernstgenommen, Gegenvorschläge ignoriert | Gesamtkonzept steht bei Veröffentlichung 1994 weitgehend fest | keine Diskussion über das Ob, über das Wie nur eingeschränkt | Intransparenz bei den Fakten: Kosten, Wirtschaftlichkeit, Zweck etc. | ständiger Verweis auf »demokratische Legitimation« des Vorhabens | keine bzw. schlechte Öffentlichkeitsarbeit | 1995, 1996 (kritische Startphase) keine nennenswerten PR-Aktionen | ab 1997 zahlreiche erfolglose Kampagnen wie Turmforum, Offene Bürgerbeteiligung, »Das neue Herz Europas«, zumeist nicht koordiniert
  10. 10. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Erfolgsfaktoren guter Kommunikation „Vorbild“ Stuttgart 21 11 | Vielstimmigkeit in Krisenzeiten | Projektpartner sind zwischen 1999 und 2001 sowie 2003 und 2007 ausschließlich mit sich selbst beschäftigt | Streit zwischen den Projektpartnern wird auch öffentlich ausgetragen | zunehmend negative Berichterstattung über Stuttgart 21 wird hingenommen | Projektgegner übernehmen Meinungsführerschaft im öffentlichen Diskurs, etablieren Argumente gegen Stuttgart 21 und forcieren ihre Alternativen | Projektgegner gelten in der Öffentlichkeit als Experten
  11. 11. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Erfolgsfaktoren guter Kommunikation Inversion 12 | frühzeitige Einbindung aller Beteiligten | kontinuierliche Umfeldanalyse | Kommunikation auf Augenhöhe | sachliches Auftreten, keine „Gönner“-Haltung, gleichbleibende Ansprechpartner | nicht nur Information, sondern auch Diskussion (Dialog) | Bedenken und Verbesserungsvorschläge ernst nehmen | Wahrhaftigkeit | Zweck/Nutzen, Kosten, Risiken klar benennen, keine Täuschung | Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligung aufzeigen | von Beginn an angemessene Öffentlichkeitsarbeit | einfache Sprache, Fachjargon übersetzen, komplexe Sachverhalte vereinfachen | grundsätzlich Sachargumente im Vordergrund, situationsbezogen | Zielgruppenorientierung, Phasenorientierung | Prozesse standardisieren, interne Roadmap | bei mehreren Projektpromotoren: geschlossenes Auftreten, enge Abstimmung
  12. 12. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Erfolgsfaktoren guter Kommunikation Kommunikation gut...alles gut? 13 | Akzeptanzsteigerung und Konfliktvermeidung allein durch verbesserte Kommunikation unwahrscheinlich | Kommunikationsmaßnahmen allein schaffen nur Scheinbeteiligung, reduzieren nicht das Machtgefälle | u.U. sogar negative Auswirkungen
  13. 13. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Erfolgsfaktoren guter Kommunikation Kommunikation gut...alles gut? 14 | Bürger wollen im Konfliktfall auch über das „Ob“ entscheiden können | Repräsentative Demokratie wird zunehmend als unzureichend angesehen, Verschärfung durch Krisen, „alternativlosen“ Politikstil, Enttäuschung des Bürgertums über Merkel II | erhebliches und wachsendes Misstrauen der Bürger gegenüber öffentlichen Institutionen und Politikern  Souverän fordert Entscheidungsgewalt (teilweise) zurück | Kommunikation kann substanzielle Schwächen von Genehmigungsverfahren (insbesondere PFV) nicht ausgleichen | Öffentlichkeitsbeteiliung/Anhörung viel zu spät | hohe Komplexität und Langwierigkeit | strenges Prozedere | Dominanz juristischer Aspekte | Ohnmachtsgefühl von Betroffenen wegen Phalanx aus Politik, Gerichten und Verwaltung | Verbände verfolgen meist eigene Ziele | durch fehlende Augenhöhe zudem kaum Anreize für Projektpromotoren, gute Kommunikationsstrategien zu entwickeln und anzuwenden
  14. 14. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 63,82% 22,66% 13,52% 64,59% 13,59% 21,83% 0,00% 10,00% 20,00% 30,00% 40,00% 50,00% 60,00% 70,00% ja nein weiß nicht Protest denkbar Einsatz denkbar Umfrage Vergleich möglicher Protest gegen ein Projekt / möglicher Einsatz für ein Projekt 16
  15. 15. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 19,27% (n=132) 25,26% (n=173) 27,45% (n=188) 18,54% (n=127) 8,32% (n=57) 0,88% (n=6) 0,29% (n=2) 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% stimme voll und ganz zu stimme eher zu teils, teils stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht keine Angabe n=685 Umfrage Die Bürger sollten im Vorfeld über den Bau von Großprojekten entscheiden. 17
  16. 16. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 35,91% (n=246) 34,89% (n=239) 15,62% (n=107) 8,76% (n=60) 3,80% (n=26) 0,73% (n=5) 0,29% (n=2) 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% 35,00% 40,00% stimme voll und ganz zu stimme eher zu teils, teils stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht keine Angabe n=685 Umfrage Die Bürger sollten verstärkt in die Projektplanungen eingebunden werden, entscheiden soll weiterhin die Politik. 18
  17. 17. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 5,69% (n=39) 19,27% (n=132) 22,04% (n=151) 28,91% (n=198) 22,34% (n=153) 0,44% (n=3) 1,31% (n=9) 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% 35,00% stimme voll und ganz zu stimme eher zu teils, teils stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht keine Angabe n=685 Umfrage Es genügt, wenn Großprojekte durch das zuständige politische Gremium beschlossen werden. 19
  18. 18. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 3,94% (n=27) 8,18% (n=56) 21,61% (n=148) 37,37% (n=256) 26,13% (n=179) 1,90% (n=13) 0,88% (n=6) 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% 35,00% 40,00% stimme voll und ganz zu stimme eher zu teils, teils stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht keine Angabe n=685 Umfrage Die Bürger sind ausreichend in die Planungen eingebunden. 20
  19. 19. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 3,80% (n=26) 35,33% (n=242) 24,38% (n=167) 8,61% (n=59) 24,53% (n=168) 7,30% (n=50) 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% 35,00% 40,00% UnterschreibeneinerPetition OrganisierungeinerPetitionoder einerUnterschriftensammlung TeilnahmeaneinerOnline- DiskussionmitVerantwortlichen TeilnahmeanGesprächenmit Verantwortlichen Engagementineiner Bürgerinitiative/NGO/Interessenverba nd Volksabstimmung n=685 Umfrage Ich könnte mir nicht vorstellen, mich an folgender Partizipationsform zu beteiligen: 21
  20. 20. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 0,00% 5,00% 10,00% 15,00% 20,00% 25,00% 30,00% 35,00% 40,00% 45,00% stimme voll und ganz zu stimme eher zu teils, teils stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht keine Angabe Öffentliche Einrichtungen Politiker n=685 Umfrage Generell habe ich großes Vertrauen in die öffentlichen Einrichtungen bzw. Politiker in Deutschland. 22
  21. 21. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten Thesen 23 | Konfliktlösungsstrategien notwendig, da Proteste zugenommen haben und weiter zunehmen könnten. Verzögerungen/Blockaden bei großen Infrastrukturprojekten drohen | NEUTRALOS werden verstärkt zu potenziellen Projektgegnern, zumindest aber zu Beteiligten | demografischer Wandel, Wohlstandsgesellschaft | wenig Vertrauen in politische Institutionen/Politiker  Bürger fordern Entscheidungsgewalt teilweise zurück, Infrastrukturprojekte dafür besonders gut geeignet | zunehmend kritische Hinterfragung gesellschaftlich relevanter Sachverhalte/politischer Entscheidungen (insb. Umwelt/Klima, Externalitäten) | einfache Informationsbeschaffung und Vernetzung über das Internet | neue Situation durch Stuttgart 21 | Massenproteste | Relevanz für politische Entwicklungen | Blockadepotenzial am größten, wenn Verschmelzung von NIMBYS, FUNDIS und NEUTRALOS zu einem geschlossenen Protestblock stattfindet und Protestmotive der FUNDIS dominieren
  22. 22. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten Thesen 24 | Bürgerbeteiligung ist geeignet, Konfliktpotenziale abzubauen, sofern NEUTRALOS (noch) kooperationsbereit sind bzw. aus projektbezogenen Gründen protestieren | Bürger (NEUTRALOS) wollen nicht unbedingt entscheiden, aber entscheiden können  Kontrollmöglichkeit. Bereitschaft zum zeitintensiven Engagement ist begrenzt | Kommunikation ist ein wichtiger Baustein von Akzeptanzsteigerungsstrategien, aber nur zusammen mit einer substanziellen Ausweitung von echter Beteiligung sinnvoll | Scheinbeteiligung kann kontraproduktiv wirken und Widerstände verstärken
  23. 23. Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten | 25. September 2014 Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten Vorschläge 25 | möglichst frühe Bürgerbeteiligung, da Sachargumente im Verlauf der Realisierung immer unwichtiger werden und zunehmende Verschmelzung die sachorientierte Auseinandersetzung erschwert, Ziel: Verschmelzung von vornherein verhindern | zielgruppenorientierte Bürgerbeteiligung | NIMBYS: Haircut bei den Genehmigungsverfahren, Beteiligung vorziehen (ROV statt PFV), Rückbesinnung auf Feststellen der Betroffenheit, neue Medien nutzen | NEUTRALOS: Informationsveranstaltungen, Planungswerkstätten, Online- Diskussionsforen etc. | FUNDIS: können nicht über projektbezogene Bürgerbeteiligung erreicht werden | Planungen müssen zumindest zum Teil ergebnisoffen sein (Wie), Bürger müssen Projekt bis zum Beginn der Bauphase (PONR) stoppen können (Ob) | Abstimmung als letztes Mittel, Politik wird durch „Damoklesschwert“ gezwungen, auf Augenhöhe mit den Bürgern zu diskutieren  Anreiz für ernsthafte Diskussionen | Abstimmung „von unten“ (Unterschriften) auf Kommunal- oder Landesebene über konkretes Projekt, andere Ebenen und ex-ante-Entscheidungen grundsätzlich zu abstrakt, Ausnahmen denkbar (Energiewende)

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