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Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig 2020
Grabung Schandelah
Siebente Grabungskampagne
2020
Alle Rechte : SNHM Braunschweig
Texte und Bilder – soweit nicht gesondert vermerkt – Volker Tenzer
Lageplan in
topografischer Karte
Google maps
Grabung
Schandelah
Grabung
Hondelage
Ausschnitt aus der geologischen Karte der Umgebung von Braunschweig , Quartär und Tertiär abgedeckt,
nach Kockel 1997, kleine Veränderungen
Und der geologische Überblick
Vorab noch ein
Nachtrag aus 2019
Da sind wir wieder zur
siebenten
Grabungskampagne 2020
nach einem milden Winter
und nassem Jahresstart.
Wir schreiben den
24.02.2020
Und schon fängt es wieder an zu regnen
Die Geoden sind im Verlauf des
Winters zerkleinert worden
Das war aber nicht nur vom Wetter bedingt.
Hier war Thilo Lampe auf Insektensuche
Hier lagern seine Beifunde
Ammoniten in Körpererhaltung
aus einer Geode
Vor dem Grabungsgelände wurde mit
schwerem Gerät der Wald aufgeräumt
So sah es also am 24.02 aus
Und 4 Wochen später war es auch
nicht besser
Es ließen sich erste Pilze blicken
Die Neuanpflanzungen haben kräftig zugelegt
Die Steine im Wald lassen Bautätigkeit erwarten
Es geht um die Versetzung dieses Bauwerkes
an die Grabungsstelle als Unterkunft für
Aktivitäten als außerschulischer Lernort
Hier ist auch schon ein Baum
entfernt
Profis tragen den
Bau fachgerecht ab
Die Firstziegel kann man
schon als historisch
bezeichnen
Das war es denn wohl
mit der alten
Feldscheune
So mit verschlossenen Toren erhoffen wir uns das Jahr 2020 nicht, aber das
Coronavirus sorgt doch zur Zeit für Verunsicherung über den weiteren
Jahresverlauf
Das Verkehrsschild auf dem Weg zur Grabungsstelle hat stark gelitten
Während links des Weges Osterglocken blühen
benutzten „Naturfreunde“ den Graben rechts des
Weges als Abfalldeponie
Neue Gesichter im Grabungsteam,
und der Abraum, den sie produzierten,
hinten im Bild
Frühling auf dem Grabungsgelände,
und dann das…
Die Experten erkennen
sofort:
Das war mal ein Krokodil
Erst die Knochen……
…..dann die
typischen
Plattenelemente
Jetzt ist mal wieder Feinarbeit nötig
Man entscheidet, die Oberfläche zu
festigen, um sie von unten zu präparieren
Festigung und Transportsicherung
Dieser Klops wird jetzt
gedreht und ins
Museum geschafft
Da liegt er nun, etwas unspektakulär.
Wir verfolgen, was daraus wird.
Der Chef wirkt zufrieden, wegen des Fundes und wegen
des Harzer Käses zum Mittagessen
Nochmals:
Neue Gesichter
im
Grabungsteam
Flächenabtragung auf der neuen Grabungsfläche
Man fühlt sich in der freien Natur viel sicherer mit einem guten Wachhund
Gegenverkehr auf dem Weg nach Haus
Schweres Gerät im Wald zur
Gestaltung eines Rundweges
unter Einschluss der
Grabungsstelle
Hier ist der Platz für das Haus des außer-
schulischen Lehr- und Lernortes, direkt am
Eingang zur Grabungsstelle
Es wird weiter gewühlt, jetzt um
die Grabungsstelle herum
Auch ein neuer Zaun wird
gesetzt
Hier trennt er die Grabungsstelle von
dem anschließenden Feuchtgebiet
Das sieht ja wie ein Erholungsgebiet aus
Die sind zwischenzeitlich innerhalb
der Umzäunung abgestellt
Es wird gebaut
Das Fundament wird gegossen
Dann sind die
Zimmerleute dran
Hier wird fachgerecht Altes mit
Neuem verbunden
Das Dach ist schon soweit
vorbereitet
Mit Ziegeln und Dachfenstern sieht das schon gut aus
Auch der Weg um die Grabungsstelle wird
trotz der Bauarbeiten schon gut angenommen
Irgendwie müssen jetzt die Steine
ins Holz eingearbeitet werden
Auch für andere Lebewesen rund um die
Grabungsstelle wird gesorgt
Der Unterbau aus
Bruchsteinen wirkt
stark
Man ist schon bei den
Abschlussarbeiten
Sieht schon richtig gut aus, wird aber noch besser
Gleichzeitig wird aber noch
gegraben.
Da nichts Großes gefunden
wird, blicken wir mal auf das
Kleine
Es folgen zwei bemerkenswerte Insekten:
Die ist ein Netzflügler (Neuroptera), zu denen zum Beispiel
unsere heutigen Florfliegen gehören
Foto: Thilo Lampe
Und dies ein Zweiflügler (Diptera), ein Vorläufer unserer Stubenfliege
Foto: Thilo Lampe
Wieder mal eine Platte mit schnell
vergänglichen Ammoniten
Eine Neuanpflanzung
umgeben von drei
fossilen Baumstämmen
aus der Grabungsstelle
Graben macht durstig
Weitere Eindrücke von der
Grabung
Und auch am Haus geht es weiter
Der Innenausbau hat schon begonnen.
Die Freifläche ist befestigt und eine Treppe zum
Dachgeschoß fertiggestellt
Eine Tür ist eingebaut, der Freisitz wird mit erläuternden Bildern versehen
Jurameer
Erläuterungen auch außen, wichtig dazu die Maßnahmen zur
Stabilisierung der Wasserversorgung
Aber auch an dunkle Tage der Geschichte wird erinnert
Auch der Eingang zum Gelände
wird neu beschildert
Der neu gestaltete Naturpfad Wohld umrundet
auch das Grabungsgelände
In der Folge werden am Weg die
einzelnen Erdzeitalter bis zum Jura
vorgestellt
Um die Grabungsstelle herum mit ihren Neuanpflanzungen
alter Baumarten führt der Pfad in den anschließenden Wald
Überall neue Schilder
Die Klopfstelle für Besucher liegt außerhalb
der eingezäunten Grabungsstelle
Bilder vom Naturpfad
Wohld im angrenzenden
Wald
Aber es ist überall Interessantes
zu entdecken.
Blütenpracht und Schlehen
Das Familienfoto zur offiziellen Eröffnung des
Feldstalls und des Naturpfades Wohld
Foto: Achim Ritter
Der folgende Tag des
Geotops stand ganz unter
den Corona-Regeln
Dass ein unfreundlicher Zeitgenosse einen Tag vorher die Teile einer
zerschlagenen Toilette hier entsorgt hat, gehörte nicht zum Programm
Fotos: Achim Ritter (6)
Dann aber strahlender Sonnenschein zu Beginn der Veranstaltung
Wegen Corona sind besondere Hygienevorschriften einzuhalten
Trotzdem waren fast 900
Gäste da
Interessierte Zuschauer vor und hinter dem Zaun
Und auch die freiwillige Feuerwehr Schandelah war wieder mit von der Partie
Fotos: Achim Ritter (7)
Wenden wir uns jetzt mal den
vielen Kleinfunden zu.
Für den Betrachter vielleicht nicht
so spektakulär wie ein
Ichthyosaurier aber für die Profis
auch sehr wichtig, um ein
Gesamtbild der Vergangenheit
aufzuzeigen.
Und auch sehr hübsch
Zähne vom Hai und Ichthyosaurier
Wirkt wie neu, ist aber 180 Millionen Jahre alt, ein Koprolith
Ein Krokodilwirbel
Rippen….
….eines nicht
bestimmten
Fossils, ca. 5,5 cm
…. eines Plesosauriers,
ca. 30 cm
Fragment eines Schlangensternes, ca. 3 cm
Der Herbst naht und es
wird wieder etwas
feuchter
Fotos: Ralf Kosma (5)
Und dann auch noch
sowas:
Der Lastwagen
verfährt sich auf
dem Naturpfad …
… und hinterlässt deutliche Spuren
Herbstlicher
Paläowald
Aber es wird auch immer noch gearbeitet
Auch Besucher zieht es immer noch zur Grabungsstelle
Dann aber ist die diesjährige Kampagne endgültig gelaufen
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Uns bleibt die Hoffnung auf ein für alle gesundes Jahr 2021

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