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WINDENERGIE




Franz Mitsch auf einer Anlage
   des Projektes auf der Neut-
scher Höhe, das er zusammen
   mit 37 weiteren Betreibern
    realisierte. Im Hintergrund
  ist die Rhein-Main-Ebene zu
      sehen. Bisher wurden im
Odenwald nur wenige weitere
           Windparks realisiert.
                              Foto: ESM




                                                                     Odenwald:
                                                                                                            E
                                                                                                                    s geschehen merkwürdige Dinge im Land der Ni-
                                                                                                                    belungen, in dem die Tourismusbranche noch



Schwieriges Terrain
                                                                                                                    heute auf tiefe Wälder, romantische Bäche und
                                                                                                                    die alten germanischen Mythen setzt. Kreispoli-
                                                                                                                    tiker loben einen Unternehmer aus der Windener-
                                                                                                            gie. Aber Anlagen im eigenen Landkreis lehnen sie ab.



   für Windenergie
                                                                                                                »Man kann von einem kleinen Dorf im Odenwald
                                                                                                            heraus die Welt erobern«, lobte der CDU-Landrat des
                                                                                                            Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes, aus Heppenheim
                                                                                                            im Juni den Unternehmer Franz Mitsch, der seine Firma
                                                                                                            Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH in der
                                                                                                            Gemeinde Rimbach zu einem der weltgrößten Lieferan-
                Das Windkraftpotenzial in Südhessen ist erst ansatz-
                                                                                                            ten von schwingungstechnischen Produkten für Wind-
 weise genutzt. Die Politik sträubt sich gegen den Ausbau, ob-                                              energieanlagen gemacht hat.
                                                                                                                »Wir liefern an fast alle großen Hersteller«, so Mitsch,
      wohl sie ansässige Windenergie-Unternehmen als Arbeits-                                               der vor allem mit dem Geschäftsfeld der kleinen aber
                                                                                                            wichtigen Schwingungsdämpfer für Generatoren und
                                                                        platzschaffer feiert.
                                                                                                            Getriebe mehr als 40 Arbeitsplätze geschaffen hat. Für
                                                                                                            seine Leistungen erhielt Mitsch den Unternehmerpreis
                                                                                                            Bergstraße des Bundesverbandes mittelständische Wirt-
                                                                                                            schaft (BVMW). Gleichzeitig erlebt er, wie rings um ihn
Windpark             Landkreis / Gemeinde                    Anzahl      Nennleis-    Strom-
                                                                         tung des   produktion
                                                                                                            herum das Thema Windkraft politisch bekämpft wird.
                                                                        Parks (MW) (Mio. kWh/a)             Allen voran Landrat Wilkes, eben jener Laudator, der
Neutscher Höhe Darmstadt-Dieburg /
                                                                                                            Mitsch zu seinen unternehmerischen Leistungen be-
                                                                 2           1,2              1,4           glückwünschte und ihn als »würdigen Preisträger« be-
(1994) 1       Gemeinde Modautal
                                                                                                            zeichnete.
Neutscher Höhe Darmstadt-Dieburg /
                                                                 1           0,6              0,7               Das Land Hessen ist dafür bekannt, dass die Wind-
(1994) 1       Gemeinde Seeheim-Jugenheim
                                                                                                            energienutzung dort nicht so recht in Gang kommt: Ende
Binselberg           Darmstadt-Dieburg /
                                                                 2            2               2,9           März gab es in dem Bundesland 529 Windkraftanlagen
(2000) 2             Gemeinde Groß-Umstadt
                                                                                                            mit einer Leistung von 443 MW. In den fünf südlichsten
Bad König            Odenwaldkreis /
                                                                 2            3                7            Kreisen sind es sehr viel weniger: In den Kreisen Groß-
(2005) 3             Gemeinde Lützelbach
                                                                                                            Gerau, der Stadt Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, an der
Summe                                                            7           6,8              12
1 Odenwaldwind Gesellschaft für rege-     2 Windpark Binselberg GmbH,   3 AT-Windpark Bad König GmbH
                                                                                                            Bergstraße und im Odenwaldkreis drehen sich gerade
 nerative Energie mbH, Heppenheim          Groß-Umstadt                   & Co. KG, Niebüll
                                                                                                            einmal sieben Anlagen mit einer Leistung von insge-
                                                                                                            samt 6,8 MW (siehe Tabelle 1).
             Tabelle 1: Bestand an Windkraftanlagen in den Kreisen Groß-Gerau,                                  Die Landesregierung in Wiesbaden hat sich zum Ziel
           Stadt Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwaldkreis                                 gesetzt, bis zum Jahr 2015 den Anteil erneuerbarer En-
                                                               Quelle: www.naturpur-energie.ag und andere   ergien auf 15 Prozent zu steigern (siehe SW&W 1/2007,
                                                                                                            S. 22). Dabei setzt Ministerpräsident Roland Koch (CDU)


130   Sonne Wind & Wärme 8/2007
Deutschland
   Wailandtstrasse 7
   63741 Aschaffenburg
   Tel: +49 (0) 6021 15 09 0
   Fax: +49 (0) 6021 15 09 199
   E-mail: info@wind.gamesa.de
   Dänemark
   Vejlsøvej 51
   8600 Silkeborg
   Tel: +45 87 229205 / 9204
   Fax: +45 87 229201
   Frankreich
   Parc Mail
   6 allée Joliot Curie, bâtiment B
   69791 Saint Priest
   Tel: +33 (0) 472 79 47 09
   Fax: +33 (0) 478 90 05 41
   Griechenland
   3, Pampouki Street
   154 51 Neo Psichiko
   Athen
   Tel: +30 21 06753300
   Fax: +30 21 06753305
   Italien
   Via Pio Emanuelli,1
   Corpo B, 2° piano
   00143 Rom
   Tel: +39 0651531036
   Fax: +39 0651530911
   Portugal
   Edificio D. Joâo II
   PARQUE DAS NAÇOES
   Av. D.Joâo II, lote 1.06.2.3–7º B
   1990-090 Lissabon
   Tel: +351 21 898 92 00
   Fax: +351 21 898 92 99
   Grossbritannien
   Rowan House
   Hazell Drive
   NEWPORT
   Süd Wales
   NP10 8FY
   Tel: +44 1633 654 140
   Fax: +44 1633 654 147
   USA
   1 Ben Fairless Drive - Ste. 2
   Fairless Hills, PA 19030
   Tel: +1 215 736 8165
   Fax: +1 215 736 3985
   China
   Room 605,
   CBD International Building
   N.o 16, Yong An Dong Li,
   Chaoyang District
   Beijing 100022
   Tel.: +86 10 8521 9768
   Fax: +86 10 8521 9760



                                                  WACHSEN MIT DEM WIND
                                                  Gamesa verfügt über das Wissen, die                 Montage der Anlagen in 29 Produktionszentren
                                                  Erfahrung und die notwendigen Mittel für die        bis hin zum Betrieb und zur langfristigen
                                                  Entwicklung von Windenergieanlagen, die eine        Wartung der Windparks unserer Kunden.
                                                  maximale Ausnutzung des Windangebotes
                                                                                                      Mit mehr als 10.000 installierten MW gehören
                                                  ermöglichen. So realisieren wir auf allen fünf
                                                                                                      wir zu den führenden Herstellern weltweit.
                                                  Kontinenten profitable Windprojekte für
                                                                                                      Unser Ziel ist, dass die von Gamesa betriebenen
                                                  unsere Kunden.
                                                                                                      Windparks durch ständige Weiterentwicklung
                                                  Wir bieten die Komplettlösung aus einer Hand: Von   unserer technologischen Lösungen zu den
                                                  der Forschung und Entwicklung über die Fertigung    leistungsstärksten des gesamten Marktes
                                                  der entscheidenden Komponenten und der              gehören.



Pol. Ind. Agustinos, C/A s/n           31013 Pamplona (España)   Tel: +34 948 309010 Fax: +34 948 309009 info@gamesacorp.com www.gamesa.es
WINDENERGIE




                                            vor allem auf die stärkere Nutzung der Biomasse. Das
                                            Potenzial der Windenergie bezeichnet er als weitge-
                                            hend ausgeschöpft. Dem widerspricht der Bundesver-
                                            band Windenergie (BWE) deutlich: »Aus unserer Sicht
                                            sind die klimapolitischen Ziele ohne Windkraft nicht zu
                                            erreichen«, so Manfred Gose, der Vorsitzende des BWE-
                                            Regionalverbandes Südhessen.

                                            Bisher wenige Anlagen
                                            Wenn man eine der beiden Autobahnen im hessischen                  Horst Schnur (SPD), Landrat des Odenwaldkreises,
                                            Teil des Rheingrabens gen Süden fährt, schweift der                fordert, seinen Landkreis vollständig als Tabufläche
                                            Blick entlang der Bergstraße nach links zum Graben-                für weitere Windenergieanlagen auszuweisen. Der
                                            rand und dem dahinter liegenden Odenwald. Sichtbar                 Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes
                                            sind von hier aus – bis auf drei Anlagen – keine größe-            (CDU), zugleich Vorsitzender des regionalen Unesco-
                                            ren Windparks, wobei sich geeignete Standorte aus                  Geoparks, will keine Windkraftnutzung innerhalb
                                            Sicht von BWE-Mann Gose durchaus finden ließen. Dies                des ausgewiesenen Geoparks.
                                            sowohl auf den Höhen des Odenwaldes als auch im                                Foto: Landratsamt Odenwaldkreis / Landratsamt Bergstraße
                                            Rheingraben, wie die sich auf der anderen Rheinseite in
                                            Rheinland-Pfalz drehenden Anlagen zeigen.                              Es ist schon dreizehn Jahre her, dass Franz Mitsch zu-
                                                Goses Blick fällt auf den 517 m hohen Melibokus bei            sammen mit 37 Mitbetreibern auf der Neutscher Höhe
    Tabelle 2: Vorranggebiete               Zwingenberg: »Dort am Melibokus haben wir den meis-                mit drei TW600-Anlagen von Tacke bewiesen hatte, dass
für Windenergie in den Land-                ten Wind«. Mit etwa 6,5 m/s in 100 m Nabenhöhe wäre                Windenergie im Odenwald funktioniert. Dann kamen im
    kreisen Groß-Gerau, Stadt               dies sicherlich der ertragsreichste Standort – aber auch           Kreis Darmstadt-Dieburg noch die Projekte Binselberg
  Darmstadt, Darmstadt-Die-                 der umstrittenste. »Nicht nur dort, sondern auf allen ge-          (2000) und Bad König in der Gemeinde Lützelbach (2005)
 burg, Bergstraße und Oden-                 eigneten Kuppen stellt sich aber die Frage, inwieweit              hinzu, und seitdem handeln sich die Projektierer in die-
                     waldkreis              die Menschen bereit sind, dies zu akzeptieren.« Da dürf-           sem Landstrich nur noch Absagen ein. Der Grund dafür:
        Quellen: www.statistik-hessen.de,   te er so falsch nicht liegen, denn bereits Mitten drin im          Der bisherige Regionalplan für Südhessen hält zwar Vor-
         Regierungspräsidium Darmstadt      Odenwald, der sich hinter dem Grabenrand anschließt,               rangflächen für Windkraft bereit, doch die betroffenen
                                            gibt es reichlich Polemik um die Windräder.                        Gemeinden waren bei der zusätzlichen Ausweisung
                                                                                                               weiterer Flächen nicht eingebunden und haben darauf-
Landkreis                  Kreisfläche           Vorrangflächen                     Vorrangflächen                hin Einspruch gegen die Ausweisung erhoben. Momen-
                              (ha)          (aktueller Regionalplan)        (Entwurf des neuen Regional-       tan sieht kein Planer eine echte Chance.
                                                                               plans vor 1. Offenlage)              Derzeit wird der Regionalplan Südhessen, zu dem
                                              Anzahl        Fläche (ha)         Anzahl           Fläche (ha)   der Bereich zählt, fortgeschrieben und befindet sich in
Groß Gerau                      45.305            0               0                 1                 74       der Offenlage. 28 Vorrangflächen für Windenergie sind
Stadt Darmstadt                 12.223            0               0                 1                 20       darin in den fünf Kreisen rund um die Bergstraße und
                                                                                                               den Odenwald ausgewiesen, davon sind vier Areale von
DA-Dieburg                      65.844            5             50                  7                197
                                                                                                               den Bestandsanlagen genutzt. Der Schwerpunkt liegt
Bergstraße                      66.640            5             50                  7                677       mit rund 760 Hektar im Odenwaldkreis und rund 680
Odenwaldkreis                   62.380            6            226                 12                757       Hektar im Kreis Bergstraße. Gegenüber dem alten Regi-
Summe                         252.392           16             325                 28 *            1.725 *     onalplan wurde jetzt deutlich mehr Fläche ausgewie-
*davon 17 Waldflächen mit 1.110 ha. Die Vorrangflächen im Planentwurf können sich im weiteren Verfahren noch     sen, von 325 auf 1.725 Hektar, in allen fünf Kreisen. Vor
 deutlich reduzieren                                                                                           allem ist das darauf zurückzuführen, dass neuerdings
                                                                                                               auch die Wälder für Windkraft freigegeben sind und so
                                                                                                               17 Waldflächen mit knapp 1.110 Hektar hinzukamen
                                                                                                               (siehe Tabelle 2).
                                                                                                                   Ermittelt wurden die Flächen vom zuständigen Re-
                                                                                                               gierungspräsidium in Darmstadt, das dafür neben den
                                                                                                               Windgeschwindigkeiten auch umfangreiche Ausschluss-
                                                                                                               kriterien angewendet hat. Außerdem wurde das Land-
                                                                                                               schaftsbild der Nicht-Waldflächen bewertet und für den
                                                                                                               Wald unterschiedliche Schutzkriterien erarbeitet. Ein um-
                                                                                                               fangreiches Vogelschutzgutachten floss ebenfalls mit
                                                                                                               ein. Nach der Offenlage muss die Politik über die Einwän-
                                                                                                               de entscheiden. Im kommenden Jahr ist eine zweite Of-
                                                                                                               fenlage geplant. In Kraft treten soll der neue Plan dann
                                                                                                               im Jahr 2009.
                                                                                                                   Dass von den derzeitigen Vorrangflächen noch einige
                                                                                                               Abstriche gemacht werden müssen, scheint unvermeid-
                                                                                                               lich: Beispielsweise können die Träger öffentlicher Be-


132   Sonne Wind & Wärme 8/2007
GEMEINSAM GROSSES
lange, wie die Denkmalpflege, noch Einwände         zu behandeln und grundsätzlich für Vorrang-                 BEWEGEN:
erheben. Und auch die Regionalplaner selbst        standorte als »ungeeignet« zu bezeichnen.
werden Fläche für Fläche nochmals unter die        Dies solle insbesondere bei den ausstehenden                     PROJEKTPARTNER
Lupe nehmen, etwa mit Blick auf die Lage in        Einzelfallprüfungen mit in die Entscheidungen
Naturparks.                                        einfließen.                                                           GESUCHT!
    Außerdem muss sich für jede dann noch              Auch der Landrat des Odenwaldkreises,
übrig bleibende Fläche erst einmal ein Inves-      Horst Schnur (SPD) aus Erbach, will Windkraft
tor finden, für den es attraktiv erscheint, hier    nicht in seinem Kreis. Er sagte gegenüber der
ein Projekt zu realisieren. Die Regionalplaner     SW&W: »Wir sind uns bewusst, dass mit der
haben darauf geachtet, dass die Flächen min-       Herausnahme der Vorrangflächen gleichzeitig
destens 18 Hektar groß sind, damit man we-         die Ausschlusswirkung entfällt.« Das bedeutet
nigstens drei Windkraftanlagen mit je 6 Hektar     aber, dass dann qua Gesetz überall Anträge ge-
Flächenbedarf unterbringen kann. Allerdings        stellt werden könnten. Schnur folgert: »Des-
gehen Branchenkenner davon aus, für eine           halb sollte der Odenwaldkreis auch vollstän-
moderne Anlage ab 2 MW mindestens 12 Hek-          dig als Tabufläche für weitere Windenergiean-
tar zu benötigen. BWE-Mann Gose ist schon          lagen ausgewiesen werden«. Doch so etwas
jetzt skeptisch, ob sich auf den dann noch üb-     wird rechtlich sehr problematisch werden.
rig bleibenden Vorrangflächen überhaupt et-             Landrat Schnur ist sich bewusst: »Das Re-
was tun wird – auch mit Blick auf die schlech-     gierungspräsidium glaubt, dass ein inhomo-
te Windkraft-Stimmung in der Region.               genes Gebiet wie der Geopark nicht als Tabu-
                                                   fläche ausgewiesen werden kann, sondern
Streit über den Unesco-Geopark                     höchstens besonders schützenswerte Kernbe-
                                                   reiche. Ansonsten sei der Regionalplan an-
Heftiger politischer Gegenwind kommt vor al-       fechtbar.« Doch für die Ausweisung als Kern-
lem aus den Kreisen Bergstraße und dem Oden-       bereich ist Schnurs Landkreis definitiv zu groß.
waldkreis. Und dabei spielt der Unesco-Geopark     Der Landrat hält außerdem schon die jetzige
Bergstraße-Odenwald eine maßgebliche Rolle.        Ausweisung der Vorranggebiete für fehlerhaft:
Der Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias       Die Bewertung des Landschaftsbildes sei etwa
Wilkes, ist zugleich Vorsitzender des Geoparks.    auf Grundlage heutiger Bauhöhen von Wind-
Er vertritt die Auffassung: »Windpark-Erbauer       kraftanlagen erstellt. Mit Gittermasten könne
und Windkraftanlagen haben natürlich einen         man aber schon weitaus höher bauen.
Anspruch auf Flächen, jedoch nicht innerhalb ei-       Franz Mitsch hält sich aus dieser Diskussion                                                  Halle 2
                                                                                                                                                  Stand C01
nes von der Unesco ausgewiesenen Geoparks.«        weitestgehend heraus: Der Unternehmer hat al-                                             18.-22.09. 2007
Doch der Geopark umfasst nicht nur komplett        le Hände voll zu tun, den Bestellungen der Wind-
die beiden genannten Kreise. Er reicht vom Rhein   krafthersteller aus aller Welt nachzukommen.
im Westen, mitsamt dem Kernkraftwerk Biblis,       In seinem Betrieb am Rande des Rimbacher                 Sie bieten baureif entwickelte oder schlüs-
bis über die Landesgrenzen im Osten nach Ba-       Ortsteils Mitlechtern schafft er ständig neue             selfertige Windenergie-Projekte zum Kauf
den-Württemberg. Im Nordosten erstreckt er         Arbeitsplätze. Jedes Jahr kam in den letzten             und suchen einen verlässlichen, starken
sich fast bis Aschaffenburg, im Süden liegt so-     Jahren eine Halle dazu. Davon profitiert nicht            Partner?
gar Heidelberg innerhalb seiner Grenzen.           nur die Gemeinde, sondern auch seine Zuliefe-            EPURON unterstützt Sie bei der Realisie-
    Um Windkraftnutzung zu verhindern, scheint     rer, von denen sich die meisten in der näheren           rung Ihrer Projekte, sorgt für die Finanzie-
das Schutzgebiet aber keineswegs tauglich zu       Umgebung befinden.                                        rung oder übernimmt fertig gestellte Wind-
sein. So war von der Deutschen Unesco-Kom-             Rimbachs Bürgermeister Hans-Jürgen Pfei-             parks im In- und Ausland.
mission in Bonn zu erfahren, die Geoparks dien-    fer (SPD) ist daher voll des Lobes: »Wir sind
ten vorrangig dem Schutz des geologischen Er-      stolz auf dieses Unternehmen und unterstüt-
                                                                                                            Als Tochter der Conergy AG realisieren wir
bes. In den internationalen Richtlinien zur Ver-   zen Franz Mitsch mit allen Kräften.« Und mög-
gabe des Titels taucht das Thema Windkraft gar     licherweise ist Pfeifer nicht der einzige Bürger-        seit 1998 Windparks in attraktiven Märkten
nicht auf. Bundesweit gibt es sechs Geoparks.      meister, der auf Kreisebene eine verantwor-              wie Deutschland, Frankreich, Italien, Türkei
Henning Zellmer, Geschäftsstellenleiter des        tungsvollere Energiepolitik erwartet. Und so             oder Australien - gerne auch mit Ihnen!
Geopark-Informationszentrums Braunschwei-          glimmt ein kleines Fünkchen Hoffnung am
ger Land in Königslutter, sagt etwa: »Bei uns      sonst eher finsteren Windkraft-Standort Oden-             Sprechen Sie mit uns:
wird Windkraft sogar positiv gesehen, es gibt      wald. BWE-Mann Gose will die Hoffnung nicht               Klaus-Peter Lehmann
sie reichlich im Geopark, in jedem Kreis stehen    aufgeben, wenn er sagt: »Wer weiss, vielleicht           Tel.: +49 / 40 / 271 42 - 3071
Windkraftanlagen.« Und auch Matthias Wilkes        wird die Windkraft hier ja eines Tages wieder            Fax: +49 / 40 / 271 42 - 3300
ist sich dessen bewusst, wenn er zugleich ein-     gesellschaftsfähig.«                           ✹         windenergy@epuron.de
gesteht: »Das Prädikat der Unesco hat keine                                                   Martin Frey
rechtliche Bindung für den Regionalplan.«
    CDU- und FDP-Vertreter in der Regionalver-     Weitere Informationen:                                   www.epuron.de
sammlung, die über den Regionalplan abstim-        Anlagenstatistik: http://reisi.iset.uni-kassel.de
men, gehen daher noch einen anderen Weg            Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH:
                                                   www.esm-gmbh.de
und haben beschlossen, den Geopark wie das         Geopark Bergstraße-Odenwald: www.geo-naturpark.net
Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal        Unesco Geoparks: www.europeangeoparks.org

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Mitsch Preis

  • 1. WINDENERGIE Franz Mitsch auf einer Anlage des Projektes auf der Neut- scher Höhe, das er zusammen mit 37 weiteren Betreibern realisierte. Im Hintergrund ist die Rhein-Main-Ebene zu sehen. Bisher wurden im Odenwald nur wenige weitere Windparks realisiert. Foto: ESM Odenwald: E s geschehen merkwürdige Dinge im Land der Ni- belungen, in dem die Tourismusbranche noch Schwieriges Terrain heute auf tiefe Wälder, romantische Bäche und die alten germanischen Mythen setzt. Kreispoli- tiker loben einen Unternehmer aus der Windener- gie. Aber Anlagen im eigenen Landkreis lehnen sie ab. für Windenergie »Man kann von einem kleinen Dorf im Odenwald heraus die Welt erobern«, lobte der CDU-Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes, aus Heppenheim im Juni den Unternehmer Franz Mitsch, der seine Firma Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH in der Gemeinde Rimbach zu einem der weltgrößten Lieferan- Das Windkraftpotenzial in Südhessen ist erst ansatz- ten von schwingungstechnischen Produkten für Wind- weise genutzt. Die Politik sträubt sich gegen den Ausbau, ob- energieanlagen gemacht hat. »Wir liefern an fast alle großen Hersteller«, so Mitsch, wohl sie ansässige Windenergie-Unternehmen als Arbeits- der vor allem mit dem Geschäftsfeld der kleinen aber wichtigen Schwingungsdämpfer für Generatoren und platzschaffer feiert. Getriebe mehr als 40 Arbeitsplätze geschaffen hat. Für seine Leistungen erhielt Mitsch den Unternehmerpreis Bergstraße des Bundesverbandes mittelständische Wirt- schaft (BVMW). Gleichzeitig erlebt er, wie rings um ihn Windpark Landkreis / Gemeinde Anzahl Nennleis- Strom- tung des produktion herum das Thema Windkraft politisch bekämpft wird. Parks (MW) (Mio. kWh/a) Allen voran Landrat Wilkes, eben jener Laudator, der Neutscher Höhe Darmstadt-Dieburg / Mitsch zu seinen unternehmerischen Leistungen be- 2 1,2 1,4 glückwünschte und ihn als »würdigen Preisträger« be- (1994) 1 Gemeinde Modautal zeichnete. Neutscher Höhe Darmstadt-Dieburg / 1 0,6 0,7 Das Land Hessen ist dafür bekannt, dass die Wind- (1994) 1 Gemeinde Seeheim-Jugenheim energienutzung dort nicht so recht in Gang kommt: Ende Binselberg Darmstadt-Dieburg / 2 2 2,9 März gab es in dem Bundesland 529 Windkraftanlagen (2000) 2 Gemeinde Groß-Umstadt mit einer Leistung von 443 MW. In den fünf südlichsten Bad König Odenwaldkreis / 2 3 7 Kreisen sind es sehr viel weniger: In den Kreisen Groß- (2005) 3 Gemeinde Lützelbach Gerau, der Stadt Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, an der Summe 7 6,8 12 1 Odenwaldwind Gesellschaft für rege- 2 Windpark Binselberg GmbH, 3 AT-Windpark Bad König GmbH Bergstraße und im Odenwaldkreis drehen sich gerade nerative Energie mbH, Heppenheim Groß-Umstadt & Co. KG, Niebüll einmal sieben Anlagen mit einer Leistung von insge- samt 6,8 MW (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Bestand an Windkraftanlagen in den Kreisen Groß-Gerau, Die Landesregierung in Wiesbaden hat sich zum Ziel Stadt Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwaldkreis gesetzt, bis zum Jahr 2015 den Anteil erneuerbarer En- Quelle: www.naturpur-energie.ag und andere ergien auf 15 Prozent zu steigern (siehe SW&W 1/2007, S. 22). Dabei setzt Ministerpräsident Roland Koch (CDU) 130 Sonne Wind & Wärme 8/2007
  • 2. Deutschland Wailandtstrasse 7 63741 Aschaffenburg Tel: +49 (0) 6021 15 09 0 Fax: +49 (0) 6021 15 09 199 E-mail: info@wind.gamesa.de Dänemark Vejlsøvej 51 8600 Silkeborg Tel: +45 87 229205 / 9204 Fax: +45 87 229201 Frankreich Parc Mail 6 allée Joliot Curie, bâtiment B 69791 Saint Priest Tel: +33 (0) 472 79 47 09 Fax: +33 (0) 478 90 05 41 Griechenland 3, Pampouki Street 154 51 Neo Psichiko Athen Tel: +30 21 06753300 Fax: +30 21 06753305 Italien Via Pio Emanuelli,1 Corpo B, 2° piano 00143 Rom Tel: +39 0651531036 Fax: +39 0651530911 Portugal Edificio D. Joâo II PARQUE DAS NAÇOES Av. D.Joâo II, lote 1.06.2.3–7º B 1990-090 Lissabon Tel: +351 21 898 92 00 Fax: +351 21 898 92 99 Grossbritannien Rowan House Hazell Drive NEWPORT Süd Wales NP10 8FY Tel: +44 1633 654 140 Fax: +44 1633 654 147 USA 1 Ben Fairless Drive - Ste. 2 Fairless Hills, PA 19030 Tel: +1 215 736 8165 Fax: +1 215 736 3985 China Room 605, CBD International Building N.o 16, Yong An Dong Li, Chaoyang District Beijing 100022 Tel.: +86 10 8521 9768 Fax: +86 10 8521 9760 WACHSEN MIT DEM WIND Gamesa verfügt über das Wissen, die Montage der Anlagen in 29 Produktionszentren Erfahrung und die notwendigen Mittel für die bis hin zum Betrieb und zur langfristigen Entwicklung von Windenergieanlagen, die eine Wartung der Windparks unserer Kunden. maximale Ausnutzung des Windangebotes Mit mehr als 10.000 installierten MW gehören ermöglichen. So realisieren wir auf allen fünf wir zu den führenden Herstellern weltweit. Kontinenten profitable Windprojekte für Unser Ziel ist, dass die von Gamesa betriebenen unsere Kunden. Windparks durch ständige Weiterentwicklung Wir bieten die Komplettlösung aus einer Hand: Von unserer technologischen Lösungen zu den der Forschung und Entwicklung über die Fertigung leistungsstärksten des gesamten Marktes der entscheidenden Komponenten und der gehören. Pol. Ind. Agustinos, C/A s/n 31013 Pamplona (España) Tel: +34 948 309010 Fax: +34 948 309009 info@gamesacorp.com www.gamesa.es
  • 3. WINDENERGIE vor allem auf die stärkere Nutzung der Biomasse. Das Potenzial der Windenergie bezeichnet er als weitge- hend ausgeschöpft. Dem widerspricht der Bundesver- band Windenergie (BWE) deutlich: »Aus unserer Sicht sind die klimapolitischen Ziele ohne Windkraft nicht zu erreichen«, so Manfred Gose, der Vorsitzende des BWE- Regionalverbandes Südhessen. Bisher wenige Anlagen Wenn man eine der beiden Autobahnen im hessischen Horst Schnur (SPD), Landrat des Odenwaldkreises, Teil des Rheingrabens gen Süden fährt, schweift der fordert, seinen Landkreis vollständig als Tabufläche Blick entlang der Bergstraße nach links zum Graben- für weitere Windenergieanlagen auszuweisen. Der rand und dem dahinter liegenden Odenwald. Sichtbar Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes sind von hier aus – bis auf drei Anlagen – keine größe- (CDU), zugleich Vorsitzender des regionalen Unesco- ren Windparks, wobei sich geeignete Standorte aus Geoparks, will keine Windkraftnutzung innerhalb Sicht von BWE-Mann Gose durchaus finden ließen. Dies des ausgewiesenen Geoparks. sowohl auf den Höhen des Odenwaldes als auch im Foto: Landratsamt Odenwaldkreis / Landratsamt Bergstraße Rheingraben, wie die sich auf der anderen Rheinseite in Rheinland-Pfalz drehenden Anlagen zeigen. Es ist schon dreizehn Jahre her, dass Franz Mitsch zu- Goses Blick fällt auf den 517 m hohen Melibokus bei sammen mit 37 Mitbetreibern auf der Neutscher Höhe Tabelle 2: Vorranggebiete Zwingenberg: »Dort am Melibokus haben wir den meis- mit drei TW600-Anlagen von Tacke bewiesen hatte, dass für Windenergie in den Land- ten Wind«. Mit etwa 6,5 m/s in 100 m Nabenhöhe wäre Windenergie im Odenwald funktioniert. Dann kamen im kreisen Groß-Gerau, Stadt dies sicherlich der ertragsreichste Standort – aber auch Kreis Darmstadt-Dieburg noch die Projekte Binselberg Darmstadt, Darmstadt-Die- der umstrittenste. »Nicht nur dort, sondern auf allen ge- (2000) und Bad König in der Gemeinde Lützelbach (2005) burg, Bergstraße und Oden- eigneten Kuppen stellt sich aber die Frage, inwieweit hinzu, und seitdem handeln sich die Projektierer in die- waldkreis die Menschen bereit sind, dies zu akzeptieren.« Da dürf- sem Landstrich nur noch Absagen ein. Der Grund dafür: Quellen: www.statistik-hessen.de, te er so falsch nicht liegen, denn bereits Mitten drin im Der bisherige Regionalplan für Südhessen hält zwar Vor- Regierungspräsidium Darmstadt Odenwald, der sich hinter dem Grabenrand anschließt, rangflächen für Windkraft bereit, doch die betroffenen gibt es reichlich Polemik um die Windräder. Gemeinden waren bei der zusätzlichen Ausweisung weiterer Flächen nicht eingebunden und haben darauf- Landkreis Kreisfläche Vorrangflächen Vorrangflächen hin Einspruch gegen die Ausweisung erhoben. Momen- (ha) (aktueller Regionalplan) (Entwurf des neuen Regional- tan sieht kein Planer eine echte Chance. plans vor 1. Offenlage) Derzeit wird der Regionalplan Südhessen, zu dem Anzahl Fläche (ha) Anzahl Fläche (ha) der Bereich zählt, fortgeschrieben und befindet sich in Groß Gerau 45.305 0 0 1 74 der Offenlage. 28 Vorrangflächen für Windenergie sind Stadt Darmstadt 12.223 0 0 1 20 darin in den fünf Kreisen rund um die Bergstraße und den Odenwald ausgewiesen, davon sind vier Areale von DA-Dieburg 65.844 5 50 7 197 den Bestandsanlagen genutzt. Der Schwerpunkt liegt Bergstraße 66.640 5 50 7 677 mit rund 760 Hektar im Odenwaldkreis und rund 680 Odenwaldkreis 62.380 6 226 12 757 Hektar im Kreis Bergstraße. Gegenüber dem alten Regi- Summe 252.392 16 325 28 * 1.725 * onalplan wurde jetzt deutlich mehr Fläche ausgewie- *davon 17 Waldflächen mit 1.110 ha. Die Vorrangflächen im Planentwurf können sich im weiteren Verfahren noch sen, von 325 auf 1.725 Hektar, in allen fünf Kreisen. Vor deutlich reduzieren allem ist das darauf zurückzuführen, dass neuerdings auch die Wälder für Windkraft freigegeben sind und so 17 Waldflächen mit knapp 1.110 Hektar hinzukamen (siehe Tabelle 2). Ermittelt wurden die Flächen vom zuständigen Re- gierungspräsidium in Darmstadt, das dafür neben den Windgeschwindigkeiten auch umfangreiche Ausschluss- kriterien angewendet hat. Außerdem wurde das Land- schaftsbild der Nicht-Waldflächen bewertet und für den Wald unterschiedliche Schutzkriterien erarbeitet. Ein um- fangreiches Vogelschutzgutachten floss ebenfalls mit ein. Nach der Offenlage muss die Politik über die Einwän- de entscheiden. Im kommenden Jahr ist eine zweite Of- fenlage geplant. In Kraft treten soll der neue Plan dann im Jahr 2009. Dass von den derzeitigen Vorrangflächen noch einige Abstriche gemacht werden müssen, scheint unvermeid- lich: Beispielsweise können die Träger öffentlicher Be- 132 Sonne Wind & Wärme 8/2007
  • 4. GEMEINSAM GROSSES lange, wie die Denkmalpflege, noch Einwände zu behandeln und grundsätzlich für Vorrang- BEWEGEN: erheben. Und auch die Regionalplaner selbst standorte als »ungeeignet« zu bezeichnen. werden Fläche für Fläche nochmals unter die Dies solle insbesondere bei den ausstehenden PROJEKTPARTNER Lupe nehmen, etwa mit Blick auf die Lage in Einzelfallprüfungen mit in die Entscheidungen Naturparks. einfließen. GESUCHT! Außerdem muss sich für jede dann noch Auch der Landrat des Odenwaldkreises, übrig bleibende Fläche erst einmal ein Inves- Horst Schnur (SPD) aus Erbach, will Windkraft tor finden, für den es attraktiv erscheint, hier nicht in seinem Kreis. Er sagte gegenüber der ein Projekt zu realisieren. Die Regionalplaner SW&W: »Wir sind uns bewusst, dass mit der haben darauf geachtet, dass die Flächen min- Herausnahme der Vorrangflächen gleichzeitig destens 18 Hektar groß sind, damit man we- die Ausschlusswirkung entfällt.« Das bedeutet nigstens drei Windkraftanlagen mit je 6 Hektar aber, dass dann qua Gesetz überall Anträge ge- Flächenbedarf unterbringen kann. Allerdings stellt werden könnten. Schnur folgert: »Des- gehen Branchenkenner davon aus, für eine halb sollte der Odenwaldkreis auch vollstän- moderne Anlage ab 2 MW mindestens 12 Hek- dig als Tabufläche für weitere Windenergiean- tar zu benötigen. BWE-Mann Gose ist schon lagen ausgewiesen werden«. Doch so etwas jetzt skeptisch, ob sich auf den dann noch üb- wird rechtlich sehr problematisch werden. rig bleibenden Vorrangflächen überhaupt et- Landrat Schnur ist sich bewusst: »Das Re- was tun wird – auch mit Blick auf die schlech- gierungspräsidium glaubt, dass ein inhomo- te Windkraft-Stimmung in der Region. genes Gebiet wie der Geopark nicht als Tabu- fläche ausgewiesen werden kann, sondern Streit über den Unesco-Geopark höchstens besonders schützenswerte Kernbe- reiche. Ansonsten sei der Regionalplan an- Heftiger politischer Gegenwind kommt vor al- fechtbar.« Doch für die Ausweisung als Kern- lem aus den Kreisen Bergstraße und dem Oden- bereich ist Schnurs Landkreis definitiv zu groß. waldkreis. Und dabei spielt der Unesco-Geopark Der Landrat hält außerdem schon die jetzige Bergstraße-Odenwald eine maßgebliche Rolle. Ausweisung der Vorranggebiete für fehlerhaft: Der Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Die Bewertung des Landschaftsbildes sei etwa Wilkes, ist zugleich Vorsitzender des Geoparks. auf Grundlage heutiger Bauhöhen von Wind- Er vertritt die Auffassung: »Windpark-Erbauer kraftanlagen erstellt. Mit Gittermasten könne und Windkraftanlagen haben natürlich einen man aber schon weitaus höher bauen. Anspruch auf Flächen, jedoch nicht innerhalb ei- Franz Mitsch hält sich aus dieser Diskussion Halle 2 Stand C01 nes von der Unesco ausgewiesenen Geoparks.« weitestgehend heraus: Der Unternehmer hat al- 18.-22.09. 2007 Doch der Geopark umfasst nicht nur komplett le Hände voll zu tun, den Bestellungen der Wind- die beiden genannten Kreise. Er reicht vom Rhein krafthersteller aus aller Welt nachzukommen. im Westen, mitsamt dem Kernkraftwerk Biblis, In seinem Betrieb am Rande des Rimbacher Sie bieten baureif entwickelte oder schlüs- bis über die Landesgrenzen im Osten nach Ba- Ortsteils Mitlechtern schafft er ständig neue selfertige Windenergie-Projekte zum Kauf den-Württemberg. Im Nordosten erstreckt er Arbeitsplätze. Jedes Jahr kam in den letzten und suchen einen verlässlichen, starken sich fast bis Aschaffenburg, im Süden liegt so- Jahren eine Halle dazu. Davon profitiert nicht Partner? gar Heidelberg innerhalb seiner Grenzen. nur die Gemeinde, sondern auch seine Zuliefe- EPURON unterstützt Sie bei der Realisie- Um Windkraftnutzung zu verhindern, scheint rer, von denen sich die meisten in der näheren rung Ihrer Projekte, sorgt für die Finanzie- das Schutzgebiet aber keineswegs tauglich zu Umgebung befinden. rung oder übernimmt fertig gestellte Wind- sein. So war von der Deutschen Unesco-Kom- Rimbachs Bürgermeister Hans-Jürgen Pfei- parks im In- und Ausland. mission in Bonn zu erfahren, die Geoparks dien- fer (SPD) ist daher voll des Lobes: »Wir sind ten vorrangig dem Schutz des geologischen Er- stolz auf dieses Unternehmen und unterstüt- Als Tochter der Conergy AG realisieren wir bes. In den internationalen Richtlinien zur Ver- zen Franz Mitsch mit allen Kräften.« Und mög- gabe des Titels taucht das Thema Windkraft gar licherweise ist Pfeifer nicht der einzige Bürger- seit 1998 Windparks in attraktiven Märkten nicht auf. Bundesweit gibt es sechs Geoparks. meister, der auf Kreisebene eine verantwor- wie Deutschland, Frankreich, Italien, Türkei Henning Zellmer, Geschäftsstellenleiter des tungsvollere Energiepolitik erwartet. Und so oder Australien - gerne auch mit Ihnen! Geopark-Informationszentrums Braunschwei- glimmt ein kleines Fünkchen Hoffnung am ger Land in Königslutter, sagt etwa: »Bei uns sonst eher finsteren Windkraft-Standort Oden- Sprechen Sie mit uns: wird Windkraft sogar positiv gesehen, es gibt wald. BWE-Mann Gose will die Hoffnung nicht Klaus-Peter Lehmann sie reichlich im Geopark, in jedem Kreis stehen aufgeben, wenn er sagt: »Wer weiss, vielleicht Tel.: +49 / 40 / 271 42 - 3071 Windkraftanlagen.« Und auch Matthias Wilkes wird die Windkraft hier ja eines Tages wieder Fax: +49 / 40 / 271 42 - 3300 ist sich dessen bewusst, wenn er zugleich ein- gesellschaftsfähig.« ✹ windenergy@epuron.de gesteht: »Das Prädikat der Unesco hat keine Martin Frey rechtliche Bindung für den Regionalplan.« CDU- und FDP-Vertreter in der Regionalver- Weitere Informationen: www.epuron.de sammlung, die über den Regionalplan abstim- Anlagenstatistik: http://reisi.iset.uni-kassel.de men, gehen daher noch einen anderen Weg Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH: www.esm-gmbh.de und haben beschlossen, den Geopark wie das Geopark Bergstraße-Odenwald: www.geo-naturpark.net Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal Unesco Geoparks: www.europeangeoparks.org