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02/2010
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Hochschulen
• Wie kann der Innovations- und
Hochschulstandort Schweiz im
globalen Wettbewerb Schritt
halten? Darüber diskutierten 35
Politiker und Wirtschaftsvertreter
aus BS und BL.
Kreativwirtschaft
• metrobasel expo + forum, ein
Modell der Region, und das
Veloverleihsystem metrobasel
art bike/metrobasel velopass
sind Kreativwirtschaftsprojekte,
die umgesetzt werden sollen.
Bahngateway
• Um die sechs Schlüsselprojekte
für die Metropolitanregion Basel
realisieren zu können, müssen die
Vertreter der Region geschlossen
in Bern auftreten.
Regionale Foren
• Die Vertreter des Schwarz-
bubenlandes und des Birstals
verlangen Investitionen in den
ÖV und den MIV sowie eine
bessere Zusammenarbeit der
Gemeinden.
© Foto ruweba
Hochschulsystem: Exzellenz muss verbessert werden
Erstes metrobasel gespräch mit Bundesparlamentarierinnen
und -parlamentariern in Liestal
«Wir sind insgesamt eher zu breit aufgestellt und müssen auf konkrete Profilierung fokussieren, wenn wir im nationalen
und internationalen Wettbewerb erfolgreiche und nachhaltige Exzellenzcluster aufbauen wollen. Dazu muss die Universi-
tät exzellente Berufungen durchführen können, die in die strategischen Zielsetzungen passen. Fortsetzung S.2 >>
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2
Dazu brauchen wir auch das Verständnis und die
Hilfe der Politik», sagt Prof. Peter J. Meier-Abt,
Vizerektor Forschung & Nachwuchsförderung der
Universität Basel am ersten metrobasel Gespräch mit
Bundesparlamentarierinnen und -parlamentariern am
18. August in Liestal. Der metrobasel Think Tank wur-
de diesmal mit Fakten, Meinungen und Forderungen
gefüttert. Sechs Nationalräte und -rätinnen, Ständerä-
tin und Ständerat, vier Regierungsräte aus den Kanto-
nen BS und BL und Vertreter aus der Wirtschaft, u.a.
SGCI Präsident und Konzernleitungsmitglied Syn-
genta, Christoph Mäder, Arbeitgeberpräsident Marc
Jaquet und Standortchef Novartis Schweiz, Armin
Zust, alles in allem 35 Gesprächsteilnehmer-
innen und -teilnehmer wurden mit dem Tagungsthema
«Innovationsstandort Schweiz im globalen Regulie-
rungswettbewerb: Schritt halten mit den Weltbesten»
konfrontiert. Viel Gewicht erhielt dabei die Hoch-
schulausbildung und Forschung.
Die Universität ist der Exzellenz in Lehre
und Forschung verpflichtet
Die Universität Basel ist 550 Jahre alt. Darauf sind
wir mit Recht stolz. Die Universität Basel ist in den
weltweiten Rankings auch konstant unter den besten
100 Universitäten platziert. Um im globalen Wettbe-
werb auch weiterhin bestehen zu können, sind aber
weitere Anpassungen von traditionellen Strukturen
an die modernen Herausforderungen notwendig. Im
Vergleich zu den angloamerikanischen Universitäten
sind die Schweizer Hochschulen zum Beispiel in der
Auslese von potentiellen Studierenden eingeschränkt.
«Dies limitiert die Förderung der geforderten Exzel-
lenz», meint der Vizerektor. Auch das fixe Salärsy-
stem mit den lebenslangen Anstellungsverträgen
kritisiert er. Für Sonderleistungen wie zum Beispiel
hohe Drittmitteleinwerbung könnten die Professoren
nicht genügend belohnt werden. Die Universität
braucht sowohl Investitionen in die Forschungsstruk-
turen als auch moderne und effiziente Organisations-
und Führungsstrukturen. Zuvor formulierte Christoph
von Arb, ehemaliger Wissenschaftskonsul des
Bundes in Boston, 13 Postulate an Bund, Kantone
und universitäre Hochschulen. Er wies insbesondere
darauf hin, dass die Universitäten in der Schweiz zu
über 85 Prozent durch die öffentliche Hand finan-
ziert würden. Das schaffe keine Anreize. Am Parla-
mentariergespräch in Liestal präsentierte eingangs
der Ökonom Stephan Vaterlaus, Geschäftsführer
Polynomics AG, erste Ergebnisse aus den beiden
in Bearbeitung befindlichen metrobasel studien
«Regulierung und Exzellenzanreize für Universitäten
und Technische Hochschulen» und «Regulierung und
Markpotential für Clean Tech Produkte im Energie-
bereich». Neben Christoph von Arb nahmen dazu
Stephan Mumenthaler, Chefökonom von Novartis
und Tony Kaiser, Geschäftsführer des Energie Trialog
Schweiz und Direktor Alstom Schweiz, Stellung.
Die Ernte ist nicht gratis
Die Schweiz könne nicht die Früchte einer global
erfolgreichen Pharmaindustrie geniessen ohne ihr
im Inland passende Rahmenbedingungen zu bieten,
sagte Stephan Mumenthaler. Der Bildung müsse
politisch-strategische Bedeutung eingeräumt werden.
Die Bildung eines nationalen Bildungsdepartements
würde eine effiziente und effektive Bildungspolitik
fördern. Dazu zählt er insbesondere auch das duale
Ausbildungssystem.
Tony Kaiser beurteilte das Potenzial der Clean Tech
Produkte. Bis 2020 könne der C02
-Ausstoss um 25
Prozent gesenkt und die «3500W-Gesellschaft» bis
2050 erreicht und im gleichen Jahr 55 Prozent der
Energie erneuerbar sein. Voraussetzung sei, dass die
fossile Energie eingeschränkt werde und EU-Normen
für Autos eingeführt werden, dass die Elektrizität
effizienter genutzt und dass die Innovationsdynamik
gestärkt werde.
www.metrobasel.org
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3
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3
Die Perspektive der Politik
In der von Esther Girsberger, der ehemaligen Chefre-
daktorin des Tagesanzeigers, moderierten Diskussion
nahmen die Politiker pointiert Stellung. Die Anliegen
von Professor Meier-Abt waren ihnen nicht unbe-
kannt, die Ursachen schon. Nationalrat Christian
Miesch (BL) stellt Einigkeit, aber auch Passivität der
Politik in der Sache fest. Nationalrat Beat Jans (BS)
will das Uni-Problem auf seine Polit-Agenda aufneh-
men. Nationalrat Caspar Baader (BL) freut sich,
dass endlich anreizorientierte Strukturreformen zur
Diskussion gestellt und nicht in erster Linie nur mehr
öffentliche Mittel gefordert werden. Des Weiteren
könne die Leistungsbereitschaft der Studierenden zur
Exzellenz nur gesteigert werden, wenn sie bereits
in der Volksschule und den weiterführenden Schulen
dazu erzogen werden. Ständerätin Anita Fetz (BS)
ist überzeugt davon, dass die Hochschulförderung
aus nationaler, und nicht bloss aus regionaler Per-
spektive angegangen werden müsse. Dazu müssten
Bündnisse geschmiedet werden. Nationalrat Eric
Nussbaumer (BL) nahm zum CleanTech Bereich
Stellung. Er fordert klare Zielsetzungen. Das Null-
Energie-Haus könne gebaut werden, aber wann?
Bei der erneuerbaren Energie seien nicht Regulie-
rungen, sondern mehr Dynamik im Markt die Lö-
sung. Oder etwa bei der Gebäudesanierung fehlten
seiner Meinung die einheitlichen Lösungswege, wie
ein altes Gebäude auf ein höheres Niveau gehievt
werden könne.
National handeln
Das Liestaler metrobasel Gespräch war an Studien-
ergebnissen, Folgerungen und Forderungen reich
befrachtet. Gastgeber Christoph Koellreuter, Direk-
tor und Delegierter Vorstand metrobasel, der die
Liestaler Tagung mit einem Grundsatzreferat über
den Innovationsstandort metrobasel einleitete, wies
in seinem Fazit noch einmal darauf hin, dass die
Exzellenz der Universität Basel im Verbund mit den
universitären Hochschulen der Metropolitanregionen
Zürich und Léman unbedingt verbessert werden
müsse, um im schärfer gewordenen globalen Stand-
ortwettbewerb bestehen zu können. Dabei geht
es nicht nur darum, mehr öffentliche Mittel für die
Hochschulen zu mobilisieren, sondern um Struktur-
verbesserungen, damit sämtliche Akteure – Univer-
sitätsleitungen, Professoren, Forscher, Studierende,
staatliche Träger aber insbesondere auch Private –
verstärkt stimuliert werden, den nötigen Beitrag zur
Verbesserung der Exzellenz zu leisten. Um gegen-
über dem Bund glaubwürdig auftreten zu können,
müsse man aber zuerst einmal das eigene Haus in
Ordnung bringen. Dabei müsse aber eben auch die
Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen
klappen, was die beiden anwesenden Regierungs-
räte Peter Zwick (BL) und Christoph Brutschin (BS)
durchaus unterschreiben wollten.
Die nächsten Anlässe von metrobasel
Auf unserer Webseite finden Sie
weitere Informationen zum Anlass:
www.metrobasel.org
Beiträge und Präsentationen finden Sie
unter Dowloads und WebTV.
18. November 2010 	 sechstes metrobasel forum im Kongresszentrum Basel
Dezember 2010	 metrobasel Partnersitzung 2010
Februar 2011	 metrobasel Parlamentariergespräch
Ende April 2011	 metrobasel Generalversammlung
Mai 2011	 metrobasel economic forum (für metrobasel Partner)
26. Mai 2011	 metrobasel fricktal forum in Frick
August 2011	 metrobasel Parlamentariergespräch
	 metrobasel gespräch Kreativwirtschaft
	 metrobasel leimental forum in Allschwil
Sepember 2011	 metrobasel schwarzbubenland/laufental forum in Laufen
11. November 2011	 siebtes metrobasel forum im Theater Basel
www.metrobasel.org
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4
Gastgeber war Prof. Jacques Herzog. Der Basler
Architekt empfing am 11. August 2010 am Firmen-
sitz von Herzog & de Meuron an der Rheinschanze
in Basel gut 30 Vertreter der Kreativwirtschaft, u.a.
Georges Delnon (Direktor des Theater Basel), Sam
Keller (Direktor des Beyeler Museum), Niggi Ullrich
(Kulturbeauftragter des Kantons Basel-Landschaft),
Hanns-Peter Cohn (CEO Vitra), zum ersten metro-
basel gespräch Kreativwirtschaft. Diese Gespräche
sollen mithelfen, die Vision der Plattform metrobasel,
insbesondere im Bereich Kreativwirtschaft, umzuset-
zen. metrobasel Direktor Christoph Koellreuter mode-
rierte am 11. August 2010 durch vier Projekte.
metrobasel expo + forum
Architekt Christian Blaser stellte zuerst einmal das
metrobasel expo + forum vor. Dessen Herzstück ist
ein Modell der Region, das der Öffentlichkeit in
einer Dauerausstellung gezeigt werden soll. Die
Finanzierung ist angelaufen; die Lotteriefonds von
Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben je 150’000
Franken zugesagt. Die erste Phase wird im Frühling
2011 abgeschlossen, dann liegen erste konkrete
Varianten für das Modell vor.
Das erste metrobasel gespräch
Kreativwirtschaft
Projektstudien des ETH Studios Basel
Ein zweites Instrument, die Metropolitanregion Basel
zu fördern, sind die Projektstudien des ETH Studios
Basel. Nach dem überaus erfolgreichen MetroBasel
Comic sucht Forschungsleiter Manuel Herz nach
präziseren Vorstellungen der Entwicklung. «Undenk-
bare Projekte müssen angegangen und verwirklicht
werden» meinte dazu Jacques Herzog. Dabei sollten
unbedingt auch der Kanton Basel-Landschaft und
die Teilregionen Fricktal, Laufental und Schwarzbu-
benland gebührend einbezogen werden. Im Vorder-
grund standen die Ideen Wohnen am Rhein,
Förderung des ländlichen Raums oder künstliche
Seen im Elsass, Schwarzwald oder Jura.
metrobasel art bike
Prima wäre - und dabei handelte es sich um das
dritte metrobasel Projekt - ein Verleihsystem mit dem
modernisierten Kultvelo von Jean Prouvé aus dem
Jahr 1934, mit dem die Kulturstätten Vitra, Beyeler,
Tinguely, Kunstmuseum, Theater und Schaulager
umweltschonend auf originelle Art besucht werden
könnten. Als mögliche Betreiberin dafür bietet sich
velopass GmbH (www.velopass.ch) an.
Sie prüft, wie das Projekt unter dem Dach metro-
basel velopass verwirklicht werden könnte.
Studie zur Basler Kreativwirtschaft
Schliesslich stellten Martin Heller von Heller Enter-
prises und Raphael Rossel die seitens des Amtes für
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Basel-Stadt in
Auftrag gegebene Studie zur Basler Kreativwirtschaft
vor. Das Ergebnis: Zwei Drittel des 13 Subbranchen
umfassenden Wirtschaftszweigs sind Kleinstunter-
nehmen. 29 Prozent dieser Firmen erzielen einen
Umsatz unter 75’000 Franken. Der Wirtschaftsbe-
reich beschäftigt 11’300 Mitarbeitende, 16 Prozent
aller Erwerbstätigen im Kanton Basel-Stadt. Und
sehr erfreulich: Die Stadt Basel stellt in den nächsten
drei Jahren eine Million Franken für die Entwicklung
der hiesigen Kreativwirtschaft zur Verfügung. Ein
Gremium wird sich überlegen, wie diese Mittel am
sinnvollsten eingesetzt werden.
www.metrobasel.org
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5
metrobasel hat vor
etwas mehr als einem
Jahr zusammen mit
den Kantonen BS
und BL sowie der
Handelskammer
beider Basel die
Resultate aus der
Verkehrsstudie metro-
basel präsentiert und
dabei Pflöcke für die
Entwicklung der Ver-
kehrsinfrastrukuturen
gesetzt. Im Forder-
grund steht die Sicherung des Bahngateway Basel.
Zu den sechs Schlüsselprojekten der Region zählen
•	 Entflechtungsbauwerke Basel-Ost
•	 Doppelspurausbau Laufental
•	 Schienenanschluss EuroAirport
•	 Wisenbergtunnel/3. Juradurchstich
•	 Herzstück Regio-S-Bahn
•	 Erweiterung A2 Osttangente
Die Inhalte der Planung «Bahn 2030», die das
Parlament dem Bundesrat in Auftrag gegeben hat,
bilden eine Basis zur Realisierung einzelner dieser
Schlüsselprojekte. Der erste Zwischenbericht des
Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der SBB zu
«Bahn 2030» genügt jedoch noch nicht.
Nordwestschweiz ohne Wisenberg
BAV und SBB berücksichtigen in ihrem Variantenvor-
schlag «Bahn 2030» von 21 Mia. Franken erfreu-
licherweise die Interessen des Regionalverkehrs mit
zusätzlichen S-Bahn-Zügen im Ergolztal und Laufen-
tal. Dazu müssten diverse Entflechtungsbauwerke
in Angriff genommen werden. Das Grossprojekt 3.
Juradurchstich/Wisenbergtunnel erscheint erst in 2.
Priorität auf der Liste. Das Herzstück Regio-S-Bahn
fehlt komplett. Die zusätzliche Gütertrasse zwischen
Basel und dem Rangierbahnhof Limmattal behebt
die Engpässe im Güterverkehr nicht. Nur wenn die
Exponenten von metrobasel geschlossen auftreten
Bahngateway Basel sichern
können und Verbündete ausserhalb der Nordwest-
schweiz finden, besteht überhaupt eine Chance
die Lücken in «Bahn 2030» für die Region noch zu
schliessen. Für März 2011 ist die offizielle Vernehm-
lassung geplant. Bis dahin sollten die Bedürfnisse
der Nordwestschweiz bereits berücksichtigt sein.
Ohne Finanzmittel bleibt alles Makulatur
Welche Projekte schlussendlich bei «Bahn 2030»
auch aufgenommen werden, hängt von der Schaf-
fung einer nachhaltige Finanzierungsgrundlage ab.
Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass die
«Bahn 2030» über den bestehenden FinöV-Fonds
finanziert werden soll. Uneinigkeit besteht darin, wie
je nach Variante die zusätzlichen 300 bzw. 600
Mio. Franken jährlich finanziert werden sollen. Ideen
für den zusätzlichen Mittelbedarf sind u.a. Umwid-
mung des LSVA-Kantonsanteils, Weiterführung der
befristeten MwSt.-Erhöhung für IV, Erhöhung Mine-
ralölsteuer, Vorfinanzierung der Kantone, Beitrag
Bahnbenutzer, Public Private Partnership.
Erfreuliches vom Bahnanschluss EAP und
dem Herzstück Regio-S-Bahn
Der Bund hat die Finanzierungszusage für den
Bahnanschluss von 25 Mio. Franken im Rahmen des
HGV-Kredits verlängert. Diese wäre nämlich dem-
nächst offiziell abgelaufen. Mit der Verlängerung
besteht nun die Chance, für das wichtige Vorhaben
eine effiziente Projektorganisation aufzubauen. Dies
wird auch getan. Unter der Federführung Frankreichs
hat sich zwecks Projektierung bereits eine breit ab-
gestützte Steuerungsgruppe gebildet und der Flug-
hafen ist dabei, mit möglichst vielen Partnern eine
Promotionsorganisation aufzubauen. Diese neue
Dynamik ist sehr zu begrüssen und muss aufrechter-
halten werden. Gleiches wünscht man sich für das
Herzstück Regio-S-Bahn, sobald der Variantenent-
scheid für die Variante Mitte definitiv gefällt ist.
Martin Dätwyler,
Bereichsleiter Verkehr, Energie und Raumentwicklung
Handelskammer beider Basel
www.metrobasel.org
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6
metrobasel schwarzbubenland/laufental
forum vom 1. September 2010
Am metrobasel schwarzbubenland/laufental forum
in Hofstetten nahmen rund 140 Personen teil. Die
Ausführungen und Diskussionen drehten sich um die
Wirtschaftsperspektiven dieser Region.
In ihrer Begrüssungsansprache rief Deborah Fischer-
Ahr, Gemeindepräsidentin von Hofstetten, die
Anwesenden auf, vermehrt grossräumig zu denken
und gemeinsam für eine starke Region zu kämpfen.
Christoph Koellreuter, Direktor und Delegierter von
metrobasel, ging in seinen Ausführungen auf die Per-
spektiven 2020 der Metropolitanregion Basel und
des Schwarzbubenlands/Laufentals als Wirtschafts-
standort ein. Dabei ging klar hervor, dass insbeson-
dere die Life Sciences zum grossen Wachstum bei
den Arbeitsplätzen und somit zum Erfolg der Region
Basel beitragen. Das Schwarzbubenland und das
metrobasel birstal forum
vom 15. September 2010
Am gut besuchten metrobasel birstal forum in Aesch
standen die Chancen und Herausforderungen für
das Birstal in der Perspektive 2020 im Vordergrund.
Mit seiner Aussage «auch regional global denken»
brachte es Hanns-Peter Cohn auf den Punkt, denn
«die Chancen sind riesig, aber die Probleme gross».
Damit spielte der CEO der Vitra AG auf die beson-
dere Lage der Region und ihre Kleinräumigkeit an.
Am Beispiel seines Unternehmens, das aus Birs-
felden geleitet wird, seinen Campus aber in Weil
am Rhein, also im Ausland betreibt, zeigte Cohn
auf, dass es vor allem gilt, Grenzen zu überwinden.
In seinem Einführungsreferat hatte Christoph Koell-
reuter, Direktor und Delegierter von metrobasel,
aufgezeigt, dass die Perspektiven 2020 der Metro-
Laufental profitieren davon als Wohnstandort und
als Naherholungsraum.
In der anschliessenden Diskussionsrunde waren
sich alle einig, dass grosse Defizite bei der Erreich-
barkeit dieser Region existieren und zwar sowohl
im öffentlichen Verkehr als auch im Privatverkehr.
Notwendig wären eine Erhöhung der Taktfrequenz
des ÖV und ein Ausbau der Autobahn H18. Dafür
fehlen jedoch die Mittel respektive wären Bundes-
gelder unabdingbar.
Leider scheitern wichtige Projekte oft an der feh-
lenden Kooperation über die Kantonsgrenzen hinaus.
Deshalb müssten kantonsübergreifend mehr Alli-
anzen gebildet werden, um gemeinsam im harten
Verteilungskampf um Gelder aus Bundesbern
etwas erreichen zu können. Und wie Frau Natio-
nalrätin Kathrin Amacker treffend formulierte «…wir
müssen mit einer Stimme schreien und nicht
gegeneinander reden».
politanregion Basel und des Birstals als Wirtschafts-
standort weiterhin überdurchschnittlich gut sind, und
dass die Finanzkrise nur einen geringen Einfluss
auf das Gebiet gehabt hat. Um die sich bietenden
Chancen auch zu nutzen sind jedoch Investitionen
nötig, trotz günstigen Einflussfaktoren, wie die guten
schweizerischen Rahmenbedingungen, die Erreich-
barkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel – das Birstal
ist besser erschlossen als das Leimental – und dem
vorhandenen politischen Willen der Gemeinden
zur Zusammenarbeit.
In der anschliessenden Paneldiskussion, in der die
Wohnraumerschliessung im Vordergrund stand, dis-
kutierten unter der Leitung von Klaus Kocher Hanns-
Peter Cohn, CEO Vitra AG, Lesley Barron, Direktorin
International School Basel, Roland Hohl, Präsident
Gewerbe und Industrie Aesch, Peter Braun, GL-
Mitglied Weleda AG und Andreas Ruesch, Leiter
Privatkunden Basel Regio, UBS AG.
Regionale Foren
www.metrobasel.org
news
7
Die Bundesrats-
wahlen und weitere
Entscheide auf
Bundesebene in
jüngster Zeit (u.a.
Wisenbergtunnel und
Finanzierung Univer-
sität Basel) haben
deutlich gemacht:
die Metropolitanregi-
on Basel muss sich in
den verschiedensten
Bereichen auf nati-
onaler Ebene deut-
lich stärker einbringen als bis anhin. Aus Sicht der
Position der Metropolitanregion Basel im globalen
Standortwettbewerb muss sie sich dabei auf die drei
Politikfelder konzentrieren, die in diesem Zusammen-
hang am wichtigsten sind: universitäre Hochschulen,
fiskalisch-regulatorisches Umfeld für hochproduktive
und innovative Schlüsselbranchen und Gateway
Schweiz (Basel-Zürich). Dies sind übrigens auch die
drei Themen, die für die globale Position der Metro-
politanregion Zürich von zentralster Bedeutung sind.
Zürich dürfte sich deshalb aus Eigeninteresse mit
der Zeit als bester Verbündeter für unsere Anliegen
erweisen.
metrobasel als für alle offene Plattform und Think
Tank wird deshalb zu ihren künftig halbjährlich
stattfindenden Parlamentariergesprächen neben
Persönlichkeiten aus der Bundesverwaltung sowie
Regierungsräten, Bundesparlamentariern und Spitzen
der Wirtschaft aus den Kantonen BS und BL auch
Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Kantone ZH,
AG, SO und JU sowie Beobachter aus dem nahen
Deutschland und Frankreich einladen.
Am ersten metrobasel Parlamentariergespräch im
August dieses Jahres (Seite 2/3) wurde dank enga-
gierter Beiträge der rund 35 Beteiligten neben der
Notwendigkeit von deutlich mehr Bundesmitteln für
universitäre Hochschulen die Dringlichkeit anreizori-
entierter Strukturreformen auf allen Ebenen (Universi-
täten, Trägerkantone und Bund) auf die Politikagenda
gesetzt. Am kommenden metrobasel forum vom 18.
November 2010 werden einige Akteure ihre diesbe-
züglichen Aktionspläne zur Diskussion stellen.
Das metrobasel Jahr 2010 steht sonst nach wie vor
im Zeichen der Energie. Die Arbeiten am metrobasel
Projekt «Standortbestimmung und Grundlagen für eine
metrobasel Energie-Strategie» schreiten zügig voran.
Anlässlich des metrobasel forums vom 18. November
2010 zum Thema »Wie weit geht der energiepoli-
tische Konsensus?» ist eine spannende Diskussion zu
erwarten.
Das bereits im Frühjahr 2009 angekündigte «me-
trobasel Masterprojekt 2020/35/50», im Rahmen
dessen die längerfristigen Perspektiven für die Metro-
politanregion Basel mit Vertretern sämtlicher Branchen
und Teilregionen erarbeitet werden sollen, ist soeben
gestartet worden. Die laufend anfallenden Ergebnisse
wie auch der aktualisierte metrobasel monitor werden
erstmals im Mai 2011 im Rahmen des künftig jährlich
standfindenden metrobasel economic forums den
metrobasel Partnern präsentiert und zur Diskussion
gestellt. Eine Kurzzusammenfassung wird auch den
metrobasel Einzelmitgliedern sowie der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht.
Last but not least: Die Kreativwirtschaft der Metropo-
litanregion Basel ist auch im Rahmen von metrobasel
aktiv. Nach dem immer noch erfolgreichen metrobasel
comic aus dem Jahr 2009 sollen noch in diesem Jahr
die Projekte metrobasel expo & forum sowie metro-
basel velopass gestartet werden.
Christoph Koellreuter,
Direktor und Delegierter des Vorstandes metrobasel
Allianzen für unsere Region
in «Bundesbern»
www.metrobasel.org
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8
Gelgia Herzog,
Geschäftsleiterin
Forum Regio Plus,
Nunningen
Als Geschäftsleiterin des
Forums Regio Plus, dem
Wirtschaftsförderverein
des Schwarzbubenlandes,
bin ich täglich mit der
Herausforderung konfrontiert, das solothurnische
Schwarzbubenland mit Basel und Solothurn zu ver-
netzen und erfolgreich zu positionieren. Die Plattform
metrobasel bietet dazu eine hervorragende Möglich-
keit. Deshalb ist das Forum Regio Plus im September
2009 eine Mitgliedschaft als Projektpartner I bei
metrobasel eingegangen. Nach der erfolgreichen
Durchführung des ersten metrobasel schwarzbuben-
land/laufental forums habe ich mich entschlossen,
meine Sympathie gegenüber metrobasel mit einer
Einzelmitgliedschaft zum Ausdruck zu bringen.
Caroline Holzgreve,
DSM Nutritional
Products, Kaiseraugst
DSM Nutritional Products
mit Hauptsitz in Kaiser-
augst im Kanton Aargau,
ist Marktführer für Vitamine,
Carotinoide, Futterenzyme und andere Bereiche
der Nahrungsergänzung sowie Formulierungen und
Vormischungen. Wir sind auch in UV-Filtern und
anderen kosmetischen Wirkstoffen und Duftstoffen
aktiv. Unsere Kunden sind Anbieter von Tierfutter,
Nahrung, Getränken, Supplementen, Pharmazeutika
und Produkten für die Körperpflege.
Die Metropolitanregion Basel ist für uns als Life
Science Unternehmen eine Schlüsselregion. Wir
beschäftigen hier an unseren Produktions- und
Forschungsstandorten und in der Administration rund
3‘100 Mitarbeitende. Mit den Partnern von metro-
basel teilen wir das Interesse an einer nachhaltigen
Entwicklung dieser Region. Wir freuen uns auf neue
Kontakte sowie die gemeinsame Gestaltung und
Förderung dieses spannenden Standorts.
Geschäftsstelle
metrobasel, Aeschenvorstadt 4, 4051 Basel
T +41 (0) 61 272 11 44, F +41 (0) 61 272 11 42
Direktor: Dr. Christoph Koellreuter
E-Mail: christoph.koellreuter@metrobasel.org
Administration: Maura von Heydebrand
E-Mail: maura.vonheydebrand@metrobasel.org
Kommunikation: Regula Ruetz/Delegierte Raumentwicklung
E-Mail: regula.ruetz@ruweba.ch
Impressum
Herausgeber: metrobasel
Redaktion/Layout: ruweba kommunikation ag, Riehen
Druckauflage: 6'000 Ex./Druck: Bloch AG, Arlesheim
Der Newsletter erscheint 3–4x jährlich, abrufbar unter:
http://www.metrobasel.org
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Alle Rechte vorbehalten.
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Der Pharma- und Bankenstandort Schweiz im internationalen Regulierungswettbewerb
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Bahngateway Basel: Internationalen Anschluss der Schweiz weiterhin sichern
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2017 01 Newsmail
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2010 02 Newsmail

  • 1. newsnews 02/2010 news Hochschulen • Wie kann der Innovations- und Hochschulstandort Schweiz im globalen Wettbewerb Schritt halten? Darüber diskutierten 35 Politiker und Wirtschaftsvertreter aus BS und BL. Kreativwirtschaft • metrobasel expo + forum, ein Modell der Region, und das Veloverleihsystem metrobasel art bike/metrobasel velopass sind Kreativwirtschaftsprojekte, die umgesetzt werden sollen. Bahngateway • Um die sechs Schlüsselprojekte für die Metropolitanregion Basel realisieren zu können, müssen die Vertreter der Region geschlossen in Bern auftreten. Regionale Foren • Die Vertreter des Schwarz- bubenlandes und des Birstals verlangen Investitionen in den ÖV und den MIV sowie eine bessere Zusammenarbeit der Gemeinden. © Foto ruweba Hochschulsystem: Exzellenz muss verbessert werden Erstes metrobasel gespräch mit Bundesparlamentarierinnen und -parlamentariern in Liestal «Wir sind insgesamt eher zu breit aufgestellt und müssen auf konkrete Profilierung fokussieren, wenn wir im nationalen und internationalen Wettbewerb erfolgreiche und nachhaltige Exzellenzcluster aufbauen wollen. Dazu muss die Universi- tät exzellente Berufungen durchführen können, die in die strategischen Zielsetzungen passen. Fortsetzung S.2 >>
  • 2. www.metrobasel.org news 2 Dazu brauchen wir auch das Verständnis und die Hilfe der Politik», sagt Prof. Peter J. Meier-Abt, Vizerektor Forschung & Nachwuchsförderung der Universität Basel am ersten metrobasel Gespräch mit Bundesparlamentarierinnen und -parlamentariern am 18. August in Liestal. Der metrobasel Think Tank wur- de diesmal mit Fakten, Meinungen und Forderungen gefüttert. Sechs Nationalräte und -rätinnen, Ständerä- tin und Ständerat, vier Regierungsräte aus den Kanto- nen BS und BL und Vertreter aus der Wirtschaft, u.a. SGCI Präsident und Konzernleitungsmitglied Syn- genta, Christoph Mäder, Arbeitgeberpräsident Marc Jaquet und Standortchef Novartis Schweiz, Armin Zust, alles in allem 35 Gesprächsteilnehmer- innen und -teilnehmer wurden mit dem Tagungsthema «Innovationsstandort Schweiz im globalen Regulie- rungswettbewerb: Schritt halten mit den Weltbesten» konfrontiert. Viel Gewicht erhielt dabei die Hoch- schulausbildung und Forschung. Die Universität ist der Exzellenz in Lehre und Forschung verpflichtet Die Universität Basel ist 550 Jahre alt. Darauf sind wir mit Recht stolz. Die Universität Basel ist in den weltweiten Rankings auch konstant unter den besten 100 Universitäten platziert. Um im globalen Wettbe- werb auch weiterhin bestehen zu können, sind aber weitere Anpassungen von traditionellen Strukturen an die modernen Herausforderungen notwendig. Im Vergleich zu den angloamerikanischen Universitäten sind die Schweizer Hochschulen zum Beispiel in der Auslese von potentiellen Studierenden eingeschränkt. «Dies limitiert die Förderung der geforderten Exzel- lenz», meint der Vizerektor. Auch das fixe Salärsy- stem mit den lebenslangen Anstellungsverträgen kritisiert er. Für Sonderleistungen wie zum Beispiel hohe Drittmitteleinwerbung könnten die Professoren nicht genügend belohnt werden. Die Universität braucht sowohl Investitionen in die Forschungsstruk- turen als auch moderne und effiziente Organisations- und Führungsstrukturen. Zuvor formulierte Christoph von Arb, ehemaliger Wissenschaftskonsul des Bundes in Boston, 13 Postulate an Bund, Kantone und universitäre Hochschulen. Er wies insbesondere darauf hin, dass die Universitäten in der Schweiz zu über 85 Prozent durch die öffentliche Hand finan- ziert würden. Das schaffe keine Anreize. Am Parla- mentariergespräch in Liestal präsentierte eingangs der Ökonom Stephan Vaterlaus, Geschäftsführer Polynomics AG, erste Ergebnisse aus den beiden in Bearbeitung befindlichen metrobasel studien «Regulierung und Exzellenzanreize für Universitäten und Technische Hochschulen» und «Regulierung und Markpotential für Clean Tech Produkte im Energie- bereich». Neben Christoph von Arb nahmen dazu Stephan Mumenthaler, Chefökonom von Novartis und Tony Kaiser, Geschäftsführer des Energie Trialog Schweiz und Direktor Alstom Schweiz, Stellung. Die Ernte ist nicht gratis Die Schweiz könne nicht die Früchte einer global erfolgreichen Pharmaindustrie geniessen ohne ihr im Inland passende Rahmenbedingungen zu bieten, sagte Stephan Mumenthaler. Der Bildung müsse politisch-strategische Bedeutung eingeräumt werden. Die Bildung eines nationalen Bildungsdepartements würde eine effiziente und effektive Bildungspolitik fördern. Dazu zählt er insbesondere auch das duale Ausbildungssystem. Tony Kaiser beurteilte das Potenzial der Clean Tech Produkte. Bis 2020 könne der C02 -Ausstoss um 25 Prozent gesenkt und die «3500W-Gesellschaft» bis 2050 erreicht und im gleichen Jahr 55 Prozent der Energie erneuerbar sein. Voraussetzung sei, dass die fossile Energie eingeschränkt werde und EU-Normen für Autos eingeführt werden, dass die Elektrizität effizienter genutzt und dass die Innovationsdynamik gestärkt werde.
  • 3. www.metrobasel.org news 3 www.metrobasel.org news 3 Die Perspektive der Politik In der von Esther Girsberger, der ehemaligen Chefre- daktorin des Tagesanzeigers, moderierten Diskussion nahmen die Politiker pointiert Stellung. Die Anliegen von Professor Meier-Abt waren ihnen nicht unbe- kannt, die Ursachen schon. Nationalrat Christian Miesch (BL) stellt Einigkeit, aber auch Passivität der Politik in der Sache fest. Nationalrat Beat Jans (BS) will das Uni-Problem auf seine Polit-Agenda aufneh- men. Nationalrat Caspar Baader (BL) freut sich, dass endlich anreizorientierte Strukturreformen zur Diskussion gestellt und nicht in erster Linie nur mehr öffentliche Mittel gefordert werden. Des Weiteren könne die Leistungsbereitschaft der Studierenden zur Exzellenz nur gesteigert werden, wenn sie bereits in der Volksschule und den weiterführenden Schulen dazu erzogen werden. Ständerätin Anita Fetz (BS) ist überzeugt davon, dass die Hochschulförderung aus nationaler, und nicht bloss aus regionaler Per- spektive angegangen werden müsse. Dazu müssten Bündnisse geschmiedet werden. Nationalrat Eric Nussbaumer (BL) nahm zum CleanTech Bereich Stellung. Er fordert klare Zielsetzungen. Das Null- Energie-Haus könne gebaut werden, aber wann? Bei der erneuerbaren Energie seien nicht Regulie- rungen, sondern mehr Dynamik im Markt die Lö- sung. Oder etwa bei der Gebäudesanierung fehlten seiner Meinung die einheitlichen Lösungswege, wie ein altes Gebäude auf ein höheres Niveau gehievt werden könne. National handeln Das Liestaler metrobasel Gespräch war an Studien- ergebnissen, Folgerungen und Forderungen reich befrachtet. Gastgeber Christoph Koellreuter, Direk- tor und Delegierter Vorstand metrobasel, der die Liestaler Tagung mit einem Grundsatzreferat über den Innovationsstandort metrobasel einleitete, wies in seinem Fazit noch einmal darauf hin, dass die Exzellenz der Universität Basel im Verbund mit den universitären Hochschulen der Metropolitanregionen Zürich und Léman unbedingt verbessert werden müsse, um im schärfer gewordenen globalen Stand- ortwettbewerb bestehen zu können. Dabei geht es nicht nur darum, mehr öffentliche Mittel für die Hochschulen zu mobilisieren, sondern um Struktur- verbesserungen, damit sämtliche Akteure – Univer- sitätsleitungen, Professoren, Forscher, Studierende, staatliche Träger aber insbesondere auch Private – verstärkt stimuliert werden, den nötigen Beitrag zur Verbesserung der Exzellenz zu leisten. Um gegen- über dem Bund glaubwürdig auftreten zu können, müsse man aber zuerst einmal das eigene Haus in Ordnung bringen. Dabei müsse aber eben auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen klappen, was die beiden anwesenden Regierungs- räte Peter Zwick (BL) und Christoph Brutschin (BS) durchaus unterschreiben wollten. Die nächsten Anlässe von metrobasel Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen zum Anlass: www.metrobasel.org Beiträge und Präsentationen finden Sie unter Dowloads und WebTV. 18. November 2010 sechstes metrobasel forum im Kongresszentrum Basel Dezember 2010 metrobasel Partnersitzung 2010 Februar 2011 metrobasel Parlamentariergespräch Ende April 2011 metrobasel Generalversammlung Mai 2011 metrobasel economic forum (für metrobasel Partner) 26. Mai 2011 metrobasel fricktal forum in Frick August 2011 metrobasel Parlamentariergespräch metrobasel gespräch Kreativwirtschaft metrobasel leimental forum in Allschwil Sepember 2011 metrobasel schwarzbubenland/laufental forum in Laufen 11. November 2011 siebtes metrobasel forum im Theater Basel
  • 4. www.metrobasel.org news 4 Gastgeber war Prof. Jacques Herzog. Der Basler Architekt empfing am 11. August 2010 am Firmen- sitz von Herzog & de Meuron an der Rheinschanze in Basel gut 30 Vertreter der Kreativwirtschaft, u.a. Georges Delnon (Direktor des Theater Basel), Sam Keller (Direktor des Beyeler Museum), Niggi Ullrich (Kulturbeauftragter des Kantons Basel-Landschaft), Hanns-Peter Cohn (CEO Vitra), zum ersten metro- basel gespräch Kreativwirtschaft. Diese Gespräche sollen mithelfen, die Vision der Plattform metrobasel, insbesondere im Bereich Kreativwirtschaft, umzuset- zen. metrobasel Direktor Christoph Koellreuter mode- rierte am 11. August 2010 durch vier Projekte. metrobasel expo + forum Architekt Christian Blaser stellte zuerst einmal das metrobasel expo + forum vor. Dessen Herzstück ist ein Modell der Region, das der Öffentlichkeit in einer Dauerausstellung gezeigt werden soll. Die Finanzierung ist angelaufen; die Lotteriefonds von Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben je 150’000 Franken zugesagt. Die erste Phase wird im Frühling 2011 abgeschlossen, dann liegen erste konkrete Varianten für das Modell vor. Das erste metrobasel gespräch Kreativwirtschaft Projektstudien des ETH Studios Basel Ein zweites Instrument, die Metropolitanregion Basel zu fördern, sind die Projektstudien des ETH Studios Basel. Nach dem überaus erfolgreichen MetroBasel Comic sucht Forschungsleiter Manuel Herz nach präziseren Vorstellungen der Entwicklung. «Undenk- bare Projekte müssen angegangen und verwirklicht werden» meinte dazu Jacques Herzog. Dabei sollten unbedingt auch der Kanton Basel-Landschaft und die Teilregionen Fricktal, Laufental und Schwarzbu- benland gebührend einbezogen werden. Im Vorder- grund standen die Ideen Wohnen am Rhein, Förderung des ländlichen Raums oder künstliche Seen im Elsass, Schwarzwald oder Jura. metrobasel art bike Prima wäre - und dabei handelte es sich um das dritte metrobasel Projekt - ein Verleihsystem mit dem modernisierten Kultvelo von Jean Prouvé aus dem Jahr 1934, mit dem die Kulturstätten Vitra, Beyeler, Tinguely, Kunstmuseum, Theater und Schaulager umweltschonend auf originelle Art besucht werden könnten. Als mögliche Betreiberin dafür bietet sich velopass GmbH (www.velopass.ch) an. Sie prüft, wie das Projekt unter dem Dach metro- basel velopass verwirklicht werden könnte. Studie zur Basler Kreativwirtschaft Schliesslich stellten Martin Heller von Heller Enter- prises und Raphael Rossel die seitens des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Basel-Stadt in Auftrag gegebene Studie zur Basler Kreativwirtschaft vor. Das Ergebnis: Zwei Drittel des 13 Subbranchen umfassenden Wirtschaftszweigs sind Kleinstunter- nehmen. 29 Prozent dieser Firmen erzielen einen Umsatz unter 75’000 Franken. Der Wirtschaftsbe- reich beschäftigt 11’300 Mitarbeitende, 16 Prozent aller Erwerbstätigen im Kanton Basel-Stadt. Und sehr erfreulich: Die Stadt Basel stellt in den nächsten drei Jahren eine Million Franken für die Entwicklung der hiesigen Kreativwirtschaft zur Verfügung. Ein Gremium wird sich überlegen, wie diese Mittel am sinnvollsten eingesetzt werden.
  • 5. www.metrobasel.org news 5 metrobasel hat vor etwas mehr als einem Jahr zusammen mit den Kantonen BS und BL sowie der Handelskammer beider Basel die Resultate aus der Verkehrsstudie metro- basel präsentiert und dabei Pflöcke für die Entwicklung der Ver- kehrsinfrastrukuturen gesetzt. Im Forder- grund steht die Sicherung des Bahngateway Basel. Zu den sechs Schlüsselprojekten der Region zählen • Entflechtungsbauwerke Basel-Ost • Doppelspurausbau Laufental • Schienenanschluss EuroAirport • Wisenbergtunnel/3. Juradurchstich • Herzstück Regio-S-Bahn • Erweiterung A2 Osttangente Die Inhalte der Planung «Bahn 2030», die das Parlament dem Bundesrat in Auftrag gegeben hat, bilden eine Basis zur Realisierung einzelner dieser Schlüsselprojekte. Der erste Zwischenbericht des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der SBB zu «Bahn 2030» genügt jedoch noch nicht. Nordwestschweiz ohne Wisenberg BAV und SBB berücksichtigen in ihrem Variantenvor- schlag «Bahn 2030» von 21 Mia. Franken erfreu- licherweise die Interessen des Regionalverkehrs mit zusätzlichen S-Bahn-Zügen im Ergolztal und Laufen- tal. Dazu müssten diverse Entflechtungsbauwerke in Angriff genommen werden. Das Grossprojekt 3. Juradurchstich/Wisenbergtunnel erscheint erst in 2. Priorität auf der Liste. Das Herzstück Regio-S-Bahn fehlt komplett. Die zusätzliche Gütertrasse zwischen Basel und dem Rangierbahnhof Limmattal behebt die Engpässe im Güterverkehr nicht. Nur wenn die Exponenten von metrobasel geschlossen auftreten Bahngateway Basel sichern können und Verbündete ausserhalb der Nordwest- schweiz finden, besteht überhaupt eine Chance die Lücken in «Bahn 2030» für die Region noch zu schliessen. Für März 2011 ist die offizielle Vernehm- lassung geplant. Bis dahin sollten die Bedürfnisse der Nordwestschweiz bereits berücksichtigt sein. Ohne Finanzmittel bleibt alles Makulatur Welche Projekte schlussendlich bei «Bahn 2030» auch aufgenommen werden, hängt von der Schaf- fung einer nachhaltige Finanzierungsgrundlage ab. Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass die «Bahn 2030» über den bestehenden FinöV-Fonds finanziert werden soll. Uneinigkeit besteht darin, wie je nach Variante die zusätzlichen 300 bzw. 600 Mio. Franken jährlich finanziert werden sollen. Ideen für den zusätzlichen Mittelbedarf sind u.a. Umwid- mung des LSVA-Kantonsanteils, Weiterführung der befristeten MwSt.-Erhöhung für IV, Erhöhung Mine- ralölsteuer, Vorfinanzierung der Kantone, Beitrag Bahnbenutzer, Public Private Partnership. Erfreuliches vom Bahnanschluss EAP und dem Herzstück Regio-S-Bahn Der Bund hat die Finanzierungszusage für den Bahnanschluss von 25 Mio. Franken im Rahmen des HGV-Kredits verlängert. Diese wäre nämlich dem- nächst offiziell abgelaufen. Mit der Verlängerung besteht nun die Chance, für das wichtige Vorhaben eine effiziente Projektorganisation aufzubauen. Dies wird auch getan. Unter der Federführung Frankreichs hat sich zwecks Projektierung bereits eine breit ab- gestützte Steuerungsgruppe gebildet und der Flug- hafen ist dabei, mit möglichst vielen Partnern eine Promotionsorganisation aufzubauen. Diese neue Dynamik ist sehr zu begrüssen und muss aufrechter- halten werden. Gleiches wünscht man sich für das Herzstück Regio-S-Bahn, sobald der Variantenent- scheid für die Variante Mitte definitiv gefällt ist. Martin Dätwyler, Bereichsleiter Verkehr, Energie und Raumentwicklung Handelskammer beider Basel
  • 6. www.metrobasel.org news 6 metrobasel schwarzbubenland/laufental forum vom 1. September 2010 Am metrobasel schwarzbubenland/laufental forum in Hofstetten nahmen rund 140 Personen teil. Die Ausführungen und Diskussionen drehten sich um die Wirtschaftsperspektiven dieser Region. In ihrer Begrüssungsansprache rief Deborah Fischer- Ahr, Gemeindepräsidentin von Hofstetten, die Anwesenden auf, vermehrt grossräumig zu denken und gemeinsam für eine starke Region zu kämpfen. Christoph Koellreuter, Direktor und Delegierter von metrobasel, ging in seinen Ausführungen auf die Per- spektiven 2020 der Metropolitanregion Basel und des Schwarzbubenlands/Laufentals als Wirtschafts- standort ein. Dabei ging klar hervor, dass insbeson- dere die Life Sciences zum grossen Wachstum bei den Arbeitsplätzen und somit zum Erfolg der Region Basel beitragen. Das Schwarzbubenland und das metrobasel birstal forum vom 15. September 2010 Am gut besuchten metrobasel birstal forum in Aesch standen die Chancen und Herausforderungen für das Birstal in der Perspektive 2020 im Vordergrund. Mit seiner Aussage «auch regional global denken» brachte es Hanns-Peter Cohn auf den Punkt, denn «die Chancen sind riesig, aber die Probleme gross». Damit spielte der CEO der Vitra AG auf die beson- dere Lage der Region und ihre Kleinräumigkeit an. Am Beispiel seines Unternehmens, das aus Birs- felden geleitet wird, seinen Campus aber in Weil am Rhein, also im Ausland betreibt, zeigte Cohn auf, dass es vor allem gilt, Grenzen zu überwinden. In seinem Einführungsreferat hatte Christoph Koell- reuter, Direktor und Delegierter von metrobasel, aufgezeigt, dass die Perspektiven 2020 der Metro- Laufental profitieren davon als Wohnstandort und als Naherholungsraum. In der anschliessenden Diskussionsrunde waren sich alle einig, dass grosse Defizite bei der Erreich- barkeit dieser Region existieren und zwar sowohl im öffentlichen Verkehr als auch im Privatverkehr. Notwendig wären eine Erhöhung der Taktfrequenz des ÖV und ein Ausbau der Autobahn H18. Dafür fehlen jedoch die Mittel respektive wären Bundes- gelder unabdingbar. Leider scheitern wichtige Projekte oft an der feh- lenden Kooperation über die Kantonsgrenzen hinaus. Deshalb müssten kantonsübergreifend mehr Alli- anzen gebildet werden, um gemeinsam im harten Verteilungskampf um Gelder aus Bundesbern etwas erreichen zu können. Und wie Frau Natio- nalrätin Kathrin Amacker treffend formulierte «…wir müssen mit einer Stimme schreien und nicht gegeneinander reden». politanregion Basel und des Birstals als Wirtschafts- standort weiterhin überdurchschnittlich gut sind, und dass die Finanzkrise nur einen geringen Einfluss auf das Gebiet gehabt hat. Um die sich bietenden Chancen auch zu nutzen sind jedoch Investitionen nötig, trotz günstigen Einflussfaktoren, wie die guten schweizerischen Rahmenbedingungen, die Erreich- barkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel – das Birstal ist besser erschlossen als das Leimental – und dem vorhandenen politischen Willen der Gemeinden zur Zusammenarbeit. In der anschliessenden Paneldiskussion, in der die Wohnraumerschliessung im Vordergrund stand, dis- kutierten unter der Leitung von Klaus Kocher Hanns- Peter Cohn, CEO Vitra AG, Lesley Barron, Direktorin International School Basel, Roland Hohl, Präsident Gewerbe und Industrie Aesch, Peter Braun, GL- Mitglied Weleda AG und Andreas Ruesch, Leiter Privatkunden Basel Regio, UBS AG. Regionale Foren
  • 7. www.metrobasel.org news 7 Die Bundesrats- wahlen und weitere Entscheide auf Bundesebene in jüngster Zeit (u.a. Wisenbergtunnel und Finanzierung Univer- sität Basel) haben deutlich gemacht: die Metropolitanregi- on Basel muss sich in den verschiedensten Bereichen auf nati- onaler Ebene deut- lich stärker einbringen als bis anhin. Aus Sicht der Position der Metropolitanregion Basel im globalen Standortwettbewerb muss sie sich dabei auf die drei Politikfelder konzentrieren, die in diesem Zusammen- hang am wichtigsten sind: universitäre Hochschulen, fiskalisch-regulatorisches Umfeld für hochproduktive und innovative Schlüsselbranchen und Gateway Schweiz (Basel-Zürich). Dies sind übrigens auch die drei Themen, die für die globale Position der Metro- politanregion Zürich von zentralster Bedeutung sind. Zürich dürfte sich deshalb aus Eigeninteresse mit der Zeit als bester Verbündeter für unsere Anliegen erweisen. metrobasel als für alle offene Plattform und Think Tank wird deshalb zu ihren künftig halbjährlich stattfindenden Parlamentariergesprächen neben Persönlichkeiten aus der Bundesverwaltung sowie Regierungsräten, Bundesparlamentariern und Spitzen der Wirtschaft aus den Kantonen BS und BL auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Kantone ZH, AG, SO und JU sowie Beobachter aus dem nahen Deutschland und Frankreich einladen. Am ersten metrobasel Parlamentariergespräch im August dieses Jahres (Seite 2/3) wurde dank enga- gierter Beiträge der rund 35 Beteiligten neben der Notwendigkeit von deutlich mehr Bundesmitteln für universitäre Hochschulen die Dringlichkeit anreizori- entierter Strukturreformen auf allen Ebenen (Universi- täten, Trägerkantone und Bund) auf die Politikagenda gesetzt. Am kommenden metrobasel forum vom 18. November 2010 werden einige Akteure ihre diesbe- züglichen Aktionspläne zur Diskussion stellen. Das metrobasel Jahr 2010 steht sonst nach wie vor im Zeichen der Energie. Die Arbeiten am metrobasel Projekt «Standortbestimmung und Grundlagen für eine metrobasel Energie-Strategie» schreiten zügig voran. Anlässlich des metrobasel forums vom 18. November 2010 zum Thema »Wie weit geht der energiepoli- tische Konsensus?» ist eine spannende Diskussion zu erwarten. Das bereits im Frühjahr 2009 angekündigte «me- trobasel Masterprojekt 2020/35/50», im Rahmen dessen die längerfristigen Perspektiven für die Metro- politanregion Basel mit Vertretern sämtlicher Branchen und Teilregionen erarbeitet werden sollen, ist soeben gestartet worden. Die laufend anfallenden Ergebnisse wie auch der aktualisierte metrobasel monitor werden erstmals im Mai 2011 im Rahmen des künftig jährlich standfindenden metrobasel economic forums den metrobasel Partnern präsentiert und zur Diskussion gestellt. Eine Kurzzusammenfassung wird auch den metrobasel Einzelmitgliedern sowie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Last but not least: Die Kreativwirtschaft der Metropo- litanregion Basel ist auch im Rahmen von metrobasel aktiv. Nach dem immer noch erfolgreichen metrobasel comic aus dem Jahr 2009 sollen noch in diesem Jahr die Projekte metrobasel expo & forum sowie metro- basel velopass gestartet werden. Christoph Koellreuter, Direktor und Delegierter des Vorstandes metrobasel Allianzen für unsere Region in «Bundesbern»
  • 8. www.metrobasel.org news 8 Gelgia Herzog, Geschäftsleiterin Forum Regio Plus, Nunningen Als Geschäftsleiterin des Forums Regio Plus, dem Wirtschaftsförderverein des Schwarzbubenlandes, bin ich täglich mit der Herausforderung konfrontiert, das solothurnische Schwarzbubenland mit Basel und Solothurn zu ver- netzen und erfolgreich zu positionieren. Die Plattform metrobasel bietet dazu eine hervorragende Möglich- keit. Deshalb ist das Forum Regio Plus im September 2009 eine Mitgliedschaft als Projektpartner I bei metrobasel eingegangen. Nach der erfolgreichen Durchführung des ersten metrobasel schwarzbuben- land/laufental forums habe ich mich entschlossen, meine Sympathie gegenüber metrobasel mit einer Einzelmitgliedschaft zum Ausdruck zu bringen. Caroline Holzgreve, DSM Nutritional Products, Kaiseraugst DSM Nutritional Products mit Hauptsitz in Kaiser- augst im Kanton Aargau, ist Marktführer für Vitamine, Carotinoide, Futterenzyme und andere Bereiche der Nahrungsergänzung sowie Formulierungen und Vormischungen. Wir sind auch in UV-Filtern und anderen kosmetischen Wirkstoffen und Duftstoffen aktiv. Unsere Kunden sind Anbieter von Tierfutter, Nahrung, Getränken, Supplementen, Pharmazeutika und Produkten für die Körperpflege. Die Metropolitanregion Basel ist für uns als Life Science Unternehmen eine Schlüsselregion. Wir beschäftigen hier an unseren Produktions- und Forschungsstandorten und in der Administration rund 3‘100 Mitarbeitende. Mit den Partnern von metro- basel teilen wir das Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung dieser Region. Wir freuen uns auf neue Kontakte sowie die gemeinsame Gestaltung und Förderung dieses spannenden Standorts. Geschäftsstelle metrobasel, Aeschenvorstadt 4, 4051 Basel T +41 (0) 61 272 11 44, F +41 (0) 61 272 11 42 Direktor: Dr. Christoph Koellreuter E-Mail: christoph.koellreuter@metrobasel.org Administration: Maura von Heydebrand E-Mail: maura.vonheydebrand@metrobasel.org Kommunikation: Regula Ruetz/Delegierte Raumentwicklung E-Mail: regula.ruetz@ruweba.ch Impressum Herausgeber: metrobasel Redaktion/Layout: ruweba kommunikation ag, Riehen Druckauflage: 6'000 Ex./Druck: Bloch AG, Arlesheim Der Newsletter erscheint 3–4x jährlich, abrufbar unter: http://www.metrobasel.org © by ruweba kommunikation ag, Riehen, 2010 Alle Rechte vorbehalten. Neue Partner und Einzelmitglieder von metrobasel