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MOOCs als Teil des zukünftigen digitalen Lernens

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Workshop an der Hochschule Luzer, September 2020

Veröffentlicht in: Bildung
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MOOCs als Teil des zukünftigen digitalen Lernens

  1. 1. „MOOCs als Teil des zukünftigen digitalen Lernens “ Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  2. 2. Vorstellung nach der „MOOC-Methode“
  3. 3. Vorstellung nach der „MOOC-Methode“ Bitte wählen Sie ein Wort (das mit M,O oder C beginnt), das Sie besonders an diesem Seminar interessiert.
  4. 4. Begriff und Konzepte Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  5. 5. MOOC „Massive Open Online Course“
  6. 6. Erfinder von „MOOC“ George Siemens („Konnektivismus“) Stephen Downes
  7. 7. (deren ursprüngliche) Bedeutung von „MOOC“ Massive = für Viele Open = open source, open learning Online = ausschließlich im Internet Course = Kursstruktur
  8. 8. MOOC poster April 4, 2013 by Mathieu Plourde licensed CC-BY on Flickr, explores the meaning of "Massive Open Online Courses" aka MOOCs. This has been used in a reliable source,http://www.wamda.com/2013/05/what-are- moocs-what-mean-for-middle-east , so it's not just original artwork, but was licensed CC-BY first.
  9. 9. L3T – Kapitel: Systeme im Einsatz http://l3t.eu
  10. 10. xMOOC • „x“ = „extension“ • Erstmalig von der Universität Harvard verwendet • Sehr enges Korsett, mittels MOOC-Plattformen zur Verfügung gestellt • Sequentielle Lerneinheiten, meistens aus Videos nicht länger als 15 Minuten und abschließender Lernfortschrittskontrolle (Überprüfung) Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz
  11. 11. xMOOC – Beispiel (iMooX.at, DSGVO)
  12. 12. MOOC-Systeme, die vorrangig xMOOCs unterstützen sollen, bestehen aus einer einfachen Kursverwaltung, einer BenutzerInnen-Verwaltung, wenigen Kommunikationswerkzeugen und einer einfachen Form, Webinhalte zur Verfügung zu stellen. Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz xMOOC-Systeme
  13. 13. cMOOC • „c“ = „connectivism“ • Geht auf Stephen Downes und George Siemens (2010) zurück • Basiert auf der Idee KursteilnehmerInnen zu vernetzen und den Austausch zu fördern • Inhalte werden von TeilnehmerInnen eingebracht und sollen von anderen kommentiert und bewertet werden. Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz
  14. 14. cMOOC – Beispiel Der MOOC-Maker MOOC (2013)
  15. 15. MOOC-Systeme, die vorrangig cMOOCs unterstützen sollen, bestehen aus einer einfachen zentralen Plattform (Website), die einerseits Initialinhalte zur Verfügung stellt und andererseits möglichst alle Online-Beiträge der TeilnehmerInnen aggregiert und darstellt. Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz cMOOC-Systeme
  16. 16. Gemeinsamkeiten xMOOC und cMOOC • Kursform • Deadlines • Hohes Maß an Selbstdisziplin nötig; selbstgesteuertes Lernen Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz
  17. 17. Problemfelder • Interaktion bei xMOOCs mit TeilnehmerInnen • Hohe Drop-out-Rate bei fehlendem didaktischen Konzept • Fehlende Zertifizierungen, Anerkennung vorallem auch bei cMOOCs Behnam Taraghi, Martin Ebner, Sandra Schön (2013). Systeme im Einsatz WBT, LMS, E-Portfolio-Systeme, PLE und andere. In: Martin Ebner & Sandra Schön (Hrsg.), Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T). URL: http://l3t.eu/homepage/das-buch/ebook- 2013/kapitel/o/id/137/name/systeme-im-einsatz
  18. 18. Wir machen uns ein Bild: Exemplarische MOOCs Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  19. 19. Informatik-Fit – via iMooX.at
  20. 20. Lehren und Lernen mit digitalen Medien I – via iMooX.at
  21. 21. 15-10-5-Input nach Wahl Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  22. 22. 15-10-5-Input nach Wahl Es stehen zur Wahl: • Videos-Macharten • Offene Bildungsressourcen und Lizenzen • Gute Lernvideos Regel: Das Thema mit der größten Unterstützung wird 15 Minuten behandelt, das zweitgefragteste 10 Minuten, das am wenigsten gefragte 5 Minuten.
  23. 23. Offene Bildungsressourcen und Creative-Commons-Lizenzen Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  24. 24. Tausend tolle Sachen - Wer, wie, was? Offene Bildungsressourcen (OER) in Hochschulen. SandraSchön(SalzburgResearch|BIMSe.V.) & MartinEbner(TUGraz) November2019
  25. 25. DREI FRAGEN
  26. 26. Dürfen Sie Vorlesungsunterlagen Ihres Vorgängers überarbeiten und nutzen?
  27. 27. Dürfen Studierende Ihre Lehrunterlagen aus dem LMS per E-Mail versenden?
  28. 28. Dürfen Sie Vortragsunterlagen mit Abbildungen aus Veröffentlichungen von anderen im Web veröffentlichen?
  29. 29. OER steht für Open Educational Resources Offene Bildungsressourcen Freie Bildungsmaterialien
  30. 30. OER Definition „Open Educational Resources (OER) sind freie Bildungsmaterialien, d.h. Lehr- und Lernmaterialien, die frei zugänglich sind und dank entsprechender Lizenzierung (oder weil sie gemeinfrei sind) ohne zusätzliche Erlaubnis bearbeitet, weiterentwickelt und weitergegeben werden dürfen.“ (Bündnis Freie Bildung, 2015).
  31. 31. Formate von OER
  32. 32. Offene Lizenzierung von OER
  33. 33. Hintergrund In D-A-CH gilt grundsätzlich das Urheberrecht, und Urheber/innen können nicht ohne weiteres, „einfach so“ ihre Rechte aufgeben. Hinter „Lizenzen“ stehen komplexe juristische Texte und Vereinbarungen.
  34. 34. „Offene Lizenz“ Erlauben die Nutzung,Vervielfältigung, Modifikation,Wiederveröffentlichung
  35. 35. ... auf dem Bierdeckel erklärt
  36. 36. Einfach nutzen! Eine Stellungnahme kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von CC0 in Österreich wirksam ist: Kucsko, Guido, Zemann, Adolf (2017) CC0 1.0 Universal - Beurteilung der Verzichtserklärung und der Lizenzerteilung im Rahmen der Fallback-Klausel nach österreichischem Recht. https://phaidra.univie.ac.at/view/o:528411
  37. 37. Einfach nutzen – und: Angaben zu den Urheber/innen, zur Lizenz und zu etwaigen Änderungen machen und verlinken.
  38. 38. Einfach nutzen, dabei Angaben zu den Urheber/innen, zur Lizenz und zu etwaigen Änderungen machen und verlinken. Auf Grundlage fremder Inhalte erstellte Materialien müssen unter die gleiche Lizenz („share alike“) gestellt werden.
  39. 39. 3-Schichten-Modell der Lizenz – Verständlicher Kurztext (damit WIR wissen, um was es geht und was man mit dem Material machen kann) – Juristischer Text (damit das vor Gericht Bestand hat) – Maschinenlesbarer Text (damit die entsprechend lizenzierten Materialien gefunden werden können)
  40. 40. Achtung! Es gibt auch weitere Optionen bei CC-Lizenzen No Derivation (ND) Keine Veränderungen erlaubt Non Commercial (NC) Jegliche Nutzung mit kommer- ziellem Kontext ausgeschlossen Zählen nicht zu OER- Lizenzen – machen die Nutzung oft unmöglich (NC)
  41. 41. OER ist eine Lösung für rechtliche Herausforderungen im Bildungsalltag
  42. 42. OER ist auch eine Lösung für weitere Herausforderungen im Bildungsalltag
  43. 43. Gute Lernvideos Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  44. 44. Von der Idee zum Drehbuch: Gestaltung eines guten Lernvideos
  45. 45. Was ist ein gutes Lernvideo?
  46. 46. „Eine gute Erklärung ist eine gute Geschichte“ LeFever, Lee (2012). The Art of Explanation. New York: John Wiley & Sons
  47. 47. „… Videos sollen handwerklich gut gestaltet und die Darstellung und Sprache den Sehgewohnheiten der Zielgruppe angepasst sein.“ Reinmann, Gabi (2012). Studientext Didaktisches Design. München. URL: http://lernen-unibw.de/studientexte
  48. 48. • Klares (Lern-)Ziel • Informative Geschichte erzählen • Passende und anschauliche Visualisierung • Wenig Personenaufnahmen • Wichtiges betonen (Wiederholung, Text) • Keine Ablenkung • ...Unterhaltung darf aber sein
  49. 49. Ideen-Sammlung Lernvideo-Canvas: https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2016/07/18/vorlage-zur-ideensammlung-rund-um-lernvideos-und-andere-zugaengliche-vorlagen/
  50. 50. Video-Macharten Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  51. 51. Screencast
  52. 52. Screencast
  53. 53. Legetechnik http://youtu.be/72YstgfvVeI
  54. 54. Vortrag http://youtu.be/c4-aonOuJB0?list=UUQ_Bow1IcRGjvPiTvmbnJ7Q
  55. 55. Tafelschrift http://youtu.be/MKzX8xM35kc
  56. 56. Liveaufzeichnung http://youtu.be/c4-aonOuJB0?list=UUQ_Bow1IcRGjvPiTvmbnJ7Q
  57. 57. Trickfilm http://youtu.be/2DdFMOiQNt0
  58. 58. Zeitraffer - SlowMotion http://youtu.be/iyDy8qqW-44
  59. 59. Greenscreen https://youtu.be/WZD9RZoMhVE
  60. 60. Businessmodelle und Kosten Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  61. 61. Wie finanzieren sich MOOCs?
  62. 62. Auch wenn der Zugang gratis ist, braucht es ein funktionierendes Geschäftsmodell.
  63. 63. Untersuchung von den 20 größten MOOCs zeigen im wesentlichen fünf verschiedene Modelle
  64. 64. Paid Model Zahlung erfolgt direkt für eine angebotene Leistung – z. B. für die Teilnahme
  65. 65. cMOOC Model Förderung und Sponsoring durch Dritte; intensive Interaktion löst auch Folgefinanzierungen aus
  66. 66. Lure Model Reputationsaufbau; Lernende werden an eine Plattform gebunden; indirekte Erlöse durch sich einschreibende und zahlende Studierende
  67. 67. Freemium Model Erlös über Zusatzangebote (Free + Premium = Freemium) – z. B Lehrbücher
  68. 68. Experience Model Begrenzte Budgets für Erfahrungssammlungen
  69. 69. Davon können Udacity & Co leben?
  70. 70. The U. of Michigan's Contract With Coursera http://chronicle.com/article/Document-Examine-the-U-of/133063/ Certification Secure Assessments Employee recruting Employee or University screening Human-provided tutoring or manual gradingCorporate / unversity enterprise model Sponsorships Tuition Fees
  71. 71. Eigener MOOC - Kostenplan?
  72. 72. The U. of Michigan's Contract With Coursera http://chronicle.com/article/Document-Examine-the-U-of/133063/ Wer hostet den MOOC? Welches Konzept soll umgesetzt werden? Welche Ressourcen brauchen Sie? Kostenplan (Personalkosten / Ausstattung)
  73. 73. The U. of Michigan's Contract With Coursera http://chronicle.com/article/Document-Examine-the-U-of/133063/ Erstellungskosten „Betriebs-“kosten Nachhaltigkeit
  74. 74. Einsatzmöglichkeiten von MOOCs Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  75. 75. Typ 1: der konventionelle MOOC ein Online-Kurs für viele Lernende
  76. 76. Typ 2: der Intro-MOOC ein Online-Kurs als Vorbereitung für eine darauffolgende Präsenzphase
  77. 77. Typ 3: der Blended-MOOC ein MOOC welcher integriert ist zwischen Präsenzphasen
  78. 78. Typ 4: der Inter-MOOC eine spezielle Form des Typ 3, wo der MOOC zwischen zwei Präsenzphasen eingebettet wird
  79. 79. Typ 5: der Inverse-Blended- MOOC dieser MOOC wird begleitet von Präsenzmeetings oder anderen Lernevents
  80. 80. Typ 6: der Flipped-MOOC dieser MOOC wird verwendet für das Flipped-Classroom-Modell – er wird verwendet zur Vorbereitung auf die parallel laufenden Präsenzeinheiten
  81. 81. Typ 7: der Vorlesungs-MOOC wird begleitet von zusätzlichen (meist gesperrten) Online-Aktivitäten in einem LMS einer Bildungsinstitution (z. B. für Übungsabgaben, …)
  82. 82. Der Weg zum MOOC – die MOOC-Map Freitag, 04.09.2020 | Luzern Martin Ebner
  83. 83. URL: https://www.slideshare.net/mebner/mooc-map
  84. 84. Herzlichen Dank! Kontakt Dr.. Martin Ebner | TU Graz | http://martinebner.at martin.ebner@tugraz.at

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