Nutzerzentriertes Design? Gerne, aber bitte ohne Nutzer.

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Usability Professionals müssen von den Vorteilen der nutzerzentrierten Gestaltung interaktiver Systeme nicht überzeugt werden. Und auch bei der Projektanbahnung mit Auftraggebern scheint das Thema zumeist auf offene Ohren zu stoßen. Werden die Planungen konkreter, so erweisen sich jedoch zuweilen entsprechende Aussagen eines Auftraggebers als Lippenbekenntnisse. Die Einbeziehung von Nutzern wird dann z.B. als Projekthemmnis gesehen oder als optionale Aktivität, die auch „später noch“ durchgeführt werden kann. Der Beitrag beschäftigt sich mit dieser Problematik und zeigt auf, wie Usability Professionals damit umgehen können, um unter gegebenen Rahmenbedingungen optimale Ergebnisse zu erzielen oder auch auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen in Richtung der stärkeren Einbeziehung von Nutzern hinzuwirken.

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Nutzerzentriertes Design? Gerne, aber bitte ohne Nutzer.

  1. 1. „NUTZERZENTRIERTES DESIGN? GERNE, ABER BITTE OHNE NUTZER“ Dr. Markus Weber Centigrade GmbH
  2. 2. ANFRAGE EINES KUNDEN (INTERN/EXTERN)
  3. 3. VORSTELLUNG DER VORGEHENSWEISE
  4. 4. ANGEBOTSERSTELLUNG UND PROJEKTSTART
  5. 5. „WEGEN DIESER NUTZER-SACHE…“
  6. 6. „WIR…“ • „…machen das seit 20 Jahren und wissen, was unsere Anwender wollen.“ • „…müssen das Projekt geheim halten.“ • „…haben dafür keine Zeit.“ • „…haben ja auch Geschäftsziele.“
  7. 7. DUMM GELAUFEN!?
  8. 8. WAS TUN? • Wie groß ist das Projekt? • Wie vertraut ist die Domäne? • Was steht auf dem Spiel?
  9. 9. WAS TUN? • Was kann realistischerweise getan werden? • Argumentativ • Praktisch • Kurzfristig • Langfristig
  10. 10. „WIR MACHEN DAS SEIT 20 JAHREN UND WISSEN, WAS UNSERE ANWENDER WOLLEN.“ • Oder weiß man, was die Anwender vor 20 Jahren wollten? • Wenn Anwender sich nicht beschweren heißt das nicht, dass sie zufrieden sind. • Gruppendenken! • Perspektivübernahme nur sehr begrenzt möglich
  11. 11. „WIR MACHEN DAS SEIT 20 JAHREN UND WISSEN, WAS UNSERE ANWENDER WOLLEN.“ • Kurzfristig: • Vorliegende Informationen über Anwender (z.B. Support) nachvollziehbar für Prozess berücksichtigen • Verantwortung für kritische Annahmen zu Anwender-Anforderungen und -Eigenschaften übernehmen • Langfristig: Verantwortung auslagern
  12. 12. „WIR MÜSSEN DAS PROJEKT GEHEIM HALTEN.“ • Nutzer erwarten sowieso Verbesserungen • Dass man an Verbesserungen arbeitet dürfte für den Wettbewerb keine Überraschung sein • Für Evaluationen müssen keine vollständigen Designs oder Businesspläne präsentiert werden • 1:1 Kopien sind ohne Hintergrundwissen nicht einfach möglich • Geheimhaltung ist nur bei Apple ein Marketinginstrument
  13. 13. „WIR MÜSSEN DAS PROJEKT GEHEIM HALTEN.“ • Kurzfristig: Geheimhaltung intern „aufweichen“ • Langfristig: Ausgewählten Kreis von Pilotkunden mit in das Projekt einbeziehen
  14. 14. „WIR HABEN DAFÜR KEINE ZEIT.“ • Man muss nicht nur schnell was entwickeln, sondern man muss auch das Richtige entwickeln • Der Verzicht auf die Einbeziehung von Anwendern ist keine Abkürzung, sondern ein Risiko • Anwender „später einbeziehen“ ist wie „später überlegen, was das Interface können soll“
  15. 15. „WIR HABEN DAFÜR KEINE ZEIT.“ • Kurzfristig: Leichtgewichtige Methoden einsetzen • Langfristig: „Echte“ Usability als (ein) Effizienzkriterium des Prozesses definieren
  16. 16. „WIR HABEN JA AUCH GESCHÄFTSZIELE.“ • Es ist klar, dass Auftraggeber nicht altruistisch handeln • Usability und UX sind auch Business • UX Professionals befassen sich auch mit der Frage, wie ein Auftraggeber das meiste aus seinem Invest machen kann
  17. 17. „WIR HABEN JA AUCH GESCHÄFTSZIELE.“ • Kurzfristig: Verständnis für Geschäftsziele erarbeiten und demonstrieren • Langfristig: Alignierung von Geschäftszielen und Anwenderzielen herstellen
  18. 18. SONSTIGES • Von (zahlenden) Kunden reden statt „nur“ von Anwendern • Multiplikatoren identifizieren • Manchmal müssen Leute erst auf die Nase fallen • Argumentation & Erfahrungen • Eigene Arbeitszufriedenheit nicht aus dem Blick verlieren
  19. 19. UND BEI EUCH SO?…

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