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Auto- und Reiseclub Deutschland
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Nr. 962 04. März 2010
Heute mit folgenden Themen:
– ARCD begrüßt Dauerregelung für Führerschein mit 17
– Gebrauchtwagenpreise in 30 Jahren fast verdreifacht
– Berlin: 44: Internationale Tourismusbörse vor dem Start
– Gigaliner-Befürworter lassen nicht locker
– EU-Parlament wehrt sich gegen ausufernde Sicherheitskosten beim Check-in
– ETSC: Intelligentes Tempo-Management bringt mehr als rigide Tempolimits
ARCD begrüßt Dauerregelung für Führerschein mit 17
Bad Windsheim (ARCD) – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das begleitete Fahren
(„Führerschein mit 17“) nach einem fünfjährigen Modellversuch in den Bundesländern auf
Dauer einführen. „Das begleitete Fahren mit 17 ist ein großer Erfolg“, sagte Ramsauer gegen-
über Journalisten. Es bringe mehr Verkehrssicherheit für junge Fahrer und Fahranfänger. Eine
entsprechende Gesetzesregelung will der Minister bis Ende 2010 auf den Weg bringen. Der
Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) begrüßt dieses Vorhaben. Der Club hatte sich schon
vor sechs Jahren für diese Form der Fahrausbildung eingesetzt. Das Modell sieht vor, dass
Jugendliche diese bereits im Alter von 17 Jahren abschließen können und dann bis zum 18.
Geburtstag unter Auflagen in Begleitung einer erwachsenen Person ab 30 Jahre ein Auto
selbst lenken dürfen. Der damalige Verkehrsminister Stolpe meldete dagegen Bedenken an
und lenkte erst ein, als Bayern und Niedersachsen mit einer entsprechenden Initiative im
Bundesrat drohten. Polizeivertreter hatten ursprünglich gefordert, dass die entsprechenden
Fahrzeuge mit einem „L“ gekennzeichnet sein müssten. Auch ein Nachtfahrverbot ab 23.00 Uhr
wurde diskutiert. Als erstes Bundesland preschte 2005 Niedersachsen im Alleingang ohne
Rücksicht auf Widerstände aus dem Bundesverkehrsministerium vor. Walter Hirche, der dama-
lige Verkehrsminister in Hannover, konnte bald über positive Erfahrungen berichten. Schon
nach einem Jahr zeigte sich, dass die beteiligten jungen Fahrer 40 Prozent weniger Unfälle
verursachten und 60 Prozent weniger Bußgeldmandate kassierten als eine Vergleichsgruppe.
Auch in Schweden und den USA sanken die Unfallzahlen bei ähnlichen Modellen um rund 40
Prozent. Inzwischen bieten alle Bundesländer das begleitete Fahren mit 17 an. Ein aktuelles
Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bestätigt die guten Erfahrungen in
Deutschland. Sie sind für Verkehrsminister Ramsauer das Signal, um das Modell in den
Regelfall zu überführen. Der ARCD hofft auf schnelle Umsetzung durch ein entsprechendes
Gesetz noch in diesem Jahr. ARCD
Diese Meldung hat 2.128 Zeichen.
Gebrauchtwagenpreise in 30 Jahren fast verdreifacht
Bad Windsheim (ARCD) – Kostete im Jahr 1980 ein Gebrauchtwagen im Schnitt (umgerech-
net) 2.970 Euro, so waren im Jahr 2009 schon 8.590 Euro fällig, wie aus Zahlen der Deutschen
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Automobil Treuhand GmbH (DAT) hervorgeht. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war dieser
Preis bereits auf 7.910 Euro geklettert. Seitdem gab es jährlich nur noch moderate
Steigerungen. Nach einer Mitteilung des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) sind die
Besitzumschreibungen bei Gebrauchtwagen 2009 leicht um 1,6 Prozent gegenüber dem
Vorjahr gesunken. Seit 1980 sind auch die Durchschnittspreise von Neuwagen permanent
gestiegen. Damals kostete ein Wagen im Schnitt 8.420 Euro brutto. Für einen Neuwagen blät-
terten die Deutschen im vergangenen Jahr aber schon durchschnittlich 22.520 Euro auf den
Tisch. Der Kaufpreis ist aber im Vergleich zu 2008 wegen des höheren Anteils von Mini- und
Kleinwagen sogar um 13,4 Prozent gefallen. Laut ZDK verbuchte das deutsche
Kraftfahrzeuggewerbe im Jahr 2009 einen Umsatzanstieg um 3,7 Prozent auf 134,4 Milliarden
Euro, darunter 59,6 Milliarden für das Neuwagengeschäft und 30,5 Milliarden für den
Gebrauchtwagenhandel. Bezogen auf die Kraftstoffarten verloren Dieselfahrzeuge weiter an
Boden. Ihr Anteil bei Neuwagen ging 2009 um 14,4 Prozent gegenüber 2008 zurück und lag
am Jahresende bei 30,7 Prozent der Neuzulassungen. Bei der Vorlage seines Jahresberichtes
für 2009 sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher, dass die Zahlen des Ausnahmejahres 2009
nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass sich das Kfz-Gewerbe auf absehbare Zeit an ein
Leben mit dem „Normalmarkt“, also ohne Abwrackprämie, gewöhnen müsse. Für 2010 sei mit
etwa 2,7 bis 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen zu rechnen. ARCD
Diese Meldung hat 1.760 Zeichen.
Berlin: 44. Internationale Tourismusbörse vor dem Start
Bad Windsheim (ARCD) – In Berlin treffen sich in den Hallen unter dem Funkturm vom 10. bis
zum 14. März die internationale Reiseindustrie und ihr Publikum. Von Mittwoch bis Freitag ist
die Messe nur für Fachbesucher geöffnet, bevor sich am Wochenende die Tore für private
Besucher öffnen. Der Veranstalter Messe Berlin rechnet mit 170.000 Gästen, davon
100.000 Fachbesucher. Rund 11.000 Aussteller aus 180 Ländern informieren über Neuheiten
und Destinationen. Die privaten Besucher erwartet ein vielseitiges Programm. Unter dem Motto
„Türkei fasziniert“ präsentiert sich das diesjährige Partnerland auf über 3.000 Quadratmetern
Fläche. Besucher können durch die Kulissen des berühmten Bazars von Istanbul und das
Portal der Ulucami Moschee in der anatolischen Stadt Divirigi schlendern. Das Tor ist als
Besonderheit höher als das Gebetshaus selbst. Neu auf der Messe ist ein eigener Bereich für
Zentralasien. Dort stellen sich Länder wie Usbekistan und Tadschikistan vor. Auch das
Segment „Mobile Travel Services“ gibt es auf der ITB in der Halle 7.1c zum ersten Mal. Dort
werden Technologien für Online-Buchungen, E-Tickets, Navigation und mobile Reiseführer
gezeigt. Wie die Alpen entstanden sind, können die Besucher in Halle 17 bei den Österreichern
bei Experimenten mit Steinen und Fossilien in der Erlebniswelt Natur kennen lernen. Ein hei-
ßes Rendezvous mit den Kulturen der Welt erleben die Besucher bei folkloristischen Tänzen
und Musik aus Benin, Papua-Indonesien, Haiti, Ecuador, Peru, Mexiko und der
Dominikanischen Republik in Halle 4.1. Wer sich für den Beruf des Animateurs interessiert,
kann in Halle 4.1. am 13. März um 16.00 Uhr an einem Casting teilnehmen. Dies ist nur ein
winziger Ausschnitt aus den vielen Angeboten. Zum ersten Mal gibt es im Palais am Funkturm
für alle Besucher am 14. März ab 14.30 Uhr eine Abschluss-Show, bei der Künstler und
Kulturschaffende aus vielen Ländern der Welt ein fulminantes Programm zeigen wollen.
Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin-Kongress als weltweit größte Fachveranstaltung der
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Branche. Unter www.itb-kongress.de/programm sind Termine, Themen und Referenten abruf-
bar. Die Berliner Reisemesse gilt in Fachkreisen als wichtiger Indikator für die Entwicklung auf
dem Tourismusmarkt. Nach jüngst veröffentlichten Ergebnissen der Tourismusanalyse der BAT
Stiftung für Zukunftsfragen kann die deutsche Tourismusindustrie aufatmen: 42 Prozent der
Deutschen sitzen gedanklich bereits auf gepackten Koffern und planen für 2010 wenigstens
eine Reise. Jeder neunte Bürger will sogar mindestens zwei Reisen unternehmen. Das gilt
aber nur für Besserverdienende mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.500 Euro. Bei den
Geringverdienenden (Einkommen unter 1.000 Euro) kann sich laut Studie nur jeder Fünfte
überhaupt eine Reise leisten. ARCD
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Gigaliner-Befürworter lassen nicht locker
Bad Windsheim (ARCD) – Rund 20 Interessengruppen des Frachtgewerbes und der Industrie
werben derzeit um die Gunst der EU-Institutionen, um die Zulassung von Versuchsfahrten mit
Lkw von bis zu 25,25 Metern Länge im grenzüberschreitenden EU-Güterverkehr durchzuset-
zen. Mehr Frachtvolumen würde die Transportkosten und den CO2-Ausstoß pro transportierter
Tonne um fast ein Drittel senken, argumentieren die Lobbyisten des Forums EMS (European
Modular System), die sich für eine generelle Zulassung von Gigalinern mit bis zu 60 Tonnen
Gesamtgewicht stark machen. Die Frachtlobby konnte zuletzt auch die deutschen
EU-Abgeordneten Dieter-Lebert Koch (CDU) und Gesine Meißner (FDP) für ihr Anliegen
gewinnen. Koch sprach sich bei einem vom Forum EMS veranstalteten Seminar im EU-
Parlament für eine Zulassung der von ihm auf „Ökomonster“ umgetauften Lkw-Züge aus.
Deren maximal zulässiges Gesamtgewicht dürfe jedoch 44 Tonnen (bislang 40 Tonnen) nicht
überschreiten, meinte der Thüringer Abgeordnete des Verkehrsausschusses. Sie sollten über-
dies nur von speziell geschulten Fahrern gelenkt werden. Als Verkehrssprecherin der liberalen
Fraktion fügte Meißner hinzu, sie könne den Einsatz von Gigalinern ausschließlich auf
Autobahnen und Schnellstraßen gutheißen. Der grüne Abgeordnete Michael Cramer erinnerte
hingegen daran, dass die überlangen Lkw das Parkplatzproblem entlang der Autobahnen
zusätzlich verschärfen würden. Seine Fraktion trete prinzipiell gegen Gigaliner auf, da der
angepriesene Kostenvorteil auch auf langen Strecken tonnenweise Fracht von der Schiene
zurück auf die Straßen bringen würde. Aus Sicht von Umweltschützern wäre dem Klima weit-
aus mehr gedient, wenn zusätzliche Frachtvolumina auf Schiene und Wasserwege verlagert
würden. Die im Verbund europäischer Automobilclubs (EAC) zusammengeschlossenen
Vertreter des Individualverkehrs, zu denen auch der ARCD gehört, sprechen sich demgegen-
über schon aus Sicherheitsgründen klar gegen eine Zulassung solcher Gigaliner aus: Der
Bremsweg schwerstbeladener Lkw würde sich verlängern, Überholvorgänge und das
Einordnen bei Autobahnauf- und -abfahrten für Pkw-Fahrer würden wesentlich riskanter ausfal-
len. Auch EU-Verkehrskommissar Siim Kallas kann den Gigalinern wenig abgewinnen. Bei sei-
ner ersten Befragung im Parlament machte er klar, dass ihm solche überlangen Lkw als
Autofahrer schlicht und einfach „Schrecken einjagen würden“. Der ARCD wünscht, dass Kallas
in dieser Frage Standhaftigkeit beweist. Die EU-Kommission hat bislang nicht die Absicht, die
Richtlinie über maximale Abmessungen und Gewichte von Lkw (18,75 Meter und 40 Tonnen)
im grenzüberschreitenden Verkehr zu ändern. Auf Druck der Straßentransportlobby hat sie
jedoch mehrere Kosten-Nutzen-Studien in Auftrag gegeben. Bislang kamen Gigaliner nur im
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skandinavischen Verkehr zum Einsatz. Allerdings wurden in den Niederlanden, in Belgien und
Deutschland durch lokale Ausnahmegenehmigungen Pilotprojekte ermöglicht, die sich jedoch auf
Fahrten innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen beschränken. ARCD
Diese Meldung hat 3.069 Zeichen.
EU-Parlament wehrt sich gegen ausufernde Sicherheitskosten beim Check-in
Bad Windsheim (ARCD) – Die EU-Abgeordneten des Verkehrsausschusses verabschiedeten am
1. März einen Bericht über Luftsicherheitsentgelte, mit dem verhindert werden soll, dass
Fluggäste ungerechtfertigt zur Kasse gebeten werden. Demnach müssten Flughafenbetreiber und
-unternehmen die tatsächlichen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen pro Fluggast klar ausweisen.
„Wird dieses Informationsdefizit ausgeglichen, dann ist garantiert, dass Flughafenbetreiber und
Fluglinien keine Gewinne auf Kosten der Passagiere erzielen“, so der österreichische
Berichtererstatter des EU-Parlaments Jörg Leichtfried (S&D). Eine deutliche Mehrheit der
Abgeordneten schloss sich überdies der Meinung Leichtfrieds an, dass die Mitgliedsstaaten der
Europäischen Union die Kosten all jener Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen zu tragen haben,
die über die von der EU vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgehen. Das EU-Parlament will
damit Sorge tragen, dass die nationalstaatliche Einführung von kostspieligen Nacktscannern nicht
zum Vorwand genommen wird, um die Ticketpreise empfindlich in die Höhe zu treiben. Nun liegt
die Entscheidung bei den EU-Verkehrs- und Finanzministern, welche Kosten aus staatlichen
Budgets beglichen und welcher Anteil von den Passagieren selbst zu tragen sein wird. Das EU-
Parlament hat in der Debatte um Sicherheitsmaßnahmen und -entgelte immer wieder darauf hin-
gewiesen, dass etwa eine bessere Zusammenarbeit nationalstaatlicher Geheimdienste mehr
Gewinn für die Sicherheit in der Luft bringe als kostspielige Einrichtungen, die letztlich keine hun-
dertprozentige Abwehr von Terroranschlägen gewährleisten könnten. ARCD
Diese Meldung hat 1.692 Zeichen.
ETSC: Intelligentes Tempo-Management bringt mehr als rigide Tempolimits
Bad Windsheim (ARCD) – Geschwindigkeitsbeschränkungen werden von vielen Autofahrern nach
wie vor als notwendiges Übel und Einschränkung der persönlichen Freiheit wahrgenommen. Der
Europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC, dem der ARCD als einziger Automobilclub angehört,
setzt sich daher im Vorfeld der Veröffentlichung des 4. Straßensicherheitsprogramms durch die
EU-Kommission verstärkt für Maßnahmen ein, die das Bewusstsein der Autofahrer für das „richti-
ge“ Tempo schärfen. Zugleich gilt es, nationale Behörden zur intelligenten, sprich glaubwürdigen
und der jeweiligen Situation flexibel angepassten Handhabung von Tempolimits anzuhalten. Nach
Schätzungen des ETSC fahren 30 Prozent aller Autofahrer in der EU außerhalb von
Wohngebieten regelmäßig schneller als erlaubt, in der Stadt sind es sogar 50 Prozent. Mäßige
Geschwindigkeitsübertretungen werden laut ETSC im Gegensatz zu Alkohol am Steuer von wei-
ten Kreisen der Bevölkerung als vernachlässigbares „Kavaliersdelikt“ angesehen. Dabei werde
unterschätzt, dass bereits geringfügige Übertretungen im Stadtverkehr fatale Auswirkungen
haben können und rund ein Drittel aller Todesfälle auf Europas Straßen auf das Konto überhöhter
Geschwindigkeit geht. Im Rahmen einer Konferenz über zukunftsweisende Formen des Tempo-
Managements in Brüssel zeigte der ETSC eine Vielfalt an Möglichkeiten, die zur
Verkehrsberuhigung beitragen. Auf EU-Ebene zählt dazu die schnelle Verabschiedung der längst
fälligen Richtlinie zur grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrssündern in der EU. Über-
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dies müsse durch entsprechende EU-Vorschriften sichergestellt werden, dass alle
Mitgliedsländer ausreichende Mittel für Kontrollaktionen und abschreckende Sanktionen vorse-
hen. Daneben müsse aber auch die Entwicklung und Implementierung von ISA-Technologien
(Intelligent Speed Assistance) im Rahmen von EU-Programmen für Forschung und Entwicklung
forciert werden. Sie sollen in Zukunft eine direkte elektronische Kommunikation zwischen
Fahrzeug und Straßeninfrastruktur ermöglichen, um Fahrer aktiv an das jeweils einzuhaltende
Tempolimit zu erinnern oder gar automatisch zur Reduzierung der Geschwindigkeit anzuhalten.
Aber auch lokale oder sektorbezogene Maßnahmen könnten das Bewusstsein für das „richtige“
Tempo schärfen. Bei britischen Temposündern etwa habe sich die Verpflichtung zur
Nachschulung langfristig als wirksamer erwiesen als Strafen allein. Ein Pilotprojekt spanischer
Studenten wiederum habe gezeigt, dass optische Vorkehrungen – etwa nur durch Markierung
verengte Fahrstreifen – dafür sorgen können, dass Autofahrer instinktiv den Fuß vom Gaspedal
nehmen. Auch Flottenmanager von Unternehmen könnten für mehr Sicherheit im
Berufsverkehr sorgen, meint der ETSC, indem sie korrektes Tempo-Management als wesentli-
chen Bestandteil in ihre Unternehmenskultur aufnehmen. „Politisches Engagement wird benö-
tigt, aber jeder Einzelne kann (...) eine wichtige Rolle beim Aufzeigen und bei der
Implementierung von Lösungen spielen“, appelliert der ETSC an die Verantwortung aller
Bürger, gemeinsam für mehr Sicherheit auf Europas Straßen zu sorgen. ARCD
Diese Meldung hat 3.102 Zeichen.
Über den ARCD
Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto-
und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr –
mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen
Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassen-
den Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen
Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe geho-
benen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der
Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift
„Auto&Reise“ unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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  • 1. www.arcd.de Presse-Information Auto- und Reiseclub Deutschland 91427 Bad Windsheim Telefon 0 98 41/4 09-182 presse@arcd.de www.arcd.de/presse Nr. 962 04. März 2010 Heute mit folgenden Themen: – ARCD begrüßt Dauerregelung für Führerschein mit 17 – Gebrauchtwagenpreise in 30 Jahren fast verdreifacht – Berlin: 44: Internationale Tourismusbörse vor dem Start – Gigaliner-Befürworter lassen nicht locker – EU-Parlament wehrt sich gegen ausufernde Sicherheitskosten beim Check-in – ETSC: Intelligentes Tempo-Management bringt mehr als rigide Tempolimits ARCD begrüßt Dauerregelung für Führerschein mit 17 Bad Windsheim (ARCD) – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das begleitete Fahren („Führerschein mit 17“) nach einem fünfjährigen Modellversuch in den Bundesländern auf Dauer einführen. „Das begleitete Fahren mit 17 ist ein großer Erfolg“, sagte Ramsauer gegen- über Journalisten. Es bringe mehr Verkehrssicherheit für junge Fahrer und Fahranfänger. Eine entsprechende Gesetzesregelung will der Minister bis Ende 2010 auf den Weg bringen. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) begrüßt dieses Vorhaben. Der Club hatte sich schon vor sechs Jahren für diese Form der Fahrausbildung eingesetzt. Das Modell sieht vor, dass Jugendliche diese bereits im Alter von 17 Jahren abschließen können und dann bis zum 18. Geburtstag unter Auflagen in Begleitung einer erwachsenen Person ab 30 Jahre ein Auto selbst lenken dürfen. Der damalige Verkehrsminister Stolpe meldete dagegen Bedenken an und lenkte erst ein, als Bayern und Niedersachsen mit einer entsprechenden Initiative im Bundesrat drohten. Polizeivertreter hatten ursprünglich gefordert, dass die entsprechenden Fahrzeuge mit einem „L“ gekennzeichnet sein müssten. Auch ein Nachtfahrverbot ab 23.00 Uhr wurde diskutiert. Als erstes Bundesland preschte 2005 Niedersachsen im Alleingang ohne Rücksicht auf Widerstände aus dem Bundesverkehrsministerium vor. Walter Hirche, der dama- lige Verkehrsminister in Hannover, konnte bald über positive Erfahrungen berichten. Schon nach einem Jahr zeigte sich, dass die beteiligten jungen Fahrer 40 Prozent weniger Unfälle verursachten und 60 Prozent weniger Bußgeldmandate kassierten als eine Vergleichsgruppe. Auch in Schweden und den USA sanken die Unfallzahlen bei ähnlichen Modellen um rund 40 Prozent. Inzwischen bieten alle Bundesländer das begleitete Fahren mit 17 an. Ein aktuelles Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bestätigt die guten Erfahrungen in Deutschland. Sie sind für Verkehrsminister Ramsauer das Signal, um das Modell in den Regelfall zu überführen. Der ARCD hofft auf schnelle Umsetzung durch ein entsprechendes Gesetz noch in diesem Jahr. ARCD Diese Meldung hat 2.128 Zeichen. Gebrauchtwagenpreise in 30 Jahren fast verdreifacht Bad Windsheim (ARCD) – Kostete im Jahr 1980 ein Gebrauchtwagen im Schnitt (umgerech- net) 2.970 Euro, so waren im Jahr 2009 schon 8.590 Euro fällig, wie aus Zahlen der Deutschen
  • 2. www.arcd.de Presse-Information Auto- und Reiseclub Deutschland 91427 Bad Windsheim Telefon 0 98 41/4 09-182 presse@arcd.de www.arcd.de/presse Automobil Treuhand GmbH (DAT) hervorgeht. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war dieser Preis bereits auf 7.910 Euro geklettert. Seitdem gab es jährlich nur noch moderate Steigerungen. Nach einer Mitteilung des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) sind die Besitzumschreibungen bei Gebrauchtwagen 2009 leicht um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Seit 1980 sind auch die Durchschnittspreise von Neuwagen permanent gestiegen. Damals kostete ein Wagen im Schnitt 8.420 Euro brutto. Für einen Neuwagen blät- terten die Deutschen im vergangenen Jahr aber schon durchschnittlich 22.520 Euro auf den Tisch. Der Kaufpreis ist aber im Vergleich zu 2008 wegen des höheren Anteils von Mini- und Kleinwagen sogar um 13,4 Prozent gefallen. Laut ZDK verbuchte das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe im Jahr 2009 einen Umsatzanstieg um 3,7 Prozent auf 134,4 Milliarden Euro, darunter 59,6 Milliarden für das Neuwagengeschäft und 30,5 Milliarden für den Gebrauchtwagenhandel. Bezogen auf die Kraftstoffarten verloren Dieselfahrzeuge weiter an Boden. Ihr Anteil bei Neuwagen ging 2009 um 14,4 Prozent gegenüber 2008 zurück und lag am Jahresende bei 30,7 Prozent der Neuzulassungen. Bei der Vorlage seines Jahresberichtes für 2009 sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher, dass die Zahlen des Ausnahmejahres 2009 nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass sich das Kfz-Gewerbe auf absehbare Zeit an ein Leben mit dem „Normalmarkt“, also ohne Abwrackprämie, gewöhnen müsse. Für 2010 sei mit etwa 2,7 bis 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen zu rechnen. ARCD Diese Meldung hat 1.760 Zeichen. Berlin: 44. Internationale Tourismusbörse vor dem Start Bad Windsheim (ARCD) – In Berlin treffen sich in den Hallen unter dem Funkturm vom 10. bis zum 14. März die internationale Reiseindustrie und ihr Publikum. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe nur für Fachbesucher geöffnet, bevor sich am Wochenende die Tore für private Besucher öffnen. Der Veranstalter Messe Berlin rechnet mit 170.000 Gästen, davon 100.000 Fachbesucher. Rund 11.000 Aussteller aus 180 Ländern informieren über Neuheiten und Destinationen. Die privaten Besucher erwartet ein vielseitiges Programm. Unter dem Motto „Türkei fasziniert“ präsentiert sich das diesjährige Partnerland auf über 3.000 Quadratmetern Fläche. Besucher können durch die Kulissen des berühmten Bazars von Istanbul und das Portal der Ulucami Moschee in der anatolischen Stadt Divirigi schlendern. Das Tor ist als Besonderheit höher als das Gebetshaus selbst. Neu auf der Messe ist ein eigener Bereich für Zentralasien. Dort stellen sich Länder wie Usbekistan und Tadschikistan vor. Auch das Segment „Mobile Travel Services“ gibt es auf der ITB in der Halle 7.1c zum ersten Mal. Dort werden Technologien für Online-Buchungen, E-Tickets, Navigation und mobile Reiseführer gezeigt. Wie die Alpen entstanden sind, können die Besucher in Halle 17 bei den Österreichern bei Experimenten mit Steinen und Fossilien in der Erlebniswelt Natur kennen lernen. Ein hei- ßes Rendezvous mit den Kulturen der Welt erleben die Besucher bei folkloristischen Tänzen und Musik aus Benin, Papua-Indonesien, Haiti, Ecuador, Peru, Mexiko und der Dominikanischen Republik in Halle 4.1. Wer sich für den Beruf des Animateurs interessiert, kann in Halle 4.1. am 13. März um 16.00 Uhr an einem Casting teilnehmen. Dies ist nur ein winziger Ausschnitt aus den vielen Angeboten. Zum ersten Mal gibt es im Palais am Funkturm für alle Besucher am 14. März ab 14.30 Uhr eine Abschluss-Show, bei der Künstler und Kulturschaffende aus vielen Ländern der Welt ein fulminantes Programm zeigen wollen. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin-Kongress als weltweit größte Fachveranstaltung der
  • 3. www.arcd.de Presse-Information Auto- und Reiseclub Deutschland 91427 Bad Windsheim Telefon 0 98 41/4 09-182 presse@arcd.de www.arcd.de/presse Branche. Unter www.itb-kongress.de/programm sind Termine, Themen und Referenten abruf- bar. Die Berliner Reisemesse gilt in Fachkreisen als wichtiger Indikator für die Entwicklung auf dem Tourismusmarkt. Nach jüngst veröffentlichten Ergebnissen der Tourismusanalyse der BAT Stiftung für Zukunftsfragen kann die deutsche Tourismusindustrie aufatmen: 42 Prozent der Deutschen sitzen gedanklich bereits auf gepackten Koffern und planen für 2010 wenigstens eine Reise. Jeder neunte Bürger will sogar mindestens zwei Reisen unternehmen. Das gilt aber nur für Besserverdienende mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.500 Euro. Bei den Geringverdienenden (Einkommen unter 1.000 Euro) kann sich laut Studie nur jeder Fünfte überhaupt eine Reise leisten. ARCD Diese Meldung hat 2.850 Zeichen. Gigaliner-Befürworter lassen nicht locker Bad Windsheim (ARCD) – Rund 20 Interessengruppen des Frachtgewerbes und der Industrie werben derzeit um die Gunst der EU-Institutionen, um die Zulassung von Versuchsfahrten mit Lkw von bis zu 25,25 Metern Länge im grenzüberschreitenden EU-Güterverkehr durchzuset- zen. Mehr Frachtvolumen würde die Transportkosten und den CO2-Ausstoß pro transportierter Tonne um fast ein Drittel senken, argumentieren die Lobbyisten des Forums EMS (European Modular System), die sich für eine generelle Zulassung von Gigalinern mit bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht stark machen. Die Frachtlobby konnte zuletzt auch die deutschen EU-Abgeordneten Dieter-Lebert Koch (CDU) und Gesine Meißner (FDP) für ihr Anliegen gewinnen. Koch sprach sich bei einem vom Forum EMS veranstalteten Seminar im EU- Parlament für eine Zulassung der von ihm auf „Ökomonster“ umgetauften Lkw-Züge aus. Deren maximal zulässiges Gesamtgewicht dürfe jedoch 44 Tonnen (bislang 40 Tonnen) nicht überschreiten, meinte der Thüringer Abgeordnete des Verkehrsausschusses. Sie sollten über- dies nur von speziell geschulten Fahrern gelenkt werden. Als Verkehrssprecherin der liberalen Fraktion fügte Meißner hinzu, sie könne den Einsatz von Gigalinern ausschließlich auf Autobahnen und Schnellstraßen gutheißen. Der grüne Abgeordnete Michael Cramer erinnerte hingegen daran, dass die überlangen Lkw das Parkplatzproblem entlang der Autobahnen zusätzlich verschärfen würden. Seine Fraktion trete prinzipiell gegen Gigaliner auf, da der angepriesene Kostenvorteil auch auf langen Strecken tonnenweise Fracht von der Schiene zurück auf die Straßen bringen würde. Aus Sicht von Umweltschützern wäre dem Klima weit- aus mehr gedient, wenn zusätzliche Frachtvolumina auf Schiene und Wasserwege verlagert würden. Die im Verbund europäischer Automobilclubs (EAC) zusammengeschlossenen Vertreter des Individualverkehrs, zu denen auch der ARCD gehört, sprechen sich demgegen- über schon aus Sicherheitsgründen klar gegen eine Zulassung solcher Gigaliner aus: Der Bremsweg schwerstbeladener Lkw würde sich verlängern, Überholvorgänge und das Einordnen bei Autobahnauf- und -abfahrten für Pkw-Fahrer würden wesentlich riskanter ausfal- len. Auch EU-Verkehrskommissar Siim Kallas kann den Gigalinern wenig abgewinnen. Bei sei- ner ersten Befragung im Parlament machte er klar, dass ihm solche überlangen Lkw als Autofahrer schlicht und einfach „Schrecken einjagen würden“. Der ARCD wünscht, dass Kallas in dieser Frage Standhaftigkeit beweist. Die EU-Kommission hat bislang nicht die Absicht, die Richtlinie über maximale Abmessungen und Gewichte von Lkw (18,75 Meter und 40 Tonnen) im grenzüberschreitenden Verkehr zu ändern. Auf Druck der Straßentransportlobby hat sie jedoch mehrere Kosten-Nutzen-Studien in Auftrag gegeben. Bislang kamen Gigaliner nur im
  • 4. www.arcd.de Presse-Information Auto- und Reiseclub Deutschland 91427 Bad Windsheim Telefon 0 98 41/4 09-182 presse@arcd.de www.arcd.de/presse skandinavischen Verkehr zum Einsatz. Allerdings wurden in den Niederlanden, in Belgien und Deutschland durch lokale Ausnahmegenehmigungen Pilotprojekte ermöglicht, die sich jedoch auf Fahrten innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen beschränken. ARCD Diese Meldung hat 3.069 Zeichen. EU-Parlament wehrt sich gegen ausufernde Sicherheitskosten beim Check-in Bad Windsheim (ARCD) – Die EU-Abgeordneten des Verkehrsausschusses verabschiedeten am 1. März einen Bericht über Luftsicherheitsentgelte, mit dem verhindert werden soll, dass Fluggäste ungerechtfertigt zur Kasse gebeten werden. Demnach müssten Flughafenbetreiber und -unternehmen die tatsächlichen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen pro Fluggast klar ausweisen. „Wird dieses Informationsdefizit ausgeglichen, dann ist garantiert, dass Flughafenbetreiber und Fluglinien keine Gewinne auf Kosten der Passagiere erzielen“, so der österreichische Berichtererstatter des EU-Parlaments Jörg Leichtfried (S&D). Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten schloss sich überdies der Meinung Leichtfrieds an, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Kosten all jener Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen zu tragen haben, die über die von der EU vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgehen. Das EU-Parlament will damit Sorge tragen, dass die nationalstaatliche Einführung von kostspieligen Nacktscannern nicht zum Vorwand genommen wird, um die Ticketpreise empfindlich in die Höhe zu treiben. Nun liegt die Entscheidung bei den EU-Verkehrs- und Finanzministern, welche Kosten aus staatlichen Budgets beglichen und welcher Anteil von den Passagieren selbst zu tragen sein wird. Das EU- Parlament hat in der Debatte um Sicherheitsmaßnahmen und -entgelte immer wieder darauf hin- gewiesen, dass etwa eine bessere Zusammenarbeit nationalstaatlicher Geheimdienste mehr Gewinn für die Sicherheit in der Luft bringe als kostspielige Einrichtungen, die letztlich keine hun- dertprozentige Abwehr von Terroranschlägen gewährleisten könnten. ARCD Diese Meldung hat 1.692 Zeichen. ETSC: Intelligentes Tempo-Management bringt mehr als rigide Tempolimits Bad Windsheim (ARCD) – Geschwindigkeitsbeschränkungen werden von vielen Autofahrern nach wie vor als notwendiges Übel und Einschränkung der persönlichen Freiheit wahrgenommen. Der Europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC, dem der ARCD als einziger Automobilclub angehört, setzt sich daher im Vorfeld der Veröffentlichung des 4. Straßensicherheitsprogramms durch die EU-Kommission verstärkt für Maßnahmen ein, die das Bewusstsein der Autofahrer für das „richti- ge“ Tempo schärfen. Zugleich gilt es, nationale Behörden zur intelligenten, sprich glaubwürdigen und der jeweiligen Situation flexibel angepassten Handhabung von Tempolimits anzuhalten. Nach Schätzungen des ETSC fahren 30 Prozent aller Autofahrer in der EU außerhalb von Wohngebieten regelmäßig schneller als erlaubt, in der Stadt sind es sogar 50 Prozent. Mäßige Geschwindigkeitsübertretungen werden laut ETSC im Gegensatz zu Alkohol am Steuer von wei- ten Kreisen der Bevölkerung als vernachlässigbares „Kavaliersdelikt“ angesehen. Dabei werde unterschätzt, dass bereits geringfügige Übertretungen im Stadtverkehr fatale Auswirkungen haben können und rund ein Drittel aller Todesfälle auf Europas Straßen auf das Konto überhöhter Geschwindigkeit geht. Im Rahmen einer Konferenz über zukunftsweisende Formen des Tempo- Managements in Brüssel zeigte der ETSC eine Vielfalt an Möglichkeiten, die zur Verkehrsberuhigung beitragen. Auf EU-Ebene zählt dazu die schnelle Verabschiedung der längst fälligen Richtlinie zur grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrssündern in der EU. Über-
  • 5. www.arcd.de Presse-Information Auto- und Reiseclub Deutschland 91427 Bad Windsheim Telefon 0 98 41/4 09-182 presse@arcd.de www.arcd.de/presse dies müsse durch entsprechende EU-Vorschriften sichergestellt werden, dass alle Mitgliedsländer ausreichende Mittel für Kontrollaktionen und abschreckende Sanktionen vorse- hen. Daneben müsse aber auch die Entwicklung und Implementierung von ISA-Technologien (Intelligent Speed Assistance) im Rahmen von EU-Programmen für Forschung und Entwicklung forciert werden. Sie sollen in Zukunft eine direkte elektronische Kommunikation zwischen Fahrzeug und Straßeninfrastruktur ermöglichen, um Fahrer aktiv an das jeweils einzuhaltende Tempolimit zu erinnern oder gar automatisch zur Reduzierung der Geschwindigkeit anzuhalten. Aber auch lokale oder sektorbezogene Maßnahmen könnten das Bewusstsein für das „richtige“ Tempo schärfen. Bei britischen Temposündern etwa habe sich die Verpflichtung zur Nachschulung langfristig als wirksamer erwiesen als Strafen allein. Ein Pilotprojekt spanischer Studenten wiederum habe gezeigt, dass optische Vorkehrungen – etwa nur durch Markierung verengte Fahrstreifen – dafür sorgen können, dass Autofahrer instinktiv den Fuß vom Gaspedal nehmen. Auch Flottenmanager von Unternehmen könnten für mehr Sicherheit im Berufsverkehr sorgen, meint der ETSC, indem sie korrektes Tempo-Management als wesentli- chen Bestandteil in ihre Unternehmenskultur aufnehmen. „Politisches Engagement wird benö- tigt, aber jeder Einzelne kann (...) eine wichtige Rolle beim Aufzeigen und bei der Implementierung von Lösungen spielen“, appelliert der ETSC an die Verantwortung aller Bürger, gemeinsam für mehr Sicherheit auf Europas Straßen zu sorgen. ARCD Diese Meldung hat 3.102 Zeichen. Über den ARCD Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr – mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassen- den Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe geho- benen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift „Auto&Reise“ unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.