© 2010 Katrin Johst; www.KatrinJohst.de
FOLGERSTRATEGIE
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Folgerstrategie
 zeitorientierte Wettbewerbsstrategie im strategischen Marketing
und Innovati...
Folgerstrategien
 Früher Folger
 Später Folger
 Nischenstrategie
 Imitationsstrategie
© 2010 Katrin Johst Folie 3
Früher Folger
 tritt relativ zeitig mit einem eigenen Produkt in den Markt
 Markteintrittszeitpunkt in später Einführung...
Vorteile der Früher-Folgerstrategie
 geringeres Marktrisiko
 Nutzung eines Informations- und Erfahrungspools des
Pionier...
Vorteile der Früher-Folgerstrategie
 Produktmodifikationen können Produktnutzen steigern
 eigene Problemlösungen können ...
Nachteile der Früher-Folgerstrategie
 Pionier schafft Markteintrittsbarrieren
 schnelle Reaktion nach Markteintritt des ...
Nachteile der Früher-Folgerstrategie
 Komparativer Konkurrenzvorteil gegenüber dem Pionier ist
klar herauszustellen
 Es ...
Späte Folger
 Unternehmen, die erst relativ spät mit einem neuen Produkt
an den Markt gehen
 relevante Standards sind be...
Strategien später Folger
 Imitationsstrategie: Der Imitator übernimmt das Produkt
optisch bzw. technisch einschl. des Pro...
Vorteile der Imitationsstrategie
 Niedrige Kosten aufgrund geringer F&E-Kosten
 Anlehnung an festgelegte Standards
 Kno...
Vorteile der Imitationsstrategie
 Standardisierungspotenziale sind nutzbar
 Hohe vorhandene Branchenerfahrungskurven kön...
Nachteile Imitationsstrategie
 starke etablierte Konkurrenz
 Gefahr von Preiskämpfen mit den etablierten Anbietern
 Wah...
Vorteile der Nischenstrategie
 gute Marktchancen in hart umkämpften Märkten
 relativ geringe F&E-Kosten
 Quasi-Monopols...
Nachteile der Nischenstrategie
 ggf. hohe Markteintrittsbarrieren in den Markt der
etablierten Anbieter
 hoher Marktersc...
Nachteile der Nischenstrategie
 Verzettelung in viele kleine (ggf. unrentable)
Einzellösungen
 lockt wahrscheinlich die ...
Folgerstrategie / Fallbeispiel
 IBM auf dem Markt für Personal Computer
(1981, Konkurrenz zu Apple II, 1977)
© 2010 Katri...
Früher Folger
 April 1976: Apple wird gegründet und präsentiert am 1. April den
Apple I im Homebrew Computer Club, Stanfo...
Früher Folger IBM
 Aug. 1981: IBM kündigt den IBM PC an –
der Wettkampf beginnt
 IBM hatte bis dahin nur für
kommerziell...
Früher Folger IBM
 IBM 5150 Personal Computer war als schnelle Entwicklung
geplant, um den gerade wachsenden Markt für
Mi...
Früher Folger IBM
 Die Entwicklung wurde ein voller Erfolg ; Hauptvorteil:
Verwendung von Standardsteckkarten und damit d...
Früher Folger IBM
 IBM wurde in den 80er Jahren schnell zum Marktführer bei
Personal Computern
 Erst in den 90er Jahren ...
Früher Folger IBM
 Darstellung der
Marktentwicklung
 Die Entwicklung bewies,
dass der Folger auch
erfolgreicher als der ...
Quellen
Schäppi, Kichgeorg: „Handbuch Produktentwicklung“; Wien 2005
Kleinaltenkamp, Plinke, Jacob, Söllner: „Markt- und P...
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Präsentation Folgerstrategie

  1. 1. © 2010 Katrin Johst; www.KatrinJohst.de FOLGERSTRATEGIE
  2. 2. © 2010 Katrin Johst Folie 2 Folgerstrategie  zeitorientierte Wettbewerbsstrategie im strategischen Marketing und Innovationsmanagement  Entscheidend ist der Zeitpunkt der Markteinführung des (neuen) Produktes  „Folger“ kommt mit neuem Produkt nach Pionierunternehmen auf den Markt  zielt auf Wettbewerbsvorteile durch späteren Markteintritt
  3. 3. Folgerstrategien  Früher Folger  Später Folger  Nischenstrategie  Imitationsstrategie © 2010 Katrin Johst Folie 3
  4. 4. Früher Folger  tritt relativ zeitig mit einem eigenen Produkt in den Markt  Markteintrittszeitpunkt in später Einführungsphase des Produktlebenszyklus’ © 2010 Katrin Johst Folie 4
  5. 5. Vorteile der Früher-Folgerstrategie  geringeres Marktrisiko  Nutzung eines Informations- und Erfahrungspools des Pioniers  Noch keine feste Verteilung der Marktpositionen  Produktlebenszyklus steht noch am Anfang © 2010 Katrin Johst Folie 5
  6. 6. Vorteile der Früher-Folgerstrategie  Produktmodifikationen können Produktnutzen steigern  eigene Problemlösungen können als Technologiestandard etabliert werden  Effizienzsteigerungen bei den Produktionsverfahren © 2010 Katrin Johst Folie 6
  7. 7. Nachteile der Früher-Folgerstrategie  Pionier schafft Markteintrittsbarrieren  schnelle Reaktion nach Markteintritt des Pioniers erforderlich  Strategie ist am Pionier auszurichten © 2010 Katrin Johst Folie 7
  8. 8. Nachteile der Früher-Folgerstrategie  Komparativer Konkurrenzvorteil gegenüber dem Pionier ist klar herauszustellen  Es ist schnell mit weiteren Markteintritten von Wettbewerbern zu rechnen © 2010 Katrin Johst Folie 8
  9. 9. Späte Folger  Unternehmen, die erst relativ spät mit einem neuen Produkt an den Markt gehen  relevante Standards sind bereits gesetzt  Produktstart erfolgt in Sättigungsphase bzw. in Reifephase des Produktlebenszyklus © 2010 Katrin Johst Folie 9
  10. 10. Strategien später Folger  Imitationsstrategie: Der Imitator übernimmt das Produkt optisch bzw. technisch einschl. des Produktnutzens weitestgehend und bietet es in der Regel preislich günstiger als das Original an.  Nischenstrategie: nach intensiver Marktbeobachtung geht das Unternehmen auf relativ kleinen Teilmärkte mit Speziallösungen an den Markt © 2010 Katrin Johst Folie 10
  11. 11. Vorteile der Imitationsstrategie  Niedrige Kosten aufgrund geringer F&E-Kosten  Anlehnung an festgelegte Standards  Know-how ist, teils kostengünstig, zu kaufen. © 2010 Katrin Johst Folie 11
  12. 12. Vorteile der Imitationsstrategie  Standardisierungspotenziale sind nutzbar  Hohe vorhandene Branchenerfahrungskurven können vorausgesetzt werden  geringe Unsicherheit bezüglich weiterer Marktentwicklungen © 2010 Katrin Johst Folie 12
  13. 13. Nachteile Imitationsstrategie  starke etablierte Konkurrenz  Gefahr von Preiskämpfen mit den etablierten Anbietern  Wahrscheinlicher Image-Nachteil als „Nachahmer“  geringes eigenes technisches Know-how © 2010 Katrin Johst Folie 13
  14. 14. Vorteile der Nischenstrategie  gute Marktchancen in hart umkämpften Märkten  relativ geringe F&E-Kosten  Quasi-Monopolstellung in der gewählten Marktnische  damit relativ hoher Preisgestaltungsspielraum. © 2010 Katrin Johst Folie 14
  15. 15. Nachteile der Nischenstrategie  ggf. hohe Markteintrittsbarrieren in den Markt der etablierten Anbieter  hoher Markterschließungsaufwand, um den speziellen eigenen Zusatznutzen zu kommunizieren © 2010 Katrin Johst Folie 15
  16. 16. Nachteile der Nischenstrategie  Verzettelung in viele kleine (ggf. unrentable) Einzellösungen  lockt wahrscheinlich die großen Anbieter in die entdeckte Marktnische © 2010 Katrin Johst Folie 16
  17. 17. Folgerstrategie / Fallbeispiel  IBM auf dem Markt für Personal Computer (1981, Konkurrenz zu Apple II, 1977) © 2010 Katrin Johst Folie 17
  18. 18. Früher Folger  April 1976: Apple wird gegründet und präsentiert am 1. April den Apple I im Homebrew Computer Club, Stanford University.  Juni 1977: Der Apple II steht in den Regalen für 1.298 $ © 2010 Katrin Johst Folie 18 Abb.: Der Apple II im Jahre 1977
  19. 19. Früher Folger IBM  Aug. 1981: IBM kündigt den IBM PC an – der Wettkampf beginnt  IBM hatte bis dahin nur für kommerzielle Kunden gearbeitet  12. August 1981: der IBM 5150 Personal Computer kommt auf den Markt © 2010 Katrin Johst Folie 19 Abb.: IBM 5150 Personal Computer
  20. 20. Früher Folger IBM  IBM 5150 Personal Computer war als schnelle Entwicklung geplant, um den gerade wachsenden Markt für Mikrocomputer nicht der Konkurrenz zu überlassen – vor allem nicht Apple  in kürzester Zeit mit billigsten verfügbaren Standard- Komponenten wurde ein Konkurrenzprodukt entwickelt © 2010 Katrin Johst Folie 20
  21. 21. Früher Folger IBM  Die Entwicklung wurde ein voller Erfolg ; Hauptvorteil: Verwendung von Standardsteckkarten und damit die Erweiterbarkeit  diverse Nachbauten entstanden u. a. in Amerika (Compaq 1983) und Deutschland (Commodore und Schneider)  Späte Folger sorgten für eine weite Verbreitung des IBM- Standards der Begriff IBM-Kompatibel entstand © 2010 Katrin Johst Folie 21
  22. 22. Früher Folger IBM  IBM wurde in den 80er Jahren schnell zum Marktführer bei Personal Computern  Erst in den 90er Jahren verlor IBM die Marktführerschaft in diesem Sektor  Ist heute ein viel zitiertes Beispiel für eine erfolgreiche Folgerstrategie © 2010 Katrin Johst Folie 22
  23. 23. Früher Folger IBM  Darstellung der Marktentwicklung  Die Entwicklung bewies, dass der Folger auch erfolgreicher als der Pionier sein kann © 2010 Katrin Johst Folie 23 Abb.: Auszug aus dem Produkt- lebenszyklus der Personal Computer
  24. 24. Quellen Schäppi, Kichgeorg: „Handbuch Produktentwicklung“; Wien 2005 Kleinaltenkamp, Plinke, Jacob, Söllner: „Markt- und Produktmanagement“; Wiesbaden 2006 Dornberger: „Strategisches Innovationsmanagement“; Leipzig 2003 Linzmayer, Owen W.: „Apple – streng vertraulich!“; CH-8004 Zürich 2000 © 2010 Katrin Johst Folie 24

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