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34	 Lichtfokus 32 | 2010
1. Es geht immer um die Liebe
 W
 hite Eagle wurde einmal gefragt: »Wie
kann ich helfen, die Erde zu heilen?«
Seine Antwort war kurz und süß. »Deine
Aufgabe ist nicht, die Erde zu heilen. Dei-
ne Aufgabe ist, sie zu lieben, und mit deiner Liebe kann
sie sich selbst heilen.« (Und vielleicht ist das auch ein
guter Rat bezüglich all der Menschen und Dinge, die wir
in Ordnung bringen wollen.)
Ich lernte diese Lektion in Sachen Liebe durch eine über-
raschende Verbindung mit einem Nadelbaum, als ich
eine verkehrsreiche Innenstadtstraße überquerte. Wäh-
rend ich auf »grün« wartete, bemerkte ich eine gewaltige
Tanne, die da stolz an der Kreuzung stand. Ohne nachzu-
denken, schaute ich auf und sagte: »Wow! Du bist wun-
derschön!« Direkt danach spürte ich einen körperlichen
Schock, der mein Herz öffnete! In diesem Moment wusste
ich, dass der Baum mich gehört und mein Kompliment
erkannt hatte! Es war eine klare, sensorische Nachricht,
von der Natur kommend.
In der nächsten Woche saß ich im Flugzeug und las eine
Stelle in einem Buch über die Verbindung mit Devas, den
Naturgeistern bestimmter Pflanzen. Das Buch empfahl,
sich vor eine Pflanze zu setzen und sich einzustimmen.
Da es im Flugzeug keine Pflanzen gab, entschloss ich
mich, mich mit der Tanne in der Innenstadt zu verbin-
den, da wir ja offensichtlich schon Freunde waren.
Und wusch! Sobald ich an den Baum dachte, fühlte ich
ihn! Der Geist des Baumes war sehr präsent in meinem
Kopf. Schockiert fragte ich auf telepathischem Weg: 	
	 »Wie hast du mich gefunden?«
	 »Weil ich dich liebe,« war die direkte Antwort in Ge-
danken. Welch wunderbar simple Idee. Es ist die Macht
Mit der
Natur verbindenH a b e n w i r u n s e r e V e r b i n d u n g v e r l o r e n ?
Die Ölkatastrophe am Golf. Globale Erwärmung. Die Abholzung des Regen-
waldes. Haben wir unsere Orientierung verloren? Haben wir die Erde und
unsere Verbindung zu ihr für Bequemlichkeit und Gier geopfert? Es mag so
aussehen. Aber es muss nicht so sein. Über die Jahre hinweg hat uns mein
spiritueller Führer »White Eagle« geholfen, unser Leben und unsere Werte
mit denen von Mutter Erde wieder anzugleichen. Hier folgen vier wichtige
Hinweise, die Ihnen – und durch die Ausdehnung auch dem Massenbewusst-
sein – helfen, die Beziehung zu Erde und Natur zu heilen.
von
Jonette
Crowley
Lichtfokus 32 | 2010 35
der Liebe, die alles durch Raum und Zeit hinweg verbin-
det. Die Liebe ist das vereinigende Feld.
In meiner menschlichen Unsicherheit war meine näch-
ste gedankliche Frage: »Wieso liebst du mich?« Der Geist
des Baumes antwortete darauf nicht direkt, aber ich ver-
stand, dass die Liebe einfach das Wesen aller Dinge ist.
Wenn wir etwas lieben, ist unser Bewusstsein damit ver-
bunden. So etwas, wie ein separates Baumbewusstsein
oder Steinbewusstsein oder gar Ich–Bewusstsein gibt es
nicht. Es gibt nur ein Bewusstsein.
2. Spiele und interagiere mit der Natur
 Behandle die Natur wie einen immer präsenten und
intelligenten Begleiter. Unterhalte dich mit ihr.
Sprich mit ihren Geheimnissen – und höre ihnen zu,
wenn sie in deinen Geist schießen. Bitte um was du
willst. Diesen Sommer spazierte ich im Wald in Kanada,
wo ein Adlerpaar ein Nest hatte. Da ich das Buch Adler
und Condor schrieb, wollte ich wirklich eine Adlerfeder. Also
sagte ich im Stillen: »Bitte führt mich zu einer Feder, die
ich als Geschenk betrachten kann.« Meine Augen wach-
sam ins Unterholz gerichtet sah ich sie – eine kleine,
doch perfekte Adlerfeder. Die Natur will uns dienen. In
den Anden von Peru antwortete einmal einer der höch-
sten Gipfel, der Salkantay (was der Wilde bedeutet; der, der
nicht gezähmt werden kann), telepathisch auf den Hil-
feruf eine Gruppe von Wanderern, die sicher zum Camp
gelangen wollten: »Wir haben auf Befehle gewartet.«
Die Natur hat auch Sinn für Humor. Es gab eine Ge-
schichte einiger japanischer Touristen, die nach England
reisten, um Kornkreise zu sehen. Sie bekamen keine zu
sehen. Aber als sie heimkehrten, gab es mehrere Korn-
kreise in Japan!
Natur-Energien
Lichtfokus 32 | 2010 37
Vor Jahren setzte ich mit gro-
ßer Sorgfalt Pflanzen in mei-
nen Garten und benutzte dafür
sogar Pendel und Muskeltests,
um zu wissen, wo welche Blu-
menhinzusetzenwären.DerGartensagte,erwolleRingel-
blumen. Ich antwortete im Stillen: »Ich mag den Geruch
von Ringelblumen nicht.« Also pflanzte ich stattdessen
Petunien. Einen Monat später, als ich von einer Rei-
se zurück kam, fand ich drei große, helle und gesunde
Ringelblumenpflanzen vor, die niemand gepflanzt hat-
te! Die Natur will unser Freund sein. Die Natur liebt die
Verspieltheit und Freude unserer Interaktionen, und sie
liebt es, uns solche Streiche zu spielen.
3. Sogar nur ein kleines bisschen Natur
öffnet die Tür zu allem
 Beschweren wir uns nicht manchmal, dass wir nicht
»genügend Zeit draußen in der Natur« verbringen
können? Die Wahrheit ist, dass wir nicht ganz von der
wunderschönen Natur umgeben sein müssen, um eine
bedeutungsvolle Verbindung zu haben.
White Eagle ließ unseren Meditationskurs einmal ein
Experiment machen. Versuche es selbst einmal. Halte
eine Pflanze, öffne ihr dein Herz und verbinde dich. Lass
dabei die Pflanze die Pforte zur riesengroßen Natur sein.
Als ich es versuchte, war ich skeptisch, da ich das letz-
te übrige Pflänzchen nahm – ein trauriger und kranker
Kaktus – überhaupt kein Bild von Schönheit. Als ich ihm
mein Herz öffnete, war ich in dieser phänomenalen Me-
ditation auf einmal mit der ganzen Matrix von Mutter
Erde verbunden! Es spielte keine Rolle, dass die Pforte zu
diesem transzendenten Raum solch ein kleiner, fast to-
ter Kaktus war. Erinnere dich – die Natur ist überall! Sie
ist in dieser Vase oder jenem Blumentopf, im Kristall auf
dem Altar oder in der herunterkrabbelnden Spinne.
Deine Aufgabe ist
nicht, die Erde zu
heilen. Deine Aufgabe
ist, sie zu lieben ...
4. Folge Deinem Herzen zu Kraftplätzen
 W ährend wir uns zu den Öffnungen von 2012 und
darüber hinaus bewegen, ist es essentiell wich-
tig, dass jeder von uns seinem Ruf, mit der Natur zu
arbeiten, folgt. Zieht es dich dahin, einen Vollmond-
Trommelkreis zu machen? Sagt dir dein Herz, den Ama-
zonas zu erfahren oder die Steine von Machu Picchu zu
berühren? Hörst du den Ruf eines nahe gelegenen Sees,
um dort zu meditieren oder zu beten? Mach es einfach!
Indem wir alle unseren Neigungen folgen, uns mit hei-
ligen Orten zu verbinden, reorganisieren wir die Ener-
gie und Netzlinien der Erde. Uns, wie auch der Erde, ist
damit in gegenseitigem Austausch geholfen. Komme
einfach in klarer Absicht. Du musst nicht wissen, was
oder wie genau du es tust, damit etwas passiert. Es ist
die Absicht, die wichtig ist.
Die Erde ist robust. Sie ist unser Partner in allem. Sich
daran zu erinnern, sich in Dankbarkeit zu verbinden –
nicht in Traurigkeit oder Schuld – wird uns helfen zu
verstehen, welch unzerstörbare Beziehung wir mit der
Natur haben.
���
Übersetzung: Amin Rott
Jonette Crowley ist ein Channel für
White Eagle und für Mark, und sie ist
Autorin von »Adler & Condor« erschienen
im Elraanis Verlag, Reit im Winkl.
www.JonetteCrowley.com
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  • 1. 34 Lichtfokus 32 | 2010 1. Es geht immer um die Liebe  W  hite Eagle wurde einmal gefragt: »Wie kann ich helfen, die Erde zu heilen?« Seine Antwort war kurz und süß. »Deine Aufgabe ist nicht, die Erde zu heilen. Dei- ne Aufgabe ist, sie zu lieben, und mit deiner Liebe kann sie sich selbst heilen.« (Und vielleicht ist das auch ein guter Rat bezüglich all der Menschen und Dinge, die wir in Ordnung bringen wollen.) Ich lernte diese Lektion in Sachen Liebe durch eine über- raschende Verbindung mit einem Nadelbaum, als ich eine verkehrsreiche Innenstadtstraße überquerte. Wäh- rend ich auf »grün« wartete, bemerkte ich eine gewaltige Tanne, die da stolz an der Kreuzung stand. Ohne nachzu- denken, schaute ich auf und sagte: »Wow! Du bist wun- derschön!« Direkt danach spürte ich einen körperlichen Schock, der mein Herz öffnete! In diesem Moment wusste ich, dass der Baum mich gehört und mein Kompliment erkannt hatte! Es war eine klare, sensorische Nachricht, von der Natur kommend. In der nächsten Woche saß ich im Flugzeug und las eine Stelle in einem Buch über die Verbindung mit Devas, den Naturgeistern bestimmter Pflanzen. Das Buch empfahl, sich vor eine Pflanze zu setzen und sich einzustimmen. Da es im Flugzeug keine Pflanzen gab, entschloss ich mich, mich mit der Tanne in der Innenstadt zu verbin- den, da wir ja offensichtlich schon Freunde waren. Und wusch! Sobald ich an den Baum dachte, fühlte ich ihn! Der Geist des Baumes war sehr präsent in meinem Kopf. Schockiert fragte ich auf telepathischem Weg: »Wie hast du mich gefunden?« »Weil ich dich liebe,« war die direkte Antwort in Ge- danken. Welch wunderbar simple Idee. Es ist die Macht Mit der Natur verbindenH a b e n w i r u n s e r e V e r b i n d u n g v e r l o r e n ? Die Ölkatastrophe am Golf. Globale Erwärmung. Die Abholzung des Regen- waldes. Haben wir unsere Orientierung verloren? Haben wir die Erde und unsere Verbindung zu ihr für Bequemlichkeit und Gier geopfert? Es mag so aussehen. Aber es muss nicht so sein. Über die Jahre hinweg hat uns mein spiritueller Führer »White Eagle« geholfen, unser Leben und unsere Werte mit denen von Mutter Erde wieder anzugleichen. Hier folgen vier wichtige Hinweise, die Ihnen – und durch die Ausdehnung auch dem Massenbewusst- sein – helfen, die Beziehung zu Erde und Natur zu heilen. von Jonette Crowley
  • 2. Lichtfokus 32 | 2010 35 der Liebe, die alles durch Raum und Zeit hinweg verbin- det. Die Liebe ist das vereinigende Feld. In meiner menschlichen Unsicherheit war meine näch- ste gedankliche Frage: »Wieso liebst du mich?« Der Geist des Baumes antwortete darauf nicht direkt, aber ich ver- stand, dass die Liebe einfach das Wesen aller Dinge ist. Wenn wir etwas lieben, ist unser Bewusstsein damit ver- bunden. So etwas, wie ein separates Baumbewusstsein oder Steinbewusstsein oder gar Ich–Bewusstsein gibt es nicht. Es gibt nur ein Bewusstsein. 2. Spiele und interagiere mit der Natur  Behandle die Natur wie einen immer präsenten und intelligenten Begleiter. Unterhalte dich mit ihr. Sprich mit ihren Geheimnissen – und höre ihnen zu, wenn sie in deinen Geist schießen. Bitte um was du willst. Diesen Sommer spazierte ich im Wald in Kanada, wo ein Adlerpaar ein Nest hatte. Da ich das Buch Adler und Condor schrieb, wollte ich wirklich eine Adlerfeder. Also sagte ich im Stillen: »Bitte führt mich zu einer Feder, die ich als Geschenk betrachten kann.« Meine Augen wach- sam ins Unterholz gerichtet sah ich sie – eine kleine, doch perfekte Adlerfeder. Die Natur will uns dienen. In den Anden von Peru antwortete einmal einer der höch- sten Gipfel, der Salkantay (was der Wilde bedeutet; der, der nicht gezähmt werden kann), telepathisch auf den Hil- feruf eine Gruppe von Wanderern, die sicher zum Camp gelangen wollten: »Wir haben auf Befehle gewartet.« Die Natur hat auch Sinn für Humor. Es gab eine Ge- schichte einiger japanischer Touristen, die nach England reisten, um Kornkreise zu sehen. Sie bekamen keine zu sehen. Aber als sie heimkehrten, gab es mehrere Korn- kreise in Japan! Natur-Energien
  • 3. Lichtfokus 32 | 2010 37 Vor Jahren setzte ich mit gro- ßer Sorgfalt Pflanzen in mei- nen Garten und benutzte dafür sogar Pendel und Muskeltests, um zu wissen, wo welche Blu- menhinzusetzenwären.DerGartensagte,erwolleRingel- blumen. Ich antwortete im Stillen: »Ich mag den Geruch von Ringelblumen nicht.« Also pflanzte ich stattdessen Petunien. Einen Monat später, als ich von einer Rei- se zurück kam, fand ich drei große, helle und gesunde Ringelblumenpflanzen vor, die niemand gepflanzt hat- te! Die Natur will unser Freund sein. Die Natur liebt die Verspieltheit und Freude unserer Interaktionen, und sie liebt es, uns solche Streiche zu spielen. 3. Sogar nur ein kleines bisschen Natur öffnet die Tür zu allem  Beschweren wir uns nicht manchmal, dass wir nicht »genügend Zeit draußen in der Natur« verbringen können? Die Wahrheit ist, dass wir nicht ganz von der wunderschönen Natur umgeben sein müssen, um eine bedeutungsvolle Verbindung zu haben. White Eagle ließ unseren Meditationskurs einmal ein Experiment machen. Versuche es selbst einmal. Halte eine Pflanze, öffne ihr dein Herz und verbinde dich. Lass dabei die Pflanze die Pforte zur riesengroßen Natur sein. Als ich es versuchte, war ich skeptisch, da ich das letz- te übrige Pflänzchen nahm – ein trauriger und kranker Kaktus – überhaupt kein Bild von Schönheit. Als ich ihm mein Herz öffnete, war ich in dieser phänomenalen Me- ditation auf einmal mit der ganzen Matrix von Mutter Erde verbunden! Es spielte keine Rolle, dass die Pforte zu diesem transzendenten Raum solch ein kleiner, fast to- ter Kaktus war. Erinnere dich – die Natur ist überall! Sie ist in dieser Vase oder jenem Blumentopf, im Kristall auf dem Altar oder in der herunterkrabbelnden Spinne. Deine Aufgabe ist nicht, die Erde zu heilen. Deine Aufgabe ist, sie zu lieben ... 4. Folge Deinem Herzen zu Kraftplätzen  W ährend wir uns zu den Öffnungen von 2012 und darüber hinaus bewegen, ist es essentiell wich- tig, dass jeder von uns seinem Ruf, mit der Natur zu arbeiten, folgt. Zieht es dich dahin, einen Vollmond- Trommelkreis zu machen? Sagt dir dein Herz, den Ama- zonas zu erfahren oder die Steine von Machu Picchu zu berühren? Hörst du den Ruf eines nahe gelegenen Sees, um dort zu meditieren oder zu beten? Mach es einfach! Indem wir alle unseren Neigungen folgen, uns mit hei- ligen Orten zu verbinden, reorganisieren wir die Ener- gie und Netzlinien der Erde. Uns, wie auch der Erde, ist damit in gegenseitigem Austausch geholfen. Komme einfach in klarer Absicht. Du musst nicht wissen, was oder wie genau du es tust, damit etwas passiert. Es ist die Absicht, die wichtig ist. Die Erde ist robust. Sie ist unser Partner in allem. Sich daran zu erinnern, sich in Dankbarkeit zu verbinden – nicht in Traurigkeit oder Schuld – wird uns helfen zu verstehen, welch unzerstörbare Beziehung wir mit der Natur haben. ��� Übersetzung: Amin Rott Jonette Crowley ist ein Channel für White Eagle und für Mark, und sie ist Autorin von »Adler & Condor« erschienen im Elraanis Verlag, Reit im Winkl. www.JonetteCrowley.com Natur-Energien