UX Dos and Don'ts 
auf Alexa, Google Home und Co

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IA Konferenz, 05. Mai 2017
UX Dos and Don'ts
 auf Alexa, Google Home und Co
Jörn Siedentopp (CELLULAR GmbH | Hamburg)

Sieben Regeln (bzw. CELLULARs Learnings aus den ersten Projekte) für gute UX / User Experience mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa (Egal on Echo oder Echo Dot), Google Home, Apple Siri, Microsoft Cortana, Samsung Bixby.

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UX Dos and Don'ts 
auf Alexa, Google Home und Co

  1. 1. BEHIND THE SCREENS
  2. 2. IA Konferenz, 05. Mai 2017, 15:50 - 16:25, SAAL 1 UX Dos and Don'ts
 auf Alexa, Google Home und Co 2 Jörn Siedentopp (CELLULAR GmbH | Hamburg)
  3. 3. Jörn Siedentopp Senior Concept Designer bei CELLULAR Mail: jsiedentopp@cellular.de, Twitter: @joernsie 0 Alexa, Google Home und Co 3Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Familie
  4. 4. Ich rede aktuell mit Alexa wie mit meinem Hund. 0 Alexa, Google Home und Co 4Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  5. 5. 0 Alexa, Google Home und Co 5Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH „Smudo, AUS!“
  6. 6. 0 Alexa, Google Home und Co 6Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH „Alexa, STOP!“
  7. 7. Eigentlich wollen wir uns natürlich mit Alexa unterhalten. 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 7
  8. 8. 0 Alexa, Google Home und Co 8Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Amazon Alexa
  9. 9. Alexa ist nie alleine. 0 Alexa, Google Home und Co Start 9Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Apple iPad Android Smartphone Google ChromeCast Android Wear MacBook Laptop Amazon Alexa
  10. 10. Und es werden immer mehr… 0 Alexa, Google Home und Co 10Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  11. 11. 0 Alexa, Google Home und Co 11Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  12. 12. ZDFmediathek ZDFheute Wir leben in einem Multi- Device-Universum. 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 12 Heute1996
  13. 13. ZDFmediathek ZDFheute Ein Teil des Universums: 
 Der Alexa Skill. 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 13
  14. 14. ZDFmediathek ZDFheute Sprachassistenten
 sind aber überall: 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 14
  15. 15. Noch nie genutzt 53 % Schon mal genutzt 47 % Nutzung von Sprachassistenten in Deutschland
 Stand: April 2016 0 Alexa, Google Home und Co 15Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH https://de.statista.com/infografik/4686/nutzung-von-sprachassistenten-in-deutschland/
  16. 16. Gekommen, um zu bleiben. 0 Alexa, Google Home und Co 16Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH https://techcrunch.com/2017/01/24/24-5m-voice-first-devices-expected-to-ship-this-year-but-apps-struggle-to-retain-users/ (USA) Prognose
  17. 17. Deutschland
 Jede Woche kommen 60 Skills hinzu. USA Aktuell >10.000 Skills. 0 Alexa, Google Home und Co 17Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Quelle: Bilanz Mai 2017
  18. 18. Echo-Besitzer haben ihre Ausgaben bei Amazon nach dem Kauf eines Devices um 10% erhöht. 0 Alexa, Google Home und Co 18Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH http://www.deraktionaer.de/aktie/amazon-mit-rekordzahlen-und-ueberraschungserfolg-295380.htm
  19. 19. Deutsche Amazon Alexa Skills 0 Alexa, Google Home und Co 19Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH „Alexa, ruf mir ein Taxi mit mytaxi.“ Skill: MyTaxi „Alexa, frage Deutsche Bahn nach einer 
 Verbindung von Berlin nach Hamburg.“ Skill: Deutsche Bahn"Alexa, sage Uber, ich möchte 
 eine Fahrt bestellen.“ Skill: Uber
  20. 20. Deutsche Amazon Alexa Skills 0 Alexa, Google Home und Co 20Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH "Alexa, frage allyouneed nach 
 den heutigen Angeboten.“ Skill: Allyouneed - Marktplatz "Alexa, bestelle Pizza 
 von Lieferando." Skill: lieferando.de „Alexa, frage Chefkoch nach 
 vegetarischen Rezepten.“ Skill: Chefkoch
  21. 21. CELLULAR’s erfolgreichster Skill. 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 21
  22. 22. 0 Alexa, Google Home und Co 22Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  23. 23. 0 Alexa, Google Home und Co 23Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  24. 24. ZDFheute als Alexa Skill Morning Briefing 0 Alexa, Google Home und Co 24Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH "Alexa, was sind die Nachrichten?"
  25. 25. Wie geht Produktentwicklung für Sprachassistenten? 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 25
  26. 26. Unsere 7 Regeln: 0 Alexa, Google Home und Co Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 26
  27. 27. #1 Starte mit einem Dialog. 1 Starte mit einem Dialog. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 27
  28. 28. Konzepte sind Kopfgeburten. 1 Starte mit einem Dialog. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 28
  29. 29. Konzepte sind Kopfgeburten. 1 Starte mit einem Dialog. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 29 Gespräche.
  30. 30. Nie wieder Wireframes! 1 Starte mit einem Dialog. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 30
  31. 31. 1 Starte mit einem Dialog. 31Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Frühzeitig 
 simulieren.
  32. 32. Best Test: Talk. Mit erstem Entwicklungsstand: 
 Alexa führt Protokoll. 1 Starte mit einem Dialog. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 32
  33. 33. #2 Denke nur den einen relevanten Usecase. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 33
  34. 34. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 34 „What's next in tech? Is it machine learning? Virtual reality? Augmented reality? Wearables? Voice interfaces? Autonomous vehicles? Yes.“ Luke Wroblewski @lukew
  35. 35. ZDFmediathek ZDFheute Das ist gut: Der Skill muss nicht alles können. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 35
  36. 36. Denke die User-Journey & das Produkt immer Multi-Device. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 36 ZDFmediathek ZDFheute
  37. 37. Denke die User-Journey & das Produkt immer Multi-Device. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 37 Konzipiere nur den relevanten Usecase für Alexa. ZDFmediathek ZDFheute "Alexa, was sind die Nachrichten?"
  38. 38. Beispiel: Plex.
 Alexa Skill im Zusammenspiel mit einem Apple TV. 2 Denke nur den einen relevanten Usecase. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 38
  39. 39. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 2 VIDEO: Plex. Alexa & Apple TV (https://www.youtube.com/watch?v=0jJfUa8Ij4k)
  40. 40. #3 Führe ein gutes Gespräch. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 40
  41. 41. Jeder kann reden. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 41
  42. 42. Jeder kann reden. Schlechte Gespräche 
 fallen immer auf. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 42
  43. 43. Gute Gespräche folgen Konversationsmaximen Nach Paul Grice (Philosoph, 1913 – 1988) 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 43
  44. 44. Sage nur, was informativ, … 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 44 Konversationsmaximen für gute Gespräche von Paul Grice (Philosoph, 1913 – 1988)
  45. 45. Sage nur, was informativ, wahr … 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 45 Konversationsmaximen für gute Gespräche von Paul Grice (Philosoph, 1913 – 1988)
  46. 46. Sage nur, was informativ, wahr und wichtig ist. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 46 Konversationsmaximen für gute Gespräche von Paul Grice (Philosoph, 1913 – 1988)
  47. 47. Sage nur, was informativ, wahr und wichtig ist. Sage dies klar und deutlich! 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 47 Konversationsmaximen für gute Gespräche von Paul Grice (Philosoph, 1913 – 1988)
  48. 48. Angewendet bei Sprachassistenten: 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 48
  49. 49. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 49 Schlecht Um die Nachricht erneut zuhören, sag „Wiederholen“, um zu antworten, sag „Antworten“, und um die nächste zur hören, sag „Weiter“.
  50. 50. 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 50 Schlecht Um die Nachricht erneut zuhören, sag „Wiederholen“, um zu antworten, sag „Antworten“, und um die nächste zur hören, sag „Weiter“. Gut Nachricht wiederholen, antworten oder weiter zur nächsten?
  51. 51. Like telling a joke — if you have to explain it, you're doing it wrong. 
 Google Actions Guidelines
 https://developers.google.com/actions/design/ 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 51 1 Actions on Google Conversation basics Creating better conversations Conversation—a study in cooperation Validating user input and managing expectations When a conversation breaks, repair it 2 2 2 3 3 Table of contents Page The Conversational UI and Why it Matters — 2 Actions on Google We’re entering a promising new era of computing, where advances in machine learning and artificial intelligence are creating a resurgence of interest in voice interfaces and natural language processing, unlocking the potential for conversation as the new mode of interaction with technology. For the most part, the problem of recognizing spo- ken input has been largely solved, opening up a new challenge: How to build a user experience that’s modeled after natural human conversation. This multi-part series outlines the basic mechanics of conversation, introduces core principles to design by, and presents you with a practical voice user in- terface (VUI) toolkit to start creating conversational experiences that engage, delight, and truly help your users. Conversation basics We can discover the key ingredients for a good VUI conversation simply by deconstructing the rules and conventions that we are mostly unaware of in natu- ral human conversation. Building blocks for successful VUI conversations include: • Turn-taking: We take turns in a conversation based on subtle signals that we pass back and forth. Without effective turn-taking, we might talk over each other, or our conversations can get out of sync and hard to follow. • Threading: In natural speech, all elements of a conversation are usually woven together in a co- herent thread that includes context and the way the conversation evolves over time. Threading helps us keep track of that conversational flow. • Inherent efficiency of speech: People often use verbal shortcuts because they intuitively understand what’s being said—essentially, we can “read between the lines” in a conversation and some things can be left unspoken. But the implication for VUIs is having to compensate for the seemingly illogical, non-math- ematical nature of human speech. • Variations in user behavior and comfort level: People use a variety of words and styles to say the same thing, depending on their own situa- tional context and expectations of a VUI based on previous experience. VUIs should support these variations so all users can have a friction- less experience. Read more on conversation basics in Understanding How Conversations Work: The Key to a Better Voice UI (https://developers.google.com/actions/design/principles) Conversation—a study in cooperation Turn-taking, context, and threading are all part of cooperative conversation, an idea popularized by linguistics philosopher Paul Grice 1 . Grice called this the Cooperative Principle. He also developed Grice’s Maxims to define the essential conversational rules he observed—namely that people should be as truth- ful, informative, relevant, and clear as possible when talking with each other. VUI should try to follow these inherent rules of cooperation as well—and be ready to support wary users who’ve had bad experiences with other voice interfaces in the past. Read more on the Cooperative Principle in Be Cooper- ative … Like Your Users2 . 1 https://plato.stanford.edu/entries/grice/ 2 http://g.co/dev/actions-be-cooperative Creating better conversations A good VUI doesn’t follow a stale script, and shouldn’t be based on the old touch-tone phone systems that force users down narrow paths. It also shouldn’t try to “teach” people what to say to protect them from veering off the so-called “happy path.” Instead, it should focus on the intuitive power of language and meaning, using everyday language to communicate with users. VUIs should also avoid stating the obvious or talking down to users—people 3 Actions on Google don’t appreciate a device that sounds like it thinks it’s smarter than they are. Read more on building an intuitive VUI in Unlocking the Power of Spoken Language. (http://g.co/dev/actions-spoken-language) Validating user input and managing expectations Once someone makes a request, a VUI can use acknowledgers—words or phrases like “OK,” “Sure,” “Alright,” “Thanks,” and “Got it”—that show the VUI is en- gaged and listening. Randomizing acknowledgers can help make the experience feel more fluid and natural. After acknowledging, the system can then seek either explicit or implicit confirmation that it understood. With explicit confirmation (which is usually used when something major is at stake, such as buying a plane ticket), the VUI asks the user for verbal agreement before proceeding. With implicit confirmation (used for lower-risk situations, such as streaming a song), the VUI in- corporates a key element of the user’s request into its response to validate and instill confidence in the user, but doesn’t require verbal approval per se. Read more in Instilling User Confidence Through Confirmations and Acknowledgements. When a conversation breaks, repair it Things can go wrong with even the most well-de- signed VUI. When conversations break down, either party can initiate a repair. Though humans usually spot and repair their own mistakes, a VUI must also be able to repair the conversation based on the flow and nature of the interaction. Read more on repair in Understanding How Conver- sations Work: The Key to a Better Voice UI. http://g.co/dev/actions-understanding-conversations Do this … • Follow basic conversational rules and everyday speech patterns • Apply the principles in Grice’s Maxims • Suggest through intuitive examples of what people can say (without “teaching” them) • Use acknowledgers to show that the system is listening • Randomize acknowledgers to make the VUI sound more natural • Use explicit confirmation for clarity around important requests, and implicit confirma- tion if a request is less risky to fulfil • Use “errors” as opportunities for more meaningful (and natural) interactions Don’t do this... • Model responses on touchtone apps and phone-tree scripts • Try to teach people what to say • State the obvious • Talk down to users or offer responses that sound mechanical • Use “Go back” instructions • Accommodate just one speaking style • Use language that talks down to users © 2016 Google Inc. All rights reserved. Google and the Google logo are trademarks of Google Inc. All other company and product names may be trademarks of the respective companies with which they are associated. VUI Do’s and Don’ts
  52. 52. Gut 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 52 "Alexa, bestelle Pizza 
 von Lieferando." Skill: lieferando.de
  53. 53. Erst Settings 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 53
  54. 54. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 3 Video: Lieferando Skill (https://www.youtube.com/watch?v=RkB0bsGka7M)
  55. 55. Gut 3 Führe ein gutes Gespräch. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 55 Plan: Starbucks Coffee Co.
  56. 56. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 3 Video: My Starbucks Barista (https://www.youtube.com/watch?v=v1pyZiDVlRw)
  57. 57. #4 Komm auf den Punkt. 4 Komm auf den Punkt. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 57
  58. 58. Eine kurze Gedankenreise 4 Komm auf den Punkt. 58Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Unser Tageskarte: 1. Rindercarpaccio m. frischen Spargel u. Parmesan 2. Grüner Bohnensalat m. Thunfisch u. Mozzarella 3. Reissalat nach Art des Chefs 4. Pasta mit Paprika u.Lachs in Tomaten-Sahnesoße 5. Pizza m- Salami u. Champignons 6. Feldsalat mit Melone u. Fleischklößen.
  59. 59. Die schwierigste Frage ist: Wie viele Infos sind nötig? 4 Komm auf den Punkt. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 59
  60. 60. Wie viele Infos sind für eine Produktdarstellung ausreichend? 4 Komm auf den Punkt. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 60
  61. 61. Ausgangslage Eine Produktdarstellung in einer App 4 Komm auf den Punkt. 61Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH SEBA MED Sport Dusche, 2-in-1, für Haut & Haar Duschgel Verschiedene Sorten 2,45€ statt 2,89€
  62. 62. Unser Ergebnis Eine Produktbeschreibung in einem Skill 4 Komm auf den Punkt. 62Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Alexa Skill Alexa, was ist heute im Angebot?
  63. 63. Unser Ergebnis Eine Produktbeschreibung in einem Skill 4 Komm auf den Punkt. 63Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Im Angebot: Duschgel von SEBA MED für 2,45€ Alexa Skill Alexa, was ist heute im Angebot?
  64. 64. Unser Ergebnis Eine Produktbeschreibung in einem Skill 4 Komm auf den Punkt. 64Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH Im Angebot: Duschgel von SEBA MED für 2,45€ Alexa Skill Alexa, was ist heute im Angebot? Lege das Duschgel auf meine Einkaufsliste.
  65. 65. Und wie viele Infos sind für eine ganze Liste ausreichend? Für Suchergebnisse? 4 Komm auf den Punkt. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 65
  66. 66. 4 Komm auf den Punkt. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 66 „In der Welt der Sprachsteuerung bist du entweder die Nr. 1 in den Suchergebnissen oder es wird schwierig.“ Andre Alpar, SEO-Experte im OMR Podcast #75
  67. 67. #5 Sei persönlich. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 67
  68. 68. Kontext, Listen, Historie. Alles ist heute persönlich. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 68
  69. 69. Öffentliche Raum Persönliche Inhalte. Kontext, Listen, Historie. Alles ist heute persönlich. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 69 vs.
  70. 70. Das birgt Gefahren… 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 70
  71. 71. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 5 Video: Hilarious Amazon Echo Alexa Fail! - 2016 (https://www.youtube.com/watch?v=KMLzJ8i9Xl4 )
  72. 72. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 72 „Alexa, ruf mir ein Taxi mit mytaxi.“ Skill: MyTaxi
  73. 73. MyTaxi für Alexa: Persönlicher Account. Persönliche Adressen. Einer muss bezahlen. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 73
  74. 74. Was kann helfen? 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 74
  75. 75. Personalisierte Inhalte
 sind der Anspruch. Auch, wenn Sprachassistenten hier heutzutage (noch) keinen Schutz bieten. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 75
  76. 76. Personalisierte Inhalte
 sind der Anspruch. Auch, wenn Sprachassistenten hier heutzutage (noch) keinen Schutz bieten. 5 Sei persönlich. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 76 Ansatz: Stimmidentifikation.
  77. 77. #6 Behalte den Kontext. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 77
  78. 78. Alexa: Täglich grüßt das Murmeltier. Nach acht Sekunden ist dann alles vergessen. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 78
  79. 79. Kontext = Dialog = 
 Invocation Name Unser UX Research: Die Probanden bleiben dauerhaft Kontext. Alexa aktuell leider nur 8 Sek. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 79 Starte BUDNI, … Öffne BUDNI, … Frage BUDNI, …
  80. 80. Google Assistent: 
 Der mit dem Kurzzeitgedächtnis. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 80
  81. 81. „Okay, Google. 
 Wie weit ist es 
 bis zum Mond?“ 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 81
  82. 82. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 82 „Wie komm ich da hin?“ „Okay, Google. 
 Wie weit ist es 
 bis zum Mond?“
  83. 83. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 83 „Wie komm ich da hin?“ „Okay, Google. 
 Wie weit ist es 
 bis zum Mond?“
  84. 84. Bixby: 
 Stellt den Kontext als KPI heraus. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 84
  85. 85. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  86. 86. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  87. 87. 6 Behalte den Kontext. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 87 „Einen Dialog zu führen, den Zusammenhang zu begreifen und auch abschweifende Gesprächsfäden aufzugreifen: Das ist sehr, sehr schwer.“ Siri Miterfinder Babak Hodjat – Bilanz Mai 2017
  88. 88. #7 Sei eine Marke. 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 88
  89. 89. 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 89 „Cool ist Siri, weil es eine Persönlichkeit hat.“ Tim Cook – Bilanz Mai 2017
  90. 90. Die Dreiecksbeziehung 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 90 Sprach- assistenten Nutzer Skill
  91. 91. Die Dreiecksbeziehung 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 91 Sprach- assistenten Nutzer Skill
  92. 92. Profiler haben die Sprachassistenten klassifiziert und ihnen Gesichter gegeben: 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 92
  93. 93. Wer ist wer? 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 9345 Analyse: Axel Petermann* Analyse: Precire Technologies* – Stimme wirkt ein wenig mechanisch – Sprecherin intelligent, schlank, sexy – Mittelgroß, lange und dunkle Haare – Große Augen, ebenmäßige Haut – Brille – Hat Charme, Ausstrahlung und Humor – Versucht eine Beziehung aufzubauen – Scheint sogar mit dem Nutzer zu flirten – Aufmerksame Zuhörerin BILANZ MAI / 2017 Siri (Apple) beziehungs- orientiert bestimmend informativ 2 3 4 5 0 1 * Wer Axel Petermann ist, wer hinter Precire steckt und wie sie bei ihren Analysen vorgegangen sind: siehe Seite 46 2007 von der gleichnamigen Firma aus Kalifornien entwickelt / 2010 an Apple verkauft / 2011 erstmals vorgestellt („Iphone 4S“) / Fast elf Millionen deutsche Nutzer, vor allem via „Iphone / Experten halten Siris Fähigkeiten inzwischen für überholt / Aktualisierung steht 2017 bevor emotional- offen Digitale Gesprächspartner wie Siri von Apple oder Bix- by von Samsung sind weit mehr als gefällige Marketing-Gags oder raffinierte Spielereien, die auf Zuruf Musiktitel abspielen, Hörfunksender einschalten oder den Wetterbericht aufsagen – sie sind der Beginn eines neuen Zeitalters in der Wechselbezie- hung zwischen Mensch und Maschine. Denn Fragen stellen, Befehle erteilen, Wünsche äußern, For- derungen erheben – dazu braucht es keine langwierige Einfüh- ung, kein Studium von Bedienungsanleitungen. Selbst Kinder können dies, bevor sie auch nur ihr erstes Wort geschrieben haben. Sprachsteuerung ist nicht nur einfacher, sondern auch schneller als jede zurzeit verfügbare Technik. Branchenexperten wie Dominik Wee, Berater und Partner bei McKinsey, halten den Small Talk mit künstlichen Assisten- innen für die nächste große, epochale und zukunftsweisen- de Sache in der Technikwelt, ähnlich wie die Einführung des Smart- bzw. „Iphones“ im Jahr 2007. Die Sprachassistenz, sagt Dominik Wee, berge „disruptives Potenzial“. Als erster Anbieter überhaupt hatte Apple im Jahr 2011 sein Sprachsystem Siri auf den Markt gebracht, Microsoft war 2014 mit Cortana gefolgt, ein Jahr später dann Amazon mit Alexa, die über die intelligente Lautsprecher- und Mikrofonbox Echo“ ansprechbar ist. Der Kampf um den Zukunftsmarkt ist entbrannt. Und natür- ich bleibt die sprechende Digitalassistenz nicht auf Mobiltelefo- ne oder „Macbooks“ beschränkt. Amazon Automotive will die Sprachassistentin Alexa etwa zur Beifahrerin weiterbilden und sucht auf dem Karriereportal Linkedin nach Autofachleuten. Volkswagen und Hyundai, Volvo, Ford und BMW haben bereits die Möglichkeit geschaffen, das Kunstwesen in ihre Bordtech- nik zu integrieren. Google und Apple verfügen mit „Android“ und „Carplay“ über vergleichbare Angebote, während Huawei-Telefone schonüber vergleichbare Angebote, während Huawei-Telefone schonüber vergleichbare Angebote, während Hua auf Zuruf Türen öffnen sowie Staubsauger aus- und Lam- pen einschalten können. Seit Ende 2016 kann Alexa bereits Bosch-Siemens-Hausgeräte über die BSH-Plattform Home Connect kontrollieren. Am klügsten ist wahrscheinlich Googles namenlose Hel- erin („Google Home“). Sie versteht selbst vielschichtigere Fragen und, in begrenztem Umfang, auch schon Zusammen- hänge innerhalb eines Dialogs. Zudem ist sie lernfähig: Folge einer 20-jährigen Erfahrung des Konzerns mit Suchanfragen und der Listung und Verknüpfung ungezählter Internetseiten, 47 BILANZ MAI / 2017 Analyse: Axel Petermann Analyse: Precire Technologies – Warme Stimme – In gewisser Weise erotisch – Braune Haare – Vollschlank – Kumpeltyp, Freundin des Anwenders – Weniger Charme und Humor als Siri Alexa (Amazon) 2 3 4 5 0 1 beziehungs- orientiert bestimmend informativ Lebt seit 2015 in den Amazon-Lautsprechermikrofonen „Echo“ und „Echo Dot“ / Versteht Deutsch seit Februar 2017 / Sehr schnelle Verbreitung / Viele Wechselwirkungen mit anderen Unternehmen und Geräten: u.a. Automobile, Hausgeräte, Amazon Prime emotional- offen 48 IDEEN UND INNOVATIONEN unter ihnen natürlich auch Wikipedia. „Google Home“ bleibt auf kaum eine Frage eine Antwort schuldig. Das Marktpotenzial ist gewaltig. Nach einer Quellenforschung des Datenportals Statista nutzten im vergangenen Jahr 10,8 Millionen Deutsche Apples Siri und sogar 17 Millionen „Google Now“. Das US-Marktforschungsinstitut Tractica schätzt, dass die Anzahl der Verbraucher, die Verständnis-voll reagierende Sprachassistentinnen zumindest gelegentlich verwenden, von derzeit 710 Millionen auf rund 1,8 Milliarden bis 2021 steigen wird. Der Umsatz mit den unwirklichen Helferinnen soll im selben Zeit-Der Umsatz mit den unwirklichen Helferinnen soll im selben Zeit-Der Umsatz mit den unwirklichen Helferinnen soll im selben Zeit raum von 689 Millionen auf zwölf Milliarden US-Dollar wachsen. Siri – mittlerweile auch über „Ipad“, „Apple TV“ und die kabellosen „Airpod“-Kopfhörer erreichbar – versteht sogar Chi- nesisch,HebräischundNorwegisch.„Abercool“,sagtApple-Chef Tim Cook, „ist Siri vor allem, weil sie eine Persönlichkeit hat.“ InderTathängtdieBereitschaft,mitMaschinenmündlichund nicht mehr mit Klicks zu kommunizieren, mithin ihr Markterfolg, in erheblichem Maße davon ab, ob Menschen den Geräten, an die sie ihre Worte richten, einen Charakter zusprechen, ein Naturell, ein Wesen, ein Temperament, kurzum: eine Persönlichkeit. Doch welcher Anbieter beherrscht die Kunst der Schöpfung am besten? Diese Frage hat BILANZ zwei Sachverständigen ge- stellt: dem Profiler und Kriminalpolizisten Axel Petermann und Christian Greb, Mitgründer der Sprachanalyse-Firma Precire in Aachen (s. Kasten S. 46). Was die Sprachintelligenz anbelangt, hat sich in der Nerd- und Technik-Szene in den vergangenen Monaten der Eindruck verbreitet, dass die Pionierin Siri, die populärste Vertreterin unter den scheinbaren Mitarbeiterinnen, im Ver- gleich mit ihren jüngeren Kolleginnen deutlich zu wünschen übrig lässt. Oder anders gesagt: „Warum scheint Siri so dumm zu sein?“, wie das Technikmagazin „The Verge“ fragte. Gewiss, auch Siris Programmierer sorgen dafür, dass sie dazu- lernt. Aber anders als die Google-Assistentin ist sie selten in der Lage, Folgefragen zu beantworten. Siri floskelt in diesen Fällen: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe.“ Große Erwartungen knüpfen sich deshalb an das für dieses Jahr erwartete „Iphone 8“ und das auf einen neueren Stand ge- brachte mobile Betriebssystem IOS 11. Siri werde, Eingeweihten zufolge, mit größerer künstlicher Intelligenz ausgestattet. Dar- aufhin deuten Apples Zukäufe: 2015 hatte der Konzern die Fir- men Vocal-Iq und Perceptio, ein Jahr später Turi übernommen, drei Spezialisten für sprachgesteuerte, künstliche Intelligenz. Apples Anstrengungen sind nötig, denn Begeisterung rief zu- letzt die Konkurrenz hervor und hier in besonderer Weise das Handelshaus Amazon (Umsatz: 136 Mrd. Dollar), das mit Alexa einen regelrechten „Hit“ gelandet habe, wie die mit Lob norma- lerweise sehr sparsam umgehende „New York Times“ notierte. Alexa, namentlich inspiriert von der Bibliothek Alexandrias, steckt im „Echo“ – einem 23 Zentimeter hohen, röhrenförmigen Lautsprecher, der gleichzeitig auch ein Gerät enthält, durch das sich Töne und Geräusche übertragen lassen. Sagt man „Alexa!“, dann leuchtet der obere Rand des „Echo“ in blauem Licht auf und signalisiert: Ich höre zu. Sodann kann man Alexa bitten, die Temperatur im Zimmer zu senken, das neue „Daft Punk“-Lied zu spielen, Fußballergebnisse aufzusagen – und natürlich einzukaufen. Amazon will dergestalt vor allem seinen Premiumversand Prime weiter ausbauen. Seit zwei Jahren sind der „Echo“ und seine Mini-Ausgabe „Echo Dot“ in den USA im Handel, in Deutschland erst seit Februar. Die kursierenden „Echo“-Verkaufszahlen für die USA sind bemerkenswert: Im ersten Jahr sollen es rund eine Million Geräte gewesen sein, 2016 schon deren sieben, und bis Silvester dieses Jahres rechnet man mit annähernd 30 Millionen weiteren „Echos“ und „Echo Dots“. Damit wäre Amazon schon in jedem vierten US-Haushalt vertreten. Der Verkaufserfolg hat viel mit dem offenen System zu tun, das es jedem Privatmann und Unternehmen erlaubt, Alexa in neuen, zusätzlichen „Fähigkeiten“ zu unterrichten, also ähnlich zu aktualisieren wie Anwendungen fürs Telefon. Fordert man Alexa auf: „Frag die Deutsche Bahn, wann der nächste Zug von Hamburg nach München fährt“, dann liefert sie die passende Antwort. Auch Lieferando und Mytaxi, Medien wie „Spiegel On- line“, Tagesschau und „Bild“ oder die Berliner Verkehrsbetriebe sind bereits über „Echo“ beziehungsweise Alexa ansprechbar. Jede Woche kommen in Deutschland etwa 60 Fähig- und Fertig- keiten hinzu; in den USA gibt es bereits mehr als 10.000. „Ohne viel Chi-Chi hat Amazon mit ,Echo‘ einfach mal das nächste große Ding platziert“, sagt Max Koziolek (27), Mitgrün- der des Berliner Unternehmens Spectrm. Koziolek bietet Un- ternehmen Nachhilfeunterricht an, um Alexa neue Tricks bei- zubringen, im Zunftjargon „Skills“ genannt. Er sieht Alexa tech„Skills“ genannt. Er sieht Alexa tech„Skills“ - nisch weit voraus, und „es wird schwer, die wieder einzuholen“. Der überraschende Erfolg Amazons forderte auch Google heraus, ein ganz ähnlich arbeitendes Gerät zu entwickeln: Es ist besagtes „Google Home“, etwas bauchiger geformt als die „Echo“-Röhre und seit vergangenem Herbst in den USA auf weiter auf Seite 52 49 BILANZ MAI / 2017 Analyse: Axel Petermann Analyse: Precire Technologies – Cleverer als Microsofts Cortana – Warme Sprache – Rote Haare, kurzhaarig, US-Outfit – Brille mit Strass besetzt – Schlank, mittelgroß – Kostüm – Erledigt Aufgaben gewissenhaft „Google Assistant“ (Google) 2 3 4 5 0 1 beziehungs- orientiert bestimmend informativ Löste 2016 das Vorgänger-Programm „Google Now“ ab / Große Verbreitung durch Voreinstellung auf Telefonen und Handcomputern mit Android-Betriebssystem / Seit Herbst 2016 auch über den Lautsprecher „Google Home“ ansprechbar / Kann besonders gut Fragen beantworten emotional- offen 50 IDEEN UND INNOVATIONEN Werden Siri, Alexa, Bixby und Co. bald den Computermonitor abschaffen? „Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre, auf den Bildschirm und eine grafische Benutzer-Bildschirm und eine grafische Benutzer-Bildschirm und eine grafische Benutzer oberfläche zu verzichten“, sagt der Informa- tiker Babak Hodjat, einer der Erfinder von Siri. „Es ist doch oft so viel leichter, auf ein Bildchen zu klicken, als es beschreiben zu müssen.“ Vielmehr sollten Sprachassisten- tinnen „den Benutzer bei seiner Interaktion mit dem Bildschirm und damit dem Compu- ter unterstützen“. Hodjat hat 2007 in San Francisco die Firmen Siri und Sentient Technologies gegründet, die auf Entwicklung virtueller Assistenten mittels künstlicher Intelligenz spezialisiert waren. Zusammen mit seinem Mitgründer Adam Cheyer verkauf- te er Siri 2010 an Apple. Cheyer blieb noch bis 2012 an Bord, be- vor er wiederum das Sprachprogramm „Viv“ entwickelte (das später an Samsung ging). Sentient Technologies ist heute eines der wertvollsten Unternehmen für die Entwicklung von künst- licher Intelligenz auf der Welt. Hodjat ist, im Gegensatz zu manchem Technikkonzernchef, alles andere als euphorisch, was die Fähigkeiten von Sprachhel- fern anbelangt: „Es ist ziemlich leicht, Sprachassistenten für ge- nau umschriebene Aufgaben zu programmieren“, sagt er. „Aber einen Dialog zu führen, den Zusammenhang zu begreifen und auch abschweifende Gesprächsfäden aufzugreifen: Das ist sehr, sehr schwer.“ Rein sprachbasierte Systeme hält Hodjat für „viel zu begrenzt“ und verweist auf Alltagssituationen, „in denen die Sprache nicht der geeignete Kanal ist, zum Beispiel, wenn man im Bus sitzt, oder in einem Großraumbüro, wo nicht jeder mithören soll“. Geräte wie Amazons „Echo“ verstünden zu- dem keine Ironie, könnten weder Gestik noch Mimik erkennen. Nach Hodjats Ansicht machten es sich die Technikfirmen zu einfach und schöpften die Möglichkeiten nicht aus, die sich durch die künstliche Intelligenz eröffneten. Die Sprachassistentinnen funktionieren alle nach einem ähnlichen Prinzip: Mikrofo- ne übertragen das Gesagte in eine Daten- wolke, wo die Audiodatei in Schrift umge- wandelt wird. Dann übernehmen sogenann- te Chatbots, die aus Schlüsselwörtern im Text die Aufgabe herauslesen (etwa „Flug“, „heute“, „München“ und „London“), suchen im System nach der dazu passenden Antwort, die wiederum in Sprache umgewandelt und ausgesprochen wird. „Solche Konversationssysteme wie Siri funktionieren nur gut in ihrem kleinen, abgezäunten Gärtchen, in dem ganze Teams von Ingenieuren und Wissenschaftlern alles schön überschauen und programmieren können“, kritisiert Hodjat. Um die engen Grenzen zu überschreiten, empfiehlt er, sich nicht auf Sprach- kommunikation allein zu konzentrieren. Vielmehr „müssten bis- her getrennte Forschungsbereiche wie Maschinenlernen, Spracherkennung und das Erkennen von Gesichtsausdrücken zusammengebracht werden, was gar nicht so einfach ist“. Den Durchbruch, glaubt er, brächten „Haushaltsroboter, die zur Kon- versation fähig sind – weil sie zum Beispiel mit Kameras ausge- rüstet sind, die uns anschauen und unsere Gesichtsausdrücke lesen können“. Die Firma Emotient in San Diego, sagt er, sei auf eben diese Art Rechnerprogramme spezialisiert. Im vergangenen Jahr hat Apple die Firma gekauft. Jürgen Schönstein Hohn oder Witze verstehen die Assistentinnen nicht, Gebärden und Mienen können sie nicht erkennen. Forschung zusammenführen: Siri-Miterfinder Babak Hodjat. 51 BILANZ MAI / 2017 Analyse: Axel Petermann Analyse: Precire Technologies – Arrogant wie Madonna – Nicht so weit entwickelt wie Siri und Alexa – Wenig menschlich, Stimme künstlich – Roboterhaft, starre Mimik – Zackige, abgehackte Bewegungen – Sachliche Antworten, nicht sehr klug – Gewollt selbstbewusst – Blasse, unscheinbare Frau, klein – Unauffällig, in gewisser Weise bieder Cortana (Microsoft) 2 3 4 5 0 1 beziehungs- orientiert bestimmend informativ Geburt 2014 / Standard im Betriebssystem Windows 10 / 145 Millionen Nutzer weltweit / Erhält voraussichtlich 2017 auch eigene Lautsprecher- und Mikrofonbox (wie Alexa und Googles Assistentin) / Zahlreiche Kooperationen mit anderen Unternehmen emotional- offen © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.axelspringer-syndication.de/lizenzierung BILANZ--s3-beilagen-86 2565b33269f433cee4ea8d831d88b969 52 IDEEN UND INNOVATIONEN kommen, und zwar noch in diesem Jahr. Über „Invoke“ würden Nutzer auch Microsofts Internet-Telefondienst Skype verwen- den können. Weder Microsoft noch Harman Kardon wollten die Informationen auf BILANZ-Nachfrage kommentieren. Wann auch immer der Zylinder auf den Markt kommen wird, Microsofts Strategie lässt bereits jetzt erkennen, dass man Cor- tana nicht auf ein Gerät beschränken möchte. So kündigte der Autohersteller Volvo unlängst an, Cortana in seine Fahrzeuge zu integrieren. Und BMW präsentierte auf der diesjährigen CES-Technikmesse in Las Vegas bereits einen Prototyp, der Cortana an Bord hatte. Ob sich Bixby von Samsung etablieren und gegen die erfah- reneren und bereits enteilten Wettbewerberinnen behaupten kann, wird die Zukunft zeigen. Anders als Siri oder Alexa bil- de Bixby kein „isoliertes Feature“, sondern eine „intelligente Schnittstelle“, die Sprache mit berührungsempfindlicher Be- dienung, mit Bildern und Informationen verbinde. Wer etwa mit dem Telefon ein Foto von einer Weinflasche schieße, sagte Sriram Thodla bei der „Galaxy S8“-Präsentation, könne Bixby fragen, wo er diesen Wein in seiner Umgebung kaufen kann. „Bixby versteht die Zusammenhänge.“ Für den Anfang wird Samsung aber nicht nur mit dem Um- stand zu kämpfen haben, dass „Galaxy S8“-Besitzer zwischen Bixby und der voreingestellten Google-Sprachassistentin wäh- len können. Zusätzlich erschwert wurde der US-Start des Te- lefons am 21. April noch durch die Tatsache, dass es bis Ende Mai dauern könnte, bis Bixby Englisch sprechen kann. Bei in- ternen Tests, berichtete das „Wall Street Journal“, hätten Bix- bys Sprachkenntnisse noch nicht überzeugt. Zwar versteht Bixby bereits schriftliche Befehle in englischer Sprache und kann diese auch umsetzen und kommentieren („Sure. Let’s takekann diese auch umsetzen und kommentieren („Sure. Let’s takekann diese auch umsetzen und kommentieren ( a picture“) – mit ihr plaudern können aber bisher nur des Ko- reanischen Mächtige. Eine deutsche Version wird „im vierten Quartal 2017“ verfügbar sein, wie Samsung verkündete. Ungeachtet der Startschwierigkeiten, sind Samsungs Pläne mit Bixby höchst ambitioniert: „Wir starten mit dem Telefon und werden schnell auf weitere Geräte expandieren“, kündigte Chef-werden schnell auf weitere Geräte expandieren“, kündigte Chef-werden schnell auf weitere Geräte expandieren“, kündigte Chef entwickler Injong Rhee an. Praktischerweise baut Samsung die Fernseher, Kühlschränke, Klimaanlagen und Waschmaschinen, mit denen Bixby mal kommunizieren soll, gleich selbst. In naher Zukunft, glaubt Rhee, werden all diese Geräte zu Hause auf unsere Stimme hören: „Du rufst ,Hallo, Bixby‘, und alles um dich herum erwacht und spricht mit dir.“ Er hält das offenkundig für eine erstrebenswerte Vorstellung. 1 dem Markt. Im April brachte Google die Box nach Großbritan- nien, im Sommer soll sie auch in Deutschland zu haben sein. Die Google-Sprachassistentin selbst ist hiesigen Nutzern nicht unbekannt: 2016 stellte man sie auf dem Google-Telefon „Pixel“ vor. Und auf der Digitaltechnikmesse MWC in Barce- lona Ende Februar kündigte Google an, sie den Telefonen von HTC, Huawei, LG, Sony und auch Samsung einzupflanzen. Da- mit wird die Google-Assistentin weltweit auf etwa einem Drit- tel aller Android-Telefone laufen. Der Suchmaschinenkonzern Google und seine Obergesell- schaft Alphabet (Umsatz: 90,3 Mrd. US-Dollar) verfügen über den mit Abstand umfangreichsten Datenberg aller Technikfir- men, und mit jeder Suchanfrage, ob schriftlich oder mündlich gestellt, lernt das System dazu. Folgerichtig stellt Google besonders die Beantwortung von Fragen in den Vordergrund des Leistungsspektrums seiner As- sistentin („Wie groß ist die Strecke von der Erde zum Mond?“). Im Unterschied zu den meisten Helferinnen hat Googles auch ein Kurzzeitgedächtnis und merkt sich die vorangegangenen Fragen. Ebenso wie „Echo“ kann „Google Home“ aber auch Termine vorlesen und Musik abspielen. Angestachelt und -gespornt sowohl vom Eifer als auch Erfolg von „Echo“ und „Google Home“ zieht nun auch der weltgrößte Software-Konzern Microsoft nach und verstärkt sei- ne Bemühungen. Gewiss, das Unternehmen (Umsatz: 85,3 Mrd. US-Dollar) aus Redmond hatte seine Sprachassistentin Cortana bereits 2014 eingeführt, sie steckt im Betriebssystem Windows 10 sowie der Spielekonsole „Xbox“ und wird von mehr als 145 Millionen Menschen in 13 Ländern genutzt. Doch erst im vergangenen Dezember hat Microsoft die Vorstellung „neuer Cortana-gesteuerter Geräte“ angekündigt. Als einen Partner für dieses Vorhaben präsentierte man die Samsung-Firma Harman Kardon, einen Anbieter von Unter- haltungselektronik aus Stamford, Connecticut, der als Vorge- schmack auf die Kollaboration einen Werbefilm produzierte, in dem eine längliche, schwarze Lautsprecherbox zu sehen ist – die Parallele zum „Echo“ ist unübersehbar. Genau wie Amazon hat auch Microsoft den Weg für Programmierer freigemacht, damit sie Wissen und Gewandtheit von Cortana erweitern. Um verlo- renen Boden wettzumachen, soll Microsoft gar versucht haben, Alexa-Programmierer für Cortana abzuwerben. Mittlerweile berichten mehrere Technikseiten: Der Corta- na-Lautsprecher solle unter dem Namen „Invoke“ auf den Markt Analyse: Axel Petermann Analyse: Precire Technologies – Sehr amerikanisch – Blond und stark geschminkt – Kaut Kaugummi – Auffällig lackierte Fingernägel – Mitte 20 – Schlank – Tätowierungen – Exaltiert Bixby (Samsung) 2 3 4 5 0 1 emotional- offen beziehungs- orientiert bestimmend informativ Entwickelt von früheren Siri-Erfindern / Existent seit Frühjahr 2017 (bislang nur) in Samsungs „Galaxy S8“ / Soll Zusammenhänge besser verstehen und besser mit Telefonkamera und -An- wendungen zusammenarbeiten / Versteht Befehle auf Englisch / Spricht bislang nur Koreanisch / Andere Sprachen, auch Deutsch, im Laufe des Jahres via Programmaktualisierung Siri (Apple) Alexa (Amazon) Google Assistant (Google) Cortana (Microsoft) Bixby (Samsung) Quelle: Bilanz Mai 2017
  94. 94. Die Dreiecksbeziehung 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 94 Sprach- assistenten Nutzer Skill
  95. 95. „Create a Persona … to make it easier to pick the right words, syntax, and structure.“ 
 Google Actions Guidelines
 https://developers.google.com/actions/design/ 7 Sei eine Marke. Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH 95
  96. 96. SEI NATIV. 7 Sei eine Marke. 96Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH #1Startem iteinem Dialog. #2Denkenurdeneinen
 relevantenUsecase.#3FühreeingutesGespräch. #4Kom m aufdenPunkt.#5Seipersönlich. #6BehaltedenKontext.#7SeieineMarke.
  97. 97. BE NATIVE. RETHINK. DON’T COPY. X Allways. 97Jörn Siedentopp, @joernsie, @CELLULAR_GmbH
  98. 98. ? Die in dieser Präsentation dokumentierten Ideen und Vorschläge sind geistiges Eigentum der CELLULAR GmbH und unterliegen den geltenden Urhebergesetzen. Eine unautorisierte Nutzung, die ganze oder teilweise Vervielfältigung sowie Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet. Office Germany – Große Elbstraße 39, D-22767 Hamburg Office Austria – Hermanngasse 18, A-1070 Wien Jörn Siedentopp Senior Concept Designer T +49 40 507199 93 Mail: jsiedentopp@cellular.de, Twitter: @joernsie

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